Esseles (Essesia-System)

Lerina To'lag

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Trotz ihres Sieges wurde ihre Stimmung nicht gänzlich besser. Ein wenig ja, weil sie ihre Freunde nicht verschrecken wollte. Sie hatte einfach nur das Gefühl am liebsten jemandem den Kopf von den Schultern zu holen. Es war gefährlich eine Mandalorianerin zu reizen und noch gefährlicher sie abzuweisen. Innerlich seufzend nahm sie einen Schluck ihres Getränkt, welcher mittlerweile kein Wasser mehr war. Die zweite Spielrunde gestaltete sich ebenfalls interessant. Sah ganz so aus als hätte sie erneut wieder Glück, was natürlich perfekt war. Die junges hier auszuziehen war durchaus reizvoll. Allerdings wenn es so weiter ging sollten sie besser eines der Quartiere aufsuchen, damit wenn es wirklich um die Kleidung ging, niemand große Augen machte. Die Runde neigte sich gerade ihrem Ende als sich Gats neben Lerina aufbaute. Verdammt, er hatte ihr gerade noch gefehlt. Musste diese verdammte Kerl ausgerechnet jetzt hier auftauchen? Jetzt wo ihre Laune vielleicht etwas hätte besser werden können!? Er wollte mit ihr sprechen? Soso, sehr interessant und wenn sie nicht mit ihm sprechen wollte? Am liebsten wollte sie ihm ins Gesicht springen und gleichzeitig hätte sie ihn nur zu gern geküsst. Die Lt. biss die Zähne zusammen. Nein, sie würde ganz ruhig bleiben und sachlich. Sie durfte nicht die Nerven verlieren und sie würde ihm ganz gewiss nicht zeigen, dass sie etwas für ihn empfand. Sie würde ihn auch nicht abweisen können, denn dies würde er nicht zulassen. Lerina sah ihre Leute an, dann blickte sie erneut Gats an und nickte.

„Sicher, wenn sie wünschen.“

Damit erhob sich die junge Frau.

„Wenn es ihnen recht ist, suchen wir und seinen ruhigeren Platz zum reden.“

Lerina griff nach ihrem Glas, entschuldigte sich kurz bei ihrer Gruppe und stapfte dann mit dem Captain im Schlepptau auf einen freien Tisch zu. Dort setzte sie sich und sah den Muskelprotz an, der ihr mehr als nur gut gefiel. Gats setzte sich ihr gegenüber.

„Um was geht es? Ich war gerade dabei zu gewinnen und sie haben meine Partie gestört.“

Lerina legte ihre Hände auf den Tisch und blickte Gats an. Ein böser Fehler, denn ihr Gefühlschaos begann von neuem. Zum einen wollte sie ihn würgen, ihm den Schädel einschlagen, ihm sagen was sie dachte, was sie von ihm hielt und zum anderen wollte sie ihn küssen, wollte ihn einfach für sich haben. Warum musste alles nur so kompliziert sein? Warum musste er so, so ekelhalft sein, so unfreundlich? Sie verstand es einfach nicht. Sie konnte es nicht verstehen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass dieses Gespräch nicht sonderlich nett laufen würde. Gats war einfach steif, unnahbar und kühl. Sie fragte sich ob er im privaten auch so war oder ob dies alles nur eine Art von Schauspiel war. Was war mit ihm? War er einfach so oder hatte es Gründe? Sie hätte es gern gewusst, glaubte aber nicht darauf eine Antwort zu erhalten. Er hatte sie im Trainingsraum angefahren ohne das sie sagen konnte woran es lag. Sie glaubte nicht einmal, dass er ihr darauf eine Antwort geben würde. Lerina musste den Drang unterdrücken ihm die Hand an die Wange zu legen, seine Haut zu streicheln. Diese Augen, obwohl sie kühl wirkten, glaubet sie durchaus, dass darin auch Leidenschaft liegen konnte, wenn er es wollte. Hatte er überhaupt Erfahrungen mit Frauen? Eine Frage die ebenfalls interessant wäre oder untersagte er sich jegliche Gefühlsregungen? Zumindest könnte dies eine Erklärung für sein Verhalten sein. Vielleicht hatte er keine Ahnung wie er sich einer Frau gegenüber verhalten musste. Blieb natürlich ebenso die Fragen ober er überhaupt schon mal Intim mit einer Frau geworden war. Alles Fragen die sie interessierte. Innerlich schalte sie sich selbst. Wie konnte sie nur so etwas denken? Eigentlich hatte sie nicht gedacht so schnell sich hals über Kopf in einen Mann zu vergucken, wo Captain Murata durchaus ebenfalls ihr Typ war.

Ihre Gedankengänge gehörten verboten. Jeder der sie mitbekam würde hoch rot anlaufen oder ähnliches. Nur ein Mann wie er kurbelte natürlich die Fantasie an und an jener mangelte es Lerina nicht. Sie war eine Spielkatze, die gern ihre Krallen einsetzte. Sein Oberkörper war eine Augenweide. Beim Training hatte sie ihn schon eingehend betrachten können, auch wenn ihr leider nicht wirklich vergönnt gewesen war ihre Finger über diese Muskelberge gleiten zu lassen. Schade eigentlich. Sie musste versuchen sich abzulenken andernfalls würde es auffallen. Doof war Gats mit Sicherheit nicht. Er würde sonst noch merken, dass ihr Interesse an ihm um einiges weiter ging als er vielleicht zuvor dachte. Aber spiele dies überhaupt noch eine Rolle? Im Grunde nicht, eigentlich wollte sie sogar, dass er genau dies wollte. Er sollte wissen das sie etwas von ihm wollte. Er sollte wissen, dass sie … Moment, halt, nicht so schnell. Sie durfte keinesfalls weiter denken, sonst würde ihre Fantasie mit ihr gänzlich durchgehen. Sie sollte sich lieber darauf konzentrieren ihre Gedanken auf etwas andere zu konzentrieren. Konnte er also endlich anfangen zu sprechen!? Wäre praktisch.


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Der bullige Offizier blickte der aufreizenden Frau tief in die Augen. In selbigen zu lesen oder etwas aus der Körpersprache des Lieutenant zu erfahren, war scheinbar ein Mysterium oder kurzum: unmöglich. Natürlich war das Thema 'Frauen' kein unbekanntes für Gats Arturo, aber er hatte sich nie wirklich lange mit der komplizierten Denktiefe des weiblichen Geschlechts beschäftigen können. Entweder waren es nur belanglose Liebschaften gewesen oder die Damen waren derart vom Captain angetan, dass sie willenlosen Haustieren gleich hinter ihm herliefen. Umso schwieriger gestaltete sich nun das drohende Gespräch mit Lieutenant Lerina To'lag. Wenn er sie richtig einschätzte war sie eine stolze Frau, die es gewohnt war zu bekommen, was sie wollte. Das ging häufig mit Attraktivität einher. Eine gewisse vereinnehmende Arroganz und Hochnäsigkeit, der man jedoch auch Abhilfe verschaffen konnte. Der Captain kam nicht umhin, ihr eine erotische Ausstrahlung zu attestieren - allerdings gab es mehrere Hürden. Zum einen ließ seine eigene Moralvorstellung keine irgendwie geartete Bindung zu einem Mitoffizier an Bord des Kriegsschiffes zu, von imperialen Doktrinen und Protokollen ganz zu schweigen. Und weiterhin gab es die Problematik mit der kulturellen Herkunft. Lieutenant To'lag schien stolze Mandalorianerin zu sein und auch Wert auf diesen Status zu legen. Gats hingegen befand selbiges Thema für überflüssig an Bord eines imperialen Sternzerstörers. Er war Soldat der Armee des Imperators und kein kodexbehaftete Kopfgeldjäger mit Hang zu obskurer Sprachnutzung.
Der jungen Offizierin das jedoch schonend beizubringen, schien dem Captain schwieriger als die Enterung eines Mon Calamari Kreuzers. Allein. Ohne Waffen.


"Lerina ..."

Fernab neugieriger Blicke und vor allem Ohren, stimmte Gats Arturo wesentlich privatere und versöhnlichere Töne an, als noch vor wenigen Augenblicken.

".. ich denke wir haben das Ganze komplett falsch angefangen. Also ... zunächst einmal ist mein Vater ... nun ... ich stamme von Concord Dawn und mein alter Herr ist gewissen Kulturkreisen entsprungen. Ich jedoch nicht und da liegt das Problem. Ich hege keinen großen Wunsch, Mando'a zu sprechen oder mit meiner Vergangenheit konfrontiert zu werden. Genau da kommst Du ins Spiel. Du führst sie mir förmlich vor's Auge. Deswegen diese .. Abweisung, verstehst Du?"

Captain Gats Arturo sinnierte kurz nach, befand aber, dass er die Situation oder seinen Zustand als recht passend beschrieben hatte. Ihm lag nichts an seinen mandalorianischen Wurzeln, beziehungsweise am Beginn der Verinnerlichung selbiger Traditionen. Er war eine Klinge des Imperators, kämpfte unter dem Banner des Imperiums und war über alle Maßen loyal. Er verspürte keinen Wunsch, den seiner Auffassung nach veralteten Einstellungen und Sichtweisen der Mandalorianer zu folgen. Er war Soldat, kein Mystiker. Für ihn war Krieg eine harte, brutale Sache, in der es ums Überleben ging - keine Spielfeld, um seine eigene Unsterblichkeit zu zelebrieren und seinen Charakter neu zu definieren.

"Mich ehrt Dein Interesse wirklich und ... Du bist beileibe ein Traum von einer Frau, aber versteh' bitte meine Situation. Ich bin mit meiner Einheit frisch versetzt worden auf die Pandora. Ich muss mich hier einleben, muss mir Respekt verschaffen und versuche meinen Leuten ein gutes Vorbild zu sein. Da können solche Vorkommnisse wie im Trainingsraum mein Untergang in der Armee bedeuten. Und mal ehrlich ... ich musste mich wirklich zurückhalten. Einerseits war es zu verlockend, Dich so nah zu spüren, andererseits war ich kurz davor, Dich aus reinem Frust bewußtlos zu würgen."

Klar, Lieutenant To'lag mochte sich mit unbewaffnetem Nahkampf auskennen - aber Gats war wirklich ein Profi darin. Sein Vater - bekanntermaßen mandalorianischer Kopfgeldjäger - hatte ihn von Kindesbeinen auf unterwiesen. Später waren die imperialen Ausbilder mit ihrem eigenen Wissen dazu gekommen. Der Captain, groß, breit und schwer, war eine verdammte imperiale Kampfmaschine.
Natürlich lächelte er auf seine charmante, gewinnende Art im Anschluß an seine Worte - einzig seine Augen schlugen einen harten Ton an. Das gesamte erste Treffen mit der junge Offizierin ließ sich im Nachhinein als Desaster bezeichnen. Der Ablauf, der Verlauf - alles. Jeder seiner Soldaten und Offiziere, die Zeuge des Eskalation gewesen waren, hatte es ihm bestätigt. Sergeant D'rk, der Trandoshaner des Theta-Squads, hatten ganz offen nachgefragt, warum der Captain Lerina schlichtweg nicht nach allen Regeln der Kunst niedergeschlagen hatte. Die sensible Thematik des Ganzen konnte der Reptiloid mit seiner sonderbaren Vorstellung natürlich nicht nachvollziehen. Dennoch beschrieb das Gespräch mit D'rk gut die allgemeine Sichtweise des Cortosis-Squads zu den Geschehnissen mit der jungen Offizierin. Es war ein problematischer Vorfall und der Mann von Concord Dawn hoffte, hier eine zufriedenstellende Lösung zu finden.



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Lerina To'lag

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Sein Blick ging tief in die ihren, was es Lerina noch mehr erschwerte ihm auszuweichen. Sie fragte sich ob ihm überhaupt klar war, dass er etwas an sich hatte was mehr als nur faszinierte. Sie waren beide starke Persönlichkeiten, dies hatte Lerina schon gemerkt, doch dies macht ihr rein gar nichts. Sie wollte einfach nur wissen was los war, warum er so grob gewesen war. Vielleicht war ihr Sichtbild auch einfach anders, trotz allem wurde sie das Gefühl nicht los, dass er, nun ja irgendein Problem besaß. Er war Soldat, ja aber Freizeit besaß er ebenfalls, also verstand sie nicht warum er sich dann so verhielt. Vielleicht erhielt sie ja dennoch eine Antwort. Zumindest wünschte sie sich dies sehr um einfach verstehen zu können. Er sprach sie mit ihrem Vornamen an, wobei er seine Stimme auf einen private Ebene brachte. Versöhnlich. Nett, er konnte also auch anders. Sie hörte ihm zu. Er war der Meinung, dass sie es komplett falsch angefangen hatten. Dann erzählte er, dass sein Vater, er selbst von Concord Dawn stammte. Also auch sein Vater. Sie hatte es gewusst, er war also auch Mandalorianer. Interessant war allerdings, dass er damit nichts zu tun hatte und seiner Meinung nach lag darin das Problem. Er hegte keinen großen Wunsch Mando’a zu sprechen oder sich mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Dies hatte sie ja nicht wissen können. Lerina biss sie auf die Lippen. Hätte sie es gewusst, hätte sie sich anders verhalten. Wenigsten erklärte er ihr ein bisschen was. Gott hätte sie es nur vorher gewusst hätte sie keinesfalls so reagiert. Dies erklärte zumindest einiges. Gut er wollte von seinen Wurzeln nichts wissen, dies machte ihr gar nichts. Es ging ihr ja um ihn und nicht um das, was er war.

So ihn ehrte also wirklich ihr Interesse an ihm. Natürlich verstand sie ihn, besonders jetzt wo er es erklärte. Sicher er war neu, er besaß eine Einheit es ging um Respekt, darum sich etwas aufzubauen. Nur war sie nicht die Frau, die sich zurücknahm sondern zu dem stand was sie wollte. Vielleicht war sie ein wenig zu stürmig gewesen. Doch so war sie nun mal, dies war ihr Naturell. Sie musste leise lachen als er meinte, dass er versucht gewesen war sie vor Frust bewusstlos zu würgen, anderseits es aber auch zu verlockend gewesen war sie so nahe zu spüren.


