Kashyyyk, Trandosha (Kashyyyk-System)

o Orbit über Kashyyyk o Kommandogruppe »Phalanx« in Angriff auf ISD-I Determinator o MC80a Firaxa o Brücke o
Captain Thalassa und Crew

Die Determinator lag nun voll im Griff der Schlacht und zum ersten Mal seit dem Eintritt der Phalanx in den Raum über Kashyyyk wirkte die gewaltige Keilgestalt eines Imperial-I-Sternzerstörers nicht mehr wie ein unbeweglicher Ausdruck imperialer Gewissheit. Zu viele Fronten brachen simultan. Zum einen war da der Ausfall der Golan-Station, die der Captain der Neuen Republik auf seinem Holotank registrierte. Commodore Bomwell hatte mit seiner Gefechtsformation den durastählernen Giganten bezwungen, was die Eroberung von Kashyyyk nach vorne trieb. Nun galt es noch das Kommandoschiff auszuschalten. Dafür musste aber die Flanke gegen die Determinator gebrochen werden, die Eskorte geordnet, die Jägerströme gelenkt und das eigene Feuer so verteilt werden, dass die imperialen Großkampfschiffe auf Distanz blieben und zugleich keine Lücke fanden, in die sie ihr Gewicht werfen konnten. Auf der Brücke der Firaxa spürte Captain Orso Thalassa diese Überdehnung mit jener eigentümlichen Klarheit, die sich nur unter Dauerbeschuss einstellt, wenn die Welt auf Feuerwinkel, Schildatmung, Trümmerdrift und die Nervenstärke einiger weniger Offiziere zusammenschrumpft.

Der Raum vor dem Transparistahl war ein einziger, vibrierender Organismus aus Licht, Wrackschatten und zuckenden Vektoren. Jedes Mal, wenn die Harbinger of Justice mit ihren schweren Batterien in die Stirn der Determinator hämmerte, zuckte die Schildhaut des Sternzerstörers über die gesamte Bugsektion hinweg in einem tiefblauen Aufflammen, das ganze Frontkuppeln und Panzerlinien für Herzschläge lang geisterhaft sichtbar machte. Im gleichen Takt legte die Firaxa ihre versetzten Salven hinein, tiefer, schräger, suchender, darauf bedacht, die Überlastung von der bloßen Energiefrage in eine Frage der Verteilung zu treiben.
Vakess hatte die Feuerlösungen mittlerweile so fein gestaffelt, dass einzelne Batterien auf Schildknoten, Sensormasten und jene Begleitkreuzer zielten, deren eigene Projektionsleistung in die Front der Determinator eingekoppelt wurde. Jeder Treffer war Teil einer Rechnung, und jede Rechnung sollte das große Schiff zwingen, irgendwo einen Atemzug zu kurz zu nehmen.

„Steuerbord hinten flackert wieder“, meldete Lieutenant Crano von der Sensorikstation, deren smaragdgrüne Tentakel eng an ihrem Hals anlagen, als hielte sie jede unnötige Bewegung zurück, um den Blick auf die Anzeigen schärfer zu machen. „Schildstärke sinkt dort schneller, sobald die Wavebreaker tiefer in die Trümmerfahne zieht.“

Der massige Chagrianer legte erneut die Hand fester auf die Reling, von der er sich zuvor noch abgestoßen hatte.
„Halten Sie mir diese Linie offen.“

Sein erster Offizier, Commander Kanoloa, stand breit an seinem Pult, die schwimmhäutigen Hände flach auf den Anzeigen, die bernsteinfarbenen Augen trocken, still, unbeirrbar. Er sagte wenig. Sein Wert lag ohnehin nie in der Lautstärke. Wenn er sprach, dann mit der Präzision eines Laserskalpells. „Die Coral hält zwei Carracks fest. Ein dritter versucht, über die obere Steuerbordachse auszubrechen. Die Denon fängt ihn ab, verliert dabei aber weiter Schilde.“

Thalassa sah kurz zum Holotank hinab. Die Coral Vengeance stand wie ein Riff in schwerer Dünung, die Kontur ihres MC40-Rumpfes im Holo mit Einschlägen gesprenkelt, doch ihre Linie hielt. Jhar Halabar führte das Schiff mit einer Zähigkeit, die etwas Tiefseehaftes an sich hatte. Jeder imperiale Begleiter, der dort herauswollte, geriet in ihre Feuerzonen und musste zahlen. Die Denon’s Judgement arbeitete daneben unter größerem Druck, die Signatur flackernd, die Schilde dünn, die Haltung jedoch unbeugsam. Glie Amersu zog seine Angriffsfregatte an genau jenen Rand der Belastung, an dem man noch Herr seiner Entscheidung blieb und noch kein Spielball der nächsten gegnerischen Breitseite wurde.

Weit im Jägerchaos darüber glitten die Abyss Fangs durch eine Zone, in die jeder vorsichtige Fluglehrer das Eindringen verboten hätte. Thalassa sah die Staffelmarkierungen im Holo immer wieder aussetzen, verschwinden, wieder auftauchen, verschluckt von der ionisierten Trümmerfahne des sterbenden Victory. Dort draußen rang Lieutenant Calessian Val, Abyss 5, mit einer Wirklichkeit, die auf der Brücke nur als Störrauschen, Strahlungsspitze und Jägersymbol erschien. Kazo sprach angespannt in seine Leitungen hinein, hörte zu, gab kurze Anweisungen, fing neue Vektoren ab. Einmal hob er den Blick, und für den Bruchteil eines Moments lag auf seinem sonst kontrollierten Gesicht eine Schärfe, die Thalassa genügte, um zu wissen, dass im toten Raum etwas aus dem Takt geraten war.


„Bericht.“


Commander Kazo atmete einmal durch, ohne sich von der Anzeige zu lösen. „Abyss 5 führte Rotte Zwei durch die tiefste Ionisationszone. Die Schilde brachen im Durchgang zusammen, die Kondensatoren liefen nahezu leer. Zwei imperiale Abfangjäger kamen auf Abyss 6. Kinn hat sie durch die Wracks gezogen, sehr eng, sehr schmutzig.“ Er verzog den Mund kaum sichtbar. „Lieutenant Val hat dann die statische Ladung ihrer Maschinen gegen sie entladen. Die TIE-Systeme kollabierten. Rotte Zwei ist wieder im Gefecht. Lieutenant Vess hat ihm im Anschluss sehr deutlich ihre Meinung mitgeteilt.“

Ein kurzes, dumpfes Beben lief durch die Brücke, als eine neue Salve der Determinator in die Frontschilde der Harbinger schlug. Irgendwo auf einem unteren Deck heulte eine Sicherung hoch und verstummte wieder.

„Und jetzt?“ fragte der gehörnte Kommandant der Firaxa.

„Jetzt nutzen sie die Trümmer und das Hintergrundrauschen, um die gesamte Staffel in den Sensoren verschwinden zu lassen. Korr aus Rotte Zwei liefert die Analyse. Sie gehen auf Bomber.“

Das ließ Thalassa einen Herzschlag länger auf die Jägeranzeige sehen. Im Krieg zählten Ergebnisse zuerst. Lieutenant Calessian hatte das Leben seiner Leute an den Rand geführt und aus dieser Hölle einen taktischen Vorteil gezogen, den nur jemand nutzen konnte, der den Raum unter sich nicht als Karte, sondern als Wetter, als Strom, als lebendiges Hindernis verstand. Mutig. Grenzwertig. Wertvoll.


