[Fiction] KotoR III : The Fate of Revan

Darth Vader schrieb:
falls du mal vorhast das ganze in kleiner Auflage drucken zu lassen. Ich will ein Exemplar haben. habe sogar schon selber dran gedacht das mal wenns fertig auszudrucken und binden zu lassen.

Echt geil....
Danke für das Lob, ich weis aber nicht ob wir wirklich so gut sind, obwohl KiGon vielleicht schon, aber ich nicht. :)

Die ganzen Abschnitte mit Revan sind von ihm, von mir nur die über Carth und die anderen, die auf Naboo und Geonosis. Die wirklich guten sachen sind meist von Darth KiGon.
Ich schreibe zuviele Dialoge und versuche mit billigen Gags über mangelndes Talent hinweg zu täuschen.:D
KiGon schreibt einfach mit mehr tiefe und engagement.

Aber ich hab gehört im Internet gibt es wirklich die Möglichkeit so was machen zu lassen.
Aber bis dahin ist noch viel zeit, wir sind gerade erst das Konzept nochmal durchgegangen und ich würde sagen wir sind bisher erst etwa bei der hälfte angekommen!;)

Bis die Story fertig ist müsst ihr euch also noch ein wenig gedulden.:)
Es sind aber ein paar gute Ideen dabei, wo es wirklich Spaß machen wird sie zu schreiben!
 
Kapitel 27

Commander Thrak überprüfte noch einmal seine Ausrüstung, bevor er seinen Leutnant anwies die Luke der Lovefool zu öffnen. Er wollte gerade nach draußen gehen, als ihn Kapitän Pratt, sein Pilot zurückhielt.
"Wollen sie jetzt wirklich da raus gehen, Commander?" Pratt war ein guter Mann, aber etwas übervorsichtig und zu sehr auf die Vorschriften fixiert. Thrak war anders, er war ein Draufgänger und Haudegen. Das machte ihn bei seinen Vorgesetzten nicht unbedingt sehr beliebt, aber trotzdem wusste man seinen Einsatzwillen sehr wohl zu schätzen. Die Republik teilte ihm gerne die schwierigen Aufgaben zu, weil sie wusste, dass er sie erledigen würde, das dachte er zumindest, obwohl Pratt immer meinte die Republik würde sie lediglich für entbehrlich halten.
"Admiral Onasis Anweisung lautete diese Bastila Chan im Augen zu behalten. Und nichts anderes tun wir. Wir sind ihr und ihren zwei Begleitern, den Freunden dieses Exilanten bis zu diesem Planeten gefolgt, aber jetzt haben wir ihr Signal verloren und sehen nur nach was passiert ist. Alles nach Vorschrift." Thrak lächelte, denn er wusste Pratt hatte dieser Logik nichts entegegen zu setzen. Admiral Onasi hatte sie tatsächlich schon vor längerem abgestellt um den Babysitter für die junge Frau zu spielen. Er hatte ihr wohl versprochen auf sie aufzupassen. Thrak hatte er gesagt das sie sich dezent im Hintergrund halten sollen, sie wäre selbst niemals damit einverstanden gewesen das er ihr Leibwächter an die Seite stellt und so lange es nicht nötig werden würde, sollte sie das auch nicht erfahren.
"Sie wissen genau warum wir kein Signal bekommen. Weil jemand den G-Wing dieser Typen in Schutt und Asche verwandelt hat." schnaubte Pratt.
"Und jetzt glauben sie uns könnte dasselbe zustoßen?" Pratt's Gesichtsausdruck ließ darauf schließen, dass Thrak gar nicht so falsch lag. "Die beiden waren nur zu zweit, abgesehen von dem komischen Droiden. Wir sind 24 Elitesoldaten der Republik." Er musterte Pratt noch einmal genau. "Okay, 23 Elitesoldaten. Wir sind schwer bewaffnet und auf alles vorbereitet. Was immer da draußen ist, es hat keine Chance." Thraks wilde Entschlossenheit überzeugte auch den Piloten und Pratt nickte ihm zu. Bis auf Pratt und drei weitere die an Bord der Lovefool blieben stiegen alle Soldaten aus und stapften in ihren schweren Rüstungen über den sandigen Boden von Geonosis.
"Sir wir haben etwas entdeckt." erklang die Stimme von Leutnant Ruuk, der die Vorhut anführte durch das statische rauschen des Komm. "Ich glaube es ist der komische Protokolldroide, den die zwei Jedi bei sich hatten. Er ist bewaffnet und...Moment, da ist noch einer. Jetzt sind es schon drei von der Sorte. Da kommt eine ganze Horde von denen aus der Höhle. Oh verdammt, was ist hier los? Hey was soll das, die eröffnen das Feuer. Deckt die Flanke, deckt die...aargh." Entsetzt hörte Thrak die Schreie aus dem Komm. Was war passiert? Sollte er die Mission abbrechen. Plötzlich sah er sie selbst, einige hundert Droiden zum größten Teil mit Blastergewehren bewaffnet kamen auf sie zu. Ein Scharfschütze fällte den Offizier direkt neben ihm und dann schlug eine Rakete im Lasergeschütz direkt neben der Eingangsluke zur Lovefool ein. Pratt und die anderen kamen zur Luke und spähten nach draußen.
"Feuert die Schiffswaffen ab und bringt das Stand MG hier raus." befahl ihm Thrak und in seiner Stimme klang Verzweiflung mit, zum ersten Mal in seinem Leben schien Thrak während einer Schlacht tatsächlich besorgt zu sein. Inzwischen waren nur noch 15 Mann seiner ursprünglich Vierundzwanzigköpfigen Besatzung übrig. Doch plötzlich änderte sich etwas. Die angreifenden Droiden gingen zur Seite und machten einem noch größeren Droiden Platz dem ein alter gebückt gehender Mann mit Kapuze folgte.
"Eröffnet das Feuer auf den Großen." schrie Thrak als Drake seine zwei roten Doppelklingen aktivierte. Wie ein außer Kontrolle geratener Ventialtor stürmte Drake durch die Reihen der Soldaten und dezimierte sie in Sekundenschnelle, bis nur noch Thrak selbst, zwei weitere auf dem Schlachtfeld und Pratt mit einem anderen an der Luke übrig waren. Und Drake stürmte weiter auf die Luke zu. Der Soldat bei Pratt schoss mächtige Energieblitze aus dem schweren MG ab, das sie auf ein Dreibein gestellt hatten, da es viel zu groß und schwer war um es zu tragen. Doch Drake erlitt höchstens einige leichte Kratzer, wenn überhaupt. Blitzartig stieß Drake hervor und riss den Soldaten schneller in Stücke als Thrak schauen konnte. "Zurück." schrie er Pratt zu. "Hau ab und hol Hilfe." Pratt versuchte die Luke zu schließen aber Drake war fast drin. Pratt konnte gerade zwei Schüsse mit seinem Schrotgewehr abgeben, als seine Beine nachließen und er unter der Doppelklinge des Droiden abtauchte. Ängstlich aber verwundert, dass er noch lebte torkelte er zur Kabinentür zurück, schloss sie hinter sich und setzte sich auf den Pilotensitz um die Maschinen zu starten. Drake riss Problemlos die Tür zum Cockpit raus und wollte gerade mit einer Klinge zustechen, als plötzlich eine Granate hinter ihm explodierte. Und dann eine weitere. Pratt wollte gerade gegen die Zerstörung seines geliebten Schiffes protestieren, als er begriff das seine zwei verbliebenen Kameraden erfolgreich versuchten Drake aus dem Schiff zu locken. Der erste von ihnen fiel im wahrsten Sinne des Wortes wie vom Blitz getroffen um. Drake hatte nicht einmal seine Waffen benutzt um ihn zu töten. Der zweite war schlauer und ging in Deckung nachdem er eine Granate geworfen hatte. Pratt sah sich um und konnte Drake nicht mehr entdecken, also startete er die Triebwerke um hoffentlich doch noch heil von diesem Horrorplaneten zu entkommen.

Thrak sah sich um und konnte niemanden mehr in der nähe der Lovefool entdecken. Nachdem Akon den großen Droiden hinausgelockt hatte war nichts mehr zu sehen gewesen. Die Triebwerke zündeten und das kleine Scoutschiff hob ab. Es erfüllte Thrak mit einer gewissen Erleichterung zu wissen, dass wenigstens einer von seiner Mannschaft überlebt hatte und Hilfe holen konnte. Doch er hatte kaum zu Ende gedacht, als die Lovefool plötzlich ins Stocken geriet und ohne ersichtlichen Grund zurück zur Oberfläche sank. Durch das große Transparistahlfenster des Cockpits konnte er rote Lichtstreifen aufflackern sehen und dann explodierte das Schiff in einem grausigen Feuerball der alles in seiner Nähe verschlang. Blankes entsetzen durchfuhr ihn als ihm klar wurde, dass er der letze war, alle waren tot und sein Schiff zerstört. Aber wenigstens ist dieses Mistvieh von einem verdammten Superdroiden auch draufgegangen, diese Explosion kann keiner überstanden haben, dachte er zufrieden. Doch er wurde eines besseren belehrt. So gut wie unversehrt und durch die Explosion, nur mit schwarzem Staub bedeckt, kam Drake mitten aus der Explosionswelle hervor, so als würde ihn das Chaos um ihn herum gar nicht interessieren. Thrak sah mit weit aufgerissenen Augen zu dem alten Mann, der nun ganz allein war und wusste unweigerlich was zu tun war.
"Ich bin bereits tot, aber dich nehme ich noch mit." Er hob seinen Blaster und feurte wie besessen auf den alten Mann, aber die Blasterblitze schienen einfach vom Nichts verschluckt zu werden, sie erreichten ihn nichtmal. Aber Thrak wollte nicht aufgeben, er warf den Blaster beiseite und zog ein Vibromesser aus seinem Gürtel.
"Ich kann auch anders." rief er und stürmte los. Doch mitten im Lauf erfasste ihn eine unsichtbare Hand und schloss sich um seinen Hals, die Luft wurde abgedrückt und er spürte wie das Leben aus ihm entwich. Ungewollt öffnete er die Hand und lies das Messer zu Boden fallen. Dann löste sich der Griff und er stand wieder auf seinen Füßen. Völlig verwirrt blickte er in die kalten leeren Augen des alten Mannes. Dann spürte er nur noch Schmerz, unendlichen Schmerz. Er sah seine Finger an und bemerkte wie sie verschrumpelten, wie sich seine Haut abblätterte und das Fleisch von den Knochen bröckelte als wäre es morsches Holz und dann zerfielen seine Knochen zu Staub und verflüchtigten sich im Wind.
"Lass uns zurück an unsere Arbeit gehen." befahl Lich seinem Droiden Drake und die beiden gingen zurück in die unterirdische Droidenfabrik.
 
