Militärgeschichte

Heute vor genau 66 Jahren, am 16.12.1044 begann die Operation "Wacht am Rhein", die sogenannte Ardennen-Offensive.
"Wacht am Rhein"

"Wacht am Rhein" war die Codebezeichnung für eine Angriffsoperation der Wehrmacht im Westen im Spätherbst 1944. Erstmals am 16.09.1944 von Hitler angesprochen, sollte eine solche Offensive die Lage nutzen: Nach stürmischen Vormarsch im Sommer musste die Rote Armee zunächst pausieren, die britische Niederlage nach der Luftlandung bei Arnheim und die Verluste der Amerikaner beim Kampf um Aachen ließen einen angeschlagenen Gegner vermuten, der zudem mit einem deutschen Gegenschlag am allerwenigsten rechnete. Am 12.10.1944 legte der Wehrmachtführungsstab einen ersten Operationsentwurf (zunächst noch unter dem Decknamen "Christrose") für "Wacht am Rhein" vor: Wie beim "Sichelschnitt" 1940 sollten starke gepanzerte Verbände durch die Ardennen zur Maas vorstoßen und am 7. Tage Antwerpen nehmen. Damit wären 30 alliierte Divisionen in Nord-Belgien und Süd-Holland abgeschnitten und könnten wie einst bei Dünkirchen vernichtet oder wenigstens vertrieben werden. "Wacht am Rhein" unterlag höchster Geheimhaltung, erst am 24.10.1944 wurden die Generalstabschefs des Oberbefehslhabers West Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt und der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter unterrichtet, am 03.11.1944 wurden die Armeebefehlshaber instruiert. Sie mussten unter Androhung der Todesstrafe schriftlich Stillschweigen geloben. Die zunächst für den 27.11.1944 vorgesehene Auslösung von "Wacht am Rhein" musste wegen zahlreicher Transportprobleme der von allen Fronten dafür abgezogenen Verbände verschoben werden. Am 11./12.12.1944 versammelte Hitler im Führerhauptquartier "Adlerhorst" die Korpskommandeure und Divisionschefs, gab die letzten Befehle aus und beschwor den "Blitzsieg" von 1940. Mit der Auslösung von "Wacht am Rhein" am 16.12.1944 begann dann die Ardennenoffensive, die letzte größere Angriffsoperation der Großdeutschen Wehrmacht.

Der Verlauf der Offensive :

Für die Ardennenoffensive, die nach Hitlers Willen aus der "ewigen Defensive" herausführen sollte, wurden bereitgestellt: Im Norden die 6. SS-Panzerarmee Unter SS-Oberstgruppenführer und Genraloberst der Waffen-SS Sepp Dietrich mit 4 Panzer- und 5 Infanteriedivisionen, die über Lüttich den eigentlichen Schlag gegen Antwerpen führen sollte; im Mittelabschnitt die 5. Panzerarmee unter General der Panzertruppe Hasso von Manteuffel mit 3 Panzer- und 4 Infanteriedivisionen, die weiter südwestlich über die Maas gehen und Dietrich gegen Angriffe von Südwesten schützen sollte; im Süden die 7. Armee unter General der Panzertruppe Erich Brandenberger mit nur 4 Infanteriedivisionen (vorgesehen 5 und 1 Panzerdivision), die einen schützenden Schleier an Manteuffels südliche Flanke bilden sollte. Den Oberbefehl hatte wie erwähnt Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt, nach dem die Ardennenoffensive auch Rundstedt-Offensive genannt wird, obwohl der Generalfeldmarschall kaum an Planung und Durchführung beteiligt war. Die Truppen im Kampfraum unterstanden der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter Model, die Luftsicherung übernahm das Luftkommando Westen unter Generalleutnant Josef Schmid mit 1492 Jägern, 262 Bombern und Schlachtflugzeugen sowie 40 Aufklärern.

Trotz des umfangreichen Aufmarsches gelang die fast völlige Überrumpelung des Gegners, der 1. US-Armee unter dem damaligen Luitenant-General und späteren General Courtney Hicks Hodges . Auch das für einen Erfolg der Ardennenoffensive unabdingbare schlechte Wetter, das die alliierte Luftstreitmacht am Boden hielt, stellte sich ein. Wenn dennoch der erste Anlauf im Norden nach 10 km und in der Mitte nach 30 km ins Stocken geriet, so wegen fataler Unterschätzung des angeblichen in der Defensive hilflosen amerikanischen Gegners und wegen Nachschubschwierigkeiten auf den verschneiten und verstopften Straßen. Das Unternehmen "Greif", bei dem als US-Offiziere getarnte SS-Männer Verwirrung hinter den feindliche Linien stiften sollten, blieb fast ohne Wirkung.

"Greif" war der Deckname für ein Kommando-Unternehmen deutscher Soldaten hinter der amerikanischen Front während der Ardennenoffensive im Dezember 1944. In Nachahmung ähnllicher alliierter Maßnahmen wurde unter SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny eine Truppe gebildet und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr trainiert, die in US-Uniformen mit Beutewaffen und Beutefahrzeugen Maasbrücken sichern und Verwirrung beim Gegner stiften sollte durch widersprüchliche Anweisungen, Versetzung von Wegweisern u.a. Insgesamt wurden inklusive Nachschubeinheiten 3300 Mann zusammengezogen, die jedoch teilweise wegen ungenügender Eignung wieder entlassen werden mussten. Nur ein kleiner Teil konnte nach Angriffsbeginn in die Einsatzgebiete einsickern. Der Effekt war trotz anfänglicher Desorientierung beim Gegner gering, schürte aber eine Art "Fünfte-Kolonnen"-Hysterie, die anfällig machte für Propaganda-Erfindungen wie z.B. die Alpenfestung.
Gefangene Soldaten dieser Kommandos wurden von den US-Truppen gemaß des Kriegsrechts ohne großes Felderlesens erschossen.



Das für den 2. Angriffstag vorgesehene Ziel, die Maas, wurde nicht erreicht. Immerhin gelang der 5. Panzerarmee die Einschließung des wichtigen Verkehrsknotens Bastogne und, solange eine niedrige Wolkendecke schützte, der Vorstoß mit der 2. Panzerdivision bis in die Nähe von Dinant.

Im Norden ging eine Kampfgruppe der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte "Adolf Hitler" unter SS-Obersturmbannführer Jochen Peiper schon am 17.12.1944 auf Stavelot vor und wurde erst kurz vor einem amerikanischen Benzindepot vom Treibstoffmangel gestoppt. Seiner Einheit wurde nach dem Krieg im Malmedy-Prozess die Ermordung gefangener und verwundeter Gls angelastet. Das Gerücht über das Massaker führte in den folgenden Kämpfen zu wachsender Erbitterung und steigenden Verlusten auf beiden Seiten.Obwohl die Vorgänge in Malmedy bis huet nicht geklärt sind und es verschiedene Versionen gibt gilt die Tötung der US-Soldaten noch heute als Kriegsverbrechen. Obwohl keines der Todesurteile aus dem sogenannten Malmedy-Prozess vollstreckt wurde.
Auch der Befehls von General of the Army Dwight Davis Eisenhowers, des Oberbefehlshabers der Westmächte, für 5 Tage keine SS-Soldaten gefangen zu nehmen, was ein klares Kriegsverbrechen darstellt, wird heute gerne "Übersehen"
Aber weiter im Text.

Nach einer Woche begannen die alliierten Gegenmaßnahmen zu greifen: Der mit Beginn der Ardennenoffensive einsetzende Beschuss des reparierten Hafens von Antwerpen mit V-Waffen konnte den reichlich fließenden Nachschub für die US-Truppen nicht gefährden. Mit Wetterbesserung am 23.121944. kam die Luftüberlegenheit zudem zum Tragen, sodass Nachschub für die dt. Verbände nur noch nachts und somit gänzl. unzureichend nach vorn kam. Angriffe auf die weitgedehnten deutschen Flanken zwangen Manteuffel - oft unter Aufgabe zahlreicher Panzer - zur Zurücknahme der Panzerspitzen und ermöglichte der 4. US-Panzerdivision am 26.12.1944 den Durchbruch durch den Belagerungsring um Bastogne, das sich, aus der Luft versorgt, hatte halten können.

Trotz der sicheren Niederlage weigerte sich Hitler, der die Ardennenoffensive vom Führerhauptquartier "Adlerhorst" leitete, die Rücknahme der deutschen Truppen auf die Westwall-Stellungen anzuordnen, sondern befahl Kampf um jeden Meter Boden. So dauerte es noch bis zum 16.01.1945, bis der durch die Ardennenoffensive entstandene Frontbogen eingedrückt war, und bis zum 07.02.1945, ehe die Amerikaner die Ausgangsstellungen wieder erreicht hatten. Die Wehrmacht verlor 17 200 Tote, 16 000 Gefangene und 34 439 Verwundete, die USA hatten 29 751 Tote und Vermisste sowie 47 129 Verwundete zu beklagen. Die letzten Reserven der Luftwaffe, die allein in den ersten acht Tagen der Ardennenoffensive 1088 Maschinen verlor, waren aufgebraucht.

