Bastion

[Bastion - Bastion Center - Darth Arthious-Gedächtnishalle - Lord Forrester und Lord Warrington (beides NPC)]



Bastion Center war eine beeindruckende Stadt. Auf dem Weg zur Darth Arthious-Gedächtnishalle, in der heute Abend eine Benefizgala des Imperiums stattfand, kamen sie an einer ganzen Reihe monumentaler und mächtiger Gebäude vorbei. Doch die Halle selbst stellte den Rest den sie bisher gesehen hatten in den Schatten. Das Gebäude, einige dutzend Stockwerke hoch und bethront von einer imposanten Kuppel stellte auch von Weitem einen Blickfang dar.

Doch erst aus der Nähe erkannte man die Details und die Feinheit des Baus. Die Außenverkleidung bestand aus beinahe fugenlos aneinandergesetzten Steinelementen und der Weg zur marmornen Eingangstür war von einigen gigantischen Statuen, welche wohl den ehemaligen Imperator Arthious darstellten, gesäumt.

Als Jonathan Forrester und sein Kollege Edor Warrington, beide Diplomaten im Auftrag des Herzogs von Cirrus, den Taxigleiter verließen, fanden sie sich auf einem gigantischen roten Teppich wieder, der bei besagten Marmortüren und einem Rezeptionstisch endete.

Hinter dem Tisch stand eine junge Hostess in einem wallenden, roten Kleid.


"Ihre Namen und Einladungen bitte, Sirs", verlangte sie von den beiden Neuankömmlingen.

Die beiden Diplomaten stellten sich höflich vor und übergaben ihre Einladungsschreiben.
Die Dame las die Schreiben in ihrem Infoterminal ein, runzelte die Stirn und versuchte es noch einmal.


"Verzeihung Sirs, aber es sieht aus, als wären diese Einladungen bereits eingelöst worden."

Jonathan Schüttelte den Kopf: "Madam, das kann nicht sein. Wir sind erst vor einer halben Stunde auf Bastion gelandet, haben uns dann zu unserer Unterkunft begeben und sind dann so schnell als nur möglich hierher gekommen."

Die Hostess warf den beiden Cirresen einen ungbläubigen und misstrauischen Blick zu.

"Ich denke dieser Irrtum lässt sich leicht aufklären, Madam", meinte Warrington, "Unser Außenministerium hat darauf bestanden, das Kopien unserer Diplomatenpässe hinterlegt werden." Er reichte ihr seinen Pass. Forrester tat das selbe.

Eine Zeit lang starrte die Dame abwechselnd verwirrt auf ihr Terminal, die Einladungen und die Pässe. Schlussendlich entschied sie wohl, dass ihr diese Angelegenheit nicht gefiel:


"Ich bitte um Verzeihung, Sirs. Aber ich muss meinen Vorgesetzten holen."

Ohne auf eine Antwort zu warten rauschte die Dame davon. Die beiden Cirresen sahen sich nur fragend an. Wie konnte es passieren, dass ihre Einladungen bereits eingelöst waren? Ihr Besuch auf Bastion war geheimgehalten worden, da sich Cirrus eigentlich neutral zu den beiden großen Organisationen, dem Imperium und der Neuen Republik, verhalten wollte. Also sollte auch niemand an Kopien ihrer Karten gekommen sein. Oder war etwa die Sicherheitsüberprüfung zu lasch? Im Imperium?

Noch bevor er sich dieser Frage weiterhin widmen konnte, kam die Hostess in Begleitung eines grimmig dreinblickenden, uniformierten Beamten, welcher die beiden Besucher kurz begrüßte und sich dann dem Display des Informationsterminals zuwandte.

Nachdem er einige Minuten damit verbracht hatte die Einladungen, Pässe und die hinterlegten Informationen abzugleichen, drehte er sich mit wütendem Blick zu einer Kollegen der Hostess im roten Kleid zu.


"Frau Ne Dago, wie kann es sein, dass die Einladungen bereits eingelöst sind?"

Die Angesprochene schwieg und starrte mit zerknirschtem Blick zu Boden.


"Und wie kann es sein, dass jemand sich als diese beiden Gentleman ausgeben konnte ohne sich auszuweisen? Es steht ausdrücklich im System das der Ausweis zu überprüfen ist."

Ohne auf eine Antwort zu warten wandte sich der Beamte an die beiden verwirrt dreinblickenden Auswärtigen, die auf eine Aussage bezüglich dieses kleinen Problems warteten.

"Gentlemen, es tut mir sehr leid was geschehen ist. Sie dürfen natürlich hineingehen." Er nickte ihnen freundlich zu, wandte sich dann aber zu seiner Untergebenen um.

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"Was war dass denn?", fragte Warrington. Jonathan wusste keine Antwort und konnte nur mit den Schultern zucken. Solch ein Patzer sollte bei einer prestigeträchtigen Gala nicht passieren. Vor allem nicht im Herzen des Imperiums. Aber was half es, sich jetzt darüber auszulassen. Sie sollten die Zeit lieber dafür nutzen, wofür sie herher geschickt worden waren: Diplomatie und Geschäftsanbahnungen.

Noch bevor sie sich weit in die gigantische Halle, welche brechend voll war, bewegt hatten, kam eine der vielen umherrschwirrenden Hostessen auf sie zu und bot ihnen Champagner an, den die beiden Gesandten überaus gerne akzeptierten.


"Himmlisch. Es hat sich also schon gelohnt den weiten Weg anzureisen, Forrester", meinte Warrington grinsend an seinen Kollegen gewandt, der bereits ein Glas des Trunkes geleert hatte und die Hostess um gleich ein Neues bat.

"Mein Herr, ich möchte nicht indiskret sein, aber nannten Sie Ihren Begleiter gerade 'Forrester'?"

Man sah der Dame an, dass ihr diese Frage peinlich war. Oder vielleicht tat sie auch nur so. Argwöhnisch betrachtete Jonathan die Angestellte. War sie etwa Informantin oder gar Agentin für den berüchtigten imperialen Geheimdienst?

"Ja, Madam.", antwortete Warrington, "dies ist Lord Forrester und ich bin Lord Warrington. Wir kommen von Cirrus. Dort ist der Name Forrester weit verbreitet. Wieso fragen Sie?"

"Mich wunderte es nur, da ich zuvor zwei Leute mit den gleichen Namen bedient habe. Allerdings mochte dieser Lord Forrester keinen Champagner." Sie pausierte kurz. "Auch wenn er das niemals zugeben würde. Aber er kam auch von Cirrus."

Diese Aussage ließ die beiden Diplomaten staunen. War es möglich, dass die Hostess von eben jenen Personen sprach, die Jonathan insgeheim verdächtigte ihre Einladungen gefälscht und genutzt zu haben.

"Ich denke es wäre interessant, diese beiden Herren zu treffen. Könnten Sie uns zeigen wo sie sich gerade aufhalten?", fragte Forrester unverfägnlich.

Ohne allzuviele Worte beschrieb die Frau ihnen wo die beiden - mutmaßlichen - Hochstapler zu finden seien und verabschiedete sich dann.


Es war schwierig sich den Weg durch die Masse an feingekleideten Herren und Damen zu bahnen, von denen wohl der Großteil eben jener Schicht angehörte, die Lord Forrester am meisten verabscheute. Adelige und Emporkömmlinge, die es um ihrer Selbstbild willen nötig hatten, Andere mit ihrer Garderobe und ihren sündhaftteueren Schmuckstücken zu beeindrucken. Kopfschüttelnd schob er diese Leute vor sich her, bis sich eine Gasse bildete und er ungehindert vorankam.

Laut der Schilderung der Hostess befanden sich die beiden Betrüger bei den Stehtischen in der Nähe des Buffets. Nur hatten sie leider vergessen zu fragen, wie die Beiden aussahen.

Es fanden sich dutzende solcher Tische, jeder mit Leuten besetzt, die ihre Zielpersonen sein konnten. Allerdings befand er es als zu riskant, Fragen zu stellen, also gingen er und Warrington durch die Reihen und versuchten den Unterhaltungen zu lauschen.

Nachdem sie den Großteil der Stehtische durchkämmt und die gesuchten Personen nicht gefunden hatten, gaben die Beiden diese Suchstrategie auf und beschlossen sich am Buffet zu bedienen und sich an einen der Tische zu stellen. So, dachte Jonathan, würden sie in einer unaufälligeren Postion beobachten können. Doch noch bevor sie das üppige Essensangebot erreichten schnappte er etwas auf:


"... nicht auch, Warrington?"

Er bedeutete seinem Kollegen ihm zu einem der benachbarten Tische zu folgen. Als sie die Unterhaltung der beiden gutkleideten, jungen Herren am Nachbartisch etwas länger gefolgt waren, beschloss der echte Warrington dem ganzen ein Ende zu setzen. Er begab sich unter dem Vorwand die Toilette nutzen zu müssen in Richtung des Ausgangs und kehrte mit mehreren Männern des Sicherheitsdienstes, unter anderem jenem Beamten, welcher sie eingelassen hatte, zurück.

"Das sind sie.", er zeigte auf die beiden Betrüger. Der Beamte nickte und seine Männer griffen schnell zu. Diskret, ohne großes Aufsehen zu erregen, führte man die beiden Hochstapler in Richtung des Eingangs. Als sich die Gruppe fortbewegte konnte Jonathan noch einen Wortfetzen aufschnappen:


".. bringt Sie zu Graf Sturn ..."



[Bastion - Bastion Center - Darth Arthious-Gedächtnishalle - Lord Forrester und Lord Warrington (beides NPC), Zoey Liviana, Steven und Michael, Janus Stun, Voth Terrix, Sane alias Krayne, Chronor Tallax und Saphenus, Jorax Kevora, Ghost Squad (NSC), Edgar, Shadif]

[OT: Man möge mir evtl Logikfehler und auch die Ausdrucksweise verzeihen, aber es ist einfach zu warm ...]
 
- Chief Clerk Zander Wilks, COMPNOR, Coalition for Progress –

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle, bei den Exponaten]- Chief Clerk Wilks, Gäste

Zander Wilks warf der vor ihm durch einen Kasten aus Transparistahl geschützten Skulptur eines Künstlers Namens Asso Pic einen abschätzigen Blick zu und konzentrierte sich dann auf seinen Datenblock, um eine Reihe von Eintragungen in einem vorgefertigten Formular vorzunehmen, ehe er seine Arbeit an diesem speziellen Ort dadurch abschloss, dass er eine Holoaufnahme der Skulptur mit der in den Datenblock integrierten Kamera anfertigte.

Wilks, ein nicht ausnehmend großer, von der Last der Jahre gebeugter Mann mir schwindendem Haaransatz und einem stets müde wirkenden Blick, war ein langjähriges Mitglied und fast ebenso ein langjähriger Angestellter der Kommission zur Erhaltung der Neuen Ordnung und hatte es in den Rängen dieser Organisation bis zum wenig eindrucksvollen Rang eines Chief Clerk gebracht, ohne dass es Anzeichen dafür gegeben hätte, dass er von dieser Position jemals eine höhere Laufbahn würde einschlagen dürfen. Als Funktionär der Gruppe zur Einschätzung und etwaigen Beschlagnahmung potentiell der Neuen Ordnung entgegenstehender Kunstwerke war es seine Aufgabe, Gegenstände, die von ihren Erschaffern – und Teilen der Gesellschaft, die Wilks nie verstehen würde – als „Kunst“ bezeichnet wurden, zu katalogisieren, zu beurteilen und in regelmäßigen Berichten seinen Vorgesetzten zu melden. Bisher gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass auch nur einer der etlichen Berichte, die er in seinem Dienst verfasst hatte, auch nur gelesen, geschweige denn beachtet worden war.

Doch es war nicht der schlechteste Job. Die Bezahlung war akzeptabel und wenngleich er seinen Pflichten die meiste Zeit über in muffigen Speichern oder obskuren Kunsthandlungen nachkam, waren Galas wie jene, von der Gesellschaft für die Schönen Künste ausgerichtete Benefizveranstaltung eine willkommene Abwechslung, auch wenn sie zwangsläufig bedeuteten, dass Wilks sich unter Leute begeben musste – unter die falsche Sorte Leute. Anders als die überwältigende Majorität der Anwesenden trug er als Funktionär der COMPNOR keinen sündhaft teuren Anzug oder ein ausgefallenes Kostüm, sondern lediglich eine schlichte, graue Uniform, deren einziger Schmuck die beiden Pins in Form des imperialen Wappens waren, die sich am Kragen befanden. Natürlich war ein willkommener Effekt dieser Kleidung, dass die übrigen Gäste der Gala einen weiten Bogen um ihn und die Kunstwerke machten, die für den Moment seine Aufmerksamkeit erlangt hatten. Egal wie wohlhabend und egal wie vermeintlich einflussreich – jedes Individuum auf Bastion wusste, dass es eine schlechte Idee war, in den Fokus der Kommission, selbst ihrer rangniedrigsten Vertreter, zu geraten. Und so blieb Wilks lästiger, heuchlerischer Smalltalk mit all den Parasiten und Schmarotzern erspart, die Galas dieser Art besuchten.

Ein lautes Schmatzen kündete davon, dass sich nun doch jemand in Wilks‘ unmittelbare Nähe begab – was nur heißen konnte, dass es sich um seinen Mitarbeiter, Clerk Jay Dante, handeln musste. Der bedeutend jüngere – und bedeutend breitere – Mann balancierte einen Teller, auf dem er offenkundig einen Rekordversuch angestellt hatte, so viele Leckereien vom Buffet auf so wenig Raum wie möglich anzuhäufen. Wilks‘ missbilligenden Blick ignorierte Dante vollkommen und stopfte sich einen weiteren Appetithappen in den Mund, bevor er – noch im Kauen – das Wort ergriff.

„Ich weiß nicht, warum du dir nicht zumindest den Vortrag der Weißhelme angeschaut hast.“

Genüsslich leckte der Clerk sich seine Finger ab.

„Bei deiner patriotischen Ader hätte das doch sogar in dir Glücksgefühle freisetzen müssen, wenn du schon keine Lust auf das Essen hier hast.“

„Wir haben hier einen Job zu erledigen“, erinnerte Wilks seinen formal Untergebenen verdrießlich.

„Und wenn wir bei der Masse an… „Kunst“ hier rechtzeitig fertig werden wollen, dann haben wir keine Zeit fürs Gaffen.“

Er bemühte sich um einen strengen Blick.

„Oder fürs Essen.“

Dante lachte spöttisch.

„Ach ja, ich vergaß. Damit Assistant Secretary Wellback noch einen Bericht auf seinem Schreibtisch liegen hat, den er nicht lesen wird.“

Ein leichtes Kopfschütteln folgte.

„Entspann dich, Wilks. Kostenloses Essen, Drinks, hübsche Frauen… was will man mehr?“

„Ich wüsste da einiges“, entgegnete Wilks, keinen Deut besser gelaunt.

„Zum Beispiel, dass man keiner verfluchten Republikanerin erlaubt, vor Publikum aus ihrem entsetzlichen Buch zu lesen und über die ach so beklagenswerten imperialen Opfer zu schwadronieren… Friedensvertrag hin oder her.“

Am liebsten hätte er verächtlich ausgespuckt.

„Die Toten von Denon und Corellia würden sich verdammt noch Mal im Grab umdrehen, wenn sie das wüssten!“

Dante schien von der plötzlichen Gemütsregung seines Vorgesetzten wenig beeindruckt und zuckte lediglich mit den Achseln.

„Das ist jenseits meiner Gehaltsstufe, Boss. Und deiner.“

Dann zwinkerte er Wilks zu allem Überfluss auch noch zu.

„Und wenn du dir diese „verfluchte Republikanerin“ mal angesehen hättest, würdest du vielleicht anders denken.“

Eine entsprechend scharfe Reaktion des Chief Clerk wurde durch das Zirpen des Comlinks an Dantes Uniformgürtel unterbrochen, welches dieser sehr geschickt (angesichts der Tatsache, dass er immer noch seinen üppig befüllten Teller hielt) an sich nahm.

Dante?“

Die Augen des Clerks weiteten sich überrascht.

„Assistant Secretary Wellback? Ja. Ja, Sir, der ist bei mir. Ja. Natürlich, Sir.“

Dante schluckte mühsam.

„Ich sag’s ihm, Sir.“

Als er sein Comlink wieder sinken ließ und Wilks vielsagend ansah, war eine gute Portion seiner guten Laune augenscheinlich verschwunden. Ungeduldig verschränkte Wilks die Arme vor der Brust.

„Also? Was wollte Wellback?“

„Es… es geht um den Organisator der Gala. Sturn.“

Rasch trat Dante einen Schritt näher an Wilks heran und senkte seine Stimme zu einem verschwörerischen Flüstern.

„Sein Name ist auf der letzten Sitzung des Select Committee gefallen. Der Vorsitzende war… sehr interessiert.“

Wilks Augen weiteten sich bei diesen Worten leicht. Der Vorsitzende der Kommission, Omer Hessarian, war für Leute wie ihn und Dante üblicherweise so weit entfernt wie Bastion von Hoth.

Wellback will, dass wir ein Auge darauf haben, was hier auf der Gala so passiert… auch abseits der Kunstwerke.“

Ungläubig schüttelte der Clerk mit dem Kopf.

„Uns wurde sogar ein temporärer ISB-Kontakt zugewiesen! Für Notfälle.“

Ungeachtet des Rasens seines Herzens nickte Wilks gefasst. War das die Chance, auf die er schon nicht mehr gewartet hatte?

„Ich denke, du musst diesen Teller loswerden.“

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle, bei den Exponaten]- Chief Clerk Wilks, Clerk Dante, Gäste
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Großer Trainingsraum - Kerberos, Sharoh, Hybris und Rake (NPC) und drei Zabrak mit unbekanntem Rang (NPC)]
Es kam tatsächlich zu keinem echten Kampf. Rake fackelte nicht lange, sondern stellte sich einfach zu seinem Zabrak, packte diesen an der Schulter um ihn zu sich umzudrehen und sagte dann etwas in seinem gebrochenem Basic. Was auch immer er sagte, das in Kombination mit seinem zwei Köpfe größeren Körper, der sogar noch mehr Muskeln besaß als die der Sith Anwärter, reichte aus um den rothäutigen Nicht-Menschen zu vertreiben. Sharoh tat es ihm gleich, womit bewiesen war das auch der Trandoshaner über eine gewisse Intelligenz verfügte. Wie auch der Feeorin hätte er sie im Endeffekt auch in einem Zweikampf schlagen können. Doch im Gegensatz zu Rake hatte Sharoh keine Ahnung was genau auf ihn zukam. Und was tat Kerberos? Nichts, das einer Erwähnung wert wäre, sodass Hybris einfach nur abwartete bis seine drei Apprentice wieder vor ihm standen.

„Diese Lektion könnt ihr euch merken. Innerhalb des Ordens sind Dinge wie Rivalität und Kämpfe zwar erlaubt, doch Tote will man nicht sehen. Je höher der Rang, desto größere Probleme gibt es, solltet ihr euch nicht daran halten. Noch schützt euch niemand vor einem anderen Executor, der sich dafür rächen will das ihr seinen Schüler oder Informanten umgebracht hat. Mich eingeschlossen. Ihr seid noch keine Auseinandersetzung mit einem solchen Gegner wert, also lasst es nicht drauf ankommen.“

Hybris vollführte ein paar Gesten und einige Augenblicke später standen sich der Executor und seine drei Schüler gegenüber.

„Bevor wir mit den eigentlichen Übungen anfangen, werde ich euch einen kurzen Einblick in eure wahre Macht gewähren. Als ich sagte das ihr Potenzial habt, meinte ich damit immer eure Verbindung zur Macht. Wie gut könnt ihr theoretisch mit ihr interagieren, wie mächtig könnt ihr werden. Dieser Punkt in eurem Leben ist bereits vorherbestimmt. Unabhängig davon wie erfahren ihr seid, die Menge an abrufbarer Macht bleibt stets die selbe. Mag sein das es Ausnahmen gibt, doch diese zu erlangen ist mehr Zufall als ein Zeichen von Können. Realistisch betrachtet ist es wahrscheinlicher, dass ihr von einem Asteroiden am Kopf getroffen werdet, als das ihr jemals mächtiger sein werdet als jetzt. Das Training soll euch lediglich erlauben die von der Natur gegebene Macht effizienter zu nutzen. Doch nun zu eurem Potenzial. Setzt euch mindestens drei Meter voneinander entfernt auf den Boden.“

Rake saß von Hybris aus gesehen ganz links, dann kam Sharoh und rechts schließlich Kerberos. Hybris spürte in ihnen eben jene Aufregung, wie auch er sie immer dann verspürte, wenn sich etwas anbahnte das sein Leben verändern würde. Zuletzt als er das Schwert bekommen hatte und in Zukunft vielleicht wenn er zum Sith Lord gemacht werden würde. Dieses Gefühl war einzigartig und eines der wenigen, welches Hybris genau so spüren konnte wie seine Schüler.
Als das Trio schließlich saß, öffnete sich Hybris ein wenig der Macht. Es würde dafür sorgen das Sith in der Nähe seine Aura würden spüren können, doch für die Kostprobe war das notwendig.
Zuerst umgab er jeden Apprentice mit einer eigenen Machtblase. Diese konnte, genug Macht in sie investiert vorausgesetzt, sogar das Gewicht einer einstürzenden Höhle standhalten, doch dieses mal reichte es aus wenn sie einfach nur jedes Geräusch, jede noch so winzige Erschütterung und durch die Macht übermittelte Empfindung blockierte.
Da Hybris in etwa genau so telepathisch veranlagt war wie ein in der Sonne verfaulender Hutte, konnte er seinen Schülern natürlich nichts mehr mitteilen, sondern sie einfach nur ins kalte Wasser stoßen. Von jetzt auf gleich würde ihre bisher so winzige Welt auf die Größe des Universum anwachsen. Zuvor konnten sie vielleicht sogar Insekten hören oder deren Geruch wahrnehmen, vielleicht haben sie sogar Staubflocken im Zwielicht sehen können und Gefühle und Emotionen instinktiv bemerkt, doch das war nichts im Vergleich mit den Machtsinnen und verstärkten körperlichen Sinnen von jemandem, der die volle Leistung der Macht zu spüren bekam. Hybris war gespannt wie sie darauf reagieren würden. Das tat jeder auf seine Weise, so sorgten bei ihm solche Momente zum Beispiel für eine Art Starre und Visionen von seiner glorreichen Zukunft. Doch die drei Apprentice waren ja auch noch nicht so weit wie er. Sie betrachteten die Macht und ihre Möglichkeiten vom Boden aus, während Hybris zumindest schon ein paar Meter darüber in der Luft schwebte...