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Atton streifte durch die finsteren Gänge der Castile und spürte, während er über Leichen ging, wie die Dunkelheit an ihm zerrte, die Macht wollte ihm etwas zeigen, etwas wichtiges, aber er wusste nicht ob sie ihn zum Licht führen würde oder auf die dunkle Seite. Er war der dunklen Seite schon einmal verfallen, er hatte Jedi getötet und war darin so gut wie kein Zweiter. Es war hart und dauerte lange sich davon loszusagen, doch er hatte es geschafft. Aber nun drohte ihn die düstere Präsenz wieder hinunter zu ziehen, in Abgründe aus denen er vielleicht nicht wieder heraus kommen würde, aber trotzdem drängte ihn die Macht weiter und er wusste, dass er sich nicht dagegen wehren durfte, dass er sich der Dunkelheit stellen und sie besiegen musste.
Er war näher dran als jemals zuvor, bald würde sich zeigen ob ihn seine Instinkte den richtigen Weg wiesen. Es herrschte eine fast gespenstische Stille, das große Schiff war noch immer beeindruckend, doch was aus ihm geworden war ließ Atton einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Jemand oder etwas hatte die Castile in ein Geisterschiff verwandelt. Das Licht flackerte als er um die Ecke bog und er griff instinktiv nach dem Blaster in seinem Ausrüstungsgurt. Die Krankenstation war ungewöhnlich stark verwüstet worden. Auf dem ganzen Schiff hatten Kämpfe stattgefunden und überall gab es Zerstörungen, doch bisher sah es eher so aus als sei es sehr schnell gegangen, hier jedoch hatte ein großer und langer Kampf stattgefunden und die Kontrahenten waren sich fast ebenbürtig gewesen. Weiter hinten in dem Raum war es viel heller als auf dem Rest des Schiffes, wo erdrückende Dunkelheit vorherrschte. Langsam und vorsichtig ging Atton darauf zu, achtete auf jeden seiner Schritte. Die Präsenz in der Macht war nun so stark, dass es ihm fast den Schädel sprengte. An einer medizinischen Station blieb er stehen. Ein Mann, offenbar der Mitarbeiter an dieser Station war von einem Droiden regelrecht zwischen ihm und der Wand zerquetscht worden. Danach zerstörte jemand die Kommandosysteme des Medidroiden, wodurch die zwei bis zu jenem Zeitpunkt in ihrer Position verharrten. Es wirkte fast wie ein makaberes Kunstwerk. Atton fragte sich wer oder was wohl den MD dazu gebracht hatte den Mitarbeiter der Krankenstation anzugreifen und zu töten, das sprach gegen seine gesamte Programmierung, zu so etwas dürfte er gar nicht fähig gewesen sein, jemand muss ihn vollkommen umprogrammiert haben, aber wer würde sich solche Mühe machen?
Er entdeckte etwas, betätigte einen Schalter und die transparente Schiebetür vor ihm öffnete sich. Sie führte in einen dunklen Raum mit Koltotanks. Die meisten waren leer, nur drei Stück im hintersten Teil des Raumes waren belegt. Atton ging näher heran, der erste war beschädigt worden und das Kolto war ausgelaufen. Der Halb verweste Leichnam hing halb aus dem Tank heraus. Bilder formten sich in seinem Verstand und festigten sich zu einer Art Vision, er sah eine von Nebel umhüllte Gestalt, die ihre Faust durch den Tank schlug und nach der wehrlosen Person darin griff. Er sah, wie das Kolto herausstürzte und er spürte den Todeskampf des Opfers, dann überkam ihn plötzlich eine Welle der Macht, die Person im Nebel wurde weggeschleudert und ihre Präsenz erlosch.
Attons Gedanken wurden wieder klar und er ging zum zweiten Tank. Es wurde immer dunkler und er konnte kaum etwas sehen, es war als würde dieser Teil des Raumes das Licht regelrecht verschlucken. Die Person in diesem Tank war ebenfalls bereits lange tot, allerdings war der Soldat darin unter natürlichen Umständen gestorben. Er war einfach ein paar Jahre zu lange darin eingesperrt gewesen, ohne Nahrung oder Sauerstoff. Trotzdem war sein Körper erstaunlich gut erhalten, was wohl an dem Kolto lag. In der Ferne vernahm er das Ächzen der alten Schiffsverstrebungen und Atton war kurz abgelenkt, als er sich wieder umdrehte lag sein Blick auf dem dritten Tank und sein Verstand schien sich nur noch darauf auszurichten. Was immer ihn hergeführt hatte, es war da drin. Atton hielt eine Hand an den Behälter, es war viel zu dunkel um etwas zu erkennen, also schloss er die Augen und versuchte es wie Visas Marr, er ließ die Macht für ihn sehen. Etwas Lebendiges war in diesem Tank, etwas Starkes und es wollte raus. Atton ging zu der nächstgelegenen Konsole und aktivierte sie, er konnte sich nicht dagegen wehren, sofort begannen überall kleine Lichter zu blinken. Es war immer noch viel zu dunkel in dem Raum, aber trotzdem schienen die kleinen Lichter ihn nur noch halb so bedrohlich erscheinen. Der Tank öffnete sich und das Kolto strömte wie ein Sturzbach heraus und verschwand in dem Abfluss darunter. Ein Körper kam zum Vorschein und stürzte Atton entgegen, Geistesgegenwärtig fing er ihn auf und setzte die junge Frau auf einem Behandlungstisch in der Nähe ab. Er strich sanft das nasse Haar aus ihrem Gesicht und legte katzenhafte Züge frei. Sie war hübsch und sie lebte. Ihr Körper würde noch eine Weile brauchen um sich darauf einzustellen, aber sie würde wieder ganz die alte werden, wer auch immer sie war. Sie war stark in der Macht, das war klar und sie hatte sich in eine Art Jeditrance versetzt um all die Zeit in dem Tank zu überleben und das Kolto tat sein übriges. Aber war sie auch eine Jedi oder kannte sie sich nur in ihren Ritualen aus? Atton sah sich kurz um und entdeckte einige Kleidungsstücke in einem Spind in der Nähe. Er bedeckte ihren entblößtes Körper und trug sie vorsichtig nach draußen. Er wusste noch nicht genau was er mit ihr machen sollte, aber beschloss, dass es vorerst das beste sei sie zur Eagle zu bringen. Die anderen und ganz besonders Carth dürften nicht sehr erfreut sein über das was er getan hatte.

Während Atton den Raum mit der Jedi in den Armen verließ, erwachte in der Dunkelheit hinter dem letzten Koltotank eine dunkle und lange verborgene Präsenz. Eine Gestalt öffnete ihre rotglühenden Augen die beängstigend in der schwarzen Stille funkelten. Ein leises Surren gefolgt von einem kurzen Klicken setzte ein und die dunkle Gestalt erwachte zu neuem Leben um seine grausame Mission zu beenden.

„Wir hätten Toto nicht allein lassen sollen,“ meinte Carth, als er mit seinem Blaster in der Hand durch die Gänge der düsteren Duros Castile schlich.
„Der kommt schon klar, außerdem hat er ja auch noch seine Droiden dabei.“ Mission versuchte ihren alten Kameraden zu beruhigen.
„Das meinte ich nicht,“ sagte Carth nachdenklich. „Es ist nur so, dass ich ihm nicht traue.“
„Du traust niemandem!“ erwiderte die Twi’lek lächelnd.
„Es hat mir auch noch nie jemand einen Grund dazu geliefert.“ Nun lächelte auch Carth kurz.
Die zwei waren aufgebrochen um nach Atton Rand zu suchen, der die kleine Gruppe unerlaubt verlassen hatte. Sie befanden sich noch immer an Bord eines leichten Kreuzers, auf dem Schiffsfriedhof „Havarie“. Sie hatten mit der Celtic Eagle, dem kleinen Frachter von Mission, angedockt um die ebenfalls angedockte Silent Condor auszuschlachten, die einen funktionierenden Hyperantrieb besaß, den sie dringend benötigten um von hier wieder zu verschwinden und um den Kopfgeldjäger Curgan Jurig und seine Leute abzuhängen, bevor sie den sicheren Hafen von Telos erreichten. Curgan war ihnen seit dem Schmugglermond Nar Shadaa auf den Fersen, wo sie Ärger mit dem Hutten Vogga hatten.
Auf der Castile herrschte eine gruselige Stimmung. Das ganze erinnerte Carth ein wenig an die düstere Atmosphäre der Unterwasserstation, die die Republik auf Manaan errichtet hatte um dort Kolto abzubauen. Das ganze Experiment war schief gelaufen und die Arbeiter der Station waren durchgedreht. Carth war damals mit Revan und Bastila in einem U-Boot hinuntergetaucht um nach dem rechten zu sehen. Damals war noch einmal alles gut gegangen und Carth und seine Freunde fanden wonach sie gesucht hatten. Carth hoffte, dass sie Atton ebenfalls finden und dann von hier verschwinden würden.
Sie gingen vorsichtig weiter und Mission meinte, dass sie auf dem richtigen Weg wären.
„Er hat seine Spuren nicht sehr gut verwischt, eigentlich gar nicht, das ist ein gutes Zeichen, es bedeutet ,dass er gefunden werden will,“ sagte sie.
„Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ihm nicht traue?“ fragte Carth und kniff dabei die Augen zusammen. Plötzlich fiel sein Blick an Mission vorbei durch das Transparistahlfenster in dem Gang in dem sie sich gerade befanden. Fünf kleinere Jäger tummelten sich um die Eagle, wie sullustanische Motten um einen Topf Gambor Honig.
„Das wars dann wohl.“ Mission ließ enttäuscht den Kopf sinken, doch Carth schien noch nicht aufzugeben.
„Noch ist nichts verloren,“ sagte er. „Sie zerstören die Eagle nicht, denn sie wissen nicht ob wir an Bord sind. Und selbst wenn sie es wüssten, wollen sie uns vermutlich lebend. Wenn sie jetzt einfach unser Schiff zerstören wissen sie nicht ob sie uns tatsächlich erwischt haben oder ob wir auf der Castile sind. Und so ist es ja auch. Sie müssen schon an Bord kommen und sich selbst davon überzeugen, dass wir tot sind. Aber noch leben wir und wenn wir uns anstrengen bleibt es auch so.“
Die zwei sahen, wie drei der fünf Schiffe den Hangar der Castile anflogen und zur Landung ansetzten. Die beiden anderen Schiffe drehten weiter Schleifen um die Eagle. Carth ging eilig weiter um nach Atton zu suchen. „Komm, beeilen wir uns.“

Atton war noch immer auf dem Rückweg zur Celtic Eagle, als er bemerkte, dass sich die junge Frau auf seinen Armen regte. Er suchte sich einen passenden Platz und setzte sie auf einem Bett in einem der Quartiere ab. Langsam kam die Katzenfrau zu sich. Als sie die Augen öffnete und Atton erblickte schreckte sie ängstlich zurück und zog sich in der hintersten Ecke des Bettes zusammen. Sie zitterte am ganzen Leib, gab aber keinen Ton von sich.
„Wer bist du?“ fragte Atton neugierig und fasziniert. Seit er sie aus dem Koltotank befreit hatte, waren seine Kopfschmerzen und die düsteren, einer dunklen Vorahnung ähnlichen Gefühle, verschwunden. Er nahm sie nur noch in der Macht war, wie er jeden anderen Jedi, mit Ausnahme des Exilanten wahrgenommen hatte. Und bei ihm war es dieses Gefühl gewesen, dass von ihm ausging, weil er die Verbindung zur Macht verloren und dann wieder gefunden hatte.
Sie antwortete nicht, brachte noch immer kein Ton heraus, sah Atton nur lange und entgeistert an, so als könne ihr Blick in sein Innerstes sehen. Dann schien sie etwas entdeckt zu haben und wendete sich ab, versteckte ihr Gesicht ängstlich hinter Arm und Schulter. Atton ging näher heran und berührte sie sanft.
„Was ist passiert, wer hat das alles getan?“ fragte er, konnte sie aber nicht aus ihrer Katatonieeschen Starre befreien. Dann wurde er von einem Geräusch unterbrochen. Er zog seinen Blaster wieder aus dem Halfter am Gurt und ging zur Tür. Dahinter hörte er Stimmen, jemand unterhielt sich.
„Wer ist da?“ fragte er misstrauisch.
„Wir sind es Mission und Carth,“ rief die Stimme des Admirals aus dem Raum auf der anderen Seite des Quartiers. Erleichtert ließ Atton den Blaster sinken. „Ich bin froh, dass ihr hier seid, ich…“ sagte er während er zur Tür ging um sie zu öffnen.
„Wir müssen mit deiner Begleiterin sprechen,“ sagte Carth entschlossen.
„Deshalb wollte ich mit euch reden, sie hat bisher kein Wort…Moment mal, woher…?“ Als sich die Tür öffnete, konnte sich Atton gerade noch abducken, als aus dem Lauf eines Blastergewehrs in den Raum geschossen wurde. Er lief in die andere Richtung und rief der Jedi auf dem Bett zu in Deckung zu gehen, aber sie reagierte noch immer nicht auf ihn. Die Jahre im Koltotank hatten ihre Spuren hinterlassen und Atton fragte sich ob sie sich jemals ganz davon erholen würde. Er sah zur Tür und beobachtete den HK50 wie er in den Raum trat, sein Blastergewehr bereit.
„Was willst du? Woher wusstest du, wer ich bin und wieso konntest du wie Carth reden?“ fragte er den Droiden, blieb dabei aber in seiner Deckung hinter einem brusthohen Spind gekniet.
„Ich weiß alles über dich,“ sagte der HK50, noch immer mit der Stimme von Carth Onasi. „Ich habe mich mit den Schiffsystemen verbunden. Es ist alles miteinander verknüpft. Jedesmal wenn sich ein Droide an eine der Buchsen anschließt, verbinden sich seine Systeme mit denen der Castile und das gleiche passiert wenn sich ein Raumschiff mit der Castile verbindet. Ich kenne die Aufzeichnungen eures Schiffes, ich habe die Daten analysiert und dich auf den Überwachungsbildern gesehen.“ Die Stimme veränderte sich und nahm wieder die der HK Modelle an. „Befehl: Übergib uns die Jedi und wir versprechen, dass dein Tod schnell und nicht so schmerzhaft wie ihrer sein wird.“
„Endlich sprichst du wieder so, dass ich dich verstehe,“ erwiderte Atton sarkastisch. Der Droide musste herausgefunden haben, wo sich Atton versteckte, denn er eröffnete das Blasterfeuer auf den Spind hinter dem Atton kniete.
„Ich hasse Droiden,“ spottete der junge Pilot und lief schießend zum Bett rüber. Dann packte er die Hand der Jedi und zog sie hinter sich her.
 
