Delastine-Asteroiden (Delastine-System)

ORTF- HQ- Kantine - Rem und Marana

Marana schwankte zwischen Lachen und Weinen. Einerseits amüsierte sie das Verhalten von Rem, aber anderseits machte es sie wütend. Und sie fand es demütigend für Ami.

"Es gut meinen und wie man es zum Ausdruck bringt, sind zwei verschiedene Schuhe, Rem. Sie bezeichnen Ami immer als Kleine. Als wäre sie ein harmloses Dummchen und wenn gerade nichts ist, dann behandeln sie sich auch so. Aber anderseits vertrauen sie ihr auf ganzer Linie und sind sich nicht zu schade, ihr alle Aufträge zu geben, die ein besonderes Geschick erfordern. Und nicht gerade ungefährlich sind."

Sie stellte ihre Tasse mit Nachdruck auf den Tisch.

"Sie kennen Ami sicher schon lange. Nur irgendwie sind sie in ihrem Denken bei einem kleinen Mädchen stehengeblieben. Ich weiß nicht, was Ami widerfahren ist, aber das war sicher alles andere als schön. Und ihre Behandlung macht es nicht besser. Sie ist demütigend."

Sie stand auf und ging ans Fenster und blickte hinaus. Sie sprach leise weiter.

"Oh Rem, ich weiß nicht, wie ich sie einschätzen soll. Einerseits merkt man einen guten Kern in Ihnen, aber anderseits scheint er mit Machtgeilheit und Geldgier absolut absolut zugeschütttet zu sein. Auch wenn Sie durch die Sache gerade eben ihr Vertrauen zeigen wollten, haben sie nur eins erreicht. Nämlich jemanden zu verletzten. Und eins weiß ich. Irgendwann werden sie Ami verlieren, wenn sie das nicht ändern."

Sie lehnte sie an den Fensterrahmen und blickte Rem mit einer traurigen Miene an.

"Und vergessen sie nie. Es könnte immer das letzte Mal sein, wo Sie einen Menschen sehen, der ihnen lieb und teuer ist. Lassen Sie sie so nicht wegfliegen."

ORTF- HQ- Kantine - Rem und Marana
 
- HQ - Kantine -

Rem hörte Marana mit einem gleichgültigen Ausdruck zu. Manchmal glaube man sogar zu meinen, dass was die Frau von sich gab ihm zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus ging. Dem war aber nicht so. Auch wenn man es nicht glauben würde. Für Rem war es wichtig anderen genau zuzuhören.
Er seuftzte.


"Bin ich den wirklich so schlimm?"

Die Frage würde wohl unbeantwortet bleiben. Marana hatte ihm dies ja gerade eben verstädnlich gemacht. Er sah an die Decke, da kam gerade der junge Mann wieder. Er brachte den Cappuchino für Marana und das Eis für.....für Ami.

Rem drückte die Zigarre aus, schnappte sich die große Schüssel Eis, fügte noch ein "Einen Moment" hinzu und war aus der Tür verschwunden.
Auf dem Weg zum Hangar, traf er noch auf den Kerl, den er eigentlich geschickt hatte Ami die Daten zu bringen. Ohne zu stoppen riss er ihm den Chip aus der Hand, mit den er in der Hand rumgespielt hatte, während er mit einer Frau flirtete.


"Wir sprechen uns noch.", meinte Rem zu ihm, dann war er auch schon wieder weiter. Gleich sollte er an den Hangars sein. Nachdem sich die Türen geöffnet hatten, sah er Amis Schiff. Er hatte also Glück. Sie war noch da.

Völlig außer Atem kam er bei ihr an und streckte ihr das Eis entgegen. Er musste ersteinmal wieder Luft schnappen, bevor er Atmen konnte. Ami saß schon in ihrem Schiff und schaute ihn nur verwirrt an.