Gats, ich. Nun wenn ich gewusst hätte, dass du nicht mit deiner Vergangenheit konfrontiert werden wolltest hätte ich mich anders verhalten. Es ist selten wenn man einen Mandaloriner trifft, dass jener sich so verhält. Damit habe ich kein Problem. Jetzt weiß ich es und werde es sein lassen. Aber ehrlich, mich interessiert nicht von welchem Volk du abstammst, eigentlich ging es mir um dich, um dich als Person. Ich bin wie ich bin und kann nicht leugnen was ich bin. Meine Wurzeln sind Mandalorianisch ob ich dies will oder nicht. Ich bin so erzogen worden und ja, ich bin auch ein wenig stolz darauf. Meine Vergangenheit ist allerdings etwas über die ich ebenso wenig reden möchte wie die. Für meinen Vater war es eine Schande als ich letztlich hier landete. Damit habe ich mich abgefunden.“

Sie machte eine kurze Pause und sah ihn an, wobei ihr Blick diesmal weicher wurde. Ihre Laune hatte sich etwas gelegt.

„Ich kann sehr gut verstehen was du sagst. In deiner Situation würde ich wohl nicht anders handeln. Es tut mir leid. Wenn ich dies alles gewusst hätte, hätte ich mich anders verhalten. Aber ich bin nun einmal eine Frau mit Stolz und ich mache keinen Hehl daraus wenn ich etwas möchte. Dies habe ich nie. Es mag mit meiner Erziehung zusammen hängen durchaus möglich. Ich war wütend auf dich, verletzt und gekränkt. Am liebsten hätte ich dir den Kopf von den Schultern gerissen. Versteh mich nicht falsch, ich wollte dich weder vorführen noch blamieren oder sonst etwas. Ich habe nicht damit gerechnet mich so schnell zu verlieben. Nun ist es geschehen und damit werde ich fertig werden müssen.“

Eigentlich hatte sie ihm dies nicht sagen wollen, doch in diesem Moment war ihr wichtig gewesen ehrlich zu sein. Ehrlichkeit war stets wichtig. Ja sie hatte sich in ihn verliebt und nun würde sie sehen müssen wie sie damit fertig wurde. Manchmal war das Leben ungerecht.

„Eigentlich habe ich dies nicht sagen wollen. Ich war so wütend, dass ich am liebsten gegangen wäre. Da ich Ehrlichkeit allerdings als wichtig ansehe und du nun ehrlich warst denke ich, dass du die Wahrheit wissen solltest. Nun weißt du es. Ich werde dir damit in Zukunft aus dem Weg gehen einfach um zu vermeiden, dass du vor deinen Leuten dumm aussiehst. Dies mag mir schwer fallen aber etwas anders bleibt mir nicht übrig. Ich möchte nicht unbedingt wie eine Frau aussehen, die völlig irre einem Mann hinterherläuft.“

Sie lächelte leicht verlegen und trank einen Schluck von ihrem Drink. Vielleicht war dieses Gespräch doch nicht schlimm gelaufen wie sie es sich ausgemalt hatte. Jetzt kam es darauf an wie er sich verhielt, was er dazu sagen würde.

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Esseles – Restaurant „O’Charleys“ – Jackeline Hart, Daniel Piedmont (NPC) und andere NPC’S


Der Taxigleiter hielt vor dem Restaurant, wo man schon auf sie zu warten schien. Doch den Mann, den sie erblickte, war NICHT der Mann, mit dem sie heute Abend verabredet war. Jack hatte eine Augenbraue fragen nach oben gezogen, ergriff, nachdem sich die Gleitertür geöffnet hatte, die ihr dargebotene Hand und stieg mit geschmeidigen und eleganten Bewegungen aus dem Gefährt. Sie lächelte ihren Begleiter charmant und dankend an.

„Mein Vater lässt sich entschuldigen. Es war ein wichtiger Termin dazwischen gekommen. So hat er mich gebeten, Ihnen heute Abend Gesellschaft zu leisten. Jackeline, Sie sehen bezaubernd aus.“


Daniel Piedmont (NPC), 35 Jahre; eisblaue Augen; braune Haare; sportliche Statur, Playboy, Sohn von Walther Piedmont (NPC) und „Thronerbe“ von Piedmont Korporation, der größte Hersteller von Hyperaumtechnologie. Die Pietmonts galten als alteingesessener Industrieadel und dem Imperium treu ergeben und das schon seit Generationen. Er lächelte auf die junge Frau herab, wobei er eine reihe weißer Zähne aufblitzen lies. Daniel hob ihre Hand zu seinem Mund und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken. Hart musste an sich halten, um ihm nicht ihre Hand zu entziehen und sie irgendwo abzuwischen. Sie konnte diesen Kerl nicht leiden. Doch er war nun einmal der Sohn des Firmeninhabers. Sie seufzte innerlich, straffte die Schultern und schenkte Daniel ein gespieltes, schüchternes Lächeln und sie schaffte es noch, das ihr Wangen eine kleine röte zierte, was sie an seinem breiten Grinsen erkennen konnte. Er musste sie wohl für leichte Beute halten. Sollte er doch.

„Danke, Mr. Piedmont.“

Säuselte Hart und beide betraten das Restaurant. Sie wurden bereits erwartet und man brachte das Paar zu dem reservierten Tisch, im hinteren und etwas abgeschiedenen Bereich des Restaurants. Die beiden Leibwächter von Piedmont Junior hatten sich an einen Tisch weiter vorne gesetzt. Daniel, ganz der Gentleman, half ihr aus ihrem Cape. Dabei streifte rein zufällig seine Hand ihren Arm. Hart musste sich zusammenreißen um Daniel nicht eine zu knallen. Das hier war zu wichtig und daher schob sie ihre persönlichen Gefühle in den Hintergrund. Es ging um das Geschäft und nichts anderes. Sie mochte diesen Kerl nicht. Er war wir sein Vater und betrachtete eine Frau als Jagdbeute, die nur für sein persönliches Vergnügen da wäre.

Stunden später

Der Abend war schon weit fortgeschritten und Daniel und Jack, beide nicht mehr ganz so nüchtern, waren die letzten Gäste in diesem Lokal. Die Leibwächter Piedmonts dösten an ihrem Tisch. Die junge Frau fand dies sehr unprofessionell. Wenn sie eine Attentäterin wäre, wurde dies der Moment sein, wo sie ‚Junior‘ kalt machen würde. Aber sie war nun einmal keine. Nur jemand der es aufgegeben hatte, die auf Abwegen gekommenen Hände und Lippen ihres Begleiters abzuwehren.

„Es ist schon spät. Mr. Piedmont und ich würde gerne zu meinem Apartment zurückkehren. Es gibt Leute, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen.“

Mit diesen Worten erhob sich die junge Frau und musste sich an der Tischkannte festhalte, da sich der Raum etwas drehte. Daniel verzog leicht angesäuert das Gesicht. Er hatte sich von diesem Abend mit dieser bezaubernden Frau mehr erhofft. Daher war er auch bereitwillig für seinen Vater eingesprungen. Nun gut, dann sollte es heute Abend eben nicht sein, Doch würde er heute nicht alleine ins Bett gehen. Für seinen Geschmack war der Abend noch ‚jung‘ und es würde sich schon eine weibliche Begleitung in einer der vielen Clubs finden.

„Bitte erlauben Sie mir, Sie nach Hause zu bringen. Das ist das wenigste was ich tun kann. Da Sie mein Vater sozusagen versetzt hatte. “

‚Junior‘ wieder ganz der Gentleman, half Jack in ihr Cape setzte sein entwaffnetes Lächeln auf. Hart blickte in seine eisblauen Augen und nickte. Auf die Leibwächter wartend, die von ihrem Chef erst einmal geweckt werden mussten, wartete Jackeline an der Eingangstür zum Lokal, als sich ihr Comlink meldete. Sie fingerte es aus ihrer Handtasche und schaute auf das Display: Es war Piedmont Senior. Verwundert nahm sie das Gespräch entgegen. Der alte Mann entschuldige sich noch einmal bei ihr und lud sie zum Lunch in sein Haus ein. Dort könnte man in dann alles Weitere Bespreche. Jack nahm die Einladung dankend an. Nachdem das Gespräch beendet war, verstaute sie das Com wieder in die Tasche und drehte sich zu ‚Junior‘ um. Der, leicht schwankend und mit den Leibwächtern im Schlepptau zu ihr aufschloss. Gemeinsam verließ man das Lokal und Daniel brachte Jack zu ihrem Apartmenturm. Dort verabschiedete man sich mit freundlichen Worten und Handkuss und jeder ging seiner Wege.

Am nächten Morgen

Jack saß verkatert in ihrem stickigen und schmuddeligen Büro. Vor sich hatte sie ein Glas Wasser und Alkazelser. Sie hatte gestern Abend nicht viel getrunken aber der süße wein hatte es in sich gehabt. Die junge Frau blickte von einem der Datapads auf, als sich ihr Com meldete. Eine verschlüsselte Nachricht von Captain eines der Frachter. Sie wären im System soeben angekommen und wartete auf die Übermittlung der Frachterkennungen. Sofort machte sich Hart daran, die Daten zu übermitteln und gab dem Captain die Koordinaten zu den Hangerbuchten der Angel-Logistik. Man würde sich dort treffen, um den nächsten Teil der Mission u besprechen.
Nun war es aber an der Zeit, sich mit Walther Piedmont zu treffen und um endlich den Kaufvertrag unter Dach und Fach und bekommen.

Das Haus der Piedmonts lag in den Hügeln außerhalb der Stadt und glich eher eine Festung als einem Wohnhaus. Das Essen war vorzüglich und der Abschluss zum Erwerb der Hyperraumtechnologie war zum Abschluss gebracht worden. Nun befand sich Jack auf dem Weg zu den Hangerbuchten der Angel-Logistik, denn der Transport sollte so schnell wie möglich von statten gehen.



Esseles / Hangerbuchten der Angel-Logistik – Jackeline Hart und NPC`S
 
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[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Turbolift | allein ]

Ziemlich träge bewegte sich der rauchgraue Sternzerstörer der Victory-II-Klasse an dem unbelebten Trabanten, der sich in einer Umlaufbahn um Esseles bewegte, vorbei. Dabei feuerten die mächtigen Turbolaser der Backbordseite auf den trostlosen Himmelskörper. Ein grüner Blitz nach dem anderen drosch erbarmungslos auf die öde Oberfläche nieder. Binnen weniger Sekunden verschwanden ganz plötzlich alte Krater, um von neuen, zum Teil viel tieferen ersetzt zu werden. Jedoch konnte man bei diesem Standardmanöver hier und da erkennen, dass der Mannschaft noch ein bisschen die Routine fehlte. Denn ein Teil der grünen Schüsse verfehlte das geplante Ziel – meilenweit. Nach einer Weile setzte das betagte Kriegsschiff zu einer gemütlichen Wende an, um im Anschluss die Kanoniere der Steuerbordseite allmählich dem Mond zuzuwenden.

Im Inneren der „Pandora“ hörte man maximal das Dröhnen der mächtigen Turbolaser – jedenfalls in den oberen Decks, knapp unter der massiven Schiffshülle. Irgendwo im Inneren des uralten Victory-II-Sternzerstörers bekam man von dem Manöver nicht mehr viel mit. Höchstens die gähnende Leere auf den langen Gängen war ein deutliches Anzeichen dafür, da während solcher Übungen sämtliche Kampfstationen stets besetzt sein mussten. Somit konnte sich niemand auf den endlosen Korridoren oder in der riesigen Mannschaftsmesse aufhalten. Mit strenger Stimme übermittelten momentan die Unteroffiziere die einzelnen Befehle der Brücke an die feuernden Kanoniere. Dementsprechend war dort der meiste Lärm zu finden. Jeder einzelne Schütze bemühte sich um eine gute Quote.

Zischend kam der Turbolift zum Stehen. Toji Murata, Kommandant der „Pandora“, konnte nicht an der Beaufsichtigung dieser Übung teilnehmen, da ihn kurz vor Beginn Doktor Ming Tau, die eifrige Leiterin der Krankenstation an Bord, um Hilfe gebeten hatte. Offenbar gab es ein winziges Problem mit dem Befehlshaber der Navy Troops, Second Lieutenant Thrass. Schweigend machte der Captain einen Schritt aus der ziemlich schmalen Kabine. Sofort stieg ihm der penetrante Gestank von Bacta, Medikamenten und Sterilität in die Nase. Er konnte sich dagegen nicht wehren. Mit jedem weiteren Luftholen drang der Gestank tiefer und tiefer in seinen Körper ein. Innerlich hasste er diesen Ort – so wie jedes andere Krankenhaus in der gesamten Galaxie auch. Doch er musste zu Doktor Tau. Als Kommandant war er der Herr auf dem Schiff. In Streitfragen war stets er der Richter.

Klackend hallten seine Schritte durch den Korridor. Helles Licht fiel von der Decke auf seinen Kopf nieder. Eine strenge Miene zeigte sich. Trotz allem sah man ihm die Müdigkeit an. Rasch versteckte er ein Gähnen hinter dem rechten Handrücken. Konnte er nicht irgendwie die Müdigkeit aus seinem Bewusstsein streichen? Irgendwie musste er Ruhe finden, wenn er keine Fehler machen wollte. Der Imperiale ließ seine Gedanken um diese Problematik kreisen. Doch auf die Schnelle fand Toji keine befriedigende Antwort. Stets ergaben sich neue Berge an Schwierigkeiten und Fragen. Mittlerweile hatte der Kommandant der „Pandora“ den Eingang zur Krankenstation erreicht. Begleitet von einem leisen Zischen öffnete sich die Tür und er trat ins Innere. Selbstverständlich kam ihm dabei ein noch stärkerer Schwall an Bacta entgegen. Säuerlich verzog Toji das Gesicht, bevor er seelenruhig durch die Aufnahme zu einem der Behandlungszimmer ging. Darin warteten die in Weiß gekleidete Ming Tau, ein nervöser Pfleger sowie der mürrische Chiss auf ihn.

