Weltraum (Neutral)

= Weltraum (Outer Rim) – Hyperraum Richtung Lianna - Simurgh = ][Rayshe’ade][

Während die Simurgh durch den Hyperraum Richtung Lianna raste, nutzte Veera während ihrer einsamen Nachtwache im Cockpit die Ruhe, um die Baupläne und Zufahrtswege einiger bestimmter Gebäude von Lianna City zu studieren. Dies waren zu einem die offizielle Basis des Jedi-Ordens, welche sie und ihre Geschwister aus privaten Gründen, und zum anderen ein Hotel und ein Bankgebäude, welche die Rayshe’ade aus finanziellen Gründen interessierte. Ersteres war die mutmaßliche Unterkunft von Kadajj, die angeblich machtbegabt war und sich dem Orden angeschlossen hatte. Das Interesse an den anderen beiden Gebäuden hatte seinen Grund darin, dass die Rayshe’ade einen lukrativen Auftrag für ein Attentat auf ein Vorstandsmitglied des Intergalactic Banking Clans ergattert hatte, das sich zu Sondierungsgesprächen für eine Fusion mit einer Liannischen Großbank für einige Tage in Lianna-City befand.

Der Auftrag war aus den höchsten Etagen der neimodianischen Handelsförderation gekommen, hauptsächlich um die Muuns daran zu erinnern, dass man mit einem solchen Vorgehen nicht einverstanden war. Das Attentat sollte während des Banketts stattfinden, damit möglichst viele Leute mitbekamen, welchen Einfluss die Neimodianer selbst im republikanischen Raum hatten. Die Sicherheitsvorkehrungen waren immens – Min Tanith reiste mit einer Legion aus Bodyguards aus Muunilinster Geheimdienstkreisen sowie Dutzenden von Sicherheitsexperten und verdeckten Elitekommandos, die man für Credits bekommen konnte.

Es würde für die Rayshe’ade nicht einfach werden, Zugang auch nur die Nähe Taniths zu bekommen, doch sie waren sich sicher, dass ihnen im diesen Fall ihre verschiedenen Talente zugute kommen würden. Veera ließ verschiedene Simulationen ablaufen, wie sie am besten die Lüftungs- und Wartungsschächte rund um den geplanten Bankett am besten nutzen konnten, um Coss, der das Attentat schlussendlich ausführen würde, optimal platzieren zu können.

Allerdings nutzte sie dazu weder die Holokarten noch einen Rechner – die verschiedenen Szenarien spielten sich ausschließlich in ihrem Kopf ab und sie würde erst kurz vor Ausführung des Attentats ihren Geschwistern eine visualisierte Version ihrer Planungen präsentieren, die kurz vor ihrer Vollendung standen. Um die nötigen Vorbereitungen vor Ort zu treffen, wollten sie bereits drei Tage vor der Ankunft Taniths in Lianna-City sein, um auf eventuelle Zwischenfälle vorbereitet zu sein.

Die Rayshe’ade hatten diesen Auftrag dringend nötig – die exzessive Shoppingtour auf Naboo und die horrenden Treibstoffkosten, die seit dem Angriff auf Theed in astronomische Höhen geschossen waren, hatten den Gewinn, den Rullas Bezahlung für ihren Babysittertrip nach Kamino schneller schmelzen lassen wie einen Schneemann auf Mustafar. Zudem war der Prestigegewinn äußerst verlockend – ein Attentat auf ein hochrangiges Mitglied des Muunilinster Bankenclans auf einer republikanischen Welt! Sogar die nüchterne Veera , die sonst nichts auf Titel und Auszeichnungen gab, hatte diese Aussicht als attraktiv empfunden.

Auch wenn ihr Gehirn mit höchster Effizienz Attentatspläne ausarbeitete, vergaß sie dennoch nicht, die Kontrollen der Simurgh wachsam im Auge zu behalten, so dass ihr nicht die kleinsten Veränderungen entgingen. Die Aussicht auf die faszinierenden Phänomene des Hyperraums war ihr gleichgültig.
Das Schiff war einige Monate hinter seinen empfohlenen Prüfterminen in den Werften von MandalMotors oder entsprechenden Vertragswerften – es war ein Prototyp aus einer geheimen Testreihe vor etlichen Jahren und Ersatzteile aus Fremdherstellung würden mehr Schäden verursachen als sie beheben sollten. Darüber hinaus durften die Spezifikationen der Stathas-Klasse nicht in die Hände Dritter fallen, so dass eine fachgerechte Überholung dringend notwendig war, auch wenn die Simurgh nicht sehr anfällig für Störungen war.

Seit ihrer Rückkehr von Kamino waren allerdings immer wieder kleinere Probleme mit der Stabilisierung des Hyperraumantriebs aufgetreten – nichts beunruhigendes, aber lästig, so dass sie nach Lianna dringend nach Mandalore fliegen mussten, da sich diese Probleme zwar kurzfristig beheben ließen, aber immer wieder dann auftreten, wenn die Rayshe’ade es nicht gebrauchen konnte.

So wie in dem Augenblick, als Veera winzige Fluktuationen in der Stabilisatorenphalanx registrierte, die sich üblicherweise innerhalb von einigen Minuten wieder auf normale Werte einpendelten. Aufmerksam betrachtete sie die Anzeigen, die anstatt von orange nach grün zu steigen, von orange nach rot sanken. Das sah nicht gut aus. Sie schaltete das Bordcom ein.

„Noola, Sahanna, kommt ins Cockpit – es gibt Probleme mit…!“

Noch während sie sprach, erzitterte das Schiff, der Bordalarm heulte auf und die Notbeleuchtung sprang an.

„Achtung! Austritt aus dem Hyperraum in geschätzt zwei Minuten und sechsunddreißig Sekunden“,

verkündete die emotionslose Stimme des Bordcomputers, die sich kaum gegen das ohrenbetäubende Geheul des Alarms durchsetzen konnte. Veera schaltete den Alarm ab – man musste schon tot sein, um nicht von dem Lärm aufzuwachen.

Eine übelerregende Duftwolke kündigte das Eintreffen von Vevut an – Veera hasste das Strill, es stank und sabberte und war hässlicher als eine ganze Rancorherde zusammen. Der Sechsbeiner war selbstverständlicherweise mit Noola gekommen, der es auf Schritt und Tritt folgte. Die Anführerin der Rayshe’ade war wie ihre Sahanna mitten aus dem Schlaf gerissen worden, doch sie waren hellwach und Veera brauchte keinerlei Erklärungen abzugeben.

„Shab, ich wollte doch endlich einmal meine Augenringe loswerden. So wird das nie was“,

stöhnte Sahanna , die sich in einem Seidenshorty der Marke Padme’s Secret und hochgeschobener Schlafmaske in den Pilotensitz geworfen hatte und flink die Steuerung der Simurgh vom Autopiloten übernahm, um die Austrittssequenz manuell einzuleiten.

„Reich das doch für deine Bewerbung für die Miss Beroya im nächsten Jahr ein – kommst damit bestimmt auch auf die Titelseite von Bountyhunter’s Quarterly“,

feixte Noola, während sie sich um die Navigation kümmerte.

„Besser als die Bounterhunter’s Weekly, dieses billige Schundblatt…“

warf Veera ein und verstärkte die Frontalschilde – wer wusste schon, was sie erwartete, wenn sie in den Normalraum eintraten.
Aus dem Rumpf der Simurgh drangen Geräusche, die alles andere als ermutigend klangen – das sich rüttelnde Schiff ächzte und quietschte, als ob es jeden Augenblick entweder zerquetscht oder auseinander fallen würde.

„Jungs – kommt ins Cockpit und schnallt euch an – die Trägheitsdämpfer kann’s jeden Moment zerreißen. Ich will nicht, dass Vevut euch nachher von den Wänden oder sonstwo leckt...“,

brüllte Noola durchs Bordcom und ließ Vevut auf ihren Schoß springen. Das hochintelligente Tier winselte zwar aufgeregt, aber es war keinesfalls ängstlich, als seine Herrin ihn mit unter ihre Gurte presste. Es versuchte sich so klein wie möglich zu machen, damit sie noch etwas sehen und an die Kontrollen greifen konnte.

Nur kurz nach ihrem Aufruf kamen Rhithik und Coss ins Cockpit gestürzt. Letzterer hatte so viele seiner Waffen wie möglich in seinem Overall untergebracht, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Als einziger hatte es Rhithik geschafft, seine komplette Rüstung anzulegen, Noola trug wie Coss ihren Overall, Veera nur die Oberkörperpanzerung und Sahanna ihre knappe, aber umso teuere Nachtwäsche.

„Mach mal jemand ein Foto von mir! Volle Energie auf die Frontalschilde“,

schrie sie, als beim Austritt aus dem Hyperraum die Trägheitsdämpfer durchschlugen und sie mit dem Schiff wie in einer gewaltigen Achterbahn herumgewirbelt wurden. Für einige Augenblicke fiel auch die künstliche Gravitation der Simurgh aus, so dass jeder Gegenstand, der nicht befestigt war, durch das Cockpit schoss. Bevor aber noch irgendetwas, die Transparifenster durchschlagen konnte, setzte die Gravitation wieder ein und Sahanna gelang es, die Simurgh auf einen stabilen Kurs zu bringen.

Ungefähr fünf Minuten später flogen wieder Gegenstände durch das Schiff, nachdem Noola das Ausmaß der Schäden erkannt hatte und den mutmaßlichen Schuldigen des Desasters ein langsames, qualvolles Ende prophezeite. Die Liste der Täter umfasste die Mechaniker auf Shogun, die die letzte Wartung durchgeführt hatten, Rulla, den Hutten, der für den Flug der Rayshe’ade nach Kamino verantwortlich war und ganz Kamino mitsamt allen Aiwha-Happen, die dort lebten.

„Und wenn ich für den Rest meines Lebens mit Unterlicht nach shab’la Kamino tuckern muss – ich werde jedem einzelnen von ihnen die Haut abziehen und gihaal aus ihnen machen – und darin wird Rulla mitsamt den Stümpern von Shogun ertränkt !!“

tobte sie mit gesträubten Haaren und hochrotem Gesicht, nachdem sie sich einigermaßen beruhigt hatte. Dann ließ sie sich neben Sahanna in den Co-Piloten-Sitz plumpsen und streichelte Vevuts klobigen Kopf.

„Wo sind wir überhaupt?“

Sahanna schob seufzend die Schlafbrille ein Stück höher und und seufzte.

„Im Raum um Garos IV beziehungsweise Sundari…..Manda'yaim ist nur…“

begann sie mit einem Stirnrunzeln, doch Noolas aufgebrachter Blick ließ sie innehalten.

„Ja, ich weiß – aber wir haben keine Zeit, wir müssen nach Lianna, koste was es wolle…“

sagte Noola und hieb mit der Faust auf die Konsole vor ihr, die bedenklich knirschte. Ihre Gedanken rasten, um eine Möglichkeit zu finden, die Simurgh ohne Zeitverlust durch eine langwierige Instandsetzung nach Lianna zu bringen.

„Wisst ihr noch, wie wir damals von Ruusan nach Boz Pity gekommen sind – mit dem trandoshanischen Schrotthändler, den wir gekapert haben?“,

unterbrach Coss ihre Überlegungen. Er war dabei seine Verp wieder zusammen zu setzen, die er neben anderen Waffen als Einzelteile in seinen Overall gesteckt hatte, um sie vor Schäden zu bewahren.

Noola und Sahanna starrten ihn schweigend an, und dann stahl sich ein breites Grinsen auf ihre Gesichter.

Coss’ika – manchmal bist du doch zu etwas nutze“,

rief Noola und sprang stürmisch auf ihren Bruder zu, um ihm einen Kuss auf die Stirn drücken. Angewidert schob Coss seine Schwester zurück und wischte den feuchten Schmatzer mit dem Handrücken ab.

„Vevut färbt definitiv auf dich ab…“,

brummte er missmutig, worauf er sich umgehend in sein Quartier zurückzog. Seine Schwestern beachteten ihn nicht einmal und konzentrierten sich darauf, ein Schiff aufzuspüren, das sich in der Nähe befand.

Da, schau! Dieses Schiff können wir mit Unterlicht in einer halben Stunde erreicht haben.“

Sahanna deutete auf ein Icon auf der Holokarte über der Steuerkonsole.

„Gut – setz einen Kurs. Und behalt dein Nachtzeug an – das unterstreicht wie hilflos wir sind, hehe.“

Noola kicherte bei dem Gedanken, wie maßlos die Besatzung des fraglichen Schiffes die Simurgh und deren Besatzung unterschätzen würde. Außerdem besaß Sahanna sehr gute Schauspielkünste, wenn es darauf ankam, ein junges harmloses Mädchen in Not zu spielen, die nur noch von Rhithik übertroffen wurden, wenn er den Eindruck eines jungen seriösen Mannes machte.

