[FILM] Kill Bill 1+2

Quentin Tarantino macht Kill Bill 3

Quentin Tarantino kündigte an, dass er beabsichtigt "Kill Bill 3" in den nächsten Jahren zu realisieren. Dies erzählte er in der "Parla con me", einer italienischen Talkshow.
Er sagte auch, dass er eine Pause von 10 Jahren zwischen dem zweiten und dem dritten Teil einhalten möchte. Somit könnte "Kill Bill 3" ca. 2014 in die Kinos kommen. Der Zeitrahmen von 10 Jahren soll wohl eine Art Pause im Leben der Braut sein, nach allem, was sie durchgemacht hat. Worum es aber in dem Film gehen wird, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise dreht sich die Story aber um Vernita Greens (Vivica A. Fox) Tochter, die nun älter geworden ist und an Beatrix Rache nehmen will.

Quentin Tarantino macht Kill Bill 3
 
Quentin Tarantino macht Kill Bill 3

Quentin Tarantino kündigte an, dass er beabsichtigt "Kill Bill 3" in den nächsten Jahren zu realisieren. Dies erzählte er in der "Parla con me", einer italienischen Talkshow.
Er sagte auch, dass er eine Pause von 10 Jahren zwischen dem zweiten und dem dritten Teil einhalten möchte. Somit könnte "Kill Bill 3" ca. 2014 in die Kinos kommen. Der Zeitrahmen von 10 Jahren soll wohl eine Art Pause im Leben der Braut sein, nach allem, was sie durchgemacht hat. Worum es aber in dem Film gehen wird, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise dreht sich die Story aber um Vernita Greens (Vivica A. Fox) Tochter, die nun älter geworden ist und an Beatrix Rache nehmen will.

Quentin Tarantino macht Kill Bill 3
Ganz schwache Entscheidung - hatte bis zuletzt gehofft, dass es ein Running Gag bleiben würde.
Das Konzept der sich rächenden Tochter ist zwar auch in Shurayuki-hime und damit in Tarantinos Hauptinspiration für Kill Bill enthalten, wird aber kaum genug storytechnisches Potenzial für einen ganzen Film bieten.
Im Grunde ist die Geschichte, wie der Name schon sagt, mit dem Tod von Bill überhaupt nicht mehr fortsetzbar.
Naja, bei Tarantinos derzeitigem Schaffen drängt sich schon länger der Gedanke auf, dass seine ersten 4 Filme mit all ihren gelungenen Anspielungen auf die Stile größerer Filmemacher nicht viel mehr als Glückstreffer waren.
 
Da müsste Quentin Tarantino wohl erst mal Kill Bill 2 drehen. :braue

Sollte er tatsächlich eine Fortsetzung machen wollen, dann wird er garantiert nicht "Kill Bill" drüber schreiben. ;)
 
Oh nein noch einer von diesen Sinnlos-Filmen... -.- Warum konzentriert sich Tarantino nicht eher auf die Produktion solcher Klassiker wie "Pulp Fiction" oder "Inglourious Basterds"?
 
Oh nein noch einer von diesen Sinnlos-Filmen... -.- Warum konzentriert sich Tarantino nicht eher auf die Produktion solcher Klassiker wie "Pulp Fiction" oder "Inglourious Basterds"?
Hmm, Pulp Fiction ist sicherlich über jede Kritik erhaben, aber ich wüsste nicht, was Inglourious Basterds zu einem Klassiker machen würde.
Man sollte ihn aufgrund von Tarantinos gewohnt unkonventioneller Inszenierung durchaus einmal gesehen haben, aber es ist echt kein Film, der so gut ist, dass er langfristig Beachtung finden wird.
Das explodierende Kino mit den Plastik-Hakenkreuz-Requisiten und die Tatsache, dass man alle Wehrmachtangehörigen pauschal in die Nazi-Schublade steckte, waren wohl einfach zu plump dafür.
Kill Bill kann da als zugegebenermaßen holprige und dennoch virtuose Reise durch die Filmwelt abseits des Mainstreams-Kinos wesentlich mehr Anspruch verbuchen.

