Mon Calamari (Calamari-System)

Coral City ~ Promise ~ Großer Ballsaal ~ mit Celine & anderen

Anakin hätte fast nichts anderes erwartet, als das Celine die Rede des Kanzlers nicht so ganz zu deuten wusste. Ihm selbst ging es dabei, wenn er so recht darüber nachdachte auch nicht anders, aber das war bei Reden in der Politik wohl immer so. Man bildete sich schnell eine Meinung, dann begann man zu interpretieren, abzuwägen und zu deuten, bevor man erstmal gar nichts mehr verstand nur um dann wieder eine Meinung zu generieren.

"Ich glaube das haben Reden in der Politik so an sich, nicht eindeutig interpretierbar zu sein.",

meinte er mit einem Grinsen und fügte dann hinzu:


"Aber ich denke das Wichtigste ist die Zuhörer zu motivieren, anzuspornen oder ihnen Mut zu machen. Von daher hat Quún wohl das Richtige gesagt."

Auch Anakin der eher reserviert gegenüber Politikern war, musste sich schon irgendwie eingestehen, dass die Worte des Kanzlers ihm ein Stück Vertrauen in die Zukunft gegeben hatten und das er auch seit langem wieder sowas wie Stolz empfand, ein Teil der republikanischen Gemeinsachft zu sein - und darauf kam es wohl auch an.

"Hier finden als nächstes die Ehrungen der Militärs statt...",

erinnerte Anakin sich an das Programm als er von Celine nach dem nächsten Punkt auf dem Programm gefragt wurde.


"Ich glaube mir wäre es lieber erstmal hier raus zu kommen."

Seine Bemerkung sprach der Jedi in einem fast flüsternden Ton aus, wollte er eventuellen Mithörern nicht den Eindruck vermitteln, ihn interessiere das Ganze nicht. Gut, eigentlich interessierte es ihn auch nicht sonderlich, aber in erster Linie wollte er nicht noch länger ruhelos auf dem Stuhl hin und her rutschen. Ein wenig frische Luft oder zumindest ein bisschen mehr Abstand zu der Masse an Gästen war ihm wichtiger als seine politische Korrektheit - zumindest in diesem Augenblick. Celine schien die Sache ähnlich zu sehen und kurz bevor sich auch ein paar der anderen Anwesenden dazu entschloss ihren Sitzplatz aufzugeben, waren Anakin und seine Begleiterin bereits auf einem der Gänge zwischen den Stuhlreihen auf dem Weg in Richtung Ausgang. Ihm kam es ein bisschen vor wie eine Flucht, was wohl übertrieben war, aber da konnte er jetzt auch nichts gegen machen.

Kurz bevor sie den Ausgang des Ballsaals erreichten fiel Anakin ein bekanntes Gesicht auf und signalisierte Celine mit einer unauffälligen Geste, dass sie noch nicht den Saal verlassen würden, sondern er zu der hinter den letzten Reihen stehenden Frau gehen wollte, um die sich auch einige weitere Personen reihten bei denen sich Anakin jedoch nicht sicher war ob sie zu ihr gehörten oder nur zufällig auch hinter der letzten Reihe standen.


"Chesara, das ist ja eine Überraschung.",

begrüßte er die bekannte Rätin, die er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und schmunzelte dabei vielsagend, war ihre Anwesenheit hier doch spätestens nach der Rede des Kanzlers alles andere als ein Geheimnis. Dann schiwrrten ihm jedoch tausend Gedanken durch den Kopf und er wusste gar nicht was er denn nun tatsächlich sagen wollte. Sie sah gut aus in ihrem Kleid, sie hatten sich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, es gab soviel zu erzählen was ihm im Exil und seit seiner Rückkehr zum Orden passiert war und bei Ches war es sicherlich nicht anders. Aber womit er nun anfangen sollte...


"Es ist wirklich schön dich wohlauf zu sehen!",

brachte er dann nach kurzem Zögern, aber mit einem aufrichtig erleichterten und glücklichen Tonfall heraus.


Coral City ~ Promise ~ Großer Ballsaal ~ mit Celine bei Chesara & anderen (Jibrielle, Miranda, Theodor, Hill, ?)
 
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~~~ Calamari-System ~ Mon Calamari ~ Coral City ~ Yacht "The Promise" ~ Großer Ballsaal ~ mit Miranda und Chesara unter Leuten ~~~

Chesara trug Jibrielle ihre Vermutungen über das anstehende Abendprogramm vor und überraschte die Jedi-Ritterin damit nicht schlecht. Sicher würde Musik gespielt werden und sicher würde der eine oder andere mal ein Glas erheben und irgendwas in ein Mikro sprechen, doch ein allzu raffiniertes und aufwendiges Programm hatte sie eigentlich nicht erwartet. Da dürfen wir wohl noch auf einiges gespannt sein, dachte Jibrielle und schaute mit weit aufgerissenen Augen zu Miranda. Fast ein bisschen schade, überlegte die Jedi, dass es wohl keine Gelegenheit für Karaoke geben würde.

"Ich werde hier hinten stehen bleiben. Sucht euch ruhig einen Platz, wenn ihr mögt – oder bleibt ebenfalls hier, aber fühlt euch nicht gezwungen. Ganz wie ihr wollt."

teilte Chesara ihnen schließlich mit. Wie üblich versuchte Chesara kein Aufhebens um sich zu machen, weshalb eine bequeme Beobachterposition aus sicherer Entfernung wohl am klügsten war, um keine unerwünschte Aufmerksamkeit auf die eigene Person zu lenken. Jibrielle wollte sich eigentlich aber noch nicht schon wieder von ihrer Meisterin trennen. Fragend blickte sie darum zu Miranda. Miranda schien jedoch die Aussicht auf die Sitzplätze schon jetzt Wohlbehagen ins Gesicht zu zeichnen. Sie meinte, dass die Seeübelkeit ein wenig zurückkehrte und sie über einen Sitzplatz aktuell sehr froh wäre. Zwar versuchte sie die Sache runterzuspielen, es sei alles ja gar nicht so schlimm, doch Jibrielle wusste sehr gut, dass auch leichte Übelkeit sehr unangenehm sein konnte.

"Ich kann es aber verstehen wenn du dich mit deiner Meisterin unterhalten möchtest bevor der Kanzler mit seiner Rede beginnt!"

"Und dich einfach alleine lassen, wo du dich doch nicht fühlst? Ich glaube nicht."

sagte Jibrielle und zwinkerte der schwarzhaarigen Schönheit zu, die ihr im Moment konstante Disziplin abforderte, um nicht ungezügelt die Hände nach ihr auszustrecken. Dann blickte die Jedi-Ritterin Chesara mit einem entschuldigenden Lächeln an.

"Wir können ja später noch die Geschichten der letzten Monate einholen, stimmts? Der Abend ist ja noch lang!"

sagte Jibrielle und machte so ein wenig gute Miene zum bösen Spiel - dem bösen Spiel des Lebens. Sie wusste, dass auch dieser Abend des entspannten Beisammenseins bald vorbei sein würde und dass dann wieder die Unwegbarkeiten des Jedi-Handwerks auf sie warten würden. Und seitdem sie zur Jedi-Ritterin ernannt wurden war, ihre eigenen neuen Verantwortlichkeiten und einen Schützling erhalten hatte, sah sie Chesara einfach nicht mehr annähernd so oft, wie zu ihrer Zeit als Padawan - noch somit nicht annäherdn so oft, wie ihr lieb gewesen wäre. Aber so war der Lauf der Dinge, oder?

Miranda und Jibrielle nahmen einander bei der Hand, lächelten sich zu und bahnten sich durch die Menge, schlängelten sich hindurch zu zwei freien Sitzplätzen, die relativ nah an der Bühne waren. Sie strichen sich die Kleider so zurecht, dass sie ohne Furcht vor bösen Rissen oder Falten platz nehmen konnten, und setzten sich. Jibrielle inspizierte Mirandas Gesicht, um sich ein Bild ihres Wohlbefindens zu machen - und nebenbei nochmal soviele Aspekte ihres Antlitz in sich aufzusaugen. Da ihre Gesichtsfarbe nicht sichtbar gelitten hatte, war wohl noch alles recht okay. Um die Sache also auch gar nicht weiter schlimm zu reden, lächelte Jibrielle Miranda aufgeregt an und seufzte.

"Ich bin schon ein bisschen gespannt auf die Rede. Politik ist jetzt nicht so mein Ding, aber den Kanzler mal so sprechen zu sehen ... das ist schon irgendwie abgefahren ..."

sagte Jibrielle, die ihre Stimme zu einem Flüstern gesenkt hatte, um nicht unnötig andere zu unfreiwilligen Mithörer zu machen, und um sich so beim sprechen an Mirandas Ohr neigen und ihren Duft einatmen zu können.

"Vor Jahren nahm mich Chesara mal mit zu einem Gipfeltreffen oder sowas mit hochrangigen Militärs. Da ging es um die zukünftige Zusammenarbeit des Ordens mit dem Streitkräften. Jedenfalls war ich füüüürchterlich nervös und war auch noch so doof, nicht den Mund halten zu können. Hab irgendwelchen bestimmt total naiven und pathetischen Kram geplappert. Oh je."

meinte Jibrielle, legte die Hand die Wange und schüttelte den Kopf. Plötzlich wurde es seltsam still um sie herum - da passierte etwas. Ging es los?
Da trat ein beeindruckend gekleideter Mon Calamari auf die Bühne. Kanzler Quún!


"Oh - oh - oh!"

machte Jibrielle, mehr um sich selbst zur Ruhe zu gemahnen, als irgendjemand anderen.

"Ein herzliches Willkommen Ihnen allen, die sie hierhergekommen sind, um diese denkwürdige Stunde der Republik mit uns feierlich zu begehen ..."

eröffnete der Kanzler seine Rede und ließ durch seine Gestik, den Klang seiner Stimme und die Geschliffenheit seiner Worte keinen Zweifel daran, dass er ein sehr kluger und einflussreicher Mann war. Er begrüßte nacheinander etliche Ehrengäste. Darunter war auch Chesara, die mit ihrer Distanz zur Bühne und damit vor allzu viel Aufmerksamkeit recht behalten sollte. Jibrielle kannte nur wenige Namen, die Quún nannte - immerhin war ihr Tomm Lucas nicht nur ein Begriff, sondern ihre Begegnung mit ihm auch noch wohl in Errinnerung. Von ihm lernte sie einst - in einer Zeit, die ihr nun wie ein ganze Lebensspanne entfernt erschien - eine wichtige Lektion über die Gefahren der Dunklen Seite, die sogar in den kleinsten Verhaltensunzulänglichkeiten schlummern mochten. Es war jedoch ein anderer Name, der für Jibrielle besonders herausstach: Akemi Akanato! Akemi ist hier, schrie Jibrielle in ihrem Kopf und sah sich rasch instinktiv in der Menge um, erblickte sie jedoch nicht. Bei der Macht, es war eine Ewigkeit her ...