Erst als der Frachter in Sichtweite war und keine Anstalten machte, seine Position zu ändern, öffnete Sahanna einen Com-Kanal und setzte sich dekorativ vor den Projektor.

„Ähm – hallo? Hier ist die Sitara – ich glaube irgendwas ist an meinem Schiff kaputt. Leider sind unsere Wartungsdroiden auch defekt…sonst bräuchte ich keine Hilfe. Können Sie vielleicht mal rüberkommen und sich das anschauen. Oder andocken…?“

Während ihre Schwester den Hilferuf in das Com hauchte und den Eindruck größter Harmlosigkeit aus allen Poren fließen ließ, standen Noola, Veera und Rhithik außerhalb des Aufnahmebereichs und pressten sich die Hände auf die Münder, um nicht in brüllendes Gelächter auszubrechen.
Sie waren alle gespannt, welche arglose Seele den platinblonden Köder schlucken würde. Falls sich die Gegenseite weiblich oder immun gegen die Reize war, die Sahanna darbot, konnten sie diese immer noch mit Rhithik oder weniger harmlosen Mitteln davon überzogen, die Simurgh andocken zu lassen.


= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = ][Rayshe’ade][
 
- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori, Sahanna Sirga (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -


Für einen kurzen Moment schloss Yori die Augen und döste, ehe AVP-C4 sie wieder in die Gegenwart zurückholte indem er - noch immer auf ihrem schoss thronend - ihren Kopf anstubste, was sie knibbelnd die Augen aufschlagen liess.
"Was'n?"
"R5 hat gemeldet, dass wir jetzt in den Hyperraum gehen können."
Meinte C4 knapp und prägnant, während er mit zweien seiner zahlreichen Arme an der Navigationskonsole herum fummelte.

Yori richtete sich leicht auf und nickte, ehe sie sich bequemte diverse Eingaben zu tätigen, und den Bordcomputer die notwendigen Berechnungen für ihren nächsten Sprung anstellen zu lassen, als ein nervtötendes Piepsen Yori's Aufmerksamkeit auf sich zog.
Das Eingehende Signal eines naheliegendes Schiffes kannte sie nur zu gut, und von einer auf die andere Sekunde fuhr sie reflexartig hoch und schaute sich zuerst auf den Sensoren an, womit sie es da zu tun hatte, immerhin lief die Storm auf Reservehardware, und sie hatte keinerlei Lust, sich das letzte Bisschen von irgendwelchen zerfrettelten Raumpiraten auch noch kaputtschiessen zu lassen, war es doch an und für sich nicht grade das aller-üblichste einfach so angeflogen und angequatscht zu werden, wenn es sich nicht grade um einen Überfall oder Notruf handelte.
Yori hoffte für das fremde Schiff, dass zweiteres der Fall war, denn sie hatte weder Lust auf Plausch, noch Lust auf zeitliche Verzögerung - Je länger es dauerte, bis sie sich ihre erforderlichen Teile Kaufen konnte, umso unwohler fühlte sie sich - hatte sie doch sonst wann immer sie konnte all ihre Umgebungsfaktoren fest in der Hand...

Routiniert, legte sie volle Energie auf die Waffensysteme der Storm, ehe sie schliesslich gemächlich den Kanal öffnete und auf ihr Display blickte.
„Ähm – hallo? " begann das Gegenüber - Eine Junge Dame, welche demonstrativ da sass mit nichts als Nachtwäsche an.
Yori's Augen zogen sich zu kleinen Schlitzen zusammen.
"...Was zum Frell geht'n bei denen ab?..." Murmelte sie trocken - mehr zu sich selbst als alles andere, lehnte sich dann aber wieder etwas in ihrem Sessel zurück.
Die sah nicht grade aus, als ob sie alleine ein Schiff bedienen konnte...
Wahrscheinlich war sie auch eher wegen ihrer 'Fotogenität' allein in der Verbindung, Yori ging jedoch erfahrungsgemäss eher davon aus, dass sie nicht allein an Bord war...
Immerhin wollte sie sich zumindest anhören, was ihr Gegenüber zu sagen hatte, bevor sie ein Urteil darüber fällte ob sie das Feuer eröffnen, oder einfach weiterfliegen sollte...

„Hier ist die Sitara –" Fuhr die Junge Dame fort. „Ich glaube irgendwas ist an meinem Schiff kaputt. Leider sind unsere Wartungsdroiden auch defekt…sonst bräuchte ich keine Hilfe."
Trottel! Ging es Yori durch den Kopf...
...Aber Sitara war irgendwie ein hübscher Name für ein Schiff, da konnte man von der Pilotin halten was man wollte.

Wenn das eine Raumpiratin war, dann war das zweifellos eine der miesesten, die sie bislang erlebt hatte - Aber vielleicht lag in der gespielten Unseriosität ja auch das Geheimnis - Wenn dem so war, war sie nicht so mies wie es den Anschein erweckte.
...Aber nichts desto trotz höchst geschmacklos gekleidet.
Yori nickte wieder zu ihrer Linken auf ihre Anzeigen und besah sich die Spezifikationen des Schiffes.
Nichts, was sofort eingeordnet wurde, wennauch ihr einige Komponenten halbwegs bekannt vorkamen, aber das mochte nicht vielmehr heissen, als, dass sich die Frau gegenüber da möglicherweise ein wild zusammengeschraubtes Schiff aus allen Teilen der Galaxis hatte andrehen lassen.

„Können Sie vielleicht mal rüberkommen und sich das anschauen. Oder andocken…?“
Yori blickte zwischen AVP-C4's Antennen hindurch die Frau an, legte ihren Kopf schief und schwieg eine Sekunde.
"Sicher kann ich das." Brachte sie knochentrocken aber wertungsfrei hervor, während sie in ihre Tasche griff, sich ein Gihaal-Bonbon hervor kramte, und dies demonstrativ gemütlich in den Mund steckte.
Sie starrte weiterhin auf das Holobild vor sich, fast als ob sie erwartete, dass ihr Gegenüber sich jede Sekunde unfreiwillig als Piratin oder so etwas outete, was aber nicht eintraf.
(Auch wenn Yori zugeben musste, dass ihr der Anblick einer Bande unrasierter, johlender Piraten vermutlich wesentlich angenehmer gewesen wäre, aber das war wohl auch eher eine persönliche Geschmacksfrage...)

Schliesslich durchfuhr ihr Gesicht das dämliche Grinsen einer ankommenden Eingebung im Entwicklungsstadium.
(Was Ihr Gegeüber darüber wohl denken musste war Yori an und für sich ziemlich gleichgültig, da sie ohnehin keinen Wert auf das Legte, was andere Leute über sie dachten.)
Eigentlich war sie sich ihr hier bietende Gelegenheit nicht das schlechteste, wenn man recht überlegte
Wenn das andere Schiff sie würde überfallen wollen, würde Yori ohnehin wieder alles auf eine Karte setzen, und wie ein tollwütiger Mynock um sich ballern, ob sie es nun wollte oder ihr gegenüber es provozierte spielte da überhaupt keine Rolle.
War dem aber nicht so, und das andere Schiff brauchte wirklich nur Unterstützung würde mit etwas 'Feingefühl' für Yori genau das herausspringen was sie benötigte.
(Feingefühl in ihrem Sinne, was eher einer sarlaccfurztrockenen Randbemerkung gleichkam.)

"Schnucki..." Begann Yori schliesslich wieder (latent weiter an ihrem Bonbon herum schmatzend) "Ich bin doch nicht dafür da alle neureichen Gören der Galaxis zu retten, nur weil die grade nicht mit ihren Droiden klarkommen...
Ich hab einen engen Zeitplan, und für's Abhängen und Chillen werd' ich auch nicht bezahlt...
Ich kann Dein Schiff von mir aus Abschleppen und nach Garos IV bringen, da gibt's 'ne Schiffswerft...
Wenn ich hier mit Dir Tee-trinken und in den Eingeweiden Deines Schiffes auf Fehlersuche gehen soll, dann muss Dir schon ein wirklich aussage-kräftiger Grund einfallen, warum ich bleiben soll...
...Melde Dich, wenn du weisst, was Du willst, mein Kind."

Yori zog einmal beide Augenbrauen hoch, und sah ihrem holographischen Gegenüber in die Augen, ehe sie die Verbindung Kappte, und der Fremden etwas Bedenkzeit gab.

"Was war das?" Fragte AVP-C4 irritiert, erhob sich von ihrem Schoss und schwebte auf den Copiloten-Sessel, von welchem aus er sich auf den Anzeigen ebenfalls das fremde Schiff besah.

"Ich hab keine Ahnung, entweder Piraten oder Idioten." Meinte Yori schulterzuckend, zog sich ihre Stiefel wieder an und steckte sich ihren Blaster an.
"Das werden wir dann rausfinden, sollte sie sich dazu entschliessen unsere Hilfe wirklich in Anspruch nehmen zu wollen.
Ich würd sagen wir geben ihnen 10 Minuten zum Nachdenken, danach gehen wir in den Hyperraum, dann muss die kleine eben selbst sehen wo sie bleibt - ist ja nicht so, als wäre das hier wirklich der Arsch der Welt..."



- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori, Sahanna Sirga (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -
 
= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = Sahanna und Yori

Der Holoprojektor zeigte eine blasse, weißhaarige Frau mit dunklen Augen, die vielleicht ein wenig älter als Sahanna sein mochte. Zufrieden stellte sie fest, dass ihr Gegenüber ihr modisch abgrundtief unterlegen war, obwohl sie eigentlich recht hübsch aussah – aber bei weitem keine Konkurrenz. Etwas irritierend war höchstens das Ding, das auf ihrem Schoß saß – wenn sich Sahanna sich nicht irrte, war das ein Viper-Aufklärungsdroide, nicht unbedingt ein weit verbreitetes Kuscheltierchen.

Desweiteren fiel ihr auf, dass ihr der Gesichtsausdruck bekannt vorkam – ausdrucksloses Gesicht und zusammen gekniffene Augen, so dass Sahanna sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte – noch so ein Gefühlskrüppel oder die Weißhaarige machte einen auf extracool. Wahrscheinlich hatte sie nicht viel Erfolg bei Männern oder auf was sie auch immer stand – als Sahanna begann zu sprechen, murmelte jene erst etwas Unverständliches, was nicht begeistert klang, aber sie schaltete nicht ab und hörte ihr zu.

"Sicher kann ich das."


erwiderte sie auf den ersten Teil der Bitte, hörte sich aber nicht danach an, ob sie das auch wollte. Sahannas Lächeln wurde noch breiter, als ihr Gegenüber plötzlich etwas auspackte, was ganz nach gihaal-Bonbons aussah – der Vorrat der Rayshe’ade war schon seit Tagen erschöpft und sie würden neben ihrer Mitfahrgelegenheit auch noch die Gelegenheit haben, ganz bequem und umsonst an die beliebte Leckerei zu kommen.
Schließlich fing die blasse Frachterpilotin aus unbekannten Gründen an zu grinsen, während sie anfing an ihrem Bonbon zu lutschen – und sah dabei Veera immer ähnlicher, was Sahanna ungemein erheiterte.

"Schnucki... ich bin doch nicht dafür da alle neureichen Gören der Galaxis zu retten, nur weil die grade nicht mit ihren Droiden klarkommen...
Ich hab einen engen Zeitplan, und für's Abhängen und Chillen werd' ich auch nicht bezahlt...
Ich kann Dein Schiff von mir aus Abschleppen und nach Garos IV bringen, da gibt's 'ne Schiffswerft...
Wenn ich hier mit Dir Tee-trinken und in den Eingeweiden Deines Schiffes auf Fehlersuche gehen soll, dann muss Dir schon ein wirklich aussage-kräftiger Grund einfallen, warum ich bleiben soll...
...Melde Dich, wenn du weisst, was Du willst, mein Kind."


lauteten die Worte der jungen Frau, die noch nicht wusste, dass ihr Gegenüber schon sehr genau wusste, was sie wollte, bevor sie abschaltete.
Jetzt endlich konnten auch ihre Geschwister ihrer Erheiterung freien Lauf lassen und Sahanna fiel vor Gelächter fast aus dem Pilotensitz.

„Schnucki! Sie hat mich Schnucki genannt…..und hält mich für ne neureiche Göre….und das beste ist, sie guckt genauso wie Veera dabei..“


„Hab ich bemerkt“,


entgegnete die Angesprochene, die übergangslos von brüllendem Gelächter zu ihrer üblichen indifferenten Miene gewechselt war. Alle Anwesenden waren sich durchaus im Klaren, dass die Frachterpilotin wohl kaum zu der ganz leichtgläubigen Sorte gehörte, wenn sie mehr oder weniger alleine durchs Outer Rim schipperte. Jedenfalls hatten die Scans des Frachters keine weiteren Lebenszeichen angezeigt.

„Sie muss wohl sehr einsam sein – und sehnt nach der liebevollen Berührung eines männlichen Wesens – auch wenn sie es nie zugeben würde, und ihren Viper für ihren besten Freund hält…“,

vermutete Rhithik mit der dramatischen Off-Erzähler-Stimme einer alderaanischen Holo-Romanze.