Als das ungleiche Trio den Eindruck erweckte sich an die vollständige Isolation gewöhnt zu haben, streckte Hybris seine mentalen Machtfühler nach ihnen aus. Ein jeder Geist wurde von Geburt an vor den wahren Ausmaßen der Macht geschützt, genauer gesagt wurde sie dem Individuum, ob nun Humanoid oder einfaches Tier, vorenthalten. Ob die Evolution sich etwas dabei gedacht hatte oder es einfach nur Zufall oder halt einfach nur so war, war ja im Grunde irrelevant. Es war so und schützt dann vielleicht auch nicht ganz ohne Grund die Umwelt vor den Taten eines Wesens, welches schon wenige Sekunden nach der Geburt über die Macht eines Imperators verfügte und deshalb wohl auch alles um sich herum aus einem nichtigen Grund wie Hunger ausradieren würde. Babys halt. Das Problem für einen jeden angehenden Schüler der Macht war aber halt, das diese Speeren im Geiste nicht von allein verschwanden. Weder man umging sie mit jenem emotionalen Ausbruch, welchem wohl nicht einmal die Evolution vorhergesehen hat und explodierte förmlich mit seiner Macht, wobei man dabei alles zerstörte was man zu diesem Zeitpunkt als lästig empfand oder man löste die Barrieren durch Training. Das waren aber nur die zwei „normalen“ Wege. Hybris ging den dritten, eher unkonventionellen und nicht weniger gefährlichen Weg. Einem Kind die Macht eines Imperators und die Möglichkeit zur Nutzung dieser Macht von jetzt auf gleich in die Hand zu drücken, war, oh welch Wunder, keine besonders gute Idee. Doch Hybris glaubte es unter Kontrolle zu haben. Wobei man „glaubte“ nicht mit „ich vermute mal“ oder „wahrscheinlich“ gleichsetzen durfte. Schließlich konnte er bei der Aktion sterben, sollte er sich überschätzen. Er war sich also wirklich sicher es kontrollieren zu können.

Das Trio war also bereit und Hybris bereits in ihren Köpfen. Da das, was er dort spürte, nicht gesehen, sondern nur mit dem Machtsinn wahrgenommen werden konnte, war es schwer sein Tun zu beschreiben, doch müsste man es, könnte man sagen das er all jene „abwehrenden Schichten“ um den Verstand herum durchbrach. Jedes lebendige Wesen besaß diese Abwehr und schützt einen vor all jenen Dingen die den Geist angreifen konnten. Das fing schon bei den Emotionen und Gefühlen an, sodass zum Beispiel die meisten Mitglieder eines Spezies keine Phobien entwickelten oder aus anderen Gründen wahnsinnig wurden. Weiter schützten diese unsichtbaren und auch nicht messbaren Barrieren den Geist vor den Auswirkungen der Macht. Doch nur so weit wie die Evolution es hatte „voraussehen“ können. Sprich, sie schützten nur vor natürlichen Dingen. Die starke dunkle Präsenz der dunklen Seite, wie sie im Sith Orden anzutreffen war, gehörte nicht dazu. Die Natur brachte so etwas nicht von sich aus hervor, also konnte der Verstand davon angegriffen werden. Aber das Individuum wurde vor sich selbst geschützt, also auch davor so viel Macht auf einen Schlag nutzen zu können. Diese nur fühlbaren Barrieren durchstieß Hybris nun mit einer Macht, die für genau diesen Zweck geschaffen worden war. In abgewandelter Form konnte man damit auch intelligente Wesen manipulieren oder gar übernehmen. Sith, aber auch Jedi, taten es jeden Tag. Und wenn man mit dieser Macht andere kontrollieren konnte, konnte man damit natürlich auch ihren natürlichen Schutz vor der Macht durchbrechen. Es bedurfte nur einer Anpassung.
Erst eine, dann gleich zwei auf einmal, bis hin zur letzten Barriere. Metaphorisch ausgedrückt steckten Hybris Tentakeln am Ende in über zehn verschieden dicken Mauern, bohrten sich in den Verstand der Apprentice und blieben erst einmal nur stecken. Wie bei einem Messer oder einem anderen Gegenstand, welcher in einem noch lebenden und mit Blut gefüllten Organismus steckte, passierte so lange nichts, bis er sich zurück zog und das eigentliche Loch entstand... und er zog sich zurück. Ließ den Verstand der Apprentice ungeschützt zurück. Wären sie durch seine Machtblasen nicht vor der dunklen Seite geschützt, sie wären binnen kürzester Zeit zu dem geworden was unten in den Kellergewölben der Alchemisten lauerte...

Aus Hybris Sicht war es so, als wären drei schwarze Stern, gefüllt mit Emotionen, Gefühlen und Möglichkeiten direkt neben ihm aus dem Nichts heraus gewachsen. Das Anschwellen von solch einer Macht in solch einer unmittelbaren Nähe zu ihm strapazierte seine mentalen Schilde aufs äußerste. Es fühlte sich einfach grandios an, besser als jedes Adrenalin, jede Droge, jeder durch den Gebrauch der dunklen Seite hervorgerufene Rausch. Es war als würde die Macht ihm in diesem Augenblick alles bieten und nichts dafür verlangen. Es war diese Art von Verheißung wie sie schon viele Sith Anwärter verlockt und schließlich in die Abgrund gezogen hatte. Wäre Hybris nicht schon so lange dabei gewesen, er wäre darauf eingegangen. Und wäre dann, vielleicht nur zwei Minuten später, als ein anderer Mensch wieder aus dem Strudel herausgetreten. Nicht mit einer völlig anderen Persönlichkeit, dafür aber ohne seinen jetzigen klaren Verstand und Scharfsinn. Als wäre die dunkle Seite ein Meer, welches nicht zehn Millionen mal, sondern nur einmalig über einen Stein schwappen musste um ihn zu glätten, wäre jede Eigenschaft, die Hybris zu dem machte was er war, abgeschliffen worden. Und dann wäre es nur noch ein Katzensprung zur völligen Aufgabe und dem Wahnsinn...

[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Großer Trainingsraum - Kerberos, Sharoh, Hybris und Rake (NPC) und drei Zabrak mit unbekanntem Rang (NPC)]
 
|| Bastion ▫ Sith - Tempel ▫ Hangar 3 || ▫ Enui & Samur

"Ja Meister, ich werde mich sofort darum kümmern" beeilte sich Samur zu sagen und lies seine Ausrüstung einfach fallen und sah sich im Hangar schnell um. Mit eiligen Schritten, den er wollte Enui nicht zu lange warten lassen, rannte er auf ein Büro zu. Sein Meister konnte ungehalten werden, wenn man ihn zu lange warten lies und das war nicht ratsam. Den beim nächsten Training musste er das vielleicht Ausbaden und das konnte Enui, sehr Schmerzhaft werden lassen.

Auf eine morbide Art fühlte Samur so gar so etwas wie Dankbarkeit, das Enui so viel Potenzial in ihm sah und sich die Mühe mit ihm machte. Mitleid konnte es, auf jeden Fall nicht sein, sein Meister war einfach nicht der Typ dafür. Im inneren des Büros, war es im Vergleich zum Hangar, recht still. "Ich brauche auf der Stelle ein Schiff für meinen Meister" brach es aus Samur hervor und sah sich um. Nach einem kurzen Moment und dem eher zweifelnden Blick eines Mannes, merkte Samur, das es wohl ein wenig mehr Angaben hilfreich wären. Einen Moment überlegte Samur, wie lange es wohl dauern würde, um ihn von einem Gelehrten in einen Krieger, was auch immer zu verändern. "Ein paar Monate, werden wir das Schiff wohl brauchen, es muss für mindestens zwei Personen ausgelegt sein."

Nach einigen hin und her, bekam Samur ein Svelte Klasse Shuttle zugeteilt. Mit dem er eigentlich recht zufrieden war. es war zumindest groß genug um sich nicht zu nahe auf der Pelle zu sitzen. Mit den Codeschlüsseln, des Raumschiffes in der Hand beeilte Sich Samur, zurück zu seinem Meister zu kommen. Wirklich glücklich, sah dieser irgendwie nicht aus, über die Wartezeit. "Wir haben ein Schiff Meister" und er beeilte sich seine Ausrüstung wieder vom Boden aufzusammeln. Nach einen rund um Blick, steuerte Samur eine Wartungsbucht, mit einem Svelte Shuttle an.

Er brachte seine Sachen an Bord und stellte diese achtlos in irgend einer Kabine einfach ab. "Ich bereite das Schiff auf den Start vor" beeilte sich Samur zu sagen. Er würde leider nicht mehr lange die Möglichkeit haben, mit Technologie umzugehen, wenn sie erst einmal sein Überlebenstraining begonnen hatten. Ob sein Meister überhaupt mit einem Schiff umgehen konnte wusste er nicht einmal genau. Er war den Typ Shuttle noch nie geflogen, aber im Grunde war es gar nicht einmal so schwer. Die meisten Schiffe funktionierten nach dem gleichen Prinzip. Dazu kam, das es ihm schon immer leicht gefallen war, mit Raumschiffen und anderen Technologien umzugehen. Die Knöpfe waren zum Glück auch alle beschriftet. Was sehr hilfreich war. Langsam begann das Schiff zum Leben zu erwachen, Energie verteilte sich im Schiff von System zu System und führten die automatischen Startchecks durch. Samur reichte einen Flugplan ein, in dieser Zeit.

Nach ein paar weiteren Minuten waren alle Meldungen im Cockpit alle grün und das Schiff somit startbereit. Langsam, nur in Schrittgeschwindigkeit startete das Shuttle und bewegte sich auf den Eingang des Hangars zu. Zumindest schaffte er das, ohne irgend einem anderen Fahrzeug, eine Beule zu verursachen. Zufrieden steigerte Samur die Geschwindigkeit, im Freien und stieg steil nach oben auf. Auf übermütige Flugmanöver verzichtete er lieber, dazu schwebten zu viele Kriegsschiffe im Parkorbit über Bastion und diese konnten nervös reagieren. Samur war sich immer noch nicht ganz im klaren, was da wohl auf ihn zu kommen würde, die Vorstellung ganz ohne Technologie auszukommen, hatte schon etwas erschreckendes für ihn. Sein Meister musste das wohl erkannt haben irgendwie. Na gut Samur war Realist genug um selber zu merken, das er schon irgendwie ein Nerd war.

Schlamm, Insekten, Raubtiere, giftige Pflanzen und noch schlimmeres würden ihn erwarten, überlegte er, als er sich daran machte, den Hyperraumkurs zu berechnen. Ein wenig entspannte er sogar dabei. Höhere Mathematik, hatte zum Glück manchmal diesen Effekt auf ihn. Irgendwie klang das, wie seine ganz persönliche Hölle. Aber abbringen würde er seinen Meister wohl kaum dazu, diese Diskussion konnte er sich wohl, mit ihm sparen. "Der Kurs liegt jetzt an Meister" rief Samur, nach hinten, aus dem Cockpit heraus. "Wir springen in zwanzig Minuten, wenn wir das Schwerkraftfeld von Bastion verlassen haben"

|| Bastion ▫ Orbit || ▫ Enui & Samur
 
[Weltraum | Sartinaynian-System | Bastion | Center | Sithtempel | Domäne der Lernenden | Großer Trainingsraum ] Kerberos, Sharoh, Hybris und Rake (NPC) und zwei Zabrak mit unbekanntem Rang (NPC)


Wenig überrascht stellte der Trandoshaner fest, dass sich wohl beide seiner Mitschüler sich der gleichen Möglichkeit bedient hatten, die Zabrak aus dem Raum zu lotsen. Ehrlich gesagt hätte er es gerne gesehen, wie sich Kerberos auslaugt und in einer späteren Übung schon von vorne herein weniger Chancen auf einen Erfolg hat. Rake hatte mal wieder bewiesen, dass er zwar nicht unbedingt dumm war, jedoch was die Manieren anging noch auf dem Niveau eines unerzogenen pubertären Jungen mittlerer Schulreife war. Nur durch seine schiere Körpergröße hatte er genug Überzeugungskraft rüberbringen können, um den fremden Anwärter zu vertreiben. Und Kerberos ? Nun er war genauso provokativ wie sonst auch. Jedoch hatte sein Gegenüber wohl schon Bekanntschaft mit Hybris gemacht, oder zumindest ein gutes Auge dafür, wem man sich widersetzen sollte und wem nicht. Also ging auch er mit zerknirschtem Blick Richtung Ausgang des Trainingsraumes.


Kaum war das Quartett wieder vollständig übernahm auch Hybris erneut das Wort. Nun war es relativ klar, dass selbst hier im Sith-Tempel Mord und Totschlag nicht unbedingt gerne gesehen war. Immerhin war es Ressourcen Verschwendung eine Person auszubilden, nur damit sie im nächsten Gang von einem neidischen Mitschüler umgebracht wurde. Mit einem verächtlichen Seitenblick musterte Sharoh den tätowierten Humanoiden. Ob er sich daran halten wird ist ein Würfelwurf. Zwar ist er nicht dumm, jedoch war die eindeutige Aussage, desto niedriger der Rang, desto geringer der Ärger. Ich sollte besonders Augen und Ohren offen halten. Der Trandoshaner fürchtete sich nicht vor Kerberos. Ganz im Gegenteil. Er war ein großer Freund von Rivalitäten und Konkurrenz. Jedoch schien dieser Rivale alles andere als alle Latten am Zaun zu haben. Zumindest was das rationale Denken anging schien der Mensch nicht wirklich fähig zu sein.


Ebenfalls machte sich der Reptiloid Sorgen, dass der Konflikt mit dem schwarz-Haarigen Anwärter am letzten Abend noch seine Folgen haben würde. Sharoh war sich vollkommen unsicher, wer überhaupt der Meister dieses Jungen war und nun er hatte ihn nicht umgebracht, aber hatte er einige Verletzungen abbekommen, die ihm beim Training im Weg sein könnten, oder besser gesagt seinem Meister. Mach dich nicht lächerlich. Der wird sich schon nicht dermaßen anstellen und zu den Füßen seines Meisters kriechen, nur um sich an mir zu rächen.


Nun wurde es spannend. Hybris erläuterte näher, was die nächste Übung darstellen würde. Nun war es weniger eine Übung, als eine Vorführung, da es anscheinend für die Drei Anwärter nicht viel zu tun gab als zuschauen und genießen, während der Executor sie an der vollen Frucht der Macht kosten ließ. Realistisch betrachtet ist es wahrscheinlicher, dass ihr von einem Asteroiden am Kopf getroffen werdet, als das ihr jemals mächtiger sein werdet als jetzt. Als Sharoh das hörte wurde er aufgeregt. Fast wie ein Kind, dass aufgrund seines Geburtstages nicht einschlafen konnte, war es sehr schwierig ein Lächeln zu unterdrücken. Nun hatte er außer in dem Kampf gegen den Reek nichts von der Macht in dem Sinne mitbekommen. Nur der Anwerber und Hybris sprachen von großem Potenzial und bis zu diesem Punkt hatte er einfach darauf gehofft, dass die beiden Recht damit hatten. Nun warum sollten sie auch lügen, immerhin rekrutieren sie für ihren eigenen Orden. Es wäre nutzlos Wesen von so weit weg her zu bringen, nur um sie hinterher bloß noch als Zwangsarbeiter zu nutzen.


Wie befohlen setzte sich der Trandoshaner in einem Schneidersitz auf den Boden zwischen die beiden anderen Anwärter. Das Herz des Reptiloiden klopfte und mit weit aufgerissenen Augen wartete er darauf, dass etwas passierte. Plötzlich wurde alles dunkel um Sharoh. Und nicht nur das, es war als ob jemand alle seine Sinne betäubt hatte, außer das fühlen. Denn er konnte noch ausmachen, er hatte sich nicht von der Stelle bewegt, er saß immer noch auf dem gleichen Trainingsmatten wie vorher auch. Eine bedrückende Stille umgab ihn, es war schwärzer als es eine natürliche Nacht sein konnte. Zwar wusste der Trandoshaner nicht, was es damit auf sich hatte, jedoch blieb er sitzen, schloss die Augen und beruhigte sich. Nach einigen Sekunden sengte sich sein Puls und er konnte seine Gedanken wieder sortieren, die sich bisher überschlagen hatten, was genau passiert war.


Auch dafür wurde ihm keine Zeit gelassen. Als würde man plötzlich ein riesiges Tor öffnen, durch das Wasser in ein Tal schoss, überkamen ihn eine viel Zahl an Emotionen, Eindrücken, Gedankengängen. Seine Haut kribbelte und wurde warm, ohne die Augen zu öffnen konnte er alles um sich herum wahrnehmen und er fühlte sich auf eine komische Weise unglaublich lebendig und mächtig. Die Gefühle überfluteten ihn, Hass, Angst, Zorn, aber auch positive Gefühle fanden Einklang und überrollten seinen Geist. Seine Haut fühlte sich immer wärmer an und fing an zu brennen während die Dunkelheit in der er saß ihn zu verschlucken drohte und die Gefühle ihn vollends zu übermannen schienen. Verzweifelt versuchte sich Sharoh zu wehren , aus diesem Sog zu treten. Sein Atem beschleunigte sich, sein Herz raste und er ballte seine Hände zu Fäusten wobei sich seine Krallen in die Hand bohrten. Mehr und mehr dreschte es auf ihn ein, mächtiger und immer mächtiger fühlte er sich wäre er selbst eine Sonne , nein er fühlte sich wie das Zentrum des Universum und die Sterne um ihn herum waren all die anderen Machtnutzer. Viele von ihnen klein und unbedeutend aber wenige überstrahlten selbst ihn noch. Doch dann wurde er von einer Dunkelheit verschluckt, Zorn, Neid und Hass übermannten ihn.


Es war als hätte jemanden das Tor wieder geschlossen, die Hitze wurde weniger und das kribbeln ging zu einem Minimum zurück. Seine Sinne schrumpften zurück auf das was sie vorher waren, jedoch fühlte sich der Trandoshaner als wäre er tausend Jahre gealtert, als hätte er Äonen verbracht in dem Sog voller Macht und den Stürmen aus Gefühlen und Reizen. Sein Atem senkte sich wieder, jedoch fühlte sich Sharoh verändert. Neben Erschöpfung hatte sich das kribbeln, dass eindeutig nicht natürlicher Natur war nicht aus seinen Armen zurückgezogen. Als sich die Machtblase des Executors öffnete, starrte Sharoh nur auf seine Hände und sprach atemlos.


"Das ist sie also, die Macht. . ."


[Weltraum | Sartinaynian-System | Bastion | Center | Sithtempel | Domäne der Lernenden | Großer Trainingsraum ] Kerberos, Sharoh, Hybris und Rake (NPC)



 
[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | unter den Gästen] Voth Terrix, Janus Sturn; in der Nähe: Chronor Tallax; weiter entfernt: Saphenus, Zoey Liviana, Yui (getarnt); weiter weg: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester; außerdem Jorax Kevora + Ghost Squad (NSC) und Edgar

Einzelne, wenige Worte und kleine Gesten anderer Personen konnten in Lebewesen oft verschiedenste Emotionen auslösen. Ein Mann, der seine ganze Überzeugung in einige wichtige Worte an eine Frau gelegt hatte, konnte durch ein Lächeln und eine Erwiderung ebenjener Worte aufblühen; ein Trauernder konnte durch freundliche Worte aufgemuntert werden. Genauso reichte ein hasserfüllter Satz oftmals, um jemandem das Herz zu brechen, genauso wie die Übermittlung einer erschütternden Botschaft.

Wenn auch weit weniger dramatisch, so lösten das aufmunternde Gesicht
Janus' und seine wenigen Worte auch etwas in Voth aus. Sofort spürte er, wie die Anspannung, die durch die plötzliche Zusage zur Unterstützung von Lord Saphenus' Rache entstanden war, von ihm abfiel, als der Graf offenbarte, dass diese Entscheidung die Lage zwar verändert hatte, aber keinesfalls negativ. So hätte man die Vendetta des Zabrak ohnehin zwangsläufig unterstützen müssen, wenn man eine funktionierende Zusammenarbeit aufrecht erhalten wollte.

Erleichtert atmete Voth aus, seine Züge entspannten sich. Nicht, dass er besondere Angst vor Konsequenzen gehabt hätte; er wusste, dass
Janus ein Mann war, der auf so gut wie jede Situation eine Lösung hatte. Nein, vielmehr verdankte Voth dem Sith unglaublich viel und wollte ihn schon deshalb aus rein persönlichen Gründen nicht enttäuschen. Die Tatsache, dass dies nicht der Fall gewesen war und Janus stattdessen genau wie Voth auch vermutete, dass kein Weg an einer Unterstützung der Rache des Einäugigen vorbeigeführt hätte, sorgte dafür, dass ihm ein kleiner Stein vom Herzen fiel. Er hatte nichts falsch gemacht und konnte sich nun darauf konzentrieren, weiter an der Umsetzung der Pläne des Grafen zu arbeiten.