"Verehrte Gäste ... seit kurzer Zeit kann das corellianische System als vom Imperium befreit gelten."

begann schließlich der eigentliche Teil der Rede, der wo es um die Wurst ging - inhaltlich, politisch, diplomatisch, kriegstechnisch. Quún sprach von großen Dingen, beeindruckenden Erfolgen und beispielhaften Leistungen, von Gerechtigkeit und Freiheit und von vielen anderen tollen Dingen. Er verurteilte die Unterdrückung durch das Imperium, sprach von ihren Verbrechen und die zugleich grimmen und hoffnungsvoll stimmenden Aussichten für die Zukunft. Es war eine wirklich gute Rede und die Ziele klangen zweifellos anstrebenswert.
Doch trotzdem konnte Jibrielle eine Frage nicht ganz abschütteln, die ihr nach einigen Minuten in den Kopf geschlichen war. Wie wohl die Rede damals ausgesehen haben mag, nachdem das Imperium Corellia eingenommen hatte? Vielleicht war es nicht der Imperator selbst gewesen, aber hatte sich nicht gewiss auch damals ein hohes Tier vor die Führungseliten des Imperiums gestellt und von den großen Errungenschaften der eigenen Seite und der schändlichen Handlungen der Gegner gesprochen? War das nicht irgendwie austauschbar? Den Blick auf Quún gefesselt, schüttelte Jibrielle schließlich kaum merklich den Kopf. Nein, ein Beispiel für die Unaustauschbarkeit stand doch vor ihr. Undenkbar, dass ein Mon Calamari in der vom Imperium kontrollierten Welt Coruscants, in dem sie zumindest den bewussten Teil ihrer Kindheit über aufgewachsen war, jemals zu solchen Ehren aufgestiegen wäre oder überhaupt eine Chance bekommen hätte, wirklich etwas aus sich zu machen. Und vielleicht sprachen auch die Imperialen von Freiheit - aber war es für sie nicht immer nur die Freiheit VON etwas? Die Freiheit von den Armen, die Freiheit von den Andersartigen, die Freiheit von den Schwachen? Die Freiheit von den Ketten, in denen sich die Sith wähnen? Es mochten zwar irgendwie alles pathetische Worte sein, aber hinter diesen Worten schlummerten Taten und komplexe Weltbilder. Und eigentlich bestand für Jibrielle kein Zweifel, für welches Weltbild und für welche Welt es sich für sie zu kämpfen lohnte.
Da nahm sich die Jedi-Ritterin fest vor, sich mal ausführlich mit politischer Literatur zu beschäftigen. Als eine Jedi, die von Leuten wie Miranda mit solcher Hochachtung angeschaut wurde, musste sie doch schließlich wissen, was da in der Galaxis zu los war. Und während dieser Entschluss von Jibrielle reifte, kam Quún zum Schluss seiner Rede.


~~~ Calamari-System ~ Mon Calamari ~ Coral City ~ Yacht "The Promise" ~ Großer Ballsaal ~ auf Stühlen vor der Bühne ~ mit Miranda unter Leuten ~~~
 
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[ Calamari-System / Mon Calamari / Coral City / Yacht "The Promise" / Großer Ballsaal ] Arlen und etliche ehrfürchtige Gäste

Arlen lies sich von der Menge in den Ballsaal tragen, wo offensichtlich die Rede stattfinden würde. Um sich nicht allzuweit von der Gruppe zu entfernen, behielt er Tzuns langen, weißen Hals im Blick, der einige Meter vor ihm elegant hin und her schwankte.

Der Ballsaal selbst war ein großer, reich ausgestatteter Raum, in dem sich Reihen um Reihen von Stühlen befanden, um allen Besuchern des Balls Platz zu bieten. Schon jetzt tummelten sich unzählige Ballbesucher zwischen den Reihen, wo sie versuchten möglichst gute Plätze zu bekommen.

Für einen moment war er abgelenkt, diese schiere Vielfalt an Spezies und ihre noch größere Variation an Kleidern und Anzügen war einfach überwältigend. Vor allem wenn man bedachte, dass auch das simpelste dieser Kleider eine fünfköpfige Aleenafamilie für mindestens einen Monat durchfüttern könnte. Doch diese Ablenktung reichte aus. Der lange Hals Tzuns wurde von der Menge verschluckt und war nicht mehr zu sehn.

Arlen ging noch einige Schritte in die Richtung, wo er den Padawan zuletzt gesehen hatte, sah dann jedoch ein, dass es zwecklos war. Er hatte die Gruppe für den Moment verloren und würde sie fürs erste nicht wiederfinden. Also begann er sich nach einem guten Sitzplatz in der Nähe umzusehen.

Einige Minuten später war er fündig geworden und saß nun mit einem guten Blick auf das Podium neben einem grünen Fremdweltler und einer menschlichen Frau in einem aufwendigen Kleid, das ihr offenbar Probleme bereitete im engen Fußraum Platz zu finden.

Wieder eine kleine Weile später tat sich endlich etwas auf der Bühne. Eine Frau unbekannter Spezies war an das Sprechpult getreten. War das etwa die Kanzlerin? Doch nein. Die Frau sagte nur den richtigen Kanzler an, bevor sie das Pult wieder verließ. Dann trat auch wirklich der wahrscheinlich echte Kanzler vor.

Auch seine Spezies war ihm vollkommen unbekannt. Er war er aleenoid, in der Größe eines Menschen und hatte riesige Augen. Um Arlen herum brandete schallender Applaus los und auch er schlug seine Hände nach bestem Wissen und Gewissen zusammen. Dieses Wesen hatte eine großartige Ausstrahlung!

Nach einer kurzen Pause in der der Applaus langsam verhallte, begann der Kanzler zu sprechen. In formellen Worten begrüßte er alle anwesenden Gäste und erwähnte im Speziellen Chesara, Sarid, Tomm und Padme. Sarid war also auch anwesend. Arlen hätte es sich denken können, dass die Rätin anwesend sein würde. Er nahm sich jedoch vor Sarid im laufe des Abends zu begrüßen.

Wieder brandete Applaus und wieder tat Arlen kräftig mit.

Dann wurde eine Herzogin genannt deren Name Arlen nichts sagte, wieder Apllaus, zwei Admirale, Applaus, und schließlich eine Botschafterin für die Ideale der Republik. Inzwischen taten Arlen schon die Handflächen weh.

Dann begann endlich die eigendliche Rede. Der Kanzler begann damit, die Anwesenden daran zu erinnern, wie das Imperium die Republik angegriffen hatte und seine finsteren Klauen tief in republikanischen Raum geschlagen hatte. Doch dann hatte die Republik zurückgeschlagen und zwar mithilfe der Hapaner und eines Mannes, War Blade, den der Kanzler ganz besonders mit Lob bedachte.

Er sprach davon, dass viele Welten aus den Fängen des Imperiums befreit waren, jedoch noch viel mehr immernoch unter der Terrorherrschaft der imperialen schmachteten. Voll Inbrunst erläuterte der Politiker, dass die Aufgabe grade erst begonnen hatte. Dass der Krieg bis zum letzten ausgefochten werden musste, um den Welten die Freiheit zu bringen.

Dann jedoch senkte er die Stimme. Er gedachte der Toten, die die Straße des Siege der Republik gepflastert hatten und die nach wie vor einen Blutzoll an das Imperium zahlten, während sie auf ihre Freiheit warteten.

Nachdem seine Worte verklungen waren, herrschste tiefe Stille im Raum. Arlen, wie viele andere Gäste, hing an des Kanzlers Lippen, gespannt, was als nächstes kommen würde.

Dann war der Moment vorbei. Der Kanzler dankte und erinnerte ein weiteres Mal an den Preis der Freiheit. Dann merkte er jedoch an, dass es eine Zeit der Trauer gab und eine Zeit das erkämpfte zu genießen. Jetzt war die Zeit zu genießen.

Aus vollen Herzen stimmte Arlen in den tosenden Sturm aus Beifall ein, der sich daraufhin erhob. Er war begeistert. In diesem Moment wäre er sogar bereit gewesen, gradewegs ins Kriegsgebiet zu fahren, um die republikanische Freiheit vor den Imperialen zu verteidigen. Er war tief bewegt, sodass er still blieb, während die Gäste um ihn her in munteres Geschnatter ausbrachen, während sie den nächsten Pogrammpunkt erwarteten.

[ Calamari-System / Mon Calamari / Coral City / Yacht "The Promise" / Großer Ballsaal ] Arlen und etliche ehrfürchtige Gäste
 
- Mon Calamari - Coral City – Hafen - The Promise - Deck 2 - Großer Ballsaal – Hintere Reihen -

Mit der Begrüßung der Jedi an vorderster Front hatte Kanzler Quún ein wichtiges Zeichen gesetzt. Er stellte damit klar, dass der Jedi-Orden nach wie vor ein fester und wichtiger Bestandteil der Republik war, ein nicht in Frage zu stellender Faktor in allen Bereichen. Seine Rede war wie ein machtvoller Schlag, der das Imperium noch einmal nachdrücklich in seine Schranken wie. Corellia zurück erobert, Denon, Bothawui. Bei der Erwähnung jenes finsteren Tages, als das Imperium vor Jahren Corellia eingenommen hatte, war Chesara ein Schauer den Rücken hinunter gelaufen, jedoch keiner der angenehmen Sorte. Die Basis der Jedi, zerstörte, qualmende Gebäude und später nur noch ein einziger Krater, waren keine Bilder, die sie geren vor ihren Augen sah. Den Höhepunkt der Rede bildete jedoch zweifelsohne die Erwähnung von War Blade. Chesara wusste seit ihrem Aufenthalt auf Bandomeer, dass er noch am Leben war, doch jetzt war auch seine Rückkehr in die Republik, die sie zuvor nur vermutet und auf die sie gehofft hatte, offiziell. Sie klatschte zufrieden, als der Kanzler seine letzten Worte gesprochen hatte, während im ganzen Saal tosender Applaus ausgebrochen war. Dies war eine würdige Eröffnung für einen Siegesball gewesen. Der Kanzler hatte große Worte gesprochen, vergangene Taten gewürdigt, mahnend in die Zukunft gesehen und den Opfern des Krieges mit einer Schweigeminute gedacht. Jibrielle und Miranda hatten sich, noch bevor er begonnen hatte zu sprechen, von Chesara verabschiedet, um sich auf die letzten freien Plätze in den eng hintereinander aufgestellten Stuhlreihen zu sichern, doch die Gäste, die in Chesaras direkter Nähe standen, unterhielten sich nun lobend über die Worte Quúns, ihn aus der Ferne mit Lobpreisungen überhäufend und fragten auch sie nach ihrer Meinung. Chesara stimmte den meisten zu, schüttelte ein paar Hände und lächelte freundlich, wo Höflichkeiten ausgetauscht wurden. Keinen der Umstehenden kannte sie. Bei einer so großen Zahl an Gästen – sie ging noch immer davon aus, dass es sich um ein paar Tausend handeln musste – war es nicht weiter verwunderlich, wenn die meisten Gesichter, denen man begegnete, fremd waren. Dann aber sah sie plötzlich jemanden, den sie kannte, auch wenn sie ihn sehr, sehr lange nicht getroffen hatte. Es war Anakin. Sie erkannte ihn erst auf den zweiten Blick und obwohl sie mit ihm gerechnet hatte, da sein Name auf der Liste der Jedi gewesen war, die sich für den Ball angemeldet hatten, brauchte sie einen Moment, um seine Anwesenheit zu begreifen. Dann aber lächelte sie.

“Anakin.“

Sie mochte ihn, hatte ihn immer gemocht. Leicht verwundert darüber, wie lange sie sich nicht gesehen hatten und dass sie sich nun ausgerechnet hier wieder sahen, schüttelte sie den Kopf.

“Es ist lange, lange her.“

Wann hatten sie sich das letzte Mal gesehen, und wo? Spontan fiel es Chesara schwer, ihr letztes Aufeinandertreffen genau zu benennen. Was war geschehen, dass sie so lange nicht miteinander gesprochen hatten? Oder war es einfach nur wie immer, dass sie als Jedi keine Zeit genossen, ihre persönlichen Beziehungen zu pflegen? Obwohl man es nicht plante, triftete man immer auseinander, entfernte sich selbst von den engsten Gefährten...Padme, Anakin, Jibrielle, Adrian, Tionne... Ynee. Gepackt von der zwanglosen Freundschaft, die immer zwischen ihnen bestanden hatte, lehnte sich Chesara Anakin entgegen.

“Die Freude ist ganz meinerseits.“

Antwortete sie aufrichtig, während sie ihn kurz umarmte. Sie drückte seine Schulter.

“Du siehst gut aus – nicht ganz dem Dresscode entsprechend, wenn ich heute Abend irgendetwas gelernt habe, aber das hätte auch kaum jemand von dir erwarten können.“