Die militärisch fragwürdige Ardennenoffensive war von Hitler auch als politische Demonstration der Stärke gedacht. Sie sollte die "widernatürliche" Kriegskoalition der Angloamerikaner und Sowjets erschüttern und womöglich den Westmächten die Wehrmacht als Partner für einen für unausweichl. gehaltenen Endkampf gegen den Bolschewismus empfehlen. Doch wie militärische der "Erfolg" nur in der Entblößung der Ostfront, der Verzögerung des Vormarschs der Westalliierten und damit in der Verschiebung der Demarkationslinie zwischen Osten und Westen bestand, so schmiedete die Ardennenoffensive die Gegner letztlich auch politisch nur fester aneinander.
Militärisch nutzte das das Abziehen kampfkräftiger Verbände von der Ostfront nur den Bolschewisten die im Rahmen ihrer Winteroffensive 1945 weite Geländegewinne erzielen konnten.
 
Heute vor genau 150 Jahren - am 20. Dezember 1860 - verkündete der US-Bundesstaat South-Carolina seine Abspaltung von der Union, was in direkter Folge zur Sezession weiterer Südstaaten, der Gründung der Konföderierten Staaten von Amerika sowie in den Amerikanischen Bürgerkrieg führen sollte, der am 12. April 1861 mit der Beschießung von Fort Sumter in der Hafeneinfahrt von Charlston/South-Carolina begann.
Der Austritt South Carolinas aus der Union war eine direkte Reaktion auf die Wahl des gemäßigten Sklavereigegners Abraham Lincoln zum US-Präsidenten. Damit wurde der grausame Schlußakt der seit Jahrzehnten zwischen den Nord- und Südstaaten schwelenden politischen, wirtschaftlichen und demographischen Konflikte eingeleitet. Während der Norden durch die verstärkte Einwanderung vor allem weißer Europäer sowie die einsetzende Industrialisierung zu einem modernen Industriestaat wurden blieb der Süden weitgehend ein Agrarland, dessen Plantagenwirtschaft (Reis, Zuckerrohr, Erdnüsse, Baumwolle) vermeintlich vom Einsatz von Sklaven abhängig war. Die Nordstaaten hatten Anfang bis Mitte des 19. Jh. nach und nach die Sklaverei abgeschafft, und außerdem hatte sich eine Bewegung - die Abolitionisten - gebildet, welche die Abschaffung der Sklaverei in der kompletten Union forderte. Zwar kann die Sklavereifrage als wichtigster Grund für die Sezession und den folgenden Krieg angesehen werden, jedoch hingen damit wichtige politische und wirtschaftliche Gründe zusammen. Zum einen war da die Frage, in wie weit sich die Bundesregierung ein Angelegenheiten der Einzelstaaten einmischen durfte. Da der Norden vor allem daran interessiert war, seine Industrieprodukte im Süden abzusetzen, führte die Zentralregierung hohe Schutzzölle ein, um die eigene Wirtschaft vor billigen Importen aus Europa zu schützen, welche die Schiffe, die die Baumwolle aus dem Süden z.B. nach England exportierten mit zurück brachten. Da eine Verteuerung von Industriegütern durch hohe Zölle jedoch nicht im Interesse des Südens sein konnte, erklärte man dort dieses Gesetz für "null und nichtig", was bereits 1832/33 zu einer schweren Staatskrise - der Nullifikationskrise - geführt und das Land an den Rand des Bürgerkrieges gebracht hatte.
Eine weitere politische Frage war, wie mit den neu zu erschließenden Territorien im Westen zu verfahren sei. Im Süden fürchtete man, daß dort, sollten diese Gebiete als Staaten in den Bund aufgenommen werden, erst garkeine Sklaverei erlaubt werden würde, und somit ein Ungleichgewicht zwischen Staaten die Sklaven hielten, und solchen, die das nicht taten auf Bundesebene entstehen könnte.
Jahrelang wurde dieses Pulverfass mit Kompromissen und Zugeständnissen eher schlecht als recht unter Kontrolle gehalten, doch mit der Wahl Abraham Lincolns 1860 gab es kein Halten mehr. Dabei war Lincoln kein militanter Sklavereigegner. Er lehnte sie zwar aus persönlichen moralischen Gründen ab, wäre jedoch vor und auch noch zu Beginn des Krieges bereit gewesen, diese zu erhalten, wenn er damit nur die Union hätte bewahren können. Doch im Süden war man inzwischen bereit, den Schritt zur Sezession zu wagen, und so folgten auf South-Carolina in rascher Folge die Staaten Mississippi (9.1.1861), Florida (10.1.1861), Alabama (11.1.1861), Georgia (19.1.1861); Lousiana (26.1.1861) und Texas (1.2.1861) und schlossen sich am 4.2.1861 zu den Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Hauptstadt wurde zunächst Montgomery/Alabama, welches noch im selben Jahr (29. Mai) von Richmond/Virginia abgelöst wurde. Dem neuen Staatenbund traten im Frühjahr 1861 noch folgende Staaten bei: Virginia (17.4.1861, wobei hier die westlichen Landesteile als neuer Bundesstaat West-Virginia in der Union verblieben), Arkansas (6.5.1861), North Carolina (13.5.1861) sowie Tennessee (8.6.1861). Somit waren 11 der 15 Sklavenhalterstaaten in der Konföderation zusammengeschlossen. Zwar erhob man noch Anspruch auf die Staaten Kentucky und Missouri (daher auch die 13 Sterne anstatt nur 11 auf der Flagge der Konföderation) , welche jedoch nie unter die Kontrolle der CSA gelangen sollten. Im folgenden Krieg kämpften Regimenter aus diesen Staaten auf beiden Seiten und in Missouri gab es gar zwei feindliche Lager mit zwei Landeshauptstädten.
Zum Präsidenten des neuen Staatenbundes wurde am 9. Februar 1861 Jefferson Davis gewählt, und am 11. März eine eigene Verfassung verabschiedet. Diese unterschied sich kaum von der der USA, abgesehen von der ausdrücklichen Erlaubnis der Sklaverei.
Der Norden verweigerte der Konföderation die Anerkennung, und auch die internationale Anerkennung wurde verwehrt. Zwar bemühte sich die Diplomaten des Südens vor allem um eine Anerkennung durch Großbritannien und Frankreich, jedoch wollte man in diesen Ländern erst den Ausgang des Krieges abwarten. Zudem war es schwierig der Bevölkerung die diplomatische Anerkennung eines Staates zu vermitteln, der Mitte des 19. Jh. noch Skalven hielt.
Der folgende vier Jahre währende und äußerst hart geführte Bürgerkrieg hatte bekanntermaßen ein verheerendes Ende für die Konföderation. Zwar konnten unter der Führung militärischer Genies wie Robert E. Lee oder Thomas J. Jackson beeindruckende Anfangserfolge erzielt werden, aber letztlich erwiesen sich die industrielle Überlegenheit sowie die höhere Bevölkerungsdichte des Nordens als zu erdrückend. Am 9. April 1865 ergab sich Lee mit seiner Nord-Virginia-Armee - der wohl wichtigsten Teilstreitmacht des Südens - bei Appomattox Court House seinem Widersacher Ulysses S. Grant. Die weiteren Teilstreitkräfte auf den verschiedenen Kriegssschauplätzen folgten in den nächsten Wochen.
South Carolina musste für seine Vorreiterrolle bei der Spaltung der Union teuer bezahlen, als die Truppen des US-Generals William T. Sherman Anfang 1865 von Süden her mit 60.000 Mann in den Bundesstaat einmarschierte und dort eine Schneise der Verwüstung hinterlies.
Das Ende des Krieges sah jedoch neben dem Ende der Konföderation auch das Ende der Sklaverei, welche mit dem 13. Verfassungszusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten abgeschafft wurde. Die Ratifizierung dieses Verfassungszusatzes war eine wichtige Bedingung für die Wiedereingliederung in die Union, welcher alle ehemaligen Sezessionsstaaten zwischen 1866 und 1870 folgten. Der Krieg hatte weitreichende Folgen. Neben der Abschaffung der anachronistischen Sklaverei wurde durch das Scheitern der Sezession vor allem die Position des Bundes gegenüber den Einzelstaaten gestärkt. Erst dadurch wurde das damals noch junge Staatengebilde USA zu einer wirklichen Nation und in den folgenden Jahrzehnten zur Supermacht. Hätte sich nach dem 20.12.1860 tatsächlich ein weiterer Staatenbund auf dem Nordamerikanischen Kontinent etabliert, würde die Welt heute sicherlich anders aussehen.

C.
 
Zuletzt bearbeitet:
nflPJ3L5.png


Am 20.12.1960 wurde die "Mặt Trận Giải Phóng Miền Nam Việt Nam" (Nationale Front für die Befreiung Südvietnams) gegründet. Die NFL, besser bekannt als Vietcong, war eine südvietnamesische Guerilla und Terror-Organisation, die vom kommunistischen Nordvietnam logistisch unterstützt wurde. Nachträglich wurde die NFL als rein kommunistisch dargestellt was jedoch nicht der Realität entsprach. Die Zusammensetzung der NFL war sehr heterogen und bestand aus allen sozialen Schichten.

