Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

Corellia/ Coronet/ Krataswall/ Planquadrat F8-9/ Beim Kommandobunker 4th Bataillon / Arslan Wheeler und NPC´s
Mit, hinter dem Rücken verschränkten Armen und einem selbst gefälligen Gesichtsausdruck, stand der Kommandeur des 4th Bataillons im 'Pikemen'-Regiments vor der großen Holowand. Auf welcher eine Darstellung Coronets, des Krataswall und der da vorliegenden Ebene flimmerte und seinem Gesicht eine bläulich – blase Färbung verlieh.
Zufrieden atmete der gebürtige Corellianer ein und strich sich über seinen frisch gestutzten Schnauzer, welcher seine Oberlippe schmückte.
Ja im Moment lief alles bestens für ihn. Das Bataillon war aufgestellt und wartet gierig darauf, im Kampf gegen diese dreisten Rebellen gefordert zu werden. Was in Anbetracht der neusten Meldungen, über die momentan tobende Raumschlacht, immer mehr in den Bereich des Möglichen rückte. Doch sollte es dieser Rebellenabschaum nur versuchen. Coronet und dieser Wall waren uneinnehmbar und es würden Welle um Welle deren Angriffe, an den dicken Mauern zerschellen. Und sollte das nicht genügen, standen den Rebellen genug tapfere, treue – imperiale Soldaten gegenüber. Welche allesamt, ihr Leben für den Imperator und seine örtlichen Vertreter, in Form ihrer Kommandeure hingeben würden. In vorderster Linie die Strafkompanien, mit denen jedes Bataillon in diesem Regiment belastet waren. Mit Freude würde Arslan die Gelegenheit nutzen, seine Strafkompanie in den Tot zu schicken, um so den „richtigen“ Soldaten ein ebensolches Schicksal zu ersparen.
Nichts, so schien es, konnte dem Bataillonskommandeur die gute Laune verderben. Selbst den größenwahnsinnigen Luftangriff irgendwelcher Aufständischen auf die Wallanlage, welcher in ihrer sofortigen Vernichtung endete und jedem Feind des Imperiums als Mahnmal dienen sollte, nahm Wheeler süffisant Lächelnd hin.

Zufrieden drehte sich der schlanke Mittvierziger um und überblickte mit aufmerksamen Blick die Männer seines direkten Stabes, die in völliger Ruhe ankommende Meldungen bearbeiteten und für den reibungslosen Ablauf innerhalb seines Bataillons sorgten. Mit gemächlichen Schritt, lief der Major durch den Kommandobunker und wollte sich gerade einen Schluck Wasser aus einem der Spender genehmigen, als einer seiner Untergebenen zögerlich die Hand hob.

„Major Wheeler, Sir. Eine Meldung aus dem Stab von Colonel Mydron. Das Regiment soll für einen Inspektion bereit gemacht werden !“

Angenervt durch diese Nachricht, zerdrückte der Offizier den leeren Pappbecher, welchen er bereits in der Hand gehabt hatte und lies diesen dann auf den Betonboden fallen. Nun hatte man es doch geschafft ihm seine gute Laune zu vermiesen. Denn als dienstältesten Bataillonskommandeur innerhalb der 'Pikemen', oblag es ihm, den Colonel zu begrüßen und mit diesem die Inspektion durchzuführen.
Bei den Gedanken an seinen Vorgesetzten, der sich regelmäßig wie ein tollwütiges Tier verhielt und an dessen Unheimlichen Sith Captain, durchfuhr den arroganten Wheeler ein kurzer Schauder. Arslan waren Mydron und dessen unberechenbares Verhalten einfach zu wieder, so etwas ziemte sich nicht für einen gebildeten imperialen Offizier. Trotzdem würde er sich dem Befehl fügen müssen und alles unverzüglich in die Wege leiten.

„Bestätigen sie den Erhalt des Befehls Lieutenant !“

Wies Wheeler eilig an und kam zu einer der Bedienkonsolen herüber, welche sich in Mitten des Raumes befanden.

„Captain, Sie informieren die anderen Bataillons- und Kompaniekommandeure. Sie sollen sich unverzüglich bereitmachen. Unsere eigene 1ste Kompanie wird die Ehrenformation für den Colonel stellen. Alle anderen bleiben auf ihren Positionen und erwarten uns dann vor Ort !“

„Jawohl Major ..!“

Erwiderte der angesprochene Captain daraufhin und machte sich sogleich daran, die nötigen Befehle weiter zugeben. Der Major ging indes, nachdem vorerst alles erledigt war, zurück zum Wasserspender, nahm sich einen neuen Pappbecher und befüllte diesen.

>>>>> EINIGE ZEIT SPÄTER <<<<<

Mit zusammengekniffenen Augen verfolgte der Major, wie sein massiger Vorgesetzter samt seines Gefolges auf dem Wall vorfuhr und dessen Gleiter nicht unweit bei der abgestellten Ehrenformation zum halten kam. Eher behäbig, stieg Mydron kurz darauf aus und stapfte in seine Richtung.
Als im gleichen Moment vom Führer der Abordnung ein schallender Befehl erklang.

„ACHTUNG !! DIE AUGEN LINKS !!“

Wie ein Mann, schlugen die Männer der1sten Kompanie daraufhin die Hacken zusammen und präsentierten ihre Blaster, während der Colonel die Reihen abschritt und sich dem bereitstehenden Bataillonskommandeur näherte.
Dieser brachte den größeren Mann einen militärischen Gruß entgegen und verharrt dann in unterwürfiger Habachtstellung.

"Major Wheeler, welch einseitiges Vergnügen! Ich hoffe Ihre Einheit ist einsatzbereit? Denn alles andere würde sich keineswegs gut in Ihrer Dienstakte machen!"


Begrüßte Mydron den Rang niederen Offizier unfreundlich und lies im Gegenzug dabei jede militärische Höflichkeitsformeln außer acht. Schwer schluckte Wheeler den Klos in seinem trockenen Hals herunter und räusperte sich nervös.

„Willkommen auf dem Krataswall Sir ! Das Regiment hat vollzählig seine Positionen bezogen und ist bereit jeden möglichen Angriff abzuwehren.“


Antwortet der schlanke Mann rasch und rieb sich die Schweiß nassen Hände unmerklich an der Hose ab. Wie hatte es dieser ungehobelte Kerl überhaupt geschafft in einen so hohen Rang aufsteigen !?


Corellia/ Coronet/ Krataswall/ Planquadrat F8-9/ Inspektion/ Arslan Wheeler/ Colonel Sipher Mydron und NPC´s
 
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[Corellia-Coronet-auf dem Krataswall-Planquadrat F8-Strafkompanie Resh-Krill-Usk]Robert Muldoon, Dash Harend, Terry Dourshe, Darek Trask, restliche Kompanie

]"Was ihr Vergehen angeht, kann ich das zwar ebenfalls nicht sonderlich gutheißen. Aber ich bin nicht der Meinung das sie deswegen hierher gehören. Genauso wenig wie der Großteil der Männer in dieser Kompanie. Doch leider, gehöre ich ebenfalls zu den in Ungnade gefallenen und kann dahingehend nichts unternehmen ! ..... Nun gut, da ich wahrscheinlich bis zur Rückkehr in die Kaserne auf ihre Akte warten muss, erzählen sie mir doch etwas über sie. Aber beschränken sie sich dabei bitte auf das wirklich Wesentliche !“

Das war das Stichwort, Darek würde sich wirklich kurz halten, doch über was sollte er von sich berichten.
Über seine Herkunft wollte er nicht berichten, sie war unwichtig für einen Krieger, also fing er einfach bei seiner Grundausbildung an.


"Ich habe eine Grundausbildung genossen, wie jeder andere Soldat auch, danach wurde ich in Die Einheit "Die Heimatlosen" versetzt in der ich drei Jahre lang diente.
In dieser Zeit gab es genug Kriege und Schlachten in denen ich mich beweisen konnte.
Meine Spezialisierungen sind der Nahkampf und der Umgang mit der Waffe.
Ich spreche Basic, Mando´a und ein paar Brocken Huttesisch."


Das sollte reichen und würde möglichst wenige Fragen offen lassen.
Darek hatte inzwischen seine Haltung etwas gelockert, wenn auch nicht so, das sie respektlos gegenüber Captain Muldoon erschien.
Sein Blick blieb dennoch ernst und nun wartete der Seargent auf eine Reaktion von Seiten seines Vorgesetzten und hoffentlich auch auf neue Anweisungen.


[Corellia-Coronet-auf dem Krataswall-Planquadrat F8-Strafkompanie Resh-Krill-Usk] Robert Muldoon, Dash Harend, Terry Dourshe, Darek Trask, restliche Kompanie
 
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[: Corellia System | Planquadrat „F5 → E5“ :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: VSD II „Pandora“ | Brücke :||: Captain Toji Murata, Lt. Commander Serenety Akaji mit Brückencrew :]

Die Anspannung auf der Brücke der Pandora war mittlerweile zu spüren. Keiner der Brückenoffiziere konnte jene nach der Explosion noch gänzlich verbergen. Doch trotz dieser Tatsache blieben die Mitglieder ruhig, was davon zeugte, dass sie, obwohl sie noch nicht so lange unter dem Kommando von Captain Murata dienten, ein eingespieltes Team waren. Disziplin war das A und O an Bord eines solchen Schiffes und Seren würde dies positiv vermerken. Während der Sternenzerstörer sich weiter seinem primären Ziel näherte behielt Serenety die Konsolen im Blick. Ihr Körper war ebenfalls leicht verkrampft, wobei dies weniger auffiel, da ihre Haltung meist den Anschein dessen erweckte - auch in der eher freien Zeit - stets mit ihrer Arbeit verheiratet zu sein. Ihre Gedanken kreisten bereits darum eine mögliches effektive Strategie zu finden, um einen eventuellen Vorschlag unterbreiten zu können, der ihnen nicht nur einen Vorteil sondern auch einen zusätzlichen Überraschungseffekt bringen würde. Allerdings war es in dieser Situation nicht gänzlich einfach, denn in Bruchteilen von Sekunden veränderten sich die Schirme, deuteten neue Veränderungen an. Das Flackern der Schirme wurde durch eine Geräuschkulisse untermauert, welche nicht nur der Verarbeitung der Daten zuzuschreiben war, sondern auch von einzelnen Crewmitgliedern stammte. Serens Blick viel zu Lt. Kaine, dem Sensoroffizier, dessen Blick über seinen Schirm huschte und nur allzu deutlich machte, dass ihm etwas nicht sonderlich gefiel. Im nächsten Schritt teilte er mit, dass mit der Forces of Hope noch weitere Schiffe ins System gesprungen waren. Serenety biss die Zähne zusammen, trat neben Lt. Kaine und checkte deren Aufstellung.

„Sir, wir erhalten neue Daten. Die Forces of Hope hat Gesellschaft mitgebracht. Es handelt sich dabei um insgesamt zwei Sternenzerstörer der Defender-Klasse (Nemesis, Jedi Order), einem Imperialen-II-Sternenzerstörer (Black Star), einem Mon Calamarie-Sternenkreuzer der Klasse Neunzig (New Republic), einer Angriffsfregatte (Arco), einer Fregatte der Corona-Klasse (Freestar), einem Quasar-Fire Träger (Flurry), zwei Kanonenbooten der Warrior-Klasse (Hotspur und Windsong), sowie einem 418-Imobilizer (Smuggler’s Friend). Die Achilles bestätigt dies.“

Die junge dunkelhaarige Offizieren warf ihrem Vorgesetzten einen kurzen Blick zu. Der Verlauf der bisherigen Schlacht gefiel ihr nicht. Einbildung oder nicht, aber der „Wahnwitz“, der Rebellen, eines ihrer Schiffe zu opfern machte deutlich, dass sie gewillt waren alles für einen Sieg aufzugeben. Sie würden versuchen ihre Forderungen durchzusetzen, wie Admiral War Blade schon sagte, notfalls mit Gewalt. In diesem Punkt hatten sie ein Zeichen gesetzt. Wie auch immer man dies sehen wollte, dem Admiral seine Worte waren keinen Augenblick zu spät erfolgt. Sie fragte sich, welche Taktik sie als nächstes verwenden würden, um ihren Worten gänzlich Gehör zu verschaffen. Das Imperium würde nicht aufgeben, nicht solange es noch offen stand, welche Seite siegen würde. Eines jedenfalls war für Serenety sicher, sollten sie versagen, sollte das Corellia System an die Rebellen fallen, würde dies erst der Anfang sein. Der Anfang einer Reihe von weiteren Angriffen. Die Republik, wie sie sich schimpfte, würde versuchen, weitere wichtige Systeme für sich zu gewinnen. Wenn Corellia an sie überging, würden sie sich bestärkt darin fühlen weiter vorzugehen. Sie wollte gar nicht darüber nachdenken, was ihnen in den Sinn kommen konnte.

Serenety schüttelte den Kopf, befreite ihre Gedanken von diesem Ballast und blickte erneut auf die Schirme. Im nächsten Moment zog sie eine Braue in die Höhe. Was…! Sie glaubte nicht ganz was sie da sah und dennoch entsprach es den Tatsachen. Die Achilles war verrückt genug einen Plan zu verfolgen, welcher bei schlechtem Timing verdammt schlecht ausgehen konnte. Das kleinere Schiff behielt seinen Kurs bei, beschleunigte allerdings. Ihr Ziel warn die Minenfelder.


„Sir, die Achilles teilt soeben ihren Dank mit und informiert darüber, dass sie ihr geplantes Manöver durchführen wird.“

Wenn sie die Kommandantin des CK richtig einschätzte, wobei es sich hierbei um bloße Vermutungen handelte, dann würde diese versuchen mit Hilfe des Traktorstrahls das Minenfeld um zu verfrachten. Logisch betrachtet war diese Unternehmung riskant, verdammt riskant. Die Chance das dieser Plan glatt gehen würde stand, bei etwas fünfzig Prozent, zumindest dann, wenn die Mannschaft etwas davon verstand. Höher waren die Chance, sollte die Mannschaft in diesem Punkt wesentlich Qualifizierter sein, und Seren schätze O’Neill als durchaus geeignet ein. Zwar kannte sie die Frau nicht persönlich, doch niemand würde einen solchen Vorschlag machen, wenn er nicht entweder völlig irre war oder aber wusste, dass seine Chancen für einen Erfolg bei wenigstens siebzig bis achtzig Prozent lagen. Innerlich lächelte sie. Diese Idee hätte ebenfalls auch zu Serenety passen können.

