Tagespolitik allgemein

Die Realität sieht aber nunmal anders aus und dafür tragen die Alliierten keine Schuld.

Das würde ich so nicht ganz unterschreiben.
Die Welt von heute ist teilweise immer noch das Resultat des II.Weltkrieges.
Nur die Macht hat sich zwischen den Alliierten des Krieges verlagert.
Anderst als im Kalten Krieg, als die Welt faktisch in Ost und West geteilt war besteht heute eine Vorherschaft des Westens, welche aus dem Zusammenbruch des Ostens
resultiert, welcher wiederum ein "Kind" des II.WKs gewesen ist.
Ich hoffe Du verstehst mein Kauderwelch:D:D:D

Deshalb sind die Alliiertsen m.E. für die heutige Situation zumindest mitverantwortlich.
 
Für die heutige Situation natürlich, diesen "Kauderwelch" würde ich jederzeit unterschreiben. ;)
Aber für rote Ampeln, Kaugummis auf der Straße und dafür dass wir Deutsche uns während des WkII auf absehbare zeit wahrscheinlich nicht hätten selbst demokratisieren können, dafür können sie nichts.
 

Bei SARS haben damals auch alle Killervirus geschrieen und dem war nicht so, genauso bei der Vogelgrippe, daher lass ich mich davon jetzt noch nicht nervös machen, irgend ne mediale Sau müssen sie ja durchs Dorf treiben. Eher hab ich Schiss mich mit nem Antibiotika-ressisten Bakterium zu infizieren, da sind die Chancen wesentlich höher und da schreit auch kein Reporter danach
 
= hochinfektiöse Grippe?
Was ich auch nicht verstehe: wie soll so eine nur in Ausnahmefällen / bei ungenügender mezinischen Versorgung tödliche Grippe die Menschheit "zu Grunde richten", wie du es formuliert hast?
 
Die medizinische Versorgung, auch in Industrieländern, ist schon jetzt hart an der Grenze in Deutschland. Die Auslastung beträgt unter normalen Bedingungen rund 80 % der Krankenhausbetten (das ist europäisch gesehen ein guter Wert). Zur Verfügung stehen rund 600 Betten pro 100.000 Einwohner, in einer normalen Grippesaison gibt es ca. 100-150 Grippepatienten pro 100.000 Einwohner. Diese fallen zusätzlich zu den sonstigen Kranken und Verletzten an. Selbst kleinste Anhebungen des Krankenstandes wirken sich auf die Wirtschaft aus, jedes Jahr, und die Wirtschaft stellt sich auf sowas auch gar nicht ein.
Das ist einfach zu wenig, angesichts der normalen Auslastung und der rapide Ansteigenden Zahl der Kranken wird das Gesundheitssystem innerhalb von Tagen zusammenbrechen. Die Qualität der Versorgung wird sinken und die Anzahl der Toten wird steigen. Versorgungsengpässe drohen und soziale Unruhen folgen.
Eben das Ende der Welt.
 
Ist euch eigentlich bewusst das jedes Jahr in Deutschland 15000 (kein Witz) Menschen von einem Grippevirus um die Ecke gebracht werden.

Das sind dann hauptsächlich Kinder u. Alte Menschen. Das wird jedes Jahr billigend in Kauf genommen. Obwohl sich diese Zahl bei einer Massenimpfung mindestens halbieren wenn nicht noch kleiner machen ließe. (ja *blabla* mir ist schon bewusst das eine Grippeimpfung nicht gegen alle Viren hilft ;))

Stellt man diese Summe gegen die Zahlen der aktuellen Pandemie kommt es einem wie ein schlechter Witz vor.

Ja es ist schlimm, es sterben Menschen am dem aktuellen Virus................aber mir kommt es so mehr so vor als ob die Nachrichtenagenturen nur im Wettstreit miteinander waren wer den ersten nachgewiesenen Fall in Deutschland melden kann.......denn nur das macht Quote.

mfg
colonelveers
 
Ist euch eigentlich bewusst das jedes Jahr in Deutschland 15000 (kein Witz) Menschen von einem Grippevirus um die Ecke gebracht werden.

Im Zeitraum 1998 und 2005 gab es nur ca. 50 Fälle von Toten durch die Grippe in Deutschland.
Die Zahlen die Du hier anbringst werden von den Medien nur ungefiltert ausgegeben und der Bürger frisst die dann auch ohne nachzudenken. Es wird vermutet das jährlich 15.000 - 20.000 Menschen an den Folgen einer grippal ausgelösten Superinfektion sterben.
Die Formulierung das die Grippe jährlich Tausende Menschen tötet ist einfach faktisch falsch.

ja *blabla* mir ist schon bewusst das eine Grippeimpfung nicht gegen alle Viren hilft

Eine Impfung hilft auch nur gegen den aktuellen Typ. Man geht nicht jährlich zur Grippeimpfung um sich aufzufrischen, sondern um sich gegen einen neuen Typ zu impfen. Grippeviren mutieren kontinuierlich.
 
Die Zahlen die Du hier anbringst werden von den Medien nur ungefiltert ausgegeben und der Bürger frisst die dann auch ohne nachzudenken


Genau so ist es. Und noch schlimmer.
Wie immer in solchen Fällen läuft die gewaltige Boulevard-Maschinerie von Bild und ähnlichen Print und Tele"medien" an.Fakten werden gar nicht erwähnt, nur die Panik wird angeheizt, alles was den Menschen beruhigen könnte wird einfach nicht erwähnt und wahre Horrorszenarien werden vorraus gesagt.
So war es bei BSE,SARS,Vogelgrippe und bei Anthrax(ich erinnere mich noch gut an die Vision vom "Friedhof Manhattan" mit Milionen von Milzbrand Toten.
Und der tumbe Leser oder Zuschauer, der ohnehin nicht nachdenken will oder meist auch gar icht dazu fähig ist(colonelveers ist nicht damit gemeint) geniesst seinen heiligen kalten Schauer, der ihm bei diesen Meldungen über den Rücken läuft und nimmt freudig alles für bare Münze, was ihm von diesen Medien und deren "Experten" vorgeworfen bekommt.