Ihr Blick glitt an Anakin vorbei zu einer jungen Frau, die Haare feuerrot, das Kleid schwarz und schlicht, mit wunderschönen silbernen Verzierungen an den Schultern. Dies war entweder Anakins private Begleitung, oder möglicherweise seine Padawan.

“Guten Abend.“

Chesara streckte der jungen Frau ihre Hand entgegen.

“ChesaraSyonette, freut mich.“

Sie sah Anakin an.

“Seid ihr auf dem Weg nach draußen? Ich könnte mir vorstellen, mich anzuschließen, bevor noch mehr Leute auf die Idee kommen, den Saal zu verlassen und ich dabei überrannt werde. Ich glaube, ich stehe hier etwas ungünstig.“

Chesara lächelte erneut, aber in erster Linie, weil sie so froh war, Anakin zu sehen.

“Außerdem würde ich dich wirklich gerne fragen, wie es dir geht und was du so tust.“

- Mon Calamari - Coral City – Hafen - The Promise - Deck 2 - Großer Ballsaal – Hintere Reihen – Mit Anakin und Celine -
 
Coral City ~ Promise ~ Großer Ballsaal ~ mit Celine bei Chesara

Es war dann doch keine so große Überraschung für Anakin, dass sich Chesara freute ihn zu sehen, auch wenn er vielleicht einen Moment diesbezüglich verunsichert gewesen war. Entsprechend erleichtert erwiderte er die kurze Umarmung der Rätin, die ihm seit seinem Beitritt zum Orden bekannt war und zu der er immer aufgeblickt hatte. Trotzdem war ihr Umgang immer recht zwanglos und ihre wenigen gemeinsamen Missionen mitunter... unorthodox gewesen.

"Viel zu lange!", erwiderte Anakin die Bemerkung in seinem Kopf und lächelte sehr zufrieden. Im Gegensatz zu sonst war jedoch jegliche Form von Zynismus oder seiner typischen Selbstsicherheit seinem Lächeln ferngeblieben. Stattdessen fühlte er sich als wäre ihm eine Last vom Herzen genommen und das sah man ihm auch an.

Er zuckte wissend mit den Schultern, als Chesara den Dresscode ansprach, an den er sich nicht gehalten hatte. Ihr war natürlich sofort klar gewesen, dass er es nicht einmal versucht hatte sich daran zu halten. Dafür kannten sie sich zu gut. Wäre es eine ernsthafte Mission gewesen, hätten die Dinge anders gestanden, aber so war es ihm eben nicht wichtig genug. Als gute Freundin wusste Chesara darum und ließ die Sache damit auch gut sein.


"Das Kompliment kann ich nur erwidern. Wenn ich nicht wüsste, dass es dank der Waffenkontrollen sinnlos wäre ein Lichtschwert hereinzuschmuggeln - ich wüsste sofort wo ich zu suchen hätte."

Da war das verschmitzte Grinsen das man von ihm kannte!

Noch bevor er seine Begleitung hatte vorstellen können nahm die Rätin die Zügel selbst in die Hand.


"Rätin Chesara Syonette.",

ergänzte Anakin die Vorstellung.


"...der Vollständigkeit halber."

Er signalisierte Celine etwas näher zu kommen. Er wollte als Mann der Mitte nicht völlig versagen und wenigstens sie dem Höflichkeitskodex folgend vorstellen.

"Das Celine Geneau, eine Padawananwärterin von Haruun Kal die das zweifelhafte Glück hat mich heute Abend zu begleiten."

Mit einem vielsagenden Blick schaute Anakin zu Chesara und dann wieder zu Celine.

"Chesara und ich kennen uns schon ziemlich lange... seit meinem Beitritt zum Orden ungefär."

Anakin erinnerte sich natürlich genau wie lange sie sich kannten.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde bestätigte Anakin, dass auch er mit seiner Begleiterin auf dem Weg nach draußen gewesen war. Gerade noch rechtzeitig konnten sie den Saal verlassen, bevor er der große Exodus losging und so hatten sie vergleichsweise Ruhe als sie auf dem Deck nahe der Reling entlang schlendern konnten.


"Mir geht es gut.",

begann Anakin dann und meinte dabei weniger die übliche Floskelei sondern meinte es ehrlich. Ihm ging es wirklich gut.


"Ich bin froh rechtzeitig da gewesen zu sein, um meinen Beitrag auf Corellia leisten zu können und obwohl ich noch nicht soviel Zeit auf Lianna oder hier auf Dac verbracht habe, bin ich zuversichtlich dass es auch allgemein wieder bergauf geht."

Er versenkte seine Hände in den Hosentaschen und schaute Chesara etwas blass an, war er doch schon wieder dabei ins Allgemeine abzuschweifen. Wahrscheinlich wollte die Rätin eher auf ihn persönlich hinaus. Bei allem anderen konnte er schließlich getrost davon ausgehen, dass sie im Bilde war.

"Ich muss zugeben, dass es mir nicht leichtgefallen ist zum Orden zurückzukehren. Aber diesen Schritt doch gegangen zu sein erleichtert mich bis heute."

Seine Gesichtszüge entspannten sich als er in Chesaras Augen schaute und kurz stehen blieb.

"Dich hier wiederzusehen fühlt sich gut an."

Dabei kamen in ihm viele Erinnerungen hoch und das waren hauptsächlich gute.

Coral City ~ Promise ~ Großer Ballsaal ~ mit Celine bei Chesara
 
Coral City ~ Promise ~ Großer Ballsaal ~ mit Anakin und Chesara

Celine lächelte, als Anakin meinte, dass Reden in der Politik es an sich hätten nicht eindeutig zu sein und nickte leicht. Als er weiter sprach, sah sie ihn nachdenklich an, denn auch er wirkte, als ob er der Politik nicht gerade positiv gegenüberstehen würde. Aber sie zuckte dann kurz mit den Schultern, immerhin war es nicht wichtig, wie er zur Politik stand und wenn doch würde er es schon sagen, jedenfalls würde sie es durch starren eh nicht herausfinden.

„Sage ich doch, sie hat ihren Effekt nicht verfehlt.“

Als er dann meinte, dass eine militärische Ehrung stattfinden würde, sah sie ihn etwas erschrocken an, das Gesicht hellte sich jedoch sofort wieder auf und sie nickte heftig, als er flüsternd vorschlug raus zu kommen. Denn das war genau das, was sie gerade am liebsten tun würde, weg kommen aus dieser Masse. Als die beiden auf dem Gang Richtung Ausgang waren, fühlte Celine sich auch sofort sichtlich wohler und sah sich etwas um. Sie kannte zwar absolut niemanden, aber es war doch interessant, immerhin waren einige doch sehr hübsch angezogen und allein dafür lohnte es sich schon diese zu betrachten. Celine stolperte erst einmal direkt in Anakin hinein, da sie durch das umschauen nicht bemerkt hatte, dass er ihr ein Zeichen gab und auch nicht, dass er die Richtung wechselte.

„Verzeihung…“

Sagte sie daher leise und leicht errötend. Sie bliebt ein Stück hinter Anakin, da dieser anscheinend jemanden kannte. Sie sah sich Chesara an und stellte fest, dass diese wirklich gut aussah, allerdings niemand war, den Celine kannte, jedoch kam ihr der Name irgendwoher bekannt vor. Chesara schien sich wirklich zu freuen Anakin zu sehen und nach dem, was gesagt wurde, ging Celine davon aus, dass die beiden sich schon eine längere Zeit nicht gesehen hatten. Als diese dann Celine die Hand reichte und sich vorstellte fiel nun auch bei der jungen Vahla der Groschen und sie trat einen Schritt vor und schüttelte ihr die Hand.

„Es ist mir eine Ehre Rätin…“

Meinte sie daher nur, denn ihr war eingefallen woher sie den Namen kannte, der Kanzler hatte sie als Ratsmitglied benannt, welches ebenfalls auf dem Ball war. Sie hörte dem Gespräch weiter zu, hielt sich jedoch aus diesem raus, immerhin sprach Chesara ja mit Anakin und nicht mit ihr. Celine fand es trotzdem erstaunlich, sie hatte innerhalb von nur einem Tag einen Meister und zwei Mitglieder des Rates getroffen, obwohl sie noch nicht einmal eine Padawan war. Als er meinte, dass sie das zweifelhafte Glück habe mit ihm hier zu sein jedoch, konnte sie dann auch nicht mehr an sich halten und musste etwas sagen.

„Warum zweifelhaft?“

Diese Ausdrucksweise verstand sie wirklich nicht, denn sie war sich sicher, dass sie den Abend nicht überstehen würde, wenn er nicht dabei wäre. Außerdem bestätigte er ihre Vermutung, dass die beiden sich gut kannten. Sie folgte den beiden ruhig und versuchte dem Gespräch nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, da sie als Kind bereits lernte nicht zu lauschen wenn andere sich unterhielten. Als er jedoch davon sprach, dass er zum Orden zurückgekehrt war sah sie ihn verwirrt an. Warum musste er zurückkehren? Hatte er den Orden verlassen, aber warum? Sie erinnerte sich jedoch daran, dass sie sich nicht einmischen wollte und sah daher auf das Wasser hinaus und hoffte, dass er es ihr vielleicht erzählen würde, irgendwann.

Coral City ~ Promise ~ An Deck ~ mit Anakin und Chesara
 
Mon Calamari - Coral City - Hafen - Gangway zur Promise - Ulo Sammandi und Turima Belandri

Der etwas größere Senator von Tibrin begrüßte Turima genauso höflich wie sie ihn. Auch gratulierte der in eine Art eleganter Anzug gehüllte Ishi Tib ihr zum Beitritt des Hapan Konsortiums und bedauerte die Blockade, welche das Imperium über Hapan durch zahlreiche imperiale Schiffe verhängt hatte. Angetan nahm sie zur Kenntnis, dass auch der ältere Senator ganz offensichtlich die auf dem diplomatischen Parkett üblichen Umgangsformen beherrschte. So langsam legte sich die Skepsis der Hapanerin gegenüber den Mitgliedern des Senats, da ihr hier bisher alle sehr respektvoll und auf Augenhöhe begegnet waren, anders als in denen Beitrittsverhandlungen, wo der republikanische Abgesandte von Chandaar in seiner Arroganz ja der Meinung gewesen war, dass sie ihm metaphorisch gesehen die Füße hätte küssen müssen. Es tat gut zu wissen, dass diese Person in Sachen Manieren und Respekt bzw. derem Fehlen ganz offensichtlich ein Einzelfall war. Entsprechend höflich und zuvorkommend begegnete sie Ulo Sammandi lächelnd.

"Ich danke Ihnen für Ihre Glückwünsche. Ich bin der festen Überzeugung, dass sowohl die Republik als auch das Hapan Konsortium von einer intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit in allen Bereichen profitieren können."

Dann schüttelte sie jedoch besorgt den Kopf während sie weitersprach.

"Ich hoffe jedoch sehr, dass die Blockade des Imperiums nicht allzu lange anhält. Hapan ist ja im Großen und Ganzen ziemlich autark. Jedoch konterkarriert sie die Bemühungen meines Stabs und mir das Handelsvolumen meiner Heimat mit den anderen Mitgliedswelten zu steigern. Es wurden bereits Verträge unterzeichnet. Aber angesichts des derzeit vorhandenen Risikos die Schiffe und deren Ladung zu verlieren wurde bereits wie mir berichtet wurde in mehreren Fällen darauf im gegenseitigen Einverständnis darauf verzichtet die vereinbarten Waren zum jetztigen Zeitpunkt zu liefen."

Verdrießlich verzog sie für einen Moment das Gesicht, während sie dann wieder ein strahlendes Lächeln aufsetzte als sie zusammen den roten Teppich hinabschritten, was Sammandi wie er sagte ein Vergnügen und Ehre zugleich war. Turima selbst hatte mit solchen Auftritten keine Probleme oder Lampenfieber. Gesellschaftliche Ereignisse auf Hapan pflegten oftmals um einiges schwieriger sein, gab es dort dort viele Personen, welche auf jedes Worte oder jede Geste lauerten, um möglicherweise daraus Profit zu schlagen. Noch während sie den Journalisten zuwinkte, aber für kein Interview zur Verfügung stand fuhr sie daher mit ihrem Gespräch fort als würden sie sich in ihrem Büro unterhalten. Was diese darüber spekulieren mochten, ob sich zwischen Hapan und Tibrin eine Zusammenarbeit anbahnte, was ihr gleichgültig.

"Seit ich vor ein paar Wochen in Coral City angekommen bin bewundere ich diese fließende und geschmeidige Architektur der Mon Calamari. Die ganze Stadt wirkt so ausgeglichen und beruhigend. Auf Hapan neigt man ja eher zu Pompöserem. Allerdings mag ich persönlich die Formen und Farben der Mon Calamari, die sich ja auch im Design ihrer Schiffe niederschlägt viel lieber",

ließ die blonde Hapanerin lächelnd durchblicken.

