Coruscant

Coruscant - Jeditempel - Ebene 107 - Werkstatt - Zasuna, Soldaten und RIlanja

Es dauerte einen Moment, bis die Falleen sich nach ihrem Monolog wieder halbwegs erholt hatte was ihren Vorrat an Atemluft anging. Zasuna ließ sich mit ihrer Antwort ebenfalls Zeit, aber genau das war es, was Rilanja glauben ließ, dass sie etwas falsch gemacht hatte.
Wenn sie etwas falsches gesagt hätte würde es nicht leicht werden herauszufinden was genau das gewesen war, und wenn sie etwas falsches getan hatte…
Die Antwort der Miraluka bestätigte dieses Gefühl in etwa so, wie der Absturz gigantischer Trümmer einer Superkampfstation auf einen ungeschützten Waldmond bevorstehende Änderungen für das Ökosytem verhies.
Die Geschuppte blieb unsicher stehen und hörte sich die Antwort ihrer Schülerin an, aber sie konnte nicht sagen ob es Zasuna war die nicht verstanden hatte was die Ritterin hatte sagen wollen, oder ob sie selbst nicht das gesagt hatte was die Padawan hätte hören müssen.
Und ihr Mundwerk sprang ihr wieder rettend zur Seite, und an.


Ashla, Bodan… Hell, Dunkel… Wenn das unterschiedliche Teile der Macht sind kämpfen wir gegen einen Teil der Macht, wenn wir das Dunkel bekämpfen. Als wäre es unser Ziel, eine Hälfte der Macht mit Hilfe der anderen zu vernichten, oder?

Wider Erwarten machte das sogar Sinn, also fuhr sie ihre Bemühungen lieber die Klappe zu halten für den Moment zurück.

Aber vielleicht ist die Macht größer als unser Konzept von gut und böse. Vielleicht drücken wir ihr unseren Stempel auf, indem wir bestimmte Dinge gut und andere schlecht nennen. Vielleicht hat die Macht einen Willen, vielleicht auch nicht, aber worauf es ankommt, ist, dass wir uns an unserem Gewissen orientieren. So wie Sith die Macht egoistisch und zum Schaden anderer einsetzen ist es unsere Entscheidung damit zu helfen. Und das tun wir nicht weil es die Macht will, sondern weil wir uns so entschieden haben.

Die Falleen ging einen Schritt auf ihre Padawan zu und versuchte sie anzulächeln, eine Geste, die vielleicht mehr brachte als alle guten Worte.

Vielleicht hat die Macht Seiten, vielleicht auch einen Willen, aber wir können ihn nicht verstehen, sondern nur unser Bestes tun und aus Fehlern lernen.

Ihr Mundwerk schien an Tempo zu verlieren, also ergriff sie die Gelegenheit, ging weiter auf ihre Schülerin zu und umarmte diese schließlich. Tatsächlich drückte sie Zasuna an sich, und sie hatte sich sagen lassen, dass sie eine kräftige Umarmung hatte. Allerdings war das für sie eher so, als hätte sie einen kräftigen Händedruck, und sie hatte oft feststellen müssen, dass Körperkontakt dieser Art für viele Spezies anders wirkte als auf Falleen, denen Wärme naturgemäß wichtig war und die so viel eher dazu neigten auch weniger gute Bekannte zu umarmen.
Sie wusste nicht, ob sie diesen Unterschied sinnvoll erklären konnte, oder ob es Sinn machte jetzt darüber zu referieren. Immerhin wäre eine averse Reaktion der anderen Frau ein guter Grund die scheinbar minderproduktive Unterhaltung über die Macht und ihre Seiten abzubrechen.
Vielleicht war das auch der Grund, warum Rilanja zu dieser Maßnahme gegriffen hatte.
Schocktherapie statt Machtphilosophie.
Und vielleicht verstand Zasuna die Geste auch richtig, als Zeichen der Zuneigung und Freundschaft, und vor allem als Signal, dass es nicht Rilanjas Absicht gewesen war Zasunas moralisches Bukett durch eine existentialistische Mehlmorchel zu unterminieren.


Coruscant - Jeditempel - Ebene 107 - Werkstatt - Zasuna, Soldaten und RIlanja
 
.:: Coruscant | Vor dem Jedi-Tempel | Gärten | mit Elise - Alisah, Ian, Eowyn, Wes und Co. etwas entfernt ::.



"Vermissen ist das falsche Wort."

, stellte der Jedi-Meister klar und schüttelte den Kopf, um seine Worte zu bekräftigen.

"Man lernt nur so viele Leute kennen. Sie sind plötzlich da und ebenso schnell wieder aus deinem Leben verschwunden. Viele Namen wirst du nicht einmal im Gedächtnis behalten. Andere wirst du niemals vergessen."

Es war fast, als müsste das Schicksal seine Aussage in jenem Moment noch unterstützen, indem Alisah auf der Bildfläche erschien. Ein weiteres Gesicht aus vergangenen Tagen. Es waren erfreulichere, unbeschwertere Zeiten, in denen sie miteinander zu tun gehabt hatten. Ihre Blicke begegneten sich und er glaubte in ihren Augen einen kurzen Schimmer, das Feuer von damals, erkannt zu haben. Ihre Reaktion fiel jedoch nicht so aus, wie er es sich vorgestellt hatte. Sie war erst noch aufgestanden. Offensichtlich hatte sie ihn auch erkannt. Alisah sah anders aus. Nicht dass sie mittlerweile erwachsen geworden war, das war ihm sofort aufgefallen, sondern der Umstand, dass sie eher wie eine Patientin aussah. Sie schien schwach und ausgelaugt. Die Bewegungen waren langsam und ohne viel Leben darin. War sie krank? Hatte sie sich mit dem Virus infiziert?
Mark rieb sich gedankenverloren das bärtige Kinn.

"Ein Schatten der Vergangenheit, wie mir scheint..."

, erwiderte er die Frage seiner Padawan nach der ihr fremden Frau.
Und nachdem Rat Janson immer noch keine Zeit für die beiden Wartenden hatte, ging Markus ein paar Schritte, um sich der Terrasse zu nähern. Unter anderen Umständen hätte der nun auftauchende Militär seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, aber im Moment war anderes wichtiger.

"Alisah?! Zu spät, um sich noch zu verstecken!"

, rief er zu ihr empor und wartete darauf, dass sie sich erneut zeigte. Er hatte die Hände in die Seiten gestemmt und ließ seine Gedanken um ihre Person kreisen. Wo hatte sie all die Jahre gesteckt? Er glaubte einmal etwas gehört zu haben, hatte es aber damals nicht recht glauben können. War sie auf der dunklen Seite gestanden? Hatte sie den Drahtseilakt gewagt und nun doch zurück auf den Boden der Tatsachen gekommen? Er musste sie fragen, musste wissen, wie es ihr ging und was sie nun machte. Es war ihm ein dringendes Bedürfnis, von ihren Erlebnissen zu erfahren. Das kleine Mädchen war nun erwachsen, hatte sicher einige turbulente Zeiten hinter sich und war nicht mehr dieselbe wie damals. Ebenso er, der sich zwischendurch ins Exil begeben und viele Narben aus dem Kampf davon getragen hatte. Hatte sie sich vielleicht erschrocken, als sie sein gezeichnetes Gesicht erblickt hatte?
Oder wollte sie einfach nichts und niemandem aus ihrem vergangenen Leben wiedersehen? Hatte sie Angst vor Zurückweisung? Angst vor Verurteilung? Markus beschloss, Elise erst einmal nicht darüber zu erzählen. Ihre Reaktion auf Ian hatte schon gereicht.



.:: Coruscant | Vor dem Jedi-Tempel | Gärten | mit Elise - Alisah, Ian, Eowyn, Wes und Co. etwas entfernt ::.
 
(Cloé Raquelle Cortina)

- Coruscant - Obere Ebenen - Wohnung der Cortinas - Mit Chesara-

"...waren mehrere Stunden im Einsatz, um die Ausschreitungen in den Griff zu bekommen. Erneut blieb auch dabei der Einsatz von Betäubungsgasen nicht aus."

Die Stimme der Newsreporterin las die Nachrichten monoton. So weit waren sie schon, dass keine Schreckensmeldung, ob groß oder klein, noch in der Lage war wirklich zu erschüttern. Cloé Raquelle Cortina scrollte den Bildschirm hinunter. Sie erinnerte keine Galaxis in der es jemals Frieden gegeben hatte und sie glaubte auch nicht, dass sie es jemals erleben würde. Und wenn die Republik und das Imperium tausend Verträge miteinander schlossen, es würde doch nichts ändern. Die Fronten auf beiden Seiten waren zu verhärtet und wenn die offiziellen Armeen und Flotten nicht kämpfen würden, dann taten es andere in ihrem Namen. Wie die Defender zum Beispiel. Wohin das führte hatte sie gesehen, aus nächster Nähe.

"Hier ist noch etwas über Mon Cal, ein Bericht über den Senat und die Bereitstellung neuer Gelder zur Erforschung des Virus."

Fragend blickte Cloé von ihrem Computer auf. Jedi-Rätin ChesaraSyonette saß aufgerichtet, gepolstert in zwei dicke Kissen, in die sie immer wieder Halt suchend hinein sank wenn sich ihre Augen vor Müdigkeit oder Anstrengung schlossen oder sich der Raum um sie herum zu drehen begann. Cloé wusste, dass ihr oft übel war. Rámon sagte sie hatte eine Gehirnerschütterung und er sagte auch, dass sie viel Ruhe benötigte. Die Nachrichten aber hatte sie trotzdem sehen wollen und da das Lesen des Computerbildschirms ihre Augen schmerzte und das Flimmern des Holoprojektors ihr Schwindel verursachte, beschränkte sie sich größtenteils darauf zuzuhören, während Cloé die Videos abspielte, die sie aus dem Holonet herunter geladen hatte.

"Oder ein Report über die neuen Ballungszentren von Schmugglertreffpunkten, die sich aufgrund der territorialen Veränderungen der Republik ergeben haben."

"Okay, gut."

ChesaraSyonette neigte ihren Kopf, die kleinste, würdevollste Bewegung die man sich anstelle eines Nickens vorstellen konnte.

"Die Gelder für den Virus."

Der Bericht startete, der Nachrichtensprecher stellte das Thema vor, fasste bisher Geschehenes zusammen. Die Debatten der Politik waren unerträglich. Cloé interessierte nicht woher das Geld stammte oder welche Haushaltslöcher gestopft werden mussten. Es musste doch möglich sein Coruscant zu helfen, schnell und effizient. Menschen starben täglich, interessierte das niemanden? ChesaraSyonette dagegen lauschte mit beneidenswerter Geduld. Sie wirkte zumindest nach außen gelassen, so sehr, fand Cloé, dass sie manchmal fast sogar unbeteiligt schien. Dabei war sie mit großer Sicherheit alles andere als das. Sie musste objektiv sein, einen kühlen Kopf bewahren. Sie war eine Jedi, eine waschechte, wahrhaftige Jedi wie sie in Geschichten und Romanen, in Filmen, Liedern, Gedichten, Legenden und nicht zuletzt in den Geschichtsbüchern dieser Galaxis vorkamen. ChesaraSyonette war die Frau, die nicht nur Cloés Bruder das Leben gerettet hatte sondern auch dem von ihrer ganzen Familie beinahe fanatisch (aus Cloé völlig unerklärlichen Gründen) verehrten Jared Grant, den Mann den sie "General" nannten. Sie war es außerdem gewesen, die dafür gesorgt hatte, dass Noa auf Lianna arbeiten konnte. Eine Jobvermittlerin war sie also auch noch. Und diese einflussreiche, intelligente, mächtige Frau mit der samtigen Stimme und dem wissenden Blick lag hier, angeschlagen und schwach auf den Beinen zwar, aber sicherlich trotzdem in der Lage aufzustehen wann immer sie wollte und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Nur, dass sie sich entschieden hatte genau das nicht zu tun und stattdessen auf die ärztliche Diagnose ihres Bruders - Cloés Bruders - zu vertrauen. Warum? War es Weisheit, zu wissen wann die eigenen Grenzen erreicht waren? War es Vernunft, auf den Rat eines Experten zu hören in einer Angelegenheit in der man selbst nur Laie war? Wie viel Laie war Chesara wirklich? Sie nannten sie die Jedi-Heilerin, jeder nannte sie so, und Cloé wusste, dass sie den C-Virus kuriert hatte, nicht nur einmal, oder zweimal und auch nicht aus Zufall. Wenn sie das konnte... konnte sie sich dann nicht auch selbst helfen?

"Hey, ihr zwei."

Rámon stand in der Tür, die Hände in den Hosentaschen. Er hatte ein frisches Hemd angezogen und sich rasiert. Cloé mochte ihn so lieber, sauber und ordentlich und zivilisiert. Er sah aus wie ein neuer Mensch.

"Wie geht es dir?"

Die Frage war nicht an sie gerichtet. Rätin Chesara lächelte unverbindlich.

"Deine Schwester war so nett mich die Nachrichten sehen zu lassen, damit ich auf dem Laufenden bleibe. Danke, Cloé, das war sehr nett von Ihnen."

"Kein Problem."

Cloé nahm ihren Computer und stand auf.

"Kann ich den kurz borgen?"

Rámon war inzwischen ins Zimmer gekommen.

"Oh, ja klar. Hier."

Sie hatte keinen Grund abzulehnen. Auf ihrer Festplatte gab es keine Dateien, die niemand sehen sollte. Ihre Fotos waren auf Jespers Gerät gespeichert und das einzige Geheimnis das Cloé hatte kannte Rámon sowieso. Außerdem vertraute sie ihm, er würde nicht spionieren. Was das anging gab es eine klare Struktur unter ihren Geschwistern. Pablo und Rámon waren die, denen man vertrauen konnte. Noa und Leandro durfte man nicht eine Sekunde alleine lassen. In der Tür hielt sie noch einmal kurz inne.

"Ach ja, ich wollte Gemüsepüree zum Abendessen machen, mit Chili-Baguette. Ist das okay?"

Es war okay. Sowohl Rámon als auch die Rätin bestätigten ihr das. Alles wäre besser als Suppe, sagte Chesara, und ihre Lippen kräuselten sich leicht, sie hatte genug Suppe für den Rest ihres Leben gegessen. Cloé wusste nicht, was mit ihr nicht stimmte, dass sie sich manchmal so sehr von ihren Geschwistern unterschied. Sie hatte von Anfang an keine Ambitionen gehabt den Widerstand gegen das Imperium zu unterstützen. Noa war sofort Feuer und Flamme gewesen. Sie hatte schon als Mädchen gelernt, Handfeuerwaffen zu benutzen, wohingegen Cloé niemals so ein Ding in die Finger nehmen würde. Die allgemeine Anbetung Jared Grants war ihr ebenfalls ein Rätsel. Sie hatte den Mann nur ein oder zweimal getroffen, lange vor den Defendern und er mochte ein erfahrener Kämpfer und guter Stratege sein, doch er war in nicht wenigen seiner Überzeugungen radikal und intolerant gegenüber anderen Meinungen und außerdem extrem frauenfeindlich. Selbst Noa sagte das. Und trotzdem folgten sie ihm alle. Entweder hatte er etwas, das Cloé einfach nicht sah oder die anderen waren blind ohne es zu merken. Und dann war da die Rätin. Cloé mochte sie wirklich. Sie wollte sie mögen. ChesaraSyonette war eine freundliche Person, warm und einladend. Doch das war nicht alles. Etwas in ihren Augen glomm unergründlich, wie ein Zeichen der Warnung, dass sie Cloé nur ansehen und sie mit einem einzigen Blick durchschauen könnte. Dass sie alles wissen würde. Cloé schluckte. Warum war sie die einzige, die dies sah? Das war es, das ihr Unbehagen bereitete. Ihr Bruder Rámon hatte längst auf dem Stuhl neben dem Bett Platz genommen, tippte etwas in ihren Computer. Sie sprachen miteinander und Cloé wünschte, sie könnte es auch: sie ansehen und durchschauen und alles wissen.

- Coruscant - Obere Ebenen - Wohnung der Cortinas - mit Chesara und Rámon -
 
Coruscant, Jedi-Tempel - im Quarantäneanzug auf einer Terrasse mit Ausblick in den großen Garten - unten im Garten sichtbar Markus und Elise, durch die Vegetation verdeckt Ian, Eowyn, Wes, Arlen, Skit Teeb und Arkadi Duval

Markus hatte sie anscheinend nicht übersehen denn es dauerte nicht lange und sie hörte ihn rufen. Erst ihren Namen, dann das sie sich nicht verstecken konnte.
Hm, eigentlich klang er nicht ablehnend. Eher fast so wie früher, so als würde er die kleine Alisah necken wollen.
Kurz lächelte sie auch wenn da noch immer die Sorge war, das er sie vielleicht doch ablehnen konnte und sie dann einfach ignorieren würde, so wie es Adrian tat. Aber im Moment wirkte es nicht so. Also zog Alisah sich an dem Geländer der Brüstung hoch und beugte sie nach vorne um besser zu ihm und der jungen Frau (Elise) an seiner Seite hinunter sehen zu können.


Markus! Hey, das bist wirklich du!
Pha, als ob du mich finden könntest wenn ich mich wirklich verstecken würde.


Verfiel sie kurz in den Tonfall in dem sie früher mit ihm gesprochen hatte und das Lächeln war auch wieder auf ihrem Gesicht.
Zitternde Beine und ein nur schwer zu unterdrückender Hustenreiz zwang sie aber bald wieder in den Schwebestuhl zurück. Sie wollte aber nicht schwach erscheinen und so tat sie als wäre das gewollt gewesen, winkte mit einer Hand nach unten und gab sich Mühe mit fester Stimme zu rufen.


Ich komm runter!

In der Nähe hatte sie vorhin einen Turbolift gesehen und so dauerte es, dank Schwebestuhl und Lift, nicht lange und sie war auf der Ebene des Gartens und lenkte ihr "Gefährt" an die Stelle unter der Terrasse, die bis eben noch ihr Aussichtspunkt gewesen war.
Für einen Moment verlangsamte sie ihren Schwebestuhl bis ganz auf Null als sie einen Trupp geharnischte Soldaten im Garten erkannte. Noch immer war da dieses unbehagliche Gefühl das sich aus den Tiefen ihres Bewusstseins hoch graben wollte, obwohl sie wusste, dass sie keine Sorge haben musste.
Dann jedoch kam Markus und die Frau in Sicht und Alisah bewegte ihren Stuhl wieder vorwärts.
Es war eine Mischung aus Freude ihn zu sehen und Sorge wie er reagieren würde, die Alisah hin und her rissen.


H hallo!

Sie klang nicht zaghaft aber doch etwas vorsichtig und irgendwie war sie im Moment beinahe dankbar für den Quarantäneanzug und den Schwebestuhl. Da fiel es vielleicht nicht so auf, dass sie unsicher war wie er auf sie reagieren wurde.
Kurz lächelte sie die Frau (Elise) an und nickte um zu zeigen, dass das Hallo auch an sie gerichtet war.
Dann blickte sie Markus ins Gesicht und erschrak etwas! Die Zeit war auch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen. Es war eine wirklich hässliche Narbe. Eigentlich waren es drei Narben doch die waren fast parallel und sahen wie eine Krallenspuren aus.
Phu, das musste schlimm gewesen sein. Andererseits unterstrich es den verwegenen Charakter, den Markus für sie immer gehabt hatte.
Vielleicht ein bisschen zu lange hatte sie ihn gemustert aber irgendwie wusste sie nicht was sie sagen sollte. Es war schön ihn wieder zu sehen. Vor allem war es schön nicht als Feind auf ihn zu treffen. Und es gab eigentlich so viel was sie ihm sagen und ihn fragen wollte. Aber irgendwie kam im Moment nichts davon über ihre Lippen außer ein weiteres, dieses Mal beinahe schüchtern wirkendes...