Für den Schweinejournalismus a la Bild, SAT 1 oder RTL ist solche ein Vorfall wie dieser Grippevirus wie immer wie ein Sechser im Lotto.
Aber der Schweinejournalismus kann nur gedeihen, weil es zuviele tumbe und dekandente Menschen gibt, die danach verlangen und ihn konsumieren.
 
Worauf genau spielst du damit jetzt an bzw. worauf willst du damit hinaus? Habe ich nicht ganz verstanden.
Demokratie kann und darf nicht erzwungen werden, sonnst ist es alles mögliche, nur keine Demokratie. Was daran ist nicht zu verstehen?

o_O
Der Kaiser wurde von den Deutschen weggefegt, wie du doch sicher auch weißt.
Wie ich weiß, gab es da einen Präsidenten, der auf Teufel komm raus, nicht von der Forderung dass der Kaiser abdankt, weg gehen wollte.

Wohin das geführt hat, wissen wir ja. Mehrere Republiken wurden ausgerufen und es herrschten Bürgerkriegszustände. Ne Demokratisierung wie in England, die im Kaiserreich auch schon ihre anfänge genommen hatte, wäre der bessere Weg gewesen. Aber die Holzhammer-Methode ist natürlich die bessere... ja klar.

Und selbstverständlich wäre es schöner, wenn wir Hitler gestürzt und uns selbstständig eine Demokratie aufgebaut hätten.
Genauso wie es schöner wäre, wenn es nie zwei Weltkriege gegeben hätte, wenn die Ampeln für mich an der Kreuzung immer grün wären oder ich nie wieder in Kaugummi trete.
Die Realität sieht aber nunmal anders aus und dafür tragen die Alliierten keine Schuld.
Och Gottchen.:rolleyes:
Fällt nix mehr zu ein, tut man mal so als würde der andere zu sehr in der Vergangenheit leben. Wäre wohl viel zu schwer, auf die konkrethe Message, so wie es war, war es der falsche Weg und genau diesen Weg sollte man künftig nicht mehr gehen, was aber dennoch getan wird, auseinanderzusetzen. Sorry für den Bandwurmsatz.

EDIT

Für den Fall dass der Bandwurmsatz nicht verständlich war, drücke ich es mal so aus. Du argumentierst mit der Zwangsdemokratiesierung Deutschlands - mal abgesehen davon, dass der Fall 1945 ziemlich hinkt, dafür 1918 passender ist - darfst du dich auch mit den Kritiken um genau diese Argumentation auseinandersetzen. Kaugummi in den du getreten bist, tut da mal gar nichts zur Sache. Nichteinmal dass es so war, wie es war. ;)
 
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Demokratie kann und darf nicht erzwungen werden, sonnst ist es alles mögliche, nur keine Demokratie. Was daran ist nicht zu verstehen?
Du hast diese Äußerung auf ein Zitat von mir bezogen, welches wiederrum von den erstem demokratischen Elementen im Deutschen Raum handelte. Die damaligen Zugeständnisse wurden der Bevölkerung nicht aufgezwungen, sondern begrüßt. AUch wenn noch mehr Demokratie noch mehr begrüßt wurden wäre.
Das war daran nicht zu verstehen.
Wie ich weiß, gab es da einen Präsidenten, der auf Teufel komm raus, nicht von der Forderung dass der Kaiser abdankt, weg gehen wollte.
Dann weißt du bestimmt auch, dass es da auch eine Bevölkerung gab, die damals absolut nichts dagegen hatte. Willhelm II war schon vor dem Krieg auch in der Öffentlichkeit eine Lachnummer (man denke zum Beispiel an seinen Kostümfetisch), danach war er ein Symbol des Hungers und der Not durch den Krieg. Deutlichstes Symbol dafür war, dass die sich im Reich während der Novemberrevolution 1918 ausbreitetenden Aufstände nicht nur die sofortige Beendigung des Krieges sondern auch die Abdankung des Kaisers als Forderung kannten.
Max von Baden den Mießepeter für die Entmachung des Kaisers zuzuschieben, geht daher schlicht an der Realität vorbei.