Thrass saß auf einer ziemlich harten Behandlungspritsche. Auf Anhieb erkannte man das geschiente Bein bei ihm, da er ein mit Bacta gefülltes Gefäß an dieser Stelle tragen musste. Unentwegt glühten seine Augen vor Zorn. Säuerlich wirkte die bläuliche Miene, die sonst keinerlei Regung zeigte. Der anwesende Pfleger hatte sich gleich neben den Second Lieutenant positioniert. Zwar schien der Kerl ein Muskelprotz zu sein, aber trotzdem sah man ihm den Respekt an, den er schon allein bei Thrass' purer Anwesenheit zu verspüren schien. Zuletzt fiel Tojis Blick auf die Ärztin. Doktor Tau wirkte in diesem Moment relativ ruhig. Streng musterte sie den Chiss, schien aber das Eintreten des Captains bemerkt zu haben. Irgendwie hasste der Imperiale solche Schlichtungen. Über dreißig Personen und knapp einhundert Medi-Droiden verfügte die Krankenstation der „Pandora“. Da sollte es, laut seiner Meinung, doch möglich sein einen Patienten unter Beruhigung zu stellen. Doch nun war er da – und ohne Resultate konnte er nicht gehen.


„Nun, Sie wollten mich sprechen Doktor Tau?“, brach er das Schweigen.

[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau, Thrass und einem Pfleger ]

[OP: Als Grundriss kann man gern folgenden nehmen: Krankenstation ]
 

[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau, Pfleger und Thrass ]


Es gab einfache und schwierige Patienten, wobei Thrass zu den schwierigen gehörte, die am besten noch mit dem Kopf durch die Wand rannten, damit sie durchkamen mit ihren fixen Ideen. Ming hatte schon einiges erlebt in im Laufe ihrer Laufbahn als Ärztin, deshalben waren ihr Verhaltensweisen wie jene des Chiss nicht unbekannt. Vernunft war etwas, was sehr schnell zurückgestellt wurde, wenn es um Ehre und Pflichtgefühl ging. Allerdings vergaßen die Verletzten dabei recht oft, dass die Gesundheit Vorrang besaß, besonders wenn es um Tätigkeiten ging, die wie hier auf der Pandora, in einer Einheit, sehr viel verlangte. Ming konnte den Nichtmenschen verstehen, sie wusste wie es in einem solchen Mann aussah, deren Abstammung einiges mit sich brachte. Das Volk der Chiss konnte durchaus Arrogant sein. Sie besaßen Prinzipien, die Ming ebenfalls kannte und ihrer Meinung nach sollte jeder so handeln wie es im beliebt. Mit einer einzigen Ausnahme, wenn es um ihr Gebiet ging, verstand sie keine Spaß, dann interessierte sich auch keinerlei Kultur. Obwohl sie zu einem exotischen Volk gehörte, deren Traditionen kannte, hielt sie sich nicht an jene. Sie war modern, zwar akzeptierte sie es, wenn viele ihres Volkes auf ihren Traditionen beharrten, doch sie selbst tat dies nicht und sie mochte es nicht sonderlich, wenn versucht wurde etwas durchzusetzen, wenn sie wusste, dass dem völliger Unsinn war. Innerlich konnte sie nur den Kopf schütteln über Thrass, dessen finstere Mine ihr nur allzu deutlich machte, dass er sich nicht umstimmen lassen würde. Wenn es nach ihr gegangen wäre hätte sie ihn vorläufig seines Dienstes enthoben, nur wusste sie nicht wie weit sie unter dem neuen Kommandanten gehen konnte. Von daher war es besser nicht zu viel zu wagen, sondern vorerst klein anzufangen.

Die Ärztin warf einen kurzen Blick ihrem Pfleger zu, der leicht besorgt aussah, was sie verstehen konnte, wobei sie wusste, dass seine Sorge ihr galt und nicht dem Chiss. Dr. Tau hoffte, dass der Captain auf dem Weg hier her war, andernfalls konnte sie gut auf die Idee kommen Thrass den Schädel einzuschlagen, damit er auf Fälle bleiben musste.

„Second Lt. sie bleiben sitzen, oder ich sorge dafür, dass sie erleben wie nett ich sein kann. Dies ist ein Befehl.“

Der mürrische Blick wurde noch mürrischer, aber er blieb wo er war. Unmerklich schüttelte Ming den Kopf. Dieses Schiff beherbergte unzählige Offiziere und Mitglieder. Sie kannte jede Krankenakte aus dem Ff, wenn man die neuen einmal raushielt. Die Ärztin stand noch immer vor ihrem Patienten als der Captain eintrat und sie ansprach. Die junge Exotin nickte, dann sah sie ihren Vorgesetzten an.

„Sir, Second Lt. Thrass ist der Ansicht sich über meine Ärztliche Anordnung stellen zu müssen. Er möchte keinesfalls einsehen, dass er in seinem jetzigen Zustand nicht zurück in den aktiven Dienst darf. Ich habe ihm versucht zu erklären welche Risiken es mit sich bringen würde, sollte er sich gegen meine Anordnung stellen und ich habe ihm ebenfalls klar gemacht, dass ich es nicht dulden werde sollte er meinen Anordnungen zuwider handeln.“


Sie warf Thrass einen kurzen, aber auch sehr ernsten Blick zu.

„Da er weder meine Anordnungen respektieren will, noch sich kompromissbereit erklärte sehe ich keinen anderen Ausweg als sie hinzu zu ziehen.“

Mings braune Augen trafen Tojis, wobei die Ärztin inständig hoffte, dass der Captain ihre Ansicht teilte, wobei sie dies schon glaubte, und somit ein Machtwort sprach. Für sie war dies nicht unbedingt unangenehm, wenn sie sich allerdings auch eine andere Vorgehensweise gewünscht hätte.

„Ich bin sehr versucht Second Lt. Thrass vorerst seines Dienstes zu entheben.“

Damit hatte sie es zur Wort gebracht, nun lag es am Captain darauf zu reagieren. Ihr entweder zuzustimmen oder eine andere Lösung zu finden. Wobei Ming hoffte, dass Toji durch seinen Entschluss aufwies wie weit sie gehen durfte, im Notfall auch konnte. Sie hatte nicht wirklich die Lust sich in die Nesseln zu setzen, nur weil es vielleicht Meinungsverschiedenheiten geben konnte. Besser war es zuvor Absprachen zu treffen.

[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau, Thrass und einem Pfleger ]
 
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Gats Arturo war als Captain der imperialen Armee niemand, der vor Situationen oder Wesen zurückschreckte. Er hatte keinerlei Furcht - egal bei welcher Gelegenheit. Hier kam ihm - auch wenn er es nicht so sah - möglicherweise die harte Kindheit unter der bisweilen eisernen Faust eines mandalorianischen Kopfgeldjägers zu Gute. Andererseits versteifte er sich stets bei jedem Gedanken an seine Abstammung, an seine Herkunft. Der Umstand jedoch, dass eine zierliche kleine Person wie Lerina To'lag, Lieutenant an Bord des Sternzerstörers 'Pandora', ihn durch ein paar Annäherungsversuche derart aus dem Konzept gebracht hatte, ließ ihn ein wenig an sich selbst zweifeln. Natürlich war es keinesfalls mangelnde Erfahrung oder Schüchternheit, nein es war schlichtweg die Summe aus der Allgegenwärtigkeit familiärer Probleme. Er war nie im Streit von Zuhause gegangen, hatte sich jedoch auch seit fünf Standardjahren nicht mehr gemeldet. Mit keinem Sterbenswörtchen. Und die bloße Präsenz einer Person, die Wert auf ihre Wurzeln legte, die denen von Gats gleich kamen, führte ihm sein eigenes familiäres Unvermögen auf. Oder die mangelnde Empathie diesbezüglich. Ohne Frage ehrte ihn diese Verehrung - oder besser - dieses Verliebtheit, wenngleich er kaum nachvollziehen konnte, wie sich jemand sich dermaßen schnell in jemanden verlieben konnte, den man nicht kannte. Aber die Galaxis war tief und sonderbar - so konnten es auch seine Bewohner sein. Dennoch behielt sich der Armee-Captain eine gewisse Skepsis vor. Aber davon musste er ja Lerina To'lag ja nicht unbedingt erzählen. Ihr Feuer im Blut hatte sie ja bereits mehrfach angedeutet.

"Nun, Lerina, sagen wir einfach, es ist schlecht gelaufen. Vielleicht sollten wir .. wesentlich ruhiger beginnen. Und etwas distanzierter. Ich meine ... diese Gefühle sind schon etwas überraschend. Aber das Thema ist vielleicht nicht der richtige Auftakt. Hi, ich bin Gats Arturo ..."

Mit einem fröhlichen Lächeln reichte der breitschultrige Mann von Concord Dawn der jungen Frau die Hand, welche sie auch ohne Umschweife ergriff. Es lag Captain Arturo fern, es sich mit dem Lieutenant zu verscherzen. Aber er wollte auch keine unnötig aggressive Spannung aufrecht erhalten. Dafür war er selbst zu karrierefixiert und ihm stand der Sinn nicht wirklich nach den üblichen Problemen durch Beziehungen. Und genau das galt es, der Offizierin beizubringen. Auf eine möglichst schmerzlindernde Art und Weise.

"... ich bin Captain der Armee, dreißig und stamme von Concord Dawn. Meine Vergangenheit ist eine Art rotes Tuch, über das ich nicht gern sprechen möchte. Nun ja ich bin recht neu an Bord der Pandora und versuche mich gerade zu akklimatisieren. Ja, das ist erstmal ein Schnellabriß. Achso .. ich mag Mondspaziergänge an Bord eines Sternzerstörers, halte das Kombüsen-Essen für feinst-exquisite Küche und finde es toll, zusammengepfercht mit schnarchenden Soldaten zu hausen."

Natürlich waren gerade die letzten Aussagen alles andere als ernst zu nehmen. Aber es war die Art und Weise von Gats, mit gewissen Komplikationen umzugehen. Ab und an konnte eh ein wenig Humor nicht schaden. Soviel war mal sicher. Natürlich konnte er nicht genau sagen, wie seine Gesprächspartnerin darauf reagieren würde. Andererseits war es nicht unbedingt falsch, sich hier ganz offen und ehrlich zu geben. Immerhin war sie ja interessiert am großgewachsenen Offizier. Und da war es nur fair, sich natürlich zu benehmen. Als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung. Aber um nicht den Eindruck zu vermitteln, Lerina verspotten zu wollen, ergänzte er in ernsterem Ton einige Sätze.

"Aber Lerina, ich würde mich freuen wenn wir erstmal ganz ruhig und normal beginnen könnten. Einfach erst einmal kennenlernen. Immerhin bin ich hier an Bord auch noch recht fremd. Vielleicht magst Du mir ja die Sehenswürdigkeiten an Bord der Pandora zeigen, hm?"

Und das meinte der Offizier so, wie er es sagte. Ohne Umschweife kam er wieder einmal zum Punkt. Ob es klug war? Nun, so war Gats nun mal. Er gab sich gern offen, ehrlich und direkt. Das war auch ein Grund, weshalb er großen Zuspruch bei seinen Männer erhielt. Er war nicht aufgesetzt, besaß kein affektiertes Verhalten. Er war er. Gats Arturo, der Armee-Captain mit Wurzeln auf Concord Dawn.


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Zum Glück fing er endlich an zu sprechen, was bedeute, dass sie ihren Gedanken Einhalt gebieten konnte. Andernfalls wäre sie noch auf die Idee gekommen ihn doch noch zu überfallen und diese Taktik war alles andere als ratsam. Lerina musste leicht grinsen, als Gats ihr sagte, dass sie es wesentlich ruhiger beginnen sollten. War dies ein gutes Zeichen? Eines was bedeutete, dass sie die Chance bekam doch noch bei ihm zu landen? Schön wäre es auf alle Fälle. Etwas distanzierter. Na gut, dies passte zwar nicht so wirklich zu ihr aber ihm zuliebe tat sie es, wenn es bedeutete, dass sie ihn dennoch für sich beanspruchen konnte. Ihre Gefühle waren also überraschen. Tja vielleicht für den ein oder anderen, für sie waren sie auch ein wenig überraschend, aber wenn man ehrlich war, es gab weit aus ungewöhnlichere Dinge im Leben als dies. Als nächstes stellte er sich als Gats Arturo vor. Sein fröhliches Lächeln machte ihn umso attraktiver, dann reichte er ihr seine Hand und Lerina nahm jene entgegen. Als nächstes erklärte er, dass er ein Captain der Armee sie, dreißig und von Concord Dawn stammte. Seine Vergangenheit war eine Art rotes Tuch, über welches er nicht gern sprechen wollte. Lerina musste noch mehr lächeln. Er war noch neu an Bord dieses Schiffes und versuchte sich gerade zu akklimatisieren. Bei den nächsten Worten musste sie lachen. Dies meinte er keinesfalls ernst, aber sie würde sich einen kleinen Spaß daraus machen.

Gats bat darum wenn sie erst einmal ruhig und normal beginnen könnten. Sich einfach kennenlernen. Nett, durchaus. Die Sehenswürdigkeiten zeigen? Sicher, wenn er darauf bestand warum nicht, wobei Sehenswürdigkeiten ein wenig anders aussahen. Einen Rundgang würde sie ihm allerdings gern geben wenn er wollte.

„Nett dich kennen zu lernen. Lerina To’lag, Lt. auf diesem Schiff, tätig im Nachtdienst an der Kommunikation. Ich bin neunundzwanzig, stamme von Mando’a. Gleichstand was das rote Tuch angeht bezüglich der Vergangenheit. Im Gegensatz zu dir Diene ich an Bord dieses Schiffes schon einige Jahre. Mondspaziergänge lassen sich mit Sicherheit einrichten. Was das Essen angeht, da kann ich sicherlich dafür sorgen, dass es exquisiter wird.“

Sie grinste breit.

„Eingesperrt sein mit einem Haufen Kerle die Schnarchen ist Musik, besser als jede Oper. Klar, dann alles ganz ruhig, langsam und sachte. Aber eines sollte ich wohl vorher erwähnen, ich bin keine Frau, die, nun ja, es ist nicht meine Art mir ewig lange Zeit zu lassen. Sprich, ich weiß was ich will und darum kämpfe ich auch.“

Lerina ließ erneut ein Grinsen über ihre Lippen gleiten.