Nachdem Voth seine gesamte Geschichte und alle Erlebnisse im Tempel vorgebracht hatte, machte
Janus ein verständnisvolles Gesicht. So begriff er nun, warum auch Voth nichts gegen einen plötzlichen Tod seitens Halberds und Tlalloys hätte. Darüber hinaus bezeichnete Janus genau diese Gefühle sogar als nützlich, solange sie unter Kontrolle waren - anders als bei Lord Saphenus, welcher sofort aus der Haut gefahren war, als der kleine Zwischenfall vorhin aufgezeigt hatte, dass Voth Talitha kannte.

Nachdem Voth verstehend genickt hatte, wollte
Janus wissen, was es mit Darth Halberd und Edgar auf sich hatte; was er über sie wusste. Ebenso schien der Graf sich für Talitha zu interessieren. Verständlich, immerhin ließ sich das Interesse des Einäugigen an der Jüngerin nicht bestreiten.

Der Twi'lek war froh, nun helfen und etwas beitragen zu können, nachdem er sich vorhin solch einen vermeintlichen Fauxpas geleistet hatte. Kurz dachte er nach, bevor er antwortete.


"Naja, über Edgar Tlalloy weiß ich so gut wie nichts außer den bekannten Fakten. Mir ist bekannt, dass er Scriptor der Bibliothek des Sith-Tempels ist oder war und weiß seit neuestem selbst erst, wie er überhaupt aussieht. Mehr kann ich zu seiner Person nicht sagen... Obwohl, wir hatten herausgefunden beziehungsweise Talitha hatte Beweise dafür, dass er persönlich hinter der Verschwörung gegen Darth Halberd stand. Dazu hatte er Kontakte außerhalb des Tempels, vermutlich zu weniger seriösen Personen. Auch schien er eine Art persönliche Antipathie gegen Halberd zu hegen, denn warum sonst hätte er sich gegen ihn stellen sollen? Er war außerdem nur ein Sith-Jünger, jedenfalls zur Zeit der Verschwörung, also sind seine Ausbildung und Fähigkeiten in der Macht vermutlich höchstens rudimentär."

Voth überlegte, ob er noch mehr über Edgar wusste, doch fiel ihm nichts ein. Woher auch? Er hatte in keiner Form zu ihm Kontakt gehabt. Da war er über Halberd schon etwas mehr im Bilde.

"Was Darth Halberd angeht, so bin ich ihm nur ein einziges Mal begegnet. Damals war er ein Sith-Krieger und machte auf mich als Jünger einen ziemlich mächtigen Eindruck. Er ist groß, hat zusammengebundene schwarze Haare und einen Bart, was das Aussehen angeht. Sein Charakter wirkte... nun ja,... böse, aber das kann man vermutlich vom größten Teil des Ordens sagen." Voth verzog leicht das Gesicht, da er auch über Halberd doch nicht allzu viel wusste. "Ach ja, und er hatte mindestens einen Schüler, den Informanten, der umkam. Außerdem bestand seine Wache aus mehreren Houks. Des Weiteren scheint er irgendwo in den Katakomben ein Verlies zu haben, nach dem, was Lord Saphenus mir kürzlich erzählte. Genaueres weiß ich nicht, nur dass er dort Talitha gefangen hielt."

Talitha. Eine kurze Weile sah Voth in die Ferne und erinnerte sich an die Jüngerin. Wie sollte er sie am besten beschreiben? Über sie wusste er am besten Bescheid, doch wie sollte er von ihr erzählen?

"Talitha machte auf mich immer den Eindruck, als gehörte sie nicht in dem Tempel." Als Voth Janus' leicht fragendes Gesicht sah, schob er noch schnell einen Satz hinterher: "Sie war irgendwie... zu gutmütig, zu naiv. Sie wirkte so empfindlich und zerbrechlich, musste aber trotzdem schon eine Menge durchgemacht haben. Als ich sie traf, hatte sie nur ein Ohr und kannte Edgar. Ich glaube, sie hatte in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen mit dem Scriptor gemacht. Jedenfalls war sie... also, sie gehörte einfach nicht an einen Ort wie den Tempel."

Voth hoffte, dies würde als Erklärung genügen, denn sehr viel besser würde er nicht Auskunft geben können. Talitha war ein Mysterium. Sie war so gut, so unverdorben gewesen, dennoch hatte sie eine Vergangenheit, über die Voth lieber gar nichts wissen wollte. Außerdem kannte sie Edgar, Halberd und Lord Saphenus und besaß offenkundig das Mitleid des Letzteren. Oder war es mehr als das?

Tatsächlich kam
Janus nun einen Schritt näher und griff zu einem verschwörerisch klingenden Tonfall. Leise erklärte er die Rachlust des Zabrak daran, dass ihn und Talitha weitaus mehr verband als Freundschaft oder gemeinsame Erlebnisse. So schien die Jüngerin in irgendeiner Form die Schwachstelle des Einäugigen zu sein. Sie bedeutete Lord Saphenus mehr, als Voth vermutlich erahnen konnte und immer mehr kam die Vermutung zum Vorschein, dass der Zabrak etwas für Talitha empfand, das ihm unter Umständen schaden konnte. Auf der anderen Seite war genau das ein Vorteil für Janus und Voth, kannten sie nun schließlich den wunden Punkt des Sith und konnten auf ihn als Verbündeten Druck ausüben, sollte das denn nötig sein.

Im Moment waren die Ziele allerdings
Halberd und Tlalloy. Ein Schwachpunkt beider war eventuell die gegenseitige Abneigung, die vor allem vom Scriptor auszugehen schien. Doch das würde wohl kaum reichen. Es mussten noch weitere Schwachstellen gefunden werden, um beide effektiv ausschalten zu können. Irgendein blinder Fleck, der sich zum Vorteil ausnutzen ließ. Es würde nicht allzu einfach werden, Schwachstellen zu finden, doch Voth war sich sicher. Sie würden erfolgreich sein.


[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | unter den Gästen] Voth Terrix, Janus Sturn; in der Nähe: Chronor Tallax; weiter entfernt: Saphenus, Zoey Liviana, Yui (getarnt); weiter weg: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester; außerdem Jorax Kevora + Ghost Squad (NSC) und Edgar

OP: Soo, hier nun endlich wieder einmal ein Post von mir ^^. Sorry, falls es etwas länger her ist seit dem letzten, aber das warme Wetter musste einfach ausgenutzt werden, so fand ich leider nicht immer Zeit :D.
 
[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana; Mara Sakiko (EVE Yui); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester

Amüsiert spürte er die Wut, die von der jungen Archäologin ausging. Innerlich kichernd sah er in die Augen, die trotz des charmanten Lächelns vor Zorn glühten. Ihre Aura wurde merklich dunkler, ungebändigtes Potential ging von ihr aus. Er tastete sie mit seinem Machtsinn ab, nahm alles in sich auf. Etwas schien anders zu sein als bei anderen Jüngern. Der Omwati, Chronor, hatte beispielsweise eine ganz andere Note versprüht. Als hätte Zoey ihre Fähigkeiten nicht in die Wiege gelegt bekommen sondern später erworben. Doch wie war das möglich? Die Macht suchte sich die ihren aus, erwählte sie. Man konnte sie nicht überlisten und ihr Glauben machen man sei würdig. Entweder man war es oder man war es nicht. Trotz des Bedürfnisses zu Lachen runzelte er nachdenklich die Stirn. Immer mehr wurde ihm bewusst wie wenig er doch über die Macht wusste. Sie war seine Verbündete, seine Partnerin, seine Geliebte und dennoch verhüllte sie sich vor ihren Augen. Zumindest noch. Die Reise nach Korriban würde ihm neue Erkenntnisse bringen, sie würde ihm die Augen öffnen. Dessen war er sich sicher. Die staubige Geburtsstätte der Sith wartete auf ihn und mit langen, gierigen Fingern würde er ihr jedes Geheimnis entreißen, das sie versuchte vor ihm zu verbergen. Freudige Aufregung machte sich in ihm breit. Noch einmal sah er der Archäologin tief in die Augen. Ob sie sich dazu eignete ihn zu begleiten? Er brauchte das Fachwissen und seine Eltern waren wohl kaum die richtigen Ansprechpartner. Chronor, so er ihn denn begleiten würde, war nur ein Jünger. Zwar durchaus erfahren und begabt auf seinem Gebiet, dennoch würde es nicht schaden eine erprobte Akademikerin an seiner Seite zu haben. Zumal es Janus bestimmt freuen würde, würde sie ihn begleiten. Das würde sicherstellen, dass seine neu gewonnene Freundschaft zu ihr nicht abbrach wenn er zwangläufig mit Saphenus Kontakt hielt. Gedanklich spulte er zurück. Noch war dieser Abend nicht zu Ende, er durfte keine voreiligen Entschlüsse treffen.

Anscheinend beleidigt entgegnete Zoey nur kühl, dass sie einen Sith getroffen hatte, der Arzt war. Offenbar ärgerte sie Saphenus‘ Hochnäsigkeit. Er war versucht ihr zu verzeihen. Was mochte sie schon über das wahre Leben eines Sith wissen? Sie, die vielleicht nur kurze Einblicke in eben jenes gewonnen hatte und nun meinte alles zu wissen.


„Dann verstehen wir beide wohl etwas verschiedenes unter dem Begriff ‚Arzt‘.“,


sagte er ausdruckslos und spitzte die Ohren als Zoey zu einem ihrer geliebten Monologe ausholte. Offenbar genoss es die Brünette sich selbst referieren zu hören. Etwas, das schon während ihrer Rede durchgeklungen war. In der Hinsicht glichen der Graf und sie sich deutlich. Dann klappte ihm unwillkürlich der Mund auf und er riss sich schleunigst zusammen. Er traute seinen Ohren nicht. Hatte er gerade richtig gehört? Totenskelett, ohne Haut, Totenkopf?! Sofort sah er den Albtraum vor sich, wie der mit seinem entstellten Gesicht in seine Augen und direkt in seine Seele blickte. Sein kalter Atem, der Frost, der sich sofort an den eisigen Wänden des Tempels zu bilden schien, die Todesangst und die wenigen, deutlichen Worte, die nicht weniger als ein Befehl unter Androhung des Todes waren. Er verdrängte diese Bilder aus seinem Kopf. Der Schmerz in seinem Oberschenkel peitschte wild durch sein Fleisch als er Hybris vor sich sah, der ihn mit dem Mal strafte. Mit zusammengebissenen Zähnen krallte er sich mit der Hand in sein Bein. Eine Mischung aus Angst und Hass drohten ihn zu überwältigen, doch er riss sich zusammen. Gezwungenermaßen schaute er Zoey in die Augen. Sie war Hybris begegnet? Wie viele Sith mochte es schon geben, die derart entstellt waren? Es konnte niemand anderes als Hybris sein. All das musste sich zugetragen haben bevor er in die Hände des Albtraums fiel. Wieder in der Gegenwart fiel ihm auf, dass Zoey seinen Anfall bemerkt haben musste und wenn sie auch nur ein Wort dazu sagte, würde er ihr bei den Sith die Zunge aus dem Kopf reißen! Das Glimmen in seinem Auge verschwand so schnell wie es gekommen war und er atmete tief durch.


„Entschuldigt, Sie wissen, mein Bein.“,


grinste er und holte noch einmal tief Luft.


„Nun, das klingt doch eher wie ein Sith. Nur zu schade, dass er zu Tode gekommen ist.“


Unterschwellige Ironie klang mit als er das sagte.


„Vielleicht hätte er mir doch mit meinem Bein helfen können. Immerhin scheint er sehr mächtig zu sein. Doch zumindest haben Sie die Begegnung mit ihm überlebt und haben auch keine bleibenden Verletzungen davongetragen wie ich sehe. Es wäre auch nur zu schade gewesen wenn Ihr hübsches Gesicht entstellt worden wäre. Blitze neigen dazu eben das zu tun.“


Kryptisch spielte er damit auf sein Auge an. Sollte sie doch glauben es wäre durch diese Machtfertigkeit passiert, sie brauchte die Wahrheit nicht kennen. Dann hörte er ihr abermals interessiert zu wie sie davon berichtete bereits mit Janus zusammengearbeitet zu haben. Angeblich wären sie auf Thearterra dazu gezwungen gewesen. Thearterra? Wieso klingelte da etwas bei ihm? War das nicht eben der Planet um den es auch in Zoeys Buch ging? Der Graf hatte wohl seine Finger überall mit drin, stellte er schmunzeln fest. Mehr und mehr wurde ihm bewusst wen er da als Verbündeten an seiner Seite hatte.


„Ach, Lord Sturn hat Sie begleitet als Sie auf der Jagd nach den Artefakten waren? Das ist aber sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass er so umtriebig ist.“


Mehr sagte er dazu nicht. Er musste nicht jeden Gedanken offenbaren. Vielmehr aber ärgerte es ihn, dass sie mit den Jedi gearbeitet hatte. Dieses dreckige und wertlose Pack hatte wohl auch seine gierigen Hände ausgestreckt. Er schüttelte seinen Zorn ab. Früher oder später würde ihr Orden in Schutt und Asche liegen, dann würde er seine Rache bekommen. Schließlich kam das Gespräch wieder darauf zu spreche, dass er ihren Namen irgendwoher kannte. Sie erzählte ihm wie sie als Studentin einmal auf Taris gewesen war. Hatten seine Eltern da schon unterrichtet? Mit Sicherheit, so alt war Zoey immerhin noch nicht.


„Meine Eltern heißen Lemur, sie beide waren Professoren für Archäologie. Vielleicht haben sie mir von Ihnen erzählt. Auch wenn ich nicht mehr weiß warum und in welchem Zusammenhang. Waren Sie etwa eine Überfliegerin, die wegen ihrer Begabung allen im Gedächtnis bleibt?“,


scherzte er und schaute sie lächeln an. Selbiges verschwand jedoch sofort wieder als sein Blick auf das Com-Gerät in ihrer Hand fiel. Dieses nervige Stück Metall. Fast schon so nervig wie Rope, diesem unnützen Droiden. Als hätte in der Nachricht etwas wichtiges gestanden, schickte sich die junge Frau an zu gehen. Eine fadenscheinige Ausrede vorgeschoben ging sie von ihm weg. Die Räder in seinem Kopf drehten sich schnell. Noch war er nicht mit ihr fertig. Die Hand schon zu einem Gedankentrick erhoben besann er sich dann doch eines Besseren. Noch hatte er einen Trumpf in der Hand, den er ausspielen konnte.


„Aber meine liebe Dr. Liviana, ich kann durchaus auch noch ein paar Tanzschritte.“,


sagte er während er auf sie zu humpelte. Bei jedem Schritt kniff er das Auge zusammen.


„Ich bin nur nicht schnell genug um den Takt zu halten.“,


fügte er noch hinzu bevor er seine Arme um die Archäologin schlang und sie an sich drückte. Sein Gewicht lastete etwas mehr auf ihr als nötig gewesen wäre, doch es verschaffte seinem Bein etwas Linderung. Steif ging er in Tanzhaltung. Die Schritte, die Je’ana und er zu ihrer Hochzeit einstudiert hatten, waren tief in seinem Gedächtnis begraben doch als er die ersten Bewegungen wagte, kamen sie nach und nach wieder. Trotzdem musste es dilettantisch und lächerlich aussehen. Er kam mit seinem Gesicht nah an das ihre heran und schaute ihr tief in die Augen. Mit einem teuflischen Grinsen flüsterte er:


„Bevor ich es vergesse, ich habe noch eine sehr freudige Nachricht für Sie. Der Sith mit dem Totenschädel von dem Sie eben sprachen, der Sie gefoltert hat und versuchte Sie zu töten…nun, er lebt, ist quietschfidel und hat sogar ein neues Gesicht.“


Sein Grinsen wurde breiter und seine Zähne kamen zum Vorschein.


„Ich muss es wissen, immerhin war ich sein Schüler. Zu schade nur, dass ich seine Dienste als Arzt dennoch nicht in Anspruch nehmen kann. Sie müssen wissen…ihm verdanke ich mein Bein!“


Schadenfroh sah er in ihre Augen und wartete auf eine Reaktion.


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[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Großer Trainingsraum - Kerberos, Sharoh, Hybris und Rake (NPC)]

Der Moment der scheinbaren Allmacht war schneller wieder vorbei als man für möglich gehalten hätte. Doch so war das mit der Macht, sie war durchaus dazu in der Lage die subjektive Wahrnehmung der Zeit völlig auf den Kopf zu stellen. Selbst Hybris, der das schon oft erlebt hatte, kam es vor als wäre er mehr als eine Minute und nicht nur die paar Sekunden in diesem schwarzen Strudel gewesen. Doch nun da es vorbei war und er seinen Verstand hatte erfolgreich vor der dunklen Seite schützen können, war er sogar froh darüber. Die Macht der dunklen Seite war einfach zu gefährlich. Man konntegar nicht oft genug sagen wie gefährlich sie für Körper und Geist werden konnte. Seine drei Schüler waren ein eindrucksvolles Beispiel dafür.
Rake hatte sich so ziemlich genau so verhalten wie Hybris es erwartet hatte. Selbst jetzt erbebte und zitterte sein Körper noch vor roher Kraft und Tatendrang. Seine Augen glühten noch intensiver, die Lekku zuckten und seine Brust hob und senkte sich, als wolle er innerhalb von Minuten genug Luft tanken um damit eine Stunde auskommen zu können. Er schenkte seinem Meister für ein paar Sekunden ein wildes Grinsen, welches jedoch verblasste als er Hybris in die Augen sah. Die Zähne verschwanden hinter seinen Lippen und der Kopf des Feeorin senkte sich respektvoll. Ein animalischer Jäger. Mehr hatte der Executor auch nicht erwartet.
Sharoh reagierte natürlich anders. Er schien die Macht zuvor kaum bis gar nicht gekannt zu haben und wirkte beinahe so wie ein zutiefst beeindrucktes Kind. Aber nicht so wie eines das „Oh, wow, toll“ sagte, sondern einen mit riesigen glänzenden Augen und einem freudestrahlenden Grinsen anschaute, eine Art von Ehrerbietung in seiner Mimik und Gestik, die darauf schließen ließ das der kleine Junge oder das kleine Mädchen einen gerade für den coolsten Typen im Universum hielt. Nur starrte der Trandoshaner nicht Hybris, sondern seine Klauen an und sprach auch ein paar Worte. Seine körperliche Reaktion war normal, er würde nach ein wenig Übung gut mit der Rage klar kommen. Er würde nützlich sein.
Anders sah das bei Kerberos aus. In den ersten drei oder vier Sekunden war es genau so gelaufen wie bei seinen Mitschülern. Die Reaktion seines Körpers war so stark gewesen, das sein Verstand nicht hatte viel ausrichten können. Doch etwa ab der Hälfte der Zeit änderte sich das. Hybris hatte all jene Schichten durchbrochen die seinen Verstand schützten, hatten also die Teile seines Ichs, die für den Wahnsinn standen, erlaubt einzudringen und ihn zu überwältigen. Wäre der Apprentice nicht so unerfahren gewesen, er hätte durchaus ein paar destruktive Attacken abfeuern können. Stattdessen hatte er die Macht eher gegen sich selbst gerichtet bzw. es vorgehabt, doch die Zeit hatte dafür nicht gereicht. Kurz nachdem die Machtblase verschwunden und die Verbindung zu all seiner Macht gekappt war, sackte er hinten über und blieb regungslos liegen. Er lebte noch und seine selbst zugefügten Verletzungen waren vernachlässigbar und würden mit Hilfe von Bactaverbänden innerhalb von zwei Stunden verschwunden sein. Doch sein Geist war in eine milde Version des Chaos gestürzt worden. Alles war durcheinander und an einen klaren Gedanken nicht zu denken. Hybris konnte es an seinem Gesicht sehen und in der Macht spüren. Der Dathomirer würde nicht so schnell wieder aufstehen und trainieren können.


Aber er ist so mächtig, kann so viel für mich tun bevor er stirbt. Doch bevor ich den Wahnsinn in ihm nicht versiegelt habe, wird das mit ihm nichts und dafür habe ich jetzt keine Zeit.


Der Tätowierte war kein Totalschaden, aber zufrieden war Hybris natürlich nicht. Da konnten die anderen beiden so gut sein wie sie konnten, sie könnten seine Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern ihn sogar überraschen, sie würden es trotzdem nicht schaffen seine Laune zu bessern. Zwei von Drei war keine zufriedenstellende Leistung. Nur gut das er das nicht an den anderen beiden Apprentice auslassen würde.
Hybris hob lässig die rechte Hand und machte eine sparsame wedelnde Bewegung, woraufhin Kerberos einfach an die Wand gedrückt wurde und dort liegen blieb. Danach kontaktierte der Executor die Krankenstation, bekam von der aber zu hören das sie gerade niemanden schicken konnten, und ließ deshalb am Ende Rope von seiner Fury kommen. Der dürre schwarze Protokolldroide kam herein, überblickte die Situation als hätte er irgendwas zu sagen und schnappte sich dann gehorsam den weggetretenen Kerberos. Die ganze Zeit über sagten die anderen drei Sith kein Wort. Die Apprentice erhoben sich lediglich leicht wankend, taten ansonsten aber nichts. Erst als der normalerweise so redselige, dieses mal aber stumme Rope verschwunden war, fing Hybris mit der eigentlichen Einweisung an. Wobei, eigentlich noch nicht ganz, denn Rake musste nun erst einmal beschäftigt werden.


