Thearterra (S-K-System)

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Separater Höhlenraum - Zoey, Q'Tahem und Hybris - Teil 2]

„Nicht mit diesen, aber mit anderen“ hauchte er so leise und verzichtete dabei auf Zähne und Zunge, sodass er dabei nicht einmal stotterte. Zoey und Q'Tahem hatten es sicherlich nicht gehört, doch das brauchten sie auch nicht. Für das was nun kommen würde, was kommen musste, wollten sie überleben, hatten sie aus Hybris Sicht gar nicht das Recht irgendwas dazu zu sagen. Sie würden es hinnehmen müssen, egal ob sie wollten oder nicht.
Der grauhäutige Mann, der sich der Jedi Gruppe als Dr. Pel vorgestellt hatte und eigentlich ein Massenmörder, Pseudo-Wissenschaftler und Pseudo-Arzt, Sith Lord und ehemaliger Schüler
war, entriegelte den Käfig in seinem Innersten. Und dort hauste das, was er verächtlich Sith-Brut nannte. Verächtlich deshalb, weil es wild, unkontrollierbar und ebenso destruktiv wie suizidal war. Doch leider gehörte es zu ihm, war ein Teil des Mannes der sich der Wissenschaft und Logik verschrieben hatte. Aber die Macht verzieh nicht. Die Grauen die er entfesselt hatte waren als Echos zurück gekehrt und mit jedem dieser abgeschwächten Spiegelbilder seiner Taten war sein Monster gewachsen. Und hatte aufbegehrt. Hatte Blut und Zerstörung gefordert. Hybris war mächtiger gewesen, hatte sich zusammen gerissen und sein wildes Ich durch ein paar Folterungen und Morde bei Laune gehalten. „Bei Laune gehalten“ war aber ungleich befriedigt. Der Hunger war geblieben.
Jetzt ließ Hybris ihm seinen Willen und gab seine Unabhängigkeit, seinen freien Willen und die Kontrolle auf. Er warf alles weg, spreizte die Arme als er so nackt vor dem offenen Käfig stand und schrie voller Verzweiflung:
„Rette uns.“
Und das vieläugige, körperlose und zugleich monströse Wesen, das deshalb keinen festen Körper besaß, damit es die Angst von jedem einzelnen Geschöpf bedienen konnte, heulte rasend vor unterdrückter Hass auf.
Einem Blitz gleich schoss es heraus, verschlang Hybris logischen Teil mit einem Bissen und brach dann durch die Oberfläche... Darth Hybris war endlich entfesselt!


Zoey und Q'Tahem bemerkten die Wandlung zuerst nicht, waren sie doch ohnehin beschäftigt mit was auch immer. Sei es nun den eigenen Tod oder Hoffnung. Doch schließlich konnte der Padawan es gar nicht mehr übersehen, es nicht spüren was da direkt neben ihn erwachte.
Gab ein Sith seinen Körper gänzlich auf und ließ stattdessen die dunkle Seite mit allen dazugehörigen Konsequenzen handeln, konnte er wie jeder Machtnutzer der zum Werkzeug dessen wurde was er normalerweise benutzt, unglaubliches leisten.
Und in seinem Falle eine unvorstellbare Verwüstung anrichten. Der Nautolaner bemerkte wie der Sith in Hybris die Kontrolle übernahm, konnte jedoch dennoch nichts gegen das tun was er nun erleiden musste. Wie ein Parasit saugte der dunkle Machtnutzer die Lebensenergie seiner beiden Kameraden aus. Zehn Sekunden und sie würden ohnmächtig werden, zwanzig mehr und ihre Körper würden verfallen und die Organe ihren Dienst versagen. In diesem Augenblick war ihm das Schicksal der beiden vollkommen egal. Also nahm er alle Energie die er brauchte, schickte sie damit ins Reich der Träume und trocknete sie nur deshalb nicht aus, weil er bereits vorher alles hatte was er brauchte. Zoey und Q'Tahem waren aus ihrer Sicht eingeschlafen und für sie auch glücklicherweise nicht nachhaltig von Hybris verletzt worden. Einen Umstand den man aber noch ändern konnte. Für den Augenblick jedoch gab es nur eines zu tun. Befreiung!


Hybris brachte alle Macht auf die er aufbieten konnte, pumpte diese in seinen Schild und entlud diesen dann in einer Explosion, die er so noch nicht hatte miterleben können. Die Konzentration der Macht war so gewaltig, das einen Meter um den Schild herum alles atomisiert wurde. Die Wächter, grade noch erpicht darauf ihn zu verschlingen, wurden nun selber aufgelöst. An den Rändern der sich ausbreitenden Schockwelle glühten die Partikel kurz vor ihrer völligen Auslöschung erst rot, dann orange zu gelb bis sie schließlich in einem weißen Aufblitzen verschwanden. Die drei brennenden Wächter verschwanden vollständig, während nachrückende Normale zum Teil ihre Gliedmaßen und Körper verloren.
Und dann, als der eine Meter erreicht war, folgte der Befreiungsschlag in Form einer alles vernichtenden Schockwelle. Hybris, inzwischen nicht mehr bei Bewusstsein und nur noch Marionette der Macht, sprengte damit ein so gewaltiges Loch in den Raum und die Umgebung rings herum, das locker eine halbe Staffel TIEs hinein gepasst hätten. Sein schlaffer Körper fiel wie der seiner beiden Begleiter in das von ihm geschaffene Loch, prallte hart gegen eine Wand und dann schließlich auf den Boden eines Vorsprunges welcher sich unter dem Prüfungsraum befunden hatte.
Q'Tahem der arme Nautolaner bekam wieder das meiste ab und stürzte an unterster Stelle auf den steinharten Boden, wobei sein Kopf jedoch durch seine Lekku geschützt und nicht ernsthaft verletzt wurde. Darauf kam Hybris zum liegen, sein Kopf mehr oder weniger weich auf dem Bauch des grünen Alien drapiert. Zoey wiederum landete mit ihrem auf den linken Oberschenkel des Siths. Alle drei hatten blaue Flecken, Prellungen, Schürfwunden und kleinere blutende Wunden am ganzen Körper. Doch alle atmeten sie, wenn auch zwei von ihnen es auf eine Weise taten die an einen Schlafenden erinnerte. Sie waren immer noch bewusstlos. Und bekamen so auch nicht mit als es anfing Gesteinsbrocken zu regnen. Die Decke stürzte ein und teils Speeder große abgeplatzte Felsen flogen an ihnen vorbei. Auch der Verursacher dieses Schauers sah nicht wie sie allein durch ein Wunder von all diesen Trümmerstücken verschont blieben und sie stattdessen in einen natürlichen, aber dennoch fast kerzengeraden Schacht fielen. Dieser endete offenbar in einem Lavastrom und war sehr sehr tief, denn als Hybris schließlich erwachte und eher zufällig zum Rand dieses Schachtes kroch, sah er noch die letzten Felsbrocken in den Fluss plumpsten. Dort tauchten sie noch kurz auf und wurden dann von der Strömung davon getragen.


„Geschafft“ stellte der wieder klar denke Sith fest und war selber überrascht wie gleichzeitig glücklich und erschöpft er sich fühlte. Euphorisch sah er zu seinen bisher so treuen Begleitern, denen er so oft das Leben gerettet hatte, ja, für die er fast so viel getan hatte, als wäre sie wirklich Freunde gewesen. Er sah sie an, sah ihre Blessuren und kam erst dann auf die Idee seine eigenen Hände anzuschauen. Was er sah war für ihn nicht greifbar, zu surreal als das es wirklich sein konnte. Er sah nicht auf seine Hände, sondern bis auf die Knochen aufgezehrte Klauenhände, verbrannt, vertrocknet und aufgerissen. Da er jedoch keinen Schmerz fühlen konnte, er das aber in diesem Moment nicht bedachte, vermochte sein Verstand es nicht zu kapieren das diese entstellten Dinger tatsächlich seine Hände waren. Ungläubig, fast schon fanatisch leugnend, schüttelte er den Kopf und wollte sich schon die Augen reiben, als die skelettierten Finger in sein Blickfeld gerieten und er zurück wich. Es waren seine Hände. Ein schrecklicher Verdacht keimte in ihm auf und mit ihm kam die Erkenntnis, das er ja sein eigenes Gehirn verändern hatte um keine Schmerzen mehr erleiden zu müssen. Schnell schob er die eh kaum noch vorhandenen Ärmel seines sich auflösenden Designeranzuges hoch und sah Unterarme, die kaum besser aussahen als die Klauenhände die darin endeten. Auch ein Blick unter sein Unterhemd offenbarte schreckliche Wunden. Wunden die die dunkle Seite hinterlassen hatte, wie Hybris nun verstand. Und kaum war er sich dessen bewusst, sickerte plötzlich alles eben geschehene in sein Gedächtnis. Doch war es nicht wie eine Erinnerung an selbst vollbrachte Taten, sondern viel mehr so als würde er sich an einen Film erinnern, den er vor kurzem geschaut hatte.

„Ich habe euch ausgesaugt... aber ich selber habe das größte Opfer gebracht... euer Glück... und vielleicht mein Ende.“ sagte er resignierend und erhob sich schließlich wankend. Eine gefährliche Aktion so nah am Rand des Schachtes, doch er fiel nicht und kam schließlich sogar schwankend auf die beiden Ohnmächtigen zu.
„Nein... es ist vorbei. Der Padawan muss gespürt haben was ich bin, vielleicht hat er sogar gemerkt das ich seine Lebenskraft geraubt habe...“
Im Gegensatz zu dem was er sagte, war er sich in Wirklichkeit nicht wirklich sicher ob er das Schauspiel an dieser Stelle beenden sollte. Beide waren nicht bei Bewusstsein und nur der Nautolaner konnte ihn entlarven. Also war der nächste logische Schritt ihn einfach in den Schacht zu werfen, zu meditieren und dann mit der gewonnen Kraft den eigenen Körper wieder herzustellen. Dabei würde jedoch allein für die Meditation ein halber Tag bei draufgehen und nochmals 3-4 Stunden für die Heilung. Das erschien ihm nach längerem Zögern zu viel für etwas, das er an diesem Punkt genau so gut beenden konnte. Nein, diese Sache war es gar nicht mehr wert...
„Was zum...“
Mit offenem Mund starrte Hybris in einen langen Gang hinein. Sekunden später, als die Tränen aus seinen Augen verschwunden und er wieder klar sehen konnte, sah er etwas das er noch vor drei Sekunden hatte aufgeben wollen. Das Holocron!
Gute 100 Meter, in einem aus diesem Blickwinkel aus betrachtet großen Raum, schwebte ein dreieckiges schwarzes Holocron mit roten Ecken über eine ebenso schwarzen Säule.
Der fast vollständig mumifizierte Sith wusste gar nicht ob er lachen oder sich einfach nur kopfschüttelnd abwenden sollte. Er tat schließlich ersteres und dann letzteres. Selbst wenn es das echte Holocron war, war egal was dort lauerte, und sei es nur ein auf seine Knöchel ein pickendes Hühnchen, er würde damit in seinem Zustand eh nicht fertig werden.

„Noch nicht“ flüsterte er heiser und begann zuerst Q'Tahem und dann Zoey aufzurichten und an die Wand zu lehnen. Wie ein 150 Jahre alter arthritisgeplagter Halbtoter zupfte er die zerschlissene Kleidung der beiden zurecht, ja er machte sich sogar die Mühe die Lekku des Nautolaners symmetrisch anzuordnen. So wie sie dasaßen, die Köpfe aufrecht auf dem Hals ruhend, die Augen geschlossen und so beständig wie ein Schlafender atmend, gaben sie ein zwar abgekämpftes, aber auch irgendwie süßes Paar ab. Das Bild verschwand so schnell aus seinem Kopf wie es gekommen war.
Hybris drang mit der Macht in beider Köpfe ein und lähmte alle Muskeln, außer natürlich jene die sie zum Überleben brauchten. Dann weckte er sie auf ähnliche weise auf. Beide kamen fast gleichzeitig zu sich und da sie sich weder bewegen, noch ihre Augen öffnen konnten, übernahm Hybris auch das. Und das erste was sie sahen, als sich ihr Blick klärte, war das lippenlose, wie ein Totenschädel grinsende Gesicht des Dr. Pels. Dessen Augen nun orange glommen und mit einem roten Kranz umgeben waren. Es war nicht mehr nötig seine wahres Ich zu verbergen.
Fast an jeder Stelle war die Haut so weit von der Macht zerfressen worden, das man die blanken blutigen Knochen sehen konnte. Ja sogar die merkwürdig vitale und unverletzte Zunge, die auf eine gesunde Ernährung und gute Mundhygiene hindeutete, konnte man in der einsehbaren Mundhöhle liegen sehen.


„Guten Morgen ihr Hübschen“ sagte Hybris sarkastisch und grinste nun noch wilder als zuvor.
„Ich glaube wir müssen reden“ schob er hinterher und setzte sich den beiden gegenüber.
„Ich fange denke ich an. Natürlich heiße ich nicht wirklich Pel, das war mein behandelnder Arzt in der Klappse. Ich habe ihn umgebracht, wobei abgeschlachtet und ausgeweidet es besser trifft. Darth Hybris nenne ich mich inzwischen und ich bin wie Arica ein Sith Lord, jedoch nicht ganz so offensichtlich bösartig. Dafür aber in Wirklichkeit noch schlimmer.“
Das letzte Wort garnierte er mit einem grausamen Blick und einem hämischen Lachen, was wegen seines Totenkopfgesichtes wahrhaft dazu einlud vor Angst einen Herzinfarkt zu bekommen.
„Liviana … Zoey … Q'Tahem … ich habe euch am Leben erhalten weil ich glaubte euch zu brauchen. Dich (Zoey) weil du übersetzen konntest und dich Padawan, weil du für sie eine Anker, ein Leuchtturm darstellst. Dir hat sie voll vertraut, wegen dir fühlte sie sich nicht völlig alleine.“
Wieder dieses gehässige Lachen, wobei die Augen dieses mal jedoch davon unberührt blieben. Sprich, es war nur ein aufgesetztes Lachen das einen Zweck erfüllen sollte.
„Ihr könnt es von hier aus nicht sehen, doch dort hinten ist das echte Holocron. Und ihr (Zoey) seid inzwischen nutzlos. Die Texte sind irreführend und meist so gefährlich wie hilfreich und tja, ihr, mein treuer Padawan, teilt ihr Schicksal.“
Sein stetes Grinsen verschwand und mordlüsternde Augen traten zum Vorschein.
„Ihre habt eure Existenzberechtigung verloren und somit ist diese Scharade nicht länger notwendig. Ich werde euch ein letztes mal für meine Zwecke missbrauchen und dann... nun, was soll ich bloß mit euch machen?“
Seine blutigen Klauenhände erhoben sich und strichen ein jedem über die Wange. Sie konnte sich zwar nicht bewegen, die Berührung des nekrosen Fleisches und der darunter liegenden Knochen fühlten sie aber dennoch.
„Frei lassen? Foltern? Töten? Eure Persönlichkeit auslöschen und als sabbernde Schwachsinnige zurück lassen? Hm ... alles irgendwie verlockend ... na ja... ein wenig Zeit habe ich ja noch um mir das zu überlegen.“

Eine Geste später und seine beiden Gefangenen konnten plötzlich wieder reden, wenn sich auch nicht von der Stelle bewegen.

„Also. Wer will mit den Beschuldigungen anfangen? Wer will zuerst behaupten das er gewusst hat das ich ein Sith bin … na? Zoey? Ihr redet doch so gerne... ach Zoey, ihr wart so respektlos... wie ihr mit mir umgesprungen seid... wäre ich so schwach wie ihr... es hätte mich sicherlich wütend gemacht... aber keine Sorge, Respekt ist mir nicht wichtig... also sagt schon Zoey... was habt ihr zu sagen... aber bitte eines nicht, nicht betteln... das ist so... so... einfallslos!“

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris, der nicht länger Dr. Pel ist]
 
ACHTUNG EDITIERT DAMIT ES ZU HYBRIS POST PASST UND SICH NICHT IN TAUSEND HANDLUNGEN VERLIERT

Vulkan-Tempel ~ Kontrollraum unter dem Höhlensystem ~ mit Anakin

Sie hatte nicht vor, auch nur einen Schalter an der Konsole zu berühren. Immerhin hatte ihre Unbedachtheit sie erst hier hinunter geführt und wer wusste, was geschah, wenn sie etwas falsches drückte. Der See über ihnen konnte schließlich über sie herein brechen. Das, was als nächstes über sie –oder zumindest Tenia- hereinbrechen sollte war aber etwas völlig anderes und es dauerte Sekunden, ehe Tenia begriff, was genau es war: Angst. Die Angst kam weder von dem Vibrieren des Bodens, noch von dem schabenden Geräusch, das vielleicht daher rührte, dass irgendwo, ganz in ihrer Nähe, eine Wand zu Seite glitt.

„Ich… bekomme … Angst“, war dann auch die einfachste und vor allem ehrlichste Erklärung, die Tenia abgeben konnte und das schlimme an der Situation war, dass eben jene Angst nicht abebben wollte, sondern sich vergrößerte. Tenia hatte schon Ängste ausgestanden, aber nichts, nichts kam dem gleich, was sie gerade spürte. Trotz der Wärme, die im Kontrollraum herrschte, war Tenia kalt. Eiskalt und sie spürte, wie sich jedes einzelne, ihrer Nackenhaare aufstellte. Dabei verstand sie nicht einmal im Ansatz, woher dieses Gefühl kam. Es muste mit der dunklen Seite zusammen hängen. Das Gefühl war kalt, ging durch mark und Bein. Es musste etwas mit diesem Tempel zu tun haben, oder jemanden im dem Tempel? Tenia hatte nicht den Hauch einer Ahnung, spürte aber neben dem blanken Entsetzen auch eine Angst, die nicht ihre eigene war. Dunkleheit schien sich in ihrem Körper auszubreiten und drohte, sie zu verschlingen. Wenn das die Dunkle Seite war, dann hatte sie jegliche Faszination verloren. Kein Gefühl der Anziehung war mehr vorhanden. Tatsächlich hatte die Nullianerin das dringende Bedürfnis, sich zusammenzukauern. Sich zu verstcken.
Tief durchatmend, stellte sie sich näher zu ihrem Meister. Sie musste sich zusammen reissen!
"Ist das die Dunkle Seite?" fragte sie leise, flüsternd und so sehr sie auch dagegen ankämpfte, zitterte ihre Stimme leicht. Und dann wurde ihr bewusst, woher die verstärtke Angst kam.
"Die anderen!" Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag. Sie wusste nicht, weshalb sie derart offen zu spüren schien, was andere spürten. "Anakin, sie sind in großer Gefahr... Wir müssen zu ihnen. Sofort! Zumindest war das die mutige Seite in Tenia. Die andere Stimme, die sie unentwegt dazu aufforderte, die Flucht zu ergreifen, war um einiges lauter und doch ignorierte die Waldbewohnerin sie.

Vulkan-Tempel ~ Kontrollraum unter dem Höhlensystem ~ mit Anakin


 
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Vulkan-Tempel ~ Kontrollraum unter dem Höhlensystem ~ mit Tenia

Während sich Anakin seiner Schülerin näherte, wurde ihm klar, woher die Kälte kam, die er zu spüren begann. Er spürte, wie Tenia unsicherer wurde und schließlich sogar panisch. Schnelleren Schrittes näherte sich der Jedi Rat, während er die Muster die er in der Aura seiner Padawan wahrnahm, begann wiederzuerkennen. Er hatte sowas ähnliches bereits im Unterwassertempel wahrgenommen. Das ganze Entsprach in etwa den Illusionen, die Panikattacken in seinen Mitstreitern verursacht hatten, welche von den Sith-Geistern ausgelöst wurden, doch die Quelle schien eine gänzlich andere zu sein. Die Padawan schien geistesabwesend auf die Konsole zu zu laufen. Anakin passte sein Tempo an und beschleunigte noch, damit er sie einholen konnte. Ihre Augen erschienen leer und ihr Gesicht war kreidebleich, bemerkte Anakin, als sie zugab, dass sie Angst bekam.

Anakin beobachtete seine nullianische Padawan und versuchte mit seinen Machtsinnen, den Ursprung ihrer Ängste zu ertasten. Er selbst bemerkte aber inzwischen selbst, wie sich das gleiche Gefühl, dass auch Tenia erfasst zu haben schien, auch bei ihm bemerkbar machte. Eine bedrohliche Aura, die sich von den Wänden ausgehend überall auszubreiten schien, als wäre irgendwo im Tempel etwas oder vielleicht "jemand" entfesselt worden.

Tenia näherte sich wieder und schien sich schutzsuchend an Anakin zu wenden. Mit einem langsamen Nicken bestätigte Anakin die zittrige Frage seiner Padawan zunächst wortlos. Ohne das er das bedrohliche Gefühl selbst weiter hätte ergründen müssen, bemerkte Tenia selbst die Gefahr.


"Pel..."

fauchte Anakin leise, den Blick auf den Monitor neben dem blau blinkenden Licht richtend. Auch dieser hatte sich scheinbar bei ihrem Näherkommen automatisch aktiviert und zeigte ihnen einen Ort im Tempel. Es dauerte nicht lange und die Vermutung erwachte in ihm, dass es sich um den Raum mit dem Holocron handeln musste, denn genau in der Mitte schien dieses kleine, schwarz-rote pyramidenartige Artefakt zu schweben. Tief in seinem Inneren, wusste Anakin, dass seine Annahme richtig war. Was ihm aber mehr den Kopf zerbrach, war jedoch was er im Hintergrund sah. Wenig mehr als Schatten waren auf dem Display zu erkennen, aber es konnte sich dabei nur um Q'Tahem und Zoey handeln.

"Tenia, bist du bei mir?"

fragte Anakin seine sichtlich eingeschüchterte, aber standhaft gegen ihre Angst ankämpfende Padawan. Trotz der bevorstehenden Bedrohung, der sie sich gemeinsam stellen würden, und der allgemein unvorteilhaften Situation, konnte der Jedi Rat nicht anders, als Stolz zu empfinden. Er erinnerte sich daran, wie er die Nullianerin damals auf Corellia getroffen und in seine Obhut genommen hatte. Doch jetzt vor ihm stand nicht mehr die unkontrollierbare Padawananwärterin, geprägt von Unsicherheit und einem aufbrausenden Temperament. Nein, vor ihm stand eine mächtige Jedi, die bereit war sich den Gefahren zu stellen, um den Schwächeren zu helfen - mit einem aufbrausenden Temperament. Anakin lächelte leicht und legte seinen Arm über die Schultern seiner Schülerin.


"Angst zu haben ist nicht schlimm, solange du dich nicht von ihr beherrschen lässt. Die dunkle Seite ist nichts weiter als eines der vielen Gesichter der Macht. Man kann sie schwarz oder weiß färben, wenn man will, aber es gibt ein weit größeres Farbspektrum in der Macht, aus dem wir schöpfen können."

Während Anakin redete, begannen sie in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, in der Kestrel und Arica unterwegs waren. Markus und seine Begleiter würden hoffentlich mit den Herausforderungen zurecht kommen. Anakin und Tenia würden sich um die in Bedrängnis geratene Zoey und Q'Tahem kümmern.

"Ich glaube es ist an der Zeit den Spieß umzudrehen."

Innerlich heizte sich Anakin bereits auf. Tatsächlich hatte er genug davon, immer nur einzustecken, sich von dem Tempel, seinen blöden Geistern und Fallen und den Sith selbst auf der Nase herumtanzen zu lassen. Sein Blick fiel auf das Lichtschwert an Tenias Gürtel, sein altes, das er ihr überlassen hatte, zumindest die Hülle. Wahrscheinlich würde es zu Einsatz kommen, überlegte er und strich beim Laufen mit der Hand über den Griff von seinem eigenen.

"Dort hinten scheint es einen Schacht zu geben, der direkt nach oben zum Holocron führt. Wir sollten uns beeilen."

Gemeinsam zogen nun Meister und Schülerin das Tempo an. Der Weg bis zum Eingang des Schachts war nicht weit. Nach einem kurzen musternden Blick, erkannte Anakin, dass es sich um einen Turbolift handeln musste, der aber längst außer Betrieb war. Aber das solche Technik hier ebenfalls verbaut war, bestätigte nur die Annahme des Jedi, dass sich durch den gesamten Vulkan solche verborgenen Strukturen befinden mussten, die das gesamte Gebiet bändigten und gleichzeitig die Möglichkeit bot, gefährliche Orte zu umgehen. Auch wenn diese Möglichkeit in früheren Zeiten sicherlich den Erbauern vorbehalten waren und nicht denjenigen, die sich hier auf ihre gefährliche Pilgerschaft begaben.

Immerhin gab es aber noch genügend Strukturen in der Wand, sogar einige Abschnitte, in denen noch Leitern vorhanden waren, so dass Anakin und Tenia sogar noch weniger als er, keine Probleme hatten, sich nach oben zu begeben. Am Ende ihres Aufstiegs wartete eine versiegelte und wie Anakin spürte, von außen mit einer leichten Schicht aus Vulkanstein überlagertes Schott. Etwas Abstand nehmen, wandte sich der Jedi an seine Padawan, die ihm dicht gefolgt war:


Vulkan-Tempel ~ Altar-Raum beim Holocron zusammen mit Tenia und Blick auf Hybris, Zoey & Q'Tahem
 
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Thearterra - Vulkantempel - auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt – Zoey, Q`Tahem und Hybris

Zoey erwachte langsam. Sie hatte geschlafen?! Wo war sie nur? Sie wollte ihren Kopf bewegen, aber es ging nicht. Sie wollte sich rekeln, aber es ging nicht. Stattdessen spürte sie überall schreckliche Schmerzen: am Bein, am Arm, am ganzen Körper. Zoey schaffte es nur die Augen zu öffnen. Hah…, wer war das?! Träumte sie ?! War das der Teufel, der sich vor ihnen hinsetzte?! Oh nein, wer war das nur? Wie sah der denn aus? Das war ja schrecklich, dieser Anblick! Der Typ vor ihnen hatte einen Totenkopf! Und diese abartigen Hände! Und erstmal seine Augen! Aufwachen, Zoey! Aufwachen, du träumst nur! Das ist nicht real! Du hast einen Albtraum! Sie blinzelte und zwinkerte einige Male. Das Monster blieb.
Doch plötzlich begann dieses Monster vor ihr mit ihnen zu reden.


„Guten Morgen ihr Hübschen“

Was sagte er da?! Diese Stimme kannte sie doch! Ihre Augen und wahrscheinlich auch ihre Pupillen weiteten sich vor Angst. Ihr Herz begann zu rasen, als sie augenblicklich seine Kleidung erkannte. Es war Pels Kleidung, die diese Fratze da vor ihnen trug. Er sprach bereits weiter. Er müsse mit ihnen reden. Zoeys Ohren begannen zu rauschen. Ihr eigener Herzschlag hämmerte in ihren Ohren. Sie merkte, wie ihr Blutdruck rasant in die Höhe und das Blut ihr in den Kopf schoss. Das war doch nicht möglich? Das konnte doch nicht sein? Was war nur passiert?! Wo war sie überhaupt? Saß Q`Tahem neben ihr? Wieder wollte sie ihren Kopf drehen, aber er gehorchte ihr nicht. Panik stieg unaufhaltsam in ihr hoch. Was war bloß passiert? Wieso konnte sie sich nicht bewegen? War das wirklich Pel vor ihr, rasten ihre Gedanken im Eiltempo ab. Sie konnte es nicht glauben, sie konnte es nicht! Er sprach belustigt weiter. Es war auf jeden Fall Pells Art. Eigentlich grinste er wie ein Irrer.

