Nal Hutta, Nar Shaddaa (Y'Toub-System)

Nar Shaddaa - Untere Ebene - verruchte Kneipe - mit Darth Keebo, Aden Valores (in einer Nische)

Für den Moment dachte Njina wirklich, dass sie sich wohl als Lustsklavin für irgendeine eine zwielichtige Persönlichkeit - oder gar eines Hutten - wiederfinden würde. Doch dazu sollte es nicht kommen! Der Mann, den sie angerempelt hatte, half ihr schnell wieder auf die Beine und schaffte es sogar die verbliebenen drei Devaronianer zu verscheuchen. Die junge Chiss konnte zwar nicht sagen, wie der scheinbar Unbewaffnete das vollbracht hat, aber momentan spielte das für sie auch keine Rolle. Vermutlich hatten die Devaronianer einfacht nicht mit Widerstand gerechnet. Auch der bereits am Boden liegende Komplize könnte seinen Teil dazu beigetragen haben. Viel wichtiger war für Njina die Frage, warum er überhaupt eingegriffen hatte. War er am Ende nicht viel besser als die Devaronianer?

Tief blickte sie ihm mit ihren rot-leuchtenden Augen ins Gesicht, als ob sie dadurch ins Innere des Menschen blicken konnte. Aber das konnte sie nicht. Die Death Sticks raubten ihr diese "Gabe". So wie es die junge Chiss wollte. Die Mimik des Menschen verriet Njina jedoch, dass er ihr - zumindest für den Moment - nicht feindlich gesinnt war.


Danke, brachte sie schließlich leise hervor und fügte kurz darauf mit einem leichten Grinsen hinzu:

Wieder eine Bar, in der ich mich nicht mehr blicken lassen kann...

Sie ging schließlich einige Schritte zurück und beugte sich hinunter zum dem reglosen Körper des Devaronianer. Zuerst entfernte sie ihren Dolch aus dem Brustkorb und wischte die blutverschmierte Klinge an der Kleidung des Teufels ab, dann durchsuchte seine Taschen. Der Geruch und der Schmutz widerten sie zwar an, doch für die Credits, die sie in den Taschen fand, lohnte es sich. Mit selbigen in der Hand wandte sie sich wieder zu ihrem Retter, dessen Namen sie noch nicht kannte, und sprach:

Komm, ich geb dir einen aus!

An der Reaktion des Menschen würde sie wohl feststellen können, ob er ihr tatsächlich so wohlgesonnen war oder, ob er sich etwas anderes von ihrer Rettung erhofft hatte. Njina blickte in die Richtung des Barkeepers und streckte ihm zwei Finger - als Zeichen für zwei Drinks - entgegen. Dieser jedoch winkte ab und wies in die Richtung des Ausgangs.

Aber wohl nicht hier..., sagte sie wieder dem Menschen zu gewandt.

Nar Shaddaa - Untere Ebene - verruchte Kneipe - mit Darth Keebo, Aden Valores (in einer Nische)
 
[Nar Shaddaa – untere Ebene – verruchte Kneipe – unauffällige, schlecht beleuchtete Nische – Aden, beim Eingang Njina, Keebo und Schlägertypen]


Ein leises Knacken… und ein Riss malte sich in die Außenwand des Glases, das Aden unwillkürlich fest zusammendrückte. Der Fremde (Keebo) nutzte definitiv die Macht um den Schlägern Einhalt zu gebieten. Subtil aber deutlich spürbar selbst für Adens leicht vom Wookiee-Wango benebelten Verstand. Gebannt starrte der Sith-Krieger zur Theke der Bar und hoffte vergeblich einen Blick in das Gesicht des Fremden oder auch der jungen Chiss (Njina) werfen zu können. Hatte er es hier mit einem Jedi zu tun? Seine Kleidung und sein Auftreten gaben keine Hinweise auf seine Gesinnung. Unwillkürlich verstärkte Aden seine Abschirmung und seine Muskeln spannten sich zu einer passiven Kampfbereitschaft. Wenn es auch nicht unmöglich schien hätte er nicht damit gerechnet an diesem verkommenen Ort auf einen anderen Machtbegabten zu treffen.

Selbst hier draußen weit entfernt von Imperium und Republik hatte er von den Friedensverhandlungen gehört. Der Krieg im Corellian Run war nicht gerade günstig für die Imperialen verlaufen. Allegious mochte seine Macht gefestigt haben, doch zu welchem Preis? Ohne seine Begabung wäre Aden heute sicherlich ebenfalls ein Offizier in der Flotte und auch wenn Greed ihm größtenteils die Fähigkeit genommen hatte Mitleid zu empfinden, konnte er das Verheizen der Streitkräfte kaum gutheißen. Somit befürwortete der Sith die Verhandlungen im Grunde obwohl er die Republik und seine scheinheiligen Schergen zu tiefst verabscheute.

Zunächst würde Aden herausfinden müssen, mit wem er es hier zu tun hatte. Wer war der Fremde Machtnutzer und wer war die blaue Frau der er geholfen hatte? Die Chiss bedankte sich bei ihrem Retter und zog ihren Dolch aus dem Leib des am Boden liegenden Devaronianers. Dann wollte sie Drinks für sich und ihren Retter bestellen, doch der Barkeeper lehnte es ab das Mädchen weiter zu bedienen. Sie hatte gerade jemanden umgebracht und wollte nun darauf Einen trinken noch ehe der tote Körper erkaltet war? Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Fremde dem Mädchen nicht geholfen hätte. Dieser verkommene Mond ekelte Aden mehr und mehr an.



[Nar Shaddaa – untere Ebene – verruchte Kneipe – unauffällige, schlecht beleuchtete Nische – Aden, bei der Bar Njina und Keebo]
 
[Narr Saddam – untere Ebene – verruchte Kneipe – unauffällige, schlecht beleuchtete Nische – Aden, bei der Bar Nina und Keebo]
Der, dem die Chiss das Messer in den Bauch gerammt hatte, tat seinen letzten Atemzug und die verbleibenden Gegner suchten ohne weiteren Ärger das Weite. Gut. Denn Keebo selbst hatte kein Interesse daran, seine Macht zu demonstrieren. Nicht so, wie er es einst auf Telos getan hatte. Dabei war es auf dieser Mission viel mehr um Gerechtigkeit gegangen. Doch was geschehen war, war das Gleiche. Er hatte sie alle getötet. Einen, nach dem anderen und nicht einer von ihnen hatte die Fähigkeit gehabt, etwas gegen ihn auszurichten. Die Machtverhältnisse von damals hatten sich grundlegend geändert. Das wehrlose Kind war nicht länger wehrlos und es war, zumindest rein von den Kräften betrachtet, ein Leichtes gewesen, sie alle nieder zu strecken. Aber war hatte sich geändert? Was war anders geworden? Nichts von seinem damaligen Gefühl war verschwunden und egal wie stark er äußerlich auch erschienen war, so hatte sich an dem Gefühl der inneren Schwachheit, der emotionalen Schwäche nie etwas geändert. Kein Tot eines Wesen konnte je dazu führen, sich stärker oder besser zu fühlen und je Schwächlinge man tötete, desto schwächer war man selbst. Denn was war eine kleine Gruppe von Devorianern schon im Vergleich zu einem Sith seines Ranges? Nichts! Oh, wie er begann die Sith zu verachten, für alle ihre Machtdemonstrationen, die niemals dafür sorgten, dass Respekt gelehrt wurde. Furcht und Angst waren die Mittel, auf die ein Sith setzte und diese beiden Komponenten waren verabscheuungswürdig. Denn was, was im Namen der Macht brachte es, wenn da jemand war, der vor einem zitterte? Irgendwann, wenn dessen macht groß genug war, würde die Rache kommen und so würde sich alles wieder und wieder ereignen. Durch keinen Sieg, durch keinen Mord, durch nichts befreite man sich vor den Ketten, die man sich selbst anlegte. Von den Ketten, die die Macht um einen schnürte.

Indes kam es so, dass sie Chiss sich ihren Dolch zurück holte, ihn abwischte und den Toten beraubte. Ein achtloses Wesen musste sie in seinen Augen sein, so wenig wie sie seine Würde wahrte. Zu Keebo zurückkehrend, bedankte sie sich und lud ihn gleichzeitig auf einen Drink ein.
Was hatte sie schon anderes getan, als sich dem Gesetz des Eigennutzes bedient. Sie wäre den Devorianern ausgeliefert gewesen, doch die Verhältnisse hatten sich geändert und nun tat sie genau das, was die Gegenseite genauso getan hatte. Die eine Seite nutzte die andere Seite aus. Längst ging es nicht mehr um Würde und Achtung. War es jemals darum gegangen? Keebo konnte sich nicht einmal erinnern!