Die NFL operierte erfolgreich in den Gebieten in denen die Viet Minh stark gewesen waren und im von Sekten kontrollierten Mekon-Delta. In anderen Gebieten musste die NFL erst Fuss fassen. Dort wurde die lokale Bevölkerung angehalten der NFL Unterschlupf zu gewähren und Botengänge zu erledigen. Aktivisten der NFL organisierten Gesprächsrunden zur politischen Orientierung und Schreibkurse für die Bevölkerung. Dies war besonders in den bergigen Grenzgebieten zu Kambodscha besonders erfolgreich.

Währen das Regime in Südvietnam hauptsächlich in den grossen Städte und an der Küste den grössten Einfluss ausübten, besass die NFL hauptsächlich auf dem Land grossen Einfluss. Zu Höchstzeiten besass die NFL bis zu 300.000 Guerillas. Da nur 1/6 aller US-Truppen in Vietnam Kampftruppen waren, verfügte die NFL auf dem Boden über 3 bis 4 mal mehr Guerillas als die USA Kampftruppen im Land hatte.

Die NFL wusste den Krieg als Mittel zu nutzen um die lokale Bevölkerung auf ihre Seite zu bringen. Wenn sich die NFL in eine Siedlung eingenistet hatten, wurden die lokalen Regierungsbeamten und meist auch die Lehrer ermordet. Die Regierung in Südvietnam sah sich dadurch gezwungen dort ihre Truppenpräsenz zu verstärken. Dies brachte die Unmut der Bevölkerung mit sich da diese die Truppen unterhalten mussten. Mit Waffengewalt zwang die NFL darauf hin die Regierungstruppen und Beamten zum Abzug und übernahm den ort. Entschied sich die Regierung zu einem militärischen Gegenschlag hatte dies meist Folgen für die lokale Bevölkerung. Dies trieb die lokale Bevölkerung meist entgültig zur NFL. Ebenso wenig schreckte die NFL vor Terror zurück um die Kooperation der Zivilibevölkerung zu erzwingen, wenn sich diese weigerte oder zwischen den Fronten stand. Ebenso brutal ging man auch mit den Bergvölkern um die oftmals mit den US-Truppen zusammenarbeiteten.

Nach der Übernahme eines Ortes konsolidierte die NFL dort zunächst ihre Stellung durch den Einsatz von lokalen aber loyalen Beamten. Diese sorgten für eine Landreform, welche die Bauern in den Besitz eigenen Landes setzte, von dem sie jährlich nur 10 % an Abgaben zu leisten hatten. Zuvor mussten sie Land mieten und unter den Verwaltern der südvietnamesischen Diktatur waren abgaben von 20 bis 40% normal. Satzungen von zwölf Regeln, die für Disziplin sorgen sollten wurden verabschiedet und vor allem der Hass gegen die „amerikanischen Imperialisten“ geschürt. Dazu wurden Umerziehungskurse eingerichtet und die Bevölkerung in politischen Bewegungen (z.B. Befreiungsbewegung der Bauern, Befreiungsbewegung der Frauen) organisiert. Weiterhin wurden vor allem nach 1965 Steuern erhoben, um den Krieg zu finanzieren.

Bei der Tet Offensive, welche Maßgeblich von der NFL ausgetragen wurde, wurde die NFL aufgerieben. Während der Tet Offensive soll die NFL bis zu 75.000 Kämpfer verloren haben. So geschwächt konnte die NFL nicht mehr ihre gesammten Rückzugsgebiete beschützen und verlor an Einfluss. Sie verhielt sich deshalb defensiv und versuchte ihre verbliebene Basis, vor allem im Mekong-Delta zu konsolidieren. Erst 1972, im Rahmen der Oster Offensive, trat die NFL wieder offensiv auf.
 
Zwar konnten unter der Führung militärischer Genies wie Robert E. Lee oder Thomas J. Jackson beeindruckende Anfangserfolge erzielt werden, aber letztlich erwiesen sich die industrielle Überlegenheit sowie die höhere Bevölkerungsdichte des Nordens als zu erdrückend.

Ich vergleiche den Süden und seine Truppen gerne mit der Rolle der deutschen Wehrmacht im II.Weltkrieg.
Eigendlich hatte der Süden die besseren Soldaten und der Süden wurde militärisch hervorragend geführt.
Doch der Süden konnte ob der Überlegenheit des Nordens an Industrie und Menschenmaterial den Krieg nur gewinnen wenn er ihn schnell gewann.
Ebenso erging es Deutschland im II.WK.
Als ein schneller Sieg unmöglich wurde führte der Weg unabänderlich in die Niederlage.
 
Ich vergleiche den Süden und seine Truppen gerne mit der Rolle der deutschen Wehrmacht im II.Weltkrieg.
Eigendlich hatte der Süden die besseren Soldaten und der Süden wurde militärisch hervorragend geführt.

Teilweise. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz trifft das eindeutig zu. Kommandeure wie Lee, Jackson, Longstreet usw. waren ihren Pendants auf Seiten der Union stets überlegen und auch die Nord-Virginia-Armee war was Kampfkraft und Tapferkeit ihrer Soldaten angeht ziemlich weit vorne. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz sah die Sache jedoch schon einiges schlechter aus für den Süden. Kommandeure wie Braxton Bragg oder P.G.T. Beauregard konnten z.B. Grant und Sherman nicht das Wasser reichen und hatten ihre Kommandos teilweise wegen politischer Gründe inne, weil sie gute Beziehungen nach Richmond hatten.
Viele Historiker sind auch der Meinung, daß der Krieg letztlich im Westen entschieden wurde. Durch den Verlust des Staates Tennessee sowie des Mississippi verschaffte sich die Union ideale Operationsbasen, um nahezu ungehindert ins Kernland der Konföderation vorzustoßen und dort die wirtschaftliche Grundlage für die Kriegsführung zu zerstören. Zudem wurden im Westen stets die nötigen Erfolge errungen, die Lincoln ein ums andere Mal den Hals retteten, wenn die Potomac-Armee von Lee mal wieder den Hintern versohlt bekommen hatte, und der Ruf nach einem Verhandlungsfrieden laut wurde. Was Lee fehlte war ein überzeugender Sieg auf dem Gebiet der Union, doch Lee kämpfte nur dann am Besten, wenn er die von ihm meisterhaft beherrscht "kontrollierte Defensive" fahren konnte, sprich das Territorium der Konföderation gegen die Nordstaatler verteidigen und dort dem Gegner das Schlachtfeld zu diktieren um im richtigen Moment zuzuschlagen. Bei seinen Invasionen nach Maryland und Pennsylvania verlies ihn beide Male das Schlachtenglück. Zum Einen schienen die Soldaten der Union auf ihrem eigenen Land verbissener zu kämpfen, zum anderen wurde dort - in Antietam und vor allem in Gettysburg - ihm das Schlachtfeld diktiert.

C.
 
Kommandeure wie Braxton Bragg oder P.G.T. Beauregard konnten z.B. Grant und Sherman nicht das Wasser reichen und hatten ihre Kommandos teilweise wegen


War P.G.T. Beauregard nicht der Sieger in der ersten Schlacht von Manassas ?


Weil ich gerade von Manassas spreche, man sagt in einigen historischen Berichten daß es ein großes Problem für die Streitkräfte des Südens gewesen ist, daß die Einzelstaaten im Süden zu eigenwillig waren und zum großen Teil ihre Milizen nicht dem Oberkommando der Konförderierten Armee unterstellten.Eine Unterstellung unter Beauregards Kommando hätte möglicherweise den Streitkräften des Südens erlaubt nach ihrem Sieg bei Bull Run den fliehenden Nord-Staaten Verbänden nachzusetzen und Washington D.C. zu erobern.
Zumindest sehen dies einige zeitgenossen so.
Wie würdest Du das beurteilen ?

Noch eine Frage hätte ich.
Diese vom Süden eingesetzten Guerilla-Verbände, wie wurden diese vom Norden betrachtet ?
Waren das Soldaten für den Norden oder Partisanen ?
Wie wurden die Angehörigen dieser verbände nach der Gefangennahme behandelt ?
 
War P.G.T. Beauregard nicht der Sieger in der ersten Schlacht von Manassas ?

Das ja, aber der Sieg dort ist nicht unbedingst sein Verdienst. Die Truppen der Nordstaaten gingen mit einer großen Selbstüberschätzung in diesen Kampf und glaubten, sie würden auf einen Haufen zerlumpter Guerillas treffen, anstatt auf eine wohlorganisierte Armee. Es war ja sogar die feine Gesellschaft aus Washington angereist, um bei einem Picknick die Kämpfe von einem nahegelegenen Hügel aus zu verfolgen. Garanten für den Erfolg war die Unerfahrenheit vieler Unionssoldaten, die erst kurz zuvor eingezogen und eiligst einberufen worden waren und das Eingreifen von "Stonewall" Jackson, der in dieser Schlacht erstmals sein Können demonstrierte.
Beauregrad wurde anschließend im Westen eingesetzt. Dort unterlag er in den Schlachten von Shiloh und Corinth, wobei er seine Misserfolge recht eigenwillig als Siege interpretierte. Das war dann auch Davis zu viel, der ihn seines Kommandos enthob und auf einen Posten bei der Küstensicherung abschob. Sherman soll später sogar mal von "dem dummen Franzosen" gesprochen haben, als ihm in einer Unterhaltung mit seinem Stab Beauregards Name entfallen war.