Von vielen Programm-Zeitschriften (wie z.B. Tv Today) und Kino-News wurde dieser Film schlecht bewertet. Meiner Meinung nach völlig zurecht!!
Das ist so nicht korrekt.
TV Today vergab für Kill Bill, Vol. 1 2 von 3 Punkten mit dem Fazit "Experiment gescheitert, aber auf höchstem Niveau", was meines Erachtens die fairste und nachvollziehbarste Bewertung ist, die der Film überhaupt erhalten konnte.
 
...von den Warmduschern der TV Today!

Um mal den Satz sinnvoll zu beenden.
Naja, ich denke nicht, dass die Zeitschrift die Abstriche aufgrund der stilisierten Gewaltdarstellung gemacht hat.
Und Kill Bill, Vol. 1 ist ja nun, egal ob komplett in bunt oder teilweise in schwarz-weiß, nicht unbedingt ein harter Film.

War im Übrigen kein Statement gegen den Film, da er mein Lieblingsfilm unter Tarantinos Werken ist, auch wenn Pulp Fiction objektiv betrachtet wahrscheinlich der bessere Streifen ist.
 
Man sollte ihn aufgrund von Tarantinos gewohnt unkonventioneller Inszenierung durchaus einmal gesehen haben, aber es ist echt kein Film, der so gut ist, dass er langfristig Beachtung finden wird.

Definitiv nicht! "Inglourious Basterds" ist imho ein Meisterwerk, mit dem Tarantino nach so Müll wie den "Kill Bill"-Filmen oder "Death Proof" wieder zu alter Klasse gefunden hat! Ich war im Kino schlichtweg begeistert, genau wie jeder andere auch, mit dem ich mich anschließend unterhalten habe.

Sicherlich ist es Geschmackssache, aber ich finde diesen Film wirklich großartig und kann Leute nicht verstehen, die das anders sehen (das Ende ist diskutabel, da habe ich Verständnis, wenn es einigen nicht gefallen hat - ich finde es ist eine der wenigen Schwächen des Films). Sowohl vom Schauspiel (wenn man Diane Kruger übersieht und Waltz' Darstellung stattdessen doppelt zählt ^^) als auch von der Inszenierung her. Und es ist ebenfalls gewidmet an verschiedenste Film-Stile wie dem Western oder der Mär. Und das in imho viel charmanterer und intelligenterer Art und Weise als dieser Möchtegern-Rachekult mit Uma Thurman.

TV Today vergab für Kill Bill, Vol. 1 2 von 3 Punkten mit dem Fazit "Experiment gescheitert, aber auf höchstem Niveau", was meines Erachtens die fairste und nachvollziehbarste Bewertung ist, die der Film überhaupt erhalten konnte.

TV Today wechselt imho in letzter Zeit ziemlich häufig das Personal, so oft wie es neue Wertungen gibt. Mittlerweile hat "Kill Bill Vol. 1" sogar 3 von 3 Punkten. Als der Film damals im Kino anlief, vergab TV Today 1 von 3 Punkten ;) - und diesem Ergebnis stimme ich auch nach wie vor zu.
 
Definitiv nicht! "Inglourious Basterds" ist imho ein Meisterwerk, mit dem Tarantino nach so Müll wie den "Kill Bill"-Filmen oder "Death Proof" wieder zu alter Klasse gefunden hat! Ich war im Kino schlichtweg begeistert, genau wie jeder andere auch, mit dem ich mich anschließend unterhalten habe.
Die zu einem eigenständigen Film aufgeblähte Version von Death Proof ist durchaus sinnfrei, aber als Teil von Grindhouse erfüllt dieser mutwillig auf schlecht getrimmte Film sehr wohl seinen Zweck - mal abgesehen davon, dass Tarantinos Stuntleute selbst in diesem Zusammenhang keine einzige Filmminute zur Darbietung ihrer "schauspielerischen Fähigkeiten" verdient hätten.
Ich weiß nicht, ob du die Fake-Trailer wie Hobo with a Shotgun gesehen hast oder nicht, die sind sowieso der beste Teil von Grindhouse.
Vom künstlerischen Aspekt her ist Inglourious Basterds so gesehen erst Tarantinos fünfter Film, weil der eigenständige Death Proof von vornherein nichts anderes als Geldmache war.