Hallo Markus!

Coruscant, Jedi-Tempel - im Quarantäneanzug auf einer Terrasse mit Ausblick in den großen Garten - unten im Garten sichtbar Markus und Elise, durch die Vegetation verdeckt Ian, Eowyn, Wes, Arlen, Skit Teeb, Arkadi Duval, War und die Sandpanthers
 
[ Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten] War, 4 Sandpanthers (NSC) in der Nähe von Wes, Ian, Eowyn und den "weiter Entfernten"

Es dauerte glücklicherweise nicht allzu lange, bis der Wes Janson sein Gespräch beendet hatte und ihm dann entgegen kam. War wurde das Gefühl nicht los, dass er sich in der allgemeinen Warteschlange zur Audienz beim Rat vorgedrängelt hatte, doch das gehörte nun mal zu den Vorzügen, die dieser hohe Rang mit sich brachte. Außerdem würde das Ganze seinen Einschätzungen nach auch nicht lange dauern.

Als er mit einer Verbeugung begrüßt wurde, nahm er intuitiv Haltung an und erwiderte entsprechend mit einem militärischen Salut. Das war zwar einem Jedi gegenüber nicht ganz angemessen, aber diese Art der Reaktion hatte er einfach zu sehr verinnerlicht. Ganz nebenbei sahen Verbeugungen im Kampfpanzer etwas merkwürdig aus. War klemmte sich seine Helm wieder sorgfältig unter den Arm und räusperte sich dann, bevor er zu einer Antwort ansetzte.


"Der Anlass meines Besuch ist auch zugegeben ein eher außerplanmäßiger Zwischenfall. Ich habe meine Begleitung Jedi Sunrider bei einer Demonstration vor dem Senatsplatz leider aus den Augen verloren. Die Situation drohte zu eskalieren, ohne Waffen und in einer auffallenden Uniform statt dieser schützenden Ausrüstung ..." er deutete exemplarisch einmal auf seinen dunkelgrauen Brustpanzer und fuhr dann fort: "... konnte ich mich leider nicht so frei bewegen. Vielleicht ist sie bereits wieder hierher zurück gekehrt. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass sie auch ganz gut auf sich selbst aufpassen kann. Vermutlich ist aber auch einer anderen Spur nachgegangen. Wir haben ... interessante Leute getroffen."

Er ließ seinen Blick noch als durch die Gärten schweifen und legte dabei eine kurze Pause ein, um sich die nächsten Worte zurecht zu legen. Vielleicht hatten sie eine Möglichkeit gefunden, mit dieser Tierarztpraxis dem Geheimnis um den Virus etwas auf die Schliche zu kommen. Vielleicht war es aber auch nur eine Sackgasse. Er würde davon erzählen, keine Frage. Doch es galt auf jeden Fall zu vermeiden, hier falsche Hoffnungen zu wecken.

"Die Demonstration wurde von einem Demagogen geleitet, der das Volk gegen die Republik und die Jedi aufhetzen wollte. Geheimdienstberichte zeigen, dass er unter diversen Namen in der Vergangenheit ein paar sehr proimperialen Aufgaben nachgegangen ist. Er könnte zwar auf der Soldliste des Imperiums stehen, scheint aber nicht gerade ein ausgebildeter Spion zu sein."

Er ermahnte sich dazu, nicht zu sehr abzuschweifen und nicht jedes Detail auszuformulieren. Nur mit Zahlen und Fakten würde er allerdings nicht auskommen, dafür gab es bei der ganzen Angelegenheit zu viel Vermutungen und Interpretationsspielraum.

"Er hatte unter anderem den Auftrag, verschiedenste Personen diverser Spezies zu Räumlichkeiten hier auf Coruscant zu bringen, bei denen es sich offiziell um eine Tierarztpraxis handelt. Dort sollten die Probanden im Rahmen einer Marketingaktion einen Energy-Drink probieren und bewerten und bekamen im Gegenzug 100 Credits. Ich weiß das klingt alles reichlich merkwürdig..." er zuckte mit den Schultern und bis sich kurz auf die Unterlippe. Wenn man die Geschichte so erzählte, dann klang das alles wirklich verdammt unglaubwürdig. Und trotzdem hatte er da so ein Gefühl. "... aber ich will der Sache dennoch nachgehen. Ich will mir den Laden anschauen. Da wir im Moment hier unten für solche Einsätze etwas dünn besetzt sind, hätte ich auch nichts gegen weitere Jedi-Begleiter einzuwenden. Es sollte allerdings so schnell wie möglich losgehen."

War unterdrückte eine witzig gemeinte Anspielung darauf, dass die neuen Begleiter es hoffentlich länger mit ihm aushalten würden als Nei Sunrider . Wenn wirklich das Imperium hinter der ganzen Sache steckte, war die Gefangennahme des "Spions" sicherlich nicht unbemerkt geblieben. Aus diesem Grund wollte er schnell handeln. Es würde zu lange dauern, noch weitere Sandpanthers aus dem Orbit hier her zu bringen.

[ Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten] War im Gespräch mit Wes in der Nähe von Ian, Eowyn und den "weiter Entfernten"
 
.:: Coruscant | Vor dem Jedi-Tempel | Gärten | mit Elise und Alisah - Ian, Eowyn, Wes, War und Co. etwas entfernt ::.



Da war sie wieder! Seine neckischen Worte hatten sie zurück an die Brüstung gelockt und sie benahm sich einen Moment ganz so wie früher. "Markus! Hey, das bist wirklich du!"
Der Corellianer lächelte die junge Frau an. Natürlich war er es - Wen hatte sie denn erwartet? Niemand im Orden sah ihm nur ansatzweise ähnlich. Derartige Gedankenspiele konnten auch nur von einem jüngeren Mark stammen, einem unbeschwerteren, unerfahreneren Jedi-Padawan, der allzu gerne dumme Sprüche losgelassen hatte. Zur aktuellen Zeit jedoch unterband er jegliche Scherze und blieb einfach bei dem sanftmütigen Lächeln. Alisah war schwach - Er hatte sich in diesem Punkt nicht getäuscht. Der Beweis kam prompt, als sie sich wieder setzen musste. Allerdings kündigte sie im selben Moment abwinkend an, dass sie gleich hinunter kommen würde.

Markus strich sich mit einer Hand durchs Haar, während er sich von der Terrasse abwandte und wieder näher an Elise herantrat. Er atmete tief aus, wischte sich Ansätze von Schweißtropfen vom Gesicht und verschränkte die Arme vor der Brust, ehe er das Wort an seine Padawan richtete.

"Egal was du hörst - Halte dich im Zaum und benimm dich!"

, rügte er sie schon im Voraus, um einer unangenehmen Situation präventiv aus dem Weg zu gehen. Es blieb keine Zeit für Fragen und Erklärungen, denn schon im nächsten Moment kam eine an einen Schwebstuhl gefesselte Alisah aus dem Gebäude und direkt auf die beiden zu. Der corellianische Jedi-Meister öffnete seine Haltung erneut, indem er die Arme aus der Verschränkung löste.

"Es ist lange her, Kleine!"

"H hallo!", entgegnete sie zögerlich und kam wohl doch zum ersten Mal dazu, ihn genauer zu betrachten. Es entging ihm nicht, dass sie sich vor seinem Anlitz erschreckte. Er sah doch anders aus als damals. Wie viele Jahre waren vergangen? Doch sicher mehr als fünf! Genau konnte er es nicht sagen und um schnell nachzurechnen, fehlte ihm nun doch die Zeit. Damals war er immer frisch rasiert gewesen - abgesehen davon, dass sein Bartwuchs noch eher spärlich gewesen war - Ein Vorteil junger Jahre. Seine Haare hatte er damals auch anders getragen, er hatte mehr gelacht, mehr Späße gemacht, war einfach ausgelassener gewesen, was man ihm auch angesehen hatte. Und dann waren da ja noch die drei Striemen im Gesicht, die einen Teil der Augenbrauen erfassten und bis in den Bart reichten, der außen herum wuchs. Dieser war nun schon weitaus länger als ein 3-Tage-Bart. Briannas vorherigem Blick zufolge war eine Rasur dringend nötig.
Alisah fing sich schnell wieder. Man kannte auch ihr die zusätzlichen Jahre an Lebenserfahrung an, als sie ihn nun doch deutlich gefasster begrüßte: "Hallo Markus!"

"Das ist Elise, meine Padawan!"

, stellte er die Frau an seiner Seite vor und meinte zu Elise gewandt, die Hände präsentierend auf Alisah gerichtet:

"Alisah! Wir kennen uns noch von der Zeit auf Corellia."

Corellia. Seine Heimat. Die Basis dort war prächtig gewesen. Der Garten und die Wälder nicht zu vergleichen mit dem hier. Wehmütig seufzte er und wandte sich erneut seiner jungen Freundin zu. Sie waren doch noch Freunde?!

"Wie geht es dir? Hast du dich angesteckt?"

, fragte Markus anspielend auf ihren Aufzug und den Schwebestuhl. Er war schon immer direkt gewesen, das kannte sie sicher noch von ihm.




.:: Coruscant | Vor dem Jedi-Tempel | Gärten | mit Elise und Alisah - Ian, Eowyn, Wes, War und Co. etwas entfernt ::.
 
Coruscant, Jedi-Tempel – Medizinische Abteilung, Saal 21 – NPCs, Talery und Brianna

„Du wirst mehr als genug Zeit haben, den olfaktorischen Aspekt der Seuche zu untersuchen, da bin ich mir sicher,“

Begegnete Brianna der Einschätzung ihrer Padawan Talery, nicht zu wissen, ob sie das Virus mit ihrem Geruchssinn aufspüren konnte.

„Ein Versuch wäre sicherlich keine verschwendete Zeit. Wir werden alle Fähigkeiten brauchen, die wir aufbieten können und ich habe keine Scheu, etwas Ungewöhnliches auszuprobieren. Wie man sehen kann, sind die anderen Heiler nicht allzu erfolgreich gewesen mit ihren gewöhnlichen Methoden.“

Eigentlich hatte die sportliche Echani mit Widerspruch ihrer Padawan gerechnet, dass sie unmöglich ihre eigenen Roben mit auf die Krankenstation bringen könnte oder so in der Art. Sie wusste ja nicht wie es war, rank und schlank zu sein und trotzdem nicht in die meisten Kleidungsstücke zu passen, weil sie zu muskulös war. Nein, sie wurde ermutigt und auch Talery dachte, dass es kein Problem sein würde, diese anschließend zu desinfizieren.


„Ich würde einen meiner alten weißen Sportanzüge hier deponieren und mich weiterhin hier umziehen. Sie sind nicht mehr das, was sie einmal waren, vor allem nicht mehr so weiß also passen sie zu diesen elenden, lausigen Kitteln hier!“


Als sie eine Weile später zu dritt um den erkrankten Heiler Kuka-Rouz versammelt waren und Brianna von ihren ersten Eindrücken berichtet hatte, schilderte Talery ihre eigenen. Ihrem Eindruck nach schien die Standardvorgehensweise der Heiler nicht viel zu fruchten. Zudem erwähnte sie dunkle Flecken, was den Empfindungen der Silberhaarigen ähnelte, und ihr Gefühl, diese seien Fremdkörper. Brianna nickte bestätigend:

„Ja, genau diese dunklen Flecken meinte ich. Ich spüre die dunkle Seite in ihnen. Die traditionelle Echani-Heilkunde besagt, dass die Macht entlang bestimmter Meridiane in den Körper transportiert wird und die meisten Flecken liegen entlang oder in der Nähe dieser Linien. Außerdem scheint sich die Flussrichtung verändert zu haben – die Meridiane lassen plötzlich eher Energie abfließen. Ich schlage vor, du kümmerst dich um die dunklen Flecken und alle anderen ‚Fremdkörper‘, die du ausmachen kannst. Ich versuche, die Flussrichtung der Energie umzukehren. Brena, dir kann ich nicht wirklich sagen, was du tun sollst. Mach', was du für richtig hältst.“

Brena erklärte sich einverstanden und sie begannen mit der Arbeit. Brianna kam es seltsam vor, zu dritt an einem einzigen Patienten herumzulaborieren. Einer Außenstehenden, gerade Meisterin Thropp, musste die Vorgehensweise echt neimoidianisch vorkommen. Die Jedi-Ritterin hoffte daher sehr, dass sie Erfolg hatte. Worauf sie gerade am allerwenigsten Lust hatte war, sich ihren Ruf als Heilerin kurz vor der fest eingeplanten Meisterinnenbeförderung zu versauen.

Die Flussrichtung umkehren, dass sagte sich so einfach, war jedoch alles anderes als das. Es gab Punkte, um den Energiefluss zu stimulieren, also benutzte Brianna sie. Mit ihren behandschuhten Händen drückte sie diese der Reihe nach fest (Kuka würde vermutlich blaue Flecken davontragen) und ließ zusätzlich die Macht hindurch strömen, doch es dauerte lange, bis sich eine Verbesserung zeigte und selbst dann war sie sich nicht sicher, ob diese durch ihre Bemühungen oder jene von Brena und Talery ausgelöst worden war.

Nachdem der Anfang gemacht und der Ashla-Abfluss gestoppt war, wurde es allerdings einfacher. Brianna ruhte nicht, bevor nicht viel neue Kraft in den Bith-Heiler strömte, auch nachdem Brena und Talery bereits aufgehört hatten. Die beiden saßen auf einer nahen Sitzgruppe, die für die Heiler eingerichtet war. Die silberhaarige Ritterin ließ sich von einem Droiden Tee und zwei Energieriegel bringen und stürzte sich in die Unterhaltung.


„Alles in allem möchte ich meinen, dass dies nicht schlecht lief für einen ersten Versuch. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Kuka unbewusst seinen Beitrag hat leisten können.“

„Es war eine ausgesprochen schnelle Heilung, das kann ich euch sagen.“

„Wobei man sagen muss, dass wir zu dritt waren. Infolgedessen steht es wohl nicht zum besten um unsere Effizienz.“

„Das werden wir erst in den ein paar Tagen wissen, wenn wir Kukas weiteren Krankheitsverlauf beobachtet haben werden.“

Brena hatte vermutlich recht, dachte Brianna, die gerade so etwas wie die Tagesration eines erwachsenen Menschen an Energieriegeln knabberte. Die Echani hatte nämlich keine Lust, schon wieder so stark abzunehmen, und während sie sich mit Kalorien vollstopfte, begann sie, Chesaras Bericht zu lesen.

„Ha! Die Rätin benutzt also auch die Heilungstrance im fortgeschrittenen Krankheitsstadium! Ich habe das ganz alleine herausgefunden und alles was ich bekomme ist Ärger mit Meisterin Thropp!“

Erregte Brianna sich schon nach kurzem Lesen. Jemand mit weniger Körperbeherrschung hätte wahrscheinlich seine Teetasse dabei umgeworfen, aber Brianna konnte in die Luft gehen, ohne etwas zu zerdeppern. Sie las weiter, und obwohl viele Passagen eher schwierig zu verstehen waren – wie sollte man auch die Eindrücke einer Heilerin in blankem Basic beschreiben? – konnte die Silberhaarige neue Erkenntnisse daraus destillieren.

„Vor der Heilung kommt die Reinigung, schreibt Rätin Chesara. Außerdem scheint sie zu glauben, dass das Virus in der Lage ist, sich auf die Behandlungsmethoden einzustellen. Brena, hat Kuka-Rouz vor heute bereits Behandlungen erhalten?“

„Natürlich Brianna, er ist ein Heiler. Wie Alvaba sagte, er hat höchste Priorität.“

„Das ist es! Ich nehme an, eine Patientin wird immer von derselben Heilerin betreut, ganz nach Usus? Und die Patientinnen unserer Schicht bleiben immer unsere?“

„Ja, du weißt…“


Brianna ließ Brena gar nicht erst ausreden.


„Genau da liegt euer Fehler! Wenn ich Chesaras Beobachtungen richtig interpretiere, ist das Virus in der Lage, sich auf seine Behandlungsmethoden einzustellen. Das heißt, je länger ihr an einer Person herumheilt, desto geringer werden eure Erfolgsaussichten. Für die Rätin ist das ein großes Problem, aber sie ist wahrscheinlich eine bessere Heilerin als jede von euch, ohne euch zu nahe treten zu wollen, versteht sich. Für uns müsste es kein Problem sein, aber das ist es, weil wir unsere Ressourcen nicht optimal einsetzen. Standardvorgehensweisen helfen uns hier nicht weiter, Brena!“


Die Echani war so aufgeregt, dass ihr inzwischen wahrscheinlich der halbe Saal zuhörte, oder zumindest die Hälfte der Wachen. Wahrscheinlich konnte sie von Glück reden, dass Meisterin Thropp sie nicht zur Ruhe ermahnte.

„Was schlägst du also vor?“


Fragte Brena, erkennbar um eine Minderung der Lautstärke der Unterhaltung bemüht.


„Wir tauschen die Kranken. So können wir vielleicht die Anpassungsfähigkeit des Viruses überlisten. Talery und ich nehmen alle von deinen, die du bereits einmal behandelt hast, Brena. Du nimmst die Neuen und welchen von meinen, soweit du sie nicht zuvor hattest. Um den Rest und was wir nicht schaffen, muss sich eben wer anders kümmern.“

„Ich schätze, es ist einen Versuch wert, oder?“


Fragte Brena und ihre Augen wanderten dabei von Brianna zu Talery.

Auf dem Weg zu Brenas nächstem Patienten passierten sie Ruam, den Mon Calamari.

„So, Chesara ist also eine bessere Heilerin als jeder von uns – Euch ausgenommen, habe ich recht?“

„Das habe nicht gesagt!“

Entgegnete Brianna im selben barschen Tonfall.

„Ihr denkt ganz offensichtlich, dass Ihr besser seit als wir. Kommt hier ganz frisch rein und wollt uns, die wir schon Erfahrung mit dem Virus gesammelt haben, erklären, wie wir unsere Arbeit zu machen haben!“

Die Echani konnte eindeutig eine gehörige Menge Frustration und eine gewisse Missgunst aus dem Mon Calamari herauslesen, kannte seine Spezies aber nicht gut genug, um weitergehende Interpretationen zuzulassen. Er war Zeitverschwendung, so weit legte sie sich fest.

„Lest den Bericht der Rätin doch selbst und seht, zu welchem Schluss Ihr kommt!“

Konterte die Echani in eisigem Tonfall und fegte davon. Sie konnte erkennen, dass Meisterin Thropp die ganze Szene aus der Entfernung beobachtet hatte, konnte aus ihrer Miene aber nicht herauslesen, was sie davon hielt.

Auch die längste Schicht ging einmal zu Ende, nachdem sie die neue Strategie an diversen weiteren Infizierten erprobt hatten. Die anderen Heiler schienen nicht geneigt, diese zu übernehmen, aber Brianna bildete sich ein, dass Meisterin Thropp einen Patienten mit Deife getauscht hatte.