Weil ich gerade von Manassas spreche, man sagt in einigen historischen Berichten daß es ein großes Problem für die Streitkräfte des Südens gewesen ist, daß die Einzelstaaten im Süden zu eigenwillig waren und zum großen Teil ihre Milizen nicht dem Oberkommando der Konförderierten Armee unterstellten.

Dieses Problem war im Süden latent immer vorhanden. Letztlich hatten sich die Südstaaten ja abgespalten, da sie sich eine Stärkung der Rechte der Einzelstaaten gegenüber einer Zentralregierung erhofften, und nun waren sie gezwungen, sich wiederum einer Zentralgewalt zu fügen, da der Krieg nunmal anders nicht geführt werden konnte. Dies führte allerdings immer wieder zu politischen Spannungen, die Davis' Regierung ein ums andere Mal an den Abgrund der Handlungsunfähigkeit führte.

Eine Unterstellung unter Beauregards Kommando hätte möglicherweise den Streitkräften des Südens erlaubt nach ihrem Sieg bei Bull Run den fliehenden Nord-Staaten Verbänden nachzusetzen und Washington D.C. zu erobern.
Zumindest sehen dies einige zeitgenossen so.
Wie würdest Du das beurteilen ?

Ich sehe das in dem Fall eher so, daß auch die Truppen des Südens zu erschöpft waren, bzw. ihren eigenen Zustand so empfanden, um ihren Gegnern nachzustoßen. Möglich wäre es vielleicht gewesen, aber nach der Schlacht waren beide Seiten recht entsetzt über ihre Verluste. Obwohl diese im Vergleich dessen, was noch kommen sollte recht niedrig ausfielen, waren sie für die damalige Zeit sehr hoch. Der Sezessionskrieg markiert ja einen Wendepunkt zwischen der Kriegsführung des napoleonischen Zeitalters und "modernen" Materialschlachten, die im Ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt finden sollten. Allein die Einführung der Miniégeschosse und Musketen mit gezogenem Lauf, welche die effektive Reichweite dieser Waffen verfielfachte, sorgte für exorbitant hohe Verlustzahlen, da zwar die Waffen moderner waren, die Soldaten aber immer noch wie 60 Jahre zuvor in offenen Schlachtlinien ohne Deckung aufeinander zugingen.

Noch eine Frage hätte ich.
Diese vom Süden eingesetzten Guerilla-Verbände, wie wurden diese vom Norden betrachtet ?
Waren das Soldaten für den Norden oder Partisanen ?
Wie wurden die Angehörigen dieser verbände nach der Gefangennahme behandelt ?

Also, Partisanen, die z.B. in den Grenzstaaten für den Süden kämpften wurden i.d.R. auch wie solche behandelt, wenn sie erwischt wurden, sprich sie kamen an den nächsten Baum oder vor's Erschießungkommando.

C.
 
Heute vor genau 62 Jahren,am 23.12.1948 (dem Geburtstag des damaligen Thronfolgers und heutigen Tennos) mußten die im Tokioter Kriegsverbrecherprozess zum Tode verurteilten japanischen
Politiker und Militärs unter den Galgen treten.
In ihrem Bestreben nach Demütigung haben die Siegermächte den Verurteilten ebenso wie in Nürnberg einen ehrenhaften Tod durch die Kugel verwährt und sie wie gewöhnliche Verbrecher schändlich durch den Strick gerichtet.
Am 23.12.1948 straben folgende Männer :

General Hideki Tojo

tojo.jpg


Generalleutnant Akiro Muto

46161733_126223596460.jpg


General Itagaki Seishiro

180px-Itagaki_Seishiro.jpg



General Iwane Matsui

200px-Iwane_Matsui.jpg


General Heitrao Kimura

220px-KimuraHeitaro.jpg



General Kenji Doihara

Doihara_Kenji.jpg


Kōki Hirota

220px-Kohki_Hirota_suit.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute vor genau 66 Jahren, am 01.01.1945,fand die Operation "Bodenplatte" statt.



Bodenplatte war der Deckname für den Großangriff der deutschen Luftwaffe am 01.01.1945 auf alliierte Flugfelder hinter der West-Front. "Bodenplatte" war gedacht zur Ausschaltung der taktischen angloamerikanischen Luftstreitkräfte am Boden und war in Verbindung mit der Ardennenoffensive geplant worden.Volle 5 Jagdgeschwader, die eigentlich im Spätherbst 1944 einen großen Schlag gegen amerikanische Tageseinflüge führen sollten, wurden nach Westen verlegt. Insgesam hatte das Luftwaffenkommando West unterGeneralleutnant Josef Schmid 33 Jagd- und Schlachtgruppen mit etwa 800 Me 109 und Fw 190 auf Absprunghäfen zwischen Oldenburg und Odenwald zusammengezogen; dazu kamen noch die "Blitzbomber" Me 262 Schwalbe vom KG 51; offiziel wurde von 1035 einsatzbereiten Maschinen gesprochen. Der Großangriff unter Befehl von Generalmajor Dietrich Peltz unterlag strengster Geheimhaltung, was tragische Folgen haben sollte. "Bodenplatte" verzögerte sich aus Wettergründen bis zum Neujahrsmorgen 1945.

Die überwiegend unerfahrenen Piloten wurden unmittelbar vor dem Start in die jeweiligen Angriffsziele eingewiesen: Flugbasen in Süd-Holland, Belgien und Nord-Frankreich. Pfadfinderflugzeuge lotsten die Geschwader bei absoluter Funkstille über die Linien. Der Überraschungsschlag gelang; insgesamt 579 alliierte Maschinen wurden vernichtet (die allierte Propaganda log die Zahl auf 439 runter), was an der alliierten Luftherrschaft zwar nichts änderte.,aber dem reich füt fast 2 Wochen Ruhe vor den Terrorangriffen verschafte.Schwerer als die kurzfristigen Materialeinbußen auf angloamerikanischer Seite wogen die eigenen Verluste: 214 Jagdpiloten (63 in Gefangenschaft) kehrten nicht zurück; dabei waren die meisten Maschinen Opfer der eigenen Flak geworden, die über die Route der im Tiefflug zurückkehrenden Verbände nicht informiert war und die Flugzeuge für feindliche Verbände hielt und beschoß.
 
Hätte nicht gedacht das hier mal einen Beitrag schreibe. Aber ich möchte hier mal einen speziellen kleinen Propaganda Film vorstellen der am erstem Januar 1943 seine Premiere feierte. In den USA. Ein Cartoon. Mit Donald Duck. Als Nazi! Der Führers Face
200px-Ducknazi.jpg

Jedenfalls ist das, für dass was es ist ein ziemlich witziger Film und wurde auch prämiert, feierte in Deutschland allerdings nie Premiere. Weshalb er auch nicht so bekannt ist. Später wurde er auch nicht mehr in den USA im Fernsehen gezeigt. Auch wenn er wohl einmal auf DVD gepresst worden ist.
Zum Inhalt. Thematisiert wird natürlich auf parodistischer Art das leben in Nazi Deutschland. So hat alles Hakenkreuzform, der Führergruß wird auch immer gemacht und dazu läuft ein kleines ironisches Marschlied.

Wikipedia(en) Der Fuehrer's Face schrieb:
When der führer says we is de master race
We heil (pffft) heil (pffft) right in Der Führer's Face
Not to love der führer is a great disgrace
So we heil (pffft) heil (pffft) right in Der Führer's Face

When Herr Göbbels says we own the world and space
We heil (pffft) heil (pffft) right in Herr Göbbels' face
When Herr Göring says they'll never bomb dis place
We heil (pffft) heil (pffft) right in Herr Göring's face

Is we not the supermen?
Aryan pure supermen?
Ja we is the supermen
Super duper supermen
Is this Nutzi land so good
Would you leave it if you could?
Ja this Nutzi land is good
We wouldn't leave it if we could

We bring to the world New Order
Heil Hitler's world New Order
Everyone of foreign race
Will love der fuehrer's face
When we bring to the world dis order

When der fuehrer says we never will be slaves
We heil (pffft) heil (pffft), but still we work like slaves
While der fuehrer brags and lies and rants and raves
We heil (pffft) heil (pffft), and work into our graves

When der fuehrer yells I got to have more shells
We heil (pffft) heil (pffft), and so we make more shells
If one little shell would blow him right to (hell)
We heil (pffft) heil (pffft), and wouldn't that be swell

Das Ende ist dann allerdings so ziemlich das Gegenteil.



So und hier hätten wir diesen 8 Minütigen Propagandacartoon.
[YOUTUBE]G8CUk4me7PQ[/YOUTUBE]​

Das ist jetzt die beste Qualität die ich finden konnte. Als ich den Film vor etwa einem Halben Jahr das erste mal sah war noch eine bessere Version vorhanden.
Edit: Hab jetzt eines mit besserer Qualität gefunden, mit einem kleinem Intro. Der Cartoon beginnt bei 1:33.

