Weltraum (Imperium)

Rendezvouspunkt auf dem Mond- Absturzstelle- Auf dem YT 2400 „Wind“ – Janem, Anakin und Padme


Padme hatte es geahnt. Janem war nicht in der Stimmung, sich von einem Kampf ablenken zu lassen. Das wäre auch zu einfach gewesen.
Janem wollte Blut sehen und Anakin kam ihm zu diesem Zweck gerade Recht.
Padme kam gar nicht mehr dazu, Janem zu antworten und damit einen neuerlichen Versuch, die Kampfhandlungen zu verzögern, denn Janem griff Anakin prompt an.
Aber Padme zögerte in den Kampf einzugreifen. Ein Zögern, das ihr eigentlich selbst schon suspekt war. Sie hatte ihr Lichtschwert deaktiviert in den Hand, behielt die beiden Kämpfenden aber ebenso im Blick wie die Richtung, in der die Rampe der "Wind" lag. Das letzte, was ihr im Moment noch fehlte, war Vincent, der in den Kampf eingriff.
Behutsam bewegte sie sich mit den Kämpfenden und schnaubte verächtlich, aber leise, als Janem meinte, daß Anakin aufgeben sollte, um sich einen langen, qualvollen Tod zu ersparen.
Wobei Padme nicht umhin kam, die Kampfkunst des Chiss zu bewundern. Er handhabte das Lichtschwert wirklich überragend. Weitaus überragender als Padme lieb sein konnte, denn sie hatte keine Ahnung, wie sie sich die Sith vom Leib halten konnten, um zu fliehen.
Überhaupt die Flucht würde sich kompliziert genug gestalten. Es waren 5 Schiffe auf diesem Planeten gelandet, davon waren 2 Stück im Moment flugunfähig und eines gehörte dem Chiss.

Padme hielt kurz den Atem, als Anakin Janem gefährlich an die Kante trieb, aber der Schlag von Janem so pariert wurde, daß Anakin ins Leere lief. Für einen Moment sah es so aus, als ob Anakin von der Kante der "Wind" fallen würde, aber der Jedi blendete den Chiss für einen Moment mit einem Machtblitz und schob diesen von der "Wind" und lief auf Padme zu, die unwillkürlich den Atem angehalten hatte.

Sie konnte auf die Frage, ob es ihr gut ging nur kurz nicken, bevor sie auf der anderen Seite "Wind" ebenfalls heruntersprangen.
Aber Padme blieb nicht stehen, sondern warf einen Blick zurück und zog Anakin weiter in Richtung des Sumpfes.


"Janem gehört nicht zu denen, die hautfreundliche Wirkung eines Schlammbades zu schätzen wissen. Also lauf!"

rief sie, als ob sie ihr Tun erklären müßte. Anakin und Padme entfernten sich rasch von der "Wind".

"Also was hier los ist, ist das Ergebnis eines Master- Plans. Komme auf eine dumme Idee, führe sie aus und bleib bis Oberkante Unterlippe in Schwierigkeiten stecken."

faßte Padme ihr Dilemma kurz und bündig zusammen.

"Ich wurde von Janem gefangen genommen und irgendwie haben Tomm und War davon Wind bekommen und die "Kron" gekapert, was sie dann in den HNN zum Besten gaben. Dabei nannten sie ihre Namen nicht. Janem war zu diesem Zeitpunkt wütend, aber das war nichts gegen seinen Haß bei der zweiten Nachricht, als sie sich zu erkennen gaben, eine imperiale Kommstation vernichteten und damit drohten weitere Kommstationen auf dem Weg zum Chiss Empire und dann Chiss'Aria'Prime anzugreifen."

Einen Augenblick blieben die beiden Jedi stehen und Padme sah sich stirnrunzelnd die Umgebung an, bevor sie sich für einen Weg entschloß. Die beiden Jedi liefen durch knöcheltiefen Uferschlamm eines Gewässer, mit dem Padme keine nähere Bekanntschaft schließen wollte.

"Und nun sind wir hier, die "Wind" ist im Moment noch nicht startbereit, wir wissen nicht wo die anderen sind und wir können nur hoffen, daß sie Janem nicht vor uns begegnen. Ich fürchte, wenn er Tomm sieht, wird mehr als nur Rot sehen."

erklärte Padme besorgt und warf einen Blick zurück.
Sie waren beinahe in eine Sackgasse geraten. Lediglich ein hohler Baumstamm führte auf die andere Seite.



Rendezvouspunkt auf dem Mond- Sumpfgebiet in der Nähe der Absturzstelle – Anakin und Padme
 
Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)

Tara bemühte sich den Jedi-Meister ausreden zu lassen. Es fiel ihr deutlich schwer, denn immer wieder wollte sie etwas sagen, biss sich dann jedoch auf die Lippe, um ihre vielleicht unüberlegten Worte zu unterdrücken. Er hatte in einigen Dingen recht, besonders was den Respekt anging, doch andere Dinge missfiel ihr gänzlich, da sie einfach nicht so stimmten. Also ob sie je Zeit gehabt hätten nach ihrer Tochter zu suchen!
Was sie jedoch noch mehr traf, war die Tatsache, dass er ebenfalls daran zweifelte, ob sie bei den Jedi gut aufgehoben war und ob er überhaupt eine aus ihr machen könnte. Sie selbst hatte die selben Gedanken bereits gehabt und leider vermutete auch er, dass sie nur eine Jedi geworden war wegen ihrer Tochter. Genau das Gefühl hatte sie bei sich selbst auch, doch sie wollte es nicht zugeben. Selbst auch nicht wahrhaben. Eigentlich hatte sie Wes erneut zurechtweisen wollen, doch mit seinen letzten Sätzen traf er sie hart und sie starrte mit Tränen in den Augen den Boden an und sagte erstmal gar nichts, ehe sie ihre Stimme und ihren Mut wiederfand.

„Wenn du schon nicht an mich glaubst, wie soll ich dann bitte an mich selbst glauben?“

Fragte sie zutiefst gekränkt und kämpfte gegen den dicken Kloß in ihrem Hals an.

„Was den Respekt angeht...ja. Ich habe wohl übertrieben in meiner Panik...meiner Wut. Natürlich war es nicht richtig dich so anzuschreien. Ich sage auch gar nicht, dass ich perfekt bin. Ich weiß auch gar nicht wie ihr Jedi immer solch eine unnormale Ruhe bewahren könnt. Mein Geist ist irgendwie immer in totaler Bewegung. Immer wieder fällt mir meine Tochter ein oder irgendetwas anderes, was mir Angst macht. Ich war eigentlich nie eine ängstliche Person, bevor das mit meinem Mann und meiner Tochter passiert ist, sonst hätte ich niemals in der Klinik arbeiten können, doch seit dem habe ich mich irgendwie verändert. Ich verspüre permanent Angst vor allem. Vielleicht habe ich manchmal Panikattacken oder irgendwelche Phobien. Ich weiß es nicht. Mein Verstand setzt dann völlig aus.“

Gab sie ehrlich mit weinerlicher Stimme zu.


„Und eines muss ich dennoch abstreiten. Es war nie wirklich Zeit für die Suche, denn auch auf Naboo hast du mich schon vertröstet, als ich danach gefragt habe und ihr meintet die Mission wäre nur ganz kurz. Davor habe ich Kestrel und Brianna geheilt und mich stundenlang Tag und Nacht um sie gekümmert und davor war ich mir noch gar nicht sicher, ob ich überhaupt eine Jedi sein möchte oder ob ich euch überhaupt vertrauen kann. Erinnert euch wie viel Angst ich zu Anfang vor euch hatte durch meine Vorgeschichte. Wo bitte hätten wir da gleich suchen können? Und zuvor habe ich natürlich alleine nach meiner Tochter gesucht, was denkt ihr denn? Ich habe natürlich sofort die Polizei verständigt, welche auch einige Wochen gesucht haben, doch plötzlich gaben sie auf und nannten mir merkwürdige Gründe. Ich denke, dass sie selbst Angst vor dem Imperium hatten. Ich war völlig fertig, dass mir keiner weiter helfen wollte und alleine...auf dem großen Planeten...wie soll ich sie da finden? Ich wollte wenigstens noch meine Eltern retten und mich und wir verließen daher den Planeten und strandeten bei dem Wirtshaus von Naboo.“

Erklärte Tara und sah ihn dann mit verweinten Augen an.

„Es tut mir leid, wenn ich euch so behandelt habe. Ich wollte nicht respektlos sein. Aber ihr scheint mich auch oft nicht zu verstehen. Ihr scheint nicht zu wissen wie es ist immer nur Angst zu haben. Vielleicht hätte ich euch das so schon mal genauer erklären müssen. Vielleicht mich auch euch gegenüber mehr öffnen, damit ihr es besser nachvollziehen könnt, doch da habe ich immer wieder Angst, ich könnte euch damit nerven und zusätzlich zu euren Aufgaben belasten.“


Meinte Tara und wischte sich einige Tränen aus dem Gesicht.


„Und meine Angst schlägt dann manchmal in Wut um. Vielleicht aus Verzweiflung... . Ich weiß es nicht. Ich glaube meine junge schlimme Vergangenheit lässt mich einfach nicht los. Es hat mich völlig im Wesen verändert, deshalb hoffe ich, dass mir Gewissheit weiterhilft oder es macht es nur noch schlimmer. Gerne können wir auch Meditieren versuchen, aber wie gesagt...mein Geist ist wie ein Raumhafen. Aber ich möchte meine permanente Angst vor jedem und allem gerne los werden. Es belastet mich und genau dies löst wohl auch meine Aggressionen aus. Ich war eigentlich früher immer eher ruhig gewesen. Jetzt bin ich eher ambivalent. Ruhig und Ängstlich und dann plötzlich übermütig und völlig in Rage... . Was ist nur aus mir geworden!?“

Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)
 
[Hyperraum / auf dem Weg zu einem unbekannten Sammelpunkt / Kampfgruppe "Jela" / rep. Flotte / MC-90 "Prometheus" / Brücke]

Die Übung dauerte länger, eine knappe Stunde ungefähr. Er hatte eine Dauerübung daraus gemacht, um die Konzentrationsfähigkeit der Crew über einen längeren Zeitraum zu heben. So hatten sich zu den Anfangs simulierten imperialen Begleitschiffen im Verlauf der Übung noch weitere gesellt. Alles in allem waren sie aber kein Gegner für den Mon Cal Kreuzer gewesen. Ein wenig Sorgen machte dem Epicanthix noch der Einsatz gegen Jäger, den er hier nicht hatte testen können. Er musste sich wohl auf die Jägerstaffeln verlassen, die im Hangar der "Prometheus" warteten.

Die Besatzung hatte ihre Sache gut gemacht. Jetzt galt es, sich zu entspannen, da das echte Gefecht nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Die Brückenschotts glitten auseinander, und Torill richtete seinen Blick dorthin. Captain Ven betrat die Brücke. Während der Übung hatte sich dieser in seine Kabine zurückgezogen, der Lieutenant Commander vermutete, dass er dort wohl etwas Schlaf nachgeholt hatte. Auch Torill hatte dies eigentlich nötig, doch jetzt war nicht der richtige Augenblick dafür. Der Twi'lek hatte ihn erreicht, und blieb stehen.

Seelenruhig zog sein Vorgesetzter ein blaues Datapad aus der Tasche und begann zu lesen. Torill wusste, dass er sich mit der vergangenen Übung beschäftigte. Der Epicanthix hoffte, dass alles gut abgelaufen war. Er hatte keine Mängel bei der Mannschaft erkennen können, sowohl die Navigation als auch die Kanoniere hatten ihre Sache gut gemacht - und auf diese beiden Gruppen kam es im Gefecht ja hauptsächlich an. Es dauerte einige Minuten, bis der Captain den Bericht überflogen hatte - wie gesagt hatte die Übung ja einige Zeit in Anspruch genommen, und der Kurzbericht, den die Sensorik verfasst hatte, war auch dementsprechend ausgefallen. Schließlich ließ Ven sein Datapad sinken und meldete sich zu Wort.


Sie haben der Mannschaft ordentlich eingeheizt, wenn ich mir die Analyse richtig ansehe. Bloß bei den Backbordkanonieren müssen Sie noch etwas nachhaken. Kümmern Sie sich gemeinsam mit Lieutenant Grob sofort darum. Denn in einem Gefecht möchte ich mich auch auf die Backbordbesatzung verlassen können.

Die Backbordkanoniere? Torill waren auf dem Kurzbericht keine abweichenden Werte aufgefallen - er hatte ihn allerdings in den wenigen Minuten, die er schon vorlag, auch noch nicht genau gelesen. Er würde ihn sich noch mal ansehen müssen, fürs Erste ärgerte er sich einfach, dass ihm das entgangen war. Er hätte ja eigentlich nur die Zahlen vergleichen müssen. Nächstes Mal würde er daran denken.

Wird sofort erledigt, Sir, ich werde eine Sonderübung für die betreffenden Crewmitglieder verordnen.

Er salutierte noch einmal, dann setzte er sich in Bewegung und ging an Captain Ven vorbei in Richtung der Waffenoffiziersstelle, um mit dem Lieutenant zu sprechen. Der Waffenoffizier war anscheinend schon selbst auf das Problem aufmerksam geworden, denn er reagierte nicht überrascht, als Torill ihn darauf ansprach. Er nahm den Befehl für eine Sonderübung entgegen und eilte dann zu seiner Kommstation, um ihn weiterzugeben. Der Epicanthix machte sich zwar nicht allzu große Hoffnungen, dass das Stunden vor der Schlacht noch große Auswirkungen haben würde, aber einen Versuch war es wert.

Wenig später fiel die "Prometheus" zurück in den Echtraum. Noch immer wusste man nicht, wo genau man sich eigentlich befand, doch nun würde man es vermutlich bald erfahren. Es wurden Standardnavigationskorrekturen durchgeführt, um die Schiffe der Kampfgruppe "Jela" in die richtige Position zu führen. Im Moment war zwar nicht mit einem Angriff zu rechnen, aber dem Protokoll musste genüge getan werden, und außerdem schadete übermäßige Vorsicht in dieser Situation ganz gewiss nicht. Das All war schwarz wie immer, doch in der Ferne konnte man eine andere Kampfgruppe und in ihr die "Legend of the Republic", eines der größten Schiffe der fünften Flotte, erkennen.