"Ich hoffe daher sehr, dass die Oper, welche ja durch den furchtbaren Anschlag nahezu zerstören wurde wieder aufgebaut wird. Haben Sie diesbezüglich eigentlich noch etwas von den laufenden Ermittlungen gehört?",

fragte die Hapanerin interessiert nach. Sie selbst hatte darüber zuletzt nichts mehr mitbekommen. Vielleicht hatte ja einer ihrer Mitarbeiter geschlampt. Sollte das wirklich der Fall sein, dass würde sie mit demjenigen ein ernstes Wörtchen zu reden haben. Mittlerweile befanden sich die beiden Senatoren bereits im Eingangsbereich der Promise und die überwiegende Anzahl der geladenen Gäste bewegte sich ganz offensichtlich nach oben in den großen Ballsaal, wo Kanzler Quún seine Rede halten würde.

"Lassen Sie uns am Besten ebenfalls nach oben in den großen Ballsaal gehen, damit wir die Rede unseres Kanzlers nicht versäumen",

schlug die Hapanerin im schulterfreien, blauen Abendkleid vor.

Oben angekommen verzichtete Turima darauf sich auf einen der Stühle zu setzen. Stattdessen schloss sie sich jenen Gästen an, welche es vorzogen neben oder hinter den aufgestellten Sitzreihen stehen zu bleiben. Die beiden Senatoren waren auch keine Minute zu früh dran, denn Kanzler Quún war bereits von der ersten Administratorin Atril Ningo angekündigt worden. Sehr konzentriert verfolgte die Senatorin von Hapan die Begrüßung der Gäste. Einerseits wurden die Jedi recht prominent genannt, was angesichts der angespannten Beziehungen daraufhin deutete, dass dem Kanzler die Verbesserung jener Beziehungen wichtig war. Gut zu wissen. Was ihr ebenfalls sehr behagte war, dass er sowohl die hapanische Herzogin Marana Che Tah als Gast so hervorhob und später auch die bedeutende Rolle der Hapaner bei der Befreiung Corellias heraus stellte. Der Rest der Rede, die sie als angenehm kurz empfand, war ihrer Ansicht nach ein gelungener Aufruf des Mon Calamari die Opfer des bisherigen Krieges zu ehren, aber er vergaß auch nicht, dass noch viele schwere Aufgaben vor ihnen allen standen.

Als der Kanzler dann die Bühne verließ wandte sich die Hapanerin mit einem Lächeln an ihren derzeitigen Begleiter.


"Als Vertreterin Hapans kann ich mit dieser Rede sehr zufrieden sein, denke ich. Auch wenn sich das Imperium bemüht uns möglichst viele Steine in den Weg zu legen, so wird sich Hapan nicht entmutigen lassen sich wieder voll in die Neue Republik zu integrieren",

gab sie sich kämpferisch.

"So gibt es heute ja auch auf Hapan selbst Siegesfeiern anlässlich des Sieges der Republik über das Imperium im Corellia-System. Wurde Ihre Heimatwelt eigentlich in Mitleidenschaft gezogen von den andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen, Senator Sammandi?",

fühlte Turima vorsichtig vor. Es konnte ja nie schaden sich nach weiterem Handelspartnern umzuhören, auch wenn sie zuzugeben spontan auswendig nicht wusste, was Tibrin als Handelswaren zu bieten hatte.

Mon Calamari - Coral City - Yacht "The Promise" - Deck 2 - Großer Ballsaal - Ulo Sammandi und Turima Belandri und viele andere Gäste
 
Mon Calamari - Coral City - Yacht "The Promise" - Deck 2 - Großer Ballsaal - mit Steven und lauter anderen Zuhörern


Für deinen ersten Auftritt hast du aber ziemlich professionell gewirkt,“ erwiderte Tenia mit einem Lächeln und wenn man so wollte, war das vielleicht ein verstecktes Lob. Als Steve schließlich erwähnte, dass solche Auftritte nicht so häufig vorkamen, atmete die Nullianerin erleichtert aus.
„Hoffentlich“, murmelte schließlich eher für sich, als für ihr Gegenüber. Noch mal wollte sie nicht über einen roten Teppich laufen um gestellt in die Kamera grinsen. Schon gar nicht, wenn die Bilder durch die halbe Galaxis wandern würden. Zwar konnte es durchaus Spaß machen, sich ablichten zu lassen, aber auch nur, wenn das im privaten Rahmen geschah. Am Ende nutzte die Presse die schlimmsten Bilder um Schauermärchen zu erzählen. Zumindest waren Tenia so einige, seltsame Geschichten zu Ohren gekommen, wenn sie so manchen Bericht verfolgt hatte, was sehr selten, dann aber ziemlich intensiv vorgekommen war.
„Das werde ich und zum Ausgleich sagst du mir, von welchem Planeten du stammst“, erklärte Tenia mit einem freudigen Lächeln. Sie liebte Null und vermisste den Planeten. Zwar nicht jede Erinnerung daran, aber Null war ihre Heimat und das, seit zwanzig Jahren. Nie zuvor war sie auf einem anderen Planeten gewesen und so war es doch auch Wehmut, die sie mit ihrer Heimat verbinden musste.

Bevor Tenias Begleiter allerdings noch etwas hätte erwidern können, wurden sie auch schon von John Eldritch, wie der Ritter ihn später vorstellte, unterbrochen.
Steven war also mit dem Mann aneinander geraten, genau wie mit Padme. Auf seinen Kommentar, dass sie nicht glauben sollte, dass er nicht mit jedem Individuum im Orden Stress hatte, lachte die Nullianerin leise. Dann war sie nicht mehr die Einzige, die damit geglänzt hatte, mit irgendjemandem aneinander zu geraten.
„Mein Start hier war auch alles andere als gelungen“, gab die Braunhaarige also zu und dachte zurück an Rosita, Talery, Nei und Tzun. Sah man es ganz eng, hatte sie auch schon eine heftigere Auseinandersetzung mit Anakin gehabt. Demnach war sie wohl die letzte, die Steven irgendwelche belehrende oder tadelnde Worte hätte entgegen können.

Beide betraten schließlich einen großen Saal, an dem die Rede des Kanzlers gehalten werden sollte. Immerhin war Tenia der Name Quún nicht ganz unbekannt. Schließlich hatte sie hin und wieder doch aufgepasst, wenn man in der Schule von Politik gesprochen hatte.
Hinter Padme und John Platz nehmend, lauschte die junge Frau schließlich der beginnenden Rede des Kanzlers, der zuerst einige Personen begrüßte. Unter anderem wohl all jene, die zum Rat der Jedi gehörten. Daraus ließ sich nur schlussfolgern, dass diese Personen den höchsten Rang haben mussten und vielleicht sogar über alle anderen Jedi bestimmten? Tenia wusste es nicht. Mit keinem der weiter fallenden Namen konnte Tenia etwas anfangen. Gerade, als ihre Konzentration zur Neige ging, eben weil sie vermutete, noch ein Dutzend weitere Namen zu hören, die sie nicht zuordnen konnte, sagte der Kanzler etwas, was sie doch wieder interessierte. Seit kurzer Zeit kann das corellianische System als vom Imperium befreit gelten. Demnach hatten sie Erfolg gehabt! Auch wenn sie selbst nur einen winzigen Beitrag zur Befreiung von Coronet beigetragen hatte, erfüllte sie diese Aussage doch ein wenig mit Stolz. Vor allem, weil Anakin ich diesbezüglich den Kopf gewaschen hatte. Tenia, die sich eigentlich kein Bisschen für Politik interessierte und von der Republik nicht mehr wusste, als von anderen Planeten, fühlte nun doch ein klein wenig Begeisterung und Zugehörigkeit. Schließlich hatte Ihr Meister nicht unrecht gehabt, als er gesagt hatte, dass die Republik auch für sie und Null gekämpft hatte und sie sich demnach sehr wohl dafür interessieren sollte, was geschah.

Ein bisschen seltsam war es dennoch, der Rede über Krieg und Frieden zu lauschen. Über Tote, an die man Gedenken sollte. Gleichzeitig aber doch eine Einladung zu einer Feier erhalten zu haben.
Es klang nicht mehr ganz so pompös an einem Abend zu tanzen und gleichzeitig zu wissen, dass tausend anderen genau das verwehrt bleiben würde. Aber vielleicht hatte der Tod all jener einen Sinn gehabt? Sagen konnte Tenia das nicht, aber hoffen.


Mon Calamari - Coral City - Yacht "The Promise" - Deck 2 - Großer Ballsaal - mit Steven und lauter anderen Zuhörern

 
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Aufmerksamer als Noa hätte niemand der Rede des Kanzlers zuhören können. Mit dem Interesse einer professionellen Journalistin und der Leidenschaft einer treuen Anhängerin der Republik sog Noa Chanelle Cortina jedes einzelne Wort des Mon Calamaris in sich auf, der das Oberhaupt der Gemeinschaft war, zu der auch sie sich zugehörig fühlte. Die Republik bedeutete seit Jahrtausenden so viel in der Galaxis und zu wissen, dass sie nach Jahren der Unterdrückung wieder aufzublühen begann, war alle Hoffnung, die Noa brauchte, um zu wissen, dass auch Coruscant bald wieder frei sein würde. Sie lächelte Cris wissend zu, als dieser ihr, nachdem der Applaus für den Kanzler zu verebben begann, leise versicherte, dass auch ihre Heimat bald wieder zur Republik gehören würde. Wer die Worte des Kanzlers gehört und in sich aufgenommen hatte, würde wissen, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis auch Coruscant in einem Atemzug mit Planeten wie Corellia, Denon und Bothawui genannt werden würde.

“Es macht jedenfalls Mut.“

Antwortete sie Cris. Natürlich würde es nicht von jetzt auf gleich geschehen und ein paar Tage mehr, vielleicht ein paar Wochen, würden keinen Unterschied machen. Sie hatten so lange gewartet, dass sie noch Reserven für das letzte Stück Weg hatten. Noa hoffte nur, dass es nicht ein ebenso erbitterter Krieg werden würde wie um Corellia, auch wenn es vielleicht naiv war, sich dies zu wünschen. Corellia hatte jedenfalls sehr viele Todesopfer gefordert, denen sie gerade erst in einer Schweigeminute ihren Respekt gezeigt hatten. Schweigeminuten waren nicht ganz Noas Ding. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, wenn alle um sie herum still standen, die Augen schlossen oder andächtig zu Boden schauten. Allen anderen schien es immer leicht zu fallen, einfach gar nichts zu tun und vermutlich in aufrichtiger Ehrlichkeit für den Frieden jener zu hoffen, die im Krieg gefallen waren, doch Noas Gedanken konnten sich nicht ernsthaft auf solche Dinge konzentrieren. Ihr ging einfach zu viel anderes durch den Kopf und mal ganz ehrlich, wem half es schon, wenn sie 60 Sekunden die Klappe hielt? Lebendig machte das auch niemanden mehr.

“Der Kanzler versteht jedenfalls was davon, das Publikum mit ein paar wenigen Worten für sich zu gewinnen. Er kann sich gut ausdrücken, auch wenn er seine Rede vermutlich nicht selbst geschrieben hat... oder zumindest Hilfe hatte.“

Kommentierte Noa, während sie von ihrem Klappstuhl aufstand. Natürlich wollte sie dem Kanzler nicht die Fähigkeit absprechen, seine Reden selbstständig zu formulieren, aber es wusste doch jeder, wie so etwas lief. Als Oberhaupt der Republik war man vielbeschäftigt. Wenn Quún auch noch für jeden seiner Auftritte seine Reden zusammen schreiben sollte, würde er nicht nur zwei zusätzliche Hände brauchen, sondern auch noch mindestens fünf zusätzliche Stunden pro Tag – wenn das reichte. Nein, ein Mann wie er hatte für alles seine Leute.

“Noch ein paar Minuten länger und die vorderen Reihen hätten sich auf ihn gestürzt wie auf einen Rockstar.“

Das wäre alles andere als angemessen gewesen, vermutete sie und es war tatsächlich zweifelhaft, ob es wirklich geschehen wäre (vermutlich eher nicht), doch die Vorstellung allein war amüsant. Es war jedenfalls eine Tatsche, dass gerade die vorderen Reihen sehr stark in ihrem Beifall gewesen waren und als erste von ihren Sitzen aufgesprungen waren, um dem Kanzler ihren Tribut zu zollen. Noa schaute zu der Jedi-Rätin, die die ganze Zeit über neben ihr gesessen hatte. Padme. Padme Master. Sie hatte um eine recht unförmliche Ansprache gebeten, laut eigener Aussage, um so unerkannt wie möglich zu bleiben, zumindest hatte Noa sie so verstanden. Es passte zu einer Jedi, dass sie nicht viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte, doch ein Ratsmitglied des Jedi-Ordens nur mit dem Vornamen anzusprechen, schien Noa ziemlich... unpassend. Es passte nicht zu der Vorstellung, die sie von diesen Leuten hatte: gütige, geduldige und sehr weise Persönlichkeiten, die zwar immer freundlich waren, aber dennoch eine gewisse Distanz wahrten. Nun aber reifte in Noa die Erkenntnis, dass wirklich kein Jedi wie der andere war. Mittlerweile kannte sie genug von ihnen, um das beurteilen zu können.