„Das ist definitiv ein Fall für mich – lasst mich nur schnell die Rüstung ablegen, dann antworten wir diesem nach Zuneigung ausgehungerten Wesen – wayii, diese Augen…und diese Haare….“


Er brauchte nur wenige Minuten, um sich vom Mandalorianer in einen unbedarften jungen Mann zu verwandeln, der es gewohnt war, dass man für Credits alles bekam. Eine ähnliche Show hatten Sahanna und Rhithik schon einmal abgezogen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass Coss einfach nicht harmlos aussehen konnte. Sogar Noola gelang es, größtenteils harmlos auszusehen, wenn es darauf ankam, doch Coss und Veera waren ihrer Ansicht einfach zu psychopathisch veranlagt, um auf längere Zeit überzeugend unschuldig zu wirken.

Indessen machten sich Noola, Veera und Coss bereit, den Frachter zu kapern sobald er angedockt und die Pilotin sich auf der Simurgh zur Untersuchung der Schäden befand. Falls sie nicht kam, würden sie sich eben auf eine andere Weise Zugang zu ihrem Schiff verschaffen. Ihre Rüstungen waren für zweieinhalb Stunden weltraumtauglich, so dass sie einfach nur nahe genug kommen mussten.

Kurz vor Ablauf der von der Weißhaarigen gesetzten Frist stand Rhithik in einem Naboo-typischen Freizeitoutfit neben dem Pilotensitz, in dem sich Sahanna nunmehr mit einem Bademantel bekleidet wieder niederließ. Sie wechselten einen kurzen Blick miteinander, dann rief Rhithik die Com-Frequenz der weißhaarigen Frachterpilotin auf.

„Hier ist die Sitara! Mein Name ist Ric Thule, und ich bin der Eigner dieses Schiffes…“,

begann Rhithik mit einem geschäftsmäßig freundlichen Lächeln und legte den Arm auf die Lehne des Pilotensitzes, um deutlich zu machen, dass ihm sowohl das Schiff als auch die junge platinblonde Dame gehörte.

„…das ist Zarah Naberrie, meine liebreizende Begleiterin, die Sie vorhin angerufen hat, ohne mir Bescheid zu sagen. Sie hat ein bisschen wenig Ahnung von Technik, deswegen konnte sie Ihnen auch nicht gleich sagen, welche Probleme es genau gibt, nicht wahr, du kleines Dummerchen?“

Sahanna kicherte mit vorgehaltener Hand, als Rhithik liebevoll ihren Kopf tätschelte – nicht nur, weil es die Rolle erforderte, sondern weil ihr das Schauspiel fürchterlich viel Spaß machte.

„Wir kommen aus dem Chommell-Sektor, von Naboo, wir haben eine kleine Spritztour zu zweit unternommen, um dieses Schiff zu testen, das mir mein Onkel vererbt hat. Er war Ingenieur und Tüftler, müssen Sie wissen, und hat einige neuartige Stabilisatoren der Hyperraumtriebwerke entwickelt. Nur leider waren diese Verbesserungen wohl doch nicht so gelungen, wie er sich das gedacht hatte…unsere Astromechs hat es leider bei den Reparaturversuchen zerrissen – sie waren mit den neuen Spezifikationen nicht vertraut…und so sind wir hier gestrandet. Ich habe einige sehr wichtige Verpflichtungen zuhause – so dass ich Ihnen sehr dankbar wäre, wenn Sie uns helfen könnten. Natürlich bekommen Sie eine angemessene Belohnung und für die Unkosten komme ich ebenfalls auf…“

Diesmal strahlte Rhithik verbindlich in die Holocam und machte mit seiner freien Hand eine einladende Geste, als ob er es für selbstverständlich halten würde, eine vollkommen fremde Person mit Credits zu überhäufen. An der anderen Hand hielt sich Sahanna fest, blickte bewundernd zu ihm auf und dann auf den Projektor.

"Und mit wem haben wir denn das Vergnügen?",

fragte sie mit gespielter falscher Freundlichkeit, an der die Eifersucht wie Strillsabber herunterlief.


= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = Sahanna, Rhithik und Yori
 
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- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, Rhithik Koor (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -


Yori's neutraler Gesichtsausdruck wandte sich nun in einen Semi-angewiederten.
Was bei allen Göttern war denn DAS für eine geschniegelte Tunte?!...

Er begann - mit einem Yori recht aufstossendem Gehabe - seine Freundin als beschränkt darzustellen, und ging dann langsam aber sicher (genaugenommen mehr langsam als sicher) dazu über, in einer nicht enden wollenden Laudatio seine Lebensgeschichte zu erzählen...
Oder zumindest schien er dies zu versuchen - In der vagen Hoffnung, sich damit vielleicht irgendeinen Literaturpreis auf irgendeiner Welt einhandeln zu können.
Nicht zu fassen, dass es Frauen gab, die auf solche aalglatten Typen abzufahren schienen...
Dieses Exemplar hier schien was Yori anbetraf allem Anschein nach auch von eben dieser Tatsache auszugehen, denn neben seiner nicht enden wollenden Rede schmachtete er sie offenkundig vor den Augen seiner eigenen Gefährtin (oder was auch immer die beiden am Ende wirklich waren) vollkommen schamlos an...
Ob der einen Dreier wollte?...
Yori schüttelte sich innerlich bei der Vorstellung mit solchen Schmusetunten auf Tuchfühlung zu gehen - Hinterher würde sie sich noch singend und Holzschmuck-bastelnd und mit Blümchen um den Hals auf irgendeiner grünen Weide wiederfinden....

Dieser Anblick war jedenfalls so ziemlich das letzte, worauf Yori gehofft hatte, und triefte fast schon vor Zuckerguss und Blümchenwiese...
Sie setzte grade dazu an, ihn zu unterbrechen, als er von der Zerstörung seiner Astromechs berichtete, als sie es dann doch unterliess und sich lieber noch ein Gihaal-bonbon nahm, und in den Mund schob.
Sie kostete das (Für die meisten anderen widerwärtige) Aroma genüsslich aus, und ging zu einem genüsslichen grinsen über.
Einige weitere Sekunden spielte sie gedankenverloren mit ihrem Blaster, dann blickte sie rüber zu AVP-C4 und strich ihm lächelnd über den Kopf, schaute dann wieder auf das Display und zog eine Augenbraue hoch.

Nicht zu fassen, der war talentiert!
...Ihm war nach all der Zeit noch immer nicht die Luft ausgegangen!.


Selbst die schliesslich von ihm angepriesene 'Aufwandsentschädigung' konnte Yori so recht nicht mehr aus der Reserve locken.
Die Kleine war ja schon unheimlich gewesen, aber dieser schmalztriefende Geselle hier war ja noch um Unlängen unheimlicher.
Haargenau der Personenschlag, bei dem Yori gar nicht soviel essen konnte, wie sie brechen wollte...
...Was war eigentlich aus den echten Kerlen geworden, die einem nicht gleich Schmachtfetzen rezitierend an den Kleidern hingen?...

Yori konnte es drehen wie sie wollte, sie traute dem Braten jetzt noch weitaus weniger als noch zuvor...
Wenn es Lügner waren, waren es Lügner. Niederträchtig genug.
Wenn sie waren, was sie vorgaben zu sein - Noch viel schlimmer!...


"Und mit wem haben wir denn das Vergnügen?"
Fragte die junge Frau schliesslich wieder, welche sich schlussendlich wenigstens etwas halbwegs praktisches angezogen hatte.

"Du hast das Vergnügen mit jemandem, der nichts für honig-triefernde Schleimerei übrig hat, verstanden soweit?"
Begann Yori nun brüsk, und ohne jegliche weitere überflüssige Höflichkeit, während sie Blicke mit AVP-C4 wechselte, und dann wieder zurück auf's Display blickte.

"...Hast Du eigentlich mitbekommen, dass dein kleiner hapanischer Lustknabe da Dich grade als blöd bezeichnet hat, und mich das ganze Gespräch lang schon anschmachtet?
Wirklich, Schnucki, dem solltest Du mal ein paar ordentliche Hiebe an die Richtigen Stellen verpassen, damit der Dich anständig behandelt...
...Oder dir gleich einen echten Kerl suchen..."


Sie kramte erneut in ihrer Bonbontüte, und machte es sich nun etwas bequemer in ihrem Sessel.
Sie hatte noch immer keine Ahnung, ob sie es mit schlechten Betrügern oder scheusslichen Leuten zu tun hatte, verlor jedoch auch allmählich das Interesse daran, dies herauszufinden.
Kein Geld war diese Gesellschaft wert...

Sie blickte nun wieder zu dem zarten Knaben, der noch immer unverändert da sass.
"Wenn das 'n Testflug mit neuartigen Stabilisatoren war, dann wird der ja wohl kaum ohne die in Kenntnis befindlichen Schreibtisch-typen stattgefunden haben.
Irgendwer wird Euch irgendwann sicher vermissen und suchen kommen - Nicht mein Problem...
Und ansonsten könnt Ihr immer noch in Schrittempo Richtung Mandalore gurken, da kann man Euch auch helfen..."


Sie streckte den beiden die Zunge raus und streckte sich mit einem unterdrückten befriedigten Gähnen, ehe sie beinahe schon den Anflug eines schlechten Gewissens bekam - Welchen sie aber sofort wieder unterdrückte...
"...Echt man, wenn Ihr mir schon nicht genau sagen könnt, was bei Eurer Kiste nicht stimmt, warum sollte ich Euch dann helfen, so was heb ich mir dann lieber für ehrliche Leute aus..."
Mit einem 'Pech gehabt'-Gesichtsausdruck, welcher sich ungewollt mehr und mehr zu einem von unerklärlicher Enttäuschung geprägten wandelte, blickte sie die beiden noch eine Weile lang an, ehe sie nach ihrem Comlink griff.
"R5, gib mir'n Countdown für den Hyperraumsprung."
Durch das Gerät vernahm man ein einvernehmliches Piepsen, ehe Yori wieder auf das Holobild der beiden starrte, und mit einer halbherzigen salutierenden Geste die Verbindung beendete, und auf den Countdown wartete.
Sie war enttäuscht.


- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, Rhithik Koor (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -
 
= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = Sahanna, Rhithik und Yori

Die empörte Reaktion der Frachterpilotin auf Rhithiks Auftritt konnte Sahanna wirklich gut verstehen – und ein Teil von ihr freute sich sogar, als sich herausstellte, dass diese überhaupt nicht auf ihn abfuhr. Es geschah leider viel zu selten, dass ihr Bruder abgeblitzt wurde, allerdings war das für ihn überhaupt kein Grund, aufzuhören.

Die Weißhaarige redete sich förmlich in Rage – und endlich zeigte sich, dass sie noch zu ein paar anderen Gesichtsausdrücken in der Lage war. Außerdem schien sie einen gewissenen Sinn für Humor zu besitzen, als sie erwähnte, dass sie ja nach Mandalore schippern könnten und dabei die Zunge herausstreckte…das ließ die spröde wirkende Frau sogar recht sympathisch wirken, aber wenn die wüsste, dass sie so verkrampfte Gesichter gemacht hatten, um nicht loszugrinsen.

Alles, was sie von sich gab, hatte tatsächlich Hand und Fuß, und eigentlich war es an der Zeit, ihre Taktik zu ändern. Allerdings musste Rhithik wahrhaftig vom Temperament seines Gegenübers, das sich standhaft geweigert hatte, seinen Namen zu nennen, so fasziniert sein, dass er eher seiner Ansicht nach zu wahrer Hochform aufdrehte – allerdings mit dem Ergebnis, dass die Pilotin ihn einen hapanischen Lustknaben nannte und schließlich die Verbindung unterbrach.

„Chakaar! Jetzt hast du sie endgültig wegegeekelt – Noola wird dich mindestens einen Monat lang Vevuts Strillstreu fressen lassen, wenn wir sie nicht wieder zurückkriegen…“,


fuhr sie Rhithik an, kurz bevor sich die Erwähnte über das Bordcom meldete und eine ähnlich geartete Strafe auf unbestimmte Dauer androhte.

„Diese Augen, Sah’ika…diese Augen. Sie hat mich verhext – und ihre Reaktion beweist ja nur, wie sie sehr ihr Verlangen unterdrücken muss…“,


verteidigte er sich und sah immer noch wie hypnotisiert aus, so dass Sahanna sich genötigt sah, ihm eine Ohrfeige zu verpassen, damit er sich wieder einbekam.