„Rake. Du kennst die Grundlagen bereits, es bedarf aber noch einiger Übung, wofür du mich aber nicht brauchst. Zieh dich in eine der Ecken zurück bis ich dich rufe. Du weißt wo deine Schwächen liegen.“

„Ja, Meister.“


Hybris fragte sich nicht zum ersten Mal ob seine Schüler es merkwürdig fanden, wieso sie ihn nicht Meister nennen sollten, er es aber bei Rake zuließ. Doch da auch schon Saphenus und Ares nichts dazu gesagt oder gefragt hatten, nahm er mal an das auch der Trandoshaner sein zischelndes Maul halten würde.

„Sharoh. Ich wiederhole mich äußerst ungern. Deshalb werde ich dir alles nur einmalig erklären und vorführen, danach ist es an dir mich zu kopieren. Um mich aber überhaupt kopieren, also verstehen zu können wie ich etwas mache, musst du die Fähigkeit Machtsinn beherrschen. Erlaube ich es dir dann mich mit und in der Macht zu sehen, kannst du theoretisch jede meiner Aktionen nachvollziehen. Das ist die schnellste, nicht invasive Methode um die Techniken zu erlernen.“

Hybris schloss die Augen, öffnete sich erneut bis zu einem gewissen Punkt der Macht und sah sich dann in den angrenzenden Räumen nach Lebenszeichen um. Während er das tat und all die machtsensitiven und normalen Wesen wahrnahm, sprach er weiter.


„Wie du die Dinge um dich herum wahrnimmst, kommt auf dich selber an. Wie auch die meisten anderen Menschen bin ich jemand der sich vor allem auf seine Augen verlässt wenn ich etwas erfahren will. Deshalb visualisiere ich durch die Macht aufgenommene Informationen automatisch. Es bildet sich ohne mein Zutun ein Bild in meinem Kopf. Die Auren von Machtnutzern sind leuchtende Schatten und je nach ausgestrahlten Gefühlen sogar eingefärbt. Das kann sich aber von Rasse zu Rasse unterscheiden und innerhalb der Spezies auch nochmals. Es ist im Prinzip irrelevant wie du alles um dich herum siehst, riechst oder hörst. Hauptsache du interpretierst die Signale richtig, doch dabei kann dir niemand helfen. Muss auch keiner, das kommt von alleine. Der Machtsinn mag nicht genauso wie ein normaler Sinn funktionieren, doch du wirst ihn schon nach kürzester Zeit so instinktiv nutzen können, als würdest du ihn schon immer genutzt haben.“


Hybris breitete die Arme kurz aus, als wolle er irgendwas umarmen, und senkte sie dann wieder.


„Der Machtsinn ist einer deiner wichtigsten Fähigkeiten, doch die Macht will wohl das wir sie am schnellsten erlernen können, denn es gibt keine Technik die du so schnell erlernen und dann instinktiv einsetzen wirst. Denk daran wenn du dich den anderen Anwendungsmöglichkeiten der Macht zuwendest. Es ist nicht vergleichbar. Doch nun zu dem Machtsinn. Für den Anfang solltest du dich setzen.“


Als Sharoh saß, sprach Hybris weiter.

„Blende alles aus was du ausblenden kannst. Schließe die Augen, konzentriere dich auf deine Gedanken, sodass dein Gehör und Geruchssinn abgeschwächt werden. Entspanne deine Muskeln und fokussiere dann dein Denken auf etwas das dir keinen Anhaltspunkt gibt worüber man nachdenken kann. Eine schwarze Fläche zum Beispiel. Oder mach sonst irgend etwas was dir bekannt vorkommt, Hauptsache du bringst alles in dir so gut es geht zum Schweigen. Hast du das geschafft, wirst du zwangsläufig die Macht wahrnehmen. Das wie kann ich nicht voraussehen. Weder fühlst du es in deinem Kopf, deinen Nacken oder ganzen Körper, vielleicht siehst du sie sogar vor deinem inneren Auge oder hörst sie flüstern. Sobald du sie aber wahrnimmst, weißt du instinktiv das dies die Macht ist. Es wird keinen Zweifel geben, denn dafür ist das Gefühl einfach zu einzigartig. Und dann, wenn du mit ihr bewusst in Kontakt stehst, musst du von ihrem Zentrum, also von dir selber ausgehend, nach Außen gehen. Als würdest du blind mitten in einem See stehen und dich nach außen tasten. So lange bis du eine Aura findest, meine in diesem Falle. Für den Anfang mache ich es dir leicht, denn meine Anwesenheit schlägt Wellen in dem See in dem du stehst. Es wird dir leichter fallen mich zu finden. Später, wenn du auf dem Level eines ausgebildeten Apprentice bist, kannst du schon die winzigsten Veränderungen an und unter der Oberfläche spüren. Und musst dich dann noch nicht einmal mehr von der Stelle rühren um all die Wesen um dich herum zu finden und zu berühren. Doch das kommt alles von allein, denn dein Machtsinn wird automatisch stärker, je erfahrener du wirst. Finde mich nun also. Es gibt keine Zeitvorgabe.“

Hybris blieb an Ort und Stelle stehen, half Sharoh aber noch zusätzlich indem er Rakes Aura maskierte, sodass der levitierende Feeorin keine Wellen schlug und für den Trandoshaner deshalb zwar nicht unsichtbar, aber doch sehr schwer zu finden war.


„Es gibt kaum eine einfachere Erklärung für das was du jetzt tun musst. Diesen ersten Schritt musst du ohne sonstige Hilfe schaffen, dafür ist aber all das was danach kommt sehr viel offensichtlicher. Nicht leichter zu erlernen, im Gegenteil, aber dafür verständlicher. Und nun, fang an.“


[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Großer Trainingsraum - Sharoh, Hybris und Rake (NPC)]
 
[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | unter den Gästen | Zoey Liviana, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester, Saphenus, Yui (getarnt als Frau), Sane alias Krayne, in der Nähe: Voth Terrix, Chronor Tallax, Janus, Shadif, Marava (NSC), weiter weg: Jorax Kevora, Ghost Squad (NSC), Edgar

Neugierig und mit einem ruhigen, höflichen Gesichtsausdruck, der dazu ermutigte, sich nicht zu fürchten, hörte Janus genau zu, was sein Schüler über die Personen zu berichten hatte, die in diese Vendetta involviert waren. Deutlich konnte der Graf die Erleichterung bei Voth spüren, als diesem klar wurde, dass er von seinem Meister keine Sanktionen für seine Unterstützung des Rachefeldzugs des Einäugigen zu erwarten hatte.

Zufrieden nahm der schlanke Fastmensch das zur Kenntnis. Sein Schüler sollte ihm konzentriert bei der Analyse der Lage helfen und ihm Informationen liefern, damit sie zusammen ein erfolgversprechendes Vorgehen planen konnten. Angst konnte hilfreich sein, um andere zu motivieren, doch ebenso leicht konnte sie auch das Gegenteil bewirken und dafür sorgen, dass wichtige Dinge vergessen, vertuscht oder falsch dargestellt wurden. Es gab andere Wege, um sich die Loyalität eines Lebewesens zu sichern, Wege, die Janus bei seinem Schüler für angebracht hielt.

Über den Scriptor Edgar Tlalloy konnte Voth nur wenig erzählen, doch waren es durchaus interessante Informationen. Der Verräter hatte offenbar Verbündete in der zwielichtigen Unterwelt außerhalb des Tempels und war mutig oder dreist genug gewesen, eine Verschwörung gegen einen Sith-Krieger auszuhecken. Hatte er sich in seiner Position so sicher gefühlt oder gab es noch weitere Helfer, auf die der Scriptor gesetzt hatte? Ihn zu unterschätzen war jedenfalls keine gute Idee.


„Interessant. Dieser Scriptor scheint Risiken nicht zu scheuen und verfügt offenbar über eine gewisse Organisationsgabe und Kontakte, die ihm so wichtig waren, dass er glaubte, mit ihrer Hilfe einen Sith-Krieger stürzen zu können. Ein gefährlicher Mann.“

Meinte Janus nachdenklich und hörte dann weiter zu, als Voth auf Darth Halberd zu sprechen kam. Der Graf wusste nun zumindest, wie dieser überhaupt aussah und so wie es schien, war dieser Sith-Krieger durchaus mächtig und verfügte über ein gewisses Netzwerk aus mindestens einem Schüler, wenn er den getöteten Schüler bereits ersetzt hatte, Leibwächtern und Jüngern, die seine Feinde in einem Verließ im Tempel in Gewahrsam hielten und folterten.

Halberd scheint ähnlich wie ich der Meinung zu sein, dass man sich mit Helfern umgeben sollte. Ihn direkt anzugreifen wäre riskant und zudem ein Verstoß gegen die Regeln des Ordens. Ein besseres Vorgehen dürfte es sein, sein Netzwerk Stück für Stück zu zerschlagen, ihn zu isolieren und zu einem Fehler zu verleiten.“

Sinnierte der weißhaarige Graf und lächelte dünn. So verschlang man einen Wal, Bissen für Bissen. Damit blieb nur noch Talitha übrig, von der Voth nach kurzem Nachdenken berichtete, dass sie gutmütig, naiv und zerbrechlich gewirkt hatte, alles Eigenschaften, die im Sith-Orden alles andere als förderlich für das eigene Überleben waren. Sie hatte wohl durch den Scriptor und dann Halberd einiges an Leid erfahren, bis Saphenus sie gerettet hatte. Hatte der Zabrak eine Schwäche für hilfsbedürftige Frauen?

„So wie Ihr sie schildert, ist der Tempel in der Tat nicht der richtige Ort für sie. Ein kleines Wunder, dass sie so lange überlebt hat. Trotz ihrer Schwäche nimmt sie eine wichtige Schlüsselrolle ein, sie verbindet alle an diesem Rachefeldzug beteiligten. Vielleicht eine Möglichkeit, um Einfluss auszuüben.“

Zufrieden nickte Janus seinem Schüler zu und lächelte dabei etwas, seine grünen Augen funkelten. Es ergaben sich ganz neue Herausforderungen und Optionen, die, klug genutzt, einen weiteren Machtzuwachs ergeben konnten.

„Eure Informationen sind überaus nützlich, mein Schüler. Sie werden uns helfen, unser weiteres Vorgehen zu planen. Nach der Gala werde ich einige meiner Diener darauf ansetzen, um die ersten Vorbereitungen zu treffen.“

Janus gönnte sich einen kleinen Schluck des angenehm kühlen Champagners. In diesem Moment spürte er, wie sich eine vertraute Aura näherte, Sergeant Kevora hatte die Fragestunde offenbar überstanden und wünschte den Grafen zu sprechen. Mit einer Handbewegung und einem mentalen Befehl wies der blasse Halbechani seine Wachen an, den Sturmtruppler passieren zu lassen, der sich zu ihm gesellte und respektvoll seinen Helm abnahm und meldete, dass die Vorstellung gut gewirkt hatte und die Einheit nun auf Befehle des Grafen wartete.

„Eine ausgezeichnete Vorstellung, in der Tat. Und nicht zum geringen Teil Ihr Verdienst, Sergeant.“

Lobte der Sith gönnerhaft und holte dann ein Datenpad hervor, auf dem das Bild des Scriptors zu erkennen war.

„Ich habe in der Tat Befehle für Sie. Eine Aufgabe, die die speziellen Fähigkeiten des Sturmtruppenkorps und einen fähigen Anführer verlangt. Dies ist der ehemalige Scriptor Edgar Tlalloy, ein Verräter am Sith-Orden. Er hat die Gala mit uns unbekannten Absichten infiltriert und muss unter allen Umständen gefasst werden. Lebend, wie ich betonen möchte. Sie und Ihre Männer werden mit dem Sicherheitsdienst zusammenarbeiten. Bringen Sie die Jünger wenn nötig etwas auf Trab. Gute Jagd, Sergeant.“

Die grünen Augen des Sith funkelten einen Augenblick und er wollte gerade noch etwas hinzufügen, als Marava sich plötzlich mit besorgter Miene ans Ohr fasste und offenbar zuhöre, während ihr jemand über Comlink Bericht erstatte.

„Mylord, es gab einen Zwischenfall am Eingang. Eine weibliche Person in Gewahrsam im Lagerraum, es ist nicht der Verräter. Und...einen Augenblick bitte.“

Wachsam wartete Janus ab, es musste wichtig sein, wenn die Jüngerin so aufgeregt reagierte und so blass wurde.

„Der Sicherheitsdienst hat zwei Männer festgenommen, die sich als Lord von Cirrus ausgegeben haben. Die echten Lords sind erst vor kurzem eingetroffen und haben den Betrug aufgedeckt. Das waren die beiden Männer, die bei Dr. Liviana waren. Eure Anweisungen?“

Der Graf unterdrückte seinen Zorn, doch seine grünen Augen funkelten gefährlich. Verräter, Betrüger und Störenfriede, die es wagten, seine Gala zu gefährden!

„Schafft Sie in den zweiten Lagerraum und lasst sie streng bewachen. Ich werde zunächst diese Frau in Augenschein nehmen und dann die beiden Betrüger. Dr. Liviana ist unversehrt und wird weiterhin bewacht, nehme ich an?“

Marava nickte bestätigend.

„Gut. Sergeant, Sie haben Ihre Befehle. Kommt, mein Schüler. Wollen wir doch mal sehen, wer vermessen genug ist, meine Gala stören zu wollen.“

Begleitet von dem Twi´lek und zwei Jüngern, die eine formelle Ehrengarde bildeten, machte sich der Sith-Krieger auf den Weg und wurde unterwegs über die genauen Ereignisse informiert, was seine Stimmung nicht gerade verbesserte. Der für die Bewachung des Eingangs verantwortliche Jünger war durch seine hektische und ruppige Umgangsweise für die Beschädigung eines wertvollen und schönen Gemäldes verantwortlich, worüber sich die Gefangene offenbar empört hatte.

In dem Moment, in dem der in eine elegante dunkle Robe mit dezenten roten gekleidete, schlanke Graf, dessen weißes Haar und vornehme Haltung ihm eine natürliche Autorität verliehen, verstummten die Jünger in dem Raum und gaben sich sichtlich Mühe, eine respektvolle Haltung anzunehmen. In der Stille hätte man eine Stecknadel fallen hören können, als der Sith-Krieger mit seinen wachen grünen Augen die Gefangene (Iriye) musterte.

Ein Mensch war sie nicht, so viel stand fest. Fast zwei Meter groß, weißes Haar, helle Haut, lilafarbene Augen...eine Vahla? Ja, so musste es sein. Sie strahlte keine Angst aus, sondern eher Neugier, was den Grafen beeindruckte, seine Augen waren fest auf ihre gerichtet.


„G-Graf Sturn, ich...“

Setzte einer der Jünger zu einer Erklärung an, doch Janus brachte ihn mit einer einfachen Handbewegung zum Schweigen.

„Ich wurde bereits über Euer Versagen informiert...Hask. Ihr wart dafür verantwortlich, den sicheren Transport der Gemälde zu überwachen. Und nun muss ich hören, dass „Die Frau im Nebeltal“ von Enek Thun beschädigt worden ist. Ein Gemälde von Enek Thun, dem wohl begabtesten Maler der imperialen Frühgeschichte, dessen Brillianz man selbst in der Neuen Republik anerkennt, beschädigt unter Eurer Aufsicht. Habt Ihr irgendetwas zu Eurer Verteidigung zu sagen?“

Die Stimme des Grafen war kühl und ruhig und schaffte es doch, den Jünger panisch schwitzen zu lassen.

„Mylord, die Arbeiter...“

Janus musste den Rest des Satzes gar nicht erst hören, um seine Entscheidung zu treffen. In einer fast schon beiläufigen Geste streckte er die rechte Hand aus und griff in der Macht nach der Kehle des Mannes. Panisch griff dieser nach seinem Hals und seine Augen weiteten sich vor Schreck, röchelnd rang er nach Luft. Mit stoischer Ruhe und einem schmalen Lächeln im Gesicht verfolgte der Graf den Todeskampf, bis der Jünger schließlich tot auf den Boden fiel.

„Ein unersetzbares Kunstwerk beschädigen und dann die Verantwortung leugnen. Wie armselig. Schafft ihn mir aus den Augen.“

Befahl der Sith-Krieger mit einem verächtlichen goldenen Funkeln in den Augen und zwei Jünger machten sich eilig daran, die Leiche ihres toten Kollegen fortzuschaffen. Mit einem charmanten Lächeln auf dem Gesicht wandte sich Janus nun der Gefangenen zu.

„Ich bitte um Entschuldigung für diese unschöne Szene. Man sagte mir, dass Ihr ebenso empört war, als Ihr die Beschädigung des Kunstwerks gesehen habt. Findet Ihr diese Strafe...angemessen?“

Der Graf lachte leise und kam einen Schritt näher.

„Wo bleiben meine Manieren. Erlaubt mir, mich vorzustellen. Ich bin Graf Janus Sturn, Krieger des Sith-Ordens und der Veranstalter dieser Gala. Es ist mir ein Vergnügen, Euch kennenzulernen. Dürfte ich vielleicht Euren Namen erfahren?“

Der Ton des Sith war freundlich und gönnerhaft. Er konnte spüren, dass die fremde Frau über die Macht verfügte, wenn auch noch roh und ungeformt. Eine Jüngerin? Nein, dafür fehlte ihr diese unterwürfige Haltung, die man Jüngern eintrichterte? Wer war sie dann?

„Ich gehe wohl recht in der Annahme, eine Kunstfreundin vor mir zu haben. Überaus erfreulich. Doch werdet Ihr gewiss verstehen, dass ich mich für die Gründe Eures Auftauchens hier interessiere. Große Ereignisse haben die Tendenz, Interessen und Begehrlichkeiten zu wecken.“

Der letzte Satz stammte von dem berühmten tarisianischen Philosophen und Historiker Kal Garmor, dessen Ruf weit über Taris hinaus reichte und mit dessen Werken der Graf vertraut war. Doch hier auf Bastion war ihm bis jetzt niemand begegnet, der in diesem Gebiet mit ihm mithalten konnte.

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | unter den Gästen | Zoey Liviana, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester, Saphenus, Yui (getarnt als Frau), Sane alias Krayne, in der Nähe: Chronor Tallax, Shadif, Marava (NSC), weiter weg: Jorax Kevora, Ghost Squad (NSC), Edgar, im Lagerraum: Janus, Voth Terrix, Iriye
 
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[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana, yui(getarnt als junge Frau); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Zoey Liviana, Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester

Verdammt ein sith in der Nähe war nie gut. Es wra gefährlich für sie auch wenn sie nicht glaubte, dass er jetzt genug auf alles achten würde, um zu merken, dass Yui in wirklichkeit kein Mensch war. Sie machte eine weitere Verbeugung.

“Es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen.“

sagte sie höflich und folgte mit dem Blick ihrer Freundin. Offensichtlich hatte sie einen Nachricht bekommen. Verdammt Yui konnte ihre Tarnung hier ja nicht auffliegen lassen und jetzt ging sie weg. Leider machten die Sith hier die ganze Sache nicht gerade einfacher. Yui ließ ihren Blick wieder über die Menschenmenge schweifen. Sie entfernte sich ein ganz klein wenig von Saphenus es war vielleicht nicht die beste Idee direkt neben ihm zu stehen außerdem hatte er Zoey mit einem blick fixiert der Yui nicht gefallen wollte.

Das war wieder einer der Momente, wo sie sich wünschte Gedanken lesen zu können. Leider konnte sie es nicht. Yui war noch jung und so war es für sie umso schwieriger andere Leute einzuschätzen sie verließ sich oft auf den ersten Eindruck, meistens konnte sie keinen zweiten haben weil dann die meisten schon tot waren. Eine Gefahr wurde ausgeschaltet und nicht beobachtet. Doch hier konnte Yui nicht nach diesem Prinzip verfahren. Hier konnte sie niemanden töten.

Zoey gesselte sich wieder zu dem Sith und sie begannen weiter miteinander zu reden. Yui fühlte sich wieder einmal komplett fehl am Platz sie hatte keine hnung was sie tun oder sagen sollte.

Dann begannnen der Sith und Zoey auh noch zu tanzen. Yui verstand gar nichts mehr. Das Gespräch war für sie mehr als wir, doch da fehlte ihr wohl noch zu viel Hintergrundwissen. Ach verdammt wie sollte sie so jemals weiter kommen?

Da hatte sie eine Idee. Es war garantiert keine gute aber das einzige was sie jetzt wirklich sinnvolles tun können. Sie wartete dass die beiden ein wenig getanzt hatten und ging dann auf Zoey und Saphenus zu. Mit einer leichten Verbeugung fragte si vorsichtig.

“Darf ich ablösen. Und mich über die Ehre eines Tanzes freuen?“

sie wollte einerseits Zoey von dem Sith trennen andererseits hoffte sie auf ein Gespräch wo sie ein paar Informationen sammeln konnte.

[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana, yui(getarnt als junge Frau); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Zoey Liviana, Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester
 
Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit Lord Saphenus und Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Sane alias Krayne und Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester, weiter weg: Janus Sturn, Voth Terrix, Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif


Es war sehr von oben herab, als Lord Saphenus ihr um die Ohren schlug, dass sie wohl beide etwas anderes unter dem Begriff:”Arzt” verstanden. Er hatte ja keine Ahnung!

