Cathar

Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Norag, Marlis und Lilya

Lilya saß Marlis gegenüber. Im ersten Moment schwieg sie einfach nur. Die ehemalige Padawan deckte Darth Makhaira zu und wirkte schon fast wie eine Mutter. Es war interessant, wie sie sich entwickelte. Ja, Marlis war eine Überraschung. Da die Lethan aber nicht viel tun konnte außer eben Tee kochen, ließ Lilya Marlis erst einmal machen und faltete die Hände, bis Marlis zurückkommen würde. Eigentlich hatte sie was sagen wollen. Doch die Fragen von Marlis waren berechtigt. Lilya schaute auf ihre Tasse und seufzte.

“Vermutlich hatte sie gewartet. Vielleicht war sie überrascht? Ich weiß es nicht. Ich glaube… Sie hat Verbindungen in den Raumhäfen. Würde mich nicht wundern, bei dem Mann, den sie als Droide eingesetzt hat. Sie war wohl eine nahe Verwandte und wollte Rache. Hätte sie vorher Bescheid gewusst? Ich glaube, die ganze Aktion vorhin war relativ überstürzt gewesen. Wir befinden uns auf einer eher dünn besiedelten Welt. Da spricht sich viel herum. Gerade wenn Darth Makhaira darauf verzichtet, sich eher bedeckt zu geben… deswegen hoffe ich, bald von hier weg zu kommen. Hier wurde gerade auf dem Boden der Republik jemand getötet… wenn wir also zu lange hier bleiben, könnte es schlecht für uns ausgehen.”


Lilya tat es wirklich gut, mal offen reden zu können. Die ganze Situation war riskant. Wirklich riskant. Sie sollten nicht ewig warten. Vielleicht sollte man auch die Leiche verschwinden lassen? Warum war die Sith so fahrlässig? Oder war sie einfach nur so müde. Langsam schüttelte die Lethan mit dem Kopf. Nun ging es um das Lichtschwert. Das war für Lilya eigentlich das andere Problem. Nachdenklich nahm die Lethan einen Schluck und fokussierte Marlis kurz mit einem Blick, der klar machte, dass auch die sonst eher unschuldig wirkende Twi’lek eine sehr dunkle Seite besitzen musste.

“Wo hast du das Lichtschwert her?”


Kam es im ersten Moment mit einer kalten Stimme, die eher an ein Verhör erinnerte. Eigentlich wollte Lilya kein Risiko eingehen, doch auf der anderen Seite… Marlis war doch inzwischen mehr als nur eine Padawan, die man mit schleppte. Sie war ein Teil der Gruppe geworden. Das war einfach nur kompliziert. Wahrscheinlich würde die ehemalige Padawan ohnehin die Gruppe bald verlassen. Von daher wäre es wohl ohnehin nicht so schlimm oder relevant. Lilya atmete tief durch und schüttelte leicht mit dem Kopf. Ihr Mimik war nun deutlich lockerer. Eben wie Marlis es gewohnt sein durfte.

“Tut mir Leid. Warum hast du nicht mit uns darüber gesprochen? Zumindest mit Norag und mir? Es wirkt, als wäre das Lichtschwert besonders.”


War es so besser? Nachdenklich schaute Lilya aus eines der Fenster von ihrem Platz aus. Ihre Gedanken kreisten um das, was passiert war, einfach alles musste ruhen. Nun hieß es ausruhen, warten bis Norag seine Waffe fertig gestellt hätte. Doch nun kam es zu einem unangenehmen Teil des ganzen Gesprächs. Es war ihr eigentlich unangenehm, doch vielleicht war es das letzte Mal, dass Lilya so offen mit Marlis reden konnte. Sie atmete noch einmal durch.

“Nun… Ich hoffe, du verstehst das nicht falsch. Ich meine… ich will ehrlich sein… Ich mag dich… also irgendwie… Ich finde, du gehörst inzwischen zu uns und… Nun ja… ich glaube du wirst dich entschieden haben… Ich könnte verstehen, wenn du gehst… aber… Vielleicht kannst du den Jedi dann sagen, dass wir nicht alle blutrünstige Monster sind. Also wenn du gehst und so. Aber wenn es dazu kommt, können wir doch immer noch befreundet sein, oder? Also, wenn du magst?”


Ja, es war der Lethan ein wenig unangenehm, darüber zu sprechen. Sie nahm einen Schluck vom Tee und lächelte. Es würde sicher deutlich ruhiger werden ohne die ehemalige und vielleicht bald wieder angehende Padawan. Schlimmstenfalls würde Lilya alleine mit Darth Makhaira reisen. Und Norag? Wo würde er hin gehen? Der Junge wäre doch teilweise völlig überfordert! Er würde sich melden müssen! Sie wollte wissen, was er tat. Nein! Wenn Darth Makhaira Lilya mit sich nehmen würde, dann würde sie dafür kämpfen mit Norag gehen zu dürfen! Egal was kam!



Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Marlis und Lilya
 
Cathar-In der Nähe des Dorfes- In der abgelegenen Hütte im Wald- mit Darth Makhaira und Lilya- Norag beim Schiff

Lilya war schon eine interessante Person. Im normalen Leben konnte sich Marlis die Lethan gut als Polizistin vorstellen. Bei den "Guter Cop-böser Cop"- Spielen, die man in den meisten Holos sehen konnte. Und Lilya wär wahrscheinlich der "Bad Cop". Sie konnte ihre Erscheinung von einem Extrem ins andere verändern und das in Sekundenbruchteilen. Erst war sie sehr freundlich und fürsorglich. Seit sie das Lichtschwert hervorgeholt hatte, hatte Marlis aber eher den Eindruck, die Twi'lek würde sie am liebsten auf der Stelle erschiessen. Das ihr "Gespräch unter vier Augen" zunächst mit dem Angriff auf die Gruppe begann, war wie das Aufwärmen, bevor es ungemütlich wurde. Lilya vermutete, dass die Angreiferin auf sie gewartet hatte und schloss mit der Befürchtung, wegen dem Ausgang der Sache in Schwierigkeiten zu geraten. Marlis runzelte die Stirn.

"Auf Darth Makhaira gewartet? Wie gross war denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier her zurück kommen würde? Also auf mich wirkt das ziemlich...extremistisch. Ich denke schon fast an einen Wahn, von dem Darth Makhaira sie jetzt befreit hat. Und was die Leiche angeht: Was haben wir dann Verbotenes getan? Wir sind gelandet, wir zwei haben Lebensmittel gekauft und dann haben wir ein Piknik gemacht. Alles legal. Das wird vielleicht erst verdächtig, wenn wir die Leiche irgendwo verbuddeln. Weil Blut, Zerstörung...das alles ist ja noch hier. Ich würd den anderen Weg gehen und den Fall sogar melden. Es ist ja alles da! Man sieht, dass das Haus von aussen angegriffen wurde. Darth Makhaira ist vergiftet, du bist vergiftet worden, ich bin verletzt. Da müssen wir nicht mal schauspielern, um als Opfer gewertet zu werden und die Leiche draussen gilt als Notwehr. Fall beendet, wir sind sauber raus und haben erst noch den Vorteil, das jemand anderes für uns aufräumt. Und wenn sie unseren Aussagen nicht trauen: Norag hatte seinen Droiden dabei. Der hat das sicher noch im Speicher. Also ich denke, wir kämen sicher damit durch, auch wenns vielleicht Zeitaufwändiger wäre als einfach die Leiche verschwinden zu lassen. Aber dann könnten wir wieder her kommen, ohne gleich Besuch von irgendwelchen Agenten zu bekommen."

Marlis sah Lilya eine Sekunde mit gerunzelter Stirn an, ehe sie mit den Schultern zuckte.

"Und vielleicht bringt jemand noch zufällig ein Antidot für unsere Herrin mit. "

Ihr Blick fiel auf die schlafende Sith. Was auch immer man ihr verpasst hatte, es nahm sie ordentlich mit. Als sie den Blick von Darth Makhaira wieder abwandte und zu Lilya sah, erschrak sie fast bei dem Blick, den sie ihr zuwarf. Da war er ,der "Killer-Blick". Der "Bad Cop". Und die Lethan konnte endlich die Frage stellen, die ihr seit ner gefühlten Ewigkeit auf der Stirn stand. Die Frage nach der Herkunft des Lichtschwerts. Nach der ersten Frage bemerkte sie wohl aber selbst, das ihr Reaktion vielleicht etwas überspitzt war und sie korrigierte sich selbst mit einem etwas milderen Ton. Marlis verzog das Gesicht:

"Es ist das Lichtschwert meines verstorbenen Meisters. Ich hab es im Labor vom Blechkasten gefunden. In dem kleinen Nebenraum, in dem auch die Käfige waren. Es lag dort in einer Kiste mit anderen Waffen und Rüstungszeug und so."

Marlis kniff die Lippen zusammen, als sie an den Ort zurück dachte.

"Es fühlte sich falsch an, es dort zu lassen.Es gehört einfach nicht an diesen Ort."

Für einen Moment fragte sich die ehemalige Padawan, ob ein Lichtschwert die Pyro-Reinigung, die die Sith nach getaner Arbeit angekickt hatte, das Lichtschwert tatsächlich zerstört hätte. Oder ob diese Waffen so stabil waren, dass sie sowas überleben konnten.

"Danach... ja, ich hatte Angst, das man es mir weg nimmt und es irgendwo hin tut, wo ich es nie wieder bekommen könnte. Oder eben wieder an einen Ort, an dem ich es einfach nicht sehen wollen würde. Wie ich dann weiter damit verfahren hätte, weiss ich nicht. Sicher ist nur, dass ich es wohl nie einsetzen werde. Ich kann damit nicht umgehen und hätte Sorge, mich oder Verbündete zu treffen als Gegner. Drum hatte ich sie auch ganz unten im Rucksack drin.Aber jetzt vorhin... als sie das Haus gestürmt haben..."

Sie lächelte kurz entschuldigend.

"Jaa, ich hab einen Moment gezweifelt. Aber letzten Endes hab ich mir gedacht: Wenn wir alle draufgehen, landet die Waffe vielleicht auf dem Schwarzmarkt und dann bei was weiss ich wem. Also an einem Ort, wo sie auch nicht hingehört. Und ich hab mir gedacht, bitte nimm es mir nicht übel, das Norag vielleicht nach Darth Makhaira noch am ehesten damit umgehen könnte und sich unsere Chancen dann erhöhen würden. Auch wenn das dann wieder das Risiko barg, die Waffe zu verlieren. Und letztlich hatte ich schon das Gefühl, dass sich mit dem Lichtschwert was geändert hat. "


Wer weiss, ob sie so heil aus der Sache herausgekommen wären ohne das Schwert ihres Meisters.

"Und ich bin sehr dankbar, dass Darth Makhaira mir das Schwert zurückgegeben hat. Ich werde es nachher wieder im Rucksack verstauen. Norag wird ja wahrscheinlich kein Notlösungs-Schwert mehr brauchen, denke ich. "

Sie lächelte Lilya zu in der Hoffnung, die Lethan etwas besänftigt zu haben. Und scheinbar hatte sie das, denn die Lethan offenbarte, dass sie sie bereits als Teil der Gruppe sah. Also, wirklich. Nicht nur, weil Darth Makhaira gesagt hatte, dass sie jetzt dazu gehörte. Wobei die Frage war, ob das ab einem gewissen Grad der Hörigkeit gegenüber Sith noch eine Rolle spielte. Aber was sie anmerkte, war ein guter Punkt: Wenn sie zu den Jedi zurück kehren würde, könnten sie befreundet bleiben? Wenn sie eine Jedi wurde und ihnen Begegnete, würden sie dann gegeneinander kämpfen MÜSSEN?

"Ich ... Ich mag euch auch irgendwie. Auch wenn ihr mir teilweise echt Angst macht. "


Marlis sah kurz zu Darth Makhaira, die die Frau draussen so gequält hatte.

"Und ich weiss nicht, ob ich zu den Jedi zurück gehen könnte. Ich möchte euch niemals gegenüberstehen müssen. Ihr habt meine Vorstellungen von den Sith ziemlich ins Wanken gebracht. Ich weiss zwar nicht, ob diese Gruppe hier irgendwie ein Unikat im Sith-Orden ist, aber ihr solltet niemals gejagt werden."

Auch wenn Darth Makhaira heiss drauf war, sich im Kampf zu messen... die Jedi, die sich die Jagd nach Anhängern der dunklen Seite auf die Fahne geschrieben haben, waren sicher top ausgebildete Krieger, sonst würden sie ihren Job nicht machen können.

"Um das zu tun, worum du bittest, wärs wohl am besten, ich bleibe. Und wenn wir einem Jedi begegnen, erklär ich ihm erstmal die Lage, bevor ihr in Sichtweite kommt. Oder so ähnlich. Wobei dann die Frage wär: Was wär ich dann? Weder das eine, noch das andere? Und Darth Makhaira wird grummelig, weil viele Kämpfe vielleicht garnicht stattfinden, weil die Wogen vorher geglättet wurden."

meinte sie und schmunzelte bei der Vorstellung. Allerdings verging ihr das Lachen, als sie sich überlegte, vielleicht bei einer kampfmässig-unbefriedigten Sith-Kriegerin hinhalten zu müssen. Vielleicht würde sie ebenso entsorgt werden wie die Frau draussen, einfach weil sie Darth Makhaira um ihre liebste Beschäftigung brachte.

"Oder ich lehne beide Macht-Orden ab und geh einfach zurück nach Hause."

überlegte sie leise. Das wäre von diesem Punkt aus sicherlich für sie die beste Lösung. Noch wäre es dafür nicht zu spät. Sie hatte kaum Ausbildung genossen und das wenige, was sie mitbekommen hatte, wären nach ein paar Wochen mit Doppelschichten sicherlich vergessen. Oder? Nein, sie würde dieses Abenteuer hier nie vergessen und sich wahrscheinlich immer fragen, wie es gewesen wäre, hätte sie nicht "nein" gesagt. Sie atmete tief durch. Ausserdem hatte zumindest der Jedi-Orden ihre ehemalige Wohn-Adresse und der Sith-Orden zumindest ihren Namen, der Rest liess sich ja leicht ermitteln. Nein, sie konnte nicht in ihr altes Leben zurück. Wahrscheinlich nicht ohne unwillkommenen Besuch von Vertretern beider Seiten. Machtsensitive Lebewesen waren schliesslich selten. Sie rieb ihr Gesicht mit den Händen ab.

"Ne, das funktioniert auch nicht."

Die für sie beste Position war vielleicht wirklich als Darth Makhairas Vorhut. Das bedeutete...sie musste eine Sith werden ohne eine Sith zu werden...oder irgendwie sowas. War das überhaupt möglich? Sicher war für Marlis auf jeden Fall, dass sie sowas wie Darth Makhaira mit der Frau gemacht hatte, niemals tun wollte. Eigentlich wollte sie niemals jemanden umbringen, auch wenn ihr Meister ihr bereits gesagt hatte, dass das manchmal unumgänglich war. Aber die Jedi-Prizipien hatten ihr diesbezüglich schon recht gefallen. Nur dann, wenn es keinen anderen Weg gab. Aber würde sie diese Schiene bei den Sith auch fahren können?

"Hast du was gegen Kopfschmerzen? Mein Schädel bringt mich noch um heute."


Fragte sie Lilya, die sie ja auch schon mit Vitaminen versorgt hatte.

"Ich glaub, ich denk zu viel nach..."

Und das seit dem sie zu der Gruppe dazu gekommen war. Als Darth Makhaira ihr freigestellt hatte, zu gehen, war es noch schlimmer geworden. Langsam konnte sie die Lebewesen verstehen, die glücklich unter der unterdrückenden Herrschaft des Imperiums lebten. Sie hatten nicht viel Entscheidungsfreiheiten und mussten sich darum auch nicht so viele Gedanken machen. Verdammt.

Cathar-In der Nähe des Dorfes- In der abgelegenen Hütte im Wald- mit Darth Makhaira und Lilya- Norag beim Schiff
 
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[Cathar | Nähe eines Dorfes | Im Wald auf dem Weg zur Hütte]
Norag und sein Droide
In der Hütte: Darth Makhaira, Marlis und Lilya [NPC]

Schlendern durch den Wald versucht der Zabrak seine Macht immer wieder zu nutzen um seine Umgebung in Bewegung wahr zu nehmen, was ihm deutlich schwerer fällt, da er sich auf zwei Dinge konzentrieren muss. Aber immerhin eine gute Übung solange er eh alleine war.

Nach dem er es ein paar mal gemacht erfolgreich ein paar Meter geschafft hatte, kam er auch wieder an dem Haus an. Er sah zum Haus, es sah total mitgenommen aus, sie müssten es wieder in Ordnung bringen, damit das Haus wieder verschlossen werden konnte. Durch die Tür durch konnte er sehen das seine Meisterin noch auf dem Sofa lag. Wo waren die anderen Damen? Wahrscheinlich immer noch im Haus. Den Blick streifend blieb sein Blick bei der Toten Dame hängen und er erinnerte sich an das knacken und an die Schreie derer. Schnell kopfschüttelnd verbannte er diesen Gedanken schnell wieder. Doch blieb er von anderen Gedanken nicht verschont. Was dachte Lilya gerade über ihn? War sie enttäuscht? Wütend? Er wusste nicht wie er es einschätzen sollte, so wie sie ihn ansah, als er das Lichtschwert von Marlis nutze. Der Zabrak seufzte leise und setzte sich ins Gras und schloss die Augen. Tief Luft holend übte er seine Macht Fähigkeiten weiter auszubauen, solange er noch etwas Energie hatte.

Sein Droide setzte sich neben ihn und ließ ihn machen, der schien selbst noch mit seinem Körper klar zu kommen und mit seinen neuen Funktionen. Daher konnten sich beide auf sich selbst konzentrieren.

Der Zabrak machte die Augen wieder auf und sah ein paar Steine in seiner Nähe an, streckte die Hand nach ihnen aus und lies diese Schweben. Mal zu sich ziehend mal von sich weg drückend. Aber er merkte das nach einer gewissen Reichweite die Steine wieder vielen. Ja er hatte noch eine Menge zu üben. Jedoch nach dem Kampf und nachdem er sein Lichtschwert und seinen Freund aufgebaut hatte, fehlte ihm ja eine gewisse Menge an Energie um es komplett aufrecht zu erhalten.
Dann sah er zum Haus und war sich unsicher ob er hineingehen sollte. Etwas traurig sah er zu Boden und blieb einfach sitzen. Sein Droide merkte seine Traurigkeit und ging zielstrebig ins Haus und in die Küche wo er die beiden Damen antraf die er durch seine Sensoren erfasst hatte und setzte sich in die Tür und piepste auf und wartete auf eine Reaktion.

Norag sah etwas irritiert seinen Droiden hinterher und seufzte, ließ sogar sein Freund ihn jetzt alleine? Super... Dachte er sich und holte sein selbst gebautes Lichtschwert raus uns sah es nachdenklich an. Ob Darth Makhaira damit zufrieden wäre? Und ob es ihr auch passte das er sich für eine Doppelklinge entschied? Alleine in seiner Vergangenheit konnte er besser mit Stäben kämpfen und selbst bei dem Lichtschwert von Marlis merkte er das es für ihn angenehmer gewesen wäre, hätte er quasi eine zweite Klinge gegenüber der ersten.
Dann stand er auf und aktivierte beide Klingen und übte damit richtig umzugehen um nicht im Ernstfall einen Verbündeten oder sich noch Gliedmaßen abzutrennen.

Während er übte mit dem Lichtschwert umzugehen kamen immer wieder Bilder in seinem Kopf hoch die sich um Lilya drehten. Wie sie sich angefreundet hatten und der erste und einzige Kuss den sie hatten. Als dieses Bild in seinem Kopf war hörte er auf zu üben und stand einfach da mit seiner Roten-Doppelklinge und schaute zu Boden. War das vielleicht der erste und letzte Kuss von den beiden? Norag wusste seine Gefühle gegenüber der Lethan, jedoch nicht ob die Twie'lek ebenfalls das Empfand wie er. Den Blick zu Boden gerichtet ließ er die Klingen seines Lichtschwertes wieder einfahren.


[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Norag
In der Hütte: Darth Makhaira, sein Droide, Marlis und Lilya [NPC]
 
Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Marlis und Lilya


Es war richtig. Marlis Worte hatten einen wichtigen Punkt genannt, aber es war nicht ganz das, was Lilya meinte. Sie versuchte es genauer zu umreißen.