- HQ - Kantine -
 
- Delastine - Hauptquartier - Kantine -

Ami hatte den Raum so schnell sie konnte verlassen. Sie schmiss die Tür hinter sich zu, lehnte sich an die Wand und trank ihr Glas in einem Zug aus. Mit einem knirschen zerbrachen ihre Zähne den Eiswürfel in ihrem Mund. Ihr Puls raste noch, aber sie wusste, daß sie sich gleich wieder beruhigen würde. Sie hatte ihr Leben lang gelernt, eine Mauer um sich auf zu bauen, und das kam ihr jetzt wieder zu Gute.
Sie stellte das Glas ab, und ging in Richtung der Hangars. Auf dem Weg dorthin ging sie in Rems Büro, um ihren Blastergürtel zu holen. Sie legte ihn um ihre Hüften und machte sich schnell einen Drink an der Bar und leerte ihn schnell. Dann verlies sie das Büro wieder und ging zu ihrem Schiff.
Als sie an Rems Worte dachte stieg wieder die Wut in ihr auf. Er hatte es wirklich geschafft, daß sie sich minderwertig vorkam. Er wusste nicht im geringsten zu schätzen, was sie die letzten Jahre geleistet hatte, und sie bekam nicht einen Deut des Respekts, den sie verdient hätte.
Sie besah sich ihr Schiff. Natürlich war es eines der besten, die man in Rems Hangar finden konnte. Ami hatte es nie an einer adäquaten Ausrüstung gemangelt. An materiellen Dingen ließ Rem es ihr an nichts mangeln, das stand fest. Aber wenn es wirklich das einzige Mittel für ihn war, wie man Zuneigung oder Respekt ausdrückte, konnte Ami damit nicht leben. Sie hatte es lange genug gekonnt, aber nach den Ereignissen auf Nal Hutta, war ihr wieder bewusst geworden, daß es andere Werte für sie geben musste.

Sie bestieg gerade ihr Schiff, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte. Sie drehte sich um und sah Rem, der ihr ein Eis entgegen streckte. Fragend sah sie ihn an

"was soll ich mit den Süssigkeiten? Mir ist auch so schon schlecht"

Der Blick den sie Rem zu warf, war alles andere als nett. Diesmal konnte sie ihre Wut nicht verstecken.


- Delastine - Hauptquartier - Hangar -
 
- HQ - Hangar -

Rem zuckte nur mit den Schultern.

"Gut, dann kein Eis. Aber die Chipkarte solltest du trotzallem mitnehmen. Ich werde den Creditramen löschen. Die Informationen bleiben jedoch drauf. Ansonsten kannst du den Auftrag nicht ausführen."

Er setzt sich auf den Rand des Cokpits.

"Ich möchte mich noch bei dir entschuldigen, bevor du wegfliegst. Ich habe dich nicht absichtlich verletzt. Das habe ich nie und ich muss dir bestimmt nich erzählen, dass ich meine Gefühle nicht auszudrücken weiß. Das werde ich wohl nie können. Werde ein besserer Mensch als ich Ami."

Er gab ihr einen Kuss auf die Wange, trotz das sie zuerst weggezuckt war. Er wusste, dass er diesmal zu weit gegangen war, wenn auch unbewusst und er war Marana überaus dankbar. Es war wirklich eine gute Idee von seiner Kleinen diese Frau nich einfach wieder weg zu schicken. Vielleicht sollte er manch einen Menschen näher an sich ranlassen.

"Ich wünsche dir einen guten Flug und viel Glück."

Er wartete nicht auf die Reaktion Amis. Er drehte sich um und verschwand.

- HQ - Flure -
 
ORTF- HQ-Terasse vor der Kantine

Marana hatte Rem kopfschüttelnd nachgesehen. Sie hoffte, daß er nicht wieder einen Fehler machen würde. Sie hatte die bis zum Boden gehenden Fenster geöffnet und war auf die Terasse hinausgetreten. Die Sonne schien hell und sie kniff die Augen leicht zusammen.
Menschen wie Rem ändert man nicht, klang in ihr eine Stimme.
Wirklich nicht?, fragte sie sich. Vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit sicherlich.
Sie fragte sich, ob sie aber ob dies ihre Aufgabe war. Eher nein. Sie war nur eine Mitarbeiterin und nichts mehr. Wieso sollte sich sich herausnehmen, ihrem Vorgesetzen zu kritisieren? Sie lächelte bei dem Gedanken, daß sie es schon zwei Mal gemacht hatte.
Sie blickte auf ihren Ring. Dieser symboliserte ihre Aufgabe. Ihre Familie war gedemütigt worden durch Talos. Und sie hatte dieses zugelassen. Es war an ihr, diese Demütigung zu rächen.


ORTF- HQ-Terasse vor der Kantine
 
- HQ - Flure -

Leider traf er den Kerl nicht mehr auf den Gängen. So hatte er noch ein Wenig Zeit seinen Fehler zu überdenken, aber der Starfe würde er nicht entkommen.
Mittlerweile befand sich Rem wieder in seinem Alten Trott. Er zog sich seinen Anzug und sein Hemd zurecht und betrat sein Büro.

Ein kleiner Stapel Holodisks lagen auf seinem Schreibtisch. Er schnaufte. Das war der Nachteil an "Urlaub". Sobald er nur für eine Weile sein Revier verließ, häufte sich die Arbeit und wie es aussah war es wiedermal nicht wenig.
Er füllte sich einen Cognac ein und warf sich in seinen Stuhl


"Na dann mal an die Arbeit."

Und schon hatte Rem die erste Disk eingelegt. Er studierte den Text. Es würde ein langer Tag werden. Vielleicht sollte er sich mal einen Sekretär oder soaws zulegen.