„Captain, die Achilles teilt mit, dass sie mit ihrem Manöver beginnen.“

Ihr Tonfall war ruhig und dennoch eisig. Sie wünschte der Kommandantin des CK Glück, was ihr Manöver anging. Sollte dieser Funktionieren, würde er einige Risse in den Reihen ihrer Feinde aufweisen. Die Frage allerdings war, ob die Rebellen nicht etwas vermuten würden oder aber nicht kontern würden.

[: Corellia System | Planquadrat „F5 → E5“ :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: VSD II „Pandora“ | Brücke :||: Captain Toji Murata, Lt. Commander Serenety Akaji mit Brückencrew :]

Zwölfte Kampfgruppe
VSD II „Pandora“ [Schilde: 85% | Hülle: 93%] - Flaggschiff der Kampfgruppe [leichte Schäden an den beiden großen Triebwerken und kleinere Hüllenbrüche am hinteren Rumpf]
 
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[Correlia- Niemandsland zwischen den Städten- Point West- ehemaliges Landwirtschaftliches Lager]Ad. Crean Nube
Der Sullustaner blickte aus seinem verglasten Büro, unter ihm lag ein riesiger Raum gefüllt mit Kisten, Gleitern und Lebewesen. Riesig war das ehemalige Lager für Landmaschinen nur von seiner Sicht aus, die neuen Lager stießen in Größe deutlich aus, aber für die bescheidenen Verhältnisse des Widerstandes reichte es aus. Unter ihm wurden Gleiter beladen die über die ganze Welt gingen und die Widerstandszellen mit Waffen und Munition, größere Sammelplätze wie der derzeitige vor Corornet versorgten sie auch mit Nahrung. Ein zaghaftes räuspern lies den kleinen Humanoiden zusammen zucken und sorgte dafür dass er sich mit seinem Stuhl umdrehte. Nun lag dass Terminal vor ihm. Zehn Kontroller leiteten von hier aus die Frachterflotte bei "offiziellen" Sachen, wie Konvois oder Großangriffen. Vor ihm stand sein Adunjant ein Nautorlaner.
Sir wir haben eine beunruhigende Übertragung vom Sammelpunkt Hope erhalten.
Der Admiral des Widerstandes zog die Augenbrauen hoch, beunruhigend, dass Klang nicht gut.Nerres (der Adunjant) schaltete den Projektor ein. Das blaue Bild zeigte den Krataswall in voller Größe. Kurz darauf schob sich eine Hand ins Bild die auf einige Umrisse am Himmel deuteten. Durch den Zoom der Kamera waren diese Schiff eindeutig als Frachter zu erkennen. Sie stürtzten vom Himmel wie Raubvögle auf den Krataswall. Sie begannen zu feuern, das Schild hielt es mit leichtigkeit. Statt zu fliehen wie es jeder vernüftige Pilot getan hätte, griffen sie nun auch noch mit Jägern und Torpedos an, eine Verschwendung an Material. Die ersten Schiffe Fielen im Feuer, der Rest wurde Opfer einer Imperalen Staffel. Übrig blieb ein Haufen Asche. Der Film endete.
Gehörten sie zu uns ?
Wir konnten sie noch nicht eindeutig idenfiezieren. Quash? Der Amphib wandte sich an einen Der Kontroller
Ja?
Versuchen sie die Formation zu indendiefizieren.
[Correlia- Niemandsland zwischen den Städten- Point West- ehemaliges Landwirtschaftliches Lager]Ad. Crean Nube,Nerres Vert, einige Kontroller
 
Corellia/ Coronet/ Auf dem Krataswall/ Planquadrat F8/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Robert Muldoon/ Terry Dourshe/ Dash Harend/ Darek Trask und restliche Kompanie

Die folgenden Ausführungen des bärtigen Sergeant waren wirklich kurz und bezogen sich rein auf seinen bisherigen militärischen Wertegang, die absolvierte Ausbildung und Sprachkenntnisse. Über sein Privatleben, wie Herkunft, Familie und der Gleichen schwieg sich der Unteroffizier aus. Allerdings genügten diese Informationen dem Captain vorerst, denn alles weitere würde er schon früh genug aus der noch ausstehenden Personalakte des Mannes erfahren. Das hier sollte lediglich dazu dienen, sich einen ersten groben Eindruck von dem neu zuversetzten Soldaten zu machen.

„Hmmm..... gut Sergeant. Dann schauen wir mal wo......“

Begann der raubeinige Kompanieführer nachdenklich, als aus seinem Com die sachlich, kühle Stimme eines Offiziers aus dem Bataillonsstab zu vernehmen war.

„Captain Ambross an alle Bataillons – und Kompaniekommandeure des 'Pikemen'-Regiments !! Colonel Mydron hat sich für eine Inspektion auf dem Wall angekündigt. Befehl von Major Wheeler: Die 1ste Kompanie, des 4th Bataillons stellt die Ehrenformation zur Begrüßung des Colonels. Alle anderen Bataillone bzw. Kompanie bleiben auf ihren zugewiesenen Positionen und erwarten vor Ort die Inspektion durch den Regimentskommandeur, welcher von Major Wheeler begleitet wird. Machen sie sich unverzüglich bereit. Erwartete Ankunft in 20 Minuten.

Captain Ambross Ende....!“


Mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen sah Muldoon daraufhin zu dem Sergeant, stand auf und kam zu diesem herüber.

„Na haben sie ein Glück !! Sie haben die Ehre gleich unseren geliebten Regimentskommandeur UND unseren Bataillonskommandeur kennen zu lernen!!“

Raunte der grimmige Captain voller Sarkasmus und klopfte dem stämmigen Trask im Vorbeigehen freundschaftlich auf Schulter.

„Folgen sie mir Sergeant“

Fügte Muldoon im Anschluss hinzu und trat aus dem Unterstand hinaus auf den breiten Wehrgang. Dort lief er ein Stück in die Mitte und blieb stehen.

„ALLE PLATOONFÜHRER ZU MIR !!“

Brüllte der breitschultrige Offizier lautstark über den Wall hinweg und zog damit, wie gewünscht, die gesamte Aufmerksamkeit der Kompanie auf sich.

Corellia/ Coronet/ Auf dem Krataswall/ Planquadrat F8/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Robert Muldoon/ Terry Dourshe/ Dash Harend/ Darek Trask und restliche Kompanie
 
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Der erste Abschuss

[ Corellia - Hoher Orbit - Planquadrat "E5" - an Bord der "Valkyrie" - Kommandobrücke ] Sharin,


"Sir, die Systemkontrolle meldet Eindringen zahlreicher weiterer Raumschiffe in den Sektor. Planquadrat 'E2'. Die Identifizierung läuft noch."

Der XO dieses Kreuzers meldete diese Statusmeldung mitten in eine interessante Situation hinein. Vor ein paar Minuten hatten sich zwei imperiale Kampfgruppen, allen voran Admiral Zald Chevrons Flaggschiff, in die monströse Silhouette des feindlichen Supersternzerstörers der Executor-Klasse manövriert und diesen anscheinend erst einmal schachmatt gesetzt. Dafür musste die Verteidigungsflotte dieses Sektors nun auf zwei relativ intakte Kampfverbände und auf ihren Admiral verzichten. Eine nicht gerade zu unterschätzende Schwächung. Und die Schiffe, die gerade neu in den Sektor eintraten und laut Sharins Ansicht auf jeden Fall der Republik zugeordnet werden würden, ersetzten den bewegungsunfähig gemachten Supersternzerstörer, der eigentlich einmal imperial gewesen war, wieder. Also waren die Kräfte weiter aus der Balance gekommen und es sah noch schlechter für die Imperialen aus. Ein schwacher, illoyaler Befehlshaber würde vermutlich bald desertieren oder die Flucht ergreifen. Wie um diesen letzten Gedanken zu unterstützen, richtete plötzlich Zora Oriana, die Kommunikationsoffizierin dieses Schiffes, das Wort an ihren Vorgesetzten.

"Sir, eines der dortigen Schiffe sendet einen Funkspruch aus."

"Sofort abspielen."

„Hier spricht Admiral War Blade. Wir fordern die Freiheit des corellianischen Volkes und des Planetensystems. Wir sind hier, um Corellia aus der Sklaverei des Imperiums zu befreien.
Stellen sie die Kampfhandlungen ein und wir können über ihren Rückzug verhandeln. Ansonsten werden wir nicht davor zurückschrecken, unsere Forderungen mit Gewalt durchzusetzen. Wir lassen unsere Freunde auf Corellia nicht im Stich.“


Sharin lächelte grimmig. Das war zu erwarten gewesen. Die schwachen und wankenden Offiziere, die es auch im Imperium gab, würden bestimmt auf dieses verräterische Gelaber hereinfallen und vielleicht sogar wirklich das Feuer auf ihre ehemaligen Verbündeten richten. Doch der junge Humanoid mit den blutroten Augen sicher nicht. Seine Ehre gegenüber seinem geleisteten Eid und seiner Aristocra waren viel zu groß, als dass die Worte des gegnerischen Admirals irgendwie seine Standhaftigkeit geschmälert hätten. Von diesem War Blade hatte er sogar schon einmal gehört. Laut Akten in der Akademie auf Bastion war er für viele der Niederlagen des Imperiums verantwortlich und führte eine Gruppe Rebellen mit dem Namen "Forces of Hope" an. Ein lächerlicher Name. Das einzige, was dieser elende Haufen konnte, war scheinbar wirklich hoffen. Wieso sollte also der blauhäutige Commander sich ihnen ergeben und auf ihre Gnade hoffen? Ein ehrbarer Tod war ihm lieber als die Gnade von solchen Verrätern!

"Sir, die angekommenen Schiffe weisen allesamt eine imperiale Kennung auf!"

Torati äußerte dies etwas gelangweilt. Es war für ihn und auch seinem Schützling schon seit der eingehenden Nachricht klar, dass die Kampfschiffe zu 100 Prozent zu der gegnerischen Fraktion gehörten. Doch er hatte allein seine Pflicht tun müssen und ihn über die Identifizierung zu informieren. Nun wandte er sich wieder wichtigeren Dingen zu. Zum Beispiel den Ort des Eintreffens. Wenn der neue Feind zum Beispiel in der Nähe ihres Verbandes aus dem Hyperraum gesprungen war, sah die Lage für die 7. Kampfgruppe nicht gerade rosig aus. Zum Glück war dem nicht ganz so.

"Die Koordinaten, bei denen die Neuankömmlinge sich nun befinden, sind 45-67-93-0. Planquadrat 'G3'. Anscheinend möchte der Kampfverband den gleichen Weg wie der Supersternzerstörer mit seiner Eskorte und dann in unsere geschwächte Flanke vordringen."


Den selben Gedanken hatte Sharin auch. Falls die "Forces of Hope", die anscheinend diese Raumschiffe darstellte, den gleichen Weg wie die gerade eben gestoppte siebzehn Kilometer lange Dumastahlkonstruktion, dann könnte sie ihnen von hinten gefährlich werden und die Imperialen gegen die Gegner schieben, die ihnen nun schon entgegenstanden. Und ob aus dieser Umkammerung noch irgendwie eine effektive Operation möglich wäre, stand eher in den Sternen. Der schwarzhaarige Chiss glaubte eher nicht daran.

Doch ob sich die 7. Kampfgruppe zurückziehen würde, lag nicht in seiner Autorität. Er hatte eher damit zu kämpfen, dass die beiden Kanonenboote [Wallbreaker & Worden] vor ihnen, diesen Vindicator-Kreuzer auseinandernehmen würden. Das eine war schon stark angegriffen und würde nicht mehr lange durchhalten. Und nun stand die "Valkyrie" genau zwischen ihren beiden Feinden und feuerte auf beide mit gleich anhaltenden Eifer. Die Gegenseite hatte immer größere Mühe, ihrerseits ihre zu Anfang noch todbringend Raketen abzufeuern. Anscheinend waren die Waffendecks der Rebellen schon größtenteils zerstört. Und es würde nicht bei diesen bleiben.

"Waffensysteme, erhöhen Sie noch einmal die Intensität ihrer Batterien. Nicht mehr lange und das Primärziel wird vernichtet sein."


Und er sollte recht behalten. Während Tarek al-Malik an seiner Konsole noch einmal seine Mannschaften zur Erhöhung ihrer Feuerkraft aufrief, sah das Warrior-Kanonenboot so aus, als würde es entgültig auseinanderbrechen. In einem verzweifelten Versuch versuchte die gegnerische Navigation, zu beschleunigen und sich außerhalb der überlegenen Geschütztürme des imperialen Kreuzers zu bringen. Doch es sollte beim Versuch bleiben. Denn schließlich hatte es schon einiges an Schaden abbekommen und seine Schilde hatten schon längere Zeit aufgegeben. Warum der gegnerische Commander nicht schon den Rückzug angetreten hatte, war für Sharin ein Rätsel, aber endlich würde er seinen ersten Abschuss verzeichnen können. Mit nicht den Hauch eines Geräusches fraß sich ein Schuss eines Turbolasertowers durch die Ummantelung der nicht stark verstärkten Hülle. Das Vakuum rund um das Kanonenboot nahm den Platz, den die Lücke in der Außenhülle ihr bot, dankend an und stob ins Innere. Mit einigen millionstel Sekunden Verzögerung folgte ihr die Flammenwalze des unaufhörlich brennenden Strahls und pulverisierte die schon toten Besatzungsmitglieder des Kanonenbootes. Übrig blieben nur klägliche Überreste aus Hüllenteilen, Bordeinrichtungen und Leichenteilen, die in Folge der ausgestoßenen Energie nicht mehr auseinander zu halten waren.