“Ich meine eher, dass sie auf eine Gelegenheit gewartet hat, uns anzugreifen. Wahrscheinlich hätte sie uns gesucht, wenn ihre Vorbereitungen abgeschlossen wären. Am Ende sind wir eventuell zu früh hier gewesen und der Angriff war überstürzt durchgeführt worden. Da der Mann, den sie rächen wollte, hier in der Nähe gewohnt hatte… um genau zu sein in dem Dorf, in dem wir einkaufen waren… Ich glaube einfach, dass es ein Angriff war, der überstürzt worden war. Einfach weil sie glaubte, Darth Makhaira sei stark genug geschwächt worden. Was die Tote angeht… Wir sind Sith. Ich glaube kaum, dass die Jedi das so einfach hinnehmen werden. Die wollen lieber belehren als wirklich zu helfen…”


Lilya wusste es selbst noch zu gut. Kein Jedi hatte je was für sie getan, als man mit ihr all die Dinge getan hatte, die man mit Kindern eigentlich nicht machen sollte. Ihr Geist war gebrochen gewesen. Bis ein Sith sie mit nach Bastion genommen hatte. Der Schmerz hatte ihn angelockt. Der alte Zeltron hatte eigentlich nur seine Tochter retten wollen. Er ging mit zwei weiteren Aspirantinnen. Jedi… Sie hasste Jedi. Das war die eigentliche Wahrheit. Einer der Gründe für Lilyas kalten Blick, als sie das Lichtschwert von Marlis gesehen hatte. Eine Jedi. Als ob man Marlis einfach bei den Jedi akzeptieren würde, wenn sie unbeschadet zurückkehrte. Wenn die Jedi schon so ignorant bei dem Leid von Wesen wie Lilya waren, was würden sie dann mit Marlis anfangen? Die würde doch niemals wieder eine normale Jedi werden. Man würde immer hinterfragen, was sie tat.

Die Erklärung von Marlis, wo das Lichtschwert her kam war einfach simpel, jedoch auch ein wenig unbefriedigend. Immerhin antwortete sie scheinbar ehrlich. Da sie Teil des Teams war nickte Lilya ruhig und beließ es dabei. Wahrscheinlich war es so, wenn man jemanden hatte, der einem wichtig war und der dann starb. Man wollte vielleicht nicht wahrhaben was dann passieren konnte. Bis sie Darth Makhaira, nein, Niphira Minora kennengelernt hatte, war Lilya kurz davor gewesen sich in diesem Hass zu verlieren. Bei der Erwähnung, dass Marlis das Lichtschwert dauerhaft hätte verlieren können, wollte Lilya erst widersprechen, doch dieses Szenario war wirklich das realistischste Szenario gewesen. Daher nickte die Lethan weiter nur ruhig und hatte Verständnis für die Bedenken. Bezüglich des Verstauens des Lichtschwertes seufzte Lilya.

“Trag es besser am Körper. Es muss ja nicht offen sein. Zumindest so lange wir unterwegs sind. Technisch betrachtet befinden wir, also Norag, Darth Makhaira und ich uns auf Feindesland. Wenn uns Jedi sehen und du zu ihnen zurück willst, kannst du es leichter so aussehen lassen, als würdest du versuchen, vor uns zu fliehen.”

Marlis empfand es scheinbar ähnlich wie Lilya. Marlis schien sich recht wohl hier zu fühlen. Doch sie hatte Angst vor Lilya und den Anderen? Lilya nippte an ihrem Tee und schaute die ehemalige Padawan an.

“Wir sind relativ ein Unikat unter den Sith. Aber wir sind auch Sith. Wir wollen versuchen, die Sith von innen heraus ein wenig zu verändern. Wir folgen unserer eigenen Auslegung des Sith Kodex zu folgen. Es steht nirgendwo ‘Tod allen Jedi!’ oder ‘sei einfach grausam!’. Unsere Schwächen zu überwinden und damit über uns selbst zu siegen ist für uns eher etwas, das der Kodex aussagt. Was der Sinn dahinter ist. Ich meine… das da draußen… es ist dennoch ein Teil vom Sith sein. Aber am Ende entscheidet jeder im Orden selbst wie weit er geht…”

Als Marlis dann zu dem Punkt kam, dass Darth Makhaira grummelig werden würde, wenn ihr Kämpfe durch die Lappen gehen würden, konnte Marlis nicht anders als laut loszulachen.

“Du schätzt diese Frau falsch ein. Sie liebt kämpfen… Aber ich glaube ich habe dir schon gesagt, dass sie damals als Jünger keine Wache oder Leibwächterin war, oder? Sie hat in der Bibliothek gearbeitet. Ich glaube, sie liebt das Kämpfen, aber sie ist auch nicht fanatisch darin.”


Doch bezüglich des Thema, beide Macht Orden zu vergessen, legte sich Lilyas Stirn in Falten. Auch das sie später zu dem Schluss kam, dass es ja nicht funktionieren würde kratzte sich Lilya am Hinterkopf.

“Ich glaube, das wäre nicht klug. Du solltest zumindest lernen, die Macht halbwegs zu kontrollieren. Man erzählt sich gruselige Geschichten über Gefühlsausbrüche… Es kann schlimmstenfalls Leute treffen, die dir wichtig sind…”

Bei der Frage nach etwas gegen Kopfschmerzen nickte Lilya und holte eine Tablette hervor. Sie legte eine schwache Kopfschmerztablette vor Marlis auf den Tisch und gab ihr eine Tasse mit Wasser.

“Ich glaube auch. Wir sind keine Monster. Auch wenn wir uns manchmal so verhalten. zerdenke nicht alles zu sehr. Am Ende können wir derzeit kaum Einfluss auf etwas nehmen.”

Sie lächelte ein wenig, ehe sie sich wieder setzen wollte. Doch sie blieb stehen und sah etwas in der Tür stehen. Eine Katze? Was zum? Hatten die was übersehen? Ein Späher? War die Frau vorhin nur die Vorhut gewesen?! Lilya warf eines ihrer Messer in die Richtung des katzenhaften Droiden, der schnell weg rannte.

“MIST!”

Lilya stürmte los und verfolgte dem Droiden nach draußen. Das Ding lief auf jemanden zu. Im Dunkeln konnte Lilya die Person erst nicht erkennen. Die niedergeschlagene Körpersprache machte aber leider sehr gut klar, wer da stand.

“Was machst du hier draußen? Wenn du fertig bist, komm doch rein!”

Lilya lächelte dem Zabrak vorsichtig zu.

“Wie lange bist du schon wieder hier? Und du hast ihn also weiter gebaut?”


Sie musste sich ein wenig zurückhalten. Es war ein komisches, ja unangenehmes Gefühl, so vor ihm zu stehen. So kurz bevor er ein Sith sein würde.


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Als Lilya raus rannte, fiel Darth Makhaira vom Sofa, auf dem sie ohnehin nur halb gelegen hatte und schaute verschlafen hoch. Müde schaute sie der Lethan hinterher, die gerade raus rannte. Gähnend stand sie auf und ging in die Reste der Küche, wo sie sich einen Kessel auf die Kochstelle auf setzte und anfing, Wasser für Tee zu kochen. Erst dann bemerkte sie Marlis.

“Hey. Alles klar?”

Die Sith war noch nicht bei 100%, aber deutlich fitter als bei dem Kampf gegen die Frau. Ja, die Frau… Eine letzte Verbindung zu ihren Lehrern. Es war Zeit einen eigenen Weg zu gehen. So nahm Darth Makhaira quasi den Platz ein, den Lilya vorhin noch inne hatte. Sie gähnte einmal und musterte die ehemalige Padawan.




Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Marlis, draußen Lilya und Norag
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- mit Lilya (NPC) und Darth Makhaira (schlafend)

Marlis hatte, bevor sie den Jedi beigetreten war, ihren Heimatplaneten nie verlassen. Eigene Schiffe konnten sich die meisten Lebewesen nicht leisten. Aber die Frau hatte ja auch diverse Droiöen in ihrem Dienst gehabt. Das ein Raumschiff zumindest im Plan , wenn öcht abwegig. Was Lilya dann aber anmerkte, das die Jedi nicht helfen würden, irritierte Marlis.

"Ich hab ja nicht gemeint, dass wir die Jedi rufen. Einfach den Dorf-Sheriff hier. Sowas muss es hier auch geben.Aber dann müssten wir erklären, warum von ihren Knochen nur noch Krümel übrig sind.Und ich glaube, auch Jedi können nicht immer überall bei jedem sein. Einzelnen Individuen helfen sie zwar auch.. wenn sie zufällig eine Ungerechtigkeit bemerken. Aber damit erreichen sie halt nur einen Bruchteil der Personen, die Hilfe brauchen. Ich hatte also grosses,grosses Glück, dass ich meinem Meister vor die Füsse gelaufen bin."


Es war schon ein seltsamer Zufall gewesen. Auch wenn ihr Meister gemeint hatte, dass es keine Zufälle gäbe. Er war überzeugt gewesen, die Macht selbst hätte ihn zu ihr geführt. Aber wenn dem so gewesen war: Was sollte der ganze Rest dann? Nein, es war sicher Zufall gewesen. Ohne höheren Sinn.

" Wir können die Leiche mitnehmen, wenn wir gehen und außerhalb der Atmosphäre aus der Schleuse kippen. Dann gibt's noch ne schöne Sternschnuppe und sie verteilt sich über ein Gebiet, dass man sie bestimmt nicht mehr findet..."


Antwortete Marlis auf Lilyas Idee,die Leiche der Frau verschwinden zu lassen und wunderte sich selbst ein wenig über diesen Vorschlag.

"Hinterlässt auf jeden Fall wenig zum Untersuchen als wenn wir hier jetzt nen Scheiterhaufen auftürmen. Die Flammen oder zumindest der Rauch wär sich bis ins Dorf zu sehen. Von der Asche und der verbrannten Erde mal ganz abgesehen."

Wahrscheinlich hätten sie auch schneller die Feuerwehr hier, als die Leiche bis zu Unidentifizierbarkeit verbrannt wäre. Und darauf würden dann erst recht viele Fragen auf sie zukommen.

Nachdem sie dann erklärt hatte, woher sie das Lichtschwert hatte, merkte Lilya noch an, dass sie die Waffe besser am Körper tragen sollte. Marlis zuckte mit den Schultern.

"Im Moment spielts keine Rolle. Ich kann sie nicht bedienen und von euch braucht sie jetzt dann keiner mehr.Und wenn jemand bei mir nach Waffen suchen würde. Wo würde er eher gucken: Am Gürtel oder im Rucksack? "


Gut im Rucksack bestünde die Gefahr, dass irgendein Taschendieb das Lichtschwert mal in die Finger bekam. So oder so. Eigentlich war beides doof.

"Und wenn wir tatsächlich Jedi begegnen sollten... ich würde sicher nicht so tun, als ob ich vor euch weglaufen würde. Das würde euch nur unberechtigt in Schwierigkeiten bringen. "

Aber wie würde sie reagieren, sollten sie Jedi begegnen? Ja, mit ihrer Einstellung und ihren Überzeugungen sollte sie sich ihnen wieder anschließen. Aber so ganz wohl würde sie sich damit auch nicht mehr fühlen. Wie könnte sie diesen Weg einfach so weiter gehen, wenn ihre neu gewonnenen Freunde ihr als Feinde verkauft wurden? Sie hatte beide Sorten Sith kennengelernt. Jene, die richtig böse waren und diese Truppe hier. Auch wenn die Lethan gerade erklärte, dass Darth Makhaira und ihre Truppe ein Unikat waren: Marlis würde sich bei jedem Sith, dem sie begegnen würde fragen, wie er drauf war. Und das würde wahrscheinlich als Jedi sehr schnell ihren Tod bedeuten. Als Sith müsste sie lediglich auf der Hut ein. Lilya erklärte, dass sie trotz des recht liberalen Auftretens Sith waren und das da draussen dazu gehöre. Marlis runzelte die Stirn.

"Sie einfach nur aufzuspiessen oder ihr den Kopf abzuhacken hätte nicht gereicht? "
Marlis sah den Sinn darin halt nicht. Für sie war das vorgezogene Leichenschändung... nicht mehr und nicht weniger. Nein, sie hätte sich die Mühe nicht gemacht, wenn die Frau sowieso sterben sollte. Es hatte nicht mal feindliche Zuschauer gegeben, die diese Demonstration als Warnung hätten mitnehmen können.
Dann sagte Marlis aber noch etwas, dass Lilya richtig zum Lachen brachte und sie versuchte, Marlis Bild von Darth Makhaira zu korrigieren.Sie sei keine fanatische Kämpferin, die Entzugserscheinungen bekam, wenn sie für eine Weile keine Auseinandersetzungen hatte. Marlis grinste.

"Dafür hat sie aber genug an ihrem Schwert rumgefummelt, als ich sie kennengelernt habe. Das hatte schon so bisschen was fanatisches."

Gut, es war weniger geworden, vor allem seit sie hier waren, was aber auch an Darth Makhairas Zustand liegen konnte. Vielleicht rührte das Fummeln an dem Schwert am Anfang wirklich daher, dass sie noch überlegt hatte, den Exekutionsauftrag doch noch auszuführen. Ein kalter Schauer rauschte ihr über die Haut, wenn sie daran zurück dachte.
Als sie laut darüber nachdachte, beide Machtorden zu verlassen und einfach ein normales Leben als Zivilist zu führen, warnte Lilya sie vor unvorhersehbaren Geschehnissen, wenn sie Gefühlsausbrüche hätte. Jetzt war es Marlis, die lachte.

" Ich bin 20 Jahre alt. Die Zeit von wilden Gefühlsausbrüchen sollte eigentlich seit zumindest 15 Jahren vorbei sein. Und auch wenn ich einigen der diensthabendenen Ärzte manchmal echt hätte an die Kehle springen können, ist nie etwas passiert, das ungewöhnlich wäre. Oder meinst du, das ändert sich jetzt, wo ich von meiner Machtsensitivität weiss? "

Vielleicht, wenn sie jetzt Angst vor genau so einem Ereignis hätte, vielleicht würde es darum geschehen. Sie seufzte. Machtsensitiv zu sein war mehr Fluch als Segen, auch wenn ihr Meister gemeint hatte, das sie sich geehrt fühlen solle, dass die Macht sie auserwählt habe. Nun, bis jetzt gab es ja nicht viel, was ehrenhaft hätte sein können. Die Lethan meinte dann auch, dass sie nicht zu viel nachdenken solle. Auch ein Satz, den sie nicht zum ersten Mal hörte. Nur war die Umsetzung deutlich schwieriger, wenn man jahrelang nichts anderes getan hatte. Plötzlich sprang Lilya jedoch auf und erschreckte damit nicht nur Marlis. Sie stürmte zur Tür und auch Marlis stand urplötzlich, ehe sie hörte, wie Lilyas Stimme doch relativ entspannt mit jemandem sprach. Wahrscheinlich war Norag zurück. Marlis setzte sich wieder hin, nachdem die Sith auch wieder vom Boden aufgestanden war, auf dem sie unfreiwillig gelandet war. Sie stellte sich in die Küche und setzte einen Kessel mit Wasser auf, bevor sie fragte, ob alles ok sei. Marlis nickte und wies auf die Kanne, die Lilya bereits gekocht hatte.
" Es ist noch bisschen Tee da, wenn ihr also möchtet.... aber wie es aussieht, ist Norag schon zurück. Dann brauchen wir vielleicht sowieso mehr. "

Sie musterte die Sith, die deutlich besser aussah als vor ihrem doch recht kurzen Nickerchen.

"Fühlt ihr euch besser?"

Fragte Marlis trotzdem nach. Sicherlich war sie immernoch angeschlagen, genauso wie alle anderen auch. Draussen war es inzwischen stockfinster und das das Haus keine Tür mehr hatte, war beunruhigend. Eigentlich hätte Marlis nichts dagegen, sich für die Nacht in Norags Raumschiff einzuschliessen. Aber die Entscheidung lag nicht bei ihr, also wartete sie erstmal ab, wie es weiter ging und was Norag zu erzählen hatte. Das war ja auch spannend.

Cathar-In der Nähe eines Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- mit Darth Makhaira- Lilya und Norag draussen
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[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Draußen Norag
In der Hütte: Darth Makhaira, sein Droide, Marlis und Lilya [NPC]

Er stand da und schaute er in die Dunkelheit, es war kaum was zu erkennen. Ja gut sie waren auch im Wald, hätte er sich denken können das es hier kaum Licht gab - Schon gar nicht im Dunkeln. Sein Kopf war so überfüllt mit Gedanken... Machte er sich zu viele Gedanken? Womöglich, schon gar wenn seine Prüfung kurz vor ihm stand. Aber trotzdem konnte er nicht über Lilya nachdenken.

Er würde aus seinen Gedanken gerissen, als sein Droide wild piepsend auf ihn zu gerannt und auf seine Schulter sprang. Er reagierte sehr schnell und drehte sich um und aktivierte einer der Klingen seines Lichtschwert, weil er dachte sie würden wieder angegriffen. Doch in dem Rot schimmernden Licht sah er Lilya und seine Mimik wurde wieder freundlicher, aber man merkte eine Unsicherheit in seiner Mimik. Er deaktivierte die Klinge wieder, da doch keine Gefahr drohte. Der Zabrak ging näher zu der Lethan die ihn ansprach.


"Naja wie du wohl gerade gut erkennen konntest bin ich fertig damit."

Norag sah Lilya an und versuchte zu erkennen was in ihr vorging. War es jetzt nur Höflichkeit oder wie waren ihre Worte gemeint? Er blieb sehr nah vor ihr stehen und sah sie an. Ein kleines lächeln auf Norags Lippen bildeten sich als sie den Droiden ansprach.

"Ja, so wie er vorher war könnte er ja nicht bleiben, er war mehr demoliert..."

Ein empörtes Piepen unterbrach den Zabrak und er sah kurz seinen Freund an, der von der Schulter sprang. Dann musste er kurz lachen.

"Entschuldige mein Freund, ich meine das du sehr verletzt warst... Naja und so konnte ich ihn ja nicht lassen oder? Dabei habe ich ein paar nützliche Dinge in den anderen Bauteilen der Droiden gefunden, das seine Funktionen auch erweitert hat. Ich war froh das seine Hauptteile noch intakt waren, die ihn ausmachen als mein Freund..."

Ein zufriedenes pfeifen kam von dem kleinen der auf den Boden neben ihm saß und Norag musste schmunzeln und sah Lilya an. Ein wenig nervös fing er wieder an zu reden.

"Magst du ihn denn? Ich finde so wie er jetzt ist, hat er einen besseren Vorteil sich auch alleine zu bewegen über eine höhere Distanz und auch die Geschwindigkeit ist so auch besser..."

Unsicher kratzte er sich am Hinterkopf und sah sie an. Sein Droide piepste als, ober er Norag etwas gesagt hatte und so schien es auch als der Zabrak etwas verdutzt zu ihm runter sah und unsicher wurde. Doch bevor er antworten konnte ging der Droide zum Haus und lies die beiden alleine.

"Ey warte... Ich... Also... Ähm..."

Damit stand er dann alleine vor Lilya und sah sie an und dachte nach. Sollte er wirklich seine Gefühle ihr offenlegen? So wie sein Freund es ihm sagte? Der kleine Begleiter wusste was in Norag vorging, aber nicht nur er, selbst Darth Makhaira wusste es ja schon längst. Die einzige die es scheinbar noch nicht wussten waren die beiden anderen Damen, Lilya und Marlis. Aber es war nur eine Vermutung denn wenn es schon seine Meisterin wusste konnten sie es doch auch schon wissen oder? Nein, nicht wenn sie nicht so die Macht nutzen wie die Sith. Zumindest hatte sie ja seine Gedanken lesen könnten, die ihn verraten hatten.

Er hängte sein Lichtschwert an den Gürtel und sah wieder zu der Lethan ehe er nervös anfing zu reden.


"Ich ähm... Naja ich glaube ich sollte dir was sagen, bevor der Weg hier weiter geht. Alleine weil ich nicht weiß was noch auf uns zukommt und ich vielleicht im Verlauf des weiteren Weges nicht mehr die Möglichkeit habe es dir zu sagen... Meine Prüfung steht kurz bevor, wo ich nicht mal eine Ahnung habe was für eine Prüfung es wird... Und der Ausgang davon ist auch unklar... Daher habe ich vielleicht jetzt die einzige und letzte Chance... Dir etwas zu sagen..."

Seine Nervosität war nicht zu übersehen, er stockte immer wieder und versuchte die richtigen Worte zu finden, was für ihn nicht leicht war, da es das erste mal war, das er sich einer Person so nahe fühlte. So etwas wie Liebe hatte er nie kennengelernt und daher war er auch so unsicher was dieses Gefühl war. Für ihn war es ein unbekanntes Gefühl, aber ein sehr angenehmes. Er war sehr gerne in der Nähe dieser Twie'lek und würde am liebsten immer bei ihr sein. Sie löste in ihm etwas anderes aus, was keiner sonst auslöste. Der Zabrak jolte tief Luft bevor er wieder anfing zu reden.

"Also ich mag dich... Sehr sogar... Mehr als jemanden anderes... Also ähm... Ich... Ich glaube die Wörter nach denen ich suchen sind... Das ich dich liebe..."

Er war etwas froh das es dunkel war, denn seinen Wangen wurde sehr warm, ein Anzeichen dafür, das er wahrscheinlich gerade noch roter im Gesicht war, als seine normale Hautfarbe eh schon war. Der Zabrak stand sehr nervös da, da er ein wenig Angst hatte auf ihre Antwort... Würde sie es erwidern oder würde sie ihn eher abblocken... Sie hatten sich geküsst... Hatte das was zu heißen? Oder war dieser Kuss ohne Bedeutung?