„Ich fange denke ich an. Natürlich heiße ich nicht wirklich Pel, das war mein behandelnder Arzt in der Klappse. Ich habe ihn umgebracht, wobei abgeschlachtet und ausgeweidet es besser trifft. Darth Hybris nenne ich mich inzwischen und ich bin wieArica ein Sith Lord, jedoch nicht ganz so offensichtlich bösartig. Dafür aber in Wirklichkeit noch schlimmer.“

Was, Darth Hybris?! Wie, er kam aus der Psychatrie!? Diese Worte waren kaum zu begreifen, noch zu ertragen und seine Zutaten wie sein grausamer furchteinflößender Blick und dieses irre laute Lachen, ließen Zoey fast in einen Schock fallen. Ihr gefror regelrecht das Blut in den Adern. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so einen Schreck bekommen. Sie hatte Angst Nasenbluten zu bekommen oder gar einen Herzstillstand zu erleiden. Wie war das möglich? Wieso? Was war nur geschehen? Er, ein Sith-Lord! Schlimmer als Arica! Sie hatte es doch eigentlich gewusst gehabt! Oh, nein! Ihr erster Eindruck war doch der Richtige gewesen! Wie konnte sie nur so auf ihn reinfallen?! Er war so ein guter Schauspieler gewesen! Ein wahrer Meister auf diesem Gebiet! Wie konnte ihr das nur passieren?! Doch, selbst wenn sie nicht rein gefallen wäre, wären sie diesen Weg zu dritt gegangen. Von den Anderen gab es keine einzige Spur oder auch nur ein winziges Lebenszeichen. Er hatte sie sicher angelogen und es waren alle tot. Er war verrückt! Ein Psychopath! Er hatte seinen Psychologen grausam ermordet. Er kam aus der Geschlossenen! Was hatte er nur vor?!

Sie versuchte ihre Gedanken zu ordnen und spulte alles rasant schnell ab. Sie erinnerte sich als erstes, dass sie Todesangst hatte, abzustürzen, als sie angeschossen und mit ausgekugeltem Arm an diese Platte vor dem Abgrund hing und sie gerade noch bemerkt hatte, dass da irgendwas angekrochen kam im Schacht. Etwas Großes! Etwas Gefährliches! Doch, dann hatte Pel sie doch noch zum wiederholten Male gerettet?! Es ging alles furchtbar schnell. Er hatte sie beim Sprung über die Kluft gepackt gehabt. Und sie waren hart aufgekommen. Aufgeschlagen, war wohl treffender! Davon hatte sie sicher etliche blaue Flecken. Ihr Körper fühlte sich jedenfalls an wie ausgelaugt oder wie gerädert. Dann hatte Pel sie angetrieben und Zoey noch mal beim Springen geholfen, da ihr Bein mit der Brandverletzung so schmerzte. Und dann erinnerte sie sich an diese riesige Schlange. Sie stürzten einmal wegen ihr total heftig zu Boden. Das war wohl das Vieh am Abgrund gewesen?! Es kam hinter ihnen her! Es war fürchterlich. Sie wurden so in die Enge zum Ende des Raumes getrieben. Dabei wollten sie zur letzten Plattengruppe. Sie hatte auf die Platten noch hingewiesen, aber das Monsterschlangenwesen trieb sie dran vorbei. Pel versuchte alle noch zu beschützen. Vor ihrem geistigen Auge sah sie, in Windeseile einen Film ablaufen, wie sie an der Wand zu dritt nebeneinander standen und sie sich noch erschöpft und von Schmerzen gezeichnet und furchtsam vor der Schlange, an Pels Schulter angelehnt hatte und ihr zur anderen Seite der Pfeil aus dem Arm guckte. Dann wurde sie von Pel nach dessen Vorwarnung schmerzhaft gegen die eine Wand geschleudert und Q`Tahem ihr gegenüber auch. Die Schlange hatte scheinbar die Platten aktiviert. Sie hatte keine Ahnung. Unsanft kam sie wieder auf. Kein Wunder, dass sie sich total zerschlagen fühlte. Auf allen Vieren kriechend erlebte sie ein Beben im Raum. Dann war die Schlange nicht mehr das Problem, sondern der Raum wurde kleiner und der ganze Sand und auch diese Zombies. Der Doktor hatte sie wieder zu sich gerufen. Es war eine furchtbar beängstigende Situation gewesen, sie glaubte, dass es eng für sie werden würde, lebend aus dem Raum raus zu kommen und ihre gesamte Hoffnung hatte auf diesem Pel gelegen. Pel hatte sowas wie ein unsichtbares Schild oder eine Wand mit der Macht vor ihnen erschaffen. Er hatte sich geäußert, nicht mehr länger durchhalten zu können und das mehrfach. Was dann passierte?! Scheinbar war sie dann ohnmächtig geworden. Sie konnte sich an nichts mehr erinnern. Sie befanden sich jedenfalls nicht mehr im Prüfungsraum. Wieso sah er aus wie der Tod persönlich? Wieso sein Sinneswandel ihnen gegenüber? Er hatte sie die ganze Zeit beschützt?

Zoey verstand gar nichts mehr und sie kämpfte dagegen an, sich vor lauter Schreck übergeben zu müssen. Sie versuchte langsamer und tiefer durchzuatmen. Der Arm mit dem Pfeil, der immer noch drin war, begann zu puckern. Ihre Lippen waren heiß und trocken. Sie fühlte sich so schwach und krank. Als wenn sie Fieber hätte? Moment, scheinbar hatte sie Fieber! Sie hörte ihn weiter reden und man ertrug es kaum, was er aussprach.


„Liviana … Zoey … Q'Tahem … ich habe euch am Leben erhalten weil ich glaubte euch zu brauchen. Dich (Zoey) weil du übersetzen konntest und dich Padawan, weil du für sie eine Anker, ein Leuchtturm darstellst. Dir hat sie voll vertraut, wegen dir fühlte sie sich nicht völlig alleine.“
„Ihr könnt es von hier aus nicht sehen, doch dort hinten ist das echte Holocron. Und ihr (Zoey) seid inzwischen nutzlos. Die Texte sind irreführend und meist so gefährlich wie hilfreich und tja, ihr, mein treuer Padawan, teilt ihr Schicksal.“


Dazwischen hörte sie sein widerliches unechtes Lachen. Er hatte sie also benutzt. Und sie hielt ihn für selbstlos und nett. Sogar gestreichelt hatte sie ihn! Na toll, er hielt sie jetzt für überflüssig. Dann sahen ihre Aussichten ja nicht gerade rosig aus. Sie waren bereits in der Nähe zum Holocron?! Dann sprach er von Folter und Mord und Zoey wollte und konnte ihm kaum noch zu hören, denn er sagte ihr gerade, dass er sie beide qualvoll töten wollte und sein mordlüsterner eiskalter Blick ließ sie erneut erschauern und ihr den Magen umdrehen. Am schlimmsten empfand Zoey, wie er seine widerwärtigen knochigen blutigen verwesten Finger nahm und sich ihrem Gesicht näherte. Sie zitterte vor Angst und wäre am liebsten zurück gezuckt, aber es ging nicht. Und dann spürte sie, wie er begann, so total falsch und als Geste der Übermacht , ihr über die Wange zu streicheln. Als seine dreckigen Fingerspitzen ihre Haut berührten, lief ihr sofort ein eiskalter Schauer ihren Rücken runter und ließ sie förmlich erstarren. Am liebsten hätte sie seine widerliche Klopfote weggedrückt, aber sie konnte ihre Hände nicht bewegen. Es war so ein widerliches und herabwürdigendes Gefühl. Und sie konnte nichts dagegen machen! Sie konnte es kaum ertragen! Sie fühlte sich so erniedrigt. So schrecklich gedemütigt! Ihm so schutzlos ausgeliefert! Seine Klauen fühlten sich grässlich an, aber eigentlich war dieses Gefühl gar nicht zu beschreiben. Dieses abgestorbene stinkende Fleisch an diesen blanken Fingerknochen, die sich so spitz und kalt anfühlten. Obwohl sie es nicht wollte, wurden bei dieser Anspannung und diesem Gefühl und nach all`seinen Worten und seinen Blicken ihre Augen feucht und es lief in dem Moment unaufhaltsam eine Träne über ihre Wangen. Q`Tahem schien direkt neben ihr zu sitzen. Es war alles so furchtbar. Zoey erschien ihre Situation völlig ausweglos. Sie verstand nicht! Sie fasste das Alles nicht!

„Also. Wer will mit den Beschuldigungen anfangen? Wer will zuerst behaupten das er gewusst hat das ich ein Sith bin … na?Zoey? Ihr redet doch so gerne... ach Zoey, ihr wart so respektlos... wie ihr mit mir umgesprungen seid... wäre ich so schwach wie ihr... es hätte mich sicherlich wütend gemacht... aber keine Sorge, Respekt ist mir nicht wichtig... also sagt schon Zoey... was habt ihr zu sagen... aber bitte eines nicht, nicht betteln... das ist so... so... einfallslos!“,


hörte Zoey ihn sagen. Er wollte, dass sie dazu etwas sagte. Bisher hatte es ihr eigentlich sogar den Atem verschlagen, erst recht war ihr jedes Wort im Hals stecken geblieben. Sie durfte jetzt nichts Falsches sagen. Aber, sie war in sowas super schlecht. Sie wusste, dass ihr Leben davon abhing und auch Q`Tahems, dennoch wusste sie nicht, wo sie anfangen sollte und was, vor allem was, sie sagen sollte und was er hören wollte, um sie doch am Leben zu lassen. Zoey räusperte sich erst mal. Vor allem sollte sie nicht um ihr Leben betteln. Sie konnte gar nicht gleich sprechen. Ihr Hals war so ausgetrocknet. Am liebsten hätte sie mal etwas Wasser getrunken. Das erste, was ihr einfiel und sie heiser und monoton aussprach, war:

„Ich kann zwar eine Menge Sprachen, aber leider kein verrückt-isch! Können sie das Ganze nochmal übersetzen!?“

Das musste sie zu ihrer ganzen Fassungslosigkeit erst mal sagen, obwohl es sicher falsch war! Sie musste, sich nochmals räuspern. Dann fuhr sie leise und mit zittriger Stimme fort:

„Ich weiß nicht, was passiert ist?! Wieso können wir uns nicht mehr bewegen?! Wieso sehen sie so schlimm aus? Wieso sind sie uns so feindlich gesonnen? Wir haben ihnen doch gar nichts getan.“

Zoey musste erst mal laut schluchzen.

„Bitte, lassen sie wenigstens den jungen Padawan laufen!“

Sie verzog ihr Gesicht. Eine verzweifelte Träne rollte ihr übers Gesicht. Sie mochte den Jungen, er war doch fast noch einer, so sehr! Sie atmete nochmals tief durch. Mit einer etwas festeren Stimme, obwohl sie am ganzen Körper wie Espenlaub zitterte, fuhr sie fort:

„Wieso glauben sie eigentlich, dass sie mich ab jetzt entbehren können?! Sie haben doch bemerkt, dass ich immer richtig lag, sogar mit Ihnen! Mein erster Eindruck von ihnen, war der Richtige! Ich gebe zu, dass ich mich von ihnen um den Finger wickeln ließ und dann nicht mehr daran glaubte.“

Ihre Stimme brach. Sie begann kurz zu weinen. Sie versuchte aber, so schnell wie möglich sich wieder zu beruhigen und versuchte weiter zu sprechen, allerdings musste sie zwischendurch immer wieder schluchzen:

„Die meisten Schriften waren goldrichtig. Ich konnte die Waffe entschärfen. Ich brachte uns durchs Tor in den Tempel. Ich sagte ihnen, dass die Machtnutzung im Prüfungsraum Strafen nach sich ziehen wird! Ich hatte alles richtig gedeutet. Sie wollten meinen Hinweis ignorieren. Sie hielten meine Meinung für irrelevant! Sie glauben doch nicht, dass sie mich nicht mehr brauchen, nur weil sie von Weitem das Holocron sehen. Denken sie wirklich, es steht dort griffbereit zum Runterholen? Einfach so, ungeschützt? Ich komme gerade aus dem anderen Sith-Tempel und glauben sie mir, gerade im Holocronraum wurde mein Rat gebraucht und gerade dort im Holocronraum ging es nochmals richtig zur Sache und auch der Rückweg war kein Zuckerschlecken, denn das Holocron sollte einem wieder abgenommen werden. Tempelwächter! Sith-Geister! Eine ganze Geisterarmee! Ich versichere ihnen, sie werden meinen Rat dringend brauchen. Und im Holocronraum und später und wenn es das Tor in die Freiheit ist, werden sie mit Schriftzeichen konfrontiert werden. Sie können bis zum Schluss dieses heißbegehrte Artefakt verlieren. Für mich hingegen ist die Jagd danach nur ein Job. Ich persönlich bekomme es sowieso nicht. Aber ich möchte leben, Lord Hybris.“

Sie schluchzte am Ende laut auf und wieder rannen lauter dicke Tränen über ihr Gesicht. Und wieder wurde ihr klar, wie ausgeliefert sie diesem Typen war. Ihr Schicksal lag in seiner Hand! Und nun hatte sie doch gebettelt. Mutig sprach sie weiter:

„Was ich nicht begreifen kann, ist die Tatsache, dass sie uns bis zu meiner Ohnmacht ohne Unterlass beschützt haben. Und jetzt plötzlich, sind sie so! Sie hätten sich das Ganze doch dann vorher völlig sparen können, denn sie haben doch vorher sowas von selbstlos gehandelt und auch viel Energie und Kraft für uns Beide verbraucht. Bis zum Schluss standen sie für uns Drei ein. Ihre Mühe war doch dann unsinnig! Sie wussten ganz genau, wieso sie das taten und jetzt leugnen sie es! Weil sie uns brauchen! Im tiefsten Inneren, ihr Unterbewusstsein, weiß es ganz genau! Sie wissen, dass ich ihnen erklärte, dass es so ist und ich bisher immer Recht behalten habe, egal mit was es war! Sie werden uns brauchen!“

Mehr fiel Zoey zu ihrer Verteidigung ihres Lebens nicht auf Anhieb ein und am Ende sprach sie bewusst davon, dass er sie Beide brauchen würde, da sie um Q`Tahems Leben besonders fürchtete.


Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung, einhundert Meter vor Holocronraum: Sithlord Hybris, Q`Tahem, Zoey
 
[Thearterra / Vulkantempel / Separater Höhlenraum] mit Zoey und Darth Hybris (alias Dr. Pel); Verteilt im Tempel: Der ganze Rest

Sie mussten weg und das schleunigst! Sie waren in einer Senke gewesen und diese brennenden Dinger kamen nun schneller auf sie zu! Die Archäologin sagte das, was wohl alle gerade dachten, schnell weg hier. Der Nautolaner ließ sich das nicht zweimal sagen. Er wollte schließlich nicht geröstet werden! Er wandte sich ab und kletterte so schnell es ihm möglich war aus der Vertiefung heraus. Als er oben war, half er der Archäologin und später dem Doktor hoch.
Vorsichtig liefen sie zu der nächsten Plattengruppe, hatten jedoch diese brennenden Biester ständig im Blick. Sie waren zwar schneller, als die anderen, aber hatten sie höchstens ein schnelles Lauftempo. Der Weg zu den nächsten Platten war nun mindestens dreifach so schwer wie ganz zu Beginn. Etwas sehnte sich der Nautolaner zurück zum Aufstieg, der war zwar anstrengend gewesen, aber man hatte keine kopfgroßen Gesteinsbrocken, die einem Zentimeter von Kopf oder Brust vorbeisausten.
Zu spät bemerkte er, dass sie voll in dieses sandartige Gestein getreten waren und bereits einige Schritte darin gelaufen waren. Innerlich wollte Q’Tahem nur noch hier weg! Er merkte wie der Sand ihn und alle anderen langsam nach unten zog und das Laufen so immer schwieriger und anstrengender wurde. Waren sie etwa irgendwie in den Riss in der Mitte des Raumes gekommen? Ein vergewissernder Blick zeigte dem Nautolaner, dass nicht sie zum Riss, sondern der Riss zu ihnen gekommen war. Er breitete sich langsam durch den Raum aus und war nun bis zur rechten Wand gekommen.
Aber den Drei blieb keine andere Wahl, denn sie mussten durch diesen komischen Sand. Er beeilte sich immer mehr, als er merkte, dass es ihn auch ohne Laufen weiter in den Boden zog. Langsam fürchtete sich der Nautolaner extrem um sein Leben! Nicht das er das nich auch schon vorhin getan hatte, aber jetzt war sogar ihr Beschützer soweit geschwächt, dass er kaum mehr etwas tun konnte, um sie zu schützen. Q’Tahem wurde in letzter Sekunde von dem Doktor nach unten gedrückt, als sie an einem verdächtigen Riss vorbeikamen und daraus wenig später Pfeile hinausschossen. Q’Tahem hätte sich bedankt, aber er war nun bis zur Hüfte versunken und hatte momentan andere Sorgen. Gemeinsam kämpften sie sich weiter bis das nächste Unglück geschah. Eines dieser Ungetüme kam aus dem Sand direkt hinter ihnen und hatte die Archäologin an der Wade berührt. Bevor er Zoey gehört hatte, hatte sein feiner Geruchssinn bereits die versengte Haut gerochen. Kurz darauf kam aber auch schon der Aufschrei der Archäologin. Jetzt wurde es ernst. Q’Tahem umklammerte die Hand der Frau und zog sie mit aller Kraft vorwärts, denn zurücklassen würde er sie auf gar keinen Fall! An einem der Schlitze griffen sie kleine feuerrote Käfer an, deren Bisse höllisch brannten! Q’Tahem musste einige dieser Biester von seinen Händen schlagen, denn diese hatten wohl bemerkt, dass er die Archäologin mehr zog, als dass sie selbst lief. Das jedoch war im Gegensatz zu den sie verfolgenden Bestien das kleinste Übel. Kurz bevor dem Nautolaner endgültig die Kraft ausgegangen wäre, hob Pel Zoey aus dem Sandgraben und sie standen vor der nächsten Plattengruppe.
‚Viel schlimmer kann es doch gar nicht mehr werden!‘, dachte sich Q’Tahem und starrte angstvoll auf die Platten vor sich. Nach einem Nicken und einer kurzen Absprache stellten sie sich auf die Platten und Pel beschwerte die restlichen wieder mit der Macht. Schneller, als es dem Nautolaner lieb war, eröffnete sich die Falle vor ihnen: Ein Spalt tat sich auf und Zoey fiel in genau diesen heraus. Wäre er in ihrer Nähe gewesen, dann hätte er noch ihre Hand gehalten, so aber…
Q’Tahem rief geschockt ihren Namen, aber sie war zu weit in den Schacht gefallen, dass er ihr helfen konnte. Zu allem Überfluss wurde sie von einem Pfeil getroffen, der sich durchgebohrt hatte.
‚Autsch‘, dachte er und fühlte die Schmerzen fast selbst. Von aus dem Schacht schienen sich auch diese Dinger heraus zu buddeln… Der Nautolaner wandte sich um und sah zu allem Entsetzen, dass diese Wesen langsam ihnen gefährlich nahe kamen. Ein lautes Fauchen ließ seinen Kopf jedoch schneller herum schnellen, als eine Backpfeife: Eine riesige violett schimmernde Schlange war aus einem Loch am Grunde des Spaltes gekrabbelt und nun hatte es Lust auf die Drei. Beziehungsweise auf ihn! Die vier Augen fixierten ihn und mit einem lauten Brüllen, dass dem Nautolaner durch Mark und Bein ging, raste es auf ihn zu. Einen Schritt schaffte er noch nach hinten, dann wurde er von dem Doktor vorwärts gezerrt. Auf dieses Monstrum zu!
Ein ängstlicher Schrei entfuhr ihm, als nur noch wenige Zentimeter seine Füße von dem aufgerissenen Maul dieses Wesens trennten! Aber durch irgendein Wunder der Macht schafften sie es alle über diesen Spalt. Es schlug ihm alle Luft aus den Lungen, als er auf dem Bauch aufschlug und mächtig mit dem Kopf über den Boden schrammte. Es drehte ihn noch drei Mal bevor er zum Halten kam. Schwankend und aus dem Gleichgewicht gebracht richtete er sich wiederauf. Ein stechender Schmerz fuhr durch seine Schläfe und als er sich dorthin fasste und später seine Fingerspitzen ansah, schaute er auf sein eigenes hellrotes Blut. Einen Moment zum Verschnaufen hatten sie jedoch nicht, denn der Wurm würde sich sicherlich jeden Moment wieder aus der Decke befreien können. Torkelnd und wankend liefen sie zu der letzten Plattengruppe. Er fürchtete sich bereits, was diese letzte Falle sein würde. Schlussendlich würden sie von einem Lavaregen am Ende doch schmerzvoll sterben!
Sie kämpften sich weiter. Mit Horror erspähte er den riesigen Geröllhaufen, der sehr danach aussah, als würde daraus gleich eine riesige Golemarmee erscheinen. Er hielt Schritt mit seinen beiden Gefährten und war freudig erstaunt, als nichts aus dem Haufen heraus kam. Auf den Befehl des Doktors hin sprangen sie alle darüber. Q’Tahem war von sich erstaunt wie hoch er plötzlich springen konnte und fühlte sich nach der Landung etwas müder wie zuvor. Bei all der Aufregung dachte er jedoch nicht weiter darüber nach.
Sie rannten weiter und hatten dieses Schlangenwesen nun direkt in ihrem Nacken. Es war ein Wunder, dass es sie noch nicht erreicht hatte, als sie an den Platten ankamen. Es erforderte alles von ihm ab nun auf die Platten zu stehen, wenn er wusste, dass nun dieses Wesen direkt hinter ihnen war!


PEL!

, rief er dem Doktor noch zu, der drauf und dran war an den Platten vorbei zu rennen. Er drehte sich um und musste nun zuschauen, wie das Wesen auf sie zukam.
‚Das war‘s‘, dachte er und schloss bereits ab. Wie viel er noch mitbekommen würde, bevor dieses Wesen sie erwischte?


„Es ist Wahnsinn und es wird höchstwahrscheinlich nicht funktionieren, doch was solls. Macht euch bereit gegen die Wand zu fliegen“

Der Nautolaner konnte gar nicht klar denken. Er hatte das Wesen die ganze Zeit im Blick. Der Wurm war vielleicht drei Meter von ihnen entfernt als er plötzlich zur Seite geschleudert wurde. Ungläubig starrte er auf Pel, der sich scheinbar im letzten Moment in die Luft katapultierte. Es schein wie in einem Film! Wenige Meter vor Pel kam das Wesen zum stoppen und die Falle zeigte, an dem Wurm statt an ihnen seine Wirkung. Und er war ziemlich erleichtert, dass es den Wurm (der ihn ja verspeisen wollte) und nicht sie getroffen hatte. Es zitterte unter Schmerzen und wurde schlussendlich gewaltsam in den Schlund zurückgezogen, aus dem es vorhin gekommen war.
Pel meinte, dass sich der Raum verkleinert hatte, was Q’Tahem dazu brachte nochmal durch den Raum zu blicken. Er hatte recht er war wirklich kleiner geworden und er wurde es weiter! Zuerst hatten sie einen riesigen Wurm, der ihr Leben wollte und nun schien es als wollte der Raum selbst ihren Tod! Immer näher und näher kam die Wand und als wäre das nicht genug schoss aus irgendeinem Loch dieser merkwürdige Sand. Auf den Befehl des Doktors hin zu ihm zu kommen, rannte er fast förmlich zu dem Mann, der nun wahrscheinlich ihre einzige Rettung war. Er stütze sich gegen die Wand und sah wie er eine Art Schutzblase um alle Drei herum bildete. Wenig später hatte der Sand sie erreicht. Er hoffte, dass Pel es durchhielt und diese Blase aufrecht halten konnte. Es war ein komisches Gefühl auf den Sand zu blicken, der stetig an der Blase vorbeifloss und sein Tod wäre, wenn auch nur der kleinste Riss entstand.
Als plötzlich ein brennender Golem vor seinem Schild auftauchte, zuckte Q’Tahem in Todesangst zusammen. Der Sand war eine Sache aber dann noch so ein brennendes Ding vor dem Gesicht, welches sogar mit dem Kopf darauf einschlug. Es war schlimmes als der schlimmste Horrorfilm!
Als dann der Doktor meinte, dass er nicht mehr könne, rutschte ihm das Herz völlig in die Hose. Er könnte nichts tun um sich zu verteidigen! Er war machtlos!
Dann geschah etwas was Q’Tahem nicht gedacht hätte. Urplötzlich erkannte er eine dunkle Aura, zuerst nur schwach, dann verstärkte sich das immer mehr. Q’Tahem konnte die allgemeine Richtung nicht direkt ausmachen, aber mit zunehmender Zeit bestand kein Zweifel: Es war Pel!
Mit weit geöffneten Augen sah er den Mann an, der sie bis jetzt so gut behandelt hatte. Sie gerettet hatte und sogar freundlich mit ihnen geredet hatte! Es schüttelte den Nautolaner, als alles auf ihn hereinbrach. Er hatte dem Mann vertraut und er hatte sie die ganze Zeit getäuscht! Er merkte wie ihn irgendetwas packte. Machtlos musste er spüren, wie er langsam schwächer wurde. Er hatte das Gefühl, als hätte er zu wenig gegessen und musste nun einen Berg hinaufsteigen, wobei er zuvor bereits schon mal einen hinaufgestiegen war! Seine Knie wurden schwach und dann wurde alles dunkel.

Als er wieder aufwachte bekam er erst mal Panik. Er konnte seine Augen nicht öffnen und sein Bauch tat ihm schrecklich weh. Es fühlte sich an, als hätte ihm jemand mit voller Wucht in den Bauch geschlagen. Als er seine Augen dann öffnete, wollte er sie gleich wieder schließen, denn was er sah würde sich wohl für immer in sein Gehirn brennen: Das eingefallene blasse Gesicht des Doktors. Die Augen waren nicht mehr in ihr Rot gefärbt, sondern hatten nun zusätzlich noch eine typisch sithhafte orangene Iris.
Er hätte stark eingeatmet vor Schock, aber irgendwie ging das nicht. Er atmete wie ein Roboter in ruhigem gleichmäßigem Rhythmus weiter. Er erzählte ihnen, dass Pel nicht sein Name sei, sonder er sich Darth Hybris nannte. Also ein Darth! Q’Tahem wusste nicht, ob der Titel „Darth“ erst ab einem bestimmten Rang kam, aber er konnte sich das sehr gut vorstellen. Er wäre ein Sith Lord, was die Angst in dem Nautolaner nur verstärkte. Und wie es aussah stand ihnen nicht das Schönste bevor. So nah waren sie dem Grund weswegen sie eigentlich hier waren… Laut diesem Hybris waren sie nur 100 Meter von dem Holocron entfernt. Oder log der Mann? Es wäre gut möglich! Er spürte, dass neben ihm noch jemand sein musste. Zoey war also auch hier!? Wenigstens sie hätte es von diesem Verrückten wegschaffen sollen!
Endlich konnte er wieder reden, aber er bekam keinen Satz heraus. Die Situation war so furchteinflößend das er weiter angsterfüllt in das Horrorgesicht dieses Hybris schaute.
Kurz darauf hörte er die Archäologin neben ihm sprechen. Sie war genauso geschockt wie er und konnte die Situation nicht ganz begreifen. Q’Tahem konnte das auch nicht, aber er wusste, dass sie ziemlich tief drinnen saßen.
Die Archäologin redete auf den Mann ein, sie seien beide wichtig für ihn und er könnte sie nicht entbehren. Q’Tahem musste schlucken, als er merkte, dass die Archäologin nicht recht hatte… Wozu brauchte der Mann denn ihn? Einen Padawan, der keine Ahnung hatte und sich nicht wirklich selbst gegen einen Tuk’ata verteidigen konnte… Geschweige denn über einen Lavasee springen konnte!
Zoey redete weiter auf ihn ein. Sie fragte ihn, warum er all das getan hatte für sie.
Dann kam es dem Nautolaner… Sie mussten mit ihm reden! Hätte er seinen Kopf drehen können, dann hätte er der Frau ein anerkennendes Nicken geschenkt. Sie war brillant. Vielleicht konnten sie den Mann so lange aufhalten bis der Rest der Gruppe bei ihnen angekommen war! Er wusste, dass sie noch lebten! Oder er hoffte es zu wissen, aber im Moment blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu hoffen. Außerdem hatte sie sonst kaum eine Chance. Auch wenn alle wahrscheinlich sehr weit weg von ihnen waren und sie wahrscheinlich mehr als nur Glück brauchten, dass sie gefunden wurden, bevor Hybris sie tötete.