- HQ - Rem's Büro -
 
- Delastine - Hauptquartier - Hangar -

Völlig fassungslos, mit geweiteten Augen und offenem Mund stand Ami auf dem Hangar, direkt vor ihrem Schiff, der Blue Hawk. Mit dem was gerade passiert war, hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Ihre Hand glitt über ihre Wange, an der Stelle, an der Rem sie geküsst hatte, verweilte sie eine Weile. Sie schluckte, das musste sie jetzt erstmal verdauen. Hatte er wirklich gemerkt, wie er diesmal zu weit gegangen war? Ami schmunzelte, schüttelte leicht den Kopf und stieg dann in ihr Schiff. Es war keine Zeit, jetzt über Rems Worte nach zu denken, aber sie merkte, daß sie sich besser fühlte. Vielleicht verstand er doch, was sie so oft meinte, wenn sie gesagt hatte, daß sie nicht mehr die Kleine wäre, die sie damals war, als sie sich kennengelernt hatten.
Sie setzte sich an die Kontrollen und machte die Blue Hawk startklar. Die Instrumente leuchteten blau und mit einem Surren setzte sich das Schiff in die Abflugposition. Die Abflugrampen öffneten sich, und Ami steuerte die Blue Hawk in den Himmel von Delastine. Als sie das Orbit erreichte, betätigte sie die Kontrollen und ging in den Hyperraum über.


- Blue Hawk - Hyperraum Richtung Coruscant -
 
- HQ - Rem's Büro -

Der Stapel an Akten und Holos verringerte sich langsam, wenn auch nur sehr gering. Rem war sehr zu frieden. Auf Troiken wurde einiges an Umsetzen gemacht. Mehr als er eigentlich gedacht hatte. Wenn er Zeit finden würde, würde er sich dort hinbegeben. Doch momentan hatte er eindeutig zu viel zu tun.

Er lehnte sich zurück und machte eine kleine Pause. Warum gab es den für solche Arbeit noch keinen Droiden? Was will man den mit diesen ganzen neuen Blastern und anderen Waffen, die wöchentlich neu auf dem Markt erscheinen. So ein Droide wäre doch bestimmt viel nützlicher. Zwar suchten schon einige seiner Mitarbeiter nach einem zuverlässigen Buchhalter oder Buchhalterin, doch bis dato war noch keine aufzufinden.

Unter einem Stapel Akten began sein Kom zu piepsen.


"Bestimmt eine Nachricht von Ami."

Händereibend machte er sich an die Suche und nach kurzem wühlen und umstellen hatte er sein Kom in den Händen. Doch was er dort laß gefiehl im ganz und gar nicht. Was konnte den bitteschön wichtiger sein als zu dieser Finanzministern zu latschen und dann die Genehmigung für das Casino zu holen?

Er seuftzte angestrengt. Dann würde er wohl seine Pläne umwerfen.
Rem drückte einen Knopf.


"Wenn es möglich wäre wüde ich gerne mit Marana sprechen.", raunte er in die Leitung.

Dann würde er eben nach Coruscant gehen. Er war schon lange nicht mehr da. Er fasste sich ans Kinn. Bei dieser Gelegenheit könnte er gleich ein paar alte Freunde wiedermal persönlich Treffem.
Marana würde sich bestimmt auch freuen, mal wieder von diesem Staubbrocken runter zu kommen. Sie würde Ami suchen dürfen.


- HQ - Rem's Büro -
 
ORTF- HQ- Itikam- Messe

Marana hatte sich auf die Itikam zurückgezogen, um die Nachrichten, welche während ihrer Abwesenheit eingegangen waren, durchzusehen. Aber vorher hatte sie sich umgezogen. Sie trug ein schlichtes, langärmiges Kleid. Sie arbeitete eine Weile vor sich hin, als ein Pfiff sie unterbrach.

"Ey Lady, der Boß will euch sehen."

Marana blickte auf und hob die Augenbraun. Ein reizender Zeitgenosse.

"In Ordnung, ich komme. Ihr könnt gehen."

Der Kerl warf ihr noch einen Blick zu, den sie lieber nicht genauer interpretieren wollte. Sie stand auf und verließ die Itikam und schlenderte über die Terasse zu Rems Büro. Dort angekommen klopfte sie kurz und trat durch die geöffneten Fenstertüren rein.

"Boß"

sie grinste kurz dabei.

"Ihr wollte mich sprechen?"

sie blickte ihn fragend an.

ORTF- HQ- Itikam- Messe
 
- HQ - Rem's Büro mit Marana -

Rem grinste die Frau an, als sie hereinkam und ihn Boß nannte. Endlich hatte sie kappiert und akzeptiert, wer hier das sagen hat. Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück und legte die Beine auf den Tisch, um ihr zu antworten.