„Sobald die Bomber aufgehen, bekommt die Wavebreaker Atem. Halten Sie die Fangs beweglich. Keine langen Kurse. Ich will, dass sie in den Schatten bleiben und zuschlagen, ehe die Imperialen ihre Lage verstehen.“

„Verstanden.“


Vor dem Transparistahl rollte die nächste Phase der Schlacht heran. Die Wavebreaker war nun tief genug in den Trümmerkorridor gezogen, dass ihre Silhouette nur noch in Fragmenten sichtbar wurde. Mal war sie bloß ein heller Reflex an einer glühenden Metallplatte, mal ein knapper Ausschlag im Sensorholo, mal ein kurzer Stich aus Turbolaserlicht, der in einen ohnehin brennenden Hintergrund hineinlief. Commander Ria Teenu nutzte ihre MC30 mit jener Kühnheit, die nur auf wirklicher Kenntnis des eigenen Schiffes beruhte. Sie suchte keine heroische Linie, sie suchte Winkel, aus denen die Determinator ihren Bug nicht sinnvoll dorthin drehen konnte, ohne an anderer Stelle Kontrolle zu verlieren.

„Sie beginnt mit dem Schneiden“, murmelte der Chagrianer, während er die Arme vor der Brust gekreuzt mit seiner rechten Hand berührte er die polierte rote Spitzen aus dunkelglänzendem Tholium seines unteren Horns.

„Torpedoläufe?“ fragte Kanoloa.

„Noch keine vollen Salven. Erst die Eskorte zwingen falsch zu reagieren.“

Wie um seine Worte zu bestätigen, brach eine Arquitens aus dem Schirm der Determinator und versuchte, die Wavebreaker in den Korridor hinein zu verfolgen. Der Fehler war sofort sichtbar. Die Coral Vengeance schob ihre Breitseite in den Schnitt, schwere Salven hämmerten auf die Flanke des Kreuzers, und im selben Moment nahm die Denon’s Judgement ihn mit präzisem Feuer unter Druck. Das imperiale Schiff zuckte, verlor seinen Vektor, wurde nach außen gedrängt und musste den Lauf abbrechen.

„Commander Halabar hält die Tür zu“, kommentierte Crano in einem Ton, der auf anderen Brücken vielleicht flapsig hätte gewertet werden können, doch seine Besatzung hatte gelernt, dass der Kommandant der Firaxa bildliche Sprache gerne benutzte und manchmal auch besser verstand, als das Kauderwelsch optimierter technischer Aussagen.

Thalassa nickte.
„Und Commander Amersu schneidet die Finger ab, die sie öffnen wollen.“

Dann kam die Wirkung der Abyss Fangs. Auf dem Jägerdisplay löste sich eine ganze Kette imperialer Bomber-Signaturen auf, erst eine, dann drei, dann fünf, als hätte jemand sie aus dem Raum gewischt. Über den Staffelkanal ging nur ein kurzes, hartes Aufblitzen an Bestätigungen. Lieutenant Calessian und seine Rotte waren aus dem Sensorrauschen der Trümmerfahne heraus auf die ahnungslosen Bomber gefallen, hatten ihre wieder geladenen Laser in die dichte Formation gejagt und den Angriff zerschlagen, ehe er sauber anlaufen konnte. Was Kazo anschließend aus einem Nebensatz von Lieutenant Vess heraushörte, klang scharf genug, um selbst durch Gefechtsrauschen wie eine Ohrfeige zu wirken. Thalassa registrierte den Tonfall, ließ ihn jedoch unbeachtet. Die Staffel hatte den "Himmel" für Commander Teenu geöffnet. Der Rest war Gesprächsstoff für später.

Jetzt gewann das große Gefecht seine schwerste Form. Der Kommandant der Determinator muss wohl begriffen haben, dass die Wavebreaker an ihrer Flanke keine Ablenkung mehr war. Mehrere sekundäre Geschützlinien rissen herum, Jägerstaffeln wurden umgeordnet, und für Sekunden nahm die enorme Schildfront am Bug jene unruhige Struktur an, die Captain
Thalassa herbeiführen wollte. Die Harbinger of Justice presste weiter mit fast grausamer Konstanz gegen diesen Bug, und die Firaxa stimmte ihren Takt nun enger darauf ab, legte ihre Salven weniger breit, tiefer in die schmerzenden Übergänge, dorthin, wo die Schildenergie schon unter den Anforderungen der Flankenverteidigung arbeitete.

„Vakess“, rief Thalassa den Feuerleitsystemsoffizier, „ich will ihre Steuerbordprojektion in einen Zustand bringen, den ihre Ingenieure hassen.“

Der Quarren hob kaum den Kopf.
„Instabile Erholung statt Kollaps?“

„Genau. Ein Schiff, das einen Bruch sieht, handelt entschlossen. Ein Schiff, das glaubt, seine Wunde noch zu beherrschen, trifft falsche Entscheidungen.“

Vakess’ Finger glitten über seine Steuerfelder. Die Firaxa änderte ihre Feuercharakteristik erneut. Einige Batterien hämmerten weiter gegen die Front, andere suchten den hinteren Steuerbordbogen, immer versetzt, immer in einem Rhythmus, der den Schilden der Determinator keine einfache Erholung gönnte. Aus dem Transparistahl wirkte das wie eine neue Welle von grünem und rotem Feuer, die sich über den gewaltigen Keil ergoß und seine Kanten an zwei Enden zugleich fraß.

Dann meldete sich Haekeen Nasrabi von unten, die Stimme des Chefingenieurs trocken und stabil, trotz allem. „Captain, Belastung auf den eigenen Frontprojektoren im roten Bereich. Wir halten, aber wir opfern Komfort und Reserven. Noch zwei Pakete dieser Art, dann beginne ich mit echten Schmerzen.“

Thalassa nahm die Worte auf wie ein Seemann Windstärke aufnimmt. „Sie bekommen den Raum, Lieutenant Commander. Halten Sie mir noch ein wenig den Rücken gerade.“

„Das tue ich ohnehin.“

Ein kurzes, gequältes Lächeln huschte durch Thalassas Gesicht, so flüchtig, dass niemand auf der Brücke es sicher gesehen hätte. Vor ihnen zog die Wavebreaker dann tiefer. Jetzt kamen die ersten schweren Torpedos. Keine blinde Flut, kein großes Finale in einem einzigen Zug. Commander Teenu ließ zwei Läufe aus versetzten Winkeln setzen, beide auf jene Zonen, die durch die Schildumverteilung der Determinator gerade ihre hässlichen, schwachen Atemzüge zeigten. Einer der Torpedos wurde von Flakfeuer vorzeitig getroffen. Der zweite lief durch, verschwand in einem blauflackernden Schirmbruch und ließ die Steuerbordseite des Sternzerstörers in einem breiten, fahlen Licht aufglühen, das eine ganze Reihe sekundärer Aufbauten für einen Herzschlag schwarz gegen die Helligkeit zeichnete.