Falls euch jetzt noch andere Propaganda Cartoons interessieren sollten, so habe ich auch eine kleine YT Playist.
http://www.youtube.com/my_playlists?p=04C0856B2EEB311C
 
Zuletzt bearbeitet:
Höchste Zahl die ich jemals in dem Zusammenhang gehört habe. Zählst Du die beschädigten Flugzeuge auch dazu?

Die Zahl setzt sich aus zerstörten,beschädigten und in Luftkämpfen abgeschossenen Flugzeugen zusammen.

@Mad

Freut mich daß Du hier auch mal was schreibst.
Aber mußtest Du diesen Thread mit Wikiplödia-Dreck versauen ?;)
Wir bemühen uns hier um historische Genauigkeit.
Also um etwas wofür der Wikidreck nicht steht.:klugs:klugs:klugs
 
Ich finde den 2 WK sehr interessant.7

Ich bin fasziniert davon, wie viel ... in einem Kopf sein kann.

2 Frontenkrieg? Ich finde es Wahnsinn wie es ein Österreicher geschafft hat, an die Macht in einem anderen Land zu kommen. Mehr ist da aber auch nicht


Mal bitte auf Wortwahl achten! Danke
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Heute vorgenau 125 Jahren, am 02.01.1886 wurde Carl-Heinrich von Stüplnagel, einer der Hauptverschwörer des 20.07.1944 geboren.
Karl-Heinrich von Stülpnagel wurde am 02.01.1886 in Darmstadt geboren, trat 1904 ins Heer ein und beendete den I.WL im Range eines Hauptmanns.
Nach der damals üblichen Ochsentour bis zur nächsten Beförderung erreichte er am 01.10.1935 mit der Beförderung zum Generalmajor die Generalsränge.
Bereits egenau zwei Jahre später, am 01.10.1937 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant.
Stülpnagel wurde nach dem Polenfeldzug am 21.10.39 Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres und am 30.05.1940 Kommandierender General des II. AK. Seit 21.06.1940 Leiter der deutsch/französischen Waffenstillstandskommission in Wiesbaden und seit 15.02.1941 OB der 17. Armee, mit der er bis 25.11.1941 am Feldzug gegen die UDSSR teilnahm,. General von Stüplnagel war übrigens zu Beginn dieses Feldzuges der einzige OB einer Armee der unterhalb des Ranges eines Generalobersten stand. Nach seiner Ablösung als OB der 17.Armee wurde Stülpnagel am 13.02.1942 Militärbefehlshaber Frankreich. Er näherte sich seit 1943 dem Militärischen Widerstand und ließ nach dem Attentat vom 20.07.1944 gemäß Plan "Walküre" die SS-, SD- und Gestapo-Führer, insgesamt etwa 1200 Personen, in Paris festnehmen, musste sie aber am nächsten Tag wieder freilassen und wurde nach Deutschland zurückbeordert. Bei Verdun, wo er 1916 gekämpft hatte, versuchte er sich das Leben zu nehmen, schoss sich aber nur blind und wurde vor den Volksgerichtshof gestellt.
Am 30.08.1944 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode durch den Strang verurteilt und mußte noch am selben Tag unter den Galgen treten.
Wie viele Angehörige des 20.07.1944 war General der Infanterie von Stülpnagel
keinesfalls der unbefleckte Engel als der er gerne dargestellt wird.
Als OB der 17.Armee lies er sogar geistig behinderte Menschen in einem Krankenhaus erschhiessen.
Im Juli 1941 unterstützte das AOK 17 ein Progrom in Lemberg
Als Militärbefehlshaber im besetzten Frankreich lies er z.B. eigene Soldaten erschiessen, die sich geweigert hatten an völkerrechtswiedrigen Geiselerschiessungen teilzunehmen.
General der Infanterie von Stülpnagel war einer der wenigen Armee-OBs die den Kommisarbefehl wiederspruchslos durchführen liessen.

953.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute vor genau 70 Jahren, am 09.01.1941 hatte mit der Avro 683 geannt „Lancaster“ einer der berühmtsten Bomber des II.WK seinen Jungfernflug..
Lancaster

brit. schwerer Bomber der Firma Avro. Wegen des Fehlschlags der zweimotorigen Manchester schlug Chefkonstrukteur Roy Chadwick dem Luftfahrtministerium als Ersatzlösung u.a. eine auf 4 Rolls-Royce Merlin 20 umgerüstete Version vor. Der Prototyp mit einem neuen Mittelstück in den Tragflächen für den jeweils zweiten, leicht nach hinten versetzten Motor erwies sich schon beim Probeflug (9.1.41) als vielversprechender Entwurf. Er wurde noch im selben Jahr unter dem Namen Lancaster in Serienproduktion genommen, bis 1946 insges. 7796 Exemplare. Das Einsatzmodell Mk I kam im Dezember 41 zur Truppe, erster Frontflug 3.3.42 zum Minenlegen in der Dt. Bucht. Am 17.4. folgte das offiz. Einsatzdebüt mit einem Langstreckenraid bei Tage gegen die MAN-Werke in Augsburg, wobei 7 von 12 eingesetzten Lancaster verloren gingen. Die Maschine spielte bei insges. 156 000 Lancaster-Einsätzen ihre wichtigste Rolle als Hauptträger der nächtl. Flächenbombardements auf dt. Städte. Jede Lancaster transportierte durchschnittl. 4 t Bomben, doch wurde der Bomber mit der Zeit für immer größere Kampflasten ausgebaut, u.a. für die 3629-kg-Riesenbombe "Block Buster" (Wohnblockknacker) oder den torpedoartig geschnittenen Tallboy von fast 6 t. Eine Sonderversion schleppte das 10-t-Ungeheuer Grand Slam halb versenkt unter dem Rumpf. Die besten Lancaster-Besatzungen zog das RAF-Bomberkommando Anfang 43 in der geheimen Sonderstaffel 617 zusammen, die unter Oberstleutnant Gibson die Eder- und Möhnestaudämme zerstörte (Spitzname "Dam Busters"), am 14.11.44 das Schlachtschiff Tirpitz versenkte und sich am 25.4.45 Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg vornahm. Die Lancaster war für ihre 28 t Rüstgewicht ausgesprochen leicht zu fliegen und verdaute erstaunl. Beschussschäden: Mitte 43 kam ein Lancaster-Verlust auf 132 t abgeworfener Bomben (Halifax 1:56, Stirling 1:41), doch erwies sich das Fehlen eines Abwehrstands an der Rumpfunterseite wiederholt als tödliche Schwäche des schweren Bombers ("Schräge Musik"). Obwohl die Lancaster bis 1956 bei der RAF diente (u.a. Berliner Luftbrücke), kam es im Krieg nicht mehr zu Einsätzen gegen Japan. Daten der Nachtbomber-Reihe Mk III: max. 435 km/h mit 4 V-Motoren Packard/Rolls-Royce Merlin 28 oder 32 von je 1390 PS, Bombenzuladung bis 6340 kg, 3600 km Reichweite, 8x7,7-mm-MG in 3 Drehtürmen, 7 Mann Besatzung.
Quelle : Lexikon des II.WK


lancaster_coffey.jpg
 
Pacific War Countdown Teil 1

Die Vorgeschichte des Pazifikkrieges und die Planungen zum Angriff auf Pearl Harbor

Wie versprochen gibt’s in diesem Jahr von mir zum 70. Jahrestag des Beginns des Pazifikkrieges und auch zu anderen wichtigen Ereignissen und Persönlichkeiten der Marinegeschichte einige Beiträge.

1941 weitete sich der vom Deutschen Reich ausgelöste europäische Krieg und der vom Kaiserreich Japan provozierte Krieg gegen China zum Zweiten Weltkrieg aus. Dies geschah zum einen durch den deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni, zum anderen durch den japanischen Überraschungsangriff auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941.

Im Januar 1941 begannen die konkreten Planungen für die „Hawaii Sakusen“ (Operation Hawaii), so die offizielle japanische Bezeichnung. Daher werde ich kurz deren Geschichte und Entwicklung erläutern. Zuerst möchte ich aber auf die Vorgeschichte, Ursachen und Hintergründe des Konflikts zwischen Japan und den USA eingehen. Die folgenden Infos sind zusammengestellt aus verschiedenen Fachbüchern, hauptsächlich „Pearl Harbor. Der ‚Tag der Schande’ – Das Weltereignis in Bildern“ von Dan van der Vat und einer Serie im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zu John Tolands Buch „Infamy“.

1. Japan und USA auf Konfrontationskurs

Der Konflikt zwischen Japan und den USA war langfristig angelegt und wurzelt im Imperialismus Ende des 19. Jahrhunderts. Er begann nach der Meiji-Restauration, der Modernisierung Japans, ab 1868: Innerhalb weniger Jahrzehnte verwandelte sich Japan nach seiner Zwangsöffnung für den Welthandel 1853/54 durch ein US-Flottengeschwader unter Commodore Matthew Perry von einem mittelalterlichen Feudalstaat in eine imperialistische Großmacht mit starker Armee und Flotte, die 1894/95 China und 1904/05 Russland besiegte. 1898 annektierten die USA Hawaii, Guam und Wake und nahmen Spanien die Philippinen ab.