Wohin das geführt hat, wissen wir ja. Mehrere Republiken wurden ausgerufen und es herrschten Bürgerkriegszustände. Ne Demokratisierung wie in England, die im Kaiserreich auch schon ihre anfänge genommen hatte, wäre der bessere Weg gewesen. Aber die Holzhammer-Methode ist natürlich die bessere... ja klar.
Ich teile deine Einschätzung, dass Reformen statt Revolution mehr und nachhaltigeren Erfolg gebracht hätten, wenngleich man im Nachinein immer klug reden kann und auch die Weimarer Republik ein Erfolg hätte sein können.
Och Gottchen.:rolleyes:
Fällt nix mehr zu ein, tut man mal so als würde der andere zu sehr in der Vergangenheit leben. Wäre wohl viel zu schwer, auf die konkrethe Message, so wie es war, war es der falsche Weg und genau diesen Weg sollte man künftig nicht mehr gehen, was aber dennoch getan wird, auseinanderzusetzen. Sorry für den Bandwurmsatz.
Ich wollte nichts der gleichen andeuten, sondern habe in einer malerischen Weise versucht dir folgendens zu vermitteln: Eine objektive Bewertung fußt auf der Realität und nicht dem Wunschtraum.
Für den Fall dass der Bandwurmsatz nicht verständlich war, drücke ich es mal so aus. Du argumentierst mit der Zwangsdemokratiesierung Deutschlands - mal abgesehen davon, dass der Fall 1945 ziemlich hinkt, dafür 1918 passender ist - darfst du dich auch mit den Kritiken um genau diese Argumentation auseinandersetzen.
Toll dass du Nachkriegsdeutschland bzw. Österreich (in meinem Fall) aufführst. Dir is eh klar, wie erledigt beide Staaten nach dem 2. WK waren oder? Das heißt kurz: Zusammenbomben dann werden sich schon alle fügen ... gratuliere ..
Alles, was ich getan habe, war dies hier:
Bis jetzt haben gewaltsame Versuche des Westens in anderen Staaten eine Demokratie zu installieren nicht funktioniert. Das wird auch im Irak bzw Afghanistan nicht anders sein.
richtig zu stellen. Etwaige Schlussfolgerungen über die Legitimität oder Wirksamkeit von Demokratie durch Bomben habe ich nicht aufgestellt.
Du siehst, ich habe mich schon mit dieser Kritik auseinander gesetzt und genau deswegen habe ich auch deine Bemerkung über die Vergleichbarkeit von BRD und dem Irak/Afghanistan ignoriert, da ich nicht etwas widersprechen muss, welches mit meinen Äußerungen gar nicht kollidiert.

Du scheinst jedoch die BRD als Beispiel erfolgreich aufgestülpter Demokratie generell anzuzweifeln, was sich durchaus mit meinen Posts beißt und darauf gehe ich auch gerne folgender Maßen ein:
Die BRD hat es geschafft, den Deutschen eine stabile Demokratie zu verschaffen, sie gab ihnen dauerhaft politische Freiheit wie auch persönliche, ein soziales Netz welches seines gleichen sucht und Wohlstand, wie es ihn auf der Welt nur selten gibt. Krieg und Hunger konnten im ersten Fall für das deutsche Volk bis dato ausgerottet und im zweiten Fall praktisch ausgerottet werden (die Ausnahme bestätigt die Regel). In Forschung und Technik ist die BRD einer der Vorreiter und wir sind international fest integriert wie akzeptiert.
Die BRD gehört im Allgemeinen zu den 10 mächtigsten Nationen der Welt

Kurzum: Die BRD ist ein Erfolg. Punkt. Ich muss dir jetzt nicht den Beweiß antreten, dass eine selbstständige Demokratisierung durch die Deutschen nach dem WKII nicht besser gewesen wäre, sondern du musst mir stichhaltig darlegen können, warum dies so gewesen wäre.

Damit prostmahlzeit.
 
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Du hast diese Äußerung auf ein Zitat von mir bezogen, welches wiederrum von den erstem demokratischen Elementen im Deutschen Raum handelte. Die damaligen Zugeständnisse wurden der Bevölkerung nicht aufgezwungen, sondern begrüßt. AUch wenn noch mehr Demokratie noch mehr begrüßt wurden wäre.
Das war daran nicht zu verstehen.
Deine Rede war davon, die ersten demokratischen Elemente seien nicht Mehrheitsfreundlich gewesen. Und genau das ist der springende Punkt, der auch wunderbar auf die heutige Zeit übertragbar ist. Wer nicht Mehrheitsfreundlich ist, nicht die wünsche der Mehrheit erfüllen will, der soll sich weiß gott wie nennen, aber nicht Demokrat. :)

Dann weißt du bestimmt auch, dass es da auch eine Bevölkerung gab, die damals absolut nichts dagegen hatte. Willhelm II war schon vor dem Krieg auch in der Öffentlichkeit eine Lachnummer (man denke zum Beispiel an seinen Kostümfetisch), danach war er ein Symbol des Hungers und der Not durch den Krieg. Deutlichstes Symbol dafür war, dass die sich im Reich während der Novemberrevolution 1918 ausbreitetenden Aufstände nicht nur die sofortige Beendigung des Krieges sondern auch die Abdankung des Kaisers als Forderung kannten.
Max von Baden den Mießepeter für die Entmachung des Kaisers zuzuschieben, geht daher schlicht an der Realität vorbei.
Ich sprach doch wohl deutlich genug von einem gewissen Präsidenten, dessen Forderung für weite Teile der Elite nicht annehmbar war, was den allerseits gewollten Friedensschluss behinderte. Wie kommst du dabei darauf, dass ich Max von Baden den Mießepeter zuschiebe?


Ich teile deine Einschätzung, dass Reformen statt Revolution mehr und nachhaltigeren Erfolg gebracht hätten, wenngleich man im Nachinein immer klug reden kann und auch die Weimarer Republik ein Erfolg hätte sein können.
Faszinierend. Genau hier, dem eigentlich wichtigen Punkt wenn es um die deutsche Demokratiesierung geht, sind wir uns einig...

Du scheinst jedoch die BRD als Beispiel erfolgreich aufgestülpter Demokratie generell anzuzweifeln, was sich durchaus mit meinen Posts beißt und darauf gehe ich auch gerne folgender Maßen ein:
Die BRD hat es geschafft, den Deutschen eine stabile Demokratie zu verschaffen, sie gab ihnen dauerhaft politische Freiheit wie auch persönliche, ein soziales Netz welches seines gleichen sucht und Wohlstand, wie es ihn auf der Welt nur selten gibt. Krieg und Hunger konnten im ersten Fall für das deutsche Volk bis dato ausgerottet und im zweiten Fall praktisch ausgerottet werden (die Ausnahme bestätigt die Regel). In Forschung und Technik ist die BRD einer der Vorreiter und wir sind international fest integriert wie akzeptiert.
Die BRD gehört im Allgemeinen zu den 10 mächtigsten Nationen der Welt
... hier jedoch nicht.