„Sehenswürdigkeiten. Kommt drauf an was du sehen magst. Die Cantina hier kennst du ja. Ebenfalls die Trainingsräume. Gibt einige Winkel die ich dir zeigen kann, wann immer du möchtest. Ich kann dir gern einen ganzen Rundgang geben. Was würdest du denn als erstes sehen wollen sobald sich die Zeit dazu ergibt?“

Sie sah ihn fragend an, wobei ihr noch etwas einfiel.

„Ach ja, wenn du in deiner freien Zeit Lust und Zeit hast, dann würde es mich freuen, wenn du mir Kampfunterricht gibst. Es ist zwar nicht so, dass ich mich nicht verteidigen kann wie du gesehen hast, aber schaden kann es nie. Eine Frage allerdings quält mich dennoch, ich hoffe ich trete dir nicht zu nahe, aber bist du verheiratet? Wenn dem nämlich so ist hätte ich glaube ich ein Problem.“

Ein leises brummeln wurde laut und Lerina wurde leicht rot. Hier hatte wohl jemand Hunger und dies war ganz eindeutig sie. Meine Güte, dabei hatte sie ein kleines Frühstück zu sich genommen. Nun ja egal, hoffentlich hatte Gats nicht bemerkt, dies wäre peinlich gewesen. Die Mandalorianerin blickte einen Augenglick zu ihrer Truppe, die weiter spielte und sich vergnügte. Ihnen war klar, dass Lerina so schnell nicht zurückkommen würde.

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Rand des Essesia-System - dem Planeten Esseles abgewandte Seite der Sonne - Ghost - Cockpit - Avery Johnson und Josey, Seth in seiner Kabine - In der Nähe auf der 'Plan-B' Hawke Kerosine

Da ihre Haare noch nicht ganz trocken waren, trug sie ihre dunklen Locken offen, so das sie wie eine Flut aus brauner Schokolade über ihren Rücken flossen. Aus den Augenwinkeln vernahm sie Ave, der jede ihrer Bewegungen förmlich aufsog. Nachdem sie ihm ein verführerisches Lächeln gescheckt hatte, griff sie nach dem Com, um Kontakt mit der ‚Interceptor‘, über einen verschlüsselten Kanal, aufzunehmen.

„Hier ist die ‚Ghost‘ Ich rufe die ‚Interceptor‘. Empfangen Sie mich? Hier spricht Captain Josephine Guavera.“

Doch war als Antwort nur das typische statische Rauschen zu hören.

Hinter Josey öffnete sich zischen die Tür zur Pilotenkanzel. Sie drehte sich halb um und erkannte Savan, der hinter ihr auf dem Sessel platzgenommen hatte.

„Darf ich Vorstellen: Unsere Verstärkung. Wie ich bereits zu Ihnen sagte, Mr. Thyne, wurde an alles gedacht. Sie werden sehen, wird ein Kinderspiel.“

Die Schmugglerin strahle Zuversicht aus doch in ihrem inneren war dies nicht der Fall, was man in ihren Augen ablesen konnte. Je näher sie ihrem Ziel kamen, umso mehr hatte sie ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend. Sie wandte sich erneut dem Schiffscom u, betätigte einen Knopf und wechselte zur Frequenz ihrer Kontaktperson um sich auch bei dieser zu melden. Kurz darauf erhielt sie die Frachterkennungen der Angel-Logistik und die Landekoordinaten. Dann nahm Josey erneut einen Frequenzwechsel vor und zwar zur Plan-B.

„Willkommen im Essesia-System, Hawke. Darf ich Ihnen unsere Rückendeckung vorstellen? Ich habe soeben unsere Frachterkennungen und die Landekoordinaten erhalten. Ich werde sie ihnen übermitteln.“

Mit diesen Worten drückte die junge Frau erneut einen Knopf und die erforderlichen Daten und Kennungen wurden zur Plan-B weitergeleitet. Nun versuchte Josey es erneut bei der ‚Interceptor‘ und wiederholte ihren Comspruch noch einmal. Angespannt wartete man auf die Antwort des Flaggschiffes. Unbewusst strich sich die Schmugglerin eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte leicht besorgt zu Ave.



Rand des Essesia-System - dem Planeten Esseles abgewandte Seite der Sonne - Ghost - Cockpit – Josey und Avery Johnson , Seth - In der Nähe auf der 'Plan-B' Hawke Kerosine und Marauder ›Interceptor‹ | Brückencrew] Captain Hugh Samson
 
[Essesia-System | Sonnennähe | dem Planeten Esseles abgewandte Seite | Marauder ›Interceptor‹ | Brücke] Captain Hugh Samson, Uliz Hammir, Brückencrew

»Captain, die ›Ghost‹ ist ins System eingetreten. Wir werden gerufen.« verkündete eine raue, tiefe Stimme über das Interkom.

Hugh Samson setzte den Kaffeebecher ab, dessen Inhalt ihn mit Koffein und Alkohol für einen ereignisreichen Tag rüsten sollte, und drückte den Zigarillo aus, der seiner Entspannung diente. Vorbei war diese kurze Pause, die er sich gegönnt hatte, und vielleicht die letzte des Tages. Nicht einmal gefrühstückt hatte er nach dem viel zu kurzen Schlaf.

»Antworten Sie nicht«, befahl er. »Tun Sie überhaupt nichts, das unsere Position verraten könnte. Es kann auch eine Falle sein. Scannen Sie die Schiffe, aber nur mit Passivsensoren. Ich komme.«

Schon während seiner Dienstzeit im Imperium war er gerne vorsichtig gewesen, aber als Korvettenkapitän der Black Sun musste man buchstäblich mit allem rechnen. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand von einer unzureichend geplanten Aktion Wind bekam und mit einer solchen Falle allzu selbstsichere Piratenkapitäne an den Galgen lockte.

Er stand auf und ging gemessenen Schrittes hinüber zur Brücke. Wieder hatte sich Uliz Hammir allzu bequem auf seinem Sessel eingerichtet und räumte diesen nur zögerlich und mit offensichtlichem Unbehagen.

›Überspann den Bogen nicht, arroganter Schnösel‹
, dachte Samson.


»Konnten Sie etwas herausfinden?« fragte er den feisten Aqualishaner am Sensorikpult.

»Die Schiffstypen stimmen, die Identifikationen passen zur ›Ghost‹ und der ›Plan-B‹, und sie haben eine Black-Sun-Chiffre für die Übertragung genutzt«, lautete die Antwort. »Scheint alles in Ordnung zu sein.«

Wenn es eine Falle war, dann jedenfalls eine gründlich vorbereitete.

»Sie rufen uns erneut, Captain.«

Samson nickte. »In Ordnung. Erwidern Sie den Kontakt - nur Audio.«

Er zeigte fremden Black-Sun-Mitarbeitern ungerne sein Gesicht. Man konnte ja nicht vorsichtig genug sein.

»Hier spricht Captain Hugh Samson, Kommandant der ›Interceptor‹«, sprach er, als die Verbindung hergestelltwar. »Miss Guavera, die Kavallerie ist bereit: Drei Korvetten und eine Jägerstaffel unter meinem Kommando. Ich hoffe für alle Beteiligten, dass Sie uns nicht brauchen. Ich schlage vor, wir warten hier im Sensorenschatten auf unseren Einsatz. Kommunizieren können wir per Schiff-zu-Schiff-Laser über eine passive Relaissonde, das ist abhörsicher und macht unsere Entdeckung sowie Ihre Entlarvung unwahrscheinlich. Sofern Sie keine anderen Pläne und Ideen haben, natürlich.«

[Essesia-System | Sonnennähe | dem Planeten Esseles abgewandte Seite | Marauder ›Interceptor‹ | Brücke] Captain Hugh Samson, Uliz Hammir, Brückencrew; Josephine Guavera über Komm
 
[Outer Rim | Hyperraum nach Essels | "Plan B" | Cockpit | Hawke Kerosine]

Die Reise nach Essles zog sich langweilend hin,sodass Hawke entschied etwas an seiner "Frachterpilotenrolle",für den Falle er würde sie brauchen,zu feilen.Zuerst hieß es die Kleidung wechseln,raus aus dem Anzug - hinein in eine schon recht abgetragene graue Hose,ein braunes Hemd und darüber eine schwarze ärmellose Weste.Natürlich war er so noch zu sauber also ging er,zwei Stunden bevor sie eintrafen in den Frachtraum,räumte ein paar Kisten um und machte sich dabei mal ein wenig schmutzig.Jetzt noch den coruscantischen Akzent und die Rolle war so gut wie Perfekt.
Er ging zurück ins Cockpit,drehte die Musik aus und entspannte etwas.Nach eine guten Stunde riss ihn das Signal,welches anzeigte das die "Plan B" gleich aus dem Hyperraum fallen würde,aus den abgeschwiffenen Gedanken.
Hawke nahm die Beine von den Amaturen und setzt sich aufrecht.Kaum da er so saß,gab es einene kleinen Rums und die "Plan B" fiel neben der "Ghost" in den Normalraum zurück.
Die Sonne des Systems blendete ihn hell und er ließ das Sonnenschott herunter.


„Willkommen im Essesia-System, Hawke. Darf ich Ihnen unsere Rückendeckung vorstellen? Ich habe soeben unsere Frachterkennungen und die Landekoordinaten erhalten. Ich werde sie ihnen übermitteln.“


Drang es von Josey aus den Lautsprechern.Hawke war durchaus überrascht die drei Schiffe zu sehen.

"Ja,doch,eine nette Überraschung die sie hier präsentieren Josey."

Er lehnte sich schmunzelnd zurück,speicherte den übertragenen Code ab und ließ den Navigationscomputer schoneinmal die Route zum Zielplaneten bestimmen.

[Essles System | Dem Planeten abgewannte Seite der Sonne | "Plan B" | Cockpit | Hawke Kerosine]
 
Rand des Essesia-System - dem Planeten Esseles abgewandte Seite der Sonne - Ghost - Cockpit – Josey und Avery Johnson , Seth - In der Nähe auf der 'Plan-B' Hawke Kerosine und Marauder ›Interceptor‹ | Brückencrew] Captain Hugh Samson

Aus den integrierten Lautsprechern des Schiffskommunikationssystem, knackte es einmal kurz und die Insassen der Pilotenkanzel vernahmen Hawkes Stimme, in der ein wenig erstaunen mitschwang.

"Ja, doch, eine nette Überraschung die sie hier präsentieren Josey."

Die junge Frau musste sich ein kleines Lächeln verkneifen. Kerosine war eben ein echter Corellianer, daran bestand keinen Zweifle mehr. Doch bevor Josey etwas erwidern konnte, knackte es erneut im Lautsprecher und eine etwas älter, männliche Stimme erklang.


»Hier spricht Captain Hugh Samson, Kommandant der ›Interceptor‹. Miss Guavera, die Kavallerie ist bereit: Drei Korvetten und eine Jägerstaffel unter meinem Kommando. Ich hoffe für alle Beteiligten, dass Sie uns nicht brauchen. Ich schlage vor, wir warten hier im Sensorenschatten auf unseren Einsatz. Kommunizieren können wir per Schiff-zu-Schiff-Laser über eine passive Relaissonde, das ist abhörsicher und macht unsere Entdeckung sowie Ihre Entlarvung unwahrscheinlich. Sofern Sie keine anderen Pläne und Ideen haben, natürlich.«

Sie hörte Ave leise Lachen, als das Wort ‚Kavallerie‘ viel. Auch Josey konnte sich ein kleines Lachen nicht verkneifen.

„Vielen Dank, Captain Samson. Ja, wollen wir das wirklich hoffen, dass wir Sie nicht brauchen werden. Nein, wir haben keine anderen Pläne, außer den einen, der Ihnen bereits bekannt ist. Da wir nun alle erforderlichen Informationen haben, werden wir uns nun auf den Weg machen. Ich habe die Frequenz der passiven Relaissonde eingespeist. Wir treffen uns in einigen Stunden wieder.‚Ghost‘ Ende.“

Damit war das kleine Rendezvous beendet. Während Ave die Landekoordinaten eingab und den Frachter ausrichtete, übermittelte Josey Hawke die Frequenz der passiven Relaissonde und gab ihm ein kurzes Update über das geführte Gespräch.

Gemächlich pflügten die beiden Frachter durch das den Weltraum und näherten sich gemächlich dem Planeten Esseles. Je näher sie kamen desto deutlicher wurde es, das es ‚KEIN KINDERSPIEL‘ sein würde. Im Orbit um Esseles konnte man ein reges Treiben der unterschiedlichsten Frachtern und Sternenschiffen ausmachen. Doch das eigentliche, große Problem, das Josey mehr als nur nervös machte, war der VSD. Die junge Frau machte einen Passivscann und der VSD stellte sich als die ‚Pandora‘, einem VSD II heraus.

„DAS ist gar nicht gut. Überhaubt nicht gut. Lasst uns die Technologie abholen und dann nix wie weg.“

Ihre Stimme war eine leichte Oktave höher als sonst und sie Schluckte schwer, als sie Ave auf die gesammelten Daten des VSD aufmerksam gemacht hatte. Sie konnte nur hoffen, dass alles ohne Schwierigkeiten ablaufen würde.

Schnell betätgte sie einige Knöpfe am Schiffkommunikationssystem und nahm mit der 'Interceptor' Kontakt über die passive Relaisonde auf. Zeitgleich gab sie die Frequenz zu Hawks 'Plan-B' ein, damit er mithöhren konnte:

"Hier spricht Captain Guavera. Ich rufe die 'Interceptor' Wir befinden uns im Landeanflug zu unseren Koordinaten. Unsere Frachter werden absofort die Kennungen der Angel-Logistik haben. Ich werde diese Ihnen übermittlen. Desweiteren übersenden wir Ihnen noch einige Daten, über die Schiffe, die hier im Orbit sich aufhalten. Einer davon ist ein VSD II, nach der Kennnung nach handelt es sich um die 'Pandora'. Sobald wir uns wieder auf dem Rückweg befinden, werden wir wieder mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Guavera Ende."

Josey übermittelte die gesammeteln Daten u. a. von der Pandora und deren Begleitschiffe, damit die 'Interceptor' und deren Begleitschiffe wussten, was sich ausserhalb ihrer Sensorreichweite abspielte.