„Wirkungstreffer!“ rief Crano. „Hinterer Steuerbordbogen sackt weg. Schildlinie unruhig. Sekundäre Geschütze verlieren Takt.“

Die Brücke der Firaxa antwortete nicht mit Jubel, dafür war es noch zu früh. Sobald die Lichter auf der Brücke der Determinator entweder in Atome zerspringen oder verdunkeln würden, wäre der Moment für Jubel gekommen. Was durch den Raum lief, war das Gefühl, dass sich das Mühen vieler Minuten endlich in eine Richtung bog, die man greifen konnte. Thalassa trat von der Reeling einen halben Schritt näher an das Transparistahl. Dort draußen stand die Determinator noch immer, gewaltig, gefährlich, kampffähig. Doch ihr Bugfeuer war nicht mehr rein. Ihre Eskorte war gebunden. Ihre Jägerzüge litten an Störungen. Ihre Steuerbordseite arbeitete unter Last, und die Wavebreaker saß ihr dort wie ein Dorn im Fleisch.

„Noch hält sie“, sagte Kanoloa.

„Ja.“, antwortete Thalassa, die Augen auf den Sternzerstörer gerichtet. „Sie weiß jetzt, dass wir sie haben können.“

Thalassa hob den Blick zum Holotank, in dem die Signaturen der Wavebreaker, der Harbinger, der Coral Vengeance, der Denon’s Judgement und der Intrepid wie unter dem Zug einer einzigen, unsichtbaren Strömung weiterarbeiteten. Er musste ihnen keine Befehle geben, um zu erkennen, dass jeder Kommandant inzwischen dieselbe Wahrheit vor Augen hatte. Die Determinator war noch immer gefährlich, noch immer schwer bewaffnet, noch immer in der Lage, jedem Schiff im falschen Winkel den Tod zu bringen. Auf der Brücke der Firaxa war das genug. Thalassa brauchte keine große Geste, keinen herrischen Ruf in den Verbandskanal. Er brauchte nur das Wissen, dass der Plan trug, dass Teenu an der Wunde blieb, dass Halabar den Entsatz band, dass Amersu trotz der Schläge standhielt und dass hoch darüber die Abyss Fangs dem Feind den Himmel Stück für Stück aus den Händen rissen. Dann knackte der Flottenkanal, und Commodore Mutazzins Stimme legte sich über das Donnern der Schlacht wie ein eiserner Riegel, der in die richtige Kerbe fiel.

„Phalanx hält den Druck. Keine Neuordnung. Die Determinator bleibt gebunden. Fahren Sie fort.“

Mehr sagte der Commodore nicht. Mehr war auch nicht nötig. Der Chagrianer spürte das Vibrieren der Firaxa bis tief in seine Beine hinein. Vor ihm hing die Determinator im Feuersturm wie ein schwarzer, arbeitender Fels, an dessen Flanken bereits die ersten echten Bruchlinien sichtbar wurden. Die Brücke war erfüllt vom Geruch heißen Metalls, vom Ozondunst überlasteter Systeme und vom kalten Licht der Anzeigen, das über die Gesichter seiner Offiziere glitt. Niemand dort sprach unnötig. Jeder wusste, dass sie an der Schwelle standen, an jener schmalen, gefährlichen Stelle eines Gefechts, an der aus zäher Beharrlichkeit plötzlich Entscheidung werden konnte. Captain Orso Thalassa stand im Herzen dieses bebenden Schiffes und sah das Finale näher rücken wie eine große, dunkle Welle, die lange jenseits des Horizonts gearbeitet hatte und nun endlich Höhe gewann. Sie war noch nicht gebrochen, doch sie trug bereits ihr ganzes Gewicht in sich.

o Orbit über Kashyyyk o Kommandogruppe »Phalanx« in Angriff auf ISD-I Determinator o MC80a Firaxa o Brücke o
Captain Thalassa und Crew
EinheitKommandantRumpfSchilde
MAJ Harbinger of JusticeCommodore Karbo Mutazzin [Befehlshaber]71 %37 %
MC80a FiraxaCaptain Orso Thalassa71 %43 %
AF2 Denon's JudgementCommander Glie Amersu78 %49 %
MC40 Coral VengeanceCommander Jhar Halabar82 %62 %
COR IntrepidCommander Bokanna Haressi72 %61 %
MC30 WavebreakerCommander Ria Teenu84 %60 %
 
[Orbit über Kashyyyk | abseits des Hauptgefechts | im Anflug auf das imperiale Kommunikationsrelais in Sektor Trill-Senth-67 | Mynock 5] Lieutenant Neelyn Vandrik

Neelyn warf einen Blick auf seine Sensoranzeige und dann vor sich auf das Kommunikationsrelais, das noch in einigen Klicks Entfernung vor ihm im Raum schwebte. Er hatte noch einen kurzen Moment, bevor er mit Mynock 12 ihren vermeintlichen Angriffsflug beginnen würden. R7, ich möchte eine Detailanalyse der Flugkörper und ihrer Flugwerte, sobald die erste Rakete im All ist,“ befahl er dem ihm noch unbekannten Astromechdroiden. Schniefend schätzte er ab, wieviel Geschwindigkeit er benötigen würde und ob es eine gute Idee war Energie von den Schilden auf seine Antriebe zu transferieren. In der Regel hatten Flugkörper dieser Machart, ausgelegt auf Korvetten und Jäger eine Geschwindigkeit und Wendigkeit, die es ihnen erlaubte Jagdbomber und Maschinen mit moderater Geschwindigkeit, wie seinen XJ3 X-Flügler zu verfolgen. In der Regel wurde es aber schwieriger die nötige Bombenlast für Korvetten mit der nötigen Geschwindigkeit für die Bekämpfung schneller Abfangjäger wie einem TIE/IN oder eines A-Flüglers zu kombinieren. Gleichzeitig würde die höhere Bombenlast auch eine stärkere Druckwelle bedeuten, wenn die Raketen in ihrer Nähe hochgingen, wofür er seine Schilde benötigen würde. Mit einem leichten Kopfschütteln entschied er sich für den Moment dagegen. Ein erneuter Blick auf die Distanz zum Relais verriet ihm, dass es an der Zeit war, ihr Manöver zu starten.Mynock 5 an Mynock Leader. Wir beginnen unseren Angriffsflug,“ berichtete er kühl, während er den Schubhebel auf Maximum schob, um sich vom Rest der Staffel und den Y-Wings abzusetzen. 12, sind bleiben versetzt hinter mir, 100 Meter Abstand. Schalten Sie das Relais jetzt auf und aktivieren Sie Ihren Zielcomputer.“