[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Draußen: Norag und Lilya [NPC]
In der Hütte: Darth Makhaira und
Marlis
 
Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Marlis, draußen Lilya und Norag


Darth Makhaira goss sich einen Tee ein. Anders als beim Kämpfen war sie gerade deutlich lockerer. Es tat ihr einfach gut, ein wenig zur Ruhe gekommen zu sein. Marlis wieß auf den Tee hin und die Sith nickte daraufhin ruhig. Was folgte war ein gähnen und ein müder Blick. ein kurzes Nippen an der Tasse und dann ein lächeln bei der Frage ob es der Sith besser ging.

“Ein wenig verspannt, aber insgesamt geht es mir deutlich besser.”

Darth Makhaira lehnte sich etwas vor und lächelte freundlich.

“Ich hoffe, ich habe dich vorhin nicht zu sehr verunsichert. Das mit der Dame… Aber es war verdient… Es ist eine unschöne Seite am Dasein als Sith… Vielleicht hat auch etwas, das ich versucht habe… nicht so funktioniert wie geplant.”

Es war in der Tat das erste Mal, dass Darth Makhaira versucht hatte, die Technik ihres Meisters anzuwenden. Es hatte leichter ausgesehen, als es wirklich war. Verdammt! Es war ein Fehler gewesen. Manchmal ging es mit ihr durch. Aber immerhin konnte die Sith wieder ihre Aura unterdrücken. Bei dem Gedanken, was ihr Ausbruch bedeuten könnte…

“Wir müssen uns beeilen. Wenn ein Jedi in der Nähe ist… Dieser Ort und noch ein anderer auf diesem Planeten ist ein Ort der dunklen Seite gewesen. In diesem Haus habe ich meine Mutter getötet, nicht allzu weit von hier entfernt habe ich meinen Vater getötet. Ich habe keine Lust von einer Jedi aufgegabelt zu werden. Ich mag meine Freiheit…”

Die Sith schaute Marlis tief in die Augen. Ihr Blick wurde weicher. Wenn sie nicht von der dunklen Seite durchzogen wäre, dann wäre es ein warmer Blick gewesen. Ein Blick wie jener einer alten Freundin.

“Du wirst dich bald entscheiden können. Du kannst mit einem von uns beiden, also mir oder Norag, mitreisen. Alternativ kannst du einen Raumhafen hier in der Nähe aufsuchen. Wenn du Credits brauchst, dann sag Bescheid. Ich will mich in den imperialen Raum zurückziehen. Zumindest nachdem ich mir ein Schiff besorgt habe.”

Es war ein komischer Gedanke. Wahrscheinlich würde die Sith bald alleine weiterziehen. Es wäre einsam… aber vielleicht auch endlich mal ruhig. Ein Schiff, sie alleine… Konnte doch nur gut werden. Ein heißes Bad… Vielleicht auch irgendwo hingehen, wo man sich ein wenig verwöhnen lassen konnte? Auf jeden Fall wollte Darth Makhaira zum ersten Mal, seit sie denken kann, nicht kämpfen. Einfach entspannen. Ja, das täte gut.



__//\\__


Norag war wieder da. Da stand er. Der kleine Droide war auch seiner. Bei der Klinge lächelte die Lethan sanft.

"Es ist ein Lichtschwert. Und es scheint nicht nur eine Attrappe zu sein.”

Lilya gluckste leise bei dem Gedanken, dass jemand versuchen könnte, ihre Meisterin zu täuschen. Was den Droiden aber anging… In der Tat hatte Lilya zum Teil bedenken wegen der Optik des Droiden. Er wirkte… harmloser? Bei den Ausführungen über den Droiden schlich sich Zweifel und Sorge in das Gesicht der Twi'lek. Sie nickte dabei ruhig. Als der Droide dann auch noch ging, war das Ganze irgendwie nicht wirklich besser. Lilya atmete tief durch. Eine Prüfung war nicht leicht. Irgendwie hatte Lilya nicht das Gefühl, dass ihre Herrin es dem Zabrak allzu leicht machen würde. Was wäre, wenn das Ende der Frau sogar kalkuliert gewesen war? Was wäre, wenn dies das Ende war, dass auch Norag bevorstand? Lilyas Blick wanderte zu dem toten Körper. Warum musste er hier liegen? Warum war die Leiche noch hier? Für einen kurzen Moment wandelte sich die Leiche vor Lilyas innerem Auge zu Norag. Erst als der Zabrak anfing zu reden, schaute Lilya den Jungen wieder an. Er war noch ein halbes Kind! Und wie er regelrecht über seine Worte stolperte. Mit jedem Wort musste sich Lilya zusammenreißen, nicht loszulassen. Auch wenn die Worte vom Inhalt her wirklich toll waren. Die Art und Weise, wie Norag diese aber äußerte, hatte schon etwas von einem schlechten Film. Einer schlechten Liebeskomödie. Die letzte Chance, es ihr zu sagen? Hatte Norag noch nichts von Nachrichten per Com gehört? Oder davon, dass er ein Sith würde und damit selbst in den Tempel zieht? Der Abschluss des Gestammels, anders konnte Lilya es nicht beschreiben, war das, was sie schon länger vermutet hatte. Lilya schwieg einen Moment. Es dauerte ein paar Sekunden in denen sie dem Zabrak einfach nur in die Augen schaute und den Kopf schließlich zur Seite legte.

“Ich weiß.”

Kam es über Lilyas Lippen. Sie grinste und drehte sich um. Sie ging ein paar Schritte, blieb dann aber stehen. Es war ein komisches Gefühl. Sie verschränkte ihre Arme und atmete tief durch. Sie schüttelte mit ihrem Kopf. Es war komisch. Eigentlich mochte Lilya keine so weichen Wesen. Alleine weil man im Sith-Tempel nie wusste, wem man so über den Weg lief. Norag war weich. Viel zu weich. Sie selbst war auch nicht mehr so sanft wie noch als Kind. Aber genau das war Norag im Kopf. Ein Kind.Lilya schaute über ihre Schulter und dann wieder zur Hütte. Sie musste wirklich verrückt sein. Sie drehte sich um und sprach ihre Gefühle aus.

“Ich glaube, es geht mir genauso.”

Ja, es war verrückt. Wie sollte man es anders beschreiben?! Liyla würde den Jungen mehr formen müssen. Dieser Junge war weich. Sie nicht! Sie… Erschrocken drehte sie ihren Kopf zu der Hütte. Deswegen also! Deswegen war Darth Makhaira so freundlich gewesen, ihr zu erlauben, mit Norag mit zu gehen. Sie wusste, dass Lilya ihre Ansichten in Vielem teilte.

“Wir sollten deine Herrin nicht länger warten lassen. Ich bin froh, wenn wir hier weg können Norag. Dann sind wir vielleicht auch mal endlich irgendwann unter uns ohne eine Helikopter-Sith, die uns permanent im Auge behält.”

Damit ging Lilya wieder in Richtung der Hütte. Grinsend. Mal schauen, ob Norag den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden hat. Es war interessant, ob er verstand, dass sie ihm auf die Aussage bezüglich der Kommunikation in näherer Zukunft eine klare Aussage gegeben hatte. Vielleicht würde er ja jetzt auch motiviert dafür sein, die Prüfung zu bestehen.



Cathar- Nähe eine Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- Darth Makhaira, Marlis, draußen Lilya und Norag
 
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Cathar-In der Nähe eines Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald-Mit Darth Makhaira, draussen:Lilya und Norag mit seinen Droiden

Die Sith nahm ihr Angebot des bereits gekochten Tees an und meinte, dass sie etwas verspannt seie,es ihr sonst aber besser ging. Marlis schmunzelte.

"Naja, ihr seid ja auch auf dem Sofa zusammengebochen. Da sind Verspannungen zu erwarten."

Die ehemalige Padawan musterte die Sith einen Augenblick lang, ehe sie ihren Mut zusammen nahm, aufstand und hinter sie trat. Sie war keine ausgebildete Masseurin, aber ihre Anatomie-Kenntnisse waren gut genug, um dennoch etwas bewirken zu können.Zumindest hoffte sie das.Sie fing an den Nacken der Sith in Richtung der Schultern auszustreichen, um die Muskeln zu entlasten. Unterdessen erklärte Darth Makhaira ihr Verhalten von vorher und Marlis runzelte die Stirn.

"Jetzt irritiert mich vor allem, dass ihr die Frau noch "Dame" nennt, nachdem ihr ja offensichtlich keinen guten Draht zu ihr hattet. Ich hab vorhin schon mit Lilya das Thema angesprochen. Ich hätte sicherlich einen anderen Weg gewählt, aber das ist eure Sache. Ich hab auch vorgeschlagen, den Angriff zu melden. Schliesslich waren wir definitiv nicht die Aggressoren in diesem Event. Allerdings würde es schwierig werden, den zermatschten Körper draussen zu erklären...wenn wir nicht noch nen Stein drauf legen..."

Die Sith meinte dann, dass sie eh zusehen sollten, dass sie den Planeten hinter sich liessen. Und sie erklärte auch, warum. Marlis runzelte die Stirn.

"Also, mal davon abgesehen, dass ihr hier scheinbar wirklich nen Hang dazu habt, den Boden mit Blut zu düngen und das diese Hütte hier durch den Angriff einiges an Gemütlichkeit eingebüßt hat, denke ich nicht, das HIER Jedi rumwandern. Es sei denn, ihr vermutet, dass man euch eh schon verfolgt. Ich meine: Hier ist nichts. Das kleine Dorf da ist nun nicht grad ein Sammelpunkt für Kriminelle, oder? Mich würde es wundern, wenn wir hier nem Jedi begegnen würden. Aber sonst hätte ich auch nichts dagegen, wenn wir uns ins Schiff zurück ziehen."

Wenn sie tatsächlich noch einen Stein auf die Leiche legen würden, wären sie viele Probleme los. Aber nachdem, was Darth Makhaira ihr über ihre Eltern erzählte, wäre es eh besser, den Planeten nicht mehr zu besuchen. Was die Sith dann sagte, lies Marlis wieder ernster werden. Das Angebot zu gehen stand nach wie vor. Sie presste ihre Lippen zu einer schmalen Linie zusammen.

"Ich möchte nicht zurück zu den Jedi. Ich möchte euch, Norag und Lilya nicht irgendwann feindlich gegenüberstehen müssen. Vor allem nicht mit irgendeinem Auftrag im Nacken, der mich dazu zwingt, euch nachzustellen. Ich hab mir überlegt, ganz auszusteigen und nach Hause zu gehen. Aber Lilya hat mich vor diesem Weg gewarnt-auch wenn in den letzten 20 Jahren nichts außergewöhnliches passiert ist. Also bleibt mir- zur Sicherheit meiner Umgebung- wohl nichts anderes übrig, als bei euch zu bleiben und von euch zu lernen. Auch wenn ich sehr vieles wahrscheinlich nicht gutheissen werde. Und die Chef-Etage eures Ordens wäre auch noch so ein Thema.."

Marlis hörte kurz auf, den oberen Rücken der Sith weich zu kneten.

"Seid ihr dem Imperator schon einmal begegnet?"

fragte sie und versuchte sich vorzustellen, wie sie auf so ein Wesen reagieren würde. Nein, sie würde ihm nicht begegnen wollen. Vor allem nicht mit dem Wissen, wie sehr vor allem nichtmenschliche Völker unter seiner Herrschaft zu leiden hatten. Aber wenn es einen Weg um diese Begegnung herum gab, könnte sie sich durchaus vorstellen, ihren Weg auf der Sith-Laufbahn zu beginnen. Vor allem, wenn sie wirklich IHREN Weg würde gehen können, wie Lilya ihr gesagt hatte. Ein Schritt machen zu besserem Verständnis und weg von Vorurteilen. Sie schmunzelte.

"Ich hab mir überlegt, vielleicht eure Vorhut werden zu können, wenn wir Jedi begegnen. Ihnen erklären, dass ihr als Sith garnicht so übel seid, wie man sich in republikanischen Kreisen erzählt. Das ihr Ehre habt und nicht nur Machtgeil seid wie manche anderen. Wahrscheinlich wäre ich mit meiner Einstellung so ziemlich die schlechteste Sith, die der Orden je gesehen hat, aber ich denke, mit dem Titel könnte ich leben. "

Den Weg der Sith zu gehen wäre so ziemlich das Gegenteil von dem, was sie sich für ihr Leben vorgestellt hatte. Aber Norag, Lilya und Darth Makhaira hatten ihr gezeigt, dass es für Sith durchaus auch einen recht moderaten Lebensstil gab. Marlis würde den halt so gut es ging ausreizen müssen. Und wenn sie gelernt hatte, die Bestie namens Macht in sich zu kontrollieren, würde sie ihren Optionen erneut abwägen müssen. Norag war am Ende seiner Ausbildung und dennoch ein guter Kerl. Seine Position zu erreichen wäre für Marlis durchaus akzeptabel. Sie lachte in sich hinein bei dem Gedanken, eines Tages tatsächlich den Titel "Sith" zu tragen. Ausgerechnet sie, die eher Leid lindern als anrichten wollte.Das wäre ihr ganz persönlicher Insider-Witz.Und wenn sie ehrlich zu sich selbst war, freute sch Marlis darauf. Auch wenn alles ganz anders kommen konnte.

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In der Hütte: Darth Makhaira und
Marlis

Bei der Worten der Lethan schaute der Zabrak auf sein selbst gebautes Lichtschwert und lächelte schief, es schien keine Attrappe zu sein, das waren ihre Worte?

"Attrappe? Hast du so wenig vertrauen in mich, das ich sowas nicht zusammen gebaut bekomme?"

Er schaute sie etwas enttäuscht an. Es schien als hätte die vor ihm stehende Twi'lek nicht das vertrauen in ihm, das er so etwas zusammen bauen konnte und es funktionieren könnte. Er sah in die Dunkelheit und dachte etwas nach. Wendete sich dann aber wieder ihrer Unterhaltung. Und das sie keinen Kommentar abgab, ob der Droide ihr gefalle... Keine Antwort auf seine Fragen, machte die Situation nicht wirklich angenehmer. Jedoch hatte er ja immer noch die Möglichkeit das äußere seines Freundes zu verändern, nur seine neuen Funktionen kannte nur der Zabrak der ihn zusammenbaute. Sonst wusste keiner wozu der kleine nun in der Lage wäre. Er hatte nicht verraten was für neue Fähigkeiten er hatte und was er für mögliche Waffen in ihm einbaute...
Norag verfolgte den Blick von Lilya und schnaupte kurz und ging einen Schritt näher an die Tote Frau und nutze die Macht um den Körper mit genug Erde zu und Laub zu bedecken, das er hier nicht mehr so offensichtlich liegen müsste.


"Auch wenn sie uns angriff... Muss sie dennoch nicht so offensichtlich hier liegen... Zumal es zwei meiner Kameraden nicht so... Gut tut eine Tote Dame hier liegen zu sehen..."

Mit den Worten ging er wieder die eins zwei Schritte zurück zu der Lethan.

Nach seinem Geständnis das er sie liebte und er ihr Herz ausschüttete kam ein einfaches 'Ich weiß' von der Dame vor sich... Ein komisches Gefühl. Einfach nur 'Ich weiß'? War das wirklich alles? Wer wusste denn noch alles davon? Wusste Marlis auch schon bescheid? Wusste ernsthaft jeder schon bescheid von seinen Gefühlen? Norag fühlte sich total dämlich als sie dann auch noch sich etwas entfernte. Empfand sie nicht das selbe wie er? Hatte er sich zu viele Gedanken zu ihrem Kuss gemacht? War das alles nur ein Zufall? War das geplant das er blind der Gruppe folgte? Nein, er hat Darth Makhaira, seine Meisterin früher getroffen als Lilya... Das konnte nicht der Plan sein. Seine Meisterin hat ihm vom Halsband befreit, auch wenn die Durchführung von der Lethan vor ihm kam. Aber der Auftrag kam von der Sith.
Als sie so stumm da stand ballte er die Fäuste und fing noch mal an zu reden.


"Ich weiß... Ich bin nicht stark... Ich bin auch nicht vom Kopf so weit wie ich es sein sollte... Ich bin vom äußerlichen in einem Alter von 20 Jahren... Dennoch wurde mir alles verwehrt, jegliche Art, erwachsen zu werden... Stärker zu werden... Bis ich auf unsere Meisterin getroffen bin... Ich habe noch viel zu lernen aber..."

Er stockte als die Lethan sich wieder zu ihm wandte und sah sie an. Ja er war noch sehr jung vom Kopf her, nicht was sein Äußerliches zeigte, dennoch wollte er sich beweisen und alles in seiner Macht stehende tun, sie und seine Gruppe zu beschützen auch wenn es sein Leben kosten würde. Doch dann schaute er etwas irritiert, das seine Gedanken wieder durcheinander brachte. Was? Sie glaubt ihr geht es genauso? Genauso wie ihm? Die rote Twi'lek hatte tatsächlich Gefühle für den Zabrak? Jedoch drehte sie sich erschrocken den Kopf zur Hütte und Norag senkte den Kopf.

"Sie weiß meine Gefühle gegenüber dir..."

Sagte er leise und etwas ertappt. Ja die Sith konnte seine Gedanken lesen, er hatte sie nicht verbergen können. In dem einen Moment hatte er nicht aufgepasst und war zu sehr in Gedanken, das er nicht darauf achtete, wer neben ihm war. Auch wenn das wahrscheinlich der Sith auch nicht schwer fallen würde, dennoch seine Gedanken zu lesen.

"Beim Training... Kamt ihr zurück und ich sah dich... Ich habe nicht auf meine Gedanken geachtet... Sie hat sie wohl gelesen..."

Der junge Zabrak fühlte sich etwas schuldig und hatte auch Angst das sie da in Gefahr gebracht hatte. Würde seine Meisterin verlangen, Lilya zu töten würde er sich dagegen weigern. Sich dagegen weigern die Frau die er liebte zu töten oder sie in Gefahr zu bringen. Auch wenn es wahrscheinlich sein Ende bedeuten würde. Dies würde er so gut er konnte verhindern, auch wenn er dafür wieder in der Dunkelheit abtauchen müsste um die Lethan zu schützen. Wenn das der einzige Weg wäre ihr Leben zu retten, dann müsste es so sein. Er hatte schon einmal die Angst verspürt sie zu verlieren, als sie schwer verletzt wurde, weil er zu schwach war.
Doch bei ihren Worten musste er dann doch etwas lächeln und folgte ihr in die Hütte.


"Du hast recht, nicht das sie noch sauer wird, weil sie denkt ich hätte meine Aufgabe nicht erfüllt."

Mit den Worten ging der Zabrak mit Lilya in die Hütte und schaute sich kurz als sie drinne waren um. Die Hütte war in einem schlimmeren Zustand als er es gedacht hatte. Er hatte beim Kampf das nicht so wahrgenommen wie jetzt. Sein Droide saß bei seinen Sachen in einer Art Ruhemodus. Er pfliff kurz und der Droide sprang auf und ging zu ihm. Der Zabrak nahm die zerstörte Tür auf und mit Hilfe der neuen Intrumenten des Droiden und ein paar Werkzeugen, reparierte er die Tür, so gut es ging. Als er fertig war testete er sie. Sie ging zumindest schon mal wieder zu und so hatten sie wieder etwas Deckung so das nicht alles, was da draußen so rumschwirrte einfach so eintreten konnte.

Danach ging er in die Küche wo die anderen beiden Damen saßen und... Tee tranken? Und.. Ja das könnte er auch mal gebrauchen, eine Massage, er räusperte sich um seine Gedanken zu sortieren. Oh man sie ruhten sich alle aus und er musste schuften. Naja er hoffte nur auch mal eine Pause zu bekommen. Der Zabrak ging zu der Sith und hielt ihr sein selbst gebautes Lichtschwert hin.


"Mein Aufgabe ist fertig, wie ihr verlangt habt Meisterin."

Mit den Worten wartete er ab was passiert.

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Norag, Lilya [NPC], Darth Makhaira und Marlis
 
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Cathar-In der Nähe eines Dorfes- in der abgelegenen Hütte im Wald- mit Marlis - Lilya und Norag draussen


Er war nicht so weit… er war einfach noch nicht so weit! Was hatte sich Darth Makhaira dabei gedacht, dass sie den Zabrak jetzt schon prüfen wollte? Lilya mochte ihn. Vielleicht sogar mehr als das. Aber er war noch ein Kind! Die Sith konnte nicht ernsthaft glauben, dass der Junge überleben würde! Seine Worte trafen die Lethan daher härter als sie gedacht hätte. Nein. Sie hatte mit sowas gerechnet. Allerdings war es schlimmer, sie dann wirklich zu hören. Der Gehörnte war einfach noch nicht so weit. Vielleicht sollte sie der Sith ihre Sichtweise darlegen. Die Worte des Schülers bestätigten es ihr. Jedoch war da eine Sache bei der Lilya Norag angrinste.