Der Lieutenant Commander warf einen Blick zu Captain Ven. Dieser war gerade auf dem Weg zum Brückenholoprojektor. Torill versteifte sich. Offenbar würde man nun endlich die Informationen über das Ziel erhalten. Auch wenn in der Mannschaft wild spekuliert wurde, noch ließ sich nichts abschätzen. Trotzdem hatte sich bereits auf dem gesamten Schiff eine Spannung breit gemacht, wie sie vor jeder wichtigen Schlacht herrschte. Unterschwellige, unterdrückte Angst, die hemmte, aber auch ständiges Adrenalin, wie es zur Erfüllung einer anspruchsvollen Aufgabe unerlässlich war.


[Tiefenraum / unbekannter Sammelpunkt / Kampfgruppe "Jela" / rep. Flotte / MC-90 "Prometheus" / Brücke]
 
| Leerer Raum | Reisestop auf dem Weg nach Anaxes | An Bord der Yacht 'Vorreiter' | Jarnik Tarvitz, an Bord einige Protokoll- und Dienerdroiden, mehrere Legaten und Präfekten


Kuat lag hinter ihm und wie immer nach solchen gesellschaftlichen Anlässen, nutzte er das schmale Zeitfenster das ihm während seiner Rückkehr blieb allein für sich. Der stämmige Moff hatte all seine Untergebenen aus den Gemächern geworfen, die an Bord der luxuriösen Sternenyacht seine eigenen darstellten. Und stand gerade beinahe zentral unter dem Mittelpunkt der Transparistahlkuppel, durch die man den unendlich weiten Weltall über dem Schiff beobachten konnte. Genüsslich zog er an seiner Zigarre und schwenkte das Glas mit einem exquisiten Cognac von Bastion ein wenig hin und her. Kuat war interessant gewesen, aber nicht weiter spannend. Die unterschiedlichen Kleingeister und aufgetauchten, sowie ausgetauschten Meinungen hatten Tarvitz eine gewisse zeit lang beschäftigt, jetzt aber widmete er sich dem nicht mehr. Er wollte, sobald sein Glas ausgetrunken war, noch einmal nachsehen, welcher dieser Männer die dem General und dem Rear Admiral gefolgt waren, vielleicht brauchbar erschien. In seiner Stellung war es nicht nur wichtig zu wissen wo man Gefallen einfordern und erzeugen konnte, sondern auch auf wen man in Zukunft zurückgreifen konnte. Manche Offiziere hatten einfach Präferenzen. Vor einigen Tagen zum Beispiel hatte er davon Erfahren das diese Sith im Oberkommando eine Adjutantin hatte, die wohl innerhalb des letzten Jahres einen beispiellosen Aufstieg innerhalb der Flotte absolviert hatte. Und zugleich in die Kategorie der Menschen passte, die er vielleicht gebrauchen konnte.

Mit einem wohligen Brummen stellte Tarvitz sein Glas letztendlich auf einem kleinen, aus sehr dunklem und massivem Holz gefertigten Tisch ab und begab sich zu dem Schreibtisch, der aus demselben Holz gefertigt worden war. Die Wandvertäfelungen ergänzten das Bild und waren ebenso aus einem speziellen Holz gefertigt, das man einer Wookieesiedlung abgerungen hatte. Irgendwann einmal vor so vielen Jahren das ihm innerhalb der nächsten dreißig Sekunden keine Zahl einfallen würde. Eigentlich war im Moment im Aufenthaltsbereich, doch auch hier gab es eine Ecke, in der besagter Schreibtisch war, in die man sich während größerer Treffen zurückziehen konnte. Tarvitz nahm einen der Code Zylinder aus seiner Uniform und steckte ihn in die Buchse an der Seite des Terminalbildschirms. Leise surrend erwachte es zum Leben.


„Namensliste aller imperialen Gäste des Diners des Kuat von Kuat. Rufe sämtliche Akten ab und lade sie in den Tertiären Speicherkern.“

Gab er in rauer Stimme und einem speziellen Dialekt seiner Heimat Carida. Es dauerte nicht lange und eine Auflistung der geforderten Daten huschte über sein Terminal. Ein Balken der sich langsam in einem hellen blau füllte, zeigte den Fortschritt der in diesem Moment gespeicherten Akten an. Er rief die erste Akte auf. Ein Flottenoffizier, nicht sonderlich weit voran gekommen, mehrere Jahre Dienst, keine außerordentlichen Auffälligkeiten. Und so folgte die nächste Akte und danach die eines Armeeoffiziers und die nächste... angewidert löschte er die Akte des neimodianischen Offiziers und fand sich mit der Akte des Mannes konfrontiert, den er durch den General hatte zurechtweisen lassen. Mit einem zufriedenen Nicken überging er den Mann ebenfalls. Und dann stach ihm ein Name ins Auge, den er entweder während dem Diner nicht gehört hatte, oder er schlichtweg nicht gefallen war. Toral. Captain Mile Toral. Die Familie Toral war seit vielen Generationen sehr wohlhabend und darüber hinaus auch sehr positiv dem Imperium gegenüber eingestellt. Die Toral Engineering Corporation war die Anlaufstelle für spezielle Rohstoffextraktionen. Angeregt durch diesen Zusammenhang hatte der Moff die Akte schnell aufgerufen und konnte somit verifizieren, dass es sich tatsächlich um ein Mitglied jener Familie handelte.

Mit einem einfachen Tastendruck rief er einen der irgendwo vor diesem großen Raum wartenden Legaten zu sich und las weiterhin Zeile um Zeile, der aktuellen Akte.


„Sir, sie haben nach mir gerufen?“

„Ja Lorik. Ich brauche schnell ein paar Informationen. Toral Engineering, alles was sie herausfinden können. Die letzten drei Jahre. Das wäre alles.“

Mit einem Nicken verschwand der Legat wieder und Tarvitz blieb alleine zurück. Lehnte sich in seinem gut gepolsterten Stuhl zurück und spielte mit der nächsten Zigarre in seinen Fingern. Eine solche Verbindung direkt vor seiner Nase und er hatte sie nicht gesehen. Ein Jammer! Aber wie sollte man sich auch auf derartiges Konzentrieren, wenn man mit Nichtmenschen auf solch engem Raum zusammen war und denen auch noch gestattet wurde zu sprechen? Sie sogar als gleichwertige Handelspartner bezeichnet wurden! Sofort in Rage versetzt, sprang er beinahe aus seine Stuhl auf. Und zeterte mehrere Minuten in seinen Gedanken hin und her wie man mit solchen Dingern verfahren sollte. Erst dann konnte er sich beruhigen und seinen inneren Aufruhr langsam herunterfahren.

Toral Engineering wäre eine interessante Partie, für die Dynastie Tarvitz, überlegte der Moff dann, nach einigen weiteren Minuten und starrte, auf das Terminal. Er machte sich einige Notizen und arbeitete sich dann weiter durch die Akten der restlichen imperialen Gäste. Zwei der Armeeoffiziere schienen so integer wie er das von ihnen erwarten würde und wurden ebenfalls in Betracht gezogen. Er spielte sogar mit dem Gedanken eine Versetzung des einen Mannes in die Wege zu leiten. Vollkommen egal wie sehr sie sich alle sträuben würden, weil Kuat ja so ungemein wichtig war.... weitere Gedanken wurden von Lorik unterbrochen, der ihm einen kleinen Datenträger reichte und sofort wieder verschwand.

Tarvitz rief die Daten umgehend ab. Interessiert stützte er sich auf dem Schreibtisch ab und rutschte beinahe immer wieder ein Stück weiter vor. Das war doch kaum zu glauben! Im letzten Teil fand sich eine recht aktuelle Nachricht darüber, dass die Toral Engineering in heftigen Gerangel mit den Banken der Muun lag. Und diese ihre Konten eingefroren hatte! Was zwar weitaus weniger überraschend war, bedachte man die gierige und falsche Natur solcher Nichtmenschen. Aber es präsentierte sich eine Situation gerade zu passend auf dem Präsentierteller. Eine langjährige, das Imperium stets unterstützende Firma, die in Familienhand war, wurde von Nichtmenschen bedrängt. Ohne ersichtlichen Grund wurden Lügen erfunden und Schritte in die Wege geleitet, die einfach undenkbar waren. Für Tarvitz kam es nicht eine Sekunde lang in Frage, dass auch nur einer der Vorwürfe auch nur einen Funken Wahrheit enthielt. Ein Mensch war nicht so niederträchtig wie ein Alien. Und diese gierigen, seit Jahrhunderten auf ihren Banken sitzenden Muuns waren was Gier betraf mit Sicherheit die allerschlimmsten. Dicht gefolgt von den schleimigen Neimoidianern. Aber nicht nur diese Aliens waren fähig um die Ecke zu denken.


~~~~~~~~~~~~| Verschlüsselte Nachricht an Doon Ickx |~~~~~~~~~~~~

Ich grüße sie und möchte ihnen meine Bewunderung aussprechen, für die Handlungen die sie unlängst unternommen haben!
Mir ist nicht verborgen geblieben, dass sie sich gegen einen der großen Nichtmenschen verachtenden Konzerne gewendet und ihnen den Hahn ihrer korrupt erwirtschafteten Gelder zugedreht haben. Doch fürchte ich, dass solcher Art Aktionen nicht ausreichen, gegen einen Feind der so verdorben und seit so langer Zeit nicht herausgefordert worden ist.

Als Zeichen meiner Unterstützung und Beweis meines Vertrauens in ihre Sache, lasse ich ihnen die Zugriffsdaten auf diverse Konten mit nicht unerheblichen Geldbeträgen zukommen, die sie für den Kampf gegen die Toral Engineering benutzen können. Sollten sie sich für eine aktive Konfrontation entscheiden, so kontaktieren sie auf Nar Shadda eine Gruppierung namens 'Bloodshed Basterds'. Und erwähnen sie das Groth sie zu ihnen geschickt hat. Sie werden dann feststellen, das sie ein doppeltes Auftragsgeld erhalten haben und zu ihrer Verfügung stehen.

Ich flehe sie an, es nicht nur dabei zu belassen, ihnen die Gelder zu nehmen. Zeigen sie diesem menschlichen Unrat, das er sich nicht heraus nehmen kann, was er will! Zeigen sie ihnen, dass wir ihnen nicht gehören und nehmen sie den Kampf gegen diesen Schmutz auf!

Groth


~~~~~~~~~~~~| Nachricht Ende |~~~~~~~~~~~~

Groth war dabei so willkürlich gewählt, wie die Sterne sich hier scheinbar am 'Himmelszelt' angeordnet hatten. Es gab dem ganzen einen Namen, der sich nicht wirklich menschlich anhörte. Die Nachricht speicherte der Moff, veranlasste das die Gelder überwiesen wurden. Was für ein erstes keine allzu leichte Aufgabe war, denn vor allem Geld konnte leicht zurückverfolgt werden. Solange es im digitalen Zustand blieb. Tarvitz allerdings war nicht auf den Kopf gefallen, ließ da und dort das Geld zusammen treiben, in Credit Chips auszahlen und dann auf die angegebenen Konten im Anhang einzahlen. Das würde einen Moment dauern, er koppelte die Nachricht jedoch an die Bestätigung das alle Umverteilungsaktionen gelaufen waren und so ging die Nachricht zum rechten Zeitpunkt an den Muun Doon Ickx. Die Konten einzufrieren oblag einzig der Bank der Muun und besagter Angehöriger jenen seltsam dreinschauenden Spezies, zeichnete verantwortlich für Fremdinvestment. Es würde sich niemand wundern, wenn man sich an ihn wandte, wegen besagter Konten Affäre. Um die Nachrichten die er an imperiale Institutionen schicken würde, würde sich Tarvitz später kümmern. Erst einmal musste die Sache überhaupt so ins Rollen gebracht werden, dass er diese Benachrichtigungen rechtfertigen konnte.

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.:: Hyperraum nach Esseles (über Tanaab) | Victory-II Sternzerstörer "Pandora" | Offiziersmesse | Captain Murata & Colonel Iulius & Captain Arturo & Captain Tro'om & Captain al Jepah, im Hintergrund noch weitere Offiziere und Unteroffiziere ::.


Was für eine Wandlung der Geschehnisse. Nach den aufreibenden und anstrengenden Gefechtssimulationen mit dem Cortosis-Squad hatte sich Captain Arturo kurzerhand in die Offiziersmesse zurückgekehrt. Es war erforderlich einige taktische Winkelzüge und Vorkommnisse mit den anderen Offizieren durchzusprechen. Natürlich war der bullige Mann von Concord Dawn immens stolz auf die hervorragende Leistung bei den Wehrübungen. Stolz war zwar kein guter Weggefährte eines Soldaten, weil er häufig die eigene Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Eben noch sprach er angeregt mit einem Sergeant über eine Punkteroberung bei den Bodensimulationen, als mit einem Mal Colonel Iulius in einem Pulk anderer ranghoher Offiziere erschien. Es gab eine kurze Unterhaltung, dann gab der Colonel Gats ein Zeichen. Und zur persönlichen Überraschung des massigen Captains wurde er an den Tisch gerufen, an dem sich Captain Toji Murata befand. Mehr noch, selbiger erhoffte sich von den Wehrübungen zu erfahren. Welch' interessante Fügung des Schicksals - immerhin lernte er den Kommandeur des Sternzerstörers endlich kennen. Auf die Bitte Cpt. Muratas hin setzte sich Gats mit einem Kopfnicken. Er überlegte kurz, legte sich die Worte zurecht und begann.

"Danke, Captain! Nun, ich danke dem Colonel für die Anerkennung. Es war letztlich die Kombination aus der exzellenten Leistung meiner Männer und einigen unglücklichen Zufällen meiner Übungs-Kontrahenten. Ich vage zu bezweifeln, dass es sich unter ähnlichen Konstellationen so schnell wiederholen ließe."