„Roger, Mynock 5. Wir werden die zwei Verteidigungsplattformen mit den Erschütterungsraketen zuerst ausschalten,“
bestätigte Chonda seine Meldung. Ein aggressives, aber ebenso vertrautes Surren war zu hören, als die vier Antriebsgondeln in seinem Rücken auf maximalen Schub erhöhten. Mit einem rabiaten Ruck an seinem Steuerknüppel brach er aus der Formation der restlichen Mynocks aus und steuerte auf das Relais zu. Neelyn schnippte einen Hebel um und aktivierte damit seine Torpedowerfer und den Zielcomputer. Das langgezogene Ensemble aus Antennen und Komm-Schüsseln war nahe genug und bei weitem groß genug, um für seinen Computer ein einfaches Ziel darzustellen. Das Relais hatte etwa die Größe einer kleineren Fregatte und strahlte genug Emissionen für eine halbe Flotte aus, was angesichts des Geschehens im System kein Wunder war. R7, visiere den Reaktorkern an,“ sagte Vandrik nach einem kurzen Moment Überlegung. Schließlich musste die Bedrohung, die von ihnen ausging, real genug sein, um die Raketenwerfer zu animieren, auf sie anzulegen, auch wenn er eigentlich nicht beabsichtigte, allzu viele Torpedos zu verschwenden, wenn er nicht musste. Die Y-Wings würden sich des Problems sicherlich effektiver annehmen, als er das mit dem ängstlichen Ravka im Rücken können würde.Mynock 12, gehen Sie auf Abstand, verdammt,“ knurrte er, als er auf der Sensoranzeige sah, dass der Pilot den befohlenen Abstand nicht einhielt, sondern förmlich an seinem Heck klebte. „Wenn wir zu dicht aneinander sind, lohnt es sich für die Plattformen nicht eine breitgefächerte Salve auf uns abzugeben.“

„Ich hätte nichts dagegen, wenn sie das nicht tun, Sir,“
antwortete sein unwilliger Flügelmann kühl, bevor er dann doch seinen Kurs entsprechend anpasste. Neelyn spürte kalte Wut in seinem Bauch aufsteigen, aber ein tiefer Atemzug und ein Moment des Abwartens bevor er antwortete, half ihm seine Fassung zu bewahren. „Wir haben hier einen Job zu erledigen und je eher Sie kooperieren, desto wahrscheinlicher, dass wir beide sicher zurückkommen. Haben Sie verstanden, Mynock 12?“ Wie war der Kerl durch die psychologische Beurteilung des Jägerkorps gekommen? „Wenn Sie das sagen, Lieutenant,“ kam die knappe Antwort. Er würde wirklich ein Wörtchen mit Ced und Ravka wechseln müssen, wenn dieses Gefecht vorüber war. Dann blinkte ein rotes Warnsignal in seinem HUD auf, dass ihn vor der Erfassung durch Flugkörper warnte, verbunden mit einem piependen Warnton. Die Plattformen hatten angebissen. R7, koordiniere dich mit dem Astromech von Mynock 12. Beginnt in fünf Sekunden mit dem Ausstoß der Düppel, Standardmuster, Feuerrhythmus vier Sekunden.“ Trillernd bestätigte der Astromech, schob dann aber mehrere langgezogene Pfiffe nach. „Ja, ich weiß, dass die Rakete noch nicht fliegt. Ich habe eine Idee.“ Immerhin tat Ravka wie geheißen noch ohne weiter nachzufragen und bevor der Warnton sich in ein konstantes Brummen – Signal für Flugkörper im Anflug – ändern konnten verteilte sich eine erste Wolke der bunt glitzernden, mit Sensorstrahlung ablenkenden Plasteel-Streifen hinter seinem Jäger im All.

Mynock 12, bleiben Sie im selben Abstand wie ich, feuern sie weiter Gegenmaßnahmen und kopieren Sie meine Bewegungen. Setzen Sie auch gerne ein paar Torpedos ab, sobald Ihr Computer das Go gibt,“ befahl er mit steigender Konzentration und steuerte in einem spiralförmigen Kurs weiter auf das Relais zu. Dann schließlich wurde sein Fadenkreuz grün, weil er in Torpedoreichweite war und fast im selben Moment wandelte sich der piepende Warnton in ein tiefes Brummen, verbunden mit der Meldung, die ihm immer noch ein Schaudern über den Rücken jagte: „Lock, lock, lock.“ Hektisch blickte Neelyn in seine Spiegel und sah wie sich ein Tunnel aus den buntglänzenden Düppeln hinter sich im All formte, zu dessen Ende hin die Plasteelstreifen sich immer weiter verteilten. Der Ansatz eines nervösen Grinsens schoss über sein Gesicht. Dann schoss er zwei seiner Torpedos ab, gefolgt von drei weiteren aus dem Jäger Ravkas. „Sir, wir verschwenden unsere Chaff-Vorräte …,“ jammerte sein Flügelmann nervös, bevor ein kurzes Wimmern zu hören war. „Missile! Missile! Missile!“ blökte sein Bordcomputer warnend. Neelyn vermutete, dass Ravkas X-Flügler wohl gerade dieselbe Meldung gemacht hatte. R7, wie viele? Kurs? Geschwindigkeit? Die Daten auf meinen Nebenschirm!“ Trillernd bestätigte der Droide und ein erster Feed an Information poppte auf dem kleineren Bildschirm neben seiner großen Sensoranzeige auf. Je zwei Raketen auf ihn und Mynock 12. Direkter Abfangkurs, 115 MGLT. Minimal schneller als sein Jäger.Ravka, halten Sie mit mir Kurs, bis ich das Signal gebe und dann Wechsel des Vektors um 180°. Verschwenden Sie keine weiteren Torpedos und stellen Sie das Absetzen der Gegenmaßnahmen ein, bis die Dinger näher dran sind,“ befahl er konzentriert. Die Raketen waren dicke Bastarde, etwa doppelt so groß, wie ein republikanisches Modell, das Jäger wie die A-Wings verschossen. Sie würden ihren Abstand halten müssen, wenn die Dinger hochgingen.

„Missile! Missile! Missile!“ dröhnte es abermals in sein Ohr, bevor er die Warntöne genervt ausschaltete. Neelyn spürte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten und erster Angstschweiß seine Finger feucht werden ließ. Sein Plan war eine Frage des Timings und des Spiels mit dem Abstand. Ein erneuter Blick in seinen Heckspiegel, ließ ihn die Stirn runzeln. Mynock 12, verringern Sie ihre Geschwindigkeit um 20 MGLT,“ befahl er und zog bereits seinen Schubhebel zurück. Bevor Ravka protestieren konnte, schob er noch ein erstaunlich ruhiges „Vertrauen Sie mir!“ hinterher. Die Flugkörper schlossen zu langsam zu ihnen auf. Sein Plan beruhte darauf, dass die Düppel noch eng genug beieinander trieben, was sie nicht ewig tun würden. Die tödlichen Geschosse waren rotumrandet auf seinem HUD angedeutet, doch die kleinen Zahlen am unteren rechten Rand des Kreises verringerten sich noch zu schleppend. Die Krafteinwirkung auf der Antriebe wurde geringer und endlich stieg die Geschwindigkeit, mit der die Raketen näherkamen. Es war wichtig, dass sie weiter Kurs auf die Relaistation hielten, um gefährlich zu wirken. Dann unterschritt die Distanz die kritische Marke, die er sich in seinem Kopf gesetzt hatte und er riss sein Steuer herum. „Jetzt, Ravka! Schub auf Maximum und Kurswechsel,“ rief Neelyn, während die abrupte Umkehr ihn mit Kraft in seinen Sitz drückte. Sein Vogel nahm eine enge Kurve, aus der heraus er massiv beschleunigte und in den zylinderförmigen Bereich vor ihm eintauchte, aus dem die kleinen Plasteel-Streifen aus allen Richtungen bunt zu funkeln schienen, während sie immer weiter auseinanderdrifteten. Mynock 12 folgte ihm mit geringer Verzögerung in das Feld hinein.