Zum wiederholten Male eroberte ein Grinsen kurz die edlen Gesichtszüge des Chiss aus der Aristocra der Nuruodo. Doch ebenso schnell verblasste es wieder. Die Erfahrung von eben saß ihm noch in den Knochen und überschäumende Freude wie dieses kurze Grinsen konnte er sich in einer solchen Situation nicht leisten. Schließlich drohte immer noch die baldige Gefahr der "Forces of Hope" in ihren Rücken. Nicht zu vergessen das zweite Kanonenboot, das noch verzweifelt gegen den übermächtigen kämpfte. Die "Valkyrie" brauchte außerdem noch neue Befehle.

"Sehr gut, meine Herren und Damen. Doch konzentrieren wir uns weiterhin auf die Aufgaben, die vor uns liegen. Waffensysteme, richten Sie zuerst den Schützen meinen größten Dank aus, sie erhalten nach Beendigung der Schlacht doppelten Sold. Anschließend visieren Sie das zweite Kanonenboot [Worden] auf der anderen Seite als neues Primärziel an. Die Geschütze, die es nicht erreichen, sollen ihre Waffen auf die Corona-Fregatte [Pictou] richten, die unseren lieben Nebulon-B-Fregatte noch Schaden anrichtet. Kommunikation, informieren Sie unser Flaggschiff über den geglückten Abschuss und erwarten Sie weitere Instruktionen."

Bei der weitergabe seiner Befehle schaute er jeden seiner Offiziere tief in die Augen. Sie alle hatten hervorragende Arbeit geleistet. Am längsten jedoch verharrte sein Blick auf dem schönen Gesicht der Kommunikationsoffizierin mit den sinnigen Lippen, den himmelblauen Augen und der kleinen Stupsnase. Zora Orianas Haare, die normalerweise zu einer kunstvollen Frisur hochgesteckt waren, lösten sich langsam aus den Umklammerungen des einzigen Stocks, der die Stabilisierung des ganzen Konstrukts war. Die Fresianerin kam mit dem Hinter-ihr-Ohr-streichen der blonden Strähnen, die ihr unentwegt ins Gesicht fielen, schon gar nicht mehr hinterher.

Das erinnerte Sharin stark an Salara, seine Lebensliebe, die viel zu früh von dreckigen Rebellen auf einer diplomatischen Aktion hinterrücks ermordet worden war. Wie sie ihre Haare immer mit so einer Leichtigkeit aus ihrem Antlitz geschoben hatte, während sie ihm offen ins Gesicht gelacht hatte! Schon merkte er, wie das das Abbild ihres Gesichts alle anderen Dinge überstrahlte. Ihren Tod hatte der blauhäutige Chiss noch nie überwunden, gelegentlich bekam er sogar Anfälle, durch die er meistens bewusstlos wurde. Doch nun durfte das einfach nicht passieren! Schon kurz vor der Schlacht war der schwarzhaarige 25-jährige zusammenbrochen, aber da war die "Valkyrie" nicht so auf ihren Commander angewiesen wie in diesem Augenblick. Er konzentrierte sich mit aller Macht auf das Bild, das sich ihm bot, als er aus dem Fenster herausschaute. Die beiden Kanonenboote, die seinen Kreuzer die ganze Zeit über schon beschossen, kamen immer mehr auf ihn zu und stritten mit Salara darum, wer mehr im Fokus seines Interesses blieb.

Er musste die Verantwortung über sein Schiff behalten!
Salara lachte ihn in seinen Erinnerungen wieder an.
Er musste diese widerlichen Rebellen töten, die es wagten, auf sein Schiff zu feuern!
Salara strich sich eine Strähne aus ihren Haaren.
Er musste seiner Aristocra Ehre bringen!
Er musste diese Schlacht gewinnen!
Salara nahm lächelnd seine Hand in ihre und führte sie an ihre Lippen.
Er durfte sich vor seinen Untergebenen nicht noch einmal eine Schwäche geben.
Er musste an seine Karierre denken.
Er musste Salara retten.

Mit einem starken Ruck öffnete Avalosh'ari'nuruodo wieder seine Augen.


[ Corellia - Hoher Orbit - Planquadrat "E5" - an Bord der "Valkyrie" - Kommandobrücke ] Sharin,


VIN "Valkyrie": Schilde 72% / Hülle 94%

Schutzstaffeln
- TIE-Fighter-Staffel [3/12] (aufgelöst)
- TIE-Inceptor-Staffel [7/12]


 
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[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E5 | Republikverband | SSD Event Horizon | Hilfsbrücke] Captain Miller

Etwas umständlich zog sich Captain Miller an irgendeinem Einrichtungsgegenstand der Hilfsbrücke von deren Fußboden hoch. Es war dunkel: Nur rote Notleuchten brannten, und ihr Licht wurde teilweise vom Rauch verschluckt, der sich unter der Decke sammelte. Er wurde vom Gestank verbrannten Kunststoffs und glühenden Metalls begleitet und brannte in der Lunge. Der Captain musste husten, als er die scharfen Gase und Partikel einatmete. Ähnliche Geräusche kamen aus allen Ecken des Raumes und aus unterschiedlichsten Kehlen. Das war aber eigentlich ein gutes Zeichen: Wer hustete, war noch am Leben.

Als die feindlichen Schiffe in die Event Horizon eingeschlagen waren, hatte Miller nicht damit gerechnet, zu überleben. Doch der Bereich des Schiffes, in dem die Hilfsbrücke lag, war kaum in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch den Sturz auf den Boden, unkontrollierbares Umherschweben nach einem vorübergehenden Ausfall der Gravitation und einem zweiten Sturz nach deren schlagartigen Wiedereinsetzen hatte er sich einige Blessuren zugezogen und er konnte seinen rechten Arm nicht mehr bewegen. Aber den brauchte er auch nicht, um seine Arbeit zu tun.

Mehrere seiner Offiziere gaben sich zu erkennen und bestätigten ihre Einsatzbereitschaft. Es gab mehrere Verletzte, aber keine Toten. Zumindest hier nicht; anderswo mochten die Dinge wohl viel schlimmer stehen. Der Captain hatte keine Ahnung, wie viel von seinem Schiff noch übrig war, und ob man das Metall um die Hilfsbrücke herum überhaupt noch als Schiff bezeichnen konnte. Aber die Informationen, die nach und nach von rebootenden Konsolen ausgespuckt wurden, verdichteten sich langsam zu einem halbwegs klaren Bild. Offenbar war die Event Horizon als solche noch existent; aber ihre Aufgaben als Kriegsschiff konnte sie nicht mehr wahrnehmen.


»...Wir haben außerdem eine Menge Geschütze verloren«, setzte sein Erster Offizier den Bericht fort, nachdem sie beide kurz betroffen geschwiegen hatten in Anbetracht der Verlustzahlen: Vermutlich mindestens fünfzigtausend!
»Viele sind noch vorhanden, aber die Elektronik und Energieversorgung zu weiten Teilen des Schiffs wurde gekappt. Höchstens noch zehn Prozent unserer Waffen sind einsatzbereit. Außerdem haben wir alle Schildgeneratoren und so gut wie alle Außensensoren verloren.«

»Die Kommunikation?« fragte Miller. Seine Stimme war kratzig vom Rauch, den das Ventilationssystem nur langsam absaugen konnte, und vom Schrecken über die Vorfälle.

»Vollständig ausgefallen.«

»Wir müssen Statusmeldungen an die Commodores Niobe und Korus absetzen. Schicken Sie Leute zu den Hangars: Sie sollen es über die Funkanlagen der Landungsboote versuchen.«

»Ja, Sir. Welche weiteren Befehle erlassen Sie?«

Das war eine gute Frage. Viel war mit der Event Horizon nicht mehr anzufangen. Sie konnte in ihrem jetztigen Zustand nichts mehr zur Schlacht beitragen, und während man bei einem kleinen Schiff leicht hoffen konnte, beschädigte Systeme schnell wieder in Betrieb zu nehmen, war daran bei einem solchen Koloss überhaupt nlicht zu denken. Die Schäden, die zu so großflächigen Ausfällen führten, waren so enorm, dass sie mit Arbeitskraft und gutem Willen allein überhaupt nicht zu bewältigen waren. Der Supersternenzerstörer war nicht nur nutz-, sondern auch wehrlos. Imperiale Schiffe oder die W-165 konnten ihm nun leicht den Todesstoß versetzen.

Unter diesem Gesichtspunkt gab es eigentlich nur eines, was Miller noch befehlen konnte.


»Wir ziehen uns zurück. Geben Sie dem Maschinenraum bescheid: Sie sollen so viel aus den verbliebenen Triebwerken herausholen wie möglich. Wir versuchen, so schnell wie möglich aus dem Feuerbereich der planetaren Geschütze zu kommen.«

Er versuchte, sich an die letzten Darstellungen des mittlerweile funktionsuntüchtigen Taktikholographen zu erinnern, um den bestmöglichen Fluchtweg zu bestimmen. Eine sichere Route existierte nicht: Überall um sie herum gab es Feindschiffe und Gefechte mit unklarem Ausgang; überall konnten sie sich erneutem Beschuss aussetzen, den das lädierte Schiff vielleicht trotz seiner Massivität nicht mehr aushalten würde. Aber eine andere Option gab es nicht. Die Event Horizon durfte für die Neue Republik nicht verloren gehen.

»Steuern Sie uns in die Nähe der Werft. Dort werden die Imperialen hoffentlich keine Fehlschüsse reagieren, und dort können wir auf Feuerschutz durch Commodore Korus' und Admiral Stazis Kampfgruppen sowie den MC102 hoffen.«

Offenbar hatte auch sein XO keinen besseren Vorschlag, denn sie nickte nur und wandte sich dann ab, um die Befehle weiterzugeben. Kurze Zeit später flammten die letzten funktionsfähigen Triebwerke und Steuerdüsen des Supersternenzerstörers auf und drehten ihn langsam nach Backbord, um ihn mit der lächerlich niedrigen Geschwindigkeit von 15 MGLT in Richtung der Werft zu schieben. In Sicherheit, oder seiner endgültigen Vernichtung entgegen. Miller hätte im Augenblick keine Wetten darauf abgeschlossen.

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E5 | Republikverband | SSD Event Horizon | Hilfsbrücke] Captain Miller
 
[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E5 | Republikverband | DSD Valiant] Commodore Niobe

Wie Captain Miller, so war auch Commodore Niobe nach dem katastrophalen Ereignis vor allem bemüht gewesen, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen und diese Erkenntnisse an Commodore Korus weiterzuleiten. Schnell hatte sich gezeigt, dass die Event Horizon, wenngleich noch immer nicht zerstört, für diese Schlacht verloren war. Ohne umfangreiche Reparaturen, sofern diese überhaupt möglich wären, würde sie an keinem Gefecht mehr teilnehmen können. Was dies für den weiteren Verlauf der sechsten Schlacht von Corellia bedeutete, war noch nicht abzusehen.

Soeben erhielt er die Meldung, dass es der Besatzung des Supersternenzerstörers gelungen war, Kontakt zu seinem Flaggschiff aufzunehmen. Nach der Zerstörung der Kommunikationsanlage hatte man die Funkgeräte der an Bord befindlichen Landungsboote bemüht, um Lebenszeichen und einen Statusbericht abzusetzen. Captain Miller war noch am Leben; das war eine gute Nachricht, wenn auch nur ein schwacher Trost im Angesicht der zehntausenden Toten und des Verlustes ihres stärksten und wichtigsten Schiffes.


»Die Event Horizon versucht, sich aus der Reichweite der W-165 zurückzuziehen und Deckung durch die Werft zu erhalten, Commodore.«

Dies schien eine vernünftige Entscheidung zu sein, in Anbetracht der fatalen Umstände.

Der Theelin erwog seine Möglichkeiten. Der Rammangriff hatte den Kampf, in dem sie sich in diesem Augenblick befunden hatten, auf unerwartet schnelle und endgültige Weise beendet. Nun, nachdem diese Gegner ausgeschaltet waren, blieb die Frage, wie man die Valiant und die übrigen Schiffe der Gruppe Horizon nun am besten einsetzen konnte.

In den letzten Minuten der Schlacht war viel geschehen. Admiral Stazi sowie die Commodores Korus und Trilk schienen mit ihrem Durchbruch zur Werft hin Erfolg zu haben; es sah nicht so aus, als könnten sie noch gestoppt werden, auch wenn sie einen Teil ihrer Streitmacht zurücklassen mussten, um sich den Rücken zu decken, was aber ja von vornherein Teil des Plans gewesen war. Die CorSec-Einheiten, die bis vor wenigen Augenblicken noch eine schwer zu kalkulierende Bedrohung für Gruppe Furious bedeutet hatten, würden durch Admiral Blade und seine Forces of Hope nun ausreichend beschäftigt werden., woran sicherlich auch die Beschädigung seines Flaggschiffs nichts ändern würde. Der Weg der Event Horizon war nach der Vernichtung der Golan-III-Station frei, so dass sie nicht eskortiert werden musste. Die Kampfgruppen 2, 3, 8 und 9 sollten eigentlich auch in der Lage sein, sich ihrer Gegner zu erwehren.

Schlecht für die Republik standen die Dinge eigentlich nur dort, wo die vierte und sechste Kampfgruppe kämpften. Durch die überraschend schnelle Vernichtung des Defender-Sternenzerstörers Power of Persuation, wodurch die Republik auch einen weiteren fähigen Kommandanten verloren hatte, waren diese beiden Gruppen ihrem Gegner nun haushoch unterlegen und mussten vollständig aufgerieben werden, wenn sie nicht bald Unterstützung bekamen. Hier sah Niobe derzeit die beste Möglichkeit, seine Schiffe sinnvoll und nutzbringend einzusetzen.


Ihm waren neben seiner Valiant noch der Sternenzerstörer Lynx und die beiden Kanonenboote Spotter und Cyane geblieben. Sie konnten das Geschick in jenem Teil des Schlachtfeldes wenden.