“Sie kann noch keine Gedanken lesen. Du bist nur grauenhaft darin, deine Gedanken zu verstecken. Du warst der einzige, der mich im Bacta Tank besucht hatte. Zumindest in dem Ausmaß.”

Damit kehrten sie in die Hütte zurück. Lilya setzte sich im Wohnzimmer auf ein Sofa, während der Zabrak die Türe reparierte. Lilya selbst ging ihre Ausrüstung durch und seufzte. Es wäre wohl gleich so weit. Norag betrat die Küche. Wahrscheinlich würde bald der interessante Teil von Norags Ausbildung beginnen.




__//\\__



Zusammengebrochen? Darth Makhaira war nicht zusammengebrochen… Sie hat sich hingelegt zum Schlafen…Sie war müde gewesen. Die Sith schüttelte, sachte mit dem Kopf und trank etwas von ihrem Tee und als Marlis hinter sie trat, war sich Darth Makhaira einen Moment nicht sicher, was der Plan der ehemaligen Padawan war. Doch als diese mit dem Massieren anfing, schloss die Sith ihre Augen und merkte, wie gut es ihr tat. Darth Makhaira hörte den Worten der ehemaligen Padawan zu und nickte hier und da.

“Es ist eine Angehörige einer Person, die sehr gut mit meinem Mentor auf diesem Planeten befreundet war. Da ist ein wenig Respekt schon angebracht. Diese Frau hätte niemals aufgehört, von ihrer Rache zu träumen. Irgendwann wäre sie vielleicht erfolgreich gewesen. Dazu… Wir wissen nicht, was sie sich für den Notfall überlegt hatte. Ihr Großvater oder Vater wird ihr seine schmutzigen Tricks beigebracht haben. Sie haben mir damals eine Attrappe von dem Schwert gegeben, das mir wichtig war. Präpariert mit einem Sprengsatz, sodass ich mich beim Ziehen selbst in die Luft gejagt hätte. Für ihre Lehrer war es zu feine Arbeit, wenn ich so darüber nachdenke…”

Es tat gerade so gut. Marlis Worte machten an sich Sinn. Allerdings gab es da den einen oder anderen Haken.

“Innerhalb einer gewissen Zeit starben hier mehrere Jedi und ein Sith. Mich wundert es derzeit eher, dass hier bisher keine Jedi herum liefen. Dazu sind in bestimmter Zeit mehrmals Schiffe gelandet, die bei genauer Prüfung früher oder später dem Imperium zugeordnet werden können. Deswegen nahmen wir auch Norags Frachter für diesen Ausflug. Dessen Kennung und Herkunft hat dieses Problem nicht. Wenn wir mit Norag fertig sind, werden wir allgemein einen Transport brauchen. Ich will da etwas abholen…”

Die Veränderung der Stimmung entging der Sith nicht. Lag es an dem Angebot gehen zu können? Oder war etwas anderes die Ursache. Marlis wollte nicht zu den Jedi zurück? Das war interessant. Lilya hatte also Zweifel in ihr gesät. Eine Sache, die nützlich wäre, wollte die Sith Marlis ausnutzen. Aber derzeit gab es keinen Grund dazu. Die Frage nach dem Imperator war auch interessant. Marlis hörte auf mit dem Massieren und Darth Makhaira seufzte.

“Es kann problematisch werden. Zumindest wenn man dich noch nicht gelehrt hat mit der Macht umzugehen. Da ist erst einmal wichtig festzustellen, wie weit du bist. Kannst du Grundlagen, irgendetwas in der Richtung bedeutet , dass du Kontrolle hast. Ich würde an deiner Stelle noch üben, deine Aura zu unterdrücken. Dann besteht eine geringere Gefahr für dich, irgendwann ins Kreuzfeuer zu geraten. Das wird aber immer passieren können, sobald du empfänglich für die Macht bist. Was den Imperator angeht… Ich habe ihn selbst noch nie getroffen. Ehrlich gesagt… will ich versuchen zumindest von der Macht her, seiner Ebenbürtig zu werden. Dafür brauche ich eigentlich eine Gefolgschaft, die den Sith Kodex nicht dafür nutzt, ihre eigenen mentalen Schwächen und ausschweifenden Sadismus zu rechtfertigen. Mein Meister und ich wollen den Sith-Orden reformieren. Nur dass er verschwunden ist.”

In der Tat war das Verschwinden von Darth Draconis ein Problem. Auf Dauer wäre er ein gutes Bauernopfer geworden und bis dahin eine nützliche Figur auf dem Schlachtfeld. Es fehlte Darth Makhaira einfach an der Eloquenz und Eleganz dabei, sich verbal zu profilieren. Dazu kam, dass sie den Arsch der damals die Parade bekommen hatte, sich noch eine Niederlage verdient hatte. Marlis folgende Worte führten zu einem Lächeln im Gesicht der Sith. Die schlechteste Sith, den der Orden je gesehen hat? Da fallen ihr auf Anhieb mehrere Beispiele ein. Eines war eine arrogante Zicke und das andere ein blauer Fleischklops.

“Dazu müsste der Orden sich erst einmal darauf einigen, was einen guten Sith ausmacht.”

Darth Makhaira lachte ein wenig.

“Frieden ist ein Lüge… es gibt nur Leidenschaft. Diese Zeile lässt alleine Raum für Interpretation. Für mich heißt es, dass ich mich bei den Dingen die mir wichtig sind meiner Leidenschaft hingebe. Durch Leidenschaft erlange ich Stärke… Es ist logisch, dass wenn ich zum Beispiel als Krieger meiner Leidenschaft nachgebe, werde ich stärker trainieren als ich es tun würde, wenn Kämpfen nur ein Mittel zum Zweck ist. Umgekehrt stärkt eine Leidenschaft das Selbstwertgefühl. Wir werden Charakterlich stärker. Durch Stärke erlange ich den Sieg. Im direkten Kampf wird dir Stärke immer helfen, aber auch charakterliche Stärke bedeutet, dass man über sein altes Ich triumphiert und siegreich mit erhobenem Haupt durch die Welt geht. Durch den Sieg zerbreche ich meine Ketten. Der Sieg gibt mir also so gesehen das Selbstbewusstsein und den Mut mich von meinen Fesseln zu lösen. Ich lasse mich nicht von anderen Unterwerfen.”

Darth Makhaira drehte sich nun etwas zu Marlis und ihren Kopf so, dass sich ihre Blicke trafen.

“Sag mir… wo ist da bitteschön die Aussage, ich müsste andere Wesen quälen und foltern? Wo ist der Teil, der mir sagt, ich muss alle Jedi jagen und töten? Die Sith, die deinen Meister getötet haben, die ihn folterten, nahmen ihre eigene Interpretation des Sith Kodex, um ihre Grausamkeit damit zu rechtfertigen. Das ist der Punkt, der für mich einfach absurd ist. Die dunkle Seite ist für mich ein Werkzeug. Jedoch ist sie auch ein zweischneidiges Schwert. Sie ist eine Verführerin. Eine Schlange, die dich vergiftet, sobald du nicht auf der Hut bist. Sie verspricht dir Macht ohne Arbeit. Aber sie blendet dich. Du gehst einen Pakt mit dem Teufel ein, der dich verdirbt, wenn du nicht aufpasst.”

Mit diesem Ausflug in die Gedankenwelt der Sith musste sich Marlis nun erst einmal abfinden. Zum einen weil die Sith nicht wollte, dass ihr Tee kalt wurde, sondern einfach auch damit, dass sich Marlis selbst Gedanken machen konnte. Die Sith musterte die ehemalige Padawan und empfand kurz ein komisches Gefühl. Eine Art Verbundenheit? Irgendwie tat es der Sith gut, dass die junge Frau blieb. Aber warum? Sollte es ihr nicht eigentlich egal sein? Ein Räuspern riss Darth Makhaira aus ihren Gedanken. Vor ihr stand Norag. Er wirkte ein wenig verstimmt. Seine Wortwahl, kurz angebunden, und die Geste mit dem Lichtschwert sprachen eine Sprache. Die Sith nahm sich das Lichtschwert des Zabrak und wandte nicht direkt den Blick von ihm ab. Es waren vielleicht zwei Sekunden, aber es war eindeutig, dass der Sith nicht entgangen war, dass irgendetwas nicht stimmte. Die Sith schaute dann aber das Lichtschwert an, während sie dabei aufstand. Die Arbeit war passabel. Nichts anderes hatte sie von ihrem Schüler erwartet, der ja sehr technikaffin war. Für sein erstes Lichtschwert war es sogar gut. Dennoch… Es war der erste Teil der Prüfung. Der Blick der Sith verfinsterte sich.

“Lachhaft…”

Sie legte das Lichtschwert auf den Tisch und ging zu der Küchentür, wobei sie ihre Stimme erhob.

“Ich habe meine Zeit verschwendet… Wen willst du damit beeindrucken? Deine Spielzeuge? Wenn das alles ist… wird es Zeit, dass ich deine Spielsachen kaputt mache!”

Der Sith war natürlich nicht aufgefallen, dass Norag scheinbar seinen Freund repariert hatte. Nicht nur das. Auch hier hatte er wieder tadellose Arbeit geleistet. Mit der Macht griff sie nach dem kleinen und nahm ihn in ihre Hand während sie die Hütte verließ. Der Kleine schien zu protestieren. Die Sith flüsterte ihm leise zu, sodass Norag es nicht hörte.

“Hey… ganz ruhig. Dir passiert nichts. Versprochen. Ich prüfe deinen Herren. Spiel einfach mit. Ich glaube… das wird lustig!”


Lilya war der Sith nach draußen gefolgt. Sie hatte schon etwas derartiges vermutet, wurde dann auch von der Macht gegriffen. Die Sith drückte nun die Lethan mit der Macht gegen die Wand der Hütte, achtete aber darauf, dass sie keine unnötigen Schmerzen hatte, während sie parallel den Freund von Norag in der Luft schweben ließ.

“Norag! Ich will, dass du eine Wahl triffst… dein Spielzeug… oder die Frau, die du liebst. Wen soll ich für immer aus deinem Leben ausradieren? Du hast mich enttäuscht! Dein Lichtschwert ist mangelhaft! Anstatt dieses Ding zu bauen, hättest du die Arbeit schneller beenden sollen, damit du überhaupt eine Chance hast! Du hast die Prüfung nicht verstanden! Es ging darum, dass du meine Schwäche ausnutzt, um mich zu besiegen! Aber was machst du? Baust du das nächste Spielzeug!”

Damit wäre die Prüfung gestartet. Er würde beweisen müssen, was er drauf hat. In der Tat war die Sith wirklich ein wenig genervt, dass der Junge nicht ihren Anweisungen nachgekommen war. Wie würde er sich entscheiden? Wie würde er reagieren? Was wäre sein Ansatz? Lilya war eine Schwäche, aber auch sein Droiden. Wie ging der Zabrak damit um, wenn man ihm seine Schwächen so klar aufzeigte? Er musste sein Gehirn nutzen. Es stand für ihn so gesehen einiges auf dem Spiel. Sie flehte bei der Macht darum, dass Norag vernünftig gelernt hatte und er wirklich mehr Arbeit in den Droiden gesteckt hatte, als aus ihm ein niedliches Haustier zu machen.




Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- Lilya und Darth Makhaira draußen - Marlis und Norag (noch) drinnen
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- In der Hütte im Wald-Mit Darth Makhaira- Norag und Lilya vor der Hütte

Die Sith erklärte ihr Verhalten gegenüber der Frau, die sie angegriffen hatte und Marlis nickte. Es war also jemand gewesen, der sozusagen zum weiteren Kreis gehört hatte. Sie atmete tief durch. Wenn sie wirklich nie aufgehört hätte, die Sith zu jagen , war ihr Tod wohl frueher oder spaeter unvermeidlich gewesen. Trotzdem suchte Marlis Verstand unötigerweise immernoch nach alternativen Lösungen für diese verzwickte Situation. Als Darth Makhaira allerdings überlegte, dass der feine Sprengsatz wohl die Fähigkeiten der Frau überschritten, hielt Marlis kurz inne.

"Erwartet ihr weitere Angriffe durch Verbündete der Frau?"

fragte sie und knetete die Schultern der Frau weiter. Das war doch bei Organisationen so: Wenn man den Kopf entfernte, rückte ein anderer nach, der vielleicht noch schlimmer war als der erste.

Als die Sith ihre Verwunderung Aussprach, dass hier noch keine Jedi rumliefen, runzelte Marlis die Stirn.

"Wie lang sind die Vorfälle denn her? Vielleicht sind sie schon wieder weg. Ich meine, das hier ist eine republikanische Welt. Wahrscheinlich rechnet man nicht damit, dass hier Sith ein und ausgehen. Zumindest nicht genug, um hier einen Jedi zu stationieren. Es wird ja auch nicht für jeden Mord ein Jedi abgestellt. Und was den Jedi angeht... es ist Berufsrisiko, einem Sith zum Opfer zu fallen. Ich glaub auch nicht,dass man wegen meinem Meister und mir gross was machen wird. Es verschwinden zu viele Jedi spurlos auf Missionen, um jedem Fall nachzugehen."

Marlis fühlte einen kleinen Stich im Herzen bei dem Gedanken, bei den Jedi einfach als "Gefallen" abgestempelt worden zu sein. Aber es war auch utopisch zu glauben, der Jedi-Orden würde jemanden aussenden, nur um eine Padawan zu retten. Zumal man wohl davon ausgehen konnte, dass sie tot war wie ihr Meister auch.

Darth Makhaira erklärte dann, dann es problematisch werden könnte, machtsensitiv und ohne Ausbildung zu sein und fragte, wie weit sie bei den Jedi schon ausgebildet worden war. Ob sie die Grundlagen schon konnte. Marlis lachte mit einer gehörigen Portion Sarkasmus.

"Meine Ausbild bei den Jedi war leider vorbei, bevor irgendwas tolles passieren konnte. Also, mein Meister hat mir von der Philosopie der Jedi erzählt und etwas von der Geschichte. Wir haben zusammen meditiert und ich hab es einmal geschafft, die Macht wahrzunehmen.Also ich weiss,dass sie irgendwo da ist. Aber sonst? Mein Meister hat mir auch gesagt, dass viele Machtsensitive ihr Leben lang nichts von ihrer Gabe erfahren."

Darum setzten sie ja auch Visionäre ein, die solche unwissende Machtsensitive aufzuspuren und von ihrer Sache zu überzeugen. Ihr Meister hatte auch zu dieser Gruppe gehört. Aber seine weise Vorraussicht hatte ihn nicht vor seinem Ende bewahrt. Reichlich ironisch.
Das die Sith ähnlich mächtig wie der Imperator werden wollte, war irgendwie typisch. Wobei für Marlis interessant klang, dass sie den Sith -Orden revolutionieren wollte und gegen den Sadismus war, der wohl von vielen Sith ausgelebt wurde. Marlis verzog das Gesicht. Sie hatte es ja am eigenen Leib erfahren.Wobei sie bei dem Blecheimer nicht unbedingt von Sadismus reden würde. Eher von perfektionierter Gleichgültigkeit gegenüber seiner Opfer. Es war ihm schlicht egal gewesen, was sie empfanden, solang sie lang genug lebten, das er sein Ziel erreichte.

Ihre Aussage darüber, die schlechteste Sith aller Zeiten zu werden, brachte Darth Makhaira zum schmunzeln. Sie erklärte ihre Auslegung des Sith-Kodex und Marlis runzelte nachdenklich die Stirn.

"Beim Frieden kommts wahrscheinlich immer drauf an, wohin man guckt. Bevor wir angegriffen wurden, fand ich den Flecken hier ziemlich friedlich. Aber der Angriff hat gezeigt, dass das nur eine Illusion war. Und so ists wohl ueberall. Man kann fuer sich kurze Moment des Friedens finden. Aber sobald man groesser guckt, und da reicht manchmal schon auf planetarer Ebene, krachts immer irgendwo. Wenn man so drueber nachdenkt, könnte man sagen, dass die Sith diese Tatsache einfach akzeptiert haben, waehrend die Jedi gegen Windmuehlen kaempfen, die sie sowieso nie werden besiegen können."

Auf der anderen Seite wollte sich Marlis keine Galaxie vorstellen, in der die Jedi nicht Feuerwehr spielten . Coruscant wär sonst sicher bald entvölkert und wirklich alles würde in Chaos versinken.

"Leidenschaft.. Ich bin als Rettungssanitaeterin schon ziemlich in meiner Aufgabe aufgegangen. Aber ne leidenschaftliche Ersthelferin klingt fuer mich jetzt nicht grad nach Sith. Das ist bei jemadem mit dem Faible fuers Kaempfen natuerlich was ganz anderes. Ich backe auch noch sehr gern, aber das ist auch nichts passendes. "

Marlis kicherte etwas bei der Vorstellung, ein sithmässiger Bäcker zu werden.

"Aber was ihr sagt, stimmt schon. Wenn man sich in etwas richtig verlieren kann, moechte man sich immer weiter verbessern und sieht darin oft nichtmal wirklich Arbeit, egal wie anstrengend es ist. "

Beim Thema Stärke und dem sprengen von Ketten runzelte Marlis jedoch die Stirn.

"Stärke ist ein sehr relativer Begriff. Vor allem hab ich oft das Gefühl, je stärker jemand physikalisch ist, desto schwächer ist er im Geist. Und ab einem Bizeps-Umfang von mehr als 35cm wirds schon schwierig, den eigenen Namen zu schreiben. "

witzelte und dachte dabei an einige ihrer Patienten, die sie aus irgendwelchen Schlägereien bekommen hatte. Gut, der Alkoholgehalt im Blut spielte auch ne Rolle, aber diese Muskelprotze waren selten sehr intelligent.

"Und welche Ketten wollt ihr sprengen? In meinem Leben gab es nie etwas, was ich als Kette angesehen haette. Passt vielleicht auch zu dem ersten Teil. Wenn man seinen Beruf leidenschaftlich gern macht, dann ist es keine Kette. Auch wenn die Bezahlung durchaus hätte besser sein können. "

Als die Sith sie ansah und fragte, wo in diesem Kodex der Punkt war, an dem man andere Lebewesen töten oder foltern müsse. Marlis brauchte da nicht lange überlegen.

"Wenn ihr sag, das der Teil mit den Ketten bedeutet, sich anderen nicht unterwerfen zu müssen, wahrscheinlich genau da. Nämlich wenn aus dem Versuch, sich nicht unterdrücken zu lassen die Angst wird, jemand könne sich über einen Stellen und man dann an jemanden gerät, der sich verbal nicht einschüchtern lässt. Ihn dann mental oder körperlich zu bedrohen oder ihn zu verletzen um ihn von der Idee abzubringen, die eigene Position anzugreifen, wäre durchaus denkbar und gibt es bestimmt im Sith-Orden. Und wenn das nicht reicht, legt man die Person halt um. "

War es nicht Teil eines funktionierenen Sozialsystems? Das man halt auch mal jenen die Führung überließ, die in einer Situation erfahrener waren? Wie sollte man lernen, wenn man immer "Oben" sein wollte. Und ordneten sich nicht alle Sith irgendwie dem Imperator unter? Aber war der Wunsch der Sith , dem Imperator ebenbürtig zu werden, nicht irgendwie auch verständlich? Würde sie nicht das selbe anstreben, einfach damit der Imperator sie im Ernstfall nicht einfach würde töten können?

Während ihre grauen Zellen die Fragen durchkauten , kam Norag zurück und reparierte erstmal die eingetretene Tür, ehe er der Sith sein Lichtschwert vorlegte. Auf den ersten Blick sah der Zylinder genauso aus wie viele andere Lichtschwerter auch. Darth Makhairas Reaktion allerding, überraschte Marlis total. Als hätte sie eine bipolare Störung, wetterte die Sith plötzlich los. Sie schimpfte über Norags Schwert und nannte seine Ausbildung eine Zeitverschwendung. Verwirrt sah sie Norag an und nahm dann die Teetasse, aus der die Sith gerade noch getrunken hatte. Vorsichtig roch sie daran, aber konnte nichts ungewöhnliches feststellen.Sie nahm den letzten Tropfen in den Mund, aber er schmeckte normal. Sie sah Norag an und schüttelte den Kopf. Das der Sith gerade die Rontos durchgingen, lag nicht an dem Tee. Zur Sicherheit spuckte sie den Tropfen aber dennoch aus und spülte sich den Mund aus. Was war nur in die Sith gefahren? Von draussen donnerte ihre Stimme, dass sie entweder sein Spielzeug oder seine Freundin aus seinem Leben tilgen wollte. Das versetzte nun auch Marlis in Panik und sie rannte hinaus, wo Lilya und der Droide in der Luft hingen.