Ihr wart echt gut! Ihr habt mich voll überzeugt gehabt, dass Ihr auf unserer Seite steht… Das ich eure Aura nicht spüren konnte, war klar, aber wie habt Ihr es geschafft, auch Anakin oder meine Meisterin zu täuschen?

, fragte er und versuchte irgendwie ruhig zu klingen, auch wenn das überhaupt nicht funktionierte und man völlig heraushörte, dass er alles andere als ruhig war. Er wollte den Mann zum Reden bringen… Von seinen Fähigkeiten zu reden, würde ihn vielleicht dazu bewegen zu erzählen, wie toll er doch war.
Sein Leben hatte sowieso kaum eine Chance, außer Kestrel oder Anakin erreichte sie noch rechtzeitig. Er wollte diesen Moment so lange wie möglich hinauszögern, wenn es überhaupt möglich war! Dieser Pel… äh Hybris war völlig anders. Völlig… Böse


[Thearterra / Vulkantempel / Vorsprung] mit Zoey und Darth Hybris; Verteilt im Tempel: Der ganze Rest
 
[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]

Stumm und regungslos hatte Hybris den Ausführung von Zoey gelauscht und schließlich auch Q'Tahems Frage nicht sofort beantwortet. Dabei hatte er jedoch gedanklich mitgezählt und sich zu jeder Zahl ein einzelnes Stichwort gemerkt, sodass er sich nun alles relativ einfach ins Gedächtnis rufen konnte, und das sogar in der richtigen Reihenfolge.
Da ihm weder Lippen, die Nase und Ohren, Haut oder Muskeln zur Verfügung standen um mimisch zu unterstreichen was er zu sagen hatte, konnte er das was er sagte lediglich mit den Augen oder einem Lachen beziehungsweise dem Betonen einzelner Worte bekräftigen.


„Erstens junge Lady. Wenn ihnen ein Sith … oder nein, wenn ihnen überhaupt irgendjemand gegenüber sitzt der nur mal kurz mit der Hand zucken muss sodass sie elendiglich verrecken, dann sollten sie sich ein wenig zurückhalten.“ Beim letzten Wort beugte er sich vor und ließ seine rechte flache Hand einmal kräftig gegen ihre Stirn klatschen. An sich wäre das nicht viel gewesen, doch da ihr Kopf an hartem Fels gelehnt und ihr Körper ohnehin schon unter schrecklichen Schmerzen litt, reichte das schon um ihren Körper einmal vollständig schmerzhaft aufschreien zu lassen. Jede noch so kleine Verletzung stach noch einmal zu, wurde noch heißer oder kälter. Das Hybris Augen dabei kalt und mitleidslos starrten, machte es auch nicht besser. Seine zeitweise sarkastische oder auch hämische Art konnte ganz offensichtlich sehr schnell durch weniger humorvolle Charakterzüge ersetzt werden.
„Und warum ihr beide euch nicht bewegen könnt? Ernsthaft Schätzchen? Schon in den ersten Minuten unserer Reise habe ich in Ihrem Kopf herum gewühlt und Sie fragen sch nun warum sie gelähmt sind. Fantastisch. Applaus. Hurra. Ist Ihre Birne so weich, dass ein klein bisschen Schmerz und Schock ihnen bereits hier und da das Nachdenken erschwert?“
Er wollte ihr schon wieder eine verpassen, überlegte es sich aber kurz davor anders und verpasste dafür dem Nautolaner ein Ohrfeige.
„Bitte, lassen Sie wenigstens den jungen Padawan laufen“ äffte er sie nach und rollte dabei gespielt wahnsinnig mit den Augen.
„Ich sagte doch grade das ich euch beide noch ein letztes mal brauche und solltet Ihr mich nochmals dazu zwingen mich zu wiederholen, brenne ich Ihnen jedes einzelne Wort in die Arme ein.“

Die Fingerkuppen an die Schläfen gedrückt, versuchte er sein Gesicht so zu verziehen, sodass es so aussah als würde er sie und ihre Theorien für Schwachsinn halten.
„Und doch betteln sie, und weinen, und kommen dann mit Beweisen an die ihr ach so wertloses Leben retten sollen. >>Sie brauchen mich, ich weiß doch so viel, ich habe immer recht gehabt<<, blabla, labern sie keinen hirnlosen Mist. Sie brauche ich ganz gewiss nicht. Aber keine Sorge, das Wissen in ihrem Schädel werde ich mir schon besorgen, denn falls sie es vergessen haben sollten“ - er beugte sich so weit vor das sie sich auf Augenhöhe beinahe mit den Nasen bzw Hybris Überreste davon, berührten - „ich bin ein Sith Lord und ich kann mir durch die Macht alles besorgen was ich will. Und je nachdem wie gut gelaunt ich bin werden sie danach unversehrt, schwachsinnig oder ein Sklave sein. Ihre Intelligenz macht es mir nicht leicht sie zu manipulieren, aber wenn ich erst einmal den Durastahlhammer auspacke, dann ists vorbei mit allem was sie als Persönlichkeit betrachten.“
Er lehnte sich wieder zurück, und als wäre ihm doch noch was eingefallen, schoss seine rechte Hand vor und ein wirklich stark zersetzter Zeigefinger deutete zwischen ihre Augen.
„Und sollten Sie jetzt damit kommen, wieso ich Ihnen das Wissen nicht von Anfang an entnommen und sie dann umgebracht habe, schneide ich Ihnen alle Extremitäten ab. Noch eine voreilige Aussage oder Frage, irgendwas das beweist das Sie nicht nachgedacht haben bevor sie sprechen und ich schwöre bei den corellianischen Höllen: Ich flippe aus. Ich habe endgültig genug von Euch.“
Wieder ein kräftiger Schlag gegen ihre Stirn.
Er würde nicht zugeben das er die Situation falsch eingeschätzt hatte. Hätte er den Padawan nämlich kurz nach dem Überqueren der Brücke getötet und Zoey das angetan was er ihr eben angedroht hatte, hätte er sie sich auf den Rücken schnüren und sie mit der Macht so weit manipulieren können, das sie ihm alles gesagt hätte was er vbon ihr wissen wollte. Doch die anderen Meister waren zu nah gewesen und Hybris war außerdem davon ausgegangen, dass es ihm kaum Mühe bereiten würde die Scharade weiterzuführen und außerdem zum Holocron zu gelangen. Doch er hatte viel zu viel seiner Energie für die anderen aufgebraucht und selbst zum Ende hin daran festgehalten. Und das nur weil er sich keinen Fehler eingestehen wollte. Überheblich wie er war, konnte es ja ohnehin nicht sein das etwas nicht so lief wie er es geplant hatte.
Jetzt saß er jedoch mehr tot als lebendig auf einem Vorsprung, der Sith Rage sehr nahe und gewillt diese beiden ehemaligen Kameraden bis auf die Knochen zu foltern. Wie er es hasste sich zu irren!


„Selbstlos gehandelt, sagt Ihr“ spie er verächtlich aus und stierte Zoey dabei mörderisch an. Ihr benebelter Geist ging ihm auf den Sack.
Alles.Hatte.Einen.Grund! Euch zu helfen, zu retten, die Gruppe voran zu bringen. Am liebsten wäre ich gleich über eure Truppe hergefallen, als wollte ich das ihr beschissenen Jedi und Zivilisten im selben Tempel seid wie ich und mein Holocron sucht. Da musste ich mich anpassen, aber selbstverständlich kann das hier nur so enden, dass ich bekomme was ich will und ihr sterbt alle oder könnt, falls ihr Glück habt, flüchten. Allein wegen der Strapazen lechze ich danach irgendwem auf blutige Weise dafür büßen zu lassen.“
Dieses mal gabs für beide Gefangene einen Schlag auf die Stirn.
„Und was euch und eure Frage betrifft Padawan... ihr Jedi seid so lächerlich. Eurer teurer Anführer Anakin hatte mich sofort durchschaut, nicht komplett, aber genug um mich nicht aus den Augen zu lassen. Möchte.Man.Meinen!
Hybris Blick bohrte sich in Q'Tahems Schädel.
„Anstatt mich gleich zu töten, zu fesseln oder einfach nur vom Tempel fern zu halten oder meinetwegen einfach nur durch einen Meister bewachen zu lassen, habt ihr euch von mir entfernt, vielleicht ein paar Warnungen ausgesprochen und dann? Dann habt ihr mich machen lassen. Und kaum bietet sich die Gelegenheit, locke ich euch beide von den anderen Weg und nutze die Situation aus. Selber schuld oder? Euer Anführer ist ein Versager, der vermutlich so oft mit dieser Arica im Bett gewesen ist, das er gar nicht mehr klar denken konnte.“
Ein abwertendes Schnauben hier, eine wegwerfende Geste dort.
„“Lady Kolar steht unter meinem Schutz, rührt sie nicht an“ sagte er. Lächerlich. Das grade jene die er schützen wollte einer der Jedi Meister weggelockt hat. Na Q … spürt Ihr sie noch? Eure Gefühle verraten euch, diese verschwundene Jedi steht euch näher als die anderen. Also eure Meisterin … und grade sie wurde durch Anakin verraten und an die blutrünstige Sith Hexe verkauft …“

Hohl lachend erhob sich der Sith langsam und mit Mühe. Seine nur noch in Fetzen an seinem Körper hängende Kleidung versuchte dabei gänzlich auseinander zu fallen, doch er hielt sie mit den Händen fest und rückte sie ein wenig zurecht. Jämmerlich sah es dennoch aus.

„Sollte ich euch am Leben lassen Padawan, solltet ihr euch in Zukunft vor Menschen hüten. Keine Rasse ist derart intelligent und anpassungsfähig und gleichzeitig so leicht zu manipulieren. Gebt einem Menschen Macht und er wird sie für seine eigenen Zwecke missbrauchen. Es sei denn man konditioniert sie zum Beispiel in euren Jedi Tempeln oder beim Militär und lehrt sie damit selbstlos zu handeln. Was sagt das über diese Spezies aus, hm? Eurer Anführer wurde irgendwann in der Vergangenheit von dieser Arica manipuliert... oder sie waren mal Meister und Schüler, das aber zugeben wird er freilich nicht.“

Die Chance, das er den Padawan am Leben ließ war sehr gering. Zoey wollte er noch über diesen Planeten hinaus psychisch foltern, weil sie es einfach verdient hatte, doch der Nautolaner war dem Sith Wissenschaftler mehr oder weniger egal. Lediglich der Umstand das er später zu einem Meister heranwachsen und Hybris Probleme bereiten konnte, sprach gegen sein Überleben. Dafür... nun, selbst wenn es etwas gab, der Sith stand wohl kaum in der Verantwortung darüber nachzudenken.
Doch zuerst mussten sie leiden. Und das so lange und so intensiv, das er genug Kraft sammeln konnte um seinen Körper in kürzester Zeit zu regenerieren.


„Tja, ich wäre dann fertig. Kommen wir nun zu dem was euch in der nächsten Stunde erwartet. Ich nehme an als Jedi Forscherin seid Ihr nicht gänzlich unwissend Zoey, doch falls ihr es dennoch nicht wisst: Ein Sith kann, sofern er mächtig genug ist und über entsprechendes Wissen verfügt, aus dem Schmerz und Leid anderer Kraft gewinnen. Diese ist nur kurzzeitig verfügbar, erlaubt es mir aber meinen Körper zu heilen.“

Ein Totenkopfgrinsen aufgelegt, rieb er sich die verfaulten Hände, was selbst in seinen Ohren ein widerlich schmatzendes Geräusch verursachte. Gut das er keine Haut mehr besaß um Gänsehaut zu bekommen.

„Ich werde euch daher Schmerzen zufügen. Und das ausgiebig. Also, wer möchte anfangen? Oder hat noch wer etwas zu sagen das Ihm ein paar Minuten verschaffen könnte?“

Noch während er sprach legte er seinen Mantel ab und warf ihn einfach in den Schacht. Die darunter liegende Weste hing auch nur noch grade so eben an den letzten Fäden, also fiel auch sie schließlich weit weit unter den Dreien in den Lavafluss. Die Unterarme frei und der Oberkörper nur noch durch ein graues, noch relativ unbeschädigtes Hemd bedeckt, lockerte er demonstrativ die Hände. Zoey, und das stand schon jetzt fest, würde er keine weiteren körperlichen Verletzungen zufügen. Der Nautolaner hingegen würde das volle Programm genießen und dabei immer seinen Tod unmittelbar vor Augen haben. Jedoch ohne ihn tatsächlich sehnsüchtig in die Arme schließen zu dürfen... und falls Hybris sich doch mal nicht bremsen konnte... wiederbeleben ging ja fast immer...

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]
 
Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung: Q`Tahem, Darth Hybris und Zoey


Zoey hatte dem Sithlord alles gesagt, was ihr im Moment eingefallen war, um beider Leben retten zu können. Aber irgendwie kam ihr das Ganze jämmerlich spärlich vor, was ihr dazu eingefallen war. Sie hätte nie gedacht, dass dies so schwer sein würde. Auch hätte sie nie geglaubt, in so eine Situation zu geraten. Ihre Gedanken begannen wieder zu wirbeln. Was ihr nicht aus dem Sinn gehen wollte, war die Tatsache, dass er geäußert hatte, dass sie sich ihm gegenüber so respektlos verhalten hatte, wie sie mit ihm umgesprungen wäre. Bloß, was meinte er nur damit?! Sie versuchte sich krampfhaft zu erinnern, wann sie sich so verhalten haben sollte. Ihr fiel nichts ein. Ob er das meinte, als sie ihn als Sith bezeichnet hatte am Ausgang der Eingangshalle? Sie hatte ihn noch gefragt, ob er sich den Jedi überlegen fühlte. Er hatte seinen Finger belehrend und bedrohlich erhoben gehabt. Vielleicht war es das gewesen?! Ja, das könnte es gewesen sein. Sie dachte in dem Moment schon, als sie es ausgesprochen hatte, dass sie hoffentlich sich nicht zu weit aufs Eis raus gewagt hätte. Sie überlegte weiter und ihr fiel ein, dass sie ihm widersprochen hatte im Prüfungsraum. Direkt erfreut war er nicht darüber gewesen. Heftig ausgelacht hatte er sie. Er hatte sich von ihr weg gedreht. Wieso eigentlich?! Und er ließ sie stehen. Später hatte er sie im herrischen Ton aufgefordert, sich zu zu stellen. Vielleicht war es dies gewesen, auf was er anspielte? Wenn man dies nur rückgängig machen könnte, überlegte sie. Wer weiß, was er für einen Hass ihr gegenüber aufgebaut hatte. Solche Verrückten waren zu allem fähig und er war auch noch ein Sithlord! Zoey wurde total unruhig bei diesen niederschmetternden Gedanken. Vielleicht hatte er sich umgedreht gehabt, um sich zu beruhigen, um seine Fassade aufrecht zu halten. Dann fiel Zoey auf einmal diese eigenartige Sache mit seinen Haaren ein. Sie hatten so komisch gezittert. Was dies wohl zu bedeuten hatte! ? Wieso hatte sie dem dort vor Ort keine Bedeutung geschenkt?! Das war höchst eigenartig gewesen! Es war kein Luftzug zu spüren gewesen!

Zoey hörte Q`Tahem etwas sagen. Ja, der Ärmste saß genau neben ihr, dass konnte sie hören. Er versuchte dem Sith zu schmeicheln und in ein Gespräch zu verwickeln. Keine schlechte Idee, fand Zoey. Q`Tahems Chancen waren noch schlechter als Zoeys, es sei denn, er würde ihn als möglichen Schüler in Betracht ziehen.
Nun, endlich sagte Hybris etwas zu allem, der bisher geschwiegen hatte.

„Erstens junge Lady. Wenn ihnen ein Sith … oder nein, wenn ihnen überhaupt irgendjemand gegenüber sitzt der nur mal kurz mit der Hand zucken muss sodass sie elendiglich verrecken, dann sollten sie sich ein wenig zurückhalten.“ ,


und bei seinen letzten Worten wurde er handgreiflich, indem er ihr derart eine vor die Stirn klatschte, dass sie mit voller Wucht gegen den Fels krachte. Sie erschrak heftig. Damit hatte sie dummerweise irgendwie nicht in dem Moment gerechnet. Es war so, als würde sie mit dem Hinterkopf irgendwo sich heftig stoßen oder gar aufschlagen und ihr Gehirn wurde leicht durchgeschüttelt. Da der Fels hinter ihr rau war, tat es auch ziemlich weh, da die unebenen Stellen sich in ihre Kopfhaut bohrten. Zu mindest fühlte es sich so an. Und davon abgesehen, schmerzte ihr ganzer Körper mit. Ganz besonders wirkte sich die Erschütterung auf ihren Arm aus, indem der verfluchte Pfeil scheinbar immer noch zu stecken schien und scheinbar eine heftige Entzündung hervorgerufen hatte. Sehen konnte Zoey es allerdings nicht. Da sie sich nicht bewegen konnte, konnte sie nicht schnell mal einen Blick darauf werfen. Aber, es fühlte sich so an. Sofort wurden ihre Augen glasig. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, so offen heraus das auszusprechen, was ihr durch den Kopf gegangen war. Sie musste dringend vorsichtiger sein! Sein kalter herzloser Blick, den er dabei aufgesetzt hatte, machte ihr Angst und bereitete ihr große Sorgen. Da war nichts Freundliches mehr, kein Mitleid, nichts Nettes, gar nichts! Nichts, was auch nur ansatzweise an Pel erinnerte! Man, hatte der sich verstellt gehabt, ein wahrer Meister in seinem Fach. Sie wünschte sich den alten Pel zurück!

Er kam zu der Tatsache, dass sie gelähmt war. Scheinbar war es auch der Padawan. Nicht nur, dass dieser Pel, äh.. dieser Hybris, daran musste man sich erst mal gewöhnen, sie Schätzchen nannte. So eine bodenlose Frechheit, aber Zoey musste es einfach hinnehmen. Normalerweise hätte sie die Augen verdreht. Hybris stellte sie als völlig verblödet dar und Zoey begann sich schon fast zu schämen dafür, dass es doch logisch war, dass er dahinter steckte. Ja, er hatte recht, doch da sie immer an das Gute bei Allen und Jedem glaubte, hatte sie dies nicht zu denken gewagt. Außerdem hatte Arica offensichtlich Tenia gefesselt gehabt, dass konnten alle am Strand sehen. Zu allem Überfluss holte der Sith schon wieder mit der Hand aus und Zoey wollte gerade zusammenzucken und ihre Hände schützend vors Gesicht nehmen, was aber durch die Lähmung ihrer Muskeln unmöglich war, sie aber aus einem Schutzreflex heraus vergessen hatte, doch Hybris besann sich anders und er gab Q`Tahem eine krachende Ohrfeige. Zoey hörte es jedenfalls klatschen. Sie biss sich vor Schreck auf die Lippe. Und im selben Atemzug machte er ihr mit verstellter Stimme nach und amüsierte sich darüber, dass sie sich für Q`Tahems Freilassung eingesetzt und ausgesprochen hatte. Na, toll, dachte Zoey, jetzt habe ich ihn erst auf blöde Gedanken gebracht! Aber die Archäologin hatte bisher noch nie mit Kriminellen oder Verrückten zu tun gehabt, nicht mal ansatzweise. Sie war nur gepflegten Umgang gewöhnt. Am liebsten hätte sie einen gequälten Gesichtsausdruck gemacht, aber selbst das konnte sie nicht. Stattdessen weinte sie leise, eher innerlich vor sich hin und eine Träne lief ihr wieder übers Gesicht. Der arme Q`Tahem!

„Ich sagte doch grade, dass ich euch beide noch ein letztes Mal brauche und solltet Ihr mich nochmals dazu zwingen mich zu wiederholen, brenne ich Ihnen jedes einzelne Wort in die Arme ein.“,

war das Nächste, auf was er zu sprechen kam und was er Zoey da androhte, ließ ihr erneut das Blut in den Adern erfrieren. Was für ein Verrückter! Wörter in ihre Arme brennen! Was hatte er nur für kranke brutale Gedanken! Wozu brauchte er sie nur? Sicherlich, bedeutete dies bestimmt nichts Gutes. Bloß nichts sagen dazu, hämmerte Zoey sich selber ein! Bleib bloß ruhig!

Jetzt machte Hybris theatralisch mit Mimik und Gestik so, als würde er nachdenken und kam mit ihren Theorien und Beweisen, die sie genannte hatte, dass sie wichtig war, am Leben zu bleiben und entkräftete sie sofort und nannte ihr Leben wertlos. Dies zu hören, entlockte ihr sofort ein heftiges Aufschluchzen und sie begann hemmungslos zu weinen. Sie hing an ihrem Leben. Sie hätte hier niemals her kommen sollen. Es war der blödeste und fatalste Job ihres Lebens und wohl auch ihr Letzter. Und jetzt beugte sich dieser Sith super nah vor und sah ihr direkt in die Augen und sie spürte seinen Atem im Gesicht, seinen bösen durchdringenden stechenden Blick und seine Überreste seiner Nase berührten sie wahrscheinlich gleich jeden Moment, dachte Zoey und ihr wurde heiß und kalt zur gleichen Zeit und ihr wurde klar, dass sie unglaubliche Angst vor diesem Sithlord verspürte. Was hatte er nur vor? Ihre Augen müssen nur so vor Angst gesprochen haben. Ihre Lippen zitterten vor Panik, als er dies tat. Und was er dabei aussprach, raubte ihr den Atem. Ihren Herzschlag verspürte sie im Hals. Ihre Persönlichkeit rauben, sie zum Sklaven machen, ihr Wissen herausholen! Zoey traute ihren Ohren nicht! Endlich wich er von ihr zurück, und sie atmete auf, dass er zurückgewichen war, aber dann traf sie fast der Schlag, als er wieder nach vorne schoss und ihr seinen ekelhaften Finger dicht zwischen ihre Augen hielt. Noch angsterfüllter sah sie ihn fast zu Tode erschrocken an. Und was er dann sagte, raubte ihr fast den Verstand:

„Und sollten Sie jetzt damit kommen, wieso ich Ihnen das Wissen nicht von Anfang an entnommen und sie dann umgebracht habe, schneide ich Ihnen alle Extremitäten ab. Noch eine voreilige Aussage oder Frage, irgendwas das beweist das Sie nicht nachgedacht haben, bevor sie sprechen und ich schwöre bei den corellianischen Höllen: Ich flippe aus. Ich habe endgültig genug von Euch.“

Er war nicht gut auf sie zu sprechen! Ihre Extremitäten abschneiden! Wie konnte er nur so grausam sein? ! Sie musste tatsächlich aufpassen! Sie musste abwägen, was sie sagen würde! Was war er nur für ein Psychopath! Er war ein Doktor Frankenstein! Zoey erschauerte bei dem Gedanken! Er würde dies sehr wohl wahrmachen, war der Archäologin klar! Wer weiß, wen er und wie viele er schon alles grausam getötet hatte. Seinen Psychologen auf jeden Fall! Ausgeweidet, hatte er gesagt! Sie glaubte ihm jedes Wort! Hoffentlich hatte er das nicht mit ihnen vor!? Kaum hatte er sein letztes Wort ausgesprochen gehabt, schlug er ihr wieder heftig gegen die Stirn und Zoey flog wieder hart mit dem Hinterkopf gegen die Wand. So ein Dreckskerl! Zoey stöhnte, nein schrie kurz laut auf. Ein Schmerz vom Kopf bis runter zum Bein machte sich breit. Am meisten machte ihr aber der Arm zu schaffen. Ob der Pfeil vergiftet gewesen war? Der Arm puckerte wie wild, aber auch ihre Brandverletzung brannte wie Feuer. Es war auch eine Menge Sand und Dreck an die Wunden gekommen. Mittlerweile schmerzte ihr Kopf auch von alleine weiter. Sie würde noch eine Gehirnerschütterung bekommen, wenn er dies noch öfter tun würde. Aber er regte sich weiter über sie auf und sah sie an wie ein Mörder sein Opfer, weil sie ihn selbstlos genannt hatte. Er regte sich über alles auf, was sie gesagt hatte, ganz egal was.

„Alles.Hatte.Einen.Grund!..“,

sagte er mit Nachdruck und unglaublich rasend vor Wut. Zoey schwieg und hätte ihm in diesem Moment niemals widersprochen! Dennoch bekam sie kurz darauf wieder einen kräftigen Schlag vor die Stirn und Zoey befürchtete, dass sie bald einen Loch im Kopf haben würde, da der Fels hinter ihr recht uneben mit ziemlich spitzen Stellen, so fühlte es sich zumindest an. Wieder schrie sie vor Schmerz auf.

Dann wandte sich dieser ekelhafte gehässige Mistkerl Q`Tahem zu, weil er auf seine angesprochene Sache einging und sprach von Anakin. Als er das sagte:

„… Euer Anführer ist ein Versager, der vermutlich so oft mit dieser Arica im Bett gewesen ist, das er gar nicht mehr klar denken konnte.“,

musste Zoey wieder bitterlicher weinen. Das Schlimmste war, dass sie selber diese Gedanken laufend gehegt hatte. Zum Anderen hatte sie stets gehofft gehabt, sich zu irren und alles würde sich aufklären. Aber nun waren alle vermutlich tot. Zum Anderen hasste sie es, wenn man über vermeintlich Gestorbene so mies sprach. Anakin hatte ihr ein dutzend Male das Leben gerettet. Und sie hatte ihn sehr lieb gewonnen. Alles was Hybris dann aber noch hinzufügte, war leider auch wahr. Es ging um Kestrel und Arica. Zoey konnte ein lautes Aufschluchzen nicht vermeiden. Es waren fatale Fehler passiert! Und Zoey selbst hatte Anakin zu wenig getraut, um ihm das Verschwinden Kestrels zu melden, sondern hatte sich lieber direkt an Sane gewandt und indirekt an Jedi Finn. Anakin ein Schüler von Arica! Von ihr manipuliert! Zoey traute ihren Ohren nicht, was er da sagte, dennoch könnte es durchaus wahr sein, dachte Zoey traurig. Er wollte Arica unbedingt mit in den Tempel nehmen! Dabei hatten sie so einen tollen Plan mit Sane ausgeheckt! Doch nun änderte der Sith das Thema und sprach:

„Tja, ich wäre dann fertig. Kommen wir nun zu dem was euch in der nächsten Stunde erwartet. Ich nehme an als Jedi Forscherin seid Ihr nicht gänzlich unwissend Zoey, doch falls ihr es dennoch nicht wisst: Ein Sith kann, sofern er mächtig genug ist und über entsprechendes Wissen verfügt, aus dem Schmerz und Leid anderer Kraft gewinnen. Diese ist nur kurzzeitig verfügbar, erlaubt es mir aber meinen Körper zu heilen.“

Zoey hätte am liebsten laut um Hilfe geschrien, doch wer sollte ihnen hier zu Hilfe eilen?! Sie hatte davon schon mal gehört, dass Sith ihre Kraft aus dem Schmerz und dem Leid anderer beziehen, aber um sich zu heilen war ihr erstens neu und dass es sie selbst betraf, war eine ganze andere Melodie. Dafür brauchte er sie Beide! Es war entsetzlich! Was hatte er nur vor?! Zoeys Schläfen begannen vor lauter Panik zu pochen und die übelsten schrecklichsten Albtraumphantasien kamen in ihr hoch, angefangen von Vergewaltigung bis Aufschlitzen. Die junge Jediforscherin musste wieder gegen eine stark aufkommende Übelkeit ankämpfen und dachte an ihre Mutter. Wenn jene ahnen würde, in welcher ausweglosen Situation sie sich gerade befand. Hybris grinste total irre und rieb sich seine Finger. Letzteres war eine schlimme Geste, aber das Geräusch und der Anblick dazu waren so scheußlich und unbeschreiblich, dass Zoey laut würgen musste. Zum Glück bekam sie sich sofort wieder in den Griff.