„Ich kann es kaum erwarten, bis wir die ersten Ergebnisse unseres Experiments haben!“

Erklärte Brianna voller Vorfreude auf dem Weg nach draußen, endlich wieder in an ihre Körperformen angepasste Kleidung, die nicht schlecht saß und nicht drückte. Brena begleitete sie. Eigentlich wollte sie auf dem Datenpad den Plan des Tempels studieren, dabei fiel ihr Blick aber auf eine vom Sockel gestürzten Statue einer, wie es schien, nautolanischen Jedi-Heilerin. Die Einzelteile waren säuberlich aufeinandergeschichtet gegen die Wand gelehnt, doch anscheinend hatte niemand die Muße gehabt, sie zu kleben, was die Echani irgendwie traurig fand.

„Ob es einmal Statuen von uns geben wird? Ich hätte gerne eine Statue von mir. Die Nachwelt sollte sich an Leute wie uns erinnern. Ich frage mich, ob man weiß, wer sie einst war.“

Briannas Magen knurrte hörbar. Sie räusperte sich und las aus dem Datapad vor.

„Jedenfalls scheint es eine ortolanische Cantina zu geben, und einen agamarianischen Nunabrater auf der Dachterrasse. Außerdem gibt es einen Bantha King und einen… was sind Kilmaulsi? Wir sollten uns jedenfalls stärken, denn es wird Zeit, dass wir uns um Talerys Lichtschwerbau kümmern.“


Brena wirkte von der Neuigkeit überrascht, aber nicht lange.

„Gratuliere, Talery! So wie ich dich heute erlebt habe würde ich sagen, die Zeit ist reif!“

Die Echani-Jedi strahlte wahrscheinlich sogar mehr vor Stolz als ihre Padawan
.

Coruscant, Jedi-Tempel – Gänge der medizinischen Abteilung – Brena, Talery und Brianna
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant, Jedi-Tempel - großer Garten - im Quarantäneanzug - bei Markus und Elise, etwas entfernt und leicht durch die Vegetation verdeckt Ian, Eowyn, Wes, Arlen, Skit Teeb, Arkadi Duval, War und die Sandpanthers

Kleine.
Alisah musste sofort grinsen als er sie so nannte. Für einen Moment war sie auch wieder das unbeschwerte Kind von damals und auch wenn dieser Augenblick nur kurz andauerte, blieb das schiefe Grinsen doch eine Weile auf ihrem Gesicht obwohl sie sich bewusst war, wer sie heute war. Markus zu sehen und keine Ablehnung von ihm zu fühlen, war so schön.


Ja, sehr lange her!

Bestätigte sie erst einmal nur seine Worte und legte ihren Kopf dann etwas schief.

Und du hast nicht viel von mir gehört gehabt! Oder hat Adrian erzählt...

Ach was, wenn er das getan hätte, wäre Markus Reaktion sicher anders gewesen.
Für den Moment war Alisah ganz froh, dass Markus weiter gesprochen hatte um sie und seine Padawan vorzustellen.
Padawan?
Ja, natürlich! Markus war sicher schon lange mindestens Ritter, da war es klar, dass er nen Padawan hatte.


Hm, ja, Corellia. Damals war ich aber wirklich noch ein kleines nerviges Kind.
Heut bin ich nich mer klein!


Ging Alisah auf die Vorstellung ein und gluckste dann kurz belustigt auf als sie damit gleich auch den Haken zu seiner Begrüßung schlug.
Danach wurde sie aber ein wenig ernster.


Schön dich kennen zu lernen Elise. Und du hast echt Glück gehabt, dass er dein Meister is.

Markus Frage ob sie sich angesteckt habe lies Alisah sich wieder ihm zuwenden und betreten nicken.

Mich und mein Kind.
Ich bin mit Wes... ähm also ...Rat Janson, ner Jedigruppe und Radan so ziemlich als Erste hier eingetroffen und wir sind auf ein paar infizierte Diebe gestoßen. Da hab ich mich angesteckt und Kyran kam zu früh! Aber wir sind beide stabil. Der Virus is nich weg... deswegen ja auch der Isolieranzug...aber der Virus is zurückgedrängt. Mir geht's also viel besser als den meisten Anderen. Außerdem, es gibt auch Gerüchte über Heilungen!


Sie lächelte, verzog etwas ihre Mundwinkel und kaute dann auf ihrer Unterlippe.

Ahm, du weist wo ich war? ... Die letzten Jahre?...

Verdammt, wieso hatte sie ihn das jetzt gefragt? Es war einfach so aus ihrem Mund gekommen obwohl sie es eigentlich hatte gar nicht ansprechen wollen. Aber nun war es, zumindest andeutungsweise raus und er könnte ja nachfrage. Aber bevor er dies tat und eventuell empört über sie Abstand nahm, wollte sie noch von ihm wissen wie es ihm ergangen war.

Und wie sieht's bei dir aus? Du hast bestimmt einige Abenteuer hinter dir und du bildest deine eigene Schülerin aus! Wart ihr gerade auf Mission? Wenn, wo wart ihr?
Was hast du in den letzten Jahren denn alles so getrieben...


Hatte er eventuell auch Adrian gesehen? Alisah stellte sich diese Frage denn obwohl sie sich sicher war, dass er sie und alles was sie betraf ablehnte, so vermisste sie ihn, auch wenn sie dies niemals offen zugeben würde. Und so fragte sie nicht nach Adrian sondern hoffte statt dessen alles über Markus zu erfahren.

...erzähl schon! Du weißt doch ich bin total neugierig und ich geb auch nich so schnell Ruhe.

Aber vielleicht war er ja in Eile!

Das heißt natürlich nur wenn du... wenn ihr Zeit habt.

Coruscant, Jedi-Tempel - großer Garten - im Quarantäneanzug - bei Markus und Elise, etwas entfernt und leicht durch die Vegetation verdeckt Ian, Eowyn, Wes, Arlen, Skit Teeb, Arkadi Duval, War und die Sandpanthers
 
[Coruscant - Jedi-Tempel - Ebene 112 - Lagerraum] Sarid Horn, Mas Nerlo, Levice Vajetsi; NPC: Major Kenoweth und Soldaten; Dr. Dor'esk, Assistent Jelanci Cravai, TO13

Kurz neigte Levice den Oberkörper, um ihr Einverständnis auszudrücken. Dass sich die Jedi ihrer annehmen würde, hatte sie nicht erwartet. Als sie sich zuletzt mit Meister Solo in einer vergleichbaren Situation befunden hatte, hatte sie sein Angebot abgelehnt. Noch immer war sie sich nicht ganz sicher, jene Qualitäten zu besitzen, die ein Jedi benötigte. Doch hatte ihre bisher holprige aber auch facettenreiche Ausbildung ihr nahelegt, geduldig zu sein. Aus diesem Grund protestierte sie nun nicht, auch wenn ihr verschiedene Gründe dazu eingefallen wären: allen voran, dass die Jedi-Meisterin sie noch gar nicht kannte. Jedoch, überlegte sie, spielte dies womöglich in letzter Konsequenz keine Rolle - es war als Padawan nicht notwendig, seinen Ausbilder zu mögen und das galt vermutlich auch andersherum. Zudem hatte die Rätin Levice im Unterschied zu ihrem Kollegen auch keine Wahl gelassen, wie die Padawan mit einem marginalen Schmunzeln feststellte.
Zunächst hatte sie angenommen, die an sie gerichtete Frage sei rhetorischer Natur, doch besann sie sich eines besseren, als sie den eindringlichen Blick der Jedi-Meisterin bemerkte.
»Nein, Meisterin - zwar kenne ich meine leibliche Familie und glaube, die Beweggründe Eurer Padawane nachvollziehen zu können, aber ich habe die längste Zeit meines Lebens in der Basis auf Lianna verbracht, sodass der Orden für mich diesen zentralen Platz eingenommen hat.«
Zumindest hoffte sie das. Vor eine echte Wahl war sie bisher noch nicht gestellt worden und hoffte, diese in ihrer extremen Form auch nicht treffen zu müssen. In Bezug auf ihr eigenes Leben jedoch glaubte sie sich sicher zu sein, es den Jedi, nein, der Macht widmen zu wollen. Dennoch verlor sie keine weiteren Worte, um ihre Entschlossenheit zu bekräftigen. Meisterin Horn würde sich mit der Zeit durch die Handlungen ihrer Padawan am ehesten von der einen oder anderen Wahrheit überzeugen, unabhängig davon, was Levice nun von sich gab.
Sie warf einen Blick auf ihr Chrono. Zwei oder drei Ebenen, wenn man gut vorankam auch vier, ließen sich an einem Tag sichern, rechnete sie hoch. Vier bis acht, wenn man das andere Team miteinkalkulierte. Levice erwog, sich genauer nach den Problemen zu erkundigen, auf die das andere Team gestoßen war. Sicher hätte die Jedi genaueres erwähnt, wenn es für sie relevant gewesen wäre? Unentschlossen steckte sie sich einige Haarsträhnen zurück, die sich gelöst hatten und ihr störend ins Gesicht fielen.
Die Bothanerin kam ihr jedoch zuvor und erklärte, dass die Tiere nun in die Transportboxen gebracht werden konnten.
Levice beobachtete interessiert, wie die Rätin ihre Augen schloss und blickte kurz zwischen den Tieren und der Jedi hin und her, bevor sie es dieser gleichtat. Es fühlte sich unnatürlich an, den Gegenstand ihrer Aufmerksamkeit nicht mit den Augen zu betrachten - auf ihre Machtsinne hatte sie sich nie verlassen wollen. Doch war ihr dies wiederholt nahegelegt worden, sodass sie nun zumindest versuchte, die Präsenz sowohl der Jedi, als auch des Tieres zu erspüren, welches in diesem Augenblick den Kontakt zum Boden verlor und über diese Wendung erschrocken aufgeregte Laute von sich gab. Die Gegenwart der Jedi wahrzunehmen stellte sie vor geringere Schwierigkeiten. Wie die meisten ausgebildeten Machtanwender war auch Sarid Horn eine stete, unerschütterliche Präsenz in der Macht, die schwer zu übersehen war - zumindest soweit, wie die Jedi wollte, dass man sie in der Macht wahrnahm.
Der junge Kommodorattan hingegen machte Levice mehr dadurch auf sich aufmerksam, dass er mit einem hörbaren Kratzen und Klappern seiner Krallen im inneren der Transportbox angelangt war. Die einzelnen Präsenzen der Tiere konnte sie nun ohne genauere Konzentration ohnehin nicht mehr getrennt voneinander wahrnehmen. Die Padawan öffnete erneut ihre Augen und beobachtete den zweiten Levitationsvorgang nun ohne den Umweg über die Macht.
»Fünf bis acht, selten weniger, selten mehr.« antwortete Dr. Dor'esk, während sie der Jedi zum Bau folgte und diesen näher untersuchte. Ihr Assistent Cravai war indes weiter in den Lagerraum gegangen, um nach verbleibenden Tieren Ausschau zu halten. Impulsartig folgte Levice ihm - der Hinweis, ihre Augen und Machtsinne zu gebrauchen mochte schließlich sehr wohl auch einschließen, dass sie sich genauer umsah. Und dass Vorsicht geboten war, hatte die Bothanerin inzwischen ausreichend zum Ausdruck gebracht.
»Wir könnten noch eine mit einem Köder ausgestattete Falle hier zurücklassen, wenn wir sichergehen wollen.« erwähnte der Assistent, als er bemerkte, dass Levice sich ihm anschloss. Sie nickte, während sie sich von der Gruppe entfernten.
»Hier ist jedenfalls zu viel Platz für Verstecke, als dass wir die ganze Halle durchsuchen könnten, nehme ich an.«
»Sie sind hier drüben!« Eine weitere Gruppe der Soldaten hatte sich auf die Suche nach ihrem Kameraden begeben und war offenbar fündig geworden. Der Assistent und die Padawan kamen kurz darauf bei ihnen an. Einer von ihnen wies Bissspuren am Unterarm auf, der andere an der Wade. Während einige der Soldaten die Umgebung im Blick behielten, überprüfte einer von ihnen zusammen mit Levice den Zustand der Kameraden. Während ihr Puls und ihre Atmung normal erschienen, gefiel Levice die Farbe des Fleisches um die Bisswunden herum nicht. Das vermutliche Muttertier war jedoch nicht zu sehen.
»Wir haben ein Antidot mitgebracht.« verkündete Cravai und verschwand darauf erneut, woraufhin sich ihm einer der Soldaten anschloss. Die Padawan dachte beiläufig, dass ihm jeder ihrer bisherigen Lehrer nahegelegt hätte, das Mittel beim nächsten Mal direkt mitzunehmen, doch schob sie den Gedanken sogleich wieder beiseite.
»Sie haben auf es geschossen.« bemerkte Levice das für die Soldaten wohl Offensichtliche, als sie sich umsah und Spuren fehlgegangener Schüsse sah. Sie versuchte, wie ihr geraten worden war, ihre Machtsinne zu gebrauchen und schloss dazu gleich der Jedi-Meisterin erneut die Augen. Nach einigen Momenten nahm sie vor allem Aufregung und animalische Furcht wahr, die sie zunächst für ihre eigene hielt und kurz erschrocken wieder die Augen aufriss. Erst dann stellte sie fest, dass die Emotionen nur in der Macht verbleichendes Abbild dessen waren, was sich an dieser Stelle vor Kurzem zugetragen hatte. Dennoch löste sich der Eindruck latenter Gefahr nicht auf, das den Bissspuren nach zu schließen ausgewachsene Tier hielt sich noch immer wohlweißlich verborgen.

[Coruscant - Jedi-Tempel - Ebene 112 - Lagerraum] Levice Vajetsi; NPC: Soldaten
 
Coruscant – Jedi-Tempel, Gärten, mit Ian und Wes - in ein bisschen Abstand Markus, Alisah und Elise - Arlen, Arkadi, Skit weiter entfernt (Paaaaartyalarm! Alle auf Wes! Wer will noch mal, wer hat noch nicht?)

Eowyn war sich nicht sicher, ob sie zufrieden mit dem war, was Wes Ian da erzählte. Ja, er riet ihm von Bastion ab... aber er sagte ihm nicht, dass es unmöglich, unlogisch, falsch war. Im Gegenteil... er sprach davon, dass man sich diese Lösung offen halten würde, und vermutlich würde er es angehen, wenn man hier nichts fand. Es machte keinen Sinn... Es würde nicht funktionieren. Ian würde niemals erklären können, wo er in der Zwischenzeit gewesen war. Der Imperator war, leider, nicht dumm... Und mit jedem Tag, den er hier verbrachte, würde es riskanter werden. Nein, diese Lösung war keine Option. Zumindest nicht so - nicht in dieser Art. Ja, Bastion war ihre letzte Möglichkeit. Aber Ian würde sich nicht einfach Hals über Kopf in diese Sache stürzen.
Sie warf Wes einen weiteren Blick zu - undefinierbar, sich selbst nicht sicher, was sie ihm damit sagen wollte. Wes hatte keine Beziehung mit Ian. Er sah alles von einem größeren Standpunkt... und das war richtig und wichtig so. Es war auch richtig, dass nicht mehr
sie über solche Dinge zu entscheiden hatte. Wes würde richtig entscheiden... Und wenn er der Meinung war, es wäre das Risiko wert... Sie presste die Lippen zusammen. Nicht, ohne dass sie auch noch ein Wort mitzureden hatte. Vermutlich würde sie irgendwann etwas sagen. Ja.
Sie nickte nur kurz zu dem, was Wes zu sagen hatte. Auf jeden Fall... war es nicht der erste Punkt auf der Liste. Die Befragung. Coruscant. Und dann... würde man weitersehen...

Wenigstens in puncto der Befragung war Wes vollkommen auf einer Linie mit ihr, und Eowyn nickte erneut, dieses Mal etwas aussagekräftiger.
Danke dafür. Wenigstens hierbei konnte sie wirklich eine Hilfe sein. Hoffte sie zumindest... es war ihr nicht so fremd wie die Krankenstation. Ich denke, dann werde ich mich wohl damit auseinandersetzen.
Es näherten sich weitere Personen - langsam wurde das hier zu einer einzigen Festveranstaltung hier. Hatte Eowyn Wes schon zu vor nicht um seinen Job beneidet - nun wurde ihr offenbar, wie sein Leben momentan aussah. Kam er überhaupt zum Schlafen, zum Essen? Noch sah er halbwegs fit aus... aber... Sie blickte auf und sah, dass sie eine der Personen erkannte. Admiral Blade... Kein Jedi, der längere Zeit beim Orden war, kannte den Admiral nicht, davon war Eowyn überzeugt. Für sie selbst aber... für sie selbst würde er immer der Mann an Tionnes Seite nach ihrer Heirat und der Beziehung mit Meister Galad sein. Wusste er mehr? Wusste er, wo ihre ehemalige Meisterin steckte?
Sie blickte ihn ein paar Momente an, bevor sie realisierte, dass sie ihn unangenehm anstarrte, etwas, das sich schon allgemein nicht gehörte, von einer Jedi aber erst Recht nicht.
Wes schickte sich an, sich von ihr und Ian zu verabschieden, und Eowyn warf Ian einen Blick zu. Hatte nicht auch er etwas mit einem Rat besprechen wollen? Oder hatte es sich schon erledigt? Vorhin noch, vor Wes, hatte es zumindest so geklungen... doch er sagte nichts, nichts zumindest, was darauf hinwies.
So nickte Eowyn nur.
Ja, ich denke, das war erst einmal alles, danke. Bis auf eines noch... Sie versuchte sich trotz der Gedanken, die in ihr herumspukten, an einem Lächeln. Melde dich, wenn ich dir helfen kann. Damit du auch mal zum Schlafen kommst, bei all dem hier... Sie wies in einer Bewegung auf die Menge an Leuten, die darauf warteten mit dem Rat zu sprechen.

Sie blickte ihm hinterher, betrachtete noch für einen Moment den Admiral - ob sie wohl später einen Moment... aber nein. Momentan gab es wirklich wichtigere Probleme als das Abtauchen von Tionne. Weitaus wichtigere Probleme - alles andere konnte warten. Und vermutlich würde er ohnehin nichts wissen.
Ian riss sie aus ihren Gedanken, und sie sah hoch zu ihm. Er wirkte ein wenig... verkrampft, etwas seltsam, doch wer konnte ihm das verübeln? Sie zuckte mit den Schultern.
Das ist selbstverständlich.
Das letzte Gespräch... Eowyn hoffte es ebenso, aber irgendwie... konnte sie nicht so recht daran glauben. Das hoffe ich auch. Für einen großen Raum sorgen... ob sie da etwas würde mitreden können? Zumindest konnte sie alles daran setzen, es zu versuchen. Was hatte Wes vorhin gesagt - sie gehöre seiner Ansicht auch in den Kreis der Räte? Zum ersten Mal sah sie die Vorteile, die damit verknüpft waren, doch sie würde einfach einen anderen Weg finden müssen.
Sie versuchte zu lächeln.
Ich werde alles versuchen, dass es möglich sein wird. Wenn Ian sich diesem "Gespräch" schon würde unterziehen müssen... dann sollte es wenigstens so angenehm wie möglich werden. In ihrem Kopf reiften ein paar Gedanken heran, und ihr Lächeln wurde echt. Ja, sie würde alles versuchen - und vielleicht, vielleicht hatte sie ja Erfolg... Dann runzelte sie jedoch die Stirn. Hey, sagte sie leise und legte ihre Hand auf Ians Arm, es wird sich alles finden. Du bringst dieses Gespräch hinter dich, und dann... ja. Dann. Für einen Moment hatte sie Ians Plan vergessen, und nun stand er wieder voll in ihrem Geiste. Ihr Gesicht verdunkelte sich leicht, doch genauso wenig, wie sie vorhin öffentlich hatte mit Ian diskutieren wollen, wollte sie dies nun erst Recht nicht. Und vor allem nicht über das.
Einmal davon abgesehen, dass sie überhaupt nicht mit Ian diskutieren wollte - ob nun öffentlich oder nicht.