Allerdings redest du da an meinem Punkt etwas vorbei. Nämlich dass die BRD als aufgestülpte Demokratie ein total hinkendes Beispiel ist. Denn das deutsche Reich, also die Weimarer Republik war bereits eine Demokratie gewesen. Selbst unter den Nazis war es, zumindest auf dem Papier noch eine, wenn auch de facto nicht. Hinzu kommt der wohl nicht zu unterschätzende Aspekt, dass die Demokratie in den kulturnahen Ländern schon länger existierte. Wenn man von einer Demokratisierung Deutschlands reden will, dann sollte man das Ende des ersten Weltkrieges nehmen und nicht des zweiten.

Kurzum: Die BRD ist ein Erfolg. Punkt. Ich muss dir jetzt nicht den Beweiß antreten, dass eine selbstständige Demokratisierung durch die Deutschen nach dem WKII nicht besser gewesen wäre, sondern du musst mir stichhaltig darlegen können, warum dies so gewesen wäre.

Damit prostmahlzeit.
Öhm... gut wie gesagt, darauf wollte ich ansich nicht hinaus. Aber wenn du hierzu meine persönliche Meinung hören möchtest. Hätten die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg vollkommen frei Hand anlegen dürfen, so wäre die Reichsverfassung die gültige Verfassung, welche weitaus demokratischer ist, als es das Grundgesetz ist. Das Ermächtigungsgesetz hatte schon 1937 seine Gültigkeit verloren, und selbst bei der positivsten Auslegung für dieses Gesetz, wäre es mit dem Ende der NSDAP ungültig geworden.
Sicher gibt es Aspekte, in denen das GG besser ist. Allerdings sind das Aspekte, die sich auf Basis der Reichsverfassung eher ändern ließen, als dass das Volk Aspekte des Grundgesetzes ändern könnte. Der Volkswille ist bei der Reichsverfassung definitv im Vorteil.

Unabhängig davon sollte dir doch eigentlich bekannt sein, dass Rosevelt keine Demokratiesierung Deutschlands im Sinne hatte, sondern eine Unterwerfung. Der Morgenthau-Plan kippe erst als Roosevelt sah, dass dies seine Wiederwahl gefährten würde. Erst mit Truman sollte Deutschland wieder aufgebaut werden.
Ne Paralelle hierzu wäre wohl auch Afganistan... war es nicht die Forderung nach der Auslieferung einer gewissen Person, der man nicht nachkam (*) und worauf man deswegen wie angekündigt einmarschierte?
Ähnliches gilt auch für den Irak. Hieß es nicht ewig was von Massenvernichtungswaffen, UN-Kontrollen etc? Und als Saddam so böse war und dem Druck nachgab, musste man erst neu überlegen warum man dann einmarschieren will, und kam dann auf den Trichter, er solle halt abdanken?
Und bitte, es ist doch ein offenes Geheimnis, dass die USA eigentlich nur auf das Öl scharf war.
Die Lüge man wolle diesen Ländern die Demokratie bringen, kam erst auf, nachdem die USA in ihren angeblichen Zielen versagt hatte.

* Und wenn man gemein ist, könnte man noch behaupten, die Taliban-Regierung wäre dazu genausowenig in der Lage gewesen, wie die USA auch nicht fähig ist, Bin Laden zu fassen.
 