Essesia-System - Esseles – Orbit / im Landeanflug/- Ghost - Cockpit – Josey und Avery Johnson , Seth - In der Nähe auf der 'Plan-B' Hawke Kerosine und Marauder ›Interceptor‹ | Brückencrew] Captain Hugh Samson im Sensorschatten
 
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[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau, Thrass und einem Pfleger ]

Eine unsichtbare, aber deutlich spürbare Spannung lag zwischen dem trainierten Chiss und der recht zierlichen Ärztin in der Luft. Für Toji war sie sogar fast greifbar, denn für eine ganz kurze Sekunde schien der Kommandant der „Pandora“ keine Luft zu bekommen. Doch schnell fasste sich der junge Flottenoffizier wieder, bevor jemand irgendeinen Verdacht schöpfen konnte. Mit ernster Miene ließ er seinen Blick zu seinem blauhäutigen Sicherheitschef wandern. Schweigend saß der Chiss auf der ziemlich harten Pritsche. Ein feiner Hauch von Grimm konnte man dabei in dessen – ansonsten sehr emotionslosen – Gesicht erkennen. Zudem funkelten dessen rote Augen angriffslustig. Bloß mit viel Mühe schien sich Thrass unter Kontrolle zu haben, da man gleichzeitig das bekannte Knirschen der Pritsche hören konnte als sich dessen Finger unbemerkt in die Oberfläche gruben.

„Sir, Second Lieutenant Thrass ist der Ansicht, sich über meine ärztliche Anordnung stellen zu müssen“, berichtete die Ärztin, nachdem sie sich einen knappen Augenblick gesammelt hatte. „Er möchte keinesfalls einsehen, dass er in seinem jetzigen Zustand nicht zurück in den aktiven Dienst darf. Ich habe ihm versucht zu erklären welche Risiken es mit sich bringen würde, sollte er sich gegen meine Anordnung stellen und ich habe ihm ebenfalls klar gemacht, dass ich es nicht dulden werde sollte er meinen Anordnungen zuwider handeln.“

Medizinischer Kram – damit musste sich Toji, als Kommandant an Bord der zuverlässigen, aber in die Jahre gekommenen „Pandora“, nun herumschlagen. Doch kein Seufzer glitt ihm über die Lippen – dank seines natürlichen Taktgefühls. Stattdessen ließ er seinen Blick erneut zwischen Doktor Tau und Thrass hin- und herpendeln. Mit einer entschlossenen Miene, die er für diesen Fall als äußerst angebracht sah, ruhte sein Blick zum Schluss auf dem Sicherheitschef. Seinem Beispiel schien auch Doktor Tau zu folgen, denn sie bedachte den Chiss ebenfalls mit einem kurzen Blick. Strenge lag in ihren hellen, braunen Augen. Bevor irgendjemand zum Sprechen ansetzen konnte, führte die Ärztin ihre bisherige Ausführung mit fester Stimme fort. Toji blickte sofort zu ihr als die ersten paar Worte seine Ohren erreichten.

„Da er weder meine Anordnungen respektieren will, noch sich kompromissbereit erklärte sehe ich keinen anderen Ausweg als Sie hinzu zu ziehen“, fuhr Doktor Tau fort und ließ dabei ihren strengen Blick auf dem anwesenden Kommandanten ruhen. „Ich bin sehr versucht Second Lieutenant Thrass vorerst seines Dienstes zu entheben.“

Man konnte deutlich hören wie der uniformierte Navy Trooper empörend nach Luft schnappte, weil seine Spezies ein ähnlich ausgeprägtes Pflichtbewusstsein besaß wie Tojis traditionelle Kultur. Sehr schwerfällig rutschte der Chiss von der harten Pritsche, federte etwas ungeschickt bei der Landung ab und richtete sich dann – vor den Augen des Captains und der Ärztin – bedrohlich auf. Mit einem Schlag war keine Spur von Grimm in dessen Miene zu erkennen. Dafür Hass und Verachtung. Man konnte hören wie Thrass die Luft durch die Nasenlöcher einsog, um sich zu beruhigen. Automatisch ging der imperiale Captain zwischen die beiden Parteien. Auch der Pfleger hielt sich bereit. Sah mit nervösen Blicken von seiner Chefin zu dem Patienten – und wieder zurück. In diesem äußerst kuren Moment schien man die vorhandene Spannung wirklich sehen und berühren zu können.

„Was maßen Sie sich an?“, zischte der trainierte Chiss, der sich anscheinend wieder gänzlich unter Kontrolle hatte. „Es ist meine Pflicht – und die meiner Männer – dieses Schiff zu schützen.“

Doktor Ming Tau hatte einen schwerwiegenden Fauxpas begangen. Bloß in Ausnahmefällen konnte das Personal der Krankenstation an Bord eines imperialen Kriegsschiffes solch eine Amtsenthebung allein vornehmen. Hingegen war es in der Regel die Aufgabe des Kommandanten dies zu tun. Kurz sah Toji zu der Ärztin. Ihr Eifer hatte sie zu dieser Handlung getrieben – da war sich der Captain im Moment ziemlich sicher. Doch er musste diese Schieflage augenblicklich korrigieren. Denn zur Zeit konnte er keinerlei Unruhen auf seinem Schiff gebrauchen. So gefiel ihm die Tatsache nicht, dass in der riesigen Mannschaft auch gewisse Teile der Parteien waren, die sich während des Zweiten Sith-Bürgerkriegs auf gegnerischen Seiten gegenüberstanden. Egal ob Chiss, Neimodianer oder einzelne Mandalorianer. Darum musste er nun – quasi mit chirurgischer Präzision – vorgehen. Besonders vor einer Reaktionen der anwesenden Ärztin.

„In erster Linie sollten wir uns alle beruhigen“, brach Toji sein Schweigen und wandte sich danach erst einmal dem Chiss zu. „Second Lieutenant, Ihr Platz auf der 'Pandora' ist selbstverständlich stets sicher. Kommen Sie in etwa einer Stunde in mein Büro und wir klären die Sache.“

Bei den letzten Worten sah der Mensch eindringlich in die roten Chiss-Augen. Thrass zögerte. Zwar schien ein Teil gehorchen zu wollen, aber der andere wollte noch ein bisschen weiter rebellieren. Es brauchte ein paar Minute bis der uniformierte Navy Trooper salutierte und dann – in Begleitung des unruhigen Pflegers – das Untersuchungszimmer humpelnd verließ. Damit waren die Ärztin und der Schiffskommandant allein. Noch einmal holte Toji in aller Ruhe Luft. Ließ sich etwas Zeit mit dem nächsten Schritt. Er brauchte nicht nur einen motivierten Sicherheitschef, sondern auch eine ebenso motivierte Leiterin der Krankenstation. In einem Rotationsprinzip von drei Schichten musste dieser Trakt auf dem Schiff genauso perfekt funktionieren wie der gesamte Rest. Unstimmigkeiten waren überall der Tod – besonders im All.

„Doktor Tau, bleiben Sie noch einen Moment“, sagte der Captain mit formeller Stimme, aber scharfen Unterton zu ihr. „Nur in echten Ausnahmefällen sollten Sie solch eine Drohung hervorbringen – und erst recht nicht ohne meine Zustimmung! Die Verantwortung über das ganze Schiff und dessen Besatzung liegt allein in meinen Händen. Sie kümmern sich primär um Ihren Bereich und überlassen solche Entscheidungen besser mir. Selbstverständlich zählt Ihre Meinung in Krankheitsfällen, aber so einen Alleingang will ich künftig nicht mehr sehen.“

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Bisher gab es keine Probleme. Nachdem alles gesagt war, brach Josephine Guavera die Verbindung ab und die beiden Frachter, die mittlerweile hiesige Kennungen trugen, setzten sich in Bewegung. Die Schmugglerin übermittelte Hugh Samson noch die Koordinaten einer Boje, die sie abzusetzen gedachte. Das war dem Captain sehr recht, denn sie konnte das während des Anfluges an den Planeten wesentlich einfacher und unauffälliger bewerkstelligen als er von der Rückseite der Sonne aus; wahrscheinlich hätte er dafür seine Deckung aufgeben und eine Entdeckung riskieren müssen. So jedenfalls war es besser.

Kurz darauf war die Boje in Position. Hughs Kommunikations-›Offizier‹, ein Vinsoth ohne jede Spur von Disziplin, Ehre, Professionalität oder Führungsqualitäten, die ihn Hughs Meinung nach zum Tragen der Bezeichnung ›Offizier‹ berechtigt hätte, richtete den Schiff-zu-Schiff-Laser auf die Boje aus, und Guavera tat das gleiche. Indem der kleine, von Sensoren quasi nicht aufspürbare Apparat die eingehenden Signale in die jeweils andere Richtung weiter leitete, war eine direkte Verbindung zwischen beiden Schiffen hergestellt, und da das Laserlicht im All nicht gestreut wurde, konnte man die Kommunikation nur dann entdecken, stören oder gar abhören, wenn man sich direkt in den Strahl bewegte - wodurch sie aber schon unterbrochen war. Eine sehr sinnvolle Form der Verständigung, die aber leider nur selten möglich war.

Bald schon kamen die ersten Messdaten der ›Ghost‹ herein. Der Aqualishaner bereitete sie auf und leitete sie an den Captain weiter. Was er da sah, überraschte ihn zwar nicht sonderlich, ließ ihm aber trotzdem das Blut in den Adern gefrieren. Ein Sternenzerstörer der Victory-II-Klasse hing über dem Planeten. Wenn es Probleme während des Einsatzes gab, mussten sich die Korvetten also auf die eine oder andere Weise mit einem Schlachtschiff auseinander setzen, das schon alleine stark genug gewesen wäre, es mit allen drei aufzunehmen.

Hugh Samson war mit diesem Schiffstyp ausreichend vertraut, hatte er doch selbst einmal auf einem Sternenzerstörer dieser Klasse gedient. Er wusste um die Stärken der VSD-II: Immense Feuerkraft und schiere Unzerstörbarkeit, und die Fähigkeit, auch bei schwersten Schäden noch zu großem Teil einsatzbereit zu sein. Ein Frontalangriff schied aus, selbst in der größten Verzweiflung hätte Captain Samson nicht so etwas Wahnsinniges befohlen. Er gehörte nicht zu der Art von Kapitänen, die lieber mit Schiff und Mannschaft untergingen, als eine Niederlage hinzunehmen. Aber er kannte auch die Schwächen der Victory-II-Klasse: Wie alle Kriegsschiffe dieser Größe, war auch die ›Pandora‹ vergleichsweise langsam und schwerfällig, eher eine gemächlich, aber unaufhaltsam schwebende Festung als ein bewegliches Vehikel. Für Abfangmanöver und Verfolgungen waren diese schweren Pötte völlig ungeeignet. Wenn man ein wenig acht gab, konnte man sie mit einer flinken Korvette wie der ›Interceptor‹ oder den beiden ›Starlights‹ leicht ausmanövrieren und so eine direkte Begegnung vermeiden beziehungsweise die Schäden auf ein Minimum reduzieren.

Mit der ›Pandora‹ allein wären sie gut zurecht gekommen. In diesem Fall musste man sich allerdings mit den beiden Jägerstaffeln herumschlagen, die ein solches Schiff für gewöhnlich trug. Und der VSD-II war auch nicht alleine hier, sondern wurde mindestens von einer Corona-Fregatte und einem corellianischen Kanonenboot eskortiert. Während das Kanonenboot schnell und wendig genug für eine Auseinandersetzung mit den Korvetten war, trug die Fregatte (die ebenfalls weit beweglicher als der Sternenzerstörer war) selbst nochmals zwei, vielleicht sogar drei Jägerstaffeln. Das bedeutete, dass mehr als genug Material vorhanden war, die Frachter und Korvetten zu Asche zu verwandeln, selbst wenn sie nicht wahnsinnig genug waren, sich mit dem VSD-II anzulegen.

Aber Samson war ohnehin nicht auf einen Frontalangriff oder eine Raumschlacht aus. Das war auch nicht seine Aufgabe hier. Er war hier, um sicherzustellen, dass die Frachter im Fall von Problemen heil entkamen. Dem Sternenzerstörer auszuweichen, musste ihnen eigentlich ohne seine Mithilfe gelingen; wenn nicht, konnte er sowieso nichts tun. Das bedeutete, dass die Aufgabe der Korvetten sich darauf beschränkte, die Fregatte, das Kanonenboot und vier bis fünf Jägerstaffeln von den Frachtern abzulenken und so lange beschäftigt zu halten, bis diese - hoffentlich mit der Fracht - im Hyperraum verschanden. Auch das war keine leichte, aber eine machbare Aufgabe, wenn man die Sache gut plante und seine Vorbereitungen traf. Immerhin hatten sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite und die Möglichkeit, Pläne zu machen, während die Imperialen improvisieren mussten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wie Samson aus zahlreichen Kämpfen wusste.

Sofort begann er, seine Pläne zu schmieden. Ihm standen drei wendige Korvetten sowie jeweils sechs Bomber und Jäger zur Verfügung. Keine schlagkräftigen Einheiten, aber zahlreich genug, um einige Verwirrung zu stiften. Daraus ließ sich etwas machen.