Am Rande seines HUDs waren die Flugkörper noch umrandet angedeutet, auch wenn sie nun hinter ihm waren. 500 Meter, 400, 300 … „Volle Gegenmaßnahmen abfeuern. Enges Muster, Düppel und Flares!“ zischte er und spürte wie sein Mund trocken wurde. Seine Sensoranzeige vor ihm war ein Feuerwerk aus springenden Sensorkontakten, da die Masse an Störkörpern nicht nur die Zielerfassung der Erschütterungsraketen beeinträchtigte, sondern auch seine eigene Sensorabstrahlung. Nun würde er sehen, ob er richtig kalkuliert hatte. Eine erste Erschütterung erfasste seinen Jäger und schüttelte ihn leicht durch, dann eine zweite. R7 pfiff hinter ihm aufgeregt, während Neelyns Grinsen breiter wurde. Eine weitere Erschütterung, diesmal allerdings erheblich näher an ihm dran, wischte ihm das dümmliche Lächeln jedoch schnell vom Gesicht. „Scheiße, Mynock 5. Sie haben ein ebenso unverschämtes Glück wie Ced …,“ hörte er Ravkas Stimme verhalten aus dem Komm dringen. War es Lob oder doch Kritik? Neelyn antwortete nicht sofort, sondern checkte erst, was die letzte Erschütterungsrakete tat. Die Rakete hatte offensichtlich ihr Signal verloren und hatte eigenständig aus dem Wirbelsturm aus Düppeln abgedreht, um ihre Peilung wiederzufinden. Vandrik nickte und biss sich nachdenklich in die Lippe. Glück war tatsächlich nicht der entscheidende Faktor gewesen, sondern Mut und Wissen um die Fähigkeiten seiner eigenen Flugkörperabwehr. Der Sinn der Chaff-Wolken war die Zielerfassung zu erschweren und anfliegende Raketen und Torpedos vorzeitig zur Detonation zu bringen. Flares simulierten die Antriebshitze und Wärmesignaturen eines Jägers. Gemeinsam eine starke Kombination, insbesondere wenn das Feld an Störkörpern dicht genug war und genug Sensorstrahlung ablenken konnte.

Dann drehte Neelyn bei. „Hoffen wir, dass mir dieses corellianische Glück weiter treu ist, hmm?“ brummte er als Antwort und fasste den letzten Flugkörper auf. „Den schnappen wir uns mit den Kanonen.“ Gesagt, getan. Die Rakete konnte sie zwar noch erfassen, aber verging dann in einer weiteren Explosion im Kreuzfeuer ihrer Laserkanonen, bevor sie ihm und Ravka weiter gefährlich werden konnte. Es schien jedoch als habe sein ihm zugeschriebenes Glück eindeutige Grenzen. Noch bevor die kleinen blauen Linien, die den Zielanflug der Protonentorpedos der restlichen Mynocks andeuteten, die Raketenplattformen erreichten, feuerten diese eine weitere Salve ab. Die Feuerwolke der explodierenden Verteidigungsplattformen nahm lediglich eine weitere Rakete mit sich, was bedeutete, das drei weitere sich an ihre Jäger hefteten.

[Orbit über Kashyyyk | abseits des Hauptgefechts | im Anflug auf das imperiale Kommunikationsrelais in Sektor Trill-Senth-67 | Mynock 5] Lieutenant Neelyn Vandrik
 
o Orbit über Kashyyyk o Kommandogruppe »Phalanx« in Angriff auf ISD-I Determinator o MC80a Firaxa o Brücke o
Captain Thalassa und Crew

Die Schlacht zog sich inzwischen mit einer solchen Dichte um die Determinator zusammen, dass der Raum selbst vor dem Transparistahl der Firaxa wie eine unter Druck gesetzte Masse wirkte, in der Stahl, Feuer und Wille gegeneinander rieben, bis aus ihren Berührungen neue Formen von Gewalt entstanden. Die gewaltige Keilgestalt des Imperial-I-Sternzerstörers stand noch immer, doch ihr Bild hatte sich verändert. Was vor kurzem noch die starre, beinahe hochmütige Geschlossenheit imperialer Doktrin gewesen war, zeigte jetzt Risse und überlastete Schildhäute, eine Eskorte, die auf zwei Ebenen zugleich kämpfen musste, und Jägerzüge, deren Muster ihre Souveränität verloren hatten. Auf der Brücke der Firaxa roch es nach Ozon, heißem Isoliermaterial und dem Metallatem eines Schiffes, das seit langer Zeit unter Feuer stand und sich dennoch tiefer in dieses Feuer hineinarbeitete.
Orso Thalassa stand wie ein Fels in der Brandung vor dem Holotank, das Vibrieren der Firaxa bis in die Knochen spürend, und ließ die Bilder der Schlacht zu einem Ganzen in sich zusammenfallen. Über den Bug der Determinator liefen die Schläge der Harbinger of Justice in jenem mörderischen Rhythmus, den nur ein großer, schwerer Kreuzer mit all seiner Wucht aufrechterhalten konnte. Commodore Mutazzin hielt die Stirn des Sternzerstörers in einem Zustand dauerhafter Überlastung. Jede Salve der Harbinger hämmerte einen Herzschlag in dessen Frontschilde, und jede versetzte Antwort der Firaxa trieb die Schildverteilung weiter in Richtung Erschöpfung. Tief an der verwundeten Steuerbordseite schnitt die Wavebreaker weiterhin ihre Läufe in die Wunde, suchte aus dem toten Raum des Victory-Wracks heraus jene Winkel, in denen die Determinator zwar Feuer hatte, aber keine geordnete Antwort mehr. Weiter außen hielten Coral Vengeance und Denon’s Judgement die verbliebenen imperialen Begleitschiffe in einem Zustand angespannter Verteidigung, während die Intrepid mit den Jägern am Rand des Chaos jene Räume verteidigte, in denen die Schlacht jederzeit kippen konnte.

Der Chagrianer sah die Geometrie der letzten Phase klar vor sich. Die Determinator konnte ihren Bug weiter nach vorn halten, solange ihre Schildkuppeln und die Energieverteilung des Turmkomplexes nicht endgültig aus dem Tritt gerieten. Sie konnte ihre Steuerbordseite weiter verteidigen, solange die Eskorte dort eingriff und die Wavebreaker nicht tief genug an die verletzlichen hinteren Sektionen kam. Sie konnte ihre Jäger weiter werfen, solange die Bomberzüge nicht in Unordnung gerieten und die TIE-Abfangjäger den Himmel am Leben hielten. Drei Stützen trugen das Schiff noch. Drei Stützen mussten in einem einzigen, verdichteten Augenblick nachgeben.


