Chommell Minor

[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im Sumpf nahe eines ehemaligen Außenpostens (100 Klicks vom FOB entfernt)| A-A5 Speedertruck 'Fat Lady']SSgt. Jae Sovv & Truck-Besatzung (NPCs), Sergeant Farlorn & ein Fireteam leichte Infanterie (NPCs), ein Fireteam Kundschafter mit Aufklärungsdroiden


Faye stützte sich mit einer Hand gegen die kalte Wand und versuchte, den pochenden Schmerz in ihrem Bein wegzuatmen. Ihre Finger zitterten leicht, der Helm war verrutscht, und irgendwo in ihrer Schulter begann der Aufprall sich ebenfalls zu melden.

„Sag bloß, du wolltest einfach mal wieder im Mittelpunkt stehen?“ murmelte Darn, der ihr vorsichtig eine Hand hinhielt.


„Ich fall halt mit Stil,“ brummte Faye und zwang sich zu einem schiefen Grinsen. Savrek kniete sich neben sie und leuchtete an ihrem Bein entlang. „Ich glaub, das ist angeschlagen. Nichts offen, kein verdrehtes Gelenk."


Faye fauchte ein leises „Bin nicht aus Glas“, und stützte sich wieder auf die Füße. Das Gewicht auf dem linken Bein schickte ihr sofort eine Protestwelle.

Savrek musterte sie mit skeptischem Blick, doch sagte nichts. Stattdessen hob er den Scanner und prüfte die Umgebung. „Ich hab Hitze. Mehrere Signaturen – bewegt, nicht stationär. Etwa zwanzig Meter von hier, durch den Gang und dann rechts.“


Die drei schlichen an der Wand entlang durch den engen, teilweise eingestürzten Verbindungsgang. Überall tropfte Wasser von den Leitungen, Rohre knackten, irgendwo piepte ein offenes Terminal leise. Savrek hob die Hand. Alle blieben stehen. Er zeigte nach vorn.

„Noch da drin,“ flüsterte er.„Auf mein Zeichen.“


Faye nickte. Ihr Gesicht war angespannt, ihr Blick konzentriert. Darn zählte lautlos mit den Fingern runter: drei… zwei…Sie stürmten hinein – Waffen im Anschlag.



Waffe runter! Hände hoch!“ Darns Stimme klang heiser, aber scharf.

[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im Sumpf nahe eines ehemaligen Außenpostens (100 Klicks vom FOB entfernt)| A-A5 Speedertruck 'Fat Lady']SSgt. Jae Sovv & Truck-Besatzung (NPCs), Sergeant Farlorn & ein Fireteam leichte Infanterie (NPCs), ein Fireteam Kundschafter mit Aufklärungsdroiden
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker (100 Klicks vom FOB entfernt)] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs)

Auf dem kleinen Terminaldisplay erschien eine grüne Bestätiungsmeldung. Piega hatte es geschafft. Mit gequältem Surren der defekt klingenden Servomotoren schob sich das Schott langsam und widerwillig auf.
“Alles klar, Käptn, wir kö...”

„Waffe runter! Hände hoch!“, schallte eine laute Stimme durch den Raum. Der erste Maat Pallio eröffnete reflexartig sofort das Feuer auf den republikanischen Soldaten, der durch die Tür geplatzt war, die er im Auge behalten hatte. Der Schuss war nicht gut gezielt, aber auf diese Distanz traf er trotzdem die Brustpanzerung des Mannes. Der wurde durch die Tür zurückgeschleudert, aber da waren gleich noch mehr von denen! Und natürlich wurde das Feuer augenblicklich erwidert.
Blasterbolzen zischten durch den Raum und schlugen in die Wand hinter Pallio ein.

“Scheiße, wir brauchen Deckung!” schrie er, seine Stimme durch sein bionisches Atemgerät schrill verzerrt.
Während der Käptn begann, die Türöffnung der Reps mit Blasterfeuer einzudecken, quetschte sich Piega durch den langsam größer werdenden Spalt des Laborschotts. Der Sullustaner, Annio versuchte ebenfalls, weiter ins Labor zu kommen, nebenbei ungezielt in Richtung der Reps feuernd. Dann traf ein Schuss die Wand oberhalb des Schotts und die Motoren kamen ächzend zum Stillstand. Der kleine Techniker konnte sich gerade noch durchquetschen. Aber für die anderen beiden wäre es zu schmal. Das konnte Lazlo Haintir schon aus dem Augenwinkel sehen.