"Hey, was soll das denn? Lasst sie los!"

rief Marlis und bewegte sich zu Lilya. Ja, der Droide gab auch ängstliche Laute von sich und sein Aussehen konnte durchaus dazu verleiten, ihn als Lebewesen zu sehen. Aber er war ein Droide. Ein Stück Technik.Als solches kam er bei Marlis nicht an erster Stelle. Als sie Lilya erreichte, sah sie sich um. Im Kampf hätte sie gegen Darth Makhaira keine Chance. Aber vielleicht konnte sie mit irgendwas bewerfen, damit sie Lilya los liess. Das Verhalten war absolut unlogisch. Gerade hatten sie sich noch echt vernünftig, ja eigentlich sogar nett miteinander unterhalten und jetzt hielt sie ihre eigene treue Dienerin im Würgegriff. Es musste eine Nachwirkung des Gifts sein, das man ihr verpasst hatte. Da fiel ihr der letzte vergiftete Dolch ein, den die Sith ihr gegeben hatte. Das Gift lähmte nur. Es würde sie nicht umbringen und war sicherlich weniger schädlich als wenn sie der Sith jetzt einen Stein an den Kopf warf, der sie zurück ins Land der Träume schickte.

"Keine Angst, Lilya. Wir holen dich da raus."

sagte sie leise und sah zu Norag. Er musste Darth Makhaira ablenken, damit sie an sie heran kam. Sie wollte die Sith wirklich nicht tot sehen. Vor allem, da sie sich bisher so rational verhalten hatte. Sie schuldete ihr mindestens ein Leben. Und das bedeutete, dass sie ihr jetzt erstmal dazu verhelfen wollte, wieder klar im Kopf zu werden.


Cathar-In der Nähe eines Dorfes-Vor der Hütte im Wald-mit ner verrückten Darth Makhaira und Norag-Lilya und der Droide in der Gewalt der Sith
 
[Cathar | Nähe eines Dorfes | In der Hütte im Wald]
Norag, Lilya [NPC], Darth Makhaira und Marlis

Die Reaktion der Sith war sehr merkwürdig. Er hatte sich Mühe gegeben das Lichtschwert zu bauen und die Sith stellte es als lächerlich hin, die hat nicht einmal ausprobiert ob es funktioniert, sondern hat es sich nur angesehen. Beeindrucken? So gesehen wollte er niemanden beeindrucken, sondern hatte der Zabrak seine Aufgabe erledigt, er sollte sein Lichtschwert bauen! Und niemand hat gesagt das er die restliche Zeit nicht damit verbringen konnte, seinen Begleiter zu reparieren und ihn zu verbessern.
Norag ballte die Fäuste als Darth Makhaira mit den Worten, das sie seine 'Spielzeuge' ja kaputt machen konnte und das sie ihre Zeit verschwendet hätte. Marlis da auch verwundert über ihre Reaktion war sah ihn an. Sie wusste also auch nicht was mit der Sith los war. Marlis schien ihren Tee zu kontrollieren ob irgendein Gift oder ähnliches drin war, aber sie schüttelte den Kopf weil sie wohl nichts ungewöhnliches feststellen konnte.

Plötzlich hörte er die Hilfeschreie seines Freundes und er drehte sich um, Darth Makhaira hatte ihn gepackt mit der Macht und nahm ihn mit nach draußen, er ging einen Schritt nach vorne und überlegte kurz und sah sein Lichtschwert an. Dann nahm er es und ging nach draußen. Vor ihm ging die Lethan raus und wurde sofort mit der Macht gegen die Hauswand gedrückt.


"Was soll das werden wenns fertig ist? Wenn du deine Zeit verschwendet hast, dann verschwendest du sie noch mehr indem ich eine Wahl treffen soll? Und ich denke nicht, das du einen von deinem Gefolge behalten würdest, würdest du ein treues Mitglied einfach töten!"

Dabei deutete er auf Lilya. Ja sie war der Sith treu untergeben, sie tat immer das was ihr befohlen wurde ohne groß Fragen zu stellen.
Der Zabrak versuchte nachzudenken, würde er eine Wahl treffen, wäre das auch keine gute Idee, je nachdem wen er wählen würde, könnte es eh passieren das sie das Gegenteil tun würde, weil er dann seine stärkere Schwäche aufzeigen würde. Er sah kurz zu Lilya die an der Wand hing und selber nicht wusste was los war und Panik hatte. Marlis kam auch dazu und versuchte näher an die Lethan heran zu kommen. Die Worte der menschlichen Frau bestätigten seine Worte zum gewissen Teil. Dann sah er zu seinem Droiden der etwas hilflos versuchte den Boden zu berühren, dennoch war er nicht mehr so aufgebracht wie am Anfang. Was hatte das zu bedeuten? War er einfach darauf konzentriert, das er versuchte irgendwie den Boden unter sich zu berühren? Oder steckte mehr dahinter?

Der Zabrak sah die Sith an und musste dann doch schief lächeln.


"Wenn ich deine Zeit verschwende, warum erledigst du mich nicht einfach und lässt dabei die anderen in Ruhe, vielleicht haben Marlis und Lilya ja mehr potential als ich es scheinbar habe."

Ein kurzer Blick zu Marlis zeigte ihm das sie hoffte das er irgendetwas tat, damit sich diese Situation änderte, so das sie an Lilya herankam und ihr Leben schützen konnte. Ja Lilya war ein Lebewesen und klar bei Marlis an erster Stelle, was er auch verstand. In so einem Fall würde er sich auch eher für sie entscheiden sie zu retten. Dennoch er konnte keine Wahl treffen, da die Sith auch im Extremfall einfach beide auslöschte.

Der Zabrak gab einen Pfiff von sich und der Droide antwortet scheinbar auf der Sprache die nur die beiden verstanden. Und der Bauch des Droiden öffnete sich und es kamen mehrere kleine Kugel aus ihm heraus die sofort einen dichten Rauch von sich gaben, so wurde die Sicht von der Sith schon mal beeinträchtigt, kurz danach öffnete der Droide sein Maul und daraus kamen kleine Blasterschüsse. Der Zabrak hatte die Blasterelemete der Droiden in seinem Freund eingebaut. Für die anderen schien es als würde er verrückt spielen und einfach wild um sich schießen, jedoch wussten Norag und der Droide, das er bewusst an alle vorbei schoss um niemanden zu verletzten.

Norag nutze die Verwirrung und rannte auf die Sith los, da er noch wusste wo sie stand, zudem erweiterte er die Macht, so das er zumindest auf einer gewissen Nähe spüren konnte wo sie genau stand. Er aktivierte kurz eine Seite seines Lichtschwertes und Griff die Arme der Sith an, so das sie die Konzentration mit der Macht zu Lilya und den Droiden verlieren würde. Der Zabrak wusste von den Erzählungen der Sith, das sie auch die Hände als Fokus brauchte und es noch nicht schaffte ohne diesen Fokus etwas mit der Macht zu halten. Er sprang noch mal zurück in den Rauch um nicht erwischt zu werden von ihr und deaktivierte dabei sein Lichtschwert um unerkannt zu bleiben. Zumindest so gut wie möglich. Der Freund von Norag aktivierte ebenfalls seine Sensoren um alles überblicken zu können und gab immer wieder gewisse Piep-Geräusche von sich, so das Norag zusätzlich wusste wo jeder stand und sich aufhielt. Dabei bewegte sich der Droide immer wieder um seine Position nicht zu verraten.
Der Zabrak rannte noch einmal auf die Sith zu und verstärkte seinen Körper mit der Macht so wie er es beim Sprung zum Ast erprobt hatte. Er nutze es dafür, das er sie rammte, so das sie mindestens ins schwanken kommen würde, so das er die Chance nutzen konnte ihr ihre Lichtschwerter abzunehmen, weil würde sie diese einsetzen hätte er sofort verloren. Seine Kampferfahrungen waren noch lange nicht gut genug, wie die von der kampferfahrene Darth Makhaira.

Norag hoffte nur das, solange er Darth Makhaira in Schach hielt, das Marlis, Lilya aus der Situation holen würde.


[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Norag, Lilya [NPC], Darth Makhaira und Marlis
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- Lilya und Darth Makhaira draußen - Marlis und Norag (noch) drinnen

Manchmal musste man selbst zum Bösen werden, das man verabscheute. Jedoch versuchte man stets auf dem Weg weiter zu gehen, den man für sich selbst als richtig empfand. Die Wege der Sith waren da keine Ausnahme gewesen. Diese Prüfung hätte eigentlich ab dem Zeitpunkt vorbei sein können, wo Norag eine Wahl traf. Jedoch mischte sich eine Marlis ein. Es war lästig. Norag ließ sich zudem nicht derart provozieren, wie es sich Darth Makhaira gewünscht hätte. War sie zu nett? War seine Prüfung zu leicht? Kaum merklich wanderte der Blick der Sith zu der Hütte. Der Hütte, wo sie ihre Mutter… Nein! Keine Schwäche! Sie musste ihn vorbereiten! Sie musste den Zabrak mit der Grausamkeit dessen vertraut machen, was ihn erwarten konnte, sobald er im Tempel unterwegs war! Ihre Sorgen wuchsen nur. Die dunkle Seite drang immer tiefer in den Verstand der Sith ein. Nein! Die Prüfung war zu leicht! Viel zu leicht! Er musste selbst diesen Verlust kennenlernen! Langsam glaubte die Sith, ein Pochen wahrzunehmen. Ein ständiger Impuls, welcher regelrecht schmerzhaft wurde. Hier war es gewesen! Hier hatte sie alles verloren! Hier würde Norag alles verlieren! Es war nur gerecht! Nur Fair! SCHWACH! Das war er! Sie war gescheitert! ER… WAR… SCHWACH! Kurz legte sich ein unheilvolles Grinsen auf das Gesicht der Sith. Was zuerst ein Schauspiel war, wurde zu bitterem Ernst! Sie würde Lilya abstrafen! Sie war nur ein nutzloses Werkzeug! Sie war genauso schwach! Zerquetschen sollte man sie. Genau! Zerquetschen wie das Insekt, welches sie war! Doch in dem Moment wo Darth Makhaira im Begriff war genau das zu tun, gerade anfing den Druck auszuüben wurde sie in Rauch gehüllt.

Lilya, welche den Druck kurz gespürt hatte, sackte auf die Knie und fing an zu wimmern. Sie zitterte! Nein, das war nicht die gute Freundin, das war nicht mehr ihre Herrin! Ihr panischer Blick schnellte zu Marlis. Tränen liefen ihre Augen runter.

“Sie verliert ihre Kontrolle! Ich spürte… dass sie… dass sie… Sie wollte mir weh tun...”

Ihr Blick wanderte zittrig zu der Stelle, wo die Sith zuvor die Frau getötet hatte. Sie waren doch Freunde! Was war mit ihr los? Lilya starrte die Rauchwolke an. Sah die Schüsse daraus hervor schnellen. Sie musste Norag helfen! Das war kein Spaß! Das war keine Prüfung! Norag verstand nicht, dass er gerade wirklich gegen die Sith kämpfte!

“Was sollen wir tun?!”

Lilya starrte Marlis an. Sie konnten nicht Fliehen! Bis sie das Schiff erreicht hätten, wären sie tot. Sie mussten zusammenarbeiten! Norag war in dem Rauch verschwunden. Was, wenn er starb? Was, wenn das alles vorbei war? Lilya starrte hilflos auf den Rauch. Beim ersten Mal hatte sie das rote Leuchten seiner Lichtschwerter noch gesehen, aber jetzt? War es vorbei? Lilya kauerte sich zusammen. Es war ein Alptraum. Sie wollte weg! Konnte aber nicht! Sie wollte den jungen Zabrak nicht verlieren! Sie wollte nicht, dass er so endete. Sie konnte nichts tun. Sie war wehrlos gegen die Sith. Sie würden Norag im Weg stehen. Sie war zum Zusehen verdammt.

Die Sith stand in der Rauchwolke. Hustete und bemerkte erst viel zu spät die rote Klinge des Zabrak. Bei dem Versuch selbst zumindest eines ihrer Lichtschwerter zu ziehen war sie viel zu langsam. All die Techniken, die sie beherrschte hatte die Sith an Vibroklingen verfeinert. Ihr Greth hatte ihr alleine beim Ziehen ihres Schwertes gefühlt tausende Varianten gezeigt, wie alleine beim Ziehen ein Angriff geblockt werden konnte. Nicht nur, dass die Sith einen Treffer einstecken musste. Sie verlor ihr erstes Lichtschwert. Das ihrer Mutter war irgendwo vergraben. Blieb nur noch eines… Diese Schmerzen! Diese verdammten Schmerzen ließen sie aufschreien. Wo war dieses Insekt? Da? Sie drehte sich um. Sah noch kurz das Leuchten der roten Klinge, ehe sie von etwas umgerannt wurde. Die Sith lag einfach da. Der und sein verdammtes Spielzeug! Dieser Dreck! Alles in ihrem Kopf pochte. Es drehte sich alles. Langsam drehte sie sich auf den Bauch und sah einen Griff. Sie streckte ihre Hand danach aus. Es musste eines ihrer Lichtschwerter sein! Sicher! Der Junge war Geschichte. Ein selbstzufriedenes Grinsen umspielte die von Hass erfüllte Fratze. Kaum, dass sie den Griff in der Hand hatte, erstarrte sie. Es war kein Lichtschwert? Es traf sie wie ein Schlag. Der Blick der Sith erstarrte. Fast als wäre sie in einer anderen Welt. Vor ihren Augen materialisierte sich jemand. Hockte sich hin. Die Hautfarbe…

“Greth? Du bist tot! Genauso wie meine Mutter!”

Sie grinste weiter, während sie sich hin kniete. Was folgte war eine schallende Ohrfeige. Waren diese Erscheinungen mehr als eine Illusion?

“Hast du alles vergessen, was ich dich lehrte? Nur weil dieser infantile Sithlord versucht hat, deinen Kopf zu waschen?! Selbst dein Schüler hat dich überholt… Streng genommen mag er weniger Erfahrung haben, weniger von dieser ach so tollen Macht haben, aber schau wer hier im Dreck liegt! Tze… Du nerviges Kind! Selbst mein Geschenk hast du vergessen! Ich bin enttäuscht… Ich dachte, du wärst besser…”


War das echt gewesen? Die Gestalt verschwand im Rauch. Es war vielleicht eine Sekunde vergangen. Für die Sith war es aber deutlich mehr gewesen. Was hatte er gemeint? Sie kroch aus dem Rauch heraus. Umklammerte den Schwertgriff mit der abgebrochenen Klinge, als würde ihr Leben davon abhängen. Die Waffe konnte man höchstens als Dolch verwenden. Nur ein paar Zentimeter waren der Klinge geblieben. Während sie mit der Macht nach Norag griff und diesen um stieß, rappelte sie sich auf. Sie hatte Erinnerungen an ihren ersten Lehrer. Bilder im Kopf, wie sie neben ihm gestanden hatte. So oft hat sie diese Person begraben. Versucht weiterzuziehen. Aber sie war keine Sith. Nicht wirklich. Sie konnte nicht loslassen. Sie dachte an Darth Draconis. Die Energie, die er darin verwendet hatte, sie zu verändern. Nein… Sie war keine Sith… Langsam streifte die verletzte Frau die Roben ab. Legte alles ab, was möglich war und sie klar als Sith identifizieren ließ.

“Ich glaube… Ein Schwert hat eine Seele… Ein Schwert, das seinen Benutzer liebt, wird ewig mit diesem reisen…”

Niphira fragte damals, ob sie nicht einfach mit dem Schwert ihres Lehrers kämpfen könnte. Die Antwort war ein Lachen des Mannes gewesen. Die Frau starrte auf das abgebrochene Schwert. Nicht mehr lange und Norag würde angreifen. Wenn ein Schwert eine Seele hatte…

Kaum, dass die Sith wieder stand und sich… auszog? Sie wirkte abwesend, doch Lilya war wütend! Sie war Sauer! Sie hatte extra diese scheiß Beeren gekauft, die ihre Herrin immer so gern gegessen hat als Jüngerin! Diese Frau war nicht mehr ihre Freundin! Niemals! Wenn die Sith Norag tötete, dann würde Lilya ihr das niemals verzeihen! Voller Wut warf Lilya der Sith eine der faustgroßen Beeren an den Kopf. Der Blick der Sith wanderte zu Marlis und der Lethan. Etwas war anders. Also abgesehen davon, dass Darth Makhaira nun lediglich mit dem nötigsten bekleidet da stand. Die Beere rutschte langsam von ihrem Schädel und es wirkte fast, als hätte die Beere Teile der Haare aufgehellt. Es war ein kurzer Blick, ehe Darth Makhaira zu der Stelle ging, wo Norag die Leiche der Frau unter Laub und Dreck versteckt hatte. Es dauerte nicht lange und Darth Makhaira hatte die erste Waffe ihres Lebens in der Hand. Norag musste wieder stehen, oder? Die Sith schaute das alte Schwert an. Immer wenn sie in der Scheiße gesessen hatte war es da gewesen. Sie hatte es nur vergessen. Hatte sich auf ein Schwert gestürzt, um ihren Lehrer, ihren Mentor zu ehren. Doch dieses hier… Es war fast… als würde sie ein entferntes Puzzleteil wieder zurück einsetzen. Sie hatte es zerstört, hatte schlimme Dinge getan, um es loszuwerden, genauso wie sie versucht hatte, sich selbst zu leugnen, hatte sie ihren engsten Vertrauten verleugnet.

“Bitte vergebt mir…”

Langsam wandte sich die Sith Norag zu. Ihr Arm schmerzte. Sie hatte ihre Familie verleugnet und damit auch jene Person, die sich um sie gekümmert hatte. Sie hatte ihre Mutter getötet und damit ihre Blutlinie bei den Jedi zerrissen. Sie hatte genau das getan, was dieser Dreckskerl von einem Erzeuger beabsichtigt hatte. Eine Träne rannte ihre Wange runter. Fast hätte sie ihre Familie getötet. Die dunkle Seite war gefährlich! Sie war zu gefährlich! Sie mussten Jedi finden! Sie musste lernen, sich zu kontrollieren! Wie sollte Darth Makhaira… Nein… wie sollte Niphira jene beschützen, die ihr wichtig waren, wenn sie selbst derzeit die größte Gefahr für ihre Familie war?! Die Sith schloss ihre Augen. Atmete tief durch.

“NOOOORAAAAAG!”

Sie entfesselte einen Machtschrei, dessen Stärke sie selbst überraschte. Die Rauchwolke war wie weggefegt! Ihr Blick traf jenen der des Zabrak.

“Ich will, dass du mich mit allem angreifst, was du hast! Versuch mich zu töten, wenn es sein muss! Ich will, dass du mir alles zeigst, was du gelernt hast! Ich flehe dich an! Reiß dich zusammen und sieh mir einen Feind! Deine Prüfung ist… Darth Makhaira zu besiegen! Ich will, dass sie, dieses Andenken an Darth Draconis, stirbt! Wenn sie nicht stirbt, dann wirst du… und alle, die du liebst, ihr Ende finden… Das will ich nicht!”

Es war angeblich früher Usus gewesen, dass Schüler ihren Meister töten mussten. Wenn ihre Theorie richtig war, dann wäre sie jetzt vermutlich dem jungen Überlegen. Sie hatte nur ein Schwert in der Hand. Sie konnte gerade einen Arm quasi vergessen. Eigentlich waren die Karten nun gemischt und ausgehändigt. Die dunkle Seite hatte sie geblendet. Es fühlte sich an, als würde ihr Lehrer und ihre Mutter an ihrer Seite stehen.

“Unsere Familie war nie stark mit der Macht verbunden. Wir waren nie die besten Krieger und doch hast du uns alle übertroffen. Du hast dich aus den Klauen des Drachen befreit und bist nun frei…”

Die Sith lächelte.

“Danke Mutter… ich hoffe nur unsere Idee führt nicht dazu, dass wir uns im Todwieder sehen…”

Hiteda stand in Form eine Macht Geistes neben ihr Sie waren wieder, nein das erste Mal wirklich vereint. Jedoch war Hitedas Geist vor Norag verborgen.

“Spürst du es nicht mein Kind? In der Luft liegt ein Hauch von Schicksal. Ich bin stolz auf dich. Du bist endlich vernünftig geworden und hast deine Herkunft akzeptiert. Wir stehen das zusammen durch. Befreien wir dich mein Kind.”

Die Sith schloss ihre Augen und nickte. Ihre Ausgangsposition war anders als das, was Marlis und Norag bisher von der Sith gewohnt waren. Es passte zu keiner Lichtschwertform.

Lilya hatte sich nach dem Machtschrei an die Mauer gelehnt. Sie starrte bei den Worten ihrer Herrin eben diese an. Nein. Nicht Herrin. Langsam stand sie auf. Schaute zu Marlis, dann zu Norag, dann zu Darth Makhaira oder war das noch Darth Makhaira? Leise flüsterte Lilya ein;

“Ich glaube… ich glaube…”

Die Lekku der Lethan zuckten leicht. Ein leichtes Lächeln legte sich auf die Lippen der Twi’lek. Sie erinnerte sich an ein paar Dinge, die sie in der Bibliothek einst gelesen hatte. Vielleicht hoffte ihre alte Freundin durch das, was nun kommen würde, wieder zu ihrem alten selbst zu finden. Jetzt gerade stand nicht mehr Darth Makhaira vor Norag. Es war Lilyas alte Freundin. Es war Niphira Minora. Sie legte eine Hand auf die Schulter von Marlis und schaute zu Norag.