„Kanoloa“, sagte er an seinen XO gewandt, ohne den Blick vom Holotank zu lösen. „Ich will die Firaxa auf einen Kreuzungskurs zur Determinator. Ich will ihre Nase nach uns ziehen und ihr Steuerbord trotzdem offenlassen.“

Der Mon Calamari hob den Kopf, nur einen Fingerbreit, und seine bernsteinfarbenen Augen flackerten über die Vektorlinien. „Wenn wir zwei Grad tiefer gehen und zugleich mit Commander Barodai die Achse nach Backbord ziehen, kriegt ihr Sternzerstörer zwei Fronten auf einmal. Bugdruck durch uns. Flankenangst durch die Wavebreaker.“

„Genau.“

Lieutenant Commander Loku Barodai nahm die neue Kurslösung auf, ihre Hände glitten ruhig über die Navigationsebenen, während das schwere Mon-Cal-Schiff sich mit kaum sichtbarer Eleganz in eine neue Bahn schob. Der Bug der Firaxa kam aus einem Winkel, der für die Determinator gefährlich genug wirkte, um ihre Aufmerksamkeit dorthin zu ziehen, ohne der republikanischen Flaggschiffschwester Harbinger den Platz an der Stirn zu nehmen.

„Vakess“, rief Thalassa, „ich will auf meine Marke hin alles, was wir an Ionen sauber setzen können, auf ihre Turmsektion und die Steuerbord-Schildkuppel. Danach volle Turbolaserbreitseite in dieselbe Wunde. Ich will Blindheit und Schmerz.“

Der Quarren hob den Kopf, seine Barttentakel zuckten in Spannung. „Feuerlösungen stehen. Wenn die Kuppel reißt, wird ihre Schildlogik zur Lotterie.“

„Dann lassen wir sie würfeln. Kazo“, wechselte der Captain nun zum Flugleitoffizier, und der Selkath sah sofort auf, „halten Sie mir die Bomber weiter von Teenu weg. Wenn auch nur eine Staffel durchkommt, kriegt sie an der Wunde mehr Feuer, als sie tragen kann.“

„Die Fangs haben sie fast ganz aus dem Tritt gebracht“, antwortete Kazo, die Stimme scharf, kontrolliert, angespannt. „Die Fangs sitzt ihnen im Schatten.“

Noch ein wenig. In einer Schlacht wie dieser war das mehr wert als jedes Versprechen auf Dauer.

Der Flottenkanal knackte, und dann brach Mutazzins Stimme wieder durch das Störrauschen. Härte, Wille, kurze Atemzüge hinter dem Metall.
„Harbinger bindet die Front. Coral, Denon, enger auf die Eskorte. Intrepid hält den Rand. Teenu, wenn Sie jetzt den Lauf haben, dann nehmen Sie ihn.“

Thalassa brauchte keine zusätzliche Freigabe. Er sah, dass der Augenblick da war. Die Determinator hatte ihr Feuer für einen Takt zu breit gezogen. Ihre Eskorte hing fest. Ihre Jäger waren beschäftigt. Ihre hintere Steuerbordseite arbeitete sichtbar unter der ständigen Überlastung der Wavebreaker-Treffer und der republikanischen Staffelung.


„Jetzt“, sagte er. Es war ein einziges Wort. Auf der Brücke der Firaxa wirkte es wie ein herabfallender Riegel.

Die Wavebreaker schoss tiefer in die Wunde hinein, so nahe an der Trümmerfahne des Victory, dass ihr Rumpf mehrfach vollständig aus dem Sichtfeld der Determinator verschwand und dann wieder in einem tödlichen Winkel auftauchte. Ihre Torpedobänke öffneten sich, und diesmal liefen keine vorbereitenden, tastenden Schläge, sondern eine enge, sauber gerechnete Fächerung schwerer Protonentorpedos genau in den hinteren Steuerbordbogen des Sternzerstörers. Fast gleichzeitig schob sich die Coral Vengeance hart gegen einen verbleibenden Carrack-Kreuzer und band mit wütender Breitseite dessen Aufmerksamkeit, während die Denon’s Judgement zwei kleinere Begleitschiffe niedernagelte, die verzweifelt versuchten, der Wavebreaker den Pfad zu schneiden. Die Intrepid warf ihre eigene Wucht mit kalter Kühnheit in die Jägerlinie und hielt mit Flak, Lasern und Aufklärung den Raum offen, den Commander Teenu brauchte.


„Vakess!“

Der Quarren wartete längst auf das Stichwort. Die Ionenkanonen der Firaxa peitschten los, blaue Entladungen rissen gegen die Turmsektion der Determinator, jagten über den Kommandoturm und schlugen mit einer Präzision ein, die nur auf langen Minuten des Lesens und Rechnens beruhte. Der erste Schlag ließ die Steuerbord-Schildkuppel in einem grellen, milchigen Licht aufglühen. Der zweite zog eine schmutzige Linie aus Entladungen über ihre Oberfläche. Der dritte ließ sie platzen. Es war ein hässliches, asymmetrisches Zerreißen aus Licht, Glas, Metall und überschlagender Energie. Für einen Herzschlag wirkte der ganze obere Teil des Sternzerstörers wie von innen beleuchtet, und dann brach die Schildlogik der Determinator auf jener Seite in sich zusammen wie ein plötzlich leergewordener Muskel.

„Kuppel zerstört!“ rief Crano. „Steuerbordschirm kollabiert!“

In dieselbe, nun blanke Wunde jagte die Firaxa ihre volle Turbolaserbreitseite. Grüne und rote Strahlen hämmerten in die offene Flanke der Determinator, fraßen sich über Aufbauten, Turmsektionen, Batterien und die hinteren Schildprojektoren. Zeitgleich schlugen die Torpedos der Wavebreaker in die freiliegenden inneren Sektionen. Einer bohrte sich tief in den Bereich vor dem Antriebsblock. Ein zweiter riss eine ganze Reihe von Geschützaufbauten fort. Der dritte fuhr so tief in die verwundete Struktur, dass für einen Herzschlag nichts geschah. Dann antwortete der Sternzerstörer mit innerem Feuer. Eine lange, weiße Linie lief durch den Leib der Determinator, zuerst unscheinbar, dann übergreifend, dann explodierend. Mehrere ihrer Triebwerkssektionen flammten zugleich auf, unregelmäßig, als versuchten sie noch Schub zu geben, während hinter ihnen bereits Systeme starben. Der Sternzerstörer schoss keine sauberen Frontsalven mehr; seine Feuerordnung zerfiel sichtbar. Die Brücke der Firaxa spürte die Veränderung fast eher, als sie sie sah. Das Schicksal eines Großschiffs hatte gekippt.

„Mehrfache Sekundärexplosionen!“ meldete Vakess. „Feuerkontrolle fällt aus. Triebwerksleistung bricht weg. Die Determinator verliert Achse!“

Vor dem Transparistahl sah Captain Thalassa, wie der riesige Keil des Imperial-I-Sternzerstörers erst stockte, dann mit erschreckender Langsamkeit aus seiner Linie brach. Das Schiff starb nicht in einem einzigen, blendenden Augenblick. Es verlor sich. Feuer fraß sich über die offenliegende Steuerbordseite, sekundäre Detonationen wanderten über den Turm, und aus den beschädigten Antriebsblöcken brach ein unregelmäßiger, ausfransender Schub, der die ganze Masse des Sternzerstörers in ein langsames, unaufhaltsames Kippen zwang. Die Harbinger of Justice hämmerte noch eine weitere, letzte schwere Salve in die kollabierende Front, als wollte Mutazzin persönlich sicherstellen, dass dieses Schiff nie wieder eine Linie halten würde.