“Pallio! Hier lang!”, rief er und zog sich feuernd in Richtung der nächstgelegenen Tür zurück. Da traf Pallio ein Schuss an den Kragen und er ging zu Boden. Fluchend verschwand der Käptn in den Schatten, die hinter der Tür lagen. Er hatte keine Ahnung, ob sein erster Maat tödlich getroffen war, aber es machte keinen Sinn hier noch länger zu bleiben. Wer konnte wissen, wie viele von diesen Stinkquallen hier noch reindrückten! Es musste eine bessere Möglichkeit geben...

Piega sah nur, wie der Käptn in einer Tür verschwand. Gute Entscheidung, er würde mit seinem glitschigen Wanst niemals durch den Spalt passen. Annio kniete an der Türöffnung, seine seltsame
CR-1 Blasterkanone schussbereit. Aber man konnte von hier nur einen Teil des Raums sehen. Gerade war aber kurz Ruhe, also ließ die kleine Bothan ihren Blick durch das Labor scheifen. Oder das, was noch davon übrig war. Wände, Decke und Boden zeigten Brandspuren und allerlei technische Instrumente waren völlig zerstört. So als hätte es hier eine gewaltige Explosion gegeben. Vielleicht erklärte das ja, warum der Bunker so überstürzt verlassen worden war...


[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Annio im Labor, Pallio bewusstlos im Vorraum)
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Annio im Labor, Pallio bewusstlos im Vorraum)
Savrek flog unsanft durch den Schuss zurück in den Vorraum. Ein stechender Schmerz explodierte in seinem Brustkorb, während der Gestank der verbrannten Schutzrüstung seine Nase füllte. In der Panzerung klaffte ein dickes, rauchendes Loch. „Fuck“, brachte Faye hervor und zog ihn keuchend in eine Ecke. Savrek stöhnte nur, kaum noch bei Atem.


Darn erwiderte das Feuer der Piraten, hielt sie nieder. „Sovv an Toolmann, Statusbericht“, blaffte er ins Komlink. „Verstärkung ist da. Ich schicke Farlorn mit drei Mann zu euch.“


Fayes Schultern sanken für einen Moment. Panik und Erleichterung zugleich.

„Hier ist immer noch ein Schusswechsel!“, rief sie hastig. „Wir brauchen dringend einen Medic, ein Mann ist schwer verletzt! Ich glaube, sie ziehen sich zurück!“

Savreks Röcheln bestätigte ihre Worte nur zu gut. Der Comlink war noch angeschaltet.


„SAVREK, REIß DICH ZUSAMMEN!“, schrie sie ihn an. „WENN DU HIER STIRBST, MACH ICH DIR BEINE!“


Sie kroch aus der Ecke zurück zur Tür und riss den Blaster hoch und feuerte auf Annio, der weiter die Wand mit Blasterbolzen eindeckte.


Darn biss die Zähne zusammen, visierte die Schulter des Sullustaners. Der Schuss saß nicht perfekt – aber er reichte. Annio jaulte auf, der Treffer riss ihn herum.


„Jetzt!“


Darn sprang aus der Deckung und sprintete los, das Gewehr fest im Anschlag. Blasterfeuer zischte an ihm vorbei, doch Annio war allein. Er taumelte, griff nach seiner Zweitwaffe. Faye war schneller. Sie rutschte aus der Ecke und feuerte erneut. Der Bolzen traf Annio in den Oberschenkel. Mit einem Schrei brach er zusammen.


Darn war sofort bei ihm, trat ihm die Hand weg und rammte ihm den Lauf gegen den Kopf.


„Nicht bewegen“, knurrte er. „Ein Zentimeter – und du schläfst.“
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Annio im Labor, Pallio bewusstlos im Vorraum)
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker (100 Klicks vom FOB entfernt)] Faye Toolmann und zwei weitere Pioniere, Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Anno, Pallio bewusstlos im Vorraum)


Piega lehnte an der Wand neben dem schmalen Spalt, den die schwere Labortür offenließ und ließ ihren Blick kurz durch den Raum schweifen. Dann hörte sie einen Schrei und konnte nur noch sehen, wie Anno, der Sullustaner in die Knie ging. Einer der Soldaten der neuen Republik stürmte in die Vorkammer und entwaffnete Anno. Piega konnte es nicht genau sehen, aber sie glaubte, dass der Sullustaner nicht tödlich getroffen war. Aber sie konnte derzeit nichts für ihn tun und nahm sich ein Beispiel am Käptn. Sie krallte sich ihr Slicer-Pad, zog mit der anderen Hand ihre schwere DL-44 Blasterpistole und suchte nach etwas, womit sie den Spalt verrammeln konnte.