„Ich werde euch daher Schmerzen zufügen. Und das ausgiebig. Also, wer möchte anfangen? Oder hat noch wer etwas zu sagen das Ihm ein paar Minuten verschaffen könnte?“,

und dazu zog er demonstrativ seine Jacke und Weste aus und stand nun mit hoch gekrempelten Ärmeln wie ein Schlachter da. Entsetzt starrte Zoey ihn an. In ihrer Panik kramte Zoey rasch noch mal in ihrem Gehirn nach, um diese schlimme Sache von Q`Tahem und sich selber noch abwenden zu können. Einen Versuch war es immerhin wert! Schlimmer konnte es ja wohl nicht werden, bloß was?! Ein heftiger Adrenalinstoß-oder-rausch verschaffte Zoey eine Idee und sie fand, sie hatte noch ein Ass im Ärmel! Sie musste an sein Ego ran! Er spielte gern den Schauspieler und stellte sich so gerne in den Mittelpunkt. Da wollte sie ansetzen. Er wollte sicherlich gerne berühmt, hoch gejubelt und anerkannt sein!

Lord Hybris, ich möchte gerne etwas sagen. Zuerst, möchte ich sie für alles um Verzeihung bitten und an ihr großzügiges Herz appellieren, uns am Leben zu lassen. Ich habe als Jediforscherin schon einige Bücher veröffentlicht und viel Erfolg dabei gehabt. Mit Lesereisen und so. Meine Bücher wurden in hunderte Sprachen übersetzt und großzügig verlegt. Ich wollte auch über Thearterra und über alle Tempel schreiben. Über Jedi berichten. Aber, noch nie hat jemand über einen Sithlord wie sie einer sind, geschrieben. Ich könnte sie berühmt machen über viele Welten hinaus. Ich würde so gerne über ihre speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten schreiben, die mich sehr fasziniert haben, über ihre Heilmethoden, wie sie uns gerettet haben, wie sie meinen Anzug reparierten, wie klug sie sind und wie geschickt sie im Umgang mit der Macht sind, die so stark in ihnen ist. Ich bewundere sie sehr deshalb. Außerdem würde ich gerne in meinen Vorlesungen meinen Studenten von ihnen berichten. Sie müssen wissen, ich wäre die erste Person in meinem Fachgebiet, die die Ehre gehabt hätte, einen Sithlord kennen zu lernen und so lange an seiner Seite durch einen Tempel zu gehen. Man kann in den ganzen Welten lediglich Jedikunde studieren, aber keine Sithkunde. Damit beschäftigen wir uns lediglich am Rande automatisch mit. Sie würden berühmt werden und man würde von ihrer Stärke erfahren und es würde nie in Vergessenheit geraten. Ich würde ihnen bereits zu Lebenszeiten ein Denkmal setzen können. Sie müssten mir nur sagen, ob ich ihren wahren Namen verwenden darf oder ob ich sie anders, Dr. Pel zum Beispiel, als Synonym nennen soll."

Zoey hatte die letzten Worte zähneklappernd gesprochen, weil sie Schüttelfrost bekam, da ihr Fieber gerade rasant zu steigen schien. Mit glühenden Wangen sah sie ihn fragend an, wie er wohl auf ihr verlockendes Angebot reagieren würde? Hoffentlich hatten ihre Worte, die sie durchaus ernst meinte, eine positive Wirkung auf ihn? Zoey hatte nochmals alles auf eine letzte Karte gesetzt. Sie sah in seine Totenfratze und auf seine verwesten Arme und hoffte, dass Q`Tahem und sie selber besser aussahen als er, denn sie konnte ja nicht an sich runter oder zu Q`Tahem rüber schauen und konnte sich Hybris sein Äußeres einfach nicht erklären. Allerdings ahnte sie, wie sie zumindest wirken musste, mit ausgekugeltem Arm und einem Pfeil im Anderen stecken.


Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung: Q`Tahem, Hybris, Zoey
 
[Thearterra / Vulkantempel / Vorsprung] mit Zoey und Darth Hybris (alias Dr. Pel); Verteilt im Tempel: Der ganze Rest

Eine kurze Stille hatte sich eingeräumt, als die beiden fertig waren. Q’Tahem war sich nicht mehr so sicher, wie dieser Sith Lord auf seine Frage und auf das was Zoey gesagt hatte, antworten würde, aber er bekam immer mehr das Gefühl, dass er nicht mehr so „freudnlich“ mit den beiden umgehen würde.
Mit den ersten Worten bewies der Mann bereits, dass der Nautolaner recht gehabt hatte. Er wirkte in seinem gesamten Verhalten nun ziemlich gestört und verrückt. Zuerst „erlaubte“ er ihnen etwas zu sagen und dann flippte er total aus und behauptete gleich, dass sie ihn unhöflich behandelt hatten. Mit weit geöffneten Augen sah er den Mann an, der seiner Meinung nach gerade oder schon immer einige Schrauben locker hatte. Wie hatte er es bloß geschafft so lange „normal“ zu bleiben?
Q’Tahem hätte zusammengezuckt, wenn er es gekonnt hätte, als er ein lautes Klatschen hörte. Hatte er gerade eben Zoey geschlagen!? Er war wirklich völlig anders wie während der Prüfungen oder auch vor dem Tempel! Einen kalten Blick hatte der Mann nun aufgesetzt und er behandelte die Archäologin sehr sehr seeehr unverschämt. Oh wie sich der Nautolaner gerade wünschte sich bewegen zu können und dass er besser im Lichtschwerkampf oder Macht wäre! Er spürte wie in ihm die Wut stieg, aber er riss sich zusammen, dann klatschte es erneut und Schmerzen zogen ihm über die Backe und durch den gesamten Körper. Er biss sich auf die Zähne und knurrte leise. Dieser Wahnsinnige!
Er konnte nichts tun und er wagte es nicht seinen Mund aufzumachen. Wenn er sich jetzt wehrte oder irgendwas gegen ihn sagte, dann konnte er es vergessen. Die Drohungen des Sith Lords warten extrem und passten so zu einem typischen Sith für den es nur Extreme gab. Er hatte es sich nicht vorstellen können, dass sie wirklich so waren, aber es schien ernsthaft zu stimmen! Sith hatten sich soweit nicht im Griff!
Er brauchte sie noch ein letztes Mal, aber so wahnsinnige wie er dann sein Gesicht versuchte mit seinen Händen zu verziehen, war es nichts Gutes was er mit ihnen vor hatte. Auch wenn er sich gerne wehren würde, aber er wusste, dass er keine Chance hätte er war „nur“ Padawan und ihm nicht gewachsen! Er konnte ja nicht mal einen Machtsprung…
Wieder verstrickte sich der Mann in Widersprüchen. Zuerst meinte er, er bräuchte sie noch ein letztes Mal und dann gleich darauf brauchte er sie plötzlich nicht mehr. Aber seine Methoden waren ziemlich brutal. Er wollte Zoey alles Wissen entziehen und sie dann wie einen leblosen Zombie zurücklassen. Eine Mischung aus Panik und Wut stieg in dem Nautolaner auf. Er war so mächtig!
Der Mann drohte ihr nicht nachzufragen, warum er ihr Wissen nicht von Beginn an geholt hatte.
‚Weil du Schiss hattest‘, dachte er und sah den Mann nicht mehr als allzu klug. Es war klar, dass er Angst vor Anakin und den anderen hatte. Dennoch war es etwas komisch, dass er es dann nicht einfach genommen hatte, als sie sich getrennt hatten. Seine Tarnung hatte er dann ja nicht mehr zwangsweise aufrechterhalten müssen… Hatte er irgendwie vielleicht doch etwas Sympathisches an ihnen gefunden? War das vielleicht der Grund gewesen? Vielleicht war er ja nicht von Grund auf böse? Seine andere Seite bewies das doch irgendwie?
Er aber versuchte es damit zu kaschieren, dass es alles Absicht war. Etwas was Q’Tahem nicht glauben konnte, aber sicherheitshalber nichts sagte.
Er bekam einen kräftigen Schlag auf den Kopf und dieser schlug hart hinten auf der harten rauen Wand auf. Die Kraft die der Mann aufgebracht hatte, passte überhaupt nicht zu dem was der Nautolaner spürte. Der Schmerz zog sich durch den gesamten Körper. Von den Zehenspitzen bis zu seinen Kopftentakeln.
Dann widmete er sich seiner Frage. Gleich zu Beginn machte er ihn auf seinen Rang aufmerksam. Es schmerzte ihn, dass er noch nicht soweit ausgebildet war, dass er sich dem Mann stellen konnte. Es lief ihm wie Eis den Rücken herunter. Anakin hatte ihn gleich durchschaut? Aber nichts getan? Hybris Blick schien bis zu seinem Gehirn durchzudringen. Vielleicht hatte er ihn unterschätzt? Das brachte ihnen aber jetzt nichts. Sie saßen ziemlich tief drinnen. Ein fragender Blick schaute Hybris an, als er meinte, er hätte sie von Anfang an weggelockt…
Er dachte zurück und erkannte gleich, dass es wirklich so gewesen war. Er hatte sich einfach zu ihnen gestellt und dann auch noch gesagt, dass sie weiter müssten. Sie waren voll in seine Falle getappt! Wahrscheinlich hatte er auch dieses Feuer irgendwie gelegt. Er meinte, dass der Jedi Rat ein Versager wäre und dass er mit dieser Arica schon öfter etwas hatte. Q’Tahem atmete langsamer. Er hatte sie mit an Bord des Schiffes genommen und dann schließlich weiter in den Tempel. Man könnte wirklich meinen, dass er Arica absichtlich mitgenommen hatte… Seine Augen wurden groß, als Hybris erzählte, was Anakin zu ihm gesagt hatte. Er fragte Q’Tahem, ob er Meisterin Skyfly noch spürte. Er ging i sich hinein und war sich sicher, dass sie noch da war. Er konnte es schwach spüren, aber nur schwach, was dem Nautolaner Sorgen bereitete. Hoffentlich würde sie sie finden können!
Der Sithlord stand auf und außerhalb seines Blickfeldes. Er sah nur wie er verzweifelt versuchte seine Kleidung beisammen zu halten. Ein Anblick, der ihm in einer anderen Situation ein Lachen von den Lippen gelockt hätte. Jetzt aber konnte er sich nicht bewegen und er hatte mehr Sorgen in sich als Freude.
Er hatte wohl geringe Chancen am Leben zu bleiben. Langsam aber sicher kam Angst und Panik in ihm auf. Seine Zeit war wohl gekommen. Er würde nie ein vollwertiger Jedi-Ritter werden. Er könnte nie andere vor Leuten wie Hybris retten, oder sich um die Kleinen und Schwächeren kümmern… Ihm wurde mulmig im Bauch. Er hätte so gern mehr gelernt, aber die Macht schien andere Pläne für ihn gehabt zu haben. Dann meinte er, er wäre fertig und er würde ihnen nun extreme Schmerzen zufügen, dass er sich heilen könnte. Innerlich wappnete er sich bereits.
Zoey versuchte noch ein letztes Mal auf den Menschen einzureden. Sie wolle ein Buch über ihn schreiben und ihn in ihren Vorlesungen anpreisen.
Q’Tahem wurde traurig, als er das hörte. Am Ende dachte jeder wieder nur an sein eigenes Überleben. Sie hatte noch ein letztes Ass im Ärmel. Eine letzte Chance irgendwie lebendig aus der Sache herauszukommen und diese versuchte sie nun auszunutzen. Der Nautolaner war da jetzt chancenlos. Sie dachte nicht mehr an ihn! Nachdem sie so viel durchgemacht hatten! Hauptsache sie überlebte! Er konnte es ihr eigentlich nicht verübeln… In einer solchen Extremsituation griff man nach allen Strohhalmen die noch zur Verfügung waren. Seine Möglichkeiten waren eigentlich ausgeschöpft…. Er könnte allerhöchstens ein letztes Mal gegen den Mann ankämpfen. Ihm einen Stein an den Kopf schleudern, aber seine Machtkräfte waren so gering im Gegensatz zu denen des Sith, dass er sowieso unterlegen wäre. Außerdem könnte er der Rache des Sith nicht mal ausweichen, da er sich sowieso nicht bewegen konnte.


Egal, was du Verrückter jetzt vor hast, bring es endlich zu Ende! Ich bin bereit!

, meinte er mit sich überschlagender und zittriger Stimme. Vielleicht könnte er lang genug bei Sinnen bleiben, oder lange genug durchhalten bis irgendjemand sie fand. Jetzt schloss er seine Augen. Er wusste nicht ob es überhaupt irgendetwas brachte, aber er stellte sich das kommende bildhaft vor. Den verätzten und halbtoten Hybris, der seine Hand über ihnen ausstreckte, ein breites Lachen auf dem Gesicht und sie beide an einer Wand sitzend mit schmerzverzerrtem Gesicht. Er wollte sich auf das kommende vorbereiten… Die Schmerzen würden ihn jetzt hoffentlich nicht mehr so extrem hart treffen. Er versuchte stark zu bleiben und wartete darauf, dass der Schmerz kam.

[Thearterra / Vulkantempel / Vorsprung] mit Zoey und Darth Hybris (alias Dr. Pel); Verteilt im Tempel: Der ganze Rest
 
[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]

Diese Zoey brachte es wirklich fertig Hybris ständig in seinen Entscheidungen wanken zu lassen. Mal wollte er sie sofort töten, dann langsam, dann wieder gar nicht, mal foltern, mal nicht, dann wieder frei lassen und den Padawan gleich mit und dann wieder nicht. Selbst in ihren teils recht langen Monologen schwankte seine Gemütsfassung. Als sie anfing ihr Leben retten zu wollen, war da wieder dieser Hass mit dem er sie nur zu gerne hätte verbrennen wollen. Dann sprach sie davon ihn berühmt machen zu wollen und ein Teil von ihm konnte gar nicht anders als sich geschmeichelt zu fühlen – wobei er nicht berühmt, sondern gefürchtet sein wollte – und dann am Ende machte sie wieder alles kaputt und er seufzte schon innerlich. Solch wunderbares Potenzial, und doch kam nur Mist bei heraus. Sollte er sie vielleicht von ihren Schmerzen befreien? Damit sie endlich klar denken konnte? Oder eher foltern? Es war echt lästig. Sie war echt lästig.


„Miss Liviana“ begann er langsam, sich wohl bewusst das er sie ständig anders ansprach. „Darf ich mal ein bisschen was aufzählen, ja? 1. Um Verzeihung bitten – bullshit. 2. großzügiges Herz – Schwachsinn. 3. Jedi Forscher – Bücher veröffentlich – erfolgreich – ernsthaft? Es gibt seit Jahrtausenden Jedi und Sith und mit Sicherheit ebenso viele Werke darüber. Nicht wirklich glaubhaft Schätzchen. Und dann Ihr Angebot über mich zu schreiben … als Gegenleistung wofür? Das ich sie beide gehen lasse? Und weil Sie eine so ehrliche Haut sind werden Sie es dann dennoch schreiben? Oder soll ich währenddessen ständig an Ihrer Seite bleiben? Und dann das was Sie schreiben wollen...“

Seine rechte Hand hob sich und deutete nun locker auf Zoey. Eine Geste, die bei einem Machtnutzer alles mögliche bedeuten und zu ebenso vielen weiteren unvorhersehbaren Gesten führen konnte.

„Sie haben ihre Idee schon wieder nicht bis zu Ende gedacht und somit zwingen sie mich erneut mich zu wiederholen. Gleich zwei Fehltritte … was soll ich nur mit ihnen machen!“


Noch während des letzten Wortes verkrampfte sich seine Hand. Doch nicht sie, sondern der Nautolaner wurde mit brutaler Kraft nach rechts geschleudert und landete auf dem Bauch liegend an der Abbruchkante. Sein Kopf war dabei eher zufällig nicht auf den Boden aufgeschlagen, sondern hing nun über dem Abgrund. Da er sich nach wie vor nicht rühren konnte, war er der Schwerkraft schutzlos ausgeliefert. Diese wollten ihn nur allzu gerne in den Schacht hinunter ziehen und am Grund davon in dem Lavafluss ersaufen. Doch noch war der Sith nicht mit dem Nautolaner fertig. Also spazierte er seelenruhig – weil körperlich angeschlagen – zu ihm und setzte sich rittlings auf dessen Rücken. Dies trieb ihm ein Teil seiner Luft aus den Lungen und erschwerte es ihm auch zu atmen, dafür würde er aber immerhin nicht abstürzen.

„Tja mein kleiner grüner Padawan. Verrückt bin ich wie? Nicht sonderlich klug das einem Verrückten an den Kopf zu werfen.“

Das sollte vorerst genügen, also hob er seine Füße ein Stück weit an und drehte sich noch auf dem Nautolaner sitzend um 180 Grad. Dieser konnte nur stöhnen und keuchen, es ansonsten einfach nur ertragen. Inzwischen hatte Hybris Zoey auch gezwungen in seine Richtung zu schauen. Beide starrten einander nun an und waren gleichermaßen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, unfähig das Gesicht zu verziehen.
Er musste nachdenken. Um seine Hände währenddessen zu beschäftigen, trommelte er auf dem Hintern des Padawan den Refrain eines grade auf Coruscant populären Soundtracks, seine Gedanken waren jedoch auf das gerichtet was er nun bald tun würde.
Foltern war eine Kunst. Und wie jede Art von Kunst konnte man es sich einfach machen oder eben den komplizierteren Weg gehen. Hybris ging natürlich letzteren, was mit Hilfe von ein paar selbst aufgestellten Grundregeln fast schon wieder zu einfach war.
Ganz am Anfang hatte sich der Sith jedoch schon mal von den einfachsten Arten der Folter verabschiedet. Seiner Meinung nach würde er sich selber herabsetzen, sollte er diese Techniken anwenden. Selbst wenn niemand aus der Gruppe den Planeten lebend verlassen würde und deshalb auch keiner erzählen könnte was er getan hat bzw tun könnte, er selber würde es wissen und könnte wohl kaum damit leben. Er, Hybris, ein Beinahe-Gott, würde sich nicht auf die niederste Ebene der Folterknechte begeben. Dort gab es Dinge die er nur dann tun würde, wenn er so rasend vor Zorn war, das er nicht mehr klar denken konnte. Doch jetzt war er nicht in Rage. Das ständige Schlagen der beiden Gefangenen hielt seinen „Ich raste gleich aus“ Pegel unter dem Berserker-Modus, also konnte er nachdenken und gewisse Dinge vermeiden. Diese Dinge sahen konkret so aus, das er grade eher schwach wirkende Frauen wie Zoey vergewaltigen und Männern wie Q alles abschnitt was ihrer Rasse und ihrem Geschlecht wichtig war. Dann könnte er noch Arme, Beine, Teile im Gesicht, vor allem die Augen, ab und raus schneiden, Organe entfernen... doch all das war zu plump! Wie könnte er sich selber noch ertragen, würde er wie ein triebgesteuerter Wilder über das nervige Weib herfallen?! Er gehörte zur geistigen Elite! Und das bedeutet das seine Foltermethoden durchdacht sein mussten!
Und dabei halfen ihm seine 3 Grundregeln. Regel Nummer 1: Physische und Psychische Folter kombinieren, um eine maximale Wirkung bei minimalem Zeitaufwand zu erzielen. Nummer 2: Lass die Opfer am Leben. Was brachte es einen stundenlang zu foltern, wenn man ihn danach einfach umbrachte? Es war okay wenn man nur Informationen wollte, doch dafür gab es die Macht und dann war die Sache in Minuten erledigt. Nein, ein Darth Hybris folterte nicht wegen Informationen. Die Folter entfaltete ihren wahren Schrecken doch erst richtig wenn genug Zeit verstrichen war!
Und drittens: Hoffnung. Lass die Opfer hoffen das sie überleben, das man sie rettet, das sie einfach nur durchhalten müssen und dann kommen sie irgendwann frei. Hoffnung ließ sie länger leiden, mehr Schmerzen ertragen. Würden sie einfach aufgeben und abstumpfen, weil sie von Anfang an wissen das sie sterben werden, konnte man sich die ganze Arbeit gleich sparen.
Als Hybris sich diese drei Regeln wieder ins Gedächtnis rief und sich dabei gleich auch noch mal selber schelten musste, da er wegen seiner Wut auf Zoey die elementaren Dinge aus den Augen verloren hatte, wusste er was zu tun war. Sie würde leben und er würde es sie erahnen, aber nicht wissen lassen. Und der Padawan, der sich inzwischen vermutlich über die merkwürdige Massage wunderte die seinem Hintern zu Teile wurde, würde ein Mittel zum Zweck sein. Er würde um ein vielfaches mehr zu leiden haben und der Grund dafür starrte Hybris grade an.


Rund drei Minuten lang hatte der Sith nachgedacht, bis sich schließlich ein Lächeln auf seinem Totenkopfgesicht abzeichnete. Bei jemanden den man attraktiv fand, mochte das charmant, einladend wirken, bei dem lebenden Toten wirkte es eher so als hätte er grade etwas furchtbares gefunden. Und zwar in seinem Gedächtnis.
Stumm erhob sich Hybris wieder, wankte erneut ein paar Schritte und drehte Q'Tahem dann mit der Macht um, zerrte ihn danach zurück zu Zoey und ließ sie wieder beide aneinander gelehnt an der Wand sitzen. Er blieb stehen und fischte sich im nächsten Augenblick das Laserschwert des Padawans aus dessen Gürtel. Und schon schoss die schwefelgelbe Klinge fauchend aus dem Griff, die Spitze zuerst auf den Boden, dann auf Zoeys Gesicht gerichtet.


„Zwei mal. Also zwei Bestrafungen. Doch ich mache es Euch nicht so einfach und bestrafe Euch. Nein, stattdessen wird Q'Tahem dafür den Kopf herhalten müssen.“

Hybris war wirklich nicht gut im Laserschwertkampf, doch für das was er nun tun würde, brauchte er ja eh seine Chirurgen-Fertigkeiten. In einem Augenblick verharrte der Sith noch fast regungslos und schon im nächsten verschwammen seine Konturen, das Laserschwert beschrieb einen Bogen, dann noch einen und kaum hatte das Herz auch nur zwei mal geschlagen, stand Hybris wieder vor ihnen. Dem Nautolaner klafften dafür nun zwei senkrechte Wunden auf der Stirn, wobei sie so tief wie möglich, aber flach genug waren um weder die wichtigen Nerven noch den Knochen zu beschädigen. Es diente ja nur zu Demonstration.
Die Klingt wurde deaktiviert und er steckte den Griff an seinen eigenen Gürtel, dann verschränkte er die Arme hinter den Rücken und starrte beide abwechselnd an. Wie auch schon zuvor zwang er die beiden ständig ihm direkt ins Gesicht zu schauen, egal wo er saß oder stand. Er brauchte ja ein Publikum.


„Nun wird folgendes passieren. Ich werde Q'Tahem, der ab sofort nichts mehr zu sagen hat, da er seinen Standpunkt ja eh klar gemacht hat, eine Minute lang mit Machtblitzen malträtieren. Das wird er natürlich nicht überleben. Doch Ihr Zoey könnt diese Zeit verkürzen indem ihr Stopp sagt … und werdet so mein neues Ziel. Sagt nochmals stopp und Euer Padawanfreund ist wieder dran. Wie lange wer von euch durchhält, kann ich nicht sagen, doch Ihr sicherlich weniger lang als er.“

Die Finger beider Hände auf den Nautolaner gerichtet, vollführte er eine der spektakulärsten Techniken zu der die Macht fähig war. Um die kleinen Brüder der natürlichen Blitze beschwören, abschießen und sogar lenken zu können, bedurfte es ein umfangreiches Wissen um die Macht. Diese über Eintausend Grad heißen, sich in der Luft unzählige Male gabelnden Geschossen konnten sogar Objekte anheben und wegschleudern, doch tatsächlich waren sie eher ein Instrument um jemanden in kürzester Zeit unvorstellbare Schmerzen zuzufügen. Da fast jede humanoide Rasse in der Galaxie größtenteils aus Wasser oder anderen leitenden Flüssigkeiten bestand, würden die Machtblitze auch ohne gesteuert zu werden jeden noch so weit entfernten Winkel seines Körpers erreichen. Und die dortigen Zellen zum Platzen bringen. Sollte er zu lange auf eine Stelle einwirken, würde das Wasser anfangen zu kochen und schließlich das sie umgebene Gewebe in einer Miniaturexplosion mit sich reißen. Deshalb würde Hybris aufpassen müssen, wollte er die Minute doch schaffen und sein Opfer nicht verlieren.
Der Sith atmete ein letztes mal bewusst ein, dann verdichtete sich auch schon seine letzten Machtreserven um seine Fingerkuppen. In einem aus wissenschaftlicher Sicht höchst interessanten Zusammenspiel aus Naturgesetzen und der Macht wurden die Machtblitze an den Fingerspitzen gebildet, sodass sie wage in eine entsprechende Richtung abgeschossen werden konnte. Dann übernahm Hybris. In einer Kaskade aus weiß blauen Gabelblitzen schossen die Machtblitze durch die Luft, wie auf Wellen reitend und packten den Körper des Padawan. Überall wo sein Anzug Risse und Löcher bekommen hatte drangen sie ein und gelangten dann durch seine nicht sonderlich widerstandsfähige Haut in den Körper. All das war innerhalb einer halben Sekunde geschehen und nun, da Hybris ihn in seinem glühenden Griff hatte, hob er ihn Zentimeter für Zentimeter an, sodass er schließlich stand und dann sogar noch darüber hinaus. Am Ende schwebte er eine Unterarmlänge über dem Boden, der Körper aber so starr wie eh und je. Normalerweise hätte er sich wie wild geschüttelt, gezittert und verkrampft, doch seine Muskeln konnten das ja nicht. Daher saß der Nautolaner mit den geweiteten endlos schwarzen Augen wie eine leuchtende Statue aus und weniger wie ein Opfer der Machtblitze.


Die Reaktion in der Macht war atemberaubend. Billionen von Zellen, alle für sich alleine mit der Macht verbunden, schrien erschrocken und dann voller Qual auf, vibrierten, wanden sich und konnten doch nicht entkommen. Das Echo das Hybris in der Macht erzeugte war ein Spiegelbild seiner Selbst. Seine grausame Natur, sein unerschütterliche Wille alles und jeden unaussprechliches anzutun, solange es ihm nutzte, konnte man in der Macht so offensichtlich wahrnehmen als würde man ihn direkt vor Augen haben. Der Vorsprung ertrank in finsterster Gedanken, die Macht erzitterte und wurde verzogen, verbogen und gebeugt. So wie die Machtblitze in Wellen in den unglückseligen Padawan einschlugen, so pulsierte auch die Macht. Was Hybris da tat war nicht einfach Mord, war nicht einmal einfach nur Schmerzen zufügen. Diese Technik zu verwenden um jemanden bewusst immer grauenvoller leiden zu lassen, und das nur um sich selber zu stärken, würde die Macht ihm nicht verzeihen. Die Antwort würde kommen... doch für den Moment wurde Hybris mit jeder Sekunde stärker die er Q'Tahem folterte. Oder Zoey...