Der Flottenkanal war für Sekunden nichts als Rauschen, Schreie, Meldungen, zerhackte Imperialsignale. Dann kam Cranos Stimme, scharf und plötzlich fast tonlos vor Konzentration.


„Imperiale Kommandonetze brechen auf. Mehrere Begleitschiffe weichen aus. Satellitenkoordination über Kashyyyk verliert Takt. Die Verteidigung reißt!“


Unter ihnen, über dem gewaltigen Waldplaneten, brach die imperiale Ordnung sichtbar auseinander. Ohne den Anker der Determinator zog sich ihre Linie zurück, eher gesagt zerfaserte sie sehenden Auges. Einzelne Eskorten suchten Deckung, andere versuchten, in neue, kleinere Formationen zu fallen, einige öffneten Feuer in Winkeln, die längst keinem übergeordneten Plan mehr dienten. Dieser Schlag, gepaart mit der gefallenen Golan Station, war ein vernichtender Schlag für die Raumverteidigung Kashyyyks. Was eben noch Blockade gewesen war, wurde zu einer Ansammlung überforderter, voneinander isolierter Kampfgruppen.Kashyyyk bekam Raum zum Atmen.

Die Abyss Fangs und die übrigen Staffeln der Firaxa trieben sofort in diese aufbrechende Wirklichkeit hinein. Die Abyss Fangs schnitten weitere Bomber ab, ehe diese in Panikläufen noch irgendeinen Abschiedsstoß gegen die Wavebreaker setzen konnten. Die B-Wings der Tide Runners und Deep Surge gingen auf jene imperialen Schiffe, deren Schilde unter der neuen Unordnung zu spät nachgeführt wurden. Die Current Strikers jagten alles, was zu schnell entkommen wollte. Für einen kostbaren Abschnitt dieses Krieges gehörte der Himmel über dem Sterben der Determinator der Republik.

Auf der Brücke der Firaxa sagte zunächst niemand etwas. Die Männer und Frauen an den Konsolen, die Amphibienwesen, die Techniker, die Offiziere hielten ihre Arbeit, ihre Anzeigen, ihre Atemzüge, als hätten sie Angst, dass Worte den Augenblick aus seiner Wirklichkeit lösen könnten.
Thalassa stand reglos an der Reling und sah zu, wie die Determinator, dieses gewaltige, selbstgewisse Stück imperialer Macht, aus dem Zentrum der Schlacht im Raum "sank". Ihre Waffen verstummten abschnittweise, ihre Eskorte löste sich, ihre Präsenz als Mittelpunkt war erloschen. Und mit ihr brach die Verteidigung Kashyyyks auf. Er schloss kurz die Augen und hörte den Krieg weitergehen, nur anders. Nicht mehr als Mauer. Als Nachbeben. Dann hob er den Blick wieder und sagte, mit jener tiefen Schwere, die jeder auf der Brücke sofort verstand:

„Der Weg ist offen.“

Und über Kashyyyk, über Feuer, Rauch, Metall und den brennenden Leib eines gefallenen Sternzerstörers, begann sich die Schlacht endgültig zugunsten der Neuen Republik zu wenden.


o Orbit über Kashyyyk o Kommandogruppe »Phalanx« in Angriff auf ISD-I Determinator o MC80a Firaxa o Brücke o
Captain Thalassa und Crew
EinheitKommandantRumpfSchilde
MAJ Harbinger of JusticeCommodore Karbo Mutazzin [Befehlshaber]71 %37 %
MC80a FiraxaCaptain Orso Thalassa71 %43 %
AF2 Denon's JudgementCommander Glie Amersu78 %49 %
MC40 Coral VengeanceCommander Jhar Halabar82 %62 %
COR IntrepidCommander Bokanna Haressi72 %61 %
MC30 WavebreakerCommander Ria Teenu84 %60 %
 
Kashyyyk ||| Wawaatt-Archipel ||| Imperiale Nebeninsel ||| zerstörte Sendestation, Küstenabschnitt vor dem Trockendock

Lieutenant Ozymandias Skoll hatte den Rauch der zerstörten Sendestation noch in der Nase, das warme, bittere Gemisch aus geschmolzener Isolierung, versengtem Metall und jener trockenen Schärfe, die nur frisch zerborstene Elektronik in die Luft setzte, als Glyphs Stimme in seinem Ohrstück knisternd wiederkehrte und mit wenigen, sachlich gesprochenen Worten die Gestalt der Nacht veränderte. Bis eben war die Operation klar, hart, grausam, aber wenigstens eindeutig gewesen: ein Nerv war durchtrennt worden, die Garnison im Schock, die Schockkragen tot, das Zeitfenster offen. Er stand noch immer nahe der zerfetzten Dachkante des Bunkers, während aus dem Inneren der zerstörten Sendestation dunkler Rauch quoll und in schmalen, öligen Schlieren in die Nacht stieg, und lauschte mit jener stählernen Konzentration, die einem Offizier blieb, wenn sich ein sauber aufgerissener Plan plötzlich mit menschlicher Unordnung füllte.

Feindliche Wookiee-Hilfstruppen. Für den Bruchteil einer Sekunde regte sich in ihm etwas, das gefährlich nahe an Verachtung heranreichte. Nicht für die Wookiees selbst, die in den Diensten des Imperiums standen, eher für die Art, wie Besatzung arbeitete, wenn sie sich tief genug in eine Welt hineingefressen hatte und es vermochte genug Selbsthass in den Unterdrückten zu wecken, sodass diese sich für die fortlaufende Besatzung engagierten um diese zu erhalten. Unzählige Familien mochte dies spalten, selbst wenn sie heute siegreich sein würden. Sie zwang Opfer dazu, andere Opfer niederzuhalten, sie machte aus Elend ein Werkzeug. Männer und Frauen, die irgendeinen Preis bezahlt hatten, um auf der anderen Seite der Schockstäbe zu stehen. Vielleicht aus Angst. Vielleicht aus Überzeugung. Vielleicht aus nichts weiter als Hunger. In wenigen Augenblicken würde es keinen Unterschied mehr machen.

Er kniete sich an die Kante eines zerborstenen Betonblocks und riss das Blickfeld mit wenigen schnellen Bewegungen zurecht. Das Gelände zwischen ihrer Stellung und dem Dock war in Schichten lesbar, wenn man gelernt hatte, unter Beschuss zu sehen. Da war zunächst der offene Strandstreifen, vom Mondlicht nur schwach berührt, mit flachen Sandzungen, die jede Bewegung silhouettierten. Dahinter zogen sich Poller, Sliprampen, gestapelte Versorgungskisten und halbfertige Schiffsspanten am Ufer entlang, genug Deckung für Männer mit Blastern, genügend tote Winkel für Hinterhalte. Weiter hinten lagen die beiden Nachtlager der Arbeiter, ihre Feuerstellen nun nur noch als hektisch aufgerissene Helligkeitsflecken wahrnehmbar, um die sich Körper drängten, stürzten, wieder erhoben. Und über allem diese verwirrende Nähe von Verbündeten und Zielen – Wookiees gegen Wookiees, dazwischen Imperiale, Vorarbeiter, Tarrokks Leute im Anmarsch, der ganze Pier ein einziges, atmendes Durcheinander aus Blut, Schmutz und falschen Sekunden.