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Grimmig stieg Curgan aus seinem V16 Jäger aus. Einem etwas veralteten aber schnellem Modell aus der Violence Baureihe. Jägern die vor allem von Piraten und fast ausschließlich in der Gegend des Outer Rim benutzt wurden. Sie hatten absolut nichts mit den moderneren Versionen des G-Wing zu tun, die zu der Zeit von der Republik genutzt wurden. Die V Jäger waren sehr klein und boten kaum genug Platz für den Piloten.
Curgans kleine Truppe bestand aus fünf Personen, die ihm seit dem Beginn ihrer Verfolgung von Admiral Onasi und seinen Begleitern folgten. Der großgewachsene Hilnek war ein Trandoshaner und einer von Voggas besten Killern. Er war ein guter Kämpfer, eiskalt und stark, nicht der Schlauste, obwohl er sich für sehr klug hielt, aber das musste er auch nicht sein. Als Pilot war er allerdings eine ziemliche Niete. Er flog einen der größeren W Jäger, bessere Bewaffnung und Schilde aber dafür viel zu langsam und schwerfällig für Curgan. Darin erkennt man die Unterschiede in den Piloten. Die schlechten setzen auf gute Schilde, weil sie Angst haben getroffen zu werden. Gute Piloten setzen lieber ihre Fähigkeiten ein um dem Gegner auszuweichen, wer sich nicht treffen lässt braucht auch keine Schilde. Also entweder war Curgan selbst auch ein guter Pilot oder er hielt sich für einen. Hilnek drehte zusammen mit dem Gamorreaner Bota, der ebenfalls einen W Jäger flog, vor der Castile seine Runden. Die zwei die Curgan begleiteten, waren Todosh ein Quarren und der Sullustaner Suk Suijk. Beide flogen neuere Modelle der V Reihe. Diese Jäger hatten mehr Platz und besaßen einen Droiden -Copiloten. Suk hatte seinen gerade ausgeladen und befahl ihm sich an den Computer der Castile anzuschließen. Der andere Droide, U8I9 blieb in seiner Kabine.
Curgan ballte ungeduldig die Faust, er hatte es satt Carth, Atton und Mission nachzujagen, er wollte das Spiel endlich beenden.
?Alles klar,? zischte Suk. ?Ich hab sie, den Sicherheitsaufzeichnungen zu Folge sind die drei, die wir suchen im vorderen Teil des Schiffes, auf der Eagle befindet sich nur Toto die feige Made.?
Curgan ging einen Schritt zu seinem Jäger, öffnete eine kleine Versorgungsluke und nahm einige Waffen heraus. Er warf Todosh einen Repetierblaster zu und wollte Suk einen Granatwerfer reichen, dieser lehnte jedoch ab und zeigte auf die beiden verbesserten einhändigen Blaster an seinem Gürtel. Curgan verstaute den Granatwerfer in einer Halterung auf seinem Rücken und nahm das Schrotgewehr aus seinem Schiff in die Hand.
?Auf zur Jagd!?
Die drei stellten U8I7 als Wachposten für die Jäger ab und gingen dann die Treppe nach oben aus dem Hangar.

Fortsetzung folgt
 
*hechel* *keuch*
Hab den 3-Tage-Lauf endlich überstanden und alles durchgelesen.
Puh...Also...
EINFACH NUR GENIAL!!! :D
Da gabs auch ein paar Stellen die ich nicht soo toll fand, aber die hab ich wieder vergessen :verwirrt:
 
Kapitel 28

Atton war noch immer auf der Flucht vor dem HK50 Droiden, ohne überhaupt genau zu wissen was er von ihm wollte. Aber vermutlich war es einfach nur die schweigsame Katzenfrau, die Atton an ihrem Arm hinter sich herzerrte. Er wusste, dass die HK50 auch hinter dem Exilanten her waren. Sie hatten wohl den Auftrag die Jedi zu jagen, doch wie das alles zusammenpasste wusste er noch nicht, der HK50 konnte ihm doch wohl nicht gefolgt sein oder?
Abrupt blieb Atton stehen, als er aus einem der Gänge ein Geräusch hörte. Wie gut, dass es hier die meiste Zeit so still ist, dachte er bei sich. So fällt einem wenigstens jedes kleine Geräusch auf.
?Atton wo bist du?? erklang die Stimme von Carth. Atton schlich sich vorsichtig um eine Ecke und hielt seinen Blaster in Kopfhöhe.
?Lass mich endlich in Ruhe du bescheuerte Ausgeburt der?Oh Hey Carth!? Er richtete den Lauf seiner Waffe auf die Decke und lächelte den älteren Piloten verlegen an. ?Du wirst mich doch jetzt nicht wieder schlagen oder?? fragte er sarkastisch. Mission drängte sich an dem grimmigen Admiral vorbei zu Atton.
?Wo warst du denn? Wir haben uns Sorgen um dich gemacht.?
?Erstens, tu bitte nicht so als wäre ich ein Kleinkind, das ist mir peinlich und zweitens, hab ich etwas gesucht, oder vielmehr hab ich etwas gefunden.? Er holte die Jedi hervor, so das die beiden anderen sie sehen konnten. ?Ihr werdet jetzt bestimmt noch wütender sein. Ich weiß es war unverantwortlich von mir einfach abzuhauen und sie zu befreien ohne zu wissen wer sie ist oder ob sie gefährlich ist, sie könnte ebenso gut eine dunkle Jedi sein, also solltet ihr lieber Abstand halten und?? Atton verstummte, als Mission plötzlich überglücklich die junge Katzenfrau umarmte, die offenbar genauso geschockt davon war wie Atton selbst. Er kniff verwundert die Augen zusammen.
?Äh?ihr kennt euch??
?Sie ist eine alte Freundin,? sagte Carth gut gelaunt und klopfte Atton dann freundlich auf die Schulter. ?Danke, dass du sie gerettet hast, jetzt hast du was gut bei mir.?
Atton grinste übers ganze Gesicht. ?Ich weiß zwar nicht was hier vorgeht, aber es gefällt mir.?

Nachdem Mission ihre Umarmung beendet hatte, musterte sie die Jedi ganz genau.
?Alles klar bei dir, Juhani?? fragte sie. ?Du siehst schlecht aus.?
?Spar dir die Mühe,? erwiderte Atton. ?Ich hab sie aus einem Koltotank geholt, wo sie vermutlich einige Jahre in Jeditrance verbrachte. Die physische und psychische Belastung muss enorm gewesen sein. Sie hat noch keinen Ton gesagt seit ich sie gefunden habe.?
?Das wird schon wieder,? sagte Carth harsch. ?Und jetzt lasst uns schnell zur Eagle zurückkehren und verschwinden. Curgan wird jeden Moment dort eintreffen.?
?Curgan ist hier?? fragte Atton besorgt.
?Wir haben gesehen ,wie er und zwei seiner Kameraden gerade im Hangar gelandet sind.? erklärte Mission. Atton verstand die Situation sofort und rannte mit den anderen zusammen in Richtung der Andockvorrichtungen, wo sich der Rodianer Toto mit seinen beiden Zwillingsdroiden MX1a und MX1b an Bord von Missions, hoffentlich, bereits reparierten Frachter, der Celtic Eagle, befand.
Sie erreichen nach einigen Minuten die Sicherheitstür die zur Eagle führt, doch die Tür war verschlossen.
?Kannst du sie öffnen?? fragte Carth, Mission. Sie zuckte mit den Schultern und begann es zu versuchen.
?Seltsam!? meinte Atton grüblerisch. Carth glaubte zu wissen, was den jungen Piloten bedrückte und versuchte ihn zu beruhigen, und irgendwie auch sich selbst.
?Vermutlich hat Toto nur bemerkt, dass Curgan an Bord gekommen ist und hat vor lauter Angst die Tür verschlossen, damit niemand zu ihm rein kommt.?
?Hoffentlich,? erwiderte Atton noch immer besorgt. Geistesgegenwärtig zuckte er auf einmal mit dem Kopf zur Seite, als aus heiterem Himmel ein Blasterblitz an ihm vorbeisauste.

?Verdammt!? ärgerte sich Suk. ?Wie konnte er dem Schuss ausweichen? Ich war mir sicher, dass ich ihn erwischen würde.?
?Man sollte eben niemals den Fehler machen Atton Rand zu unterschätzen. Er ist nicht der für den man ihn hält, wenn man ihn sieht. Niemand kennt ihn wirklich, den wahren Atton!? erwiderte Curgan, während er auf der Treppe nach oben zur Tür der Andockvorrichtung, wo seine Ziele standen, Deckung suchte. Dann wies er Todosh an die vier an der Tür mit Sperrfeuer einzudecken. Er sagte, dass es egal sei ob er etwas trifft, wichtig sei nur dass er sie daran hindere ihre Deckung aufzugeben und zurück zu schießen, da die drei auf der Treppe einen leichtes Ziel darstellten.
 