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]
 
Thearterra – im Vulkantempel – mit Kestrel am Lavasee mit merkwürdigem Auge - vor der Felsfalle: Q`Tahem, Zoey mit Pel - im Gang: Sane und Markus, Elise - Eingangshalle: Anakin, Sarissia, Soldat Wendon, Tenia, Alec

Voreilig handeln? Sie? Gemeinsam mit der Jedi überlegen?
Arica schnaufte nur leise während sie die Augen verdrehte und weiter an der Wand entlang hangelte, jetzt musste diese phlegmatische Jedi aber aus dem Knick kommen.
Schon wollte Arica Kestrel dies auch deutlich sagen, als die Jedi etwas von Augen an der Wand faselte. Augen?
Ein paar recht fiese Worte lagen Arica schon auf der Zunge doch die Warnung der Jedi wurde fast Zeitgleich von einem fauchen und berstendem Gestein begleitet. Verdammter Banthamist, die Jedi hatte recht. Arica fluchte innerlich vor sich hin das ein Robodroschker in den unteren Ebenen Coruscants blass vor Neid geworden wäre aber letztendlich folgte sie dem Rat der Jedi und bemühte sich keines dieser elenden Augendinger an zu blicken oder zu kreuzen.
Im nächsten Moment jedoch schien es völlig unwichtig denn das Steinerne Lid, das sie über dem Torauge geschlossen hatte, hielt anscheinend nicht mehr stand und dieses merkwürdige Auge schien sich gleich für die Magmadusche revanchieren zu wollen.
Verdammt! Diese Jedi hatte sie wirklich gerettet! Musste Arica grummelnd zugeben als sie sich nach einem kurzen Ruck wieder auf dem Vorsprung befand, von dem sie gestartet war und an der Stelle, an der sie gerade eben noch hing, ein riesiges schwarzes Loch befand.
Allerdings der Vorsprung schwand auch und Arica zog sich erst mal ganz an die nahe Wand zurück während diese Kestrel jetzt wohl die Wirkungsweise der Augen austesten wollte.


Dann sieh verdammt noch mal auch nicht hin!

Grollte sie auf die Feststellung der Jedi und umging damit den Moment in dem sie sich für ihre Rettung hätte bedanken müssen.
Schalter? Verwirren?


Natürlich, wir können nicht hin sehen aber wir suchen mal eben den Schalter!

Ätzte Arica der im Moment jedoch auch die Ideen ausgegangen waren. Wie schaltete man etwas aus, von dem man nicht wusste wie es angelegt war. Gab es eine zentrale Steuerung? Waren alle Augen einzeln gesteuert und somit autonom? Stand Technik dahinter oder Sithmagie?

Tolle Leistung!

Kommentierte sie Kestrel‘s Fehlschlag mit dem Schwert noch, hatte aber auch keine bessere Idee auf Lager.
Was nun tun? Sie legte keinen Wert darauf ihre Existenz hier zu beenden.
Doch neben ihrer misslichen Lage war da noch etwas Anderes! Etwas das sie am Rande spürte. Ein aufblühen einer Präsenz und unbändige süße Angst! Im Grunde konnte es sich nur um Pel handeln und er lies wohl soeben seine Maske fallen. Zu gern hätte Arica gesehen was da gerade geschah. Wahrscheinlich war. Das es ihren Zielen nicht dienen würde.
Doch sie hatte im Moment erst einmal genug andere Probleme.
Was tun um hier raus zu kommen. Oder besser, was tun um nicht für jeden Blick gebraten zu werden. Die Augen verdecken hatte nicht geklappt.


Wir müssen verhindern, dass sie uns sehen können!
Die Augen verkleben hat nicht funktioniert und wie es aussieht kommen wir auch nicht rüber zu dem anderen Vorsprung! Was, wenn das ohnehin eine Sackgasse ist?


Dachte Arica laut nach während sie ihren Blick nach unten gerichtet behielt.

Der Vorsprung hält nicht mehr lange aber noch können wir ihn nutzen! Wenn du mit der Macht eine Art Blase um uns hältst damit wir und unser Sauerstoff nicht ganz verbrennen, bringe ich das Magma dazu in unsere Richtung hoch zu spritzen. Die dünne Wand würde schnell fest wie vorhin über dem großen Auge und wir hätten damit nicht nur einen Sichtschutz vor den Augen.
Dann sehen wir zu den Verschluss da oben zu sprengen und dort raus zu kommen. Wenigstens gibt es dort wohl keine Augen.
Oder hast du deinen Schalter mittlerweile gefunden?


Thearterra – im Vulkantempel – mit Kestrel am Lavasee mit merkwürdigem Auge - vor der Felsfalle: Q`Tahem, Zoey mit Pel - im Gang: Sane und Markus, Elise - Eingangshalle: Anakin, Sarissia, Soldat Wendon, Tenia, Alec
 
[Thearterra / Vulkantempel / Vorsprung] mit Zoey und Darth Hybris (alias Dr. Pel); Verteilt im Tempel: Der ganze Rest

Der Schmerz kam nicht. Stattdessen hörte er, wie sich der Mensch wieder an Zoey richtete. Der Nautolaner öffnete wieder seine Augen und beobachtete den Verrückten. Er schien der Archäologin nicht abzukaufen, dass sie ein Buch über ihn schreiben wollte. Und das tat er abermals auf seine arrogante, unhöfliche Art. Das Q’Tahem ihn zuvor für freundlich und gutmütig gehalten hatte, konnte er gar nicht mehr ansatzweise glauben. Wie blind war er denn gewesen!? Hätte er das nicht irgendwie in der Macht spüren müssen? Er jedenfalls hatte nichts gespürt…
Hybris tat ihre Idee völlig ab. In ihm kamen Gefühle auf, die ihm peinlich und unangenehm waren. Er hätte von sich erwartet, dass er Zoey gegenüber enttäuscht wäre. Dass er es Schade fand, dass ihr Plan nichts funktioniert hatte. Stattdessen war er erleichtert! Er merkte jetzt, dass er sich tief im inneren gewünscht hatte, dass ihr Plan nicht funktioniert hatte! Er wollte nicht alleine hier sterben! Und er hasste sich dafür! Wie konnte er als angehender Jedi solche Gefühle und Wünsche haben! Hatte er sich in sich geirrt? War er wirklich dazu bereit ein…
Seine Gedanken wurden urplötzlich unterbrochen, als es ihn von der Wand wegschleuderte. Er schluchzte erschrocken auf und sog wenig später schmerzerfüllt Luft ein. Die Wucht des Machtstoßes oder was auch immer Hybris eingesetzt hatte, ließ Q’Tahem über den rauen Boden schlittern. Dabei schlug er sich zweimal an einem hinausragenden Stein am Bauch an. Mit Schrecken sah er, wie plötzlich der Erdboden unter seinem Kopf verschwand und er auf einen Lavastrom blickte, der mehrere hundert Meter unter ihm entlang kroch. Sein Herz schlug so hart auf seinen Brustkorb, dass er fürchten musste, es würde gleich hindurch brechen. Noch größer war jedoch seine Sorge, dass er nun einen nicht sehr grazilen Köpfer in diese Lava machte, denn in einem Schneckentempo rutschte er von der Abbruchkante nach unten, dabei schrappte die Kante in seinen Brustkorb und er hatte das Gefühl, dass die obere Haut abgerissen wurde. Q’Tahem biss auf seine Zähne, als sich jemand auf seinen Rücken niederließ. Er stöhnte laut auf und holte tief Luft, wobei ihm die Kante so tief in den Brustkorb drückte, dass er nur schwer Luft bekam. Dafür rutschte er nicht mehr weiter von dem Vorsprung herunter. Eine ziemlich schmerzvolle Rettung, die wahrscheinlich im geringsten Sinne gut gemeint war.


Tja mein kleiner grüner Padawan. Verrückt bin ich wie? Nicht sonderlich klug das einem Verrückten an den Kopf zu werfen.

Der Nautolaner biss sich auf die Zähne, hätte er doch bloß nicht den starken Macker gemacht…. Das hatte er jetzt davon! Er stöhnte nochmals schmerzerfüllt auf, als der Sith auf seinem Rücken sein Gleichgewicht verlagerte und sich scheinbar um 180° drehte. Da Q’Tahem seinen Körper nicht bewegen konnte, starrte er weiter in die Lava unter ihm. Die Hitze konnte er trotzdem spüren und er wäre dort fast runtergefallen, aber Q’Tahem bezweifelte, dass es ihm hier besser ergehen würde. Die Lava wäre wahrscheinlich sogar ein schnellerer Tod gewesen. Sein Herz pochte in seinem Burstkorb, aber er konnte es sogar in seinem Kopf hören. Seine Atmung war schwer und schleppend. Die Luft kam nur sehr schwer herein. Er würde die Klappe halten. Die Wut des Sith jetzt heraufzubeschwören, wäre sein größter Fehler! Erst nach einige Augenblicken merkte er wie jemand auf seinem Hintern herum trommelte. Ihm kam was für perverse Dinge er jetzt mit ihm tun könnte! Und er könnte sich noch nicht mal wehren! Das wäre die größte Erniedrigung überhaupt für ihn! Das Trommeln ging weiter, wie als würde er sich überlegen, ob er das wirklich vor hatte. Das würde den Mann so weit nach unten setzten, dass er ihn unmöglich jemals wieder als einen klardenken Menschen ansehen könnte. Wenn er hier lebendig herauskommen sollte!
Nach einer halben Ewigkeit stand Hybris von seinem Rücken auf. Das erste was Q’Tahem tat war erst mal tief einatmen und dann rutschte er weiter in Richtung Lava, bevor er jedoch sehr weit gekommen war, griff ihn Hybris wieder mit der Macht und zerrte ihn dann regelrecht, diesmal auf dem Rücken, zurück zu Zoey, die er nun das erste Mal wirklich ansehen konnte. Ihre Augen sprachen Bände und die Panik und der Terror waren klar zu erkennen. Er schenkte ihr trotz der Schmerzen ein kurzes Lächeln, dann knallte er neben ihr gegen die Wand, wurde wieder herumgerissen und schaute dann den Sith an.
Ein paar Atemzüge konnte er verschnaufen, dann kam der Sith zu ihm her. Seine Augen weiteten sich. Der Sith nahm sich sein Lichtschwert! Sein gefährliches Lichtschwert! Das war es wohl mit ihm! Mit einem Zischen aktivierte Hybirs sein Lichtschwert. Die gelbe Klinge zurrte als der Sith sein Lichtschwert bedrohlich auf Zoey richtete. Jedoch war wohl nicht die Archäologin sein Ziel, sondern Q‘Tahem selbst! Jedoch schien es nicht so, als wöllte er ihn töten. Er hatte von Bestrafungen geredet!
Die Klinge kam mit einem Affenzahn auf ihn zu. Nicht einmal sonder zweimal. Zuerst spürte er den Schmerz nicht, kurz nachdem die Klinge jedoch seine Schnitte gemacht hatte, explodierten die Schmerzen an seinem Kopf. Es stank nach verbrannter Haut und Fleisch und die Schmerzen zogen so tief in seinen Kopf, dass er seine Tränen nicht zurückhalten konnte. Hätte der Mann kein Lichtschwert, sondern ein normales Messer verwendet, wäre sein Blick nun von seinem Blut verdeckt, aber das Schwert hatte die Wunde sogleich kauterisiert. Diese zwei Narben würde er, wenn nicht behandelt, wohl sein Leben lang haben!
Der Mann verschränkte seine Hände hinter dem Rücken und nun erzählte er ihnen den nächsten Schritt und dieser würde wohl noch viel schmerzhafter werden! Er würde Machtblitze abbekommen! Die legendäre und groteske Technik der Sith!
Er sog Luft ein, biss die Zähne zusammen und machte sich gefasst, die Wunden an seiner Stirn pochten. Der Mann hatte einen teuflischen Plan! Zoey würde mit einem „Stopp!“ bestimmen, wann zwischen ihr und ihm gewechselt wurde.
‚Dieser…!‘, dachte er, dann wurden schon seine Fingerspitzen auf ihn gerichtet.
Es dauerte einige Augenblicke, dann schossen die abertausend kleine Blitze auf ihn zu, kurz darauf übergossen ihn unglaubliche Qualen! Wie als hätte man ihn mit Benzin übergossen und ihn anschließend angezündet, brannte seine gesamte Haut vor Schmerzen auf. Er konnte sich nicht bewegen, aber von der schieren Wucht der Technik wurde er langsam, unter stärker werdenden Schmerzen aufgerichtet bis er einige Zentimeter über dem Boden schwebte. All das nahm er jedoch überhaupt nicht wahr. Wie heißes Blei, das auf ihn geschmissen wurde! Säure, in die er getunkt wurde!
Der Nautolaner hätte sich gerne gerühmt, dass er nicht schreien musste, aber das hätte er nie geschafft. Die Qualen waren riesig und er schrie fast ununterbrochen, bis ihn langsam die Kräfte verließen. Er spürte wie er langsam ohnmächtig wurde… Immer wieder sagte er sich, wenn er jetzt ohnmächtig wurde, dann wäre es sein Ende! Jedoch schwand sein Bewusstsein langsam unter ihm weg.


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Vulkan-Tempel ~ Altarraum beim Holocron ~ mit Tenia

Es kostete Anakin nicht viel Kraft, aber doch einiges an Konzentration, sich und Tenia den Zugang zum Altarraum zu ermöglichen. Mithilfe der Macht hatte der Jedi Rat die versiegelte und von Lavagestein überzogene Tür vom Schacht hinein zum Holocron aufgebrochen und dabei sowohl das brüchige Gestein, als auch die antike, metallene Konstruktion zum Zerbersten gebracht. Anders, als es auf dem Bild der Überwachungsmonitore eben ausgesehen hatte, war jedoch weit und breit zunächst nichts von Zoey und den anderen zu sehen.

Mit ehrfürchtigen Schritten betrat Anakin sich langsam umschauend den Altarraum. Neben dem in der Mitte des Raumes eindrucksvoll platzierten Holocron, begutachtete er die ihn umgebenden Wände. Sie waren von Reliefs verziert, die im Laufe der Zeit jedoch ihre einsteige Farbenpracht eingebüßt hatten und nur noch schwer zu erkennen waren. Vermutlich stellten sie unterschiedliche, für die Erbauer des Tempels bedeutsame Szenen oder Rituale dar, überlegte Anakin. Doch diese Szenen waren wohl aufgrund des Verfalls für immer verloren. Nicht so jedoch das Wissen, das im Inneren des Holocrons gespeichert war. Anakins Blick wanderte von einer augenähnlichen Struktur über dem Schacht aus dem er gerade gekommen war und in dem Tenia im Moment noch verharrte, hinüber zum Objekt ihrer aller Begierde. Zumindest war dies ursprünglich ihr Ziel gewesen, weshalb sie überhaupt die Mission nach Thearterra gestartet hatten. Anakin war sich jedoch nicht mehr so sicher, ob es diese Wissenspeicher wirklich wert waren. Entsprechend argwöhnisch lief er um den Altar herum und beäugte das schwebende Holocron. Dabei streckte er alle seine Fühler aus und tastete den Raum, aber insbesondere den Altar in der Mitte ab, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Die sich in Gefahr befindende Zoey und Q'Tahem waren nicht weit entfernt und hatten seine Hilfe dringend nötig. Doch fragte sich Anakin, ob es nicht besser wäre, direkt das Holocron an sich zu nehmen, jetzt, ungestört, wo er die Gelegenheit hatte. Er würde aus einer sehr viel stärkeren Position heraus handeln können und selbst davon abgesehen, übte dieses antike Objekt eine starke Faszination auf ihn aus. Die Gelegenheit war günstig, insbesondere wo Arica nicht hier war, gab es niemanden, der ihn daran hindern konnte, das Holocron in seinen Besitz zu bringen.

Seinen Entschluss gefasst, folgte Anakin den drei flachen Stufen auf das Podest zum Altar. Das bedrohliche rötliche Licht färbte die Gesichtszüge des Jedi ein. Seine Miene blieb emotionslos und überspielte die Aufregung die er unter seinem ruhigen Erscheinungsbild verbarg, während er die Hand ausstreckte und nach dem Holocron griff. Es fühlte sich eiskalt an und Anakin spürte, wie sofort, als er es in den Händen hielt, die Macht dieses Artefakts ihn zu durchstrahlen schien. Es war eine dunkle Macht, die er jedoch nicht als so bedrohlich empfand, wie er angenommen hätte. Das Holocron war spürbar von der dunklen Seite durchtränkt, doch es war die Art und Weise, die Anakin stutzig und zugleich neugierig machte, denn für ihn war klar, dass wer auch immer sein Wissen in das Holocron eingebettet hatte, nicht mehr viel mit den Sith von Heute gemeinsam hatte. Denn die Aura des Artefaktes war rau und ungebändigt, aber fühlte sich auch natürlich an. Anakin schloss für einen Moment seine Augen und atmete tief ein und aus, während er die Macht des Holocrons spürte und in sich aufnahm. In letzter Sekunde, bevor er sich dem Inhalt dieses antiken Wissenspeichers öffnen konnte, löste er sich aber und rief sich den Grund für seinen plötzlichen Aufbruch hier her in den Sinn. Er schaute hinüber zu Tenia und wandte sich dann in die Richtung, wo sich Zoey, Q'Tahem und dieser niederträchtige Dr. Pel befinden mussten.


Vulkan-Tempel ~ Altarraum beim Holocron ~ mit Tenia
 
Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung: Lord Hybris, Q`Tahem und Zoey

"Egal, was du Verrückter jetzt vor hast, bring es endlich zu Ende! Ich bin bereit!",

sagte da plötzlich der junge Nautolaner. Was laberte er da bloß, dachte Zoey, immer noch hoffend, dass Hybris sich von ihrem zuletzt Gesagten beeindrucken ließ und sie Beide unbeschadet gehen lassen würde!? Wie hatte sie sich „verrechnet“! Wieder begann er mit einer Aufzählung von Gegenargumenten. Man konnte es diesem grässlichen Verrückten aber auch einfach nie recht machen. Egal, was sie sagte, es missfiel ihm. Dabei hatte sie sich von ihrer Idee, von ihm zu schreiben, in der Tat etwas versprochen gehabt. Sicher gab es schon etliche Bücher über Jedi und Sith, aber nicht von Thearterra, von den Tempeln hier und von einem gewissen Hybris! Bekümmert lauschte sie seinen arroganten Worten und ihr wurde klar, dass sie es vermasselt hatte. Dabei hatte sie es sogar ernst gemeint. Sicher würde sie ihre Abenteuer auf Thearterra veröffentlichen wollen. Wie es aussah, würde sie aber Thearterra nicht überleben.

„…. Oder soll ich währenddessen ständig an Ihrer Seite bleiben? ...“,

sagte er nun. Dies beunruhigte Zoey nun auch ganz besonders. Selbst wenn sie hier irgendwie noch heil rauskommen würden, könnte dieser Wahnsinnige sie überall ausfindig machen. Ein schlimmer Gedanke! Er könnte herausfinden, wo sie wohnt. Oh nein, sie durfte nicht nach Naboo zurück, ihr geliebtes Naboo, sondern musste irgendwo untertauchen, vielleicht sogar einen anderen Namen annehmen. Sie brauchte Polizeischutz und dies rund um die Uhr und für alle Zeiten bis ans Ende ihrer Tage! Selbst Lesereisen würden, wegen dem Irren vor ihr, ein Ding der Unmöglichkeit werden! Vor allem musste sie sich dringend merken, niemals eine Städtereise nach Coruscant zu machen, denn dieser Hybris schien dort zu Hause zu sein! Leider hatte sie sich nicht den Destrikt oder die Ebene oder was er da gelabert hatte, gemerkt! Jetzt wo alle tot waren, würde sie mit Q`Tahem alleine ein Raumschiff zurückfliegen müssen, am besten nach Lianna und dort würden sie den Jedi in ihrer Zentrale von allem hier, was geschehen war, berichten. Und in den schönen Eistempel könnten sie nun auch nicht mehr, wo alle Anderen tot waren!... Was hatte sie nur für blöde Gedanken!! Zoey konzentriere dich, ermahnte sie sich selbst, nicht abzuschweifen, schließlich mussten sie das Ganze erst mal überleben!

„…. Und dann das was Sie schreiben wollen...“

Was meinte er mit :“was sie schreiben wolle!“ Es schien ihm nicht zu gefallen!? Man war dieser Dreckskerl schwierig! Was könnte ihm nur gefallen? Sie musste dringend besser nachdenken! Ihm missfiel es, wenn sie ihn anbettelte, ihn lobte, insbesondere wenn sie ihm sowas wie gute Eigenschaften andichtete. Ja, genau, sie musste anders denken. Diese Sithtempel, wie jener, in dem sie sich befanden, waren von Sith konzipiert worden mit all ihren perfiden Fallen, die genauso tickten wie er. Scheinbar sollte sie ihm sagen, dass sie ihn als grausam und besonders böse und stark beschreiben wolle! Ob er das hören wollte?! Was sollte sie ihm sonst anbieten?! Sie hatte ihm angeboten, ihm behilflich zu sein, dass Holocron runter zu holen, weiter für ihn zu übersetzen, ein dummes Buch über ihn zu schreiben, was wollte er noch?! Das konnte alles echt nicht wahr sein! Das war alles sowas von schräg!

Jetzt stand er vor Zoey und dem Padawan, sprach aber mit ihr und sah sie auch an und hob seine Hand in ihre Richtung. Oh nein, was hatte er nur vor?!

„Sie haben ihre Idee schon wieder nicht bis zu Ende gedacht und somit zwingen sie mich erneut mich zu wiederholen. Gleich zwei Fehltritte … was soll ich nur mit ihnen machen!“

Auweia, dachte Zoey, was will er tun?! Sie traute sich nichts zu sagen, sie wusste eh nicht richtig was?! Man konnte nur immer das Falsche sagen! Er drehte ihr jedes Wort im Mund herum! Man konnte ihre neu aufkommende Angst und Panik wieder in ihren Augen sehen. Seine Hand schien wie nach etwas zu greifen und sie spürte und hörte ein schleifendes Geräusch neben sich. Oh nein, es hatte statt ihrer den Padawan getroffen. Was machte er nur mit ihm? Zoeys Herz schlug derart stark in ihrer Brust, dass man meinen konnte, es würde ihr gleich aus der Brust springen. Der Sithlord humpelte in die gleiche Richtung, in die er scheinbar den armen Q`Tahem hin geschliffen hatte. Zoey konnte ihm nicht völlig hinterher schauen, da sie den Kopf nicht bewegen konnte. Sie hörte den Padawan stöhnen und keuchend atmen und ohne ihr zu tun und ohne dass sie es beeinflusste, wurde ihr Kopf plötzlich in die Richtung gedreht. Erschrocken musste die Archäologin mit ansehen, dass Q`Tahem halb, zumindest mit dem Kopf, überm Abgrund hing und auf dem Bauch lag und der Sith hatte sich auf ihn drauf gesetzt und sich zu ihr umgedreht. Zoey beruhigte sich wieder. Er trommelte auf Q`Tahem `s Allerwertesten mit seinen Fingern rythmisch rum und es schien in seinem Totenkopf zu arbeiten. Er dachte eindeutig nach. Als dies Zoey klar wurde, starrte sie ihn ängstlich an und ihre Unruhe wuchs wieder in ihr. Was brütete er gerade aus?! Sie wagte kaum zu atmen, erst recht nichts zu sagen, obwohl sie es erst in Erwägung zog. Allerdings machte sie ihn nur stets wütend und dies war äußerst schlecht in dieser Situation.

Mittlerweile war sie bereit ihm alles zu sagen, was er hören wollte, wenn sie nur wüsste was und ihm ebenfalls auch alles Erdenkliche zu versprechen. Wenn sie nur wüsste, was in seinem Kopf vorging! ?

Als sich auf Hybris seiner Totenfratze plötzlich ein Lächeln absetzte, wurde Zoey angst und bange, denn sie ahnte, er hatte etwas Grausames ausgebrütet. Wären sie doch nur nicht über diese Pfahlbrücke gegangen! Dann wären sie bereits tot und würden hier nicht vor ihm sitzen. Doch dann wären sie elendig verbrannt. Zoey wischte den Gedanken genauso rasch beiseite wie er gekommen war! Er wankte langsam auf Zoey zu und schleifte den Padawan mit der Macht neben ihr zurück an ihre Seite und hatte plötzlich Q`Tahems Lichtschwert in der Hand und jenes fauchte dann , welches eine gelbe Klinge offenbarte. Gebannt vor erneutem Schock starrte Zoey ihn an. Wenn nur Q`Tahem bereits stärker sein würde in der Machtnutzung, dann hätte er vielleicht seine Lähmung selber aufheben können und hätte diesen Grobian über den Rand schubsen können oder er ihm das Lichtschwert an die Kehle halten können. Durch diese dumme Lähmung kam Zoey auch leider nicht an ihren Blaster. Ob sie das Gewehr noch über der Schulter trug? Der Irre zeigte plötzlich mit der Spitze des Lichtschwerts in ihre Richtung und Zoey blieb das Herz stehen. Doch dann sagte er:


„Zwei mal. Also zwei Bestrafungen. Doch ich mache es Euch nicht so einfach und bestrafe Euch. Nein, stattdessen wird Q'Tahem dafür den Kopf herhalten müssen.“

Zoey fühlte sich furchtbar. Sie zitterte! Sie hatte solche Angst um Q`Tahem. Und alles war ihre Schuld! Es tut mir so schrecklich, so furchtbar leid , Q`Tahem, dachte sie voller Angst und Panik. Aber, sie war scheinbar eine superschlechte Verteidigerin ihrer beiden Leben! Und dann sah sie aus dem Augenwinkel heraus nur eine schnelle Bewegung. Sie schrie vor Angst um ihn laut auf:

„Neeeeiiiin, bitte nicht!“,

sie hörte Q`Tahem und wusste nicht, was genau geschehen war. Der Angstschweiß brach ihr aus und sie zitterte noch mehr wie vorher. Sie fühlte sich entsetzlich schuldig und wusste dennoch nicht genau warum. Q`Tahem hatte wegen ihr leiden müssen und sie trug die Verantwortung dafür! Es war einfach entsetzlich! Es war unbeschreiblich! „Ohnmächtig“ hatte sie dem ganzen Treiben beiwohnen müssen und er tat ihr so leid! Doch sie konnte nicht ahnen, dass es noch schlimmer kommen würde. Hybris stand wieder theatralisch da, hängte das Lichtschwert an seinen Gürtel und schaute sie beide abwechselnd an. Zoey hatte schon so ein mulmiges komisches Gefühl. Und dann sprach er doch tatsächlich folgende Worte aus:

„Nun wird folgendes passieren. Ich werde Q'Tahem, der ab sofort nichts mehr zu sagen hat, da er seinen Standpunkt ja eh klar gemacht hat, eine Minute lang mit Machtblitzen malträtieren. Das wird er natürlich nicht überleben. Doch Ihr Zoey könnt diese Zeit verkürzen indem ihr Stopp sagt … und werdet so mein neues Ziel. Sagt nochmals stopp und Euer Padawanfreund ist wieder dran. Wie lange wer von euch durchhält, kann ich nicht sagen, doch Ihr sicherlich weniger lang als er.“

Hybris sagte dies wieder an Zoey gerichtet. Er sprach nur noch mit ihr und irgendwie lag Q`Tahems Leben in ihren Händen. Es sah ganz so aus, als hätte der junge Padawan überhaupt kein Mitspracherecht mehr und für ihre ganzen Fehler, schien immer er büßen zu müssen. Zoey wurde schlecht vor Angst. Er wollte tatsächlich Machtblitze einsetzen, dieses Scheusal, dieses Ungeheuer! Die Wissenschaftlerin wusste, von was er sprach und er erklärte es ihnen ja auch haarklein und hatte eine megafiese Idee: Die Sache mit dem Stoppsagen. Der Typ war komplett verrückt. Wie sollten sie das überleben?! Keiner von ihnen konnte sich abschirmen wie es geübte Jedi taten. Sie würden dem Geschehen qualvoll ausgeliefert sein! Ehe Zoey den Gedanken richtig zu Ende gedacht hatte, hielt der Irre seine Finger beider Hände in Q`Tahems Richtung und schoss aus ihnen seine weiß-bläulichen Blitze zu dem armen Padawan ab. Zoeys Augen weiteten sich vor Schreck, sie hörte Q`Tahem schreien und sie hörte es knistern neben sich und sah weiter auf diese schrecklichen Blitze und sie wusste, dass eine Minute schnell um waren und rief deshalb ziemlich rasch nach dem Einsetzen vor lauter Panik, um Q`Tahem zu helfen, den sie plötzlich nicht mehr hörte,aber nicht sofort gleich das richtige Codewort einfiel:

„Nein! Aufhören! Stopp!“.