Kisten und Container gab es genug, aber die waren für sie zu schwer. Dann entdeckte sie einen Hubwagen, der anscheinend zum Transport der Container diente. Ein Container war auch noch draufgeladen. Piega schwang sich in den Fahrersitz und aktivierte die Steuerung. Nichts!

Sie sah sich hektisch um. Aus der Vorkammer drangen die Stimmen von Anno und die der Soldaten.

Sie wuselte um den Hubwagen herum und zerrte den Akku aus dem Heck. Ein paar Meter weiter erkannte sie eine Ladestation, deren Dioden ein sanftes, oranges Blinken verströmten. Sie riss einen der dort eingeschobenen Akkus heraus und rammte ihn in das Aufnahmefach am Hubwagen. Der erwachte sofort summend zum Leben und hob sich vom Boden ab. Piega kletterte wieder auf den Sitz und steuerte das kleine Fahrzeug schlingernd auf die Tür zu, dabei jede Menge herumliegenden Schrott und Kisten rammend. Der Wagen kam krachend direkt am Türspalt zum Stehen. Die kleine Bothan sprang herunter und schoss einmal auf den Akku, der Funkensprühend zu schmelzen begann. Sie gönnte sich einen kurzen Blick auf ihr Werk: Der Wagen mit Container versperrte recht effektiv den Spalt. Man konnte grade noch oben durchschauen, aber das verbliebene Loch war nun selbst für sie zu klein. Dann rannte sie tiefer ins Labor, auf der Suche nach dem, weswegen sie hier waren. Noch war nicht alles verloren.



Anno streckte in der Vorkammer die Hände langsam in die Luft. Die Mündung des Blasters an seiner Stirn war hart noch heiß von den Schüssen. Er schwitzte, obwohl es im Bunker kühl war. Er erwartete, dass nun weitere Soldaten in den Raum strömten, aber es schien vorerst bei dem einen zu bleiben.

Trotzdem wagte er nicht zu hoffen, dass dies ein gutes Zeichen war…



Käptn Lazlo Haintir rannte durch einen niedrigen, nur schwach erleuchteten Korridor. Verfluchte Reihergrütze! Die Aktion war drauf und dran, in die Hose zu gehen. Der Verlust seines ersten Maats wog schwer, aber er hatte jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken. Er konnte nur hoffen, dass Anno und Piega es sicher ins Labor geschafft hatten und sich dort verbarrikadieren konnten. Er würde einen anderen Weg finden müssen. Hätte er doch nur eine dreimal-verdammte Karte von diesem Bunker.

Immerhin schien er nicht verfolgt zu werden. Er fiel in einen Laufschritt und sah sich etwas genauer um. Der Korridor schien tiefer in die Eingeweide der Anlage zu führen. Dicke Kabelstränge zogen sich an der Decke entlang. Vielleicht kamen sie von der Energieversorgung? Anno hatte vorhin nur die Notversorgung aktivieren können, aber es musste noch einen größeren Reaktor oder dergleichen geben.

Der Käptn folgte den Kabelsträngen durch das finstere Labyrinth aus Gängen, Schotts und kleinen Kammern, immer tiefer in den Bunker…



[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker (100 Klicks vom FOB entfernt)] Käptn Lazlo Haintir und Crew, verstreut im Bunker (NPCs: Piega, Anno, Pallio bewusstlos im Vorraum)
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im Sumpf nahe eines ehemaligen Außenpostens (100 Klicks vom FOB entfernt)| A-A5 Speedertruck 'Fat Lady'] SSgt. Jae Sovv & Truck-Besatzung (NPCs), Sergeant Farlorn & ein Fireteam leichte Infanterie (NPCs), ein Fireteam Kundschafter mit Aufklärungsdroiden