“Jetzt muss nur noch das Buffet eröffnet werden.“

Sagte sie und grinste.

“Dann bin ich glücklich. Padme... wissen Sie, wie und wo es jetzt weiter geht?“

Fragte sie die Jedi. Die mochte in ihrer Position zwar nicht zur Organisation des Balls gehören, doch vielleicht wusste sie trotzdem mehr. Genau in diesem Moment trat wieder jemand vorne vor das Rednerpult - wer auch immer dies war - und informierte die Gäste, dass man nun, nach eigenem Belieben, den offiziellen militärischen Ehrungen beiwohnen konnte, die die Schlacht um Corellia offiziell abschließen würden. Fragend sah Noa zu Cris. Das klang zugegebenermaßen nicht unintressant.

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- Mon Calamari - The Promise – Oberdeck – Mit Anakin und Celine -

Anakin war, wie seit jeher, ein charmanter Spaßvogel. Er machte Chesara ein Kompliment zu ihrem Kleid, doch er konnte sich nicht verkneifen, eine Anspielung zu machen, die der Jedi-Rätin die Röte in die Wangen trieb.

“Mein Lichtschwert? Also... Anakin!“

Chesaras Wangen färbten sich dunkel. Es war für Dritte nicht eindeutig gewesen, doch sie wusste sehr wohl, worauf Anakin mit der Erwähnung einer möglicherweise auf die Yacht geschmuggelten Waffe hinaus gewollt hatte.

“Als ob das.... angemessen wäre! Also, wirklich. Danach suchen....“

Chesara suchte dringlichst nach ihrer Contenance. Anakin war es gewesen, der vor Jahren die Idee gehabt hatte, sie solle ihr Lichtschwert an ihrem Strumpfband zu befestigen, als sie – ganz untypisch für sie – ein vornehmes Kleid getragen hatte, da sie undercover unterwegs gewesen waren. Die Idee war fantastisch gewesen und Chesara hatte sie danach regelmäßig für sich adaptiert, insbesondere auf Corsucant, wo sie sich nicht als Jedi hatte zu erkennen geben dürfen. Laut darüber zu sprechen musste indes nicht sein. Sie wollte nicht, dass jeder, der ihr Gespräch zufällig überhörte, sich seine Gedanken machte, wo genau an ihrem Körper Jedi-Rätin ChesaraSyonette ihr Lichtschwert versteckte. Oh Himmel, sie wollte nicht, dass sich das irgendjemand bildlich vorzustellen versuchte und schon gar nicht wollte sie, dass Gerüchte entstanden, Anakin könnte... also nein. Um sich abzulenken, schüttelte Chesara die Hand der Padawan und konzentrierte sich für einen Moment auf diese. Es handelte sich also tatsächlich um eine Jedi-Schülerin. Weil sie dies zuvor nicht gewusst hatte, hatte sich Chesara nur mit ihrem Namen vorgestellt. Sich einer privaten Bekanntschaft von Anakin mit ihrem Titel vorzustellen, hätte sie unpassend und überzogen gefunden.

“Hallo, Celine. Ich hoffe, du genießt den Ball? Es ist ein außergewöhnliches Ereignis. So etwas gehört normalerweise nicht zum Alltag der Jedi, aber wenn du bereits im Hort der Jünglinge auf Haruun Kal die Jedi-Lehren studiert hast, weißt du sicher bereits einiges über den Orden.“

Sagte sie an die junge Frau gewandt, deren leuchtend rote Haare zu den warmen Farben des Himmels passten, der inzwischen begonnen hatte sich goldgelb und glühend orange zu färben, den Untergang der Sonne ankündigend.

“Und es stimmt, wir kennen uns wirklich schon lange, Anakin und ich.“

Chesara sah den Jedi-Meister an. Das Schöne an dem Verhältnis zwischen ihnen war, dass zwischen ihnen immer eine ganz natürliche Vertrautheit geherrscht hatte. Im Gegensatz zu vielen anderen hatte sich Anakin nie von Chesaras Position innerhalb des Ordens einschüchtern lassen. Sie waren sich immer auf einer Ebene begegnet, als Freunde und das war ein Gefühl, das Chesara nicht all zu oft fand und daher ganz besonders genoss.

“Lange genug, dass ich weiß, dass man nicht alles ernst nehmen darf, das er sagt.“

Scherzhaft zwinkerte sie Celine zu.

“Aber wir haben uns auch entsprechend lange nicht gesehen.“

Ihr Blick wurde wieder ernster.

“Was meinst du damit, dass es dir nicht leicht gefallen ist, zurück zu kehren?“

Fragte Chesara, als sie langsam über das Deck sparzierten.

“Ich weiß nicht einmal, warum du überhaupt gegangen bist.“

- Mon Calamari - The Promise – Oberdeck – Mit Anakin und Celine -
 
Calamari System - Dac - Coral City - Hafen - Yacht "The Promise" - Deck 2 - Sektion A-C- "Großer Ballsaal" – mit Marana, Matthew, Summer und all den anderen Gästen

Marana’s Einschätzung ihres Enkels beschäftigte Jo noch eine Weile weiter. Zu viel Dickkopf und eine sehr lebhafte Phantasie? Das erinnerte Jo doch sehr an Beschreibungen, die man über sie als Kind abgegeben hatte. Nur bei ihr kam da noch ein sehr loses Mundwerk hinzu und ein Hang dazu alles was sich Speeder nannte in Schrott zu verwandeln sofern man sie auch nur kurz an die Lenkung lies. Und Heute? Heute war sie ein Mitglied des Rates der Jedi! Was auch immer die anderen Räte sich dabei gedacht hatten…
Marana schien für den Moment nicht weiter über Cerian reden zu wollen und widmete sich erst einmal der Wertung des Ambientes, welche Jo nur mit einem…


Ich bin sicher, dass es das ist.

…quittieren konnte bevor ihre Gesprächspartnerin ein zwar nicht ganz direktes, aber doch deutliches Kompliment äußerte, das Jo nur noch mit einem freundlichen Kopf neigen beantworten konnte, da es nun am Rednerpult ernst wurde.
Der Kanzler trat heran und schlagartig erstarben auch die letzten getuschelten Worte im Raum.
Klar und fest war die Stimme des Kanzlers und spiegelte damit, für Jo’s Empfinden, deutlich die Stärke wieder, zu der die Republik seit einiger Zeit wieder zurück gefunden hatte.
Natürlich begrüßte er die Wichtigsten Anwesenden und für eine Zehntelsekunde hielt Jo die Luft an während er die anwesenden Räte namentlich erwähnte.
Er würde doch nicht…?
Er würde doch bitte, bitte, bitte nicht!
Phu!
Er tat es nicht! Dieser Kelch war an ihr vorbei gegangen. Nur die Anderen mussten hinnehmen namentlich hervorgehoben zu werden. Ein tiefer, wenn auch tonloser Schnaufer entkam Jo, nur damit ihr die Worte des Kanzlers im nächsten Moment erneut einen Schrecken versetzten. Marana wurde angesprochen und begrüßt. Sicher lagen jetzt alle Augen auf der Herzogin direkt neben ihr! Okay, das war nicht so schlimm, sagte Jo sich. Sie saß eben nur zufällig neben der Herzogin! Auf sie achtete sicher niemand und die Rede ging ja außerdem auch schon weiter! Gut! Ein wenig entspannte sich Jo’s Haltung als sie das Gefühl hatte, dass nicht mehr so viele Augen auf ihnen lasteten. Besonders als der Kanzler War Blade erwähnte schien alle Aufmerksamkeit schlagartig zu ihm zu wandern! Gut! Der Mann hatte so viel für die Republik getan und nach so langer Zeit der Schmähungen erhielt er nun endlich einen Teil der ihm zustehenden Anerkennung! Zu mindest war dies Jo’s persönliche Meinung.
Bald war der Teil der Rede, der für die Begrüßungen vorgesehen war vorbei und der Kanzler ging auf die aktuelle Situation und den Grund ihres heutigen Zusammenseins ein!
In vielen Dingen sprach er ihr aus dem Herzen und sie empfand die Schweigeminute als absolut treffend, auch wenn eine Minute des Schweigens bei weitem nicht den Schrecken Genügte tat, die ein Krieg verursachte. Aber es war ein deutliches Zeichen! Ein sehr deutliches Zeichen. Wohltuend, dass die Politiker, die weithin meist fern der Schmerzensschreie der Verwundeten und sterbenden waren, nicht vergaßen welchen Preis die Freiheit leider viel zu oft kostete.
Zugegeben, Kanzler Quún bediente sich sehr starker Worte. Ein wenig theatralisch und plakativ! Aber dem Anlass durchaus nicht unangemessen und bei der angenehmen kürze der Rede wohl der beste Weg seine Intensionen genauso wie die gewünschten Gefühle angemessen zum Ausdruck zu bringen.
Kraftvoll applaudierte Jo deshalb auch, als die Rede geendet hatte und sich die Anspannung im Saal, klar fühlbar, löste.
Einen Augenblick lies Jo die Rede und die ganze Stimmung noch auf sich wirken, dann wandte sie sich Marana zu, die bereits das Gespräch wieder aufgenommen hatte und nach Jo‘s Meinung fragte.


Marschrichtung? Nun ja.
Er hat die derzeitige Lag recht gut und treffend dargelegt, wenn ihr mich fragt!
Er hat auch diejenigen angemessen gewürdigt, die maßgeblich an dem Wechsel der Machtverhältnisse in unserer Galaxie beteilig waren. Ebenso hat er erkennen lassen, in welche Richtung er gehen will!
Ich empfinde diese Richtung als gut! Nur leider ist mein Herz dabei auch schwer, weiß ich doch nur zu genau welche Fährnisse uns auf diesem Weg noch erwarten können.
Dies hier ist ein Siegesball! Und die errungenen Siege verdienen es auch gefeiert zu werden. Nur leider ist der endgültige Sieg noch längst nicht unser. Und der Preis dafür sehr groß.


Tief atmete Jo durch senkte kurz ihren Kopf um ihn dann jedoch wieder zu erheben und ihr Gesicht Marana zu zuwenden.

Doch heute Abend ist nicht die Zeit für trübe Gedanken! Wir sind hier um das Leben zu feiern und den Zusammenhalt, den kein Schrecken des Imperiums wirklich ganz auslöschen konnte.

Jo erhob sich von den zugegeben wirklich recht ungemütlichen Stühlen und forderte Marana mit einer freundlichen Geste auf sich ihr gegebenen Falles an zu schließen!

Und was hält die Herzogin Marana Che Tah von den Worten des Kanzlers der Republik?

Calamari System - Dac - Coral City - Hafen - Yacht "The Promise" - Deck 2 - Sektion A-C- "Großer Ballsaal" – mit Marana, Matthew, Summer und all den anderen Gästen
 
~ Coral City ~ Hafen ~ Yacht "The Promise" ~ Deck 2 - Großer Ballsaal ~ Tenia und Steven, sowie Tzun, Padme, Arlen, John, Raiken, Cris, Noa, ~​


Die Rede von Kanzler Quún spaltete den Jedi innerlich. Zum einen belebte ihn die Nachricht von Corellias Befreiung, an der er und sein Padawan einen nicht ganz so kleinen Anteil hatten. Doch zum anderen ließ es ihn nachdenklich und sogar traurig werden, wenn er daran dachte, wie viele unschuldige dem Imperium zum Opfer fielen.
Doch diese Trauer über die unschuldigen Opfer konnten genau der Ansporn sein, um das Imperium ein für alle mal aus der Galaxis zu schaffen!

Steven hatte nicht viel mit Corellia am Hut, auch kannte er die alte Jedi-Basis nicht, er war bis auf den Aufenthalt während der Schlacht auch nie zuvor in Coronet oder auf einem anderen Fleck Corellias.
Doch schien die Befreiung dieses Systems einen hohen Stellenwert auf dem Weg zum Sieg über das Imperium gehabt zuhaben, dies war dem Ritter so während des Kampfes dort nicht wirklich bewusst gewesen.

Nun war es aber an der Zeit, die Toten zu ehren! Die Opfer und die Gefallenen sollten mit einer großen Siegesfeier geehrt werden und das war es nun mal eine große Feier. Steven wusste zwar nicht genau was der nächste Programmpunkt war, doch würde es auf keinen Fall schaden sich den meisten Leuten anzuschließen und erst einmal den Ballsaal, mit Tenia zu verlassen.
Das Schritttempo der beiden Jedi verlangsamte sich jedoch rasch, als sie fast zum stehen kamen, zu viele Leute wollten gleichzeitig den Saal verlassen. Es war doch immer das selbe. Doch wenigstens hatte er jemanden zum Reden dabei.