“Wie sie meinen!”,

erwiderte sie trocken. Aus dem Mund einer Nichtmachtnutzerin blieb dies eh ohne Wirkung! Man waren Machtnutzer allesamt arrogant und hochnäsig! Es war zum Brüllen gewesen, wie sie alle ihrer vertrauten geliebten Macht hinterher weinten, als man sie ihnen im Eistempel einfach genommen hatte und sie alle nur noch über die üblichen Fähigkeiten von Nichtmachtnutzern verfügten und mit jenen zurecht kommen mussten! Sie wünschte sich in dem Moment das Anti-Macht-Virus herbei, über welches sie kein Wort verlieren durfte, da es der höchsten Geheimhaltungsstufe unterlag und stellte sich vor, wie dieser arrogante selbstherrliche Lord Saphenus reagieren würde, wenn er bemerken würde, dass er nicht mehr auf sie zugreifen könnte wie sonst. Ein toller Gedanke, der wie Balsam auf ihrer Seele lag und sich anschmiegte.

Er hatte einen so bohrenden durchdringenden Blick! Zoey versuchte ihm stand zu halten, um sich keine Blöße zu geben, doch schaffte sie es nicht und musste weg schauen, doch immer wenn sich ihre Blicke erneut trafen, das gleiche Spiel! Als könnte er bis tief in ihre Seele schauen! Sie fühlte sich nackt!


Nachdem sie ihm nun von dem Arzt oder Doktor der Heilkunst und Medizin berichtet hatte, war seine Reaktion erstaunlich. War er wütend auf sie, weil sie ihm mit treffenden Argumenten kam?! Schließlich hatte es sich so ereignet?! Hybris hatte sich darauf verstanden! Da gab es nichts zu deuten! Es war, wie es war! Auch, wenn genau der Selbe ein Psychopath gewesen war! Sith waren alle merkwürdig! Der hier vor ihr auch! Oder war es Angst, die aus seinen Augen abzulesen war? Schwer zu deuten! Komisch?! Er hielt auch wieder schmerzverzerrt sein Bein! Am liebsten hätte sie ihn gefragt, ob alles in Ordnung sei, doch ihr Bauchgefühl riet ihr davon ab und schlug Alarm! Also ließ sie es und schenkte sich ihre Besorgnis, die eh nur geheuchelt gewesen wäre. Er wirkte verkrampft, mit zusammen gebissenen Zähnen und sein verbliebenes Auge verfärbte sich typisch sithisch. Zoey erschauderte, Angst kam in ihr auf und ihr Herz begann zu rasen! Sie schaute rasch weg und schaute sich aufgeregt und hektisch nach Graf Sturn um, der aber gerade mit einigen Anderen im Schlepptau den Saal verließ. Na schöner verfluchter Mist! Doch, Zoey bemerkte Sane ganz in ihrer Nähe und dies gab ihr zumindest wieder ein gutes Gefühl und Lord Saphenus schien sich beruhigt zu haben. Was der Auslöser gewesen war?! Hatte sie etwas Falsches gesagt? Es war nur eine Aufreihung der Geschehnisse gewesen, die sich wirklich zugetragen hatten! Doch er entschuldigte sich wegen seines Beines! Hm! Zoey nickte stumm und hielt es für das Klügste zu schweigen. Merkwürdiger Weise gab er zu, dass es nun doch tatsächlich nach einem Sith klang! Na, sie war ja auch nicht aus Dummsdorf! In dem Moment raste ihr die Erinnerung durch den Kopf, dass Graf Sturn sie damit gerne geärgert hatte!

Lord Saphenus fügte nun sarkastisch hinzu, dass es zu schade sei, dass er zu Tode gekommen war. Hah! Zoey war heilfroh darüber. Sie hoffte, dass Lord Saphenus es einfach darauf bezog, dass jener dadurch sein Bein nicht heilen konnte und nicht, weil einer von Seinesgleichen umgekommen war. Aber, Zoey konnte dadurch ein normales Leben leben und nicht unter anderem Namen auf einem unbekannten Mond eines vergessenen Planeten hausen. Dieser irre grausame Psychopath Hybris wollte ihr etwas Grausames antun, wenn er sie besuchen würde! So musste sie keine Angst haben, dass er irgendwann unverhofft vor ihr stehen würde. Dadurch hatten auch die Flashbacks nachgelassen. Nur das Wissen um seinen Tod ließ sie dies alles verkraften! Und, ihre Arbeit, die sie wie ein Workaholic betrieb, hatte für Ablenkung und für Verarbeitung des Ganzen gesorgt! Ablenkung in Form des nächsten Tempels, des zügigen Buchschreibens an Bord des Schiffes gleich beim Rückflug, obwohl man eher vom Diktieren sprechen sollte und der Computer hatte den Rest für sie erledigt und dabei hatte sie alles nochmal aufgearbeitet und verdaut. Ohne lange Wartepausen war sie dann auf Lesereise gegangen und nun war sie hier!

Doch er sprach schon weiter. Ja, es ging um sein Bein! So hatte man dies also zu deuten! Und, dann holte er aus, dass sie froh sein könne, dass sie keine sichtbaren bleibenden Schäden davon getragen hätte. Ja, das hatte sie! Sie hatte Glück gehabt! Er spielte auf sein Auge an.


“Sie haben Ihr Auge durch Machtblitze verloren? Da hatte ich dann wohl auch Glück! Man musste die Mission im Vulkantempel wegen unseres Gesundheitszustandes abbrechen und uns in den Bacta-Tank stecken, nachdem man uns gefunden hatte bzw. wir aufeinander trafen. Wir hatten Glück gleich als Erstes auf unseren Sanitäter (Sane) dabei zu treffen. Ja, Machtblitze, man glaubt dabei wahnsinnig zu werden!”

Nachdenklich ließ sie ihren Blick an ihm vorbei in die Ferne streifen. Nur ganz kurz! Sie würde die Schmerzen dabei nie vergessen können! Das er sie als hübsch bezeichnet hatte, ging durch das vordergründige Thema bei ihr unter. Sie wechselten das Thema daraufhin. Es ging um ihre Bekanntschaft bzw. um die angebliche Freundschaft zu Graf Sturn, nun ja, so musste das wohl tatsächlich wirken und heute kam ihr der Graf auch wirklich wie ein Freund vor und sie war regelrecht froh mittlerweile, dass er auf dieser Gala ebenfalls anwesend und sogar der Schirmherr war. Das musste sie sich eingestehen! Und, sie würde wieder beruhigter sein, wenn er hoffentlich bald wieder in den Saal zurück kommen würde! War er etwa schon gegangen? Hätte er sich nicht offiziell verabschiedet? Ging ein Schirmherr nicht als letzter und würde die Gala offiziell beenden? Ja, sicher! Zoey erwiderte auf Saphenus`Kommentar:

“Umtriebig? Der Graf? Das könnte man wohl so nennen! Im Schneeanzug! Es ging durch den Eistempel weit oben auf dem Tempelberg über den Wolken in der großen Eis-und Schneewüste Thearterras bei mehr als minus 50 Grad Celsius! Er weiß auch durchaus mit dem Lichtschwert zu kämpfen. Er kämpfte gegen Jedi, einen Wampa und gegen Blasterschüsse und vielem mehr!”

Das die Blasterschüsse von ihr kamen, ließ sie lieber weg, doch ein spitzbübisches Lächeln umspielte in dem Moment ihre sinnlichen Lippen und ihre Augen lachten bei diesem Gedanken. Das der Graf sie nicht unbedingt begleitet hatte, sondern ihnen hinter der ersten Brücke auf dem hohen Felsplateau aufgelauert hatte und sie gleich als Geisel genommen hatte, verschwieg sie lieber. Wenn Lord Saphenus sich das Buch zu Gemüte ziehen würde, dann würde er im Bilde sein, doch ihr Mund blieb dazu versiegelt. Allerdings bezog sie das Nächste, um noch etwas dazu sagen zu können, auf diesbezüglich etwas Anderes, was ihre Beziehung zu Sturn gut dastehen ließ. Dies kam ihr taktisch klüger vor, denn sie genoss die Freundschaft zu Sturn in vollen Zügen, besonders die Aussichten auf eine finanzierte Korriban-Mission!

“Wir standen im Tempel vor einer geheimnisvollen Energiekugel, die blitzte. Und, der Graf erzählte mir davon, dass dieser Maler Gog sie vor einer halben Ewigkeit gemalt hatte und er im Besitz jenes Gemäldes wäre und heute zeigte er es mir. Wir hatten gerätselt, was die Kugel zu bedeuten hatte. Sie war ein Portal! Allerdings führte der Weg uns nochmal von ihr weg und Graf Sturn und ich waren die Vorhut und wir sprangen durch einen Nebelschleier, nicht wissend, was sich dahinter verbarg! Er fing mich galant auf und beschützte mich dann vor einem Wampa! Die Tücken des Tempels geboten eine Zusammenarbeit, des öfteren zumindest! Kurz gesagt, begleitete uns Graf Sturn die gesamte Zeit von Anfang bis Ende durch den Tempel. Sogar auf der Seilbahnfahrt hinunter noch! Wir sind übrigens abgestürzt!”

Wieder schmunzelte sie! Wie das klang und wie das wirken musste, wenn man die Geschichte auf diese Weise erzählte!? Dennoch war es nicht gelogen, sondern es fehlten nur einige pikante Details!

Dann wurde es interessant! Seine Eltern! Das Professorenpaar Lemur! Das waren seine Eltern! Diese lieben Menschen! Sie mussten ihn adoptiert haben, denn er war ein Zabrak!


“Mister und Misses Lemur, natürlich kenne ich sie! Ich war ihre jüngste Studentin und fiel dadurch auf, denn ich hatte einige Klassen übersprungen. Sie schrieben mir eine erstklassige Beurteilung nach dem Sommercamp. Zufälle gibt es! Interessieren Sie sich dann auch so sehr für Ausgrabungen, das Altertum und alte ehrwürdige Artefakte?”

Seine polit. Meinung, wem sie gehören sollten, kannte sie ja bereits! Sie schenkte ihm ein aufrichtiges Lächeln. Er stieg automatisch augenblicklich in seinem Ansehen, als sie erfuhr, wer seine Eltern waren. Sie gehörten zu den freundlichsten und klügsten Leuten, die sie kannte. Aber, dass ausgerechnet ihr Sohn ein Sith geworden war?! Vielleicht gab er sich nur schroffer, als er in Wahrheit war?! Schließlich wurde er von ihnen erzogen und groß gezogen!

Dennoch wollte sie das Gespräch nun beenden. Schließlich wollte sie sich nicht noch um Kopf und Kragen reden und mit Sith sollte sie sich nicht unnötig abgeben! Das Gespräch würde so hoffentlich durch seine Eltern positiv enden und gut war! Eine bessere Ausrede fiel ihr nicht ein, als die Sache mit dem Tanzen!


Doch leider ging ihre Rechnung nicht auf! Auf einmal wollte er mit ihr tanzen! Er, mit seinem Bein! Und wieder dieses: “Meine liebe…!” Sie merkte, dass ein Anflug von Wut in ihr hoch stieg! Mist, verfluchter! Was blieb ihr anderes übrig?! Wer würde einem Sith schon einen Korb geben? Er humpelte auf sie zu und kniff dabei bei jedem Auftreten mit dem kranken Bein sein einziges Auge zusammen.

“Wieso nehmen sie eigentlich kein Schmerzmittel? Kann man nicht auch mit der Macht Schmerzen ausblenden?”,

rutschte es ihr auch gleich ohne Bedenken heraus. Es hatte ihr halt auf der Zunge gelegen! Das war doch nahe liegend! Kein Wunder, dass sie ihn danach fragte!

Wie war das? Er könnte nicht richtig den Takt halten?! Sie hasste es, sich in der Öffentlichkeit blamieren zu müssen und dies würde wohl jetzt kaum ausbleiben! Na toll! Sie atmete scharf aus!

Er zog sie fest und extrem dicht an sich ran und stützte sich unglaublich stark auf ihr auf! Sie würde mit ihm noch ins Wanken geraten! Hoffentlich machte er keine heftigen Drehungen! Sie verfluchte ihn jetzt schon! Schließlich war sie klein und schlank! Ok, schlank war er auch, dennoch überragte er sie! Vermutlich würde er mehr auf ihren Schuhen stehen, als im Takt zu bleiben! Warum musste ihr immer so etwas passieren?! Lastete etwa auf ihr irgend so ein dummer Fluch?!

Seine Tanzführung und seine Schritte waren ungelenk und abgehackt, steif könnte man auch sagen! Anstatt, wie man es in jeder guten Tanzschule lernte, gesittet und anständig über die Schulter des Anderen zu schauen, starrte er ihr unverschämt nah in ihr Gesicht oder besser gesagt in ihre grün-braunen Augen und durchbohrte sie fast mit seinem stechendem Blick und mit seinem frechen Grinsen versprühte er geradezu einen teuflischen Charme. In dem Moment wurde Zoey extrem unwohl! Sie konnte nicht sagen, wieso, aber ihr Puls erhöhte sich merklich! Er flüsterte ihr zu:


„Bevor ich es vergesse, ich habe noch eine sehr freudige Nachricht für Sie. Der Sith mit dem Totenschädel von dem Sie eben sprachen, der Sie gefoltert hat und versuchte Sie zu töten…nun, er lebt, ist quietschfidel und hat sogar ein neues Gesicht.“

Sie verstand nicht! Sie hörte auf zu atmen, blieb stehen, starrte ihn nur an und sie hätte schwören können, dass ihr Herz in dem Moment auch stehen blieb! Akustisch hatte sie sehr wohl alles vernommen! Ihr Verstand streubte sich gerade das Gehörte wahrnehmen zu wollen und zu verarbeiten!

“Was? Ähm, wie bitte?! Das kann nicht sein!”,

hauchte sie matt und tonlos. Jede Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen! Sein Grinsen wurde breiter und seine Zähne blinkten. Zoey traute ihren Ohren nicht! Er war sein Schüler! Sein Schüler?!

“Was? Nein!”

Ihre Knie wurden weich und ihre Beine gaben nach, knickten einfach wie Streichhölzer weg oder als wenn sie aus Wackelpudding beständen. Plötzlich hing sie in seinen Armen, nachdem ein kräftiges Zittern oder Erschaudern durch ihren Körper gegangen war! Ihr war taumelig, alles drehte sich! Sie stand kurz vor einer Ohnmacht! Doch dafür war sie zu stark und hart im Nehmen! Sie fing sich wieder.

“Das ist unmöglich! Das kann nicht sein!? Hat er sie etwa geschickt?”,

brach es mit zitternder erstickter Stimme aus ihr heraus und sofort hatte sie sein Totenkopfgesicht vor sich und den Holowürfel mit der Holoaufnahme, die sein Opfer zeigte, den er als König bezeichnet hatte und er ihr die Rolle der Königin zugedacht hatte! Zoey zitterte wie Espenlaub! Hybris sollte sein Meister gewesen sein?! Wirklich? Er war doch tot?! Sie hatte es gesehen! Mit eigenen Augen! Dennoch, sein Bein! Es würde zu Hybris`Art passen!

“Er wurde vor meinen Augen von einem Kriegswyrm verschlungen! Aufgefressen! Sicherlich ist das ein Irrtum! Es muss ein Irrtum sein! Ich weiß nicht, wie ihr Meister heißt, aber ich spreche von Dr. Pel bzw. sein echter Name war Darth Hybris!”

Hoffentlich würde sich alles als Irrtum erweisen! In dem Moment kam ihr weiblicher rothaariger Fan (Yui) auf beide zu und wollte Zoey beim Tanz ablösen. Noch zwei Minuten vorher wäre Zoey überglücklich gewesen, doch jetzt war dies absolut fehl am Platze. Sie wollte jetzt heraus finden, was los war. Etwas oder zu barsch, aber mit zittriger Stimme, sagte sie zu ihrem Fan:

“Jetzt nicht, später!”

Dabei warf sie ihr kaum einen Blick zu, denn ihre Augen versuchten die Wahrheit in Seinem zu ergründen. Warum amüsierte er sich so darüber! Wieso hatte Hybris seinem Schüler so etwas angetan?! Er hatte einen Krüppel aus ihm gemacht! Sollte Lord Saphenus sie holen? Sie hatte Hybris mit Namen in ihrem Buch erwähnt! Mit vollem Namen! Da sie ihn für tot hielt! Eine Katastrophe war nichts dagegen! Wie war er aus dem Wyrm heil heraus gekommen? Wie konnte er dies überleben? Voller Erwartung, vermischt mit Furcht, starrte sie Lord Saphenus an und wollte Antworten! Wenn das Unmögliche geschieht, sucht der Verstand nach einer Erklärung!


Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit Lord Saphenus tanzend und Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko in der Nähe wie auch Sane alias Krayne, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester und die echten Lordschaften mit selbigem Namen, weiter weg: Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif, im Lager: Janus Sturn, Voth Terrix und Iriye
 
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Iriye hatte das Leben gesehen. Sie hatte gesehen, wie ein Sith einen Kriminellen umgebracht hatte, ohne ihn zu berühren. Janus Sturn hieß der Sith und Iriye fragte sich, wie seine Geschichte wohl aussah. Überdeckte er mit seiner steifen Haltung eine arme Herkunft? Oder war er reich geboren und allen anderen schon immer überlegen gewesen? Vielleicht hatte ihm auch erst sein Werdegang als Sith so viel Autorität gegeben – Alleine seine Anwesenheit veränderte den ganzen Raum; die Brutalität verflog mit einem Mal und eine Eleganz, die nicht minder tödlich war, nahm ihren Platz ein.„”Ich bitte um Entschuldigung für diese unschöne Szene. Man sagte mir, dass Ihr ebenso empört war, als Ihr die Beschädigung des Kunstwerks gesehen habt. Findet Ihr diese Strafe...angemessen?”

Dann lachte der Graf und kam einen Schritt näher. Iriye wundert sich, dass er ihr nicht sofort einen Dolch in den Magen rammte und sie qualvoll verbluten ließ, aber zu schwer war es, diesen eigenartigen Menschen einzuschätzen.

„Wo bleiben meine Manieren. Erlaubt mir, mich vorzustellen. Ich bin Graf Janus Sturn, Krieger des Sith-Ordens und der Veranstalter dieser Gala. Es ist mir ein Vergnügen, Euch kennenzulernen. Dürfte ich vielleicht Euren Namen erfahren?“

Der Graf hatte ebenfalls grüne Augen, aber in ihnen lag ein gänzlich anderer Tanz. Iriye konnte aber noch nicht sagen, was für einer.
“Oh, ein gutaussehender Charmeur darf jederzeit meinen Namen erfahren. Mein Name lautet Iriye. Und damit ich mich mit mehr als nur einem Klang vorstelle: Ich bin eine Vahla, deren Augen in allem das Wesen sehen wollen.” Nach einer kurzen Pause setzte sie fort:

“Nun, wer Kunst schindet sollte selbst geschunden werden. Aber hinter all der rohen Gewalt verbarg sich etwas Zerbrechliches, etwas aus Glas, und ich hätte allzu gerne gesehen, was es alles erreicht könnte.”
“Obwohl”
, führte sie nach einer schnellen Überlegung weiter, “vielleicht hab ich das gerade.”

Ich gehe wohl recht in der Annahme, eine Kunstfreundin vor mir zu haben. Überaus erfreulich. Doch werdet Ihr gewiss verstehen, dass ich mich für die Gründe Eures Auftauchens hier interessiere. Große Ereignisse haben die Tendenz, Interessen und Begehrlichkeiten zu wecken.“

“'... während es in der Natur kleiner Ereignisse liegt, eine Revolution zu entfachen.'” (Kal Garmor in “Kunst der Politik”)
“Die Summer aller meiner Entscheidungen hat mich hierher gebracht. Aber das wird Ihnen wohl nicht reichen, nehme ich an. Ich suche nach dem Wesen der Macht und hatte gehofft, es hier auf Bastion erfahren zu können.”

“Ich bin nicht in der Position, Fragen zu stellen, aber ich kann meiner Neugier nicht widerstehen. Was ist Ihr Wesen, Graf Sturn? Was ist das für ein Mann, der tötet ohne Blut an den Händen zu haben? Der mit Eleganz an der Spitze dieser Rohheit steht?”

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Genüsslich sog er die Luft um sich herum ein und sah mit Vergnügen zu wie Dr. Zoey Liviana, Archäologin und Bestsellerautorin, blässer und blässer wurde. Er spürte wie ihr Herz anfing zu rasen, wie sich ihre Muskeln versteiften und alle Farbe aus ihrem Gesicht wich. Totenbleich und damit dem Albtraum nicht unähnlich starrte sie ihn mit aufgerissenen Augen an. Mit einer gelben Iris erwiderte er den Blick. Er versuchte sich jedes Detail ihres Gesichtsausdrucks einzuprägen, die Angst, die ihre Augen umspielte, den aus einer Mischung von Überraschung und Unglauben aufgerissenen Mut. Je’ana hatte ähnlich ausgesehen als sie zum ersten Mal Zeuge seiner Begabung wurde. Als teilten Zoey und sie ein Gesicht schauten sie beide zu ihm, flehend, dass sie träumten, dass das nicht die Realität war. Doch sie konnten ihm nicht entkommen. Er verbreitete Angst und zwang sie dazu den Dingen ins Auge zu sehen, die sie fürchteten. Es war eine Genugtuung nach all den neunmalklugen Fragen, die die Archäologin ihm zuvor gestellt hatte. Die hochnäsige Bemerkung Sith könnten auch Ärzte sein und der vorgeschobene Rat er solle doch einen von ihnen aufsuchen, der vorlaute Kommentar, er könne doch Schmerzmittel nehmen um sein Bein zu vergessen. All das tat er ab, was sie vorher besprochen hatten war nicht mehr wichtig. Jetzt zählten nur sie beide und das, was sie gemeinsam hatten. Dazu zählte nicht, dass sie seine Eltern kannte und von ihnen gelernt hatte. Er hatte es ebenso getan und was war aus ihm geworden? Ein Versager, zu zurückhaltend und schüchtern seine Kräfte zu bemerken und einzusetzen.