"Also. Folgendes.
Ihr habt zwei Möglichkeiten. Die Erste wäre mit mir mitzukommen, nach Coruscant und mir dort zur Seite zu stehen. Ami begibt sich leider auf andere Spuren, als auf die, die ich eigentlich für sie vorgesehen hatte.
Oder aber. Ihr bliebt hier und ich werde euch den Laden hier unterstellen. Mit einem Maß an kontrolle versteht sich."

- HQ - Rem's Büro mit Marana -
 
ORTF- HQ- Rems Büro - Rem und Marana

Marana blickte irritiert zu Rem.

"Ami begibt sich auf andere Spuren? Was meint ihr damit?"

Sie ging zu einem Sessel und setzte sich.

"Ihr wollt also persönlich Senatorin de Lieven aufsuchen. Ich denke, daß dies auch besser ist.
Nun ich habe die Auswahl, ob ich hierbleibe und den Laden führe oder mit euch komme? Habt ihr Probleme mit der Buchhaltung?"

Sie lächelte.

"Nun ich werde euch die Entscheidung überlassen, an welchem Ort ich euch lieber bin. Ich bin nur eine Angestellte."

Sie fragte sich, ob sie es schaffen würde das HQ zu führen. Nicht daß sie es sich nicht zutraute, aber dieser Kerl von vorhin bereitete ihr leichte Kopfzerbrechen. Was war wenn alle so wieder dieser Typ waren? Sie konnte schlecht die halbe Belegschaft zur Hölle jagen

ORTF- HQ- Rems Büro - Rem und Marana
 
- HQ - Rem's Büro mit Marana -

Rem war etwas verwirrt. Hatte Marana sich eben als Angestellte bezeichnet? Nicht, dass er damti ein Problem hätte, aber irgendwie verwunderte es ihn schon. Er dachte laut:

"Wolltet ihr nicht eine freie Mitarbeiterin sein?"

Er hoffte, dass Marana diese Frage mit "Nein" beantworten würde, wenn sie sich nun doch entschieden hätte für ihn zu arbeiten, wäre das sehr willkommen. Solche Leute wie sie waren wirklich sehr selten in der Galaxis zu finden.

"Nun, wenn ihr mir die Entscheidung überlasst, dann werde ich euch hier lassen. Wie werden ja sehen, was sie alles drauf haben. Aber ich hoffe, dass sie nicht unentschlossen sind, soetwas kann man sich hier nicht erlauben und nein, die Buchhaltung ist ok, aber wenn man einmal eine Weile wegbleibt, dann sammelt sich doch rasch neue Arbeit an.

Gut, dann werde ich ihnen mal einiges erklären."

Rem begann Marana im ganzen Gebäude herumzuführen. Ihr wurden die wichtigsten Leute vorgestellt und Rayykh würde ihr auch zur Seite stehen. Zugegeben, der Wookie war nicht die Beste hilfe, aber wenn es darum ging sich durchzustezen, konnte man auf ihn zählen. Das würde Marana bestimmt zu Gute kommen, denn Rem wusste nicht wirklich, ob seine Männer auf eine Frau, die sie noch nie gesehen hatten, hören würden.

Es vergingen viele Stunden und die Sonne verschwand schon mittlerweile am Horizont. Als abschluss, des Tages hatte Rem die Frau zu einem Abendessen eingeladen. Diesmal nicht in der Kantine sondern in einem extra Raum.


"Ich denke mir, dass ihr eure Aufgabe erfüllen werdet und falls irgendwas unklar ist, könnt ihr mich immernoch über das Kom erreichen. Es könnte eine Weile dauern, bis ich wieder hier bin. Es könnte sein, dass ich Ami noch zurückholen werde. Mal sehen.

Ab morgen früh steht der Laden hier unter ihrem Kommando. Ich werde mich dann nach Coruscant begeben."

- HQ - Speißesaal mit Marana -
 
ORTF- HQ- Speisesaal - Rem und Marana

Marana hatte immer noch das schlichte Kleid an, welches sie den ganzen Tag getragen hatte. Sie nahm einen Schluck Wein. Es war eine ganze Menge, das sie beachten mußte. Sie war froh, daß Rayykh und Bakhor ihr zu Seite stehen würden.

"Unentschlossen bin ich nicht. Nie gewesen. Was gemacht werden muß, wird gemacht. Und wenn es sein muß, auch einiges mehr. Ich danke Euch aber für Eurer Vertrauen, das ihr in mich setzt. Ich werde euch nicht enttäuschen. Vielleicht weiß ich danach auch, welche Position ich hier bekleiden möchte. Ich habe mich entschlossen, hier zu bleiben."

Sie lehnte sich in dem gemütlichen Korbsessel zurück.