Hybris lenkte nur seine Hände leicht in ihre Richtung. Zoey stellte sich auf schlimme Schmerzen ein in dem Moment, aber sowas hätte sie sich niemals vorstellen können, was dann mit ihr passierte. Ihr ganzer Körper, jeder Muskel, jede einzelne Zelle begann zu krampfen oder zu vibrieren oder zu schmerzen oder wie auch immer. Sie fühlte „nur“ den Schmerz dessen, weil sie gelähmt war. Ihre Zähne jedoch bissen krampfhaft aufeinander und dennoch schrie sie gellend aus vollem Halse den ganzen Tempel zusammen. Sie konnte nicht mehr atmen, weil auch ihre Atemmuskulatur zusammenkrampfte wie auch ihre Lunge selber betroffen war. Selbst ihr Herzschlag schien aus dem Takt zu kommen. Auch ihr Kopf dröhnte und hämmerte! Ihr wurde innerlich dermaßen heiß. Scheinbar war es so, als wenn sie einen Stromschlag abbekam, aber sie hatte noch nie einen Stromschlag bisher ab bekommen. Es züngelte und zischte um sie herum. Von der ersten Sekunde an oder besser gesagt vom ersten Bruchteil einer Sekunde an, hielt sie es nicht mehr aus, aber sie bekam das Wort –Stopp- weder geformt noch ausgesprochen, da ihr ganzer Körper am Krampfen und Erzittern war, auch wenn es nicht zu sehen war, wurde jede einzelne Zelle in ihr gemartert. Sie versuchte es mit aller Macht und ihr tat es für Q`Tahem leid, dass er dann wieder dran war, aber sie hielt es einfach nicht aus. Irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit und nachdem sie sich krampfend auf die Zunge gebissen hatte, denn alles zum Sprechen hatte der Mistkerl ja „freigeschaltet“, kam das befreiende:

„Stopp!“,

heraus. Es war schön, als der Schmerz nachließ und Zoey wieder versuchte Luft zu holen. Sie fühlte sich schrecklich heiß und ihre ca. Körpertemperatur , die durch das Fieber sich wohl so zwischen um die 39 bis 40 Grad Celsius bewegt hatte, hatte sich merklich erhöht. Zoeys Augen brannten und ihr Hals war ausgetrocknet und fühlte sich an wie ein Reibeisen und jeder Atemzug schmerzte. Aber auch jede Faser ihres Körpers fühlte sich wie wund an. Das schlimme und perfide an der Sache war, dass Q`Tahem wieder zeitgleich neben Zoey furchtbare Qualen durchlitt und sie wusste, dass er gleich sterben würde. Das Grausame war aber die höllische Angst. Selber kaum einmal richtig tief durchgeatmet, müsste sie ihm die Blitze schon wieder abnehmen. Zoey kannte jetzt aber den unvorstellbaren fürchterlichen Schmerz und wusste was ihr bevorstand und hatte fürchterliche Angst davor, es wieder auf sich nehmen zu müssen. Regelrechte Panik machte sich in ihr breit und ihr Atem ging so schnell und sie jappste nach Luft wie vor dem Eingangstor zum Tempel. Dennoch konnte sie nicht ewig warten, die Sekunden verstrichen nur so! Sie wollte das Wort sagen und brachte es einfach nicht über die Lippen und es lag nicht alleine an ihrer Schnappatmung, sondern es lag an ihrer Psyche! Dann endlich überwand sie sich aus lauter Mitleid und ihrer großen Freundschaft zu Q`Tahem und sagte das ihn erlösende Wort mit vor Angst und Panik aufgerissenen Augen:

„Stopp!“

Wieder wand sich ihr Körper von der Haarwurzel bis zum kleinen Zeh in Höllenqualen durch die Machtblitze, doch schon eine Sekunde nach dem Einsetzen dieser Blitze machte ihr kranker geschwächter Körper schlapp und wahrscheinlich durch eine weitere Erhöhung ihres Fiebers bei dieser höllischen Folterprozedur bekam sie einen Kreislaufkollaps. Im Klartext sah das so aus, dass Zoey gleich nach dem Einsetzen der Machtblitze das Wort- Stopp- versuchte zu bilden und sie noch herausbekam.

„Sto…“,

und ihr schwarz vor Augen wurde und sie in Ohnmacht fiel.
Als sie wieder zu Bewusstsein kam, wusste sie nicht gleich, wo sie war und ob jetzt alles vorbei war, ob Q`Tahem noch lebte und was los war. Auch konnte sie nicht wissen, ob sie nun nur für Sekunden ohnmächtig gewesen war oder eine ganze Weile. Aber, wie es ihre Art war, begann sie sofort zu weinen und zu sprechen, denn sie schaute leider wieder in Hybris sein Gesicht.

„Ich mache alles, was sie wollen. Bitte lassen sie uns frei. Ich habe auch ein wenig Geld auf dem Konto angespart. Sie dürfen alles haben! Sagen sie mir nur, was sie wollen. Sie bekommen alles. Und in mein Buch schreibe ich, dass sie der mächtigste, grausamste, böseste aller Sith sind. Bitte lassen sie uns Beide gehen!“

Dann fielen ihr noch die ungeheuerlichsten Dinge ein und sie begann vor lauter Angst und Verzweiflung zu lügen und zu versprechen:

„Ich bin vom Jedi-Orden angestellt worden. Ich kann ihnen von dort auch ein Artefakt besorgen. Ich klaue es ihnen! Ich schwöre es ihnen, ich mache es!“.

Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung: Lord Hybris, Q`Tahem, Zoey
 
[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]

Ohnmächtig saß Zoey auf dem Boden und hing Q'Tahem an der Wand und ein Sith, der nicht einmal eine halbe Minute lang Blitze verschossen hatte, starrte beide Opfer abwechselnd mit einem leeren Blick an. Leer deshalb, weil die Emotionen die ihn grade durchfluteten dazu treiben konnten den Vorsprung in Blut zu ertränken, doch sein Wille war ganz auf seine Selbstheilung fokussiert und so konnte die Bestie in ihm nicht an seinem logischen Ich vorbei gelangen und sich auf die beiden Gefolterten stürzen. Langsam, aber stetig regenerierte sich die Muskulatur des Siths, bis schließlich sogar eine sehr dünne und deshalb transparente Hautschicht seinen Körper bedeckte. Äußerlich sah er nach einer viertel Stunde immer noch aus wie ein Gehäuteter, doch tatsächlich war er nun wieder in der Lage sich seinem Alter entsprechend zu bewegen. Um das auch gleich einmal auszuprobieren, streckte er seine Beine, winkelte die Arme an und spannte verschiedene Muskelgruppen an. Überall zog es und hätte er sein Gehirn nicht vor den Schmerzen isoliert, er würde vermutlich an so ziemlich jeder Stelle seines Körpers ein stechendes Prickeln und Ziehen verspüren. Stattdessen fühlte es sich an, als wäre die Schicht Muskeln zu eng geraten und er müsse sich erst wieder daran gewöhnen. Entsprechend steif und droidenhaft wirkten seine Bewegungen. Eines war jedoch unverändert geblieben. Nämlich sein Gesicht, das nach wie vor wie ein mit nekrosen Fleisch bedeckter Totenschädel aussah. Irgendwie konnte er sich noch nicht davon trennen, stand es doch für seine Fehleinschätzungen und sein Versagen. Obwohl er durchaus eitel war und deshalb auch in naher Zukunft jeden Blick in den Spiegel vermeiden würde, war es ihm wichtig diesen Zustand beizubehalten. Nicht um die beiden vor ihm zu erschrecken – mit seinen Taten erreichte er schon genug -, sondern immer als Mahnmal für seine eigene Unvollkommenheit. Noch war er kein Gott, weder unsterblich, noch unfehlbar und allwissend. Dem überheblichen Sith fiel es noch immer schwer sich das einzugestehen, konnte er doch Materie manipulieren und Reihenweise die geltenden Naturgesetze aushebeln, doch er war noch menschlich. Und damit fehlerhaft.

„Ihr habt mir gut gedient“ flüsterte er emotionslos, sein Blick immer noch auf keinen der beiden fixiert. Seine Gedanken kreisten um die unmittelbare Zukunft. Eine, in der keiner der beiden vorkommen sollte. Lediglich die für ihn eigentlich zweitrangige Frage, ob sie deshalb nicht vorkamen weil sie getrennte Wege gingen oder tot waren, stellte sich noch. Oder eben nicht.
Ja, es war sein Plan gewesen Zoey am Leben zu lassen und es bei dem Nautolaner darauf ankommen zu lassen ob er die Folter überlebte. Letzterer sank nun auch wieder zu Boden und saß mit gesenktem Kopf neben seiner menschlichen Freundin.

„In gewisser Weise bedeutet ihr beiden mir sogar was. Dich Padawan, habe ich in der Macht nahe an mich heran gelassen, sodass wir beide uns gegenseitig hatten abtasten können. Ich fühle eine gewisse Verbindung... und du, du kleine nervige Göre, Zoey, du bist mir wegen deines Charakters im gleichen Maße sympathisch wie verhasst und das ist wohl mehr als ich verlangen kann. Und doch...“
Er sah auf seine Hände und obwohl jedes der eben gesagten Worte der Wahrheit entsprach, taten es die nächsten auch:
„... fällt es mir weder schwer euch zu verletzten, noch zu töten. Euch aus meinem Leben herauszuschneiden, wie einen Tumor... oder ein überflüssiges Organ... ich brauche euch nicht, eure Existenz ist optional... nur euer Schmerz, die Angst, die Hoffnung die ich genährt und mit Füßen getreten habe, brauchte ich. Hm.“

Die Macht, die inzwischen ein verseuchtes schwarzes Echo an Hybris zurück gesandt hatte, um ihn für seine Taten zu bestrafen und seine Seele somit noch weiter zu korrumpieren, erstarkte wieder in dem menschlichen Sith. Dieser Ort und vielleicht sogar das Holocron selbst waren Balsam für seinen Körper und füllten die Reserven wieder auf. Daher viel es ihm nicht schwer seine Fühler auszustrecken, in den Köpfe der beiden Gefangenen einzudringen und alles von ihm veränderte rückgängig zu machen. Dann noch ihre Ohnmacht beendet und das erste was Q'Tahem und Zoey taten, als ihr Bewusstsein in den Wachzustand gezerrt wurde, war es zu schreien und all das nachzuholen, was sie wegen der Muskellähmung hatten nicht tun können. Zitternd, sich verkrampfend und windend rollten sie sich über den Boden und mussten nun ein weiteres mal die Folter über sich ergehen zu lassen. Durch Hybris an einer weiteren Ohnmacht gehindert, konnten sie nichts tun um sich vor den drakonischen Schmerzen zu schützen. Selbst wenn sie dadurch Selbstmordgedanken bekamen und denen nachgeben wollten, der Sith hätte es verhindert. Er labte sich nämlich an ihrem Leid und nutze es um auch noch die letzten Reste seines Körpers zu regenerieren. Bis auf den Kopf natürlich. Dort ersetzte er lediglich die Augenlider, da ihm das manuelle Blinzeln nervte.

Es dauerte eine ganze Weile bis die beiden sich beruhigten und da Hybris in diesem Augenblick ja in ihren Köpfen war, wusste er wie verwirrt sie waren. So weit von einem klaren Verstand entfernt, halluzinierten sie vermutlich. Das Zoey, die ihn kurz darauf wieder anstarrte und ansprach sich nicht mehr bewegte, als glaube sie noch immer gelähmt zu sein, unterstrich seine Vermutung. Sie waren am Ende ihre psychischen und physischen Kräfte. Sie noch weiter zu foltern würde sie töten. Was nicht ganz so schlimm war, da er sich ganz gut hatte regenerieren können.
Zoey bettelte nun richtig los. Bot ihm Geld an, das sie ihn in einem Buch so beschrieb wie er tatsächlich war – diesen Punkt nahm er wohlwollend hin -, und schlussendlich behauptete sie sogar noch Artefakte der Jedi stehlen und ihm geben zu können. Eigentlich, dachte Hybris in diesem Moment sarkastisch, hätte nur noch gefehlt das sie ihren Körper anbot und er alles mit ihr machen durfte, solange sie leben würde. Sie war auf dem höchsten Punkt der Verzweiflung angekommen, sie noch weiter zu treiben würde Wahnsinn und die Flucht in das Unterbewusstsein bedeuten. Sprich, sie war kurz davor zu zerbrechen und abzustumpfen. Sie hatte es überstanden, auch wenn die Folgen sie noch Monate, oder vermutlich sogar Jahre verfolgen würde.


„Ich bin mit euch fertig“ antwortete er mit gefährlich ruhiger Stimme. Sein herablassender Blick, der dadurch noch unterstrichen wurde das er tatsächlich von oben auf sie herab blickte, war so kalt, als würde er etwas anschauen, dass er derart verachtete, das dieser Gegenstand nicht einmal eine Beleidigung wert war. Sondern nur ein Blick und alles was dahinter stand.
„Eure Artefakte könnt Ihr behalten, das Buch genau so. Ihr Zoey, Ihr werdet als lebendes Mahnmal meiner Macht und Grausamkeit existieren. Ihr werdet leben... sofern der Tempel euch nicht tötet, doch wissend eines: Sollte ich der Meinung sein Euch doch noch einmal besuchen zu müssen, so werde ich Euch finden und dann, eines Tages, wenn ich vor Euch stehe und ihr in meine grausamen Augen starren werdet, werdet ihr wissen das die Lebenszeit, die ich euch hiermit gewähre, abgelaufen ist. Und noch etwas...“
Er ging vor ihr in die Hocke und holte seinen Hologitterwürfel heraus. Dieser sah zwar ramponiert aus, schien aber noch zu funktionieren. Denn als er einige Tasten drückte, wurde ein quadratisches Bild in die Luft projiziert. Ein paar Einstellungen später wurde dieses farbig und zweidimensional und vor Zoeys Augen konnte sie plötzlich das erkennen was ihr blühte, sollte er sie nochmals aufsuchen. Ganz unkommentiert wollte er das jedoch nicht lassen. Im Flüsterton und voller wirklich krankhafter Faszination sprach er folgende Worte, Worte die das Bild noch um ein vielfaches schlimmer werden ließen: „Das wirklich faszinierende daran ist das er zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat. Ihr glaubt gar nicht wie oft sein Körper aufgegeben hat und sein Geist in die Leere flüchten wollte... doch am Ende ist es geglückt, nicht wahr meine liebe Zoey?“

Als er sich wieder erhob und das kleine Stück Hardware einsteckte, war Zoey einem Zusammenbruch näher als je zuvor. Doch noch lebte sie, noch konnte sie dieser furchtbaren Zukunft entgehen, sie musste nur überleben. Nur die nächsten Stunden überstehen.
„Erhebt euch“ befahl er und machte dabei eine von rechts nach links gerichtete Geste. Daraufhin spülte die Macht regelrecht einen Teil ihrer Erschöpfung weg, sodass sie sich nun erheben konnten.
Die Machtblitze hatten ein aderförmiges Brandmal auf ihrem Körper hinterlassen, was auf den glitzernden und schillernden unteren Partyebenen von Coruscant sicherlich gut angekommen wäre.

„Und nun ihr beiden, verdient euch euer Leben und geht voraus. Zoey, ihr zuerst. Und falls ihr noch irgendwie klar denken könnt: Versucht irgendwas und ihr werdet noch an diesem Ort zur Königin!“

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Auf einem Vorsprung, 100 Meter vom echten Holocron entfernt - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris]
 
Thearterra, Vulkantempel, Vorsprung: Lord Hybris, Q`Tahem, Zoey

„Ich bin mit euch fertig“,

hörte Zoey ihn sagen. Wer geglaubt hätte, dass sie jetzt froh gewesen wäre, irrte sich gewaltig. Scheinbar war er fertig damit, ihnen diese höllischen Schmerzen zufügen zu wollen, die einen in den Wahnsinn zu treiben schienen, aber der Klang seiner Stimme war so beängstigend. Zoey starrte ihn an und rechnete mit etwas Neuem. Tatsache war nämlich, dass er wieder alles nur blöd fand, was sie gesagt und versprochen hatte. Sie rechnete wieder damit, dass dies wieder Strafen nach sich ziehen würde. Doch Hybris begann davon zu sprechen, dass sie leben würde.

„… Ihr Zoey, Ihr werdet als lebendes Mahnmal meiner Macht und Grausamkeit existieren.“


Oh nein, was meinte er denn bloß damit. Zoey bekam wieder Herzrasen. Ein lebendes Mahnmal seiner Macht und Grausamkeit! Zoey wurde dermaßen übel, dass sie glaubte, gleich erbrechen zu müssen und dies vor lauter Panik. Was hatte der Geistesgestörte nur mit ihr vor?!

"Sollte ich der Meinung sein Euch doch noch einmal besuchen zu müssen, so werde ich Euch finden und dann, eines Tages, wenn ich vor Euch stehe und ihr in meine grausamen Augen starren werdet, werdet ihr wissen das die Lebenszeit, die ich euch hiermit gewähre, abgelaufen ist. Und noch etwas...“


Was?! Hieß das etwa, es würde niemals für sie enden? Sie müsse tatsächlich immer damit rechnen, dass er aufkreuzte? Und wenn, dann hieße das, sie müsse sterben, als wenn Gevatter Tod mit der Sense in der Hand vor ihrer Tür stehen würde. Zoey war kurz davor durch zu drehen. Ihre Tränen liefen ihr unaufhaltsam über ihre Wangen und sie konnte sich gar nicht mehr beruhigen. Wieso?! Wieso tat er ihr das an? Wieso gerade sie?! Es war alles ein einziger Albtraum und er schien für sie niemals enden zu wollen. Vor lauter Angst hatte sie Schweißausbrüche. Jetzt hockte er sich zu ihr hin und holte seinen Hologitterwürfel vor. Er drückte etwas und ein Holobild entstand, natürlich in Farbe und dazu kam er ganz dicht an sie heran und flüsterte ihr zu, was die ganze Angelegenheit noch kranker und schlimmer, pikanter machte:

„Das wirklich faszinierende daran ist das er zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat. Ihr glaubt gar nicht wie oft sein Körper aufgegeben hat und sein Geist in die Leere flüchten wollte... doch am Ende ist es geglückt, nicht wahr meine liebe Zoey?“

Zoey erstarrte regelrecht, als sie erkannte, was er ihr da zeigte, was er überhaupt mit seinen Opfern anstellte und was er anscheinend mit ihr vorhatte. Sie war in dem Moment kurz davor ihren Verstand zu verlieren. Was sie sah, war das Ausmaß einer unvorstellbaren Grausamkeit und Verrücktheit. Und genau das gleiche Schicksal drohte er gerade ihr an. Er war ein ganz schlimmer sadistischer perverser Psychopath. Das dargestellte männliche Opfer hatte ein fürchterliches Schicksal durchleiden müssen. Er hatte sein entstelltes Opfer noch gekrönt auf einen Thron gesetzt. Es war widerlich und dennoch konnte Zoey nicht sofort ihren Blick von dem Holobild nehmen, weil sie starr vor Entsetzen dieses Bild erstmal verarbeiten musste und es kaum fassen konnte, was sie da sah und regelrecht an ihren Augen zweifelte, ob dies wirklich das war, was sie zu sehen glaubte. Zoeys Leben würde nie mehr so sein wie es mal war. Sie würde nie mehr unbeschwert durchs Leben gehen können. Wahrscheinlich würde sie nur noch in Furcht und Angst leben müssen und nie mehr glücklich sein können. Und ohne Psychopharmaka würde sie wohl auch nicht mehr existieren können, glaubte Zoey. Aber, vielleicht konnten ihr doch irgendwelche Leute in dieser Angelegenheit helfen, erstmal musste sie den Tempel überleben, ging es ihr durch den Kopf.

Plötzlich sagte Hybris zu ihnen, dass sie sich erheben sollen im absoluten Befehlston. Wieder starrte sie ihn total erschrocken an und bemerkte plötzlich, dass er anders aussah. Bis auf sein Gesicht, hatte er sich wieder geheilt und sah sonst wieder wie Pel aus. Warum sein Gesicht noch so scheußlich fratzenhaft wie ein Totenkopf aussah?! Die Archäologin bewegte vorsichtig ein Bein. Dies ging ja wieder! Zoey erhob sich langsam. Tatsächlich, sie konnte sich wieder bewegen. Ihr Körper schmerzte wie verrückt. Vor Schmerzen und Fieber taumelte sie beim Aufstehen und hielt sich geradeso an der Wand aufrecht, indem sie sich anlehnte. Schwarze Punkte flimmerten und trübten ihren Blick. Der Kreislauf! Sie drehte sich rasch zu Q`Tahem um, da sie sehen wollte, ob auch er noch lebte, aber sie verlor fast das Gleichgewicht dabei, so schwindlig wurde ihr. Aber, auch er erhob sich und sie gab ihm ein gequältes flüchtiges , aber herzliches Lächeln , weil sie so froh war, ihn so zu sehen.


„Und nun ihr beiden, verdient euch euer Leben und geht voraus. Zoey, ihr zuerst. Und falls ihr noch irgendwie klar denken könnt: Versucht irgendwas und ihr werdet noch an diesem Ort zur Königin!“

Zoeys Herz rutschte bei diesen Worten von ihm in die Hose. Jetzt sprach er es tatsächlich auch noch direkt aus! Irgendwie hatte sie die kleine Hoffnung in sich getragen, irgendetwas davon missverstanden zu haben. Dies hatte sich nun in Luft aufgelöst. Sie hatte es leider genau richtig verstanden gehabt. Wieso er es dermaßen auf sie abgesehen hatte, war ihr immer noch ein Rätsel.

Die Archäologin setzte ein Fuß vor den Anderen und es war ein Wunder, dass dies ging. Sie sollte vorgehen. Wieso nur?! Es ging jetzt also in Richtung zum Holocronraum. Nahm er sie als Schutzschild oder was?! Sie wusste, dass er nicht dumm war. Er wusste, dass in so einem Holocronraum einen alles Mögliche erwarten konnte. Zoey ging drei Schritte und brach zusammen. Sie blieb zwar bei Bewusstsein, aber sie sah alles verschwommen und schemenhaft. Sie merkte wie Hybris sich zu ihr runter beugte. Er hielt seine Hand irgendwie in der Luft über sie. Scheinbar wollte er ihren Zustand beurteilen. Zoey konnte seinen Gesichtsausdruck sehen. Er sah wenig begeistert aus, ja sogar ein wenig übelst gelaunt, weil sie wohl zusammengebrochen war. Plötzlich sprach er:

„Scheinbar muss ich dich wohl doch heilen, Schätzchen, da du mir sonst gar keine Hilfe sein wirst und uns nur aufhältst.“

Irgendwie war Zoey für einen Bruchteil einer Sekunde froh, als er das sagte. Doch leider nahm er ihr die Schmerzen nicht. Er griff zum Pfeil. In dem Moment, als er ihn nur berührte, schrie Zoey qualvoll auf und er brach ihn hinten ab. Dann zog er mit einem Ruck an dem Teil und zog ihn aus ihrem Arm raus. Die Archäologin schrie aus voller Kehle den Tempel zusammen. Der Irre grinste freudig. Dann konzentrierte er sich auf die Fleischwunde, während Zoey noch die Tränen übers Gesicht liefen. Scheinbar genoss er ihre Schmerzen wieder. Er wendete wieder die Materiemanipulation an wie kurz nach der Pfahlbrücke mit ihrer Beinwunde,welche dagegen lächerlich gewesen war. Dennoch brauchte er wenig Zeit. Er schien ihren Körper bereits in und auswendig zu kennen. Er schloss die Fleischwunde in knapp zwei Minuten. Allerdings musste er diesmal noch die Entzündung dabei stoppen und die Bakterien abtöten, die dort nicht länger ihr Unwesen treiben sollten. Nach einer Weile bemerkte Zoey, dass ihr Arm aufhörte zu schmerzen und sie war diesem grauenhaften Monster direkt dankbar dafür, egal aus welchen eigenen Beweggründen er sich nun darum kümmerte. Irgendwie kam er wieder ein wenig wie Dr. Pel rüber und Zoey kam sogar selber in den Sinn, dass sie wohl in dieses Syndrom abzurutschen schien, wo sich die Opfer mit ihren Peinigern verbündeten und Sympathien entwickelten. Daher rief sie sich selber den Psychopathen rasch ins Gedächtnis zurück. Nun nahm er sich auch tatsächlich ihr verbranntes Bein vor. Kein Wunder, dass sie fieberte. Auch dieses hatte sich entzündet und es war eine Verbrennung dritten Grades. Kaum begann er und schon ließ der Schmerz nach. Wieder war Zoey froh. Sie wusste, wenn er fertig war, war sie an der Stelle völlig genesen. Schade, dass der Typ sowas von irre und abnormal geraten war, dachte Zoey. Er konnte so ein toller Arzt sein. Allerdings konnte das Zoey nicht davon hinwegtäuschen, dass er ihr auch gleichzeitig etwas Schlimmes noch mit „anhexen“ konnte. Dies machte ihr auch wieder gleichzeitig große Sorgen. Und sie dachte wieder an den Hologitterwürfel und das abartige Bild, von seinen Machenschaften und seinen wahren Leidenschaften. Beunruhigt sah sie daher in seine Fratze. Schließlich ergriff er ohne Umschweife plötzlich ohne Vorwarnung nach ihrem rechten ausgekugelten Arm und renkte ihn genauso schnell ein. Zoey schrie wie am Spieß auf und dachte wieder, dass sie noch wahnsinnig vor lauter Schmerzen werden würde. Das der Doktor überhaupt beim Pfeil und beim Arm ein kugeln selber Hand anlegte und dies nicht mit der Macht tat, kam daher, weil er dadurch sein unkontrollierbares Monster in ihm zügelte, genauso wie er es im Griff behielt, indem er Q`Tahem und Zoey laufend geschlagen hatte, denn er war mächtig unzufrieden, durch Zoeys Verletzungen aufgehalten zu werden und reagierte sich so ab. Dann hielt er seine Fingerspitzen an ihren Kopf und senkte ganz langsam das Fieber, im Klartext hielt er das Fieber noch ein wenig auf. Denn die Heilung war so rasch von statten gegangen, dass ihre Körpertemperatur sich extrem schnell zu sinken, sprich zu normalisieren, begann, dass Zoeys Kreislauf kurz davor war, zu kollabieren. Er sorgte für eine langsames Sinktempo. Nach fünf Minuten etwa, vielleicht ein, zwei mehr, war er fertig mit ihr. Zoey fühlte sich nun wesentlich fitter. Natürlich hatte sie immer noch unter den Auswirkungen der Machtblitze zu leiden. Aber ihr Kreislauf war stabil, ihre Verletzungen vom Prüfungsraum samt Infektionen weg und vor allem kein Fieber mehr. Dies war schon ein deutlicher Unterschied. Außerdem hatte Hybris Beiden eine Machtdusche verabreicht gehabt, was Zoey nicht wusste.

Zoey sagte diesmal lieber nicht –Danke!-, sondern schwieg lieber, weil sie stets sowieso immer das Falsche zu ihm sagte. Zoey hatte sich erhoben und lief artig voran, wie er es verlangt hatte. Ihr Blick fiel zum ersten Mal zu ihrem Gürtel. Tatsächlich, ihr Blaster steckte noch an seinem Platz. Aber, sie war so schlecht beim Zielen und Treffen. Ihr Blick fiel kurz zu Q`Tahem, aber nur um ihre Schulter zu begutachten, ob sie noch das Gewehr trug. Natürlich nicht! Auch der Rucksack war abhanden gekommen.