Carth hatte inzwischen seinen Blaster gezogen und feuerte in Richtung der Treppe, während er sich ganz nah an die Wand vor Mission drückte und sich somit zwischen sie und die Feinde platzierte und gleichzeitig ein so schwer wie möglich zu treffendes Ziel abgab. Atton versuchte indes auf der linken Seite der Tür, also gegenüber von Mission und Carth Deckung zu finden, während er ebenfalls mit seinem Blaster in Richtung der Treppe schoss. Als er sich kurz vorbeugte um zu schießen, bemerkte er dass Juhani scheinbar noch immer teilnahmslos in der Gegend herumstand und Gefahr lief vom Blasterfeuer der Feinde durchsiebt zu werden. Er packte sie am Arm und zerrte sie hinter sich. Carth bedeutete Mission, dass sie sich mit der Tür beeilen solle.
?Ja, ja.? Beschwerte sie sich. ?Es geht nicht schneller, ich bin doch kein Droide, der sich einfach mal kurz an die Computerbuchse anschließt.? Sie fummelte weiter am Schloss des Öffnungsmechanismus, schien aber wenig Erfolg damit zu haben. Nach einer Weile schlug sie enttäuscht die Hände in die Hüften. ?Tut mir leid, es gibt eigentlich kein Schloss, das ich nicht aufbekomme, aber hier war ein echtes Genie am Werk, ich?? sie hatte noch nicht ausgeredet, als endlich die schwere Tür blitzartig nach oben auffuhr. ??denke aber das ich es trotzdem hinbekommen habe,? beendete sie den Satz nun doch lächelnd.
Carth drehte sich um, so dass er in Richtung der offenen Tür sehen konnte. Toto stand mitten im Gang und blickte sie mit leeren Augen an.
?Na endlich,? schimpfte Carth. ?Hast du den Hyperantrieb repariert?? Toto antwortete nicht und Carth sah ihn mit einem durchdringenden Blick an, der Tote zum sprechen gebracht hätte. Auch Mission und Atton sahen ihn nun verwundert an, dann öffnete der Rodianer endlich langsam den Mund um zu sprechen. ??sind verrückt geworden?wollen töten?kann sie nicht aufhalten?müsst fliehen?ich?? Er begann zu ächzen und kränklich zu husten und aus seinem Mund sickerte dickflüssiges Blut. Dann brach er vor ihren entsetzen Augen tot zusammen und seine Zwillingsdroiden, die noch immer übereinander gestapelt und so zu einem einzigen Droiden verwachsen waren, erschienen hinter ihm. Als Toto zu Boden ging, wurde sichtbar, dass ein spitzes Werkzeug in einem der Droidenarme, seine Lunge durchbohrt hatte. Getötet von seinen eigenen Droiden starb Toto auf dem Boden vor den Füßen von Carth, Mission, Atton und Juhani. Bevor sie überhaupt begreifen konnten was passiert war, gingen die Zwillinge auch auf sie los. Einer der Arme enthielt eine Art Schweißbrenner und attackierte Mission, die von Carth gerade noch zurückgezogen werden konnte. Ein anderer Arm mit einem Laserbohrer schoß auf Atton, der ebenfalls gerade noch ausweichen konnte, aber dennoch ein paar leichte Verbrennungen am Oberschenkel davon trug.
?Kannst du die Tür wieder zu machen?? fragte Carth Mission.
?Ich hab sie doch auch aufbekommen oder??
?Wäre nur schön wenn du dir diesmal etwas weniger Zeit damit lassen würdest,? spottete Atton, allerdings nicht ganz unbegründet wie Mission zugeben musste, weshalb sie ihm für die Bemerkung auch keinen Tritt verpasste. Es gelang ihr tatsächlich recht schnell und bevor die Zwillinge größeren Schaden anrichten konnren, die Tür wieder zu verschließen. Dabei verließ sie jedoch kurz ihre Deckung und wäre fast von dem feindlichen Repetierblaster getroffen worden.
Carth analysierte kurz ihre Optionen. Durch die Tür kamen sie nicht, denn auf der anderen Seite warteten die Zwillinge auf sie. Und obwohl es keine Kampfdroiden waren, hatte sie jemand darauf programmiert zu töten, was sie äußerst gefährlich machte und von Toto wussten sie dass er die zwei extrem stark gepanzert hatte. Er war eben ein sehr ängstlicher Typ gewesen. Hier bleiben und gegen Curgan und seine Leute kämpfen konnten sie auch nicht. Es stand zwar drei gegen vier, aber Juhani war nicht einsatzbereit und ihre Gegner hatten die besseren Waffen. Was sollten sie also tun? Carth war ein guter Stratege und er dachte, dass ihm schon etwas einfallen würde, wenn sie nur etwas mehr Zeit hätten. Doch so weit kam es nicht. Juhani lief plötzlich wie von einem Mynock gebissen los und rannte in die Richtung aus der sie gerade gekommen waren, zurück zur Krankenstation. Atton zögerte nicht lange und lief ihr ohne nachzudenken sofort hinterher. Carth wollte ihm noch ein paar Schimpfwörter hinterher rufen, aber es fielen ihm gerade keine ein, denn vermutlich war dies das beste was sie tun konnten. Er sagte Mission das sie beide ebenfalls abhauen sollten und sie nickte zustimmend, vorher nahm sie aber noch etwas aus ihrer Tasche, eine kleine Sprengfalle, die sie vor der Tür platzierte. Sie aktivierte sie und lief dann hinter Atton und Juhani her, die bereits nicht mehr zu sehen waren. Carth gab ihr zunächst Feuerschutz und lief dann hinter ihr her. Er hörte wie Curgan und die anderen hinter ihnen das Blasterfeuer einstellten, er sah aber nicht zurück. Kurze Zeit später hörte er die Explosion von Missions kleinem Präsent, dann setzte das Blasterfeuer wieder ein und diesmal konnte er auch den Einsatz von Granaten hören. Doch nach ein paar Minuten waren sie bereits zu weit entfernt um noch etwas zu hören, bevor sie um eine Ecke abbogen, sah sich Carth noch einmal kurz um und stellte erleichtert fest, dass ihnen keiner gefolgt war, weder Curgan noch die Zwillinge oder irgend jemand anderes.
?Kommt hier lang,? rief Atton von vorne und die zwei liefen in seine Richtung, doch anstatt Atton, erblickten sie eine geklonte Version von HK47.
?Klarstellung: Ich bin nicht Atton.? Sagte er mit der altbekannten HK Stimme. Dann eröffnete er ohne zu zögern das Feuer und Mission und Carth mussten erneut zur Flucht ansetzen.
?Gibt es hier eigentlich nur Psychopathen?? fragte Carth kopfschüttelnd.
?Vielleicht hätten wir es doch lieber mit Curgan aufnehmen sollen?? erwiderte Mission. ?Da wissen wir wenigstens woran wir sind.?
Carth lotste Mission in einen Raum der einer Art Labor ähnelte und die zwei versteckten sich hinter einem der Untersuchungstische. Nach dem sie verschnauft hatten, blinzelte Carth kurz über den Tisch zu dem Durchgang durch die sie gekommen waren. Es war jedoch nichts zu sehen. Er setzte sich wieder und überlegte was sie nun tun sollen. Mission sah ihn an als wolle sie etwas sagen, sie wartete jedoch ab, damit er in Ruhe nachdenken konnte. Sie ist erwachsen geworden stellte er zufrieden fest. Plötzlich hörte er ein Geräusch vor ihnen und zückte den Blaster.
?Komm raus,? sagte er entschlossen.
?Ich bin es nur, Atton.?
?Und du denkst ich falle zweimal darauf rein?? erwiderte Carth.
?Gib dir keine Mühe, auf die Nummer bin ich auch schon reingefallen. Ich bin es, der echte!? Atton kam hinter einem anderen Durchgang hervor und gesellte sich zu den beiden. ?Tut mir leid, ich konnte Juhani nicht finden, sie ist mir entkommen.?
?Runter,? sagte Carth plötzlich leise aber doch entschieden und zog Atton zu sich und Mission hinter den Tisch. Vorsichtig versuchten Atton und Carth an den Seiten des geschlossenen Tisches vorbei zu dem ersten Eingang zu sehen, in dem Moment kam jemand auf sie zu gerannt, sprang über ihren Tisch und suchte dahinter Deckung. Mit aufgerissenen Augen und völlig überrascht sah Curgan sich an wo er da gelandet war. Seine Mundwinkel fielen herunter und dann übergab er nach kurzem Zögern seine Waffe an Mission, nachdem ihm Atton und Carth ihre Blaster und die Nase rieben.
?Tolles Versteck habt ihr hier, ich schätze ich zieh dann mal wieder los und such mir mein eigenes,? sagte er mit einem schiefen Lächeln.
?Vergiss es,? erwiderte Mission barsch.
?Wo sind deine Kameraden?? fragte Carth etwas disziplinierter als die Twi?lek.
?Die sind jetzt an einem besseren Ort.? Curgans Blick zeigte kalte Gleichgültigkeit.
?Häh, wo soll das sein?? fragte Atton verwundert, nachdem ihn die anderen verständnislos ansahen, deutete er ihnen, dass sie vergessen sollten was er gerade gesagt hatte und weiter machen können.
?Wir stürmten die Treppe hinauf, nachdem wir bemerkt hatten, dass ihr verschwunden seid. Wir versuchten durch die Tür zu eurem Schiff zu kommen, aber dahinter war dieser völlig ausgeflippte Droide. Er hat Suk gekillt, bevor Todosh und ich entkommen konnten, selbst die Mine, die Mission gelegt hatte konnte dieses?Ding nicht aufhalten. Todosh wollte zu seinem Jäger zurück, aber ich sagte ihm, dass wir zunächst unseren Auftrag erfüllen müssten. Verdammter Quarren. Er wurde von Suk?s Astromech zerfetzt. Ich sage euch, irgendetwas merkwürdiges geht auf diesem Schiff vor. Es ist doch nicht normal, dass hier alle Droiden völlig durchdrehen. Gerade eben auf dem Gang hat mich ein durchgeknallter Protokolldroide attackiert.? Atton lächelte schadenfroh als Curgan seine kleine Geschichte beendete. Curgan erwiderte es mit einem Blick, der ihm sagen sollte, dass die zwei noch eine Rechnung zu begleichen hätten.
?Und was machen wir jetzt mit ihm?? fragte Mission. Und das war eine gute Frage, aber die zwei Männer wussten auch keine geeignete Antwort.
?Ihr wollt mich doch nicht etwa kaltblütig ermorden oder? Immerhin bin ich unbewaffnet,? sagte Curgan in einem eindeutig gespielten Tonfall. ?Ihr wisst genauso gut wie ich, dass wir nur gemeinsam eine Chance haben. Wenn wir hier alle wieder rauskommen wollen, müssen wir wohl oder übel zusammenarbeiten. Glaubt mir, das gefällt mir genauso wenig wie euch.?
Carth überlegte einen Moment und stimmte ihm dann kopfnickend zu. Curgan grinste zufrieden.
?Was!? rief Atton entsetzt. ?Du traust ihm doch wohl nicht??
?Ich traue niemandem,? erwiderte Carth barsch. ?Aber er hat vollkommen recht, in diesem Falle müssen wir zusammenarbeiten.? Dann wandte er sich wieder Curgan zu. ?Aber glaub nicht, dass du deine Waffe zurückbekommst.?
 