"Habt ihr alle Informationen über die Senatorin, die ihr braucht? Aber eins kann ich Ech sagen. hr werdet sie nicht mit Geld ködern können. In allen Informationen, die mir vorliegen, tritt sie nie in den Vordergrund. Aber ihren Posten bekleidet sie nicht umsonst. Es wird nicht einfach werden, das rechte Maß zu treffen."

Marana mußte schmunzeln. Die ORTF lag ihr mittlerweile richtig am Herzen. Sie hatte das Gefühl, daß sie wieder eine Aufgabe hatte. Nicht nur Rache. Sondern eine richtige. Vielleicht war es an der Zeit, zu vergeben. Zu vergeben, aber nicht zu vergessen.

ORTF- HQ- Speisesaal - Rem und Marana
 
- HQ - Speißesaal mit Marana -

Rem lauschte Maranas Worten, während ein Mann in Uniform den Saal betrat, nachdem er angeklopft hatte.

"Sir, wir sind dann soweit."

Rem nickte ihm zu und winkte ihn zur tür heraus.

"Ich komme gleich."

Er nahm nocheinmal einen Schluck aus dem Glas und lies dann zu Marana.

"So. Ich muss dann los und ich kann euch versichern, dass wenn ihr eure Arbeit gut macht, fast jede Stellung hier bekommen könnt."

Er verneigte sich kurz vor ihr und gab ihr einen Kuss auf die Hand, lief dann wieder zu seinem Stuhl und nahm sich seine Jacke von dem Stuhl. Als er an der Tür angekommen war und diese einen Spalt geöffnet hattem, drehte er sich nocheinmal zu der Frau um und sagte:

"Ach übrigens. Ihr solltet öfters solche Kleidung tragen, dass läßt euch........fraulich wirken."

Dann war er verschwunden. Er lief den langen Gang entlang, der ihn zu seinem Shuttle bringen würde. Um den Laden hier machte er sich keine Sorgen. Auch wenn er sie erst kurz kannze.Marana würde ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen und wenn sie so gekleidet war, sollte es auch ein kleineres Problem sein, die Männer einzuwickeln und sie nach der Pfeife Maranas handeln zu lassen.
Mittlerweile hatte er die edle schwarze Jacke angezogen. Das Hemd war auch zurechtgezupft. Nun konnte es losgehen.


"Auf nach Coruscant."

- HQ - Speißesaal mit Marana -
 
ORTF- HQ- Rems Büro

Marana saß am Schreibtisch von Rems Büro und las die ankommenden Berichte durch, gab Anweisungen, um wichtige Dinge erledigen zu lassen. Eine Nachricht bereitete ihr ziemliche Sorge. Rem hatte persönlich den Befehl gegeben, einige Männer nach Etheria zu schicken, weil Ami sich in Schwierigkeiten befand. Marana hatte eine Gruppe zusammengestellt und diese befand sich auf dem Weg nach Etheria.
Der Berg der Akten verringerte sich nur langsam, aber sie wollte das Vertrauen, das Rem in sie setzte nicht enttäuschen und es machte ihr großen Spaß.
Seufzend legte sie die letzte Akte weg. Das war es für heute. Sie stand auf und reckte sich. Für heute war alles getan. Ein Blick durch die weit geöffneten Fenstertüren zeigte ihr, daß der Tag nicht mehr allzu lange andauern würde. Hier im Büro vergaß man rasch die Zeit. Sie verließ das Büro und suchte das Quartier auf, das Rayykh ihr zugeteilt hatte. Es war sehr groß und edel ausgestattet. Rem sparte an nichts. Sie suchte sich ein Kleid heraus und ging vorher in die Erfrischungseinheit. Die Dusche belebte sie wieder. Sie zog das Kleid an und sah sich im Spiegel an. Stirnrunzelnd überlegte sie, ob es nicht zu gewagt war. Es ließ die Schultern frei, hatte eine hochangesetze Taille und fiel dann flüssig bis zur Erde. Ein Kleid, das sie noch aus Hapan hatte. Das einzige, was sie ärgerte, war die Tatsache, daß sie keinen Blaster mitnehmen konnte. Aber das war vielleicht auch besser so. Rayykh befand sich meistens in ihrer Nähe und die Männer waren ihr wohlgesonnen und ließen sie in Ruhe. Von dem schleimigen Ekelpaket hatte sie seit Rems Abflug nichts mehr gesehen. Sie verließ ihr Quartier und beschloß Bakhor zu suchen. Sie betrat als erstes die Kantine, wo noch einige Männer saßen. Marana begrüßte sie lächelnd und unterhielt sich kurz mit ihnen. Dann fragte sie die Männer, ob sie wüßten, wo Bakhor sich aufhielte. Ein Mann meinte ihn im Trainingsraum gesehen zu haben. Marana bedankte sich lächelnd und machte sich auf den Weg. Den Grundriss des HQ hatte sie im Kopf. Dann hörte sie Schritte hinter sich. Sie dachte sich nichts dabei, schließlich herrschte im HQ zu jeder Zeit ein ziemlich reger Betrieb. Aber dennoch war Marana unwohl zu Mute. Ihr Gefahrensinn warnte sie. Sie beherrschte sich dennoch, als sie eine Hand auf ihre Schulter legte. Ruhig drehte sie um und sah sich dem schmierigen Kerl von damals gegenüber.