Zoey lief weiter in Richtung Holocronraum. Der Frankenstein-Sith-Doktor und Q-Tahem folgten. Hundert Meter kamen ihr mächtig lang plötzlich vor. Niemand von den Dreien bemerkte, wie alle Drei in eine, von der dunklen Macht gebildeten Illusion, die den wahren Weg vernebelte, nach rechts abdriften ließ, so ganz gemächlich. Das Holocron weiter durch eine Illusion vor Augen! Die Drei kamen in einem Saal ungeheuren Ausmaßes an. Er war absolut dunkel. Nur das Holocron, bzw. die Illusion davon wurde in der Mitte angestrahlt. Genau in diesem Moment war Zoey klar geworden, dass sie jetzt, wo sie sich bewegen konnte, wo sie die einmalige Chance hatte, sich zu wehren, den Doktor umbringen sollte, denn sonst würde sie ein Leben in Angst und Schrecken durchleben und niemals mehr frei davon sein. Er würde niemals damit rechnen. Nie im Leben! Er würde ihr das vom Typ nicht zu trauen. Sie wirkte zu verängstigt, zierlich, klein, niedlich, noch mädchenhaft anmutend und eher beschützenswert. Der Doktor war sehr dicht hinter ihr. Sie nahm allen Mut zusammen und suchte in ihrer Gürteltasche nach ihrem Archäologenmesser, mit dem sie schon mal die Rankeln, die Anakin umschlungen hatten, durchtrennt hatte. Es war zwar klein, aber scharf. Sie fühlte den Griff in ihrer rechten Hand. Sie umklammerte es und holte tief Luft. Gerne hätte sie Q`Tahem eingeweiht gehabt, aber das war ja nicht möglich gewesen. Sie würde es schaffen! Mit voller Wucht rein in sein krankes böses Herz!

Genau in dem Moment, an dem sie sich dazu entschloss, nun zu handeln, überschlugen sich zeitgleich die Ereignisse. Sie drehte sich um und hieb mit aller Kraft Hybris das Messer, leider war es dunkel, in sein Herz, beziehungsweise dahin, wo sie es vermutete. Leider traf sie ihn kurz unterm linken Schlüsselbein und so leicht Jemandem ein Messer rein zu rammen, besonders wenn man nicht sonderbar brutal ist, sondern natürliche Hemmungen hat, war das Ganze nicht. Es steckte nicht sonderlich tief drin. Das sah Zoey aber nicht. Es war dunkel. Sie lief sofort rückwärts und stolperte hinter ihr über irgendwas, was sich später als Grab bzw. Sarkophag herausstellte und riss dabei etwas Längliches mit runter. Es war ein uraltes antikes Lichtschwert, was vorher quer über dem Deckel gelegen hatte. Zeitgleich verschloss sich hinter den Dreien mit einem lauten Geräusch der Eingang und eine Mauer schob sich davor, als wäre dort nie ein Eingang gewesen. Als dieser Eingang verschlossen war, gingen zeitgleich Fackeln an. Zoey rappelte sich auf, versteckte sich hinter dem Sarg, nahm wahr, dass Hybris nicht zusammengesackt war und griff rasch zu ihrem Blaster. Sie konnte nicht ahnen, dass hinter ihr sich in dem Moment ein Gerüst abzeichnete, auf dem lauter Sithgeister lauerten und dieses Gerüst einen neuen Ausgang umrahmte, um den Saal verlassen zu können, mit einem Tor voller Sith-Runen, also in Sithschrift, ehemals entstanden auf Korriban. Die Wände waren aus Vulkangestein und die Decke wurde von Säulen gehalten, voller Gerippe umrankt, die nur drauf warteten, zu erwachen. Der Boden war voller Sand. Das Holocron gab es nicht mehr. An jener Stelle stand der Sarkophag, indem der Anführer der Geisterarmee samt Sith- Amulett um seinen Hals ruhte. Der Deckel war geschlossen.

Zoey nahm von all dem nichts wahr, sondern hockte mit dem Blaster in der Hand hinter dem Sarkophag in Richtung Hybris blickend, als die Lichter angingen. Auch bemerkte sie das von ihr heruntergerissene Lichtschwert nicht, was vor ihren Füßen im Sand lag. Ihre Augen sahen nur ein Ungeheuer, ihr ganz persönliches Monster!

Thearterra, Vulkantempel, Geisterarmee-Saal: Hybris, Zoey, Q`Tahem
 
Thearterra/ Vulkan/ Sane, Markus, Elise

Es hatte etwas unwirkliches an sich, wie er so da stand und angestrengt in die Ferne blickte. Ein Aussenstehender könnte vielleicht denken, er hält nur kurz inne, um die Aussicht zu genießen oder würde gedankenverloren den Blick schweifen lassen. Doch während ihm der Wind ins Gesicht blies, beschlich ihn ein ungutes Gefühl. Der Punkt, welchen er am Horizont ausgemacht hatte, wurde größer und größer. Sane glaubte sogar, dass er sich direkt auf ihn zubewegte. War es ein Raumschiff? Die Größe könnte zu einem kleinen Transporter doch passen. Allerdings sah es so unförmig aus und bewegte sich eher unregelmäßig. Was konnte das nur sein?
Die Stimme von Finn, welche deutlich erregt klang, riss ihn aus seinen Gedanken. Dann äußerte der Jedi eine Vermutung, was den Soldaten kurz ins stocken geraten ließ. Er schaute sich noch einmal um, vergegenwärtigte sich noch einmal die letzten vergangenen Minuten, nur um festzustellen: Finn hatte recht.


"Oh nein."

, flüsterte der Trooper und legte mit seinem leichten Repetierblaster auf das näherkommende Wesen an. Allerdings brachte es nichts, auf diese Entfernung zu feuern. Der Repetierblaster war ideal auf kurze Distanz und immer noch brauchbar auf mittlerer. Dafür musste er das Tier näher an sich rankommen lassen, als ihm lieb war. Hätte er doch nur sein gutes, altes A280, welches ihn noch nie im Stich gelassen hatte, mitgenommen. Das wäre auf diese Distanz sehr effektiv gewesen. Doch leider blieb ihm nichts anderes übrig, als neben Finn zu stehen und zu warten. Dieser machte jedoch plötzlich etwas unerwartetes: Anstatt sein Lichtschwert zu aktivieren und in Sanes Nähe zu bleiben, machte er mehrere Schritte auf das anfliegende Tier zu und streckte seine Hand aus. Nervös beobachtete der Soldat den Jedi. Was hatte er denn vor? Sich als Vorspeise anbieten?

"Ähm, Sir... Ich glaube nicht, dass das..."

Er hielt verblüfft inne, als er bemerkte, dass der Vogel langsamer wurde, bis er schließlich nur noch wenige Meter vor der Höhle zum Stillstand kam. Was ging hier vor sich? Etwa die Macht? Diese Jedi waren einfach unglaublich, aber auch ein bisschen verrückt. Sich so einem Wesen nur mit unsichtbaren Fähigkeiten entgegenzustellen grenzte an Wahnsinn. Was, wenn es nicht geklappt hätte?
Sane hatte durch Finns Einsatz auch genug Zeit, um den Vogel genau zu betrachten, wenn man es denn überhaupt "Vogel" nennen durfte. Es hatte kein Gefieder, stattdessen schmückten grünliche Schuppen seinen Körper. Des weiteren hatte es einen langen Hals mit einem äußerst hässlichen Kopf und einem langen, spitzen Schnabel, welcher unangenehm an eine Lanze erinnerte. Die sechs arme, welche in fürchterliche Klauen endeten, passten da wunderbar ins Bild.
Schließlich drehte der Vogel wieder ab und Finn brach zusammen.


"Sir, alles in Ordnung?"

Mit vorsichtigen Schritten und der Waffe im Anschlag näherte er sich dem Jedi, welcher sichtlich mitgenommen war. Anscheinend war es anstrengend, die Macht zu benutzen. Diese Information konnte im Kampf gegen einen Machtnutzer womöglich wertvoll sein. Sane bot dem erschöpften Jedi einen Energieriegel an, während dieser ihm mitteilte, dass das Biest wiederkommen würde und er und Elise einen Weg hier raus suchen sollten.

"Ja, Sir. Den Vogel sind wir noch nicht los."

Mit schnellen Schritten ging er zurück in die Höhle und knipste wieder das Licht an seinem Blaster an.

"Elise, Sie übernehmen diese Seite der Höhle, ich die andere. Halten Sie ausschau nach Hinweisen, versteckten Öffnungen und Schaltern."

"Oder so etwas ähnliches", fügte er in Gedanken noch hinzu. Nach was genau sie suchen mussten wusste er nicht. Er war darauf nicht spezialisiert, so wie Zoey. Also ging er an der Wand entlang, tastete mal hier und mal da, leuchtete in diesen und jenen Winkel, doch es war ergebnislos. Ernüchtert schüttelte er den Kopf, als auch Elise meldete, dass sie nichts gefunden hatte.

"Hier ist auch nichts. Vielleicht müssen wir ja nach draußen?
Meister Finn, hier ist rein gar nichts! Sehen Sie draußen etwas? Ein Vorsprung oder so etwas in der Art?"


Unschlüssig stand er neben der jungen Frau in der Höhle bei dem Nest und wartete auf Finns Antwort. Der Jedi meinte, der Vogel kommt wieder, was durchaus Sinn machte, immerhin war das hier sein Zuhause. Die Frage war nur, wann er denn wiederkam.

"Bleiben Sie in meiner Nähe."

, sagte er an die Frau gewandt. Sane konnte an ihrem Verhalten keine militärische Ausbildung erkennen. Und bei den Jedi war sie wohl auch noch nicht lang. Fazit: Im Kampf nutzlos.

Thearterra/ Vulkan/ Sane, Markus, Elise
 
[Thearterra / Vulkantempel / Vorsprung] mit Zoey und Darth Hybris; Verteilt im Tempel: Der ganze Rest

Q’Tahem war nur halb bei Bewusstsein, als dann das erlösende „Stopp!“ kam. Kraftlos knallte der Nautolaner wieder auf den Boden. Er hätte sich sowieso nicht abfangen können, aber er spürte den Aufprall fast gar nicht. Alles andere war nichts im Gegensatz zu den Schmerzen, die er gerade durch die Machtblitze erlitten hatte. Er sah wie seine Arme dampften und spürte einen leichten Phantomschmerz, der vielleicht sogar ein realer Schmerz war, denn er konnte nicht wissen, was alles in ihm nun beschädigt war. Vielleicht war sogar seine Haut aufgeplatzt?
Neben ihm schrie nun Zoey in Schmerzen auf. Wie kalt dieser Hybris war! Einfach ohne mit der Wimper zu zucken, wechselte er von ihm auf die Archäologin und fügte ihr die schlimmsten Schmerzen zu! Er war zu schwach um irgendetwas zu tun und noch dazu war er gelähmt! Er verspürte eine Wut in ihm, die ihn überwältigen könnte. Er atmete tief ein und aus und versuchte sich zu beruhigen. Außerdem wusste er, dass jeden Moment Zoey wieder Stopp sagen konnte und dann der Verrückte wieder auf ihn losgehen würde. Langsam ging es ihm besser, da rief die Archäologin wieder ein Stopp! Es kam ihm viel zu schnell vor, aber er glaubte nicht, dass es ihn viel länger getroffen hatte. Er vertraute der Archäologin da und er wusste, dass sie ihn nicht quälen wollte. Es war wirklich teuflisch von Hybris, das alleine Zoey in die Hände zu legen. Es war klar, was er damit erreichen wollte, sollten sie beide hier überleben. Den Gefallen wollte er ihm nicht tun!
Er atmete noch einmal tief aus und daraufhin kam dann schon die nächste Runde Machtblitze. Wieder schlugen ihn die Blitze gegen die Wand hinter ihm und hoben ihn in die Luft. Und wieder schrie er vor Schmerzen auf. Jetzt wo er wusste, wie es sich anfühlte, kam es ihm sogar schlimmer und schmerzhafter vor. Schmerzenstränen sammelten sich an seinen Augenwinkeln, aber rannen ihm nicht das Gesicht herunter, da sie von der Hitze der Blitze gleich verdunsteten und nur Salz übrig blieb.
Er vernahm das zweite Stopp gar nicht, denn plötzlich setzten die Blitze wieder aus und er landete schmerzhaft (aber weniger schmerhaft wie die Blitze) auf dem Steinboden. Er biss sich vor Schmerzen auf die Zähne und verfluchte den Mann vor ihm. Wenn er sie schon töten wollte, dann sollte er es gleich tun, ohne viel Umschweife. Das war krank! Seine Meisterin würde es nie rechtzeitig zu ihm hin schaffen, da war er sich jetzt sicher! Sein Leben war grad im freien Fall nach unten… Die Archäologin schrie wieder neben ihm. Es war unglaublich stark von ihr, dass sie nicht einfach ruhig geblieben war und ihn sterben lassen hatte. Sie wäre dann schmerzlos davongekommen. Sie hatte sich für ihn eingesetzt! Er würde ihr ewig was schuldig sein, wenn sie hier rauskommen sollten! Tränen füllten sich in seinen Augen, als er daran dachte. Er hatte ihr momentan sein Leben zu verdanken! Dann schließlich vernahm er wie Zoey versuchte etwas zu sagen, dann aber abrupt aufhörte. Kraftlos wie er war, riss er seine Augen erschrocken auf. Er verfluchte nochmals Hybris, denn wegen ihm konnte er sich nicht bewegen. Er hatte Angst um die Frau! Sie war doch nicht etwa tot! Er hörte sie nicht, konnte nicht sagen, ob sie noch atmete…
Q’Tahem wollte etwas sagen. Irgendwas, ihn anschreien, beleidigen, toben, aber er brachte keinen Satz heraus. Das war wahrscheinlich auch seine Rettung. Sattdessen weinte er traurige Tränen, um die Frau, die ihr Leben für ihn gegeben hatte. Es war irgendwie unfair. Die, die ihn immer aufgebaut hatte, ihm Mut gemacht hatte und die Gruppe weitergebracht hatte, war jetzt tot! Er war jetzt alleine mit diesem Hybris! Ungläubig und jetzt völlig ängstlich starrte er den Boden an, denn er schaffte es nicht seinen Kopf zu heben. Teils wegen Kraftlosigkeit und auch teils wegen der Lähmung durch den Sith. Seine Kraft schwand nun endgültig unter ihm weg und er rutschte ohne die Erkenntnis, dass Zoey noch am Leben war, in die Ohnmacht.

Unter Schmerzen wachte er urplötzlich wieder aus der Ohnmacht auf. Was war geschehen!? Wurde er wieder von den Blitzen beschossen. Ohne es zu realisieren, hielt er schützend seine Hände vor sein Gesicht. Es fiel ihm nicht auf, dass er sich bewegen konnte, denn seine Muskeln krampften und schmerzten. Die Schmerzen waren, wie als er von Blitzen beschossen worden war. Hybris schien sie nun mental zu foltern! Er hatte langsam genug davon! Er dachte mehrere Male daran in die Lava zu springen und das Ganze nun zu beenden, aber dann war es endlich vorbei. Er rollte sich auf den Rücken und atmete schwer aus und ein. Die Schmerzen waren immer noch da. Die zwei Schnitte auf seiner Stirn, die Platzwunde an seiner Schläfe, die nun ziemlich heftig blutete, durch die Machtblitze verstärkt. Er bildete sich ein wie seine Arme rauchten und dann sah er seine Meisterin, die irgendwo oben an der Deck zu schweben schien.


Meisterin!

, flüsterte er kraftlos mehr zu sich, als zu irgendjemand anderem. Er war sich nicht mehr so sicher, wo er überhaupt war. War alles nur ein Traum gewesen? Eine nicht spürbare Windböe wischte die Meisterin weg und nun war da nur noch Gestein an der Decke.
Dann hörte er die Archäologin neben ihm sprechen. Er wusste nicht, ob er sich freuen oder traurig sein sollte. Freuen, weil er nicht mehr alleine mit diesem Psycho war, aber traurig sein, weil sie nun durch weitere Folter gehen musste…
Die Angst in Zoeys Stimme war klar herauszuhören. Sie bettelte um ihre Leben, bot ihm Geld an, ein eigenes Buch und sogar ein Jedi Artefakt, wobei Q’Tahem wusste, dass sie das nicht tun konnte… Sie war ja schließlich noch nicht ein Mal auf Lianna gewesen. Jedenfalls hatte sie nie erzählt, dass sie schon mal den Jedi Tempel gesehen hatte.
Der Nautolaner war zu fertig, um zu betteln. Es schmerzte ihn überall und er wusste nicht mal, ob er überhaupt aufstehen konnte. Seine Kräfte waren so ziemlich weg, ganz zu schweigen von seiner Konzentration, die gerade zu 80% auf den Qualen waren.
Mit ruhiger Stimme kam, dann etwas was er nicht erwartete.


Ich bin mit euch fertig

Q’Tahem hielt das für einen schlechten Witz. Dafür, dass er ihnen Hoffnung machen wollte und sie dann schlussendlich weiterquälte.
Der Mann drohte Zoey, dass er sie überall finden könnte, so dass sie nun ihr Leben lang vor ihm Angst haben müsste. Es schien so, als würde er ihr irgendetwas, für ihn Faszinierendes zeigen. Der Nautolaner konnte sich vorstellen was das sein könnte. Dann gab er den beiden den Befehl, dass sie sich erheben sollten und plötzlich war die unglaubliche Kraftlosigkeit in Q’Tahem wie weggewischt.
Hybris…‘, dachte er und hatte die Sorge, dass sie nun wieder für irgendetwas missbraucht wurden. Der Nautolaner richtete sich mit einem Ächzen in eine sitzende Position auf. Es zog und schmerzte an seinem gesamten Körper. Verwundert und irgendwie doch froh, dass er noch lebte, sah er seine Arme und Hände an, die nur so von Narben überseht waren. Wie als wäre ein Pflug über seine Arme. Er hoffte, dass ihn jemand wieder heilen konnte. Seine Haut war sehr schnellheilend, so dass es sogar möglich war, dass sie sich innerhalb von einem oder zwei Monaten wieder regenerieren konnte.
Mit wackeligen Beinen ging der Padawan zuerst in die Hocke und dann langsam und um das Gleichgewicht kämpfend, in eine aufrechte Position. Schlussendlich standen sowohl er, als auch Zoey auf ihren Beinen. Er erschrak förmlich, als er die Archäologin ansah. Sie war von den Blitzen ebenfalls vernarbt, aber es war viel schlimmer das an jemand anderem zu sehen. Er blieb jedoch still, um den Mann nicht zu verärgern. Er wollte nicht am Ende doch noch in der Lava enden.
Es war klar, dass er sie benutzen würde. Er schickte sie, als eine Art Fallenauslöser vor sich her, so dass er in Sicherheit war. Und die Richtung war natürlich auch völlig klar.
Immer noch etwas wackelig machten sie sich auf den Weg Richtung Holocron. Er konnte nicht einschätzen, was auf dem Weg dorthin geschehen würde. Schweigend sah der Nautolaner auf den Boden und erwartete dass ein Schalter umgelegt wurde, dass es knackte oder sonst irgendwas, aber es geschah etwas völlig anderes. Die Archäologin brach unter Schmerzen zusammen und kämpfte darum bei Bewusstsein zu bleiben.


Zoey!?

, meinte er besorgt und trat einen Schritt auf sie zu, nur um dann von Hybris aufgehalten zu werden, der eine Hand über sie hielt und dann meinte, dass er sie wohl doch heilen müsste… Er brach einfach den Pfeil ab und zog ihn, ohne Zoey irgendwie vorzuwarnen oder sie an der Stelle zu betäuben, einfach heraus. Ziemlich präzise heilte er die Archäologin. Alle Wunden wurden geheilt und die Entzündungen wurden auch entfernt. Nach einigen Minuten war der Mann fertig. Ein Wunder, dass er Zoey überhaupt geheilt hatte! Wenigstens ihr ging es jetzt besser… Seine Kopfwunden schmerzten ihn noch immer und die Haut, an der ihn die Blitze direkt getroffen hatten, zog auch sehr.
Jetzt erhob sie sich stillschweigend wieder und lief voraus. Immer weiter direkt auf das Holocron zu. Es wunderte ihn, dass nichts geschehen war bis jetzt. Keine Fallen oder ähnliches. Irgendwie wurde es allmählich dunkler um sie herum. Der Nautolaner wunderte sich, was denn jetzt geschah. Wo war all die Lava hin? Die strahlte ja von sich aus Licht aus!? Jetzt war es aber völlig dunkel… Er tat ich schwer überhaupt den Weg vor sich zu sehen.
Plötzlich hörte er einen Fluch und sah wie sich etwas vor ihm bewegte. Er wusste nicht wie ihm geschah, als es kratzte und etwas hinter ihnen zuschlug.
‚Was zum…!?‘, dachte er.
Sie waren nicht mehr in diesem Holocronraum, so viel war schon mal klar… Nur wo waren sie dann? Dann gingen die Lichter an und Q’Tahem sah das erste Mal was eigentlich geschehen war. Der Sith Lord hatte ein Messer unter dem linken Schlüsselbein stecken und sah natürlich nicht sonderlich erfreut aus. Vor ihnen, wo bis vor wenigen Augenblicken noch das Holocron gewesen war, versteckte sich nun Zoey hinter einem Sarkophag. Damit war wohl überflüssig zu fragen, wer Hybris angegriffen hatte. Sie zielte mit ihrem Blaster auf Hybris, bemerkte dabei nicht wie circa hundert Meter hinter ihr auf einem Gerüst mehrere Sith Geister lauerten, die ebenfalls nicht sehr erfreut über ihr Eindringen war. Die Säulen mit den hunderten Skeletten registrierte er zwar, aber sein Blick war eher auf die Sith Geister gerichtet, die gerade langsam aber sicher von dem Gerüst stiegen und in Zoeys Richtung liefen. Gemächlich liefen. Wie als erwarteten sie nicht, dass die Archäologin weglaufen sollte und das würde sie wahrscheinlich auch nicht, wenn sie niemand darauf aufmerksam machen sollte.
Der Nautolaner linste zu Hybris, der sicherlich völlig außer sich darüber war, dass er von Zoey angegriffen worden war. Er sollte so schnell wie möglich außer Reichweite kommen! Vielleicht schafften sie es ja die Geister auf Hybris zu locken! Wenn der bewies, dass er der stärkste unter ihnen war, dann würden sie das vielleicht auch machen!
Der Nautolaner fasste einen Entschluss.


Schnell, Zoey! Hau dort ab! Renn von dir aus nach rechts!

Als Q'Tahem seinen Schrei gerufen hatte, sahen ihn die mindestens zwanzig Geister unzufrieden an und riefen unzufrieden in einer hohen nichtmenschlichen Stimme aus. Dann beschleunigten sie ihr Tempo auf Zoey zu.
Q’Tahem sammelte seine ganzen Kräfte und konzentrierte sich auf den Sith. Er wusste er könnte einen zweiten Machtstoß hinbekommen! Er hatte es bei dem Geist geschafft, dann schaffte er es nochmal! Er packte den Menschen an der linken Schulter und stieß ihn mit Hilfe der Macht so stark er es konnte… Ob er es hinbekam oder nicht, der Nautolaner rannte so schnell er konnte nach links von Hybris weg. Er hoffte, dass Zoey auch zu ihm rannte, von diesen Geistern weg, denn die sahen nicht sehr freundlich aus…


[Thearterra / Vulkantempel / Saal mit Sith Geistern] mit Zoey und Darth Hybris; Verteilt im Tempel: Der ganze Rest
 
Thearterra – im Vulkantempel – Arica& Kestrel am Lavasee mit merkwürdigem Auge – Vorsprung/Saal mit Sith Geistern: Q`Tahem, Zoey mit Pel – Nest außerhalb des Vulkans: Sane und Markus, Elise – Altarraum: Anakin&Tenia, Verschollen: Sarissia, Soldat Wendon, Alec

Natürlich konnte die Sith auch nichts anderes als zu Meckern und sie zu beschuldigen, auch wenn es auf Grund der gesamten Situation nicht verwunderlich war. Selbst Kestrel fehlte bei der ganzen Lage die nötige Disziplin. Erschwerend hinzu kam, dass sie spürte, dass ihr Padawan Q’Tahem in Gefahr war. Sie hatte es immer wieder gespürt, doch langsam steigerten sich diese Gefühle und die Sorge der Jedi-Meisterin stieg. Der Gedanke dabei, dass sie ihrem Schützling nicht helfen konnte, da sie hier mit Arica fest saß, machte die Jedi sehr unruhig und irgendwie auch ein Stück wütend. Immerhin hatte diese Sith sie von ihrem Padawan weggelockt.
Der Vorschlag von Arica, bezüglich der Schutzblase gefiel der Jedi nicht und Kestrel lachte hysterisch auf.


„Das ist dein Plan , ja? Und da soll ich dir dabei vertrauen?! Magma ist nochmal um weiten schwerer abzuhalten als Feuer! Ein Fehler von einem von uns Beiden und wir verbrennen in wenigen Sekunden. Noch ehe uns eines der Augen erwischt hat.“

Fauchte Kestrel, welche durch ihre Verbindung zu ihrem Padawan immer mehr mit ihren Gefühlen zu kämpfen hatte und ihr auch jegliche Konzentration nahm.

„Vielleicht sollten wir die Augen ablenken. Wenn sie alle in eine Richtung schauen, dann können wir uns vorbei schummeln. Eventuell ist dies durch eine Illusion möglich.“

Schlug Kestrel vor.

Plötzlich wurden diese Gefühle so stark, als würde ihr Padawan sterben und Kestrel ging für einen Moment keuchend in die Hocke. War Q’Tahem tot? Was war dort nur los?! Anakin und Markus waren doch da. Warum ging es dann ihrem Schüler immer schlechter?! Sie sollten doch auf ihn Acht geben! Er konnte sich noch nicht so gut selbst verteidigen! Er war doch erst seit wenigen Monaten bei ihr! Noch dazu spürte Kestrel ein enormes Ausmaß der dunklen Seite. Irgendjemand missbrauchte gerade die Macht und dies war unangenehm spürbar. War es der Tempel selbst oder war es…Pel!? Kestrel sackte das Herz zu Boden. Das war also der Plan! Darum hatte Arica sie hier hinein geführt. Sie war ihr die ganze Zeit ein Dorn im Auge gewesen, weil sie die Lage immer so gut durchschaute. Besser als Anakin . Und diesmal hatte sich Kestrel von dieser Sith Arica blenden lassen. Sie war mit Pel doch unter einer Decke und dies hatten die Beiden die ganze Zeit mit Bravour verheimlicht! Somit war die Gruppe gesplittet und wer weiß wie oft sie noch geteilt worden war durch zufällige Fallen oder durch geplante Boshaftigkeit der Sith! Kestrel wurde ganz schlecht bei dem Gedanken und sie fühlte sich wie eine Versagerin. Sie hätte sich mehr durchsetzen sollen! Sie hätten alle nach Lianna fliegen sollen! Sie hätte auf den Trick von Arica nicht hereinfallen dürfen! Sie hätte in der Nähe von Q’Tahem bleiben müssen! Wut und Verzweiflung, weil sie ihrem Padawan nicht sofort helfen konnte, stiegen in der jungen Jedi-Meisterin auf und Kestrel zündete ihre blaue Klinge, schützte sich mit einer Schutzblase mit der Macht und hielt Arica ihre Klinge an die Kehle.
Die Klinge zitterte durch alle die Emotionen, die gerade durch Kestrel flossen. Sie spürte den Schmerz und die Verzweiflung ihres Schülers dank der Verbindung zu ihrem Padawan. Tränen liefen Kestrel über ihre Wangen, denn die Emotionen waren heftig, welche sie durchfluteten. Es waren immerhin nicht nur ihre eigenen Emotionen, sondern sie empfing ebenso heftig die ihres Schülers.