„Willst du etwas trinken, um den Tod dieses Tölpels zu betrauern, oder um deinen Sieg über ihn zu feiern?“, war die erste Frage, die Keebo stellte und die keinen Aufschluss darüber gab, ob er das Angebot annahm, oder nicht. „Und du willst mir mit blutigem Geld einen Drink spendieren.“ Was mehr eine Feststellung, als eine Frage war. Keebo schüttelte den Kopf. Doch worüber? Der Devorianer war tot. Das Geld benötigte er nicht mehr und welchen Unterschied machte es schon, ob sie ihn erleichterte, oder ein anderer? Keinen. Würdelos war der Devorianer gewesen, allein in dem was er selbst im Begriff zu tun gestanden hatte und so würdelos wie er war, war er auch gestorben. Offensichtlich aber sah der Barkeeper die Sachlage anders, als er der Chiss mit einem Fingerzeig die Türe wies.
Keebo trat auf diesen einen Schritt näher zu.
„Du siehst zu, wie ein eine Gruppe eine Einzelne angreifst und handelst nicht? Und nun, da einer von ihnen den Tod gefunden hat, verweigerst du zwei Drinks? Du bist ein Narr.“ Um ihn aber würde er sich nicht weiter kümmern und was hatte er jetzt noch in dieser Kneipe zu suchen, da er mindestens so aufgefallen war, wie die Chiss. So wandte er sich wieder zu dieser. „Lass uns gehen“, meinte er schließlich. Schließlich war sie ihm noch eine Antwort schuldig, die allerdings so offensichtlich war, wie der Unterschied der Tag- und Nachtseite von Ryloth.
Ob er nun mit ihr trank oder nicht, es machte keinen Unterschied. Denn was war sie mehr, als alle anderen? Was war sie mehr, als er? Jeder kämpfte seinen Kampf, tat, was er für richtig hielt und sie alle handelten falsch. Ständig. Immer.


[Nar Shaddaa – untere Ebene – verruchte Kneipe – unauffällige, schlecht beleuchtete Nische – Aden, bei der Bar Njina und Keebo]
 
Nar Shaddaa - Untere Ebene - verruchte Kneipe - mit Darth Keebo, Aden Valores (in einer Nische)

Der Mensch schien nicht vorbehaltlos auf ihr Angebot eingehen zu wollen. Seine Moral stand ihm wohl im Wege, was Njina zumindest davon ausgehen ließ, dass er ihr nichts böses wollte.

Weder noch, antwortete sie knapp auf seine Frage und überlegte selbst kurz, auf was die denn überhaupt trank. Das Schicksal des Devaronianers war ihr egal. Er war selbst an seiner Lage Schuld. Aber auch die Frage der Schuld galt hier auf dem Schmugglermond nichts, denn Njina könnte wohl ebenso an seiner Stelle tot am Boden liegen. So funktionierte die Welt nun mal hier.

Willkommen auf Nar Shaddaa, entgegnete sie ihm schließlich knapp und fragte:

Du bist noch nicht lange hier, oder?

Eigentlich brauchte sie die Antwort gar nicht abwarten, denn wäre er schon länger hier gewesen, hätte er wohl kaum in das Scharmützel eingegriffen. Man stumpfte hier einfach viel zu schnell ab. Der Mond zwang einen quasi dazu, sonst hielt man hier nicht lange durch.

Ich kann dir versichern, du wirst auf dem gesamten Mond nicht einen Credit finden, an dem kein Blut klebt.

Oft fragte sie sich, was einem auf Nar Shaddaa am hilfreichsten sein würde. Waren es Waffen? War es Geld? War es körperliche Kraft? Nichts davon hätte heute wohl das Schicksal, des Devaronianers ändern können. Auf Nar Shaddaa wurde der Alltag schlicht und ergreifend von Glück und Pech beeinflusst. Jeder war gewissermaßen Gleich, egal was er hatte. Mal gewinnt man, mal verliert man. Vermutlich war das auch der Grund, warum immer noch so viele ihr Glück hier versuchten. Bei Njina war es anders: Sie war nicht freiwillig hier und hatte vor den Mond so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Doch bisher hatte sie kein "Glück" gehabt. Vielleicht war das heute ein Wendepunkt. Sie ließ die Credits durch ihre Finger gleiten und zählte sie. Viel war es nicht. Weder reichte das Geld für eine Unterkunft noch für einen Death Stick. Einige Drinks oder eine kleine Mahlzeit, sollten sie dafür aber bekommen können. Aber definitiv nicht in dieser Bar, denn der Barkeeper ließ sich auch nicht von dem Menschen davon überzeugen, sie nicht der Lokalität zu verweisen.

Ich konnte diesen Ort sowieso nicht leiden, gab sie trotzig von sich und verschwand mit dem Fremden durch den Ausgang. Draußen angekommen entschied sich Njina sich vor zustellen. In ihren Augen stand dem Fremden zu zu wissen, wem er das Leben gerettet hatte und ihr stand zu zu wissen, in wessen Schuld sie nun stand. Der Mond hatte ihr als doch noch nicht alles Ehrgefühl und alle Moral abverlangt.

Ich bin übrigens Njina.

Nar Shaddaa - Untere Ebene - vor einer verruchte Kneipe - mit Darth Keebo, Aden Valores (in der Kneipe)
 
[Nar Shaddaa – untere Ebene – verruchte Kneipe – unauffällige, schlecht beleuchtete Nische – Aden, bei der Bar Njina und Keebo]


Aden konzentrierte sich um zu verstehen, was der fremde Machtnutzer (Keebo) zur jungen Chiss (Njina) sprach. Er war gut zu verstehen, denn anscheinend machte er sich nicht die Mühe leise zu sprechen. Irgendwie klang die Stimme in den Ohren des Sith-Kriegers seltsam… irgendwie vertraut.

Unsinn… schüttelte Aden diesen Gedanken ab. Für die meisten seiner wenigen Weggefährten war Adens erlauchte Gesellschaft mit einem wenig ruhmreichen Ende verknüpft. Rodo und Jag waren nun lange schon tot, selbst seine Lehrmeister auf dem dunklen Pfad wandelten heute nicht mehr durch den Orden. Ian… der charakterlich wohl Nobelste unter den Sith die Aden je hatte kennenlernen dürfen, starb fern von seinem Schüler und seiner Geliebten. Aden war es damals zugefallen Alisah von seinem Schicksal zu unterrichten. Soweit Aden wusste, hatte auch ihr Werdegang danach keine guten Wendungen genommen. Adens zweiter Meister Greed hingegen war ein diabolisches Geschöpf der Finsternis gewesen. Seine Macht war stark und er führte den noch jungen und plötzlich führungslosen Apprentice tief in die Geheimnisse der dunklen Seite ein. Er nahm ihm das Gewissen und entfesselte die Bestie…. Die Wirren des Bruderkrieges verschlangen Greed noch ehe er Adens Ausbildung beenden konnte. Cadeus… dieses uralte Ungeheuer nutzte Aden hingegen wie eine willenlose Puppe für seine dunklen Ränkespiele. Corellia und der Jedi Ulic Katarn wurde ihm schließlich zum Verhängnis und doch konnte der Krieger das Vermächtnis des Alten bisher nur wage erahnen. Zu lange war er im Dunstkreis des Monsters gewesen.

Adens erste und bisher einzige Schülerin Aleah, so vielversprechend und lernbegierig war in den Katakomben des Ordens geblieben. Sosehr er hoffte, ihr wäre die Flucht gelungen, so schlecht standen ihre Chancen. Ein wahrer Jammer.
Am meisten bedauerte Aden jedoch, dass er seine Alaine irgendwie verloren hatte. Das einst so starke Band zwischen ihnen wurde letztlich auch von Cadeus fast gänzlich zerstört. Und da war der Schmerz des verlorenen Kindes… ein Stich durchfuhr unwillkürlich die Brust des jungen Sith. Vielleicht war es klug von dem Rotschopf von ihm fern zu bleiben. Immerhin war sie zu Großem berufen und Aden stand ihr dabei nur im Weg.

Beinahe hätte der Sith-Krieger bei seinen Grübeleien den Augenblick verpasst, als der Fremde gemeinsam mit der Chiss die Bar verließ. Keine schlechte Entscheidung, wenn man in Betracht zog, dass die Devaronianer zwar für den Moment verscheucht schienen, die Sache jedoch kaum auf sich beruhen lassen dürften. Aden konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen, doch die Klamotten der noch immer vor dem Tresen liegenden Leiche deuteten auf lauernden Ärger hin. Wen immer das Chissmädchen da auch von seinem elenden Dasein befreit hatte, am Ende trat man vielleicht einem der speckigen Würmer auf den schleimigen Schwanz.