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Deine Rede war davon, die ersten demokratischen Elemente seien nicht Mehrheitsfreundlich gewesen. Und genau das ist der springende Punkt, der auch wunderbar auf die heutige Zeit übertragbar ist. Wer nicht Mehrheitsfreundlich ist, nicht die wünsche der Mehrheit erfüllen will, der soll sich weiß gott wie nennen, aber nicht Demokrat. :)
Die fürstlichen Vertreter des deutschen Frühkonstitutionalismus waren auch weit davon entfernt, sich "Demokraten" zu nennen ^^
Ich sprach doch wohl deutlich genug von einem gewissen Präsidenten, dessen Forderung für weite Teile der Elite nicht annehmbar war, was den allerseits gewollten Friedensschluss behinderte. Wie kommst du dabei darauf, dass ich Max von Baden den Mießepeter zuschiebe?
Missverständnis meinerseits, aber was ich geschrieben habe, gilt ebenso für Wilson wie für Max von Baden. Die Bevölkerung war dem Kaiser und der Monarchie leid - die revolutionären Kräfte, die die Monarchie schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abschaffen wollten, hatten nun zum ersten mal eine Mehrheit hinter sich.
Das mag aus heutiger Sicht keine kluge Entscheidung gewesen sein - nichtsdestotrotz war es eine, hinter der das deutsche Volk 1918 stand.
Faszinierend. Genau hier, dem eigentlich wichtigen Punkt wenn es um die deutsche Demokratiesierung geht, sind wir uns einig...
Wie gesagt, ich halte nichts von Pauschallösungsstrategien. Daher ist die Gefahr, mit mir einer Meinung zu sein, allgegenwärtig :D
Wenn man von einer Demokratisierung Deutschlands reden will, dann sollte man das Ende des ersten Weltkrieges nehmen und nicht des zweiten.
Wenn dem so ist, hinkt es ebenso, die momentanen Prozesse im Irak als Zwangsdemokratisierung zu bezeichnen.
1958 stürzten Militärs mit Unterstützung des Volkes den von den Briten eingesetzten irakischen König und riefen die Republik aus. Politische Parteinen wie Organisationen bildeten sich und die Pressefreiheit wurde eingeführt.
Auf Druck von außen wie innen hatte dies keinen Bestand und es dauerte nicht lange, bis man zurückruderte. Dennoch hat der Irak nicht nur ohne sondern gar gegen den westlichen Einfluss bereits eine Demokratisierung angestrebt, welche vom Volk gestützt wurden war.
Ich hoffe du ließt noch mit Tae-Vin Niaq :braue
Öhm... gut wie gesagt, darauf wollte ich ansich nicht hinaus. Aber wenn du hierzu meine persönliche Meinung hören möchtest. Hätten die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg vollkommen frei Hand anlegen dürfen, so wäre die Reichsverfassung die gültige Verfassung, welche weitaus demokratischer ist, als es das Grundgesetz ist. [...]
Ich halte es eben für viel wahrscheinlicher, dass Deutschland maximal eine Oligarchie mit demokratischen Elementen geworden wäre und nicht Weimarer Republik die Zweite. Menschne wie die hohen Widerstandskämpfer gegen Hitler (Staufenberg usw.) zeugen von dem wenig demokratischen Geist, welcher in den aktuellen Eliten des Landes herrschte. Die Weimarer Reoublik würde als Zeugnis dafür verstanden werden, dass der Deutsche in der Demokratie nicht gedeihen kann und die Bevölkerung selbst hatte erlebt, wie das "Parteiengezanke" Terror und Unruhe verursacht hatte und schlussendlich demokratisch legitimiert das Verderben für die Deutschen in Form Hitlers und der NSDAP eingeleitet wurden war.
Ich halte eine eigenständige Demokratisierung für höchst zweifeilhaft.
Unabhängig davon sollte dir doch eigentlich bekannt sein, dass Rosevelt keine Demokratiesierung Deutschlands im Sinne hatte, sondern eine Unterwerfung. Der Morgenthau-Plan kippe erst als Roosevelt sah, dass dies seine Wiederwahl gefährten würde.
Ich dachte er kippte, weil man Deutschland brauchte, um Geld scheffeln zu können?

Und logisch geht es im Nah-Ost-Konflikt nicht um Demokratie sondern Macht und Geld. Das ist nun wirklich offensichtlich.
Dennoch betrieb Saddam Hussein ein Unrechts-Regime, welches von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde - gleiches gilt für die Taliban. Und Unrechtsregime, die nicht von der Mehrheit unterstützt werden, haben für mich keinen Anspruch, als legitiem und souverän zu gelten. Wo ist dafür denn bitte die Rechtfertigung?
Daher sage ich nicht: Taliban und Saddam stürzen ist doof, sondern Taliban und Saddam aus rein machtpolitischen Gründen zu stürzen ist doof. Aber wenn dies dennoch zu einer von der Bevölkerung getragenen Demokratie führt, muss dies im Endeffekt nicht per se schlecht sein. Ob das überhaupt klappt, wird nur die Zeit zeigen können.
 
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Oskar Lafontaine hat einmal mehr gezeigt, wessen Geistes Kind er ist, und was von ihm und seiner Partei zu erwarten wäre, sollte sie jemalsdie Macht dazu haben.
So hat er jetzt z.B. die Entführungen von Managern durch französicher Arbeiter
gut geheißen

Ohne die Linke „wäre die soziale Schieflage in Deutschland noch größer“, sagte Oskar Lafontaine der „Welt am Sonntag“. Er befürworte Protestaktionen wie in Frankreich, wo Manager entführt und eingesperrt werden. „Die französischen Arbeiter protestieren mit Einsperren gegen Aussperren“, sagte Lafontaine.

Normalerweise müßte ihr der Staatsanwalt wegen Befürwortung einer Straftat ermitteln, wenn nicht sogar wegen Aufruf zu einer Straftat.Aber leider ist die bundesdeutsche Justitz auf dem linken Auge blind.

Zu den schweren Mai- Krawallen linker Aktivisten in Berlin und Hamburg mit einer großen Anzahl verletzter Polizisten und gewaltigen Sachschäden war m.W. von Oskar Lafontaine kein Wort zu hören.
 
Oskar Lafontaine hat einmal mehr gezeigt, wessen Geistes Kind er ist, und was von ihm und seiner Partei zu erwarten wäre, sollte sie jemalsdie Macht dazu haben.
So hat er jetzt z.B. die Entführungen von Managern durch französicher Arbeiter
gut geheißen



Normalerweise müßte ihr der Staatsanwalt wegen Befürwortung einer Straftat ermitteln, wenn nicht sogar wegen Aufruf zu einer Straftat.Aber leider ist die bundesdeutsche Justitz auf dem linken Auge blind.

Zu den schweren Mai- Krawallen linker Aktivisten in Berlin und Hamburg mit einer großen Anzahl verletzter Polizisten und gewaltigen Sachschäden war m.W. von Oskar Lafontaine kein Wort zu hören.


Na da wollen wir aber doch mal nicht die Herren von Rechts ausen vorlassen.
Siehe Link...

Ermittlungen gegen rechte Gewalttäter aus Dortmund - Nachrichten - WDR.de

Abgesehen davon hat es wohl kaum etwas mit linker Rhetorik zu tun, wenn in Frankreich Arbeiter und Angestellte hingehen und ihre Manager "entführen".
Das scheint ehr eine Tat aus Angst und Verzweiflung vor der Arbeitslosigkeit in diesen Zeiten zu sein.
Gut oder Böse mag da hingestellt sein - Nachvollziehbar in Zeiten in dennen Manager nur nach ihrer Rendite und ihren Bonis und nicht mehr nach ihrer Sozialenverantwortung schauen, ist es durchaus

Hat auch weniger etwas mit neid zu tun - ist einfach nur eine Frage der Gerechtigkeit... Auch wenn einigen Konservativen hier dies nicht begreiflich zu machen ist.