»Bitten Sie Commodore Korus um Genehmigung, den Kampfgruppen 4 und 6 zu Hilfe kommen zu dürfen. Valiant und Lynx machen kehrt und fallen den imperialen Schiffen in den Rücken. Berufen Sie die beiden Kanonenboote von der Eskorte der Juris Est ab, sie sollen uns begleiten. Die Juris Est zieht sich gemeinsam mit der Event Horizon hinter die Werft zurück.«

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E5 | Republikverband | DSD Valiant] Commodore Niobe
 
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Der Sternzerstörer der Imperium-Klasse hielt stand! Inmitten eines unglaublichen Sturms gebündelter Energien aus einem halben Dutzend feindlicher Schiffe schien die 'Annihilator' jedem Unbill und Beschuß zu widerstehen. Die Deflektorschildgeneratoren wurden bis an die Grenzen der Belastbarkeit getrieben. In allen Farbspektren leuchteten die Defensivsysteme des eintausendsechshundert Meter langen Monstrums auf. Vereinzelt schnitten gleißende Strahlen konzentrierter Energie den vom menschlichen Augen nicht wahrnehmbaren Schutz und brannten entstellende Narben in die meterdicke Panzerung. Doch mit jedem weiteren Treffer näherte man sich einem schmalen Grat. Dem Grat zwischen Leben und Tod. Der Stolz der Flotte des Imperators sah sich mehr und mehr einer gewaltigen zahlenmäßigen Übermacht konfrontiert. Doch während das Schlachtschiff den Beschuß halbwegs ertrug, waren seine Geleitschiffe über alle Maßen gefährdet.

Weiterer Treffer strichen über die Reste der Schilde und verwüsteten die Oberfläche der Aussenhaut. Raketen durchstießen ungebremst die inexistenten Partikelschilde und sprengten in den darauffolgenden Explosionen Stahlbrocken, groß wie Wookiees ab! Der mächtige Sternzerstörer wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. All dies wurde auf der Brücke des Kriegsfahrzeuges in erster Linie durch schrille Stimmen der Offiziere und noch schrillere Alarmsirenen der diversen Systeme dokumentiert.


"Captain Jericho, wir erhalten Meldung über diverse Hüllenbrüche! Die Schilde halten dem Beschuß nicht weiter stand!", informierte einer der Mannen von der Sensorstation. Durch die vereinten Kräfte zweier Mon Calamari-Schiffe [Picon & Reef of Resistance] wurde das imperiale Kriegsvehikel mehr als nur gefordert. Über einhundert verschiedene Geschütze beharkten den Imperium-Klasse Sternzerstörer. Langsam aber sicher forderte genau das einen entsprechenden Tribut. Ohne die notwendigen Befehle musste über kurz oder lang Blut fliessen. Imperiales Blut.

"Durchstoßen! Navigation - ich erwarte eine Umsetzung der Befehle! Volle Energie auf Schilde und Antrieb! Wir brechen durch die feindlichen Reihen und machen eine Kehre. Geschlossen - mit dem Rest des Kampfverbandes ...", wies Captain Vylt Jericho an. Der Mann von Borosk hasste es, sich wiederholen zu müssen. Es war unabdingbar, dass sein Manöver Erfolg hatte - sonst war man dem Untergang geweiht.

"Sir - die 'Pursuer' meldet massive Probleme. Offenbar haben feindliche Bomber einen Teil des Antriebes lahmgelegt. Der Kreuzer besitzt nur noch vierzig Prozent der regulären Geschwindigkeit!", fiepste es vom Kommunikationsterminal. Das war die nächste negative Botschaft. Der Strike-Kreuzer war wichtiger Bestandteil der Planungen. Seine Feuerkraft zählte zu dem Schlagkräftigsten, was unter dem Kommando von Jericho zu finden war. Allerdings konnte man keine Ausnahmen machen. Absolut keine!

"Dann muss die 'Pursuer' zurückfallen. Übermitteln Sie die üblichen Dankesfloskeln an Commander Rhevv! Er soll den Rebell im Namen des Imperators ablenken! Wir stoßen weiter durch ...", grollte der Captain. Dabei wurde seine Stimme zum Ende des Satzes immer leiser, glich fast schon einem Flüstern. Doch der Blick des Schiffskommandanten mit ausgeweitetem Befehl über einen Kampfverband heftete sich direkt an die taktische Holo-Karte. Binnen weniger Augenblicke wurde angezeigt, wie sich eine digitale Schiffsgestalt aus der imperialen Kampfgruppe löste: Der zurückfallende Modular-Kreuzer der Strike-Klasse.

Während der feindliche Beschuß weiterhin mit der Urgewalt titanischer Schmiedehämmer auf die Aussenhülle und die minimal existenten Schilde der 'Annihilator', wie auch deren Geleitschiffe prügelte, vermochte es der Verband sich durch die engen Maschen des neurepublikanischen Netzes zu manövrieren. Offenbar nahmen die Rebellen-Offiziere das Schlachtschiff samt seiner Begleitung zwar wahr, sprachen den imperialen Schiffe allerdings keine allzu hohe Priorität zu. Dennoch peitschten wieder und wieder Warnmeldungen und Ausfallbotschaften über die Brücke. Der einst mächtige Sternzerstörer drohte in seine Bestandteile zerlegt zu werden. Doch davon bekam Captain Jericho nicht allzu viel mit. Seine Aufmerksamkeit galt einzig und allein der Schlachtkarte.


"Navigation - geschlossene Kehrtwende des Kampfverbandes, sowie wir aus dem Hauptfeuerbereich der feindlichen Einheiten sind! Sensorik - einen vollständigen Schadensbericht an Commander Maevric! Ich selbst will nur Meldungen über alle ausgefallenen Systeme von Bedeutung! Waffenstation - Turbolasertürme und Ionenkanonen neu ausrichten und nächstbestes Ziel direkt nach der Kehre anpeilen! Feuer nach eigenem Ermessen! Flugleitkontrolle - verbliebene Bomber und Jäger der Achten Kampfgruppe neu organisieren und auf den Feind hetzen!", bellte der Captain mit dem unvergleichlichen Charmes eines Rancorbullen. Natürlich wurden seine Anweisungen in Windeseile übertragen, umgesetzt oder weitergeleitet. Das Überleben aller hing von den präzisen, wenngleich standarisierten Direktiven ab.

Während die Brückencrew - hockend in den Brückengräben - ihrer Arbeit routiniert, wenn auch hektisch, nachkam, begann der Sternzerstörer eine langezogene Kehre zu fliegen. Noch immer griffen grelle Strahlbahnen feindlicher Geschütze nach dem stählernen Ungetüm - doch deutlich weniger als noch wenige Momente zuvor. Der Rebell hetzte allem Anschein nach mit maximaler Sublichtleistung in Richtung der Werftanlagen. Das wiederum gab Captain Vylt Jericho den Hauch einer Chance. Auch die übrigen Schiffe der Achten flogen dieses Manöver - konnte man der vorstoßenden Republik-Flotte doch so recht effektiv in die Seite fahren können.


"Captain Jericho, die 'Pursuer' sendet keine Daten mehr! Energiesignatur schwächt zunehmends ab!", warf der junge Offizier von der Sensorkontrolle ein. Das konnte nur bedeuten, dass der Strike-Kreuzer ionisiert oder sogar zerstört worden war. Ein bedauerlicher, aber notwendiger Verlust, wie der Captain mit imperialer Anteilslosigkeit feststellte. Das ohnehin schon eckige Gesicht des Offiziers blieb eisern und regungslos.


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8. Kampfgruppe: 3. Flottille

ISD "Annihilator" [Schilde 26% | Hülle 62%] [Captain Vylt Jericho] zahlreiche kleinere Hüllenbrüche & diverse Ausfälle
TIE-MKII [14 Maschinen]
TIE-Interceptor [10 Maschinen]
TIE-Bomber [8 Maschinen]
VIN "Behemoth" [Schilde 30% | Hülle 95%] [Commander Mengsk / Lieutenant Commander Asharra]
TIE-Fighter [7 Maschinen]
TIE-Bomber [8 Maschinen]
DRD "Errant" [Schilde 19% | Hülle 63%] Verlust von vier Turbolaserbatterien & teilweise ausgefallene künstliche Schwerkraft
TIE-Interceptor [4 Maschinen]
STR "Pursuer" [Schilde 4% | Hülle 53%] Antriebsleistung auf ein Viertel reduziert, Verlust von sieben Turbolasern; ionisiert
TIE-Interceptor [10 Maschinen]
TIE-Bomber [5 Maschinen]
COR "Pollux" [Schilde 27% | Hülle 53%] Haupthangar-Dämmfeldgeneratoren zerstört, Verlust von 3 Laserkanonentürmen
TIE-Interceptor [16 Maschinen]
TIE-Bomber [7 Maschinen]
COR "Brazen" [Schilde 40% | Hülle 66%]
TIE-Interceptor [17 Maschinen]
TIE-Bomber [9 Maschinen]
 
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Wynhard Zalas strich sich über die pomadisierte Frisur und schnaufte durch. Zwar war in der jetzigen Situation eigentlich keinerlei Zeit und Raum für eitle Haarschnittkorrekturen, doch auf diese Art und Weise bekämpfte der Captain traditionell seine eigene Nervosität. Während Rear Admiral Devaar Thorne damit beschäftigt war, die komplette Schlacht über Corellia halbwegs geordnet zu koordinieren, oblag es dem nominellen Schiffskommandanten, sich um die 'Harbinger', wie auch die Siebte Kampfgruppe, zu kümmern. Nach dem Opfer von Admiral Chavron und dem damit verbundenen Verlust eines Imperium-II Klasse Sternzerstörers - nicht zu erwähnen die entsprechende Aufopferung von Vice Admira Rorken Varol samt der 'Brigand' - war es schwierig, dem Chaos der imperialen Verteidiger eine schlagkräftige Form zu verleihen. Ohne Neid auf die schweißtreibende Arbeit des Rear Admiral, spurtete Captain Zalas in den Backbord-Brückengraben und suchte dort direkt die Kontrollen der Kommunikation samt der entsprechenden Besatzungsmitglieder auf. Es war bedeutend für seine Aufgabe, eine permanente Verbindung zu den Schiffen der Siebten Kampfgruppe zu besitzen.

"Einen gesicherten Kanal zu den Schiffen der Kampfgruppe öffen!", befahl der blasse Offizier mit neutraler Stimme. Er war geschult darin, knappe, präzise Befehle zu verteilen. Im Gegenzug erwartete der Flottenmann eine zeitnahe Umsetzung aller Anweisungen. Vor allem an Bord eines Kommandoschiffes. Denn genau das war die 'Harbinger' mittlerweile - das Schiff des Oberkommandierenden der hiesigen Flotte. Als solches musste die Mannschaft jederzeit Höchstleistungen bringen können. Und selbige war dringend notwendig, befand sich der alabasterfarbene Sternzerstörer der Imperium-II Klasse doch im Auge des Sturms: Feindliche Schiffe beschossen den strahlenden Titanen. Turbolasergeschütze jeder Größe und aller Klassen spien ihre grellen Ladungen gegen die undurchdringlich scheinenden Schilde. Raketensalven prasselten in kaum gekannter Zahl gegen den unsichtbaren Schutz. Gleißend blaue Ladungen ionisierter Partikel überbrückten Dutzende Kilometer in Lidschlägen und belasteten Technik wie Organismen gleichermaßen.

"Interner Kanal ist offen, Sir. Nur Kampfgruppe Sieben!", bestätigte eine junge Offizierin. Kurz verlor sich Captain Zalas in deren jadegrünen Augen. Doch für amouröse Gedanken oder Hoffnungen war weder der rechte Ort, noch die rechte Zeit. Das Imperium musste siegen! "Herrschaften - hier spricht Captain Wynhard Zalas von der 'Harbinger'! Wir müssen die jetzige Position unter allen Umständen halten! Der gekaperte Supersternzerstörer mit der Bezeichnung 'Event Horizon' wird in Kürze Opfer der planetaren Geschütze. Wir konzentrieren unser Feuer dabei auf feindlichen Einheiten in der Nähe! Ich lasse die Zielkoordinaten des Primärzieles übermitteln! Commander Sharin - Ihre Aufgabe besteht darin ...", begann der imperiale Garde-Offizier, ehe ihn eine Stimme unterbrach.

"Captain, die feindlichen Geleitschiffe aus dem Verbund des Supersternzerstörers lösen sich. Ein Defender-Klasse, sowie ein Imperium-II Klasse Sternzerstörer und zwei Kanonenboote der Warrior-Klasse! Kurs auf unsere Position!", erklärte Lieutenant Sala Coval in all ihrer charmanten Dreistigkeit. Sofort ruckte der Kopf des Captain hoch. Eine derartige Feuerkraft verlagerte die Vorteile klar auf Seiten der Rebellen! Allein der Imperium-II Klasse entsprach dem eigenen Schiff. Verstärkt mit den anderen Geleitschiffen, ergänzt um die ohnehin schon dominanten Feindschiffe ergab das eine Aufsummierung von drückender Überlegenheit. Nun war man zu raschem Handeln gezwungen. Es war Zeit für wahre Heldentaten!

Da die Verbindung zu den anderen Schiffen der Siebten Kampfgruppe noch immer aktiv bestand, hatten auch die Offiziere der verbliebenen Kriegsvehikel die Neuigkeit erfahren. Überdies mussten die Sensoren der jeweiligen Kreuzer und Fregatten die gleichen Daten übermitteln, wie es die Lieutenant soeben getan hatte.


"Commander Sharin, nun ist der Moment gekommen zu zeigen, wie gut Sie wirklich sind. Ihre Leistungen an der Flottenakademie zwingen Sie zum handeln. Allerdings fordere ich nicht mehr und nicht weniger als ein Wunder von Ihnen, Commander! Sie müssen uns Zeit verschaffen! Verlangsamen Sie diese feindlichen Schiffe! Halten Sie sie auf! Sie erhalten alle notwendigen Freiheiten! Lieutenant Coval, sorgen Sie für einen entsprechenden Jägerschirm bei der 'Valkyrie' und versuchen Sie, ausreichend Bomber zu organisieren! Der Commander muss bekommen, was er benötigt!", befahl Wynhard Zalas. Nun war es am Chiss-Offizier, in die Rolle des imperialen Helden zu schlüpfen. Auch wenn der Gegner schier übermächtig war. Jede Sekunde konnte wertvoll sein. Trotz der Brisanz der Situation wagte der Captain einen Blick in Richtung des riesigen taktischen Holo-Darstellung der Schlacht zwischen den Brückengräben, unweit des Transparistahlfensterpanoramas. Dorthin also, wo der Rear Admiral just in diesem Moment mit der Schlachtkoordination beschäftigt war. Es vergingen nur Augenblicke, ehe Sala Coval, die Lieutenant eine Antwort präsentieren konnte.