"Um deine Frage von vorhin zu beantworten, ich komme von Cirrus, einem Planeten im Outer Rim."

erklärte der Ritter seiner Padawanbegleitung, während sie sich langsam aber sicher immer näher dem Ausgang näherten.

"Warst du eigentlich auf Corellia dabei?"

fragte Steven neugierig. Er hatte gesehen, wie sich Tenias Gesichtsausdruck während der Rede änderte, als der Kanzler Corellia erwähnte.

Das junge Paar war nun am Ausgang des Ballsaals angekommen. Während er seinen Anzug zurecht zupfte, bemerkte Steven seinen Comlink in der Tasche, eine kurze Nachricht konnte er Michael noch zukommen lassen, es war für sein eigenes Interesse und sein Padawan konnte ihm tatsächlich auf Lianna hilfreicher sein, als wäre er hier gewesen.

*Com-Nachricht an Michael Aeren*
Hallo Michael,
tu' mir bitte den Gefallen und finde heraus, welcher Jedi im Umgang mit Machtblitzen Erfahrung hat, du bist doch noch in der Basis!? Jedenfalls hoffe ich das für dich.
Grüße, S.

*Com-Nachricht an Michael Aeren ENDE*

Das Comlinkgerät wegsteckend, wandte sich der Ritter wieder seiner gut gekleidete Begleitung zu.

"Hast du schon Hunger?"

wollte der Ritter wissen und dachte dabei nicht an seinen eigenen Magen der noch nicht unbedingt etwas zu Essen benötigte, gegen eine kleine Vorspeise aber sicherlich auch nichts hatte.

"Oder wollen wir uns erst noch umsehen? Ich weiß nicht was jetzt noch alles auf dem Programm steht, hast du was geplant?

es war wirklich ärgerlich, das Steven nur einen groben Umriss vom Ablauf der Veranstaltung hatte, doch sicherlich würde die entschlussfreudige Tenia ihm jetzt weiterhelfen. Es war immer gut einer Frau das Gefühl zu geben zu entscheiden was als nächstes anstand, soviel hatte er damals auf Coruscant bei Jessh auch schon gelernt.


~ Coral City ~ Hafen ~ Yacht "The Promise" ~ Deck 2 - Großer Ballsaal ~ auf dem Weg woanders hin ~ Tenia und Steven, sowie andere Gäste ~​

OP]Sorry ein wenig kurz und kreativlos, doch bevor ich vor dem WE nichts mehr schaffe..[/OP
 
[Mon Calamari | Coral City | Yacht "The Promise" | Deck 2 | Großer Ballsaal] Ulo Sammandi, Turima Belandri

»Es ist sicherlich eine schwierige Situation für das Konsortium«, nickte der Senator von Tibrin. »Ich bin jedoch überzeugt davon, dass die Neue Republik Sie nicht im Stich lassen wird. Es war sehr mutig von Ihnen, sich offen gegen das Imperium zu stellen und diese Gefahren damit auf sich zu nehmen, solange Ihr Mitgliedschaftsgesuch noch nicht vom Senat bewilligt war. Das wird Ihnen die Republik nicht so schnell vergessen.«

»Leider habe auch ich nicht viel Neues über die Oper mehr gehört«, antwortete Ulo Sammandi auf Turima Belandris Frage. »Gerüchten zufolge gibt es schon Pläne für einen Wiederaufbau sowie erste Entwürfe für einen totalen Neubau des Gebäudes. Aber über den Anschlag selbst scheint es nicht viele Erkenntnisse zu geben. Auch in den Medien ist es still um das Thema geworden, offenbar konzentriert die öffentliche Aufmerksamkeit sich längst wieder auf andere Dinge. Allerdings würde ich aufgrund des Sicherheitsaufgebotes hier sagen, dass Coral City den Schreck noch lange nicht verwunden hat.«

Unterdessen gelangten sie in den Ballsaal, wo kurze Zeit später die Eröffnungsansprache des Kanzlers begann. Quún fasste sich kurz und wählte klare Worte, was Sammandi weit mehr schätzte als lange, ausschweifende Reden, in die doch meistens nicht mehr Inhalt verpackt war und die häufig mehr der Selbstbeweihräucherung des Redners galten. Der Mon Calamari schaffte es, genau die richtigen Worte für diesen Anlass zu finden. Auch wenn der Senator sich des Gedankens nicht verwehren konnte, dass die Erfolgssträhne der Republik auch irgendwann ihr Ende finden musste und es ihm schwer fiel, den Optimismus des Kanzlers für den weiteren Kriegsverlauf zu teilen. Aber er saß ja auch nicht im Kommandostab - womöglich fehlte ihm einfach die Sachkenntnis, um dies treffend beurteilen zu können.

Turima hatte jedenfalls recht damit, dass die Hapaner und damit auch sie bei der Ansprache gut weggekommen waren.


»Verdientermaßen«, pflichtete er bei. »Wer weiß, wie die Schlacht ohne Ihre Beteiligung sowie die der Jedi und der Forces of Hope gelaufen wäre. Vielleicht fände diese Feier dann nicht statt.«

Als die Sprache auf sein eigenes System zu sprechen kam, sagte er:

»Es ist zum Glück schon eine Reihe von Jahren her, dass es auf Tibrin oder im System Kampfhandlungen gab. Aber unsere Lage am Rand des republikanischen Raumes und nah am imperialen Territorium und an wichtigen Hyperraumrouten bedeutet leider, dass sich das jederzeit ändern könnte. Bei einem Angriff auf Sullust, Eriadu oder Sluis Van wäre meine Heimatwelt vermutlich entweder selbst ein Kriegsschauplatz oder vom Rest der Republik abgeschnitten. Die Sorge unter den Ishi Tib ist jedenfalls recht hoch.«

Ansonsten trug die Bevölkerung Tibrins natürlich ihren Anteil an den Kosten des Krieges. Da es auf Sammandis Heimatwelt kaum Rüstungsbetriebe oder andere kriegsrelevante Industrie gab, flossen diese Gelder auch nicht in die heimische Wirtschaft zurück, wie beispielseweise auf den großen Werftwelten.

»Dass Tibrin keine nennenswerte Industrie hat, ist in dieser Hinsicht wahrscheinlich sogar von Vorteil«, fügte er hinzu. »Meine Heimat ist militärisch nicht sehr bedeutend. Wir produzieren vor allem natürliche Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, Naturfasern und einige Luxusgüter wie Perlen und Korallen. Solange das der Fall ist, sind wir nicht besonders attraktiv für das Imperium. Aber das ist natürlich kein Garant für unsere Sicherheit, und im Fall einer Besatzung blieben die Verhältnisse bestimmt nicht so, wie sie jetzt sind.«

[Mon Calamari | Coral City | Yacht "The Promise" | Deck 2 | Großer Ballsaal] Ulo Sammandi, Turima Belandri
 
Coral City ~ Promise ~ Oberdeck ~ mit Celine und Chesara

Anakin hatte sich ein Schmunzeln nicht ganz verkneifen können, als Celine, die eher informell eingestellte Jedi Rätin begrüßte als hätte sie gerade eine Adelige vor sich. Man konnte es ihr nicht verdenken, da anfangs alle die einen Jedi Rat zum ersten Mal trafen sich überaus korrekt verhielten...

Die Stimmung wandelte sich etwas, als Anakin leicht abgedriftet war und nun berechtigter Weise von Chesara die Frage gestellt bekam, warum er überhaupt gegangen war und warum es nicht leicht für ihn gewesen war zurückzukehren. Es war ihm etwas unangenehm um nicht zu sagen peinlich. Zumindest heute, wenn er auf damals zurückblickte. Es dauerte einen Moment um seine Gedanken zu ordnen.


"Wie du dich vielleicht erinnerst war ich beim Fall Corellias nicht zugegen... Es war nicht einfach einen solchen Rückschlag zu verarbeiten, vor allem nicht mit dem stets präsenten Gedanken vielleicht in der Lage gewesen zu sein den Ausgang der Geschichte ändern zu können.",

was natürlich Unsinn war, das wussten sie wohl beide. Er allein hätte den Ausgang, den Fall Corellias wohl nicht verhindern können, aber ebenso kannten wohl beide das Gefühl nach solchen Situationen unter seinen Möglichkeiten geblieben zu sein, ob berechtigt oder nicht.


"Es war nicht einfach mit der Situation umzugehen. Die Republik am zerbrechen, die Sith auf dem Vormarsch, der Jedi Orden in Scherben... ich habe versucht meinen eigenen Platz im Universum zu finden, die Last die auf meinen Schultern lag zu verarbeiten, mich neuen Zielen zu widmen, meine Fähigkeiten anderswo einzusetzen."

Dabei wäre die Antwort wahrscheinlich so einfach gewesen, ging es ihm durch den Kopf. Er hätte bleiben können, den Rückzug, den Wiederaufbau die Neuorganisation der Jedi und der Republik koordinieren können. Aber das war ihm jetzt klar. Damals war es ihm nicht in den Sinn gekommen. Wie er es rechtfertigen hätte können wusste er nicht, ebenso wenig, ob es dafür überhaupt eine Rechtfertigung gab. Allerdings wusste er auch dass es Vergangenheit war und ohne es vor Celine aussprechen zu müssen, erinnerte sich Chesara hoffentlich auch daran, dass er kurz vor dem Fall Corellias nur knapp den Fängen der Dunklen Seite entgangen war. Sie und seine alte Meisterin und ihre gemeinsame Freundin Aydin hatten ihm geholfen wieder auf den Pfad der hellen Seite zu kommen, doch vollständig verheilt waren die Wunden erst in der letzten Zeit, den letzten Jahren.

"Ich hätte mich im Exil beinahe selbst verloren...",

fuhr Anakin fort, als sich sein zuvor er bedrückt klingender Tonfall aufzuhellen begann.


"Aber eben nur beinahe. Die Macht hat mich als ich an meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt war wieder zu sich gerufen. Ich konnte Padme finden und bei ihrer Rettung vor den Sith helfen. Ich war rechtzeitig auf Corellia um meine selbstauferlegte Schuld zu tilgen und nun bin ich hier."

Und stärker als zuvor, dachter er zu Ende. Er war geistig und mental gereift, hatte die Altlasten seiner Beinahe-Bekehrung zu den Sith überstanden. Aber auch in seiner Einheit mit der Macht war er gereift, was wohl der Hauptgrund, wenn auch nicht der einzige Grund war, warum er Corellia überhaupt überstanden hatte. Davon abgesehen hatte er in Tenia eine hoffnungsvolle Padawan an seiner Seite und vielleicht... Er schaute zu Celine, bevor er sich wieder Chesara zuwandte. Viele seiner Freunde waren noch da und eine seiner Engsten stand ihm gerade gegenüber.

Coral City ~ Promise ~ Oberdeck ~ mit Celine und Chesara
 
- [Calamari-System - Mon Calamari - Yacht 'The Promise' - Deck 2 - Sektion B - Großer Ballsaal] - mit Commodore Gilad Sei'lar und weiteren Gästen

Nur jemand der den Commodore sehr gut gekannte, würde bemerken wie ungern er heute hier an Bord dieser Yacht einen Sieg feierte, der nur ein weiterer Schritt auf dem langen Weg der Neuen Republik war. Nach außen ließ der junge Flaggoffizier sich jedoch nichts anmerken, lächelte freundlich und verhielt sich exakt so, wie es von ihm in seiner Rolle als Vertreter der siegreichen Streitkräfte von Corellia erwartet wurde. Als Admiral Stazi ihm mitgeteilt hatte, dass er - Wes - als oberster Vertreter der fünften Flotte zur Siegesfeier gesandt werden und der Duro weiterhin die Situation bei Corellia persönlich beobachten würde, war er alles andere als glücklich mit der Entscheidung seines Vorgesetzten gewesen. Immerhin hatte er mit der Zeit gelernt sich mit derlei Veranstaltungen zu arrangieren, das Beste daraus zu machen und vor allem auch den Eindruck zu erwecken, er fühle sich hier genauso zu Hause wie auf seiner Flaggbrücke - nur war der imposante Ballsaal absolut nicht mit seinem normalen Arbeitsplatz zu vergleichen.

Der große Saal war komplett, mit den verschiedensten Wesen in eleganten Abendgarderoben und Galauniformen, gefüllt und seitdem Ablegen der 'Promise' wurde nun jeden Augenblick die Eröffnungsrede des Kanzlers der Neuen Republik erwartet. Wes befand sich auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne im Großen Ballsaal und hatte einen guten Überblick über das bunte Treiben. Überall waren bekannte und weniger bekannte Gesichter zu sehen von hohen Jedi, über Schüler, Offiziere der verschiedenen Truppengattungen, vom Lieutenant bis zum Admiral, Politiker, Unternehmer, HoloNet-Prominente - das volle Programm. In den unterschiedlichsten Sprachen wurde miteinander gesprochen und das zeigte auch die Lautstärke in dem großen Saal. Während er sich umschaute, entdeckte er nicht weit von sich einen Bothan - Commodore Gilad Sei'lar. Mit einem kurzen Blick entschuldigte er sich bei Captain Ven, dem offensichtlich anzusehen war, was er von der ganzen Veranstaltung hielt und trat zu seinem ehemaligen Vorgesetzten.


"Commodore...", begrüßte Wes den Bothaner und die beiden Offiziere unterhielten sich für ein paar Minuten, bis eine Sullustanerin die Bühne betrat und mit einem Schlag der Lärmpegel fiel. Die beiden Commodores unterbrachen ihr Gespräch über die neusten Schiffsklassen und deren mögliche Einsatzgebiete und wandten ihre Aufmerksamkeit der Bühne und ihrem obersten Vorgesetzten zu.

Der Kanzler der Neuen Republik Quún betrat die Bühne und Wes schloss sich dem Applaus der Menge an, während der Mon Calamari zum Rednerpult schritt und dort kurz den Blick durch den Saal wandern ließ, ehe er begann und alle Anwesenden begrüßte. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Mitglieder des Jedi-Rates, die obersten Militärs - inklusive Admiral Blade - und Herzogin Che Tah von Hapes, sowie Botschafterin Akanato. Er stimmte jedes Mal in den höflichen Applaus mit ein, auch wenn er bei den Jedi etwas wenig enthusiastisch ausfiel, als bei den anderen. Seine Antipathie dem Orden gegenüber war, trotz der verstärkten Unterstützung der Neuen Republik durch die Jedi, noch nicht überwunden und es würde noch einige Zeit vergehen und eine Menge passieren, bevor Wes sich vollkommen vorurteilsfrei über den Orden würde äußern können. Froh hingegen war er über die gesonderte Erwähnung Blades und auch Che Tahs. Die Neue Republik brauchte jedwede Unterstützung, auch wenn einige das nicht wahrhaben wollten und in der Vergangenheit hatten sich die Forces of Hope stehts als treuer Verbündeter gezeigt, trotz den unterschiedlichsten Spannungen und Ansichten innerhalb der Neuen Republik ihnen gegenüber. Gleiches galt für die Hapaner, die sich aus politischen Gründen von der Neuen Republik losgesagt hatten und im Nachhinein hatte es sich, für sie persönlich, als die beste Entscheidung herausgestellt die sie hatten treffen können. Hinzu kam der perfekte Zeitpunkt für den Wiedereintritt mit einem Paukenschlag. Wie viel Amira damit wohl zutun hatte? Sie hatten kurz nach der Schlacht nicht lange Zeit gehabt, um sich auszutauschen, zu viele Aufgaben hatten sie zu erledigen gehabt und so wie es aussah, war sie auch heute nicht anwesend. Wahrscheinlich hatte sie, nach einigem Verzug, endlich ihren Dienst als Befehlshaberin der dritten Flotte bei Sluis Van angetreten.

Nun begann die tatsächliche Rede und der Kanzler erinnerte an die zurückliegenden Jahre, vom Verlust Corellias bis zur Befreiung vor wenigen Wochen - und er war überall dabei gewesen. Es führte dem Commodore einmal mehr vor Augen wie lange er eigentlich schon kämpfte, durch wie viele Tiefen er die Republik bereits verteidigt hatte, die letzten Schlachten waren die ersten Höhepunkte und Erfolge für ihn in der Uniform der Flotte gewesen. Den Gedanken, dass er bei all diesen Erfolgen in wichtige Entscheidungen involviert gewesen war, kam ihm überhaupt nicht. Er runzelte leicht die Stirn während die Rede ihren Lauf nahm. Fast schon zu optimistisch kam ihm das gesagte vor, betrachtete man die Lage aus der Sicht des Militärs sah das Ganze nicht allzu rosig aus und von einem "endgültigen Scheitern der Sith-Schergen" und einer Neuen Republik die sich immer und überall dem Imperium entgegenstellen konnte, war man doch noch sehr, sehr weit entfernt. Fakt war es schließlich, das eine konzentrierte Gegenoffensive des Imperiums an der richtigen Stelle die Neue Republik von jetzt auf gleich um Jahre zurückwerfen konnte.

Positiv nahm er hingegen auf, wie Quún genauestens auf das Thema Forces of Hope und War Blade einging und damit auch dem letzten klar machen sollte, dass die Entscheidung gefallen war und das sie richtig war. Damit hatte der Mon Calamari Wes durchaus überrascht, er hätte es dem Kanzler im Voraus eigentlich nicht zugetraut derart klar seine Position zu verraten. Der folgende Teil, sagte Wes deutlich mehr zu als die Einleitung der Rede. Die Warnung, niemals nachzulassen und sich nicht zufrieden zu geben. Der Hinweis auf einen langen Weg den die Republik noch zu gehen hatte und vor allem die Erklärung dafür. Es sprach dafür immer weiter zu machen und klar gegen jene, die eine Fortsetzung der Kampfhandlungen ablehnten und dennoch, war es dem Commodore nicht kritisch genug. Auch wenn es sich um eine Siegesfeier handelte, durfte nicht vergessen werden, welcher enorme Aufwand betrieben worden war und vor allem was es sie gekostet hatte. Man war noch lange nicht auf Augenhöhe mit dem Imperium und das würde sich auch nicht innerhalb weniger Jahre ändern lassen - es gab viel zu tun, aber es würde alles andere als leicht werden und vor allem die nächsten Monate würden mehr als entscheidend für die Republik werden. Noch hatte das Imperium die Chance mit einem gewaltigen Handstreich den Status Quo der "Neuen Ära" wiederherzustellen.

Zu guter Letzt folgte die obligatorische Ehrung der Toten und erinnerten Wes daran, wie viele es mittlerweile waren. Täglich mit immer höher werdenden Verlustlisten konfrontiert zu werden und Verlustquoten vor Operationen zu erstellen, gehörten nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen und machten ihm das Leben nicht leichter, wenn er nach einer weiteren Schlacht ins Bett ging und sich selbst einige tausend Tote mehr auf die Schultern lud. Im Anschluss an die Schweigeminute folgte noch der Schluss und Wes stimmte in den Applaus ein. Eine Rede die ihn zwar nicht unbedingt getroffen hatte, sein Bild des Kanzlers jedoch etwas positiver gestaltet hatte - auch wenn der Eindruck blieb, dass man sich in der Hauptstadt zu sicher fühlte und die Berichte von der Front zu positiv aufgenommen wurden. Blieb die Frage was das Oberkommando in dieser Richtung für Pläne hatte. Sein Blick wanderte zu Admiral Altmin und General Maybourne hinüber. Es konnte doch kaum in ihrem Interesse sein, dass sich eine solche Meinung in der Breite durchsetzte oder? Noch war es zu früh dafür, sich mit dem Imperium auf eine Stufe zu stellen, dachte er während der Applaus langsam verebbte und der Kanzler die Bühne verließ.


- [Calamari-System - Mon Calamari - Yacht 'The Promise' - Deck 2 - Sektion B - Großer Ballsaal] - mit Commodore Gilad Sei'lar und weiteren Gästen
 
Calamari System - Dac - Gewässer vor Coral City - Yacht "The Promise" Deck 2 - "Großer Ballsaal - zahlreiche Gäste, Tzun, John, Arlen, Tomm, Raiken, Cris, Noa und Padme


Padme blickte etwas verblüfft auf Noa, die die Rede lobte, aber darauf verwies, daß der Kanzler seine Rede wohl kaum selbst geschrieben haben dürfte.

"Oh?"

sagte sie etwas verdutzt.

"Ich muß gestehen, daß ich ehrlich gesagt, nichts in der Richtung vermutet hätte."

gab sie unumwunden zu.

"Sie scheinen gut genug in der Materie involviert zu sein, um die hinter einer solchen Rede steckenden Arbeit abschätzen zu können. Sind sie ebenfalls politisch aktiv?"

Diese Frage erschien angesichts der Gästeliste nicht aus der Luft gegriffen. John hatte sich nach der Rede erst einmal rar gemacht. Padme nahm es ihm nicht übel, denn er schien nun nicht der geselligste Zeitgenosse zu sein und die Leute um ihn herum schienen ihn zu überfordern. Außerdem schien es nicht so, als ob er einen Babysitter brächte.
Als Noa dann meinte, daß es nicht mehr viel gefehlt, bis sich die ersten Reihen auf den Kanzler, einem Rockstar gleich, geworfen hätten, amüsierte sich Padme göttlich.


"Beschreien Sie es nur nicht, Noa. Das würde sicherlich als Attentat ausgelegt werden und der Ball wäre ruckzuck in ein Massenverhör umgewandelt. Ich habe mir sagen lassen, daß die Verwehrung von Nahrung ein probates Mittel sein soll und wir hätten dann das Nachsehen."

So langsam, aber sich bekam Padme auch Hunger, denn sie hatte einfach vergessen, vor dem Ball zu essen.

"Dieser um mögliche Falten in meinen Rock besorgte Herr wäre Tomm Lucas."

Padme sparte sich den Hinweis auf den Rang und die Angehörigkeit zum Orden. Erstens war Tomms Name in der Rede genannt worden und die Robe, die Tomm trug, sprach wohl Bände.

"Daneben haben wir Tzun Su und Raiken Skywalker. Das sind Noa Chanelle Cortina und Cris Sheldon."

stellte Padme die Anwesenden einander vor, während die Gruppe die Sitzreihe verließ, während Beförderungen angekündigt wurden.
Padme war ziemlich erleichtert, als sie die Sitzreihe endlich hinter sich hatte.


"Nun, Noa, sie haben es gehört, was hier zumindest ansteht. Aber das Restaurant ist nebenan und ich hoffe, daß das Buffet eröffnet wird, denn wenn ich mich richtig erinnere, wird der Ball nach den Beförderungen offiziell eröffnet."

So irgendwie war die Reihenfolge doch gewesen, wenn sie sich richtig erinnerte. Padme schaute sich suchend um.

"Tomm, hast du eigentlich irgendwo War gesehen?"

Sie hatte Wars Anwesenheit beim Ball erwartet, aber wirklich damit gerechnet hatte irgendwie nicht. Aber anscheinend schien er sich entschieden zu haben, daß er weiterhin bei der Flotte bleiben wollte. Oder aber er nutzte den Abend für einen Rücktritt, wobei Padme dies eigentlich wieder verwarf, denn es war nun nicht seine Art, sich derart in Szene zu setzen.
Im Strom der anderen bewegte sich die Gruppe zum Ausgang des Ballsaales.



Calamari System - Dac - Gewässer vor Coral City - Yacht "The Promise" Deck 2 - "Großer Ballsaal - zahlreiche Gäste, Tzun, Tomm, Raiken, Cris, Noa und Padme
 
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Mon Calamari - Coral City - Yacht „The Promise“ - Deck 2 - großer Ballsaal - Nei, Rilanja, Sarid und viele andere

Sarid musste lächeln angesichts der Tatsache, dass Nei offenbar wirklich so unbedarft in Sachen Politik war. Die junge Ruusanerin hatte anscheinend noch keinerlei Kontakt mit dem politischen System der Neuen Republik gehabt. Andererseits, was kannte die junge Padawan schon, das dünn besiedelte Ruusan und sonst noch Tatooine, welches auch alles andere als ein Paradebeispiel für Demokratie war. Ansonsten war sie ja direkt nach Lianna gekommen. Insofern konnte Sarid eigentlich gar nicht wirklich erwarten, dass Nei sich groß damit beschäftigt hatte, kam der Corellianerin in den Sinn.

"Was ich gut daran finde ist allen voran, dass Kanzler Quún ein bodenständiger, realistischer Kanzler zu sein scheint, dem die Einheit und Geschlossenheit der Republik wichtig ist. Zumindest interpretiere ich seine Rede so",

gab Sarid zu. Allwissend war sie ja schließlich auch nicht.

"Außerdem macht es den Eindruck, dass ihm die Jedi wichtig sind und er sich bemüht die Beziehungen zum Orden wieder zu verbessern. Sonst hätte er die anwesenden Ratsmitglieder nicht so prominent begrüßt. Das war nämlich noch vor nicht allzu langer Zeit ganz anders."

Dabei kamen ihr sofort die schrecklichen Bilder in den Kopf als die Jedibasis auf Corellia zerstört worden war und das Imperium das ganze Corellia-System - ihre Heimat - erobert hatte.

"Weißt du, nachdem das Imperium Corellia vor über fünf Jahren erobert hatte ging es in der ganzen Republik drunter und drüber. Sie stand praktisch mit dem Rücken zur Wand, der Regierung und der Senat waren von Corellia geflohen, ebenso wie die Flotte. Den Jedi blieb nichts anderes übrig als auf eigene Faust ihr Glück zu suchen und sich zu verstecken. Wenigstens gab es eine Notfallbasis, zu der zumindest ein paar Jedi fanden."