„Dich sollte man echt kastrieren lassen….und dich dann nach Hapan schicken, di’kut! Also gut, dann Plan B, bevor wir ihr einen Schuss vor den Bug setzen. Scheuer mir eine, aber schnell und mach dich weg von hier…!“,


forderte sie ihren Bruder auf, der ihrem Anliegen prompt nachkam. Es gab Zeiten, wo Sahanna Prioritäten setzen musste, und Familie war wichtiger als Aussehen. Rhithiks Schlag hatte ihre Unterlippe platzen lassen, so dass auch ihre teure Nachtwäsche einige schlimme Flecken abbekam – doch mandalorianische Reinigungsmittel waren bekannt dafür, dass sie selbst eingetrocknete Blutspuren entfernten und zur Not kaufte sie sich eben ein neues Set.

Eines ihrer weiteren Talente, die oft unterschätzt wurden, bestand darin, dass sie auf Kommando losheulen konnte, und es ärgerte sie ein wenig, dass ihr Mascara wasserfest war. Aber egal – die Weißhaarige, von der sie beschlossen hatte, sie Cin’la (wie ihre Mutter) zu nennen, stand wohl sowieso nicht auf übertriebenes Getue.

Also wählte sie noch einmal die Comfrequenz des anderen Frachters an.

„Ich bin’s - Zarah….“,

flüsterte sie gehetzt, sah sich schnell um und wickelte den Bademantel eng um sich.

„Ich kann’s verstehen, wenn du ihm nicht helfen willst. Würd ich auch nicht. Aber ich weiß nicht, was ich tun soll – ich hab die Stabini…Stamilli…du weißt schon, kaputtgemacht. Die sind wirklich von seinem Onkel, und er hat überhaupt keinen Plan davon – aber seiner Familie gehört halb Theed, also kann er machen und haben, was er will. Und er wird auch bestimmt abgeholt und nach Naboo zurückgebracht – aber ich will nicht zurück…deswegen habe ich mich ins Cockpit geschlichen und dich angerufen, aber er hat’s gemerkt – und naja, als er dich gesehen hatte…ich glaub er ist scharf auf dich...“


Sie machte eine kurze Pause, denn die geplatzte Unterlippe behinderte sie tatsächlich beim Sprechen, und sie wischte sich die Tränen mit dem Ärmel ihres Bademantels ab, als ob ihr es peinlich wäre.

„Weißt du, ihm gefällt das, wenn ich so einen auf dumm mache – und vielleicht wunderst du dich auch, wieso ich noch mit ihm zusammen bin. Meine Leute sind finanziell von seinen abhängig, seit Theed vom Imperium zusammengebombt wurde, und ich muss dafür sorgen, dass er bei Laune bleibt, verstehst du? Aber ich kann das nicht mehr…ich hab mir gedacht, wenn wir unterwegs liegen bleiben und es kommt jemand zu Hilfe, dass ich dann von ihm weg kann….egal wohin“


Sahanna alias Zarah schnaufte, weil sie geredet hatte ohne Luft zu holen. Sie sah sich noch einmal um und sprach atemlos weiter. Nicht nur, weil es die Rolle erforderte, sondern weil ihnen die Zeit und ihre Mitfahrgelegenheit förmlich wegrannte.

„Und ich war ja so froh, dass du eine Frau bist – ich hab schon gedacht, dass ich dann so für eine ekligen Frachterpiloten so…so…Dinge tun muss, deswegen hab ich vorhin, aber du weißt schon? Du kannst doch so tun, als ob du ihm helfen willst, aber bitte hilf mir …“,


flehte sie in das Com. Das andere Schiff machte sich laut den Anzeigen bereit für einen Hyperraumsprung – ziemlich ungünstige Aussichten. Wenn ihr das misslang, würde Noola aus ihrer platinblonden Haarpracht einen Wischmopp machen, mit dem sie Vevuts Sabberspuren aufwischte. Nein, das durfte auf gar keinen Fall geschehen.

= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = Sahanna, (Yori auf der Oncoming Storm)
 
[Nar Shaddaa – Ebene 2 – Hangar - Zenex]

Zenex musterte die Arbeiter, die noch am Schiff ein wenig herumschraubten und tankten. Sein Kopf bewegte er immer gleich und nichts entging ihm. Nach einiger Zeit als die Lage sich außerhalb des Schiffes beruhigt hatte, ging er an Board um die Räume zu kontrollieren. Er ging alles ab nach der suche eines Sprengsatzes oder etwas Ähnliches. Alles musste perfekt sein, er wusste wie seine Schwester war.
Als er gerade fertig war, wurde er kontaktiert, dass seine Schwester nun da sei. Er ging sofort nach draußen und bemerkte gleich die fragen die seine Schwester den Arbeiter stellte. Ein kleines lächeln flog auf seinen Mundwinkeln. Kontrollfreak dachte er sich im ersten Moment aber so liebte er sie wie nur ein Bruder seine Schwester lieben konnte. Er begleitete sie in das Schiff hinein. Sie ging sofort in ihren Raum, der extra für sie eingerichtet wurde. Vor der Tür trennten sie sich.


[Fallee] Ich werde mich in das Cockpit begeben und den start einleiten. Wenn du irgendetwas brauchst oder jemanden mit dem du reden willst kontaktier mich meine geliebte Schwester. [/Fallee]

Er nickte ihr zu und schaute kurz Xora hinterher, bis die Tür sich vor seiner Nase schloss und begab sich dann in das Cockpit. Auf dem weg zum Cockpit hatte er noch ein paar Daten über den Zustand des Schiffes bekommen. Alles war Aktiv und es gab keine Probleme. Als er angekommen war, löste er einen der Piloten ab. Er würde den start selbst einleiten. Nach ein paar Knopfdrücken und die Bestätigung zum Starten, aktivierte er die Triebwerke und der Flug nach The Wheel ging los. Auf dem Flug zum Orbit sprach er mit den Begleitjäger.


Bestätigung der Begleitjäger. Nummeriert euch sagt euren Zustand.


Sofort hörte er die Funksprüche der Piloten.

Flügelmann 1 Bereit und Aktiv

Flügelmann 2 Bereit und Aktiv

Flügelmann 3 Bereit und Aktiv

Flügelmann 4 Bereit und Aktiv

Flügelmann 5 Bereit und Aktiv

Flügelmann 6 Bereit und Aktiv


Geht auf Position und verlasst nicht die Formation nur in einem Fall des Angriffs. Dieser Flug hat höchste Priorität.

Die Piloten bestätigten alle erneut und Zenex war zufrieden. Alles ging nach Plan. Alles war so wie man es angeordnet hatte. Nach einem kleinen Ruck wusste nun jeder am Schiff, dass sie im Hyperraum waren. Zenex schaltete den Autopiloten ein und legte seine Füße hoch und schaute vorne aus seinem Fenster wie die Sterne in rasender Geschwindigkeit an ihnen vorbei rauschten. Sie waren so schnell, dass die Sterne wie gerade Linien aussahen.

So jetzt können wir eine Pause machen aber das ihr mir ja immer noch alles im Blick behaltet.

Die Piloten im Cockpit stimmten ihn zu und seine Augen vielen langsam runter. Er brauchte ein wenig schlaf auch wenn es nicht viel sein würde.

[Hypperraum – Von Nar Shaddaa nach The Wheel – Im Cockpit – Zenex und andere Piloten]
 
- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, Rhithik Koor (Erwähnt) (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -


Yori's Augen überflogen beiläufig die Anzeigen, und routiniert machte sie - ohne wirklich darüber nachzudenken - all ihre einstudierten Handgriffe an ihrer Navigationskonsole, während sie über ihr Comlink R5's Countdown lauschte.
Sie hatte die beiden komischen Gesellen schon fast vergessen (Oder ehergesagt verdrängt) und lauschte momentan leiser Musik.
Zu den Klängen von Subway to Sebulba lehnte sie sich in ihrem Sessel zurück und blickte AVP-C4 an, dem sie ein kleines Grinsen schnenkte, ehe vor ihren Augen erneut das Holobild mit einer der biden Nervensägen auftauchte.

Nicht zu fassen... Was für eine Geschichte würden die beiden ihr nun auftischen?
Dass sie rodianische Kindergärtner waren aus deren Gruppe ein Kind auf Yori's Schiff übergesprungen war?


Dieses Mal war wieder nur die Frau zu sehen, die sich allem Anschein nach wohl zuvor mit ihrem Macker geprügelt haben durfte - Eine Vorstelung, welche Yori kurzzeitig amüsiert grinsend darüber sinnieren liess, wie das bei den beiden wohl ausgesehen haben mochte...

Dennoch sagte Yori vorerst nichts, sondern lehnte sich einfach wortlos in ihrem Sessel nach vorne, und stützte Kinn und Nase auf ihre locker zusammengefalteten Hände, und blickte beinahe ratlos mit ihren Augen zu je beiden Seiten an den Spitzen ihrer Zeigefinger vorbei, während C4 die Musik deaktivierte, was Yori allerdings nur am Rande mit wahrnahm.

...Wie erwartet begann sie nun eine weitere Geschichte zu erzählen, von der Yori genausowenig sagen konnte ob sie wahr war oder nicht...
Mit einem lautlosen Seufzen lauschte sie ihrem Gegenüber weiterhin, aus Gründen die sie selbst sich nicht ganz erklären konnte.
Yori, du bist so ein Weichei!...

Zarah begann nun ihren hapnischen Lustknaben in einem weniger putzigen Licht darzustellen.
Scheinbar schien er sie spricwörtlich an den alderaanischen Kronjuwelen zu haben, und sie nichts als weg von ihm zu wollen.
Sie merkte an, dass sie die Chance des liegengebliebenen Schifes ergreifen wollte, sich von ihm loszusagen, ob dies allerdings ein von ihr eingefädelter Plan oder nur eine glückliche Ereigniskette war, konte Yori Zarah's Schilderungen nicht genua entnehmen. (Sie hoffte auf ersteres.)

Mit einem kleinen Grinen - dem momentan deutlichsten Zeichen der Anerkennung ihrer person - zog Yori eine Augenbraue hoch, und hofte, dass die kleine dem Schiff selbst den Gar aus gemacht hatte.
Ihr Gegenüber setzte eine künstlerische Pause ein, und rang atemlos um Luft.
"Kind, beruhige Dich erstmal, wenn Du in Panik bist kannst Du nicht klar denken..."
Begann Yori - Nicht übermässig herzlich, aber zumindest so, dass sie hoffte, dass ihr Gegenüer so etwas wie gute Absichten in ihr erkennen konnte.

Also fuhr ihr Gegenüber fort mit der Schilderung ihres vermeintlichen Alltages, und dass sie wohl für ihren Freund für allerhand von vorbeikommendem Gesindel herhalten muste.
Yori's Gesichtsausdruck wurde nach und nach zu einem angewiederten, dann schliesslich zu einer verächtlichen Grimasse.
Währe sie dort drüen gewesen hätte sie diesem Ric vermutlich ohne Umschweife eigenhändig sein dürres Genick gebrochen...

Yori schloss für eine Sekunden lang ihre Augen und dachte nach.
Sie konnte es drehen und wenden wie sie wollte, sie hatte weder Beweis noch Gegenbeweis, dennoch begann Zarah Yori auf eine groteske Weise leidzutun.
Yori blickte ihr holographisches Gegenüber wieder an und seufzte.
Von Mitleid wurde auch keiner satt aber sie würde in der Lage sein, der kleinen einen Gefallen zu tun, der viellicht weitaus mehr wert war als alles gute Zureden und Kooperieren mit ihrem Macker der Welt.

"Ich kann Dir nicht helfen - Nicht von hier aus."
Begann Yori ruhig, und hob sogleich die Hand, un Erwartung eines Wiederspruhes seitens der jungen Frau.
"...Aber ich kann etwas viel wichtigeres machen, nämlich Dir helfen Dir selbst zu helfen.
Wenn er soviel Macht über Dich hat, darfst Du das nicht einfach hinnehmen, Kind, sondern musst den Spiess ganz einfach umdrehen.
Er würde es sicherlich von Dir nicht erwarten, also hast Du leichtes Spiel - Leg ihn einfach um.
Danach kannst Du mir im genauen die Spezifikationen des Schiffes durchgeben und ich werd sehen ob ich Dich bei der Reparatur anleiten kann.
Dann kannst Du damit abhauen und bist frei."


Yori legte den Kopf schief und lächelte die junge Frau ermutigend an an, ehe in ihr Zweifel aufkamen, ob sie überhaupt genügend Mumm hatte jemanden umzulegen, egal wie gross der Bedarf sein mochte.

"...Wenn du es aus irendeinem Grund nicht übr's Herz bringst ihn umzunieten setz' ihn wirkungsvoll ausser Gefecht.
Betäuben, Beine brechen, Fesseln - Das bekomms Du schon hin, sieh Dich einfach um. Man kann alles als Waffe verwenden."



- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, Rhithik Koor (Erwähnt) (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -
 
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= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Simurgh = ][Rayshe’ade][ Sahanna, (Yori auf der Oncoming Storm)


Tatsächlich schien Sahannas Solo-Show als hübsches, aber etwas einfältiges Mädchen in Not mehr Erfolg zu haben als Rhithiks unerträgliche Macho-Nummer. Die Weißhaarige begann ihr zuzuhören und versuchte sie zu beruhigen – ihre Wortwahl deutete darauf hin, dass sie sie wirklich für ein etwas naives Blondchen hielt. Sahanna war zufrieden, sogar als sie ihr potenzielles Hilfsangebot etwas einschränkte, denn sie schien sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen und flog nicht weg.