Ihre gestammelten Worte amüsierten ihn nur noch mehr. Einem Klischee gleich hauchte sie, dass das nicht wahr sein konnte. Ein leises Lachen entsprang seiner Kehle während er seinen bohrenden Blick aufrechterhielt. Zoey würde ein Beispiel für das werden, wozu er in der Lage war. Langsam näherte er sein Gesicht dem ihren an bis ihre Münder nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.


„Verleugnung wird Ihnen nichts nützen, meine liebe Dr. Liviana.“,


flüsterte er ebenso leise wie sie, jedoch eindringlich und bestimmend.


„Er lebt und ich hoffe für Sie, dass Sie nicht mit zu großen Differenzen auseinander gegangen sind. Wir wollen doch nicht, dass er einen Groll auf Sie hegt.“


Wieder lachte er leise. Er genoss es die Oberhand zu haben, sich mächtig und unbesiegbar zu fühlen. Die schutzlose Seele dieser jungen Frau schien vor ihm zu liegen, er brauchte nur noch die Hand ausstrecken und sie zerquetschen. Die Welt um sie herum nahm er nicht mehr wahr, alles was zählte waren sie beide. In der Macht spürte er wie ihre Muskeln nachgaben noch bevor das Gewicht auf ihm lastete. Er wappnete sich nicht dagegen sondern genoss wie sie in seine Arme sank. Der Schmerz in seinem Oberschenkel belebte ihn, doch sein Bein war nicht kräftig genug um ihrer beider Gewicht zu halten. Kontrolliert und mit eingefrorenem Gesicht ließ er sich auf die Knie sinken und nahm sie mit. So mussten sie ein merkwürdiges Bild abgeben, doch vermutlich glaubte man nur, die beiden hätten zu tief ins Glas geschaut. Seine Zunge fuhr über seine blassen Lippen als sie ihn fragte ob sein Meister ihn geschickt hatte. Sollte er ihr genau das Glauben machen?


„Nun….“,


begann er und legte eine Pause ein um sie noch weiter auf die Folter zu spannen.


„Ich glaube er wäre äußerst zufrieden mit mir würde ich ihm mitteilen wem ich hier auf Bastion begegnet bin. Mitten im Gebiet des Feindes, als Republikanerin im Imperium gefangen. Die Flucht wäre schwierig, ich möchte fast sagen unmöglich. Zumal sich mein Meister selbst noch immer auf Bastion aufhalten müsste. Sein Weg wäre also nicht allzu weit.“


Er verschwieg, dass Hybris und er sich schon länger nicht mehr gesehen hatten und s an ihm war den Kontakt wiederherzustellen wenn er ihm vergeben hatte. Noch war er nicht über die Strafe hinweg, die sein Meister ihm wegen eines Verbrechens auferlegt hatte, das er nicht begangen hatte, doch das musste Zoey nicht wissen. Alles was zählte war jetzt in diesem Augenblick ihre Angst auszukosten und zu genießen. Verzweifelt versuchte die Archäologin nun sich einzureden, dass Hybris tot war, sie bekräftigte das mit eigenen Worten gesehen zu haben. Ein Kriegswyrm habe ihn verschlungen und in die Tiefe gerissen. Saphenus kicherte als sie ihn hoffnungsvoll danach fragte wie sein Meister hieß.


„Als Dr. Pel kenne ich ihn nicht, es bestand kein Anlass sich mir gegenüber zu verstellen. Aber ja, sein Name ist Darth Hybris, Exekutor des Ordens der Sith. Albtraum und Totenkopf. Ich vermute mal es war der Kriegswyrm, der diese Begegnung nicht überlebt hat.“,


witzelte er. Genüsslich sah der Zabrak mit an wie Zoey harsch die rothaarige Frau abwies, die um einen Tanz mit ihm gebeten hatte. Wie unhöflich aber auch, obwohl ihn irritierte wieso sie unbedingt mit ihm tanzen wollte. Immerhin war sie Zoeys Fan und nicht seiner. Für einen Augenblick löste er seinen Blick von der jungen Brünetten.


„Entschuldigen Sie bitte, meine Teure. Unser gemeinsames Idol hat an diesem Abend wohl etwas zu tief ins Glas geschaut. Ihr wird es gleich besser gehen und dann geht alles wieder seinen gewohnten Dingen zu. Als wäre nichts passiert.“,


fügte er mit einem Seitenblick auf Zoey hinzu. Nur für sie würde es wohl nicht so wie vorher sein. Sein grinsen wurde nochmal breiter, seine Zähne blitzten.


„Geben Sie uns noch einen Moment, dann sind wir hier fertig.“,


bat er die Fremde gespielt höflich und wandte sich dann wieder Zoey zu.


„Meine liebe Dr. Liviana, Sie müssen verstehen, dass ich mir unschlüssig bin was wir beide miteinander machen sollen. Auf der einen Seite bin ich meinem Meister zur Treue verpflichtet, auf der anderen wäre es doch eine Schande wenn Ihnen etwas passieren würde. So ein hübsches und talentiertes Gesicht darf man nicht entstellen. Lord Sturn mag Ihnen, so er denn gewillt ist, für einige Zeit Schutz gewähren können, doch wirklich sicher werden Sie hier nicht sein, ebenso wenig wie in der Republik. Sie können sich zu den Jedi flüchten, doch dort wären sie nur eine Gefangene, die zu ihrem eigenen Schutz in einen goldenen Käfig gesperrt wird. Doch was wenn Hybris sie dennoch findet? Könnten Sie seinem kalten und tödlichen Griff entfliehen?“


In der Macht griff er nach ihrem zarten Hals und drückte sanft zu. Sie musste den Druck spüren und wissen, was er tat. Langsam nahm er ihr die Luft bis sie kaum noch atmen konnte.


„Wie wäre es also wenn wir gemeinsam an einen Ort gehen an dem Hybris Sie nicht vermuten und nicht nach ihnen suchen wird. Sie helfen mir bei bestimmten Dingen und im Gegenzug behalte ich Ihren Aufenthaltsort für mich. Wenn wir miteinander fertig sind können Sie gehen wohin auch immer Sie wollen. Der Ort, der mir dabei vorschwebt, ist kein geringerer als Korriban, Geburtsort der Sith. Als Archäologin müsste es sie doch an diesen Ort ziehen. Es wäre eine vorteilhafte Sache für uns beide.“


Er warf ihr einen letzten, durchdringenden Blick zu, dann stand er auf und löste seinen Griff. Mit Hilfe der Macht zog er sie unauffällig zu sich hoch und klopfte seinen Umhang ab.


„Der Abend ist noch jung. Lassen Sie sich Zeit über mein Angebot nachzudenken.“,


sagte er gönnerhaft und sah dann wieder zu der rothaarigen Frau.


„Ich denke sie gehört wieder ganz Ihnen.“


[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana; Mara Sakiko (EVE Yui); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Zoey Liviana, Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester
 
Entschuldigt bitte den Doppelpost. Mein Internet hat gesponnen und den Beitrag anscheinend zweimal abgeschickt. :/

[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana; Mara Sakiko (EVE Yui); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Zoey Liviana, Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester


Genüsslich sog er die Luft um sich herum ein und sah mit Vergnügen zu wie Dr. Zoey Liviana, Archäologin und Bestsellerautorin, blässer und blässer wurde. Er spürte wie ihr Herz anfing zu rasen, wie sich ihre Muskeln versteiften und alle Farbe aus ihrem Gesicht wich. Totenbleich und damit dem Albtraum nicht unähnlich starrte sie ihn mit aufgerissenen Augen an. Mit einer gelben Iris erwiderte er den Blick. Er versuchte sich jedes Detail ihres Gesichtsausdrucks einzuprägen, die Angst, die ihre Augen umspielte, den aus einer Mischung von Überraschung und Unglauben aufgerissenen Mut. Je’ana hatte ähnlich ausgesehen als sie zum ersten Mal Zeuge seiner Begabung wurde. Als teilten Zoey und sie ein Gesicht schauten sie beide zu ihm, flehend, dass sie träumten, dass das nicht die Realität war. Doch sie konnten ihm nicht entkommen. Er verbreitete Angst und zwang sie dazu den Dingen ins Auge zu sehen, die sie fürchteten. Es war eine Genugtuung nach all den neunmalklugen Fragen, die die Archäologin ihm zuvor gestellt hatte. Die hochnäsige Bemerkung Sith könnten auch Ärzte sein und der vorgeschobene Rat er solle doch einen von ihnen aufsuchen, der vorlaute Kommentar, er könne doch Schmerzmittel nehmen um sein Bein zu vergessen. All das tat er ab, was sie vorher besprochen hatten war nicht mehr wichtig. Jetzt zählten nur sie beide und das, was sie gemeinsam hatten. Dazu zählte nicht, dass sie seine Eltern kannte und von ihnen gelernt hatte. Er hatte es ebenso getan und was war aus ihm geworden? Ein Versager, zu zurückhaltend und schüchtern seine Kräfte zu bemerken und einzusetzen.

Ihre gestammelten Worte amüsierten ihn nur noch mehr. Einem Klischee gleich hauchte sie, dass das nicht wahr sein konnte. Ein leises Lachen entsprang seiner Kehle während er seinen bohrenden Blick aufrechterhielt. Zoey würde ein Beispiel für das werden, wozu er in der Lage war. Langsam näherte er sein Gesicht dem ihren an bis ihre Münder nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.


„Verleugnung wird Ihnen nichts nützen, meine liebe Dr. Liviana.“,

flüsterte er ebenso leise wie sie, jedoch eindringlich und bestimmend.

„Er lebt und ich hoffe für Sie, dass Sie nicht mit zu großen Differenzen auseinander gegangen sind. Wir wollen doch nicht, dass er einen Groll auf Sie hegt.“

Wieder lachte er leise. Er genoss es die Oberhand zu haben, sich mächtig und unbesiegbar zu fühlen. Die schutzlose Seele dieser jungen Frau schien vor ihm zu liegen, er brauchte nur noch die Hand ausstrecken und sie zerquetschen. Die Welt um sie herum nahm er nicht mehr wahr, alles was zählte waren sie beide. In der Macht spürte er wie ihre Muskeln nachgaben noch bevor das Gewicht auf ihm lastete. Er wappnete sich nicht dagegen sondern genoss wie sie in seine Arme sank. Der Schmerz in seinem Oberschenkel belebte ihn, doch sein Bein war nicht kräftig genug um ihrer beider Gewicht zu halten. Kontrolliert und mit eingefrorenem Gesicht ließ er sich auf die Knie sinken und nahm sie mit. So mussten sie ein merkwürdiges Bild abgeben, doch vermutlich glaubte man nur, die beiden hätten zu tief ins Glas geschaut. Seine Zunge fuhr über seine blassen Lippen als sie ihn fragte ob sein Meister ihn geschickt hatte. Sollte er ihr genau das Glauben machen?

„Nun….“,

begann er und legte eine Pause ein um sie noch weiter auf die Folter zu spannen.

„Ich glaube er wäre äußerst zufrieden mit mir würde ich ihm mitteilen wem ich hier auf Bastion begegnet bin. Mitten im Gebiet des Feindes, als Republikanerin im Imperium gefangen. Die Flucht wäre schwierig, ich möchte fast sagen unmöglich. Zumal sich mein Meister selbst noch immer auf Bastion aufhalten müsste. Sein Weg wäre also nicht allzu weit.“

Er verschwieg, dass Hybris und er sich schon länger nicht mehr gesehen hatten und s an ihm war den Kontakt wiederherzustellen wenn er ihm vergeben hatte. Noch war er nicht über die Strafe hinweg, die sein Meister ihm wegen eines Verbrechens auferlegt hatte, das er nicht begangen hatte, doch das musste Zoey nicht wissen. Alles was zählte war jetzt in diesem Augenblick ihre Angst auszukosten und zu genießen. Verzweifelt versuchte die Archäologin nun sich einzureden, dass Hybris tot war, sie bekräftigte das mit eigenen Worten gesehen zu haben. Ein Kriegswyrm habe ihn verschlungen und in die Tiefe gerissen. Saphenus kicherte als sie ihn hoffnungsvoll danach fragte wie sein Meister hieß.


„Als Dr. Pel kenne ich ihn nicht, es bestand kein Anlass sich mir gegenüber zu verstellen. Aber ja, sein Name ist Darth Hybris, Exekutor des Ordens der Sith. Albtraum und Totenkopf. Ich vermute mal es war der Kriegswyrm, der diese Begegnung nicht überlebt hat.“,


witzelte er. Genüsslich sah der Zabrak mit an wie Zoey harsch die rothaarige Frau abwies, die um einen Tanz mit ihm gebeten hatte. Wie unhöflich aber auch, obwohl ihn irritierte wieso sie unbedingt mit ihm tanzen wollte. Immerhin war sie Zoeys Fan und nicht seiner. Für einen Augenblick löste er seinen Blick von der jungen Brünetten.


„Entschuldigen Sie bitte, meine Teure. Unser gemeinsames Idol hat an diesem Abend wohl etwas zu tief ins Glas geschaut. Ihr wird es gleich besser gehen und dann geht alles wieder seinen gewohnten Dingen zu. Als wäre nichts passiert.“,

fügte er mit einem Seitenblick auf Zoey hinzu. Nur für sie würde es wohl nicht so wie vorher sein. Sein grinsen wurde nochmal breiter, seine Zähne blitzten.


„Geben Sie uns noch einen Moment, dann sind wir hier fertig.“,

bat er die Fremde gespielt höflich und wandte sich dann wieder Zoey zu.


„Meine liebe Dr. Liviana, Sie müssen verstehen, dass ich mir unschlüssig bin was wir beide miteinander machen sollen. Auf der einen Seite bin ich meinem Meister zur Treue verpflichtet, auf der anderen wäre es doch eine Schande wenn Ihnen etwas passieren würde. So ein hübsches und talentiertes Gesicht darf man nicht entstellen. Lord Sturn mag Ihnen, so er denn gewillt ist, für einige Zeit Schutz gewähren können, doch wirklich sicher werden Sie hier nicht sein, ebenso wenig wie in der Republik. Sie können sich zu den Jedi flüchten, doch dort wären sie nur eine Gefangene, die zu ihrem eigenen Schutz in einen goldenen Käfig gesperrt wird. Doch was wenn Hybris sie dennoch findet? Könnten Sie seinem kalten und tödlichen Griff entfliehen?“


In der Macht griff er nach ihrem zarten Hals und drückte sanft zu. Sie musste den Druck spüren und wissen, was er tat. Langsam nahm er ihr die Luft bis sie kaum noch atmen konnte.

„Wie wäre es also wenn wir gemeinsam an einen Ort gehen an dem Hybris Sie nicht vermuten und nicht nach ihnen suchen wird. Sie helfen mir bei bestimmten Dingen und im Gegenzug behalte ich Ihren Aufenthaltsort für mich. Wenn wir miteinander fertig sind können Sie gehen wohin auch immer Sie wollen. Der Ort, der mir dabei vorschwebt, ist kein geringerer als Korriban, Geburtsort der Sith. Als Archäologin müsste es sie doch an diesen Ort ziehen. Es wäre eine vorteilhafte Sache für uns beide.“


Er warf ihr einen letzten, durchdringenden Blick zu, dann stand er auf und löste seinen Griff. Mit Hilfe der Macht zog er sie unauffällig zu sich hoch und klopfte seinen Umhang ab.

„Der Abend ist noch jung. Lassen Sie sich Zeit über mein Angebot nachzudenken.“,

sagte er gönnerhaft und sah dann wieder zu der rothaarigen Frau.

„Ich denke sie gehört wieder ganz Ihnen.“


[Bastion | Center | Darth Arthious- Gedächtnishalle] - Saphenus; Zoey Liviana; Mara Sakiko (EVE Yui); in der Nähe: Chronor Tallax; Janus Sturn; Voth Terrix; Jorax Kevora; Zoey Liviana, Sane, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester
 
[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | unter den Gästen | Zoey Liviana, Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester, Saphenus, Yui (getarnt als Frau), Sane alias Krayne, in der Nähe: Chronor Tallax, Shadif, Marava (NSC), weiter weg: Jorax Kevora, Ghost Squad (NSC), Edgar, im Lagerraum: Janus, Voth Terrix, Iriye

Konnte es einen besseren Ort geben, um neue Lebewesen kennenzulernen als diese Gala? Und so wie sich neue Bekanntschaften und Allianzen ergaben, konnten alte Bündnisse erneuert und gestärkt werden. Die Gedächtnishalle war seine Bühne, sein Werk. Hier hielt Janus alle Fäden in der Hand und konnte die Ereignisse nach seinem Willen bestimmen, konnte manipulieren, drohen, werben, verführen. Er war ganz in seinem Element, der Herr des Geschehens. Ein dünnes Lächeln legte sich auf die blassen, vornehmen Gesichtszüge des Grafen. Diese Gala war ein Miniaturbild dessen, was er mit der Galaxis selbst im Sinn hatte.

Äußerlich ruhig und von höflicher Zurückhaltung, musste Janus doch zugeben, dass er neugierig war, mit wem er es zu tun hatte. Wer war diese Frau? Was trieb sie an, wie sah ihre Persönlichkeit aus? Konnte sie eine Verbündete werden oder war sie eine mögliche Bedrohung? Die Erfahrung hatte den Fastmenschen gelehrt, immer möglichst viel über seine Gegenüber herauszufinden und zu versuchen, sie zu verstehen. Wer andere beeinflussen wollte, musste zuerst begreifen, wie sie funktionierten.

Charmant antwortete die Vahla auf seine Frage und meinte, dass ein gut aussehender Charmeur jederzeit ihren Namen erfahren durfte, was Janus mit einem dezenten Lächeln quittierte. Die große Frau mit dem weißen Haar hieß Iriye und wie er vermutet hatte war sie eine Vahla. Laut eigener Aussage wünschte sie, in allem das Wesen zu sehen, der Graf hatte den Eindruck, dass sie eine starke philosophische Ader besaß.


„Ich heiße Euch auf meiner Gala willkommen, Iriye. Ihr folgt also der Tradition Eures Volkes, durch die Galaxis zu ziehen und sie zu erkunden, doch Ihr wünscht mehr zu sehen als bloß die Oberfläche. Ihr wollt sehen, wie die Dinge wirklich sind.“

Der Graf lächelte dünn. Die Vahla waren eine nomadische Spezies und soweit er wusste, verfügten nahezu alle Angehörigen dieses Volkes über eine gewisse Verbindung zur Macht. Iriye fuhr nach einer kurzen Pause fort und äußerte sich zu dem Tod des Jüngers, ihrer Meinung nach sollte jemand, der sich an Kunst vergriff, hart bestraft werden. Doch hatte sie bei Hask offenbar hinter der rohen Fassade etwas entdeckt, wodurch ihre Neugier geweckt worden war. Janus warf einen kurzen Blick in Richtung des toten Jüngers, der gerade zur Tür heraus getragen wurde.

Hask hat andere Lebewesen gehasst, doch ich glaube, sein Zorn galt vor allem sich selbst. Er war stets unzufrieden mit dem Leben, das er führte. Solcher Zorn kann stark machen...oder zerbrechlich.“

Nachdenklich lächelte Janus. Diese Worte trafen auch für Saphenus zu. Doch wo sich der Zorn des Zabrak konkret auf bestimmte Personen gerichtet hatte, war der des Jünger viel allgemeiner gewesen, ungezielter. Nun, jetzt spielte es keine Rolle mehr. Die Geschichte des Jüngers war zu Ende, nicht mal eine Fußnote in dem großen Buch der Galaxis wert. Ein Schicksal, das Janus zu vermeiden wünschte.

Angenehm überrascht vernahm der elegant gekleidete Graf, wie Iriye sein Zitat vervollständigte, und er nickte ihr wohlwollend zu.


„Kal Garmor. Ich muss gestehen, es ist eine Weile her, seit ich mit jemanden über sein Werk „Kunst der Politik“ gesprochen habe.“

Die grünen Augen des Sith-Kriegers funkelten für einen Moment und neugierig hörte er zu, als Iriye berichtete, dass sie die Summe ihrer Entscheidungen nach Bastion geführt hatte und es ihr Wunsch war, das Wesen der Macht in Erfahrung zu bringen. So wie sie es formulierte, kam Janus ein Verdacht.

„Ich verstehe. Ihr habt den Sith-Tempel bereits aufgesucht, nicht wahr? Doch man hat Euch den Einlass verweigert.“

Die Schlussfolgerung basierte auf der simplen Logik, dass es sich bei der Vahla nicht um eine Jüngerin handelte und so wie sie sprach, war das Ordensgebäude gewiss ihr erstes Ziel auf Bastion gewesen. Nach einer kurzen Pause sprach die große Frau weiter und gestand ein, dass sie zwar nicht in der Position war, Fragen zu stellen, ihr Neugier aber doch zu dem Wunsch führte, zu wissen, was sein Wesen war.

Einen Moment schwieg der Graf und betrachtete die Vahla, dann lächelte er dünn und nickte den beiden Jüngern zu, die sie festhielten.


„Nehmt ihr die Fesseln ab und lasst sie los.“

Einer der Jünger öffnete den Mund, überlegte es sich aber rasch anders und kam der Anweisung ohne Widerspruch nach. Bedächtig und nahezu lautlos trat Janus einen Schritt näher heran und sah Iriye ruhig und ohne Anzeichen von Besorgnis in die Augen, dann lächelte er und streckte seine rechte Hand in einer galanten Bewegung aus.