"Bestätige, Captain Zalas. Abfangjägerschirm instruiert. Fünf Staffeln TIE-Interceptoren, sowie zwei Staffeln Raketenboote und eine erweiterte TIE-Bomber-Staffel begleiten die 'Valkyrie' mit sofortiger Wirkung!", verifizierte die Lieutenant. In Windeseile hatte sie die Reste diverser Einheiten zusammengestellt und instruiert. Solch energische und ambitionierte Offiziere brauchte das Imperium. Auch wenn die Lieutenant Coval weiblich war - der Schiffskommandant lobte sie. Innerlich. Stumm und leise. Eine effiziente Leistung. Doch viel mehr als das Organisationstalent war nun das taktische Geschick des Chiss-Commanders gefragt. Viel viel mehr.

"Ein Wunder, Commander Sharin. Ein Wunder!", orakelte Captain Zalas mystisch. Mehr wollte er nicht sagen. Mehr konnte er nicht sagen.


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:: Corellia-System :: Corellia :: Coronet :: Planetarer w-165 Turbolaser :: Feuerleitstand :: Lieutenant Nasir Tack, samt Richtschützencrew ::


"Geschütz aufladen! Primärziel bleibt bestehen! Feuerrate wird erhöht!", wies der diensthabende Offizier an. Die Rebellen sollten endlich bluten.

Dies war der ursprüngliche Plan. Ein recht einfacher Plan. Und dennoch dauerte es gefühlte Äonen, ehe sich an eine Umsetzung der Befehle gemacht wurde. Nasir Tack begann mit steigender Nervosität den Handballen seiner Linken zu kneten. Wieder und wieder walkte er das Fleisch durch und versuchte sich auf diese Art besser konzentrieren zu können. Um ihn herum rumorte es. Die mächtige w-165 Turbolaserkanone war dabei, sich erneut aufzuladen. Das mächtige planetare Geschütz war sicher gierig nach weiteren Opfern. Und nach war der anvisierte Defender-Klasse Sternzerstörer nur angeschlagen. Doch ein weiterer Schuß musste ihm unzweifelhaft vernichten. Es war also Zeit für den finalen Todesstoß! Lieutenant Tack registrierte den Schweiß, der auf seiner Stirn entstand. Sicherlich ein weiterer Beweis seiner eigenen Vorfreude. Mit fast lüsternem Blick starrte der imperiale Offizier und Herr über die planetare Waffe auf die Anzeigen vor sich. Von orbitalen Satelliten übermittelte Daten und Informationen wurden angezeigt, Zielkoordinaten übermittelt und die diversesten Analysen dargestellt. Eine Vielzahl von farblichen Abstufungen tauchte den Lieutenant in ein unwirkliches Farbenspiel.


"Wann haben wir wieder volle Leistung?", wollte der befehlshabende Offizier wissen. Es musste endlich weitergehen. Dieses neunmal verfluchte Feindschiff musste endlich das Zeitlich segnen. Es war ohnehin eine Frechheit, dass sich sein Rebellenschiff seiner totalen Vernichtung mit einem Schuss widersetzte. So etwas war fast schon ein Affront!

"Energiezuteilung bei vierundneunzig Prozent, Sir!", antwortete der Mann an den Hauptkontrollen der titanischen Waffe. Die w-165 war eines der prachtvollsten Zerstörungswerkzeuge, die jemals produziert worden waren. Ein feines Stück Vernichtungstechnik. Sofort huschte dem Lieutenant ein dreistes Grinsen auf das Gesicht. Eine Schweißperle lief seine Schläfe entlang und löste sich von einem Vorsprung. Unbemerkt färbte der salzige Tropfen die Uniform dort dunkel, wo er auftraf.

"FEUER!", brüllte Nasir Tack. Es war ihm vollkommen gleich, ob die Turbolaserkanone maximale Energie besaß oder nicht. Auch vierundneunzig Prozent Gesamtkapazität reichten aus, um diese republikanische Karrikatur von einem Sternzerstörer zu zerreissen! Über dem Raum von Corellia durfte es nur imperiale Schiffe geben. Und dafür sorgte in letzter Konsequenz die Mannschaft der w-165.

Kaum das sein verbaler und erschreckend lauter Befehl ertönte, wurde die Feuerfreigabe erteilt. Über Dutzende mannsgroßer Kondensatorbänke wurde die notwendige Energie umgewandelt. Der riesige Reaktor unter der im Radius einhundertfünfzig Meter messenden Waffe produzierte die entsprechende Leistung. Modernste Technik generierte das, was dazu dienen sollte, tausende von Leben auszulöschen. In wenigen Sekunden würde die fünfundzwanzig Meter messende Emittermündung einen gleißend grellen Strahl verschiessen ...

Eine gewaltigen Stöhnen gleich ächzte die gesamte Anlage! Lieutenant Tack riß in fast panischer Ehrfurcht die Augen auf. Sein Kopf flog herum. Furcht machte sich in seinen Eigeweiden breit. Furcht erfasste auch die übrigen Mannschaftsmitglieder. Überall auf dem Geschützstand huschten Blicke hin und her, flogen Finger über die Tasten und hechelten Menschen unbeantwortete Fragen.

Dann wurde der planetare Turbolaser erschüttert. Alles vibrierte. Unter den Füßen von Nasir Tack bebte die Erde! Was war hier los? Kurz darauf gellte ein schrilles Pfeiffe durch den Feuerleitstand. Ein schmerzender Ton malträtierte die Ohren und riß erst ab, als eine Explosion tief unter dem Offizier die Stabilisatorplattform zum schwingen brachte. Schlagartig wallte Hitze auf. Kaum gekannte Hitze! Schweiß drang dem Lieutenant aus allen Poren im Körper. Er schein förmlich zu kochen.


"Was ist hier los, zum Teufel? Bericht! Meldung! Irgendwas!", stammelte Nasir Tack zusammenhanglos und wenig souverän. Auch ihm war die Situation über den Kopf gewachsen. Und noch immer zerrte eine unsägliche Hitze an ihm.

"Ich ... ähm ... ich ...", stotterte der einzige Richtschütze, der halbwegs Herr seiner Sinne war. Doch dieses fahrige Gestammel war nicht hilfreich. "Offenbar ist die Haupt-Kühlmanschette hochgegangen, Lieutenant. Der Computer vermeldet den Ausfall aller Wärmewandler. Wir überhitzen, Sir. Und der Reaktor arbeitet auf voller Leistung - wenn wir ihn nicht abschalten, explodieren die Konsensatorbänke!", warnte und informierte der Stammler. Was für eine Misere. Eben noch einem weiteren Abschuss nahe und nun musste man befürchten, selbst verdampft zu werden. Was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Lieutenant Tack war ausser sich vor Wut!

"Ist das sicher? Oder nur Sicherheits-Gefasel?", spie der Befehlshaber verächtlich aus. Er kannte genug Techniker und Service-Bedienstete, die ihren Kopf bei jeder Gelegenheit zwischen die eigenen Knie zogen. Verabscheuengswürdige Feiglinge! "Haben wir noch genug Energie für einen Schuß?", wollte der Lieutenant wissen. Der Rebell sollte sich noch nicht in Sicherheit wiegen. Dieser Defender-Sternzerstörer war fällig.

"Sir .. ich muss ... ich ... dringend abraten ... wir können nicht noch mehr ...", begann der sabbernde Feigling. Doch weiter kam er nicht, denn Lieutenant Tack war inzwischen aufgesprungen und hatte den Mann von der Konsole gedrängt. Schnell hob er die flache Hand und starrte auf den Auslöser des mächtigen Geschützes. "Das ist eine Frage des Mutes. Und ich habe einen Befehl gegeben: FEUER!", sprach er und hämmerte seine Rechte auf die Konsole. Tosende Wirbel künstlicher Energie peitschten durch die Kondensatoren und wurden zu vernichtender Kraft gebündelt. Doch statt eines anhaltenden Strahles, der das Primärziel verheerte, explodierten lediglich die Energieumwandler und kleineren Emitter. Ein Drittel der w-165 Turbolaserkanone verging in Detonationen und Feuersbrünsten, als die restlichen Wärmetauscher verglühten und die gesamte Plattform erschütterten.


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[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 8 | STR Red Giant] Captain Takao'ee, Beth Castor

Captain Takao'ees grünes Gesicht nahm einen leichenblassen Ton an, als er die Antwort von Commodore Korus erfuhr. Dieser befahl der achten Kampfgruppe, ihre Position in der Formation um jeden Preis zu halten und Schiffe, die dies nicht leisten konnten, zur Not zurückzulassen. Der Oberbefehlshaber hatte dem Vorhaben des Captains, zurückzubleiben und sich dem Feind offen zu stellen, damit eine klare Abfuhr erteilt. Der Twi'lek hatte beschlossen, sich dem Gegner offen entgegenzustellen und auf diese Weise die begrenzten Kräfte seiner Schiffe optimal zu nutzen; doch nun sollte, nein, musste das geschehen, was er damit abzuwenden gewünscht hatte. Sie mussten weiter mit der Herde laufen, als das kleinste und schwächste Beutetier, während die hungrige Meute der Raubtiere ihnen nachsetzte. Sie mussten darauf warten, angesprungen und gerissen zu werden, anstatt der Meute zumindest die Hörner entgegenzurecken, während die Herde entkam.

Korus dachte offensichtlich anders darüber. Ihm wäre eine solche Analogie wohl nicht in den Sinn gekommen, denn er hatte keinen Grund, die republikanische Flotte als Beutetiere zu sehen. Aber als Kommandant eines Strike-Kreuzers und einer Gruppe von anderen Schiffen, die ebenfalls nicht schlagkräftiger waren, und mit mehreren Sternenzerstörern im Nacken, hatte Takao'ee einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen und seine Rolle darin. Der Commodore wollte Kräfte offenbar nicht aufspalten; aber der Twi'lek befürchtete, dass diese Entscheidung den Untergang seiner Kampfgruppe nicht abwenden, sondern nur sinnloser machen würde. Bald würden sie die Apollo verlieren, und mit ihr die Scavenger. Dann war es nur eine Frage der Zeit, bis es das nächste Schiff erwischte. Und letztlich würde bei Ankunft an der Werft die gleiche Lücke in der Backbordverteidigung klaffen - nur mit dem Unterschied, dass sie nicht die Gelegenheit für eine wirkungsvolle Gegenwehr erhielten.

Der Captain machte Korus keinen Vorwurf deswegen, sondern vielmehr sich selbst. Mit seiner Entscheidung, die Befehle eigenmächtig abzuändern und eine Formationsänderung anzuordnen, die jetzt - viel zu spät - wieder rückgängig gemacht werden musste, hatte er kostbare Zeit seiner Schiffe verschwendet. Sie drohten den Anschluss zu verlieren, was ihre Situation in jeder Hinsicht nur verschlimmern konnte, und mussten dann unter anhaltendem Beschuss der feindlichen Flotte fliehen. Nunja, immerhin würden sie noch ein wenig Beschuss von den wichtigeren Schiffen abhalten, dachte Takao'ee.


»Hätte man mir blioß nie das Kommando über eine Kampfgruppe gegeben«, fügte er hinzu.

»Wie bitte, Sir?« fragte Beth Castor.

Nun erst wurde ihm bewusst, dass er die letzten Worte nicht gedacht, sondern nur gemurmelt hatte. Er erwiderte den fragenden Blick seines Ersten Offiziers und sagte:


»Nicht wichtig. Meldung an alle Schiffe: Die Befehle von Commodore Korus werden ausführt. Wir nehmen unseren Platz in der Formation wieder ein. Verteidigungslinie auflösen.«

Er konnte ihren mitleidigen Gesichtsausdruck sehen, und das traf ihn schwer. Auch wenn er nicht wusste, ob ihr Mitleid ihm galt, oder dem bevorstehenden Schicksal der achten Kampfgruppe. Er fühlte sich als Versager. Alles war schief gelaufen, seit sie sich zum Sammelpunkt Milestone aufgemacht hatten. Und nun würde es ihm nicht einmal vergönnt sein, die Scharte auszuwetzen, indem er sich heroisch dem überlegenen Feind entgegenwarf. Vermutlich würde er sogar überleben und hinterher noch viele Jahre mit der Schande seines Versagens leben müssen.

»Captain, einige Bomber sind durchgebrochen«, lautete die Meldung, die ihn wieder ins Hier und Jetzt zurückzwang. »Sie greifen die Apollo an. Sie meldet schwere Schäden und bittet um Hilfe!«

»Und wie sollen wir ihnen helfen?« fragte Takao'ee halb grimmig, halb verzweifelt in den Raum hinein, doch niemand wusste eine Antwort darauf.

Ohne etwas unternehmen zu können, beobachtete der Captain, wie sich das holographische Abbild des Trägerschiffs Apollo noch weiter ins Rot verfärbte, als dies zuvor ohnehin schon der Fall gewesen war. Dieses Schiff war dem Untergang geweiht. Es war schrecklich, nichts dagegen tun zu können.

Das Feuer der näherrückenden imperialen Schiffe wurde immer stärker und dichter.


»Wie heißt dieser Schlachtkreuzer dort?« fragte Takao'ee und meinte damit den Victory-Sternenzerstörer, der seine Red Giant offenbar zum Primärziel auserkohren hatte. Salve um Salve schlug in dem Strike-Kreuzer ein.

»Es ist die Kali. Kommandiert wird sie vermutlich von Commodore Tiberius Mard

Viel konnte der grünhäutige Twi'lek mit dieser Information nicht anfangen. Aber aus irgendeinem Grund, den er selbst nicht kannte, war es ihm wichtig gewesen, zu erfahren, wer sein Gegner war. Düstere Todesahnungen quälten ihn, während seine Offiziere Meldung für Meldung die Schildleistung nach unten zählten.

»Sir, kein Kontakt mehr zur Apollo. Sie wurde nicht zerstört, reagiert aber nicht mehr auf unsere Rufe und sendet keine Statusmeldungen mehr.«

Was mochte wohl als nächstes kommen?