Sie sprach von Hilfe zur Selbsthilfe, und als sie ihr vorschlug, ihren vorgeblichen Peiniger umzulegen, musste Sahanna erst einmal die Hände vors Gesicht schlagen – zum einen, weil ihr die Idee gefiel, zum anderen, weil sie für die Person, die sie darstellte, ziemlich abstrus sein musste.

„Umbringen? Ich?“,

entfuhr es ihr und sie musste nach Luft schnappen. Eine Durchschnittsnaboo konnte nicht einmal Fliegen töten – viel Ahnung von den Sitten anderer Welten hatte die Frachterpilotin nun wirklich nicht. Sie wollte ihr dann nach vollendeter Tat helfen, die Spezifikationen durchgehen und sie dann bei der Reparatur anleiten. Als Alternative zum Totschlag schlug sie ihr vor, dem Naboo-Macho die Beine zu brechen oder ihn zu betäuben.

„…Das bekommst Du schon hin, sieh Dich einfach um. Man kann alles als Waffe verwenden."

Dabei lächelte sie freundlich und Sahanna fand, dass ihre Einstellung bewundernswert war. Aber sie trieb dieses Spiel nicht, um neue Freundschaften zu knüpfen, sondern, weil sie es wirklich eilig hatten.

„D-das kann ich nicht! Kannst du nicht rüberkommen und das für mich erledigen?“,

fragte sie ihr Gegenüber und begann nervös an den Fingernägeln zu kauen, während sie halb deren Vorschlag, sich umzusehen in die Tat umsetzte. Die Pilotin würde nicht freiwillig an Bord der Simurgh kommen, soviel stand schon fest – also mussten sie rüber.

„Schaahaatz, wo bist du denn? Es tut mir ja soooo Leid – komm, du bist und bleibst mein allerliebstes Dummerchen! Oder muss ich dich suchen kommen…“,


tönte Rhithiks Stimme in bester Psychopathenmanier über das Bordcom. Gehetzt blickte Sahanna die Weißhaarige an.

„Was soll ich bloß tun?“,


rief sie mit hysterischer, überschnappender Stimme – dann sah sie sich noch einmal im ganzen Cockpit um und begann hektisch auf der Steuerkonsole herumzudrücken.

„Ich hab das mal in einem Holofilm gesehen – warte kurz, ja?“,


sagte sie mit einem Mal triumphierend, als ob sie ein Geistesblitz getroffen hätte. Dann stürmte sie aus dem Cockpit und kaum später sprang die Notbeleuchtung an. Die Holoverbindung hatte Sahanna offen gelassen.

In diesem Augenblick tönte eine wohl modulierte, aber geschlechtslose Stimme durch das ganze Schiff:

„Vielen Dank, Sie haben die Selbstzerstörungssequenz ausgelöst, die nach der dritten Wiederholung dieser Meldung ab dem Signalton innerhalb von fünfundvierzig Sekunden erfolgt. Bitte verhalten Sie sich ruhig und verlassen Sie umgehend das Schiff – folgen Sie den Markierungen und benutzen Sie dazu die vorgesehenen Rettungskapseln.“


Nachdem sich die Meldung zum ersten Mal wiederholt hatte, kam Rhithik in das Cockpit gestürmt und fing (schweren Herzens) an, die weißhaarige Frachterpilotin zu beschimpfen. So hatte er die Gelegenheit, dieses anbetungswürdige Geschöpf ausgiebig zu betrachten.

„Was hast du diesen blonden Hohlkopf erzählt, du weißhaarige Schlampe? Sag mir sofort, wie ich das hier abstelle, oder…oder….“,


Der vermeintliche reiche Macho ballte in verzweifelter Wut die Faust, als er den Satz abbrach.

„Und sieh zu, dass du mir sie wiederbringst, ansonsten wirst du schon sehen, mit wem du dich da angelegt hast…Miststück, elendes“,


fügte er hinzu, damit seine Figur wenigstens etwas halbwegs Bedrohliches von sich gab, und wenn es auch nur dazu diente, sein Gesicht zu wahren. Aus den Cockpitfenstern konnte er sehen, wie die Rettungskapsel auf den Frachter zuschoss.

„Hey, das war doch eine gute Idee, oder? So muss ich ihn nicht selbst umbringen“,


hörte er Sahanna stolz über den offenen Comlink der Rettungskapsel, der sowohl mit dem Bordcom der Simurgh verbunden war als auch von dem Frachter empfangen werden konnte.

„Du elendes Miststück – komm sofort zurück! Das ist also der Dank dafür, dass du es so gut bei mir hattest – hoffentlich landest du bei einem Hutten als Tanzsklavin!“,


schrie er wutentbrannt die entlaufene Freundin an.

„Lieber das als noch eine Minute länger mit dir zu verbringen, Schlappschwanz. Und ja, ich habe alles vorgetäuscht!“


Rhithik ließ sich in den Piloten zurücksinken, während die Selbstzerstörungsmeldung ein zweites Mal abgespielt wurde und raufte sich die Haare.

„Ich geb dir, was du willst, aber sag mir, wie ich das abstelle…Ich bin zu jung, um zu sterben!“,


flehte er und blinzelte der Weißhaarigen resigniert zu, als ob er seine Tränen zurückhalten müsste. Dabei warf er einen unauffälligen Blick auf die Anzeigen der Rettungskapsel – laut dem Display befand sich nur eine Person an Bord.

Noola war während des ganzen Theaters durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen – rasende Wut, Enttäuschung, ein Bedürfnis irgendetwas in die Luft zu jagen und Rhithik zu Strillfutter zu verarbeiten. Sie hätten es natürlich wesentlicher einfacher haben können, aber auch bei der Anführerin der Rayshe’ade war der Spieltrieb zu stark ausprägt, als dass sie dem Frachter einfach mehrere wohl platzierte Schüsse verpasst hätten. Außerdem brauchten sie das Schiff voll funktionsfähig – wie auch die Pilotin, falls diese etwas als Mechanikerin taugte.

Ihr hätte deren misstrauische Ader gut gefallen, aber in diesem Fall war diese Eigenschaft nur lästig und sie mussten nun doch zum Plan C übergehen – Sahanna hatte das Codewort genannt – Holofilm. Also eilte sie mit Veera und Coss zu den Rettungskapseln der Simurgh – Vevut musste diesmal zurückbleiben – wo sie sich mit Sahanna, immer noch in Negligé und Bademantel trafen. Ohne viele Worte zu wechseln, schlüpften sie in das enge Fahrzeug und zündeten den Antrieb.

Sahanna hätte die Kapsel natürlich zielsicher in Richtung des Frachters der Weißhaarigen steuern können, aber um in ihrer Rolle zu bleiben, musste das aussehen, als ob sie es zum ersten Mal machte.

„G-gar nicht mal so schlecht, m-meinst du nicht?“,


fragte sie über das Audio-Com der Kapsel ihre unfreiwillige Retterin. Es war mit ihren drei Geschwistern, die ihre vollen Rüstungen trugen, fürchterlich eng, so dass sie ihr Unbehagen nicht einmal spielen musste. Außerdem war ihr kalt, die Heizung der Kapsel hatte erst begonnen zu hochzufahren und sie trug immer noch ihre Nachtwäsche. Sie würde erst dazu kommen, den mitgebrachten Overall anzuziehen, wenn sie an Bord des Frachters waren.

= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Rettungskapsel = ][ Sahanna, Noola und Veera ][ (Yori auf der Oncoming Storm)
 
- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, (Erwänt) (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -



...Yori Teagan schüttelte seufzend den Kopf und liess sich wieder in ihren Sessel plumsen.
Diese dumme, dumme, DUMME kleine Göre...
Yori konnten garnicht so viele Haare wachsen, wie sie sich in diesem Moment ausraufen wollte...

Zarah war das mit Abstand grösste Weichei dem sie je begegnet war, statt dem Typen einfach den Hals umzudrehen das ganze Schiff zu Aufzugeben, und sich wie ein feiger Nager davonzustehlen...

"Ja, ganz toll..."
Antwortete Yori der fremden mit gedämpfter Begeisterung.
Jetzt würde Yori warten müssen ob sie wollte oder nicht, und die Kleine irgendwo absetzen, da sie in der Rettungskapsel ja nicht sonderlich weit kommen würde, ganz zu schweigen davon das die Sitara in unter einer Minute in die Luft fliegen würde...

Für praktisches Denken würde die Frau definitiv keine Auszeichnung erhalten...

...Danke auch, dass du mich von meinem Zeitplan abhälst Du kleine Nervensäge...
Ging es Yori durch den Kopf, während sie den Schlingerflug der Rettungskapsel auf ihren Sensoren verfolgte.

"Na schön, bleib ruhig, Mädel..."
Begann Yori beiläufig, während ihre Hände über die Kontrollen flogen, ehe sie sich zu AVP-C4 umdrerhte.
"Countdown abrechen... Jetzt dürfen 'wir glücklichen' das Kind auchnoch abschleppen, mach'n Traktorstral bereit, während ich uns 'n Planeten in Reichweite raussuche..."

AVP-C4 nickte, und tat wie ihm geheissen.
"Countdown abgebrochen, Traktorstrahl bereit. Du hast vorgeschlagen, dass sie nach Mandalore fliegen soll."

Yori nickte, während die die kleine Kapsel in den Traktorstrahl nahm, und mit dieser Im Schlepptau auf sichere Distanz ging, um nicht bei der Explosion der Sitara in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
"Ja, aber das war für die Reparatur, bevor sie ihr Schiff leichtfertig verspielt hat...
Im Anbetracht dessen ist es jetzt gleich wo ich sie raussetze, hauptsache Atembare Atmosphäre und möglichst nah - Ich will keine unnötige Zeit verlieren, indem ich 'ne Kurve bis nach Manda'yaim fliegen muss..."


"Stimmt.
Auch wenn Du dort natürlich auch den ein oder anderen Auftrag an land ziehen könntest."

Warf C4 ein - Womit er natürlich Recht hatte.

Dennoch zeigte sich Yori nur begrenzt begeistert von dem Vorschlag.
"Ja, toll, dann hab ich die ganze Strecke lang dieses erwachsene Kind an der Backe...
Je eher ich sie los bin, umso besser, ich bin nicht die Wohlfahrt, C4."


Nun drehte sich Yori wieder zur Bordcom um und seufzte licht in die - noch immer offene - Verbindung.
"Hast Du gehört, Schätzchen, verhalte Dch einfach ruhig da hinten drin...
...Und DRÜCK BLOSS KEINE KNÖPFE!!!"


Versuchend nicht ganz so geladen rüberzukommen wie sie de facto war, begann sie (mit einer für C4 nicht zu übersehenen finsteren Mine) die Umgebing zu scannen.
"Na siehst Du, C4?!
In Reichweite haben wir einen schönen fetten Kreuzer auf Parallelkurs, da können wir das Mädchen rauschmeissen, dann ist das deren Problem, und nicht unseres."


C4 zog resignierend seine Antennen ein und nickte schliesslich (Soweit das bei seiner Bauart möglichwar)
"...Und jemand wie Du wundert sich noch, dass er keinen Kerl abbekommt."

"Pass mal auf, dass Du nicht gleich as abbekommst..."
Brummte Yori - Nicht wirklich in der Absicht C4 etwas anzutun.
...Aber dennoch war ihe Toleranzschwelle für heute so gut wie eingerisen...

"Nimm Kurs auf den Kreuzer, 'n Bischen Zügig wenn's geht..."


- Outer Rim - Raum um Garos IV - An Bord der Oncoming Storm - Yori Teagan, Sahanna Sirga, (Erwänt) (Rayshe'ade), AVP-C4 (NPC) -
 

= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV - Rettungskapsel = ][ Sahanna, Noola, Coss und Veera ][

"Hast Du gehört, Schätzchen, verhalte Dch einfach ruhig da hinten drin...
...Und DRÜCK BLOSS KEINE KNÖPFE!!!"


Sahanna grinste breit ihre Geschwister an– zwar sah sie nur deren Helme und hörte auch nichts, aber sie wusste, dass Noola und Coss ebenso breit grinsten. Veeras Mundwinkel würden nur kurz gezuckt haben, was schon eine beachtliche Gefühlsäußerung war.

„Ähm ja….aber w-was passiert jetzt eigentlich? K-kann ich nicht auf dein Schiff kommen? Mir ist auch ziemlich k-kalt…“,

erwiderte die platinblonde Mandalorianerin und schlang ihre Arme um sich – bis die Heizung die Kapsel auf eine halbwegs angenehme Temperatur erwärmt hatte, würde es noch einige Minuten dauern. Noola drückte ihr ein In-Ear Comlink in die Hand, damit sie hören konnte, was sie, Veera und Coss besprachen.