Gats Arturo war Realist. Es hatten einige Abstimmungsfehler bei den anderen Einheiten für Verwirrung gesorgt, welche die Cortosis-Squad Gewinn bringend ausgenutzt hatte. In den vergangenen Jahren hatten sich seine Einheit immer wieder als recht opportun erwiesen. Vor allem der geschickte Einsatz kombinierter Waffengattungen war ein besonderes Steckenpferd des kraftstrotzenden Mann von Concord Dawn. Sein Blick ruhte weiterhin auf Captain Murata. Selbiger schien ein aufmerksamer Zuhörer zu sein, während er etwas unmotiviert in seinem Essen herumstocherte.

"Im Grunde beruht der Erfolg meiner Einheit bei diesen Übungen auf schnellen Feldbewegungen und Positionsverlagerungen. Ich versuche den Großteil der Truppe mobil zu halten. So konnten wir einige strategisch wichtige Stellungen einnehmen und halten. Und dann kam noch ein klein wenig Glück hinzu."

Der hünenhafte Mann lächelte schwach. Höflichkeit durch Mimik war nicht gerade sein Steckenpferd. Natürlich war die Offiziersmesse kein wirklicher Ort von überzogener Höflichkeit oder politischer Diplomatie. Aber auch hier wurde zum Großteil innerhalb der Parameter imperialer Protokolle agiert. Gats hingegen war ein Mann der Tat. Ein Mann fürs Grobe. Jemand, der dahin ging, wo es weh tat. Er war lieber im Lichtstrahlgewitter einer Schlacht, als im feinen Zwirn bei feierlichen Anläßen. Ein Soldat durch und durch, mit jeder Faser seines Körpers. Und er kannte einen Großteil der hiesigen Offiziere noch nicht. Er, der just erst in den Rang eines Captains erhoben worden war. Er, der erst vor kurzer Zeit mit seiner Cortosis-Squad auf den VSD-II "Pandora" versetzt worden war. Doch Momente wie dieser waren die allerbeste Gelegenheit, etwas am Zustand der Unwissenheit zu ändern.

"Dennoch danke ich abermals für die Anerkennung. Ich möchte auch gleichzeitig die Gunst nutzen, Captain Murata, um mich noch einmal in aller Form vorzustellen. Bisher war es uns leider nicht vergönnt, ein paar Augenblicke zu sprechen."

Gats Arturo räusperte sich, versteifte sich trotz seiner fast besenstielartigen Haltung noch einmal und salutierte zackig.

"Captain Gats Arturo, Sir. Kommandeur des Cortosis-Squad. Ist mir eine Ehre, meinen Dienst an Bord der 'Pandora' tun zu dürfen. Ich hoffe meine Einheit und ich können zu Ihrer Zufriedenheit dem Ruhme des Imperiums dienen!"

Damit sollte alles genannt sein, was von näherem Belang war. Er beobachtete die Körpersprache des exotischen Flotten-Kommandeurs, konnte aus den Zügen des Gegenübers nichts Konkretes lesen. Nicht verwunderlich, denn Menschenkenntnis war keine große Stärke von Arturo. Er hatte andere. Meist der eher subtileren Art.


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[ „Padmes-Wellness-Urlaub“-Mond – Rendezvous mit „ein paar alten Freunden“ – Bei Wars abgestürztem Jäger ] War (Will in der Nähe)

War saß mit einem Knie auf dem Boden an einen Baum gelehnt immer noch ein paar Meter neben der Absturzstelle seines Jägers. Seinen Ellenbogen auf das andere Knie abstützend hielt er das CDH-17 Blastergewehr im Anschlag und zielte auf die Stelle im Dschungel, wo er den Geräuschen und seinem Gefühl nach die ankommende Person oder Personen vermutete. Sein Astromech Freddi hatte sich zwar auch eine kleine Deckung gesucht. Trotz seiner größtenteils schwarzen Lackierung war er aufgrund der orangenen Streifen allerdings kaum zu übersehen.

War atmete angespannt einmal tief durch. Das innere seines Kampfpanzers war zwar etwas klimatisiert, allerdings konnte er die hohe Luftfeuchtigkeit des Sumpfes immer noch spüren und riechen. Plötzlich meldeten die empfindlichen Sensoren eine größere sich nähernde Lebensform direkt vor ihm. Sein Finger befand sich am Abzug der Waffe. Wer mochte es sein?
Seine Frage wurde Sekunden später beantwortet, als Will sich ankündigte und gleichzeitig darum bat, nicht erschossen zu werden. Ein großer Teil von Wars Anspannung viel sofort ab. Sie mussten zwar immer noch vorsichtig sein, allerdings ging es nun nicht mehr darum, dass er innerhalb der nächsten Sekunden einem Sith die Rübe wegpusten musste. War stand auf und gab sich zu erkennen als Will schließlich mit erhobenen Händen um die Ecke kam. Auf seine Frage hin nickte er nur kurz.


„Ja, ich bin okay. Die Landung war etwas unsanft und das Schiff ist sicher hinüber, aber ich hab zum Glück keine Verletzungen davon getragen.“

Sein Blick wanderte zu seinem sinkenden Jäger hinüber und ging dann seitlich nach oben wo seine unkontrollierte Landung eine Schneise der Verwüstung in den Wald geschlagen hatte. Bei dieser Vegetation hier würde man in ein bis zwei Wochen davon sicher nichts mehr sehen.
Aber nun mussten sie sich wieder um ihre Mission kümmern. Es verwunderte ihn ein wenig, dass Will ohne Tomm erschienen war.


„Wo ist dein Meister abgeblieben?“

Tomm war ein erfahrener Pilot und selbst wenn die Landung hier etwas schwierig war, so würde er diese Hürde doch sicher ohne Probleme überwunden haben.
Wenn sie davon ausgingen, dass auch die „Wind“ in nicht allzu weiter Entfernung gelandet war, gab es also drei mögliche Ziele. Zur Wind, zur Cron oder zu Tomms Jäger. Die Sith würden ganz bestimmt nicht bei der Wind warten. Und die Cron würde ihnen auch nicht weiterhelfen, solange der Kampf zwischen Jedi und Sith nicht stattgefunden hatte.
Also stand ihr Ziel fest. Auch wenn War noch nicht so genau wusste, was er bei einem Bodengefecht gegen die Sith anrichten sollte. De Ausrüstung seines Kampfpanzers und seine Ausbildung bei der Spezialeinheit konnten ihm zwar weiterhelfen, allerdings waren seine Möglichkeiten doch begrenzt. Allerdings waren sie nicht hier gelandet um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Sie brauchten Tomm.

Ganz nebenbei verspürte er auch ein gewisses Maß an Kopfschmerzen. Das konnte entweder bedeuten, dass ihm die Notlandung nicht so sonderlich gut bekommen war, oder dass Ian sich mal wieder ins Geschehen einmischen wollte. Was war wohl das geringe Übel. War bemerkte den fragenden Blick des Jedi-Schülers, der die nachdenklichen Gesichtszüge des ehemaligen Admirals unter dem Helm natürlich nicht sehen konnte.


„Freddi, begib dich zum Treffpunkt mit der Crew der Cron.“

Mit einem leicht unsicheren Pfeifen gab der Droide zu verstehen, dass er den Befehl verstanden hatte. Die Crew sollte sich natürlich nicht mehr auf der Cron befinden, wenn die Sith ankamen. Sie würden sich notfalls so lange bei vereinbarten Koordinaten verstecken, bis die Interceptor hier ankam. Und das würde hoffentlich noch vor dem Eintreffen der imperialen Flotte passieren.
Damit war die Cron verlassen. Sie hatten allerdings noch ein paar „Begrüßungselemente“ installiert, die sie notfalls gegen die Sith verwenden konnten. War wartete einige Sekunden, bis der Astromech verschwunden war. Schließlich wandte er sich wieder Will zu.


„Nun wird es also ernst. Wir müssen Tomm finden und dabei gleichzeitig sehr vorsichtig sein.“

[ / „Padmes-Wellness-Urlaub“-Mond – Rendezvous mit „ein paar alten Freunden“ – Bei Wars abgestürztem Jäger ] War und Will
 
Oberfläche eines sumpfigen Mondes - wartend auf das zweite Rendezvous mit „ein paar alten Freunden“ - bei Wars abgestürztem Jäger - Will, War

Will nickte War zu. Langsam setzte er sich in Bewegung. Sie müssten Tomm finden. Nachdem sie die Absturzstellen von Wars Jäger verlasen hatten, drangen sie in immer dichter werdenden Dschungel vor.
Ein erschrockenes Einatmen und ein Schmatzen kombiniert mit einem unappetitlichen Knacken war das letzte was man von Will und Tom jemals hören sollte. Nach einem ungeschickten Stolpern hatte sich der Ast eines umgestürzten Baumes durch seine Luftröhre geschoben und seine Wirbelsäule durchtrennt. War würde nichts Anderes tun können, als ihn liegen zulassen.


Oberfläche eines sumpfigen Mondes - wartend auf das zweite Rendezvous mit „ein paar alten Freunden“ - unterwegs im Dschungel - Will (tot), War
 
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[ Tiefenraum | Sammelpunkt nahe des Denon-Systems | Einsatzflotte | Dritte Kampfgruppe („Jela“) | MC90 „Prometheus“ | Brücke | mit Brückencrew ]

Denon – das war ihr nächstes Ziel. In einer kurzen Holo-Konferenz hatte Commodore Korus – ohne große Umschweife – das Ziel ihrer plötzlichen Reise war. Dafür hatte man im Bothawui-System die republikanischen Streitkräfte der fünften Flotte zusammengezogen. Laut der ganzen Planung sollten sie die imperiale Verteidigung im System durchbrechen und auf diese Weise schnell den Weg für die zahlreichen Bodentruppen frei machen. Der republikanische Geheimdienst zählte mit maximal fünf Kampfgruppen – doch was zählten solche Berichte schon? Stets gab es – bedingt durch den Zufall – gewisse Abweichungen. Mit einer gewissen Erfahrung rechneten die Militärs mit diesem bekannten Umstand. Niemand unterschätzte das Imperium!

Ganz leise verstummte der Holoprojektor. Commodore Korus hatte keinen großen Wert auf eine der ausführlichen Unterhaltungen gelegt, die manchmal in solchen Situationen entstand. Denn es lastete ein gewaltiger Zeitdruck auf dem menschlichen Kommandeur. Das hatte selbst Captain Navara Ven, der Kommandant der „Prometheus“ sowie Befehlshaber der dritten Kampfgruppe, kurzzeitig spüren können. Schweigend griff er nach seinem Datapad, um schnell die Einsatzbefehle zu überfliegen. Er bemerkte dabei nicht, dass sich ihm dabei Lieutenant Commander Torill Kaal, sein momentan erster Offizier, näherte. Unwillkürlich zuckten beide Lekku als der Kommandant Zeile für Zeile las. Dabei begann sein Herz – vor lauter Vorfreude auf den kommenden Kampf – immer schneller zu schlagen, aber äußerlich behielt der Twi'lek seine steinerne Körperhaltung. Navara kümmerte sich erst um den Epicanthix, nachdem er die letzte Zeile auf seinem Datapad gelesen hatte.


„Denon wird unser nächstes Ziel sein“, teilte er ziemlich trocken Torill Kaal mit. „Man wird uns als Blockadebrecher einsetzen – so interpretiere ich jedenfalls unsere neuen Befehle. Momentan hat die Flotte noch knapp eine Stunde Zeit, um sämtliche Vorbereitungen zu treffen.“

Langsam entfernte sich der Kommandant der „Prometheus“, in Begleitung des Epicanthix, von dem Holoprojektor und kehrte gemächlich in den vorderen Bereich der Brücke zurück. Die Offiziere, die derzeit ihren Dienst taten, musterten still und heimlich die beiden Männer. Es hatte sogar kurzzeitig den Anschein, dass jegliche Betriebsamkeit für einen Moment ausgesetzt hätte. Man wartete auf die neuen Befehle des Kommandanten. Zusammen mit Torill Kaal kehrte Navara zum Panoramafenster der „Prometheus“ zurück. Erneut fiel sein Blick auf den schwarzen Horizont, den sich der trainierte Twi'lek – aufgrund fehlender Orientierungspunkte – dachte. Beiläufig streichelte er den rechten Lek und überlegte seinen nächsten Schritt. Die Zeit lief ihm langsam davon. Sie war wie feinster Sand in seinen Händen – er konnte sie kaum greifen.

„Lieutenant Commander Kaal, leiten Sie die Vorbereitungen für unsere Bodentruppen ein“, wies der Twi'lek auf einmal seinen ersten Offizier an. „Ich übermittle den Staffelführern gleich die Parameter dieser Operation. So können wir etwas Zeit sparen. Sie hätte ich gern während des Gefechts als den primären Kommandanten dieses Schiffs. Kann ich mich auf Sie verlassen oder geht Ihnen das schon zu weit? Ich wünschte mir, ich könnte Sie langsamer an diesen Brocken heranführen, aber ich habe leider weder die Zeit noch das Personal, um hier Puffer zu schaffen.“

Eindringlich musterte Navara seinen ersten Offizier. Mit diesem unkonventionellen Angebot bekam Torill Kaal einen großen Vertrauensvorschuss. Jedoch hatte der Captain in diesem Augenblick keine andere Wahl. Denn durch die zusätzliche Belastung mit der Befehlsgewalt über eine Kampfgruppe, die ihm Commodore Korus zumutete, musste er einfach Freiräume schaffen. Konnte Torill Kaal mit diesem ungewöhnlichen Vorschuss umgehen? Immerhin überstieg die schiere Größe des tiefblauen Mon Calamari-Kreuzers der Klasse 90 die zugesprochenen Kompetenzen eines jungen Offiziers um mindestens einen weiteren Rang. In diesem Fall konnte Navara verstehen, wenn der Epicanthix das plötzliche Angebot ablehnen würde. Wahrscheinlich hätte der Twi'lek in der gleichen Situation auch für einen längeren Zeitpunkt nachgedacht. Hörbar atmete er ein und wieder aus. Ungeduldig wartete er auf Torill Kaals Antwort. Noch immer hatte er das Gefühl, dass ihm die Zeit entglitt. Irgendwann musste er einfach die nächsten Schritte einleiten.