„Hier ist immer noch ein Schusswechsel! Wir brauchen dringend einen Medic, ein Mann ist schwer verletzt! Ich glaube, sie ziehen sich zurück!“
Jae Sovv hörte Toolmanns Bericht mit Sorge, während ihm dutzende Fragen und Gedanken durch den Kopf zu schießen schienen. Sollte er sich selbst darum kümmern und mit Cowwrel und der Trage in den Bunker rennen? Aber dann wäre hier an der Oberfläche lediglich der Corporal mit seinen Kundschaftern, um den Truck zu sichern. La’Seca konnte nicht gleichzeitig den Funkkontakt mit den Kundschaftern und dem FOB managen und den Holo-Feed des Droiden überwachen. Er riskierte also eine erneute Überraschung hier an der Oberfläche. Sollten sie den Truck und ihren Zugang zur Oberfläche verlieren, dann wären sie wirklich am Ende. Aber reichte es angesichts des Feuergefechts, nur Farlorn reinzuschicken, wenn er gleichzeitig einen Verletzten evakuieren musste? Er fühlte sich als schösse elektrischer Strom durch seine Adern. Für einen Augenblick zögerte Sovv, war versucht die Entscheidung an Nebelsumpf auszulagern, aber das würde nur Zeit kosten: am Ende war er hier und in der Verantwortung. Nachdenklich klopfte er sich zweimal an den Helm, als könne er einen Geistesblitz mit genug Kopfnüssen erzwingen, bevor er zu Sprechen ansetzte. „Roger, Toolmann. Sergeant Farlorn ist auf dem Weg zu ihnen, um Feuerüberlegenheit herzustellen,“ antwortete er in ruhigem, selbstsicherem Ton, auch wenn seine Gedanken immer noch rasten. Manchmal musste man schlicht ein Risiko eingehen und noch wichtiger: manchmal musste man selbst Hand anlegen. „Ich werde ebenfalls mit meinem Kanonier runterkommen, um ihren Verletzten zu evakuieren.“

Es galt jetzt schnell und entschieden zu handeln, um ihre Schwäche an der Oberfläche möglichst kurz zu halten: am Ende war es hier oben auch nicht sicher. Sovv plante schließlich nicht in so einem sumpfigen Loch wie dem alten Bunker zu verrecken. La’Seca, Meldung an Nebelsumpf: weiterer Schwerverletzter. Wir brauchen noch einen MedEvac,“ befahl er barsch, bevor er mit dem Finger auf Cowwrel deutete. „Sie warten mit der Trage und einem Medkit am Bunkereingang.“ Forschen Schrittes stapfte er aus seinem Truck hinaus und verkündete dem überraschten Corporal der Kundschafter, dass er hier oben jetzt das Kommando hatte – zumindest bis Sovv aus dem Bunker zurück war. „Enge Position um den Truck! Nutzen Sie ihn als Deckung, richten Sie sich häuslich ein, scheiß egal. Ich will nur, dass mein verdammter Truck noch fahrbereit hier oben steht, wenn wir mit dem Verletzten rauskommen.“ Per Handzeichen gab er Farlorn und seinen verblieben drei Soldaten zu verstehen, sich am Bunkereingang zu sammeln. „Toolmann, bevor wir zu Ihnen kommen: gibt es irgendwas über den Weg zu Ihnen darunter zu beachten? Abzweigungen? Gefährliche Stellen?“ Der Sullustaner nahm seinem Kanonier das Medkit ab, eine erstaunlich leichte Plasteel-Kiste, die einen Gurt aus Synthleder hatte, sodass man es sich einfach umhängen konnte. Als wären Infanteristen nicht schon mit genügend unnützem Krempel behangen. Ein straffer, muffig riechender Windzug schlug ihm am Bunker ins Gesicht, als er seine eigene Waffe vom Rücken nahm und die Sicherung löste. „Wir kommen jetzt rein, Corporal. Halten Sie durch!“

[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im Sumpf nahe eines ehemaligen Außenpostens (100 Klicks vom FOB entfernt)| A-A5 Speedertruck 'Fat Lady']SSgt. Jae Sovv, Private Cowwrel, Sergeant Farlorn & drei Mann Infanterie (NPCs)
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Annio im Labor, Pallio bewusstlos im Vorraum)
Faye atmete schwer ein und aus und hob die Hand etwas da ihr Comlink bebte. Mit einem ungeschickt aussehenden Tritt beförderte sie den Blaster des Piraten weiter weg von ihm. Er kam kurz neben dem bewusstlosen Savrek zum liegen. Normalerweise hätte jetzt jemand von ihnen jetzt einen dummen Witz über das Nachtreten gerissen. Aber zu witzen war Darn und Faye wirklich nicht zu mute.