„Freiwillig wird sie uns nicht auf ihr Schiff lassen…also müssen wir zu ihr kommen. Sie schlägt einen Kurs von der Simurgh weg ein, und hat wohl vor, dich bei diesem Kreuzer abzuladen“,

sagte Veera nach einem kurzen Blick auf die Konsolendisplays der Kapsel. Sahanna schüttelte lächelnd den Kopf, sagte aber nichts, da die Leitung zu dem Frachter der Weißhaarigen immer noch offen war. Noola gab ein Signal an Rhithik, der im Cockpit der Simurgh die Stellung hielt und immer noch den verzweifelten Möchtegern-Macho von Naboo mimte, der nicht sterben wollte.

„Jetzt ist erst einmal Zeit für ein paar nette Explosionen…“,

sagte sie in freudiger Erwartung, und nur ein paar Sekunden später detonierte die Hülle des mandalorianischen Schiffes – wenigstens sah es so aus, als einige Sprengsätze, die aus imposanten explodierendem Feuerwerk bestanden, diverse Schrottteile ins All jagten.

Veera und Sahanna hatten allerdings keine Augen für dieses Schauspiel, sondern bereiteten einige Schaltungen vor, die die Kapsel aus dem Traktorstrahl befreiten und zielsicher an das Dock des Frachters dirigierten. Das Schott der Kapsel öffnete sich zischend, doch das des Frachters war natürlich noch geschlossen. Mit Gewalt konnten und wollten die Rayshe’ade es nicht öffneten – sie brauchten das Schiff unbeschädigt und für Sahanna, die keine Rüstung und auch keinen Raumanzug dabeihatte, hätte ein gewaltsames Eindringen ein zu großes Risiko dargestellt.

Die Öffnung des Schotts war eine Aufgabe für Veera – sie heftete einen EM-Impulsgeber an das Schott und verband ihn mit einem Minicomputer an ihrer Armpanzerung, der den Schiffssystemen einen kurzlebigen Virus einpflanzte, welcher ihnen vorgaukelte, dass das Schott noch geschlossen war.

„Rayshe’a, cuir, ehn, t’ad, solus…oya!“,


zählte Veera mit droidenhafter Präzision die letzten fünf Sekunden herunter, bis das Schott sich ebenfalls zischend öffnete und schob sich als erste in das fremde Schiff, um den Einstieg für ihre Geschwister zu sichern. Den Scans im HUD zufolge befand sich außer im Cockpit kein lebendes Wesen, die Luft im dämmerigen Einstiegsbereich war recht kühl aber atembar. Sonst wurden nur noch die Energiesignaturen dreier Droiden angezeigt, die sich aber allesamt nicht in der Nähe befanden.

Sofort machte sie sich daran, den Zugang zur Schottöffnung unter ihre Kontrolle zu bringen, so dass die Pilotin die Kapsel nicht einfach abstoßen konnte. Als nächste sprangen Noola und Coss aus der Kapsel, gefolgt von Sahanna.

„Shab, hier ist es noch kälter als in der Kapsel“
,

schüttelte sie sich lachend und stieg in den mitgebrachten Overall und die Stiefel.

„Da haben wir wohl jemanden erwischt, der sehr viel vom Energiesparen hält. Oya, vod’ike, auf ins Cockpit. Wollen wir sie nicht länger auf die Folter spannen!“,

rief Noola ihren Geschwistern zu, was allerdings nur über die internen Comlinks zu hören war. Zusammen mit Sahanna setzte sie sich im Eilschritt an die Spitze, Coss folgte ihnen mit nur geringem Abstand, und Veera bildete die Nachhut. Doch sie legte den Weg deutlich langsamer zurück, um sich die Eigenheiten des Schiffes einzuprägen und eventuelle Gefahrenquellen zu identifizieren und auszuschalten. Lautlos und fast nahtlos mit den Schatten der dämmerigen Gänge verschmelzend glitt sie ihren Geschwistern hinterher – wegen dieser Fähigkeit wurde Veera auch prudii, Schatten, genannt.

Sahanna sprang als erste ins Cockpit und fiel der weißhaarigen Pilotin um den Hals.

„Heyho, Cin’la – wie schön, dass wir uns jetzt persönlich begegnen. Hab aber noch meine Geschwister mitgebracht, sorry, dass ich dir nichts gesagt habe, aber hatte Angst, dass sie sonst nicht mitkommen könnten…“,


begrüßte sie sie überschwänglich und überließ nun Noola das Reden. Jene nahm ihren Helm ab – natürlich hatten die Rayshe’ade die Weißhaarige überfallen, von einem gewissen Standpunkt aus, aber Noolas Ansicht nach hatte sie sich mit ihrem bislang gezeigten Verhalten durchaus dafür qualifiziert, dass man ihr auf Augenhöhe begegnen sollte.

Sucuy, Schneeweißchen. Wirklich schade, dass wir dich so überrumpeln mussten, aber es ging leider nicht anders. Mein Name ist Noola Sirga, und wie du unschwer erkennen kannst, sind wir Mandalorianer – sogar die Blondine hier und Mr. Unwiderstehlich dort drüben auf unserem Schiff. Wir sind gekommen, um dir ein Angebot zu machen, von dem wir denken, dass du es nicht ausschlagen solltest,“

teilte sie der Pilotin mit dem Viperdroiden auf dem Schoß mit und musterte sie genau. Keiner von ihnen hatte die Waffen gezogen, doch Coss war schnell genug, um jeden Versuch der Überrumpelung kontern zu können. Und Veera war irgendwo im Cockpit mit der Wand verschmolzen – sie wusste, dass sie da war, konnte aber nicht klar sagen, wo genau.

„Na endlich kann ich aus diesem shab’la Fummel raus“,

tönte Rhithik erleichtert per Holo – er winkte der Pilotin freundlich zu, nachdem er sich aus seiner Naboo-Kleidung geschält hatte und etwas theatralisch über den Brustpanzer wischte.


„So eine beskar’gam macht doch gleich einen ganz anderen Eindruck, cyar’ika. NämlichKando...warte, es kommt ..sii’la


Das selbsternannte Geschenk der Galaxis an die Weiblichkeit lehnte sich entspannt im Pilotensessel der Simurgh zurück. Neugierig kam Vevut ins Blickfeld der Holokamera und legte seinen klobigen Kopf auf Rhithiks Schoß und verfolgte gebannt sabbernd, was auf der Gegenseite geschah, wo er sein Frauchen erkannte.

= Weltraum (Outer Rim) – Raum um Garos IV – an Bord der Oncoming Storm = ][ Sahanna, Noola, Coss und Veera,][ mit Yori und AVP-C4, Rhithik und Vevut (per Holo zugeschaltet)
 
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- Outer Rim - Irgendwo im Weltraum - An Bord der "Broken Arrow" - Brücke der "Broken Arrow" -
Personen: Byron, Hazer, Artai, mehrere Milizsoldaten​

Byron stand inmitten der Brücke und schaute durch ein Fenster auf den schier endlosen Raum hinaus. "Byron." sprach Artai plötzlich. Er stand in einer der beiden Buchten und wies hier und da einige Offiziere zurecht. Byron antwortete nicht, "Ähm, Byron? Halloho!" sagte der Talortai zu Byron. Byron zuckte zusammen und antwortete: "Tut mir Leid Artai ich bin wohl eingenickt." Artai zog die Schultern hoch und antwortete: "Im Stehen?" Dieses mal antwortete er nicht sondern ging zu Hazer, welcher in der Tür stand und die Arme verschränkt hielt. Hazer sprach zu Byron: "Master?" sagte Hazer und hielt Byron an der Schulter fest. "Sie sollten sich erst einmal ausschlafen. sie haben 3 nein 4 Tage nicht geschlafen." Artai stimmte zu. "Ich weiß nicht was mit mir los ist, und auch nicht was mich am schlafen hindert." sagte Byron und senkte langsam den Kopf. Hazer schüttelte den Kopf. "Master schlafen sie sich aus." Byron stimmte zu und lief langsam in Richtung Aufzug. Byron stieg ein und fuhr in die Ebene in der sein Quartier lag. langsam legte er seine Rüstung ab und legte sich auf sein Bett. es dauerte keine 5 Sekunden bis man ein lautes Schnarchen aus Byrons Quartier hörte.
Doch keine 10 Minuten später stand er wieder im Aufzug und lief verschlafen in Richtung Brückenfenster. "Oh Master." sprach Hazer und hielt sich die Hand vor die Photozeptoren.
- Outer Rim - Irgendwo im Weltraum - An Bord der "Broken Arrow" - Brücke der "Broken Arrow" -
Personen: Byron, Hazer, mehrere Milizsoldaten​
 
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[Outer Rim-Asteroiden Feld vor Polis Massa-Raumkampf]
Rejan Delzo, Führer einer Droidenarmee, vertrieben von der Planetenoberfläche flüchtet mit seinem Handelsförderationkreuzer und seiner Armee in Raum über dem Asteroiden. Ihre Triebwerke wurden von Imperialen zerstört, sodass sie nicht in den Hyperraum springen können. Rejan führt seine Truppen persöhnlich, und beginnt damit den Hangar zu infiltrieren. Nach einer erfolgreichen Landung zerstören er und seine Droiden-Piloten den ganzen Sternenzerstörer von innen. Nach Reperatur der Triebwerke fliegen sie sofort zum Geonosis-System, Rejan's Heimatplaneten und planen dort eine Verschwörung gegen alle Großmächte
 
[Outer Rim - Frachter "Jessi" - Jace Adeen]
Motorschaden. Ein Wort, das einem den ganzan Tag versauen konnte. "********!", fluchte Jace und ließ sich in den Pilotensitz fallen. Es wäre ja auch zu einfache gewesen nur die Fracht zu überbringen. Wieder verfluchte er sich für seine Einfalt, den Frachter vor dem Abflug nicht genauer kontrolliert zu haben. Von außen hatte das Schiff einen recht soliden Eindruck gemacht, aber wie er jetzt feststellenmusste, waren die Triebwerke nicht mehr als ein Haufen zusammengeschraubter, verrosteter Ersatzteile.
Wütend schaltete Jace die Kommunikationseinheit des Bordcomputers ein und sandte einen Notruf. Er hatte absolut keine Lust tagelang mit seiner Fracht durch die Weiten des Alls zu treiben, bis ihn zufällig jemand fand.
[Outer Rim - Frachter "Jessi" - Jace Adeen]
 
[Hyperraum | zwischen Tatooine und Lannik | GR-75-Transporter ›Mumba's Palace‹ | Brücke] Mumba, Tyranis und Irraréf mit Sklavencrew (NPCs)

Von seinem Lager aus kostbaren Kissen aus beobachtete Mumba gelangweilt das blaue Wabern des Hyperraums. Er fühlte sich seit einiger Zeit ziemlich lustlos. Der Kampf seiner neuen Leibwächter gegen seine Gladiatoren hatte ein wenig Kurzweil geboten, aber danach war der öde Alltag sofort auf das Schiff zurückgekehrt. Wenn dieser Deal abgeschlossen war, das versprach der Hutt sich, würde er neue Unterhaltungselektronik installieren lassen, die für etwas mehr Abwechslung sorgte. Oder vielleicht eine Band engagieren.

Das Raumschiff wurde wie immer von mehreren Astromech-Droiden gesteuert, die an verschiedene Computerzugänge angestöpselt waren und ihre Aufgaben weitgehend selbständig erledigten. Seinen Sklaven vertraute Mumba der Huttnicht genug, um ihnen das Steuer zu übergeben. Sie dienten lediglich dazu, den Flug zu überwachen und ihn über außergewöhnliche Vorkommnisse zu informieren. Und natürlich reichten sie ihm ununterbrochen Häppchen und Drinks; von letzteren hatte er heute schon eine beträchtliche Anzahl, so dass sich langsam eine leicht berauschende Wirkung entfaltete, die ihn aber eher träge machte als ihn anzuregen.

Einer der Sklaven erhob sich von seinem Platz und wandte sich um. Sofort reagierte der IG-86-Droide, der als Aufpasser und Sklaventreiber fungierte, und richtete seinen Blaster auf den Menschen. Seit dem Anschlag auf Tatooine waren alle an Bord etwas nervöser als sonst. Um sicher zu gehen, hob der Sklave seine waffenlosen Hände, bevor er sich vor seinem Meister auf den Boden warf.

»Master Mumba, wie befohlen will ich Euch informieren, dass wir nur noch vier Flugstunden von Lannik entfernt sind«, sagte er.

»Wir verlassen den Hyperraum«, befahl der Hutt in seiner Muttersprache.

Augenblicklich piepste ein halbes Dutzend Droiden geschäftig vor sich hin und das blaue Wabern wich dem schwarzen, mit glitzernden Sternen übersäten All.