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[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Captain Murata, Thrass und einem Pfleger ]

Ming hatte das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen und irgendwie wurde dieses Gefühl noch schlimmer, auch wenn sie nicht sagen konnte warum. Tatsache war, dass sie durchaus etwas verzweifelt war, besonders da sie mit einem Leben kämpfte, bei dem sie langsam nicht mehr daran glaubte, dass die Chancen gut standen und nun musste sie mit einem beleidigten Chiss diskutieren, dessen Dickkopf es nicht zuließ zu erkennen, dass seine Gesundheit angegriffen war und er, sollte er sich durchsetzten können im schlimmsten Falle damit rechnen musste für seine Truppe nicht mehr tätig zu sein. Warum verdammt noch mal war sie überhaupt Ärztin geworden, wenn jeder glaubte sich über sie hinwegsetzten zu können. Sie hatte es nicht gern wenn ihre Autorität untergraben wurde und dennoch gab es immer wieder Patienten die genau dies meinten tun zu müssen. Vielleicht sollte sie dazu übergehen diese Patienten in Zukunft von der Station zu jagen, wenn sie der Ansicht waren alles besser zu wissen. Wer brauchte denn dann noch Ärzte!? Niemand. Die Rate der Todesfälle würde zwar in die Höhe schnelle, aber was machte dies schon. Das der Chiss die Frechheit besaß sie auch noch anzugreifen, nicht Körperlich so aber mit Worten, war etwas, was sie sich eigentlich nicht bieten ließ, doch in diesem Moment hatte sie genug. Sie hatte es satt sich anmachen zu lassen. Wenn jetzt nicht einmal mehr erlaubt war aus zu sprechen was man dachte, dann war das Universum verloren. Ming konnte aus dem Augenwinkel beobachten wie ihr Pfleger sich wappnete, sollte Thrass seine Chefin angreifen wollen. Toji ging selbst dazwischen, wobei er den Chiss runterholte, auch wenn Ming mehr als nur klar war, dass der Nichtmensch sie dafür verachten würde. Doch in diesem Augenblick war ihr selbst dies gleich. Sollte er doch meinen im Recht zu sein und von ihr aus konnte er sonst wie beleidigt, verletzt oder sonst etwas sein. Ming war froh als er verschwunden war, doch damit war die ganze Sache noch nicht ausgestanden, denn Toji bat darum noch mit ihr sprechen zu können. Die Exotin nickte und wartete. Doch was dann kam brachte Ming dazu ihn fassungslos anzusehen. Drohung, klar man konnte es so sehen auch wenn sie es nicht so gemeint hatte. Wusste er eigentlich war sie gerade durchmachte? Nein, wie auch, er befand sich ständig auf der Brücke. Wen interessierte es schon was eine dämliche Ärztin zu leisten hatte. Dies zählte nur wenn das Leben des Kommandanten oder wichtiger Brückenleute auf dem Spiel stand. Seine Belehrung traf sie hart, sie hatte mit Absicht nur gesagt was sie in dem Moment gedacht hatte, weil ihr irgendwo klar gewesen war, dass Toji nicht ihr alter Vorgesetzter war. Der Captain wies sie in ihre Schranken und Ming hatte das Gefühl als ob der Boden unter ihren Füßen sich öffnete um sie zu verschlingen. Sie hatte nichts weiter getan als ihm zu sagen wie sie sich fühlte, dies war alles und er machte daraus etwas … Ming hielt inne, dann musste sie sich auf die Pritsche setzen, während ihr noch immer Fassungsloser Blick den seinen traf.

„Bei allem Respekt Sir, ich habe in diesem Moment nur ausgesprochen was ich gedacht habe, mehr nicht. Ich hatte keinesfalls die Absicht ihn seines Dienstes zu entheben, denn mi war durchaus klar, dass sie ein Wörtchen mitzureden haben.“

Sie schüttelte den Kopf. Dies war alles einfach nicht zu fassen.

„Ich kämpfte mit dem Leben einer jungen Frau, deren Chance überhaupt zu überleben sich gerade mal bei fünf Prozent befindet. Ich kämpfe tagtäglich darum sie nicht zu verlieren, schlage mir die Nächte um die Ohren um eine Lösung zu finden und dann kommt ein dahergelaufener Navy Trooper, der glaubt mit seiner Gesundheit spielen zu können wie es ihm beliebt. Ich habe Verantwortung gegenüber meinen Patienten, gegenüber dem Eid den ich als Ärztin geschworen habe und nun ist dies auf einmal alles unwichtig. Ich bin nicht Ärztin geworden um mich von meinen Patienten vorführen zu lassen sondern um zu Helfen.“

Ming erhob sich von der Pritsche. Sollte er ihr doch den Kopf dafür abmachen wenn er meinte. Sie war übermüdet und gleichzeitig nagte das Versagen an ihr. Sie musste sich von einem Chiss bedrohen lassen, fing sich vom Captain eine Rüge ein, dessen Anklag in Ordnung war aber auch anders hätte ausfallen können. Wer war sie denn hier? Der Idiot, der sich alles gefallen lassen musste und von jedem?

„Nehmen sie es mir nicht übel Captain, aber in der jetzigen Situation habe ich das Gefühl nicht nur versagt zu haben sondern auch als Idiot dazu stehen. Ich habe es ebenso wenig gern wie sie, wenn meine Autorität untergraben wird, was Second Lt. Thrass bereits getan hat. Wie auch immer, vielleicht können wir klar stellen wie ich in Ausnahmefällen zu agieren habe, denn dies weiß nicht. Sie sind neu an Bord dieses Schiffes und sie handhaben die Führung auf ihre Weise. Ich möchte keine Missverständnisse oder Probleme, von daher würde ich es gut finden, wenn sie mir einfach sagen was sie sich vorstellen und wie weit ich gehen kann. Leider hatten wir bisher nicht wirklich die Gelegenheit darüber zu sprechen.“

Ming hatte die ganze Zeit über höflich gesprochen, dennoch hörte man an ihrer Stimme, dass sie dies alles sehr beschäftigte und mitnahm. Die Ärztin strich eine lose Strähne hinter das Ohr und seufzte dann leise.


„Es tut mir leid, sollten meine Worte all zu hart gewesen sein. Ich mache ihnen kein Vorwurf, sie tun ihre Arbeit und diese tun sie gut. Sie müssen den Respekt der gesamten Mannschaft verdienen und dies gestaltet sich nicht immer leicht. Ich bin nicht blind, mir ist sehr wohl aufgefallen, dass etwas nicht gänzlich in Ordnung ist. Reden wollen sie scheinbar nicht darüber. Ich bin keine Counselor so wie Lt. Commander Akaji, aber ich weiß sehr wohl, was es bedeutet wenn jemand besorgt ist.“

[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Captain Murata ]
 
[Hyperraum nach Esseles – Accuser of Light – Brücke] – Captain Dalmascae & Besatzung

Der Hyperraumflug nach Esseles gestaltete sich als genau so reibungslos wie Jade sich das von ihrem Schiff und ihrer Crew erwartet hatte. Die schwarzhaarige Kommandantin des Sternenzerstörers der Imperial II Klasse wachte seit ihrem Abflug über die Brückenbesatzung. Und das in mehr als nur einer Hinsicht. Denn während der wachsame Blick ihrer kristallgrünen Augen über die einzelnen Mannschaften glitt, hatte sie sich einmal mehr dazu bewegt Übungen der diversen bisher von ihrer Mentorin erlernten Techniken zu vollziehen. Die Wahrnehmung mit diesen übernatürlichen Sinnen war faszinierend. Alles wirkte so unglaublich... durchlässig. War aber zugleich so überzeugend fest, dass man rätseln musste ob man es mit einem Gebirgsmassiv oder einer Durastahlpanzerung zu tun hatte. Nachdem sie allerdings einige Stunden mit den unterschiedlichsten Übungen zugebracht hatte, hatte sich ihre Ausdauer beträchtlich erschöpft und weitere Aktionen im Bereich der Machtanwendungen wurden obsolet. Jade beendete sie daher, bevor sie sich so weit erschöpfte, das andere körperliche Reserven aufgebraucht wurden und sie ihren Dienst nicht weiter ausführen konnte. Gedanklich schweifte sie, während noch einiges an Zeit blieb, weiter ab und sinnierte über den fein gearbeiteten zylindrischen Körper, den Elysa in ihrem Besitz hatte. Ihr Lichtschwert. Wenngleich Jade weitaus mehr von einem Turbolaser und dessen destruktiver Kraft und Symbolwert hielt, konnte sie sich nicht der Anziehungskraft und der Aura der Erhabenheit, die diese Energiewaffen der Machtnutzer zu umgeben schien, entziehen.

Ob sie auch solche eine Waffe erhalten würde? Oder würde sie sich gar selbst eines bauen? Bei Gelegenheit sollte sie ihre Mentorin darauf ansprechen. Vorzugsweise der nächsten Trainingseinheit die sie abhalten würden, sobald sie ins Coruscant System zurückgekehrt war. Die Gedanken an ihre Ausbildung in den Wegen der Macht beiseite schiebend, widmete sich die Kommandantin des Schlachtschiffs den Statusmeldungen, die nach und nach auf ihre Konsole übermittelt wurden, als sich der rückfall in den Normalraum anbahnte. Abgesehen von minimalsten Fluktioationen im heckwärtigen Schildbereich, die innerhalb der zulässigen Paramter lagen gab es jedoch keine Abweichungen von der vollen Einsatzbereitschaft der Accuser of Light. Jade notiert sich jedoch die Meldung bezüglich der Schilde, beuaftragte ihre Bordeinheit des technischen Bereichs mit einer intensiven Wartung und verlangte einen Bericht der ihr persönlich übermittelt wurde. Sollten die Fluktuationen bestehen bleiben, zog sie – duldbar oder nicht – eine Überholung der Schildgeneratoren, wenn nicht gar einen Austausch in Betracht. Während sie sich später in Überlegungen verfing, wie lange das wohl zu einem Aufenthalt im Dock führen konnte, begann der Timer seinen Dienst und kündigte den unmittelbar bevorstehenden Rückfall in den Normalraum an.

Jade war von unterschwelligem, leichtem Stolz erfüllt, als sie ihren Blick über die einzelnen Besatzungsmitglieder wandern ließ, die sie von ihrem vorherigen Kommando, dem Dreadnought Creeping Death[ mit auf den Sternenzerstörer übernommen hatte. Mittlerweile hatte sich die Leistung deutlich gesteigert, da sich die einzelnen Teile der Besatzung aufeinander eingestellt hatten und besser miteinander funktionierten. Wenngleich das eigentlich kein Kriterium sein sollte um seinen Beruf auszuüben, war es doch die gängie Regel. Zufriedene und sich mit einander vertragende Angestellte, waren effizientere Arbeiter. Der Timer erreichte den Nullpunkt und von der Navigationssektion hörte man Halsey bekanntmachen, das die Accuser of Light aus dem Hyperraum austreten würde. Prompt begann der Tunnel in unzählige dünne Fasern aufzureißen, bis nur noch der typische, weiß besprenkelte Sternenhintergrund zu sehen war. Steuerbord und Backbord bo dem Bug der Accuser of Light waren die Bloodshed und die Hybris in den Normalraum miteingetreten. Noch exakt an den Positionen, an der sie sich befunden hatten. Zufrieden nickte die Kommandantin kaum merklich und erhob sich von ihrem Platz.


„Die beiden Kreuzer sollen eine Staffel starten, die als vorläufige Patrouille und Absicherung unserer kapitalen Schiffe dienen wird.“

Während die, die Kommunikationsbesatzung dirigierende Offizierin sich ihrer Aufgabe widmete, richtete sich Jade an eine weitere Gruppierung, die sich um die Navigation des mehrere Tausend Kilotonnen schweren Kriegsschiffs kümmerten.

„Lieutenant, bringen sie uns noch 12 MGLT weit ins System, dann beziehen wir vorerst Position.“

„Captain Dalmascae. Wir erhielten so eben Nachricht von Coruscant. Befehle von Vice-Admiral Nerethin und eine nur für sie bestimmte Nachricht, Ma'am.“

Mit einem Nicken begab sie sich zu ihrem fest verankerten Platz auf der Brücke, lud die beiden Nachrichten auf ihren Datenblock und studierte die beiden Dokumente eingängig. Bei ersterem handelte es sich um Befehle und Ermächtigungen, die eine Marauder Korvette – die Witch – unter ihr Kommando stellten. Angehängt an selbige war die Akte der Kommandantin und das bisherige Einsatzprofil des Schiffs. Bevor sie sich aber damit befasste, rief Jade die Nachricht auf die ihre Mentorin anbei mitgesandt hatte. Nur wenige Zeilen, die sie jedoch um eine, nach ihrem Einsatz erfolgende Evaluierung der Befähigungen der Kommandantin der Witch instruierte, auf die Jade jedoch kein gesondertes Augenmerk legen sollte. Die Kommandantin – Evette Yfera – sollte nicht auf hervorgehobene Weise, sondern im normalen Dienstablauf von ihr beurteilt werden. Jade schickte die Nachrichten an ihr persönliches Terminal in ihrem Quartier und behielt sich lediglich die Akte und das Verzeichnis der Marauder Korvette zur Hand. Für den Anfang rief sie allerdings nur das Einsatzverzeichnis der Korvette auf, das sich als kaum überraschend leer gestaltete. Aber wen wunderte das schon bei einer Kommandantin? Jade war ihr eigenes Glück das sie gehabt hatte nur allzu gut bewusst. Und so gesehen... die Akademiezeit war schlimm genug gewesen. Schnell die aufkeimenden Gedanken an den Grund ihrer zahlreichen Narben verdrängend richtete sie sich an Lieutenant Zenna Slayke.

„Öffnen sie einen Kanal zu unseren beiden Begleitschiffen und informieren sie Esseles das wir vorerst hier auf Verstärkung warten.“ Die Frau deligierte die Informierung des Planeten an einen Sub-Lieutenant weiter und stellte den Kanal zu den beiden Kreuzern persönlich her, nickte dann der Kommandantin der Accuser of Light zu als sie sprechen konnte.

„Commander Tan, Commander Ravenburg. Wir werden diese Position einhalten und auf weitere Verstärkung von Coruscant warten. Sie werden sich derweil um gründliche Scans, auch Tiefenscans des Systems kümmern. Ich will jedes Schlupfloch und jede favorisierte Zugangsroute in Erfahrung gebracht sehen. Wir bleiben vorerst kampf- und reaktionsbereit. Dalmascae Ende.“

[Äußerer Rand des Esseles Systems – Accuser of Light – Brücke] – Captain Dalmascae & Besatzung
 
.:: am äußeren Rand des Esseles-System | Schwerer Kreuzer "Hybris" | Brücke | Commander Vargo Tan samt Crew ::.


"Commander Tan, wir haben Order von der 'Accuser of Light' bekommen. Wir sollen uns um die Tiefenortung und Langstreckenscans kümmern."