»Die Piper Maru und die Sequor stehen ebenfalls unter schwerem Beschuss.«

Captain Takao'ee konnte nur befehlen, das Feuer zu erwidern; etwas, das ohnehin schon alle Schiffe nach Kräften taten. Verbissen kämpften die republikanischen Einheiten unter seinem Kommando um ihr Leben. Doch die Mathematik und das Glück hatten sich gleichermaßen gegen sie gewendet. Es kam, wie es kommen musste, und wie es wohl durch nichts zu vermeiden gewesen wäre. Nach einer Reihe von Explosionen brachen auf der Apollo schwere Brände aus; der Start von Fluchtkapseln und Truppentransportern sagte mehr, als jede Statusmeldung es vermocht hätte. Und die Schilde der Fregatte Sequor kollabierten unter dem Torpedobeschuss einer Bomberstaffel, den die dezimierten Jägerstaffeln nicht hatten verhindern können. In einem verzweifelten Hilferuf wandte der Commander des Schiffes sich an seinen Anführer, und Takao'ee konnte deutlich das maßlose Entsetzen in den Augen des Mannes sehen, als die Fregatte in zwei Teile brach und die Holoübertragung jäh abbrach.

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 8 | STR Red Giant] Captain Takao'ee, Beth Castor
 
[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E6 | KG 9 | LTK Apollo | Bereitschaftsraum] Wonto Sluuk, Bullhead-Company

Nicht zum ersten Mal an diesem Tag gingen die Alarmsignale an. Doch diesmal handelte es sich nicht um eine vorübergehende Gefahr wie eine schnell behobene Fehlfunktion des Gravitationssystemes oder einen bevorstehenden Bomberangriff. Tatsächlich hatte letztgenanntes Warnsignal bis zu diesem Moment geleuchtet und getönt. Dann aber war es nach einer heftigen Erschütterung dunkel geworden und das Signal hatte sich geändert. Die Soldaten wussten alle, was die neue Warnung bedeutete, denn sie hatten in den letzten Tagen mehrere Übungen absolviert, die sich mit diesem größten aller Probleme befassten. Sie alle, selbst die abgebrühtesten, fürchteten es. Es war die Aufforderung, das sinkende Schiff so schnell wie möglich zu verlassen.

Wonto Sluuk hörte die zahlreichen Explosionen, manche fern, andere erschreckend nah. Er spürte auch den starken Luftstrom und das Absinken der Temperatur und er wusste, was es bedeutete. Das Schiff war leckgeschlagen und Atemluft entwich. Vor seinem inneren Auge stieg wieder das erschreckende Bild eines riesigen, im zerfetzten Rumpf gähnenden Loches auf, das ihn mit gewaltiger, unwiderstehlicher Kraft hinaus ins All riss, wo es nur Schwärze und ferne Sterne gab. Er wollte nicht, dass es so endete!

Binnen eines Herzschlages sprangen alle Soldaten der Bullhead-Company von ihren Sitzen auf, griffen nach ihrer Ausrüstung und liefen hinüber in den Hangar. Wonto musste kurz innehalten und sich nochmals umwenden, denn er hätte beinahe sein A-280 vergessen. Diese zweisekündige Verzögerung genügte, um ihn ans hintere Ende der hinausstürmenden Soldaten zu versetzen.

Im Hangar angekommen, konnte Wonto sehen, dass die Shuttles der Aegis-Klasse bereits mit laufenden Antrieben warteten. Ursprünglich waren sie dazu bestimmt gewesen, die Soldaten bei der Landung auf Corellia zu ihren jeweiligen Einsatzorten zu bringen. Nun würden sie als Rettungsboote fungieren. Die Evakuierung ging nicht halb so geregelt vonstatten wie bei den Übungen, aber auch nicht so chaotisch, wie es ohne vorheriges Training wohl der Fall gewesen wäre. Wer welchem Shuttle zugeteilt war, schien aber nicht mehr die geringste Rolle zu spielen: Jeder sprang einfach in das nächstgelegene Schiff, was die unangenehme Folge hatte, dass die letzten Soldaten zugleich die weitesten Wege zurückzulegen hatten.


»Los, los, los - alle in die Boote!« rief ein Offizier, während er die blaugrau gekleideten Kämpfer zur Rampe winkte. Als vierzig Mann hineingesprungen waren, gab er dem Piloten einen Wink zu starten, bevor er selbst als letzter einstieg und die Rampe schloss.

Ein anderes Shuttle startete bereits, und im Vorüberlaufen spürte der Ortolaner für einen Moment den heißen Triebwerksstrahl über die dicke, zernarbte Haut seines blauen Rüssels streifen. Es machte ihm nur um so bewusster, dass noch immer ein strenger, kalter Wind durch den Hangar strömte. Offenbar gelang es nicht, das oder die Lecks mit Kraftfeldern abzudichten.


»Hier drüben, Soldat!«

Für Wonto blieb nur das fünfte und letzte Shuttle der Komapanie übrig. Sein Rüssel und das Schlappohr wippten, als er die Rampe hinaufspurtete. Er fummelte umständlich das Gewehr von der Schulter, warf seinen Tornister unter den nächsten freien Sitz, ließ sich selbst darauffallen und seufzte erleichtert auf, als der Sicherheitsbügel vor ihm einrastete. Er hatte es in ein Boot geschafft. Nun musste das Boot es nur noch nach draußen schaffen.

Das Aegis-Shuttle Fünf hob ab, noch bevor die Rampe ganz geschlossen war. Da es sich beim Start um seine Achse drehte, konnte Wonto seinen Blick noch einmal über den gesamten Hangar schweifen lassen. Während des Vorüberlaufens hatte er gar nicht bemerkt, welch chaotische Umstände dort herrschten. Zahlreiche Feuer brannten. Panzer und Gleiter, die ebenfalls für den Bodenangriff vorgesehen gewesen waren, standen verlassen und verloren auf ihren Parkplätzen: Niemand würde sie mehr benötigen. Menschen, andere Wesen und Droiden liefen durcheinander. Der Ortolaner fragte sich, wie viele von ihnen wohl nicht überleben würden. Zumindest die Soldaten seiner Kompanie schienen es alle geschafft zu haben.

Die Rampe klappte zu und versperrte so die Sicht auf das Geschehen im Hangar. Auch schnitt sie die meisten Geräusche vom Innenraum ab. Sekunden später war noch weniger zu hören: Es war der Augenblick, in dem Shuttle Fünf die Hangarabschirmung durchflog und das Vakuum des Weltalls erreichte, in dem es keine Laute gab. Nur das heulende Summen der Triebwerke war noch im Inneren des Passagierraums zu hören.


[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E6 | KG 9 | Aegis-Shuttle] Wonto Sluuk, Soldaten der Bullhead-Company
 
[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E6 | KG 10 | MC102 Reef of Resistance] Captain Sistal, Commodore Trilk

Zuerst hatte es so ausgesehen, also wolle die feindliche Kampfgruppe (VIII) um jeden Preis und mit allen Mitteln ein Weiterkommen der vorrückenden Republikaner verhindern. Commodore Trilk und Captain Sistal hätten nicht einmal ausgeschlossen, dass der Sternenzerstörer der Imperial-Klasse (Annihilator) ebenfalls einen selbstmörderischen Rammangriff gegen den MC102 durchführen würden, wo wie es zwei andere Schlachtschiffe mit der Event Horizon getan hatten. Die Beinahe-Vernichtung der Event Horizon mit dieser drastischen Maßnahme hatte den beiden Kommandantinnen Schauer über den Rücken laufen lassen: Sie wussten, dass ihr eigenes Kommandoschiff trotz seiner beachtlichen Größe von 2.500 Metern nicht mit einem Supersternenzerstörer vergleichbar war. Von der Reef of Resistance wäre im Fall eines solchen Angriffs wohl nur Schrott geblieben.

Doch die Beschleunigung der gegnerischen Großkampfschiffe bedeutete keinen selbstmörderischen Angriff, sondern vielmehr den Versuch, der Zerstörung zu entgehen.


»Feiglinge!« dachte Commodore Trilk.

Captain Sistal jedoch sah es anders als ihre Vorgesetzte, sie konnte die Entscheidung der Imperialen gut nachvollziehen. Immerhin war nicht zu erwarten, dass sie flüchten würden; sie versuchten nur, die Bedingungen zu ihren Gunsten zu verändern.

Jedenfalls waren beide Frauen trotz ihrer unterschiedlichen Einstellung gleichermaßen froh über diese Entscheidung des Feindes. Der Weg zur Werft war nun beinahe frei.


»Zwischen uns und dem Ziel liegen nur noch sechs feindliche Schiffe«, fasste ein Offizier in Worte, was die taktischen Darstellungen in Bildern ausdrückten. »Ein schwerer Abfangkreuzer der Interdictor-Klasse (Vanquish), eine Corona- und zwei Lancer-Fregatten (Dependance, Cepahlus, Fearless) sowie zwei Eskortträger (Recovery, Spectre)

»Diese Kampfgruppe kann sich nicht mit uns messen«, stellte Sistal fest. »Aber sie ist zur Abwehr kleiner Schiffe ausgerüstet und hat eine starke Jägereskorte. Wir können unmöglich mit der Enterung beginnen, solange diese Schiffe einsatzbereit sind. Sie würden jeden unserer Transporter vernichten.«

»Ich teile Ihre Ansicht, Captain«, bestätigte die Quarren. »Wir müssen diese letzte Verteidigungslinie unschädlich machen, bevor der Sturm auf die Werft beginnen kann. Das gilt vor allem für die drei Fregatten. Wähen Sie sie als Ziele aus und feuern Sie, sobald wir in Reichweite sind.«

»Waffenkontrolle, Sie haben den Commodore gehört. Jägerkontrolle, unsere Maschinen bleiben dicht bei uns: Es gibt keine Notwendigkeit, sie gegen die Lancer-Fregatten anfliegen zu lassen. Sie sollen sich defensiv verhalten und auf angreifende Bomber achten.«

Die letzte Etappe ihres Vormarsches hatte begonnen. Er hatte mehr Zeit gekostet, als man im Vorfeld errechnet hatte; ansonsten war der Plan, den Admiral Stazi, Rear Admiral Ak'lya und Commodore Korus gefasst hatten, jedoch aufgegangen. Durch die enorme Ablenkung, welche der Republikverband dargestellt hatte, und den mutigen Vorstoß der zweiten Flottille, hatte es den Imperialen an ungebundenen Kräften gemangelt, um den Angriff auf die Werft aufhalten zu können.

Nach der Vernichtung der Golan-Station gab es nur noch zwei Dinge, die den Kommandantinnen ernsthafte Sorgen machten: Würden sie in die Reichweite der tödlichen W-165-Turbolaser geraten? Und würden die Imperialen lieber die gesamte CEC-Werftanlage zerstören, als sie in die Hände der Republik fallen zu lassen?


[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E6 | KG 10 | MC102 Reef of Resistance] Captain Sistal, Commodore Trilk

***

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E6 | KG 10 | MC102 Reef of Resistance | Hangar] Lieutenant Goose, Vinszo

»Sind Sie Lieutenant Goose?«

Thamira Goose wandte sich um, um zu sehen, wem die raue, etwas heiser klingende Männerstimme gehörte. Als sie dann hinauf in das braune Gesicht des großgewachsenen Humanoiden sah - ein kantiges, faltiges Gesicht mit hörnernen Auswüchsen, dünnem, strähnigem Haar, tiefliegenden Augen und einer Nase, die der eines Totenschädels ähnelte, erschrak sie ein wenig. Sie fasste sich jedoch schnell wieder.

»Die bin ich. Und Sie müssen wohl Jedimeister Vinszo sein.«

Auch wenn das derbe, bedrohlich aussehende Gesicht nicht unbedingt einen Friedenshüter vermuten ließ, gaben die weiten, hellen Roben des Humanoiden doch Aufschluss über seine Identität.

Vinszo hatte den Schrecken der Menschenfrau deutlich gesehen und auch gespürt. Doch er nahm es ihr nicht übel. Der Sanyassaner hatte sich längst daran gewöhnt, dass er diese Wirkung auf Menschen haben konnte. Ihm selbst gelang es ziemlich gut, Personen (und auch Situationen) nicht nach Äußerlichkeiten zu beurteilen, aber nicht jeder hatte seine Urängste so gut unter Kontrolle, wie man es den Jedi während ihrer Zeit als Padawan zu vermitteln versuchte.


»Jediritter«, erwiderte er. »Ich bin noch kein Meister.«

»Also gut, Jedirittern Vinszo. Sie wurden also meinem Zug zugeteilt. ...Willkommen«, sagte sie, nachdem sie ihn nochmals gemustert hatte. Die hellen, fast weißen Gewänder und das chromgränzende Lichtschwert an seinem Gürtel stellten einen irritierenden Kontrast zu seinem abstoßenden Gesicht und dem langen schwarzen Haar dar.

»Haben Sie denn schon einmal an einer solchen Landung teilgenommen?«

»Ich habe schon in verschiedenen Situationen gekämpft, aber ich gebe zu, dass ich nicht genau weiß, was mich diesmal erwartet«, gestand der Jedi ein.

»So geht es den meisten von uns«, erklärte Goose mit einem schiefen Grinsen. »Wir wissen nicht viel über die Verteidigung der Werft, außer, dass sie vermutlich sehr stark ist. Die Anlage selbst ist kaum bewaffnet, aber im Innern gibt es wohl eine Menge Soldaten, genug Raum für schweres Gerät und unzählige Gelegenheiten für Hinterhalte. Sind Sie mit den Plänen der Werft vertraut?«

»In groben Zügen«, antwortete Vinszo wahrheitsgemäß. Die Anlage war viel zu riesig, als dass man sich jeden Gang und jede Abzweigung hätte merken können, aber er wusste zumindest über den groben Aufbau bescheid.

Die Offizierin nickte und fuhr dann fort:


»Wie bei jeder Landungsoperation, werden die ersten Minuten die schlimmsten und verlustreichsten sein. Wir müssen in Hangars einfliegen, in denen sich der Gegner vermutlich gründlich verschanzt hat. Es wird Waffen geben, die imstande sind, unser Shuttle vollständig zu vernichten. Wir werden von Jägern eskortiert werden, die uns bei der Landung Feuerschutz geben werden, aber das ist kein Garant dafür, dass auch nur einer von uns seinen Fuß auf die Werft setzt.