***

"Wie schön, dass sich die Damen auch endlich zu uns gesellen." sagte Jolee etwas grimmig, aber doch mit sarkastischem Unterton zu den näherkommenden Gefährten Visas Marr und Mandalore alias Canderous Ordo. "Ich werde nämlich langsam zu alt für diese art Abenteuer."
"Das warst du schon vor fünf Jahren." konterte Mandalore nicht ganz ernst gemeint. "Aber du musst dir keine sorgen mehr machen, ein Mandalorianer ist jetzt da um auf euch aufzupassen."
Mandalore feuerte mehrere Schüsse aus seinem Repetierblaster auf den sechs Meter Riesen ab, was der alte Jolee mit einem Augenbrauenzucken kommentierte.
Zaalbar wütete wie von Sinnen, er konnte und wollte die Zerstörung des Waldes nicht hinnehmen. Nachdem er bemerkt hatte, dass weder die Schüsse aus seinem Bowcaster, noch die Klinge seines Vibroschwertes etwas ausrichten konnten, beschränkte er sich auf den Einsatz von Granaten und Bomben. Mehrmals kletterte er an den Beinen des Angreifers empor, kam aber nie sehr weit. Jedesmal setzte er aus seiner etwas erhöhten Position Granaten gegen den Oberkörper des Droiden ein und versuchte es dabei mit verschiedenen Versionen, Ionengranaten, Schallgranaten, Plasma- sowie die klassischen Splittergranaten, doch nichts schien wirklich Wirkung zu zeigen. Der mächtige Wookiee war gerade ein weiteres mal heruntergefallen und versuchte es nun mit einer Sprengfalle die er unter dem Fuss des Riesen platzieren wollte, doch leider ging sein Plan nicht ganz auf. Der Droide machte einen Schritt auf ihn zu und riss dabei einiges Baumwerk mit sich, darunter auch einen schweren Ast, der direkt auf Zaalbar herabfiel und ihn neben der von ihm selbst platzierten Bombe einklemmte. Der Wookiee jaulte laut auf als ihm fast das Bein unter der Last des Holzastes brach. Blut sickerte aus einer Wunde am Oberschenkel und tränkte den weichen Waldboden. Zaalbar konzentrierte all seine Kraft um den schweren Gegenstand der ihn an den Boden presste von seinem verwundeten Bein zu bekommen, aber es reichte einfach nicht aus. Er war nicht stark genug. Genau wie bei Revan, dachte er schmerzverzehrt. Er sah zu den anderen, die zu beschäftigt damit waren ihr eigenes Leben zu beschützen, als dass sie ihn und seine missliche Lage bemerkt hätten. Der Droide machte sich für einen weiteren Schritt bereit, diesmal würde er direkt auf die Sprengladung treten und die Detonation würde Zaalbar, der viel zu nah war in Stücke reißen. Er bedauerte noch kurz seine Lebensschuld nicht erfüllt zu haben, dann verlor er durch einen tosenden Knall jegliches Gefühl. Es herrschte mehrere Augenblicke Stille und absolute Dunkelheit, dann spürte er brennende Schmerzen und war erleichtert, - zumindest bedeutete es das er noch lebte. Er sah an sich herunter und bemerkte lediglich einige Löcher im Pelz, Abschürfungen und Prellungen, mehr nicht. Er war durch die Druckwelle ein paar Meter weit geflogen, aber der Droide stand direkt auf der Bombe als sie ausgelöst wurde, wodurch die eigentliche Energie absorbiert und Zaalbar somit weitestgehend verschont wurde. Dennoch hinderte ihn seine Aktion nun für die nächsten Minuten daran aufzustehen, zuerst musste er wieder etwas zu Atem kommen.
Visas versuchte es mehrfach mit ihren Jeditricks, oder Hokus Pokus, wie es Mandalore ständig nannte, bei dem Droiden, doch er war viel zu groß für die Droidenlähmen Technik der Jedi. Sie schwang stattdessen immer wieder ihre zwei Lichtschwerter und versuchte eine Schwachstelle in der Panzerung zu finden, was ihr bisher aber noch nicht gelungen war. Sie hatte jedoch bemerkt, dass ihr Mandalore kaum von der Seite wich und das schon seit er sich oben auf dem Hügel so seltsam benommen hatte. Sie fragte sich ob er wohl auch eine solche Vision hatte wie sie? Oder zumindest eine ähnliche? Zunächst hatte sie angenommen, dass nur sie als Jedi betroffen war, aber irgend etwas verriet ihr das die anderen auch derartige Visionen hatten und es beunruhigte sie zusätzlich das sie diese Erkenntnis offenbar nicht durch die Macht erlangte. Sie absolvierte einen Salto Rückwärts und wich so der zu Boden krachenden Faust des Riesen aus und dann noch mehrere Überschläge um so auch dem Astwerk auszuweichen das er nach ihr warf. Sie spähte zu Jolee, der schwer damit beschäftigt war das Laserfeuer des Droiden das aus der Gegend seiner Schultern abgefeuert wurde, mit seinem grünen Lichtschwert abzulenken. Dann griff sie in der Macht nach Zaalbar und spürte, dass er zwar vorübergehend außer Gefecht gesetzt und wütend aber sonst nur leicht verletzt war. Dann merkte sie wie Mandalore sie zur Seite schob und weiter mit seiner Waffe auf den Kopf des Droiden feuerte, eine Aktion die bisher wenig bis gar keine Wirkung zeigte, auf die er aber trotzdem weiterhin zu bestehen schien. Visas wirbelte mit der Macht weitere Waldgegenstände die von dem Droiden geworfen wurden von Mandalore weg.
Plötzlich stellte der Droide seine Laserfeuer ein und Jolee ließ verwundert sein Lichtschwert sinken. Auch Visas zuckte unwissend mit den Schultern, nur Mandalore ließ sich nicht beirren und feuerte weiter. Mit einem mal löste der Droide eine Druckwelle aus, die scheinbar den gesamte Planeten erbeben ließ. Alle drei wurden ruckartig zu Boden gerissen und konnten Sekundenlang nicht mehr aufstehen. Mandalore war der erste der sich wieder aufrichten wollte und zu seiner Waffe griff, als erneut die Faust des Droiden zu Boden schnellte. Visas hatte sich noch nicht wieder aufgerappelt und war nicht schnell genug. Sie konnte nicht verhindern, dass Mandalore getroffen worden wäre. Aber Jolee konnte es. Der sonst so langsame alte Mann bewegte sich blitzartig vorwärts und flog durch die Lüfte herbei wie ein junger corellianischer Pfau. Er stieß Mandalore gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzohne, bevor dieser zerquetscht worden wäre. Allerdings kam er dabei selbst nicht mehr schnell genug weg und wurde von der Droidenfaust getroffen. Zum Glück nicht sehr schlimm, trotzdem blieb er benommen liegen. Visas gab den beiden Deckung, bis Mandalore wieder auf den Beinen war und nun seinerseits den Jedi aus der Gefahrenzone zog.
"Keine schlechte Aktion für so ein Fossil," scherzte er.
"Es ist mir immer wieder ein Rätsel warum ich mich von Leuten wie euch in solche Dinge hineinziehen lasse," erwiderte Jolee kopfschüttelnd. Mandalore umfasste fest seinen Repetierblaster und stürzte sich wieder in die Schlacht.
"Das bringt alles nichts, vielleicht sollten wir uns zurückziehen und einen neuen Plan ausarbeiten?" meinte Visas trocken.
"Nicht nötig." sagte Mandalore und wirkte entschlossen. "Ich werd das Ding jetzt erledigen!"
Er bat Visas den Droiden abzulenken, damit er seinen Plan vorbereiten konnte. Obwohl sie nicht wirklich davon überzeugt war, dass was immer er vor hatte funktionieren könnte, gab sie nach und begann damit den Droiden so stark zu attackieren, das er sich ausschließlich auf sie konzentrieren musste.
Mandalore setzte die Schubdüsen seines Kampfanzugs ein um Stück für Stück, Ast für Ast einen der großen Bäume Kashyyyks empor zu klettern. Als er hoch genug war sprang er auf den Kopf des Droiden und begann damit auf den Bilderzeuger des Holoprojektors zu feuern der das Gesicht des Droiden erzeugte. Daraufhin begann es sich zu einer wiederlichen Fratze zu verändern und verschwand dann völlig. Auf diese Weise legte Mandalore eine Art Schalttafel frei, die sich durch mehrere Schüsse seiner gewaltigen Waffe öffnen lies, dann aktivierte er einen Thermaldetonator aus seinem Anzug und seilte sich an dem Haken an seinem Handgelenk ab. Kaum hatte er den Boden berührt, kam es im Kopf des Droiden zu einer starken Detonation die ein Loch in der Größe eines Landspeeders in die Hülle riss.
"Bauum fäällt," rief Mandalore ohne hinzusehen, als der sechs Meter große Droide wie vom Blitz getroffen hinter ihm umfiel.
"Brrwkroar" (Beeindruckend) knurrte Zaalbar, der inzwischen auch wieder auf den Beinen war.
Obwohl Mandalore die Situation bereinigt hatte, schien Visas von der Art und Weise nicht sehr begeistert zu sein.
"Ich finde es unverantwortlich wie leichtfertig du unser Leben und das aller Wookiees aufs Spiel gesetzt hast, nur um deinem arroganten Machogehabe zu fröhnen," beschwerte sie sich.
Mandalore sah sie grimmig an, lächelte dann aber überraschend.
"Wir leben doch noch oder?" konterte er.
"Es war trotzdem eine überflüssige und ich würde sagen absolut idiotische Aktion."
"Mit mir wird es eben nie langweilig!"

Nachdem die vier den Droiden, der aus der Rakata Anlage entstanden war erledigt und die Trümmer eingesammelt und untersucht hatten, erklärte Mandalore, dass sie sich sofort auf den Rückweg nach Telos machen müssten um sich mit Carth Onasi in Verbindung zu setzen. Er legte dabei einen befehlenden Ton an den Tag, dass es nicht verwunderlich schien, dass sowohl Visas als auch Zaalbar nicht so recht auf ihn hören wollten. Mandalore ignoriert es jedoch einfach und erwartete von ihnen eben solchen Gehorsam wie er ihn von seinen mandaloriansichen Kriegern gewohnt war.
Er sagte Zaalbar, dass er sie alle sofort wieder nach oben bringen solle und fügte etwas unhöflich hinzu, dass er hoffe, dass seine Leute mit den Reparaturen am T-Type bereits fertig seien, damit sie sofort wieder abfliegen könnten. Widerwillig wollte ihm Zaalbar folgen, doch Visas hielt den Wookiee zurück und wandte sich stattdessen an den Mandalorianer.
?Was soll das werden?? fragte sie wütend.
?Wonach sieht es denn aus? Wir machen den Abflug Lady.?
?Und seit wann gibst du hier die Befehle??
?Ich tue nur was getan werden muss, aber wenn es das ist was dich stört, erkläre ich dich gerne zu unserem Jedi Kommandanten,? sagte Mandalore und machte eine abschätzige Geste in ihre Richtung.
?Das ist es nicht was ich möchte, es geht mir darum, dass du es als selbstverständlich ansiehst das wir alle dem was du sagst Folge leisten. Ich hab aber nicht vor nach Telos zu fliegen. Noch nicht. Zunächst werde ich meine Reise nach Ossus fortsetzen. Ich hatte dir gestattet mit mir zu kommen, weil ich keine andere Wahl hatte. Wenn du möchtest darfst du mich auch nach Ossus begleiten, aber du kannst genauso gut hier bleiben. Da die Wookiees offenbar keine eigenen Raumschiffe haben, kann ich gerne deine Mitstreiter informieren wo sie dich finden können.?
?Gut tu das,? erwiderte Mandalore barsch. ?Aber komm nicht angelaufen, wenn du feststellst, dass es kein Telos mehr gibt, nachdem du von deinem tollen Ossus zurückgekehrt bist. Und das es auch keine Jedi mehr für deine tolle Akademie gibt. Die werden nämlich alle tot sein, wenn das was Revan uns vorausgesagt hat eintreffen wird.? Er zeigte auf Zaalbar und Jolee. ?Wir hatten alle eine Aufgabe von ihm erhalten. Keiner wusste was der andere zu tun hatte und ich glaube außer mir wusste bisher keiner, dass auch die anderen einen Auftrag erhalten hatten, womöglich glaubte jeder von uns, außer Carth, der einzige mit einer Mission zu sein. Aber ich weiß, dass Carth die Aufgabe hatte die Streitkräfte der Republik dafür zu gewinnen, dass sie im Ernstfall hinter ihm und damit hinter Revan stehen. Wir müssen uns also mit Carth treffen und beraten wie es weiter gehen soll. Vielleicht weiß er was wir jetzt tun sollen. Also ich sag dir was Lady. Du kannst dich jetzt entscheiden. Entweder du begleitest mich nach Telos oder du bleibst hier und wartest bis alles vorbei ist und wir die Drecksarbeit für dich erledigt haben.?
?Aber ich muss nach Ossus, ich hab es jemandem versprochen,? widersprach Visas hartnäckig.
?Vergiss Ossus endlich, Schätzchen,? erklärte Mandalore und Visas Marr gab endlich nach. Sie stieg zu Mandalore und Zaalbar in den Korb, der sie wieder nach oben bringen würde und zeigte damit, dass sie einverstanden war ihm zu folgen. Der Wookiee wollte gerade den Korb schließen als der alte Jedi Jolee neben ihnen auftauchte.
?Habt ihr noch Platz für ein weiteres Lichtschwert?? fragte er und meinte damit, dass er sie gerne begleiten würde.
?Tut mir leid alter Mann aber ich hab keine Zeit den Babysitter für dich zu spielen.?
?Ich wird dir gleich zeigen, wer hier einen Babysitter braucht.?
?Schon gut,? erwiderte Mandalore. ?Ich hab nur einen Spaß gemacht, natürlich würde ich dich gerne an Bord haben, aber bist du wirklich sicher, dass du dir das noch mal antun willst? Bei allem Respekt, aber du bist wirklich nicht mehr der jüngste.?
?Ich weiß, aber da ich immer noch nicht tot bin, kann ich meine letzten Tage auch genauso irgendwo anders verbringen. Ich war lange genug in diesem Baum und ich denke ihr könnt etwas Hilfe gebrauchen.?
Mandalore nickte. ?In Ordnung aber steh uns nicht im Weg rum.? Jolee Bindo stieg zu ihnen in den Korb und Zaalbar zog ihn nach oben. ?Welche Aufgabe hast du eigentlich von Revan erhalten??
?Es schmerzt mich das zuzugeben, aber ich hab keine Ahnung wovon ihr da eigentlich redet. Ich hab keinen Auftrag von Revan erhalten. Es ist die Macht selbst, die mich leitet und die noch eine letzte große Aufgabe für mich vorbereitet hat, etwas das alles erklären und den Dingen einen Sinn geben wird.?

Wieder zurück im Dorf der Wookiees, gingen Visas Marr, Mandalore, Zaalbar und Jolee Bindo zur Landeplattform, wo Visas? telosianischer T-Type stand. Zaalbar hat ihnen gerade mitgeteilt, dass seine Leute das kleine Raumschiff repariert hatten und alles zum Abflug bereit sei. Und obwohl es eng werden würde, wolle er sie ebenfalls begleiten um persönlich mit Carth zu reden und ihr weiteres Vorgehen zu koordinieren.
Vor dem Abflug erklärte Mandalore noch, dass sie wahrscheinlich auf die Exchange treffen würden. Sie hatten sie zwar abgehängt, aber wenn sie jetzt nach Telos zurück fliegen, würden sie ihnen direkt in die Arme laufen. Er sagte, dass sie von einem Kreuzer aus operieren und auf der direkten Route nach Telos patrouillieren. Er meinte weiter, dass sie nicht besonders gut auf die Mandalorianer zu sprechen seien, er aber keine Zeit habe um dies jetzt näher zu erklären.