Lieutenant Marah Helena, die Kommunikationsoffizierin der 'Hybris', gab die Befehle von Captain Jade Dalmascae pflichtbewusst weiter. Der Commander nahm all das zur Kenntnis und lauschte den wummernden Maschinengeräuschen des schweren Kreuzers. Erst vor wenigen Augenblick war das Kriegsschiff im Verbund mit dem Sternzerstörer und dem Dreadnaught aus dem Hyperraum getreten. Seinem vorherigen Befehl entsprechend entließ der Hangar die beiden TIE-Jäger Staffeln 'Schreck' und 'Pein', zur Sicherung der kleinen Flotte. Vierundzwanzig Jagdmaschinen mit ihren unverkennbaren Silhouetten flogen kreischend in die Schwärze des Alls. Mit einem Kopfnicken quittierte Commander Vargo Tan die Darstellung auf dem Holoschirm. Dann erhob sich der hünenhafte, charmante Flotten-Offizier. Die Befehle der Kommandantin der kleinen Flotte waren üblich und ordinär. Nichts besonderes. Aber immerhin war dies hier auch scheinbar eine sehr ... gewöhnliche Unternehmung. Mit einem recht harten Gesichtsausdruck blickte sich der Offizier auf der Brücke um. Sein stetes Verlangen nach reibungslosen Abläufen und effizientem Dienst sorgte für bisweilen gestrenge Mienen. Dann bellte der Mann von Vandor-3 seine Anweisungen.

"Sensorik, dem Befehl von Captain Dalmascae nachkommen. Tiefenraum-Überwachung. Weiterhin, Commander T'zam, berechnen Sie mir mögliche Fluchtrouten im System."

Der Fastmensch, ein Tevaaner, immerhin Herr über Sensorik und Navigation, nickte und widmete sich direkt wieder seinem Terminal. Commander I'val T'zam war dem Schiffskommandanten zwar aufgrund seiner Herkunft und Abstammung ein Dorn im Auge, konnte jedoch stets durch seine akkurate und zuverlässige Vorgehensweise punkten. Selten in seiner bisherigen Karriere hatte Vargo Tan einen derart fleissigen Offizier angetroffen. Und dennoch haftete die Tatsache, dass er kein Mensch war, wie ein abstoßender Makel an ihm. Innerlich schauderte der kommandieren Offizier und wandt sich ab. Der Anblick von Aliens löste seit jeher eine gewisse Abscheu in ihm aus. Und jetzt war nicht der rechte Ort, um über die Unzulänglichkeiten seiner Untergebenen zu sinnieren. Seine Aufmerksamkeit widmete sich den anderen Offizieren der Brücke. Allen voran seinem XO, Lieutenant Commander Jourek Fyarr.

"Lieutenant Commander, die TIE-Staffeln sollen den nahen Raum erkunden, dabei jedoch weiterhin als Geleitschirm dienen. Weiterhin erwarte ich erhöhte Einsatzbereitschaft. Captain Dalmascae scheint zu den vorsichtigen Vertretern der weiblichen Spezies zu gehören. Also erschrecken wir sie nicht zu sehr durch beeindruckende Manöver."

Der Commander machte wenig Hehl daraus, dass er Frauen in der Flotte oder Armee für fehlplatziert hielt. Sie waren tauglich für Küchenmissionen oder Fortpflanzungskampagnen. Ab und an stand auch eine erfolgreiche Eroberungs-Aufgabe zur Debatte. Doch letztlich waren Frauen eher ein Zeitvertreib. Und keinesfalls war es sinnvoll, ihnen wichtige Posten im Militär zu vermachen. Verdammte Vetternwirtschaft in den oberen Strukturen der Flotte. Verachtenswert. Er redete sich wieder einen chauvinistischen Rausch. Das war einerseits verständlich, andererseits karrierepolitisch nicht gerade klug. Die Antwort seines Stellvertreters half ihm aus der Bredouille.

"Zu Befehl, Commander."

Kaum das er in die Realität der Gegenwart zurückkehrte, stapfte der hochgewachsene Charismat zielstrebig auf einen der zahlreichen Sensorik-Auswerter zu. Sollten sich irgendwelche Überraschungen im System verborgen halten, würden die sensiblen Empfänger an Bord der 'Hybris' frühzeitig Alarm schlagen. Mit Hilfe selbiger sollte man also vor unliebsamen Gästen gefeit sein. Doch bisher gab es keinerlei Grund zur Besorgnis.

"Commander Tan, die 'Bloodshed' schleust ebenfalls eine Staffel Jagdmaschinen aus."

Das war nicht überraschend - ein klassischer Vorgang nach Protokoll. Vargo Tan liebte das Protokoll. Es machte ihn zwar einerseits kalkulierbarer, andererseits liessen sich so auch Fehlerquellen schnellstmöglich auffinden und analysieren. Und je mehr Fehler aus der Welt geschafft worden, desto effektiver konnte die Crew eines Schiffes arbeiten. Und Effektivität war eine höchst erstrebenswerte Eigenschaft in der Flotte.

"Danke, Commander. Halten Sie mich weiterhin über Vorkommnisse im System auf dem Laufenden. Und ermitteln Sie, welche Flottenstreitkräfte hier bereits Dienst tun. Eine Abstimmung mit selbigen wäre empfehlenswert."

Er ging davon aus, dass auch Captain Jade Dalmascae derart weitsichtig war. Wenn nicht, würde der Commander es noch erwähnen. Umsichtigkeit und Rücksicht waren nicht gerade bekannte Charakterzüge des Mannes von Vandor-3.


.:: am äußeren Rand des Esseles-System | Schwerer Kreuzer "Hybris" | Brücke | Commander Vargo Tan samt Crew ::.
 
[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau ]

Der penetrante Geruch von Bacta lag in der Luft. Mit jedem einzelnen Luftholen atmete Toji wieder und wieder diesen schrecklichen, fast unausstehlichen Gestank ein. Jedoch konnte er in diesem Fall nicht so einfach die Krankenstation des Schiffs verlassen, da die anwesende Ärztin, Doktor Tau, für eine längere Diskussion anscheinend bereit war. Zwar hatte sie sich erst einmal ganz vorsichtig auf die Untersuchungspritsche niedergelassen, aber ihr Gesicht sprach Bände. Der junge Captain konnte bei ihr förmlich sehen, dass seine Worte nicht das waren, was sie sich gedacht hatte. Wahrscheinlich hatte sie mit etwas mehr Unterstützung gerechnet. Doch man befand sich an Bord eines imperialen Kriegsschiffs – genauer der „Pandora“. Sie waren nicht Teil einer Rebellenmannschaft, die man von Mon Calamari gesandt hatte, um der Galaxie den Untergang zu bringen. Mit ruhiger Miene ließ der Flottenoffizier seinen Blick letztendlich auf der in Weiß gekleideten Ärztin ruhen.

„Bei allem Respekt, Sir“ – mit dieser kleinen Phrase begann stets jeglicher Ungehorsam gegenüber dem Vorgesetzten – „ich habe in diesem Moment nur ausgesprochen, was ich gedacht habe, mehr nicht. Ich hatte keinesfalls die Absicht ihn seines Dienstes zu entheben, denn mir war durchaus klar, dass Sie ein Wörtchen mitzureden haben.“

Recht geschickt hatte Doktor Tau ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können. Mehr und mehr hatte Toji das Gefühl, dass sie noch nicht lange ihren Dienst für die Flotte tat. Wahrscheinlich war sie vor ihrem Dienstantritt auf der „Pandora“ eher in irgendeinem äußerst kleinen Militärkrankenhaus tätig gewesen, wo solche Grenzfälle einfach nicht üblich waren. Mit einem Mal beschloss der Captain im Geheimen, dass er diesen Punkt auf alle Fälle in Taus Personalakte überprüfen würde. Was für eine seltsame Mannschaft hatte ihm der zuständige Kommandeur von Yaga Minor – Quinn Fuller – bloß zur Verfügung gestellt? War Ming Tau etwa ein Neuling in der Imperialen Flotte? Diesen Gedanken musste der Kommandant der „Pandora“ erst einmal sacken lassen. Für ihn jedenfalls erschien diese Befürchtung real. Jedoch konnte sich Toji keine weiteren Gedanken machen, da Doktor Tau erneut zum Sprechen ansetzte.

„Ich kämpfte mit dem Leben einer jungen Frau, deren Chance überhaupt zu überleben sich gerade mal bei fünf Prozent befindet“, gestand ihm die Ärztin auf einmal. „Ich kämpfe tagtäglich darum sie nicht zu verlieren, schlage mir die Nächte um die Ohren um eine Lösung zu finden und dann kommt ein dahergelaufener Navy Trooper, der glaubt mit seiner Gesundheit spielen zu können wie es ihm beliebt. Ich habe Verantwortung gegenüber meinen Patienten, gegenüber dem Eid den ich als Ärztin geschworen habe und nun ist dies auf einmal alles unwichtig. Ich bin nicht Ärztin geworden um mich von meinen Patienten vorführen zu lassen sondern um zu Helfen.“

„Fünf Prozent?“, wiederholte Toji geschockt und fuhr sich nachdenklich über das Kinn. Damit hatte er einfach nicht gerechnet und mit einem Schlag fielen ihm die nächsten Worte umso schwerer. „Sie sollten in diesem Fall eventuell unverzüglich eine Verlegung in ein ordentliches Militärkrankenhaus in Erwägung ziehen. Die Krankenstation der 'Pandora' ist für solche schweren Fälle in keiner Weise ausgestattet. Natürlich ist das Ihre Entscheidung – und nicht meine.“

Ein fester Klos bildete sich in seinem Hals, schnürte ihm fast die Luft ab. Doch noch schlug sich der imperiale Schiffskommandant wacker. Bloß die Müdigkeit kam – gefördert durch das eher ekelhafte Bacta in der Luft – langsam, ganz langsam wieder auf. Kaum Schlaf, dafür umso mehr Albträume – bisher hatte Toji noch keine Ruhe gefunden. In der Zwischenzeit hatte sich Doktor Tau wieder von der harten Pritsche erhoben. Sie wirkte ebenfalls schwächlich, obwohl Serenety erst seit knapp zwei Tagen auf der Krankenstation lag. Irgendwie kam ihm die ganze Sache mit jeder weiteren Sekunde noch ein kleines Bisschen mehr komisch vor. Jedoch behielt er diese Bedenken für sich. Stattdessen überließ er noch einmal Doktor Tau das Wort zum Fortführen der Unterhaltung.

„Nehmen Sie es mir nicht übel Captain“, setzte Tau wieder an und ließ den Captain direkt am Rand zum lauten Knirschen der Zähne stehen. „Aber in der jetzigen Situation habe ich das Gefühl nicht nur versagt zu haben, sondern auch als Idiot dazu stehen. Ich habe es ebenso wenig gern wie Sie, wenn meine Autorität untergraben wird, was Second Lieutenant Thrass bereits getan hat. Wie auch immer, vielleicht können wir klar stellen wie ich in Ausnahmefällen zu agieren habe, denn das weiß ich nicht. Sie sind neu an Bord dieses Schiffes und Sie handhaben die Führung auf Ihre Weise. Ich möchte keine Missverständnisse oder Probleme, von daher würde ich es gut finden, wenn Sie mir einfach sagen was Sie sich vorstellen und wie weit ich gehen kann. Leider hatten wir bisher nicht wirklich die Gelegenheit darüber zu sprechen.“

Unwillkürlich hob Toji eine Augenbraue, bevor er ihr antwortete: „Es zählt wie immer das Protokoll für das Imperiale Militär. Seit dem ersten Imperator, Darth Arcanious, dürfte sich da nichts geändert haben. Ich kann Ihnen gern eine gebundene Ausgabe zur Verfügung stellen, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass ein einfacher Kadett solch eine Grundsätzlichkeit nicht gelehrt bekommen hat – und genauso wäre es ungeheuerlich, wenn mein Vorgänger in dieser Sache eine gänzlich andere Linie auf diesem Schiff gefahren wäre.“

„Es tut mir leid, sollten meine Worte all zu hart gewesen sein“, fügte die zierliche Ärztin ganz rasch hinzu. „Ich mache Ihnen kein Vorwurf, Sie tun Ihre Arbeit und diese tun Sie gut. Sie müssen den Respekt der gesamten Mannschaft verdienen und dies gestaltet sich nicht immer leicht. Ich bin nicht blind, mir ist sehr wohl aufgefallen, dass etwas nicht gänzlich in Ordnung ist. Reden wollen Sie offenbar nicht darüber. Ich bin keine Counselor so wie Lieutenant Commander Akaji, aber ich weiß sehr wohl, was es bedeutet wenn jemand besorgt ist.“

Einen Moment nahm sich Toji Zeit, um die letzten Sätze zu verarbeiten. Zu sprunghaft erschien ihm der Gedankengang, den Doktor Tau gerade – binnen einer Nanosekunde – vorgenommen hatte. Was wollte sie ihm bloß auf diese Weise mitteilen? Grübelnd fuhr sich der Imperiale durch das schwarze Haar. Ließ die Informationen sacken. „Counselor“ war ein aussterbender Posten auf den imperialen Kriegsschiffen. Das Galaktische Imperium hatte dafür schlicht keinerlei Verwendung. Man verfügte schließlich über mehrere Milliarden neuer Rekruten. Beiläufig glättete Toji seine Uniform. Zudem sah er der Leiterin der Krankenstation tief in die hellbraunen Augen. Er räusperte sich noch einmal, da ihm ganz allmählich der Geschmack von Bacta auf der rauen Zunge lag.

„Ich denke, an dieser Stelle können wir das Gespräch erst einmal beenden“, entschloss er sich nach dieser künstlichen Pause. „Es gibt nichts mehr zu klären und man erwartet mich schon längst wieder auf der Brücke.“

[ Essesia-System | Nähe zum Mond von Esseles | VSD II „Pandora“ | Krankenstation | Einzelzimmer | mit Doktor Tau ]
 
\\ Hyperraum zum Esessa System – YT-1930 „Ghost“ - Seth Lecersen, in ihrer Kabine Josey Guavera und Avery Johnson //

Lautlos schlich eine Gestalt durch die Dunkelheit. Auf Schiffen im Hyperraum gibt es zwar keinen Tag/Nachtrhythmus, doch wird das Licht der Standardzeit angeglichen. Es war bereits seit zwei Stunden Schlafenszeit, am nächsten Morgen sollten sie im Essesia System ankommen. Die beiden Piloten würden demnach schlafen, sodass Seth sich endlich mal in Ruhe umsehen können würde. Die letzten Tage hatten sie damit verbracht Dejarek zu spielen. Er hatte manchmal Johnson gewinnen lassen, manchmal hatte er den Sieg mit nicht gerade atemberaubenden Spielzügen besiegt. Dejarek gehörte zu einem der Spiele die während der Ausbildung im Geheimdienst vorausgesetzt werden. Es trainiert den Geist, die Kombinationsgabe und das eigene Denkvermögen. Ein Pech für den Agenten, dass er nicht sein volles Potenzial ausspielen konnte.