"Guten Abend. Ich hatte noch gar keine Zeit mich vorzustellen. Mein Name ist Peton Blanc."

Marana lächelte, aber hatte Mühe, nicht angwidert dreinzublicken. Der Kerl maß sie mit den Augen. Sie trat einen Schritt zurück und schüttelte die Hand von ihrer Schulter.

"Guten Abend. Gibt es etwas wichtiges?"

Blanc schüttelte grinsend den Kopf.

Blanc: "Nein, nichts wichtiges. Ich wollte eigentlich nur einmal Hallo sagen. Nur fragen, was sie hierhin verschlagen hat. So jemand wie sie braucht sie doch nicht hier auf Dalastine aufzuhalten. Man sieht ihnen an, daß sie aus besseren Haus kommen. Was also tun sie hier."

Maranas Blick wurde hochmütig. Dieser Kerl war nur unverschämt.

"Also, Herr Blanc. Nur damit wir uns richtig verstehen. Ich bin ihnen keinerlei Rechenschaft über mein Leben schuldig. Das ist alleine meine Sache. Und nun gehen Sie und lassen sie mich in Ruhe."

Blancs Blick verwandelte sich kurz. Ein haßerfülltes Aufflackern war kurz darin zu sehen. Marana atmete tief ein. Dieser Kerl war ihr nicht geheuer. Dennoch lächelte sie.

"So und nun entschuldigen sie mich bitte, ich habe noch zu tun."

Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging mit ruhigen Schritt Richtung Trainingshalle. Am liebsten wäre sie gelaufen, aber diese Blöße wollte sie sich auf Blanc nicht geben. Sie kam am Trainingsraum an und öffnete die Tür. Leise trat sie ein.

"Bakhor? Bist du hier?"

Der Trainingsraum war ziemlich düster, weil das Licht aus war. Abwartend blickte sie sich um.

ORTF- HQ- Trainingsraum
 
ORTF- HQ- Trainingsraum

Bakhor saß stillschweigend in einer Ecke des dunklen Trainingsraums. Er konzentrierte sich und ließ einige Bilder aus dem vergangenen Abenteuer noch einmal durch seine Gedanken schweifen. Es hatte viele Tote gegeben; das Töten der Feinde hatte ihm wie immer große Spaß gemacht. Das einzig dumme an der ganzen Sache war dass zum Beispiel diese Wesen mit den roten Augen keine würdige Gegner gewesen waren. Sie waren fast schon zu unwürdig gewesen aber letzendlich war Bakhor doch mal gütig gewesen und hatte sie von dem Leiden ihres Lebens erlöst.
Bakhor atmete tief ein und aus und öffnete dann seine Augen. Obwohl er den Kampf und die Herausforderung liebte tat es auch mal gut ein paar Minuten in Einsamkeit und Ruhe verbringen zu dürfen. Seine Augen funkelten in de Dunkelheit leicht grün-gelb. Er schlug seine Kapuze zurück und betrachtete eines seiner Langschwerter welches er vor sich auf den Boden gelegt hatte. Er trug zur zeit nur zwei Noghridolch, einen Blaster und einen Laserdolch bei sich. Seine Rüstung hatte er auch ausgezogen da man in diesem Stützpunkt keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt war. Trotzdem war er bereit, bereit zum kämpfen wie er es immer war. Es gefiel dem jungen Noghri nicht sehr dass Rem[/B] letzendlich ohne ihn nach Coruscant gereist war. Coruscant war gefährlich und Bakhor war der Leibwächter. Seiner Aufgabe konnte er also zur Zeit nicht nachgehen. Er seufzte leise. Seine guten Ohren hörten Schritte vor der Tür des Trainingsraumes. Schon bevor die Person eintrat wusste er wer es war. Maranas Schritte waren sehr leicht unter den anderen herauszuhören. Nun hörte er auch ihre Stimme. Bakhor wartete bis sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte und die Helligkeit mit dem Schließen der Tür verschwunden war.

"Ja Mastress, ich bin hier.
Sie dürfen das Licht aktivieren falls sie sich dann wohler fühlen."

Er wusste nicht ob sie wusste wo er saß. Eher nicht. Zumindest wusste sie aber dass sie sich von ihm nichts zu befürchten hatte.