Sicherlich ist es Geschmackssache, aber ich finde diesen Film wirklich großartig und kann Leute nicht verstehen, die das anders sehen (das Ende ist diskutabel, da habe ich Verständnis, wenn es einigen nicht gefallen hat - ich finde es ist eine der wenigen Schwächen des Films). Sowohl vom Schauspiel (wenn man Diane Kruger übersieht und Waltz' Darstellung stattdessen doppelt zählt ^^) als auch von der Inszenierung her. Und es ist ebenfalls gewidmet an verschiedenste Film-Stile wie dem Western oder der Mär. Und das in imho viel charmanterer und intelligenterer Art und Weise als dieser Möchtegern-Rachekult mit Uma Thurman.
Wie du bereits sagtest, ist deine Meinung und Geschmackssache.
Ich für meinen Teil konnte nur den Leistungen von Christoph Waltz und August Diehl etwas abgewinnen, war aber mit dem Gesamtpaket total unzufrieden.
Allerdings sei gesagt, dass auch Til Schweiger meines Erachtens nicht einmal eine Teilschuld daran trägt, weil seine Rolle einfach viel zu begrenzt war, um mehr aus der Sache herauszuholen.

TV Today wechselt imho in letzter Zeit ziemlich häufig das Personal, so oft wie es neue Wertungen gibt. Mittlerweile hat "Kill Bill Vol. 1" sogar 3 von 3 Punkten. Als der Film damals im Kino anlief, vergab TV Today 1 von 3 Punkten ;) - und diesem Ergebnis stimme ich auch nach wie vor zu.
Den Personalwechsel und diverse Qualitätseinbußen mag es gegeben haben, aber was du hier ansprichst, hat sehr wahrscheinlich eine andere Ursache.
Filme, die im Free-TV laufen, werden von TV Today nämlich grundsätzlich gnädiger bewertet als aktuelle Kinofilme.
Davon abgesehen hatte Kill Bill, Vol. 1 definitiv 2 von 3 Punkten in der Kino-Wertung und eine Fernsehzeitschrift, die beispielsweise Full Metal Jacket in der TV-Wertung 2 von 3 Punkten gibt, ist vielleicht auch nicht immer die geeignetste Referenz.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mal völlig losgelöst von denn Filmen an sich, finde ich es faszinierend, dass sich hier Leute tatsächlich auf die Bewertung von TV-Zeitschrifts-"Redakteueren" stützen. Ich fand die schon immer total unglaubwürdig, bzw. ähnlich glaubwürdig wie die Bewertungen in den kostenlosen Kinozeitungen.
 
Ich weiß nicht, ob du die Fake-Trailer wie Hobo with a Shotgun gesehen hast oder nicht, die sind sowieso der beste Teil von Grindhouse.
Vom künstlerischen Aspekt her ist Inglourious Basterds so gesehen erst Tarantinos fünfter Film, weil der eigenständige Death Proof von vornherein nichts anderes als Geldmache war.

Ich weiß. Mag ja auch seinen Zweck erfüllen, aber ich finde Tarantinos Beitrag daran wirklich nicht sehr dolle, die angesprochenen Fake-Trailer sind ja von anderen Regisseuren.

Allerdings sei gesagt, dass auch Til Schweiger meines Erachtens nicht einmal eine Teilschuld daran trägt, weil seine Rolle einfach viel zu begrenzt war, um mehr aus der Sache herauszuholen.

Ich fand Schweiger hat sein Ding gut gemacht. Nicht besonders tiefgründig, aber durchaus unterhaltsam.

Davon abgesehen hatte Kill Bill, Vol. 1 definitiv 2 von 3 Punkten in der Kino-Wertung

Da bin ich mir ganz sicher, dass dem nicht so war. Die haben erst nach der Free-TV-Premiere die Wertung ins Positive verbessert. "Kill Bill Vol. 2" hatte dagegen 2 von 3 Punkte bei Kinostart. ;)

und eine Fernsehzeitschrift, die beispielsweise Full Metal Jacket in der TV-Wertung 2 von 3 Punkten gibt, ist vielleicht auch nicht immer die geeignetste Referenz.