Fortsetzung folgt
 
Grr... Ich hasse es bei spannenden Geschichten unterbrochen zu werden. Die Teile sind so "kurz" und ich hab nix mehr zu lesen! Und jetzt muss ich auch noch bis nächste Woche warten. Schämt euch!
 
Leider habe ich momentan nicht die Zeit, mich intensiv in eure Geschichte hinein zu lesen, aber trotzdem wollte ich mal meinen tiefsten Respekt für eure Arbeit ausdrücken. Eine Story in diesem Ausmaß zu schreiben; da muss man schon mit Herzblut dabei sein! :)

Und mal davon abgesehen. Das, was ich schon gelesen habe, ist wirklich sehr gut. Weiterhin viel Spaß und Glück beim Schreiben! :)
 
Grr... Ich hasse es bei spannenden Geschichten unterbrochen zu werden. Die Teile sind so "kurz" und ich hab nix mehr zu lesen! Und jetzt muss ich auch noch bis nächste Woche warten. Schämt euch

Da hat Tenuous verdammt recht schreibt endlich den nächsten oder ich krieg
Entzugserscheinungen:D
 
Normalerweise kommen die doch schon Samstag Abend
Jetzt ist schon Sonntag und es ist noch immer nichts hier
komisch
vieleicht wollen sie beobachten wie wir reagieren wenn sie nichts schreiben
oder sie machen ihr freies Wochenende
 
Zuletzt bearbeitet:
Kapitel 29

So hier nun leider verspätet Kapitel 29.
Es tut vanHelsing und mir leid, dass wir das neue Kapitel erst heute abend anbieten können, wir wünschen jetzt aber trotzdem viel Spaß beim Lesen:

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Mira saß auf dem Stuhl des Kapitäns und sah sich unruhig um. Doch etwa zum tausendsten Mal so glaubte sie, musste sie feststellen das es absolut nichts für sie zu tun gab.
Pass auf das Schiff auf, haben sie gesagt, und wir lassen dir auch T3 als Gesellschaft da, haben sie gesagt. Toll, aber was ich gegen diese lähmende Langeweile tun soll haben sie nicht gesagt.
Plötzlich hörte sie T3 in der Ferne piepsen. Der kleine Droide hatte sich praktisch im selben Moment als Revan und der Exilant, von dem sie inzwischen wußte, dass er Yann Kelar hieß, die Ausstiegsluke der Ebon Hawk verließen in den Maschinenraum des kleinen Frachters begeben um am Antrieb zu basteln oder was auch immer der kleine Kerl da den ganzen Tag tat. Was sie nun von ihm vernahm klang wie ein entsetzter Aufschrei und war eigentlich das erste Geräusch, das sie überhaupt von ihm hörte, seit die beiden anderen zum Tempel aufgebrochen waren. Sie wünschte sich allerdings dass es sich, wenn er schon etwas von sich gab, etwas freundlicher angehört hätte und nicht so als fürchte der kleine Droide jeden Augenblick für immer deaktiviert zu werden. Eilig stürmte sie am Computerraum vorbei durch den dünnen Gang hinter dem Cockpit, zu der Stelle wo sie T3M4 ängstlich piepsen und kreischen gehört hatte. Noch während sie darüber nachdachte, was ihm wohl passiert sein könnte, hörte sie ihn erneut kreischen, diesmal allerdings nicht mehr ganz so panisch wie beim ersten mal, offenbar hatte er sich wieder ein wenig beruhigt, vielleicht war das alles gar nicht so schlimm und sie brauchte sich überhaupt nicht so beeilen. Urplötzlich ging ein Ruck durch das Schiff, so als wären sie während eines Raumkampfs von Vibroraketen getroffen worden. Nur mit dem Unterschied, dass sie sich am Boden befanden. Der Schlag gegen die Hülle war so stark, das er sie sofort von den Beinen riss und sie sich fast auf dem Gang lang gelegt hätte. Zum Glück war es hier so eng, dass sie "nur" gegen die Wand geschleudert wurde und leicht benommen weiter taumelte. Sie fürchtete, dass es zu weiteren Erschütterungen kommen könnte und hielt sich vorsichtshalber näher an den Wänden auf um nicht so leicht umzufallen. Tatsächlich ließ der nächste Ruck der durchs Schiff ging nicht lange auf sich warten. Doch diesmal war es anders, irgendwie länger, es fühlte sich an als habe die Erschütterung den Frachter angestoßen und ins Wanken gebracht und nun schaukelte er ständig hin und her, so als befänden sie sich bei starkem Seegang auf dem Wasser. Es kam ihr vor als würde sie auf über eine wackelige Hängebrücke die über eine tiefe Schlucht gespannt war laufen. Als sie den Maschinenraum betrat, fehlte von T3 jedoch jede Spur und sie lief vorsichtig weiter zur Ladebucht, während die Hawk ein weiteres mal durchgeschüttelt wurde, nicht so stark wie bei den ersten beiden Malen, aber dafür wurde der Seegang danach heftiger als zuvor. Und dann entdeckte sie ihn endlich, T3 befand sich an der offenen Luke und eine Art Ranke war um seinen Droidenkörper gewickelt und versuchte ihn nach draußen zu zerren. Entsetzt stürmte Mira auf ihn zu und versuchte ihn festzuhalten, aber sie kam zu spät. Blizartig zog ihn die Ranke über die Rampe nach draußen. Mira zog ihren Blaster und folgte ihm so schnell es ihr möglich war.
"Halt durch Kleiner, Mira kommt dich retten," rief sie in die dichte Wildnis hinein. Hastig sah sie sich um und bemerkte das sich Ranken um das ganze Schiff gewunden hatten und daran zerrten. Das ist also der Grund für die Erschütterungen? dachte sie. Dann wendete sie sich wieder der Suche nach dem Astromech zu, das war im Augenblick wichtiger, um das andere Problem würde sie sich immer noch kümmern können. Sie folgte der Schleifspur, die T3 auf dem Boden hinterließ und kam so in immer dichteres Gestrüpp, zum Glück hatte ihr der Droide, wenn auch nicht ganz freiwillig den Weg geebnet und sie musste nur einige Äste in Brusthöhe beiseite schieben. Dann sah sie plötzlich etwas Metallisches aufblitzen und schoss mehrmals mit ihrem Blaster in die nähere Umgebung um das Objekt. Es war tatsächlich T3, er fiepte ängstlich als er sie sah. Die Ranke wand sich noch immer um seinen Körper und Mira schoss hinter ihn um die Ranke, aber nicht ihn zu treffen. Sie hatte jedoch keinen Erfolg, also machte sie ihren Granatwerfer bereit und feuerte eine Salve ins Dickicht. Sie wirbelte einigen Dreck auf und für einige Sekunden konnte sie nichts mehr erkennen und fürchtete bereits das schlimmste, als sie T3 erneut piepsen hörte, diesmal klang es allerdings erleichtert und sie war froh, als sie ihn näher kommen sah. Er war etwas mitgenommen, ein wenig verdreckt, aber frei von irgendwelchen Rankengewächsen. Sie wies ihn an so schnell wie möglich zur Hawk zurückzukehren. Und dann sah sie hinter ihnen die Ranken durchs Geäst auf sie zu kommen. Sie wies sich selbst an nicht mehr zurückzusehen und sich nur noch auf das was vor ihr lag zu konzentrieren. Nach einigen Metern, die ihr länger vorkamen als auf dem Hinweg, konnte sie die Ebon Hawk sehen. Riesige Gewächse hatten sich darum geschlängelt und den Frachter schon fast vollständig bedeckt. Es schien als wolle der das kleine Schiff vollständig verschlingen und für immer in seinen Untiefen begraben. Zur Ablenkung feuerte Mira die drei ihr noch verbliebenen Raketen ab. Eine links und eine rechts neben die Hawk, bevor sie die dritte abfeuerte, drehte sie sich um und vergewisserte sich das T3 unbeschadet hinter ihr war. Das schoss sie in die Schneise mit den Ranken aus der sie gerade kamen. Wenn sie das Schiff betreten wollten, hatte sie keine andere Wahl, als ihr Lichtschwert zu benutzen um die Ranken zu zerschneiden, sie löste es von ihrem Gürtel und wollte gerade die orangefarbene Klinge aktivieren, als sie ein weiteres Geräusch hörte, es kam jedoch nicht aus dem Dschungel um sie herum, sondern seltsamerweise von oben.
"Oh nein, nicht doch. Das wird ja immer schlimmer," sagte sie als sie hinaufsah und das fliegende Ungetüm sah. Der Körper dieses Wesens sah fast aus wie ein Skelett. Es hatte Hände oder vielleicht waren es auch die Füße, die spitzen Hakenkrallen ähnelten. Auch die Flügel waren mit Krallen besetzt, wirkten sonst aber eher wie aus Tuch gemacht. Teilweise hingen die Flügel wie aus Fetzen herunter. Der Kopf schien von einem Knochenpanzer umgeben zu sein, fast so wie ein Helm. Die riesige Kreatur schlug immer wieder mit seinen Krallen auf die Hawk ein. Mira wollte lieber nicht warten, bis es sich T3 oder sie als Ziel auswählte. Sie zerschlug mit dem Lichtschwert so viele Ranken wie nötig, damit sie und T3 das Schiff betreten und dann die Luke schließen konnten. Mira rannte sofort ins Cockpit und wollte gerade starten, als ihr klar wurde, dass sie nicht starten konnte. Yann und Revan waren noch da draußen und sie waren auf sie angewiesen und darauf, dass sie die Hawk beschützte bis die zwei wieder kommen würden. Eine erneute Regung des Schiffes brachte sie dazu aus dem Cockpitfenster zu sehen. Rechts von ihr schien sich der Boden aufzulockern und drohte sie zu verschlingen.
"Ich fürchte, dass uns dieser Planet nicht sonderlich mag," sagte sie. Sie hatte keine andere Wahl. Sie musste die Hawk starten, sofern sie überhaupt noch dazu in der Lage waren. Sie wusste das sie ihre Jedifreunde damit praktisch im Stich ließ, aber wenn sie hier blieb und zusah wie das Schiff verschlungen würde, würde es ihnen auch nicht weiterhelfen. So bestand zumindest die Chance, dass sie zurückkehren und sie holen konnte. Als sie den Antrieb startete, vernahm sie T3. protestierendes Piepsen. Sie verstand zwar nicht was er sagte, aber das brauchte sie auch nicht, sie wußte auch so, dass er nicht damit einverstanden war.
"Ich weiß mein Kleiner, ich weiß, ich mache mir auch Sorgen um sie, aber wir werden zurückkommen und sie holen." Da T3 sie nicht daran hinderte das Schiff freizuschütteln, vermutete sie, dass er sie verstand, er war vielleicht nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden, aber zumindest fügte er sich ihr.
Obwohl sie zusätzlich die Bordlaser einsetzte, die sie von hier aus steuern konnte, gelang es ihr nicht wirklich die Hawk von all diesen Ranken zu befreien und zu starten. Doch sie wußte, wenn es ihr jetzt nicht gelingen würde, wären sie verloren. Sie legte all ihre Energie in diese eine Aktion und dann spürte sie wie die Macht durch sie hindurch floß. Sie wußte nicht genau wie, aber irgendwie half ihr die Macht bei ihrem Vorhaben und schob einen Teil der Ranken, die das Schiff umklammert hatten beiseite. Mira gab vollen Schub in die Triebwerke und die Ebon Hawk hob scheppernd ab. Sie wusste nicht genau was alles beschädigt war, aber ihr wurde schnell klar, das einiges bei ihrem gewagten Startmanöver zu Bruch gegangen war. Dennoch war sie erleichtert, sie waren endlich in der Luft und hier konnten ihnen die Rankengewächse nichts mehr anhaben. Sie mußten nur eine Weile kreisen, bis die zwei Jedi im Tempel bereit waren von ihnen abgeholt zu werden. Ein dumpfer Knall unterbrach ihre Gedanken und mehrere Anzeigen um sie herum begann wie wild zu blinken und zu piepsen. Sie sah T3 ungläubig an.
"Was soll das? was passiert hier?" aufgeregt fuhr der Droide herum und schien mit den Anzeigen im Takt zu piepsen.
"Hört auf, Ruhe verdammt." schrie Mira und versuchte sich dann zu konzentrieren. Plötzlich spürte sie etwas in der Macht und sah geistesgegenwärtig nach vorn aus der Kanzel. Das riesige vogelähnliche Wesen hatte seine Krallen ausgefahren und flog direkt auf sie zu. Mira riss die Kontrollen herum und wich ihm im letzten Moment aus, doch irgendwie muss es sie trotzdem getroffen haben. Alle Systeme kreischten noch mehr als zuvor und T3 stieß Mira warnend an, bis sie begriff, dass er ihr etwas zeigen wollte, sie sah auf die Anzeige. Noch 9 Sekunden bis zum strukturellen Versagen aller Systeme. Geschockt sah sie T3M4 an.
"Das wars dann wohl kleiner Droide. Wir haben versagt, in neun Sekunden ist alles vorbei, dann sind wir beide tot und Revan und Yann ebenfalls, denn ohne uns oder die Hawk sitzen sie für immer hier fest."
 