„Ich gebe Ihnen gern noch etwas Zeit zum Nachdenken, Lieutenant Commander“, teilte der Twi'lek dem anderen Offizier mit. „Commodore Korus hat uns – mal wieder – bloß einen winzigen Rahmen gegeben. Ich muss an dieser Stelle also auch die anderen Kommandanten erst einmal in die Befehle, die wir nun erhalten haben, einweihen. … Kommunikation, teilen Sie den anderen Schiffen unserer Kampfgruppe mit, dass ich deren Kommandanten in zehn Minuten sprechen möchte. Legen Sie alle eingehenden Holo-Verbindungen in den Konferenzraum.“

„Jawohl, Captain“, entgegnete der Bith und gab die Befehle weiter.

Noch bevor die Bestätigung in der großen Brücke verklungen war, gab Navara dem Epicanthix kurz ein Handzeichen. Torill Kaal sollte ihm zu der kurzen Besprechung begleiten. Gemeinsam verließen beide Offiziere die Brücke der „Prometheus“ und machten sich unverzüglich auf den Weg zum sehr nahen Konferenzraum. Dieser lag – genau wie die Brücke – auf Deck Eins. Ein ständiges Brummen setzte sofort ein als die beiden eintraten. In der Mitte befand sich ein eher länglicher, schmaler Tisch mit modernen Holoprojektor sowie zwölf Stühle, die um diesen platziert waren. Schweigend bot der Twi'lek seinem Begleiter einen Sitzplatz an. Ein paar Minuten blieben beiden Offizieren, bevor sich ein Kommandant nach dem anderen bei der Kommunikationsstation des Kreuzers meldete. Surrend erwachte der Projektor. Ein Hologramm nach dem anderen baute sich in sehr kurzer Zeit auf. Dabei stellte sich heraus, dass Commander Rar und Commander Pike die ersten waren. Der Kommandant der „Orama“, ein drahtiger Togruta, folgte als Dritter und zuletzt erschienen zwei Menschen, die als Befehlshaber der beiden Kanonenboote zur Kampfgruppe gehörten. Ernst nickte der grüne Twi'lek den Offizieren zu.


„Werte Offiziere, wir haben noch knapp eine dreiviertel Stunde Zeit bis zum nächsten Sprung“, war die schlichte Eröffnung des Befehlshaber dieser Kampfgruppe. „Sie können nun gern Platz nehmen, derweil übermittele ich Ihnen die neuen Einsatzbefehle und Operationspläne. Unser nächstes großes Ziel heißt: Denon. Dabei stellen wir die erste Angriffswelle dar und dürften womöglich die meisten Treffer im Gegensatz zu den folgenden Schiffen einstecken.“

Per Knopfdruck rief der Kommandant der „Prometheus“ eine Darstellung des Systems auf, das auch die anderen Kommandanten, die an dieser Konferenz teilnahmen, erhielten. Einzelne Punkte, die im Hologramm mit einer kräftigen Farbe hervorgehoben waren, stellten dabei die Schritte dar, die diese Kampfgruppe bei der Operation durchführen sollte. Navara musterte kurzzeitig das Hologramm. Er spürte plötzlich den lauten Aufschrei seines kühnen Kriegerherzen. Erneut zuckten die Lekku. Kurz zeigten sie die elektrisierende Aufregung, die er in sich trug. Jedoch war sich Navara sicher, dass bis auf Alema niemand die Bewegungen seiner Lekku richtig interpretieren konnte. Dann fiel sein recht aufmerksamer Blick auf Torill Kaal, bevor er sich wieder der Konferenz widmete.

„Bereiten Sie in der restlichen Zeit bis zum Sprung Ihre Bodentruppen vor“, sprach Navara nach der flüchtigen Pause weiter. „Sie werden nämlich bei der kämpferischen Befreiung des Planeten ebenso teilnehmen wie die Truppen, die schon in speziellen Landungsbooten warten. Sämtliche Transporter und Landungsboote, die hyperraumfähig sind, sollen laut Commodore Korus ausgeschleust werden und sich den anderen Bodentruppenverbänden anschließen. So kann der freiwerdende Platz für die Truppen genutzt werden, die auf nichthyperraumfähige Transportmittel zurückgreifen müssen. Ein eigener Geleitschutz ist nicht nötig, da hat Commodore Korus genügend Streitkräfte seperat abgestellt. Geben Sie der Verladung der Truppen also die höchste Priorität – wobei die besten Truppen Vorrang haben sollen.“

Dann führte Navara die einzelnen Pläne zur Operation ausführlich aus. Sowohl die „Liberation“ als auch die „Flames of Courage“ sollten sein Schiff in der Angriffsformation flankieren, während sich in der zweiten Reihe die anderen drei Schiffe befinden sollten. Auf diese Weise wollte er die wahre Stärke seiner Kampfgruppe etwas verschleiern. Denn erst kurz vor der Feuerreichweite ihrer Waffen sollte sich die Formation etwas lösen und die Schiffe der zweiten Reihe in die erste aufschließen. In diesem Fall hätten sowohl die „Liberation“ als auch die „Flames of Courage“ jeweils ein winziges Kanonenboot an ihrer Seite. So sollten sie die Ziele angreifen, die sich schnell isolieren ließen. Der Twi'lek erwähnte zwar die Angaben zur Stärke der Verteidigung, die ihm Geheimdienstbericht kurz genannt wurden, aber innerlich hoffte er auf etwas mehr Stärke. Bothawui war in diesem Fall eine herbe Enttäuschung für ihn gewesen. Am Ende richtete er seinen Blick wieder auf die Offiziere, die als Hologramm anwesend waren.

„Haben Sie noch Fragen oder Anregungen?“, fragte er nach.

[ Tiefenraum | Sammelpunkt nahe des Denon-Systems | Einsatzflotte | Dritte Kampfgruppe („Jela“) | MC90 „Prometheus“ | Konferenzraum | mit Torill Kaal und den Hologrammen der Schiffskommandanten seiner Kampfgruppe (darunter Commander Rar und Commander Pike) ]
[OP @ all: Ihr könnt, sollte es keine Fragen geben, gern die Vorbereitungen beginnen. So kann uns Wes schneller nach Denon bringen.
@ Torill: Du kannst gern im Anschluss deine Antwort auf Navaras Angebot geben.]
 
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[ Hyperraum | nach Esseles (über Tanaab) | VSD II „Pandora“ | Offiziersmesse | Dr. Ming Tau & Lt. Lerina To'lag, einige Tische weiter Colonel Iulius, Captain Arturo, Captain Tro'om und Captain al Jepah ]

Ming hatte ihren Teller fast gelehrt wobei sie sich das Essen wirklich schmecken ließ. Lerina konnte Kochen und dies geradezu perfekt. Ein beneidenswertes Talent, welches Ming auch gern besessen hätte. Zwar konnte sie sehr wohl kochen, allerdings nicht in dieser Perfektion wie ihre Freundin. Entweder man besaß das Talent oder man besaß es nicht und Ming konnte damit nicht aufwarten. Die junge Ärztin nahm einen weiteren Schluck ihres Tees, vertilgte auch die Rest auf ihrem Teller uns sah ihr Gegenüber an, deren Blicke so oft in die hinteren Reihen glitten, dass es derweil schon auffallen musste. Ming musste innerlich schmunzeln. Lerina nahm kein Blatt vor den Mund und sie besaß ein Talente, welches manchmal erschreckend war. Nämlich dafür zu sorgen, dass ihr die gesamte Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Möglich dass dies ein hoher Anziehungsgrad für Männer war. Die Brünette war verdammt attraktiv, mit ihren hellblauen Augen, die auffielen schaffte sie es stets in den Vordergrund zu schnellen. Das lange Haar passte perfekt zu ihrem leicht bräunlichen Hautton. Die vollen Lippen zeugten stets von einem Lächeln. Lange Wimpern umrahmten das Strahlen ihrer Augen, und ließen das Blau noch mehr hervortreten. Sie verstand es sehr gut sich zurecht zu machen und somit ihrer Schönheit noch mehr zu schmeicheln. Ming kannte Lerinas Geschite, kannte ihre zahllosen Affären und ihre Vorlieben. Die Männer in ihrem Rücken vielen Eindeutig in ihr Beuteschema. Von interessant, über Muskulös bis hin zu geheimnisvoll.

„Ich denke du solltest die Herrn endlich aufsuchen anstatt ihnen nur Blicke zuzuwerfen, welche so langsam alle anwesenden mitbekommen haben sollten.“

Lerina blickte ihre Freundin an und grinste breit bei deren Vorschlag.
„Eine sehr gute Idee und du wirst mich begleiten.“ Mit diesen Worten erhob sich die Brünette, ließ ein neuerliches Grinsen über ihre Lippen gleiten und zog die junge Ärztin auf die Beine. Ming hätte ihr am liebsten den Hals umgedreht in diesem Moment, unterließ es aber und ließ sich mitziehen. Die Brünette bleib neben dem Tisch der Männerversammlung stehen und schnappte gerade noch die letzten Worte des muskulösen Mannes auf, welcher sich als Captain Gats Arturo vorstellte sowie als Kommandeur des Cortosis-Squad. Wobei er zum Ausdruck brachte erfreut darüber zu sein an Bord der Pandora dienst tun zu dürfen. Das normal Prozedere also. Ein gefundenes Fressen für Lerina, deren ausgesprochen hübscher Mund durchaus frech war.

„Sie werden sicher einen guten Dienst tun Captain Arturo um meiner Freundin hier einige Besuche auf der Krankenstation abstatten nachdem es zu Verletzungen gekommen ist.“


Sie grinste den schwarzhaarigen Gats an und sah dann den Rest an, wobei ihr Blick einen Moment an Toji hängen blieb, ehe sie Gates wieder ansah. „Entschuldigen sie, ich habe mich einfach so eingemischt und mich nicht einmal vorgestellt. Lt. Lerina To’lag und die schweigsame Dame hier neben mir ist Doktor Ming Tau, die Chefärztin.“

Wieder ließ die Brünette ihren Blick von einem zum anderen gleiten, wobei er neuerlich bei Toji hängen blieben. Ming hatte das Gefühl das die Lt., welche gerade dienstfrei hatte diesen Moment geradezu genoss. Wobei die Exotin das Gefühl nicht loswurde, dass sie so schnell nicht mehr aus dieser Sache würde heraus kommen können. Innerlich seufzte sie, wobei sie die Gesichter der Fünf Männer im Auge behielt. „Dürfen wir uns setzten?“, wollte die Lt. wissen und zog Ming neben sich auf die Sitzfläche nachdem keiner etwas einzuwenden schien. Ming hatte ein komisches Gefühl bei der Sache, sie spielte ungern so etwas wie den Vorwand damit Lerina etwas fand sich einzuschleichen, wobei ihre Freundin dies auch allein geschafft hätte. Die Kommunikationsoffizieren besaß ebenso ein Talent fürs Reden wie fürs Kochen.

„Verzeihen sie Lt. To’lags doch recht freche Vorgehensweise, allerdings kennt die junge Dame keine Hemmungen wenn es darum geht sich in Gespräche einzumischen.“

Ein Lächeln glitt über Taus Lippen nachdem sie diese Worte ausgesprochen hatte und Lerina einen Moment ansah, wobei ihre Freundin leicht die Schultern zuckte. Eine typische Geste von ihr, die nur allzu gut passte. Die Schlanke Brünette, strich sich einen Moment durch ihr Haar, welches sie Momentan offen trug und was ihr über die Schultern bis hinab unterhalb ihrer vollen brüste reichte. Die ein oder andere Frau war was ihre Figur anging neidisch, sie hatte Ming bei einzelnen Frauengesprächen schon mitbekommen. Sie war lang genug auf diesem Schiff um zu wissen was vor sich ging.


[ Hyperraum | nach Esseles (über Tanaab) | VSD II „Pandora“ | Offiziersmesse | Dr. Ming Tau & Lt. Lerina To'lag, Colonel Iulius, Captain Arturo, Captain Tro'om und Captain al Jepah ]
 
Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)

Die deutlichen Worte hatten zumindest den Effekt, dass Tara von Wut und Vorwürfen zu Angst und Depression wechselte, oder zumindest erschien es Wes so. Ein solches Ergebnis war zwar keineswegs gut, doch einfacher damit umzugehen als mit der geladenen Togruta von vorhin. Es bedeutete allerdings nicht notwendigerweise, dass er die Sache alsbald wieder ins Lot bekommen würde – letztendlich war die Nichtmenschin schon eine reichlich komplizierte Padawan.

Sie hatte Tränen in den Augen und verstand Wes' Worte offenbar als Zweifel an ihrer Fähigkeit, eine Jedi zu werden, dem
Können, obwohl dies für ihn außer Frage stand und er sich eher über das Wollen Gedanken machte. Wenn er sie allerdings so hörte, schien das nicht das Problem zu sein. Eher so, als ob die ganze Geschichte irgendwie von vorne bis hinten verkorkst war.

Positiv war allerdings, dass Tara einsah, dass sie sich etwas daneben benommen hatte. Sie wunderte sich über die Gelassenheit der Jedi und erzählte, dass sie erst seit dem Vorfall, als ihr Mann getötet und ihre Tochter entführt worden war, so ängstlich reagierte. Was sie allerdings nicht zugab war, dass sie auf Naboo durchaus Zeit gehabt hätten, doch zumindest klang sie jetzt nicht mehr so,als wäre es allein Wes' Schuld. Sie entschuldigte sich auch nochmals und versuchte sich dabei auch zu rechtfertigen. Dass das Thema sie ganz schön mitgenommen hatte, stand allerdings außer Zweifel. Dem Jedi tat seine Padawan jetzt leid, da sie sich plötzlich wieder von einer ganz anderen Seite zeigte, und er reichte ihr ein Taschentuch, um sich die Tränen abzuwischen.