“Egal was du tust, Norag! Mach was sie sagt! Du bist nicht der einzige, der gerade geprüft wird!”

Hoffentlich lag die Lethan richtig. Vielleicht… Vielleicht… Ihre Hände zitterten leicht. Lilya schaute zu Niphira. Diese nickte der Lethan knapp zu, ehe diese sich auf Norag fokussierte. Das war anders gewesen. Die Augen. Sie waren nicht mehr so gruselig leuchtend wie am Anfang. Die Augen waren braun… Oder? Was, wenn das wirklich passierte? Was, wenn das nun wirklich gerade wahr wurde?! Sie durften nicht stören! Nicht mehr! Das war zu wichtig! Wenn Niphira gewann, dann würde sie sich von dem Einfluss von Draconis befreien. Was passierte, wenn sie verlor, konnte sich Lilya nicht ausmalen. Es stand nur eines fest. Die Einsätze bei dieser Prüfung waren erheblich gestiegen.



Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag
 
Cathar- In der Nähe eines Dorfes- an der Hütte im Wald- mit Lilya, Darth Makhaira, Norag und seinem Schosshund.

Marlis hielt sich bereit, irgendwas zu tun. Aber was? Was konnte sie gegen einen Machtnutzer ausrichten? Zu ihrem Glück hatte Norag aber eine Idee. Mit Pfiffen wies er seinen Droiden an, Rauchgranaten abzuwerfen, was dieser natürlich ohne zu zögern tat. Von der Sith war kurz darauf nichts mehr zu sehen und auch ihre Dienerin stürzte neben ihr zu Boden. Marlis streckte sofort die Arme aus, um der Sith-Jüngerin aufzuhelfen. Diese weinte und Marlis spürte Wut in sich aufwallen. Vor allem, als Lilya meinte, dass die Sith ihr tatsächlich hatte wehtun wollen.

"Kann man Leute auch am Hals packen ohne ihnen weh zu tun?"


fragte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch. Also sollte das hier Norags Abschlussprüfung werden oder was? Die waren doch total irre, die Sith. Die junge Twi'lek fragte dann, was sie tun sollten. Marlis runzelte die Stirn.

"Ich hätte jetzt abhauen gesagt, aber es fühlt sich nicht richtig an. Darth Makhaira verhält sich absolut unlogisch. Vor 2 Minuten hab ich noch ein echt angenehmes Gespräch mit ihr geführt und jetzt das? Hat sie schon immer so Stimmungsschwankungen gehabt? Wenn nein befürchte ich, dass sie noch immer irgendwelche Drogen im Kreislauf hat, die ihr das Einbrocken. Und wenn dem so ist, kann es echt gefährlich werden. Ich möchte nicht, dass sie Norag tötet- oder umgekehrt. Vor allem nicht, wenn sie nicht ganz Herr ihrer Sinne ist. "

Nur was tun, das war eine gute Frage. Wie um die Handlungsdringlichkeit nochmal zu unterstreichen, schrie die Sith den Namen ihres Schülers und die Macht war damit auch in Bewegung, wie man nur unschwer erkennen konnte, weil die Rauchwolke wie von einem Orkan weggeweht wurde. Dann flehte die Sith ihn an, ihn anzugreifen und Darth Makhaira zu besiegen. Marlis runzelte die Stirn. Warum sprach sie von sich als wäre eine weitere Person anwesend?

"Sie will, dass er diesen Teil von ihr besiegt."

murmelte sie gerade laut genug, dass Lilya sie hören konnte. Das war mehr als irritierend. War sie denn nicht stolz auf ihren Titel? Was lief hier gerade ab? Aber offensichtlich war sie nicht die einzige, die irritiert war. Lilya war es genauso, was ihre zuckenden Lekku und ihre gestammelten Worte bezeugten. Dann jedoch rief sie Norag zu, dass er machen solle, was die Sith gefordert hatte. Der Blick, den die Sith dann ihrer Dienerin zuwarf, erschreckte Marlis. Ihre Augen waren nicht mehr gelb sondern braun.

"Sie hat ihren Schüler ausgebildet, damit dieser sie befreien kann!"

erkannte Marlis und wusste im selben Augenblick, dass sie sich nicht einmischen durfte. Norag war der einzige von ihnen, der die Fähigkeit hatte, seine Meisterin zu befreien. Wie auch immer das aussehen mochte. Das, was Marlis jedoch bedenken musste: Wenn er scheiterte und getötet wurde, würde das Wesen Namens Darth Makhaira vielleicht zu einem Rundumschlag ausholen und alles dem Erdboden gleich machen. Diener oder nicht. Sie sah Lilya an

"Hast du einen Stunner? Nur für den Fall, dass Darth Makhaira siegt? Weil wenn Norag fällt, fallen wir mit. Es wär gut, wenn wir zumindest die Möglichkeit hätten, Darth Makhaira ins Traumland zu schicken, bevor sie soweit kommt. "

Sie wollte die Sith nicht töten. Bei der Macht nicht. Wenn es sein müsste, würde sie sie vor sich selbst schützen. Und bei dem, was sie jetzt gesehen hatte. Würden die Jedi ihr vielleicht helfen können? Sie würde Darth Makhaira nicht nach Coruscant bringen können. Aber vielleicht gab es einen Jedi, der Darth Makhaira befreien konnte. Einen, der zu einem neutralen Treffpunkt kommen würde. Aber dafür musste sie sich sicher sein und das würde erst im Laufe des Kampfes klar werden. Denn auf der anderen Seite konnte das auch einfach zur Prüfung dazu gehören. Könnte das alles ein Schauspiel sein, dass für die Prüfung von Norag aufgeführt wurde? Konnte die Sith willentlich ihre Augenfarbe ändern? Marlis knurrte in sich hinein. So sehr sie es hasste: Sie konnte nur abwarten, beobachten und sich wenn möglich auf den schlimmsten Fall vorbereiten. So gut es ging. Verdammt.


Cathar- In der Nähe eines Dorfes- an der Hütte im Wald- mit Lilya, Darth Makhaira, Norag und seinem Schosshund.
 
[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Norag, Lilya [NPC], Darth Makhaira und Marlis

Norag traf sogar die Sith mit seinem Lichtschwert was er gar nicht für möglich hielt, jedoch merkte er das etwas nicht stimmen konnte, sie ließ sich doch nicht so einfach treffen? Als er seine Machtfühler in ihre Nähe brachte, merkte er wie die Dunkelheit stärker wurde. Das konnte böse enden wenn er jetzt nicht aufpassen würde, er musste vorsichtig sein! Kurz als er etwas Abstand hätte versuchte er mit der Macht Lilya und Marlis zu spüren und es ging ihnen gut. Gut also konnte er sich jetzt voll und ganz auf seine Meisterin fokussieren.

Selbst als er sie anrempelte flog sie hin, was war mit ihr los? Irgendetwas stimmte mit ihr doch nicht! Die Sith war eine sehr gute Kämpferin, sie ließ sich doch nicht von so etwas beeindrucken! Norag hatte die Chance genutzt und hatte ihr ihre Lichtschwerter abgenommen, aber er wurde das Gefühl nicht los das etwas nicht stimmen konnte. Alleine das ihre Aura immer dunkler wurde! Verlor sie die Kontrolle? Verdammt! Was sollte der junge Schüler denn eine ausgebildete Sith schlagen? Komplett ausgebildet und im Kampf fast schon unschlagbar, auch als sie angeschlagen war hatte sie diese Frau einfach ohne größere Probleme besiegt!

Als der Zabrak wieder auf sie zu rennen wollte, wurde er von der Macht gepackt und zurück geschmissen so das er aus der Nebelwolke raus flog in der Richtung wo Marlis und Lilya standen. Er schüttelte sich kurz und sprang sofort wieder auf und versuchte herauszufinden wo sie war, doch das wurde schneller aufgedeckt als ihm lieb war. Darth Makhaira setzte einen sehr starken Machtschrei ein mit seinem Namen. Norag nutzte die Macht und baute sie vor sich auf, so das er auch die beiden Damen beschützen konnte. Jedoch war der Machtschrei so stark das er, beim aufrecht erhalten der Macht auf die Knie ging und leicht vor Anstrengung schrie um es aufrecht zu erhalten, dabei wurde seine Aura auch was dunkler.
Danach musste er erst einmal durchatmen und musste sich mit den Händen abstützen und sah zu ihr, die Rauchwolke war verschwunden, sein Droide piepste panisch, weil er mitten auf dem Feld stand und rannte zu den dreien die am Haus standen. Der kleine schaute zu Darth Makhaira und piespte wohl sehr schimpfend.
Norag sah seine Freund etwas irritiert an.


"Sie wollte dir nichts tun...?"

Sein Freund piepste, so als würde er es bestätigen. Jedoch merkte man dem Zabrak an, das der Droide wohl noch mehr zu sagen hatte, aber Norag schüttelte den Kopf. Jedoch bestätigten die Worte von Lilya, das was der Droide sagte.

"Prüfen... Das ist definitiv keine Prüfung mehr wenn man droht seine Familie auszulöschen! Seine Familie beschützt man! Man bringt sie nicht um! Ihr seit für mich eine Familie, ich hatte bis ich euch traf niemanden gehabt der mich so angenommen wie ich war, ich war für euch nicht irgendeine Trophäe die man einfach besitzen oder verkaufen kann! EINE FAMILIE BESCHÜTZT MAN!"

Seine Worte würden immer lauter und den letzten Satz schrie er und aktivierte nun beide Seiten seines Lichtschwertes und stand nun da mit einer Doppelklinge. Der Zabrak strengte sich an und zog die Macht zu sich um sich zu verstärken, dabei verdunkelte sich jedoch die Aura des jungen Zabraks. Man sah wie die Macht die um Norag kreiste, den Dreck auf den Boden aufwirbelte, so konnten auch die beiden untrainierten sehen das er gerade eine gewisse Menge an Macht bei sich sammelte. Seine Augen fingen dabei leicht an zu leuchten, er war wütend! Ja wütend darauf das seine Meisterin alle umbringen wollte, wenn er es nicht verhinderte!

Mit der gesammelten Wut und Macht rannte er mit der Doppelklinge auf sie zu, ermusste gut überlegen wie er angriff, doch dann pfiff er einmal und der Droide, der noch bei Marlis und Lilya stand öffnete sein Maul und schoss mehrere Salven in Richtung Darth Makhaira mit der Absicht sie wirklich zu treffen. Während dieser Ablenkung versuchte Norag mit seiner Klinge ihr Schwert zu treffen, er musste sie entwaffnen, sonst hatte er wenig Chancen. Was sie ihm sagte, war immer noch das er die Möglichkeit hatte, sie in der Macht zu übertreffen und das musste er nutzen! Er musste dafür sorgen, das sie ihre Stärken nicht nutzen konnte!


[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Norag, Lilya [NPC], Darth Makhaira und Marlis
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag


Es tat weh… warum tat es so weh?! Das erste Mal seit Draconis Weg war, nein, das erste Mal, seit sie ihre Heimat verlassen hat, war es still. Ruhe. Frieden. Diese Stille in ihrem Geist schmerzte regelrecht. Die Dunkelheit, die angeblich so positiv war, zog sich unter psychischen Schmerzen zurück. Es war ein Gefühl, welches Niphira auf die Knie zwang. Norag verstand es nicht. Verstand nicht, was auf dem Spiel stand. Aber darauf konnte sie keine Rücksicht nehmen. Was als Prüfung der Sith Darth Makhaira begann, wurde zu einem Kampf des Überlebens der letzten Minora. Der Letzten ihrer Blutlinie. Ihre Augen schauten dem Zabrak in die Augen. Er war nicht alleine. Eine Familie beschützt man? Niphira schaute dem Zabrak in die Augen. Es war ein trauriger Blick. EIn Blick einer Person, die ihm Recht gab, jedoch auch wusste, dass ihre Niederlage bedeuten würde, dass sie damit einverstanden war. Niphira nutzte die Macht, um die Aura des Sith abtasten zu können. Mehr würde sie nicht nutzen. Entweder Norag würde Niphira besiegen und damit vernichten, oder aber sie würde gewinnen, wodurch Darth Makhaira Geschichte wäre. Sie würde nur das nutzen, was sie als Niphira als richtig empfunden hat. Ironischerweise konnte im Falle einer Niederlage auch einfach der Tod beider Personen eintreten. Die Macht fühlte sich erdrückend an.

“Du bist wirklich stark geworden… Ich wünschte… unsere Wege hätten sich anders gekreuzt…”

Vermutlich würde keine der Anwesenden verstehen, was sie meinte. Wahrscheinlich redete sie wirr. Der Zabrak stürmte los und pfiff dabei. Erhöhte Geschwindigkeit, dazu der Droide. Vermutlich war er auch selbst stärker. Also war er ihr gerade überlegen. Ein paar Schritte Zurück als wäre sie nervös und ihre Klingen kreuzten sich. Mit nur einem gesunden Arm musste Niphira den Rücken ihrer Alten Vibroklinge Quasi auf ihren Unterarm auflegen, sodass sie gezwungen war, quasi mit der Rückhand zu kämpfen. Andernfalls würde ihr die Kraft beim Blocken fehlen. Ihr Blick traf den seinen. Es stand Entschlossenheit darin. Lange konnte sie den Zabrak nicht blocken. Es fehlte die Kraft. Er war einfach durch die Macht um einiges stärker. Sie ließ die Vibroklinge los, tauchte unter die Lichtschwertklinge durch und Rammt dem Zabrak ihre Faust in den Magen, ehe sie mit einer Rolle auf Distanz ging und dabei die Klinge wieder aufnahm.

“Wenn du blind in den Kampf stürmst… wirst du verlieren…”

Sie achtete peinlich genau darauf, dass Norag dem Droiden im Weg stand. Schließlich konnte Niphira nicht einschätzen, wie gefährlich ein Treffer war. Auf Abstand zerriss die junge Frau ein Teil ihrer Roben, um daraus behelfsmäßig eine Art Verband zu improvisieren. Wobei Verband für ein Stück Stoff, welches sie um die Stelle band, wohl ein wenig übertrieben war. Eine Sache war klar. Sie hatte eine Chance. Sie musste gewinnen. Sie musste die Dunkelheit zurückkämpfen. Keine Sekunde ließ die Frau ihren Gegner, den noch Schüler aus den Augen. Er nutzte, was er hatte. Nutzte alles, was er hatte. Der Droide war gut. Nun war interessant, ob er die Kontrolle behielt… Streng genommen… wenn er schon jetzt so klar und offensichtlich angriff, was passierte wohl, wenn sie ihn weiter provozierte? WAs wenn er die Kontrolle verlor. Er würde wohl stärker, schneller, aber auch vorhersehbarer. Er würde wahrscheinlich irgendwann seinen Freund vergessen.

“Ist das alles oder wollen wir hier aufhören?”


Sie durfte es nicht übertreiben. Das Machtpotential war wahrscheinlich größer, als ihres.

‘Du bist nur noch nicht in der Lage deines völlig auszuschöpfen’


Eine viel zu vertraute Stimme hallte durch ihren Kopf. Nicht in der Lage, es völlig auszuschöpfen? Was wollte ihre Mutter nun damit sagen? Sie hatte doch selbst immer gepredigt, wie schwach ihre Familie in der Macht gewesen war. Warum musste ausgerechnet nun so ein Rätsel kommen?

Lilya schaute Marlis bei der Frage mit dem Stunner verlegen an.

“Ich habe keinen… tut mir Leid… Und wenn ich mir den Kampfstil anschaue… weiß ich nicht, wer aus unserer Sicht besser gewinnen sollte… Ich verstehe nicht, was da gerade passiert… nur, dass anstatt meiner Herrin scheinbar meine alte Freundin gerade gegen Norag kämpft… Irgendetwas ist anders… aber halt… Positiv anders… Ich hoffe nur… Norag hat sich im Griff…”

Er betrachtete sie alle als Familie. Das war so klar. Er war stark. Er war entschlossen. Er kämpfte gut. Aber direkte Angriffe? Der Droide war auch keine Hilfe. Das Piepen des Kleinen war wirklich interessant, auch wenn Lilya nichts verstand. Wer musste gewinnen? Wer sollte die Oberhand behalten? Was war richtig oder falsch? Am Ende ging es wohl darum, ob Norag den ganzen Kampf gewinnen würde, bis er am Ende war. Denn die Ausdauer war voraussichtlich bei seiner Gegnerin höher. Es blieb also spannend…

Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag
 
[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Im Kampf: Norag und Darth Makhaira
An der Hütte: Lilya [NPC] und
Marlis

Als die Klingen sich kreuzten sah der Zabrak sie voller Entschlossenheit an diesen Kampf zu gewinnen um seine Familie zu beschützen. Norag hatte zum ersten mal etwas gefunden was er um jeden Preis beschützen wollte. Was ihm wichtig war. Auch wenn es hieß, das er seine Meisterin besiegen musste, aber das war leider der beste Weg um die anderen zu beschützen, er musste einfach gewinnen. Als er merkte das sie etwas nachließ beim blocken, benutzte er die Macht um sie leicht zu Boden zu drücken, doch als die plötzlich die Klinge los ließ, geriet er leicht ins schwanken und bekam einen Schlag in den Magen, sie rollte sich weg und er sah sie an und lachte, es hörte sich schon sehr gruselig an, da man den Zabrak als ein lieben kleinen Jungen kannte, sein Lachen hingegen hörte sich bösartig an.

"Denkst du echt dieser Schlag würde mich jucken?! Ich bin in Gefangenschaft aufgewachsen wo Schmerz mein Alltag war!"

Seine Stimme war dunkel, nicht wie der kleine Junge, den alle Anwesenden kannten, es schien ein komplett anderes Wesen vor Niphira zu stehen. Der Zabrak grinste und packte seinen Freund mit der Macht und warf ihn hinter seiner Gegnerin, so das sie nun zwischen den beiden stand. Der Droide flog hoch genug über die Sith hinweg, so das sie ihn nicht treffen könnte, auch wenn sie es versuchen würde, auf allen vieren kam er auf und schoss wieder auf die menschlichen Frau, achtete aber darauf das er seinen Herren nicht zu sehr unter Beschuss nahm, der Zabrak schien mit Leichtigkeit einfach den paar Blasterschüssen, die an ihm vorbei kamen auszuweichen ohne sich viel zu bewegen. Ein paar davon parierte er und versuchte diese wieder in Richtung der Sith zurück zu lenken, jedoch klappte das noch nicht perfekt und die meisten trafen den Boden. Der Zabrak ging langsam auf sie zu und ließ die Robe fallen um mehr Freiheit bei der Bewegung zu haben, aktivierte danach wieder seine Doppelklinge.

Glaubst du wirklich ich würde aufgeben und meine Familie damit in Gefahr bringen? Ich werde sie beschützen! Ich werde beschützen was mir wichtig ist!"

Damit rannte der Zabrak wieder auf sie zu, deutete einen direkten Angriff an, kurz vor ihr deaktivierte er sein Lichtschwert und rutschte an ihr vorbei und zog ihre Beine weg so das sie zu Boden fiel. Schnell rappelte sich der Zabrak auf und aktivierte sein Lichtschwert und schlug zu, wo sie gerade noch lag, doch traf den Boden, da sie sich wegrollte. Der Blick ihr hinterher und sprang schnell zurück, damit sie ihn nicht treffen konnte. Der Droide bewegte sich so, das er nicht seinen Herren traf sondern weiter auf die Sith feuerte. So hatte sie zwei Fronten auf die sie achten musste.
Die Dunkelheit in ihm wurde immer stärker, er musste sich beherrschen nicht noch mehr davon zu nutzen, das was er zurzeit nutze musste ausreichen, sonst könnte es schnell passieren das er wieder die Kontrolle verliert. Jedoch wusste er, wenn das passierte, konnte er nur noch zusehen was passiert und hatte die Situation nicht mehr im Griff. Jedoch ließ er sich nichts anmerken.
Norag grinste die Sith an.


"Es scheint eher, das ich gerade nicht meine Meisterin vor mir habe, so leicht würdest du dich doch nicht von deinem Schüler schlagen lassen oder?!"

Dieses grinsen war so finster, wie man es von ihm nur aus dem Labor kannte, nicht wie er normalerweise drauf war, für alle beteiligten lag einfach zu viel auf dem Spiel. Sein Blick wanderte kurz zu den beiden Damen an der Hütte und schaute mit den leuchtenden Augen vor allem Lilya direkt an, jedoch ohne seine Gegnerin aus den Augen zu verlieren. Direkt danach sah er wieder genau zu der Sith.

[Cathar | Nähe eines Dorfes | Vor der Hütte im Wald]
Im Kampf: Norag und Darth Makhaira
An der Hütte: Lilya [NPC] und
Marlis
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag


Es war klar. Der Zabrak war ein Sklave. Ein Wesen, welches Schläge gewohnt war.Bei seinen Worten schüttelte Niphira sachte mit dem Kopf und lächelte müde.