/ ORTF- HQ- Trainingsraum
 
ORTF- HQ- Trainingsraum - Bakhor und Marana

Marana atmete erleichert auf, als Bakhor sich meldete. Sie lief seiner Stimme nach.

"Nun, ich kann hier drin nicht so gut sehen wie du. Aber das istschon okay."

Sie hatte den Noghri erreicht und setzte sich zu ihm auf die Erde.

"Aber nenn mich bitte nicht Mastress. Es kommt mir sehr ungewohnt vor. Marana reicht voll und ganz."

Sie lächelte. Das schlechte Gefühl, das sie wegen Blanc gehabt hatte, war wieder verschwunden.

"Seitdem wir von Nal Hutta wieder da sind, hat man von dir aber nicht viel gesehen und gehört. Wo hast du die ganze Zeit gesteckt? Ich habe mich schon gewundert, daß du nicht mit Rem nach Coruscant geflogen bist."

Sie hörte Schritte auf dem Gang und die Anspannung war wieder da. Aber die Schritte verklangen wieder.

"Kennst du einen gewissen Blanc?"

Sie blickte nachdenklich in die Dunkelheit.

ORTF- HQ- Trainingsraum - Bakhor und Marana
 
ORTF- HQ- Trainingsraum

"Ich hab Zeit gebraucht um über einige Dinge nachzudenken. Nichts weiter wichtiges... zumindest nicht für die ORTF. Nun ja, das ist letzendlich auch egal.
Ich weiß nicht warum ich letzendlich nicht mit Rem geflogen bin. Nun ja, ich dürfte hier genausowenig nutzen haben wie bei ihm."

Es war nicht weiter wichtig noch darüber nachzudenken da er nun im nachhinein eh nichts mehr daran ändern konnte.
Er schloss das Thema in seinen gedanken ab und vermerkte sich ihre Bitte sie ab jetzt nur noch Marana und nicht mehr Mastress zu nennen.
Er konnte plötzlich an ihrer Körperhaltung sehen wie angespannt sie auf einmal war. Dann entspannte sie sich wieder. Warum? Er wusste nicht mit was ihre Reaktion zusammenhing. Obwohl sie neben ihm saß mochte das nicht so angsteinflößend sein dass sie zusammenzuckte. Vor allem war es komisch dass sie sich kurze Zeit später wieder entspannte.
Bakhor beschloss nicht sonderlich darauf zu reagieren und blieb weiterhin nachdenklich.


"Ich kenne keinen Blanc. Zumindest kann ich den Namen niemandem zuordnen. Ich weiß nicht ob sie wissen dass Noghri sich eher weniger an Namen aber dafür eher an körperichenBeschreibungen von Nichtnoghri orientieren."

Bakhor strich mit der Hand über die Klinge seines Langschwertes. Wohl eher aus Langeweile. Sein Kriegerdurst würde niemals gestillt sein, doch es gab gewisse Zeiten an denen er kurze Ruhe brauchte, wie er eben schon festgestellt hatte. Marana störte seine Ruhe nicht. Er vertraute ihr und sah in ihr auch keine Gefahr. Sie konnte sicher gefährlich sein un mit Waffen umgehen. Doch so lange er ihr nichts antat würde sie es auch nicht tun, glaubte der junge Noghri.

/ ORTF- HQ- Trainingsraum
 
ORTF- HQ- Trainingsraum - Bakhor und Marana

Marana entspannte sich, nachdem die Schritte verklungen waren.

"Der Name sagt dir nichts? Ich versuche Blanc zu beschreiben. Er ist ziemlich groß. So 1,90 m ungefähr. Er ist schlank, und hat schwarze Haare. Und ein sehr nichtssagendes Gesicht. Ein widerlicher Kerl."

Sie schauderte kurz. Das Ekelgefühl war kurz wieder da. Sie beschloß in diesem Moment in Zukunft nicht mehr ohne Blaster im HQ herumzulaufen. Zumindestens solange Blanc hier herumlief. In diesem Moment betrat ein Angestellter den Raum. Er schaltete die Beleuchtung an, was Marana die Augen zusammenkneifen ließ, denn sie hatte sich an die Dunkelheit gewöhnt. Sie blickte den Mann und erkannte Tail Donegal. Dieser war ihr sympathisch. Er war in der Gruppe sehr beliebt und hatte immer ein Scherz auf Lager.

"Hallo Tail. Was gibt es denn?"

Tail Donegal: Ich wollte nur Bescheid geben, daß eine Nachricht von Etheria angekommen ist."

Marana blickte gespannt auf Tail.

"Und? Haben sie Ami gefunden?"