Hastig leerte Aden sein gesprungenes Glas und er hob sich aus seinem Stuhl. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, beeilte er sich die Bar zu verlassen und nahm die Verfolgung auf. Es war nicht schwer den Beiden zu folgen. Der unbekannte Machtnutzer schien seine Präsenz nicht wirklich zu verschleiern und nur die schiere Fülle an Leben in der Stadt machte es etwas knifflig auf der richtigen Fährte zu bleiben. Aden spürte auch, dass er nicht der einzige Verfolger der Beiden war. Vielleicht würde der Fremde es noch bereuen sich bei dem blauen Mädchen eingemischt zu haben… und vielleicht würde Aden es noch bereuen ihnen zu folgen.



[Nar Shaddaa – untere Ebene – Straßen – Njina und Keebo auf Abstand Aden (verhüllt) und diverse Verfolger, Passanten etc.]
 
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[Nar Shaddaa – untere Ebene – Straßen – Njina und Keebo auf Abstand Aden (verhüllt) und diverse Verfolger, Passanten etc.]

Die Antwort, die die Chiss gab, gefiel Keebo, war sie doch so anders, als all jene, die ein Sith gegeben hätte. Wie er all jene verachtete, die Spaß und Wohlgefallen empfanden, wenn sie ihre Hände mit dem Blut von schwächeren befleckten. Gerade so, als sei das Töten ein Spiel, dessen einzige Regel es war, so viele Leben zu nehmen, wie das eigene Zeit zur Verfügung stellte. Ja, auch er hatte getötet, doch nicht ein einziges Mal hatte er Gefallen daran gefunden. Nicht einmal Befriedigung, oder Genugtuung. Letzteres hatte er sich gewünscht, doch Telos hatte ihm die Augen geöffnet. Nichts hatte sich geändert und nichts würde sich je ändern. Er hatte Wesen getötet, er hatte Menschen getötet, mehr als einmal. Niemals würde er sich an diese Sache gewöhnen, nicht einmal, wenn er seinen Feind niederstrecken musste. Die Abgestumpftheit, die vielleicht zu erwarten gewesen war, hatte ihn nicht erreicht. Was Keebo begleitete war etwas anderes. Eine Gefühlslosigkeit, die ihn schützte. Und die seit der Tat von Telos so groß geworden war, dass der Mensch glaubte, nie wieder in Kontakt mit Gefühlen zu treten. Glück, Zufriedenheit und Freude waren gänzlich verschwunden, hatten einem Gefühl der inneren Leere Platz gemacht. Innere Leere und pure Verzweiflung schienen das einzige zu sein, was ihm geblieben war, zusammen mit dem bitteren Geschmack der Hoffnungslosigkeit.

„Auf welchem Mond wird man das schon“,
war schließlich Keebos Kommentar, der vielleicht einen winzigen Bruchteil seiner Resignation über alles widerspiegelte.

Schlussendlich verließen die beiden die elendige, heruntergekommene Bar, als die Chiss sich vorstellte. Welchen Namen aber sollte er Njina geben? Längst war er von ‚ich bin‘ weg gekommen. Denn wer war er? War er nicht zu etwas geworden, was er nie hatte sein wollen? Tat er nicht Dinge, die er hatte nie tun wollen? Den Namen Ian Dice hatte er schon abgelegt, doch war er länger Darth Keebo? Wollte er den Namen, den er sich selbst als Sith gegeben hatte, überhaupt weiter tragen, jetzt, da er den Orden nie wieder betreten wollte? Für die letzte Mission war er Acini Ed gewesen, doch dieser Name war der Letzte, den er nennen wollte, stand er doch zu eng im Zusammenhang mit dem, was ihm den letzten Funken Hoffnung genommen hatte.

„Nenn mich, wie immer du willst“, sagte er stattdessen.Meinen Namen habe ich unlängst vergessen.“ Ian würde ihn schmerzen und Keebo wollte er nicht mehr sein. Ohnehin wollte er vergessen und je früher er damit begann, desto besser war es.

Sie liefen nur eine Weile, als Keebo eine Erschütterung der Macht wahrnahm, die nichts Gutes verhieß.

„Ich schätze, der kleine Aufruhr in der Bar, wird nicht tatenlos bleiben,wandte er sich schließlich Njina zu. Sie wurden verfolgt, was trotz der Menge überdeutlich zu spüren war.
„Auch ich kann diesen Ort nicht leiden“, murmelte er schließlich mehr zu sich, als zu der Chiss, die sicher die Bar und nicht den Planeten gemeint hatte. Ihnen boten sich zweierlei Möglichkeiten. Entweder, sie versteckten sich, oder aber sie warteten ab. Weder das eine, noch das andere konnte Keebos Gefallen finden. Ein Konflikt auf offener Straße war nicht das, was er wollte. Machtfähigkeit hin oder her. Jede Technik, angewendet mit der Macht, oder dem Schwert, würde hier nur zu Aufmerksamkeit führen, der er sich eigentlich entziehen wollte. „Bist du bereit für den nächsten Kampf, Njina?“ Von Vorteil war ihre Situation nicht, denn ihre Verfolger konnten aus dem Verdeckten interagieren, was der Chiss und ihm vorenthalten war.


[Nar Shaddaa – untere Ebene – Straßen – Njina und Keebo auf Abstand Aden (verhüllt) und diverse Verfolger, Passanten etc.]
 
Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Darth Keebo, Aden Valores

Die beiden gingen gemeinsam einige Meter die dunkle, verwinkelte Straße entlang, als der Fremde ihm schließlich auf die Frage nach seinem Namen antwortete. Es war nicht gerade die Antwort, die Njina erwartet oder erhofft hatte. Ihr machte es nicht den Eindruck, als wollte er ihr seinen Namen einfach nicht sagen. Vielmehr klang es so, als würde er tatsächlich vergessen wollen wer er war - genauso wie Njina selbst. Es erfreute die Chiss zwar nicht, dass es anscheinend noch jemandem so ging, aber es beruhigte sie zu wissen, dass sie nicht alleine damit war, ihren Platz in der Galaxie nicht finden zu können.

Wie du willst,, antwortete sie ihm schließlich.

Ich überleg' mir etwas, das zu dir passt!

Der Mensch wies sie danach darauf hin, dass man ihnen wohl folgte. Zwar wusste sie nicht, wie genau er das bemerkt hatte, aber ein Blick über ihre Schulter verriet ihr, dass ihnen tatsächlich einige verhüllte Gestalten folgten. Sie fragte sich, in welches Gundark-Nest sie jetzt wohl wieder hinein gestochen hatte. Immerhin war sie momentan nicht alleine unterwegs. Ob der Fremde es schon bereute ihr geholfen zu haben?

Nein, antwortete Njina ihm ehrlich. Sie war momentan nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Death Sticks und gerade in diesem Augenblick der Alkohol verhinderten, dass sie auf ihr voll es Potenzial zugreifen konnte.

...aber ich glaube nicht, dass die da Rücksicht darauf nehmen.

Eine wirkliche Alternative zu einem Kampf schienen sie allerdings wohl kaum zu haben. Die beiden erhöhten das Schritttempo, als eine Blastersalve über ihre Köpfe hinweg zischte. Njina begann zu rennen und Njina zog den Menschen nach einigen Metern in eine der zahlreichen Seitengassen. Abschütteln ließ sich die Bande so zwar wahrscheinlich nicht, aber immerhin waren sie dort zumindest kein solch offenes Ziel mehr.

Die Chiss presste sich mit dem Rücken gegen einen Müllcontainer und griff unter ihre Robe nach ihren Vibrodolchen. Schnell wanderten ihre Augen durch die dunklen Ecke der Gasse: Eine metallene Treppe führte an einer Fassade entlang nach oben, eine andere hinunter auf die Oberfläche. Ob sie eine Chance hatten auf diese Weise zu entkommen? Njina bezweifelte es. Ein zu leichtes Ziel wären sie auf dem Weg nach oben und von der Oberfläche Nar Shaddaas kehrten nur die wenigsten wieder zurück. Zumindest hörte sie nie wieder von jemandem, der angekündigt hatte dorthin zu gehen. Ansonsten gab es in der schmalen Gasse nicht viel - die Müllcontainer und anderes an den Häuserwänden stehendes Gerümpel nicht einbezogen.