Im Ersten Weltkrieg kämpfte Japan als Verbündeter Großbritanniens auf der Seite der Entente, eroberte dabei den deutschen Flottenstützpunkt Tsingtau und deutsche Kolonien im Pazifik, die es nach Kriegsende als Völkerbundsmandate behielt. Dadurch sahen die USA und Großbritannien die Gefahr, dass sich Japan zu einer Bedrohung im Pazifik entwickelte. Um den Expansionsdrang des Kaiserreichs und ein beginnendes Flottenwettrüsten einzudämmen, fand 1922 die Konferenz von Washington statt. Dabei wurde ein Vertrag zur Sicherung der territorialen Integrität Chinas abgeschlossen, auch damit die US-Politik der „offenen Tür“ mit freiem Handel für alle Nationen in China fortgesetzt werden konnte. Außerdem wurden in einem Flottenvertrag zwischen den USA, Großbritannien, Japan, Frankreich und Italien deren maximale Kriegsschifftonnagen im Verhältnis von 5 : 5 : 3 : 1,75 :1,75 begrenzt.

In den 30er Jahren verschärften sich die Interessengegensätze. Japans schnelles Bevölkerungswachstum war ein Grund seiner Expansion auf dem chinesischen Festland. 1931 besetzte die Kwantung-Armee eigenmächtig die Mandschurei und errichtete den Satellitenstaat Mandschukuo mit Pu Yi, dem letzten Kaiser von China, als Staatsoberhaupt. 1936 kündigte Japan den als ungerecht empfundenen Flottenvertrag und begann mit einer massiven Aufrüstung seiner Seestreitkräfte, u.a. durch den Bau der Superschlachtschiffe der Yamato-Klasse. Am 7.7.1937 begann mit dem Zusammenstoß japanischer und chinesischer Truppen an der Marco-Polo-Brücke nahe Peking der „China-Zwischenfall“, der unerklärte Krieg Japans gegen China. Zwar konnte die japanische Armee bis 1939 große Geländegewinne erzielen, danach aber erstarrten die Kampfhandlungen zum Stellungskrieg, hauptsächlich wegen der Aktivitäten des späteren „Großen Vorsitzenden“ Mao Zedong. Japan beging in China zahlreiche grausame Kriegsverbrechen wie das Massaker von Nanking, bei dem bis zu 300000 Chinesen umgebracht wurden, wobei die Angaben in verschiedenen Quellen stark schwanken.

1938 schlug Japan die „offene Tür“ in China zu, zugleich strebte es nach der Vormachtstellung in Ostasien und kündigt eine „Neue Ordnung“ durch die Schaffung einer „Großostasiatischen Wohlsstandssphäre“ an. Unter dem Schlagwort „Asien den Asiaten“ gab das Kaiserreich vor, die asiatischen Völker von ihren europäischen Kolonialherren befreien zu wollen, in Wahrheit wollten die Japaner aber selbst ein Kolonialreich in Südostasien aufbauen und die reichen Rohstoffvorkommen, vor allem Öl, ausbeuten.

Die USA wollten jedoch das Prinzip der „Offenen Tür“ nicht aufgeben und verhängten wirtschaftliche Sanktionen gegen Japan. Gleichzeitig sollte die drohende Gefahr einer Beherrschung ganz Asiens durch das Kaiserreich, das quasi eine Militärdiktatur mit faschistischen Zügen war, verhindert werden. Japan versuchte trotzdem weiterhin durch Druck und Drohung, ermutigt durch die deutschen Kriegserfolge in Europa, die rohstoffreichen südostasiatischen Kolonien Englands, Frankreichs und der Niederlande unter seine Herrschaft zu bringen. Mit Deutschland und Italien war Japan seit 1936/37 im Antikominternpakt, seit September 1940 im Dreimächtepakt politisch verbunden.

Dies zeigt deutlich: Die politischen Standpunkte der USA und Japans waren einander diametral entgegengesetzt und konnten auf keinen gemeinsamen Nenner gebracht werden. So endeten die diplomatischen Friedensbemühungen zwischen den USA und Japan in einer Sackgasse, auch weil keine Seite bereit war, Zugeständnisse zu machen. Andererseits wären die USA über kurz oder lang in einen Krieg Japans gegen die europäischen Kolonialreiche in Südostasien eingetreten, wenn kein Angriff auf Pearl Harbor stattgefunden hätte.

2. Ideen und Planungen zum Angriff auf Pearl Harbor

Die Idee zum Angriff auf Pearl Harbor entstand bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Am 9. Februar 1904 griffen die Japaner die russische Flotte vor Port Arthur auf der Liaotung-Halbinsel an der Ostküste Chinas ohne Kriegserklärung überfallartig an. Damit begann der Russisch-Japanische Krieg, der am 27. Mai 1905 mit dem Sieg der japanischen Flotte unter dem Befehl von Admiral Togo Heihachiro in der Seeschlacht bei Tsushima endete.

1909 beschrieb der Amerikaner Homer Lea in seinem Buch „The Valor of Ignorance“ (Der Mut der Unwissenden), wie die Japaner die Philippinen, Hawaii und Alaska besetzten und so die Herrschaft über den Nordpazifik errangen. Das Buch erschien in Japan unter dem Titel „Der japanisch-amerikanische Krieg“ und wurde zur Pflichtlektüre japanischer Armee- und Marineoffiziere. 1925 erregte der englische Roman „Der große Krieg im Pazifik“ von Hector Bywater die militärstrategische Fantasie der Japaner. Darin schilderte der Marinekorrespondent der Zeitung „Daily Telegraph“ einen japanischen Überraschungsangriff auf den seit 1898 bestehenden Flottenstützpunkt Pearl Harbor, eine freie Übersetzung des Namens, den die Hawaiianer dem Naturhafen gaben: „Wai Momi“ – „Perlenwasser“.

Wahrscheinlich lasen die Japaner auch dieses Buch: 1936 erhielt die Marineakademie den Auftrag, eine Studie über Strategie und Taktik von Operationen gegen die Vereinigten Staaten auszuarbeiten. Darin hieß es: „Wenn das Gros der feindlichen Flotte in Pearl Harbor vor Anker liegt, sollten die Kriegshandlungen mit Überraschungsangriffen aus der Luft eröffnet werden.“ Seit den 20er Jahren spielte ein Angriff auf Pearl Harbor in den militärischen Planungen Japans und der USA eine wichtige Rolle. Die US Navy war sich dieser Gefahr bewusst, daher spielte sie 1932 in einem Flottenmanöver einen spektakulären „Überraschungsangriff“ von einem Flugzeugträger aus durch. Allerdings wurden die Verteidigungsanlagen nicht in ausreichendem Maß verstärkt.

1940 verwandelte sich die Idee in einen entscheidenden Baustein der japanischen Kriegsstrategie zur Eroberung Südostasiens. Im Mai wurde die US-Pazifikflotte von ihrem Heimathafen San Diego nach Pearl Harbor verlegt, seitdem Hauptstützpunkt der US Navy im Pazifik. Diese Maßnahme war als „Abschreckung“ gegen japanische Eroberungspläne gedacht, aber nicht, wie John Toland suggeriert, als „Köder“, um die japanische Flotte anzulocken. Etwa zur selben Zeit begann Admiral Yamamoto Isoroku, Oberbefehlshaber der Vereinigten Flotte der Kaiserlich-Japanischen Marine, ernsthaft über einen Luftangriff auf diesen Kriegshafen nachzudenken. Der britische Luftangriff auf den italienischen Flottenstützpunkt Tarent in der Nacht vom 11. auf 12. November 1940 bestätigte ihn in seinem Vorhaben, da er klar dessen Machbarkeit und Erfolgschancen aufzeigte.

Kein japanischer Militär war ein schärferer Gegner eines Krieges gegen die USA als Admiral Yamamoto. Denn er wusste aus eigener Erfahrung, wie stark die Vereinigten Staaten wirtschaftlich und militärisch waren: Er hatte für einige Zeit an der Harvard University studiert und war zwei Jahre als Marineattaché in Washington. Ihm war klar, dass Japan die USA nie würde besiegen können. dass ein Krieg unvermeidlich war. Daher beschloss er, die einzige Streitmacht auszuschalten, die Japans Eroberungsplänen ernsthaften Widerstand entgegensetzen konnte: Die US-Pazifikflotte. Er bezeichnete sie als einen gegen Japans Kehle gerichteten Dolch und machte deutlich, dass durch sie die Südoperation einer gefährlichen Flankenbedrohung ausgesetzt wäre.

Deshalb sollte Japan nicht auf einen amerikanischen Angriff warten, sondern gleich zu Kriegsbeginn die Initiative ergreifen und durch einen minutiös auf die „Südoperation“, dem Angriff auf Südostasien, abgestimmten Überraschungsangriff die US-Pazifikflotte ausschalten. Somit kann der Angriff auf Pearl Harbor als Präventivschlag betrachtet werden. Gleichzeitig sollten die US-Streitkräfte auf den Philippinen neutralisiert werden, damit Japan einen militärischen Hegemonialbereich errichten konnte, der bis weit in den Indischen Ozean und den Pazifik reichte.