„Alle Rudel, Lagewechsel“, sagte Ozzy in den Kurzkanal, die Stimme tief, ruhig, frei von jeder Hast. Gerade in solchen Momenten entschied der Tonfall über den Zustand einer Einheit. „Dockbereich fragmentiert. Eigene Partisanenelemente stoßen ein. Keine Freigabe auf große Silhouetten. Ziele nur nach Bestätigung. Ich wiederhole: Feuerdisziplin.“

Um ihn herum reagierten die Void Fangs mit jener knappen, professionellen Präzision, die ihn nie mit Stolz im sentimentalen Sinn erfüllte, wohl aber mit jenem harten Vertrauen, das in Spezialeinheiten über Jahre wuchs und jederzeit wieder in Blut bezahlt werden konnte. Sergeant Tovrek Marr schob Fang Three bereits in eine neue Linie entlang des erhöhten Felsgrats, von dem aus sie die Strandseite in flachem Winkel einsehen konnten. Faylen Orra legte sich in eine Mulde aus salzverkrustetem Geröll, das Gewehr fest in der Schulter, während Jalen Korr etwas tiefer ging, um die heranrückende dritte Gruppe am Unterholzsaum in enfilierendes Feuer nehmen zu können, sobald sie aus der Deckung trat. Fang Four löste sich von den Resten der Bunkerlinie und staffelte sich rückwärtig entlang einer Transporttrasse, sodass sie den Zugang zum Strand sperrten, ohne direkt in das Gewirr am Dock hineinzuschießen. Wenn sie jetzt blind Druck nach vorn aufbauten, würden sie in dieselbe Falle laufen wie jede reguläre Truppe, die einen unübersichtlichen Nahkampfbereich mit überlegener Feuerkraft „bereinigen“ wollte. Das Ergebnis war dann meist ein Feld voller eigener Toter und ein Feind, der den Rauch überlebt hatte. Sie brauchten Trennung. Winkel. Zonen. Sie mussten den Raum aufbrechen, bevor sie ihn beherrschen konnten.

„Damos“, sagte er. „Ich will mir den Strandtrupp vom Leib halten. Brechen Sie mir deren Bewegung, aber kurz. Kein Dauerfeuer. Die sollen den Kopf unten behalten.“

„Verstanden“, kam ihre Stimme sofort, kühl und konzentriert.

„Sergeant Marr, Fang Three kümmert sich um die dritte Gruppe im Unterholz. Sobald sie aus der Linie tritt, nehmt ihr den Truppführer. Kein Heldentum.“

Ozzy hob dann den Blick in die Dunkelheit vor sich und sah, wie sich am fernen Pier das Schlachtfeld bereits wandelte. Tarrokks Boote waren da. Die ersten Wookiees des Widerstands sprangen ins flache Wasser, schwere Körper in Sprühnebel und Mündungsgrellen, und gingen mit einer Wucht ins Handgemenge, die mehr Naturgewalt als taktische Bewegung war. Einer der imperialen Hilfstrupps brach unter dem Aufprall auseinander, wurde gegen Poller und Planken gedrückt, während anderswo Bowcasterbolzen durch die Nacht rissen und Splitter aus Holz und Knochen schlugen. Das Ganze war hässlich, roh und viel zu nah, um irgendeiner Vorstellung von heroischer Befreiung zu entsprechen. Es war Krieg auf Pierlänge, geführt mit Schulterkraft, Wut und dem panischen Wissen, dass die Sekunden über Leben und Ausweiden entschieden. „Großartige Arbeit, Fang One“, hatte Glyph gesagt. Ozzy dachte kurz, dass Großartigkeit in Kriegen selten schön aussah.

Aus dem Unterholz brach jäh Bewegung hervor. Drei, vier, dann mehr Schemen, tief geführt, rasch, mit der disziplinierten Eile von Leuten, die bereits wussten, dass sie in ein laufendes Gefecht hineinliefen. Der Unteroffizier, von dem
Glyph gesprochen hatte, war bei ihnen oder hatte seine Männer gut genug gedrillt. Ozzy sah an der Art, wie sich die Linie auffächerte, dass diese Gruppe nicht auf den Pier wollte. Sie wollte zu ihnen. Zur zerstörten Sendestation. Zur abgeschnittenen Kehle des Außenpostens.

„Kontaktfront bestätigt“, murmelte er, mehr für sich als für die anderen.

Dann machte er, was gute Kommandanten im richtigen Augenblick taten: Er verlagerte den Krieg auf die Stelle, die er kontrollieren konnte.


Private Vorr, sagte er ruhig und lauernd in den Kanal. „Wenn du noch stehen kannst, gib mir zwei kurze Salven auf die Strandkante links vom Pollerfeld. Nur Staub und Splitter. Ich will, dass die glauben, wir sitzen tiefer am Ufer.“

Eine gepresste, benommene Stimme antwortete. „Verstanden, Lieutenant.“

Neben Private
Vorr arbeitete Sergeant Drelka Marru noch immer an der blutenden Wunde an seiner Schläfe, doch Ozzy hörte an der Antwort, dass der junge Delastine-Flüchtling noch im Kampf war, wenn auch angezählt. Gut. Gut genug musste reichen.

„Solvek, mit mir“, fuhr Ozzy fort. „Private Varro folgt. Wir nehmen den Seitenschnitt.“

Er sprang vom Betonblock hinunter in den flachen, feuchten Sand, geduckt, die Waffe eng vor dem Körper. Rinna war bereits an seiner Seite, lautlos und wach, während Hennik Varro hinter ihnen mit seiner stoischen Schwere vorankam, als wäre Kugel- oder Blasterfeuer lediglich ein weiterer Wetterzustand. Ozzy führte sie entlang einer verrosteten Kranbasis und dann hinter die dunkle Wand eines halb aufgebockten Versorgungsrumpfs, dessen Schatten tief genug war, um drei Körper zu verschlucken. Vor ihnen hörte man nun deutlich die feindliche Gruppe. Kurze Befehle. Das Rascheln von Stoff an Buschwerk. Ein Metallteil, das gegen eine Rüstung schlug. Sie kamen diszipliniert, aber nicht lautlos. Sie glaubten, ihre Eile sei wichtiger als ihre Unsichtbarkeit. Ozzy verlangsamte den Atem, denn hier würde entschieden werden, ob das Gefecht am Dock ein Befreiungsschlag oder ein Massaker wurde. Er legte zwei Finger an die Kante des Rumpfs, spähte kurz und sah den ersten Helm zwischen Farnen und Strauchwerk auftauchen, dann einen zweiten, etwas tiefer, dann den schwachen Schimmer eines Rangabzeichens.

„Da bist du ja“, dachte er stumm.

Hinter ihnen begann Private Vorrs Repetierblaster zu arbeiten, zwei kurze, kontrollierte Feuerstöße, genau wie befohlen. Der Sand an der falschen Strandkante explodierte in Funken und Staubfontänen. Für einen Augenblick zögerte die heranrückende Gruppe, nur einen Wimpernschlag, aber das war im Krieg oft genug Zeit, um Männern das Leben zu nehmen.

Ozzy hob die Hand und das Rudel setzte an.


Kashyyyk ||| Wawaatt-Archipel ||| Imperiale Nebeninsel ||| zerstörte Sendestation, Küstenabschnitt vor dem Trockendock
 
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