Du hast nicht zufällig etwas mit mehr Durchschlagskraft einstecken?, fragte sie ihren Begleiter und hielt ihm ihre für den Fernkampf untauglichen Dolche entgegen. Eigentlich ging sie davon aus, dass er zumindest eine Blasterpistole bei sich trug. Ein Blaster gehörte eigentlich zu Standardausrüstung, wenn man sich auf Nar Shaddaa bewegte. Njina selbst hatte ihren jedoch vor einiger Zeit bereits gegen etwas eingetauscht, was ihr wichtiger war. Noch bevor ihr gegenüber antwortete, hallte die krächzende Stimme eines ihrer Verfolger durch die schmale Gasse:

Na, was sagen Mjammjam und Außenweltler jetzt? Mjammjam meintet, sie kann Bruder von mir töten? Einfach so? Entweder ihr kommen raus und wir schenken euch angenehmen Tod oder wir holen euch und garantieren schmerzvollen Tod. Eure Entscheidung!

Nun war es tatsächlich aus für sie. Zweimal an einem Abend würde sie dem Tod wohl nicht ein Schnippchen schlagen - nicht auf Nar Shaddaa. Nicht alles Glück des Sektors würde dafür ausreichen.

Es tut mir Leid, dass ich dich da mit hinein gezogen habe..., wandte sie sich wieder an ihren Begleiter.

Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Darth Keebo, Aden Valores
 
[Nar Shaddaa – untere Ebene – Straßen – Njina und Keebo auf Abstand Aden (verhüllt) und diverse Verfolger, Passanten etc.]



Insgesamt hatten sich zehn Verfolger an die Fersen des fremden Machtnutzers (Keebo) und seiner blauhäutigen Begleitung (Njina) geheftet. Allesamt waren sie gut bewaffnet und schienen nicht auf Plaudern aus zu sein. Einer der Verfolger raste förmlich vor Zorn und Rachsucht aber auch wenn er mühsam versuchte die Fassung zu bewahren konnte Aden die Gefühle in ihm deutlich spüren. Der tote Devaronianer war ihm wohl lieb und teuer gewesen. Der Sithkrieger konnte den Wunsch des wütenden Devaronianers nach Rache durchaus verstehen, aber trotzdem konnte er es ihm nicht gestatten, die beiden Umzubringen. Jedenfalls nicht, bevor Aden die Gelegenheit hatte herauszubekommen, womit er es hier zu tun hatte.

Die Verfolger verteilten sich, um die Flüchtenden in die Zange nehmen zu können. Dabei achteten sie nur auf ihre Beute und machten für Aden die Sache ziemlich einfach. Der Krieger folgte zunächst dem Langsamsten der Bande, einem Bothaner mit ungepflegtem, braunem Haar. Über die rechte Schulter trug er ein Blastergewehr älterer Bauart aber sicherlich nicht weniger tödlich als ein modernes imperiales Modell. An einer Seitengasse nutzte Aden unauffällig die Macht um den Bothaner seitlich in die Gasse zu stoßen. Sein Vorwärtsdrall sorgte dafür, dass er ziemlich unsanft gegen die Häuserwand prallte und rücklings zu Boden ging. Dabei ließ er das Gewehr fallen, welches Aden noch im selben Atemzug aufhob. Ehe der unglückliche Kerl begreifen oder auch nur einen Fluch ausstoßen konnte, sauste der Gewehrkolben auf seinen Schädel nieder und schickte ihn ins Reich der Träume.

Aden wetzte weiter. Adrenalin und die Macht unterstützten dabei seine Bewegungen. Wie ein Raubtier auf der Jagd preschte der Sith durch die teils sehr engen Straßen und fokussiert seine nächste Beute. Ehe die Schlägertruppe den unbekannten Machtnutzer und die Chiss erreichte, hatte Aden auf ähnlich diskrete Weise 3 weitere Muskeln aus dem Spiel genommen. Die Schläger waren keine Profis, was Aden zumindest hoffen ließ, dass bisher keiner der Hutten in der Angelegenheit aktiv war. Dann spitzte sich die Lage brenzlig zu. Blasterfeuer zischte durch die Luft und die Gejagten flüchteten sich gerade so in eine sehr schmale Gasse. Die drei Devaronianer folgten ihnen dorthin,
doch die übrigen Schläger, zwei Zabrak und ein erstaunlich dürrer Trandoshaner, rannten zu einer Treppe und schienen einen anderen Weg zu nehmen. Aden entschloss sich dazu diesen nach oben zu folgen. So wie sich der Fremde in der Bar verhalten hatte, sollte er doch wohl erneut mit den Devaronianern fertig werden.

Die drei Schläger folgten der Treppe, die über ein luftiges Podest auf eine Art Traverse führte, welche wohl einmal dazu gedient haben mochte Reklameschilder warten und austauschen zu können. Einer der Zabrak hielt am Podest kurz an um seine Waffe, ein Scharfschützengewehr, durchzuladen und schussbereit zu machen. Dieser kurze Moment war alle Zeit die Aden brauchte um heran zu rauschen und alle Ambitionen des Nichtmenschen mit dem Gewehrkolben zu zerschlagen.

Dicht neben Adens Kopf explodierte ein Stück Mauerstein. Ganz knapp hatte ihn der Blasterschuss des zweiten Zabrak verfehlt. Einen zweiten Versuch sollte der Schütze nicht bekommen. Der Sith griff erzürnt mit der Macht nach dem Hals des Nichtmenschen und drückte zu. Etwas darin knackte fürchterlich und der Zabrak ließ mit entsetztem Blick seine Waffe fallen und hielt sich mit beidem Händen den Hals. Wahrscheinlich würde er ersticken aber Aden kannte sich mit der Anatomie dieser Rasse nicht genug aus, um ganz sicher zu sein.
Dummerweise hatte der Zabrak am eigenen Leib mitbekommen, wie Aden die Macht benutzte und würde darüber reden, wenn er die Gelegenheit bekommen würde.

Ungehalten über die Verzögerung packte er den röchelnden Nichtmenschen und schob ihn unsanft über den Rand der Plattform. Es herrschte Stille bis Aden den fernen Aufschlag viele Ebenen unter ihnen hörte. Die Fähigkeit der Stimmbänder zu schreien hatte er dem fallenden Zabrak genommen, nun auch noch das Leben. Ohne irgendeine Gefühlsregung wandte sich der Sith von dem Anblick ab. Blieb ein weiterer Schläger übrig.

Die Traverse war lang und führte tatsächlich über die schmale Gasse. In fast perfekter Schussposition hatte sich der Trandoshaner postiert und zielte mit seinem Gewehr nach unten in die Gasse. Von dort ertönte nun die siegessichere Stimme eines der Devaronianer. Nichtsahnend, dass seine Schlägerbande bereits auf einen kümmerlichen Rest reduziert worden war.


Na, was sagen Mjammjam und Außenweltler jetzt? Mjammjam meintet, sie kann Bruder von mir töten? Einfach so? Entweder ihr kommen raus und wir schenken euch angenehmen Tod oder wir holen euch und garantieren schmerzvollen Tod. Eure Entscheidung!

In einer fließenden Bewegung stürmte Aden über die Traverse und stieß den zielenden Trandoshaner mit einem machtunterstützten Fußtritt über die Brüstung. Noch ehe der überrascht aufschreiende Nichtmensch auf dem Boden der Gasse dicht neben dem sprechenden Devaronianer aufschlug, sich kurz krümmte und dann Bewustlos liegen blieb, hatte der Sith dessen Platz am Geländer eingenommen und zielte mit dem Blastergewehr auf den völlig überrumpelten Anführer der Bande.

"Dies hier ist ein einmaliges Angebot! Nimm deine Brüder und verschwinde!"


Zischte Aden in die Gasse hinunter.



[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina und Keebo mit drei Devaronianer, auf Traverse Aden (verhüllt)]
 
[Nar Shaddaa – Untere Promenade – belebter Boulevard]​

Talis Ankunft auf dem Schmugglermond war so unspektakulär von statten gegegangen, wie sie es sich erhofft hatte. Die Frachterkapitänin, die sie bis hierher mitgenommen hatte, war eine alte Freundin. Allerdings war dieser nicht ganz wohl gewesen bei dem Gedanken, Tali hier alleine zu lassen.

Mit einem wehmütigen Schmunzeln dachte die junge Frau an die letzten eindringlichen Warnungen, die ihre Freundin Nuri ihr mit auf den Weg gegeben hatte. Natürlich würde sie sie so weit wie möglich beherzigen. Es war nicht das erste Mal, dass sie hier war und sie wusste nur zu gut, welche Gefahren hier drohten. Selbst an hellen Orten wie diesem.

Ein Anflug von Bitterkeit verhärtete ihre Züge – nur kurz, bis sie sich wieder ihrer Erziehung erinnerte und anmutig lächelnd durch die Menge schritt.
Ihr letzter Besuch war noch kein Jahr her, damals war sie noch... ihre Gedanken zuckten zurück, mieden die Erinnerung an jene Zeit. Unbewusst griff sie mit beiden Händen an ihren Hals und rückte den Seidenschal zurecht, der dort elegant über jedem Fleckchen Haut drapiert war, den ihr hochgeschlossener Overall nicht bedeckte.

Ohne bewusst ihre Schritte zu lenken, war sie den Passagen mit dem meisten Verkehr ausgewichen und fand sich unversehens in einem stilleren Teil der Promenade wieder. Tali sah sich um: Der Lift musste gleich dort drüben... sie war hier schon mal gewesen.
Ihre Fingernägel gruben sich in ihren Handballen, vertrieben diesmal mit Schmerz die Erinnerungen. Dennoch spürte sie, wie ihre Selbstbeherrschung bröckelte. Beinahe wütend schlug sie auf das Bedienfeld neben dem Lift: Es war ihr egal, wohin er sie bringen würde, solange sie sich den Gerüchen und Geräuschen hier oben entziehen konnte.

Als die Lifttüren sich endlich öffneten, war sie einem Panikanfall so nah, wie schon lange nicht mehr. Ihr Mund war trocken und das Herz schlug ihr bis zum Hals. So nahm Tali ihre Umgebung kaum war als sie eintrat, eine schmale Hand an den Mund gehoben und bemüht, wenigstens ihre Atmung wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.


[Nar Shaddaa – Untere Promenade – Lift]​
 
[Nar Shadaa-nahe der Promaden-Gang] Arthur alias Spindraal
Während der Agent an seinem Drink nipte lies er die letzten Stunden Revue passieren. Nach der Ankunft hatten die drei eine kurze Einführung, erhalten was unter dem Projekt Sonneuntergang zu verstehen war.
Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Sektion 1,2 und 4. Von mehrern guten Agenten geleitet wurde von Nar Shadaa aus die „Schwarze Sonne“ infitriert, mit dem Ziel ihren Einfluss zu dämpfen. Nach der Einführung erhielten alle drei Agenten Tarnidentitäen und wurden in die Wel geschickt. Arthur, der nun als Kopfgeldjäger Spindraal agieren würde, hatte kurz darauf einen Aufruf im Holonet gefunden.
Ein Mitglied der Black Sun suchte einen Schmuggler, der Eigentum der Sonne gestohlen hatte und sich damit auf Nar Shadaa abgesetzt hatte. Er würde ihn finden.

Um jemanden in einem so komplexen Mikrokosmos wie dem Schmugglermond zu finden brauchte man Informationen. Also hatte Spindraal beschlossen sich in einer Cantina mit einem bekannten Informationshändler zu treffen. Einem Mirialaner namens Zan Tue. Der Schmuggler wusste alles was in der Unterwelt geschah und war deshalb die perfekte Wahl.
Der Jäger war nun auf dem Weg zu einem Treffen mit ihm.
Der Anzati-Hybrid betrat den Fahrstuhl und fuhr langsam herunter. Als die Lifttüren sich öffneten, meldeten seine Sinne ihm Gefahr. Doch vor ihm satnd nur eine junge Frau (Tali). Sie wirkte zwar verschrenkt aber von ihr schien keine Gefajr aus zu gehen. Zur Sicherheit hob er seinen Blaster, als er den Raubmörder hinter ihr sah. Ein Drall, der vorsichtig auf ihren Rücken zielte. Nun bmerkte das Wesens auch ihn, doch Arthur war schneller. Er riss den Balster nun vollends hoch und feurte. Das Wesen sackte getroffen zu Boden.

Er steckte die Waffe weg und verlies den Lift. Als er neben der Frau stand sagte er:
„Der Mond ist ein gefährlicher Ort, seid wachsam.“
Er wartet einen Moment
[Nar Shadaa-nahe der Promaden-Gang] Arthur alias Spindraal, Tali
 
[Nar Shaddaa-nahe dem Promaden-Gang] Tali, Arthur alias Spindraal

So schnell kann man gute Vorsätze vergessen! Tali schalt sich selbst ob ihrer Unvorsichtigkeit als sie des Mannes gewahr wurde, der mit ihr den Lift teilte. Ernüchtert liess sie ihre Hand unter ihr Cape in die Nähe ihres Oberschenkelholsters sinken, als sie eine Bewegung hinter sich spürte.
Ihr Blaster lag in ihrer Hand – war noch nicht aus dem Holster - und sie war dabei, sich dem Neuankömmling zuzuwenden, als der Mann im Lift sie beiseite schob und schoss.

Tali brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass sie wohl das Opfer eines Verbrechens hätte werden sollen. Der Mann, der sie davor bewahrt hatte, steckte gerade seelenruhig seinen Blaster weg und verliess den Lift.
Dessen Türen blockierte der Körper, des niedergeschossenen Wesens. Klein und pelzig – musste wohl ein Drall sein.

Als er neben ihr stehen blieb und seine Warnung aussprach, sah Tali ihn an – unschlüssig, was sie von ihm halten sollte. "Danke." brachte sie schliesslich heraus und liess sich mit nachdenklich gerunzelter Stirn neben dem Drall nieder.
Mit zwei Fingern suchte sie den Puls der Halsschlagader.
"Er ist tot." stellte sie schliesslich mit fast sachlicher Stimme fest. Tali sah den Mann, der ihn erschossen hatte erneut an: "Helft mir, ihn hier heraus zu ziehen. Er kann da nicht bleiben."

[Nar Shaddaa-nahe dem Promaden-Gang - vor dem Lift] Tali, Arthur alias Spindraal
 
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[Nar Shadaa-nahe der Promaden-Gang] Arthur alias Spindraal, Tali
Der Agent beobachtete wie die junge Frau den Puls des toten Dralls fühlte, er fragte sich ob sie medizinische Kenntnisse hatte. Zumindest eine erste Hilfe Ausbildung hatte sie gehabt.
Er nickte als sie sich bedankte. Während sie sprach betrachtete er ihre Kleidung, sie wirkte nicht so als würde sie auf den Mond gehören. Oder Geschäften hier nachgehen.
„Was tut ihr hier? Ihr seht nicht aus wie der Rest dieses..... Haufens, hier.“
Obwohl er Anzati war hatte er für die meisten der auf dem Mond Geschäfte machenden nur Verachtung übrig, seltsam wenn bedachte das er die nächste zeit vermutlich selbst zu diesem Haufen gehören würde.

Er packte den Kriminellen mit am Fell und zerrte ihn aus den Lifttüren. Für einen Drall war das Wesens enorm fett. Als sie das Wesen aus der Tür gezerrt hatten, lehnte er sich an die Wand.

„Und was nun? Für eine Beerdigung ist dies weder die Zeit noch der Ort.“, stellte er sachlich fest. Er blickte sich um und suchte nach einer Möglichkeit das Problem zu lösen. Sein Blick fiel auf einen in der Nähe gelegenen Müllschacht. Kurzerhand hob er die Leiche an und verfrachtete sie dort hinein.

„Nicht wirklich ehrenvoll, aber es reicht.“ Er hustete kurz und vernehmlich. „Was habt ihr vor? Ich muss jetzt geschäftlich in eine Cantina, vielleicht habt ihr Lust mit zu kommen. Ich denke ein Drink würde nun gut tun.“
[Nar Shadaa-nahe der Promaden-Gang-auf dem Weg zur Cantina „Golden Ryll“] Arthur alias Spindraal, Tali
 
Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Njina, Aden Valores
Ein winziges Lächeln, dass kaum als solches zu erkennen war, zeichnete sich auf den Lippen Keebos ab, als Njina erklärte, dass sie einfach einen passenden Namen für ihn finden und ihn dann nach diesem benennen würde. Es war gut, dass sie keine Frage stellte, keinen Kommentar abgab, keinen Missmut äußerte. Vielleicht aber lag das daran, weil sie verstand und sich in einer ähnlichen Lage befand. Das aber wusste Keebo nicht genau zu sagen und als Gefahr aufflackerte, spielte diese Überlegung auch schon keine Rolle mehr. Etwas stimmte nicht, was zu deutlich zu spüren war.
Njinaerklärte indes, dass sie nicht bereit war, sich erneut wehren zu müssen. Die Lage schien ich zuzuspitzen und nun auch an Keebos Nervenkostüm zu zehren. Noch bereute er nicht, sich eingemischt zu haben. Viel mehr begann er sich darüber zu grämen, dass er sich ständig mit Schwierigkeiten auseinandersetzen musste.

Beide erhöhten die Geschwindigkeit, als die ersten Schüsse fielen. Beide kauerten sich hinter Mülltonnen, versteckten sich. Hatte er in der Bar nicht deutlich genug gemacht, dass sie alle verschwinden sollten? Wie auf Telos!! Auch dort hatte niemand auf ihn gehört, auch dort hatte man ihn praktisch dazu gezwungen, zum äußersten zu gehen. Ständig wiederholten sich Dinge, die Keebo vergessen wollte. Ständig, begegneten ihm Dinge aus der Vergangenheit erneut. Wie er dieses machtspiel hasste! Seine Warnung hatte nicht genügt. Die Chance, die er den anderen eingeräumt hatte – jene, sofort zu verschwinden und keinen Ärger zu verursachen – hatten sie verspielt. Zorn flammte in dem Sith auf. Er musste sich nicht verstecken, denn es würde ein Einfaches sein, sie alle nieder zu strecken. Selbst wenn Keebo keinen Gefallen und keine Genugtuung am Töten finden konnte, bedurfte es doch nichts weiter, als einer winzigen Bewegung in der Macht um sich die, die er noch eben gewarnt hatte, vom Halse zu schaffen. In der Warnung bestand der Unterschied und mit der Warnung und der Tatsache zugleich, dass sie alle nur Verbrecher waren, war jede Handlung legitim.


„Ich brauche keine Waffe“, antwortete er schließlich mehr oder weniger auf die Frage der Chiss, als Keebo sich konzentrierte, die Macht bündelte und etwas -oder jemand?- anderes in seinem Bewusstsein aufflackerte. Die Lage schien sich zu verändern. Zu ihrem Nutzen?
Ein dumpfer Aufschlag ertönte, der ganz danach klang, als wäre ein Körper auf dem Boden aufgeschlagen. Die Warnung, die kam, blieb unausgesprochen. Kein Schuss folgte, kein Geräusch ertönte. Keebo steigerte seine Konzentration und baute ein Schutzschild vor sich auf. Seine Schwerter an seiner Seite wissend, erhob er sich in einer flinken Bewegung, darauf fixiert, jeden Schuss zu reflektieren. Doch als er sich erhob, fiel kein Schuss. Der Schütze selbst verharrte in einer Bewegung, starrte in die Höhe um schlussendlich die Flucht zu suchen. Keebo, der von seiner Position aus niemanden erkennen konnte, rief in die Höhe:


„Wer auch immer du bist, gib dich zu erkennen.“

War es „Freund“ oder Feind? Der Sith hatte nicht den Hauch einer Ahnung.

Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Njina, Aden Valores
 
[Nar Shadaa-nahe dem Promaden-Gang-auf dem Weg zur Cantina „Golden Ryll“] Arthur alias Spindraal, Tali

Tali verzog angewidert den Mund als sie das haarige Wesen unter den Achseln packte und ihrem Retter half, es aus dem Lift zu befördern. Bestimmt würde sie noch tagelang Drall-Fusseln an ihrer Kleidung finden und nach nassem Hund riechen.

Zunächst gab ihr diese Aktion etwas Zeit, die Antwort auf die Frage des Fremden etwas hinaus zu zögern. Im Moment war ihr selbst nicht so ganz klar, was sie hier suchte. Sie hatte Nar Shaddaa als Ort der Gelegenheiten kennengelernt – Gefahr hin oder her – wenn sie nicht wieder auf Shoon landen wollte, sollte sie in Bewegung bleiben. Sich zu lange an einem Ort aufzuhalten, könnte fatal sein.

Aber das musste sie dem langen Kerl, der gerade mit beachtlicher Kraft den Leichnam des Drall in den Müll beförderte ja nicht auf die Nase binden. Die junge Frau zuckte mit den schmalen Schultern: Eine Bestattung auf diesem Mond konnte sie sich wahrhaftig nicht vorstellen.

"Vermutlich hat er bekommen, was er verdient hat." antwortete sie ausweichend.

Liebenswürdig lächelnd überging sie also die Frage, was sie hier tat und wischte sich diskret die Hände an der Hose ab.

"Ein Drink wäre jetzt in der Tat willkommen. Danke für Eure Einladung."

Ganz selbstverständlich hakte sich Tali bei dem verblüfften Spindraal unter und folgte ihm ins "Golden Ryll". Zwar war sie weit davon entfernt, jedem Dahergelaufenen zu vertrauen, aber wenn sie der Fremde hätte ausrauben wollen, hätte er das längst tun können. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen? Vielleicht war das ja ihr Ticket in ein neues Leben.

[Nar Shadaa - Cantina „Golden Ryll“] Arthur alias Spindraal, Tali
 
Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Darth Keebo, Aden Valores

Njina begann an ihrem Begleiter zu zweifeln, als dieser sagte, er brauche keine Waffen. Nur ein Narr würde sowas im Angesicht zahlreicher Blasterläufe behaupten - oder einer der zahlreichen Machtnutzer, welche sie so sehr zu verabscheuen gelernt hatte. Die Chiss war nicht sich nicht sicher, welche der beiden Möglichkeiten ihr lieber war. Auch schloss sie es nicht aus, dass es dafür eine andere plausible Erklärung gab.

Als der Mensch ihre Deckung verlassen hatte, befürchtete sie nur Sekunden später den Aufprall seines leblosen Körpers auf den Boden hören zu werden. Innerlich bereitete sie sich darauf vor beim Ertönen des ersten Schuss los zu rennen. Doch die Blaster blieben schweigsam und auch näherten sich wohl ihre Verfolger nicht. Stattdessen ertönte der dumpfe Aufprall eines Körpers, der aus mehreren Metern Höhe auf die metallene Straße gefallen war. Darauf hallte die drohende Stimme einer weiteren Person durch die schmale Gasse.

Zuerst glaubte Njina herausgefunden zu haben, warum ihr Begleiter wohl keine Waffen brauchte: Er war nicht alleine unterwegs. Doch als er den neuen Fremden nach dessen Identität fragte, fiel auch diese Theorie in sich zusammen. Zwar begrüßte Njina die Rettung in letzter Sekunde, doch ebenso sehr war sie sich nun sicher, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. Niemand hatte so viel Glück auf Nar Shaddaa, nicht an einem Abend. Ein Teil von ihr, wollte nun am liebsten die Beine in die Hand nehmen und so schnell es ging das Weite suchen. Doch die Neugier siegte. Auch wenn es sicherlich nicht die beste Idee war, wollte die junge Chiss doch herausfinden was dieser ganze Höllenabend doch zu bedeuten hatte. War alles nicht vielleicht wirklich nur die Verkettung verschiedener Zufälle, gepaart mit einer überdurchschnittlich hohen Portion Glück? Und so verließ die junge Chiss ebenfalls die Deckung und stellte sich schräg hinter ihren Begleiter, auf die Antwort des fremden wartend.


Nar Shaddaa - Untere Ebene - Straßen - mit Darth Keebo, Aden Valores
 
[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina und Keebo mit drei Devaronianer, auf Traverse Aden (verhüllt)]


Der Fremde Machtnutzer (Keebo) trat aus seiner Deckung und der Devaronianer war schlau genug zu merken, dass es keinen Sinn hatte seinen Rachegelüsten nachzugeben und suchte mit seiner Bande das Weite. Vielleicht war zumindest diese eine Problem nun Keines mehr, aber auf Nar Shaddaa war solches Glück eher spärlich gesät. Nun galt es schnell Klarheit zu schaffen, bevor sich erneut eine Zielscheibe über das seltsame Pärchen legte.

Wer auch immer du bist, gib dich zu erkennen.

Aden überlegte nicht lange und sprang über die Brüstung. Dank der Macht setzte er federleicht auf dem Asphalt auf anstatt sich die Beine zu brechen. Die Schwungenergie ließ ihn in einer fließenden Bewegung in die Knie gehen.

"Wirklich nicht sehr Weise, an einen solch verkommenen Ort wie Nar Shaddaa Barbesucher mit solch außergewöhnlichen Zaubertricks zu unterhalten."

Gab Aden fast flüsternd von sich und hob langsam den Kopf um endlich in das Antlitz des Fremden zu schauen, welcher nunmehr seinen Geist abschirmte. Er war bereit den Unbekannten zu töten, sollte ihm nicht gefallen, was dieser zu sagen hatte. Waffenstillstand hin oder her... auf dieser Kloake von Mond war das alles bedeutungslos.

Erkenntnis konnte einen gänzlich aus der Fassung bringen, besonders wenn sie einen derart hart traf wie Aden in diesem unausweichlichen Moment der Enthüllung. Zitternd entglitt das Blastergewehr seinem Griff und klatschte geräuschvoll auf den Boden.

"Unmöglich!"

Hauchte der Krieger und starrte völlig verblüfft in die Augen seines einstigen Meisters. Spielte seine Wahrnehmung einen Streich mit ihm? Unwillkürlich zwinkerte Aden mit beiden Augen doch das Gesicht von Ian Dice verschwand nicht, sondern blieb an Ort und Stelle. Es dauerte einen Moment bis Aden die Fassung soweit zurück gewann um seine Kapuze zurückzuschlagen und den vermummenden Schal aus seinem Gesicht zu schieben.

"Ein Geist aus der Vergangenheit ist das Letzte, was ich dachte hier zu finden!"

Brachte Aden hervor. Wie wild versuchte sein Verstand die neuen Informationen zu verarbeiten, kämpften Überraschung mit Wut, Erleichterung, Unverständnis, Zweifel. War dies hier wirklich sein einstiger Meister? Wenn ja warum war er nicht mehr Tod? Wenn nein, wer war es dann? Unwillkürlich schloss sich Adens Hand um sein deaktiviertes Lichtschwert. Nur flüchtig glitt der Blick zur blauhäutigen Begleiterin (Njina) seines ehemaligen Meisters.


[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina, Keebo und Aden]
 
Hyperraum - an Bord der “Weise Entscheidung” - Koora, Kossekos, David, Merkuzio und Shim'rar

Der Vollstrecker wartete ab bis die eiligsten Reisenden das Schiff verlassen hatten nachdem es auf einem der zahlreichen Raumhäfen ihrer Zielwelt gelandet waren. Dann führte er seine kleine Gruppe nach draußen, und versuchte zunächst sich zu orientieren. Im Endeffekt machte es nicht viel Sinn Zeit darauf zu verschwenden herauszufinden wo sie waren, da sie ihr Ziel ohnehin nicht zu Fuß erreichen würden.

Ich präsentiere… Das Juwel der Hutten,

intonierte er nicht zu laut und deutete dabei an den Himmel, an dem zwischen giftig aussehenden Wolken Nal Hutta hing. Auf die Entfernung wirkte der Planet gar nicht so dreckig und ekelhaft wie die Hutten die von ihm stammten.

Also, was Nar Shaddaa angeht - ich denke wir alle wissen worauf wir aufpassen müssen. Dieses Drecksloch entscheidet sich nicht besonders von anderen Dreckslöchern, mit einer Ausnahme, jedenfalls für euch - ihr seid nicht auf euch allein gestellt und ihr seid vor allem nicht hier um nur zu überleben. Wir haben ein Ziel, und sobald wie einen Speeder finden der nicht den Fehler macht uns an irgendeinen Organhändler verkaufen zu wollen...

meinte er grinsend, während sie durch die belebte Eingangshalle des Raumhafens gingen. Unzählige verschiedene Spezies drückten sich hier aneinander vorbei, viele aus niederen Motiven, und für Shim’rar war Nar Shaddaa schon immer einer jener Plätze gewesen, an dem Menschen eine Minderheit ausmachten. Sicherlich spielte hier die selektive Wahrnehmung eine Rolle, und prinzipiell war es ihm egal mit welchen Rassen er sich umgab solange die Umstände stimmten, aber es war ein interessantes Erlebnis - und das wahrscheinlich auch für die anwesenden Menschen.
Über ihren Köpfen landeten und starteten immer wieder Schiffe, Frachter und Perersonentransporter genauso wie kleinere Schiffe, wahrscheinlich im Privatbesitz von mehr oder weniger glücklichen Glücksrittern. Viele davon befanden sich wohl im Dienst der Hutten, so wie er einst, und nicht wenige waren bereit alles zu tun um diesen Umstand zu ändern.
Sein Blick fiel auf einen Hutten, der sich mit samt seinem Gefolge einschließlich zweier schöner Sklavinnen ihm unbekannter Spezies und mehrerer bulliger Leibwächter einen Weg durch die Massen bahnte. Normalerweise nutzten Hutten ihre privaten Landebuchten und Häfen, aber dieser schien zu einem Treffen unterwegs zu sein, und wollte dabei offensichtlich gesehen werden. Hier und da war jemand dumm genug um die fette Schnecke anzupöbeln, und immer wieder wurde jemand von seinen Wächtern niedergeschlagen - manchmal sogar auch jene, die gepöbelt hatten.


Bleibt in meiner Nähe.

meinte der Twi’lek als sie den Kuppelbau der Personenabfertigungshalle verließen. Der Geruch von Nar Shaddaa - er kannte keinen öffentlichen Teil des Planeten, der nicht danach roch, nach einer Mischung aus Abfällen, biologische und andere, und dem besonderen Aroma überforderter Lufterfrischungsanlagen - stieg ihm vertraut in die Nase, und das Schauspiel von viel zu viel Reisenden auf der Suche nach einem der viel zu wenig Speedertaxis breitete sich vor ihm aus.

Wer von euch möchte uns denn eine Mitfahrgelegenheit suchen?

fragte er seine Begleiter, und war gespannt ob sich jemand von ihnen dieses Problems annehmen würde.


Nar Shaddaa - vor einem Raumhafen - Koora, Kossekos, David, Merkuzio und Shim'rar
 
[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina, Keebo und Aden]

Vorbereitet würde Keebo sein, so viel stand fest. Wer auch immer hier eingegriffen hatte, was auch immer dieser Jemand vor hatte, Keebo würde gewappnet sein. Zu oft schon hatte sein Leben auf dem Spiel gestanden und selbst wenn er alles vergessen wollte, war Sterben bisher nicht die Option gewesen, nach der er getrachtet hätte. Seltsam, dass ihm diese vermeintliche Lösung nie in den Sinn gekommen war. Seinem Leben ein Ende zu setzen, wäre vielleicht die erwünschte Erlösung gewesen. Doch zu welchem Preis? Nein, an Suizid hatte Keebo bisher nicht gedacht und sicher würde er nun nicht damit beginnen.

Der Angesprochene gab seine Position auf und sein galanter Sprung in die Tiefe identifizierte ihn sofort als Machtnutzer. Jeder andere hätte sich andernfalls sämtliche Knochen gebrochen. Die Stimme, die nun erschallte, klang seltsam bekannt. Seltsam vertraut, doch noch war der, zu dem die Stimme gehörte verhüllt, durch Schal und Kapuze. Ein Moment des Schweigens entstand, ehe die Stille von dem auf den Boden fallenden Blaster unterbrochen wurde. Noch verstand Keebo nicht, was den Mann derart in Schrecken versetzt haben musste. Bis zu jenem Zeitpunkt, als dieser sein Gesicht preisgab, indem er den Stoff, der es zuvor verhüllt hatte, zur Seite schob. Aden Valores! Von außen betrachtet veränderte sich nichts auf dem Gesicht des Menschen. Weder ein Lächeln erschien, noch der Ausdruck von Missbilligung. Keine Gefühlsregung war zu erkennen. Innerlich aber, machte diese Begegnung etwas ganz anderes in dem Sith. Aden. Sein erster Schüler. Ein ehemals Vertrauter. Keiner, der seine Worte missachtet hatte, keiner, der ihn mit seiner quälenden Vergangenheit konfrontiert hatte. Keiner, der sich durch mangelnden Respekt ausgezeichnet hatte. Und doch war er ihm ein Fremder. Und waren nicht all jene, die ihm nah gewesen waren, zu Verrätern geworden? So wie Alisah? So wie Torryn? Keebo atmete tief aus, als sein Blick sich für einen Moment in den von Aden bohrte, als könne er darin lesen, welche Gesinnung dieser nun hatte. Ob auch er ein Verräter war? Sein vertrauen war längst einem schier unendlichem Misstrauen gewichen. Die Zeiten hatten sich verändert, so wie sie ihn verändert hatten. Das letzte Mal, das er Aden gesehen hatte, war eine Ewigkeit her. Wer wusste schon zu sagen, was in der Zwischenzeit geschehen war?
Keebo war nach Nar Shaddaa gereist, um zu vergessen und nun traf er doch jemanden, der ihn erinnern ließ. An die alte Zeit. An Alisah. All das, was er auch vergessen wollte. Ysim. All den Schmerz, den er durch ihn erfahren musste. Das unsägliche Schauspiel, dessen Aden damals Zeuge geworden war. Ja, selbst an Ranik musste Keebo denken. Aden rief die Erinnerung an all jene wach, die ihn geschmäht hatten. Welch grausames Spiel des Schicksals!