»Wir empfangen das Signal der Drohne. Euer Geschäftspartner hat Keldooine erreicht. Es handelt sich um ein einziges Schiff der republikanischen Kriegsflotte.«

»Übermittelt eine Holonachricht«, ordnete Mumba an und räusperte sich. Dann sprach er, in fließendem und fast akzentfreiem Basic:

»Republikanisches Schiff, ich bin Mumba, Vertreter des Crath-Syndikats und Ihr Verhandlungspartner. Der Handel findet nicht im Keldooine-System statt. Aus Sicherheitsgründen habe ich ein anderes System für unser Treffen gewählt. Es dürfte auch in Ihrem Interesse sein, dass der Treffpunkt so lange wie möglich geheim geblieben ist, um Interventionen eventueller Drittparteien zu verhindern. Wir erwarten Sie im Lannik-System. Wenn Sie nicht in angemessener Zeit und ohne unangekündigte Eskorte dort erscheinen, platzt der Handel. ›Mumba's Palace‹, Ende.«

Ihre Arbeit mit Pfeifen und Quietschen begleitend, übertrugen die Astromechs diese kurze Aufzeichnung zur Hyperraum-Sendeanlage der ›Mumba's Palace‹. Von dort aus wurde das Signal ins Keldooine-System gestrahlt, zu der syndhaft teuren Droidensonde, die dort - von herkömmlichen und militärischen Sensoren fast nicht auffindbar - schwebte und das republikanische Schiff beobachtete. Diese Sonde nun leitete die Meldung weiter an den Kreuzer. Auf diese Weise war sein Ausgangspunkt nur schwer zurückzuverfolgen. Ja, Mumba hatte alle nur erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Wenn nun auch auf Lannik alles glatt ging, konnte er den Handel ohne Zwischenfälle über die Bühne bringen, eine stattliche Provision einstreichen und zudem endlich seine Schulden beim Crath-Syndikat abzahlen. Dann wäre er endlich wieder in der Lage, auf eigene Faust und Rechnung zu arbeiten, wie er es früher getan hatte. Mumbas Laune hob sich beträchtlich! Er orderte mehr Alkohol.

[Hyperraum | zwischen Tatooine und Lannik | GR-75-Transporter ›Mumba's Palace‹ | Brücke] Mumba, Tyranis und Irraréf mit Sklavencrew (NPCs)
 
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[Tatooine - Mos-Eisley - Raumhafen - Frachter ›Mumbas Palace‹ - Brücke - Troy und Nunn (NPCs) mit Tyranis und Irraréf Naf]

Mit einem rucken machte sich das Schiff bemerkbar, dass es nun abhob. Die dinge, die Mumba auf diesem Planeten zu tun hatte, waren wohl vollendet und somit konnte die Mission für Tyranis und ihrem jungen Schüler Irraréf beginnen. Es dauerte nicht lange und schon waren sie im Orbit angelangt. Mumba gab dem Befehl Kurs auf Lannik zu nehmen. Diesen Planeten hatte Tyranis noch nie davor gehört. Sie war gespannt was sie dort erwarteten. Nicht lange im Orbit angekommen kam eine Fehlermeldung. Der Bordcomputer piepste laut und rote lichter leuchteten überall auf. Sie wandte sich zu Mumba und sprach.

Mit eurer Erlaubnis würde ich gern diesen Fehler beheben. Ich weiß jetzt schon was die Ursache ist und ihre Techniker werden diesen Fehler niemals herausfinden. Dafür brauche ich aber mein Begleiter.

Mumba zögerte erst wank sie dann aber ab. Mit einer kleinen Kopfbewegung weiß sie ihrem Schüler an ihr zu folgen. Als sie ein etwas abstand von Mumba hatten flüsterte sie ihrem Schüler zu.

Kennst du dich gut mit Technik aus? Ich nämlich nicht.

Sie musste sich über diese Ironie das lächeln verkneifen. Irraréf hingegen schaute sie stutzig an. Doch es hatte einen Sinn, warum sie dies tat. Sie wollte auf diesem Schiff noch etwas aufräumen bevor sie ihr Ziel erreichten. Sie konnte nicht tatenlos auf einem Piratenschiff sein, wenn sie selbst eine Piratenjägerin war. Zum glück tummelten sich viele herum und versuchten den Fehler zu beheben.

Wir werden jetzt hier etwas aufräumen. Wir verteilen uns. Jeder nimmt sich ein Raum vor und bringt ein paar von diesen Sprengsätzen an. Setzt sie aber so, dass das Schiff keine folgenden Schäden ab bekommt. Wir wollen hier ja noch lebend raus kommen und die Sprengkraft ist auch nicht so wild. Zeigen wir diesem Wurm doch einmal, dass er selbst in seinem Palast nicht sicher ist. Wir treffen uns in zehn Minuten wieder hier.

Tyranis zwinkerte ihm zu und drückte ihm fünf der besagten Sprengsätze in die Hände. Diese verschwanden sofort unter der Kleidung des halben Cyborts. Zum Glück hatte sie sich genügend gekauft gehabt. Tyranis überlegte, wo sie diese am sinnvollsten anbringen konnte. Sie ging umher und entdeckte ein paar Schlafräume, in diesen brachte sie jeweils eine unter einem Bett an. Zwei hatte sie noch übrig und ging somit in die Bar, die in dem Schiff war. Unter zwei Tischen setzte sie diese. Es war leicht, da sie nicht auffallen würde bei diesem Getümmel. Es dauerte nicht lange und schon war es vollbracht. Sie musste nur einen Knopf drücken und die Sprengsätze würden in die Luft gehen. Sie ging zum Treffpunkt und ihr Schüler wartete schon auf sie. Er war recht Pünktlich.

So jetzt ab zurück.

Sie hatte den Satz kaum beendet und schon piepste ihr Com-Link. Sie holte es heraus und schaute drauf. Sie hatte Geburtstag. Stutzig blieb sie stehen.

Wieder ein Jahr ins Land gegangen.

Sprach sie. Irraréf war kurz verwirrt und schaute zu seiner Meisterin die auf das Com-Link starrte. Sie konnte es nicht fassen, dass in solch einer gefühlten kurzen Zeit wieder ein Jahr auf Alzog III vergangen war. Sie hatte sich das Com-Link extra so eingestellt, dass sie immer erinnert wurde, wenn sie auf ihrem Heimatplaneten älter wurde. Langsam ging sie weiter und sprach zu ihrem Schüler.

Erzähl mir, wie ihr Geburtstag feiert. Gibt es so was überhaupt bei euch?

[Weltraum (Outer Rim) - Frachter ›Mumbas Palace‹ - auf dem Weg zur Brücke – Irraréf, Tyranis]
 
Weltraum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Josey Guavera und Dojan

Der Weltraum..unendliche Weiten...und mitten drinn pfluegte gemaechlich der alter Frachter durch den Normalraum und entfernte sich stetig von Tatooin. Die junge Frau in der Pilotenkanzel studierte nocheinmal die Anzeigen des Navigationscomputers und ueberpruefte dich Berechnungen in den Hyperaum . Josey war auf dem Weg nach Nar Shaada um dort zu versuchen, neue Auftrage und Geschaeftspartner zu finden. Guavera hatte nicht viel uebrig fuer die Hutts aber sie bezahlten gut und nach dem fehlgeschlagenen Versuch auf Tatooin neue Auftraega an Land zu ziehen - Dank dem unerwarteten Auftauchen von Conner Green – diesem eingebildeten moechtegern Schmuggler und Pirat – zog die junge Frau die Hutts vor. Nur musste sie schnell einen gut bezahlten Auftrag ergatten, bevor die „Ghost“ noch auseinander viel. Der betagte Frachte brauchte dringend groessere Reparaturen und Ueberpruefungen der Modifikationen. Die kleineren Reparaturen konnten Guavera mit ihrem Co-Piloten Dojan, eine R2-Einheit, selbst durchgefuhert.

Die junge Frau hatte immer noch Wut im Bauch, als sie wieder an Clerk- dem sogenannten Freund – denken musste. Der Rodianer wusste, wie Josey zu Green stand. Guavera hasste ihn. Sie konnte Conner nicht verzeihen, das er sie fasst um ihr Schiff und um ihr Leben gebracht hatte, als die junge Frau mit ihm einen Auftag uebernommen hatte und der gehoerlich schief lief. Wie sie spaeter herausstellte, was es Greens Schuld. Und Clerk hatte wirklich versucht, Josey und Conner wieder als Partner zusammen zu fuehren. Was hatte er sich eigentlich dabei gedacht.

Dojan pfiff etwas und die junge Frau wurde aus ihren Gedanken gerissen. Sie las die Uebersteztung auf den kleinen Monitor vor ihr. Die „Ghost“ verloren irgendwo Antriebsenergie.
„Leite die Energie vom Hilfstriebwerk auf den Hauptantrieb um.“ Josey seufzte. Der Frachte brauchte wirklich eine Generalueberholung. Die R2-Einheit trillerte bestaetigend und fuerht den Befehl aus. Beide warteten nun auf die Bestaetigung des Navigationscomputer fuer den Sprung in den Hyperaum.

Weltarum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Josey Guavera und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)
 
Weltarum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Aves Quatier- Avery Johnson - Auf dem Weg nach Nar Shadaa

Mit einem Kater wachte Avery auf. Nachdem gestern die Verhandlungen für einen neuen Auftrag so grandios gescheitert waren hatte er sich eine Flasche Rum gegönnt. Dies rächte sich nun. Mit pochendem Schädel ging Ave zu seinem Schrank und krammte in einer Tasche auf dem Boden des Selbigem. Nach weinigen Minuten des Suchens fand er das Objekt seiner Begierde. Eine Tablette von Kashykk, die nicht nur aus natürlichen Zutaten hergestellt wurde sondern auch den schlimmsten Kater vertrieb. Als er die Tablette schluckte fiehl sein Blick auf den Waffengurrt der über die Stuhllehne hing und die beiden Waffen in den Schnellziehholstern.
'Ja, ihr beide, Jo und ich uns hält niemand auf', dachte er.

Mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck zog er sich an. Erst das Oberhemd, dann die Hose und die Lederstiefel. Zum Schluß seinen Mantel den er immer an hatte, was man diesem auch ansehen konnte. Zum Schluß nahm er den Gürtel mit den Waffen und legte ihn sich um die Hüfte. Alles in allem waren seine Klammotten ziehmlich abgegriffen und das Leder war schon an manchen Stellen rissig, aber er wollte und konnte sich von seiner braunen Lederkombi nicht trennen. Als er dann sein Quatier verließ griff er nach dem breitkrempigen Hut, der an einer hervorstehendenstehenden Schraube hing, und setzte ihn auf.

Als er Richtung Cockpit ging kratzte er sich an der Wange und musste unvermittelt denken das er sich mal wieder hätte rasieren können. Das Schiff schlingerte schon fast durch den Weltraum und überall in den Gängen und den dieversen Räumen gab es Leckkagen und notdürftig geflickte Stellen an der Hülle. Ohne Jos geschickte Hände wäre dieser Frachter schon längst auseinander gebrochen.

Nach einer letzten Biegung erreichte er endlich das Cockpit in dem sich Jo und 'Doja' aufhielten. Jo saß auf dem Pilotensitz und zog gerade den Hebel für den Hyperraumantrieb zu sich und löste somit den Sprung aus. Andere hätte der plötzliche Ruck, der durch den Rumpf lief, umgeworfen, aber nicht Ave. Dazu war er schon zu lange Schmuggler als das ihn diese Kleinigkeit aufhalten konnte. Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen ließ er sich in den Sitz des Copiloten fallen und begrüßte Jo.


"Guten Morgen Jo. Wie war die Nacht? Möchtest du etwas zu den Verhandlungen von Gestern sagen?"

Mit einem weiteren Lächeln sah er Jo von der Seite an. Wieder mal ertappte sich Ave dabei wie er für einige Sekunden seinen Blick zu lange auf gewisse Körperteile ruhen ließ, bevor er ihr in ihre bernsteinfarbenen Augen sah. Sie war attraktiv, sehr sogar. Aber das war nicht das einzige was er an ihr faszinierend fand. Sie besaß die selbe Sturrheit wie er, ob das mit ihrem gemeinsamen "Lehrmeister" zusammenhing sei dahin gestellt, und vorallem konnte sie mit einem Hydrospaner umgehen. Ave wusste zwar auch wie aber er war eher schlecht als recht auf diesem Gebiet unterwegs. Genauso was das Thema:Verhandeln anging. Er konnte dafür besser mit dem Blaster umgehen und er war auch der Meinung das er der bessere Pilot sei. Außerdem nahm sie kein Blatt vor den Mund und das war etwas was er an ihr noch mehr schätzte als ihre körperlichen Eigenschaften.
Empörd dadrüber das Ave nur Jo begrüßt hatte trillerte Dojan lautstark.