Komm, lass uns von hier verschwinden, sagte sie leise mit einem Blick auf die Ansammlung von Personen, die sich mittlerweile hier eingefunden hatten. Der ruhige, friedliche, verwilderte Garten, den sie vorhin aufgesucht hatten, um etwas Ruhe zu haben, war nun beinahe wegen Überbevölkerung geschlossen.
Sie wartete seine Antwort kaum ab und setzte sich in Bewegung, nickte Markus, seiner Padawan und... Alisah, wie Eowyn feststellen musste, im Vorbeigehen nur zu und befand sich bald mit Ian wieder im Gebäude. Ihr Magen knurrte ein wenig, war es schon wieder Zeit zum Essen?, doch sie hatte wirklich keine besonders große Lust, sich erneut in eine Massenansammlung zu begeben. Allgemein musste sie zugeben, dass ihre Stimmung momentan nicht gerade auf dem Gipfel weilte. Ja, sie hatte ihre Aufgabe nun offiziell abgegeben. Ja, sie musste nun nicht mehr Partei ergreifen, zumindest nicht offensichtlich. Aber gleichzeitig waren neue Dinge aufgetreten... wie machte Wes das nur? Wie kümmerte er sich um alle die großen und kleinen Dinge, die andauernd anfielen, ohne den Kopf zu verlieren? Und wie schaffte er es, seine persönlichen Ansichten und Gefühle da herauszuhalten?

Du solltest... Eowyn stockte kurz. Ja, er sollte... aber man konnte es anders ausdrücken. Ich fände es gut, korrigierte sie sich, wenn du dich noch einmal untersuchen lassen würdest. Dein Begleiter hat vorhin sicher nicht umsonst gepiept... Unsicher sah sie ihn an. Ja, vielleicht war das auch eine Methode, das Gespräch, das irgendwie über ihnen lag, zu vermeiden, doch gleichzeitig war es ihr tatsächlich wichtig. Sie machte sich Sorgen... Was, wenn das vorhin etwas ernstes gewesen war? Sie würde es sich nie verzeihen.

Coruscant – Jedi-Tempel, Gänge, mit Ian
 
Coruscant – Jedi-Tempel, Gärten, mit Ian und Wes - in ein bisschen Abstand Markus, Alisah und Elise - Arlen, Arkadi, Skit weiter entfernt

Selbstverständlich war es nicht. Nichts von alldem, was Eowyn tat, war auch nur in irgendeiner Art und Weise selbstverständlich, doch Ian beließ es bei einem Lächeln, ohnehin war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, darauf etwas zu sagen. Was auch? Außerdem spukte ihm das kommende Gespräch mit dem NRGD im Kopf herum und die Gedanken daran waren es, die Ian nicht bemerken ließen, wie Eowyn den Admiral anstarrte. Auf einen größeren Raum zu hoffen, und Eowyn darum bitten zu können, verschaffte nur minimal Erleichterung, vor allem, da Eowyn nichts garantieren konnte. Ian würde kaum verlangen können, in einem großen Raum verhört zu werden – selbst wenn, hätte er sich zurück gehalten. So also tat er gut darin, sich keinen kleinen Raum vorzustellen. Der Turbolift damals hatte gereicht und wären die Schmerzen nicht so groß gewesen, hätte Ian nicht einen Schritt in dieses… Gerät gewagt. Ein Raumschiff war etwas anders. Es war groß, besaß ein Fenster und bewegte sich richtig. Ein enger Raum ohne Fenster hingegen löste unliebsame Erinnerungen aus, Erinnerungen, derer Ian sich auch heute nicht erwehren konnte. Wobei es weniger Erinnerung an Bilder, als an Gefühle war und wenn jene kamen, war es nahezu unmöglich, ihnen Einhalt zu gebieten.

Ihre Berührung riss ihn aus seinen Gedanken und obwohl er ihr Lächeln gerne erwidert hätte, wurde Ians Mine düster. Das große, unbekannte dann. Was war dann? Würde man ihn letztendlich doch noch verurteilen? Würde man ihm noch erlauben, nach Bastion zu gehen? Würde es ihm gelingen, Alisah und ihren Sohn zu heilen? ‚Dann‘ war etwas, das mit so vielen Unsicherheiten verbunden war, das Ian lieber nicht daran denken wollte. ‚Dann‘ und ‚vorerst‘. Zwei weitere Worte, die neben ‚Warum‘ nicht gerade weit oben auf der ‚Die schönsten Worte der Welt‘ Liste standen.
Verschwinden hingegen klang wunderbar erleichternd und so ließ Ian sich sehr bereitwillig darauf ein, sich – vorerst- vor dem Gespräch zu drücken. Sie liefen an Finn, der Jedi und an Alisah vorbei, was Ian beinahe ins Stocken gebracht hätte. Sie saß noch immer im Schwebestuhl, trug diesen Anzug – er würde sich um sie kümmern müssen und um ihr Kind. Wonto war geheilt und es konnte, nein, es würde noch einmal gelingen. Allerdings lief Eowyn so schnell, dass Ian keine Zeit hatte, irgendetwas zu tun. Zum Beispiel Alisah sagen, dass er mit ihr reden wollte.

Erst im Gebäude verlangsamte Eowyn sich wieder. Sie fände es gut, er würde sich erneut untersuchen lassen? Ian seufzte. Wieder diese Twi’lek? Zwei Mal an einem Tag? Das konnte nicht gut sein. „
Es hat sich nur…“ Es hatte sich nur gemeldet, weil er in Panik geraten war. Panik beschleunigte nun einmal den Herzschlag, doch Ian hielt ebenso in seinen Worten inne, wie Eowyn. „Gib einfach zu, dass du unheimlich Spaß daran hast, zuzusehen, wie diese Frau es schafft, mich wahnsinniger zu machen, als du.“ Auch wenn sein Grinsen schief wurde, fast glaubte Ian wirklich, dass dem so war und das Grinsen verschwand, je näher sie der Krankenstation kamen. Als Ian dort angekommen, schließlich Calad und nicht diese furchtbare andere Ärztin erkannte, wusste Ian nicht, ob er sich die Twi’lek nicht doch besser herbei wünschte. Doch der Jedi lächelte, auf die Art, als wüsste er schon längst wieder etwas, was Ian noch vorenthalten war. „Großmeisterin El’mireth, Ian Dice,“ begrüßte er die beiden und Ian nickte zur Begrüßung. „Die alltägliche medizinische Untersuchung?“ Ein erneutes Nicken von Seiten Ians, der sich schließlich leise räusperte. „Das Gerät ist allerdings kaputt ge…“ Nun kaputt gegangen war es im Grunde nicht, zumindest wäre es das nicht, hätte er nicht Einfluss mit der Macht darauf genommen, „Kaputt gegangen?“, beendete Calad dennoch folgerichtig die Aussage und lächelte – schon wieder wissend. „Ich habe die Daten schon ausgelesen, denn das kleine Dinge, war mit dem hier verbunden,“ deutete er auf einen kleinen Monitor. „Es besteht kein akuter Grund zur Sorge, allerdings wäre es vielleicht ratsam, Ihr würdet Techniken zum Entspannen anwenden.“ Selbstverständlich. Wenn man sich gerade davor fürchtete zu sterben, war der richtige Zeitpunkt gekommen, eine Entspannungstechnik zu beginnen. Tod, warte noch eine Sekunde, ich muss mich besser entspannen. Ians Gesicht wurde mürrischer, Calads Gesicht hingegen blieb gut gelaunt und freundlich. „Ein weiteres Gerät ist nicht nötig, allerdings“ und nun wurde der Jedi tatsächlich ernst, „muss ich Euch noch einmal drauf hinweisen, wie wichtig es ist, dass Ihr langsam macht und Euch schont. Das Beste wäre, Ihr würdet Euch eine Woche Urlaub nehmen, doch da ich weiß, dass es nicht in Eurem Sinne liegt, gerade jetzt so etwas zu tun, ist es umso wichtiger, die Medikamente zu nehmen und regelmäßig zu essen. Auch das wird Euch helfen, schneller zu Kräften zu kommen. Macht langsam, Ian Dice, denn je besser Euer Zustand, umso besser werdet Ihr anderen helfen können. Euer Zustand war äußerst kritisch und wenn Ihr nicht aufpasst, kann er es sehr schnell wieder werden.“ Wie oft wollte Calad das eigentlich noch sagen? Vielleicht tat er es für Eowyn um noch einmal zu unterstreichen, wie wichtig ihr Einwirken, ich Abbruch seiner Technik gewesen war. Half es ihr – was Ian kaum glaubte – waren die Worte gut, doch er selbst brauchte sie nicht.
„Was Euren Arm betrifft,“ und als Calad ihn abtastete, verzog Ian unwillkürlich das Gesicht, „wird die Sache wohl länger dauern. Wenn Ihr wollt, kann ich Euch gegen die Schmerzen ein Mittel geben.“ Ian beeilte sich, diese Frage schnell zu verneinen und den Rest der Untersuchung ließ er schweigend über sich ergehen. Danach verließ der Jedi den Raum und ließ Eowyn und Ian allein zurück, was Ian erstmals die Möglichkeit gab, nicht länger angespannt ausatmen zu können.

„Es tut mir leid, dass das Gespräch mit Wes so verlaufen ist,“ sagte er schließlich unvermittelt und sah Eowyn dabei an. „Ich wollte keine Dinge vorschlagen, ohne sie vorher mit dir zu besprechen, aber die Situation hat kaum zugelassen, sich über all das vorher Gedanken zu machen.“ Und sie würde es auch nicht zulassen, die Gedanken darüber, für beendet zu erklären.
„Ich weiß, dass ich zu dir gesagt habe, dass es besser wäre, nicht in die unteren Ebenen zu gehen, weil ich nicht weiß, wie gut ich mich zurückhalten kann.“ Nach Calads Worten war nur wieder deutlich geworden, das zu viel Einsatz ihm schaden konnte. Dennoch konnte Ian nicht warten – es ging nicht. „Ich möchte trotzdem gehen, Eowyn,“ kein ‚Ich muss‘, kein ‚Ich werde‘. „Wenn es dort unten schlimmer ist als hier und immer schlimmer wird,“ lag es einfach in seiner Verantwortung, genau dort hinzugehen, Eowyn musste das verstehen, „wäre es nicht richtig für mich, allein hier oben zu bleiben. Ich weiß, dass ich langsam machen muss, aber ich kann mich dort unten zwingen, mich zurückzuhalten.“ Irgendwie. Nervös strich Ian sich über den Nacken, denn er fühlte sich unwohl in der ganzen Situation. „Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, was ich tun soll. Dich um Erlaubnis fragen, dort hingehen zu dürfen? Dich darum bitten? Oder doch etwas völlig anderes.“ Ian wusste es tatsächlich nicht, wollte Eowyn aber nicht vor den Kopf stoßen. „Da ist eine Menge, was ich tun möchte. Alisah und Kyran sind immer noch krank…“ Und dann war da natürlich Bastion. Demnach war eine Menge zu erledigen und ‚langsam machen‘ und ‚schonen‘ passte kaum ins Konzept. In allem aber, was er geäußert hatte, ging es allein darum, was er wollte, was er vielleicht brauchte. Um Eowyn aber ging es nicht und das erschien Ian nicht richtig. „Aber was ich auch nicht will, ist dir das Gefühl zu geben, das mir egal ist, was du von der Sache hältst. Außerdem will ich auch nicht, das ich allein tue, was ich will, ohne dabei auf dich zu sehen.“ Wenn er also ehrlich sagte, was ihm durch den Kopf ging, war das vielleicht der erste Schritt. Sie sollte sich nicht nutzlos fühlen. Ein wenig hilflos zuckte der Dunkelhaarige mit den Schultern, suchte Eowyns Blick. „Du sollst in dieser ganzen Sache nicht hinten anstehen und...“ Warum fragte er sie nicht einfach direkt, was sie tun wollte? „Was möchtest du?“ Doch auch das klang irgendwie absurd, denn wenn Ian ehrlich war, ging es weder darum, was er wollte, noch ging es darum, was Eowyn wollte. Viel mehr war es ihre Aufgabe und ihre Pflicht, zu helfen. Ian hatte vorhin versichert, alles zu tun, um genau das zu tun. Pflichten und Aufgaben. Wie nahe waren sie ihrem Gespräch von vorhin? Wie verdammt nahe waren sie dem ganzen Thema von vorhin!


Coruscant – Jedi-Tempel, medizinische Abtielung, mit Eowyn
 
[Coruscant / Obere Ebenen / Jedi Tempel / Gärten]JK und Gaya

Der Jedi-Ritter legte seinem Schützling die Hand auf die Schulter.

"Das war deine Mutter, nicht wahr?"

JK seufzte und versuchte etwas Ermutigung in seine Stimme zu legen

"Du musst lernen deine Gefühle zu kontrollieren, hier in einer ruhigen Umgebung ist es kein Problem aber... was wenn du am Steuer eines Flitzers bist oder eines Gleiters oder, oder, oder.
Konzentriere dich jetzt noch einmal und zeige mir die Bilder erneut."

Die Sümpfe kamen wieder ebenso die Felsen. Der Tempel sah etwas anders aus als eben noch aber das ist normal, je mehr Details man hinzufügte desto klarer wird das Gesamtbild. Die Kuppeln in der Entfernung tauchten auf und der Himmel nahm einen scharfen rot-ton an.
*Eindeutig Rodia*


"Ich kenne den Planeten den du gesehen hast, sein Name ist Rodia schon mal davon gehört? Wenn du willst brechen wir sofort auf ich setze nur den Rat in Kenntnis das wir einem Hinweis nachgehen."

Der Jedi nahm seinen Kommlink und nutzte den Standartverschlüsselungskanal des Ordens.


Verschlüsselte Nachricht an den Rat der Jedi
Guten Tag werte Meisterinnen und Meister,
Seit ein paar Tagen trainiere ich eine junge Anwärterin als meinen Padawan, ihr Name ist Gaya Kur'ano.
Diese junge Frau hat trotz ihres frühen Ausbildungsstands eine bemerkenswerte Verbindung zur lebendigen Macht. Momentan kann sie diese Verbindung noch nicht Kontrollieren
und dennoch schickt die Macht Nachrichten und Visionen durch diese junge Frau.
Die letzte war allerdings besorgniserregend, sie sah einen Machtnutzer mit Lichtschwert vor einer Tempelruine.
Wir stellten ein paar Nachforschungen diesbezüglich an und wir fanden heraus das es sich um Rodia handelt.
Ich sehe es als den Willen der Macht dieser Vision nachzugehen.
Deshalb benutze ich das Prioritätsprotokoll des Jedi-Ordens um die Blockade von Coruscant zu umgehen und nach Rodia zu fliegen.
Sollte ich was neues Erfahren sende ich euch eine Nachricht.


"So das wäre erledigt, wollen wir?"

Er reichte Gaya den Arm damit sie sich an ihm hochziehen kann.

[Coruscant / Obere Ebenen / Jedi Tempel / Gärten]JK und Gaya
 
Coruscant, Jedi-Tempel, Gärten, JK und Gaya

Gaya zuckte leicht zusammen als JK ihr seine hand auf die Schulter legte.

*
das war deine mutter oder?*

Gaya nickte um dem Jedi-Ritter klar zu machen dass er richtig lag.
Sie bekam den Seufzer mit den JK losließ und wie er versuchte ermutigung in seinen ton zu kriegen.
Der Meister erklärte ihr dass sie emotinen und Erinnerungen in den griff bekommen muss sonst könnte es gefährlich werden.
Die Padawan achtete sehr auf den besorgten blick ihres meisters.

Nachdem er fertig mit dem Vortrag war forderte er von Gaya nochmals die Vision.
Sie versuchte die bilder noch genauerzu detaillieren.

*
der Planet ist rodia*

Entgegnete JK der Togruta.
Gaya fuhr sich über ihre Montrale.

>Rodia? Da komm ich doch grade her.
Na toll nicht einmal drei tage auf Coruscant und weg von rodia ...<

Gaya seufzte in Gedanken

>Und jetzt muss ich schon wieder dorthin <

Gaya fühlte sich leicht veräppelt aber sie musste es hinnehmen so wie es war.
JK reichte ihr die Hand und sie zog sich hoch.
Kurz darauf schilderte JK der Togruta dass er noch eine Nachricht an den Hohen-Rat der Jedi senden muss.
Dies weckte Neugierde in Gaya, und zwar neugier über diesen angeblich hohen rat.
Warum haben die Jedi Pflicht fast jeden ihrer Schritte zu melden und wer war in diesem Rat vertreten.
Gaya entschloss sich ihren meister später zu fragen und wandte sich JK zu.

"Nun gut ich werde mir jetzt noch ein paar sachen für die Reise herrichten und komme dann zum Hangar."

Gaya ging zu ihrer Zimmer-Tür öffnete sie und betrat den raum.
Sie ging zum Schrank nahm das Übungslichtschwert heraus und legte es aufs bett.
Sie zog sich schnell ihre Traditionelle-Robe aus, und ziehte dann die Reise Robe an. Sie faltete die traditionelle-Robe zusammen und legte sie zurück in den Schrank.
Danach verließ sie das Zimmer.
Kurz nachdem Gaya ihr Zimmer verließ fiel ihr ein das sie nicht den weg zum Hangar wüsste da sie bei der anreise ja nicht im Hangar landete.
Sie ging zu eibem Jedi der einen sehr netten Eindruck machte.

"Verzeihung. Könntet ihr mir wohl den weg zum Hangar zeigen? "

Gaya sah den Zabrak Jedi-Meister an und hoffte er würde ihr helfen.
Er sah die Padawan an und lächelte.

"Anscheinend bist du neu hier. Zumindest sagt mir mein Gespür dass du es bist.

Komm ich zeuge dir den weg ich hab gerade sowieso nichts zu tun "

Die Togruta ging ihm dankend nach und irgendwann nach einigen minuten sah sie den großen Hangar und entdeckte JK.
Gaya bedankte sich bei dem Zabrak und ging mit edler Haltung auf igren meister zu der ,si wie es aussah, schon länger wartete.

"Hallo Meister."

Coruscant, Jedi-Tempel, Hangar, JK und Gaya
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant, Jedi-Tempel – Medizinische Abteilung, Saal 21 – NPCs, Brianna und Talery


Die Heilung von Kuka-Rouz war eine anstrengende und zeitraubende Angelegenheit, zumindest nach Talerys Empfinden. Nachdem jede Jedi ihre Ansichten geschildert hatte präzisierte Eisblume ihre Anweisungen, wo die Padawan heilen sollte. Es versprach lange zu dauern, aber falls sie erfolgreich sein wollten mussten sie Neues ausprobieren und vielleicht konnten ihre kombinierten Kräfte wirklich etwas bewirken.