„Duuu!!!!!“

Brummte Kestrel fassungslos über die Boshaftigkeit der Sith und dass sie sich hatte so Blenden lassen.

„Das war alles geplant! Du und Pel kanntet euch! Das war alles nur ein Spiel! Fassade! Ich hätte es gleich wissen müssen! Es war eigentlich so offensichtlich! Wieso kommt auch ausgerechnet zeitgleich und ausgerechnet zu uns an den Vulkantempel ein weiterer Sith?! Du hast Verstärkung gerufen! Und nun hast du mich von der Gruppe getrennt, damit ihr einen nach dem anderen von uns töten könnt, um an das Holocron zu kommen! Ich hatte es gleich gewusst, dass man euch nicht trauen kann! Nur zu dumm, dass du bei deinem Plan nicht an die möglichen Fallen gedacht hast, nicht wahr?! Wahrscheinlich gehen wir jetzt beide drauf! Das geschieht dir ganz recht!“

Fauchte Kestrel die Sith an, während sie ihr die Klinge noch immer unter die Nase hielt, während sie auf dem enorm schmalen Vorsprung standen. Jetzt ergab es auch Sinn, warum Arica sie bisher nicht getötet hatte. Währen die Fallen nicht, bei denen sie sich gegenseitig brauchten, dann hätte sie es sicher längst versucht.


Thearterra – im Vulkantempel – Arica& Kestrel am Lavasee mit merkwürdigem Auge – Vorsprung/Saal mit Sith Geistern: Q`Tahem, Zoey mit Pel – Nest außerhalb des Vulkans: Sane und Markus, Elise – Altarraum: Anakin&Tenia, Verschollen: Sarissia, Soldat Wendon, Alec
 
[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Großer Saal mit (vielleicht) dem Grab des Tempelerbauers - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris und eine große Zahl von Geistern]

Unmöglich, war Hybris erster bewusster Gedanke nachdem sich etwas in seine Brust gebohrt hatte. Es war nicht besonders tief und weit von allem entfernt das ihn wirklich hätte schaden können, doch der Akt an sich war schon etwas das den Sith verblüfft zurück ließ. Natürlich war es Zoey gewesen, durch die Macht hatte er bereits die Veränderung in ihr wahrgenommen, doch dass das dabei heraus kommen würde, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Er hatte sie zerbrochen! Ihr genug angetan und genau so viel angedroht, das sie eigentlich hätte ein Wrack sein müssen. Ein Totelschaden, nur noch auf den Beinen gehalten weil sie leben wollte. Doch tief in ihrem Inneren hatte sie noch einen letzten Funken Widerstand verborgen gehalten, einen Funken der sie hatte handeln lassen.
Natürlich war er wütend, vor allem da er seinem Gehirn grade wieder gestattet hatte Schmerz zu fühlen, doch so ganze konnte er der zierlichen Frau gar nicht böse sein. Ja, eigentlich war ihm sogar danach zu grinsen. Diese kleine miese Hexe, hatte sie ihn doch tatsächlich angegriffen und nun hockte sie hinter... einem Sarkophag?
Erst jetzt bemerkte der Sith wo er sich befand und was vermutlich gleich passieren würde. Dachte er. Doch fast im selben Augenblick dieser Erkenntnis, griff ihn doch tatsächlich der Padawan an! Auch davon überrumpelt flog er einige Meter durch die Luft, bis ihn schließlich etwas stoppte, dass eigentlich ein Holocron hätte sein sollen. Doch wie auch seine beiden Begleiter hatte eine höhere Macht seine geschwächten Sinne getrübt, sodass er nun irritiert nach oben blickte und einen massiven Sarg anschaute. Viel Zeit blieb ihm jedoch nicht, denn die Macht schlug grade wie von Sinnen Alarm und Hybris sprang reflexartig auf. Etwas näherte sich... doch wo... wer... was....

Immer noch dabei alle neuen Eindrücke plus die Erkenntnis, das er seine beiden Folteropfer doch nicht vollständig gebrochen hatte, verarbeitend, sah er zu wie eine schemenhafte Gruppe sich der Archäologin näherte. Und dem Nautolaner, welcher sich nun mit ihr vereint hatte. Als ob sie gemeinsam hätten flüchten können?! Es gab zwar einen Ausgang und der war sogar ziemlich groß, doch da dies ganz offensichtlich eine Falle war, war es ebenso klar das die Geister sich vor diesem Durchgang positioniert hatten und nun ins Zentrum des nicht grade kleinen Raumes eilten. Und damit hatte der Tempel einen Gegner geschickt mit dem selbst Hybris nicht würde klar kommen können. Noch nie hatte er gegen sie kämpfen oder ihnen ausweichen müssen. Ja, eigentlich wusste er absolut gar nichts über sie, außer das sie existierten. Sie waren Geschöpfe der Macht, konnte man sie daher mit der Macht besiegen? Oder war es tatsächlich Geister und keine natürliche Kraft konnten ihnen etwas anhaben? Würde es etwas bringen ihre halbdurchsichtigen Körper zu zerteilen, mit Blitzen zu bombardieren oder sie anderweitig mit der Macht anzugreifen? Er wusste es nicht, er hatte keine Ahnung und aus einem sehr guten Grund war ihm grade nicht danach herum zu experimentieren. Er war nach wie vor geschwächt, körperlich wie in der Macht. Selbst wenn sich ihre nebelartigen Körper zerstören ließen... es waren zu viele...

Doch im Moment schienen sie ihn gar nicht zu bemerken, sondern kümmerten sich ausschließlich um die beiden anderen einzigen Lebenden in diesem Raum. Hybris war jedoch nicht danach zu jubeln oder hämisch zu lachen, stattdessen beäugte er den Ausgang und das halbe Dutzend Sith Geister die ihn bewachten. An ihnen würde er sicherlich kampflos vorbei kommen. Sie waren nicht so langsam wie die glühenden Wächtergolems in dem letzten Prüfungsraum, doch auch nicht so schnell wie ein normaler Humanoide wie ein Mensch oder Twi'lek. Solange er aufpasste das sie ihn nicht berührten – wer wusste schon was das auslösen würde -, konnte er entkommen. Und so ganz nebenbei würde er sie dann doch angreifen, nur um zu schauen ob er könnte, wenn er denn wol-
Plötzlich wurde Hybris aus seine Gedanken gerissen und das was ihn da gerade beim Nachdenken störte, sorgte gleichermaßen dafür das er das Gleichgewicht verlor und vom zentralen Sarkophag weg getrieben wurde. Dieser hatte sich mit einem fingernagelaufrollendem Kreischen geöffnet. Der Deckel schob sich wie von – Achtung, Ironie – Geisterhand gänzlich ohne sichtbare Mechanismus über die Kante und landete schließlich geräuschvoll auf dem sandigen Boden und bezeugte damit wie schwer er war. Hybris rechnete fest damit das irgendwas monströses heraus steigen und ihn angreifen würde, stattdessen erhob sich jedoch nur ein etwas größerer Geist, der obendrein auch noch in einem sehr geringen Maße rot schimmerte. Der Anführer. Der Sith Lord.


„Endlich“ grollte es durch den Raum und das auf einer Weise, das man nicht sagen konnte von wo die Stimme kam, auch wenn es augenscheinlich der rote Schemen gewesen war. Auch war seine Stimme derart tief und verzerrt, das sogar Hybris ganzer Körper zu zittern begann. Nicht aus Angst oder Kälte, sondern eher als würde die Stimme allein genügen um den Raum erzittern zu lassen. Wie bei einem Mini-Erdbeben.
„Haltet verdammt noch mal die Fresse“ setzte er nach und die Geister, die kurz davor gewesen waren ihre Klauen in Zoey und Q'Tahem zu schlagen, hielten innen. Eigentlich hatte niemand etwas gesagt, doch Hybris kam der Gedanke das die untergebenen Geister wohl doch irgendwie miteinander kommunizierten. Und dem Roten gefiel das offenbar nicht.
„Also Schweinchen 1, Schweinchen 2 und Schweinchen 3. Eine nette Truppe seid ihr, darf ich mich vorstellen? Der Schlachter. Angenehm. Meine Diener erzählen mir allerhand über euch, vor allem ihr Lord, wart ja sehr aktiv.“
Er hielt kurz inne, blieb aber an Ort und Stelle über seinem eigenen Grab schweben. Er schien zu lauschen und dann hörte er wohl etwas das ihm gefiel.
„Oh ho, was muss ich da hören... interessant. Eigentlich wollte ich euch in meine Armee eingliedern... doch ein wenig Zeitvertreib kann auch nicht schaden. Und einen neuen Körper brauche ich auch!“
Noch bevor Hybris das Gesagte erfassen und reagieren konnte, schoss der Rote wie ein Blitz durch die Luft, überwand die wenigen Meter die sie trennten und drang in ihn ein. Starr vor Schreck ließ der Sith seine Augen den Raum absuchen, er wirbelte um seine eigene Achse und versuchte mit der Macht irgendwas zu erspüren, doch war der gesamte Raum derart von der Macht durchtränkt, das er praktisch blind war.

Eine gefühlte Ewigkeit später bekam er beinahe einen Herzinfarkt, als der Kopf des Roten aus seiner Brust heraus quoll und eine Totenfratze ihn anblickte. Eine echte Totenfratze.
„Eure geistige Abschirmung ist beeindruckend, Sith“ gab der Geist zu, den verspottenden Unterton jedoch beibehaltend.
„Verpiss dich“ knurrte Hybris ihn an, jedoch mehr aus Angst was geschehen konnte, denn aus Zorn.
„Wohl kaum.“
Er tauchte wieder ab und hätte dem Sith fast schon wieder zu Tode erschreckt, als er aus dessen rechtem Arm in die Länge wuchs, den Kontakt aber beibehielt. Und da dessen Oberkörper natürlich deutlich breiter war als der Arm seines Wirtes, sah das ganze schon sehr merkwürdig aus.
„Hey Padawan!“ Der Rote hatte sich nun dem Nautolaner zugewandt und in der Stimme, die einem bei jedem Wort die Knochen erzittern ließ, klang nun verheißungsvoll.
„Ich mach dir ein Angebot. So lange du in diesem Raum bist, gewähre ich dir meine Macht...“
„Nein“
schrie Hybris dazwischen, eher aus Reflex und kaum hatte er es gesagt, bereute er es auch schon. Der Rote lachte grollend.
„Dann werdet ihr eurem Peiniger überlegen sein, ihr könnt ihn dann besiegen, euch rächen. Na, wie wärs?“
„Nein! Tut das nicht! Ihr könnt doch gar nicht damit umgehen! Es wird euch zerreißen!“
„Na na na mein kleiner Lord, erzählt mal keine Lügengeschichten. Ja, er ist noch unerfahren, doch kein Pat'ach mehr, das wenige das er kann wird so weit verstärkt, das ihr nur noch ein Spielball sein werdet.“

Nicht das der Padawan tatsächlich eine Wahl hatte. Auf eine Geste des Roten hin zogen sich die anderen Geister zurück. Was dann geschah war für Zoey nicht nachzuvollziehen, da weder eine schwarze Wolke in den Nautolaner fuhr oder er anfing zu leuchten. Äußerlich veränderte sich nichts, doch in der Macht konnte man deutlich spüren wie der Padawan stärker wurde. Und stärker. Und stärker. Bis er spürbar über Hybris stand und der diesen trotz der sie umgebenen Machtpräsenz deutlich spüren konnte. Der Sith hatte ein Problem.

„Seid nicht bescheuert Q'Tahem. Wenn ihr diese Macht benutzt, wird sie euch auffressen, so wie sie es mit mir gemacht hat als ich uns aus dem Prüfungsraum geholt habe. Ihr könnt damit nicht umgehen!“
„Ach hört nicht auf ihn. Sagt ja keiner das ihr sie so übertrieben exzessiv einsetzen müsst wie er... prügelt ihn damit einfach nur durch den Raum, dann wird er geschwächt und ich nehme mir seinen Körper. Dann wird er in Ewigkeit ein Sklave sein, bei Bewusstsein, aber nicht in der Lage zu handeln. Das hat er verdient Q'Tahem... das wisst ihr doch... kommt schon...“

„Und dann“ kreischte Hybris wieder dazwischen, voller Zorn, doch inzwischen mit einem verzweifelten Unterton. Sollte der Nautolaner angreifen, er könnte ihn nicht bezwingen. Ihm vielleicht eine Weile Paroli bieten, doch am Ende würde es genau so enden wie bei einem Kampf mit Anakin oder Arica.
„... dann nimmt er sich meinen Körper und vernichtet euch. Ihr glaubt doch nicht im Ernst das er euch gehen lässt!“
„Seid ihr eigentlich immer so? Blödsinn. Ich habe dann einen neuen Körper, warum sollte ich sie dann noch zu meinen Dienern machen? Ich bin ihnen sogar dankbar...“
„Ich weiß wie ihr tickt Geist, ihr werdet sie massakrieren!“
„IHR wisst gar nichts... Siron.“
„Si... was?“
„Eure Abschirmung ist doch nicht ganz so gut wie ihr dachtet, oder? Wie mir scheint bin ich da über etwas gestolpert das ihr verdrängt habt... oh, hehe, ihr wart schon damals ein böser Junge.“
„Schnauze! Verschwindet aus meinem Kopf!“


Natürlich würde er das nicht tun. Stattdessen tauchte er nochmals in Hybris ein und kam dann aus dessen rechtem Bein wieder heraus.

„Q'Tahem... tut es einfach... nur ein, zwei Angriffe und er ist erledigt...“
„Er wird es nicht tun“
war Hybris plötzlich überzeugt.
„Dann wird er, selbst wenn ihr ihn nicht tötet, gezeichnet sein... er wird von den Jedi verstoßen, von seiner Meisterin verstoßen werden!“
„Hört nicht auf ihn Padawan. 5 Minuten lang die dunkle Seite zu entfesseln macht euch zu keinem Sith, macht euch zu keinem schlechten Jedi. Ja, ihr rächt euch, doch das ist doch nur natürlich. Tut es dieses eine mal... oder ihr gebt ihm vielleicht die Chance euch endgültig zu vernichten.“
Ein gutes Stichwort wie der Sith fand. Als er jedoch versuchte in den Kopf des Nautolaners einzudringen, um ihn einfach das Gehirn im Schädel zu zerquetschen, stieß er auf eine unüberwindbare Barriere. Er hatte sich bereits abgeschirmt. Oder wurde vom Geist geschützt. Letzteres schien wahrscheinlicher, denn als er auch Zoey angreifen wollte – nur um zu sehen ob es ging – wurde er auch dort abgeblockt.
„Tut es Padawan. Er kann euch nichts, doch sollte euch meine Macht verlassen, werdet ihr sterben!“

Während des Gespräches waren die Geister keineswegs untätig geblieben. Ein Großteil von ihnen hatte sich den Säulen genähert, war in die Skelette eingedrungen und hatten sie so aktiviert. Mit Augen, die wie glühende Kohlen glommen, hatten sie alle umkreist. Zoey musste sich mit fünf zufrieden geben, während die beiden Machtnutzer insgesamt drei Dutzend Untote als lockeren Kreis um sich hatten. Sie wirkten dabei jedoch nicht so als wollten sie sie gleich angreifen, sondern eher so als würden sie eine Arena bilden in der gekämpft werden konnte. Mit nichts weiter als ihren knöchernden Klauen bewaffnet, die sich unablässig öffneten und schlossen, beobachteten die untoten Kreaturen das Geschehen. Und ein gewisser Hybris war kurz davor völlig auszuticken.

„Wenn ihr mich angreift, dann entfessle ich die selbe Macht wie im anderen Prüfungsraum und dann wird nichts von euch übrig bleiben. Vorhin wart ihr innerhalb des Schildes, jetzt jedoch werde ich euch atomisieren...“
„Er blufft. Er kann nichts dergleichen tun. Ihr spürt es doch selber, er pfeift auf dem letzten Loch... kommt schon Q'Tahem... tut es... nur ein paar Minuten, dann seid ihr ihn für immer los und könnt gehen.“
„Nein! Er belügt euch! Er will doch nur meinen Körper und dafür erzählt er euch alles was ihr hören wollt!“
„Nein, tue ich nicht... ach wisst ihr was Q'Tahem, tut was ihr wollt und hört auf keinen von uns beiden. Ihr habt jetzt die Macht dazu. Besiegt euren Folterknecht oder lasst es und werdet von ihm vernichtet. Denn eines sollte euch klar sein, ja, ihr wisst es ja schon, ihr habt seinen Angriff eben bemerkt, er wird euch töten, solltet ihr zögern!“

Und damit war die Sache für Hybris gelaufen. Einem zorngeladenen Schrei auf den Lippen stürzte er auf den Padawan zu, die Macht in seiner rechten Hand konzentriert. Würde er nah genug heran kommen und direkt auf das Herz des Nautolaners zielen, es könnte ihn womöglich mit einem Schlag töten. Nun hieß es töten oder von dem Sith Geist versklavt zu werden. Und letzteres wäre schlimmer als jede Folter und der Tod. Hybris musste es ja wissen. Die mehr als zehn Meter waren schnell überwunden und obwohl der Sith spüren konnte wie ihn der Geist davon abzuhalten versuchte, war er schließlich nah genug dran. Seine rechte Hand streckte sich, zielte direkt auf das Herz des Padawan, war so kurz davor ihm den wichtigsten Muskel in seinem Körper in matschige Pampe zu verwandeln, als...

[Thearterra - Vulkan - innerhalb der Anlage - Großer Saal mit (vielleicht) dem Grab des Tempelerbauers - Zoey, Q'Tahem und Darth Hybris und eine große Zahl von Geistern]
 
Thearterra, Vulkantempelanlage, Sith-Geister-Saal mit untotem Tempel-und Holocronerschaffer: Hybris, Zoey, Q`Tahem

„Schnell, Zoey! Hau dort ab! Renn von dir aus nach rechts!",

rief ihr Q`Tahem zu. Nanu, wieso das denn? Aber Zoey stand hinterm Sarkophag auf und rannte fast nach links, aber sie sollte ja nach rechts, schnell zur anderen Seite, was sie dann auch schnell machte und sie drehte dabei ihren Kopf nach hinten. Oh, nein! Was kam denn da auf sie zu! ? Hörte der Irrsinn eigentlich gar nicht mehr auf?! Sie schaute zurück zu Q`Tahem mit einem total überraschten Gesichtsausdruck und ihren Blaster immer noch auf Hybris gerichtet, naja so ungefähr. Unnatürliche Laute ertönten von den Geistern. Zoey erschauerte und wäre, so komisch es auch war, am liebsten rüber und hinter diesen Hybris gelaufen, denn der stand auch total geschockt da, hatte sich bisher nicht auf sie wie ein Wilder gestürzt und er wüsste doch aber sicher sich gegen Sith-Geister zu wehren, oder?! Allerdings erhielt dieser plötzlich einen Machtstoß von Q`Tahem, der seine unentschlossene überraschte Situation ausgenutzt hatte. Zoey freute sich. Wow, klasse Q`Tahem, jubelte sie innerlich. Dieses Scheusal hatte längst mal eins vor den Latz gebraucht. Sie war richtig stolz auf Q`Tahem und zeigte dies mit einem Lächeln und einer Daumen-Hoch-Geste. Der Nautolaner begann ein Stück weg zu laufen und Zoey lief ihm rasch entgegen, denn der Machtstoß katapultierte Hybris in ihre Richtung und sie stellte sich dann seitlich hinter Q`Tahem.

„Super, Q`Tahem, das hast du gut gemacht! Aber diese Geister! Uns bleibt aber auch gar nichts erspart! Das ist nicht gut! Das sieht mächtig übel aus!“

Der Sithlord Hybris war durch den Machtstoß am Sarkophag, hinter dem sich Zoey erst versteckt hatte, gelandet. Doch schon kurz danach ertönte ein Geräusch, dass in den Ohren weh tat und Gänsehaut verursachte. Der Sargdeckel öffnete sich. Zoey starrte wie gebannt auf den Sarg und hielt den Atem an. Der schwere Deckel glitt zur Seite und krachte trotz weichem Sandboden laut krachend auf. Zoey wusste sofort, dass er der Anführer dieser Geister war. Diese Erscheinung, so rot schimmernd, dieser Kapuzenumhang und dennoch schemenhaft , diese Mimik und Gestik, dieser Stolz. Es war dieses Zusammenspiel von allem. Man wusste es halt sofort! Und dann seine Ehrfurcht einflößende Stimme! Ein einziges Wort sagte er zuerst und das war –Endlich-! Dabei vibrierte selbst Zoeys Körper! Seine Stimme war nicht nur voll und tief, sondern ließ alles im Saal erzittern und donnern! Er muss ein mächtiger Sith-Lord gewesen sein zu Lebzeiten, durchfuhr es beängstigend Zoey, denn selbst Hybris, der ja wohl stark und mächtig genug war, mehr als genug, schien besorgt und erschrocken zu sein. Das hatte sicher nichts Gutes zu heißen! Zoey zitterte vor Angst wie Espenlaub. Dann kam Zoey in den Sinn, dass dies das Grab des Sith gewesen sein muss, der das Holocron und den Tempel erbauen ließ und nun gerade aus seinem Grab als Untoter auferstanden war. Sie hatten aber auch ein entsetzliches Glück! Diese „Person“ wollte Zoey dringend mal kennenlernen! Er schien seiner Armee Einhalt zu gebieten und jene gehorchten sofort! Dann ertönte donnernd seine Begrüßung:

„Also Schweinchen 1, Schweinchen 2 und Schweinchen 3. Eine nette Truppe seid ihr, darf ich mich vorstellen? Der Schlachter. Angenehm. Meine Diener erzählen mir allerhand über euch, vor allem ihr Lord, wart ja sehr aktiv.“

Oh nein, er stellte sich als Schlachter vor. Ganz prima! Sie hatten schon einen in ihrer Truppe. Doch dieser Sith-Geist-Lord hatte es augenscheinlich zum Glück auf diesen miesen brutalen gnadenlosen Hybris abgesehen, wie Zoey überrascht und mit Genugtuung feststellen konnte. Jener wollte diesen Doktor in seiner Armee haben, als Sklave, welch`eine Gerechtigkeit! Und nun fuhr er auch noch, ohne dass dieser sonst so gewiefte Doktor etwas tun konnte, in seinen Körper hinein. Das sah schon ziemlich fürchterlich gruselig aus, aber es missfiel Zoey gar nicht! Obwohl dieser Anblick entsetzlich war! Das hatte Pel alias Hybris verdient, auf jeden Fall! Da hatte doch wohl dieser grausame Hybris seinen Meister gefunden! Sie dachte nur an sein Holobild und seine Drohung! Es begann ein Streitgespräch zwischen Hybris und dem Tempelerbauer und Letzterer war noch stärker und gerissener als Hybris wie sich rasch herausstellte. Schon wie sie miteinander sprachen. Hybris doch eher ängstlich, wenn auch dennoch unnachgiebig und boshaft, aber der Sith-Geist-Lord überheblich und arrogant, genauso wie Hybris die ganze Zeit auf Zoey herabgeschaut und mit ihr gesprochen hatte. Zoey freute sich innerlich, auch wenn sie trotz allem auch beunruhigt war. Dieser Sith-Geist-Lord hatte sich nur dem Stärksten unter ihnen zugewandt. Zoey und Q`Tahem stellten keine wahren Gegner dar. Das hatte nicht zu heißen, dass diese Beiden nicht in Gefahr schwebten.Außerdem waren Sith so niederträchtig und verlogen! So schrecklich heimtückisch!

Und nun sprach dieser Sith-Geist-Lord doch tatsächlich Q`Tahem an. Zoey bekam einen fürchterlichen Schreck. Seine gruselige mächtige furchteinflößende Stimme veränderte ihre Tonlage in eine verheißungsvolle überredende einnehmende Stimme.


„Ich mach dir ein Angebot. So lange du in diesem Raum bist, gewähre ich dir meine Macht...“,

versprach dieser Geist doch tatsächlich Q`Tahem. Hybris schrie sofort:

„Nein!“

War das nun gut oder schlecht?! Jedenfalls war Darth Hybris deutlich beunruhigt, nicht amüsiert und strikt dagegen, dann konnte es nur gut sein! Oder? Das Streitgespräch ging weiter und bezog Q`Tahem mit ein. Aufgeregt folgte Zoey diesem Gespräch und überdachte rasch das verlockende Angebot! So hätte Q`Tahem überhaupt eine Chance gegen Hybris. Doch, auch der Andere war ein Sith! Sith dachten nur böse, grausam und eigennützig. Das hatten die Beiden gerade auf die ganz harte Tour lernen und ertragen müssen. Aber es war eine Chance! Q´Tahem könnte sich an Hybris für das ertragene Leid für sie Beide rächen. Allerdings begriff Zoey plötzlich, dass so eine dunkle Machtnutzung auch sich selbst rächte, denn Hybris erwähnte sein Aussehen in bezug zur Machtnutzung im Prüfungsraum. Na, dafür hatten Q`Tahem und Zoey dann hart bezahlen müssen, damit sich dieser Frankensteindoktor heilen konnte. Verflucht sollte er sein! Hybris konterte in Q`Tahems Richtung, dass man die Zwei niemals gehen lassen würde. Aber, Zoey dachte, dass er sie wahrscheinlich auch nicht gehen lassen würde und so müsste Hybris auch mit dran glauben. Das war doch viel gerechter! Und die Besorgtheit aus Hybris seiner Stimme raus zu hören, erfreute Zoey sehr. Wie hatte sich das Blatt gewendet! Regelrecht aggressiv versuchte Hybris Q´Tahem zu überzeugen, es nicht zu tun. Er kam mit der dunklen Seite, dass er verstoßen würde, dass er der dunklen Seite verfalle und so.

Q`Tahem, nimm es an! Mach es! Anakin ist trotz allem sogar Jedi-Rat geworden! Und er war sicher schon mal länger als 5 min auf der dunklen Seite!“,

sagte leise Zoey und davon ziemlich überzeugt. Zoey bemerkte, dass die Geister sich ihre Körper in Form der Gerippe an den Säulen geholt hatten und nun nicht mehr völlig körperlos waren. So hatten sie sich materialisiert. Hybris drohte ihnen Beiden gerade sie zu atomisieren. Doch würde dieser Mega-Sith-Geist das zulassen?! Nun ja, der Sithlord hatte im Prüfungsraum eine enorme Macht entwickelt gehabt, bis sie ohnmächtig wurde. Hm! Was, er hatte sie soeben versucht, anzugreifen? Dieser fiese Hybris! Siron hieß er also mal! So darf ich nie mein Kind nennen, sollte ich mal einen Sohn bekommen, dachte Zoey. Man konnte in solchen Momenten schon komische Gedanken haben! Zoeys Augen schweiften plötzlich zum antiken Lichtschwert, was im Sand direkt neben Hybris lag. Na sowas! Das gehörte sicher dem dunklen Sith-Geist.

Q`Tahem, da unten im Sand, fast neben Hybris, schau, ein altes Lichtschwert!“,

flüsterte sie ihm zu.

Plötzlich, raste der Geisteskranke auf Q`Tahem wie angestochen mit einem lauten zornigen Schrei und voller Entschlossenheit zu.


Q`Tahem, mach irgend `was ! Sofooooort!“,

schrie sie laut dem Nautolaner zu. Ihrer beiden Schicksale hielt der junge Padawan nun in seinen Händen und trug die alleinige Last auf seinen Schultern.


Thearterra, Vulkantempelanlage, Sith-Geisterarmeesaal mit untotem Erbauer des Tempels und Erschaffer des Holocron und gleichzeitigem Anführer der Armee: Hybris, Zoey, Q`Tahem
Geändert wegen zu brillianter Farbe des Zitats
 
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