P.s. Nein bin nicht links, rechts etc. Ideologien und Religionen sind meiner Meinung nach nie für menschen, sondern nur für sich selbst da.
Allerdings gibts es noch sowas wie Gerechtigkeit und was teilweise hier mit Managernbezügen und den Konsequenzen (die sie tragen müssen, wenn sie ein Unternehmen gegen die Wand setzen) geschieht hat nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun.
 
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Missverständnis meinerseits, aber was ich geschrieben habe, gilt ebenso für Wilson wie für Max von Baden. Die Bevölkerung war dem Kaiser und der Monarchie leid - die revolutionären Kräfte, die die Monarchie schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abschaffen wollten, hatten nun zum ersten mal eine Mehrheit hinter sich.
Ja und warum? Weil sie Frieden wollten. Weil sie ihre Söhne daheim und nicht auf sinnlosen Selbstmordbedeutenden Einsätzen wissen wollten, auf die die Elite, die die Friedensbedingungen nicht akzeptieren konnte, aber geschickt hätten.

Wenn dem so ist, hinkt es ebenso, die momentanen Prozesse im Irak als Zwangsdemokratisierung zu bezeichnen.
1958 stürzten Militärs mit Unterstützung des Volkes den von den Briten eingesetzten irakischen König und riefen die Republik aus. Politische Parteinen wie Organisationen bildeten sich und die Pressefreiheit wurde eingeführt.
Auf Druck von außen wie innen hatte dies keinen Bestand und es dauerte nicht lange, bis man zurückruderte. Dennoch hat der Irak nicht nur ohne sondern gar gegen den westlichen Einfluss bereits eine Demokratisierung angestrebt, welche vom Volk gestützt wurden war.
Ja nur wie du selbst schreibst, war der Demokratisierungsprozess im Grunde schon vor der Machtergreifung der Bath-Partei 5 Jahre später schon wieder vorbei. Die Pressefreiheit war da eine der ersten Dinge, die sich verabschiedete. Und dann folgten gute zwei Generationen in der Diktatur.
Im Deutschen Reich gab es die Demokratie 1. länger und erfolgreicher und die Diktatur währte 2. auch viel kürzer.

Ich halte es eben für viel wahrscheinlicher, dass Deutschland maximal eine Oligarchie mit demokratischen Elementen geworden wäre und nicht Weimarer Republik die Zweite. Menschne wie die hohen Widerstandskämpfer gegen Hitler (Staufenberg usw.) zeugen von dem wenig demokratischen Geist, welcher in den aktuellen Eliten des Landes herrschte. Die Weimarer Reoublik würde als Zeugnis dafür verstanden werden, dass der Deutsche in der Demokratie nicht gedeihen kann und die Bevölkerung selbst hatte erlebt, wie das "Parteiengezanke" Terror und Unruhe verursacht hatte und schlussendlich demokratisch legitimiert das Verderben für die Deutschen in Form Hitlers und der NSDAP eingeleitet wurden war.
Ich halte eine eigenständige Demokratisierung für höchst zweifeilhaft.
Ich schrieb nirgends, dass ich hier von Staufenberg und Co reden würde. Ich gehe von einem besiegten Deutschland aus, dass nicht zerrissen wird, und unter keiner Knute von Besatzern steht.

Ich dachte er kippte, weil man Deutschland brauchte, um Geld scheffeln zu können?
Das ist der Teil wo Truman die Zügel in den Händen hielt. Da erkannte man, dass ein Aufbau Deutschlands essentiel wichtig für die wiedererstarkung Europas war.

Und logisch geht es im Nah-Ost-Konflikt nicht um Demokratie sondern Macht und Geld. Das ist nun wirklich offensichtlich.
Dennoch betrieb Saddam Hussein ein Unrechts-Regime, welches von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde - gleiches gilt für die Taliban. Und Unrechtsregime, die nicht von der Mehrheit unterstützt werden, haben für mich keinen Anspruch, als legitiem und souverän zu gelten. Wo ist dafür denn bitte die Rechtfertigung?
Und wo ist die Rechtfertigung für das schaffen von so vielen Kriegswitwen und Waisen? Wo ist die Rechtfertigung dafür, dass diese Länder in Bürgerkriegszustände gestürzt werden, während der Westen sich das Erdöl krallt?
Da sehe ich nun wirklich keine Verhältnismäßigkeit.

Daher sage ich nicht: Taliban und Saddam stürzen ist doof, sondern Taliban und Saddam aus rein machtpolitischen Gründen zu stürzen ist doof. Aber wenn dies dennoch zu einer von der Bevölkerung getragenen Demokratie führt, muss dies im Endeffekt nicht per se schlecht sein. Ob das überhaupt klappt, wird nur die Zeit zeigen können.
Nun... wenn du selbst sagst, dass ob dies klappt, erst die Zeit zeigen müsse, dann ist dein Kontrastprogramm zu Tae-Vin Niaq reine Hypothese. Gegenwärtig ist davon nichts zu sehen. Gegenwärtig waren nur Leute wählbar, die dem Westen nahe stehen und garantiert nicht gegen den Westen rudern würden. Bei einer solch eingesetzten Marionetten-Regierung, lässt sich kaum von Demokratisierung sprechen. Ganz davon abgesehen wie die Zustände in den Ländern nun sind.
 