“Es war nur eine Warnung. Beim nächsten Mal könnte es nicht meine Faust sein. Eine Klinge könnte dir den Bauch aufschlitzen. Oder kurz… Es war der Hinweis, dass ich jetzt schon das erste Mal einen Weg durch deine Verteidigung gefunden habe…”


Völlig ausgeglichen ging Niphira wieder in einer eher passiven Ausgangsstellung. Sie wollte den Gehörnten nun zuerst kommen lassen. Die Stimme des Zabrak hatte sich verändert. Er zehrte vermutlich von der dunklen Seite der Macht. Der nächste Angriff war wieder vorhersehbar. Der Droide war schon direkt die Botschaft, was er vorhatte. Der Droide sollte sie flankieren. Die Beiden wollten sie in die Zange nehmen. Mit der Macht hätte Niphira den Kleinen aus der Luft heraus pflücken können. Aber das wäre zu einfach gewesen. Das Ausweichen der Blasterschüsse beeindruckte die Frau nicht im Geringsten. Er kannte den Kleinen. Der würde niemals riskieren, dass sein Herr verletzt würde. Nicht durch seine eigenen Waffen. Die Frage war… Würde Norag sich selbst im Ernstfall opfern.

Der Zabrak entkleidete sich. Er war nicht mehr ganz so abgemagert wie noch zu Beginn. Er wirkte gesünder, ja fitter, aber immer noch recht dürr. Gemessen an der Statur ihres Gegners zeichnete sich langsam ab, wie Niphira ihn schlagen konnte. Sie war fitter, ausgeglichener. Kurz; sie würde ihre Kräfte einteilen müssen. Der Junge bewegte sich viel. Sie selbst nutzte nicht im Ansatz die Macht. Alles, was sie tat, beruhte auf Erfahrung, Technik und Beobachtung. Natürlich versuchte der Junge direkt umzusetzen, was Niphira ihm vorgeworfen hatte. Er versuchte ein Manöver enttäuschen, nur um etwas anderes zu versuchen. Es war plump. Nicht schlecht, aber gegen eine erfahrene Kriegerin recht ineffektiv. Der Junge nutzte viel Kraft. Ausladende Bewegungen. Seine Hiebe wurden weniger präzise. Während Niphira mit der Genauigkeit eines feinen Skalpells bewegte, war Norag ein Minenlaser. Die Bordkanone eines antiken Sternenzerstörers. Er setzte viel Kraft ein. Kämpfte sehr auf härte Bedacht. Form 1 war damit unpassend. Genauso Form 2. Er war nicht präzise genug, um einen Duell Stil als erste Form zu nutzen. Für Ataru war er nicht flexibel genug. Er hämmerte mehr, als dass er kämpfte.

Norag war intelligent. Das musste Niphira ihm lassen. Seinen Spruch schien sie regelrecht zu ignorieren. Er versank in der dunklen Seite. Würde er derart abstürzen wie ihr Vater… Norag würde sterben. Bei dem finsteren Lächeln schüttelte Niphira sachte mit dem Kopf.

“Du bist arrogant Norag. Du denkst, du bist im Vorteil… Es gibt aber einen haufen offensichtliche Schwachstellen in deiner Art zu kämpfen…”

Das erste Mal trafen sich ihre Blicke. Ihr entging das Leuchten in seinen Augen nicht. Es war wirklich fast wie damals. Nur war ihr Vater nicht so nett gewesen, auch nur einen vernünftigen Satz mit ihr zu wechseln. Niphira riss ihre improvisierte Bandage vom Arm und war wenig später bei Norags kleinem Freund. Mit dem Stickstoff fixierte sie den Droiden so, dass er seinen Blaster nicht mehr nutzen konnte. Ihr Blick war entspannt, ja fast locker. Sie hielt Norags Droiden in der Hand und tätschelte leicht dessen Kopf.

“Sagen wir so… ich glaube du willst nicht, dass ihm etwas passiert oder? Du willst deine Familie schützen? Wie wenn du deinen engsten Freund so offen an die Front stellst, dass ich ihn jederzeit vernichten könnte? Tu ich aber nicht!”

Die Stimme klang das erste Mal frech. Locker. Nicht so angespannt wie Norag oder die anderen es gewohnt waren. Jurz streckte Niphira dem Zabrak sogar die Zunger raus. Die Frau genoss den Kampf. Aber nicht wie man es vermutet hätte. Sie wirkte viel mehr wie sie selbst. Als würde mit jedem Schlagabtausch eine Kette von ihr gelöst werden. Sie versuchte kaum merklich, den verletzten Arm zu benutzen. Es tat verdammt weh. Jede Bewegung! Aber es half nichts. Einarmig würde sie Norag nicht schlagen können. Die verletzte Hand führte nun die abgebrochene Vibroklinge. Es war keine wirklich effektive Waffe, aber besser als nichts. Die Frau schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Es wurde Zeit diesen Kampf zu beenden. Der Lehrplan stand fest. Die perfekte Form für Norag… Ja, das wäre sie. Für den Anfang. Würde er durchhalten… Den Droiden von Norag stellte Niphira auf den Boden. Er würde ihn holen wollen oder irgendeinen schmutzigen Trick versuchen. Er kannte keine Ehre unter Kriegern. Das würde sie ihn noch lehren müssen. Es half ja nichts. Ohne Vorwarnung sprintete Niphira los. Alles war wie damals. Jetzt würde es sich entscheiden. Nach diesem Zusammenprall würde sich entscheiden, ob sie weiterleben würde, oder… Das war egal. Sie würde nicht verlieren. Die Haselnussbraunen Augen, die Haare durchzogen von weißen Strähnen. All dies waren Details, die Norag nicht bemerkte. Er verstand nicht einmal, dass sie die Macht nicht nutzte. Noch nicht.


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Lilya wollte verzweifeln. Sie würde am liebsten los rennen. Auf der einen Seite stand ihr Freund, auf der anderen Seite ihre Herrin, engste Freundin und dazu noch irgendwie Ex. Die ganze Situation wirkte richtig bizarr. Warum kämpften sie? Beide waren doch auf der gleichen Seite! Doch was sollte sie tun? Ihr Blick wanderte zu Marlis. Dann wieder zum Schauspiel. Beide waren Anders. Beide waren anders. Während Lilya fast erleichtert war, dass ihre Herrin immer mehr zur Vernunft kam, machte ihr Norag langsam Angst. Es schien, als würde er sich wieder verlieren. Doch dann geschah es. Ihre Blicke trafen sich. Das Leuchten. Dieser Ausdruck! Angst kroch in Lilya hoch. Sie schüttelte ein wenig ängstlich den Kopf.

Das war nicht mehr ihr Freund! Dieser Satz war wie in ihr Gesicht gemeißelt! Ihr Blick wanderte zu Niphira. Ihre Lekku zuckten nervös. Die Lippen formten nur ein Wort… “Bitte”... Ein Flehen ihrer besten Freundin gegenüber, dass sie es schnell beendete, bevor noch jemand ernsthaft verletzt wurde. Als Antwort kam ein kaum merkliches Nicken, ehe Niphira los stürmte. Sie wirkte regelrecht langsam. Was war da los? Es war, als würde sie regelrecht in Zeitlupe unterwegs sein. Dass sie die dunkle Seite nicht nutzen wollte, war verständlich, oder? Aber warum nutzte sie nicht wenigstens die Dinge, die eher neutral waren? Sie war doch sonst nie so sparsam mit der Macht umgegangen. War sie vielleicht… erst dann glaubt Lilya zu verstehen, was passieren würde. Es war offensichtlich. Sie würde Norag überrumpeln. Sobald er versuchen würde, seinen Freund zu retten… war er verloren. Blieb er stehen… war er Verloren. Norag befand sich bereits im Schach… Es gab kaum eine Möglichkeit, wie er sich noch befreien und den Kampf drehen konnte. Auch wenn es länger schien, so waren bisher nur wenige vergangen.

Je mehr Lilya die Frau beobachtete, desto mehr grauste sie vor dem, was passieren könnte, wenn die dunkle Seite gewinnen würde. Jedoch wirkte es eher so, als würde eben diese bisher den kürzeren ziehen. Immerhin. Aber bedeutete das nicht…?

“Marlis? Wir sollten wohl eher hoffen, dass Niphira gewinnt… nicht Norag… Er verliert die Beherrschung… und ich glaube… Sie ist gerade die… Rationalere…?”

Vorsichtig versuchte die Lethan, den Blick von der ehemaligen Padawan zu deuten. Was mochte ihr wohl durch den Kopf gehen? Bei Lilya war es recht simpel… Die Twi’lek hoffte einfach auf ein schnelles Ende.



Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag
 
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Im Kampf: Norag und Darth Makhaira
An der Hütte: Lilya und
Marlis

Nach und nach kam es ihm seltsam vor, warum redete die Sith mit ihm als würde sie ihn unterrichten? War das gerade nicht ein Kampf zwischen Leben und Tod? Es wurde immer merkwürdiger, da die Sith mehr wie im Training wirkte als in einem echten Kampf. Obwohl, nicht ganz wie im Training, viel gelassener, nicht so angespannt. Was hatte das alles zu bedeuten was ging hier in diesem Kampf ab?

Dennoch versuchte er weiter gegen sie zu Kämpfen, da es schon gesagt wurde, das das Leben aller auf dem Spiel stand, Norag durfte nicht verlieren! Der nächste Angriff ging eher schief als das seine Idee geklappt hätte, recht einfach fiel es ihrer Gegnerin den Schachzug hervor zu sehen und wicht recht leicht aus und ging wieder auf Abstand. Moment nicht nur auf Abstand, sie ging... Ging auf seinen Freund zu und war schneller als der Droide reagieren könnte. Wild piepsend versuchte der Droide auszuweichen um nicht gepackt zu werden. Der Zabrak streckte die Hand aus um seinen Freund zu packen bevor es die Sith tat, doch bevor er die Macht zu ihm aufbauen konnte, war es schon zu spät. Sie hatte den Droiden in der Hand, dabei nach er die Hand runter und ballte diese zur Faust.

Doch als der Zabrak gerade was unternehmen wollte, fing Niphira an zu reden, sie wirkte locker, frech und irgendwie so entspannt. War das wirklich die Sith die den jungen Schüler ausgebildet hatte? Oder wer stand da vor ihm? Selbst das rausstrecken der Zunge war ihm sehr fremd, sonst tat sie das nie, sie war nie so 'verspielt-frech' meistens eher angespannt, vorsichtig mit dem was sie sagte oder tat. Es kam einen vor, als würde dort eine komplett andere Person stehen als die Sith die der gehörnte kennen gelernt hatte.


Durch den recht ruhigen Moment konnte Norag zu Lilya schauen, doch was er da sah, erschütterte ihn innerlich. Die Lethan schien Angst zu haben vor... Ihm? Als sich ihre Blicke trafen schaute sie ängstlich ihn an, ihre Lekku zuckten und so wie Norag das mitbekommen habe, was das keine gewöhnliche Bewegung eben dieser, sie bewegten sich im Normalfall recht wenig nur wenn sie ihren Kopf bewegte, aber schon gar nicht so zuckend. Die dunkle Seite in ihm scheint ihn übermannen zu wollen! War das wie damals nur das es gefühlt, langsamer ging, das die Dunkle Seite ihn zu sich zog?

Der Zabrak ließ den Blick ab von der Twie'lek und sah wieder zu der Sith die noch ihm gegenüber stand mit seinem Doriden in der Hand. Diese stellte ihn auf den Boden und erst jetzt bemerkte er die weißen Stränen in ihren Haaren. Ebenfalls, war das Leuchten in ihren Augen - Was schon normal war bei ihr - weg war.
Nein er durfte nicht weitermachen! Er durfte nicht von der dunklen Seite übermannt werden! Norag deaktivierte seine Lichtschwerter eher unfreiwillig und ging auf die Knie, das Lichtschwert glitt ihm aus der Hand und er packte sich mit beiden Händen an den Kopf, es schien von außen, als würde er vor Schmerzen zusammenbrechen.
Innerlich kämpfte er gegen diese dunkle Seite an, sie durfte nicht die Kontrolle bekommen, weil sonst waren alle in Gefahr, selbst Marlis und Lilya! Es wäre fast schon mal passiert, hätte er seinen Freunde was angetan, zum Glück ging das im Labor noch gut und er stürmte eben nicht auf Marlis zu als sie ihn beworfen hatte mit... Irgendwas... Was auch immer!

Norag kniete da auf dem Boden und kämpfte weiter dagegen an, das die dunkle Seite nicht die Kontrolle an sich riss, von außen, für die, die die Macht nicht bewusst wahrnehmen könnten, war es wie vorhin, es wirbelte der Dreck auf dem Boden um Norag herum, als würde er wieder neue Macht um sich herum aufbauen. Jedoch könnte die Sith bemerken, was gerade bei ihm los war, das er eher darum kämpfte, das diese dunkle Macht nicht an ihm herankam, man merkte richtig wie er dagegen ankämpfte, nicht wieder so abzustürzen wie es im Labor geschah.
Doch dann wie aus dem nicht, schrie der junge Zabrak los als würde er auf etwas oder jemanden Antworten.


"NEIN! Ich will das nicht! Lass mich in Ruhe!"

Seine Stimme klang nicht mehr so verzerrt wie am Anfang, man merkte wie seine normale, gewohnte Tonlage herauskam. Selbst an seiner Tonlage konnte man sehr stark merken, das er gegen irgendetwas kämpfte.

"Du sollst verschwinden! Du ruinierst nur alles!"

Kam es noch mal aus ihm raus ehe er verzweifelt zu Lilya sah und erst dann bemerkte, wie die Sith auf ihn zugestürmt kam. Egal was er jetzt tun würde es wäre vorbei... Würde er nicht mehr gegen die Macht ankämpfen, könnte es passieren, das alle anderen darunter leiden... Oder Niphira würde ihn besiegen und damit war das Leben der anderen ebenfalls besiegelt. Es war vorbei... Er hatte verloren... Was hatte er auf erwartet? Er war unerfahren im Kampf, keinerlei Erfahrungen, gegen einer erfahrenen Sith und dazu noch gut ausgebildet im Kampf... Das war wohl das Ende...
In seinen Augen könnte man Verzweiflung erkennen und gleichzeitig den Kampf zwischen ihm und der dunklen Seite der Macht die ihn haben und verzehren wollte. Ein letzter Blick zu der Lethan zeigten allen beteiligten das er stumm um Hilfe schrie, es kam nur ein ganz leises
"Hilf mir" aus ihm heraus bevor die Sith bei ihm annkam.

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Im Kampf: Norag und Darth Makhaira
An der Hütte: Lilya und
Marlis
 
Cathar-In der Nähe eines Dorfes- an abgelegenen Hütte im Wald- draußen- Lilya, Darth Makhaira, Marlis und Norag


Sie lief los. Würde sie sterben? Das war egal. Sie musste es wissen. Musste wissen, ob sie stark genug war. Verdammt! Keine Gnade! Das war zu wichtig. Mit jedem Schritt wurde sie schneller. Sie nutzte nicht im Ansatz die Macht und war dafür nun doch erstaunlich schnell. Der Zabrak bewegte sich. Gut. Er sackte zusammen? Warte… Warum ging er auf die Knie? Nein! Warum jetzt? Warum hier?! Wieso? Niphira taumelte. Nein. Nicht jetzt! Warum Norag? Warum?! Das war ihr einziger Gedanke. Sie klammerte sich an die Freude, das, was sie fühlte. Langsam ging auch von ihr eine ähnliche Aura wie jene von Norag aus. Sie schrie vor Schmerz. Schrie vor Leid! Schrie alles raus, was in ihr vorging. Ein Schrei entwich ihrer Kehle, welcher von Leid erfüllt war. Die Freude, die sie während des Kampfes verspürt hatte, war verschwunden.. All dies brach mit dem Schrei nach draußen. Ihr ganzer Körper verkrampfte. Alles zusammen war zu viel. Sie musste hier weg. Aber Norag? Langsam, schwer keuchend schritt sie auf Norag zu. Langsam wie eine Marionette bewegte sich die Frau. Den Kopf gesenkt. Packte den Zabrak mit der Macht. Sie hörte das Flehen nach Hilfe.

“Vergib mir…”

Damit schleuderte sie den Jungen gegen einen Baum. Er würde zumindest benommen sein. Die Macht würde zum Ruhen kommen. Doch sie? Keine der anwesenden Personen wäre ihr gewachsen. Tränen liefen ihre Wangen runter. Wieder schrie sie. Wieder ging ein Impuls der Macht von ihr aus. Diesmal stärker. Die Muskeln angespannt. Abermals ein keuchen. Langsam drehte sich die Frau zu Marlis und Lilya.

“Folgt mir nicht… Bitte…”

Damit wandte sie sich ab. Ging in den Wald. Sie wusste wo sie hin wollte. Wusste, wo ihr weg sie nun hinführen würde. Auf dem Weg zu den Bäumen sammelte die Frau die abgebrochene Klinge ihres Lehrers auf. Sie wankte nur noch. Versuchte, sich zusammen zu reißen. Zumindest so lange, bis die anderen nicht mehr in einem spürbaren Umkreis waren. Norag hatte versagt. Sie hat versagt. Sie hatte ihn nicht ausreichend ausgebildet. Sie war nicht für ihn da gewesen. Dieser Schmerz. Sie versagte. Keine Schüler mehr. Er brauchte einen besseren Meister. Brauchte jemand, der in der Lage war, seine Kontrolle zu festigen. Wie sollte sie das schaffen? Wie sollte Sie jemanden unterrichten, wenn ihr nicht klar war, was sie tun konnte? Immer tiefer irrte Niphira in den Wald. Spürte wie immer mehr der wilden Tiere vom Geruch ihres Blutes angelockt wurden. Sie erreichte einen Punkt, an dem man sie wohl kaum finden würde. Sie musste zurück an jenen Ort. Dort wo ihr Vater starb. Sie musste wissen, wer sie war. Warum konnte sie nicht einfach wie die anderen Sith sein?

Der Schmerz. Körperlich. Seelisch. Er lastete schwer. Die dunkle Seite wollte zurück an ihren Platz. Zurück an jenen Ort, in ihrem Geist. Es fühlte sich an wie ertrinken ohne den Segen der Bewusstlosigkeit. Der Junge war zu stark für sie in der Macht. Warum war sie so schwach? Warum?! Sie wollte stärker werden. Wollte ein Vorbild sein! Wollte den Orden verändern! Wo war ihr ach so toller Meister nun? Wo war Darth Draconis?! Wo waren seine Versprechen?! WO?! Er hatte sie einfach verlassen! Verlassen ohne Führung, welche sie nun so dringend brauchte! Seinen Rat. Seine Weisheit! Es war einfach gewesen sowas zu versprechen! Er hatte immer allwissend getan. Am Ende war auch sie nur ein Spielzeug für seinen Sadismus gewesen. Es würde dauern. Sie war keine Sith. Nein. Sie war zu weich. Zu nachgiebig. Keine Führungsperson. Sie hatte nicht den Hass der anderen Sith. Ihr fehlte der Blutdurst. Aus einem Gebüsch sprang eines jener insektenähnlichen Viecher, welche Cathar und seine Einwohner so gerne heimsuchten. Es war ein riesiges Vieh. So würde es wohl zu Ende gehen. Es war wohl vorbei für sie. Lächerlich. Warum hatte sie sich überhaupt den Sith angeschlossen? Macht? Nein. Wissen? Niemals. Sie wollte kämpfen. Der Kiltik Sprang auf sie zu. Niphira tauchte ab und zerschnitt den deutlich schwächer Geschützten Bauch. Die Innereien des Wesens regneten auf sie hinab. Nur eines dieser Viecher? Die nächsten Kiltik waren sicherlich nicht weit. Sie musste weiter. Der verbrannte Baum. Jener, in dem sie damals gestorben war. Jener Baum, in dem sie damals ihren Vater getötet und ihren Meister das letzte Mal gesehen hatte. Das war ihr Ziel. Sie wollte Antworten. Jetzt! Es dauerte nicht lange und der nächste Kiltik sprang auf sie zu. Wahrscheinlich wäre es ein langer, sehr langer Weg.Entweder sie starb… Oder schaffte es wirklich da hin. Scheinbar versuchte Cathar gerade alles um sie aufzuhalten. Sie dazu zu bewegen die Macht zu nutzen. SIch selbst aufzugeben. Sie wollte nicht. Sie wollte doch leben!