Sobald das Shuttle aufsetzt und die Rampe aufgeht, gehen wir von Bord. Die ersten Meter werden wir durch dichten Beschuss und mit wenig Deckung zurücklegen müssen. Dabei werden viele verwundet werden oder sterben, denn in einer solchen Situation hat der Verteidiger alle Trümpfe in der Hand. Wir können den Feind nur mit bloßer Zahl erdrücken.

Was danach kommt, spielt jetzt noch keine Rolle. Unsere Aufgabe ist es nur, den Hangar einzunehmen und danach auf neue Befehle zu warten.

Glauben Sie, dass Sie dazu etwas Sinnvolles beizutragen haben?«


»Das hoffe ich sehr, Lieutenant. Meine Kenntnisse des Kampfstils Shien erlauben es mir, das Lichtschwert zur wirkungsvollen Abwehr von Blasterschüssen zu gebrauchen. Wenn Sie erlauben, verlasse ich das Shuttle als erster, auf diese Weise gelingt es mir hoffentlich, die nachrückenden Soldaten effektiv zu schützen. Zudem werde ich deutlich als Jedi erkennbar sein. Daher denke ich, dass meine bloße Anwesenheit schon viel Beschuss von Ihren Kämpern ablenken wird. Ich hoffe, dass dass deren Überlebenschancen auf diese Weise steigen.«

Lieutenant Goose konnte ihre Skepsis nicht ganz verbergen. Natürlich hatte sie schon von den Fähigkeiten der Jedi gehört und auch Aufnahmen davon gesehen, aber mit bloßem Auge gesehen hatte sie es noch nicht. Es fiel ihr schwer, darauf zu vertrauen, dass ein in Roben gehüllter Geistlicher mit einer archaischen, leuchtenden Klingenwaffe einen wirkungsvollen Schutz gegen die vernichtenden Kräfte unzähliger Blaster darstellen konnte.

»Überschätzen Sie Ihre Kräfte da nicht? Wir haben es nicht mit ein paar Piraten zu tun, sondern mit schwer bewaffneten imperialen Truppen«, erwiderte sie zweifelnd.

»Nunja, es ist Krieg... keiner von uns ist unsterblich. Ich kann beim ersten Schuss fallen wie jeder andere auch. Trotzdem scheue ich das Risiko nicht. Ich habe Vertrauen in die Macht.«

Dies war ein Thema, das die Soldatin um keinen Preis mit einem Jedi ausdiskutieren würde.

»Also gut. Sie gehen als Erster, wir folgen Ihnen. Hoffen wir das Beste.«

Sie deutete auf die offenstehende Rampe des Aegis-Shuttles, das ihr Platoon zur Werft tragen sollte.

»Nehmen Sie Platz und schnallen Sie sich an. Wir werden in wenigen Minuten abheben, die Werft ist nicht mehr fern. Es wird schneller losgehen, als uns lieb ist.«

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[Corellia | Coronet | Planquadrat G9 | Gefängnis | Nichtmenschentrakt | Hauptgang ] Joya No, Padme, Anakin, Milan, Tzun Suz, drei Widerständler

Als man Joya No von hinten packte, um ihn von dem fremden Kaminoaner - seinem personifizierten Alptraum - wegzuziehen, wollte er Widerstand leisten, doch fehlte ihm die Kraft dazu. Auch der zusätzliche Ansporn, den die Bezeichnung als ›genetischer Abfall‹ ihm gab und ihn wünschen ließ, dem Grauäugigen weit mehr einzuschlagen als nur die Nase, genügte nicht für einen erneuten Angriff. Also fügte er sich in sein Schicksal. Er rechnete nun damit, dass man ihn ohnmächtig prügeln, direkt erschießen oder, was das Schlimmste gewesen wäre, zurück in seine Zelle bringen würde, als sein Befreier - der Jedi namens Solo - die Lage aufklärte.

Der Kaminoaner namens Tsun Suz, jenes Individuum das dem Commander aufgrund seiner rassischen Merkmale mit unverhohlenem Abscheu begegnete und nicht nur als minderwertig, sondern sogar als völlig wertlos, als Abfall betrachtete, sollte ein Jedi sein? Ein Hüter des Friedens und Streiter für Zivilisation und Gerechtigkeit? Es fiel Joya No schwer, das zu glauben, aber die Situation ließ kaum einen Zweifel zu. Dies warf einen leichten Schatten über Nos Bild der Jedi an sich, obwohl sie hier waren um ihn zu retten. Nunja, der Grauäugige hätte ihn vermutlich am liebsten hier gelassen.

Solo sprach ihn nun auf seine Offiziere an, und Joya wurde bewusst, dass er sie schon beinahe wieder vergessen hatte; die Ereignisse hatten ihn zu sehr überrumpelt, er hatte seinen Satz vorhin gar nicht zuende gebracht.


»Ja, zwei meiner Offiziere sind hier im Nichtmenschentrakt«, antwortete er, keuchend von der Anstrengung des kurzen Tobsuchtsanfalls. »Das heißt, falls sie noch leben. Lieutenant Nolboss ist ein Gungan, ein rosahäutiger Amphiboide. Lieutenant Tenduun ist eine Skakoanerin und trägt einen metallischen Druckanzug. Bitte nehmen Sie sie mit!«

Ihm selbst fehlte die Kraft, um sich nach der Suche zu beteiligen, und auch die Willensstärke. Er wollte nur hinaus, auf keinen Fall zurück in den Zellentrakt.

»Mein Erster Offizier Mira Spencer und sechs weitere Besatzungsmitglieder müssten drüben im Menschentrakt sein.«

Hoffentlich konnte etwas für sie getan werden. Sie waren das Letzte, was von seinem Kommando geblieben war. Alle, die mit ihm gefangen genommen worden waren, befreit zu sehen, wäre ein kleiner, aber unschätzbar wertvoller Triumph in einer Reihe vernichtender Niederlagen. Und zudem wusste er nicht, wie er seinen Vorgesetzten erklären sollte, dass er als Einziger entkommen war und seine Untergebenen zurückgelassen hatte. Jetzt, da er endlich wieder hoffen durfte, seine Karriere womöglich fortzusetzen, spielten auch solche Überlegungen wieder eine Rolle für ihn.

Trotzdem, seine größte Sorge galt seinem eigenen Überleben und Entkommen. Daher war es ihm ganz recht, dass er den Menschen namens Milan begleiten sollte, dessen Aufgabe es war, nach einem Fahrzeug oder einem anderen Fluchtfahrzeug zu suchen. (Er ersparte sich und seinen Befreiern die peinliche Frage, ob sie ihre Flucht denn nicht vorher hätten planen können.) Dass er dabei die ganze Zeit in der Nähe von Tsun Suz sein musste, war allerdings weniger nach seinem Geschmack. Ein weiterer Grund, schnell von hier fort zu kommen.


[Corellia | Coronet | Planquadrat G9 | Gefängnis | Nichtmenschentrakt | Hauptgang ] Joya No, Padme, Anakin, Milan, Tzun Suz, drei Widerständler
 
Corellia ◄► Coronet ◄► Kaserne „Needas Wacht“ ◄► Büro ◄► Daycann Vijunn (NPC) und Dashra Amakiir (NPC)

Einzig das blaue Hologramm erleuchtete das Gesicht des Gehörnten. Der Zabrak musterte die Karte genau und notierte sich akkribisch in seiner zackigen, in kleiner, feinsten Kalligrafie die Daten die er benötigte. Hinter ihm tauchte eine Frau auf, die blasse Haut die sie aufgrund ihrer spärlichen Kleidung offenlegte, war übersät mit Tätowierungen. Über die hohe Lehne des gepolsterten Sitzes hinweg umarmte sie den Sith lasziv und sah sich das Werk ihres Meisters an, während ihr warmer Atem auf seinen Nacken traf. Es reichten keine Blumen, schönen Worte oder einfach nur der Charakter des anderen. Es hatte, wie alles im Leben der Sith, mit Macht zu tun und die Bindung als Vorteil für beide zu präsentieren. Am besten in Verbindung mit einem Aufstieg wie Daycan ihn seiner Lady bieten konnte. Die Verbindungen die zwischen Sith entstanden, konnten, in krassem Gegensatz zu ihren politischen und militärischen Bündnisen durchaus ewig halten – wenn die Macht des jeweils anderen gesichert war und Verrat keine dauerhafte, gewinnbringende Option wäre.

“Arbeitest du wieder viel, mein Meister?“ Die Art und Weise wie sie das Wort „Meister“ betonte, erweckte den Eindruck einer sarkastischen und doch auf eine ungewohnt liebevolle Art und Weise. Die Kälte die jedoch in ihrer Stimme mitschwang, die Härte die dabei zum Ausdruck kam, lies keinen Zweifel daran, dass dieses Pärchen kein frisch verliebtes, die Welt um sie herum vergessendes Paar sein konnte. Allein die Tatsache, dass sie ihn dutzte, lies auf ein besonderes Verhältnis der beiden schließen.


“Der Krieg steht vor der Tür, Mylady.“ Die Stimme war von Ernsthaftigkeit geprägt, sie duldete keinen Ungehorsam und war doch, gerade beim letzten Wort, erstaunlich weich. Die linke Hand umschloss die rechte, zur Faust geballte Hand, stützte den Mund auf diesem Gebilde und studierte weiterhin die taktische Karte vor ihm.


“Wir müssen uns vorbereiten. Zur Zeit befinden sich acht Angehörige des Ordens auf dem Planeten. Captain Xyxon und Lieutnant Vaxtor dienen als Offiziere in der Armee. Es bleiben dann nur noch wir beide und unsere Adepten. Wie läuft das Training?“


Die menschliche Frau löste sich von der Lehne des Sessels und umrundete diesen, bis sie direkt neben dem Zabrak stand. Sie begann, während sie ihre Stimme zur Antwort erhob, eine Strähne des rabenschwarzen Haares ihres Meisters um ihren Finger zu umwickeln.

“Sie trainieren hart. Sie werden eines Tages gute Sith werden.“


“Daran zweifle ich nicht. Du bist eine Schwertgeborene. Ich habe dich persönlich ausgebildet. Alles andere, würde mich enttäuschen. Ich will nur eins wissen: Sind sie auf den Krieg vorbereitet?“


Die Augen des Meisters trafen die seiner Geliebten und ehemaligen Schülerin. Er wusste wovon er sprach, in seiner gesamten Zeit als Meisterklinge des Ordens, hatte er nicht eine so fähige Kandidatin gehabt, wie Dashra. Die Warrior erwiderte den Blick, bevor sie eisiger als zuvor antwortete: “Nein. Niemand ist auf den Krieg vorbereitet. Sie werden allerdings ihren Zweck erfüllen.“


Stille senkte sich über die beiden Sith. Stumm betrachteten sie die Karte von Coronet und dessen Umgebung, auf der die Einheitbewegungen eingezeichnet waren. Eine freundliche Geste von Major Wheeler. Dem Zabrak schien, dass Xyxon jedes Mittel Recht sein würde, um Corellia und vor allem Coronet zu verteidigen, sollten die Rebellen landen. Selbst die Zusammenarbeit mit den Sith. Das erleichterte die Arbeit des Inquisitors. General de Vries war da weit unkooperativer. Etwas dagegen tun konnte er allerdings auch nicht direkt. Durch die Macht beeinflussen fiel schonmal weg. Umstehende würden es bemerken und woher dieser Spuk kommen würde, wäre für die Angehörigen des Militärs auch keine unlösbare Frage.


“Bereite deine Schüler vor, ich werde dasselbe tun. Danach werde ich mich mit General de Vries herumschlagen müssen. Vielleicht kriegen wir Truppen zur Unterstützung.“


“Setz bei ihm einfach deinen unwiderstehlichen Charme ein.“ hauchte ihm die Menschenfrau entgegen bevor sie sich auf den Weg machte. Der Krieg stand vor der Tür und er würde nicht erst freundlich anklopfen und um Einlass bitten.


Corellia ◄► Coronet ◄► Kaserne „Needas Wacht“ ◄► Büro ◄► Daycann Vijunn (NPC) und Dashra Amakiir (NPC)
 
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[Corellia-System – Orbit über Corellia – wenige Kilometer vor den CEC-Werften – Planquadrat E5/F5 – Vindicator-Kreuzer Behemoth – Ersatzbrücke] Norin Asharra, Vlademir Krakov


Nicht mehr als einige wenige Sekunden, die sich allerdings wie die Ewigkeit anfühlten, ließ er das Schiff in der defensiven Position verharren, dann gab er den Befehl, erneut aufzuschließen. Die Annihilator musste dringend entlastet und eine Schneise für den Durchbruch durch die feindlichen Linien geschossen werden. Im Blindflug ließ er die Behemoth ins Gefecht steuern, an die letzten Koordinaten, die sie mit ihren Sensoren empfangen hatten. Norin Asharra, der vorläufige Kommandant des Vindicator-Kreuzers, fühlte mehr und mehr die Last der Verantwortung auf sich ruhen. Ihre Schilde waren schwer angeschlagen, die Hauptbrücke ein Trümmerfeld und der Commander verletzt auf der Krankenstation. Dazu kam noch die unterschwellige Feindschaft mit Lieutenant Commander Krakov, der nun still vor sich hingrummelte, allerdings den Befehlen nachkam. Noch. Sollte er sich allerdings einen Fehler erlauben, das wusste Norin, war es mit der Ruhe dahin. Und die Zeit für Fehler kam jetzt.

Das Problem, bei der Durchführung des Befehls des Kommandeurs der 8. Kampfgruppe, war ihre beinahe Blindheit. Die Sensoren funktionierten nur teilweise und die eintreffenden Daten waren eher als ungenau zu bezeichnen und das war noch freundlich und hoffnungsfroh gedacht. Auch die Kommunikation war nach wie vor gestört, so bekamen sie von der Ansage des neurepublikanischen Admirals nichts mit.