Hab den leider nie gesehen, aber grundsätzlich muss man einfach bedenken, dass Kritik immer subjektiv ist und man nie eine Zeitschrift oder einen Kritiker findet, der zu 100% die eigene Meinung wiederspiegelt.
Dass TV Today z.B. "Episode I" 3 Punkte gibt und "Episode III" nur 2 Punkte ist mir auch ein Rätsel. ^^

Mal völlig losgelöst von denn Filmen an sich, finde ich es faszinierend, dass sich hier Leute tatsächlich auf die Bewertung von TV-Zeitschrifts-"Redakteueren" stützen.

Das ist Geschmackssache. Grundsätzlich: Ich mache es nicht von Kritiken abhängig, ob ich mir nun einen Film ansehe oder nicht. Im Gegenteil, ich lese vorher des Öfteren interessiert andere Meinungen, um dann letzendlich zu sehen, ob ich diese Meinung teile oder den Film ganz anders sehe.

Bei TV Today ist es beispielsweise so, dass ich mich zu 75% tatsächlich den Meinungen der Zeitschrift anschließen kann. Ich finde auch, dass gerade diese Zeitung bis auf ein paar Ausnahmen eine gute Redaktion hat, auch auf Kino-Basis. Natürlich nicht vergleichbar mit so ausführlichen Reviews wie von CINEMA.

Ich fand die schon immer total unglaubwürdig, bzw. ähnlich glaubwürdig wie die Bewertungen in den kostenlosen Kinozeitungen.

Da geb ich dir recht, kostenlose Kinozeitungen sind für den Müll!
 
Ich fand Schweiger hat sein Ding gut gemacht. Nicht besonders tiefgründig, aber durchaus unterhaltsam.
Jo, war allgemein schade, zu was er da degradiert wurde, zumal er mit Der Eisbär eigentlich gezeigt hat, dass er den dialoglastigen Tarantinos-Stil umzusetzen vermag.

Da bin ich mir ganz sicher, dass dem nicht so war. Die haben erst nach der Free-TV-Premiere die Wertung ins Positive verbessert. "Kill Bill Vol. 2" hatte dagegen 2 von 3 Punkte bei Kinostart. ;)
Das Problem ist, dass ich die Zeitschrift seit der ersten Ausgabe abonniert habe und mir auch 100%ig sicher bin, dass beide Teile 2 von 3 Punkte bekamen.
Es war nur so, dass Reservoir Dogs bis Jackie Brown zu diesem Zeitpunkt von den Kritikern mehr oder minder als perfekt angesehen wurden und ein Tarantino-Film mit weniger als 3 Punkten automatisch mit einem Fehlschlag gleichgesetzt wurde.
Ich denke, dass du aufgrund der relativ verhaltenen Kritik meinst, dich an 1 von 3 erinnern zu können.
 
Ich denke, dass du aufgrund der relativ verhaltenen Kritik meinst, dich an 1 von 3 erinnern zu können.

Ich würde ehrlich gesagt soweit gehen und mich als TV Today-Freak bezeichnen. ^^ Ich habe die Zeitung auch schon seit einem Jahrzehnt abonniert und bin mir relativ relativ sicher, dass der erste Teil 1/3 Punkten hatte, als er im Kino lief. ;) Ich kann mir komischerweise sowas immer sehr gut merken.

Ich weiß es noch ziemlich genau, weil ich mir den Film nämlich angeschaut habe und mir danach die Kritik durchgelesen habe mit der Wertung und mir gedacht habe: Ja, das trifft's ziemlich eindeutig!
 
Ich würde ehrlich gesagt soweit gehen und mich als TV Today-Freak bezeichnen. ^^ Ich habe die Zeitung auch schon seit einem Jahrzehnt abonniert und bin mir relativ relativ sicher, dass der erste Teil 1/3 Punkten hatte, als er im Kino lief. ;) Ich kann mir komischerweise sowas immer sehr gut merken.