"Ja, Meisterin. Ich verstehe",


erwiderte sie und ließ sich nur einen Augenblick nach nasser Hund und Eisblume in die Macht fallen. Dabei fühlte sie die Anstrengungen der Whiphidin, welche sich für den Anfang auf das Reinigen der Blutbahnen spezialisierte, um die Infektion nach den Beobachtungen der Caamasi wie sie glaubte räumlich einzudämmen. Briannas Aufgabe war den Energiefluss im Körper des Bith bestmöglich zu beeinflussen und für die Heilung zu optimieren. Also machte es sich die Padawan entsprechend den Worten ihrer Meisterin zur Aufgabe die dunklen Flecken, also die stärksten Infektionsherde im Körper des Bith zu bekämpfen. Das hieß wiederum, dass sich ihre Wahrnehmung für den Virus bessern musste, denn akut kam sie sich eher wie jemand vor, der mit Thermalhandschuhen versuchte eine einzelne Daune aufzuheben, was naturgemäß äußerst schwierig war. Dennoch brachten selbst ihre ersten eher klobigen Versuche mit der Zeit eine Verbesserung. In der Machtwahrnehmung wurden die Flecken langsam heller, weniger besorgniserregend. Auch glaubte sie nach und nach ein Gefühl dafür zu bekommen wie sie feinfühliger vorgehen konnte, um das gesunde Gewebe möglichst wenig zu irritieren. Allerdings lag noch viel Arbeit vor ihnen, denn die Viren waren zahlreich. Irgendwann wurde es schließlich einfacher, die heilenden Machtenergien in den Körper des Bithheilers zu lenken. Talery schrieb dies dem Wirken ihrer Meisterin zu, aber wirklich wissen tat sie es nicht. Sie war jedoch dankbar, dass es so war. Denn langsam spürte sie, dass sie eine Pause brauchte. Ihr Rücken schmerzte bereits vom nach vorne gebeugten Sitzen und ihre Füße waren wie ihr erst jetzt auffiel bereits vor einem Weilchen eingeschlafen. Dennoch war das Kribbeln harmlos im Gegensatz zu dem, was Kuka-Rouz momentan durchmachte, also wollte sie in keinster Weise jammern. Als Talery nicht mehr konnte stand sie auf, um sich die Beine zu vertreten und Brena folgte wenig später.


"Ich finde es erstaunlich wie lang man sich als Jedi darauf konzentrieren kann einen Patienten zu heilen. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich mir das nicht einmal im Entferntesten zugetraut und doch hat es geklappt. Ich brauchte zwar eine kurze Pause, aber ich denke ich kann anschließend wieder weitermachen."


"Das nennt man Lernerfolge, Talery. Du bist auf einem guten Weg."


"Danke. Aber es ist unter diesem Umständen allerdings auch dringend nötig."


Als dann Eisblume ebenfalls wenig später zu ihnen stieß, gab diese ihre Einschätzung ihres koordinierten Einsatzes ab. Beim Erwähnung der Tatsache, das nasser Hund die Heilung als ausgesprochen schnell empfang konnte Talery sie einfach nur mit großen, orangenen Augen ansehen. Ok, in dem Fall behagten ihr die Bemühungen ihrer Meisterin definitiv besser als jede der anderen Heiler. Nur ob sich auch ein Heilungserfolg einstellte blieb noch abzuwarten.


"Es ist zumindest einen Versuch wert, finde ich. Jede neue Herangehensweise kann auch neue Einblicke in die Natur des Viruses geben als auch Hinweise darauf wie es sich besser bekämpfen lässt. Im Übrigen ist mir aufgefallen, dass der Geruch des Bith etwas besser geworden ist. Er riecht nicht mehr ganz so stark nach Krankheit und Verfall. Es sieht also doch so aus als würde es mit dem Virus zusammenhängen. Ich werde ihn jedenfalls die kommenden Tage weiter beobachten. Mal sehen wie er sich bis dahin verändert."


Zumindest war es eine erste Veränderung, aber inwieweit dieser Heilungsversuch etwas für den Bith zum Positiven verändert hatte konnte noch niemand sagen. Danach begann Brianna, die zuvor eine ordentliche Portion Energieriegel gefuttert hatte in dem Bericht von Chesara Syonette zu lesen, so dass Talery es ihr gleich tat. Dafür ließ sich die Zeit zumindest sinnvoll nutzen, während sie nur auf einer Couch saßen, um sich zu sammeln und wieder zu Kräften zu kommen. Allerdings tat sich die Caamasi schwer zuweilen den Beschreibungen der Jedirätin zu folgen. Die Grundidee verstand sie, aber der Text war definitiv keine leichte Kost für eine angehende Jungheilerin. Dabei tat gut, dass Eisblume die Erkenntnisse, die diese aus dem Text herauslesen konnte laut wiederholte. Allerdings klang es überaus bedenklich, dass sich der Virus wohl auf die auf ihn angewandten Heilmethoden einstellen konnte. Das war ziemlich beunruhigend.


"Das Tauschen der Patienten und in der Folge das Variieren der Heilmethoden erscheint im Licht der Erkenntnisse der Rätin als folgerichtig",


gab Talery ihrer Meisterin recht, denn diese Passage hatte sie ebenfalls so gelesen und verstanden. Brenas Antworten auf Briannas Fragen zeigten indessen, dass sich das Virus auch in der Krankenstation mit hoher Wahrscheinlichkeit auf seinen jeweiligen Heiler eingestellt hatte, weswegen die Heiler die Heilung bei gewissen Patienten irgendwann abbrachen und darauf hofften, dass ihre Anstrengungen genug waren, wobei sie dies eher wie ein Glücksspiel empfand. Die Whiphidin erwies sich als sehr offen für die Anregungen der Echani, was Talery ihr hoch anrechnete. Es war mit Sicherheit nicht leicht für eine Heilerin, die schon länger an ihren eigenen Methoden feilte, um das C-Virus Stück für Stück zu besiegen, so viele Anregungen von einer ziemlich jungen Heilerin anzunehmen. So gut kam dies nämlich bei anderen Heilern nicht an. So fühlte sich der Mon Cal in seiner Ehre gekränkt wie er Eisblume auch deutlich zu verstehen gab. Talery zu es vor den Mund zu halten. Was sollte sie auch schon zu dem erbosten Ruam sagen? Worte nützten in dem Fall niemanden etwas. Es waren Resultate, die zählten und Heilungserfolge gab es in dieser Krankenstation bisher eher wenige.

Was folgte waren viele weitere kombinierte Heilungsversuche, in denen sich Talery Stück für Stück verbesserte und ihre Wahrnehmung verfeinern konnte. So langsam konnte sie stark glimmende Krankheitsherde recht schnell von andern Entzündungen oder Folgeerkrankungen unterscheiden, welche zwar auch behandeln werden mussten, aber nicht mit der Vehemenz wie das Virus. Mittlerweile knurrte auch der Caamasi hörbar der Magen. Heilen war anstrengend und zuweilen fiel es ihr bereits schwer sich zu konzentrieren. So voller Vorfreude wie ihre Meisterin auf die ersten Ergebnisse ihres Experiments war die Padawan gewiss nicht. Alles was sie wollte war etwas zu essen und ein Bett. Als danach nochmals das Stichwort Lichtschwertbau fiel seufzte sie hörbar. Auch das noch! Dabei war sie heute schon so müde und geschafft. Aber Brianna würde ihr ja doch keine Ruhe lassen, befürchtete sie.


"Die ortolanische Küche ist doch bekannt dafür, dass sie selbst aus den profansten Zutaten köstliche Malzeiten zaubern können. Ich wäre dafür den Hiesigen hier mal zu testen."


Außerdem wusste sie, dass sie mit ortolanischem Essen bisher noch keine Probleme gehabt hatte, da sie eher zurückhaltend würzten. Das folgende Lob ihrer Meisterin dagegen hatte die Padawan nicht im Mindesten erwartet.


"Du meinst du warst zufrieden mit mir? Ich kann akut nur eines sagen. Ich bin ziemlich müde und kaputt. An solche Schichten muss ich mich erst noch gewöhnen und vielleicht erschließen sich mir dann nach und nach alle Beschreibungen von Rätin Chesara Syonette. Dies würde mich im Moment mehr freuen als ein fertiges Lichtschwert, Meisterin. Dennoch wenn du willst kann ich mich später nochmal dransetzen, aber ich bezweifle, dass ich heute noch zu vielem im Stande bin."


Tatsächlich sah man der Caamasi auch an, dass sie trotz ihrer edlen Kleidung eher mitgenommen und geschafft aussah, was auch mit an den hängenden Schultern und dem müden Blick lag. Dennoch hob der Gedanke an bekömmliches Essen ihre Stimmung. Brena lotste sie wie von Talery gewünscht zum Ortolaner, welcher sich laut Datapad auf den oberen Ebenen des Tempels befand. Es war ein größerer, eher funktionell eingerichteter Raum mit wenig Schmuck. Allerdings war eine Vielzahl von Personen dort, so dass die paar kleinen, blauen Ortolaner kaum zu sehen waren. Außerdem roch es gut nach Gemüse und Getreide, so dass Talery bereits das Wasser im Mund zusammenlief. Angenehmerweise wurden sie hier sogar bedient, definitiv ein Fortschritt im Vergleich zu den bisherigen Jedicantinen, auch wenn das Essensangebot nicht so riesig war, wie sie an den ausliegenden Essenslisten sehen konnten. Dennoch tat es gut einfach zu sitzen, auf das Essen zu warten und nichts zu tun.


"Man, bin ich platt. Wie haltet ihr das bloß über Wochen aus Tag für Tag solche Schichten zu arbeiten?",


fragte Talery die Whiphidin ehrlich erstaunt.


"Das muss doch brutal anstrengend sein. Wieviel isst ein durchschnittlicher Heiler nach solchen Schichten?",


und sah dabei auch ihre Meisterin an, welche so etwas ja auch schon erlebt hatte.



Coruscant, Jedi-Tempel – Medizinische Abteilung, Saal 21 – NPCs, Brianna und Talery
 
Coruscant – Jedi-Tempel, Gänge, mit Ian

Eowyn war klar, dass Ian sich nur äußerst ungern erneut untersuchen lassen würde, aber es ging um seine Gesundheit - und es war immer besser, es ein Mal zu oft, als ein Mal zu wenig zu tun. Und ja - diese Twi'lek, die Eowyn, zugegebenermaßen, nicht ganz so furchtbar fand wie Ian, war vielleicht nicht die einfühlsamste - dennoch, immerhin war sie flott und routiniert. Und schien außerdem noch kompetent zu sein. Ian war bei ihr, so vermutete sie, in guten Händen - und er würde es überstehen. Diese zweite Untersuchung würde sicher nicht so lange andauern wie die erste.
Sein Wehren war aber kaum der Rede wert, wofür Eowyn unglaublich dankbar war. Im Gegenteil, er versuchte, es mit Humor zu nehmen - und Eowyn hob die Augenbrauen.
Niemand
macht dich wahnsinniger als ich, grinste sie, zum Teil durchaus schuldbewusst. Es war durchaus wahr... wenn ihn jemand wirklich auf die Palme brachte... dann war das wohl sie. Aber vielleicht hast du auch Glück und sie macht gerade Pause...
Ob die Twi'lek Pause hatte oder einfach nur anderweitig beschäftigt war, das konnte Eowyn nicht sagen, aber immerhin behielt sie damit Recht, dass Ian von ihr nicht erneut behandelt werden würde. Iv Calad - na wunderbar, das war dann wohl nicht Ians Problem, sondern eher ihres... Zumindest wenn er anfangen würde, mit ihr wieder intensive Gespräche zu führen. Glücklicherweise würde er dafür wohl hoffentlich keine Zeit haben... denn momentan war Eowyn wirklich nicht in der Stimmung für dergleichen.
Sie grüßte zurück und stellte sich in den Hintergrund an die Wand, beobachtete ruhig, wie Calad auf ganz andere Art die Untersuchung abhielt wie seine Vorgängerin. Und irgendwie... war diese ihr beinahe lieber gewesen. Ein neues Gerät war nicht nötig, aber Ian sollte sich dringend schonen? Dieses erste Ding war kaputtgegangen, gerade
weil es notwendig gewesen war... und Calad vertraute einfach darauf, dass Ian sich nun im Griff haben würde? Wenn er wüsste, was noch auf Ian zukommen würde... dann würde er nicht so reden.
Eowyn runzelte leicht die Stirn. Sollte sie etwas sagen? Aber sie war hier nur Gast - erneut, genauso, wie eben unten im Garten, und wieder biss sie die Zähne zusammen.
Schonen. Natürlich. Ian und schonen... schon mit diesem Ding beinahe unmöglich, ohne es... Er betonte doch sogar noch, wie kritisch sein Zustand gewesen war, quasi noch
immer war! Und dennoch ließ er ihn ohne Aufsicht?
Beinahe hilflos sah und hörte Eowyn zu, wie sich die Dinge entwickelten. Es war nur eine Kleinigkeit... aber eine Kleinigkeit, die am Ende über Leben und Tod entscheiden konnte, und das war nun keine künstliche Dramatik. Aber es war nicht ihr Leben... nicht ihres. Und sie hatte sich versprochen, sich weniger einzumischen, Ian sein Leben leben zu lassen. Seine Entscheidungen. Nur seine. Nicht ihre. Sie verlangte das gleiche für sich selbst.

Warum dann fühlte sie sich so schlecht?

Calad verließ den Raum, und Eowyn fragte sich einen Moment, ob sie dies ebenfalls tun sollten - waren die Räume nicht dringend benötigt? Aber Ian war schneller als sie und fiel mit der Tür ins Haus. Er hatte offensichtlich beschlossen, dass sie das Gespräch, das sie nicht hatten führen können, nun so schnell wie möglich nachholen sollten. Nobel, gut von ihm... aber Eowyn wusste nicht, ob das so klug war. Sie hatte noch keine Zeit gehabt, ihre eigenen Gedanken zu ordnen... und sie wollte keine Dinge sagen, die sie bereuen würde. Aber jetzt zu gehen und zu sagen, dass sie dieses Gespräch später führen würden, das war auch keine gute Idee. Es würde Ian womöglich verletzen.

Ich weiß, antwortete sie daher leise und blickte kurz an die Decke, es war nicht deine Schuld, dass es so gekommen ist.
Immerhin kam erst einmal nicht Bastion auf den Tisch - sondern "nur" die unteren Ebenen. Schwierig genug... Aber nicht gleich die große Bombe.
Sie sah Ian an, versuchte, ihm gut zuzuhören, ihn zu verstehen. Ja, sie verstand ihn sogar recht gut. Das half aber nicht dagegen, dass sie es teilweises anders sah - und, dass sie nicht unbedingt mit allem einverstanden war. Das hier war allerdings nichts, rein gar nichts, verglichen mit der Idee, nach Bastion zu fliegen, und Eowyn fragte sich, ob sie lieber eines nach dem anderen, oder gleich alles auf einmal bereden sollten. Letzteres... sollten sie aber vielleicht lieber nicht hier tun. Oder... am besten gar nicht...
Sie schwieg, als Ian seine letzte Frage stellte, und blickte ihn erst einmal ein paar Momente an, bevor sie sich in Bewegung Richtung Fenster setzte.
Er wollte nicht in die unteren Ebenen, weil er nicht wusste, wie sehr er sich zurückhalten konnte - und wenig später sagte er, er müsse sich eben dazu zwingen.
Wie?
Wie sollte das gehen?
Er würde sich doch nicht zurückhalten, wenn Leute vor seinen Augen starben. Er würde doch nicht aufgeben, wenn sein eigenes Leben in Gefahr war. Sie hatte er doch erlebt... sie wusste es. Wenn es erneut geschah? Wenn diesmal niemand da war, um ihn aufzuhalten? Wenn man ihn zu spät aufhielt?
Sie starrte aus dem Fenster, ohne wirklich die Häuser, die Fahrzeuge, den ganzen Trubel warzunehmen. Ian musste sie nicht um Erlaubnis bitten - jetzt erst Recht nicht mehr. Aber auch vorher hatte er es nicht gemusst, nicht wirklich. Er hatte gelernt, aus dieser vermaledeiten Situation auf Lianna, aber Eowyn erkannte nun, dass es keinen Unterschied machte. Sie hörte genau heraus, dass es ihm
tatsächlich nicht egal war, was sie davon hielt - doch spielte das eine Rolle? Im Gegenteil. Es war beinahe schlimmer, zu wissen, dass er bei dieser Entscheidung nur unglücklich sein konnte.
Außerdem... verletzte es ein wenig. Sie selbst sollte auf sich Acht geben... sich nicht in Gefahr begeben. Aber für Ian galten andere Regeln?
Dennoch, die unteren Ebenen waren nicht Bastion. Konnte sie darüber nicht schon froh sein? Eowyn schloss die Augen und lehnte ihre Stirn an das kühle Transpariglas, das wenige Sekunden später schon warm wurde. Es war... ja. Sie war müde. Müde, über all dies nachzudenken, müde, Entscheidungen zu treffen, müde, sich zu erklären, müde, Angst zu haben, müde, sich Dinge zu wünschen, die unmöglich waren. Und es würde nicht enden. Würde einfach nicht enden, das erkannte sie langsam.
Sie drängte die Tränen zurück, die sich langsam hinter ihren Lidern sammelten. Nicht jetzt. Bloß nicht jetzt.

Ich möchte... begann sie leise und allmählich, dass ich über so etwas einfach nicht mehr nachdenken muss. Langsam drehte sie sich zu Ian um und blickte ihn an. Du musst mich nicht um Erlaubnis bitten, es ist deine Entscheidung. Und du weißt so gut wie ich, dass ich letzten Endes in dieser Gleichung nicht die ausschlaggebende Variable bin. Vielleicht eine, die es zu bedenken gilt, aber keine, die die Gleichung und die Lösung verändern wird. Sie schüttelte den Kopf. Ich danke dir, dass du mich einbeziehst. Aber ich weiß, dass ich dich nicht aufhalten kann, und wenn du es wirklich willst, dann habe ich auch kein Recht dazu. Eowyn zögerte kurz, aber... sie fand, sie hatte zumindest das Recht, die Wahrheit zu sagen. Ernst sah sie ihm in die Augen.
Ich denke, dass es ein Fehler ist. Ich denke, dass du dort unten nicht unbedingt mehr wirst tun können als hier oben. Hier gibt es genug zu tun, und das hier ist nicht dein alleiniger Krieg, nicht nur deine Schlacht. Alisah, Kyran. Sie sind hier, nicht unten. Du bist noch immer stark geschwächt, und ich weiß nicht, ob es dir gelingen wird, dich zurückzuhalten. Ich mache mir Sorgen um dich, verdammt große Sorgen. Nein, falsch - ich habe Angst um dich, furchtbare Angst. Aber... ich kann und werde dich nicht halten, widerholte sie leise, und fragte sich, ob das der Moment war, den sie in ein paar Tagen, Wochen, Monaten so fürchterlich bereuen würde, wenn alles von nun an wahnsinnig schief laufen würde.

Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation (mal wieder...), mit Ian
 
Ich sag's dir, ich hätte nie gedacht, das ich das Poste oO Aber das war EXTREMES Eigenleben und nicht beeinflussbar :klugs

Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation - mit Eowyn


„Glaubst du?,“ schmunzelte Ian, als Eowyn behauptete, das s niemanden geben würde, der ihn wahnsinniger machen konnte, als sie. Ihm wären auf Anhieb Personen eingefallen, die darin talentierter waren als Eowyn, doch wenn er die Sache recht bedachte, machte ihn niemand auf Eowyns Art und Weise verrückt, was ihr am Ende vermutlich Recht gab. Ian hatte dann tatsächlich Glück, denn mit Cals Art der Untersuchung kam er wesentlich besser zurecht, als mit der dieser Twi’lek. Vermutlich aber konnten beide Jedi nicht unterschiedlicher sein. Die Twi’lek schien ständig kurz angebunden und gereizt, Calad hingegen wirkte viel eher sanft und gütig, auch wenn seine Art, jemandem ins Gewissen zu reden, weder das eine, noch das andere war. Die Untersuchung dauerte nicht lange und als Calad Eowyn und Ian zurückließ, musste Ian einfach sprechen. Ein zweites Lianna wollte er vermeiden und demnach war die wahrscheinlich beste Idee, über all das zu sprechen, was vorhin nicht hatte gesagt werden können. Schlecht begann es nicht, zumindest schien es so, als habe er sie diesmal nicht außen vor gelassen – was auch beim letzten Mal nicht seine Absicht gewesen war. Doch der Moment, in dem alles noch halbwegs in Ordnung war, währte nur Sekunden. Sie beantwortete seine Frage nicht gleich, sondern wandte sich ab, lief zum Fenster und lehnte ihren Kopf dagegen. Wann immer sie lief, wann immer sie sich entfernte, war klar, dass etwas folgen würde, das nicht einfach war. Das Schweigen allein wäre Indiz genug gewesen und als Eowyn zu sprechen begann, gesellte sich etwas schwermütiges zu ihnen in den Raum und es wurde deutlicher, als Eowyn erklärte, über solche Dinge nicht mehr nachdenken zu wollen. Nein, zu müssen – was einen entscheidenden Unterschied machte. Ian seufzte leise, sah nun seinerseits weg, auf den Boden. Auch er wünschte sich, sich nicht ständig den Kopf zerbrechen zu müssen, aber ihnen beiden war es vergönnt, sich solcher Gedanken zu verwehren. Eigentlich sagte Eowyn, das sie mit alldem nicht einverstanden war, sie sagte es nicht direkt, aber es war auch so deutlich genug. Sie war nicht die ausschlaggebende Variable, sie würde weder die Gleichung, noch die Lösung verändern und sie hatte kein Recht ihn aufzuhalten. Sie zögerte kurz und er sah im richtigen Moment auf, genau in jenem, als ihr Blick ernst wurde und dann sagte sie nicht, dass sie es für keine gute Idee hielt, wenn er in die unteren Ebenen ging. Sie sagte nicht einmal, dass sie nicht einverstanden war, nein, stattdessen erklärte sie, es sei ein Fehler. Ein Fehler. Ian griff nach einem kleinen Gegenstand, den er mit der Hand bearbeitete, einfach, da er etwas tun musste, als er Eowyn weiter zuhörte. Wenn es ihre Art war, zu gehen, war es die seine, sich ebenfalls zu beschäftigen, irgendwie Herr über das Ungute Gefühl zu werden. Eine winzige Ablenkung, um besser zuhören zu können? Eine winzige Ablenkung um nicht erschlagen zu werden, von Gefühlen. Schlussendlich aber musste Ian seinen Blick von Eowyn abwenden, als sie erklärte, sich nicht nur Sorgen um ihn zu machen, sondern Angst um ihn zu haben.

„Was ich will, ist, das dieses Virus einfach nicht mehr existiert, dass es jetzt ein Heilmittel dagegen gibt und das niemand mehr daran sterben muss,“ begann Ian nach einem kurzen Schweigen und er wollte nicht hier im Tempel sein, nicht in den unteren Ebenen, ja nicht einmal auf Coruscant. „Ich habe das Gespräch nicht angefangen, um kurz deine Meinung anzuhören und dann trotzdem nach meinem Willen zu handeln.“ Vielleicht war Eowyn nicht die Lösung der Gleichung, aber sie war eine verdammt verändernde Variable, denn eine Zahl konnte das Ergebnis ebenso signifikant verändern, wie ein Zeichen. „Und ich weiß, dass es nicht mein Krieg und nicht meine Schlacht ist, Eowyn,“ meinte Ian dann, sah von dem Gegenstand in seiner Hand zu Eowyn auf und konnte nicht verhindern, dass ein wenig Ungehaltensein in seiner Stimme mitschwang. Doch es ging wirklich nicht um einen Krieg, schon gar nicht um seinen, doch Ian biss die Zähne zusammen. War es gestern gewesen, als er zugegeben hatte, nicht in die unteren Ebenen gehen zu können, weil er genau wusste, dass er sich nicht zurückhalten können würde? Eowyn hatte seine Technik abbrechen müssen, weil es ihm nicht gelungen war, sich zurückzuhalten. Das eben – die Behauptung, sich dazu zu zwingen, sich künftig zurückzuhalten war keine Lüge gewesen, aber konnte er etwas sagen, von dem er wusste, dass er es kaum würde halten können? Mit einem tiefen Seufzen wandte er sich wieder dem Gegenstand in seiner Hand zu, die Stirn in Falten gelegt. Was sollte er jetzt noch erwidern? Da war ihre Sorge, da war ihre Angst und er würde nicht versuchen, sie zu besänftigen –es würde nicht funktionieren. Er wollte nicht, dass Eowyn Angst um ihn hatte, doch auf der anderen Seite wollte er auch nicht, das noch mehr Personen dem Virus erlagen und nun schienen beide Dinge, die er nicht wollte, gegeneinander aufgewogen werden zu müssen. Eowyn wissentlich ängstigen und in die unteren Ebenen gehen? Es nicht tun, obwohl er eben gehört hatte, das die Zustände dort unten schlimm waren und dort Hilfe wohl dringender benötigt wurde, als im Tempel? Für Sekunden trat der kindische Wunsch in den Vordergrund, die Zeit zurückzudrehen, zu dem Moment, als Eowyn den Wunsch… oder was auch immer geäußert hatte, sofort zu verschwinden. Weg von Coruscant, weg von den Jedi – weg von allen Verpflichtungen. „Alisah, Kyran, es sind nur zwei Personen, die wir vielleicht heilen können.“ Aber wem wollte er etwas vormachen? Zwei Personen und dann? Unmöglich, es war unmöglich, alle zu heilen. Ian schloss die Augen, legte den Gegenstand aus der Hand, versuchte sich zu sammeln. „Ich weiß, dass es hier oben genug zu tun gibt, aber es erscheint mir nicht richtig hier oben zu bleiben, wenn dort unten viel dringender Hilfe gebraucht wird.“ Okins Familie. Waren sie nicht ein Beispiel? Wer hier oben war, hatte viel bessere Chancen, als jene, die in den unteren Ebenen waren. Aber um was ging es hier? Darum zu unterscheiden wo und wer gerade mehr Hilfe benötigte? Spielte es denn eine Rolle, wo er half? Ging es nicht viel eher darum, dass er half? Und konnte er das hier oben nicht genauso gut wie dort unten? Oben unten, er konnte sich nicht teilen, es wurde überall Hilfe benötigt, eigentlich war überall Not am Mann.
Not gegen Elend.
Was war da schon für ein Unterschied zu ziehen?
Untere Ebenen, obere Ebenen - sicher war Coruscant nicht mehr der einzige Planet, auf dem Hilfe benötigt wurde. Eigentlich war alles ein einziger großer Fehler und es lief immer wieder auf das gleiche hinaus. Immer wieder. Immer
und immer wieder.
Wenn, wäre und hätte.
Da griff Ian erneut nach dem Gegenstand und es gelang ihm nicht, sich insoweit zu beherrschen, als das er nicht ausholte, um ihn in eine Ecke zu schleudern. Sie brauchten ein verdammtes Gegenmittel um endlich Herr über diese Sache zu werden und um diesem ein Stück näher zu kommen, war es das sinnigste, das klügste, ja das aller logischste, nach Bastion zu reisen. Doch es war wie mit Va’art. Wie ein erneuter Absturz, der für eine weitere Verzögerung sorgte. Und wieder konnte Ian nichts weiter tun, als zusehen. Zusehen, warten und hoffen. Nur, dass es diesmal nicht darum ging, ein funktionierendes Kom-Gerät zu finden, um einen Notruf abzusetzen und diesmal gab es keinen Gewinn, kein kleines Wunder.

Hoffentlich
stirbt er an seinem eigenen verfluchten Virus,“ kam es dann und war es Zorn, oder war es schon mehr, was in Ians Stimme mitschwang? Was auch immer es war, der Zorn obsiegte, als Ian weiter sprach. „Ich denke, dass es ein verdammter Fehler ist, hier auf diesem Planeten zu bleiben und nach einer Lösung zu suchen, die hier überhaupt nicht zu finden ist. Ich denke, dass es falsch ist, hier nach einem Labor zu suchen, denn was wollen wir dort finden, was wir nicht auch in einer elenden Blutprobe finden werden?“ Ian stockte, starrte auf den Boden, um zu verhindern, dass Eowyn den Ausdruck in seinen Augen sah, den er darin befürchtete, und so kamen auch die nächsten Worte, fanden ihren Weg und was sein Blick verbarg, verbarg seine Stimme nicht. „Ich hätte ihn töten sollen, als er diese Phiole herausgeholt hat, besser noch, als er noch Marrac hieß, vor mir stand und mit mir gesprochen hat.“ Noch als er erneut, aber zu spät, die Zähne aufeinander presste, spürte er das leise Kribbeln in seinem Arm, das ihn in jenen Sekunden nicht nur an das erinnerte, was er einst gewesen war. Nein, diesmal war es anders und Ian schluckte schwer, als er erkannte, als er spürte, was genau anders war. Das war keine kleine Erinnerung, es war mehr als das, es war wie ein Ruf, ein Ruf, sich genau dem wieder zu bedienen und das Kribbeln löste den Schmerz in seinem Arm ab.

Hör auf damit.

Leise, fast zu überhören kam die andere Stimme, doch zu deutlich war jene, die er so lange nicht vernommen hatte.

Du kannst ihn noch immer töten.
Das durfte er nicht denken.
Aber Allegious ist ein Monster und damit wäre allen geholfen.
Du kannst nach Bastion gehen, nach dem Ursprung suchen und ihn dann töten. Mit seinem eigenen – Hör auf damit.
Aber mit was sollte er aufhören? Damit, an etwas zu denken, dass
gerecht wäre? Damit, an etwas zu denken, das Allegious verdient – Hör. Auf. Damit!
Erneut schluckte Ian schwer, als er den Arm anspannte, um das Pulsieren nicht mehr zu fühlen.
Jener Stimme würde er nicht nachgeben, nein, nein, er hatte es versprochen. Er war stärker als das und er würde es bleiben. Und…

„Wenn du willst, dass ich hier oben bleibe, werde ich hier oben bleiben,“ sagte er leise, sah Eowyn erstmals wieder an. Ich will keine Fehler mehr machen, aber ich habe das Gefühl, dass ich gerade nicht gut beurteilen kann, was einer ist und was nicht.“
Seine Gedanken vorhin waren auch ein Fehler gewesen, sie waren nicht richtig und Ian wusste es. Doch manchmal tat Man Dinge, die nicht richtig waren und in diesem Fall? In diesem Fall hatte er vielleicht genau das gesagt und gefühlt, was andere auch dachten und fühlten. Dadurch wurde es nicht richtig, längst nicht richtig, aber solange er sich dessen bewusst war, solange er wusste, das er so nicht denken sollte, hatte er noch keinen groben Fehler begangen.
Hätte er die Gelegenheit, er würde Allegious nicht töten. Denn was würde das ändern? Ein anderer Tyrann würde aufsteigen und er wäre einmal mehr kaum von Monstern zu unterscheiden. Vielleicht war es einfach nur das. Gedanken hegen zu dürfen, die nicht gut waren, ohne ihnen ernsthaft nachzugehen. Ohne sie ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
"
Am Ende kann ich dort unten nur noch allen beim Sterben zu sehen. Und vielleicht muss ich mich mit dem, was ich hier tun kann, zufrieden geben. Am Ende spielt es keine Rolle, denn so oder so", schüttelte er den Kopf, "fühlt es sich nicht richtig an." Falsch oder nicht war vermutlich ohnehin nichts, um was es hier noch ging, denn mehr und mehr fühlte es sich an, als wäre das einzige, wozu sie in der Lage waren, Schadensbegrenzung zu leisten.
"
Als nächste also Alisah und Kyran?," fragte Ian dann. "Aber was ist mit dir?" Heilen war seine Stärke und nicht die ihre und er hatte nicht vergessen, dass Eowyn gesagt hatte, dass sie sich nutzlos fühlte. "Was willst, oder... musst du tun?"
Immerhin hatte er nun die Möglichkeit, sich frei im Temepl bewegen zu können.
"Ich will dich hier auch nicht festhalten." Denn war es nicht genau das, was man eigentlich mit ihm tat? Ihn festhalten - hier auf Coruscant? Ian seufzte, denn es war müßig, darüber nachzudenken. Das letzte Wort war nicht gesprochen und am Ende machte das, was Wes gesagt hatte, vielleicht sogar Sinn. Jetzt konnte Ian das kaum beurteilen, noch weniger, wo er sich nicht in der Lage fühlte, überhaupt eine klare Sicht über die Dinge zu bewahren.


Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation - mit Eowyn
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant ~ Jeuno Distrikt ~ Zuhause der hinterlistigen Alys (NPC)

Eine bessere Gelegenheit zum Entkommen, würde sich Nei nicht bieten. Sie hatte sich gerade weit genug der Macht geöffnet, um die Besorgnislosigkeit ihres männlichen Wächters zu spüren und darüber hinaus wahrzunehmen, dass auch die hinterlistige Alys im benachbarten Zimmer mehr oder weniger regungslos verharrte. Nei spürte außerdem, dass sich hinter dem Zimmer nebenan und der hinterlistigen Alys der Ausgang hinaus auf eine für Coruscant-Verhältnisse ruhige Straße befand. Zwar hatte sich die Jedi Informationen in Bezug auf den Verbleib ihres Lichtschwertes erhofft, indem sie sich weiterhin bewusstlos stellte und zuhörte, doch waren ihre Kidnapper schon zu lange still geblieben, als dass sie noch länger warten wollte.


Bevor sich ihr Wächter versah, wurde ihm wie von Zauberhand der Boden unter den Füßen weggezogen. Unsanft stürzte er in eine Ohnmacht, die lange genug anhalten würde um Nei ungehindert die Flucht zu ermöglichen. Der Gesichtsausdruck der im nächsten Raum wartenden hinterlistigen Alys wirkte wenig überrascht, doch dank der momentan aufrechten Verbindung mit der Macht, erkannte Nei die ihre Gefühlslage genau.

"Du bist wach."

stellte die Cathar das Offensichtliche fest. Nei hatte keine Geduld mehr für die Spielchen der hinterlistigen Alys.

"Wo sind meine Sachen?"

"Ich habe dich so gefunden wie du hier vor mir..."


Nei ließ sie den Satz nicht beenden. Ihre Gesichtszüge verfinsterten sich deutlich, während die Cathar scheinbar ohne einen erkennbaren Grund oder Form von physischem Kontakt mit dem Rücken an die nächst stehende Wand gepresst wurde. Auf ihrer Brust schien ein erheblicher Druck zu lasten, der sie schwer atmen ließ und ihr nun doch den ersten erkennbaren Schrecken ins Gesicht trieb. Langsamen Schrittes näherte sich Nei, wobei sich der Druck auf die nun bewegungsunfähige Alys noch zu erhöhen begann.

"Ich bekomme meine Antwort, auf die eine oder andere Art."

Ein Teil der Jedi begann die deutliche Überlegenheit zu genießen - ungeachtet dessen, dass sie zuvor dumm genug gewesen war, der hinterlistigen Alys ins Netz zu gehen. Es war ein erschreckender Gedanke. Doch Nei erinnerte sich an die eigene Hilflosigkeit, als sie vor Jahren in die Fänge von A'Morra der fetten Hutt geraten war. Erst mithilfe eines glücklichen Zufalls und der Hilfe ihrer Freundin und Mitgefangenen Qienn'Aven war ihr die Flucht gelungen. Dieses Mal war das Verhältnis anders. Wie sie sich hätte wehren können, mahlte sich Nei im Gedanken aus. Sie hätte den fetten Wurm ohne Probleme im Sand Tatooines zertreten können und nicht nur sich selbst und ihrer Freundin, sondern allen Gefangenen zur Flucht verhelfen können und dabei ein kleines Imperium von Kriminellen mit einem Schlag ausgelöscht. Das Gefühl von Überlegenheit wandelte sich in diesem Moment zu einem Gefühl von Befriedigung, denn ihr wurde bewusst: Nie wieder würde sie in eine solche Lage geraten oder es zulassen, dass es anderen wie ihr einst erging. Die nach Luft schnappende Alys hingegen versuchte zu antworten, aber brachte nur Wortfetzen über die katzenartigen Lippen.

"Hast du noch immer so viel Spaß daran eine Jedi gefangen zu halten?"

Sich vor ihrer eigenen herablassenden Bemerkung erschreckend - was nur einem Anwesenden aufgefallen wäre, der nicht gerade im Begriff war zu ersticken - ließ Nei ihre Kontrolle über die nach Luft schnappende Alys los.

Nei bekam ihre Antwort und immerhin auch ihre schwarze Lederjacke zurück. Sie verließ den Ort ihrer vorübergehenden Gefangenschaft jedoch nicht ohne der nun nicht mehr nach Luft schnappenden Alys ein Andenken in Form einer heftigen Ohrfeige zu hinterlassen. Die klimpernden Ohrringe rissen dabei aus dem rechten Ohr der Cathar und hinterließen eine klaffende, wenn auch nicht gesundheitsgefährdende Wunde. Das war in den Augen von Nei nur gerecht. Wenn sie ihr Lichtschwert nicht zurück erhielt, so hatte sie es aber der am Ohr blutenden Alys versprochen, würde sie zurückkommen.

Coruscant ~ Jeuno Distrikt ~ auf der Suche nach ihrem Lichtschwert
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten - etwas entfernt: Alisah, sowie Markus und Elise, außerdem Arlen, Skit Teeb und Arkadi Duval – Ian und Eowyn – War und Wes

Ian war nicht glücklich mit Wes' Entscheidung, soviel war klar. Dabei hatte sich der Taanaber eh schon weit aus dem Fenster gelehnt und Dinge in den Raum gestellt, welche die übrigen Räte womöglich ganz und gar nicht gutheißen würden. Wer würde denn schon eine Mission nach Bastion verantworten wollen? Der ehemalige Sith verbreitete dabei alles andere als subtil den Eindruck, er allein wisse ganz genau, was zur Lösung der Viruskrise tun war. Der Jedi-Rat würde diese Einschätzung sicherlich nicht teilen, selbst wenn Wes deutlich machte, dass er Ians Bericht für glaubwürdig hielt. Außerdem war da Eowyn. War sie seiner Meinung? Oder Ians? Wes wurde beim besten Willen nicht aus ihr schlau, auch in der Macht nicht. Sie ließ nichts nach außen… oder was auch immer. Am liebsten hätte er sie nochmals unter vier Augen gefragt, was sie denn von Ians gewagter Idee hielt. Im Grunde musste Wes aber froh sein, wenn zumindest ein Thema vorläufig erledigt war.