„Eine Konfrontation mit der Vergangenheit war ebenso das letzte, was mir in den Sinn gekommen wäre“, erwiderte Darth Keebo daher. Eine seltsame Begrüßung, sofern man jenes überhaupt so nennen mochte.

Warum hatte sich Aden überhaupt eingemischt? War er noch immer ein Sith? Oder ein Jedi? Keebo wusste es nicht, denn sein Schüler schirmte sich ab und ihm lag wenig daran, seine Fühler auszustrecken und sie in den Geist Valores zu drängen.
Njina war inzwischen hinter Keebo getreten, schweigend. Welch seltsames Schauspiel sich ihr hier darbieten musste.


[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina, Keebo und Aden]
 
Hyperraum an Bord der “Weise Entscheidung” - Koora, Kossekos, David, Shim`rar und Merkuzio

Shim`rar führte ihre Gruppe nach draußen und verkündete ihre erfolgreiche Ankunft auf Nar Shaddaa.Er bezeichnete diesen Ort als "Das Juwel der Hutten". Etwas skeptisch betrachtete Merkuzio sein Umfeld. Es war schon etwas länger her, doch diesen uminösen Gestank hatte er noch gut in Erinnerung. Er hasste diesen Ort. Es lag nicht nur an dieser Umgebung. Viel mehr lag es an den üblichen Gepflogenheiten dieser Gegend. Als Mensch war man schon von Anfang an eine Zielscheibe. Doch er hatte gelernt sich zu beweisen. Und sein derzeitiges Erscheinungsbild würde durchaus von Vorteil sein. Niemand würde ihn erkennen.

Shim`rar riss ihn wieder aus seinen Gedanken und beschrieb dabei nochmal ihr neues Umfeld. Dabei musste er schmunzeln. Denn sein Meister hatte die Sachlage sehr gut beschrieben. So war es nun mal auf diesem stinkenden Loch, dass manche als einen Planeten bezeichneten. Sie mischten sich unter die anderen Lebewesen und gingen ihres Weges. Das rege Treiben , machte ihn , dabei doch etwas nervös. Vor allem als ein Hutte sich zur Schau stellte. Dieses hässliche Gesicht hatte er mehr als einmal gesehen. Dabei handelte es sich um einen Hutten der übelsten Sorte. Einer der keine Rücksicht auf seine Umgebung nahm. Und dessen Schläger schon immer überbezahlt waren. Und vor allem übermotiviert, andere Leute zu schänden. Gefolgt von zwei leichten Mädchen , bahnte er sich seinen Weg durch die Reihen. Er konnte ihn schon von weitem riechen. Diese ekelige Qualle hatte ihn oft genug gepeinigt und ihn abgezockt. Seinen Zorn konnte er kaum noch unterdrücken. Er spürte wieder dieses Brennen in seinen Augen. Doch er hielt sich zurück. Dieser Hutte würde ihn nicht erkennen. Dennoch fiel dessen Blick auf ihn. Beide blickten sich gegenseitig in die Augen. Merkuzios Augen leuchteten gelb durch die Dunkelheit. Dieser Moment war wie in Zeitlupe. Sie gingen aneinander vorbei und nichts geschah. Merkuzio nutzte das Getümmel , half einem Mann auf, der von den Schlägern zu Boden gestoßen wurde und griff sich dessen Messer. Er steckte es in seinen Gürtel und folgte seiner Gruppe. Bei diesem Trubel , würde so ein kleiner Diebstahl nicht auffallen. Er riskierte noch einen letzten Blick auf den Hutten und ging weiter.

Shim`rar gab ihnen zu verstehen, dass sie in seiner Nähe bleiben sollten. Dann erreichten sie einen größeren Platz , an dem sich das übliche tat. Zu viele Reisende und viel zu wenig Speedertaxis.

Sein Meister fragte die Gruppe, wer sich dazu bereit erklären würde, eine Mitfahrgelegenheit zu suchen.

Er sah sich kurz um und erblickte eine Person, die er von früher kannte. Dabei handelte es sich um einen Twi`lek, der ihm schon oft geholfen hatte.

"Ich kümmere mich darum. Haltet etwas Abstand."

Er verließ die Gruppe und ging auf seinen alten Geschäftsparnter zu.

"Ich könnte eine Mitfahrgelegenheit gebrauchen."

Der Twi`lek mussterte ihn von oben bis unten.

"Du solltest schnell Leine ziehen Mensch. Sonst passiert noch ein Unglück.Keine Menschen. Also verzieh dich!"

Dabei gab er ihm einen Rempler, der ihn auf den Boden beförderte. Das konnte er so , nicht auf sich sitzen lassen. Er stand auf und ging langsam auf den Twi`lek zu.

"Alter , du willst mich wohl aufs Korn nehmen."

Der Twi`lek zog einen Blaster, den er unter seiner Hand versteckt hielt.

"Ich bins Merkuzio. Was zur Hölle ist dein Problem?"

Der Twi`lek sah in fragend an und steckte seine Waffe weg.

"Was ist denn mit dir passiert?"

" Das ist eine lange Geschichte. Ich habe es eilig. Kannst du uns ein Taxi organisieren?"

Der Twi`lek sah ihn an und schüttelte den Kopf.

"Uns? Kann es sein, dass du es mit deinem Drogenkonsum übertrieben hast? Ich sehe nur dich. "

Merkuzio deutete auf seine Gruppe.

"Oh! Du hast eine neue Gruppe?"

"Ja komm schon. Kannst du mir helfen oder nicht?"

"Klar. Für dich immer. Aber das wird etwas teuer. Ich meine fünf Kopfgeldjäger. Das ist heiße Ware. "

Merkuzio lachte.

"Du verstehst das falsch mein Freund. Der Trandoshaner und ich. Der Rest ist Beute."

Der Twi`lek sah sich die Gruppe nochmal genauer an und nickte. Ein Taxi landete.

Merkuzio deutete der Gruppe, dass diese kommen solle.

Nar Shaddaa - vor einem Raumhafen - Koora, Kossekos, David, Shim`rar und Merkuzio
 
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[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina, Keebo und Aden]


Er war es wirklich… Aden hatte keinen Zweifel mehr. Tief in seinem Inneren spürte der Sith, dass Ian es war und der Schmerz ob dieser Tatsache war unbegreiflich. Warum war er nicht tot? Warum war er damals nicht zurückgekehrt? Warum hatte er Aden als unerfahrener Schüler zurückgelassen? Für einen der üblichen Sith denen er im Laufe der Jahre begegnet war, mochte so etwas keinesfalls untypisch erscheinen, doch Ian war anders… so glaubte Aden damals jedenfalls. Ein Kuriosum, ein Liebender, ein Sith der seine Ketten wahrlich durchbrach. Ja, seine Art brachte ihm Probleme und Feinde in den Mauern des Ordens ein und auch Aden hatte das in Gestalt des verfluchten Ysim am eigenen Leib erfahren. Und dennoch hatte er damals an Ian geglaubt und festgehalten und hatte sich selbst verliebt in Alaine. Dann war sein Meister fort und nach und nach zerbrach alles, was Aden umgab. Und nun…, hier am stinkenden Anus der Galaxis, war er plötzlich wieder da.

„Das Letzte, was dir in den Sinn gekommen ist, hm? Ist das Alles Ian? Ist das wirklich Alles was du mir nach all den Jahren zu sagen hast?“

Aden hatte gelernt seine Wut zu zügeln und für den richtigen Moment aufzusparen doch in dieser undenkbaren Situation war es schwer seine Disziplin aufrecht zu halten. Die Bestie war wach und kratzte wild und ungestüm an seiner Seele. Es wäre so leicht hier und jetzt alles zu beenden. Vor seinem geistigen Auge sah Aden einen kurzen Augenblick lang, wie der ehemalige Meister im Klingensturm seines Lichtschwertes und seiner Wut verging. Doch was er sah, konnte sein hohles Herz nicht füllen. Ohne es sich selbst einzugestehen, war er letztlich teilweise noch immer ein Produkt aus den Lehren Ians. In all der dunklen Zeit hatte er sich daran festgeklammert. Oft vergebens...

„Warum Ian? Warum hier… warum erst jetzt?“

Würgte Aden hervor und die Bitterkeit war in seinem Gesicht deutlich zu lesen. Würde Ian ihm Antworten liefern? War er letztlich nicht besser als andere selbstverliebte Sith? Tief in ihm fürchtete er die Wahrheit zu erfahren und einen flüchtigen Moment lang glaubte er, das entfernte, gehässige Lachen des alten Cadeus hören zu können.


[Nar Shaddaa – untere Ebene – enge Straße – Njina, Keebo und Aden]
 
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