***

Was war geschehen? fragte sich Bastila als sie in der engen Röhre hockend die Hände vom Gesicht nahm. Sie hatte eine grausame Erschütterung in der Macht wahrgenommen. Zwei Dutzend Leben wurden gerade ganz in der Nähe ausgelöscht und es kam ihr vor als wäre es direkt vor ihren Augen passiert. Schlimmer noch, es fühlte sich so an, als hätte sie es selbst getan und schlagartig kamen die Erinnerung an die Zeit wieder hoch als Malak sie gebrochen und sie zur dunklen Seite der Macht verführt hatte. Damals an Bord der Sternenschmiede hatte sie ihre Kampfmeditation eingesetzt um ganz so wie es ihr Malak befohlen hatte die Schiffe der Republik in der Schlacht zu zerstören. Hunderte vielleicht tausende kamen durch ihre Schuld um. Und dann zückte sie sogar ihr Lichtschwert und richtete es gegen Revan. Lange Zeit war sie dazu bereit gewesen ihn zu töten, bis es ihm endlich gelungen war sie ins Licht zurückzuholen. Sie hatte die Dunkelheit gespürt und verstand sie besser als all die anderen Jedi im schwächlichen Orden. Deshalb waren sie und Revan sich auch noch ähnlicher geworden. Aber noch immer fiel es ihr schwer daran zu denken und sich ihrer dunklen Seite zu stellen.
Sie kroch weiter durch die Röhre bis sie ein Licht erblickte, sie war fast da, hinter der Tür in dem Raum in den sie durch die Röhre gelangt war befand sich das Labor von Lich und hier würde er hoffentlich Bao Dur festhalten und wenn sie Glück hatte würde er nicht sehr schwer bewacht werden. Bastila spähte mit der Macht hindurch und spürte, dass sich Bao Dur tatsächlich alleine auf der anderen Seite befand, wie viele Droiden aus Lich's Armee bei ihm waren konnte sie nicht sagen, aber es war ihr auch egal, sie würden ihr nicht lange im Weg stehen. Sie öffnete die Tür mit aktivierter Doppelklinge und stieß sie sofort waagerecht in den Raum. Die HK50 Wachen rechts und links neben ihr wurden umgehend geköpft, noch bevor sie überhaupt wussten was geschehen war. Zwei weitere schleuderte sie durch einen Machtstoß gegen eine nahegelegene Wand und setzte sie dadurch außer Gefecht. Doch sofort musste sie mehrere Blasterschüsse abwehren, die sie sogleich zu ihrem Ursprung zurück beförderte und so drei weitere HK50 ausschaltete. Während sie weiteres Blasterfeuer abwehrte, konnte sie sich erstmals etwas mehr Übersicht verschaffen. Bao Dur stand etwas weiter entfernt von ihr am entlegensten Punkt des Labors. Er befand sich im festen Griff zweier HK50 und vier weitere flankierten ihn mit ihren Blastergewehren. Außer diesen sechs Droiden waren nur noch etwa ein Dutzend weitere in dem Raum und die meisten von ihnen schossen gerade auf sie. Bastila verschanzte sich kurz hinter einem großen Analysegerät, als sie aus dem Augenwinkel erspähte, dass sich vier der Droiden zu einer kleinen Gruppe zusammengerottet hatten um sie von der Seite aus anzugreifen, während ihnen die anderen Rückendeckung gaben. Ein geschickter Schachzug, für eine Horde lebloser Droiden! Dennoch hatte ihn Bastila leicht durchschaut und nun war es für sie auch leichter mehrere Angreifer gleichzeitig auszuschalten. Sie benutze die Macht um einen schweren Gegenstand, der von der Decke herunter hing und vermutlich ebenfalls dazu benutzt wurde um Droiden zu reparieren, zu lösen und auf die Angreifer zu schleudern. Das Gerät fiel auf sie herunter und bedeckte sie vollständig. Nun waren nur noch acht von ihnen übrig, die Bastila nun auch einen nach dem anderen ausschaltete und meist musste sie dafür nicht einmal die Macht benutzen. Gerade als sie die letzen zwei, die noch zwischen ihr und Bao Dur standen mit Hilfe der Macht, weggeschleudert hatte, zielten die zwei, die ihn eigentlich festhielten mit ihren Blastern auf seinen Kopf.
"Bedauern: Unser Meister befahl uns zwar ihn nicht zu töten, da er ihn noch benötige, aber so wie es aussieht lassen sie uns keine andere Wahl, Jedi Fleischsack." Doch bevor die beiden feuern konnten, hob Bastila ihre Blastergewehre mit der Macht hoch und ließ sie gegen die Decke scheppern wo sie zerbrachen. Für eine Millisekunde waren sie verwirrt, doch dann fassten sie sich wieder und wollten mit ihren Fäusten auf den Iridorianer losgehen, aber diesmal setzte er sich selbst zur Wehr und erledigte den Ersten mit seinem Arm. Dann duckte er sich unter dem Schlag des Zweiten ab und beförderte ihn mit einem Tritt gegen die Wand. Danach hob er noch schnell das Gewehr eines der anderen HK50 auf und erledigte den Letzten.
Bastila nickte ihm zufrieden zu.
"Lass uns hier verschwinden."
Bao Dur lächelte, doch blitzartig verfinsterte sich seine Miene.
"Achtung," sagte er und zeigte hinter Bastila zur Tür aus der sie gekommen war.
"Bravo." sagte Lich und applaudierte der Jedi freundlich. "Sehr beeindruckend. Ich hätte nicht erwartet, dass ihr es so schnell schaffen würdet hier aufzutauchen. Allerdings hatte ich gehofft ihr würdet es meinen Droiden etwas schwerer machen. Nun ja." Lich zuckte etwas unzufrieden mit den Schultern. Hinter ihm in der Tür stand sein HK500 Droide Drake und etwa einhundert weitere HK50. Zu viele selbst für sie und Bao Dur zusammen. Bastila deaktivierte die goldenen Klingen ihres Lichtschwerts und gedeutete Bao Dur seine Waffe ebenfalls sinken zu lassen.
"Entschuldigt, aber jetzt wo ihr uns beide habt, gestattet mir eine Frage," bat Bastila und Lich nickte zustimmend.
"Ihr wollt sicher mehr über das erfahren, was hier vor sich geht, nicht wahr?" Bastila's Blick ließ keine Zweifel, dass sie genau das von ihm erwartete, also ging Lich mit vorsichtigen Schritten zu seinem Arbeitsbereich, der immer noch einige Meter von Bastila und Bao Dur entfernt war. Lediglich Drake, der ihn auf dem Weg einmal stützen musste folgte ihm hinein, die anderen Droiden blieben vor der Tür stehen und versperrten Bastila und Bao Dur somit den Rückweg, zumindest den durch die Röhren durch die Bastila gekommen war.
"Ich habe ihnen erzählt ich sei nicht interessiert an Eroberungen oder ähnlichem. Aber sie haben zweifellos bereits bemerkt, dass dies eine Invasionsarmee ist. Oder zumindest ein Teil davon. Mein einziger Wunsch ist es eines Tages den perfekten Droiden zu erschaffen, einen der die Existenz von nichtmechanischen Lebewesen überflüssig machen wird. Doch dazu benötige ich eine gewisse...Unterstützung. Und diese bekomme ich von den Sith Hexen."
"Sith...Hexen?" fragte Bastila verwundert und zugleich neugierig.
"Aus eurer Reaktion schließe ich, dass ihr noch nie von ihnen gehört habt, das wundert mich nicht. Es ist lange her, es war damals zu den Anfängen der Republik...und der Jedi. Damals beschlossen die Jedi einen Kodex, der dem heutigen bereits sehr ähnlich war. Diesem wollten jedoch nicht alle Machtbegabten folgen, also wurden sie kurzerhand zu dunklen Jedi erklärt und in die unbekannten Regionen verbannt. Es gab etwa Einhundert von ihnen. Sie gründeten eine neue Heimat und wurden zu dem was ihr als Sith kennt. Sie vergaßen die Republik und lebten nach ihren eigenen Regeln, bis eines Tages ein Raumschiff auf Korriban auftauchte und ihnen einen Weg zurück zu ihren Wurzel aufzeigte. Dies führte zum großen Hyperraumkrieg indem..." Bastila unterbrach den alten grauhäutigen Mann.
"Ich weiß nicht wie lange ihr hier schon alleine lebt, aber das alles ist uns bestens bekannt." meinte sie ungeduldig.
"Arroganz ist der Pfad zur dunklen Seite meine Liebe." erklärte Lich lächelnd und in seiner Stimme klang Schadenfreude mit. "Was ihr nicht wisst ist der Teil der Geschichte der sich während der Zeit in den unbekannten Regionen abspielte. Zunächst schien genug für alle da zu sein, doch schon bald entzweiten sich die verstoßenen Jedi. Sie waren sich uneins über das was weiter geschehen sollte. Einige kapselten sich ab und gründeten eigene Reiche, die schon bald im Krieg miteinander lagen. Dem ersten Sith Lord gelang es schließlich diese Reiche wieder zu einen, doch Frieden herrschte deshalb noch lange nicht. Das ist nicht die Art der Sith. Doch nicht alle von ihnen waren wirklich dunkle Jedi, einige waren einfach nur nicht mit den Prinzipien der Jedi einverstanden. Zu ihnen gehörten drei Echani Schwestern , sowie zwei andere, Menschen, - denke ich. Sie verließen das Reich der Sith, drangen noch tiefer in die unbekannten Regionen vor und landeten schließlich in einem abgelegenen System, das völlig vom Rest des Universums abgeschnitten war. Dort gründeten sie ihr eigenes Reich. Sie versklavten die einzelnen und sehr verschiedenen Völker ihres Reiches und begannen mit der Aufstellung einer Invasionsflotte um eines Tages in den Teil der Galaxie zurückzukehren aus dem sie vor Jahrhunderten von den Jedi verstoßen wurden. Ihr einziges Ziel war es von nun an Rache zu üben. Sie stärkten das System und seine Bewohner und bereiteten alles darauf vor irgendwann die Kontrolle über die gesamte Galaxie zu übernehmen. Die Nachkommen der machtbegabten Echani Schwestern und die der anderen Jedi zeugten weitere machtbegabte Kinder, die zu mächtigen Hexen ausgebildet wurden und heute wird ihr Reich von den 3 Schwestern angeführt."
Bastilas Überlegungen, ob es sich bei den drei heutigen Anführerinnen immer noch um die ursprünglichen Echani Schwestern handeln könnte, wurden direkt durch Bao Dur unterbrochen.
"Also alle Machtbegabten dieses Volkes sind Frauen?" fragte Bao Dur interessiert nach und fing sich einen grimmigen Seitenblick von Bastila dafür ein.
Lich lächtelte nur über dieses kurze Schauspiel.
"Ihr habt von Racheplänen gesprochen?" fragte Bastila und versuchte Lich wieder auf das eigentliche Thema anzusprechen.
"Ihr habt recht. Sie wollten das ich ihre Invasion vorbereite. Ich forschte nach einem Droiden der bestens geeignet war für das was ich vorhatte. Und dann fand ich HK47. Aber leider gehörte er dem mächtigen Revan. Ihr könnt euch denken wie enttäuscht ich war als ich erfuhr, dass es nur dieses eine Exemplar gab. Aber dann erfuhr ich, dass ihn die Sternenschmiede extra nach Revans Vorstellungen gebaut hatte. Das war damals, nach dem Krieg gegen die Mandalorianer, als er die Sternenschmiede zum ersten Mal fand, als er noch ein Sith war und Malak sein Schüler. Später verlor er mit seinem Gedächtnis auch seinen Droiden, erst als er wieder zum Jedi wurde, fand er auch seinen Droiden wieder. Ich begab mich also zu den Überresten der Sternenschmiede und wurde fündig. Es dauerte lange bis ich die Subroutinen der Schrotteile die sich über das ganze System ergossen durchsucht hatte. Aber dann war ich bereit. Ich kam hierher, ließ diese Fabrik errichten und nahm meine Arbeit auf. Und dann entsendete ich die HK50 als Protokolldroiden überall in die Einrichtungen der Republik. Und mit dem Computerprogramm, das ich ebenfalls in den Resten der Sternenschmiede fand war es kein Problem die Systeme zu manipulieren, so das niemand Verdacht schöpfte. Und dank dieses Programms, ich habe es Computervirus getauft, ist es mir möglich alle Droiden der Republik so umzuprogrammieren, dass sie sich gegen ihre Besitzer richten, sie müssen sich nur an einen Computer anschließen. Und sobald die Invasionsflotte der Hexen hier eintrifft um die restlichen HK50 als Ergänzung zu ihrer ohnehin bereits mächtigen Armee aufzunehmen, werden sie mit der bereits geschwächten Republik leichtes Spiel haben und ich bin meinem Traum, einem Universum beherrscht von Droiden einen großen Schritt näher!" Lich grinste höhnisch. "Darf ich euch jetzt töten lassen oder habt ihr noch eine Frage?"
"Nein danke," erwiderte Bastila und wollte gerade ihr Lichtschwert zünden, als Bao Dur einen Schritt vortrat und in Drake's Augen sah. "Ja, eine hätte ich noch." Lich sah zu Drake hinüber und verstand.
"Die Computeraufzeichnungen über HK47 und dem Computervirus waren nicht das einzige das ich in den Trümmern der Sternenschmiede fand. Der HK500 ist mein Entwurf, eine verbesserte Version des HK50, aber er funktionierte nicht."
"Ich weiß." erwiderte Bao Dur fast ungerührt.
"Drake ist sozusagen meine Bezahlung für die Droidenarmee, die ich den Hexen gebaut habe. Damit er funktioniert haben sie eine ihrer Techniken angewandt.. Sie gaben Drake eine Seele, die Seele eines toten Jedi!"
 