»Hier,«

Meinte er.

»Nun, zum Glück war ich tatsächlich nie in deiner Situation. Ich hatte eine relativ normale Kindheit auf Taanab, bis ich nach Coruscant kam und ein Jedi wurde. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen, aber meinen Eltern und Geschwistern geht es soweit ich weiß gut. Ich müsste sie endlich wieder einmal besuchen, man weiß ja eben nie, wieviel Zeit einem bleibt.

Ich denke allerdings nicht, dass du mir deine Angst erst erklären musst. Ich nehme an, dass es der Schock war, deinen Mann tot aufzufinden, deine Tochter verschwunden. Das ist verständlich, so etwas geht an niemandem spurlos vorüber und dürfte auch der Grund für deinen Wandel und deine Panikattacken sein. Vor diesem Hintergrund verzeihe ich dir gerne deinen emotionalen Zustand, deine Ängste und die Aggressionen, die teilweise bei dir zu Tage treten, es rechtfertigt aber nicht, nicht daran zu arbeiten.«

Wes atmete einmal tief durch, bevor er weitersprach

»Nun, weder ich noch sonst wer erwartet von dir, dass sich das über Nacht ändert, natürlich, aber wir sollten möglichst bald damit beginnen, wir beide, eventuell zusätzlich mit einem weiteren Jedi, der mehr von Psychologie versteht und einfühlsamer sein kann als ich das vielleicht bin, aber es wäre falsch, sich auf den Erfolg der Suchaktion zu verlassen. Ich finde, wir sollten bereits vorher anfangen, außerdem würde ich dir zwar wünschen, dass alles vorbei und ausgestanden ist, indem wir Nevis finden, aber ich würde mich nicht darauf verlassen.«

Um genau zu sein, war der Großmeister in dieser Hinsicht sogar ziemlich skeptisch, weniger was die Suche angeht, aber dass das Finden plötzlich alle Probleme löste.

»Selbst wenn wir sie finden, hast du immer noch erlebt, was du hinter dir hast, und bleibst trotzdem eine Witwe. Ich bin nicht in deiner Situation, da hast du völlig recht, aber ich denke nicht, dass dann so einfach alles vorbei ist. Du wirst an dir arbeiten müssen, egal ob Jedi oder nicht, du solltest lernen, dein Erlebtes zu verarbeiten. Das heißt nicht vergessen, aber damit umgehen können, lernen damit zu leben. Für eine Jedi-Karriere ist es sogar essentiell, aber du kannst es schaffen, wenn du nur wirklich willst. Wer weiß, womöglich helfen dir die Jedi und die Macht sogar besser, als dies jemand außerhalb des Ordens könnte.«

Der Taanaber hielt kurz inne und überlegte, ob er überhaupt nochmals auf die Naboo-Geschichte eingehen sollte, und entschied sich schließlich dagegen. Tara zu beruhigen und dann eine Möglichkeit zu finden, wie sie ruhiger werden und das Geschehene verarbeiten konnte, das war es worauf es jetzt ankam.

»Schau dir Flynn an, er muss auch lernen, seinen inneren Frieden zu finden und Gelassenheit zu wahren. Darin ist er inzwischen schon ziemlich gut geworden, auch wenn es nicht immer klappt, aber du musst wissen, dass auch in seiner Vergangenheit nicht immer alles eitel Freude Sonnenschein war. Dasselbe kannst du auch erreichen, die ruhige, gelassene Tara gibt es noch, und die Jedi können dir dabei helfen, sie wieder zum Vorschein zu bringen.«

Wes fiel ein Zitat ein, das ganz gut zu passen schien.

»Mein alter Meister hat einmal gesagt, ›Angst führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu unermesslichem Leid.‹, und ich denke, das trifft es ganz gut – lass es nicht so weit kommen. Du musst aufhören, dich so weit treiben zu lassen, deine Wut unter Kontrolle bringen, die du teilweise uns gegenüber zeigst, auch deinen Hass gegenüber dem Imperium, so seltsam das vielleicht klingt, dann bekommen wir eines Tages bestimmt auch die Angst in den Griff – Schritt für Schritt, wir nähern uns der Sache Aspekt für Aspekt, bis wir die Wurzel, deine Angst, packen können.«

Wie so oft in diesen Fällen hoffte Wes, dass sein Gesagtes wenigstens irgendeinen Sinn ergab – oder zumindest für seine Zuhörerin plausibel klang.

Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)
 
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.:: Im Hyperraum auf dem Weg nach Coruscant | Schwerer Kreuzer der Vindicator-Klasse "Hybris" | Auf dem Kommandodeck | Commander Vargo Tan & Besatzung ::.


Der Commander war wieder zurück auf der Brücke. Mit einem zufriedenen, fast stolzen Lächeln blickte er auf die übrigen Crewmitglieder. Die Imperialen Protokolle wurden berücksichtigt. Und Commander Vargo Tan legte immensen Wert auf Einhaltung und Berücksichtigung der Imperialen Protokolle. Sein Blick war starr in auf das Panoramafenster gerichtet. Er beobachtete die schier endlos wirkenden Lichtbahnen, die gleißend mit dem Schwarz des All kontrastierten und von denen der Mann von Vandor-3 wusste, dass es sich um Planeten handelte. Die kaum erklärbare Geschwindigkeit, mit der sie reisten, verzerrten die runden Sterne zu strahlartigen Lichtbändern. Kurz blickte der hochgeschossene Offizier auf den nahen Chrono. Seit etwas mehr als einer Stunde waren sie unterwegs. Das Ziel Coruscant kam näher und näher. Laut den Anweisungen des grünhäutigen Gastes an Bord des schweren Kreuzers der Vindicator-Klasse wäre dies der Rendezvous-Punkt. Oder zumindest der Ort, an dem er den anstrengenden Grünling absetzen würde. Diese Tatsache erfüllte den Commander mit einer wohligen Zufriedenheit. Wie Balsam legte sich diese Gewissheit über die rumorenden Eingeweide. Es war an der Zeit, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Mit einer zuckersüßen Betonung in der Stimme wand er sich an seinen Kommunikationsoffizier, Lieutenant Marah Heleno. Die moccahäutige, rassige Frau von Dantoine hatte ihren ganz eigenen Charme. Eine Ausstrahlung, die der Commander im Falle des Falles sicherlich nicht ignorieren könnte.

"Lieutenant Heleno, haben wir bereits neue Instruktionen ausser denen unseres Gastes erhalten?"

"Nein, Commander. Bisher kein Kontakt zur Flotten oder dem Flottenkommando."

Das war nicht überraschend. Seit ihrer Abkommandierung für diese 'besondere Mission' hatte es keinerlei neue Missionsparameter gegeben. Es würde sich wohl erst alles bei Coruscant ändern. Der Commander konnte es kaum erwarten, endlich wieder der sorgfältigen Planung eines qualifizierten Vorgesetzten untergeordnet zu sein. Und es brannte dem engagierten, dynamischen Offizier sprichwörtlich unter den Fingernägeln. Er wollte sich in der Schlacht beweisen und genau das taktische Geschick präsentieren, dass ihm seit seiner Ausbildung in der Flottenakademie attestiert wurde. Er wollte einen kometenhaften Aufstieg hinlegen. Vargo Tan war nach eigenem Befinden für Großes bestimmt. Und genau aus diesem Grund wand er sich an seinen Ersten Offizier, Lieutenant Commander Jourek Fyarr.

"Lieutenant Commander Fyarr, in welchem Zustand befinden sich unsere TIE-Jäger-Staffeln?"

Es war eine Frage für's Protokoll, nach dem Protokoll. Denn der Commander wußte über den Zustand wohl so gut Bescheid, wie kaum ein Zweiter.

"Sir, Staffeln 'Schreck' und 'Pein' melden vollste Einsatzbereitschaft."

Natürlich taten sie das. In einem Anflug von beinahe zufriedener Überheblichkeit verschränkte Vargo die Hände nickend hinter dem Rücken. Dann erteilte er direkt die nächsten Befehle. Und das so lange Zeit vor dem Wiedereintritt in den Normalraum.

"Staffel 'Schreck' soll Einsatzbereitschaft signalisieren. Sowie wir aus dem Hyperraum austreten, wir sie ausgeschleust und dient uns bis zu unserem Zielort als zusätzliche Eskorte. Weiterhin erwarte ich eine erneute Routineprüfung aller bedeutenden Systeme. Die Sensorik wird eine systemweite Abtastung vornehmen, so wir uns Coruscant nähern."

Der hochgewachsene Commander sah seiner Nummer Zwei eindringlich in die Augen. Jourek Fyarr blickte skeptisch drein. Und diese Skepsis verlieh auch seiner Antwort einen etwas scharfen Unterton.

"Sir, zu Befehl. Aber wenn Sie den Einwand erlauben ... wieso Coruscan abtasten? Es ist doch 'unser' System."

Es war genau diese Art von fast naiver Leichtgläubigkeit, die genau diese Art von Abtastung erforderlich machte. In letzter Zeit war es laut einigen Berichten einfach zu oft zu kleinen Scharmützeln und Übergriffen gekommen. Die Neue Republik wagte sich wieder etwas. Und genau das galt es zu verhindern. Commander Vargo Tan würde sich nicht überrumpeln lassen. Nicht im eigenen Hoheitsgebiet des Imperiums und auch nicht in einem feindlichen System. Er hielt sich schlichtweg zu clever, um in derartige Fallen zu tappen. Und das mussten auch seine Crewmitglieder verinnerlichen.

"Auch die Neue Republik verfügt über hyperraumfähige Kreuzer und schwerere Angriffsschiffe, Lieutenant Commander. Das wissen Sie genausogut wie ich. Ich bevorzuge meine Umgebung genauestens zu kennen. So wie ich auch gerne meine Gäste an Bord genauestens kenne.
Das System wird bei Wiedereintritt in den Realraum observiert, Sensorik. Staffel Schreck fliegt Geleitschutz und sämtliche Bordkanoniere halten sich bereit. Weiterhin will ich für unseren Gast einen Zug Bodentruppen vorbereitet wissen. Er wird uns bei Coruscant verlassen. Beherzigen Sie diese Befehle. Lieutenant Commander Fyarr, Sie haben die Brücke."


Mit diesen Worten zog sich der Commander neuerlich zurück. Er würde in seinen Privaträume einige Informationen bezüglich der im Coruscant stationierten Schiffe und Einheiten einsehen. Der Restflug sollte eigentlich Routine sein.

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Mondoberfläche ~ Sumpf nahe der Wind ~ mit Padme

Padme erläuterte die Situation kurz und bündig, während sie einen Weg durch den morastigen Wald bahnte und Anakin fast schon hinter sich her zog - weg von der Wind und dem angriffslustigen Sith. Sie erreichten schon bald einen breiten sumpfigen Fluss. Dieser erschien schwarz und irgendwie ölig oder dickflüssig zu sein, offensichtlich voller Segmente die eine breiartige Masse generierten. Hier und da platzte an der Oberfläche eine zähflüssige Blase die vom Grund aus ihren Weg gebahnt haben musste. Lediglich ein nicht gerade robust aussehender Baunstamm bot eine Überquerungsmöglichkeit.

"Gute Idee einen Sith zu provozieren.", nahm Anakin kühl Stellung zu Padmes Ausführungen und implizierte dabei die Situation, auf diesem sumpfigen, schleimigen, stinkenden, widerwärtigen, abstoßenden Mond gelandet zu sein, als er sich umzuschauen begann.

"Aber es ist auch gut dich wiederzusehen...", meinte der Jedi mit seinem typischen, verschlagenen, aber nicht unsympathischen Lächeln. Er schaute Padme in die Augen, als sie sich gerade von dem vor den beiden gebotenen Weg fragend zurückdrehte. Er selbst war sich nicht sicher, ob sie den Weg weitergehen sollten.

"Du weißt, dass wir zur Farore gehen könnten? Wir wären sicher und könnten deine Freunde suchen..."

Anakins Stimme fiel mit dem Ende des Satzes ab. Behutsam fasste er der Jedi auf die Schulter und ging an ihr vorbei an den Rand des schwarzen, stehenden Flusses und schaute hinüber zum anderen Ufer. Er spürte zwei sich nähernde Personen. Sie waren auf Grund ihrer Größe im Vergleich zum Rest der Flora und Fauna gut auszumachen. Einer der beiden erschien dem Jedi jedoch überaus seltsam, als wäre um ihn herum eine Art Bruch in der Macht, wie ein schwarzes Loch, dass man nur schwer durchschauen konnte. Vielleicht ein Nicht-Mensch, dachte er bei sich und wandte sich wieder Padme zu, die die Präsenzen spätestens jetzt auch entdeckt haben musste, wenn nicht über die Distanz zumindest in Anakins Gedanken.

Es fiel ihm zusehends mehr auf, seitdem er sich der Macht zusehends wieder zu öffnen begann, dass man als Jedi auf vielen Ebenen "sehen" konnte. Nicht nur einfache Kommunikation über Wörter und Gesten oder über das Lesen von Körperhaltungen oder Gesichtsausdrücken, sondern auch durch die Macht, selbst wenn man nicht aktiv Gedankenlesen wollte, nahm man seinen Gegenüber war. Eine Aura die je nach Stärke in der Macht des Betrachters, mehr oder weniger über eine Person verriet, Gefühle, Stimmungen oder ähnliches. Sicher ging es Padme ähnlich. Anakin war zumindest erleichtert, dass auch diese Art der Wahrnehmung wieder zu ihm zurückkehrte.


"Was nun?"

Mondoberfläche ~ Sumpf nahe der Wind ~ mit Padme
 
.:: Weltraum | an Bord der "Ordo'Tracinya" | mit Josea und Maral ::.