"Ja auch dir einen guten Morgen Blechdose"

Er konnte Droiden nicht ausstehen, er wusste nicht warum und selbstverständlich waren sie praktisch. Aber er mocte sie trotzdem nicht.
Als er dann so an sich runter sah und anschließend Jo taxierte fiehl ihm auf das ihr Lederoutfit viel gepflegter aussah als seines. Es glänzte sogar noch ein wenig.
'Ich werde wohl doch nochmal ein Neues kaufen müssen oder zumindestens mal meines aufbessern lassen.'


Weltarum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Avery Johnson, Josey Guavera und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)
 
Weltraum –Hyperaum - Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Josey Guavera, Avery Johnson und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)

Josey schielte verstohlen zu Ave hinueber und musste festtellen, das er verkatert und verschlafen noch atraktiver wirkte als sonst. Ave war nur ein alter Freund, den besten, den man sich Vorstellen konnte.Er war wie ein grosser Bruder zu ihr. Doch immer haefiger mischten sich noch andere Gefuehle ein und die junge Frau fuehlte sich zu ihm hingezogen. Guavera wichte sich eine vorwitzige Haarstrahen aus dem Gesicht und somit auch diese Gedanken aus ihren Kopf. Seufzend lehnte sich sich in ihrem Sitz zurueck und blickte Ave direkt in die braune Augen.

„Verhandlungen ist eigentlich nicht das richtige Wot. Eher Verrat eines sogenannten „Freundes“.
Wut kochte wieder ihn ihr auf. Josey erhob sich aus dem Pilotensitz und ging zu dem Navigationscomputer, der sich hinter dem Sitz des Co-Piloten befand, um sicherzugehen, das auch der Hyperaumantrieb und das Navigationscomputer richtig funktionierten. Sie lachte auf doch es war kein froehliches Lachen und drehte sich wieder zu Ave um.


„Unser kleiner rhodianischer Freund wollte uns Conner Green, diesen...diesen...Moechtegernschmuggler, als Geschaeftspartner vorschlagen. Kannst Du Dir das vorstellen? Um die Krone des ganzen auzfzusetzten, hat dieser..dieser..wiederwaertige Wookietreiber so getan, als waere alles nur ein kleiner Unfall gewesen. Ja, schoener Unfall, indem man einem das Schiff unter dem Hintern wegblaest und Crewmitglieder, die mir etwas be....“


Josey stockte, leichte roete zeigte sich auf ihren Wangen und sie drehte sich schnell wieder zum Navi um.

„Ich war dumm genug, mich einmal auf Conner als Geschaeftspartner einzulassen. Den Fehler werde ich nicht noch einmal machen. Ich mag zwar die Hutten nicht, aber die Bezahlung ist nicht schlecht. Und die schiesen einem nicht das Schiff unter dem Hintern weg oder wollen die Crew aussloeschen. Eins schwoere ich Dir, beim naechsten mal blase ich ihm den Kopf weg.“

Guavera hatte sich mit einer Hand auf die kleine Konsole des Navi’s gestuetzt. Sie konnte sich kaum noch beruhigen. Ploetzlich ging ein knirschen und bersten durch den Frachter und ein gewaltiger Ruck befoerderte die „Ghost“ zurueck in den Subraum und Josey von den Beinen. Dojan kreischte auf. Verzweifelt versuchte sie sich irgendwo festzuhalten und ladete in Ave’s Armen. Erschrocken und verlegen blickte sie ihn an und kaempfte verzweifelt darum, wieder auf die Beinde zu kommen.

Dojan....Stabilisatoren...Hilfsduesen...jetzt. Und..schalte den Antrieb aus....sofort.“

Endlich gelang es ihr, sich aus Johnsons Umraumg zu loesen und blickte rasch auf die Anzeigen. Der Anrtieb hatte sich ueberhitzt, da sie eine Kuehlungskomponente verloren hatten, wie ihnen die Ubersetzung von Dojans peiffen und traellern mitgeteilt hatte.

„Verdammter Mist. Ich muss in den Maschinenraum. “


Immer noch mit der Gravitation kamepfend, kletterte sie aus der Pilotenkanzel. Wie ein Bedrunkener wankte sie zu der Verbindungsrohere, die zum Unterdeck, wo sich die Frachtraume und der Machinenraum befand, fuehrte. Die „Ghost“ schlingerte nicht mehr. Der Schmuggler und Dojan mussten also die Kontrollen wieder ueber den Frachter erlangt haben.
Schnell schluepfte Josey in einen alten, oelverschmierten Mechanikeroveral, der ihr 3 Nummern zu gross war. Band sich die Haare zu einem Knoten zusammen und oeffnete die Tuer zum Maschinenraum. Rauch und Kuehlflussikeitsdampf schlug ihr entgegen und raupte der jungen Frau im ersten Moment den Atem. Guavera kaempfte sich durch das Gewuehl von Rohren, Schlaeuchen und Schaltkaesten, bis sie die defekte Kuehlkomponente erreicht hatte. Sie isolierte die Komponente und loeste dann die Kuehlschlaeuche und die restliche Kuehlfluessigkeit ergoss sich ueber die junge Frau. Mit klammen Fingern gelang es Josey schliesslich, die Schlaeuche an die andere Kuehlkomponente anzuschliessen. Das wurde halten, bis sie Nar Shaddaa erreichten. So hoffte die junge Frau.

Sie konnten zwar in den Hyperaum springen, konnten aber nicht die normale Geschwindikeit des Hyperantirebs nutzen. Es wuerde eher ein „Zuckeln“ nach Nar Shaddaa werden.
Als Josey den Maschinenraum wieder verliess und in Richtung Pilotenkanzel ging, hatte sich ihre Laune nicht gerade gebesstet, ganz im Gegenteil: Sie war nass, ihr war kalt, Gesicht und Hanede waren oelverschmiert und ihre Haare hingen ihr wirr im Gesicht.

„Wir koennen zwar in den Hyperaum springen aber wir werden eher nach Nar Shadda „zuckeln“".

Teilte sie Ave mit und liess sich in den Sitz fallen, der sich hinter dem Pilotensitz befand und veruschte mit einem Lappen die Haende vom Hydraulikoel zu befreien.

Weltraum –Hyperaum - Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Josey Guavera, Avery Johnson und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)
 
Weltarum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Avery Johnson, Josey Guavera und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)


Er lächelte, denn er liebte es wenn sie sich die Haare aus dem Gesicht strich. Unmittelbar danach verschwand jedoch sein Lächeln. 'Conner' am liebsten hätte Ave diesen Sohn eines kowakianischen Eideschsenaffen umgelegt. Nicht nur das er versucht hatte Jo und ihn abzuknallen, Nein er hatte sich an Jo rangeschmissen wie ein Sumpfkäfer an eine Immerlilie. Sie hatte ihn abgewiesen, aber er machte sich tatsächlich noch Hoffnungen auf sie.

"Wenn ich diesen Slimo je wieder seh leg ich ihn um."

Ave fiehl auf das Jo kurz errötete und den Satz nicht ganz zu Ende sprach. Also war auf ihrer Seite auch mehr. Schnell blickte sie wieder zum Navcomputer damit er es nicht sah und sprach weiter. In Gedanken versunken hörte er nur noch die Hälfte von dem was sie sagte. Als plötzlich ein lautes Grummeln durch den Rumpf lief, fing die 'Ghost' an zu Bocken und fiel schlußendlich aus den Hyperraum und Jo in seine Arme. Für einen Augenblick traffen sich ihre Blicke und Ave meinte das selbe was er dachte in ihren Augen zu lesen. Aber schon machte sich Jo auf zum Maschinenraum irgendwas zu machen. Und Dojan pfiff eine kakophonie von verschiedenen Warntönen. Mit schwung setzte sich Ave auf den Piloten sitz und began die Maschinen zu drosseln um sie zu kühlen.

"Jetzt halts Maul du rostiger Nietenbolzen ich weis selber wie man die Kühlaggregate umschaltet und den Antrieb drosselt."

Bemüht die 'Ghost' ruhig zuhalten und Jo so das Reparieren zu erleichtern flitzen seine Finger über das Amaturenbrett um die Stabilisatoren neu zu konfigurieren. Nach einigen Minuten schaltete die Statuslampe für die Kühlung wieder auf Grün. Schnell noch eine Berechnung machend, das sie auch auf keinen Fall in einen Stern krachten, gab Ave die Koordinaten erneut ein und zog den Hebel zu sich. Die Geschwindigkeit die der Navcom hinter ihm anzeigte war, erschreckend langsam. Hinter ihm kam wieder Josey ins Cockpit und sie sah sehr schmutzig aus. Was aber ihrer Attraktivität keinen Abbruch tat, der durchnässte Mechanikeroverall klebte geradzu an ihrem Körper und betonte so ihre weiblichen Formen.
In Averys Augen sah sie bezaubernd aus, selbst wenn sie bis zur Hüfte in Altöl stehen würde könnte er den blick nicht von ihr lassen.


"Dann haben wir jetzt ja einiges an Zeit bis nach Nar Shadaa."

Mit einem aufmunterndem Lächeln legte er ihr seinen Mantel um die Schultern, ihr war offensichtlich kalt was man nicht nur an der Gänsehaut sah. Sie hätte sich auch neue Klamotten holen können, aber der Mantel war schon warm und besser dafür geeignet Wärme zuspenden al die eng anliegende Leder-Kombi die sie für gewöhnlich trug.

"Du solltest vielleicht duschen, Kühlmittel ist hoch giftig. Wenn du willst kann ich dir dabei helfen."

'Oh, verdammt Ave was hast du da jetzt gemacht?', in Gedanken verfluchte er sich dafür das seine Zunge schneller war als sein Gehirn. Aber was gesagt war konnte ma nnicht rückgängig machen. Also sah er in ihre Augen und wartete auf eine Reaktion.


Weltarum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Avery Johnson, Josey Guavera und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)
 
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Weltraum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ – Josey Guavera – Avery Johnson und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)

Josey zog den Mantel ein wenig enger um ihren, vor kaelte, zitternden Koeper und sah auf ihre Haende, die sie immer noch mit dem Lappen traktierte, um Ave’s intensivem Blick auszuweichen. Als sie wieder aufsah, schien sein Gesicht direkt vor ihrem zu schweben und alles um sie herum schien sich in Nichts aufgeloest zu haben. Die junge Frau hob langsam eine Hand und wollte zaertlich seine Wange beruehren, doch sie hielt in der Bewegung inne. Sie fuhr sich mit der Zunge unbewusst ueber die Lippen und Irgendwie formten ihre Lippen die Worte:

„Dusche...gute Idee.“
‚Am besten kalt....sehr kalt‘

Josey versuchte sich Ave’s Naehe zu enziehen, indem sie seinen Mantel abstreifte und ihn zwischen sich und Johnson, wie ein Schutzschild hielt. Langsam erhob sich die junge Frau von ihrem Sitz und gab dem Mantel zurueck.

„Danke.“, murmelte Guavera, drehte sich um und verliess die Pilotenkanzel und ging in ihr Quatier.
Dort angekommen, liess sie ersteinmal das Revue passieren, was da gerade zwischen Ave und sie vorgefallen war. Sie konnte s in seinen Augen lesen, das selbe was sie dachte. Wie ein Roboter und mit klammen Fingern loeste sie die Knoepfe des Overals und streifte dann den Rest ihrer Kleidung ab. Und loeste den Haarknoten auf. Vor kaelte schlotternd stieg Josey in die Nasszelle und duschte, nicht kalt sondern warm. Ihr Gliedmassen fuelten sich wie Eiskloetze an, die langsam auftauten und so langsam ordneten sich auch ihre Gedanken aber dieses neue Gefuehl in ihrem inneren nahm zu.

Als Josey mit der Dusche fertig war, zog sie saubere Sachen an: eine Ersatz-Lederkombi, kaemmte sich ihr Haar und schnappte sich beim rausgehen das Datapad mit den Frachtguetern. Ihren Waffengurt liess sie diesesmal im Quatier. Josey wollte in der Messe die Daten durchgehen, in der Hoffnung, dort einige Gueter zu finden, die sie in Nar Shaddaa auf dem Schwarzmarkt verkaufen konnten. Doch sie war so in Gedanken versunken, das sie gar nicht merkte, welchen Weg sie eingeschlagen hatte. Erst kurz vor der Pilotenkanzel wurde es ihr bewusst.

Josey wusste, das sie mit Ave reden musste aber sie wollte sich erst ihrer Gefuehle was ihn betrifft sicher sein. Doch anstatt in die Kanzel hineinzugehen, dreht sie sich um´und ging zur Messe, holte sich etwas zu trinken und lehnte mit der Huefte an der Pantry, mit dem Ruecken zum Gang. Josey veruschte sich auf das Datapad vor ihr zu konzentrieren. Dabei streiften ihre Gedanken immer wieder zu einem gewissen Schmuggler, der nicht unweit sich aufhielt.

Weltraum – Outer Rim – Frachter „Ghost“ –Josey Guavera, Avery Johnson und Dojan (auf dem Weg nach Nar Shaddaa)
 
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