Tail Donegal:"Nein, Ami nicht. Wohl aber ihr Schiff. Es stand ungesichert auf dem Landeplatz der Hauptstadt. Ethernia Prime. Aber von Ami keine Spur."

"Sie sollen weitersuchen. Gibt es weitere Neuigkeiten von dort?"

Tail Donegal: "Wir haben Meldung darüber, daß zwei Jedi- Räte sich auf Etheria befinden. Ein gewisser Samuel Lain und eine Padme Master. Und dann noch weitere Jedi. Eine davon stammt von Ethernia.

Marana merkte eine gewisse Erleichterung. Aber sie setzte ein strenges Gesicht auf.

"Die Informationen sind nicht vollständig. Und Informationen bedeuten Macht. Laßt sie vervollständigen und liefert niemals Informationen, die nicht vollständig sind. Oft entscheiden diese über Leben und Tod. Braucht die Gruppe Verstärkung?"

Tail Donegal: "In Ordnung, Marana, ich werde die Informationen kompletieren. Die Gruppe braucht mometan keine Verstärkung, aber wenn es dort zu einem Krieg kommen sollte, dann wären mehr Leute sicher von Vorteil."

Marana nickte.

"Eine kluge Einschätzung. Sorge dafür, daß sie ein zweiter Trupp auf den Weg macht. Sie sollen sich sehr gut bewaffnen und zusätzlich noch Waffen mitnehmen. Vielleicht wird das von Nöten sein"

Tail Donegal: "Ich werde es sofort in die Wege leiten."

Er wollte sich abwenden.

Tail Donegal: "Ach, bevor ich es vergesse. Blanc hat nach ihrem Aufenthaltsort gefragt. Ich habe gesagt, daß ich diesen nicht wüßte.

Marana lächelte gezwungen.

"Das war sehr gut. Wenn du ihn antriffst, dann sag ihm, ich wäre morgen in meinem Büro anzutreffen."

Tail Donegal nickte und verließ den Raum. Marana blickte sich im Trainingsraum um. Sie stand auf und ging in den Geräteraum. Einige Zeit wühlte sie in einer Kiste herum. Schließlich kam sie mit einem Blaster raus.

"Ich hätte befehlen sollen, daß Blanc mit auf diese Mission geht. Und mir wünschen sollen, daß er nicht mehr zurückkehrt."

Bakhor blickte sie fragend an.

"Dieser Kerl ist komisch und er macht mir Angst. Ich werde mich keinen Schritt mehr ohne Blaster durch die Gegend bewegen. Zumindest nicht, solange dieser Kerl in meiner Nähe ist. Und das nächste Mal, wenn ich ihn treffe, dann soll er sich bloß in Acht nehmen."

Marana hatte sich etwas in Rage geredet. Sie stutze, lächelte und setzte sich neben Bakhor. Leise seufzend meinte sie.

"Zum Glück droht mir von dir keine Gefahr. Im Gegenteil ich fühle mich hier sicher. Aber dieser Blanc macht mir Kopfzerbrechen. Ich frage mich, was ich tun soll. Ich kann ihn schlecht erschießen."

ORTF- HQ- Trainingsraum - Bakhor und Marana
 
ORTF- HQ- Trainingsraum

Bakhor wartete schweigend bis Tail Donegal wieder aus dem Raum getreten war. Er fand es zwar nicht gut dass der Mensch das Licht angemacht hatte aber beschweren würde Bak sich nicht. Er wusste dass Menschen sich im dunklen unsicher und leicht verletzlich fühlten, vor allem weil sie in der Dunkelheit nichts sehen konnten.
Seine Blicke folgten Marana. Er wartete weiterhin schweigend bis sie mit einem Blaster in der Hand vor ihm stand.


"Ich kenne diesen Menschen nicht. Menschen schmecken auch nicht sonderlich gut, sonst würde ich mich sofort um ihn kümmern. Hab heute noch nichts gefrühstückt."

Bakhor zeigte ein raubtierhaftes Grinsen und strich wieder über die Klinge seines Langschwertes. Er wusste nicht ob das was er gerade gesagt hatte ein Witz sein sollte oder ob er es ernst gemeint hatte. Das konnte sie interpretieren wie sie wollte.
Diese Sache mit Etheria welche dieser Tail angesprochen hatte war ihm vollkommen egal solange sie ihn nicht betraf. Also würde er auch keine weiteren Fragen dazu stellen. Viel eher begann er sich an der Sache mit dem Mensch Blanc zu interessieren.


"Trotzdem... es wäre mir ein großes Vergnügen die Quelle ihrer derzeitgen Angst auszulöschen. Ich weiß nicht ob dieser Mensch ein anständiger Kämpfer ist aber alleine damit sie sich sicher fühlen wär mir der Kampf ehrenvoll genug."

/ ORTF- HQ- Trainingsraum
 
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