Der mandalorianische Krieger ließ sich ziemlich lange Zeit. Kates Blick war immer noch starr auf das Chrono gerichtet. Zwei Minuten und 45 Sekunden - Das bedeutete, er hatte nur noch 15 Sekunden Zeit, bevor sie das Steuer übernehmen würde. Die Talusianerin hatte schon zu Beginn des Abenteuers das dringende Bedürfnis verspürt, dieses Schiff selbst zu fliegen. Leider gehörte die "Tracinya" nicht ihr, sondern Josea und das bedeutete für sie, die Rolle der Copilotin einzunehmen und das war eine sehr unzufriedenstellende Aufgabe für Captain Manice. Der Countdown wurde eingeleutet. 10, 9, 8, 7 .... Die letzten Zahlen sprach sie laut mit:

"Fünf, vier, drei, ..."

„Füße runter, cyar’ika, und setz dich richtig hin[...]"

"Verdammt!"

Er hatte es tatsächlich geschafft noch rechtzeitig im Cockpit zu erscheinen. Seine Stimme klang immer noch recht angespannt. Er war zu Recht wütend, denn Atton hatte ihn eines gefährlichen Spiels mit Kate beraubt. Als sie die Füße von der Konsole nahm und sich aufrecht hinsetzte, warf sie einen Blick an Joseas Körper entlang.

"Du brauchst tatsächlich so lange und wirfst dir nicht einmal ein Hemd über?"

, fragte sie gespielt empört, ehe sie die Tonlage veränderte und hinzufügte:

"Ich werde mich sicher nicht beschweren, aber pass auf, dass Maral sich nicht in dich verliebt, so wie es deine Mutter vorausgesagt hat!"

Die junge, sehr attraktive Frau zwinkerte ihm zu und zusammen leiteten sie den Startvorgang ein, um von Skip 101 wegzukommen. Der Mandalorianer kam nicht umhin, Atton noch ein kleines Geschenk zu machen, indem er einige Sensorenphalanxen am Hangartor striff. Kate lehnte sich in ihrem Sessel zurück und machte es sich mehr oder weniger bequem darin. Ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen, kommentierte sie diesen kleinen Vorfall ziemlich neutral, wobei sie wusste, dass sie ihn damit erneut zur Weißglut bringen konnte.

"Ich denke nicht, dass das noch viel ausmacht, wenn man beachtet, dass die anderen Skips fast dem Erdboden gleichgemacht wurden!"

Eine Reparatur mehr oder weniger war da nicht mehr von großem Wert.

"Atton und die anderen werden sich nur wundern, dass du bei diesen Flugkünsten überhaupt heil durch das Asteroidenfeld kommen konntest..."

Und schon hatte sie seine selbstsichere Rachehandlung in ein Eigentor verwandelt. Sie war richtig gespannt, wie er damit umgehen würde.
Es verging etwa eine halbe Standardstunde, bis der YT das Asteroidenfeld von Smuggler's Run verlassen hatte und danach die Route nach Coruscant geplant war, sodass sie endlich in den Hyperraum springen konnten. Nun blieb ihnen viel Zeit, bis sie den Stadtplaneten tatsächlich erreichten. Diese Reise konnte noch interessant werden. Der Mando weigerte sich, Kate seine Sprache beizubringen, so wie es abgemacht war, denn er war offensichtlich gekränkt, dass ihr Spiel einfach abgebrochen wurde. Zugegeben, Kate hatte es mehr interessiert, was Atton ihr zu sagen hatte und so hatte sie den ziemlich erregten Mann einfach stehen gelassen - Das war schon sehr irritierend für einen selbstbewussten Mann, welcher so etwas wahrscheinlich auch noch nie in der Art erlebt hatte. Andererseits interessierte es ihn jetzt, wer Jace Chorios war, welchen Kate auf Coruscant zu finden hoffte. Bevor sie ihm jedoch mehr zu dem BSler erzählte, musste sie noch etwas auf den vorausgegangenen Satz entgegnen.


"Mangelnde Zahlungsfähigkeit würde ich so direkt nicht sagen..."

, meinte sie, drehte sich etwas, lehnte sich gegen die Seitenlehne und überschlug die Beine, um sie so über die andere Seitenlehne hängen zu lassen. Ja, das sah sexy aus und war sogar noch bequem.

"Nennen wir es doch lieber Ratenzahlung, um es noch interessanter zu gestalten!"

Ein verführerischer Blick aus tiefen blauen Augen folgte. Schweigend musterte Kate Josea, welcher so gut aussah mit seinem nackten, muskulösen Oberkörper. Die starken Arme, die sie vor einigen Minuten noch in den Armen gehalten hatten... Kate bekam ungewollt Gänsehaut. Jetzt war sie es, die sich von dem reizvollen Gedanken mit ihm zu schlafen, ablenken musste:

"Jace ist ein Deserteur des Imperiums. Er war Pilot, glaube ich und ist jetzt Mitglied der Black Sun. Wenn ich mich recht erinnere hatte er sich uns im Kampf ergeben..."

Kate dachte einen Moment angestrengt darüber nach, wie das ganze damals abgelaufen war. Es war eine Raumschlacht gewesen... Sie hatte Dany eingesammelt und kurz darauf Jace, welcher sich ihnen ergeben hatte. Wie genau er dann zu einem Mitglied wurde, wusste sie nicht. Sie wusste nur, dass ...

"Dany vertraute ihm, weiß der Mynok warum! Er flog von da an das persönliche Schiff des Commodores, die Prince! Und ich weiß nicht genau, aber ich hoffe, er kann mir sagen, wo Dany sich jetzt aufhält!"


.:: Auf dem Weg nach Coruscant | an Bord der "Ordo'Tracinya" | mit Josea und Maral ::.
 
[ Hyperraum | nach Esseles (über Tanaab) | VSD II „Pandora“ | Offiziersmesse | mit Colonel Iulius, Captain Arturo, Captain Tro'om und Captain al Jepah, im Hintergrund noch weitere Offiziere und Unteroffiziere ]

Ein leises Gewirr aus Stimmen erfüllte die Offiziersmesse. Überall unterhielten sich Personen – von einem einfachen Offizier bis zu einem Unteroffizier – an den besetzten Tischen. Ein junger Steward sprang gleichzeitig von einem Tisch zum nächsten, um allen Anwesenden ihre Essen zu bringen. Es herrschte – trotz des chaotischen Anscheins – eine gewisse Ordnung in der Messe. Niemand war zu laut, denn unter den anwesenden Offizieren befand sich auch der neue Kommandant der „Pandora“ – Captain Toji Murata. Zusammen mit drei kampferprobten Armeeoffizieren saß der Flottenoffizier an einem länglichen Tisch. Doch bevor man ihnen das bestellte Essen brachte, lud Colonel Marcus Iulius – ganz auf eigene Faust – einen weiteren Armeeoffizier, Captain Gats Arutro, zu der ziemlich kleinen Runde ein. Nur spärlich mit Details geschmückt führte der furchteinflößende Muskelprotz, dem man einen mandalorianischen Akzent anmerkte, die einzelnen Gegebenheiten aus, die bei der ungeplanten Wehrübung zu einem Erfolg gegenüber anderen Einheiten geführt hatten. Trotz dieser sehr guten Bewertung blieb der Armee-Captain ziemlich bescheiden.

Obwohl Toji dem muskulösen Armeeoffizier, der eindeutig einige mandalorianische Wurzeln besaß, mit ganzem Interesse lauschte, musste er kurzzeitig an die Wehrübung denken. Als kleine Erklärung für seine Mannschaft hatte er diese Übung angesetzt, um heimlich mit einem winzigen Trupp Navy-Trooper nach Despayre zu gelangen. Außerdem hatte er anfangs noch gehofft, dass man das Militär, das diese Übung durchführte, als starkes Druckmittel gegenüber Serenetys fremden Entführer hätte nutzen können. Doch dazu war es nicht gekommen. Er hatte sich allein dem Entführer gestellt. Bloß der Chef seiner Navy-Trooper, der Chiss Thrass, war noch an seiner Seite gewesen.
'Und nun ist der Second Lieutenant in ärztlicher Behandlung', dachte sich der exotische Captain. Auf einmal brachte man ihnen ihr Essen. Jedoch fand Toji nicht die richtige Motivation, um etwas zu essen. Der Hunger hatte sich noch nicht gänzlich bei ihm eingestellt.

„... Dennoch danke ich abermals für die Anerkennung“, knüpfte der breitschultrige Hüne schnell an den Beginn dieser ungezwungen Unterhaltung an. „Ich möchte auch gleichzeitig die Gunst nutzen, Captain Murata, um mich noch einmal in aller Form vorzustellen. Bisher war es uns leider nicht vergönnt, ein paar Augenblicke zu sprechen...“

Plötzlich sprang Gats Arturo auf. Der Stuhl kratzte dabei ohrenbetäubend über den Metallboden. Es richteten sich die Blicke aller Männer, die an dem Tisch saßen, auf den Soldaten. Ganz aufmerksam musterte der Kommandant der „Pandora“ ein weiteres Mal den Anführer des Cortosis-Squads. Man konnte bei der grauen Uniform, die dieser muskulöse Kerl trug, problemlos jeden einzelnen Muskel erkennen. Trotzdem nahm man Captain Arturo ernst. Das Charisma, das dieser Muskelprotz in sich trug,schien diesen Umstand ganz einfach zu überschatten. Schnell glitt Tojis aufmerksamer Blick zu Colonel Iulius sowie den beiden unterschiedlichen Stormtrooper-Captains. Kalan Tro'om, der weiße Nagai-Krieger, lächelte etwas unfreundlich, während dessen gleichrangiger Kollege, Captain Adil al Jepah, voller Stolz nickte. Marcus Iulius, Arturos Vorgesetzter, nutzte den Augenblick, um sich ganz schnell den nächsten Happen Fleisch in den offenen Mund zu schaufeln.

„Captain Gats Arturo, Sir“, stellte sich der Captain formell vor. „Kommandeur des Cortosis-Squad. Ist mir eine Ehre, meinen Dienst an Bord der 'Pandora' tun zu dürfen. Ich hoffe meine Einheit und ich können zu Ihrer Zufriedenheit dem Ruhme des Imperiums dienen!“

„Die Ehre ist auf meiner Seite, Captain“, entgegnete Toji mit einem freundlichen Lächeln. „Ich bin mir sicher, dass in naher Zukunft auch Ihre Kompanie eine Möglichkeit erhält, um sich unter realen Bedingungen dem Feind des Imperiums zu stellen und sich zu beweisen.“

In diesem Punkt war er nicht ganz ehrlich gewesen. Denn die „Pandora“ war zwar auf direkten Weg ins Essesia-System, aber dort sollten sie sich bloß mit einem kleinen Konvoi treffen. Zusammen mit den sehr langsamen Frachtern sollte sich das kampferprobte Kriegsschiff im Anschluss auf den Weg nach Bespin – einem Gasplaneten im Outer Rim – machen. Somit war eine echte Konfrontation mit den Rebellen in den nächsten Wochen eher ausgeschlossen. Maximal auf ein Piratennest konnte der alte Victory-II-Sternzerstörer treffen. Jedoch waren seine Truppen der schlichten Infanterie nicht für einen Kampfeinsatz auf dem imperialen Schiff geschult. Nur seine Navy-Trooper sowie die elitären Stormtrooper konnten in solchen Fällen die „Pandora“ verteidigen oder ein anderes Schiff ohne sehr große Probleme entern. Toji schluckte bei diesen Gedanken. Rasch griff der Captain nach dem Glas und nahm einen kräftigen Schluck lauwarmes Wasser.

„Sie werden sicher einen guten Dienst tun, Captain Arturo, …“, platzte plötzlich eine Frauenstimme – ziemlich frech – dazwischen. „… um meiner Freundin hier einige Besuche auf der Krankenstation abzustatten, nachdem es zu Verletzungen gekommen ist.“

Die komplette Aufmerksamkeit der fünf Männer sprang schlagartig zu der Quelle dieser Worte. Die attraktive Offizierin (Lerina To'lag) war urplötzlich hinter Colonel Iulius und dem aschfahlen Nagai aufgetaucht. Anhand ihres Rangabzeichens sowie einiger anderer Indizien konnte Toji sofort – und ohne jegliche Probleme – erkennen, dass es sich bei dieser Frau um eine Kommunikationsoffizierin handelte – genauer eine Lieutenant der Nachtschicht. Erst eine kurze Sekunde später registrierte der exotische Captain die Anwesenheit von Doktor Tau. Sie wirkte nicht so glücklich wie ihre Freundin und schien sich absichtlich etwas mehr im Hintergrund aufzuhalten. Toji war in diesem Augenblick nicht wirklich froh, dass er so schnell die Leiterin der Krankenstation wiedertraf. Jedoch konnte der Kommandant der „Pandora“ gegenüber seinen Offizieren auch nicht zu abweisend sein. Aus diesem Grund musste er das Spielchen, das sich Ming Taus Freundin ausgedacht hatte, mitspielen.

„Entschuldigen Sie, ich habe mich einfach so eingemischt und mich nicht einmal vorgestellt“, fuhr die Dame in einem ungewohnten Plauderton fort. „Lieutenant Lerina To’lag – und die schweigsame Dame hier neben mir ist Doktor Ming Tau, die Chefärztin. … Dürfen wir uns setzten?“

„Noch ist Platz, meine Damen“
, entgegnete Marcus Iulius mit einem breiten Grinsen, bevor er ganz knapp die restlichen Anwesenden vorstellte.

„Verzeihen sie Lieutenant To’lags doch recht freche Vorgehensweise“, entschuldigte sich die Ärztin mit einer leichten Röte im Gesicht. „… Allerdings kennt die junge Dame keine Hemmungen, wenn es darum geht sich in Gespräche einzumischen.“

Selbstverständlich nahmen die anwesenden Männer diesen kleinen Makel kommentarlos hin. Durch das attraktive Äußere, mit dem die kurvige Lieutenant gesegnet war, verzieh man ihr sofort den sehr ungewöhnlichen Plauderton. Ebenso zog sie automatisch die Blicke der fünf Männer auf sich. Recht elegant fuhr sich die schlanke Brünette durch das lange Haar. Innerlich war Toji doch recht erstaunt, dass solch ein Verhalten in der Imperialen Flotte – besonders in Anwesenheit des Kommandanten – möglich war. Beiläufig fragte er sich wie Serenety auf diese Frau reagiert hätte. Unwillkürlich ging seine Gedankenwelt wieder zu ihr, die auf der Krankenstation der „Pandora“ lag – im Koma. Etwas unsicher nahm er einen Happen zu sich. Er wollte sich ablenken, doch nun war sie ganz automatisch in sein Bewusstsein zurückgekehrt. Äußerlich blieb der Flottenoffizier ruhig. Gelassen musterte der imperiale Captain die Anwesenden an seinem Tisch, bevor er noch einen Happen nahm.