Sein Weg führte ihn zum Terminal neben dem Holotisch. Dafür musste er am Cockpit vorbei. Am Gang zum Cockpit lehnte er sich zur Seite um festzustellen, dass niemand dort saß. Lediglich der blaue Strudel des Hyperraums erleuchtete das Innere des Cockpits durch die Transparistahlscheibe. Seth legte seinen Weg über die kalten Platten des Fußbodens bar jeder Schuhe zurück. Eine weitere Technik des Geheimdienstes lautlos seine Wege zurückzulegen. Er war nie ein besonders guter Schleicher gewesen, doch schaffte er es relativ geräuschlos zum Terminal zu gelangen. In seiner rechten Hand hielt der Agent sein Gyrda Keypad. Mit einem kleinen Griff schloss er Letzteres am Terminal an und begann das Pad seine Arbeit machen zu lassen. Der Agent benötigte mehrere Anläufe um auf alle Daten im System zugreifen zu können, da es alles andere als leicht war in ein Terminal unbemerkt einzudringen. Kurz bevor er entdeckt werden konnte, zog er das Gerät aus dem Terminal. Er wartete ab bis er das Terminal neu starten konnte und schloss das Gerät erneut an. Diesmal klappte es nach dem zweiten Versuch, nun würde die langwierigste Aufgabe beginnen.

Seth begann ein Dokument nach dem anderen zu öffnen und begann die für ihn wichtige Dateien auf dem Pad zu speichern. Viel interessantes fand er nicht, bis er auf einem zuvor gesicherten Unterordner stieß. In diesem waren Daten über Wertpapiere der SOLtechnology aufgeführt, genau genommen der SOLcybernotics. Diese Firma war für den Agenten nur bedingt ein Begriff. Sie stellten irgendwas im Bereich Droiden her. Sie besaß einige wertvolle Aktien. Vorsichtshalber kopierte der Agent diese Dateien, er würde überprüfen lassen in welcher Art und Weise diese Papiere erworben wurden. Was er jedoch als nächstes fand, ließ ihn staunen. Es folgten einige interne Dateien und Personalakten des Unternehmens Baktoid Combat Automata, der ebenfalls im Bereich der Droidenproduktion tätig sein musste. Der Agent zählte eins und eins zusammen und staunte nicht schlecht. „Kleines, raffiniertes Miststück“ entglitt es dem Agenten als ihm klar wurde, dass sie hier einen Insiderhandel plante, an dem sie sich dumm und dämlich verdienen können würde. Seth verlor keine Zeit und speicherte die entsprechenden Dateien. Sie würden sicherlich wertvoll sein, besonders wenn man bedachte dass dies eine Straftat war. Sobald sich ihm die Möglichkeit bieten würde, würden diese Dateien dem Geheimdienst zugespielt werden. Ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf den Augen des Mannes aus, bevor er sich leise wieder zurück in seine Kabine begab und dort lautlos in sein Bett schlüpfte. An Schlaf war nicht zu denken, zuviele Gedanken schwirrten in seinem Kopf.


::: am folgenden Tag :::​

Mit einem Zischen glitt die Tür des Cockpits auf und Seth betrat das Cockpit. Guavera sprach direkt auf ihn ein, während er noch, müde wie er war, seine Gedanken ordnete während er sich hinsetzte. Ihre Zuversicht machte ihn skeptisch. Wieso sollte diese Mission unbedingt gut ausgehen? Das wusste man niemals vorher.

“Wir werden sehen, Miss Guavera.“

Die zuversichtliche Pilotin rief die Plan-B und versorgte daraufhin diese auch mit den entsprechenden Koordinaten. Der Undercoveragent stützte sich lässig auf den beiden vor ihm positionierten Kopfstützen und blickte stehend aus der Pilotenkanzel.

“Was ist denn damit, zählt das noch zur Kinderspielebene, oder haben wir das nächste Level erreicht?“

Sein Finger deutete auf den dolchförmigen Umriss des Sternzerstörers der Victory Klasse, der sich aus der Masse an kleineren und vor allem ungefährlichen Raumschiffen herausschälte. Unwillkürlich führte er daraufhin den Finger zum Mund, knabberte an der Seite des Nagels wo sich ein wenig Haut vom Finger löste und warf der Pilotin einen skeptischen, vielsagenden Blick zu.

„DAS ist gar nicht gut. Überhaubt nicht gut. Lasst uns die Technologie abholen und dann nix wie weg.“

Ein Schnauben konnte sie dem Agenten damit immerhin entlocken. Er hatte es von Anfang an gesagt. Ihm lag weder was an dieser Frau, noch an ihrem tumben Beschützer. Er wollte das Vertrauen der Black Sun. Es wäre wirklich schade, wenn er seine Deckung aufgeben und die beiden töten müsste. Die ganze Arbeit wäre dann umsonst gewesen, was wirklich schade wäre. Schade um seine Zeit. Doch verloren war noch lange nichts. Er atmete tief ein und atmete geräuschvoll aus.

“Wir sollten Ruhe bewahren, solang die uns nicht am Hintern kleben, brauchen wir keine Angst zu haben.“

“... doch dass sie es tun werden, dafür werde ich sorgen.“ dachte sich der Agent und überlegte nur noch nach dem Wie. Er musste unbemerkt einige Momente für sich haben. Sobald er in Reichweite der planetaren Kommunikationsnetze gelangen würde, wäre eine ausgehende Nachricht in dem Datenrausch der die Systeme erfüllen würde weder auffindbar noch zurückverfolgbar sein. Der Landeanflug in den Orbit zog sich hin, da die planetaren Sicherheitskräfte erst einmal die Identifikationen prüfen wollten bevor sie die Schiffe in die dafür vorgesehene Raumstraße weiterleiteten. Als sie schließlich die nötigen Bedingungen erfüllt hatten, mussten sie sich in den langen Korso aus einfliegenden und ausfliegenden Schiffen einreihen. Ein mühseeliger Prozess der auf jeder imperialen Welt stattfindet.

“Wenn ihr mich kurz entschuldigt, diese Aufregung ist zu viel für meine Blase.“

Gemächlich ging Seth aus der Pilotenkanzel zu den Waschräumen in denen sich auch die für Schiffe typisch engen Toiletten befinden. Er ging hinein und schloss die Tür ab, zog die Hose aus und setzte sich hin. Es musste authentisch sein, selbst wenn Johnson in einem Akt der Paranoia hier reinplatzen würde, könnte er immer noch den entrüsteten Klogänger mimen. Er nahm sein Comlink heraus und klappte es auf. Eine Audiobotschaft wäre viel zu auffällig, eine Textnachricht würde weitaus subtiler sein. Doch wie würde er den VSD erreichen können? Ihm fiel nur ein, dass jeder Planet unter imperialer Flagge über ein so genanntes InavTrans verfügt. Das InavTrans ist nur eine Abkürzung für Imperial Navy Transmission, dem Ort an dem er zumindest irgendjemanden von der Flotte erreichen würde. An sein Comlink setzte er das hauchdünne Pocket Scrambler PS-xqt9s, ein Verschlüsselungswerkzeug welches seinen Dienst schon tun würde. Er durfte keine Zeit verlieren und begann zu tippen.


::: Text Nachricht an das InavTrans :::
::: Verschlüsselungsdevice Pocket Scrambler PS-xqt9s - Code ΏΦΔΡΟ :::

An: Kommandant des Victory Sternzerstörer "Pandora"
Absender: Agent 616-275-245

Sehr geehrter Kommandant der Pandora,
Ich befinde mich in geheimer Mission im Namen ihrer Majestät Darth Allegious. Ich befinde mich auf dem Frachtschiff "Ghost" der YT-1930 Klasse. Der Plan der Crew ist, einen Hyperantriebreaktor zu stehlen. Im Sensorschatten des Planeten befinden sich drei Korvetten und eine Jägerstaffel der Black Sun.

Obwohl ich ihnen diese Informationen zusende, möchte ich sie an die Weisungsbefugnis 45 erinnern die besagt, dass imperiale Agenten im Einsatz ihre Informationen mit imperialen Einheiten teilen dürfen, diese jedoch zur Geheimhaltung ermahnen müssen. Ich bitte sie um Rücksicht um meine Tarnung und damit meinen Dienst am Imperium nicht zu gefährden.

Was sie mit diesen Informationen jedoch im Rahmen dieser Weisung anstellen, überlasse ich ihnen.

616-275-245

::: Ende der Nachricht :::

Die Nachricht wurde abgeschickt, sobald sie in Netzreichweite sein würden, wäre die Nachricht innerhalb weniger Augenblicke im InavTrans. Er verstaute seine Kommunikationsgeräte sorgfältig und betätigte die Spülung. Er zog sich wieder an und trat aus der Kabine. Er hielt sich den Bauch, tat so als habe er Schmerzen. Eine Tarnung fing bereits an, wenn niemand zusah. Es gehörte mehr dazu als den Anschein zu erwecken. Man musste davon überzeugt sein. Mit wehleidiger Miene betrat er wieder das Cockpit und sah zu den beiden Piloten.

“Vielleicht wäre es mal angebracht den Nahrungssynthesizer auszutauschen. Gesund kann das nicht sein.“

Langsam, ganz langsam, so als wolle er seinen Mageninhalt behalten und wolle nicht durch zu hastige Bewegungen etwas verursachen, ließ sich der Agent gespielt auf den Passagierssitz hinter dem Co-Pilotensitz nieder.

“Wie siehts denn aus?“

Mit einem gespielt gequält lässigem Gesichtsausdruck sah der Agent die beiden Verbrecher an. Sie war eine Diebin, er ein Mitwisser. Für Seth war die Sache klar.


\\ Esessa System – Anflug auf Esseles - YT-1930 „Ghost“ - Cockpit - Seth Lecersen, Josey Guavera und Avery Johnson //
 
Essesia-System - Landeanflug auf Esseles - Richtung Essels Frachtraumhafen, Hangar von Angel Logistik - Ghost - Cockpit - Avery Johnson, Josey und Seth - In der Nähe auf der 'Plan-B': Hawke Kerosine


"Was soll das heißen ich fliege komisch? Wie soll ich den fliegen?"

Die Antwort von Dojan rollte sofort über den Bildschirm. Ave grunzte nur einmal und korrigierte sachte den kurs.

"Gut dann fliege ich halt ganz unauffällig. Aber wehe einer nörgelt nachher das es zu langsam geht."

Damit war die Diskussion beendet und Ave konzentrierte sich darauf den Landeanflug so sauber und unbescholten wie nur möglich hin zu bekommen. Das ein Zerstörer keine 1000 Meter neben ihm seine Position im Orbit hielt war dafür zwar nicht förderlich. Aber immerhin hatte er jahrelang Gütter aller Art an imperialen wie republikanischen Schiffen vorbei gebracht. Nur die imperialen machten ihn irgendwie nervöser. Das selbe schien bei Jo der Fall zu sein, ihre Stimme schien höher als sonst. Nur die Frage ihres Passagiers schien ihm eine Spur zu lässig. Das knacken des Coms ließ ihm aber keine Zeit diesen Gedanken weiter zu verfolgen.

"Hier Bodenkontrolle Esseles für Frachter "Imorkan" mit der Kennung 54-XWB-350-0, nennen sie Ziel und Art ihres Besuches."

Die Stimme war militärisch knapp und emotionslos gehalten. Quasi das Aushängeschild des Imperiums, ein riesiger grauer Block, ohne irgendwelche Gefühle oder andere menschliche Regungen. Mit antrainierter Ruhe nahm Ave locker das Com zur Hand und reagiert.

"Hier Frachter "Imorkan" und Begleitschiff "Sight", unser Ziel ist der Hangar von Angel-Logistics. Eigentlich müsstet ihr doch schon längst unsere Kennung haben. Immerhin waren wir in den vergangenen Monaten fast jeden zweiten Tag hier. Was den Grund unseres besuchs angeht, wir haben Komponenten für örtliche Fabriken, fragen sie mich nicht was es ist, sollte aber von ihren Scannern erfasst werden."

Kurz herrschte Funkstille. Ave spannte alle muskeln an, jeder zeit bereit sofort Vollschub zu geben und zu verduften, der VSD II war, die Macht sei Dank, schon zu weit hinter ihnen um seine Traktorstrahlen einsetzen zu können.

"Frachter "Imorkan" sie haben Landefreigabe für Feld eins und zwei der Angel-Logistics, ihr Begleitfrachter ebenfalls."

Vae unterdrückte ein Grinsen als er antwortete und noch einen schönen Tag wünschte. Manche leute konnten an der Stimme hören ob der andere grinste oder nicht. Erst als die Verbindung getrennt war gönnte er sich ein zaghaftes Lächeln.

Der Rest des Anfluges und der Landung verliefen absolut Problemlos. Als dann der Frachter sanft auf dem Permabeton aufsetzte tätschelte Ave die Konsole vor ihm. Eigentlich war das ein Ritual welches seinem Schiff vorbehaten war, aber da er die 'Flying Wookie' wohl nie wieder sehen würde war es wohl egal. Die Frachtrampe wurde runter gelassen und Josey verließ als erstes den Frachter, sie wurde von irgendeiner Frau begrüßt die Ave noch nie gesehen hatte. Kurz überlegte er ob er sitzen bleiben sollte, als dann aber Seth auch raus ging sah er sich mehr oder minder gezwungen ebenfalls hinaus zugehen.



Essesia-System -Esseles - Essels Frachtraumhafen, Hangar von Angel Logistik - vor der Ghost - Avery Johnson, Josey und Seth - In der Nähe auf der 'Plan-B': Hawke Kerosine
 
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