„Ich möchte Euch bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Aber da Worte dafür nicht das beste Mittel sind, lade ich Euch ein, mich auf die Gala zu begleiten. Seht mit eigenen Augen, was mein Wesen ist. Es wäre mir ein Vergnügen, Eure Gesellschaft weiter zu genießen.“

Die grünen Augen des Grafen funkelten in goldenem Glanz. Iriye war eine überaus interessante Person und gab ihm einige Rätsel auf, und so hoffte er auf diese Weise auch das ein oder andere über sie in Erfahrung bringen zu können. Das Risiko, das er damit einging, war vertretbar.

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Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit Lord Saphenus tanzend und Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko in der Nähe wie auch Sane alias Krayne, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester und die echten Lordschaften mit selbigem Namen, weiter weg: Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif, im Lager: Janus Sturn, Voth Terrix und Iriye


Lord Saphenus schien ihre Lage offensichtlich zu genießen. Man musste kein Machtnutzer sein, um dies zu erkennen. Er hatte ein derart selbstgefälliges genüssliches Grinsen im Gesicht! Ihr hingegen trat der kalte Angstschweiß aus allen Poren. Sie brach in seinen Armen vor Schreck zusammen und da er sich die ganze Zeit auf sie gestützt hatte, sank er dabei auf die Knie. Es war vorprogrammiert gewesen, dass sie ein komisches Bild abgeben würden! Ihr fehlte die Kraft, sich aus seinen Armen zu winden und sich zu erheben. Sie war vor Angst wie gelähmt!

Er meinte zu ihr, dass es nichts bringen würde, dies verleugnen zu wollen. Dies war genau das, was sie nicht hören wollte. Ihr wurde richtig schlecht! Er meinte, dass er hoffen würde, dass sie nicht mit all` zu großen Differenzen auseinander gegangen wären. Total verunsichert schaute sie ihn an, während er leise lachte und sich köstlich amüsierte. Hybris hatte gemeint, dass er sie nicht mehr brauchen würde, doch dann liefen sie statt zum nahen Holocron ins Leere! Und dann sah es nicht gut für sie alle aus. Sie hatten zu guter Letzt gegeneinander kämpfen müssen! Sie hatte dem Padawan Q`Tahem geholfen, der die Macht des Geistes geliehen bekommen hatte und sie wiederum vor Hybris beschützen musste. Galt dies als ein schlechtes Auseinandergehen?! Sie hatte ihn in ihrem Buch erwähnt! Mit echtem Namen! Allerdings wurde er in der Imperiumausgabe als Held ausgelegt und in der Republikausgabe als das Ungeheuer, was er war, eben böse, mächtig und grausam, doch das hatte er sich so gewünscht! Dennoch hatte er ihr schon längst zuvor versprochen gehabt, dass, wenn sie sich nochmals treffen würden, ihr Leben vorbei wäre. Wie der Tod persönlich!


“So kann man das nicht definieren! So einfach ist das nicht! Es war kompliziert! Doch er kann es nicht sein! Wir reden ganz bestimmt nicht von der selben Person! Ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Er wurde gefressen! Ich sehe es immer noch vor meinem geistigen Auge, wie der Wyrm sein Maul aufriss und dabei seinen Arm abbiss und wie sein Arm in den Sand mit dem antiken Lichtschwert in der Hand fiel, was seit dem der Padawan als Trophäe behalten hat.”,

versuchte sie ihn zu überzeugen und sich selbst einzureden, dass er es nicht sein könnte und doch zweifelte sie selber längst daran! Er hatte davon gesprochen, dass Hybris ein neues Gesicht hätte, wenn sie von der gleichen Person, die er als Totenkopf bezeichnete, sprachen?! Wie sah er denn jetzt aus?! Sie würde ihn nicht einmal erkennen! Das wäre furchtbar! Sie müsste sofort ins Zeugenschutzprogramm mit neuer Identität und so?! Doch hielt so was einen Darth Hybris ab?! Hoffentlich war er nicht auch hier auf der Gala? Nicht, dass sie längst mit ihm tanzte? Lord Saphenus?! Ob er...?! Doch seine Stimme war anders, er war dünner und er hätte sein Bein und sein Auge selbst geheilt! Oooh, sie wurde noch verrückt! Hybris könnte überall sein!? Jeder könnte es sein, der ungefähr seine Größe und Statur hatte! Zoey hätte sich unter anderen Umständen gerne umgeschaut, doch sein Blick hielt sie gefangen!

Er hob an zu sprechen, nachdem sie ihn ängstlich gefragt hatte, ob er womöglich seinen Schüler zu ihr geschickt hatte? Scheinbar war es nicht die klügste Frage! Er begann bedächtig mit einem “Nun”, und ließ sie zappeln und quälte sie damit. Endlich fuhr er fort und es zog ihr fast erneut den Boden unter den Füßen weg, doch sie lag längst auf seinen Knien, als sie seine Worte vernahm, zumindest hatte sie das Gefühl, der Boden bebte:


„Ich glaube, er wäre äußerst zufrieden mit mir, würde ich ihm mitteilen, wem ich hier auf Bastion begegnet bin. Mitten im Gebiet des Feindes, als Republikanerin im Imperium gefangen. Die Flucht wäre schwierig, ich möchte fast sagen unmöglich. Zumal sich mein Meister selbst noch immer auf Bastion aufhalten müsste. Sein Weg wäre also nicht allzu weit.“

Er drohte ihr! Hybris war praktisch nebenan! Ihr Atem ging schwer! Worte brachte sie dazu erstmal keine heraus! Ihr Mund wurde trocken und ein Kloß saß ihr in der Kehle. Er hatte ihr schön unter die Nase gerieben, dass sie mitten in Feindesland war! Mitten im Raubtierkäfig traf es wohl besser! Doch dann fragte sie ihn nach dem Namen seines Meisters, hoffte um Aufklärung und auf eine Verwechslung bzw. Doppelgänger eines quicklebendigen Totenkopfes und er war es doch, tatsächlich! Dieser Augenblick der Wahrheit war so grauenvoll, so unbeschreiblich! Jedes bisschen Hoffnung wurde weggespült! Es blieb ihr nichts mehr, an was sie sich klammern könnte! Ihr schlimmster Feind, der es wie besessen auf sie abgesehen hatte und sie sich immer noch fragte, wieso, war noch am Leben und sie hing gerade in den Armen seines Schülers, der wahrscheinlich ähnlich tickte! Ihr Leben war eigentlich vorbei! Sie konnte sich eigentlich gleich umbringen! Doch, sie liebte das Leben!

Als die Rothaarige(Yui) in dem Moment kam, hatte Zoey keinen Nerv für ihren Fan. Lord Saphenus meinte zu ihr, dass Zoey zu tief ins Glas geschaut hätte. Schön wäre es, wenn dies der Grund gewesen wäre! Er schickte sie weg und meinte, dass gleich alles wieder wie vorher oder so ähnlich wäre. Für Zoey würde nichts mehr so sein wie vorher! Darth Hybris lebte!


Er sprach weiter zu ihr. Hoffentlich würde er sie nicht verraten? Er sprach von seinem Zwiespalt. Doch was dann aus seinem Munde kam, war die Krönung des Ganzen! Zoey traute ihren Ohren kaum?! Könnte sie Hybris seinem tödlichen Griff entfliehen? Er war ein hochrangiger Sith! Mit besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten! Er würde sie wohl finden und töten! Ihr Kloß im Hals schien ihr die Luft abzuschnüren. Moment mal?! Es fühlte sich wie ein Würgegriff an! Sie war schon so verängstigt, dass sie es sich so stark einbilden konnte, wie Hybris sie würgen würde, dass sie dies spürte! Es wurde immer heftiger! Sie musste damit aufhören! Sie bekam keine Luft mehr! Eine Hand griff an ihren Hals und die Andere krallte sich in seinen Arm und seine Robe, da sie die Angst und Panik jetzt aufzufressen drohte. Plötzlich wurde ihr klar, dass Lord Saphenus es war, der ihr die Luft zum Atmen nahm! Dann machte er ihr ein Angebot! Eigentlich war es Erpressung! Ein weiterer durchdringender Blick folgte, der sie erschaudern ließ. Dann ließ er ihren Hals los und sie schnappte hektisch nach Luft! Dabei stand er auf, entließ sie aus seinen Armen und zog sie hoch, ohne sie zu berühren, da er die Macht dazu gebrauchte. Zoey konnte kaum stehen. Ihre Knie schlackerten, sie war schweiß gebadet und fröstelte nun und ihr Herz raste und der Boden schien immer noch zu wanken. Gespielt freundlich und doch überlegen und herablassend gab er ihr Bedenkzeit, allerdings nur bis zum Ende der Gala und wollte dann eine Antwort. Er rief der Rothaarigen (Yui) zu, dass Zoey nun wieder ihr zur Verfügung stände. Wie in Trance drehte sich die Archäologin zu ihr um, die zwei Meter etwa von ihr entfernt stand.

Das war alles ein einziger Alptraum und irgendwie hoffte sie , dass sie gleich daraus erwachen würde. Doch dem war nicht so. Sie merkte gar nicht, dass sie auf ihren weiblichen Fan am ganzen Körper zitternd zu lief, während sich Lord Saphenus entfernte. Ihr war schlecht! Sie glaubte sich sofort übergeben zu müssen:


“Bitte helfen Sie mir, Miss Sakiko! Bringen sie mich bitte sofort auf die Damentoilette! Es geht mir nicht gut!”,

bat sie die Rothaarige um Hilfe. Zoey musste furchtbar aussehen! Wie ein Häuflein Elend! Sie befürchtete, sich gleich an Ort und Stelle übergeben zu müssen!


Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko, in der Nähe Sane alias Krayne, Saphenus, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester und die echten Lordschaften mit selbigem Namen, weiter weg: Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif, im Lager: Janus Sturn, Voth Terrix und Iriye
 
Bastion/ Center/ Darth Arthious Gedächtnishalle/ Sane, abseits: Steven, Zoey, Michael, Janus, Voth, Kevora, Saphenus, Chronor, Edgar, Yui

Sich entschuldigend bahnte er sich einen Weg zu Zoey. Da er sich für die unauffällige Tour entschieden hatte, dauerte das seine Zeit. Er konnte nicht einfach jeden beiseite schieben, der ihm im Weg stand, das hätte für unnötiges Aufsehen gesorgt. Daran hatte er kein Interesse. Unsichtbar zu sein hatte zu viele Vorteile, um es einfach wegzuwerfen. Dennoch hatte er nun den Nachteil, dass er die Archäologin kurz aus den Augen verlor. Es war unvermeidbar. Zwar war er nicht klein, aber es reichte nicht für ein Überragen der Galagäste. Diesen Nachteil musste er kurz hinnehmen, dann wäre er wieder in direkter Nähe zu der Archäologin. Es wäre wohl besser, wenn er für den Rest des Abends an ihrer Seite blieb. Bis jetzt war noch nichts allzu auffälliges geschehen und langsam zweifelte der Soldat daran, dass sich dies ändern würde. Die Veranstaltung war einfach zu gut gesichert: Sturmtruppen, Sith und deren Handlanger... Wahrscheinlich war sogar er überflüssig für diesen Abend.

Dass er sich massiv verschätzt hatte und für einen Positionswechsel den denkbar schlechtesten Zeitpunkt gewählt hatte merkte er, als er sich an einer hoch gewachsenen Dame vorbeidrückte und wieder Sicht auf Zoey bekam. Diese wurde gerade von unsichtbarer Hand wieder auf die Beine gezogen. Vermutlich von dem mysteriösen Zabrak, der neben ihr stand. Was war da passiert? War Zoey gestürzt? Sie sah etwas mitgenommen aus. Hatte sie zu viel getrunken? Sie war den ganzen Abend schon dabei, Alkohol in sich hineinzuschütten, verwunderlich wäre es nicht. Allerdings kannte Sane ihre Trinkfestigkeit nicht. Er wollte nichts dem Zufall überlassen, weswegen er nun einen Zahn zulegte. Vielleicht hatte die Rothaarige ihr etwas unbemerkt angetan, vielleicht vergiftet? Oder der Sith trieb irgendwelche schmutzigen Spielchen mit ihr. Verdammt! Den ganzen Abend hatte er sie im Auge behalten, dann schaute er ein Mal weg und es passierten Dinge, ohne dass er es mitbekam.

Nun entfernte sich die Archäologin von dem Sith und sprach mit der Rothaarigen. Schnell holte Sane sie ein und war dem Zabrak beim vorbeilaufen einen finsteren Blick zu. Seit den Erlebnissen auf Coruscant hatte er eine starke Abneigung gegenüber den dunklen Gestalten des Sith-Ordens und Thearterra hatte diese Einstellung noch vertieft. Die einzige Genugtuung war tatsächlich, dass er Janus schlagen und Arica die Stirn bieten konnte. Wie es sich als Machtnutzer wohl anfühlte, wenn man von einem Soldaten solch eine Gegenwehr bekam? Ein Gegner, der nicht von Natur aus schnelle Reflexe und gewisse Begabungen hatte, sondern sich diese antrainieren musste. Dennoch hielt Sane sich zurück und legte nicht seine ganze Abscheu in den einen Blick, welchen er Saphenus im vorübergehen zuwarf. Nach wie vor wollte er unauffällig bleiben.

Als er Zoey schließlich erreichte, musterte der bärtige Infiltrator die rothaarige Fremde nur kurz um festzustellen, ob von ihr Gefahr ausging. Dem war nicht so, weshalb er sich schnell der Archäologin zuwandt.

"Ist alles in Ordnung mit Ihnen, Doktor? Fühlen Sie sich nicht wohl?"

Dass es Zoey nicht gut ging war aus der Nähe betrachtet nun noch offensichtlicher, als aus der Ferne. Sie war blass und zittrig und schaute, als hätte sie soeben ein Gespenst gesehen. Sane hatte das Gefühl, als könne er Kopfgeldjäger und Rotschopf vorerst streichen. Der Sith hatte irgendetwas mit ihr angestellt. Warum suchte sie auch immer die Gesellschaft von diesen Leuten? Leise flüsterte er ihr zu.

"Es wäre vielleicht auch langsam Zeit zu gehen. Wir waren lange genug und der Höhle des Krayt Drachen und sollten unser Glück nicht weiter ausreizen."

Tatsächlich hatte Sane den Eindruck, dass sie hier all ihre Pflichten erfüllt hatten. Die Archäologin hatte den Vortrag gehalten, ihre Bücher versteigert und ein paar Kontakte geknüpft. Das war doch mehr, als sie sich erhoffen konnte. Was wollten sie hier also noch? Es war an der Zeit, zu verschwinden, vor allem, wenn Zoey mit Schwächeanfällen und Alkohol zu kämpfen hatte.

Bastion/ Center/ Darth Arthious Gedächtnishalle/ Sane, Zoey, Yui, abseits: Steven, Michael, Janus, Voth, Kevora, Saphenus, Chronor, Edgar
 
Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko, in der Nähe Sane alias Krayne, Saphenus, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester und die echten Lordschaften mit selbigem Namen, weiter weg: Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif, im Lager: Janus Sturn, Voth Terrix und Iriye


Jede Veränderung beginnt mit einem Plan und der Bereitschaft, Bündnisse, auch Ungewöhnliche, einzugehen und einen gewissen Eifer mitzubringen. Die Archäologin hatte Gefallen an dem Gedanken gefunden, dass Graf Janus Sturn ihr eine Korriban-Mission ermöglichen und finanzieren würde! Aber, Lord Saphenus wollte sie dazu zwingen! Erpressen! Obendrein lebte Darth Hybris! Zoey stand völlig neben sich und war völlig fertig!

Ehe die Rothaarige (Yui) etwas antworten und auf ihre Bitte reagieren konnte, tauchte Sane neben ihr auf. Er fragte sofort, ob mit ihr alles in Ordnung sei. Nichts war mehr in Ordnung! Es würde nie mehr in Ordnung sein! Hilflos und erschöpft schaute sie ihn an und ihre Augen füllten sich mit Tränen, die sie mühsam herunterschluckte und wegblinzelte. Er wiederum beugte sich zu ihr vor und flüsterte ihr zu, dass es Zeit wäre zu gehen. Sie verzog das Gesicht und schüttelte traurig den Kopf, denn dafür war es zu spät. Sie musste ihren Personenschützer dringend in alles einweihen.
Sie zog ihn am Arm einen Schritt von der Rothaarigen weg zur Seite und dichter zu sich heran.


“Entschuldigen Sie uns kurz! Es ist dringend!”,

sagte sie dabei um Verzeihung bittend zu ihrem Fan (Yui). Es wirkte mittlerweile mehr als blöd und unverschämt, dass wusste sie. Doch, wie behandelten andere Star`s und Sternchen ihre Fans?!
Nachdem sie sich umgesehen hatte, ob sie ungestört seien und Lord Saphenus weit genug weg war, flüsterte sie ihm zu:


“Es ist eine Katastrophe! Ich bin so gut wie tot! Ich bin völlig im Ar...!”,

begann sie und seufzte auf. Sie begann sich rasch zu besinnen, um nicht im Selbstmitleid zu versinken, da sie es schnell los werden wollte, ehe sie wieder unterbrochen und gestört würden, denn schließlich waren sie hier nicht alleine. Also, atmete sie nochmals tief durch und fuhr dann fort:

Darth Hybris lebt noch! Ich dachte, er wäre tot! Er hat mir damals angedroht, wenn er bei mir nochmals auftauchen wird, ist es mein Todesurteil! Ich habe ihn mit echtem Namen in meinem Buch erwähnt! Er befindet sich hier praktisch gleich nebenan im Sith-Tempel! Aber, das ist nicht das Schlimmste! Diese Nachricht erhielt ich von seinem Schüler, Lord Saphenus! Ich habe gerade eine regelrechte Psycho-Folter hinter mir! Wie der Meister, so der Schüler! Auf den ersten Blick nehmen sie sich nicht viel!“

Sie musste nochmal tief durchatmen und sich ein wenig beruhigen, ehe sie weiter sprechen konnte. Sie ging einen Schritt weiter zur Wand und lehnte sich an, da sie auf ihren Beinen immer noch extrem wacklig war.

“Wir würden Hybris nicht einmal erkennen! Er soll sich ein neues Gesicht zugelegt haben! Er ist ein kranker Mensch, nicht nur ein Sith! Er ist auch ein Psychopath! Er hat Vorlieben, die grausam und krank sind! Er hat mir Entsetzliches angedroht! Dinge, die unaussprechlich sind! Er war besessen von mir! Als Sith ist er ein Hochrangiger, der mehr Macht technisch drauf hat, als Andere!”

Sie seufzte auf und begann sich wieder nervös ihre Haarsträhne aufzurollen.

“Das Schlimmste, aber an der Sache ist, dass Lord Saphenus mich erpressen tut!”

Sie machte eine kurze Kunstpause und fuhr mit einem “Frosch” im Halse fort:

“Er meinte, dass er in dem Zwiespalt sei, ob er mich an seinen Meister verraten sollte oder nicht!? Er würde in der Gunst seines Meisters aufsteigen, aber er hat ihm sein krankes Bein zu verdanken! Hybris hat seinen Schüler sozusagen zum Krüppel gemacht! Daher, meinte er, dass er mich weit weg mit nach Korriban nehmen würde, wo sein Meister mich nicht vermuten würde und er dafür meine Dienste in Anspruch nehmen will und als Gegenleistung ihm gegenüber schweigen würde. Mir soll klar sein, dass Hybris mich überall finden wird! Ich komme aus dem Imperium nicht mehr heil heraus! Und, wenn doch, könnten mich die Jedi nicht genug vor ihm beschützen! Und, da hat er recht! Auf Thearterra konnte mich auch niemand vor ihm beschützen! Ich muss Q`Tahem warnen!”

Sie seufzte auf und sah Hybris und seinen Schüler
geistig vor sich! Sie schaute sich nach Saphenus um, ob er nicht in der Nähe stand und fuhr fort:

“Er gab mir gnädig bis zum Ende der Gala heute Abend Bedenkzeit! Mir bleibt praktisch gar keine Wahl! Mit ihm ist nicht zu spaßen! Erpressung nennt man das! Sonst liefert er mich ihm aus! Das Kuriose ist, dass er meinte, dass ich danach dorthin gehen könnte, wohin ich möchte! Als ob danach die Gefahr weniger groß wäre, dass Hybris bei mir auftauchen würde! Er wird mich nie wieder gehen lassen!”

Sie wischte sich rasch eine Träne aus dem Gesicht, die nun doch ihren Weg über ihre Wange gefunden hatte, um nicht völlig verschmiert zu sein! Sie müsste dringend ins Damen-WC! Sie wollte nicht, dass sie jemand so sah!

“Dabei hat mir genau das Selbe Graf Sturn angeboten! Er wollte mir eine Korriban-Mission, der absolute Traum für alle Archäologen, finanzieren und mir auch sonst behilflich sein! Und nun? Jetzt erpresst mich dieser Lord Saphenus, mit ihm gehen zu müssen! Oder, meint ihr, dass er eh der Leiter der Expedition sein wird? Nur warum die Erpressung, wenn ich eh begeistert davon war? Sind dies zwei verschiedene Missionen am selben Ort? Oder, machte sich dieser Lord nur einen Spaß daraus, mich mit Angst und Schrecken zu quälen?! Ich war unfähig ihn dies zu fragen! Sollte ich Graf Sturn darauf ansprechen und ihn einweihen? Ich mag nicht für Lord Saphenus arbeiten! Er ist fies und bösartig wie sein Meister! Doch mir wird gar keine andere Wahl bleiben!”

Eindringlich und fragend sah sie Sane an und fügte noch hinzu:

“Was meinst du? Was soll ich machen? Soll ich alles Graf Sturn erzählen? Lord Saphenus hat mich soeben sogar mit der Macht gewürgt! Und, dies nur aus dem Grund, um seine Worte zu verstärken!”

Zitternd glitt ihre Hand über ihre Stirn und sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.

“Allerdings, so freundlich Graf Sturn auch ist, so hat auch er mich auf Thearterra fast getötet! Was soll ich nur tun?!”

Würde Zoey nicht mit dem Rücken an der Wand anliegen, würde sie vermutlich nicht mehr aufrecht stehen. Soviel konnte man sagen! In dem Moment kamen vier Fans auf sie zu und baten um Autogramme! Der Eine hatte eins der Bücher, aber in einem Geschäft gekauft und wollte ihr Autogramm darauf haben, andere hatten einen Artikel mit Foto aus dem Holonet ausgedruckt und sie sollte darauf unterschreiben. Schnell drehte sie sich weg, dass man sie so nicht sehen konnte, so aufgelöst und verweint, wie sie war, und hielt sich schützend ihre Hand abwehrend seitlich vor`s Gesicht.

Krayne, machen Sie was! Ich kann nicht!”

Während Sane ihre Fan´s weg schickte und sich darum kümmerte, kramte sie nach ihrem Com-Gerät! Sie musste Q`Tahem dringend warnen`und schrieb eine Nachricht!


Verschlüsselte Textnachricht von Bastion nach Lianna an Q`Tahem Gear:


“Achtung, Darth Hybris ist am Leben und hat ein neues Gesicht! Pass auf dich auf! Für mich ist es wohl zu spät! Ich bin am Ende! Lebe wohl! Grüße Sari und Kestrel von mir! Zoey”

Nachricht Ende


Bastion, Bastion Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle: Kurz vor den Nasszellen: Zoey Liviana mit ihrem Personenschützer Krayne (Sane) und einen Schritt entfernt: Yui in Frauengestalt als Mara Sakiko, weiter weg: Saphenus, hinten am Stehtisch in der Nähe des Buffets: Steven und Michael alias Lord Warrington und Lord Forrester und die echten Lordschaften mit selbigem Namen, noch weiter weg: Chronor Tallax, Jorax Kevora, Ghost Squad, Edgar, Shadif, im Lager: Janus Sturn, Voth Terrix und Iriye
 
Bastion - Sith-Tempel, Aricas privates Verlies - Niks Zelle - Arica und Nik

Es war also soweit, Nik hatte »ja« gesagt, obwohl er nicht hundertprozentig wusste, zu was eigentlich. »Dienen« konnte alles sein und in welche Art von Geheimnissen er eingeweiht werden würde, war auch unklar (sonst wären es auch keine richtigen Geheimnisse). Aber was er wusste war, dass er »ja« gesagt hatte, weiterzuleben und »ja« in Aricas Nähe zu sein, deren hinreißende Schönheit eigentlich keine verstärkenden Drogen nötig hatte. Aber es umgaben auch noch andere Eindrücke die Sith, die der Halbzabrak lieber nicht wahrgenommen hätte und ihr Lachen, als Niks weiteres Schicksal auf absehbare Zeit besiegelte, war nicht eines der Sorte, die man gerne hörte, speziell nicht aus dem Mund einer Meisterin der dunklen Seite. Es war nicht gerade ein ansteckendes Lachen und deshalb zuckte Nik auch zusammen, als Arica mit Schwung aufstand und ihm gaaanz nahe kam. Wesentlich näher, als ihm angenehm war. Er konnte den Atem an seinem Hals spüren und es fühlte sich an, als ob seine Haut an dieser Stelle von einem Sandsturm abgeschliffen würde. Ob er es spüren konnte, wollte sie wissen. Was war denn »es« in diesem Zusammenhang? Er konnte im Moment fast alles hören und spüren, was um ihn herum vorging. Der Boden zitterte, als einer der Wärter seine Runden machte. Aber es gab auch eine Menge seltsamer Sinneseindrücke, die Nik nicht einordnen oder interpretieren konnte. Und jeder einzelne von ihnen war laut, verlangte nachdrücklich die Aufmerksamkeit des Mannes, der eben noch einen kleinen Verwaltungsposten weit unten in der Sith-Hierarchie besessen hatte.

»Ja, ich fühle, aber ich weiß nicht, was es ist und was ich fühle. Alles ist gleichzeitig! Es ist schwer, sich auf eine einzelne Sache davon zu konzentrieren. Der Wein, den Ihr da habt, muss echt mörderisch stark sein!«


Arica bedeutete ihm zu folgen und Nik tat, wie ihm geheißen, aber nicht, ohne vorher noch die Weinflasche mitzunehmen. Die Erkenntnis, dass diese mit irgendetwas seltsamem versetzt sein musste, entschwand bereits seinem vom gewaltigen Rauschen der Sinneseindrücke überforderten Bewusstsein. Besonders als die Tür quietschte. So ein metallisch-rostiges Quietschen war selbst zu besten Zeiten unangenehm, jetzt war es unerträglich und selbst mit zugehaltenen Ohren wurde es kaum besser.

Unter dem Donnerhall, den jeder von Aricas Schritten verursachte, folgte Nik seiner neuen Herrin durch verworrene Gänge, durch die er alleine sicher nicht mehr den Weg nach draußen gefunden hätte und triumphierend warf er den Wärtern, als sie diese passierten Blicke zu. Ich bin kein Gefangener mehr, sondern persönlicher Diener! Ha! Dass die Sith-Lady genau diesen Moment wählte, um ihn auf seinen derzeitige Geruch aufmerksam zu machen, verdarb die Szene aber etwas. Aber er bekam ein eigenes Quartier und neue Kleidung, nur dass er seine jetztige entsorgen sollte, leuchtete ihm nicht ein. Die war doch gut! Und überhaupt…


»Aber ich kann sie doch noch nach Feierabend tragen, oder im Urlaub? Wäre ja schade, das alles wegzuschmeißen,«

Erklärte er, während ein sehr schneller Turbolift sie weit nach oben in den Tempel beförderte. Schon unter normalen Umständen wäre Niks Magen wohl in seine Stiefel gerutscht, jetzt fühlte er sich wie nach einer Fahrt im »Blitz-Sternenfeger«, der schnellsten Achterbahn der gesamten Galaxis. Mit weichen Knien verließ der Halbzabrak den Lift und ließ sich von seiner Herrin erklären, wo hier was war. Ihre Schüler, aha…


»Mit denen kann man doch sicher mal abends was trinken gehen, oder? Sicher würdet Ihr keine von diesen unangenehmen Typen ausbilden, mit denen man nicht reden kann?«

Warf Nik ein – es war sicher nützlich, sich mit diesen Schülern gut zu stellen. Anschließend gab Arica ihm auf, sich herzurichten und in zwei Stunden bei ihm zu erscheinen und dann war sie auch schon verschwunden, was Nik alleine und etwas ratlos zurückließ.

Zum ersten Mal seit seiner Verhaftung stand weder der unmittelbare Tod bevor, noch musste er auf Freilassung hoffen, noch gab es jemanden, der ihm sagte, was er zu tun hatte. Was jetzt? Als kleines Rädchen in der Sith-Fuhrparkmaschinerie hatte es immer den täglichen Trott gegeben, man hatte nichta überlegen müssen, was als nächstes kam und überhaupt, die Jungs waren ja ständig bei ihm gewesen. Obwohl er alle möglichen Wesen um sich herum hören und fühlen könnte, fühlte Nik sich einsam und verloren. Eine Weile betrachtete er den von vor der Tür seines zukünftigen Zuhauses aus sichtbaren Ausschnitt der gewaltigen Architektur mit den teuren verbauten Materialien, die so anders war als den Sith-Tempel, den er bisher gekannt hatte, und schließlich betrat er doch sein Quartier.

Verglichen mit anderen Räumen in Aricas Turm war es sicherlich klein, aber dennoch größer als Niks ganze Bude, in der er bisher gelebt hatte. Wenn er aus dem Fenster sah, sah er zwar vor allem eine Wand des Sith-Tempels, und dennoch war dieser besser als den, den er bisher gehabt hatte. Es gab eine eigene Nasszelle… das alles inspiziert, saß Nik eine ganze Weile nur rum und starrte die Wand an, nicht wirklich wissend, was er nun tun sollte.

Schließlich suchte er die Nasszelle auf, der Hinweis seiner Herrin war ja überdeutlich gewesen, und verbrachte mehr Zeit darin als jemals zuvor, obwohl sowohl das Geräusch des Wassers als auch dessen Aufschlag auf der Haut reichlich unangenehm war – er konnte sich nicht leisten, sich so dergleichen zweimal sagen zu müssen. Anschließend die Frage, wohin mit seinen alten, wie er nun merkte, bestialisch stinkenden Klamotten. Wurden diese wohl von einem Droiden abgeholt? Erst einmal warf er sie in eine Ecke, und begab sich zum Kleiderschrank, der, wie sich herausstellte, überwiegend schwarze Roben enthielt und anderes schwarzes Zeug. Der Stoff war erkennbar edler als seine alten Klamotten, aber was war, wenn er einmal ein T-Shirt tragen wollte? Was machten die Sith im Sommer? So wie Nik schwitzte, würde das alles andere als lustig werden.

Nik entschied sich für eine der Roben, die aber ein wenig zu lang war. Das traf aber wohl für die meisten der Sachen im Schrank zu. Arica war, dessen Inhalt zufolge, eindeutig auf männliche Diener eingerichtet, und von denen waren die meisten wohl größer als Nik es war. Als er mit der Einkleidung fertig war, warf der Halbzabrak einen Blick auf's Chrono und stellte fest, dass inzwischen anderthalb Stunden vergangen waren. Nicht zu spät kommen, das verstand sich von selbst, aber zu früh kommen? Jetzt hatte Nik sich gewaschen und eingekleidet, was sollte er jetzt noch tun? Er fühlte sich genauso leer und ahnungslos wie zuvor. Einige Minuten verbrachte er noch auf seinem Bett sitzend… das Tohuwabohu in seinem Kopf hatte nachgelassen, entweder weil die Droge an Wirkung verlor oder weil Niks Sinne inzwischen abgestumpft waren… und dann machte er sich auf dem Weg nach oben durch den gefürchteten Turbolift, der aber nur wenig Zeit hatte, zu beschleunigen und daher harmloser blieb als erwartet. Schließlich stand er vor dem, was Aricas Tür sein musste… der gesamte obere Teil des Turmes schienen Aricas Gemächer zu sein, von daher war es schwer, falsch zu liegen, aber Nik zögerte trotzdem. Er war immer noch zu früh. Sollte er jetzt schon klopfen? Oder nicht? Eine Weile rätselte und rang der frischgebackene Diener mit sich, als sich die Türe plötzlich von selbst öffnete.


»Hallo? Ist da wer?«


Fragte Nik in die dahinter befindliche Leere, bevor er sich entschied, einzutreten. Alles hier war noch größer und opulenter als das, was er bisher von Aricas Turm gesehen hatte (von dessen turmartigkeit Nik im Moment noch keine Ahnung hatte) und er durchquerte zögerlich den ersten Raum nach der Türe auf der Suche nach seiner Herrin…


Bastion - Sith-Tempel, Aricas Turm - in Aricas Privatgemächern – Nik (alleine)
 
- Sten Procter, Imperiales Amt zur Regulierung interstellarer Kommunikation, Bezirk Center-Dorn –

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Bezirksbüros des Imperialen Amtes zur Regulierung Interstellarer Kommunikation]- Sten Procter, Kommunikationstechniker


Beiläufig griff Sten Procter nach seinem Becher Kaf, führte ihn zum Mund und musste enttäuscht feststellen, dass er nicht nur scheußlich schmeckte – das tat er immer, war also keine Überraschung – sondern mittlerweile viel zu kalt geworden sein. So wurde er – wieder einmal – für seinen Arbeitseifer bestraft, mit dem er soeben ein Softwareproblem behoben hatte, dass unter Umständen zu Problemen mit einer der Verbindungsstationen des Bezirks Centers, für den er und seine Leute zuständig waren, geführt hätte, die das lokale Kommunikationsnetzwerk mit den Holonet-Relais des Sartinaynian-Systems verbunden und somit mit den überlichtschnellen Kommunikationskanälen in den Rest des Imperiums und – mit Einschränkungen – den Rest der Galaxis.

Seufzend stemmte der hagere Kommunikationstechniker und Abteilungsleiter sich aus seinem Stuhl, um sich frischen und somit zumindest heißen Nachschub zu besorgen, kam jedoch nicht weit.

„Mister Procter?“

Einer der ihm untergeordneten Kommunikationstechniker, die im Grunde schweigend und routiniert ihre Arbeit erledigten, hatte seine Stimme erhoben und somit den Plan, neuen Kaf zu besorgen, zunichte gemacht. Wenn er seiner Leute sich schon die Mühe machte, mit ihm zu sprechen, musste es wichtig sein. Die Bestätigung dafür folgte auf dem Fuße.

„Ich habe hier eine rote Flagge!“

Das war dann doch etwas anderes – und interessant genug, um Procter für einen Moment seinen Wunsch nach heißem Kaf vergessen zu lassen. Rasch begab er sich an die Arbeitsstation des anderen Technikers, dessen bleiche Haut – das Amt für zur Regulierung interstellarer Kommunikation befand sich so tief in den Eingeweiden der imperialen Hauptstadt, dass seine Angestellten selten die Sonne zu sehen bekamen – von dem Leuchten seiner Konsole in ein ungesundes Grün getaucht wurde.

„Lassen Sie mal sehen, Olfson…“, instruierte er den Techniker und stellte seinen Kafbecher auf dessen Schreibtisch ab. Mit routinierten Handbewegungen rief dieser den zu beanstandenden Vorgang auf.

„Ein ziviles Comgerät hat eine Nachricht aus dem lokalen Netz in die Warteschleife zur interstellaren Versendung eingeschleust, nur Text…“

Procter nickte ungeduldig. Das war an sich nichts Besonderes – so etwas geschah auf Bastion vermutlich Tausend, wenn nicht Millionen Male pro Sekunde und war alleine kein Grund dafür, dass das System den Techniker auf den Vorgang aufmerksam gemacht hatte.

„Es gibt zwei Probleme mit der Nachricht… sie ist mit einem unbekannten Algorithmus verschlüsselt… und sie ist hierhin adressiert…“

Der Techniker deutete auf seinen Bildschirm und Procters Augen weiteten sich beim Lesen des Zielortes leicht.

„Lianna?“

Er runzelte leicht die Stirn.

„Eine militärische Nachricht vielleicht? Oder Geheimdienst?“

Er kannte die Antwort des Technikers bereits, bevor dieser sie ihm gab.

„Ich glaube nicht… die haben ihre eigenen Prioritätskanäle, davon bekommen wir gar nichts mit. Außerdem wäre es mir wohl dann kaum gelungen, die Funkzelle zu isolieren, aus der die Nachricht eingespeist wurde.“

„Woher kommt sie?“

„Mit ziemlicher Sicherheit aus der Darth Arthious-Gedächtnishalle. Ich habe das Log überprüft… wir haben von da eine Reihe interstellarer Kommunikationsanfragen, offenbar findet dort irgendeine hochwichtige Veranstaltung statt… aber bisher war keine davon so verschlüsselt oder ging in die Republik.“

Fragend sah der Techniker seinen Vorgesetzte an.

„Soll ich die Weiterleitung an das Holonet-Relais sperren? Die Nachricht ist sehr klein, vermutlich nur ein, zwei Sätze.“

Procter überlegte kurz, dann schüttelte er mit dem Kopf.

„Nein, nicht nötig. Ich will nicht, dass die Zentrale uns Ärger macht, weil wir die private Korrespondenz irgendeines Diplomaten aufgehalten haben… schließlich herrscht ja Frieden, nicht wahr?“

Er warf einen wehleidigen Blick auf seinen Becher. Das war jetzt erstmal erledigt.

„Lassen Sie die Nachricht durch, Olfson. Ich werde das ISB informieren.“

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Bezirksbüros des Imperialen Amtes zur Regulierung Interstellarer Kommunikation]- Sten Procter, Kommunikationstechniker

- Chief Clerk Zander Wilks, COMPNOR, Coalition for Progress –

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle, bei den Exponaten]- Chief Clerk Wilks, Clerk Jay Dante, Gäste

Dante hatte es dann doch sehr schnell geschafft, seinen Teller loszuwerden, und die beiden subalternen Funktionäre der COMPNOR hatten damit begonnen, eine kleine Runde durch die Gedächtnishalle zu starten und sich dabei nach Dingen umzuschauen, die womöglich so bemerkenswert waren, dass sie eine Meldung an ihren Kontakt im ISB – und damit womöglich die Aussicht auf eine Beförderung! rechtfertigten. Für den Moment jedoch war da wenig mehr als eine Horde teuer gekleideter Angehöriger der imperialen Oberschicht, die den beiden Uniformierten mit einer Mischung aus mühsam kaschierter Furcht und nicht minder mühsam verborgener Abscheu aus dem Weg gingen. Die Reichen und Schönen Bastions mochten sich zwar zum Imperium bekennen, doch sie wurden nicht gerne daran erinnert, dass dessen Autorität ab und an auch in den unscheinbaren Händen von Personen wie Wilks und Dante liegen konnte. Keine fünf Standardminuten waren indes vergangen, als letzter bereits wieder wehmütig in Richtung des nach wie vor üppigen Buffets schielte…

„Was soll hier schon los sein?“, beklagte der Clerk sich.

„Wenn dieser… Sturn etwas Besonderes oder Bahnbrechendes vorhat, wird er es wohl kaum auf dieser Gala aus Langweilern tun.“

Wilks verdrehte die Augen, jedoch nur kurz, um weiterhin die Menge um sie herum im Auge behalten zu können. Einige der Anwesenden fielen dann doch auf… sie trugen keine teuren Kostüme, sondern machten den Anschein, als gaben sie nicht viel auf die jüngste und teuerste Mode der Thronwelt. Und wiederum einige davon ließen dem Chief Clerk einen kalten Schauer den Rücken hinunterlaufen… Sith, keine Frage!

„Reiß dich zusammen, man…“, fuhr Wilks den anderen Funktionär an, um sein Unwohlsein beim Gedanken an den Dunklen Orden loszuwerden.

„Versuch lieber…“

Er wurde unterbrochen, als sich nun sein Comlink mit einem energischen Zirpen Gehör verschaffte. Rasch löste er das kleine Gerät vom Gürtel.

„Ja?“

„Chief Clerk Wilks?“

Die strenge Stimme am anderen Ende gehörte definitiv nicht zu Assistant Secretary Wellback. Wilks spürte, wie sein Mund trocken wurde.

„Am Apparat.“

„Hier spricht Commander Gavin Fawkes, Imperiales Sicherheitsbüro. Sie wurden mir als Kontakt auf der Gala der Gesellschaft für schöne Künste genannt…?“

„Genauso ist es, Sir, vollkommen richtig!“, beeilte Wilks sich zu bestätigen, während Dante ihm einen fragenden Blick zuwarf, den er geflissentlich ignorierte.

„Was… was kann ich für das ISB tun, Sir?“

„Uns liegen Informationen vor, dass aus dem Gebäude, in dem die Gala stattfindet, eine Nachricht in den republikanischen Raum versandt wurde. Verschlüsselt.“

Die Stimme pausierte kurz.

„Da Sie mit Sicherheit ein aufgeweckter Mann sind, Wilks, wissen Sie vermutlich, wer dafür als Urheber in Frage kommt.“

„Diese verfluchte Republikanerin…“, entfuhr es dem Chief Clerk etwas unbeherrscht.

„Wie Sie vermutlich ebenfalls wissen, billigt die Kommission die Anwesenheit dieses Subjekts auf Bastion. Sie hat bereits auf Ryloth die Gastfreundschaft des Imperiums genossen.“

Wilks blinzelte überrascht. Wie hatte diese Person eine derartige Sonderbehandlung verdient? Aus seiner Warte war sie nichts mehr als eine dreckige Republikanerin, die sich vielleicht Wissenschaftlerin schimpfte und furchtbare Bücher schrieb…

„Nichtsdestotrotz hat auch diese Gastfreundschaft Grenzen, die etwa erreicht sind, wenn verschlüsselte Nachrichten an das vermutete Hautquartier des Ordens der Jedi verschickt werden. Behalten Sie das Subjekt daher im Auge und melden Sie sofort, sollten sich… weitere Unregelmäßigkeiten ereignen.“

„Ich verstehe, Sir! Sie können sich auf mich verlassen!“

Der ISB-Agent unterbrach wortlos die Verbindung und Wilks ließ sein Comlink langsam wieder sinken, wobei er Dante sichtlich beunruhigt anstarrte.

„Alles in Ordnung, Wilks?“

„Diese republikanische Autorin… du hast dir ihren Vortrag angehört? Und würdest sie erkennen?“

Dantes Gesichtsausdruck erhellte sich.

„Klar. Oh Mann, wie sollte ich die vergessen, in diesem Kleid? Huiiii!“

„Zeig sie mir. Unauffällig.“

[Braxant-Sektor, Sartinaynian-System, Bastion, Center, Darth Arthious-Gedächtnishalle, unter den Gästen]- Chief Clerk Wilks, Clerk Jay Dante, übrige Galateilnehmer (u.a. Janus, Voth, Iriye, Sergeant Kevora, Saphenus, Zoey Liviana, Yui aka Mara Sakiko, Sane aka Krayne, Steven, Mace, Chronor Tallax)
 
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