„Nun würde mich aber mal interessieren, weshalb Sie sich an diesen Tisch setzen wollten“, griff der blonde Colonel das Gespräch wieder auf. Dabei bewegte sich beiläufig die dunkle Narbe auf seiner rechten Wange ganz leicht. „Doch nicht etwa Captain Arturos Ausführungen zur letzten Wehrübung auf Despayre – oder etwa doch?“

„Bestimmt hat man sich bloß nach guter Gesellschaft gesehnt“, warf Toji trocken ein und nahm noch einen Schluck Wasser.

[ Hyperraum | nach Esseles (über Tanaab) | VSD II „Pandora“ | Offiziersmesse | mit Colonel Iulius, Captain Arturo, Captain Tro'om und Captain al Jepah, Doktor Tau und Lieutenant To'lag, im Hintergrund noch weitere Offiziere und Unteroffiziere ]
 
- [Tiefenraum - Sammelpunkt, relative Nähe zum Denon-System - NR Einsatzgruppe - RSD 'Legend of the Republic' - Brücke] - mit Captain Megan Taylor und Crew

Die erste Holo-Konferenz des Tages ging so schnell wie geplant über die Bühne. Weder Whitcomb, noch Ven hatten tiefergehende Fragen und so konnte er sie kurz nach Beginn wieder entlassen. Unterdessen zeigte das taktische Hologramm bereits, wie sich ein großer Schwarm von Symbolen von den Geleitschiffen der Bodentruppen entfernte und sich vor den Truppentransportern positionierte. Etwa 192 Sternenjäger, ganze sechzehn Staffeln stellten die Eskorte dar und würden vor allem bei der Landung gefordert werden. Es würden garantiert TIEs vom Boden aufsteigen und Luftabwehrtürme am Boden mussten ebenso ausgeschaltet werden, damit die Shuttles, Fähren und Transporter landen konnten. Somit waren nun auch die Hangars frei und in Kürze konnte das Verladen der Truppen von den anderen Schiffen beginnen.

"Kommunikation?", fragte er erneut und ein Offizier hob den Kopf. "Jawohl, Sir?"

"Die Sternenschiffkommandanten der ersten Kampfgruppe, bitte. Ebenfalls per Holo und auch hier auf der Brücke."

Der Befehl wurde bestätigt und sofort Kontakt mit den fünf anderen Kriegsschiffen seiner Kampfgruppe aufgenommen. In wenigen Sekunden dürfte das erste Holo erscheinen und dann hieß es noch einmal das Gleiche, in einer etwas abgewandelten Form wiedergeben. Sein Blick wanderte noch einmal über ein kleines Display, neben seinem rechten Knie - auf dem die Namen seiner Untergebenen aufgeführt waren. Commander Meena Anota, eine Mon Calamari und Kommandantin der 'Insurgent' - einem leichten MC40 Kreuer. Commander Kel Noth, ein Zabrak und Kommandant des Liberator-Kreuzers 'Sacred Warrior'. Der dritte im Bunde war Commander Joya No, ein Kaminoaner und Kommandeur der Nebulon-B Fregatte 'Galactic Dawn'. Dann folgte ein weiterer Zabrak mit Commander Dol Burk, seines Zeichens Kommandant der 'Aay'han' - einem corellianischen Kanonenboot. Als Letzter erwähnt wurde Commander Drav Spijek, ein Elom und Kommandant der 'Vanguard' - einer Kanonenboot der Warrior-Klasse.

Zwar hatte er diese Kommandanten zu neunzig Prozent selbst ausgewählt und kannte ihre Akten, dennoch war er nicht gerade glücklich über den Zustand der letzten Wochen. Kaum war seine neue Kampfgruppe gebildet worden, hatte er sich mit den Operationsvorbereitungen für die gesamte fünfte Flotte befassen müssen und seine Kampfgruppe war definitiv viel zu kurz gekommen. Taylor hatte zwar ihr Bestes gegeben und Wes hatte keinerlei Zweifel an ihren Fähigkeiten, doch wäre es ihm um einiges lieber gewesen, selbst das eine oder andere Manöver durchführen zu können. Jetzt war es auf jeden Fall zu spät und er hatte einige Zeit im Hyperraum damit verbracht sich noch einmal mit seiner Kampfgruppe zu beschäftigen, also Akten zu wälzen, Manöverberichte zu lesen, Statistiken zu studieren und sie einfach noch einmal kennenzulernen. Optimale Vorbereitung war etwas anderes - und das ärgerte ihn. Ven würde sich wohl ähnlich führen, obwohl er absolut gar nichts dafür konnte.

Hoffentlich hatte der Geheimdienst dieses Mal recht und war nicht wieder auf Falschinformationen gestoßen. Er erinnerte sich noch lebhaft an seinen ersten richtigen Kampfeinsatz bei Belgaroth zurück und aufgrund von fehlerhaften Berichten waren sie in eine Falle getappt. Das hatte nicht gerade einen guten Eindruck bei dem damaligen Lieutenant Commader Korus hinterlassen und seitdem traute er auch keinem nachrichtendienstlichen Bericht, weiter als bis zum Systemnamen. Einfach aus Erfahrung. Auch einer der Gründe weshalb er am liebsten noch ein paar Scouts vorausgeschickt hätte, aber das sah der Operationsplan nicht vor - da ihnen die Zeit dafür fehlte und weil Admiral Stazi der Geheimdienstberichten Glauben schenkte.

Vor ihm begann sich eine erste Gestalt zu materialisieren und der Rest würde wohl in Kürze folgen. Er strich sich noch einmal über die Uniform und blieb kerzengerade sitzen...


- [Tiefenraum - Sammelpunkt, relative Nähe zum Denon-System - NR Einsatzgruppe - RSD 'Legend of the Republic' - Brücke] - mit Captain Megan Taylor und Crew
 
.:: Hyperraum nach Esseles (über Tanaab) | Victory-II Sternzerstörer "Pandora" | Offiziersmesse | Captain Murata & Colonel Iulius & Captain Arturo & Captain Tro'om & Captain al Jepah, dazu Dr. Ming Tau & Lt. Lerina To'lag, im Hintergrund noch weitere Offiziere und Unteroffiziere ::.


Es entwickelte sich zu einem wahren 'Meet & Greet' hier in der Offiziersmesse. Kaum das er das wenige gesagt hatte, was er von sich geben wollte, nahm Gats Arturo wohlwollend die anerkennenden und warmen Worte von Captain Toji Murata zur Kenntnis. Dies zumindest war der Ablauf, der sich bei dem bulligen Mann von Concord Dawn eingebrannt hatte. Die wirklich angenehme Bekanntschaft, die der Captain hier machte, war die der Chefärztin an Bord der 'Pandora'. Eine wahre Augenfreude hingegen war Lt. Lerina To'lag. Gats hatte regelrecht Schwierigkeiten, den Blick von der Frau zu lassen. Immerhin war er aus anderen Gründen hier. Doch scheinbar schien dies hier kein rechter Platz zu sein, mit Cpt. Murata diverse Details durchzusprechen. Sein spontaner Salut hatte ihm schon einen kritischen Blick eingebracht und als dienstjüngster Offizier in dieser illustren Runde wollte sich Gats hier keinen weiteren Fauxpas erlauben. Der groß- wie auch kräftig gebaute Mann beschränkte sich einstweilen wieder darauf, den übrigen Männern der Bodentruppen, wie auch des medizinischen Bereiches zu lauschen. Doch als Mann der Tat, war es Gats auf Dauer natürlich ein wahres Ärgernis, allzu inaktiv zu sein. Kurzum räusperte er sich, kaum das die scheinbar direkten Anworten beendet waren.

"Ist mir eine Ehre, Dr. Tau. Und ein Vergnügen, Lieutenant To'lag."

Der Mann mit den Außenmaßen eines veritablen Kleiderschrankes lächelte offenherzig und ehrlich. Kaum das er Lerina einen Augenblick länger anblickte, als es die Etikette erforderte, spannte sich seine beachtliche Brustmuskulatur. Um von seiner verräterischen Körpersprache abzulenken, fuhr er verbal fort.

"Dr. Tau, Sie verzeihen mir, wenn ich sage, dass ich mir erhoffe, Ihre Krankenstation nicht allzu oft besuchen zu müssen."

"Zumindest was Verletzungen oder Dienstangelegenheiten anbelangt!", fügte der Sohn eines mandalorianischen Kopfgeldjägers im Geiste noch hinzu. Möglicherweise gäbe es ja noch die eine oder andere nette Unterhaltung mit einer der Damen. Doch der Kern des Anstoßes, resp. der Grund seines Besuches hier war letztlich doch Captain Murata. Insofern galt die hauptsächliche Aufmerksamkeit ohne Frage dem exotischen Flottenkommandanten.

"Ich bin sicher, Sie werden schon einige Bewährungsproben für mich und die 'Cortosis-Squad' bereit halten, Captain Murata. Meine Männer sind jedenfalls bereit und brennen auf den Einsatz. Mehr wollte ich Ihnen gar nicht sagen."

Der Captain hatte sicherlich anderes zu tun, als einem frischgebackenen Armee-Captain zu lauschen und dessen ehrgeizigen Elan zu ertragen. Der Hüne nickte dem Exoten kurz zu, leerte sein Glas Wasser in einem finalen Zug und schickte sich an, sich vom Tisch zu erheben. Dann jedoch ging die Gesprächslage in eine eher lockere, ungezwungene Phase über. Der Colonel beginn zu scherzen und Captain Murata, dessen Gesichtszüge sich kurzzeitig verhärtet hatten, hielt humorvoll dagegen. In solch einem Moment erschien es Gats Arturo unhöflich, sich nun zu entfernen. Kurzerhand griff er noch einmal zum bereitstehenden Wasser und goß sich nach. Vielleicht wäre ein wenig belangloser Smalltalk keine schlechte Möglichkeit, sich einen konkreteren Eindruck der Mit-Offiziere zu verschaffen. Der Muskelprotz ließ den Blick zwischen den anderen Männern kreisen, versuchte sich deren Mimik und Gestik einzuprägen. Auch die sprachlichen Unarten. Aus der Ausdrucksweise eines Offiziers ließ sich auch viel über das militärische Vorgehen lesen. So hatte es Gats zumindest sein Vater gelehrt, ein Mann mit ungleich mehr Menschenkenntnis, als der imperiale Offizier selbst. Der Captain wusste, dass er niemals die flexible soziale Anpassungsfähigkeit seines alten Herren bekommen würde. Gats war eher ein Mann der Hierarchie. Befehlsketten waren eine ideale Erfindung für ihn.

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Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)

Tara war verblüfft und gleichzeitig erleichtert, als ihr Meister ihr plötzlich ein Taschentuch hinhielt, mit welchem sie ihre Tränen vom Gesicht abtupfte.
Endlich schien er sie zu verstehen und ging plötzlich viel einfühlsamer an sie heran, so dass sie auch ganz anders zuhören konnte. Genau das hatte sie die letzten Tage an ihm vermisst. Sie hätte sich ihm wirklich schon viel früher so öffnen sollen, dies wurde ihr nun bewusst und sie schämte sich jetzt, wo sie zur Ruhe kam, doch sehr für ihr Fehlverhalten ihm gegenüber. Sie sich erwachsenen genannt und doch hatte sie sich eher verhalten wie ein trotziger Teenager.


„Du hast recht. In allen Punkten...denke ich. Ich muss mich dringend ändern, denn so fühle ich mich auch selbst in meiner Haut nicht wohl. Immer wieder zeige ich diese Stresssymptome, so dass ich mich total unausgeglichen und krank fühle. Ich glaube gerne, dass ihr Jedi mir da sicher besser helfen könnt als jeder Arzt, denn ihr habt ja alle die Ruhe weg, also scheint ihr ja gute Methoden zu haben, um sich irgendwie...zu finden. Meine innere Mitte oder wie ihr das nennt ...wiederzuerlangen. Ich scheine völlig aus dem inneren Gleichgewicht zu sein. Schau dir nur meine Lekku an. Du erkennst meine Anspannung daran, wenn sie leicht vibriert und sich die Lekkuspitzen leicht nach oben biegen. Ich stehe nur unter Anspannung und bin nur noch dabei die Verhärtungen meiner Lekku auszumassieren. Das ist nicht gesund.“

Meinte Tara und nahm ihre Lekku in die Hand und betrachtete sie einen Moment missmutig.


„Ich will mir wirklich gerne von dir helfen lassen, wenn du nicht schon langsam genug von mir hast.“

Meinte sie und lachte am Ende kurz und seufzte kurz darauf wieder, als ihr kurzes Lachen wieder einem sehr ernsten und unzufriedenem Gesichtsausdruck wich.

„Was meine Tochter betrifft und deren Wiederfinden. Ja...natürlich werden die Ereignisse immer bleiben. Meinen Mann kann ich auch nicht lebendig machen und meine Tochter hat sich sicherlich stark verändert. Es wird eh alles anders sein und nie wieder wie früher. Wahrscheinlich...wird es an meinem Zustand nichts ändern, sondern ich werde eventuell noch zur besorgten Übermutter oder so. Ich klammere mich wirklich viel zu stark an den Grashalm...der mir noch geblieben ist, dass wir sie wiederfinden.“


Meinte sie schluchzend und trocknete erneut ihre Tränen und atmete mehrfach tief durch.