Ja und warum? Weil sie Frieden wollten. Weil sie ihre Söhne daheim und nicht auf sinnlosen Selbstmordbedeutenden Einsätzen wissen wollten, auf die die Elite, die die Friedensbedingungen nicht akzeptieren konnte, aber geschickt hätten.
Ich nehme mal an, du sprichst mit "Elite" auf die OHL an, welche durch ihre Entscheidungen die Matrosenaufstände und somit die Aufstände im gesamten Land verursachte.
Ja es stimmt, die OHL hatte damit den Sturz der Monarchie befeuert. Es gibt gar die These, dass man willentlich den republikanischen Kräften in die Hände spielte, um später die Dolchstoßlegende gründen zu können und nicht selbst zur Verantwortung gezogen zu werden.
Willhelm II hätte aber die Aufgabe gehabt, der OHL Einhalt zu gebieten. Das tat er jedoch nicht, dies konnte er nicht - Willhelm II war ein schwacher Mann mit großen Ansprüchen aber kleinen Schultern. Somit musst der Kaiser, der schon in der Julikrise bewieß, mit seiner Verantwortung nicht umgehen zu können, die Konsequenzen tragen: er wurde gestürzt. Deshalb ist es nicht richtig, von einer Alleinschuld von Wilson oder der Siegermächte am Sturz der deutschen Monarchie zu reden, wenn auch eine Teilschuld vorliegt. Denn ermöglicht wurde es erst durch die Inkompetenz des deutschen Monarchen selbst.
Ja nur wie du selbst schreibst, war der Demokratisierungsprozess im Grunde schon vor der Machtergreifung der Bath-Partei 5 Jahre später schon wieder vorbei. [...]
Im Deutschen Reich gab es die Demokratie 1. länger und erfolgreicher und die Diktatur währte 2. auch viel kürzer.
Richtig, dennoch gibt es einen Willen zur Demokratie, an dem man anknüpfen könnte. Dass dies sich so schiwerig gestaltet, liegt weniger am demokratischen Willen, sondern an der berechtigten Abneigung vieler Gruppierungen ein Vasall amerikanischer Interessen zu werden. Denn während bei der BRD die USA unter dem Eindruck des Kalten Krieges tatsächlich an einem starken Deutschland interessiert waren, sind sie nun nur an einer Marionettenregierung interessiert.
Daher kann ich den Irakkrieg wie er sich in der Praxis verhält und angelegt ist, nicht befürworten. Wohl aber kann ich generell Sinn und Zweckmäßigkeit darin erkenne, Unrechtsregime zu unterbinden - doch dann im Interesse der Bevölkerung. Uneigennützigkeit ist jedoch der Weltpolitik fremd - das stimmt.
Und wo ist die Rechtfertigung für das schaffen von so vielen Kriegswitwen und Waisen? Wo ist die Rechtfertigung dafür, dass diese Länder in Bürgerkriegszustände gestürzt werden, während der Westen sich das Erdöl krallt?
Da sehe ich nun wirklich keine Verhältnismäßigkeit.
Dem kann ich nur schwer widersprechen. Ein berechtigter Kritikpunkt. Doch was ist mit Unrechtsregimen in Afrika, wo eine Invasion Genozide verhindern hätte können?
Ich schrieb nirgends, dass ich hier von Staufenberg und Co reden würde. Ich gehe von einem besiegten Deutschland aus, dass nicht zerrissen wird, und unter keiner Knute von Besatzern steht.
Dann redest du von einem Deutschland, wo nicht die gleichen Männer an die Macht kommen, wie mit Knute. Ich gehe in diesem Fall aus genannten Gründen von a)Militaristen b)Rechts-Konservativen (wobei die Trennlinie zu a) schwammig ist) oder c)Linksradikalen (die SU würde sicher nicht stillhalten) aus, aber in keinem Fall von Demokraten.
Das ist der Teil wo Truman die Zügel in den Händen hielt. Da erkannte man, dass ein Aufbau Deutschlands essentiel wichtig für die wiedererstarkung Europas war.
In Ordnung. Es war auch nie meine Absicht, die Amerikaner als Ritter in weißer Rüstung dazustellen. Dennoch haben sie eine erfolgreiche BRD ermöglicht, wenn auch nur, weil sich ihre und deutsche Interessen in vielen Punkten zufällig überschnitten. Dies heißt doch nur, dass es theoretisch sehr wohl möglich ist, nicht dass irgend ein Land ein uneigennütziges Interesse an Demokratisierung hätte oder dass dies in jeden Fall sinnvoll oder möglich wäre.
Nun... wenn du selbst sagst, dass ob dies klappt, erst die Zeit zeigen müsse, dann ist dein Kontrastprogramm zu Tae-Vin Niaq reine Hypothese. Gegenwärtig ist davon nichts zu sehen. Gegenwärtig waren nur Leute wählbar, die dem Westen nahe stehen und garantiert nicht gegen den Westen rudern würden. Bei einer solch eingesetzten Marionetten-Regierung, lässt sich kaum von Demokratisierung sprechen. Ganz davon abgesehen wie die Zustände in den Ländern nun sind.
Das ist so nicht richtig. Die Lage im Irak hat sich sichtlich stabilisiert, es gibt Erfolgsaussichten. Dein Kritikpunkt einer Marionettenregierung ist wie gesagt berechtigt und auch ich heiße dies nicht gut. Dennoch kann es gelingen, die Lage der Bevölkerung auf lange Sicht zu verbessern. Saddam Hussein hat dem Volk aus egoistischen Machtstreben viel verbaut.
Zu behaupten "Das klappt doch nie!" - das ist reine Hypothese und IMO gar Plagatismus.
Meine Hypothese war, dass die Unterstützung einer Demokratisierung von außen sinnvoll und gut sein kann und ich lehne eine generelle Verteufelung dieser Möglichkeit strikt ab. Besonders wenn das Argument lautet, dies sie nur ein Symbol der "Arroganz des Westens", da sich eben viele Bevölkerungen über die Demokratie freuen würden.
 