Dass Sarid selbst dies veranlasst hatte, verschwieg sie dabei. Das war nicht wichtig.

"Wir Jedi fühlten uns ziemlich allein gelassen und der Kontakt zur Republik war nur sehr spärlich, ebenso wie deren Unterstützung. Fast hätte man das Gefühl haben können, dass sich der Senat entschieden hätte die Jedi aufzugeben und dem Imperium zu überlassen, um der Republik selbst etwas Zeit und Luft zu verschaffen. Viele Jedi sind damals gefoltert worden und gestorben, auch Freunde von mir. Das war eine sehr bittere Erfahrung. Diese Entfremdung damals und die angespannten Beziehungen, die daraus resultierten, gibt es auch heute teilweise noch, aber die Kontakte und die Zusammenarbeit werden intensiver, siehe die Befreiung Corellias. Und nun auch noch diese Rede. Das freut mich ganz ehrlich sehr zu hören. Du musst nämlich wissen, dass es auch ganze andere Stimmen im Senat und beim Militär gibt."

Dabei sah Sarid sich kurz um, aber auf die Schnelle konnte die Jedi-Rätin bei der Menge an Persönlichkeiten im Ballsaal niemanden entdecken, von der oder dem sie konkret wusste, dass dieser den Jedi sehr kritisch gegenüber stand.

"In der Politik gibt es nichts was selbstverständlich ist. Natürlich gibt es Realpolitiker wie Quún, aber eben auch solche, die ihr ganz einiges Süppchen kochen und der Republik mehr schaden als helfen, siehe die Abspaltung der Forces of Hope, welche jetzt erst, nach so vielen Jahren wirklich zurück zur Republik gekommen sind. Daher sind wir im Moment dabei, Nei bildlich gesprochen zerbrochenes Porzellan wieder zu kitten und das ist für alle Beteiligten das Beste. Immerhin kämpfen wir ja alle für dasselbe Ziel."

Dann musste Sarid kurz lächeln.

"Aus dem Grund würde es bestimmt auch nicht schaden, wenn du dich hier selbst ein wenig umsiehst und einige Bekanntschaften schließt. Aber ich zwinge dich natürlich zu nichts, wenn es dir unangenehm ist",

schob Sarid zur Sicherheit nach. Nei strotzte ja in dem Outfit nicht gerade vor Selbstvertrauen im Moment. Aber der Abend war ja noch länger.

Mon Calamari - Coral City - Yacht „The Promise“ - Deck 2 - großer Ballsaal - Nei, Rilanja, Sarid und viele andere
 
Calamari System - Dac - Gewääser vor Coral City - Yacht "The Promise" Deck 2 - "Großer Ballsaal - Kanzler, Mitarbeiter, Gäste und Casia


Auch wenn das Medikament wirkte, war Casia nicht entgangen, daß Schiff abgelegt hatte. Oder zumindest bildete sie sich ein, daß es ihr nicht entgangen war, denn schließlich wußte sie, daß die Rede Kanzlers nach dem Ablegen gehalten werden sollte.
Trotzdem empfand sie die Luft im Ballsaal als drückend und hatte ein großes Bedürfnis nach frischer Luft. Also stand sie auf, begrüßte einige Bekannte, mit etwas gezwungenem Lächeln und hatte das Gefühl, sich durch die Sitzreihen beinahe kämpfen zu müssen.
Aufatmend blieb sie stehen, als sie diese Anstrengung hinter sich hatte und schaute sich suchend nach einen näher liegenden Ausgang um. Ihr stand nun gar nicht der Sinn danach, sich nach in Richtung des Restaurant durchzukämpfen.
Und da erblickte sie einen Ausgang, der in Richtung Bug lag. Von da aus kam man sicherlich auch auf Deck 1 und damit an die ersehnte frische Luft.
Casia sah, daß vor ihr jemand ebenfalls auf diese Idee gekommen war und folgte dem Angehörigen der republikanischen Streitkräfte so rasch, wie es möglich war, so langsam wie es nötig war. Sie mußte nicht jedem auf die Nase binden, daß ihr dieser Ort nicht wirklich behagte.
Wenigstens hielten im Aufgang zum Deck 1 keine Leute auf, wofür Casia hinreichend dankbar war, denn damit blieb ihr der Aufenthalt erspart.
Sie atmete erleichtert die frische Luft, die durch so typisch nach Meer roch, tief ein, als sie Deck 1 endlich verlassen hatte.
Der Angehörige der Streitkräfte (Ven) lehnte an der Reling. EinTwi'lek, wie Casia ohne Schwierigkeiten erkennen konnte. Allerdings war die Frage, ob er an für sich eine grüne Hautfarbe aufwies oder dies durch die Umstände gekommen war. Sollte das zutreffen, wäre er ein Fall für die Sanitäter, denn dann hätte es den armen Kerl arg gepackt.
Aber sie konnte schlecht fragen, wie es um seine Hautfarbe normalerweise bestellt war, denn dieses wäre im höchsten Maße respektlos.
Also beschloß sie unauffällig näherzutreten, möglicherweise konnte sie ihm helfen.


"Alles in Ordnung, Sir?"

fragte sie den Twi'lek behutsam.

Calamari System - Dac - Gewässer vor Coral City - Yacht "The Promise" Deck 1 - Sektion A - Navara und Casia
 
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¦¦ Mon Calamari ~ Coral City ~ Hafenpromenade ~ Yacht „The Promise“ ~ Deck 2 ~ großer Ballsaal ¦¦ Shana ~ Markus & alle anderen

Eigentlich hätte sich die Frage sparen können. Markus sah nichts Außergewöhnliches in der Rede, möglicherweise war so etwas einfach Gewohnheit, wenn man schon etwas älter war und schon mehreren Reden zugehört hatte. Nun, Shana wollte nicht weiter auf dem Thema herumreiten, es gab heute sicher noch weitere interessante Ereignisse und Begegnungen. Dazu mussten sie allerdings auf jemanden zugehen. Bevor ihr Meister und sie dies taten gingen sie aber nun ihrem vorigen Vorschlag nach und wanderten umher auf der Suche nach etwas zu trinken. Sie war sich nicht sicher ab wann das Tanzen wirklich losging und wie viele offizielle Punkte noch anstanden, aber für den Anfang war ein Gläschen Champus sicher nicht verkehrt. Sie würde zwischenzeitlich auch anderes zu sich nehmen, wenn sie merkte dass die Wirkung zu stark wurde, doch irgendwie musste sie den Motor erstmal mit irgendetwas "tanken".

Nachdem sie beide versorgt waren, meinte Markus plötzlich sie solle sich nicht verpflichtet fühlen nur bei ihm rumzuhängen. Dies empfand sie keineswegs so, bzw. es störte sie nicht erstmal in seiner Begleitung zu bleiben. Tja, was tun? Wenn sich ihm jenes Gefühl aufdrängte wollte sie es nicht weiter verstärken. Mit der Aussicht sich bestimmt noch im Laufe des Abends wieder zu begegnen, lief Shana einfach mal solo los. Hm, auf diesem Deck bleiben? Einen Ausflug zum Oberdeck machen? Sie kannte so gut wie niemanden, nicht mal von den Jedi, und obwohl sie im Normalfall nicht so sehr unter Kontaktangst litt, war es hier dann doch noch einmal eine andere Geschichte. Das waren nicht irgendwelche Fremden, sondern fast ausschließlich "außergewöhnliche" Personen, im Sinne ihre Verdienste oder Aufgaben.

Sich etwas hinter ihrem gehobenen Glas, aus dem sie einen kurzen Schluck nahm, versteckend, schaute sich die Blondine um. Sollte sie sich mal zu den Militärangehörigen gesellen? Zumindest waren sie an ihren Uniformen leicht zu erkennen, andererseits wusste sie nicht wirklich was sie sagen sollte. Sie war ja nicht einmal bei Corellia dabei gewesen. Doch wollte man am heutigen Abend überhaupt über so etwas reden?

Doch nicht so einfach und unkompliziert wie sie gedacht hatte. Dahingegen war es auch wiederum nicht ratsam sich zu sehr zu verkrampfen. Nach einer kurzen inneren Einkehr entspannte sie sich und wurde erstmal abgelenkt von den Ereignissen auf dem Podium. Das Militär war dabei seine Ehrungen vorzunehmen, und der erste Punkt bestand darin einen Mann vorzustellen, bzw. wieder einzugliedern, der lange Zeit nicht Teil der Republik gewesen war. Admiral Warblade. Gehört hatte sie natürlich auch von diesem Mann und seiner Forces of Hope, doch was eigentlich dahinter steckte, welche Dinge sich abgespielt hatten, was die Spaltung von einst bedeutet hatte, wusste die Blondine nicht. Dazu war sie zu dem Zeitpunkt einfach zu jung gewesen und Geschichte war nicht unbedingt ihr Lieblingsthemenbereich. Wenn, dann nur bestimmte Ereignisse oder Zeiträume. Wie immer es auch um ihre geschichtliche Bildung stand, hier und jetzt bekam sie die Möglichkeit diesen Mann einmal live und in persona zu Gesicht zu bekommen. Sie stimmte in den Applaus mit ein, sich fragend wie viel davon Symbolik und wie viel davon pragmatische Zusammenführung war.

Eigentlich war das nicht so wichtig, denn es kam nur auf die Zusammenarbeit an. Mehr Schiffe, mehr fähiges Personal, bedeutete eine größere Wahrscheinlichkeit militärisch weiterhin erfolgreich agieren zu können. Es waren so viele Helden, große Männer und Frauen anwesend dass sie sich doch für einen Moment etwas fehl am Platze fühlte. Aber wer sagte denn dass sie nicht auch einst in der gleichen Liga spielen würde? Es war eine Frage der Zeit und des Überlebens. Welch schwerfällige Gedanken für eine Siegesfeier! Schluss damit Dummbeutel! Shana hörte weiterhin zu bis schließlich die Reden beendet schienen und der weniger offizielle Teil begann. Es stand nun die Wahl zwischen Tanzen, Quatschen oder Essen. Zum Tanzen brauchte sie aber erstmal Kontakt zu anderen am besten zu etwas Männlichem. Sollte sie vorher etwas essen oder erst danach? Ihr Glas war bereits leer. Wie bitte? Oh! War sie so ein Schluckspecht? Offensichtlich. Hm, nachher würden nur wieder die Reste übrig bleiben oder sie würde gar nicht dazu kommen etwas zu sich zu nehmen weil sie eine Gruppe nicht verlassen wollte. Die Blondine kannte das von anderen Partys.

Wenn man erstmal in der Mitte der Couch eingeklemmt war kam man nicht so leicht wieder heraus. Das hatte den Vorteil nicht für Getränkenachschub verantwortlich zu sein, doch zum Erleichtern war dann jedes Mal ein Spießrutenlauf angesagt. Außerdem wollte man doch nichts verpassen. Zudem war es vielleicht nicht gänzlich unklug ein wenig Substanz anzulegen für weitere – höchst wahrscheinliche – Alkohol - beinhaltende Getränke.

Daher schlenderte Shana umher auf der Suche nach dem sicherlich bereits angerichteten Buffet. Selbstverständlich war es nicht weit, ein kleiner Strom von Leuten zeigte den Weg an. Ob die Futterneiderische Masse jetzt wieder ihre mitunter abstoßende Fratze zeigte? Shana konnte es sich nicht vorstellen im Bewusstsein, dass sich hier die Creme de la Creme der Gesellschaft aufhielt. Wobei das am Ende nichts heißen musste. Die eigentliche Frage, und gleichzeitig das einzige Problem das sich stellte war, sich für etwas zu entscheiden. Exklusive Buffets haftete der Makel an, einfach viel zu viel und viel zu leckere Köstlichkeiten anzubieten. Süßes, Gebäck, Fleisch, Fisch, Früchte, Salate, verschiedene andere Häppchen, wie Meeresfrüchte, Pasteten und anderer Gaumenschmaus.

Während die Padawan "das Volk" dabei beobachtete wie es sich über die Köstlichkeiten hermachte, versuchte sie zu einer Entscheidung zu kommen. Es ging erstaunlich einfach mit dem Ausschlussverfahren. Alles was sie regelmäßig oder halbwegs regelmäßig aß kam von der Liste, sowie alles was mengenmäßig zuviel war. Sie wollte sich schließlich nicht voll stopfen. Gebäck, süße Sünde, sowie Fleisch- und Wurstkreationen kamen von der Liste. Allgemein das ganze warme Mahlzeit – Spektrum. Kalte Häppchen wie Pasteten oder Meeresfrüchte waren genau das Richtige. Falls genug Platz vorhanden war für eine zweite Runde würde sie bei einem exotischen Salat zuschlagen. Sie schnappte sich einen der kleineren Teller, welchen sie gut füllen würde. Dahingehend bewaffnet stellte sie sich in die vorrückende Schlange und fixierte den Blick auf den interessanten Tafelabschnitt.


¦¦ Mon Calamari ~ Coral City ~ Hafenpromenade ~ Yacht „The Promise“ ~ Deck 2 ~ beim Buffet ¦¦ Shana ~ Noa ~ Cris ~ sowie weitere
 
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