„Danke für dein offenes Ohr. Tut mir wirklich leid, wie ich dich in der letzten Zeit behandelt habe. Ich...es war eigentlich keine Absicht...ich habe mich wirklich von meinen Gefühlen leiten lassen. Ich will wirklich gerne deine Hilfe. Bitte hab aber mit mir Geduld, ja?“


Fragte sie und drückte ihn kurz zaghaft, weil sie nicht wusste, ob er es mochte.


Hyperraum nach Coruscant - An Bord der Prince - Flynn (in seinem Quartier) - Tara, Wes (in Taras)
 
[Hyperraum – ‘Ordo’Tracinya’ - Cockpit]Josea, Kate,

Sie reizte und stichelte ihn, wo sie nur konnte, es zeigte ihm nur zu deutlich, dass sie keineswegs ihr Interesse verloren hatte. Dennoch – ihr Spiel einfach abzubrechen, als es kurz davor stand, in die heißeste Phase überzugehen, war die größte Sünde, die sie einem Mann wie ihm antun konnte. Aber was sollte er auch von einer so verlockenden Sünderin auch sonst erwarten?

Josea war zwiegespalten – es drängte ihn, seinen unbefriedigten Trieben nachzugeben, und sie sich einfach zu nehmen, was bei ihr nicht einfach sein würde. Andererseits begann sie wieder mit einem neuen Spiel. Schon als er halbnackt ins Cockpit gekommen war, und ihre latent anzüglichen Kommentare bezüglich seines Aussehens und ihrer blauhäutigen Intimfeindin machte, wusste er, was Sache war.

„Ich würde auch nackt in meinem eigenen Schiff herumlaufen. Seit wann bist du denn so prüde? Oder hast du Angst vor Konkurrenz?“,

sagte er nur und zwinkerte zurück, auch wenn es immer noch in ihm brodelte. Als er absichtlich die Hangartore streifte, stichelte sie weiter. Er liebte verbale Auseinandersetzungen, und sie war genau die richtige Gegnerin dafür. Kate war schlagfertig und manchmal etwas giftig, aber nicht bösartig.

„Oh, Atton dies, Atton jenes…., oh oh, Atton…“,

flötete er mit verstellter hoher Stimme, als sie das Asteroidenfeld durchflogen

„Dein Att’ika kann froh sein, dass es nur dabei geblieben ist und ich meine Flugkünste nicht ganz vergessen und seinen Sinn fürs richtige Timing gerade gerückt habe!“,

wies er sie freundlich zurecht, ließ aber einen warnenden Unterton mitschwingen. Die Meinung eines Black Sun-Offiziers und des restlichen Vereins scherte ihn nicht – er war nur mit Kate einen Kontrakt eingegangen, und alles andere hatte keinen Einfluss auf sein Handeln. Als sie in den Hyperraum gesprungen waren und er ihr mitteilte, dass er ihr keinen Unterricht in Mando’a geben würde, setzte sie natürlich ihre weiblichen Reize ein, um ihn zu einem Zugeständnis zu bewegen.

So wie sie sich auf dem Pilotensitz drapierte, sah sie wieder sehr appetitlich aus, und er hatte plötzlich ein Bild vor Augen, wie sie mit nichts außer einem schwarzen imperialen Offizierskäppi in dieser Pose da saß, vielleicht noch mit einem Paar hoher Stiefel, aber alles andere war zu viel. Die Jagdlust funkelte in seinen Augen.

„So, so, Ratenzahlung. Du weißt schon, dass ich in diesem Fall dafür Zinsen berechnen muss – wegen dem Risiko, das ich eingehe. Schließlich bin ich nicht die alderaanische Heilsarmee. Ich werde es mir überlegen, du kleines durchtriebenes Luder!

Betont lässig lehnte er sich in seinem Sitz zurück, und betrachtete sie mit unverhohlenem Genuss, während sie ihm von Jace Chorios erzählte, einem imperialen Deserteur, der sich der Black Sun angeschlossen hatte und das Vertrauen eines gewissen Dany errungen hat, welchen sie nun mit Chorios’ Hilfe finden wollte.

„Und Dany soll dem Onkelchen auf die Finger klopfen, habe ich Recht?“,

schloss er aus dem Gesagten, und tat erst einmal so, als ob ihn nur das interessierte. Über die Spitzen seiner aneinander gedrückten Finger betrachtete er Kate, die immer noch so sehr verführerisch auf dem Sitz des Co-Piloten hingegossen lag.

„Achso, du wolltest eine Ratenzahlung, wo war ich bloß mit meinen Gedanken…“,

brach er das Schweigen, nachdem er sich verschiedene Accessoires an ihrem unverhüllten Körper vorgestellt hatte, den er aber bis dato aber noch nicht so in der Realität gesehen hatte.

„Ich bin dir schon sehr weit entgegen gekommen – jetzt bist du an der Reihe!“,

wies er sie darauf hin, dass sie mehr von ihm gesehen hatte als er vor ihr und deutete auf seinen blanken Oberkörper, wo er ein wenig, aber nicht zuviel, die Muskeln spielen ließ. Ihm waren die Blicke nicht entgangen, die sie ihm aus ihren strahlenden blauen Augen zuwarf, und sie hatten denselben begierigen Ausdruck, wie noch vor einigen Minuten als sie sich noch nach einander verzehrt hatten.

[Hyperraum – ‘Ordo’Tracinya’ - Cockpit]Josea, Kate,
 
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Ming hatte das Gefühl, dass ihr Vorgesetzter nicht so glücklich darüber war sie wieder zu sehen. Woran dies lag konnte sie nicht sagen, vielleicht würde sie es dafür herausfinden. Das Lerina mit sofortiger Wirkung in den Mittelpunkt trat war ihr klar gewesen, wobei Ming auf diese Anziehung nicht eifersüchtig war. Ihrer Meinung nach war äußere Schönheit vergänglich, denn im Endeffekt kam es auf den Charakter an. Das breite Grinsen von Iulius kam nicht von ungefähr, ihm schien Lerina sehr gut zu gefallen, wobei dies wohl auch auf den Rest mehr oder weniger zutraf. Ming beobachte Toji, wobei sie dies unauffällig tat. Der Exotin wirkte zum einen etwas erstaunt zum anderen schienen seine Gedanken kurzweilig abzuwandern und Ming hätte gern gewusst wohin sie gingen.

Lerina würde der Mittelpunkt bleiben. Die junge Brünette betrachtete die ganze Männerscharr, wobei ihr durchaus auffiel das Gats sie ansah und dies länger als es vielleicht der Etikette entsprochen hätte. Wobei Lerina dies nicht wichtig war. Der Mann hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt. Er verdammt Attraktiv, sein Gesicht sehr männlich und die Figur, nun der Schwarm einer jeden Frau wohl, die auf Muskeln stand. Für die Lt. auf alle Fälle ein Augenschmaus.

Ming lächelte als Gats sie ansprach auch sie fand ihn attraktiv wobei sie sich dennoch mehr vor Toji interessierte.


„Glauben sie mir Captain, ich werde es nicht bedauern sollten sie nicht allzu oft auf meiner Krankenstation vorbeisehen. Gesund sind mir die Leute stets lieber.“

Lerina verdrehte innerlich die Augen, sie hoffte nicht das diese Unterhaltung so langweilig bleiben würde. Sie hatte dienstfrei und nicht vor sich Steif zu verhalten. Gats sprach erneut Toji an, was beide Frauen aufnahmen wobei Ming die beide von beiden war, welche dies eher interessierte. Sie besaß eine Strenge, die wohl auch mit ihrem Volk zusammenhing, ihrer Erziehung.

Die Frage warum sie sich beide an diesen Tisch gesetzt hatten brachte Ming dazu den blonden Colonel anzusehen. Sie hatte sich hier hergesetzt weil Lerina es so bestimmt hatte, aber dies sagte sie nicht. Sie selbst interessierte sich durchaus für die Wehrübung auf Despayre, wobei Lerina ihre Freundin hinterher dafür zerfetzen würde. Sie brauchte nichts sagen, denn dies würde ihre Freundin schon tun. Tojis Einwurf ließ Ming etwas grinsen. Er hatte absolut Recht, wenn auch dies nur ein kleines Stück der Wahrheit war.


„Nun das kommt ganz darauf an was sie hören wollen. Ich kann ihnen zwei Alternativen anbieten. Entweder dass ich mit wie sie so schön sagen für die Wehreinheit von Captain Arturo interessiere oder aber die Wahrheit.“


Lerian legte ein breites Grinsen auf ihre Lippen nach diesen Worten und sah einen Mann nach dem anderen an, wobei ihr Blick bei Gats und Toji einen Moment hängen blieb.

„Die Wahrheit ist wohl eher, dass mir Captain Murata sehr gut gefällt und sie Captain Arturo ebenfalls. Ich hatte wahrlich nicht vor in meiner Freizeit über das Militär oder ähnlichem zu sprechen. Ich habe Dienstfrei und sie wohl auch. Normale Konversation ist um einiges interessanter.“


Die Brünette legte den Kopf leicht schräg. Ming schüttelte leicht den Kopf und musste unterschwellig lachen. Typisch Lerina, absolut.


„Wollen sie bei ihrem Wasser bleiben Captain Arturo?“,
wollte Lerina wissen und sah sich in der Runde um. Ming seufzte innerlich. „Nun vielleicht könnte einer der Herren ein wenig erzählen außer ich soll dies übernehmen, wobei ich sie warnen sollte, ich bin äußerst gesprächig.“

Oh ja dies war sie, dies konnte Ming nur bestätigen.

„Meine Herren ich kann nur bestätigen was sie sagt, sie ist ein Plappermaul sondergleichen und ich sollte sie wohl davor warnen niemals zu versuchen mit ihr Sabbacc zu spielen außer sie wollen alles verlieren zusätzlich der Kleidung die sie auf dem Leib tragen.“

Lerina sah Ming an und verzog leicht schmollend ihre vollen Lippen, wobei dies nur gespielt war. „Hey, du sollst nicht alles im Voraus verraten. So hab ich ja nicht die Chance einem der Herren die Kleidung abspenstig zu machen. Du bist eine Spielverderberin.“ Ming lachte leise.

„Ich kann nicht mehr als warnen, wenn einer der Herren dieses Wagnis doch eingehen sollte, so ist es sein Problem, aber damit eines klar ist, ich werde keinen von ihnen auf der Krankenstation empfangen um irgendwelche Wunden zu behandeln.“

Ming lächelte verwegen und goss sich ebenfalls Wasser in ein Glas um einen Schluck zu nehmen. Die Gesprächsrunde war ein weniger offener geworden und Ming hatte sich dem angeschlossen. Sie mochte eine Frau ihres Volkes sein, aber sie war keinesfalls verklemmt noch hatte sie etwas gegen amüsante Gespräche. Sie war durchaus gespannt wie sich dieses Gespräch noch entwickeln würde und inwieweit sich Toji einmischen würde. Wie offen er war oder wie Traditionell.


[ Hyperraum | nach Esseles (über Tanaab) | VSD II „Pandora“ | Offiziersmesse | mit Colonel Iulius, Captain Arturo, Captain Tro'om und Captain al Jepah, Doktor Tau und Lieutenant To'lag, im Hintergrund noch weitere Offiziere und Unteroffiziere ]
 
[Hyperraum | Auf dem Weg zum Sammelpunkt | Kriegsschiff ›Savior‹ | Mannschaftsquartiere] mit den Cortanas

Die Situation war sehr unbefriedigend. Sie waren bereits unterwegs in die Schlacht. Aber wohin es ging und was dort ihre Aufgabe sein würde, das wussten sie noch nicht. Mittlerweile vermutete Wonto, dass sie es erst dann erfahren würden, wenn ihnen die Blastersalven um die Ohren zischten. Man würde sie einfach mit verbundenen Augen in eine Landekapsel stopfen, an der Front absetzen und sagen ›Ratet mal, wo ihr jetzt seid‹. Ungefähr so musste sich das Vieh auf dem Weg zum Schlachter fühlen: Es ahnte, dass Probleme auf es zukamen, hatte aber keine Ahnung worum es ging.

Offenbar wusste niemand, was ihr Ziel war. Natürlich mussten es manche wissen; irgendwer flog ja das Schiff, machte Angriffspläne, verteilte die Ausrüstung und so weiter. Aber offenbar hatte sich noch keiner dieser wenigen Eingeweihten so deutlich verplappert, dass Gewissheit sich aus dem Sumpf aus Gerüchten und Spekulationen erhoben hätte.

Ein paar der zahlreichen Soldaten an Bord hatten versucht, anhand ihrer Ausrüstung zu erraten, wohin es gehen sollte. Immerhin hätte spezielle Ausrüstung für extreme klimatische, atmosphärische oder geographische Verhältnisse ein nützlicher Hinweis sein können. Doch sie hatten nur festgestellt, dass verschiedenen Trupps unterschiedliche Ausrüstung zugewiesen worden war. Also handelte es sich um eine Welt mit verschiedenen Klimazonen von tropisch bis arktisch; was auf mehrere tausend Planeten zutraf. Naja, immerhin wussen sie schon einmal, dass es auf einen Planeten ging. Diesmal voraussichtlich kein Enterangriff.
Ein Soldat hatte gemutmaßt, dass die relativ geringe Menge an Überlebensausrüstung in ihren Tornistern darauf hindeutete, dass man sie eher in zivilisierten Gegenden als in der Wildnis absetzen würde. Ob das aber aussagekräftig war, wusste Wonto nicht. Und selbst wenn: große Städte gab es auch auf fast jeder Welt.

Private Sluuk hatte beschlossen, sich den wilden Mutmaßungen zu entziehen. Das bedeutete vor allem, die Kantine und die Aufenthaltsräume zu meinden, denn dort wurde von nichts anderem gesprochen. Der Ortolaner hatte sich in das Quartier der Cortanas zurückgezogen. Zunächst hatte er mit Pfebbto eine Runde Würfel gespielt, aber das hatte beiden nicht die Anspannung genommen. Nun saßen sie auf ihren Pritschen und pflegten ihre Waffen. Egal was auf sie zukam, eines war jedenfalls klar: Die würden sie sicher brauchen!


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