Immer wieder wehrte sie die wilden Viecher ab. Schrie vor Schmerzen. Nein! Sie wollte nicht aufgeben! Warum hatte sie ihre Mutter töten müssen? Warum war sie nicht von den Sith abgehauen, als sie es noch gekonnt hatte. Warum war sie nicht hierher zurückgekehrt, als es noch eine Chance gab, alles gerade zu biegen? Warum hat sie nicht einfach aufgehört, als sie noch eine Mutter hatte? Als sie noch jemanden hatte, der scheinbar wirklich für sie da gewesen wäre?! Es wurde immer schlimmer. Die Kiltik wurden immer mehr. Genauso diese Gedanken. Ihr Schädel schmerzte. Die dunkle Seite flüsterte ihr Dinge zu. Süße Dinge. Versprechungen. Nein! Nicht nachgeben! Sie wollte nicht! Sie durfte einfach nicht zulassen, dass die dunkle Seite die Kontrolle übernahm. Die Lage war aussichtslos. Es wäre leicht, mit der Hilfe der dunklen Seite hier nun alles den Erdboden gleich zu machen. Aber was würde sich ändern? Nichts! Sie ging nur wieder den leichteren Weg. Sie würde wieder blind und hörig wie eine Sklavin den Versuchungen nachgeben. Ohne die dunkle Seite war sie zu schwach. Sie fühlte sich wie damals als Jüngerin.

Eine Klaue riss ihr die Seite auf. Der Schmerz. Er fühlte sich schrecklich an. Sie verlor Blut. Die Benommenheit und die Tränen verzerrten immer mehr ihre Wahrnehmung. Vor ihr standen nicht mehr diese Viecher, diese Monster. Nein. Sie wirkten vermehrt wie verzerrte Darstellungen ihrer Vergangenheit. All jene, die sie eigentlich schon immer gehasst hatte. Alle Wesen, die irgendwie für ihre Fehlentscheidungen standen. Es war, als stünde Darth Draconis vor ihr. Schatten. Jünger, die sie damals fertig gemacht hatten. Die Zombies aus den Katakomben des Tempels. Es waren zu viele. Langsam sackte Niphira auf die Knie. Sie war alleine. Sie hatte versagt. War am Ende. Ihr Körper wollte nicht mehr. Warum? Warum das Alles? Was war der Sinn dahinter… langsam taumelte Niphira weiter. Bis zu einem Baum und stützte sich an diesem ab. Das erste Mal entschied sie sich bewusst dafür, ihre Emotionen nicht länger bewusst zu unterdrücken. Sie weinte. Rutschte den Baum runter. Sie war alleine. Sie würde hier sterben. Einsam. Wie es sich für jemanden wie sie gehörte. Ihr Blick war gen Himmel gerichtet. Sie hatte nicht einmal den scheiß Baum erreicht. Die Sterne, welche langsam dem Tag wichen, waren so schön. Wie lange hatte sie nicht mehr in den Himmel geschaut? Geträumt. Gelacht von ganzem Herzen. Eigentlich musste sie Norag dankbar sein. Sie hatte zumindest kurz wieder gefühlt. Der Junge. Er würde besser einen Jedi finden, der ihn ausbildete. Sie wäre wohl bald nicht mehr da. Die Schatten ihrer Vergangenheit kamen langsam immer näher, aber trauten sich nicht an sie ran. Alles, was Niphira noch hatte, war ihr altes Schwert.

Was würde sie zurücklassen? Einen befreiten Zabrak? Eine Lethan, die selbstbewusster geworden war und eine Padawan, die vielleicht gelernt hatte nicht nur in Schwarz und Weiß zu denken.

“Eigentlich nicht schlecht für eine Versagerin oder… Greth?”

Man hatte ihr alles genommen. Ihre Waffen, ihre Persönlichkeit, ihren Willen. Sie sollte doch laut den Lehren der Sith frei sein. Doch alles was sie dort bekommen hatte waren nur mehr Ketten gewesen. Es zuckten Bilder vor ihrer Vergangenheit auf. Sie, wie sie trainierte, mit Greth. Wie sie versuchte, ihre Mutter zu beschützen. Die Szene in der sie eben jene Frau selbst töten musste. Warum hatte sie sich nicht mit ihr zusammengetan? Warum hatte sie so viel Angst vor Darth Draconis gehabt. Würde ihr ihre Mutter jemals vergeben? Warum? Gab es nicht eine Chance? Konnte sie nicht irgendwie versuchen, all das ungeschehen zu machen? Warum konnte sie sich nicht selbst opfern, um ihre Taten ungeschehen zu machen? Gab es einen Weg?

Lebe…

War da nicht ein einziger Weg! Irgendeine Möglichkeit all das zu retten, was sie gewesen war? Cathar war verseucht durch die Dunkelheit. Dunkelheit, die sie erzeugt hatte! Sie musste doch etwas tun können. Wie sollte sie das ungeschehen machen? Gab es keinen Weg?

Lebe…

Niphira verzweifelte. Immer mehr Abbilder ihrer Vergangenheit versammelten sich um sie. Und sie? Sie war alleine. Norag hatte aufgegeben. Ihre Befreiung war damit gescheitert. Sie hatte zu viel von ihm verlangt, oder? Aber wie sollte der Junge so überleben? Hoffentlich floh er. Er war zu gut für die Sith. Er war schon fast süß, wie er mit dem Droiden umging. Sie wünschte sich Führung. Wünschte sich Hoffnung. Die Erlaubnis, wieder sie selbst sein zu dürfen. Norag… Lilya würde sich um ihn kümmern… Langsam schloss Niphira ihre Augen. Sah Auren. Wesen in der Macht? SIe wusste es nicht. Inzwischen hatte sie wahrscheinlich einfach zu viel Blut verloren. Sie würde es nicht schaffen. Was konnte sie tun? Was sollte sie tun? Wie konnte man diesen Jungen auf all das vorbereiten?

LEBE!

Als Niphira ihre Augen öffnete, war sie von Dunkelheit umgeben. Wo war sie? Vor entstand Licht. Eine rote Klinge. Ein Lichtschwert. Sie starrte sich selbst in die Augen. Ein vor Wut entstelltes Gesicht.

“Du bist schwach! Du bist eine Schande für unseren Herren!”

Niphira starrte die Schwarzhaarige Sith an.

“Darth Makhaira…”

Es war ein leises Flüstern, welches Niphira über die Lippen kam. Die andere stürmte los. Kämpfte mit einer Doppelklinge. Sie war schnell. Verfügte über schier unerschöpfliche Macht. Eine große Geschwindigkeit. Niphira wurde immer weiter zurückgedrängt. Wie es immer gewesen war, seit sie im Tempel der Sith angekommen war. Sie war immer schwach gewesen. Alleine. Da war niemand. Nur hin und wieder hatte sie dieser Person widerstehen können.

“Und wieder kannst du nur rennen! Du bist so Schwach. Armseelig. Unser Meister hat sich für MICH entschieden. Er hat immer dafür gesorgt, dass du Schwächling nicht in der Lage sein wirst, mich zu unterdrücken. ICH bin, was uns stark macht!”

Niphira verzweifelte. Bis sie stolperte und hinfiel. Sie hörte den Schrei Darth Makhairas. Dann das Kreuzen von Klingen. Vor ihr stand ER! Greth? Er lebte? Nein er war Tod oder? Aber warum war er hier?

“Sag mir Niphira… wann stirbt ein Lebewesen? Wenn er von einer Klinge durchbohrt wird? Wenn sein Herz aufhört zu schlagen? Nein, mein Kind. Nicht einmal, wenn seine Schülerin ihm den Kopf abgetrennt hat…”

Er schaute über seine Schulter und schenkte ihr ein Lächeln. Ein breites Grinsen, welches so frech, so natürlich wirkte.

“Ein Lebewesen stirbt erst, wenn es vergessen wird! Ich liebe dich, mein Kind…”

Niphira sah, wie Greth verblasste. Sie hatte nun den Griff ihres Schwertes in der Hand. Was sollte sie mit einem Griff? Was bringt ihr der Griff? Panisch rollte sie zur Seite und konnte gerade noch dem Hieb Darth Makhairas entgehen. Die Klinge grub sich nur knapp neben ihr in den Boden.

“Es ändert nichts Niphira. Du bist zu schwach! Du wirst niemals in der Lage sein mich zu besiegen! Ich habe dich zu lange geduldet. Als Kind. Alles danach? Es war absurd! Ich dachte, du bist ein Haustier, aber langsam wirst du mir lästig! Glaub nicht, dass du eine Chance hast, nur weil ich dich mal ein paar Minuten an die frische Luft ließ!”

Es war unheimlich. Ihr Gegenüber rastete regelrecht aus. Als würde sie bedroht werden. Darth Makhaira verlor die Beherrschung. Aber warum? Die Sith stürmte auf Darth Makhaira zu. Lachte dabei manisch und tackelte Niphira um. Wieder entging sie nur knapp der tödlichen Klinge. Sie konnte nur rennen, doch aus irgendeinem Grund folgte die Sith ihr nicht. Nervös drehte sich Niphira um. Darth Makhaira lag auf dem Boden. Fluchte laut. Doch den genauen Wortlaut konnte die Frau nicht hören. Diesmal stand eine andere Gestalt vor ihr. Ein alter Mann. Zeth Redd. Der Mann, der sie neben Greth am meisten auf Cathar gelehrt hatte. Ein weiterer Mann, den sie getötet hatte. Als hätte er ihre Gedanken gelesen, ertönte seine ruhige Stimme. So wie sie ihn kennen gelernt hatte.

“Du hast mich nicht getötet… Ich verstehe nicht viel von diesem Sith Kram, aber die Person, die mich getötet hat, war sie… Nicht du. Mach dich nicht so fertig. Durch dich leben wir beide weiter.”

Darth Makhaira griff wieder an. Als wäre es nichts lenkte Zeth den Angriff gekonnt ab. Ein Lächeln umspielte dabei seine Lippen.

“Warum tust du dich so schwer damit, diese räudige Kathhündin zu besiegen? Es ist doch nicht so, als hätte die was drauf…”


Mit einem Lachen löste sich auch dieses Abbild auf. Irgendwie hatte Niphira nun deutlich weniger Angst vor der Sith. Diese stand nun wieder auf und war regelrecht außer sich. Doch nun nutzte Niphira, das was man sie gelehrt hatte. Sich zu bewegen, als wäre sie in einem einzigen Fluss. Sie packte die Sith am Handgelenk und dirigierte deren Angriffe so um, dass die Doppelklinge im Boden versank. Es war eine Darth Makhaira, die sich nun abrackerte. Keinen Treffer landen konnte. Es war doch so einfach! Mit dem Schwertgriff schlug sie in den Nacken ihrer Gegnerin. Diese Frau war einfach nur noch lächerlich. Es tat gut. Es war, als wäre die Weißhaarige im Gleichgewicht mit sich selbst. Sie lachte. Lachte beim Kämpfen. Das war es, was sie spüren wollte. Nicht diesen Sadismus der Sith. Dieses Gefühl. Sie würde gewinnen, oder? Dann blieb ihr aber die Luft weg. Ihr Körper hob sich in die Luft. Sie zappelte. Nein! Es lief doch so gut! Sie war verzweifelt. Am Ende würde Darth Makhaira gewinnen. Wie immer. Norag wäre nie in der Lage gewesen, sie zu besiegen. Nicht Darth Makhaira, nicht Niphira, keine der Beiden. Die Aufgabe war unfair gewesen! Warum hatte sie das gefordert? Es war falsch gewesen! Es war ihre Prüfung! Nicht seine. Das war das, was Niphira nun realisierte.

“Für Reue ist es zu spät Niphira. Du wirst endlich vernichtet!”

Sie spürte, wie die Sith anfing, Druck auf ihren Körper auszuüben. Der Schmerz nahm zu. Sie würde erst spüren, wie ihre Knochen brechen, würde spüren, wie ihre Organe zerplatzten und dann jämmerlich durch innere Blutungen sterben. Verdammt! Es war doch ihre beste Chance gewesen. Nun war diese Chance ihr Ende. Doch der Druck ließ nach. Verschwommen stand ein Geist vor ihr.

“Das ist es also… Das hat dir dein Vater also eingepflanzt… Ich verstehe.”

Darth Makhaira ließ erst einmal von Niphira ab und schaute unbeeindruckt die Jedi an.

“Ich habe dich schon einmal kalt gemacht. Ich bin nur noch stärker geworden! STIRB JEDI!”

Das folgende Lachen ließ Niphira das Blut in den Adern gefrieren. Es war vorbei. Weder Niphira, noch Hiteda würden in der Lage sein, Darth Makhaira zu vernichten. Keine der beiden Frauen wäre dazu in der Lage. Ihre Abstammung war nicht mächtig genug. Ihre Mutter stellte sich trotzdem der Sith entgegen. Warum? Sie hatte sich doch damals geopfert. Es entbrannte ein erbitterlicher Kampf. Die rote Klinge kreuzte jene blaue ihrer Mutter.

“Niphira. Du bist mein Kind. Ich habe dich nie verlassen. Ich habe immer gesehen, dass du da bist. Alleine als du die Padawan gerettet hast. Als du Norag aufgenommen hast. Als du Lilya beschützt hast! Du bist eine starke Frau!”

Niphira stand langsam auf, nachdem sie auf den Boden gefallen war. Alles an ihrem Körper tat weg. Ihr Körper wollte sich nicht bewegen. Immer wieder schlug die Sith auf die Jedi ein. Doch irgendwie parierte Hiteda die Angriffe. Aber warum.

“Warum kämpfst du Mutter? Sie ist doch viel zu stark!”

Niphira sah, wie Darth Makhaira die Jedi mit der Macht davon stieß, jedoch brachte es nicht viel. Noch ehe die Sith sich auf ihr eigentliches Ziel stürzen konnte stand Hiteda bereits im Weg. Blockte weiter die Angriffe.

“Ich glaube an dich Niphira. Du solltest es begriffen haben, oder? Unsere Familie mochte nie mächtig gewesen sein. Doch wir versammeln uns in der Macht und sind für unsere Nachkommen da. Wir gehören zusammen.”

Wieder wurde ihre Mutter weggeschleudert. Darth Makhaira witterte ihre Chance und wollte endlich Niphira los werden. Doch abermals kreuzte eine Klinge jene von der Sith. Eine Grüne. Eine Frau, die ihrer Mutter ähnlich war, stand nun neben Niphira. Ihre Tante. Die Frau, die sie aufgezogen hatte.

“Dich wachsen zu sehen… Es hat mich stolz gemacht… Ich habe gesehen, was du bereit gewesen bist zu opfern, um deine Familie zu beschützen. Du hast Freunde gefunden und sie an die dunkle Seite verloren. Du hast einen Meister gehabt, der dir Schreckliches abverlangte. Du hast versucht, deine Vergangenheit zu erkunden. Ich bin stolz darauf, dass du Teil unserer Familie bist. Nun ist es Zeit zu erben… Wir werden uns eines Tages wiedersehen. Dann, wenn deine Zeit gekommen ist…”

Anders als die vorigen Abbilder wirkte es so, als würde das Abbild von Niphiras Tante langsam in sie eindringen. Es war ein angenehmes Gefühl. Wärme. Geborgenheit. Und stärke. Niphira rappelte sich langsam auf. Fühlte sich stärker. Aus dem Griff in ihrer Hand war langsam etwas wie ein Dolch geworden.

Darth Makhaira starrte auf die Hand. Zu dem Hass und all der Wut vermengte sich langsam auch Furcht. Neben Niphira stand nun auch ihre Mutter. Diese legte eine Hand auf ihre Schulter. Wieder so eine angenehme Wärme.

“Weißt du? Die Kleidung, die du damals getragen hast. Es waren nicht einfach nur Lumpen. Es war meine alte Kleidung als Padawan. Ich war glücklich, dass du sie so oft und gerne getragen hast, mein Kind.”

Ein lauter Schrei durchzog die Dunkelheit. Niphira blockte die rote Doppelklinge in einer perfekten Synergie mit ihrer Mutter zusammen. Sie wurde nicht mehr zurückgetrieben. Die Sith geriet nun zunehmend in die Defensive.

“Das ist die Stärke unserer Familie. Wir sind füreinander da. Wir geben Wissen weiter. Manchmal auch mehr. Wenn das hier vorbei ist… Suche da, wo Darth Makhaira versuchte, mich zu vernichten unter den Dielen. Du wirst das Wissen unserer Familie erhalten. Ich glaube… Du bist so weit. Mach mich stolz.”

Damit saugte der Körper Niphiras auch das Abbild ihrer Mutter auf. Ein kurzer Impuls durchzog die Dunkelheit. Um Niphira herum schien das dunkle Nichts in ein angenehmes Licht gehüllt zu sein. Die Sith starrte Niphira an. Man erkannte die Hilflosigkeit in dem Gesicht der Sith. Wie konnte dieser schwache Teil so mächtig werden. Sie hatte ihn doch ihr ganzes Leben lang im Griff gehabt. Gedemütigt. Unterdrückt und verspottet. Auch der Versuch, mit der Macht zu greifen, misslang. Als wäre es nichts, blockte Niphira alles, was Darth Makhaira versuchte. Diese war selbst erstaunt, wie stark sie war. Es würde vermutlich alles ändern.

“Darth Makhaira… du bist die Kreation meines Vaters und wurdest geformt von Darth Draconis! Hiermit lehne ich dich als Teil meiner Selbst ab!”

Das brachte das Fass der Sith zum Überlaufen. Diese stürmte los und nutzte alles, was sie kannte. Schläge, Tritte, jegliche Tricks, die man im Nahkampf anwenden konnte. Niphira parierte sie. Immer wieder kreuzten sich ihre Klingen. Sie waren technisch ebenbürtig.

“Was du nie verstehen wolltest… Wir waren nie allein!”

Es ging weiter. Beide Frauen kämpften mit aller Kraft. Sie schlugen aufeinander ein. Niphira sandte beim Kreuzen der Klingen einen Machtstoß ein, der eben die Sith ein paar Meter zurück schleuderte. Sie selbst starrte auf ihre Hand. Das erste Mal in ihrem Leben hatte Niphira eine Chance, dieses etwas zu besiegen. Nun war es an ihr, das Beste daraus zu machen. Schnell setzte Niphira nach. Sie war nun minimal in der Lage die Sith zurück zu treiben. Immer weiter in die Dunkelheit. Da war etwas. Niphira spürte es. Da war es! Das Zentrum dieser Dunkelheit. Je näher sie diesem kam, desto unerbittlicher wurde der Kampf. Doch es war nun an der Zeit es zu beenden. Darth Makhaira versuchte Niphira die Füße weg zu ziehen. Diese sprang hoch und wurde von der Sith mit der Macht weg gestoßen, nur um direkt zu versuchen Niphira längs zu zerteilen, was diese mit einem Block gefolgt von einem Tritt in die Magengrube parierte. Die Sith sackte auf die Knie.

“Es ist vorbei, Darth Makhaira. Auch wenn ich dadurch keine Sith in den Augen Darth Draconis bin… Juckt es mich nicht. Du bist nur eine Karikatur einer Kriegerin! Leb wohl. Ich muss da ein wenig die gute Kinderstube in einen Zabrak reinprügeln.”


Mit einem Schlag trennte Niphira den Kopf Darth Makhairas ab, nur um kurz darauf auch ihr Herz zu durchstoßen. Das dunkle Nichts hellte sich nun ein wenig auf. Doch das würde nicht reichen. Da war noch etwas zu erledigen. Das Zentrum all dessen. Die Quelle der Dunkelheit. Niphira schaute sich um und konnte fühlen, wo diese Dunkelheit herkam. Schnell! Sie musste sich beeilen. So lief sie los. Es stellte sich heraus, dass die Dunkelheit sich wehrte. Umso näher sie der Quelle dieser Dunkelheit kam, desto mehr Abbilder jener, die sie versucht hatten in ebendieses Nichts zu stoßen stellten sich ihr entgegen. Jünger, Lehrer, ihr Vater. Bis sie einen Baum erreichte. Einen riesigen, schwarzen Baum, der seine verzerrten Wurzeln in einen weißen Boden rammte. Hier trat ihr ein Wesen in schwarzen Roben entgegen. Als es die Kapuze ablegte erkannte Niphira das Gesicht sofort. Darth Draconis. Jener Mann, der sie so viel gelehrt hatte.

„Sei nicht traurig. Erinnere dich nicht daran wie sie jetzt zu dir war, sondern damals. Wie viele Narben rechtfertigen wir, nur weil wir die Person liebten, die das Messer führte? Ich sage es dir: Zu viele.“

Diese Worte. Der Baum. Die Parallelen. Die Stimme Darth Draconis wie ein Hallen in diesem Nichts. Niphira schüttelte traurig mit dem Kopf. Sie musste den Baum beseitigen. Dann wäre sie frei. Doch ihr Meister stand ihr entgegen. Die Worte. Sie waren damals von ihrer Prüfung. Er hatte damals ihre Mutter gemeint. Doch Niphira konnte in diese Worte wen anderes Interpretieren.

“Und doch habt Ihr am Meisten an mir herum geschnitten. Habt mich verbogen, bis ich in Euer Weltbild gepasst habe.”


Das Abbild Darth Draconis aktivierte sein Lichtschwert. Wenn dies die letzte Hürde war, dann wäre sie die Stärkste. Es war also noch nicht vorbei. Ihr Ziel war der Baum. Ihr Gegner ihr ehemaliger Meister. Es würde vermutlich ihr stärkster Gegner werden.


(tbc)

Cathar- irgendwo im Wald - ??? - Darth Makhaira und Darth Draconis?
 
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