Sie hörte die Worte ihres Vorgesetzen und sie nickte, auch wenn er das natürlich nicht sehen konnte.


„Wir haben einen der Einheimischen in unserem Gewahrsam. Der Rest hat sich zurückgezogen.“


Sie schluckte kurz, zwang ihre Stimme ruhig zu bleiben. Sie versuchte sich an den genauen Weg zu erinnern. Im Moment schien es als wäre der Bunkereingang ewig weit weg.


„Der Weg zu uns: Haupteingang geradeaus, erste Kreuzung rechts. Danach die rostige Treppe runter – zweite Stufe fehlt, nicht drauftreten. Unten links halten. Die Leiter ist furchtbar unstabil. Wir stabilisieren einen unser Männer."

Savrek trat einen Schritt nach hinten und Faye und er tauschten die Plätze. Faye stand jetzt vor Anno, mit auf ihm gerichteten Blaster und Savrek versuchte mit dem Medi Kit Darn irgendwie zu helfen. Wut brannte in der Grünhaarigen.

"Was wollt ihr hier?" zischte sie Anno an und ihre braunen Augen leuchteten wütend. Sie musste sich wirklich zusammen reisen den anderen nicht zu verletzten. Doch sie zügelte sich. Immerhin waren sie Soldaten der Republik, solche Unwesenlichen Praktiken war der Stil des Imperiums.

[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker] Käptn Lazlo Haintir und Crew (NPCs: Piega, Annio im Labor, Pallio bewusstlos im Vorraum)
 
[ Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker (100 Klicks vom FOB entfernt) ] Rep. Soldaten Faye, Savrek und Darn im Vorraum zusammen mit Pirat Anno und Pallio (bewusstlos)

Anno konnte mithören, wie die Soldatin über Kom mit einem Vorgesetzten kommunizierte. Er fluchte leise, als er erkannte, dass es tatsächlich nur diese drei Reps waren. Wenn sie das gewusst hätten, hätte sich der Käpt’n sicher nicht zurückgezogen und ihn hier im Stich gelassen.
Die beiden republikanischen Soldaten tauschten Plätze. Der Mann widmete sich mit einem Medikit dem Verletzten und zu Anno kam die Frau, deren grüne Haare unter dem Helm hervorspitzten. Ihr Blick war gehetzt und voller Hass, als sie ihm ihren Blaster vor die Nase hielt.


"Was wollt ihr hier?"

Anno rann eine Schweißperle die Stirn herunter. Er hatte hier keine gute Verhandlungsposition. Er konnte nur auf die Gutmütigkeit der Reps hoffen und versuchen Zeit zu schinden. Vielleicht würden die anderen wiederkommen und ihn retten. Seine Stimme zitterte, als er zögernd antwortete:

„Wir, äh, schauen uns hier nur um. Was, äh, warum lauert ihr uns hier auf?“, versuchte er notdürftig, den Spieß umzudrehen. Er war kein guter Redner, er war Techniker...


[ Ihm ehemaligen Laborbunker | im Labor ] Piega

Im Vorraum schien sich die Lage beruhigt zu haben. Währenddessen flitzte Piega durch das Labor, auf er Suche nach dem Prototyp. Vorsichtig stieg sie über zerbrochene Bildschirme und herumliegende Datenblöcke, duckte sich unter angeschmorten Kabelsträngen durch und gelangte schließlich in den inneren Bereich des Laborraums, der von einem Ring aus Konsolen und Schirmen umgeben war. Hier war die Verwüstung am stärksten, Brandspuren hatten Boden, Decke und Konsolen schwarz gefärbt. Auf einem Podest mit Halterung in der Mitte befand sich… Nichts. Die Bothan trat vorsichtig um das Podest herum. Glassplitter knirschten unter ihren Stiefelsohlen. Dann entdeckte sie am Boden einen quadratischen Würfel von 20 Zentimetern Kantenlänge. Die Oberfläche war von Anschlüssen übersäht, in manchen hingen noch die Stecker abgeschmolzener Kabel und Schläuche. Er war genauso verkohlt, wie seine Umgebung, aber die Dimension und ein paar Details passten durchaus zu der Beschreibung, die Piega in den alten Akten gelesen hatte.

Gequält verzog sie das Gesicht. Sie hatte den Prototyp gefunden. Aber allem Anschein nach war dieser durchgebrannt und ob sich überhaupt noch etwas damit anfangen ließ, konnte sie nicht beurteilen. Aber es half nichts. Sie kniete nieder und lud sich den schweren Würfel in ihren wasserdichten Rückencontainer.