Bevor Ian und Eowyn von dannen zogen, bot die Großmeisterin Wes noch ihre Hilfe an, was dem Jedi-Rat ein Lächeln entlockte. Ob andere Jedi bemerkten, unter welchem Pensum er stand, oder lediglich zufrieden von dannen zogen, wenn sie ihre Anliegen los geworden und ihre Probleme zu seinen gemacht hatten, war oft schwer zu sagen. Eowyn war auf jeden Fall die Einzige, die es aussprach.


»Danke. Ich werde sicherlich darauf zurückkommen. Kann ich dich als Ansprechpartnerin des Geheimdienstes für Ians Befragung einsetzen? Ich wäre schon sehr froh, wenn ich diese Sache los wäre. An so einen Luxus wie Schlaf ist trotzdem nicht zu denken,«

Erwiderte Wes dankbar. Meditationen (und Kaf) konnten einen über lange Strecken arbeitsfähig erhalten, aber
richtiger Schlaf, in einem richtigen Bett, war ein Luxus, den er sich gerne einmal wieder leisten würde. Am besten nach einem gepflegten Donnergurgler in einer der Cantinas… aber das würde noch eine Weile Wunschdenken bleiben.

Arkadi Duval würde es sicherlich nicht schmecken, wenn er erfuhr, dass ausgerechnet Eowyn die Kontrolle über die Befragung ausüben würde, aber das war sein Problem. Er war Ian gegenüber ohne Ansehen der Person von vorneherein sehr kritisch eingestellt gewesen, da machte es nichts, wenn die Jedi-Seite als eher wohlwollend galt.


Ein außenstehender Beobachter hätte es wahrscheinlich komisch gefunden, dass der Jedi-Rat den Admiral wie einen Jedi und der Admiral den Rat wie einen Militär begrüßte, aber es passte. Sie respektierten sich gegenseitig, das zählte. Der Grund des Besuchs war allerdings weniger erfreulich. Ganz sicher war nicht eingeplant gewesen, dass der Admiral zwar unversehrt zurückkehrte, aber ausgerechnet den Verlust seiner Jedi-Leibwächterin Nei erklären musste. Besser, als wenn Admiral Blade etwas passiert wäre, aber dennoch. Während der ranghohe Militär eine kurze Pause machte, überprüfte Wes die Eingangsmeldungen auf einem Datapad. Nei war tatsächlich nicht in den Tempel zurückgekehrt und ihr Aufenthaltsort unbekannt.

Jedenfalls hatte War Blade eine Verbindung zwischen dem Imperium und antirepublikanischen Vorkommnissen gefunden. Es würde dem Gegner, und Frieden und Bacta hin oder her, daran hatte sich nichts geändert, ähnlich sehen, Öl ins Feuer zu gießen und Unruhen in der eh schon angespannten Lage Coruscants zu schüren. Doch das war noch nicht einmal alles. Wieso würden jemand auf der Gehaltsliste des Imperiums Produktproben unters Volk bringen?


»Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache…«


Erwiderte Wes schnell. Irgendwas in der Macht sagte ihm, dass etwas faul an der Sache war. Jedenfalls glaubte er das. Vielleicht lag es auch am womöglich zweiten Verlust einer Jedi-Ritterin innerhalb kurzer Zeit. Die erste war Tara gewesen und Wes bedauerte sehr, nicht selbst nach seiner Padawan gesucht haben zu können… Zugegebenermaßen waren seine Fähigkeiten nur dann sinnvoll einzusetzen, wenn man einen konkreten Startpunkt hatte, an dem man suchen konnte.


»Ritterin Nei ist nicht zum Tempel zurückgekehrt, ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Das ist nicht der erste Verlust. Berichten zufolge gerät die Lage in den unteren Ebenen zunehmend außer Kontrolle – wir müssen etwas unternehmen. Imperiale Aktivitäten hier auf Coruscant erscheinen mir in dem Zusammenhang alles andere als überraschend und auf jeden Fall einer näheren Untersuchung wert. Ich werde Euch dieses Mal selbst begleiten; ich kann uns Einsichten verschaffen, die auf anderem Wege nicht gewonnen werden können. Vor allem wird die Abwechslung eine Erholung für mich sein. Ich sehe, wen ich sonst noch kurzfristig auftreiben kann.«

Wer war denn extrem kurzfristig verfügbar? Zunächst einmal die Anwesenden. Eowyn kam nicht in Frage, die war mit Ian ihrer Wege gegangen. Arlen und sein Padawan waren nicht in der Verfassung und Wes wollte nicht unbedingt noch mehr Jedi-Ritter auf Spiel setzen. Markus war hier – Wes hatte den Eindruck gehabt, der Jedi-Meister wäre auf der Suche nach jemanden. Er stand ein wenig entfernt mit – Alisah. Schön zu sehen, dass es ihr besser ging und sie sogar schon die Krankenstation verlassen dürfte. Zudem befand sich dort eine unbekannte junge Dame, die den Eindruck einer Padawan machte (Elise).

»Vielleicht habe ich schon jemanden gefunden,«


Betonte er dem Admiral gegenüber und begab sich in Richtung des Trios.

»Alisah! Du scheinst ja wirklich auf dem Wege der Besserung zu sein!«


Es tat Wes leid, so in Eile zu sein und nicht mehr Zeit für die ehemalige Sith, die nun Padawan war, zu haben. Er verbeugte sich knapp vor Markus, der aussah, als hätte er eine raue Zeit hinter sich.

»Hallo Markus! Entschuldigt, wenn ich euch unterbreche und direkt mit der Tür ins Haus falle. Womit bist du – und deine Padawan?…«


Der Jedi-Rat musterte Elise kurz.

»…Gerade beschäftigt?«

Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten - etwas entfernt: Arlen, Skit Teeb und Arkadi Duval – Alisah, Markus, Elise, War und Wes
 
Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation, mit Ian

Noch während Eowyn redete, griff Ian nach dem kleinen Chrono, das auf dem Tischchen gestanden hatte, und begann, geistesabwesend daran herumzuspielen. Vielleicht bemerkte er es nicht einmal... Eowyn jedoch sah es sehr wohl, und sehr deutlich. Nervosität... oder Unsicherheit. Oder, er hielt sich selbst davon ab, jetzt etwas unpassendes zu sagen.
Ja, sie hatte Angst um Ian, und mittlerweile, so bemerkte der beobachtende Teil verwundert, machte es ihr nicht einmal mehr etwas aus, das zuzugeben. Ob das gut oder schlecht war, das würde sich allerdings noch herausstellen müssen.
Ians Wunsch klang genauso absurd wie der ihre. Das Virus sollte nicht mehr existieren - schön wäre es, aber genau wie ihre Wünsche so gut wie unmöglich. Faszinierenderweise schienen ihre Positionen nun ein wenig verdreht zu sein. Eowyn hatte ihre Ansicht mitgeteilt - was Ian nun daraus machte, das war ihrer Meinung nach nun seine Sache. Sie wusste wirklich, wirklich sehr zu schätzen, dass er sie mit einbezog - und alleine das reichte ihr eigentlich schon aus. Dass ihre Meinung wertgeschätzt wurde, dass sie nicht daneben stehen und zusehen musste. Doch nun... es war nicht ihr Leben, und sie musste wirklich lernen, das zu akzeptieren. Sie liebte ihn - doch in manchen Dingen waren sie zu verschieden. Und um ihn verstehen zu können war es vielleicht manchmal wichtig, ihn machen zu lassen. Wie sehr es auch wehtat.
Es ist aber dein Leben, Ian, antwortete sie leise. Wenn etwas dein Wunsch, dein Wille ist... dann musst du diese Entscheidung treffen, nicht ich. Denn letzten Endes würde das zu nichts führen, und Ian würde irgendwann nicht mehr der sein, der er heute war.

Sie presste ihre Lippen zusammen, als Ian... ja, beinahe genervt reagierte. Aber es war richtig, was sie gesagt hatte, auch, wenn Ian das nicht sehen wollte. Er führte seinen eigenen, kleinen Privatkrieg gegen das Virus, außerstande, einzusehen, dass nicht nur er fieberhaft sein Ende wollte - und außerdem blind für alles, was rechts und links geschah. Alleine, dass er seine Gesundheit so sehr aufs Spiel setzte, war doch deutlich genug. Doch Eowyn hielt sich zurück - sie hatten darüber schon geredet, und das war es nicht wert, dass sie sich in einer Diskussion verzettelten.
Und Ian verhielt sich hier außerordentlich unlogisch. War er doch normalerweise der, der Ruhe besaß, der nachdachte, so war er in allem, was das Virus betraf, völlig verbohrt. Plötzlich waren Alisah und Kyran nur noch zwei Personen. Noch vorhin hatte er sie unbedingt retten wollen, noch vor ein paar Tagen hatte er sein Leben beinahe dafür gegeben. Und nun war es unwichtig? Eowyn runzelte die Stirn.
Die beiden sind nicht irgendwelche zwei Personen, es sind die, für die du beinahe gestorben wärest. Und nun sagst du, du willst sie einfach links liegen lassen? Ich verstehe dich nicht, Ian. Hilflos breitete sie die Arme aus. Wirklich nicht. Unten ist Hilfe vielleicht notwendiger als oben. Aber selbst hier oben sind es zu wenig Helfer. Macht es denn einen Unterschied, wo du hilfst? Letzten Endes wirst du ohnehin nicht alle retten können. War das zu hart? Vielleicht, und hätte Eowyn darüber nachgedacht, sie hätte diesen Satz niemals ausgesprochen, aber... geschehen war geschehen.

Die Gesprächspause dauerte vermutlich nicht allzu lange, aber urplötzlich bewegte Ian sich gezielt, ergriff das Chrono, dass er zur Seite gelegt hatte, und schleuderte es mit aller Macht gegen die Wand. Es zerbrach in zwei kleinere Teile, und abgesplittertes Plastik verteilte sich auf dem Boden. Das alleine war schon außergewöhnlich genug - gleichzeitig jedoch spürte Eowyn eine ganze Welle an Emotionen über sich rollen. Zorn, Wut... es war eine explosive Mischung, die da von einem Moment auf den anderen ausbrach, und Eowyn erstarrte. Ian hatte sich meistens so gut im Griff, dass sie die meiste Zeit vergaß, was seine Vergangenheit gewesen war. Es war nicht so, dass sie nun wirklich erschrak - nein, sie hatte Schlimmeres gesehen, und ein Wutausbruch war nun wirklich nicht die Welt. Aber der Kontrast war unglaublich groß - eben noch ruhig, und schon explosiv. Außerdem... das Thema. Das Thema an sich war schon grenzwertig genug... das machte es nun nicht einfacher. Und dann war da noch die klitzekleine Kleinigkeit von dem, was Ian sagte.
Nein, nicht der Todeswunsch, den Ian Allegious auf den Hals hetzte - denn, dass Ian den Imperator meinte, lag auf der Hand. Nein, das schockierte sie nicht sonderlich. Sie selbst hatte ähnliche Gedanken gehegt, sich gefragt, was moralisch das Richtige wäre und war noch immer zu keiner Entscheidung gekommen. Das konnte sie Ian nicht vorwerfen.
Es war das, was folgte. Ehrliche Worte, abgrundtief ehrlich. Ja, in der Wut gesprochen - aber dadurch umso deutlicher.
"Ein verdammter Fehler, hier auf diesem Planeten zu bleiben..." Bastion. Da war es, ließ sich nun nicht mehr vermeiden, und das war es, was auch Eowyns Emotionen langsam berührte, sie ankurbelte. Vielleicht war es paradox, wo sie doch eben noch Ian alle Entscheidungsrechte zugestanden hatte, aber... Bastion? Bastion war nicht wie die unteren Ebenen. Es war nicht einfach nur ein großes Risiko, ein Risiko, das Ian einging, weil er sich selbst vielleicht nicht im Griff hatte - es war so viel mehr. Es war... beinahe ein Todeswunsch. Denn, dass Ian Bastion jemals wieder lebend verlassen würde, diese Wahrscheinlichkeit ging gegen null. Zumindest mit dem lächerlichen "Plan", den er momentan verfolgte. Und er bezeichnete
das hier als Fehler... naja, dann sollte er einfach hier oben bleiben, wenn alles schon ein Fehler war! Er fragte sie, was sie davon hielt, wenn er in die unteren Ebenen ging, aber Bastion, das war keine Frage. Das war einfach nur... richtig.
Eowyn ballte langsam die Hände zu Fäusten. Ruhig.
Sie half niemandem, wenn sie nun selber emotional wurde - und Ians Tonfall lenkte sie zumindest kurz ab.
Er hätte den Imperator töten sollen? Ja, das hätte sie auch. Sie wünschte sich, sie hätte es getan - aber sie hatten nicht gewusst, was auf sie zukam, sonst hätte sie vielleicht anders gekämpft. Doch waren es bei ihr Bedauern und ein wenig Selbstzweifel, so war es bei Ian... Wut. Zorn... Und wenn Eowyn sich nun noch vorstellte, dass sich auf Bastion befand, in Reichweite des Imperators...
Nein. Er würde nicht fliegen. Nicht, wenn sie es irgendwie würde verhindern können - diese Entscheidung traf sie nun mit kalter Gelassenheit, ignorierte, was für Folgen es hatte.
Nein.
Es würde Ian zerstören, und letzten Endes daher nichts bringen.
Er würde nicht fliegen.
Punkt.

Immerhin hatte er die Fähigkeit, sich wieder relativ schnell zu beruhigen, und auch Eowyn löste ihre Fäuste. Sie hatte Ian angestarrt, die ganze Zeit, und als er sie anblickte, versuchte Eowyn, sich nicht anmerken zu lassen, was sie bewegte. Und plötzlich... plötzlich fragte er wieder
sie um ihre Meinung. Es war verwirrend - verwirrend und so völlig sinnlos, aber in einem hatte er Recht - vielleicht konnte er wirklich gerade nicht beurteilen, was ein Fehler war. Wenn er dies schon so erkannte, wieso bestand er auf diesem wirren Gedanken von Bastion?
Doch ja, plötzlich lenkte er ein. Plötzlich verstand er, was sie hatte sagen wollen, nur Eowyn war sich sicher - er verstand es nur in Bezug auf Coruscant. Und verstand es nicht nur, auf einmal ruderte er sogar zurück. Als nächstes Alisah und Kyran? Eowyn runzelte kurz die Stirn, das ging ihr zu schnell - doch da sprang Ian erneut.
Was war mit ihr?
Er wollte sie nicht festhalten... aber was sollte sie schon tun? Sie hatte ihm versprochen, sich nicht in Gefahr zu begeben. Also... noch einmal, was sollte sie schon tun? Sie konnte nun einmal nicht viel machen. Sie konnte versuchen, das zu tun, was eben anfiel, und ja, sie konnte auch heilen, auch wenn sie niemals eine Heilerin werden würde. Grundlagen bekam sie durchaus auf die Reihe, Denon hatte da noch einmal gut geholfen, aber sonst? Däumchen drehen, Lichtschwerttraining, ihre Mitte finden. Alles Aufgaben, die momentan wirklich sehr gefragt und sehr wichtig waren, dachte sie sarkastisch.
Ian
wollte sie vielleicht nicht festhalten, letzten Endes tat er es aber, genau wie sie selbst. Mit dem kleinen Unterschied, dass er ihr nichts versprochen hatte...
Sie schüttelte den Kopf. Dass Ian das überhaupt fragte... Ja. Was sollte sie schon wollen? Er war es doch, der sie gebeten hatte, nichts zu unternehmen.

Was ich will spielt momentan keine Rolle. Ich habe dir ein Versprechen gegeben, das ich zu halten gedenke, und hier im Tempel ist es schließlich egal, welche Aufgabe ich übernehme. Abgesehen von der Übersicht über Ians Verhör. Ich werde also weitermachen wie bisher, in der Hoffnung, dass irgendjemand dem Ziel etwas näher kommt. Sie versuchte, ihrem Tonfall einen neutralen Klang zu geben, keinen unterschwelligen Vorwurf zu machen. Das würde ihnen nun auch nicht helfen... andererseits fragte sie sich wirklich, was Ian sich dachte.

Eowyn sah Ian an, betrachtete ihn noch einen Moment, bevor sie wieder sprach.
Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber in diesem Fall... es ist deine Entscheidung. Ich werde dir nicht sagen, was du tun sollst. Du kennst meine Meinung und meine Ansicht, aber letzten Endes musst du damit leben, nicht ich. Und ich werde dir keine Entscheidung übelnehmen.
Was den Rest angeht...

Sie kamen dem Thema Bastion immer näher. Langsam gab es keine Alternativen mehr.
Fast keine.
Sie drehte sich halb zur Seite, fuhr mit einem Finger über das Fensterbrett, bevor sie der Meinung war, die richtigen Worte gefunden zu haben und Ian ansah.

Habe ich dir eigentlich schon erzählt, dass ich ihm ebenfalls gegenüberstand? Vor... Vor ihrer Flucht, vor dem Verlassen der Jedi... Vor vielen Jahren. Ich hätte mich vielleicht nur anstrengen müssen... Eowyn sah aus dem Fenster, erinnerte sich an die Insel, auf der die Duelle stattgefunden hatten. Diese Mission war so... furchtbar gewesen... Weißt du, wäre es mir damals nicht darum gegangen, zu entkommen, sondern zu töten... vielleicht... Sie drehte sich wieder um, blickte Ian an. Vielleicht stünden wir nun nicht hier. Gut möglich, dass wir nicht hier stehen würden. Sie schüttelte den Kopf. Also rede nicht davon, was in der Vergangenheit war. Denn es wäre falsch gewesen.
Ja. Nun gab es keinen Ausweg mehr.
Eowyn löste sich vom Fenster, ging mit langsamen Schritten an der Wand entlang, strich dabei mit ihren Fingerspitzen darüber. So viel Halt... diese Mauern hatten schon so vieles gesehen... Abrupt blieb sie schließlich stehen.
Ich weiß, dass du gehen willst. Nach Bastion, sagte sie schließlich und drehte sich zu Ian. Ich halte das für einen Fehler - nein, ich weiß sogar ganz sicher, dass es einer ist. Aber in diesem Fall muss ich dir sagen, dass du es nicht durchdacht hast.
Wir haben auf Nar Shaddaa diesen Twi'lek getroffen, er wusste, dass du mit mir unterwegs warst. Der Friedensvertrag ist nun schon ein paar Wochen her - es wird nicht einfach sein, zu erklären, wo du warst. Viele Leute hier haben deinen Namen gehört. Und außerdem, am allermeisten... was denkst du, wirst du tun, wenn man von dir einen Beweis erwartet, dass du noch immer zum Orden gehörst? Wirsts du Jünger quälen, einfach so? Und wie willst du schlussendlich überhaupt etwas herausfinden, wenn man dich beobachtet, weil man von deiner Loyalität nicht überzeugt ist? Und das wird so sein.
Mag sein, dass Bastion der Ort ist, wo wir Antworten finden. Aber es ist auch der Ort, der zu deinem Grab werden wird, wenn du dorthinreist.

Eowyns Stimme wurde unbewusst härter. Ian musste das einfach verstehen. Vielleicht hätte sie es subtiler angehen sollen, aber sie konnte nicht mehr. Nicht in diesem Punkt. Es war... Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn.

Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation, mit Ian
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation, mit Eowyn


Sein Leben und nicht das ihre. Seine Entscheidungen, Entscheidungen, die er traf. Gerade so, als wäre das, was sie sagte, überhaupt nicht von Belang. „Das bedeutet längst nicht, das ich sie alleine treffen muss, denn wo ist hier das wir? "und obwohl er ebenso leise hatte sprechen wollen, kam der Satz viel eher barsch, fast vorwurfsvoll. Sein Leben, ihr Leben, als gäbe es hier noch einen deutlichen Unterschied. Als wären die Grenzen nicht längst schon verwischt. Als wäre da kein wir. Sie war ein Teil seines Lebens, kein unbedeutender und deswegen war es ihm wichtig, was sie von seinen Entscheidungen, die nicht einmal solche waren, hielt. Sie beide.
Nicht sie. Nicht er - sie beide! Deswegen sprach er überhaupt erst darüber. Ob sie das wirklich begriff? Sicher, er hätte sagen können, was er vorhatte, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, Einfluss darauf nehmen zu können. Aber das war es nicht, was eine Beziehung ausmachte, das war nicht sein Stil und wäre auch nur irgendetwas beschlossene Sache gewesen, hätte er sie kaum um ihre Meinung gefragt, sie gar nicht einbezogen. Auch ihr Tonfall änderte sich, verstärkte das Gefühl des Uneghaltenseins.

„Ich habe nicht gesagt, dass sie irgendwelche zwei Personen sind, Eowyn“, sah er zu ihr auf und seine Worte wurden scharf, als er ergänzte, „und ich habe mit keiner Silbe erwähnt, das ich sie links liegen lassen will. Ich habe gesagt, dass es zwei Personen sind, zwei Personen denen ich helfen muss, aber in den unteren Ebenen sind mehr als zwei.“ Dass sie ihn nicht verstand, war offensichtlich und für ihn machte es nun einmal einen Unterschied, ob er hier oben half, oder dort unten. Dort unten verreckten viel mehr – weil keine Hilfe da war. Dort unten war das größere Elend, hier waren Jedi, hier waren Heiler. Aber in den unteren Ebenen? Ian biss sich auf die Zunge, nicht genau das zu entgegnen, denn er hätte seinen Ton nicht in den Griff bekommen und es war nicht richtig, nicht in seinem Sinn, sich zu streiten. Doch Eowyns nächsten Worte trafen ihn empfindlich und wenn es ihm auch gelang, seine Worte hinunter zu würgen, völlig reaktionslos bleiben konnte Ian nicht und das Chrono war perfekt, die aufkommende Wut zumindest etwas zu deckeln. Hatte er gesagt, er wolle alle retten? Sie musste ihn nicht daran erinnern, dass er das nicht konnte – das wusste er selbst. Sie musste ihn nicht daran erinnern, schon gar nicht auf diese Art, nein, das musste sie wahrlich nicht. „Das weiß ich,“ sagte er nur mühsam beherrscht, nicht ohne ein wütendes Funkeln in den Augen. ‚Du musst mir das nicht sagen, aber danke‘ schluckte er hinunter. Wütend auf Allegious zu werden, war besser, als auf Eowyn und wäre Allegious nicht gewesen, er und sein Virus, stünden sie jetzt nicht hier und diskutierten. Diskutierten! Dabei hatte er sie nach ihrer Meinung gefragt, einfach nur nach ihrer Meinung. Stattdessen sagte sie ihm, was er nicht konnte, erklärte, er würde einen Krieg führen und behauptete, er wolle Alisah und Kyran links liegen lassen. Oh, es war wirklich besser, wütend auf Allegious zu werden und auf die Situation hier, doch es war neu, das Ian seine Wut diesmal anders spürte – das sein Arm sich meldete, ein sicheres Zeichen dafür, dass es hier längst nicht allein um Wut ging. Etwas anderes kam hoch, etwas, das er sicher nicht gebrauchen konnte und doch etwas, was einst ein Teil von ihm gewesen war.

Und da kam es schon wieder. Dass das, was sie wollte, keine Rolle spielte. Dass es keine Rolle spielte, welche Aufgabe sie im Tempel übernahm. Natürlich – deswegen fühlte sie sich nutzlos. Weil es keine verdammte Rolle spielte! Was ihr Versprechen anging, so hatte Ian Eowyn nicht dazu genötigt und so wie sie es ausdrückte, klang es gerade so, als habe er genau das. Erneut beharrte sie darauf, dass es seine Entscheidung war,
sein Leben, das er entscheiden, das er damit leben musste. Sie durfte ihm sagen, dass alles, was er bisher überlegt hatte, ein Fehler war und gleichzeitig behauptete sie, sie würde ihm seine Entscheidungen nicht übel nehmen? Obwohl sie ebenso gesagt hatte, sie hätte Angst um ihn? Das ergab keinen Sinn und es war nicht fair. Nein, was sie sagte, war nicht fair. Denn verdeckt machte sie ihm den Vorwurf, ihm ein Versprechen gegeben zu haben, das für ihn nicht galt. Und wieder tat sie, als hätte er eine Sache beschlossen. Der ehemalige Sith verschränkte die Arme vor der Brust und zwang sich jetzt nichts zu erwidern. Ohnehin, Eowyn hatte zu ihren Worten gefunden und sie sprach weiter. Davon, dass auch sie Marrac getroffen und die Möglichkeit gehabt hätte, ihn zu töten. Davon, dass es falsch gewesen wäre. Ein Vorwurf mehr? In die unteren Ebenen zu gehen, war schließlich auch falsch, nicht? Bastion. Sie machte tatsächlich mit Bastion weiter und Ian konnte nicht verhindern, dass das wütende Funkeln zurück in seine Augen trat, als er ihren Blick erwiderte. Nicht durchdacht! Der nächste Fehler, einer, von dem sie sicher war.
„Aber als du gesagt hast, das wir von hier verschwinden sollen, das war durchdacht? Das wäre richtig gewesen?“ Lianna. Sie waren wieder genau dort, wie auf Lianna. Jede impulsive Ansprache die er hielt, nahm sie für eine beschlossene Sache. Hätte er gleiches von ihr auf Va’art gedacht, was wäre dann gewesen? Hätte er zugestimmt, wäre noch am selben Tag mit ihr geflohen, was wäre dann gewesen? „Wir hatten dieses Gespräch schon einmal Eowyn und ich finde es… nicht fair, ich finde es nicht fair, wie du das ansprichst. Ich habe Wes gesagt, dass ich nicht aktiv werde, ich habe keinen Plan gesponnen Eowyn, ich hatte keine Möglichkeit die Sache zu überdenken. Warum kannst du nicht aufhören, so zu tun, als würde ich ständig Entscheidungen treffen, die in Stein gemeißelt sind? Hab ich Wes oder dich vor vollendete Tatsachen gestellt? Habe ich gesagt, ich reise sofort ab? Habe ich gesagt, ich reise überhaupt ab?“ Ian schüttelte den Kopf, gab seine Körperhaltung auf, stieß sich von der Liege, auf der er gesessen hatte ab und bewegte sich selbst ein wenig, noch immer mit schüttelndem Kopf, ehe er stehen blieb. Doch sie hatte ihn mit etwas anderem viel eher getroffen.

„Du glaubst wirklich, ich würde nach Bastion kehren und dort Jünger quälen?“ Ian zog die Augenbrauen zusammen, sah sie an. Es war… wie konnte sie so etwas überhaupt denken? „Ja, ich will gehen, und? Heißt das, dass ich es tue?“ Ian wollte nicht einmal hier sein und war es trotzdem. „Habe ich einen Plan entwickelt? Verdammt, Eowyn, das habe ich nicht. Du willst Details von etwas, das ich nicht einmal beschlossen habe. Du sagst mir, es sind meine Entscheidungen, du sagt es mir, es ist mein Leben, du sagst mir, ich muss damit leben, aber gleichzeitig sagst du mir, wie sicher du dir bist, das all das ein Fehler ist. Du bist damit nicht einverstanden, ich habe es gehört. Ich habe es gehört, Eowyn und ich will gar nichts, einfach so.“ Ian geriet kurz ins Stocken, als er den Mund verzog und schließlich auf sich deutete. „Ich habe, genau wie du, das verdammte Recht zu sagen, was ich fühle und was ich denke. Und was ich will Eowyn, das spielt auch keine Rolle. Warum kann ich nicht einfach das sagen, was ich denke, ohne dass du mir gefühlt einen Strick daraus drehst? Ohne, das du tust, als würde ich dich überrumpeln und etwas Unmögliches verlangen? Warum darf ich keine Dinge sagen, die nicht durchdacht sind?“ Sie durfte impulsiv sein, aber er nicht? Sie durfte sich am Ende darüber beschweren, nicht sie selbst, nicht in ihrer Mitte zu sein, aber er durfte nicht sagen, wie er sich fühlte? Er musste seine Mitte haben? In dieser bleiben? Seine Worte wurden auf die Goldwaage gelegt, aber die ihren?
„Seit ich auf Lianna bin, habe ich nicht ein einziges Mal um etwas gebeten, ich habe keine Bedingungen gestellt, ich habe nicht einmal etwas verlangt und ich weiß sehr genau, das ich dazu auch nicht in der richtigen Position bin.“ Konnte sie ihm wenigstens das zugutehalten? Konnte sie wenigstens hier sehen, dass nicht alles falsch war, was er sagte?

Es spielt keine Rolle, wo ich bin, meine Loyalität wird immer in Frage gestellt. Von den Jedi, von den Sith - aber auch von dir?“ Der Frage fehlte jeglicher Vorwurf, was sie nicht minder ernst machte. „Glaubst du, ich habe meinen Kristall und mein Lichtschwert zerstört, um zurück nach Bastion zu reisen und Jünger zu töten? Glaubst du das wirklich? Musst du mir diese Frage überhaupt stellen?“ Noch immer fehlte der Vorwurf, doch mit jedem Wort wurde deutlich, dass Ian nicht einverstanden mit Eowyns Frage war und das sie ihn getroffen hatte, vor allem, wenn die Frage ernst gemeint war. „Im Gegensatz zu dir, kenne ich die Sith und ihre Gepflogenheiten wirklich. Du kannst mir über die Sith sagen, was auch immer du willst, aber Eowyn, sie waren mein Zuhause, nicht deines.“ Ja, sie mochte ein Schatten sein, ja, sie mochte den ein oder anderen Sith kennen, auf welche getroffen sein. Aber sie war hier nicht die Expertin. „Ich bin nicht dumm und würde mich nicht kopflos in meinen Tod stürzen und in die Mauern von Bastion wandern um geradewegs in die Katakomben zu gehen. Bastion ist der Ort, an dem ich zehn Jahre gelebt habe, es ist der Ort, an dem ich mich auskenne und es ist der Ort, an dem ich sehr genau weiß, wie ich mich bewegen müsste.“ Schließlich bückte Ian sich, um das zerbrochene Chronometer aufzuheben, tat dies nicht, aus Ordnungsleibe, sondern um in Bewegung bleiben zu können. Beinahe sanft legte er sie zurück auf den Tisch, als er Eowyn fokussierte. Sie wollte Antworten? Sie wollte einen durchdachten Plan? Bitte, den konnte sie halbwegs haben.

Ich bin nach Lianna gereist und nach Coruscant um die Lage auszuspionieren, ich bin dort hingereist, um mir einen Überblick darüber zu verschaffen, wie hilflos die Jedi sind und wie angreifbar,“ dabei ließ er seine Stimme gefährlich klingen, sorgte dafür, dass die Aura, die er so sehr verabscheute, deutlich wurde. Sein Sith Makel. Das, was sie auf Nar Shaddaa so abgeschreckt hatte. Das, was ihr deutlich gemacht hatte, wer vor ihr stand. „Ich weiß, wie hilflos sie sind, wie angreifbar ihre jämmerliche Basis auf Lianna jetzt ist. Ich habe gesehen, wie sie verzweifelt, wie kleine Kinder, gegen das Virus ankämpfen und dagegen verlieren und es war so einfach, ihr Vertrauen zu erschleichen, so einfach.“ Seine Stimme wurde gefährlicher, kälter und am Ende bemühte er sich so abwertend und dunkel zu lachen, wie nur möglich. „Ich weiß, wie wir sie vernichtend schlagen und das wird mich in die Position eines Lords bringen, ich mache Euch die Jedi zu Geschenk.“ Sekunden starrte er Eowyn an, ehe er seine Position aufgab.

„Ich bin kein Narr Eowyn, ich wüsste genau wie ich handeln müsste, ohne mir die Finger schmutzig zu machen. Ich soll nicht über die Vergangenheit reden? Schön. Aber ich war ein Teil von ihnen und ich gebe einen glaubwürdigeren Sith ab, als einen Jedi und dafür muss ich mich nicht einmal sonderlich anstrengen. Ich trage ihr Mahl auf meinem Handrücken,“ und er zog seinen Ärmel hoch, „und ich habe ein anderes sichtbares Zeichen. Und wenn es meinen Tod bedeutet, um damit ein Gegenmittel zu finden… ‚Wenn du jetzt Leben in deiner Hand halten würdest – würdest du dann nicht auch dein Bestes geben, würdest du nicht versuchen, deine Entscheidungen so gut wie möglich zu treffen?‘“, zitierte er ihre eigenen Worte, die sie vor nicht mehr als einer Stunde gesagt hatte. „Warum gelten andere Sachen für dich, als für mich?“ War es unfair das zu sagen? Vielleicht. Aber war es nicht ebenso unfair, dass sie das hatte sagen dürfen?
Ich habe nicht vor, Bastion zu meinem Grab werden zu lassen,“ musste er dennoch klar stellen und, jetzt wurde er wirklich unfair, „und auch ich werde weitermachen und hoffen, dass irgendjemand dem Ziel etwas näher kommt.“ Er verzog das Gesicht, gerade, als das letzte Wort seinen Lippen verließ, verdrängte das aufkommende schlechte Gewissen, doch dafür würde er sich nicht entschuldigen. Was sie durfte, durfte er auch. Und auch er hielt es für einen richtigen Fehler, nicht nach Bastion zu reisen. Aber er fügte sich, verdammt, er fügte sich, was wollte sie also mehr?!

"Wirf mir nicht verdeckt, sonder wenn, dann wenigstens offen vor, das du überzeugt davon bist, ich halte dich hier fest. Das einzige, Eowyn, um was ich dich gebeten hatte war, auf dich Acht zu geben. Ich fessle dich nicht an diesen Tempel, ich habe dir offen gesagt, was meine Überlegungen sind und nicht gesagt, das ich verlange, das du hier bleibst. Also hör auf so zu tun, als ginge es nicht auch darum, was du wolltest. Wäre es mir egal, wäre es mir nicht wichtig, hätte ich dich gar nicht erst gefragt. Dann hätte ich dir gesagt, das ich morgen abreißen werde!" Sie konnte so verständnisvoll sein, doch warum nicht jetzt? Was er jetzt brauchte war eine Eowyn, die Verständnis zeigte und keine, die ihm Dinge vorwarf, die er nicht einmal getan hatte. Ein 'Ich verstehe, das du nach Bastion willst, aber dafür brauchst du einen Plan' oder ein 'Ich verstehe, das du nach Bastion willst, aber ich denke, das wäre nicht richtig.'
"Auch ich habe dir versprochen, keine Dummheiten zu tun. Hast du das vergessen? Aber wenn es für dich schon eine Dummheit ist, wenn ich impulsiv bin, wenn ich einfach etwas sage, was mir geradewegs durch den Kopf geht, dann tut es mir leid, Eowyn. Du bist wahrlich nicht die einzige, die verwirrt und gedankenverloren sein darf. Und wenn du mir etwas zum Vorwurf machen willst, wenn du mir sagen willst, das das, was ich möchte ganz sicher ein Fehler ist, dann bedenke dabei wenigstens, das ich optionale Gedanken und keine obligatorischen Entscheidungen geäußert habe. Denn das wäre ein Fehler gewesen." War er nun deutlich genug geworden oder würde sie das als Anlass nehmen, das Gespräch zu beenden? Würde sie nun sagen, das sie nichts mehr erwidern würde?
"Im Tempel darf ich mich nun frei bewegen und ich zwinge dich nicht, und ich habe dich bisher auch nicht gezwungen, mit mir hier zu sein, ich verlange und wünsche mir nicht einmal , das du hier abwartest um etwas nachzugehen, von dem du glaubst, du seist nicht gut darin." Auch das musste gesagt werden, denn er konnte unmöglich einfach so stehen lassen, was sie zwischen den Zeilen gesagt hatte. Nein, er würde sich nicht kommentarlos vorwerfen lassen, er halte sie fest, er würde sich noch weniger vorwerfen lassen, ihr Versprechen fessle sie an Bedingungen, die nur schwer zu halten waren, Bedingungen, die er nicht einmal gestellt hatte. "Ich habe dir gesagt, ich bleibe hier, wenn du das willst", wiederholte er sich noch einmal, und mehr konnte er ihr nicht entgegenkommen, als er nach den beiden gebrochenen Teilen des Chronos griff, sie zusammensetzt. "Ich füge mich also, aber glücklich muss ich darüber nicht sein, oder?" Außerdem... "Und wenn ich sage, dass ich gerade schwer erkennen kann, was falsch und was richtig ist, dann sagt das hoffentlich auch etwas aus. Nämlich, das ich keine voreiligen Entschlüsse gezogen habe." Noch einmal: Sie war hier nicht die Gefangene, sie hatte, im Gegensatz zu ihm, alle Möglichkeiten. Sie konnte sich frei bewegen, frei entscheiden, das hier war ihre Welt, nicht die seine. Sie war eine Jedi unter Jedi. Doch er? Egal was er tat, er musste sich eine Erlaubnis einholen, bei nahezu allem und vielleicht sollte sie das, der Fairness halber, nicht vergessen. Ian hatte auf nichts bestanden, und wenn sie selbst zwei Sekunden nachdachte, erkannte sie diese Tatsache vielleicht auch als solche. Erneut würde er sie nun sicher nicht fragen, was sie wollte. Was sie nicht wollte, war hingegen wenigsten schon klar. Doch dann fiel ihm etwas ein und er hob wissend die Augenbrauen.
"
Du willst nach diesem Labor in den unteren Ebenen suchen?" Würde ihr das helfen, sich weniger nutzlos zu fühlen? Würde das helfen, sie davon zu überzeugen, das er sie nicht festhielt? Er hob die Hand in einer ausfallenden, einladenden Geste und er legte weder Sarkasmus, noch etwas gönnerisches in seine Worte. "Ich halte dich sicher nicht auf, Eowyn." Sie konnte suchen gehen, denn sicher war es auch falsch, wenn er diese Sache in Erwägung zog - wer hielt hier also wen fest? Diesmal aber glaubte er sogar selbst, das es ein Fehler wäre, dort unten zu suchen, denn er war nicht überzeugt davon, dass es dort unten etwas gab, was hilfreich sein konnte. Doch selbst wenn er es für eine Verzögerung hielt, absolut ausschließen konnte Ian nicht, das sie einen Hinweis finden würden. Vielleicht war es also kein richtiger Fehler, dort nach etwas zu suchen. Vielleicht. Wer wusste das schon? "Ich kann hier oben bleiben," wie schon einmal gesagt. Alisah, Kyran. Symptombekämpfung war besser, als gar nichts und wenn beide geheilt waren, war das eine Menge wert.


Coruscant – Jedi-Tempel, Krankenstation, mit Eowyn
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben