Episode 8 Star Wars - Die letzten Jedi jetzt auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und in 4K Ultra HD bei Amazon vorbestellen!

Cal-Seti

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Kael Reed, 8. November 2018.

  1. Kael Reed

    Kael Reed König der Halbblüter und BS-OL

    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2018
  2. ReedsSpirits

    ReedsSpirits Podiumsbesucher

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"]

    Mit missmutiger Miene starrte General Lloyd McFerran auf das Taktische Display und verfolgte wie sich die vier Evakmar Transporter immer näher Richtung Erdboden bewegten. Weitere 300.000 Yevethanische Invasionskräfte, frisch eingeflogen aus dem Inneren des Clusters, da war er sich mehr als nur sicher. Bereits nach der ersten Landung waren ihnen die Schwarzblüter überlegen gewesen. In Mannstärke und Equipment... wenn er es nüchtern betrachte konnte er sich glücklich schätzen mit General Remus von Alderaan einen ebenso altgedienten und fähigen Offizier an seiner Seite zu haben, sonst wäre es der Soruus Systems Army wahrscheinlich bereits wie vielen anderen Imperialen Detachments im Cluster ergangen. Zwei volle Imperiale Armeen, die 33. und die 34. Core Army waren auf Cal-Seti als Schnittstelle in den Koornacht-Cluster stationiert worden. Eine Stationierung die einem bis vor einiger Zeit eine schöne Auslaufzeit der letzten Dienstjahre garantiert hatte... jetzt jedoch sah sich der Sechzig Jahre alte General der wahrscheinlich prekärsten Lage seiner gesamten Karriere gegenüber. Innerhalb einer Woche hatte er zusehen müssen wie jede seiner Taktiken und sauber zurechtgelegten Manöver an der Yevethanischen Welle verpufft war, die über den Planeten hinwegschwemmte. Bereits in ihrem ersten Orbitalen Angriff hatten sich die Rebellen die Raumüberlegeneit gesichert und die Systemflotte zu einem Rückzug gezwungen. Anstatt jedoch in einer gewaltigen Landeoperation mehrere strategisch wichtige Punkte anzugreifen hatten sich die Yevethaner dazu entschieden alle ihre Truppen auf einem einzelnen Brückenkopf anlanden zu lassen und damit ein perfektes Ziel für die Jäger und Bomber unter McFerrans Kommando dargestellt. In mehreren Schlachten an der nördlichen Polkappe gewannen die Yevethaner mithhilfe erbeuteter Luftabwehrgeschütze die Oberheit und dem Imperialen Kommando blieb nichts anderes übrig als die Luftüberlegenheit in die Hände der Angreifer zu legen, an einen Offensiven Einsatz von Bombern und Jägern war nun nicht mehr zu denken und sowohl McFerran als auch Remus von Alderaan waren nicht gewillt gewesen ihre Flieger in einen aussichtslosen Kampf zu schicken.

    Anstatt dem Feind nun weiterhin entgegen zu rücken, hatte er, Lloyd McFerran sich zu einem Rückzug in Richtung Äquator entschieden... natürlich nur im Bestreben eine bessere Position zu erreichen und mit der 34. Army im Rücken zu kämpfen. Eine Entscheidung die sowohl Secretary Helmstad von der COMPNOR als auch Senior Colonel Preston von der CompForce nicht gut geheißen hatten. Am Ende war die CompForce selbst ausgezogen um die Yevethaner aufzuhalten. Imperiale mit dem Feuer der Jugend und ohne Angst vor dem Tod, manch einer würde sie Fanatiker schimpfen, zogen gegen die schier unerschütterlichen Nichtmenschen von N'zoth zu Felde. Seine Späher hatten von keinem einzigen Überlebenden berichtet, den Vorstoß der Hauptfront hatte die CompForce jedoch soweit verlangsamt das sich die 33. nach Ramsees Tharkata hatte retten können. Eine Todesfalle... ähnlich seiner jetzigen Situation war es eine Entscheidung aus dem Bauch heraus gewesen. Eine die er im Nachhinein bitter bereute. Viel zu spät hatte sein Kommandostab begriffen das man sie genau dorthin getrieben hatte. In einer Speerartigen Bewegung zerschnitten die Yevethanischen Streitkräfte die Verbindung zwischen der 33. und der 34. und schlossen den General und seine Truppen in Ramsees Tharkata ein. Nur durch den Vorstoß von Remus von Alderaan aus dem Süden der die Yevethaner im Wald von Yuculthan stellte gelang der 33. ein Ausfall aus der Stadt, deren Erstürmung sich in ein Massaker verwandelt hatte. Von einem Sieg konnte man da jedoch kaum sprechen. Im Endeffekt hatte sich die nun kombinierte Systemarmee nach Ramsees Hed am Hedden-Kap, in die Reichweite der mächtigen Luftverteidigung der Metropole zurück ziehen müssen. In den letzten 48 Stunden hatte McFerran mit seinen Korpsstäben lediglich einen Jagdkampf geführt um die Yevethaner davon abzuhalten die fliehende Zivilbevölkerung weiter abschlachten zu können. Je mehr Flüchtlinge nach Ramsees Hed kamen desto mehr potentielle Soldaten hatte er um von hier aus auszuhalten.

    Ihn aushalten lassen war jedoch nicht im Sinne der Yevethaner soviel war nun sicher. Die gigantischen Transporter verstärkten die Schätzungsweise noch immer etwa eine Million Mann starke Bodenstreitkraft der Rebellen. In den bisherigen Kämpfen war die 790.000 Soldaten Starke Systems Army auf knappe 580.000. Soldaten reduziert worden, von den ursprünglich 320 Jägern die ihnen zur Verfügung gestanden hatten war vielleicht noch ein Drittel einsatzbereit... Der Angriff auf Ramsees Hed stand kurz bevor und so wie es aussah würde die im Norden in den Bergen lagernde Yevethanische Armee mit den nun landenden auf etwa das doppelte aufgestockt werden... eine Differenz von etwas mehr als 20.000 Mann. Dafür hatten die beiden Generäle die Schwere Artillerie der Stadt auf ihrer Seite, kannten das Gelände wie ihre Westentasche und vor der Hauptfront schützten sie dicke Mauern. Leider mussten sie sich ebenfalls um den Schutz der Zivilbevölkerung kümmern, nachdem der Gouverneur leider vor Furcht fahnenflüchtig werden wollte... der ISB hatte sich dem Feigling angenommen. Dafür hatte McFerran persönlich gesorgt... auch um sein Ansehen bei seinem Beobachter der Partei weiterhin sicherzustellen.


    "Dem Kurs nach werden sie versuchen innerhalb der Stadtmauern zu landen. Jede verfügbare Flak soll die Evakmar ins Visier nehmen. Um die gegen unsere Tore prallende Streitmacht kümmern wir uns erst im Zweiten Step."


    "Ich stimme zu, über der Stadt können wir zudem unsere zurückgehaltenen Lufttruppen nutzen um den Transportern zuzusetzen. Ebenfalls können innerstädtische Bombardements den Yevethanern das vorankommen erschweren, sollten sie den ersten Ring durchbrechen. Ich übernehme Tango, Whisky, Echo und Romeo."


    Ohne zu seinem einige Jahrzehnte jüngeren Adligen Kollegen zu sehen nickte McFerran. "Dann teile ich meine Korps auf die verbleibenden fünf Sektoren auf und übernehme bei X-ray selbst das Kommando. Wir befestigen das Christianis- und das Arthious-Tor, beim Rest sichern wir uns mit Barrikaden und Minen fürs erste ab... Rayncrest, veranlassen sie das die Zivilisten in das Argos-Viertel gebracht werden, eventuell evakuiren wie alles nicht wehrfähige Personal aufs Wasser um uns Raum zu verschaffen. Innerhalb der Geschützreichweite dürfte es für die Yevethaner keinen Grund geben sie anzugreifen. General Remus, veranlassen sie das die Waffenkammern geöffnet werden und stellen sie Volksregimenter für den Notfall auf.", diesmal blickte Lloyd seinen Mitstreiter direkt an während sein Adjutant, 1st Lieutenant Rayncrest bereits von dannen huschte. Überraschenderweise lächelte General Lord Sevestus Remus von Alderaan. "Wenn wir hier untergehen sollen dann sorge ich persönlich dafür das diese dreckigen Nichtmenschen das mit einem hohen Blutzoll bezahlen.

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"]
     
  3. Jade Takan

    Jade Takan Agentin des Imperialen Geheimdienstes

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed – Jade´s Quartier] Jade Takan


    Jade Takan saß an ihrem Schreibtisch in ihrem Quartier und ging die Berichte zur aktuellen Lage durch. Einiges davon würde sie in ihrem eigenen Bericht für Black Sword erwähnen müssen. Jade war als Beobachterin vom Imperialen Geheimdienst nach Cal-Seti geschickt worden um die aktuelle Lage für die Task Force zusammenzufassen und weiter zu beobachten. Soweit Jade informiert war, waren die Yevethaner den imperialen Kräften in Mannstärke sowie in Equipment überlegen und rückten immer weiter vor. Allerdings konnte sie selbst wenig bis gar nichts tun. Sie war Zivilist, kein Soldat. Ja sie konnte sich verteidigen wenn es nötig war, am liebsten würde sie dies jedoch vermeiden. Ihre bevorzugten Mittel waren Täuschung und List. Aber das würde ihr hier nicht helfen. Mit einem Seufzen machte sie sich daran ihren Bericht zur aktuellen Lage zu verfassen und ließ auch ihre Einschätzung in den Bericht mit einfließen. Ihrer Meinung nach müsse schnellstmöglich Verstärkung in Form von Bodenstreitkräften geschickt werden, ansonsten würden sie hier nicht mehr allzu lange durchhalten. Als sie fertig war schickte sie ihren Bericht an Senior Special Agent Renée Winter, Jades Vorgesetzte bei dieser Operation.

    Wenige Tage später hatte sich die Situation drastisch verändert. Und das nicht unbedingt zum besseren für die Imperialen. Soweit Jade informiert war hatte der Feind sogar noch Verstärkung bekommen. Sicher war sie allerdings nicht, zu allem Übel hatten die Yevethaner auch einen Großteil der Luftabwehr-Stellungen erobert. Dies machte direkte Bombardements für die imperialen zu keiner geeigneten Option mehr.

    Sie verfasste erneut einen kurzen Bericht für Senior Special Agent Renée Winter und verließ wenig später mit einem Datapad ihr Quartier. Sie trug, ganz im Stil eines Feldagenten des Imperialen Geheimdienstes, Zivilkleidung, sodass sie nicht von normalen Zivilisten zu unterscheiden war. Das einzig Auffällige an ihrem Aussehen, waren die blau gefärbten, etwa schulterlangen Haare der jungen Frau. Sie schlenderte durch die Straßen der Stadt und prägte sich Details der Umgebung ein um im Fall der Fälle mögliche Fluchtwege parat zu haben. Dies war für Jade schon zu einer Angewohnheit geworden. Nun war sie auf dem Weg zu einem Treffen mit einem Informanten. Er sagte das er eine wichtige Datendisk für die Verteidiger hätte die sie nun überbringen sollte. Kurze Zeit später kam sie beim Treffpunkt an, einer Bar in einem etwas heruntergekommenen Stadtteil. Sie bestellte sich ein Getränk und wartete auf ihren Kontakt. Nach einer gefühlten Ewigkeit trat eine ihr bekannte Person an ihren Tisch. Ah da sind sie ja.Sagte Jade in kühlem Ton und musterte ihren gegenüber aufmerksam. Der Mann ließ sich auf dem Stuhl ihr gegenüber nieder und nickte. Er wirkte nervös und sah sich mehrmals um. Jade seufzte genervt. Ihr wirkt nervös. Gebt mir einfach die Disk und dann trinken wir erst mal zusammen um keinen Verdacht zu erregen. Meinte die junge Frau und nahm die unter dem Tisch gehaltene Datendisk entgegen. Was genau auf der Disk war wusste Jade nicht. Das würden die Analysten des Imperiums klären nachdem sie diese überbracht hatte. Dann hob sie ihr Glas. Auf unser Wiedersehen nach so langer Zeit mein alter Freund.Sie hob ihr Glas um mit ihm anzustoßen und plauderte noch etwas mit dem Mann über Gott und die Welt.

    Etwas später verließ sie die Bar wieder und machte sich auf den Weg zu einem vorher vereinbarten Treffpunkt um die Disk an ihre Vorgesetzte zu übergeben. Die Stimmung in der Bar hatte Jade ganz und gar nicht gefallen. Es war bedrückend gewesen und Jade hätte schwören können dass zwei der anwesenden Gäste die junge Frau bis zuletzt beobachtet hatten. „Hey Schönheit. Wo soll´s denn so schnell hingehen?“ Jade blieb stehen, drehte sich allerdings nicht direkt um als sie die Stimme hinter sich hörte. Als sie sich dann umdrehte erkannte sie die beiden Gäste aus der Bar wieder. Beide Männer schienen angetrunken. Als die beiden nun auf die junge Frau zukamen wich Jade in eine Gasse zurück. Zumindest so weit wie es die Gasse zuließ. Sie fluchte innerlich. „Wieso bist du denn so schnell wieder verschwunden? So eine hübsche Frau wie dich sieht man in diesen Zeiten selten. Was wolltest du denn in der Bar?“ Jade verzog angewidert das Gesicht als der Mann ihr ganz nah kam. Unangenehm nah. Sie legte eine Hand auf das Messer, welches sich in einer speziellen Tasche in der Innenseite ihrer Jacke verbarg. „Ihr habt keine Ahnung mit wem ihr euch anlegt.“ Sagte Jade und stieß den Mann kräftig von sich weg. Dieser fluchte erzürnt als er zurückstolperte und fast das Gleichgewicht verlor. Bevor er sich auf sie stürzen konnte zog Jade in einer flüssigen Bewegung das Messer und sah die beiden unbewaffneten Männer herausfordernd an. „Verschwindet von hier, bevor einem von euch noch etwas passiert.“ Sagte die Frau warnend und die beiden Männer zogen ab. Jade entspannte sich und steckte das Messer wieder weg. Glück gehabt, dachte sie und ging weiter in Richtung des Kommandostandes um die Disk sowie ihren Bericht an die sich nun in Ramsees Hed befindlichen Verteidiger zu übergeben.

    Als sie bei dem Komplex ankam wurde sie von zwei Soldaten aufgehalten.
    Zivilisten haben keinen Zugang zu diesem Komplex.“ Jade verdrehte die Augen und zog die Datendisk sowie das Datapad mit ihrem Bericht heraus. Ich muss zu General McFerran. Ich habe wichtige Informationen für ihn. Gerade als der Soldat etwas erwidern wollte trat Senior Special Agent Winter zu ihnen und sah zu Jade. Lasst sie durch. Sie gehört zu mir.Sagte sie und Jade lächelte. "Gut das ihr hier seid. Ich habe schon auf ihren Bericht gewartet." Sagte Winter als sie Jade bedeutete ihr zu folgen. Sie ließ sich von Winter zu McFerran bringen. Als sie den Raum betraten in dem die beiden Generäle standen drehten diese sich um und musterten die Frau in Zivil überrascht. Jade überließ es Winter sie vorzustellen. "Darf ich ihnen Jade Takan vorstellen? Sie ist hier auf Cal-Seti als Beobachterin eingesetzt." Als sie den Generälen gegenüber stand nickte sie ihnen zu. General McFerran. Ich habe wichtige Infos für sie.Sagte sie und überreicht ihm die Datendisk. Ihr Datapad mit dem Bericht hatte sie zuvor ihrer Vorgesetzen übergeben.

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"] Jade Takan, Renée Winter (NPC), Lloyd McFerran(NPC) , Lord Sevestus Remus (NPC)
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2018
  4. Frey Fogerty

    Frey Fogerty Empire

    Torranix Sektor / am Rand des Cal-Seti-Systems / INT Heart of the Order / Brücke / Frey, Brückencrew

    Geduld war gefragt. Der Plan erforderte davon enorm viel. Jeder Schritt musste wohl überlegt sein, jede Handlung musste in das Muster der abgesprochenen Strategie passen. Ein überhasteter Fehler oder eine unüberlegte Reaktion konnten mehr als die Leben von Freys Soldatinnen und Soldaten fordern. Wenn sie scheiterten, würde die Subjugator weiterhin unbehelligt marodierend durch die Galaxie ziehen.

    "Ab jetzt volle Konzentration, meine Damen und Herren. Wir befinden uns nun im Feindgebiet. Sensorik, wenn sich auch nur ein Asteroid nicht so bewegt, wie erwartet, will ich das auf der Stelle wissen. Kommunikation, versetzen Sie meine Kampfgruppe in Alarmbereitschaft."

    Die Heart hatte gemeinsam mit ihren Begleitschiffen soeben den Hyperraum verlassen. Vor dem Panoramafenster war jedoch kein Planet oder eine feindliche Flotte zu sehen, sondern nur die absolute Leere des Weltalls. Sie waren ins Nirgendwo gesprungen. Frey wusste zwar, dass irgendwo in der Ferne der von den Yevethanern belagerte Planet Cal Seti lag, aber sehen konnte er ihn mit dem bloßen Auge nicht. Über die Informationskanäle der 13. Gefechtsflotte hatte der Corellianer erfahren, dass Entsatz hier her unterwegs war. Das Imperium hatte verständlicher Weise genug davon, in die Defensive gedrängt zu werden. Die Yevethaner bei Fresia aufzuhalten, war ein bedeutendes Signal für die Flotte und die Streitkräfte: Die Aliens können aufgehalten werden. Monatelang hatten die Yevethaner Schlacht um Schlacht für sich entscheiden können. Ganze Planeten sind ihnen zum Opfer gefallen. Planeten, die befestigt waren und auf denen imperiale Garnisonen für Recht und Ordnung gesorgt haben. Die Kämpfe am Boden waren allerdings noch nicht überall entschieden: Auf Widek kämpften immer noch Sturmtruppen und Soldaten, die auf der Heart beheimatet waren. Zwar konnten die Yevethaner die Schlacht im Raum für sich entscheiden, aber die militärisch stark geprägte Welt konnten sie nicht so leicht überrennen wie Galantos. Und auch auf Cal Seti hatte es noch aktive Streitkräfte, die den Invasoren die Stirn boten. Weder für die einen, noch für die anderen konnte der Commodore allerdings etwas tun. Sein Ziel war ein anderes.

    "Suchdroiden und Landungsfähren starten."

    Es erforderte von allen Beteiligten den vollen Fokus. Sie mussten schnell und sauber arbeiten, bevor sie entdeckt wurden. Zwar waren sie vom Planeten selbst ein gutes Stück entfernt, aber Frey ging davon aus, dass die Yevethaner schon Patrouillen eingerichtet hatten. Nach all den Kämpfen mit dieser Rasse hatte er gelernt, sie nicht zu unterschätzen. Die Yevethaner waren organisiert und strukturiert, auch wenn es manchmal nicht den Anschein machte. Aber ihre Art der Kriegsführung hatte System und sie konnten bisher ohne Probleme auch groß angelegte Offensiven koordinieren. Die kürzlichen Angriffe hatten das deutlich gezeigt. Attacken auf mehrere Planeten gleichzeitig, unterschiedliche Gewichtungen der Flottenanteile und ausgeklügelte Finten machten es für die imperialen Verteidiger nicht einfach. Rückblickend glaubte Frey, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Die Yevethaner dort zu schlagen, wo sie am stärksten waren, würde ein Zeichen setzen.

    "Sir, wir haben mehrere Schiffe geortet. Wir könnten entdeckt werden, wenn die Objekte den Kurs halten."

    Das war zu früh. Der Corellianer hatte gehofft, dass sie mehr Zeit hatten. Frey atmete einmal tief durch, bevor er antwortete.

    "Commander Draykon soll die Schiffe abfangen und sie neutralisieren. Teilen Sie ihm zur Unterstützung Lieutenant Commander Gargatosh und zwei Staffeln Abfangjäger zu. Es darf keiner entkommen. Der Rest der Einheiten fährt fort wie geplant. Die Überwachungsstationen müssen um jeden Preis eingerichtet werden."

    Torranix Sektor / am Rand des Cal-Seti-Systems / INT Heart of the Order / Brücke / Frey, Brückencrew
     
  5. ReedsSpirits

    ReedsSpirits Podiumsbesucher

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"] General Lloyd McFerran, General Lord Sevestus Remus von Alderaan

    In Kombination mit dem beinahe schon wilden Gesichtsausdruck entlockte Sevestus Remus seinem Waffenbruder durchaus ein lächeln. Rayncrest eilte bereits zur Tür hinaus und wenn sich McFerran umsah dann war klar das die nächste Sitzung bereits in der Bunkeranlage und nicht im offiziellen Militärischen Hauptquartier des Planeten stattfand. Hier im früher tiefesten Imperialen Raum leisteten sich Offiziere noch ein wenig Luxus, so abseits der Großen Schlachtlinien des Glorreichen Sternenreiches. Aus diesem Grund hatte der Kommandostab in einer recht luxuriösen Altstadtvilla residiert die jetzt jedoch aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Bis die Generäle jedoch ihren Standort wechselten spielte dennoch hier die Musik, die Junioren waren bereits in ihre Sektoren unterwegs und mit seinem Partner in der Armeeführung ebenfalls auf dem Sprung hatte auch McFerran vor sich in einer oder zwei Stunden auf den Weg zu machen. Er würde mit der letzten Wagenladung Akten und Datenschränken fahren um auch wirklich sicher zu sein dass alle für ihn relevanten Informationen den Stnadort auch tatsächlich wechselten. Die Paranoia eines Alten Offiziers hatte sein Adjutant das einmal genannt. Schließlich wurde es draußen laut und zu seinem Leidwesen wurde McFerran auch relativ schnell bewusst warum, stürmte nur einige Sekunden später die so überaus korrekte und aalglatte SSA Winter mit einem weiblichen Anhang in den Kommandostand und präsentierte ihm die Frau als sie irgendein Gut mit dem er etwas anfangen sollte. Ein wenig angesäuert warf der Alte Soldat Sevestus einen Blick zu der ihm erneut versicherte das er hier mit dem Rest schon alleine zurecht kam und der Mann sich auf den Weg machen sollte. Soweit kam es noch das die Geheimdienste sich hier als die Herren in einem Militärischen Komplex aufspielten.

    "SSA Winter... ich erinnere mich nicht nach ihnen geschickt zu haben. Außerdem wäre mir neu das der Imperiale Geheimdienst Befugnisse vorweisen kann die sie in auch nur irgendeiner Weise dazu befähigen sich selbst bei mir vorzuladen. Mir wäre zudem nicht bekannt das es in mein Aufgabengebiet gehört mit ihren Beobachterinnen per Du oder überhaupt in Kontakt zu stehen außer sie möchten mir gerne tiefere Einsichten in ihre Organisationsstrukturen geben. Zuerst geht mir das Imperiale Sicherheitsbüro mit tausenden Anfragen auf den Geist und jetzt Reihen sich auch noch unsere Außendienstagenten ein? Sie haben dreißig Sekunden bevor ich sie herauswerfen lasse. Meine Zeit ist mit der Planung des anstehenden Gefechts vollständig ausgereizt und ihre Anfrage auf Exfill habe ich bereits wie oft abgelehnt? Drei Mal? Ihre Vorgesetzten werde ich das ebenfalls mitteilen."

    Er hatte keine Lust und keine Zeit um sich durch einen Haufen von Beobachterdaten zu wühlen die ihm die Frau da sehr wahrscheinlich vor die Nase hielt. Entweder sie erklärte sich unversehens was in Teufels Namen sie auch nur im Ansatz dazu veranlasste zu glauben sie könnte sich hier ein Privates Treffen mit ihm verschaffen oder er sorgte dafür das so etwas niemals wieder vorkam. Diese FRAU war so viele Meilen unter ihm, einem angesehenen General der Imperialen Streitkräfte das er es alleine schon als Affront betrachtete das man ihm so ein verweichlichtes weibliches Wesen zugeteilt... die sich mit einer in einen Farbtopf getunkten Adjutantin abgab. Aber was sollte man bei sowas auch erwarten...

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"] General McFerran, Senior Special Agent Reneé Winter, Special Agent Jade Takan
     
  6. Rosh Draykon

    Rosh Draykon Commander der 'Raider'

    Torranix-Sektor – Tiefenraum – am Rand des Cal-Seti-Systems – Corvette der Raider-Klasse – 'Riader' – Brücke – Commander Draykon, Crew​


    Kaum das sie in den Realraum zurück gefallen waren, der kurze Augenblick von Taub- und Blindheit vorüber war, erklang der Gefechtsalarm. Während also die aktiven Sensoren den Nahbereich des Weltalls absuchten, kamen die "Klar!" Meldungen der einzelnen Stationen. Die 'Raider' schwebte in der Formation wenige hundert Klicks vor dem Rest der Kampfgruppe und war damit sozusagen ein Vorposten-schiff. Dann wurden die Probe-Droiden gestartet und auch einige Shuttles, die sich an die einzelnen Systeme näher heranwagen sollten um Geheimdienst und Aufklärungsberichte zu bestätigen oder zu wiederlegen.

    Rosh hatte gerade einen Tasse Kaff von einem Ordonanzdroiden entgegen genommen, als ein Ruf von der Sensorstation erschall:


    "Sir, wir haben hier multiple Annäherungskontakte. Sind gerade am Rand unserer Sensorreichweite aufgetaucht." "Analysieren, Klassifizierung und an das Flaggschiff weiterleiten." "Sir, Kommunikation von der 'Heart of the Order'. Der Commodore stellt uns Zwei Staffeln Interceptoren und Commander Gargatosh zur Verfügung, wir sollen uns um die Bedrohung kümmern."

    Innerlich fluchend, ging der Offizier von Fresia seine Optionen durch. Er konnte einen Schnellen Anlauf versuchen, mit allem Feuern was er hatte und hoffen das der Feind kein Notsignal absetzte. Er konnte hoffen das die Sensoren der Patrouille, um nichts anderes konnte es sich handeln, schlechter waren als die seines Schiffes. Er konnte hoffen das die Gegner ihm und seinen Schiffen unterlegen waren, doch dies waren alles nur wage Hoffnungen und das Risiko das damit die gesamte Operation zum Teufel ging war zu groß. Er packte den Pott mit dem Kaff fester, bemerkte erst jetzt wieder das er ihn in der Hand hielt und wandte sich dann an die Sensorstation:

    "Ensing, haben wir schon Daten zu den Feindlichen Kontakten?" "Aye, Sir, Der größte Kontakt ist eine Schiff der Vigil-Klasse, Aufklärungskorvette. Die anderen Kontakte sind eine Formation aus Skipray-Blastboats. Konfiguration noch nicht genau zu bestimmen." "Navigation, Kurs auf den Feind berechnen. Sensorik, gibt es Raumanomalien in der nähe die wir für ein Slingshot-Manöver benutzen können? Und berechnen sie mir ob die Kampfgruppe entdeckt werden würde wenn wir auf Volle Geschwindigkeit gehen und uns dann treiben lassen um die Sensoren des Feindes zu verwirren." "Sir, wenn wir uns nach Kurzzeitiger AK fahrt treiben lassen, wird unsere Kampfgruppe mit 85% Wahrscheinlichkeit entdeckt bevor wir den Feind angreifen können." "Raumanomalien für ein Slingshot-Manöver nicht in Reichweite, Sir. Auch nichts wovon wir einen Sensor-schatten nutzen könnten." "Navigation, wie steht es mit einem Mikrosprung? Wie wären dann unsere Chancen auf einen Überraschungsangriff?" "Sir, wir könnten einen Sprung hinter und unter den Feind machen, es würde uns ein wenig Zeit erkaufen, doch würden wir die Eskorte an TIE zurück lassen und wären dann dem Feuer der Korvette und der Blastboats ausgesetzt."

    Commander Draykon nahm einen Schluck des starken, schwarzen Kaffs und zog die Augen zu schlitzen zusammen. Lieutenant Varn war neben ihn getreten und fragte leise das kein anderer der Brückenbesatzung es hören konnte:

    "Was überlegen sie noch? Wir haben einen Befehl vom Commodore erhalten. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir entdeckt... Sir." "Lieutenant, wenn wir einfach auf den Feind los sprinten werden wir auch entdeckt und was würden sie als erstes tuen wenn sie zwei Korvetten und zwei Dutzend Jäger mitten im Nirgendwo orten?" "Nun ich würde eine Meldung an das Flotten... oh." "Genau, Lieutenant."

    Der Kommandant der 'Raider' stellte übergab seine Tasse dem Ordonanzdroiden und winkte ihn von der Brücke. Dann erhob er erneut seine Stimme, denn in seinem Geist war ein Plan heran gereift.

    "Kommunikation, übermitteln sie den Jägern die Blastboats als Primärziel, sie sollen sich verteilen und vorrücken. Desweiteren übermitteln sie an den Commodore und Commander Gargatosh folgenden Plan: Wir werden einen Mikrosprung unter den Feind ausführen, so können die Ionenkanonen der 'Raider' die Kommunikationsanlagen der feindlichen Korvette unter Beschuss nehmen. Während die 'Reconquista' die Schilde schwächt, so das wir das Schiff komplett Schlafen legen können. Wenn möglich sollten die Skipray's von einer Flucht per Traktorstrahl oder Zerstörung gehindert werden. Ich hoffe das sie nicht sofort Notsignale absetzen werden. Wenn die Korvette Ionisiert ist und die Blastboats neutralisiert sind, benötigen wir Entermannschaften von der Kampfgruppe um die Aufklärungskorvette in unsere Gewalt zu bringen. Somit können wir für etwas längere Zeit die Routinemeldungen aufrecht erhalten und haben auch die Möglichkeit mit einem Schiff Yevetahnischer-Kennung Aufklärungssmissionen durchzuführen.

    Navigation, ist der Kurs berechnet?"
    "Aye, Sir." "Übermitteln sie ihn an die 'Reconquista'. Feuerleitung, sie wissen bescheid?" "Aye, Sir." "Steuermann, Ausführung." "Aye, Sir. Sprung in 5... 4... 3... 2... 1..."


    Die Jagd-Korvette der Raider-Klasse beschleunigte und die Sternen verwandelten sich in Lichtfäden, die für nur einen kurzen Augenblick zu dem bekannten Lichttunnel wurden aus dem der Hyperraum bestand, bevor die Sterne wieder zu Fäden zerfaserten. Die 'Raider' kam keine 30 Klicks von der Korvette der Vigil-Klasse entfernt aus dem Hyperraum und eröffnet sobald die Energie für die Geschütze zur Verfügung stand das Feuer. Blaue Finger leckten am Rumpf der größeren Korvette entlang und kleinere sekundär Explosionen waren zu erkennen. Hatten die den ihre Schilde nicht hochgefahren? Wunderte sich Rosh Als sich die Strahlen der Turbolaser und schweren Zwillingslaserkanonen ihre Ziele suchten. Er konnte aus der Mannschaftsgrube fetzten haft die Anweisungen der Offizier an ihre Crews vernehmen:

    "Volltreffer in der Kommunikations-Phalanx, verlagere Feuer auf die Sensoren. Skipray Eins im Visier von Zwilling 2. Verlässt bereich, kommt in Bereich Zwilling 1. Treffer, Treffer, Treffer. Ziel!"

    Anscheinend hatte sein Plan besser geklappt als er es sich erhofft hatte, sie hatten den Feind mit heruntergelassenen Hosen oder besser gesagt Schilden erwischt, warum auch immer. Und hatten nun binnen kürzester Zeit ein Skipray Blasboat ausgeschaltet und was noch wichtiger war die Kommunikation der Korvette der Vigil-Klasse unterbunden. Würde dies tatsächlich ein Blue-Milk-Run werden? Doch dann bebten die Bodenplatten der Brücke als das Feindliche Gegenfeuer einsetzte.

    "Sir, multiple Raketentreffer auf den Schilden, die Korvette Manövriert um ihre Turbolaser auf uns auszurichten." "Steuermann, hart Backbord, volle Kraft voraus. Feuerleitung, Konzentrieren sie das Feuer einstweilen auf die Skiprays, die Raketen sind gefährlicher als die Turbolaser der Korvette."

    Die Raider machte einen Satz als ihre kraftvollen Triebwerke zündeten und sie sich entgegen der Rollbewegung der Aufklärungskorvette bewegte. So würde sie dem Beschuss der anderen, größeren Korvette noch etwas länger entgehen und den Abfangjägern mehr Zeit verschaffen ins Geschehen einzugreifen.


    Torranix-Sektor – Tiefenraum – am Rand des Cal-Seti-Systems – Corvette der Raider-Klasse – 'Riader' – Brücke – Commander Draykon, Crew​
     
  7. Jade Takan

    Jade Takan Agentin des Imperialen Geheimdienstes

    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed - Kommandostand "Soruus Systems Army"] Jade Takan, SSA Renée Winter (NPC), Lloyd McFerran(NPC)


    Jade sah zu SSA Winter als der General so ungehalten reagierte. Ihre Vorgesetzte hätte dies erwarten müssen, Jade hingegen war überrascht.General, bei allem Respekt, wir waren der Meinung das diese Datadisk ihre Analytiker interessieren könnte. Und da wir nicht riskieren wollen das nicht autorisierte Personen diese Disk sehen wollten wir sichergehen das die Disk da ankommt wo sie ankommen sollte.Erwiderte Winter ruhig. Jade konnte sich schon denken dass ihrer Vorgesetzten das Verhalten des Generals nicht unbekannt war. Manch einer würde die Agenten des Geheimdienstes durchaus schon als paranoid ansehen wenn man so weit ging wie in diesem Fall Jade und Winter. Aber das war angesichts der Tatsache das die Agenten oft auch auf feindlichem Territorium operierten nicht überraschend. Sie durften sich keine Fehler erlauben denn schon der kleinste Verdacht kann tödlich enden.Hatte ich sie darüber informiert dass wir unsere Vorgesetzten gebeten haben schnellstmöglich Verstärkung zu schicken? Das hatten wir bereits vor einigen Tagen getan.Sie wartete noch auf die Antwort des Mannes. „Wie dem auch sei General wir wollen sie dann nicht weiter aufhalten.“ Mit diesen Worten verließen Jade und Winter den Raum. Die Datadisk hatte Jade auf den Tisch gelegt.

    Im Gang sah Jade ihre Vorgesetzte zögerlich an.Meint ihr nicht dass es etwas riskant war? Der General scheint nicht viel von Frauen zu halten.Winter nickte.Das ist mir durchaus bewusst Takan. Aber wir mussten sichergehen das die Disk nicht von dritten gesehen wird.Jade nickte und ging dann mit Winter zum Ausgang. Die blauhaarige Frau verabschiedete sich von Winter und machte sich auf den Weg zu ihrem Quartier. Während sie durch die Straßen lief schossen ihr mehrere Gedanken durch den Kopf. Was wäre wenn der General die Disk einfach einbehielt? Dann würden Winter und Jade nie an die Daten auf der Disk kommen. Als die junge Frau in ihrem Quartier ankam ließ sie sich erschöpft an ihrem Schreibtisch nieder. Gedankenverloren sah sie aus dem Fenster und seufzte leise. Sie hoffte die Verstärkung um die sie gebeten hatte würde bald eintreffen. Mit diesem letzten Gedanken schloss sie die Augen und schlief an ihrem Schreibtisch sitzend und den Kopf auf die Tischplatte gelegt ein.


    [Torranix-Sektor - Cal-Seti System - Cal-Seti - Ramsees Hed – Jades Quartier] Jade Takan
     
  8. Mile Toral

    Mile Toral Imperialer Kommodore | Jedi-Pate Premium

    [Hyperraum zum Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Brücke] Commodore Toral, Captain Tade (NSC) und die Brückenbesatzung (NSCs)

    Der Sprung nach Cal-Seti dauerte nicht lange. Allerdings war Zeit genug, dass Mile ein klein wenig Schlaf finden konnte. Kurz bevor der Rückfall in den Normalraum vorgesehen war klingelte der Wecker und der Commodore schaffte es dann doch aufzustehen und sich seine Dienstuniform anzuziehen. Ohne weitere Zeit zu vergeuden verließ er seine Gemächer und betrat direkt die Brücke. Er durchlief das typische Prozedere, wenn ein kommandierender Offizier die Brücke betrat, war dann aber wieder sehr schnell in der noch ungewohnten Rolle des beobachtenden Flaggoffiziers, als Captain Tade sein Flaggschiff in den Normalraum zurückdirigierte. Der Countdown wurde von der Navigation herunter gezählt und genau in dem Moment, als der Countdown Null erreichte, durchzuckte das Schiff das typische Rucken des Rückfalls und Kyle gab den Befehl zum hochfahren des Sichtschutzes, der die Besatzung vor der Hyperraumkrankheit geschützt hatte.

    „Sehr gute Arbeit und eine präzise Berechnung der Navigation“, lobte Mile die Arbeit der Brückenoffiziere, der sich aus seinem Sessel erhob und den Laufsteg über den Brückenschächten entlang folgte.

    „Sir, die Kampfgruppe meldet erfolgreichen Rückfall aus dem Hyperraum. Alle Schiffe intakt und einsatzbereit.“,
    kam prompt die Meldung der Kommunikation und Mile erlaubte es sich erleichtert aufzuatmen. Nicht, dass in den letzten Jahrtausenden irgendwelche Schiffe im Hyperraum verschollen waren, doch war das ein Problem auf das man gut und gerne verzichten konnte.

    „Ausgezeichnet. Gibt es Anzeichen von Commodore Kelwood oder der Systemflotte?“

    „Negativ, Sir. Allerdings hat Kelwood noch einige Minuten Zeit um hier aufzutauchen.“

    „Nun, dann werden wir noch etwas warten“, kommentierte Mile das Offensichtliche und blickte aus dem Sichtfenster in die unendliche Schwärze des Weltalls. Irgendwo dort draußen unter diesen unzähligen Punkten leuchtender Gase war das Cal-Seti System. Einfallstor in den Koornachtcluster und strategisch wichtiger Punkt, um diesen Konflikt zu Gunsten des Imperiums zu beenden.

    „Commodore“, meldete sich Leutnant Brahnx von der Kommunikation mit dem typischen Slang, den man auf Abregado-rae sprach,
    „eine verschlüsselte Meldung für sie, vom Flottenkommando auf Fresia, Sir.“ Neugierig und verwundert richtete Mile seinen Blick zur Kommunikationsstation, ehe er auf jene zulief. Er fragte sich, was das OK nun von ihm wollte und war sehr verwundert, jetzt noch eine Nachricht zu erhalten. Doch bevor er an der Kommunikationsstation angekommen war und die verschlüsselte Nachricht entgegen nehmen konnte, kam von der Sensorik eine weitere Meldung:

    „Aufkommende Schiffe ... Imperiale Kennung, Lambda-Klasse“

    Merkwürdig. Mile runzelte die Stirn und lief weiter in Richtung der Kommunikationsstation und vermutete einen Zusammenhang zwischen dem Communiqué und den auftauchenden Lambda-Fähren. Also beeilte er sich an die Kommunikation zu kommen und die Nachricht zu entschlüsseln.

    „Sir, die Fähren bitten um Landeerlaubnis. Ihr Berechtigungscode entspricht den Vorgaben.“


    Captain Tade blickte fragend erst zu Mile, nickte dann aber seinen Offizieren zu, die die Fähren anschließend in den Hangar des älteren Sternenzerstörers lotsten. Zwischenzeitlich nutzte Mile seine Codezylinder um die Nachricht zu entschlüsseln und überflog sie. Er rollte leicht mit den Augen und lief zügig in Richtung Besprechungsraum. Unterwegs bat er noch den Major General Zul Darak dazu. Die „Gäste“ auf der Lambda-Fähre würden auch dazu stoßen.

    Man ließ Mile und Zul Darak warten. Unwirsch trommelte der Commodore mit den Fingern auf dem Tisch und hörte damit auf, als sich die Tür zischend öffnete und ein schlacksiger, hochgewachsener Mann mit einem aalglatten Lächeln auf den Lippen den Raum betrat.
    „Politoffizier“, dachte Mile nur, der verärgert aufstand und den Mann begrüßte.

    „Guten Tag, die Herren. Ich bin Leander Salomon. Ihr Politischer Verbindungsoffizier zur Neuen Republik.“ Er nickte Mile zu, „Commodore, ich denke, sie können den Major General ins Bild setzen“. Mile lächelte gequält und aktivierte sein Datapad.

    „Major General. Ich weiß nicht, ob sie vorab informiert wurden, doch habe ich soeben ein Mitteilung erhalten, dass republikanische Flotteneinheiten auf Bitte des Oberkommandos unterwegs zu unserem Treffpunkt sind, um unsere Entsatzbemühungen von Cal-Seti zu unterstützen. Leander Salomon und seine Offiziere wurde uns zur Seite gestellt um ...“

    Doch noch bevor Mile seinen Satz zu Ende führen konnte, fiel ihm Leander Salomon ins Wort: „Wir sind hier um sicherzustellen, dass ihre Männer keinen Lügen der Republik zum Opfer fallen. Die Treue und Loyalität zur Neuen Ordnung ist der Garant zum Erfolg des Imperiums und wir sollen sicher stellen, dass diese unerschüttert bleibt.

    [Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Besprechungsraum] Commodore Toral, Major General Zul Darak, Politoffizier Leander Salomon
     
  9. Joya No

    Joya No Republikanischer Captain

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No

    Joya Nos Vermutung, dass sie schon sehr bald in den nächsten Einsatz geschickt werden könnten, hatte sich bewahrheitet. Kaum zwei Stunden nach dem Gespräch mit Nsci Het'kar - und eine, nachdem wie angekündigt weitere Verstärkung in Form mehrerer großer Truppentransporter unter Führung der Liberty of Loronar im Alland-System eingetroffen war - hatte der Admiral seine Untergebenen kontaktiert. Der Kaminoaner wusste nicht, wie die Kommunikation mit dem Imperium geregelt war und über welche Kanäle sie lief, er war zu weit unten in der Kommandokette, als dass ihn das etwas anging; dementsprechend konnte er nicht sagen, ob ein routinemäßiger Austausch stattgefunden hatte oder ob die Imperialen mit einem Anliegen an den Verband Gewitterregen heran getreten waren. In jedem Fall hatte der ehemalige Todfeind offenbar um Unterstützung ersucht. Das Cal-Seti-System stand kurz davor, in die Hand der Yevethaner zu fallen, oder das war bereits geschehen; genauer konnte es auch der Admiral nicht sagen. Nun aber entsandte das Imperium einen Kampfverband dorthin, um das System zu befrieden, die Invasoren zu vertreiben und zu retten, was noch zu retten war. Falls die Gegebenheiten wirklich so waren, war das ein halbwegs edler Einsatz, der sich leicht mit den Prinzipien der Neuen Republik in Einklang bringen ließ. Die beiden Gruppen unter Leitung der Captains Het'kar und No sowie die neu zusammengestelte Transporterformation hatten den Auftrag erhalten, in voller Stärke nach Cal-Seti zu springen, um die Imperialen dort zu unterstützen. Dabei galt es, den Einsatz mit den Truppen vor Ort zu koordinieren - Nos Frage, ob sie dem Befehl eines der imperialen Feldherren unterstanden, war glücklicherweise klar verneint worden. Es ging um Zusammenarbeit, nicht um das Eingliedern in eine fremde Befehlskette. Also hatten die Captains die knappe Zeit genutzt, um die Besatzungen der Bright Giant und der Tethys sowie die Kommandanten der ihnen unterstellten Schiffe über den bevorstehenden Auftrag zu informieren, in aller Eile noch letzte Vorräte an Bord zu nehmen und das Personal zurück an Bord zu holen, das sich derzeit auf der Werftstation befand; kaum eine Stunde später waren die Schiffe ausgelaufen. Sie hatten sich, den Plänen der beiden Captains entsprechend, formiert und waren so zu einem Sprungpunkt am Rand des Systems geflogen, um von dort aus den Sprung nach Cal-Seti zu unternehmen.

    Jetzt war die kurze Reise durch den Hyperraum zu Ende. Joya No lauschte den Berichten, die ebenso eilig wie routiniert hereinkamen. Alle Stationen meldeten Bereitschaft. Die Bright Giant hatte ihren Zielpunkt wohlbehalten erreicht, ebenso die anderen Schiffe der Gruppe. Die erste Kampfgruppe war schon wenige Augenblicke vor ihnen eingetroffen, die Transporter folgten wenige Sekunden nach ihnen. Sie befanden sich am Rand des Cal-Seti-Systems, näher an der Oortschen Wolke als am Zentralgestirn und dem namensgebenden Hauptplaneten. Von hier aus konnten sie nicht das gesamte System scannen; aber die Sensorik meldete andere Schiffe in der Nähe. Zu weit entfernt zwar, um sie mit bloßem Auge zu sehen, aber doch nah genug, um sie zu identifizieren.

    »Imperiale Kennungen, Captain«, berichtete Lieutenant Gowba, ein haariger Yuzzum, mit tiefer, melodischer Stimme. »Und sie halten sich in der Gegend auf, die uns als Treffpunkt genannt wurde.«

    Also ihre Verbündeten. No hielt es nicht für notwendig, das laut auszusprechen. Er stand in er Mitte der Brücke, den Blick seiner großen blauen Augen nach draußen gerichtet, und schaute in die Sterne, als gäbe es dort irgend etwas Bedeutsames zu entdecken. Seine Stirn war gerunzelt und die langen, dreifingrigen Hände hinter dem Rücken verschränkt. Wie so oft bot er das Bild einer hohen, schlanken Birke, bereit, jeden Sturm über sich ergehen zu lassen. Zwei oder drei Sekunden ließ er schweigend verstreichen, wobei er noch einmal über das nachdachte, was den republikanischen Schiffen und Mannschaften heute bevorstand und welches ungewohnte, aber nicht unwillkommene Maß an Verantwortung er dabei trug. Dann wandte er sich um und trat vor den Holoprojektor.

    »Verbindung zur Tethys«, befahl er, und Augenblicke später erschien das holographische Abbild des ungleich kleineren Captain Nsci Het'kar vor ihm, leicht durchscheinend und von einer bläulichen Aura umgeben. »Captain, meine Gruppe ist vollständig eingetroffen und einsatzbereit; Ihre auch, wie ich sehe. Wir übermitteln Ihnen unsere erste Telemetrie und sind bereit, auch Ihre zu empfangen. Ihnen wird nicht entgangen sein, dass unsere imperialen Verbündeten bereits am Treffpunkt sind: Ich schlage vor, wir kontaktieren sie so schnell wie möglich.«

    Er nickte der Kommunikationsoffizierin zu, woraufhin diese mit wenigen Tasten die nötigen Prozeduren in Gang setzte: Der republikanische Schlachtkreuzer sandte einen Gruß nebst seiner Identifikation an die Position des imperialen Verbandes und öffnete einen Kanal für eine Holoübertragung. Es dauerte nicht lang, bis die Imperialen reagierten. Die beiden republikanischen Captains blieben nicht allein, noch eine dritte Person wurde auf beide Brücken projiziert. No erkannte den menschlichen Offizier sofort, und die Beherrschung verschwand für einen kurzen Moment aus seinen Zügen, die eine Mischung aus Verblüffung und blankem Zorn zeigten.

    »Toralentfuhr es ihm.

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No; Holoverbindung zu Nsci Het'kar (Tethys) und Mile Toral (Euminis)
     
  10. Baran Gargatosh

    Baran Gargatosh Schwarzes Schaf

    [ Kern / Torranix-Sektor / Tiefer Raum nahe des Koornacht Clusters / MAR Reconquista Yevetha / Brücke ] Baran, sowie Pain Sladras und Brückencrew

    Binnen Sekunden war es mit der Ruhe vorbei. Mit zittriger Stimme meldete der frische Ensign an der Sensorik, ein schlaksiger Pantoraner, neue Kontakte. Einige Momente später trug die junge Menschenfrau an der Kommunikation ihres dazu bei. Die Reconquista war für den Moment Commander Draykon unterstellt, sie sollten sich um die Bedrohung kümmern. Innerlich wie äußerlich straffte Baran sich. Ein weiterer Kampf – doch diesmal viel näher am Geschehen, als er es über Fresia oder Widek erlebt hatte. Leise vor sich hin murmelnd ging er die Daten seines Schiffes, die der Raider und der Vigil-Korvette durch. Alleine die Reconquista konnte mit der Aufklärungskorvette den Boden wischen, doch wenn sie nicht aufpassten, würde unbedachtes Verhalten sie an die größere Flotte der Yevethaner verraten.

    „Bereitmachen zum Gefecht!“

    , bellte Baran und an den neu besetzten Positionen der Brücke brach Hektik aus. Aus dem Augenwinkel sah der Gotal wie Feuerleitoffizierin Evans den Neuen einen Abschätzigen Blick zuwarf. Der bleiche Sith in der Ecke hatte sich in seinem Rollstuhl aufgesetzt und betrachtete die Szene mit nicht wenig Interesse – zumindest soweit das von seinem bewegungsunfähigen Gesicht überhaupt abzulesen war.

    Mit hinter dem Rücken verschränkten Armen wartete Baran auf Befehle. Auf dem taktischen Holo verfolgte er, wie die Feinde immer näher krochen. Viel fehlte nicht mehr, bis sie ihre Sensorreichweite ausgeschöpft hätten. Was zur Hölle tat Commander Draykon? Wenn sie nicht bald handelten war es zu spät! Fast schon energisch musste er den Drang unterdrücken die Kommunikation anzuweisen um Befehle zu bitten.

    Doch dann endlich kam die erlösende Nachricht!

    „Tun Sie es!“

    , bellte Baran und als hätte die Reconquista nur darauf gewartet sich in die Schlacht zu werfen verwandelten sich die Sterne für einen Herzschlag in Streifen. Und dann waren sie mitten unter ihnen. Wie aufgescheuchte Fliegen von einer Leiche verließ die Klauenstaffel den Hangar der Reconquista und warf sich an der Seite von Fogertys Jägern in den Kampf. Die Geschütze der Raider Flammten die Kommunikationsphalanx der Vigil in heiße Schlacke. Sie hatten den Feind mit abgeschalteten Schilden erwischt und die Gelegenheit genutzt.

    „Aufschließen!“

    , befahl Baran, denn sie waren etwas weiter hinten gelandet als die Raider, die auch noch aufgrund ihrer Geschwindigkeit vorgeprescht war. Ein leises Rumpeln ging durch die Reconquista, also auch ihre Turbolasergeschütze das Feuer auf die Skiprays eröffneten, die sich grade eins nach dem anderen in heißen Sternenstaub verwandelten. Doch noch war der Kampf nicht gewonnen. Die Vigil feuerte zurück auf die Raider – und zwar nicht zu knapp. Doch endlich war die Reconquista nah genug.

    „Volle Breitseite auf die Vigil! Bringen Sie uns zwischen die beiden Schiffe und ziehen Sie das Feuer auf uns. Geben Sie der Raider Gelegenheit sich hinter deren Heck zurückzuziehen. Unsere Schilde halten mehr aus!“

    , befahl Baran und sah zu wie die aufbauten der Vigil beunruhigend nah am Brückenfenster vorbeizogen. Grüne Laser zuckten von ihnen hinab und malten blaue Wellen auf die Schilde des feindlichen Schiffes. Fast beiläufig hielt er sich fest, als die erste Rakete auf ihre eigenen Schilde traf. Mit deren Feuer war sicher nicht zu spaßen, doch die Reconquista war dazu gebaut mehr auszuhalten als die Raider. Mit ausdrucksloser Mine sah er zu wie seine Turbolaser auf die immer löchriger werdenden Schilde des feindlichen Schiffes trommelten. Viel konnte nicht mehr fehlen.

    „Sir, lange halten unsere Schilde das nicht mehr durch!“

    , meldete Evans, doch Baran schüttelte den Kopf.

    „Hinnehmen! Sobald die Schilde der Vigil unten sind schalten Sie diese Raketenwerfer aus! Und sagen Sie Kowalski er soll die Entermannschaften in Position bringen.“

    Das rechte Auge des Gotal zuckte, während er die Daten seiner Schilde auf dem taktischen Holo betrachtete. Das würde eine knappe Kiste. Doch dann – endlich – versagten die Schilde der Vigil und der Bug wo die vier Raketenwerfer des Schiffes gelagert waren verging in einem Feuerball. Baran grunzte triumphierend und hörte nur mit halbem Ohr die Meldung, dass grade die Enterschiffe gestartet wurden.


    [ Kern / Torranix-Sektor / Tiefer Raum nahe des Koornacht Clusters / MAR Reconquista Yevetha / Brücke ] Baran, sowie Pain Sladras und Brückencrew
     
  11. Renvick

    Renvick NR Captain | Rebellennager

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe ein | Mc80 Tethys] Nsci Het´kar

    Die Eilmeldung zum Ausrücken in Richtung des Cal-Seti-System traf kurze Zeit nach dem Gespräch zwischen Nsci und Captain Joya No auf der Brücke der Tethys ein. Commander Liscou hatte dem Jawa daraufhin bericht erstattet. Er hatte bereits geahnt dass die Imperialen die Rückeroberung ihres Territoriums so schnell es ging unter einem Hut zu bringen, oder dass die Yevethaner sich aufgrund ihrer Brutalität, die erlittenen Niederlagen rechen wollten. Doch an zwei Stunden nach der Taktikbesprechung zwischen den beiden Republikanischen Kapitänen, hatte der Wüstenbewohner nun wirklich nicht gedacht. Er hoffte auf mindestens ein bis zwei Tage, doch die würden ihm nicht gewährt bleiben. Der Macht sei dank, dass die Aufstellung und Vorgehensweise abgesprochen waren. Eine enge Formation mit genügender Flankendeckung, sowie den schweren Transportern und Trägerschiffen in Zentrum des Verbandes. In den darauffolgenden Stunden wurden alle Mitglieder der Republikanischen Marine des Verbandes Gewitterregen auf die Probe gestellt schnellstmöglich einsatzbereit zu sein. Die Schiffe wurden vollständig aufgestockt und die Besatzung versammelt. Dieses Tempo war nötig, was den Jawa zuerst überforderte, er von seinen Offizieren aber vieles abgeben konnte. Denn laut Admiralität kontaktierten die Imperialen Führungskräfte den Verband der NR in einer misslichen Lage, doch viele Informationen haben es auch nicht in die Ohren der beiden Kapitäne geschafft. Das Cal-Seti-System schien vor einigen Tagen den Yevethanern zum Opfer gefallen zu sein, ob die letzten Verteidiger des Planeten sich noch halten konnten war ungewiss. Trotz des edel anmutenden Auftrags schien er ziemlich bestürzt getroffen worden zu sein, schließlich würden sich die Republikanischen Schiffe in einer völlig unbekannten Lage wiederfinden.
    Im Gespräch mit dem Admiral hatte No gefragt, ob sich der Verband unter imperialer Führung zu stellen hatte; was Stazi aber entschieden verneinte. Dies sollte ein gleichgestellter, kooperativer Kampf werden, so wie es vom Mandat vorgesehen war. Nsci konnte nur hoffen, dass die Imperialen Streitkräfte im System kooperativ sein würden, ähnlich wie Aaronson, der dem Jawa ein ehrenhaftes Bild des imperiale Offiziers zu verstehen gab.

    Nun stand der Jawa eine knappe Stunde nach der Abreise auf der Brücke des Mon-Calamari Kreuzers der 80er Klasse und hielt einen Moment inne, während die Telemetriedaten ausgewertet wurden uns langsam in einer Holodarstellung am Kartentisch auftauchte. Gewitterregen hatte sich in seiner Formation aufgestellt und wartete in einer Weltraumwolke auf die Kontaktaufnahme mit den Imperialen. Genauere Daten zum Planeten Cal-Seti, der weiter in Richtung des Zentralgestirns lag zeigte die Karte noch nicht an, da die Wolke ihre Sensorik einschränkte, sie jedoch weiträumig tarnte. Sie glitzerte in einem leichten Lila-blauton auf der Holokarten, doch ehe er weiter auf die Daten schauen konnte, trat Liscou an ihn heran.

    "Captain. Darf ich frei sprechen?"

    Was würde ihn sein erster Offizier sagen wollen, dass er diese Formalität benutzt, Nsci antwortete aus dem Bauch heraus:

    "Natürlich, immer doch. Was bedrückt sie?"

    Während sie sprachen ging der Jawa in Richtung der Kommandobrücke, die sich vor der Trennscheibe befand.

    "Meinen sie wir können den Imperialen wirklich vertrauen? Schließlich haben wir einen erbitterten Krieg geführt."

    "Ich kann ihre Bedenken verstehen, doch die imperialen würden uns nicht rufen, wenn es nicht um alles gehen würde. Also machen sie sich keine Sorgen, sie werden froh sein wenn sie bei diesen Kämpfen einen Verbündeten haben, glauben sie mir."

    Liscou konnte nicht mehr antworten, denn Lieutenant Molal trat mit der Nachricht heran, dass Schiffe mit imperialer Kennung Verbindung zum Verband aufbauen wollten und No Het´kar vorher sprechen wollte. Der Langhalsige Offizier bestätigte noch einmal die Positionierung der Kampfgruppen und schlug vor die imperiale Marine zu kontaktieren. Der Jawa bestätigte dies und atmete kurz ein und Aus, bevor er in eine gerade Haltung überging, sich größer machte und stolz den Holoprojektor anschaute. Neben der Projektion von No entwickelte sich eine, einer großen Gestalt mit kurzen Haaren und einer imperialen Uniform. Der Captain war in imperialen Dienstgradbestimmung nicht unbedingt bewandert meinte aber das Zeichen auf der Brust des Offiziers, als Commodore zu identifizieren. Kurz danach entfuhr Captain No ein Name, woraufhin auch Commodore Toral dementsprechend hineinschaute. Anscheinend kannten sich diese beiden bereits. Wohl möglich sogar aus Kriegszeiten. Dieses würde das Verhältnis vielleicht stören, weshalb sich Het´kar schnell entschied zur Sache zu kommen.

    "Commodore? Entschuldigen sie, aber ich bin in ihren Abzeichen nicht zu hundertprozentig sicher. Wie ich sehe kennen sie Captain No schon. Mein Name ist Nsci Het´kar, Captain und Kommandant des Mon Calamari Kreuzers der Mc80er Klasse Tethys. Der Verband Gewitterregen ist so schnell es ging, ihrem Gesuch bei gekommen und ist mit zwei Kampfgruppen eingetroffen um ihre Operation im Cal-Seti System zu unterstützen. Ich hoffe auf eine angemessene Kooperation zwischen unseren Kräften, die Neue Republik ist jedenfalls dazu bereit."

    Mit dem Ende seines Satzes viel ihm ein Stein vom Herzen. Die passenden Worte zu finden und das im Angesicht der vorangegangenen Ereignisse waren keinesfalls eine einfache Aufgabe.

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe ein | Mc80 Tethys] Nsci Het´kar; Holoverbindung zu Joya No (Bright Giant) und Mile Toral (Euminis)

    SO ich hoffe das geht so Ok. ^^
     
  12. Mile Toral

    Mile Toral Imperialer Kommodore | Jedi-Pate Premium

    [Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Besprechungsraum] Commodore Toral, Politoffizier Leander Salomon, weitere Offiziere der Brückencrew

    Mit einem stetigen Brummen zeigte der Holoprojektor an, dass er arbeitete. Mile stand in der entsprechenden Aufnahmevorrichtung, außerhalb davon standen Leander Salomon und einige Stabsoffiziere, die mit entsprechenden Datapads bewaffnet bereit standen, um Mile in jeder erdenklichen Lage mit Informationen zu unterstützen.

    „Wie es scheint verspätet sich Commodore Kelwood“, bemerkte der Politoffizier süffisant, „ich denke wir können ohne ihn beginnen, Commodore Toral“.

    Mile bestätigte die Aussage nur mit einem Nicken und aktivierte anschließend die Übertragungseinheit. Es gefiel ihm nicht, dass er einen Aufpasser zur Seite gestellt bekam, doch er musste sich wohl oder übel damit arrangieren. Vor ihm materialisierten sich zwei kleinere Hologestalten, unter denen eine davon ihm seltsam vertraut vorkam. Sie gehörte einer ziemlich seltenen Spezies an und Mile hatte bisher das Vergnügen gehabt einen Vertreter davon getroffen zu haben, doch war die Person hier vor ihm Commander No? Den Abzeichen zu Folge handelte es sich hier um einen Captain, No musste also damals nach Denon geflohen oder sonst wie frei gekommen sein und anschließend befördert worden. Interessant. Lange konnte er nicht auch weiter darüber nachgrübeln, denn die emotional aufgewühlte Reaktion des weißen Langhals zeigte ihm, dass es sich hier tatsächlich um No handelte.

    Mile lächelte zur Antwort, doch bevor er weiter darauf reagieren konnte, schaltete sich der andere Captain ein und reagierte diplomatischer. Mile antwortete:


    „Sie haben Recht, Captain. Commodore Toral. Ich bin Kommandant der Entsatzstreitkräfte der Marine, die das Oberkommando nach Cal-Seti geschickt hat.“

    Ein erneutes Flackern und Commodore Kelwood schaltete sich dazu, seine Uniform ziemlich abgetragen und die Verbindung lief nicht sehr stabil. Mile nickte ihm zu.

    „Commodore Kelwood. Kommandeur der Systemflotte von Cal-Seti. Es freut mich, dass sie sich zu uns durchschlagen konnte.“ Er wandte sich wieder dem Rest zu und sprach weiter:

    „Commodore, Captains. Im Namen des imperialen Oberkommandos möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken uns in unserem Bestreben die belagerte Welt von Cal-Seti zu befrieden zu unterstützen. Wenn sie keine Einwände haben, würde ich allerdings sofort mit dem Briefing beginnen.“ Er drückte einen Kopf und übertrug die bekannten Informationen über Feindstreitkräfte und den zusammengetragenen Plan an die Kommandeure.

    Nach unserem Treffen mit der Systemflotte möchte ich nun wie folgt vorgehen: Zum Schlachtauftakt werden die Raider-Korvetten unter dem Befehl von Lieutenant Commander Braxis Lank in das System springen. Sie sollen einen Teil der yevethanischen Belagerer zur Verfolgung animieren. Dabei sollen vor allem Diffamierungen via Funk und eine Dauerschleife des Hinrichtungsvideo Kaal Fraans die Yevethaner provozieren und auch ablenken. In der Zwischenzeit springt der 418er Vigilia unter Kommando von Commander Drayson in das System und versteckt sich im Sensorschatten des Mondes. Anschließend werden die Raider ein vorgetäuschtes Rückzugsmanöver durchführen, allerdings durch das Gravitationsfeld des Mondes aus dem Hyperraum gezogen werden. Ziel ist es, dass dieses Feld auch die verfolgenden Yevethaner bindet. Ab diesem Zeitpunkt wird Commander Drayson von der Vigilia die Operation überwachen, auf sein Zeichen hin wird der Rest der Systemflotte und meiner Kampfgruppe in das System springen und durch die Vigilia punktgenau in die Flanke der Yevethaner geleitet werden. Haben wir die feindlichen Kräfte am Mond neutralisiert werden wir die Landeoperation auf Cal-Seti durchführen.

    Dies war zumindest der Plan, bis ich darüber informiert wurde, dass ihre Kampfgruppen uns unterstützen. Ich muss sagen, dass der Zuwachs an Schlagkraft durchaus gelegen kommt. Ich würde vorschlagen, dass wir den bisherigen Plan nur geringfügig modifizieren und ihre Kampfverbände, Captains, je nach Schlachtlage dafür einsetzen, die Feinde im Orbit über Cal-Seti anzugreifen, während die Verbände Toral und Kelwood sich mit den zum Mond gelockten Feindkräften beschäftigen.

    [Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Besprechungsraum] Commodore Toral, Politoffizier Leander Salomon, weitere Offiziere der Brückencrew | Holoverbindung zu No und Het‘kar.
     
  13. Joya No

    Joya No Republikanischer Captain

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No; Holoverbindung zu Nsci Het'kar (Tethys), Mile Toral (Euminis) und Commodore Kelwood (NPC)

    Joya No spürte eine unbändige Wut in sich aufsteigen; wäre er machtbegabt, dann hätte sie sich wahrscheinlich in Blitzen oder einer ähnlich destruktiven Form manifestiert. Es war ihm schon bei der diplomatischen Mission auf Fondor sehr schwer gefallen, daran zu glauben, dass eine Begegnung mit Mile Torals Cousine Athena ein Zufall sein sollte. Obwohl er sich rational betrachtet nicht vorstellen konnte, dass das Imperium seinetwegen so einen Aufstand machte, glaubte doch ein Teil von ihm, dass man diese Begegnung absichtlich arrangiert oder sogar geschauspielert hatte, um ihn - einen Repräsentanten der Republik, wenn auch einen niederrangigen - vor aller Augen zu einem diplomatischen Fehltritt zu verleiten. Dass dieses unverhoffte Wiedersehen mit Mile Toral selbst, dem Zerstörer seines ersten Schiffes Galactic Dawn und Entführer seiner Crew, von der ein großer Teil nicht lebend in die Republik zurückgekehrt war, absichtlich eingerichtet worden war, schien nüchtern gesehen noch unwahrscheinlicher. Dafür wäre der Zufall aber auch noch größer und unglaubwürdiger, insbesondere so kurz nach dem Treffen mit Athena. So oder so, ob gewollt oder nicht, seine Vergangenheit schien ihn zu verfolgen. Das Schicksal oder welche boshafte Macht auch immer präsentierte ihn den Mann, der wie kein anderer ein rotes Tuch für den Kaminoaner war, verweigerte ihm aber gleichzeitig die Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen. Am liebsten hätte No den Angriff auf die Imperialen befohlen statt auf die Yevethaner, denn er schuldete Toral noch die Zerstörung eines Schiffes. Aber derzeit waren sie Verbündete; seine Pflicht verlangte ihm etwas anderes ab. Und da er all die Jahre für nichts anderes als die Pflicht gelebt hatte, konnte er nun nicht anders, als sich ihren Anforderungen zu fügen - auch wenn er lieber einen schrottreifen Frachter gegen einen Todesstern geflogen hätte als Seite an Seite mit einem (mittlerweile auch noch beförderten) Commodore Toral in die Schlacht gegen einen gemeinsamen Feind zu ziehen.

    Es war gut, dass Nsci Het'kar das Wort ergriff. Mit einer Ruhe und Neutralität, die dem sonst so friedfertig wirkenden Kaminoaner in dieser Lage nicht möglich gewesen wäre, grüßte er die Imperialen und übermittelte die Bereitschaft der Neuen Republik, dem Imperium in diesem Kampf beizustehen. Nachdem sich ein weiterer hochrangiger Offizier hinzugeschaltet hatte, den Mile Toral als Kelwood von den Systemstreitkräften vorstellte, erklärte der Commodore seinen Plan. Zwei Korvetten sollten den Köder spielen und einen Teil der yevethanischen Streitkräfte in einen Hinterhalt locken, den ein Abfangkreuzer legen sollte. Die republikanischen Streitkräfte waren ursprünglich nicht Teil dieses Plans gewesen, dieser wurde nun aber um sie erweitert. Toral schwebte vor, dass sie die verbliebenen Kräfte im Orbit des Planeten angreifen sollten, wenn es gelungen war, einen Teil von ihnen zu dem Mond zu ziehen. Nos Abneigung gegen den Menschen verlangte von ihm, dem Plan zu widersprechen, denn er wollte sich weigern etwas zu akzeptieren, das aus dessen Munde kam. Aber er Teil von ihm, der sich vor allem bemühte, ein guter Offizier zu sein und persönliche Belange dabei hinten anzustellen, gewann die Oberhand. Zwar nicht freundlich, aber gefasst erwiderte er:

    »Ich hoffe, Die Besatzungen Ihrer Korvetten und des Immobilizers sind bereit, sich für Ihr glorreiches Imperium zu opfern, denn wenn die Yevethaner sie mit ihren Schubschiffen verfolgen, haben sie kaum eine Chance zu entkommen. Aber der Plan kann funktionieren, mit einer Reihe Wenns und Abers. Die Neue Republik wird ihren Teil jedenfalls beitragen, und wir haben nichts dagegen, die ersten zu sein, die in den Orbit von Cal-Seti vorstoßen und die Verteidigung dort brechen.« Er blickte zu dem Hologramm von Het'kar, um sicherzustellen, dass das was er sagte auch in dessen Sinne war. Dann wandte er seine riesigen Augen wieder Toral zu und fuhr fort: »Nur um Missverständnisse zu vermeiden möchte ich aber feststellen, dass wir nicht Ihrem Kommando unterstehen. Wir werden weder jetzt noch während des Gefechtes Befehle von Ihnen oder von sonstwem außerhalb unserer Kommandokette annehmen. Wir sind als Verbündete hier, nicht als Ihre Untergebenen und schon gar nicht als billiges Kanonenfutter.

    Zur Sache: Was wissen Sie über die Stärke des Feindes? Über welche Schiffe verfügt er, hat er planetare oder orbitale Abwehrgeschütze unter seiner Kontrolle und wie schnell kann er Verstärkungen beibringen?«


    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No; Holoverbindung zu Nsci Het'kar (Tethys), Mile Toral (Euminis) und Commodore Kelwood (NPC)
     
  14. Aldor Garnik

    Aldor Garnik Dienstbote

    [Cal-Seti-System | Hyperraum| Verband Gewitterregen | MC30 Halcyon | Quartier des Kommandanten | CDR Aldor Garnik]

    Aldor hatte ein mulmiges Gefühl. Ihm gefiel es nicht, Einfach im Blindflug ein Dutzend Schiffe der Republik in den imperialen Raum zu fliegen. Friedensabkommen und Hilfeersuchen hin oder her. Natürlich wusste er, dass Admiral Jagos Bruch des Abkommens bei der Übergabe Coruscants als Hochverrat gesühnt worden war, aber niemand konnte ihm weis machen, dass er der einzige Militär des Imperiums war, der so dachte und der Frieden mit der Republik verachtete. Die Halcyon hatte die Kämpfe damals überstanden, doch jetzt befand er sich wieder in einer ähnlichen Situation. Er war wieder mit einer Kampfgruppe auf dem Weg in Imperiales Gebiet, wenngleich sie diesmal einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen hatten. Die Yevethaner verachteten und gleichsam verschlangen alles was ihnen bis jetzt auf ihrem Weg von den Rändern der Galaxie bis nach Cal Ceti über den Weg gelaufen war. Der Mon Calamari war sich nicht sicher, ob das Imperium den Feind schlicht unterschätzt hatte und von ihm überrascht worden war, oder ob sie wirklich nicht in der Lage waren, ihn zurück zu schlagen. Er vermutete etwas von beidem. Das Imperium sah sich offensichtlich noch nicht genötigt, ihre wirklich Schlagkräftigen Flotten zu entsenden, vermutlich um sie für ihre strategisch wichtigeren Welten zu schützen. Er blickte zur Bestätigung noch einmal auf die Holokarte vor ihm, die schematisch anhand der eroberten Systeme den Weg der Yevethaner darstellte. Diese Wesen waren ebenso mysteriös und tödlich und er hatte nur unzureichend Informationen über sie einholen können. Das war jedoch zweitrangig, wenn sich die Lage im System wirklich so darstellte, wie es ihnen berichtet worden war, dann hatten sie alle genug Zeit Informationen über den Gemeinsamen Feind zu sammeln.

    Es kam ihnen sicher äußerst gelegen, dass die Neue Republik aus humanitären Gründen eine so schlagkräftige Flotte entsandt hatte und trotz all seiner Zweifel, seinem Misstrauen gegenüber dem Imperium und der Unwägbarkeiten dieses Auftrages, hatte sich Aldor doch angeboten. Allein schon sein Stolz als Offizier der Neuen Republik gebot es ihm, solche Gräueltaten, egal von wem sie begangen worden sein mögen, aufs schärfste zu verurteilen und mit aller Macht dagegen anzukämpfen. Dennoch hoffte er, dass es nicht sein Schicksal war, hier zu sterben.

    Mühselig ging er noch einmal alle Missionsparamter, die ihm mitgeteilt worden waren durch und ging alle Informationen über die Yevethaner durch, die er gesammelt hatte. Er hoffte sehr, dass keines dieser Wesen es schaffen würde sein geliebtes Schiff zu entern. Im Raumkampf würde er ihnen deutlich ebenbürtiger sein, als im Kampf Mann gegen Mann, so schien es ihm zumindest, aber er würde es nicht darauf ankommen lassen. Zur Not hatte er 150 Republic-Marines, die dieses – sein - Schiff verteidigen würden. Die Halcyon war wieder vollständig Instand gesetzt worden und funktionierte tadellos. Die Lagerräume waren bis zum Maximum an Vorräten und mit Munition gefüllt, was auch immer kommen mochte, sie waren vorbereitet.

    „Commander, treten in T minus fünfzehn Minuten wieder in den Normalraum ein“, meldete sich sein Erster Offizier Rehal über das Interkom.

    Aldor schreckte aus seinen Gedanken hoch. Es war also an der Zeit. Angst kroch in ihm hoch. Doch dafür blieb keine Zeit. Seine Mannschaft war immer noch unerfahren, wenn man es so nennen wollte, und er musste ihnen eine moralische Stütze sein, vor allem in den Kämpfen, die ihnen nun bevorstanden. Er nahm seine Uniformjacke vom Haken und streifte sie sich über. Fast schon akribisch knöpfte er jeden Knopf einzeln und mit einer unendlichen Geduld zu, bis er sich endlich auf den Weg zur Brück der MC30-Fregatte machte.


    ~ * ~​



    „Kommandant an Deck“, hallte es über die Brücke. „Weitermachen!“, schritt Aldor direkt ein. Das war der falsche Moment für solche Förmlichkeiten fand er.

    „XO, Statusbericht!“

    „Schiffsparameter im grünen Bereich, Hyperlichtantrieb störungsfrei, Unterlichttriebwerke bereit und vorgeheizt. Der Status des Verband Gewitterregen ist im grünen Bereich, keine Abweichungen vom Kurs. Sie haben Die Brücke, Commander.“

    Aldor nickte zufrieden. Wie immer hatte der Mon Calamari seinen Bericht präzise und kurz vorgetragen. Wenn man ihn nicht kannte, konnte man das fast für eine Art von Unhöflichkeit halten, doch Aldor hatte es schätzen gelernt.

    „Danke, Mr. Rehal. Alle Sektionen auf Wiedereintritt in den Normalraum vorbereiten. Fragen sie unsere Formationsposition bei den beiden Flaggschiffen ab. Und sobald wir in Position sind gehen sie auf Gefechtsstation. Ich möchte von nichts überrascht werden. Die Piloten sollen sich in ihren A-Wings bereit halten.“

    Sofort brach eine gewisse Geschäftigkeit aus, die Aldor beruhigte. Soweit so gut, das war alles Routine. Das half alle zu beruhigen.

    „Treten in den Normalraum ein in 5…4…3…2…1... Eintritt in den Normalraum.“


    Die Stimme von Lieutenant-Commander Namar Rehal war klar und deutlich zu vernehmen, während sich vor ihren Augen durch die Fenster der Brücke gut sichtbar, die Planeten wieder verlangsamten und statt weißer Striche wieder ihre Runde Form annahmen. Doch es blieb keine Zeit zum Verschnaufen, oder das Cal Ceti-System zu bewundern.

    „Positionsvektor von Bright Giant erhalten. Kurs siebn-zwo-eins, Geschwindigkeit 25 MLGT, Commander.“

    Namar war ein erfahrener Navigator und so brauchte es keiner Expliziten Bstätigung seinerseits, das der Kurs eingeschlagen wurde.

    Aldor hatte nur kurz Joya No, den Captain der Bright Giant kennen gelernt, aber der Kaminoaner gab ein ehrfurchtgebietendes Bild ab und Aldor hatte sofort die Brillanz dieses Offizieres erkannt, wenngleich sein Gegenpart, der Java Nsci Het´kar sicher ebenso kompetent war. Sie beide geboten über sehr ansehnliche Schiffe die ebenso ansehnlichen Kampfgruppen vorstanden. Die Neue Republik musste ihre Expeditionstruppen also keinesfalls verstecken.

    „Positionsvektor erreicht, Geschwindigkeit mit der Kampfgruppe synchronisiert.“


    Meldete sich wieder sein Navigationsoffizier zu Wort.

    „Sir, imperiale Kennungen im System, sie scheinen uns zu erwarten.“

    Lieutenant Amons Stimme zeigte etwas Überraschung und auch eine leichte Brise Angst, doch das ignorierte Aldor geflissentlich.

    „Mrs. Niedo, öffnen sie einen Kanal zu unseren beiden Kommandoschiffen, sofern möglich. Ich möchte mithören, was sie mit den Imperialen besprechen. Alle Stationen bereithalten.“

    Die Junge Frau tat wie ihr geheißen. So konnten sie das Gespräch zwischen. Captain No und Captain Het’kar und dem imperialen Kommodore Toral mithören, aber nicht selbst daran teilnehmen.


    [Cal-Seti-System | Rand des Systems| Verband Gewitterregen | MC30 Halcyon | Brücke | CDR Aldor Garnik und Brückencrew]


    Habe mir jetzt mal Erlaubt, einen Post dazu zu schreiben :) Wenn irgendetwas nicht passt oder ich etwas falsch dargestellt habe, sagt einfach Bescheid.

    LG Mas
     
  15. Renvick

    Renvick NR Captain | Rebellennager

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe ein | Mc80 Tethys] Nsci Het´kar; Holoverbindung zu Joya No (Bright Giant) und Mile Toral (Euminis)

    Kurz nachdem sich Commodore Toral seinerseits vorgestellt hatte, schaltete sich ein weitere Imperialer Offizier, wieder ein Commodore, in das Gespräch der Kommandeure ein. Commodore Kellwood war Kommandant der Systemflotte bei Cal-Seti, seine Kräfte wurden in den letzten Tagen ihrer Kontrolle über das System beraubt. Toral übertrug auf das Erscheinen des Offiziers die Informationen der Feindlichen Kräfte in Form einer Holografischen Karte des Systems mit Fokus auf den Planeten Cal-Seti. Die Yevethaner waren wie zu erwarten flexibel aufstellt, mit einer großen Zahl an Armadia Klasse Schubschiffen, sowie schweren imperialen Modellen, blockierten sie den Planeten, der jedoch immer noch unter imperialer Kontrolle zu sein schien. Jedenfalls gab es keine Überraschung denen die Koalitionsstreitkräfte gegenüberstanden. Demnach war die Zusammenstellung der republikanischen Schiffe keine direkte Fehlentscheidung. Das gab dem jungen Captain, im Sinne seiner Position, ein beruhigendes Gefühl. Auch - fand Nsci - war es von Vorteil, dass sich die Gefechtspartner bereits einen Plan überlegt haben, die Yevethaner mit Täuschung und List zu überwältigen. Genau diese Idee von Toral erinnerte Nsci an die Beispiel-Gefechte die er bei der Offiziersprüfung im Theorieteil analysieren musste. Damals war er mittelmäßig darin, doch erkannte er den Kern dieser Taktiken. Es wunderte ihn dass die langjährigen Feinde eine eher untypische Herangehensweise verfolgten, als man eigentlich von ihnen gewohnt war. Denn sie sprach in vielen Punkten gegen die eindeutigen Strategien, eben wie No kurze Zeit später sagte, waren viele "Wenns und Abers" damit verbunden.
    Trotz dieser Überraschung konnte jeder Jawa mit dem Plan leben, auch wenn er hoffte dass die imperialen Offiziere nicht das gleiche Schicksal erleiden müssten, wie er es mit der Sand Snail erlebt hatte. Was ihm direkt positiv ins Gesicht sprang, waren die diplomatischen Worte Torals. Denn anstelle er zu einem Befehlston griff, legte er einen Vorschlag nahe. Nos Erinnerung nicht unter imperialem Kommando zu stehen war trotzdem eine wichtige Botschaft an die Soldaten der anderen Supermacht. Dem konnte Het´kar auch zustimmen, weshalb er dem großen Hologramm kurz zu nickte, als dieses Blickkontakt suchte.

    Nachdem Nos Fragen so gut es ging beantwortet werden konnten, drehte wollte Nsci auch nochmal etwas dazu sagen:

    "Ich kann Captain No in allen seinen Punkten zustimmen. Ich denke aber, dass wir keine Befürchtungen in die Richtung haben müssen.... Nun ihr Plan ist natürlich sehr risikoreich. Die Yevethaner könnten auf diese Provokation anspringen, sogar sehr wahrscheinlich. Nur bleibt die Frage, wie viele Schiffe dies sein werden. Die Republik hat keinerlei Probleme die Flotte im Orbit des Planeten anzugreifen. Ich würde es aber gut finden, wenn wir nicht in 90% der Yevethaner springen würden, weil sie nur einen Bruchteil in Richtung der Korvetten geschickt haben. Ansonsten bin aber auch ich mit der Ausführung so einverstanden.", Lieutenant Mosa, der Kommunkationsoffizier der Tethys flüsterte ihm daraufhin schnell etwas in sein Ohr.

    "Sir, die Mc30 "Halcyon" unter dem Kommando von Commander Aldor Garnik ist im System angekommen und schließt sich unserem Verband an. Sie wurde vom Flottenkommando bei Alland als Verstärkung entsandt."

    Mit einem Lächeln drehte er sich zum Hologramm seines Kameraden:

    "Meine Herren und vor allem Captain No, ich habe gerade die Information erhalten, dass der republikanische Verband ein weiteres Schiff zugeteilt worden war. Der MC30 "Halcyon"."

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe ein | Mc80 Tethys] Nsci Het´kar; Holoverbindung zu Joya No (Bright Giant) und Mile Toral (Euminis)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2019
  16. Rosh Draykon

    Rosh Draykon Commander der 'Raider'

    Torranix-Sektor – Tiefenraum – am Rand des Cal-Seti-Systems – Corvette der Raider-Klasse – 'Raider' – Brücke – Commander Draykon, Crew​


    Die Corvette der Vigil-Klasse rollte um ihre Geschütze auf die kleiner Corvette der Raider-Klasse ausrichten zu können. Das kleinere, schnellere und Agilere Schiff nutze die Gelegenheit um unter dem Leib des anderen Schiffes hindurch zu tauchen. In diesem Moment eröffnete die Korvette der Marauder-Klasse mit ihren 8 schweren Turbolaserkanonen das Feuer. Gnadenlos hämmerten die Geschütze auf das Feindliche Schiff ein und die Vigil revanchierte sich ebenso gnadenlos. Die kleinere ‚Raider‘ nutze diese Ablenkung und kam hinter dem Heck des Yevethansichen Schiffes hoch und richtete ihre Ionenkanonenbatterien auf den Antrieb des Feindschiffes und eröffnete auf kürzeste Entfernung das Feuer. Zunächst bleiben die azurblauen Strahlen in den Schilden der anderen Korvette hängen, doch unter dem Druck der ‚Reconquista‘ und der ‚Raider‘ wurden die Schilde des Yevetheanischen Schiffes immer schwächer bis sie letztendlich zusammenbrachen und der Ionenkanonenbeschuss direkt in den Antrieb einschlug. Noch einmal flackerten einzelne Antriebe auf und dann erstarben sie vollends, gefolgt von Sekundärexplosionen im Reaktorbereich des 255 Meter langen Schiffes.

    Auf der Brücke der Imperialen Jagdkorvette war keinerlei Jubel ausgebrochen, warum auch? So ein lohnendes Ziel war diese Patrouillen-Formation nun nicht gewesen. Sie hatten ihren Job gemacht und wie es bis jetzt schien auch gut. Die ersten Enterfähren waren von der ‚Reconquista Yevetha‘ gestartet um sich der Mannschaft und den Truppen an Bord der Aufklärungskorvette anzunehmen. Die Skipry-Blastboats waren restlos vernichtet worden und die Abfangjäger die an den Brückenfenstern der Korvette der Raider-Klasse vorbei flogen wippten kurz mit den Flügeln. Rosh straffte sich und wandte sich dann an den Brückengraben:


    “Kommunikation, Richtstrahl-Kommunikation an das Flaggschiff, erbitten sie weiter Entertrupps. Ich will, dass auch die Eroberung des Feindschiffes so glatt läuft wie sein Außergefecht setzen. Nicht dass wir da auf einmal einen Helden an Bord haben der versucht das Schiff selbst zu zerstören. Und übermitteln sie Commander Gargatosh meine Glückwünsche zu der geglückten Attacke.“

    Seine Befehle wurden bestätigt und ausgeführt. Der Offizier von Fresia schritt auf das Panorama Fenster der Brücke zu und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Dort vor ihm hing die Feindliche Korvette und sie wurde von den Imperialen Enterfahrzeugen umschwärmt wie ein Kadaver von Fliegen. Er ließ sich einen frischen Kaf von dem Ordonanzdroiden bringen während er auf die Meldung der Entertrupps wartete.



    Der Droide war gerade mit der leeren Tasse wieder von der Brücke verschwunden als sich die Kommunikationsstaion meldete:


    “Sir, Meldung des Enterkommandos, das Feindschiff ist unter Kontrolle und wir konnten den Kommandanten lebendig gefangen nehmen. Allerdings ist wohl ein Großteil der Einrichtungen bei der Eroberung beschädigt worden.“

    Der Petty Officer fasste sich an den Rechten Kopfhörer und sein Blick wurde kurz leer, bevor er erneut ansetzte:

    “Sir, der Entertrupp erbittet Anweisungen was mit den Gefangenen geschehen soll?“ Warum fragen sie uns? Was sagt der Commodore?“ „Der Commodore ist anderweitig beschäftigt, er hat sie dafür verantwortlich gemacht.“

    Großartig, fuhr es Rosh durch den Kopf. Er griff sich mit der Rechten ans Kinn und überlegte kurz.

    “Lassen sie die Gefangenen auf die ‚Raider‘ und die ‚Reconquista‘ aufteilen und dann besorgen sie mir einen Vierhörspezialisten für die Yevetheansichen Führungsoffiziere. Ich bin in meinem Büro. Lieutenant sie haben die Brücke.“

    Und mit diesen Worten verließ der Kommandant der ‚Raider‘ die Brücke. Er wollte sich noch ein wenig mehr auf die Begegnung mit dem Feind vorbereiten.

    Torranix-Sektor – Tiefenraum – am Rand des Cal-Seti-Systems – Corvette der Raider-Klasse – 'Raider' – Büro des Kommandanten – Commander Draykon, ​
     
  17. Mile Toral

    Mile Toral Imperialer Kommodore | Jedi-Pate Premium

    [Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Besprechungsraum] Commodore Toral, Politoffizier Leander Salomon, weitere Offiziere der Brückencrew | Holoverbindung zu No und Het‘kar.

    Man musste kein Xenoanthropologe sein, um die offensichtliche Abneigung von Captain No gegenüber Mile Toral zu erkennen. Angesichts der Vorgeschichte war es nicht allzu verwunderlich, obwohl der Nichtmensch auf dem Schiff des damaligen Captain Torals ziemlich privilegiert behandelt wurde.

    Captain No, unsere Raider Korvetten sind durchaus in der Lage dem Feind zu entkommen. Desweiteren haben sie Order, den Feind zu provozieren und sich nicht in Kämpfe verwickeln zu lassen. Der 418er wird im Sensorschatten des Mondes postiert bevor er in Feindkontakt kommt, sollten wir die Yevethaner bereits anderen Orts gebunden haben.“

    Die Andeutungen, dass der republikanische Kampfverband außerhalb der imperialen Befehlskette arbeiten würde kommentierte Mile nur mit einem Nicken. Er hatte nichts anderes erwartet und keine Argumentation würde die republikanischen Offiziere wohl von etwas anderem überzeugen.

    „Jede Information über Feindstärken haben wir Ihnen soeben übermitteln lassen. Aussagen über planetare Geschütze können wir allerdings nicht treffen. Unsere Bodenstreitkräfte hatten allerdings Order dem Feind jede Nutzung dieser endgültig zu verweigern. Was Verstärkungen angeht sind wir der Meinung, dass nach der Niederlage bei Fresia und dem Tode Kaal Fraans, die Yevethaner noch desorganisiert sind und keine neuen Truppen in der nächsten Zeit heranführen können.“

    Anschließend kommentierte der Kuttenträger die Pläne des imperialen Kampfgruppenkommandanten. Mile selbst fand diese Kritik dann doch etwas amateurhaft, wusste jeder Offizier, der etwas auf sich hielt, dass kein Plan den ersten Feindkontakt überleben würde.

    Captain Het’kar“, begann Mile seine Ausführungen sachlich nüchtern, „mir ist durchaus klar, dass kein Plan den ersten Feindkontakt überleben wird. Selbstverständlich werden wir unsere Truppenverteilung den Feindkräften anpassen. Ich sehe hier keine Probleme imperiale Einheiten ihnen zur Unterstützung bereit zu stellen. Ich hoffe umgekehrt gilt dies auch. Sollten sie allerdings Verbesserungsvorschläge oder gar Alternativvorschläge bezüglich unseres Plans haben bin ich durchaus geneigt diese zu hören.“

    [Treffpunkt vor Cal-Seti | VSD II Euminis | Brückenturm |Besprechungsraum] Commodore Toral, Politoffizier Leander Salomon, weitere Offiziere der Brückencrew | Holoverbindung zu No und Het‘kar.
     
  18. Joya No

    Joya No Republikanischer Captain

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No; Holoverbindung zu Nsci Het'kar (Tethys), Aldor Garnik (Halcyon), Mile Toral (Euminis) und Commodore Kelwood (NPC)

    Die Ankunft der Halcyon war eine gute Nachricht, denn jede Verstärkung konnte sich als entscheidend erweisen. Ein weiterer Kreuzer konnte durchaus den Unterschied machen. Persönlich war Joya No dem Schiff und seinem Kommandanten noch nicht begegnet, aber er glaubte sich düster daran zu erinnern, dass der Name des Kreuzers im Zusammenhang mit der Übernahme von Wukkar gefallen war. Also ein kampferprobtes Schiff, was seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages nicht mehr ganz so selbstverständlich war wie noch einige Jahre zuvor.

    »Schalten Sie den Kommandanten der Halcyon mit in unser Gespräch«, befahl No seinem Kommunikationsoffizier. Das erschien ihm nötig, da die Neuankömmlinge bei den bisherigen Besprechungen nicht zugegen gewesen waren und wahrscheinlich noch weniger als alle anderen Republikaner wussten, was sie hier erwartete. Da er bisher auch keine Infos darüber hatte, welchem der beiden Captains die Halcyon unterstellt sein würde, hielt der Kaminoaner es für geraten, den Commander in das Gespräch mit einzubeziehen; das sparte nachher Zeit und reduzierte die Gefahr von Missverständnissen. Sekunden später tauchte bereits das Hologramm des neu hinzugekommenen Schiffskommandanten in ihrer Runde auf. Es handelte sich um einen Mon Calamari, wie No mit einer gewissen Genugtuung und Schadenfreude zur Kenntnis nahm, denn dieses Volk war den Imperialen aus vielfachem Anlass besonders verhasst und sicherlich schmeckte es ihnen überhaupt nicht, sich mit so jemandem verbünden und von ihm helfen lassen zu müssen. Warum sollte es für die Imperialen auch leichter und angenehmer sein als für die Republikaner?