Urks! Wo waren die Crewmitglieder mit viel Muskeln und wenig Hirn, wenn man sie mal brauchte?



[ Ihm ehemaligen Laborbunker | im Labor ] Piega
 
[Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im Sumpf nahe eines ehemaligen Außenpostens (100 Klicks vom FOB entfernt)| im Laborbunker] SSgt. Jae Sovv, Private Cowwrel, Sergeant Farlorn & drei Mann Infanterie (NPCs)

Im Laufschritt ging Staff Sergeant Jae Sovv seiner Gruppe an Soldaten voran: Farlorn mit seinen verblieben Infanteristen und Private Cowwrel, der missmutig schauend die Trage schleppte. „Wir haben einen der Einheimischen in unserem Gewahrsam. Der Rest hat sich zurückgezogen. Der Weg zu uns: Haupteingang geradeaus, erste Kreuzung rechts. Danach die rostige Treppe runter – zweite Stufe fehlt, nicht drauftreten. Unten links halten. Die Leiter ist furchtbar unstabil. Wir stabilisieren einen unser Männer."

„Roger, Toolmann. Wir sind gleich bei Ihnen.“
Es war muffig, düster und unglaublich dreckig in diesem Loch. Auch die Temperatur sank direkt um mehrere Grad im Vergleich zur bereits unangenehmen Luft im Sumpf an der Oberfläche ab. Jenseits des Stampfens ihrer Stiefel auf dem verschmutzten Metallboden konnte man lediglich immer gedämpfter das Surren seines Trucks hören und das konstante Tröpfeln von Wasser, dass die Wände hinabfloss und aus den diversen Ritzen einzudringen schien. Sovv fragte sich, wie es wohl weiter drinnen in diesem erbärmlichen Bunker aussehen mochte, wenn es bereits hier unbequem feucht war. Sein Blastergewehr in seinen Händen gab ihm einerseits ein Gefühl von Sicherheit, gleichzeitig besorgte es ihn, dass er gezwungen war so schnell voranzugehen. Der dunkle Gang war wenig vertrauenerweckend und Stolperfallen konnte es hier überall geben: wenn Toolmann schon explizit vor fehlenden Treppenstufen und instabilen Leitern warnte, hatte er wenig Lust sich in die Reihe der Verletzten einzureihen, weil er nicht vorsichtig genug war. Aber im Endeffekt galt es einen Verwundeten zu helfen und an die Oberfläche zu schaffen, was Risiken mehr als rechtfertigte.

So arbeitete sich sein Trupp so schnell erkonnte den Weg hinunter zu Toolmann und ihren Leuten. Sovv war heilfroh über den Tipp mit der Treppe gewesen: ohne ihn, hätte Cowwrel wohl seinen wohlgeformten sullustanischen Adoniskörper nach oben schleifen dürfen. Schließlich tauchten die Umrisse von vier Personen vor ihm im Halbdunkel auf: Toolmann, die einen gefangenen Sullustaner bewachte und eine Miene aufgesetzt hatte, die ihrem sonst ruhigen, humorvollen Naturell so gar nicht entsprach. Daneben kniete einer der Pioniere über dem Verletzten und versorgte ihn mit einem MedKit. Sovv nickte der Corporal knapp zu und inspizierte eilig seine Umgebung. Sie schienen in einer Art Vorraum zu sein, der durch eine schwere, halb offene Tür von einem größeren Bereich getrennt zu sein schien. Die Piraten hatten es irgendwie geschafft einen gewichtigen Container vor dem Spalt der Tür platzieren zu können und sich damit effektiv von ihnen isoliert. Sergeant Farlorn, eine Person als Wache in unserem Rücken. Dann schauen Sie, was es braucht, um durch diese Tür zu kommen,“ befahl Sovv kühl, bevor er sich zu Cowwrel umdrehte. „Trage neben den Verletzten absetzen und beim Stabilisieren helfen! Wenn der Mann transportbereit ist, sagen Sie Bescheid, klar?“

Schließlich trat er zu Toolmann und dem gefangenen Sullustaner heran und richtete ebenfalls seinen Blaster auf ihn. Der Pirat wirkte nervös auf ihn, was kein Wunder war angesichts der Tatsache, dass zwei Blasterläufe auf ihn ausgerichtet waren. „Techniker, hmm,“ brummte Sovv mürrisch während er das Werkzeug am Gürtel des Gefangenen musterte. Dann spuckte der Sullustaner aus. „Ich hasse Piraten. Aber was ich noch mehr hasse, sind Landsleute, die sich mit so niederem Abschaum einlassen.“

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Faye starrte den Techniker wütend an. Sein nervöses Gestammel, das Zittern in seiner Stimme – all das ließ für einen kurzen Moment Zweifel in ihr aufblitzen. War er wirklich nur ein Techniker? Ein Zivilist, der zur falschen Zeit am falschen Ort war? Der Gedanke ließ ihren Griff um den Blaster minimal lockerer werden und die Waffe senkte sich einen Hauch.Doch kaum hatte sich der Gedanke gebildet, verwarf sie ihn wieder. Der Geruch von verbranntem Metall hing noch immer in der Luft, und ein paar Meter hinter ihr rang Savrek um sein Leben. Irgendjemand hatte den Abzug gedrückt. Faye hob die Waffe wieder an.


„Guter Versuch,“ brummte sie dem Techniker zu, ihre Stimme tief und rau. Ihre braunen Augen ließen ihn nicht los, suchten nach jeder Regung in seinem Gesicht, nach dem kleinsten Zeichen einer Lüge. Der Lauf ihres Blasters blieb ruhig, aber unmissverständlich auf ihn gerichtet.


Erst jetzt bemerkte sie Sovv. Das schwere Stampfen seiner Stiefel auf dem Metallboden drang durch das stetige Tropfen von Wasser. Faye hörte, wie Farlorn und die anderen die Befehle bestätigten. Das Geräusch der Trage, die über den Boden gesetzt wurde. Das Klappen eines Medkits.
Ihr Blick glitt unwillkürlich zu Savrek hinüber.


Darn kniete neben ihm, die Hände blutig vom Druckverband, während das Medkit leise piepte. Savreks Brust hob sich flach und unregelmäßig. Für einen Moment zog sich Fayes Magen zusammen. Dann zwang sie sich, wieder nach vorn zu sehen.


Sie trat zwei Schritte zur Seite, um Sovv Platz zu machen, ohne den Gefangenen aus den Augen zu lassen. Ihr Blaster folgte der Bewegung, blieb aber weiterhin auf den Sullustaner gerichtet. Ihr Stand war jetzt leicht versetzt zu dem ihres Vorgesetzten.Die Muskeln in ihrem verletzten Bein protestierten sofort, als sie das Gewicht verlagerte. Ein stechender Schmerz schoss durch das Schienbein und ließ sie für den Bruchteil einer Sekunde die Zähne zusammenbeißen. Doch sie ließ sich nichts anmerken.

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[ Chommell Minor-System | CM-04 Sumpfmond | im ehemaligen Laborbunker (100 Klicks vom FOB entfernt) | Reaktorkontrollraum ] Käpt’n Lazlo Haintir


Käpt'n Lazlo Haintir
stand vor einem mittelgroßen Energiereaktor. Oder zumindest glaubte er, dass es einer war. Zahllose Kabel, teils armdick, fächerten von dem großen Verteilerkasten an der Decke vor dem breiten Transparistahl-Fenster weg. Hinter der Scheibe lag Dunkelheit, aber wenn er mit seiner am Karabiner befestigten Lampe hineinleuchtete, konnte er große Drahtspulen und Isolatoren erkennen. Auch die Konsole direkt vor dem Fenster sah so aus, als würde sie einen Reaktor steuern. Also zumindest sah sie nicht aus, wie von einem Fahrzeug, sondern hatte viele Anzeigen, deren Angaben in Energieeinheiten waren. Er glaubte, der Reaktor in der Aurora-Basis hätte ähnliche Kontrollen. Nun, er war da kein Experte.

Auch wusste er nicht, wie groß dieser Bunker eigentlich war, und was man hier so getrieben hatte. Aber dieser Reaktor war mindestens so groß wie der in Aurora, und das erschien Haintir übertrieben für ein Forschungslabor. Aber was wusste er schon. Nicht viel, aber immerhin genug, dass ihm klar war, dass er diesen Reaktor nicht einfach würde starten können, jetzt wo er seit Jahren inaktiv war. Und er wusste auch gar nicht, was das in der jetzigen Situation überhaupt bringen würde. Notenergie hatten sie, und damit spärliches Licht und eine funktionierende Steuerung der meisten Türen. Mehr brauchte er derzeit nicht. Nein, er musste einen alternativen Weg in das Labor finden, um den anderen eine Flucht zu ermöglichen. Und das möglichst schnell.

Hastig studierte er die Aufschriften der großen Kabelstränge, während sich seine Gesichtstentakel ungeduldig kräuselten. Den Tiden sei Dank fand er schnell eine massive Leitung, die mit „Labor“ beschriftet war. Er folgte dem Strang, der an der Decke entlanglief, bis zu einer senkrechten Wartungsklappe, wo er in der Wand verschwand. Ein kräftiger Schlag mit dem Gewehrkolben ließ das Blech auffliegen. Dahinter befand sich ein hoher, schmaler Gang, an dessen Wänden und Decke zahllose Leitungen und Kabel verliefen. Der Boden war frei, offensichtlich, um sich darin bewegen zu können. Der Käptn blubberte missmutig. Er würde sich da gerade so durchquetschen können.

Zum wiederholten Mal überprüfte er sein Kom. Aber es gab immer noch keine Verbindung zu den anderen. Der Bunker schirmte offensichtlich zu stark ab für die kleinen Geräte. Es half nichts. Er verschob seinen Waffengurt so, dass der Karabiner vor ihm an seiner Seite herunterhing und schob sich in den engen Wartungsgang. Die Lampe am Karabiner strahlte schwankend auf den Boden und so konnte er wenigstens gut erkennen, wo er hintrat. Und während er sich mühsam voranarbeitete, versuchte er, das „Labor“-Kabel nicht aus den Augen zu verlieren…



[ Ihm ehemaligen Laborbunker | im Labor ] Piega


Ein lautes Krachen von der Labortür ließ Piega aufschrecken. Anscheinend versuchten die Reps, ihre Barrikade wegzuschieben. Sie hatten sich eh länger Zeit gelassen, als sie erwartet hatte. Und sie hatte ja nun auch den Prototypen – oder was davon übrig war – im Rucksack. Das Problem war nur: sie fand keinen zweiten Ausgang!

Dabei musste so ein Labor doch einen alternativen Fluchtweg haben. Hektisch rannte sie an der Rückwand des großen Raumes entlang und kam schließlich doch zu einem Schott. Aber es war verschlossen und hatte nicht mal ein Terminal. Nur ein großes, mechanisches Rad, mit dem es sich aufschrauben ließ. Aber das Ding war wahrscheinlich nicht ein einziges mal bewegt worden, seit es eingebaut worden war und saß absolut fest. Noch dazu war es für die kleine Bothan etwas über Kopfhöhe, sodass sie nur schlecht Kraft darauf ausüben konnte. Verzweifelt zerrte sie an dem Rad, aber es bewegte sich keinen Zentimeter.

Wieder ein Krachen vom Eingang her. Panisch schaute Piega sich im Labor um. Vielleicht war es besser, sich irgendwo zu verstecken? Sie flitzte zurück zu den Konsolen im Zentrum des Raums. Unter einigen der Terminals und Tische befanden sich kleine Schränke. Sie riss die Türen auf und schlüpfte samt Rucksack in den nächstbesten, der ihr genug Platz bot. Manchmal war geringe Körpergröße eben doch ein Vorteil.



[ Ihm ehemaligen Laborbunker | im Vorraum ] Anno und die Republikanischen Soldaten

Anno überlegte fieberhaft, aber irgendwie schien sein Hirn sich in eine zähe Masse verwandelt zu haben, aus der kein einziger zusammenhängender Gedanke mehr tropfte. Und das war, wie er fand, eine durchaus angemessene Reaktion auf eine vorgehaltene Blastermündung.
Jedenfalls ließ sich die Soldatin gar nicht erst auf sein Spielchen ein. Und dann kam auch noch Verstärkung. Ein Sullustaner gesellte sich zu der Soldatin und hielt ihm nun ebenfalls seinen Blaster vor, während er ihn einen Piraten nannte und ihn beschimpfte.

Anno versuchte, seine kurzen Arme noch höher zu halten und stammelte:

"I- Ich bin wirklich Techniker und wir sind hier auf der Suche nach einem Pr-Prototypen!" gab er zu. "Das hier war mal ein Labor! W-W-Wir haben keine b-bösen Absichten! Ich wusste nicht dass die Neue Republik auch hier ist."


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