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Sorry für Doppelpost, aber es wäre sonst etwas viel geworden ^^

Na da wollen wir aber doch mal nicht die Herren von Rechts ausen vorlassen.
Siehe Link...
Ein paar randalierende Hohlbirnen mit dem Führer einer aufstrebenden politischen Partei in Deutschland zu vergleichen, die in manchen Bundesländern gar zweitstärkste Kraft ist, ist doch reichlich weit hergehohlt.
Außerdem ist das linke Spektrum ebenso für Gewalttaten am 1. Mai verantwortlich.

Abgesehen davon hat es wohl kaum etwas mit linker Rhetorik zu tun, wenn in Frankreich Arbeiter und Angestellte hingehen und ihre Manager "entführen".
Das scheint ehr eine Tat aus Angst und Verzweiflung vor der Arbeitslosigkeit in diesen Zeiten zu sein.
Wenn Oskar Lafontaine dies verharmlost, ist es sehr wohl genau das, da hier mit der Klassenkampfidee auf billige und verantwortungslose Weise Stimmen gefangen werden sollen.
Gut oder Böse mag da hingestellt sein - Nachvollziehbar in Zeiten in dennen Manager nur nach ihrer Rendite und ihren Bonis und nicht mehr nach ihrer Sozialenverantwortung schauen, ist es durchaus
Ich kanns nicht mehr hören.
Alle über einen Kamm zu scherren ohne überhaupt über die Funktionalität des Bankwesens Bescheid zu wissen ist nur eins: linke Rhetorik. Und was kann jener Manager bitte für Finanzseifenblasen und deren fehlende Vorbeugung?
Hat auch weniger etwas mit neid zu tun - ist einfach nur eine Frage der Gerechtigkeit... Auch wenn einigen Konservativen hier dies nicht begreiflich zu machen ist.
Ungerichteter Zorn ist also vernünftig?
Allerdings gibts es noch sowas wie Gerechtigkeit und was teilweise hier mit Managernbezügen und den Konsequenzen (die sie tragen müssen, wenn sie ein Unternehmen gegen die Wand setzen) geschieht hat nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun.
"Gerechtigkeit" ist so dehnbar wie Kaugummi und taugt in der Poltik als Argument nicht, da das Leben noch nie gerecht war und auch nie gerecht sein wird. Der Mangel an Gerechtigkeit ist vieleher die Triebefeder unseres täglichen Schaffens.
Davon mal ganz abgesehen: Ich habe ja nix gegen Lösungsvorschläge von bestehenden Problemen und die sich öffnende Wohlstandsscherre kann als solches - trotz meiner Abneigung gegen diese Gerechtigkeitseuphorie - nicht ignoriert werden.
Dann bringe man aber bitte mal konkrete Lösungsvorschläge - und was ist? Es kommen keine. Alles was kommt sind Hetzreden. Wie kann man sowas als verantwortungsbewusster Bürger nur unterstützen.
 
Ein paar randalierende Hohlbirnen mit dem Führer einer aufstrebenden politischen Partei in Deutschland zu vergleichen, die in manchen Bundesländern gar zweitstärkste Kraft ist, ist doch reichlich weit hergehohlt.
Außerdem ist das linke Spektrum ebenso für Gewalttaten am 1. Mai verantwortlich.
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Zumal die linken Marodeure zum einen immer in sehr viel größerer Zahl auftreten, und die Gewalt bei ihnen immer große Ausmaße angenommen hat.
Es ist bei linken Demos normal, daß geplündert wird, Brandbomben gegen Polizei und Einrichtungen geworfen wird. und fremdes Eigentum beschädigt wird.
Die rechten Schwachköpfe neigen leider in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr zur Gewalt, aber Organisationen wie der Schwarze Block, die Anti-Fa oder auch ATTAC stehen gerundsätzlich nur für eines : Gewalt.

All diese Ausmaße sind der Grund dafür, warum ich der festen Überzeugung bin, daß das Grundrecht auf Demonstrationen abgeschafft gehört.
Egal ob Rechts oder Links, wer eine Demonstartion dazu nutzt, um Krawalle zu veranstalten ist ein Schwerverbrecher, und solche Demos sollten m.E. mit aller Gewalt, auch mit gezielter tödlicher Gewalt beendet werden.
 
Egal ob Rechts oder Links, wer eine Demonstartion dazu nutzt, um Krawalle zu veranstalten ist ein Schwerverbrecher, und solche Demos sollten m.E. mit aller Gewalt, auch mit gezielter tödlicher Gewalt beendet werden.
Leider würdest du damit vermutlich linke Institutionen letztendlich unterstützen, denn gezielte tödlicher Gewalt würden die wenigsten unterstützen und möglicherweise mit weniger radikalen Linken (aber ebenfalls noch schlimmen) sympathisieren.
Ich sehe diese Demonstrationen zwar ähnlich kritisch wie du, zumal die wenigsten Demonstranten Ahnung davon haben, worum es überhaupt geht, doch die Möglichkeit gegen unakzeptable Situationen vorzugehen sollte gegeben sein (und es gibt genügend Möglichkeiten das ohne Aufmärsche zu tun).
Und wenn Leute meinen Krawall machen zu müssen, können die ruhig mal 'ne Gefängnisstrafe absitzen, schwierig ist es nur, die entsprechenden Leute herauszufiltern.
 
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