    »Commander, ich bin Captain Joya No, das sind Captain Nsci Het'kar, Commodore Mile Toral, Commodore Kelwood von der hiesigen Systemflotte. Wir sind gerade dabei, die Strategie für den vor uns liegenden Einsatz zu besprechen.«

    Der Mon Calamari konnte nun der weiteren Unterhaltung beiwohnen und bekam daher schon die Erwiderung Torals auf Nsci Het'kars Einwände mit. Vielleicht war No unnötig kritisch gegenüber diesem speziellen Imperialen, aber ihm erschien die Antwort unnötig schulmeisterhaft.

    »Tun Sie uns allen einen Gefallen und sparen Sie sich die Herablassung, Commodore. Wenn Sie mit uns nicht über die Schwächen Ihrer Pläne diskutieren wollen, sondern uns lieber mit billigen Schlagworten wie der alten Leier vom ersten Feindkontakt abspeisen, reden wir mit dem falschen Imperialen. Ich schlage vor, dass Sie unsere Einwände ernst nehmen, denn es steht hier für alle Beteiligten viel auf dem Spiel; die Folgen unzureichender Absprachen und falsch kalkulierter Risiken tragen nicht nur Ihre und unsere Soldaten, sondern am Ende vor allem die Bevölkerung von Cal-Seti. Wir sind alle hier um zu gewinnen, aber unser gemeinsames Ziel erreichen wir nur durch eine Kooperation auf Augenhöhe, und da hat imperiales Vorherrschaftsdenken keinen Platz.

    Wenn Sie nicht mit Sicherheit sagen können, ob den Feinden Boden-Raum-Geschütze in die Hände gefallen sind, benötigen wir eine vollständige Aufstellung aller solchen Waffensysteme, die vor dem Aufstand im System stationiert waren. Die Geheimhaltung lasse ich als Einwand nicht gelten, wenn Sie von uns erwarten, dass wir in die Reichweite dieser Geschütze fliegen. Sie wissen um meine Erfahrung mit einer V-150 über Denon; ein Erlebnis, das ich nicht wiederholen möchte!«


    [Cal-Seti-System | Rand des Systems | Verband Gewitterregen | Gruppe Zwei | DNT Bright Gitant] Joya No; Holoverbindung zu Nsci Het'kar (Tethys), Aldor Garnik (Halcyon), Mile Toral (Euminis) und Commodore Kelwood (NPC)
     
  19. Aldor Garnik

    Aldor Garnik Dienstbote

    [Cal-Seti-System | Rand des Systems| Verband Gewitterregen | MC30 Halcyon | Brücke | CDR Aldor Garnik, per Hologramm: CPT Joya No, CPT Nsci Het´kar, CDRE Mile Toral, CDRE Kelwood (NPC)]


    Zufrieden stellte Aldor den Status der republikanischen Flotte fest. Die Schiffe befanden sich sauber in Formation und boten sicher auch für die imperialen Gegenüber einen stolzen Anblick. So Nobel die eigentlichen Ziele der Republik mit diesem Kampfeinsatz waren, galt es natürlich in diesem Kalten Krieg ein Exempel für die eigentliche Wehrhaftigkeit zu setzen. Und Aldor war zuversichtlich das ihnen das nach dem ersten Erfolg bei Alland sicher auch hier gelinden würde.

    Nicht nur wurde es der Brückenbesatzung der Halcyon ermöglicht, dem Gespräch der Offiziere zuzuhören, von der Bright Giant kam sogar die Aufforderung, sich dem Gespräch anzuschließen. Der Mon Calamari quittierte das nur mit einem Nicken und sofort begann der große Taktische Holoprojektor in der Mitte der Brücke zu arbeiten. Während Lieutenant-Commander Rehal ihm gegenüber die auf dem Holo erscheinenden Personen musterte und so selbst nicht im Bild war, erschien die Gestalt des Mon Calamari sehr wohl den anderen Schiffskommandeuren. Der hochgewachsene Kaminoaner Captain No übernahm seine Formelle Vorstellung. Aldor hoffte das die Holoprojektoren sein eigenes Unwohlsein ein wenig verbergen konnten. Er war natürlich nervös so viele höherrangige Offizieren versammelt zu sehen, die ihn alle Anblickten.


    Förmlich nahm er Haltung an und hob die Hand zu einem Salut.


    „Commander Aldor Garnik meldet sich mit dem MC30 Kreuzer Halcyon Einsatzbereit, Captain!“, antwortete er ihn gehorsamen Ton, fürs erste direkt an Captain No gewandt, der auch die Freundlichkeit besessen hatte, ihm die Runde vorzustellen. Natürlich kam er nicht umhin zu bemerken, dass es sich bei den beiden imperialen Offizieren um Menschen handelte. Da war der Kontrast natürlich umso stärker, den der kleine Jawa Het’kar, der Großgewachsene Kaminoaner und der Ichthyoid in ihren republikanischen Uniformen abgaben.


    „Vielen Dank für die Einladung in diese Besprechungsrunde. Entschuldigen sie das Verspätete eintreffen, wir wurden direkt von einer Versorgungsfahrt abkommandiert und mussten noch entsprechend Vorräte bunkern. Captain Het’kar, Commodore Toral und Commodore Kelwood, es ist mir eine Ehre sie kennen zu lernen!“

    Das die Halcyon hauptsächlich Munition gebunkert hatte, da sie bei Versorgungsfahrten nicht ihre maximale Bewaffnung an Bord mitführte verschwieg er natürlich den beiden Imperialen wohlwissend.

    Nach einer kurzen Runde der Vorstellung gingen die anderen Offiziere direkt wieder in ihre Gespräche über die Angriffsplanung über. Verständlich, für Floskeln und ausufernde Freundlichkeiten war jetzt keine Zeit. Aldor schwieg eine ganze Weile und hörte zu. Er hatte bereits vor seiner offiziellen Zuschaltung ein paar Wortfetzen erfasst, aber er wollte nicht unbedacht einen Einwand wagen, und sich so vor den weitaus erfahreneren Offizieren die Blöße geben.

    Das Gespräch drehte sich seiner Meinung hauptsächlich um die Frage, ob der republikanische Verband einen Sprung in die Umlaufbahn des Planeten wagen konnte und die Yevethanische Flotte so in einem Überraschungsangriff treffen konnte oder ob die planetare Raum-Verteidigung noch in Teilen aktiv war. Die Imperialen konnten darüber keine Auskunft geben und Captain No forderte hierzu zu Recht nähere Informationen über die im System stationierten Orbitalen Waffen. So weit Aldor es erblicken konnte, ging es hierbei aber nur um auf der Oberfläche Cal Setis stationierte Geschütze. Hierbei ließ es sich der Kaminoaner nicht nehmen, seine eigenen Erfahrungen gegen die Imperialen Streitkräfte zu benennen. Aldor konnte ihm nur beipflichten. Wenn die Imperialen den republikanischen Verband zu so einem gewagten Manöver bringen wollten, mussten alle Karten auf den Tisch gelegt werden.


    „Ich pflichte Captain No in dieser Sache bei. Einen Blindflug in intakte Orbitalwaffen zu wagen und es dabei noch mit einer Yevethanischen Flotte aufzunehmen gleicht einem Himmelfahrtskommando“, Aldor nutzte eine Pause um ein wenig zaghaft das Wort zu ergreifen. Es dauerte kurz, bis er sich an das Reden vor den Offizieren gewöhnt hatte, dann kehrte die Professionalität eines Kommandanten zurück, wie er sich pflegte.


    „Wir kommen um eine Aufstellung über Zahl und Art der orbitalen Waffen nicht umhin. Und selbst dann bleibt das Risiko enorm, da es je nach Stärke der Bewachung am Boden eine lange Zeit dauern, bis sie endgültig außer Gefecht sind.“

    Aldor wollte nicht zu viel reden, um die Offiziere nicht direkt zu verärgern, was er sich lediglich als Commander und als gerade erst hinzugekommener Teilnehmer erlaubte. Jedoch überlegte er auch weiterhin, welche Möglichkeiten sonst noch blieben.

    Seine erste Idee war die Aussendung eines Stoßtrupps gewesen. Nicht besonders kreativ, mit einem hohen Risiko verbunden, aber im Zweifel recht effektiv. Ein oder zwei kleine und schnelle Schiffe konnten versuchen so nahe an den besagten Orbitalwaffen wie möglich Stoßtrupps auszusetzen, welche dann die Waffen einnehmen würden oder sie, wenn das nicht gelingen sollte, unschädlich machen würden. Jedoch blieben auch hier viele Unwägbarkeiten. Dennoch war das Risiko hierbei, ein oder zwei Schiffe zu riskieren und vielleicht nebenher ein Ablenkungsmanöver zu starten, wesentlich niedriger, als mit der gesamten Flotte auf gut Glück zu springen, oder was den Imperialen sonst noch so vorschwebte. Fürs erste hatte Aldor jedoch beschlossen, seine Gedanken für sich zu behalten und dem Gespräch weiter zu lauschen. Es würde schon der richtige Moment kommen, in dem er sich wieder einbringen konnte.



    [Cal-Seti-System | Rand des Systems| Verband Gewitterregen | MC30 Halcyon | Brücke | CDR Aldor Garnik, per Hologramm: CPT Joya No, CPT Nsci Het´kar, CDRE Mile Toral, CDRE Kelwood (NPC)]
     
  20. Wolffe

    Wolffe Zivilist

    [Cal-Seti System | Hyperraum | ACC “Ashikaga” | Brücke] Wolffe, Tony, Brückem Offiziere/Uneroffiziere, Navigationsoffizier


    Gibbs ging auf der brücke immer auf und ab und versuchte wie immer seine Effektivität zu steiger, was ihem zwar Mathematisch gelingt, allerdings vom Oberkommando nicht erlaubt wird und er somit noch mit der normalen Effektivität des schiffes handhaben muss.

    “Sir, wir sind nicht einmal mehr Zehn minuten von unserem Einsatzgebiet entfernt.”

    Gibbs nickte dem Navigationsoffizier nur trocken zu, da er diesen eh für mehr eine Last hält als für eine hilfe. Aber natürlich nahm er ihm einige Arbeit ab. Gibbs hatte bisher die Information bekommen dass er sich bei Commodore Toral melden soll um mit seinen Streitkräften die Yevethaner auf Cal-Seti nieder zu machen, was Wolffe sehr gut gefiel. Gibbs ging noch einmal all seine berechnungen durch die er mittlerweile gemacht hat, um seine Systeme zu verbessern, wenn ihm das Oberkommando dies auch gestattet, bevor er zum Holoprojektor der Kommunikation ging um sich auf ein gespräch mit Commodore Toral vorzubereiten.

    “Navigation, wie lange noch bis wir eintreffen?”

    Fragte der Zabrak, natürlich waren es nur noch wenige sekunden bis zu seinem eintreffen an dem Treffpunkt.

    “Sir es sind nur noch 30 Sekunden.”

    Die letzten 30 Sekunden vergingen wie im fluge, da Gibbs es kaum erwarten konnte seinem feind gehörig in den Arsch zu treten. Nach kurzer zeit schon begann die Monotone Computerstimme den fünf sekunden Countdown an zu zählen. “T-5...4...3...2...1...” die Null wurde nicht mehr ausgesprochen, da jeder bemerkt hatte dass sie in den Normalraum zurück gefallen sind. Gibbs schaute noch einmal aus den Sichtfenstern, und staunte nicht schlecht, vor ihnen war eine Republikanische und eine Imperiale Flotte. Gäb es nicht diesen Friedensvertrag hätte Gibbs sofort den Feuerbefehl gegeben und sämtliches feuer auf das Flaggschiff konzentrieren lassen.

    “Kommunikation stellen sie eine geschlossene verbindung zu dem Commodore her.”

    Dieser Befehl wurde von den Kommunikationsoffizieren auch dierekt ausgeführt, als die Verbindung stand und ein Offizier der Euminis sich zu wort meldete unterbrach Gibbs ihn und sagte diesem das er sich bei Commodore Toral melden solle um diesen bei Cal-Seti zu unterstützen.


    [Cal-Seti System | Treffpunkt vor Cal-Seti | ACC “Ashikaga” | Brücke] Wolffe, Tony, Brücken Offiziere/Unteroffiziere

    Ich habe mit Mile Toral abgesprochen das ich gerne bei seinem Kampfverband dabei sein kann und ich mich einfach dazu Posten kann. Falls ich etwas ausbessern bzw. ändern solle dann bitte anschreiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2019

Dir gefällt das PSW? Werde Premium-Mitglied (u.a. keine Werbung!) oder kaufe ein bei Amazon.