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"Malak!" meinte Bastila, als sie plötzlich verstand. "Es war seine dunkle Energie die ihr bei den Trümmern der Sternenschmiede fandet!"
"Ihr habt es erfasst. Und nun wird es Zeit für euch zu sterben."
"Jetzt!" schrie Bastila.
"Ja, Jetzt, das sagte ich doch gerade." erwiderte Lich verwundert.
"Nein, ich sagte JETZT!"
Plötzlich öffnete sich eine Luke hinter Bastila und Bao Dur und in kurzen Abständen flogen ca. ein Dutzend Granaten in das kleine Labor und explodierten, dann stieg HK47 aus der geheimen Luke und hinter ihm entdeckte Bastila auch die zwei anderen Droiden, Cici und ihren Freund GV69. HK47 feuerte auf alles was sich bewegte und dezimierte so die Zahl der HK50 weiter, ohne das einer von ihnen das Labor hätte betreten können.
"Perfektes Timing." meinte Bao Dur erleichtert. Dann sah er zu Bastila. "Das ganze war also nur ein Ablenkungsmanöver, bis die Kavallerie hier eintrifft."
"Korrektur: Keine Kavallerie. Nur HK47!"
"Stimmt, du bist besser als jede Kavallerie und jetzt laß uns verschwinden," sagte Bao Dur, der HK47 mit seinem eigenen Blasterfeuer ins Innere der durch die Granaten erzeugten Rauchschwaden unterstützte. Feuernd drängte er HK und Bastila zurück zur Luke.
"Stopp." schrie Lich plötzlich aus der Rauchschwade heraus und im selben Augenblick erschien ein Energiefeld vor der Luke, das Bao Dur, Bastila und HK47 in dem Labor einschloss und so von Cici und GV69 die sich auf der sicheren Seite befanden abschnitt. Der Rauch verzog sich wieder und Lich trat selbstsicher hervor.
"Und was macht ihr jetzt?" fragte er überheblich.
"...weiter wie geplant," erwiderte Bao Dur und schlug mit seinem Arm auf das Energiefeld, das sich sogleich auflöste. "Den hab ich nicht zur Zierde." sagte er dem völlig verdutzten Lich. HK47 betrat das Innere des engen Ganges hinter der Luke und ihm folgte Bao Dur. Mit ihrem Lichtschwert wehrte Bastila noch die Blasterschüsse ab und deckte so ihren Rückzug. Sie wollte den anderen gerade folgen, als plötzlich und völlig unerwartet Drake vor ihr auftauchte und ihr den Fluchtweg versperrte. Sie hatte keine andere Wahl als den Kampf mit ihm aufzunehmen. Sie konterte mit ihrer Doppelklinge seinen Schlägen und rief dann den anderen zu sie sollten abhauen.
"Du hättest tot bleiben sollen." sagte sie zu Drake.
"Gib dir keine Mühe." erwiderte Lich, "er weiß nicht einmal selbst, dass er einmal Malak war. Es wäre nicht gut wenn er derselbe wie früher wäre, nur in einem anderen Körper, deshalb habe ich die Macht benutzt um seine Erinnerungen zu unterdrücken, ich glaube diese Technik habt ihr auch schon einmal angewendet." Lich grinste und sah dann Drake ein wenig nachdenklich an. "Eigentlich hat nicht einmal ein Sith wie er ein solches Leben verdient." Bastila kämpfte tapfer weiter doch wie schon bei ihrem ersten Treffen mit Drake hatte sie auch diesmal kaum eine Chance. Sie war zu sehr damit beschäftigt seine Angriffe abzuwehren, als selbst welche anzubringen. Und in einem unbedachten Moment gelang es ihm so ihr Lichtschwert zu zerstören und den Griff zu zerschlagen. Bao Dur eilte sofort aus dem Gang zurück ins Labor um ihr zu helfen. Aber der Kampf hatte sie inzwischen zu weit in den Raum zurück gedrängt. Sie forderte Bao Dur weiter auf bei der Luke zu bleiben. Sie hatte nämlich bereits sein Lichtschwert entdeckt das hinter Lich auf einem Tisch lag.
"Ich bin gleich bei euch." erklärte sie, dann ließ sie das Schwert in ihre Hand gleiten und wollte es aktivieren.
"Oh nein, warte..." Bao Dur versuchte noch sie zu warnen aber zu spät. Bastila konnte das Lichtschwert, das von Bao Dur so konstruiert worden war, dass es nur in Verbindung mit seinem künstlichen Arm funktionierte nicht zünden.
"Es ist wohl beschädigt," sagte sie knapp und rollte sich im letzten Moment unter Drake's Schlag weg. Der Versuch eines Machtstoßes verpuffte regelrecht und sie musste aufgeben.
"Ihr habt mich," sagte sie und hob die Arme. Doch zum Vorschein kam ein Thermaldetonator. "Wenn sie nicht möchten, dass alles hier in dem Raum, inklusive ihnen und ihrem Kuscheldroiden zerstört wird, lassen sie uns besser gehen." drohte sie und Bao Dur atmete erleichtert auf. Lich erschien alles andere als begeistert, ließ sie aber ziehen. Bao Dur ging langsam wieder ins Labor zurück um Bastila entgegen zu gehen, als er plötzlich bemerkte das Lich etwas vor hatte. Sofort sprang er dazwischen und fing einen Machtstoß ab der eigentlich für Bastila gedacht war. Augenblicklich fiel er erschöpft zu Boden. Lich hatte ihm irgendwie das Leben entzogen.
"Sieht so aus als müsstet ihr ohne ihn gehen meine Liebe." Die Energiebarriere vor der Luke wurde wieder aktiviert. "Ups," sagte Lich höhnisch. "Wenn ihr eure Bombe jetzt auslöst sterbt ihr beide."
"Wenn schon," erwiderte sie nicht wirklich ernst gemeint.
"Versucht es noch mal, aber diesmal etwas überzeugender." Lichs Lachen hatte etwas düsteres, angsteinflößendes.
Bastila überlegte kurz. "Nehmt mich, lasst ihn gehen und ich bin eure Gefangene. In seinem Zustand nützt er euch doch nichts mehr." Lich dachte kurz über das Angebot nach, dann vertraute er auf das Wort eines Jedi und ließ die Barriere sinken. HK47 konnte hereinkommen und Bao Dur holen. Dann ging er mit ihm durch die Luke zu Cici und GV69. Hinter ihnen schloss sich die Barriere erneut und Bastila war gefangen.

HK47, Cici, GV69 und der schwer verletzte Bao Dur befanden sich nun hinter der Barriere die zu Lich's Labor führte. Einen Augenblick lang stand HK hilflos davor und versuchte auf die andere Seite zu sehen um einen Blick auf Bastila Shan zu erhaschen, aber er konnte sie nicht mehr sehen und wie ihm Cici nachdrücklich erklärte, gab es auch keinen Weg mehr für sie hinein, sofern es Bao Dur nicht noch einmal gelingen sollte die Energiebarriere mit seinem Arm zu durchstoßen. HK, blickte zu seinem Meister und erkannte, dass dieser kaum noch in der Lage war zu atmen, geschweige denn seinen künstlichen Arm zu benutzen.
"Unsichere Frage: Was sollen wir denn jetzt machen?" fragte HK47 die ebenso verwirrt scheinende Cici.
"Das fragst du mich? Ich bin doch nur ein Protokolldroide. Ich bin es gewohnt, dass man mir Befehle gibt. Und so wie es aussieht hast du hier jetzt das Kommando. Einer deiner Humanoiden ist gefangen, der andere ist schwer beschädigt. Sag du mir was zu tun ist," antwortete Cici mit ruhiger Stimme. Eine ihrer Aufgaben als Protokolldroidin war es auch stets Gelassenheit auszustrahlen, auch wenn sie selbst nicht weiter wußte.
HK dachte über ihre Worte nach und erkannte, dass sie wohl recht hatte und ihm nichts anderes übrig blieb als nun selbstständig im Sinne seines Meisters zu agieren. Als erstes versuchte er deshalb auch den Zustand seines Meisters zu ergründen und befragte Cici ob sie ihm weiter helfen könnte.
Sie sagte, dass sie nichts genaueres darüber wüßte, aber schon früher beobachtet habe, wie Lich die sogenannte Macht benutzte um anderen Lebewesen die gesamte Flüssigkeit zu entziehen, bis sich diese vollständig in Staub verwandelten und vom Wind davongetragen wurden. Sie glaubte, dass dies auch mit Meister Bao Dur geschehen sei, Lich sein Werk aber diesmal nicht vollenden konnte. HK fragte sie dann ob sie Bao Dur helfen könne, sie verneinte und HK fragte weiter ob es in dem Dorf einen Medidroiden gäbe.
"Nein, wir haben ja auch noch nie einen gebraucht. Wozu auch? Das einzige Lebewesen in der Fabrik ist Meister Lich," antwortete sie wahrheitsgemäß.
HK47 meinte, dass sie einen Weg finden müssten um Bao Dur zu heilen. Aber Cici sah darin, auf ihre kühle Droidenart, keinen Sinn.
"Meister Lich wird nicht Wort halten und uns vernichten, er wird seine HK50 auf uns hetzen und dann werden sie unsere Schaltkreise schmelzen."
"Motivierender Befehl: Dann sollten wir von hier verschwinden. Gibt es einen Ort an dem wir uns verstecken können?" fragte HK47.
"Nein, jedenfalls keinen an dem uns die HK50 nicht finden werden, aber es gibt da etwas wo wir für einige Zeit unentdeckt bleiben könnten, doch nicht für sehr lange, höchstens ein paar Tage."
"Erleichterte Aussage: Das muss reichen. Ich werde mir dann später überlegen, wie es weitergehen soll. Im Moment ist es unsere einzige Chance, also führ uns hin." Dann befahl er noch GV69 sich zu transformieren und lud dann Bao Durs geschundenen Körper auf den Rücken des kleineren Droiden, damit sie ihn besser transportieren konnten. Dann führte sie Cici zu dem erwähnten Versteck.

Fortsetzung folgt
 
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