Ich weiß es noch ziemlich genau, weil ich mir den Film nämlich angeschaut habe und mir danach die Kritik durchgelesen habe mit der Wertung und mir gedacht habe: Ja, das trifft's ziemlich eindeutig!
Offenbar waren du und ich leider nicht Freak genug, um uns die betreffende Ausgabe zu archivieren, damit man jetzt dort nachschlagen könnte.
Darüber hinaus hätte ein Film mit 1/3 Punkten wohl von vornherein nicht mein Interesse geweckt und damals war großer Verlass auf die Wertungen der Zeitschrift (ist jetzt nicht mehr so, liegt aber wahrscheinlich mehr an der nach Lord of the Rings spürbar gesunkenen Qualität im Output der Filmindustrie als an den Journalisten - The Dark Knight war wirklich der einzige Mainstream-Film seit Jahren, beim dem so ziemlich alles stimmte).
Ich würde mich daher gern mit dir auf ein Unentschieden einigen^^
 
Auch Q.Tarantino plant (eventuell und gerüchtemässig) den nächsten Kill Bill Film in 3D zu machen.

Tarantino has been a fan of 3D movies for several years and wishes he had acquired the technology prior to the release of Kill Bill: Vol. 1 in 2003, because he would have happily included the popular effects.

Tarantino is set to make a third film in the franchise and he’s hinted he may use the technology for Kill Bill: Vol. 3, which is due for release in 2014.

He tells WENN, “I was thinking of 3D after I saw House of Wax, I’ve always liked 3D. I was thinking 3D after I saw Friday the 13th. I’ve always liked 3D. So if I had the right stories, for instance if I could do Kill Bill all over again I’d be tempted to do it in 3D.”

Tarantino Considering 3d Kill Bill Sequel?
 
Die Verbindung von Bild und Musik in Kill Bill Vol. 1 ist schlicht außergewöhnlich. Als der Film 2003 erschien, habe ich ihn innerhalb von drei Wochen zehnmal gesehen, sein Sog ist kaum zu widerstehen. Schon die seltene Gelegenheit, ihn nach 23 Jahren noch einmal auf der großen Leinwand zu erleben, mit vollem Kinosound, genügt, um mich wieder ins Kino zu ziehen.
 
Für mich war Kill Bill: The Whole Bloody Affair ein außergewöhnliches Kinoerlebnis, und zwar weniger wegen der Seltenheit dieser Fassung als wegen der veränderten Wahrnehmung, die sie erzeugt. Wenn man die beiden Filme am Stück sieht, verschiebt sich der Blick ganz automatisch. Was vorher wie zwei eigenständige Werke wirkte, wird plötzlich als zusammenhängende Erzählung erfahrbar. Man merkt dabei erst, wie bewusst Quentin Tarantino die ursprüngliche Trennung gesetzt hat und wie fein austariert das Verhältnis von Tempo, Tonfall und Dramaturgie eigentlich ist.

Die Änderungen selbst sind interessant, aber nicht alle überzeugen mich gleichermaßen. Gerade die erweiterte Anime-Sequenz fällt für mich etwas ab. Sie ist handwerklich nach wie vor beeindruckend und liefert zusätzliche Details zur Figur, aber sie nimmt dem Film ein Stück seiner erzählerischen Präzision. In der ursprünglichen Version hatte diese Passage eine fast schon aggressive Klarheit. Sie kam schnell zum Punkt und fügte sich perfekt in den Rhythmus ein. Die längere Fassung dagegen wirkt etwas ausgedehnt, fast so, als würde sie sich zu sehr in ihrem eigenen Stil verlieren. Das bremst den Fluss spürbar, auch wenn es auf den ersten Blick nur kleine Unterschiede sind.

Ob die entsprechenden Szenen in Farbe oder Schwarzweiß gezeigt werden, ist für mich keine Frage von richtig oder falsch. Beides funktioniert. Die Schwarzweiß-Version hat etwas Abstraktes, sie schafft Distanz und lässt die Gewalt stilisierter erscheinen. Die Farbversion dagegen betont die visuelle Wucht und passt besser zu der opernhaften Überzeichnung, die besonders im ersten Teil dominiert. Ich kann beiden Varianten etwas abgewinnen, und je nach Stimmung wirken sie unterschiedlich stark.

Mein Lieblingsfilm innerhalb des Ganzen ist ganz klar Kill Bill: Vol. 1. Diese rohe Energie, die stilistische Radikalität, die fast schon musikalische Inszenierung der Gewalt, das hat mich immer sofort gepackt. Daran hat sich auch grundsätzlich nichts geändert. Trotzdem hatte ich bei dieser Gesamtfassung zum ersten Mal deutlich das Gefühl, dass Kill Bill: Vol. 2 gewinnt, wenn er direkt im Anschluss läuft. Die ruhigeren Passagen, die Dialoge, die stärkere Konzentration auf Figuren und Motive entfalten eine ganz andere Wirkung, wenn man nicht aus dem Film herausgerissen wird.

In dieser Form wirkt der zweite Teil weniger wie ein Kontrast und mehr wie eine notwendige Vertiefung. Er gibt dem ersten Teil einen Resonanzraum, den er alleine so nicht hätte. Und genau dadurch verschiebt sich auch meine Bewertung. Nicht im Sinne eines plötzlichen Favoritenwechsels, sondern eher als Erkenntnis, dass beide Teile erst zusammen ihre volle Stärke entfalten. Das macht The Whole Bloody Affair für mich so sehenswert. Es ist keine bessere Version im klassischen Sinn, aber eine, die den Blick schärft und das Gesamtwerk klarer erkennen lässt.

Was für mich allerdings überhaupt nicht funktioniert, ist der Zusatz nach dem Abspann, dieses sogenannte verlorene Kapitel aus Fortnite. Das wirkt wie ein Fremdkörper. Tonal hat das nichts mehr mit dem zuvor Gesehenen zu tun, es reißt einen regelrecht aus der Stimmung heraus, die der Film über Stunden hinweg sorgfältig aufgebaut hat. Statt eines Nachklangs entsteht eher Irritation. Man fragt sich, ob das ernst gemeint ist oder eine Art kurioses Anhängsel darstellen soll. Für mich hätte man darauf problemlos verzichten können. So bleibt am Ende ein leicht schiefer Eindruck, fast wie ein skurriles Kuriosum, das dem eigentlichen Werk nichts hinzufügt, sondern eher davon ablenkt.
 
Für viele ist Pulp Fiction der beste Tarantino Film, für mich war es immer schon Kill Bill, welchen es jetzt endlich als Gesamtwert im Kino zu bewundern gibt.

Der Film ist einfach nur episch und Bigger than Life. Einen nicht geringen Anteil daran trägt die geniale Musik. Ähnlich Sergio Leone und der Musik von Ennio Morricone ist diese fast ein eigener Charakter und dominiert den ganzen Film, welcher tlw im Rythmus geschnitten ist.

Aber auch die Charaktere und die grossen Emotionen sind toll. Da wartet man 3,5 Std, dass Beatrix endlich Bill killt und am Ende ist man nur traurig darüber. BB ist einfach nur süss und auch die Nebencharaktere sind unvergessen.

In Sachen Blut wäre weniger wohl mehr gewesen, aber die Action und die Bilder (etwa der Kampf mit O-Ren) waren schon klasse.

Immer wieder hatte ich auch beim xten mal Gänsehaut. Einfach einer der Filme, ähnlich Herr der Ringe, welche einfach nur grosses Kino sind.

Tarantino wollte eine Hommage an Eastern und Spaghetti Western drehen, dabei kam aber IMO sogar der beste Eastern bzw Spaghetti Western überhaupt heraus

10 von 10 Punkten!

Kurz zu den Veränderungen. Diese warnen ja recht überschaubar (das Star Trek Zitat zu Beginn weg, die 10 Minuten mehr Anime Sequenz, der Kampf gegen die 88 in Farbe und der Übergang zu Teil 2 etwas anders geschnitten - die Postcredit Szene habe ich versäumt, da nicht gewusst) und machen den Film weder wirklich besser noch schlechter. Die 4,5 Std sind etwas eine Mogelpackung, dauerte der Film ohne Pause (waren bei uns 15 min), Abspann, Werbung und Trailer ziemlich genau 4 Stunden.
 
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