Auf Yamamotos Initiative erhielt die kaiserlich-japanische Kriegsmarine die damals stärkste und beste Marineluftwaffe der Welt. Anfang Januar schrieb der Oberbefehlshaber der Vereinigten Flotte einen ausführlichen Brief an Marineminister Admiral Oikawa Koshiro. Darin plädierte er eindringlich dafür, den Angriff auf Pearl Harbor zu einem unabdingbaren Bestandteil der Südoperation zu machen. Kurz zuvor hatte er Konteradmiral Onishi Takijiro, Stabschef der 11. Luftflotte, beauftragt, die Möglichkeiten für einen Angriffsplan auf Pearl Harbor zu untersuchen. Yamamoto brachte den Admiralstab und das Marineministerium dazu, die „Operation Hawaii“ als Bestandteil der Südoperation zu akzeptieren, indem er drohte, er werde zurücktreten, falls sein Vorhaben abgelehnt würde.

Vermutlich wurden einige dieser Gespräche in der japanischen Marineführung abgehört, denn innerhalb weniger Wochen nach der Entscheidung des Marineministeriums, die „Operation Hawaii“ in die Kriegsplanung einzubeziehen, ging in Tokio das Gerücht um, Japan beabsichtige, Pearl Harbor zu bombardieren... (Fortsetzung folgt)
 
Erstkalssige Arbeit Isabell.
Ich freue mich auf den nächsten Teil.
Ich bereite auch gerade etwa vor für den 22.06.2011.

Jahrestag :
Heute vor genau 187 Jahren, am 21.01.1824 wurde mit dem späteren Lieutenant General der Armee der Konförderierten Staaten von Amerika Thomas Jonathan Jackson,genannt "Stonewall Jackson", der neben General Robert Edward Lee und dem damaligen Lieutenant General und späteren General of the Army oft the United Staats Ulysses Simpson Grant der wohl berühmteste General des Amerikanischen Bürgerkrieges geboren.

Thomas Jonathan Jackson (Konföderation) wurde am 21. Januar 1824 in Clarksburg, Virginia geboren. Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau starb jedoch bei der Geburt des Kindes, welches selber tot geboren wurde. Stonewall Jackson Auch das Kind seiner zweiten Frau starb ca. einen Monat nach der Geburt. Die Jacksons bekamen noch drei weitere Kinder, wovon jedoch eines im Alter von nur 26 Jahren an Typhusfieber starb. Nur zwei seiner fünf Kinder überlebten ihren Vater. Im Jahre 1846 absolvierte Jackson die Militär Akademie in West Point. Seine ersten Fronterfahrungen machte er im Mexikokrieg, in dem er zwei Auszeichnungen erhielt. Danach unterrichtete er als Professor am Virginia Military Institut in Lexington. Jackson war ein frommer, humorloser Mensch. Als strenger Zuchtmeister kannte er keine Nachsicht mit menschlichen Schwächen. Das Beten und der Kampf im Krieg gehörten nach seiner Ansicht zu den ersten Tugenden des rechten Mannes. Damit machte er sich nicht gerade beliebt. In Lexington wurde er von einem erbosten Schüler zum Duell aufgefordert, ein anderer versuchte ihn umzubringen.

Dennoch wurde Jackson einer der besten Generäle im amerikanischen Bürgerkrieg, und mit seinen Erfolgen vergrößerte sich auch seine Beliebtheit.Der amerikanische Bürgerkrieg


Den Namen "Stonewall" erhielt Jackson bei seinem ersten Bürgerkriegs-Einsatz in der Schlacht bei Manassas, die am 21. Juni 1861 stattfand. Manassas war ein Eisenbahnknotenpunkt, den die Südstaaten-Armee besetzt hielt. Die Union hatte es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Eisenbahnknotenpunkt zu erobern. Dazu musste sie einen Fluss überqueren, der Bull Run genannt wurde. Die Konföderierten konnten dieses Vorhaben zwar verlangsamen, aber nicht verhindern, da die zahlenmäßige Stärke der Potomac-Armee zu hoch war. Während der Kämpfe hofften die Konföderierten ständig auf Verstärkung, die dann auch in Form von zwei Brigaden eintraf. Sie wurden jeweils von den Generälen Bartow und Bee befehligt. Zwei Stunden lang konnten sie der Übermacht der Unionstruppen widerstehen. Dieser Übermacht war es dann aber zu verdanken, dass sich die konföderierten Truppen auf den Henry Hill zurückziehen mussten. Über die Hälfte der Unions-Truppen konnten nun den Bull Run überqueren. Während Bee versuchte, seine aufgelöste Brigade wieder zu sammeln, kam eine weitere Brigade hinzu, die unter der Führung von General Jackson stand.

General Bee war es auch, der Jackson seinen Spitznamen gab. Denn als Jackson mit seiner dritten Brigade als Verstärkung eintraf, hatte er nicht vor, sofort anzugreifen. Statt dessen brachte er seine Soldaten in Stellung und wartete weitere Befehle ab. Nachdem Bee den Grossteil seiner Soldaten wieder gefunden hatte, forderte er sie zu einem weiteren Angriff auf. "Seht Jackson, er steht dort wie eine Wand", waren sinngemäß seine Worte. Einige Soldaten fassten diese Worte als Kompliment für Jackson auf, andere interpretierten diese Äußerung etwas kritischer. Für diese Soldaten war Jackson jemand, "der mit seinen Männern da steht und nichts tut, während man selber in ein weiteres Gefecht ziehen musste". Was Bee mit seinen Worten wirklich meinte, konnte man nicht mehr erfahren, da er selber bei diesem Gefecht, wie viele seiner Soldaten auch, den Tod fand. Auch Jacksons Brigade erhielt hohe Verluste, während sie einen Sturmangriff der Unionstruppen abwehrte. Für ihre Standhaftigkeit erhielt die Brigade den Namen "Stonewall-Brigade", während Jackson von nun an "Stonewall" Jackson genannt wurde. Am Ende war die Schlacht bei Manassas für die Konföderierten trotz ihrer Unterzahl gewonnen. Immer mehr verstärkende Brigaden, eine bessere Positionierung von neuen und frischen Truppen und ein Missverständnis bezüglich der Uniformen machte dies möglich.

Im März 1862 hatte Unions-General McClellan damit begonnen, eine ganze Armee, bestehend aus 100000 Soldaten, nach Ford Monroe zu transportieren, um von hieraus gegen Richmond (Virginia) vorzugehen. Obwohl die große Anzahl mehr als genug war, bat McClellan Präsident Lincoln um weitere Verstärkung. Dieser willigte ein, und ließ zwei Divisionen, die ursprünglich im Shenandoahtal stationiert waren, nach Ford Monroe beordern. Und hier gelang General Jackson ein Ablenkungsmanöver, das ursprünglich von ihm gar nicht geplant war. Durch den Angriff auf eine dieser Divisionen veranlasste er Präsident Lincoln dazu, den Transfer zu stoppen, da dieser glaubte, Jackson habe nur gewagt anzugreifen, weil dieser über eine große Streitmacht verfügen würde. In Wirklichkeit war Jacksons Armee aber in der Unterzahl, was auch dazu führte, dass er die Schlacht verlor.

Ende Mai 1862 hatte General McClellans seine Armee ca. 9 Kilometer vor Richmond verlagert, jederzeit bereit gegen Joseph E. Johnston loszuschlagen, der sich bis zum Chickahominy River zurückgezogen hatte. Der General jedoch zögerte noch mit einem Angriff. Er wartete auf weitere 35000 Mann, die unter der Führung von General Irvin McDowell standen und ursprünglich für die Verteidigung Washingtons bei Fredericksburg stationiert waren. Jetzt stand diese Division aber kurz vor dem Aufbruch nach Süden, um McClellan zu unterstützen.

Jacksons Aufgabe war es nun, diese und auch andere Divisionen der Union von wichtigen Aufgaben in anderen Teilen des Landes abzulenken. Dazu startete er im Shenandoahtal schon am 30. April 1862 einen Feldzug, der in der Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges seines gleichen sucht. Er bewegte sich zunächst nach Osten, um die Späher der Union in die Irre zu führen. Danach transportierte er seine Truppen mit dem Zug wieder nach Westen. Er ließ Scheinangriffe und Überraschungsangriffe durchführen. Seine Soldaten zerstörten Brücken und tricksten drei Verbände der Union aus, die unabhängig voneinander operierten. Den drei Generälen der Union Banks, Shield und Frémont, denen die Aufgabe zugetragen wurde, Jacksons Feldzug zu stoppen und denen weitere zwei Divisionen von McDowell zur Verfügung standen, fehlte es an Mut und Entschlossenheit, Jackson zu bezwingen.

Wenn Jacksons Feldzug auch von Erfolg gekrönt war, am Ende waren seine Truppen geschwächt und nicht mehr Einsatzbereit. Das machte sich auch in der Sieben-Tage-Schlacht bemerkbar, die vom 25.06.1862 bis zum 01.07.1862 stattfand. Während dieser Zeit griff Jackson entweder überhaupt nicht in die Schlacht ein, obwohl er nur einige Kilometer vom Kampfgeschehen entfernt war, oder er war stets unpünktlich. Was blieb, war Jacksons Ruf und seine Gegenwart. Beides war für seinen ängstlichen Gegner General McClellan Anlass genug, seine Truppen zurückzuziehen und die Belagerung Richmonds aufzugeben, womit das strategische Ziel der Konföderierten erreicht war.

Bei der zweiten Schlacht von Manassas (29.08.1862 - 30.08.1862) war Jackson wieder erfolgreicher. Kurz zuvor - am 26. August 1862 - hatte er noch das Vorrats-Depot von Manassas geplündert und anschließend vernichtet.Sein direkter Gegner während der Schlacht war General John Pope. Dieser sollte eigentlich von General McClellan unterstützt werden, der sich aber weigerte. Dessen Ärger darüber, dass seine Korps nun unter Popes Kommando stehen sollte, war einfach zu groß.

Dennoch war Pope erpicht darauf, Jacksons Truppen zu vernichten. Das war aber leichter gesagt als getan, denn die Truppen waren nach der Vernichtung des Vorrats-Depots untergetaucht. Es dauerte einige Zeit, bis Pope den Gegner aufspürte. Was folgte, war zunächst ein Gefecht, aus dem Pope als Sieger hervorging. Danach jedoch konnte Jackson die gegnerischen Angriffe solange aufhalten bis Hilfe kam, und zwar in Form von General Longstreets Truppen. Gemeinsam gelang es ihnen dann, den Feind zunächst bis zum Henry House Hill zurückzudrängen. Nach weiteren Abwehrmanövern gegen Jacksons Truppen entschloss sich Pope dazu, sich bis nach Washington zurückzuziehen.

Im September 1862 wurden mehrere konföderierte Truppen von General Lee mit der Aufgabe betraut, eine Garnison in Harper´s Ferry zu vertreiben. Harper´s Ferry lag einige Kilometer westlich von Frederick City (Maryland) entfernt und war somit ein geeigneter Stützpunkt für die Unions-Truppen, um Lees Nachschublinie zu blockieren. Um das zu verhindern, hatte dieser es gewagt, seine Armee aufzuteilen, wobei Zweidrittel die Garnison bei Harper´s Ferry von drei Seiten angreifen sollte. Für eine Seite war General Jackson verantwortlich. Der Angriff der Konföderierten war schließlich zwar erfolgreich, - es wurden ca. 11500 Gefangene gemacht - dass Ganze verlief aber nicht so schnell wie geplant. Erst am 15. September, der erste Tag der Antietam-Schlacht, hatten Jackson und seine Kameraden die Sache erledigt. Was jetzt folgte, war klar: Die Konföderierten mussten so schnell wie möglich Lees Truppen erreichten, die sich mittlerweile in Sharpsburg versammelt hatten, einem Dorf, das ca. 24 Kilometer nördlich von Harper´s Ferry und 500 Meter vom Antietam Creek entfernt lag. Nach und nach erreichten die verschiedenen Kommandeure das Schlachtfeld, auch Jackson.

Was folgte war eine grausame Schlacht in einem Maisfeld, bei dem Jacksons Truppen ziemlich geschunden wurden. Aber auch die zahlenmäßig stärkeren Unions-Soldaten mussten herbe Verluste hinnehmen. Am Ende konnten die Yankees einen Sieg für sich verbuchen, einen Sieg jedoch, der weitaus größer hätte ausfallen können, wenn da nicht der zögerliche General McClellan gewesen wäre. McClellan hatte ständig eine zahlenmäßig überlegene Armee um sich. Dennoch konnte er sich nicht zu einem entgültigen Vernichtungsschlag entscheiden. Zum Glück für die Konföderierten, die sich schließlich unbehelligt nach Virginia zurückziehen konnten.Als die Potomac-Armee, die nun unter dem Kommando von General Burnside stand, auf dem Weg nach Richmond war, um die Stadt zu nehmen, musste sie mehrere Flüsse überqueren, die ein erhebliches Hindernis darstellten. Der erste Fluss war der Rappahannock River, der sich ganz in der Nähe von Fredericksburg befand. Am 20. November 1862 hatte der größte Teil der Potomac-Armee das Ufer des Flusses erreicht. General Lee hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Gelegenheit, die Flussübergänge durch seine Truppen zu blockieren, denn General Longstreet stand immer noch vor Richmond, um die Stadt zu schützen und General Jacksons Armee hatte Lee von Anfang an im Shenandoah-Tal gelassen. Aber wieder hatte Lee das Glück, einen zögerlichen Gegner vor sich zu haben. Über drei Wochen dauerte es, bis Burnside endlich den Befehl zum Bau von Brücken gab. In dieser Zeit hatte Lee die Gelegenheit, beide Generäle zurückzuholen. So konnten in Fredericksburg Scharfschützen postiert werden, die den Brückenbau zumindest verzögerten. Zwar konnten die Scharfschützen die Stadt nicht halten, aber hinter Fredericksburg konnten Longstreet und Jackson ihre Soldaten auf günstige Positionen stationieren. Während Jackson am Prospect Hill nach anfänglichen Erfolgen der Union, deren Angriffe abwehren konnte, entschied Longstreet die Schlacht (13.12.62 - 15.12.62) an einer Steinmauer, die ca. einen Kilometer lang war und sich am Fuße der Marye´s Heights vor einem Hohlweg befand, für sich. Bei dem Sturm der Yankees auf diese Steinmauer, wurde eine Division nach der anderen vernichtet. Schließlich zog sich Burnside mit seinen Soldaten in der Nacht zum 16. Dezember über den Rappahannock River zurück.

Seinen letzten Einsatz hatte General Jackson in der Schlacht bei Chancellorsville. Am Rappahannock River hatte General Lee ein 40 Kilometer langes Netz von Schützengräben ausgegraben, um die Stadt Fredericksburg zu schützen. Chancellorsville war ein Straßenknotenpunkt, von wo aus die zahlenmäßig übermächtigen Yankees Lees Stellungen über zwei Straßen rücklings angreifen konnten. Womit der neue Oberbefehlshaber der Union General Hooker aber nicht rechnete, war Lees Gegenwehr. Wieder teilte dieser seine Armee in zwei Teile auf, wobei er selber 15000 Soldaten behielt, während er Jackson 30000 überließ. Jackson hatte nun die Aufgabe, die ungeschützte rechte Flanke der Union, die sich 5 Kilometer von Chancellorsville befand und unter dem Kommando von General Howard stand, anzugreifen und zu vernichten. Das Vorhaben gelang. Mit lautem Geschrei stürzten die konföderierten Soldaten von allen möglichen Seiten auf den Feind zu. Howard Divisionen hatten keine Chance. In nur einer Viertel Stunde waren die meisten Unions-Einheiten vernichtet. Erst bei Einbruch der Dunkelheit gelang es den Yankees eine neue Front aufzustellen, die sich aus vier verschiedene Korps zusammensetzte. Dadurch konnten Jacksons Soldaten, die das Gefecht zwar gewonnen, nun aber jede Organisation verloren hatten, einigermaßen gestoppt werden. In der Nacht kam es daraufhin nur noch zu einzelnen unkoordinierten Gefechten.


Wie oben schon erwähnt, war das General Jacksons letzter Einsatz. Denn unterdessen hatte sich dieser dazu entschlossen, mit einigen Offizieren vor die eigenen Linien zu reiten, um von hier aus die Lage zu erkunden. Bei ihrer Rückkehr wurden sie von den eigenen Leuten für den Feind gehalten, worauf diese das Feuer eröffneten. Dabei wurde Jackson dreimal getroffen. Zwar waren die Treffer in der rechten Hand und im linken Handgelenk nicht tödlich. Eine dritte Kugel traf aber eine Arterie, was zu einem hohen Blutverlust führte. Hinzu kam, dass sein Pferd in Panik geriet und auf die feindlichen Linien zugaloppierte. Nachdem er dabei auch noch von einem herabhängenden Ast am Kopf getroffen wurde, dauerte es erst eine Zeit lang, bis er das Pferd wieder unter Kontrolle hatte und zu seinen eigenen Leuten zurückreiten konnte.

Jackson war so schwer verletzt, dass er nicht mehr eingesetzt werden konnte und acht Tage später an einer Lungenentzündung starb. General "Stonewall" Jackson wurde am 15. Mai 1863 in Lexington, Virginia beerdigt. Der Friedhof, der an der "Main Street" liegt, ist heute als "Stonewall Jackson Cemetery" bekannt. Seine Grabstelle ist ein Anziehungspunkt für Touristen.

Quelle : Generale und Kommandeure Indianer, Cowboys, Wilder Westen, Revolmänner, Revolverhelden, amerikanischer Bürgerkrieg, Sheriffs, Siedler, Trapper

Stonewall%20Jackson-Biographie001.jpg
 
@Jedihammer: Dankeschön für deine Anerkennung, das freut mich sehr, nächste Woche geht's weiter.
Auch ich bin beeindruckt von deinem Post über General "Stonewall" Jackson und seine tragische Geschichte. Bisher dachte ich, der Amerikanische Bürgerkrieg sei eigentlich Crimsons Spezialthema. Dieser Konflikt hat ja auch für die Marinegeschichte große Bedeutung, weil er große Fortschritte in der Kriegsschiffstechnik (U-Boot, Schlachtschiff) mit sich brachte.
 
Zurück
Oben