„Sir, laut den Anzeigen startet die Annihilator den Durchbruch“, meldete die Sensorstation. Norin hoffte, dass es stimmte und sie nicht blindlings ein Manöver begannen, deren Ausführung noch nicht befohlen worden war. Es war enervierend, kein Panoramafenster, das einem half, die Situation wenigstens visuell einzuschätzen, zur Verfügung zu haben. So musste er sich auf die unpräzisen Daten der schadhaften Sensoren verlassen. Genervt strich er sich das Haar aus der Stirn und schaute seinen vorläufigen Stellvertreter an, der den Blick hasserfüllt erwiderte. Der momentane kommandierende Offizier der Behemoth wusste nicht, wie er so mit Krakov arbeiten sollte, wenn der nur nolens volens seine Befehle befolgte.

„Gehen Sie an Ihre Station Commander“, befahl er barsch, faltete die Hände hinter dem Rücken und sprach, dann weiter: „Navigation: Bringen Sie uns auf Position und folgen Sie dem Flaggschiff. Waffenkontrolle: Streufeuer auf alle sich nähernden Ziele.“ Er hoffte, so noch den einen oder anderen Treffer zu landen und somit eine Lücke in der gegnerischen Phalanx schaffen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, das ohne genaue Zielerkennung zu schaffen, war gelinde gesagt, zweifelhaft.

„Sensorik: Passen Sie auf, was die Annihilator macht und geben Sie die Daten an die Navigation weiter.“ Er atmete einmal tief durch. „Steuermann: Volle Energie auf die Sublichtmaschinen!“ Damit meinte er, ein Dröhnen zu hören und auch eine Erhöhung der Vibration unter den Fußsohlen zu fühlen, als die Behemoth mit vollem Schub dem Flaggschiff folgte. „Kommunikation: Teilen Sie der Annihilator mit, dass wir ihnen folgen, wir uns aber auf unsere Sensoren nicht verlassen können.“ Was er sich sonst noch dachte, sagte er nicht, auch sein Mienenspiel gab darüber keine Auskunft.

„Die Pursuer ist uns im Weg!“, brüllte die Sensorikoffizierin in beinahe panischem Tonfall während der Annäherungsalarm mit schrillen Tönen anging.

„Ausweichmanöver und wieder aufschließen.“

Es war wirklich in allerletzter Sekunde gewesen, dass die Sensoren das Schiff erkannt hatten und es bleib keine Zeit zum Aufatmen, denn das konnte sich jederzeit wiederholen. Die Behemoth zog hoch und überflog die Pursurer, die bald zurückblieb. Der schwere Kreuzer zog wie die anderen Schiffe, erneut das Feuer auf sich, während sie beinahe im Blindflug durch die feindlichen Linien pflügten.

„Schildstärke sinkt weiter … bei …“

„Das will ich nicht wissen. Alle Reserven auf die Schilde und die Antriebssysteme.“

Die Frau schwieg augenblicklich still und Norin fühlte abermals Krakovs Blick auf sich ruhen. Er wandte sich ihm zu und hob fragend eine Augenbraue, sagte allerdings nichts, sondern starrte nur zurück, bis sich der andere abwandte und sich seiner Aufgabe widmete.

Diverse Einschläge ließen den schweren Kreuzer erbeben, abermals gingen die Alarmsirenen an. „Schilde bei 20 Prozent, Sir. Die Decks drei bis fünf melden diverse Hüllenbrüche.“ Die Stimme, die zu Norin drang hörte sich fast gefühllos an, so als wäre es beinahe zu viel, was der Mensch dahinter aushalten musste. Keine Zeit blieb ihnen zum Atem holen, der junge Kommandant fühlte sich beinahe bedrängt in dieser Situation. Krakovs Augen ruhten erneut auf ihm, aber er hatte keinen Nerv für den älteren Mann, sollte der nur die Befehle ausführen lassen. Mit ruhigerer Stimme als er sich eigentlich fühlte befahl er: „Die beschädigten Bereiche umgehend evakuieren, anschließend die Lebenserhaltung für die Decks drei bis fünf abstellen und den Bereich versiegeln.“

Kaum hatte er ausgesprochen, waren sie durch die feindlichen Linien gebrochen, ohne dass er es bemerkt hätte, denn er konzentrierte sich auf Krakov, der wieder wegen der Lebenserhaltung lamentierte. „Sir, wir können doch nicht …“, begann dieser, sicher zu ereifern, doch Norin schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab: „Sie werden jetzt meine Befehle ausführen lassen oder sie entfernen sich von der Brücke. Haben Sie das verstanden? Wenn Sie nicht mitarbeiten, haben Sie hier nichts verloren.“ Seine Stimme und sein Blick waren kalt, seine Haltung steif, er ließ keine Müdigkeit erkennen, die bereits schwer auf ihm lastete, denn er hatte nicht mehr geschlafen, seit sie auf der Annihilator die Pause im Besprechungsraum gemacht hatten.

„Die Annihilator macht eine Kehre, Sir“, beendete der Mensch an der Sensorstation die Diskussion und Krakov wandte sich murrend um und kam seiner Pflicht nach, nicht nachdem er seinem Vorgesetzten noch einen giftigen Blick zugeworfen hatte, der Durastahl zum Schmelzen hätte bringen können. Krakov wurde blass, traute sich aber noch nicht zu handeln, denn noch befolgten auch die anderen Besatzungsmitglieder die Befehle des derzeit kommandierenden Offiziers und insgeheim wusste er, dass Asharra recht hatte. Widerstrebend fügte er sich und veranlasste das Nötigste. Wertvolle Sekunden waren in der Zwischenzeit verstrichen, denn hier zählte jede Millisekunde. Norin wusste, bei nächster Gelegenheit würde sich die Situation hier zuspitzen und er rechnete mit dem schlimmsten. Er mochte Krakov nicht, aber sie mussten zusammenarbeiten. Die taktische Station nahm wieder seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Die erkennbaren Veränderungen bauten sich nur sehr zögerlich auf und oft flackerten die Pünktchen. Er wusste nicht, ob das Fehlermeldungen waren oder zerstörte Schiffe. Es war nicht nur ärgerlich, dieser Umstand war untragbar in einem Gefecht.

Als sie die ungefähre Position, an der die Annihilator gewendet hatte, erreichten, gab Norin den Befehl, ebenfalls eine scharfe Kehre auszuführen.

„Navigation: Harte Wende! Waffenkontrolle: Reserveenergien von den Antrieben an die verbliebenen Turbolasertürme und die Schilde leiten, Ziel neu ausrichten und Feuer nach eigenem Ermessen.“

Umgehend wurde seinen Befehlen nachgekommen. Jetzt hatten sie die Republikflotte am Allerwertesten und ihre Schilde wieder ein wenig Zeit, sich zu erholen, falls ihnen diese vergönnt blieb.


[Corellia-System – Orbit über Corellia – wenige Kilometer vor den CEC-Werften – Planquadrat E5/F5 – Vindicator-Kreuzer Behemoth – Ersatzbrücke] Norin Asharra, Vlademir Krakov


Schilde: 20 %
Hülle: 75 %
TIE-Fighter: 7
TIE-Bomber: 8
 
:: Corellia-System :: bei Corellia :: Planquadrat 'E5' :: VII. Imperiale Kampfgruppe :: Nebulon-B Fregatte Paragon :: Commander Gil Brandolph


"Commander, Schilde kollabieren ...", peitschte die Stimme von Lieutenant Veelz über die in blutiges Rot der Warnmeldungen getauchte Brücke. Commander Gil Brandolph verfluchte den Rebell. Er hasste ihn und wünschte diesem Alien-Abschaum jede erdenkliche Schlechtigkeit an den Hals. Einzig - all diese Flüche bewahrten ihn nicht vor der Endlichkeit des Moments. Sein eigenes Kommando, manifestiert in Form einer altersschwachen Nebulon-B Fregatte, wurde von einem rebellischen Nachfolgeprodukt - einer Fregatte der Corona-Klasse - nach allen Regeln der Kunst zerschossen. Nach wie vor war verwunderlich, wie es dazu kommen konnte, dass der Feind fast baugleiche Schiffe in die Schlacht warf. Gedanken nach verräterischer Doppelbelieferung durch die privaten Megakonzerne der Galaxie flogen durch den Kopf des Commander. Die gewaltigen Produktionsstrassen von Bilbringi, Sluis Van, Kuat und Bothawui konnte Schiffe in kaum zählbarer Stückzahl auswerfen. Es war nur wirtschaftlich an jeden interessierten Käufer zu liefern. Allerdings widersprach es natürlich gewissen Embargos. Doch die Galaxie war groß und auch Flimsiplast war geduldig. Ein Schauder überkam den Schiffskommandanten bei dieser Vorstellung. Wieso sollte der Feind nicht auch Corona-Klassen benutzen, wenn er seine Streitkräfte schon auf Imperium-Klasse Sternzerstörer stützte und sich hinter der titanischen Gestalt eines Supersternzerstörers der Executor-Klasse verbarg. Die Überlegenheit imperialer Ingenieurskunst wurde wieder einmal deutlich - nur befand sie sich in dieser Schlacht auf der eindeutig falschen Seite!

"Liefern Sie mir einen Schadensbericht der feindlichen Fregatte! Sind unsere Bordschützen alle Stümper? Ich hatte explizit die gegnerische Brücke als Primärziel ausgegeben, Lieutenant!", brummte der 33jährige Commander ungeduldig. Brandolph wollte ... nein musste Ergebnisse sehen. Die Kampfgruppe von Rear Admiral Devaar Thorne konnte sich keinerlei Schwäche erlauben. Vor allem aber hatte Gil Brandolph nicht vor, als vermeintlich schwächstes Glied in der Kette der Verbandes zu brillieren. Er musste endlich einen Abschuß präsentieren. Hier und jetzt.

"Vereinzelte Treffer, Sir. Allerdings scheinen die Schilde der Corona stärker zu sein, als gedacht. Keine sichtbaren Auswirkungen, Commander.", vermeldete Veelz. Und sofort sank die Laune des Schiffskommandanten. Er ballte beide Hände zu Fäusten und trommelte auf seinem eigenen Kontrollpult herum - einem tobsüchtigen Wookiee nicht unähnlich.

"Was? WAS? Ich habe ein klares Ziel ausgegeben! Wenn ich nicht sofort ... sofort ... anständige Ergebnisse präsentiert bekomme, werde ich für eine drakonische Bestrafung jedes Einzelnen an Bord sorgen! FEUER AUF DIE BRÜCKE!", brüllte der sichtlich jähzornige Kommandant. Derweil bezog die 'Paragon' weitere Treffer. Das neurepublikanische Nachfolgeprodukt [Pictou] ging dabei jedoch mit fast chirurgischer Präzision vor. Turbolaserbolzen durchschlugen die nur noch hauchdünnen Energieschilde und frassen sie mit nicht zu sättigender Gier durch die Außenhaut der Nebulon-B Fregatte. Im Inneren verglühten sie Einrichtungen, Elektronik, Leitungen. Sie verdampften Besatzungsmitglieder und verloren ihre Energie im Sturm der kleinen Explosionen. Leichtere Laserstrahlen zernarbten die Panzerung des imperialen Schiffes und verkrüppelten Sensorik und Waffentürme gleichermaßen. Doch noch immer feuerte die 'Paragon' mit den frontmontierten Waffensystemen auf das republikanische Schiffe. Und noch immer war das Hauptziel die Brücke.

"Commander ... angreifende Rebellen-Jäger von steuerbord!", informierte Lieutenant Veelz. Der nach wie vor tosende Schiffskommandant riss sich von seinen cholerischen Schreiereien los und wirkte für einen winzigen Moment überfordert.

"Bin ich hier der einzige Mensch an Bord, der mitdenkt? Steuerbord-Laserkanonen ausrichten und abfangen!", befahl Gil Brandolph mit steigender Verachtung. Überall befanden sich untaugliche Idioten in der Flotte. Je mehr Aliens und Frauen in die Reihen der traditionsreichen Navy aufgenommen wurden, desto mehr verkam sie. Die einstmals glorreiche Flotte des Imperiums wurde zur interstellaren Groteskentruppe. Und verlor dabei jedweden elitären Anspruch.

"Commander ein Jäger abgeschossen, der andere .... SIR ... angeschossene Jagdmaschine trudelt ... und ...", fing der Lieutenant an, beendete seinen Satz jedoch nicht. Ein neurepublikanischer B-Wing wirbelte um die eigene Achse, nachdem die Laser der Nebulon-B Fregatte ihn getroffen hatten. Unkontrolliert und unsteuerbar überbrückte er die letzten Kilometer bis zum imperialen Schiff unbeschädigt - um dann dort einzuschlagen, wohin die Rebellen-Fregatte seit geraumer Zeit mit ihren Waffen griff: Die Hauptreaktor-Anlage. In einer Explosion verging der neurepublikanische Bomber. Doch da man der 'Paragon' ihre Schilde geraubt hatte, sorgte dies kurz darauf für eine feuersbrunstunterstützte Expansion des Reaktors. In Kombination mit dem anhaltenden Feuer der feindlichen Corona-Klasse Fregatte verging die Nebulon-B in einem gewaltigen Feuerball. Trümmerbrocken wurden davongeschleudert, Fragmente pulveriesierten vier miteinander ringende Raumjäger und sämtlicher verbliebener Sauerstoff der Fregatte nährte für kurze Zeit die Flammen.


:: Corellia-System :: bei Corellia :: Planquadrat 'E5' :: VII. Imperiale Kampfgruppe :: Nebulon-B Fregatte Paragon :: Commander Gil Brandolph
 
[Corellia-System | Orbit von Corellia | Planquadrat F6| Position innerhalb der X. Kampfgruppe | 418er 'Rampart' | Brücke] Jarvis Steiner, Ti'Rana Su und Brückencrew (NPCs)


Jarvis hatte das Gefühl das in den wenigen Minuten oder Sekunden mehr passierte als in den Stunden zuvor. Er hatte nur den Blick kurz von der Holodarstellung abgewandt und sich mit dem Daumen und Zeigefinger etwas "Schlaf" aus den Augenwinkeln gerieben, da war die Golan III Kampfstation in einer fulminanten Explosion untergegangen. Damit war Corellia und die Backbordflanke der Werften quasi schutzlos den Angriffen der Rebellen überlassen. Jarvis betrachtete stumm und mit wachsender Sorge die Stelle an der sich Sekunden zuvor noch die Station befunden hatte

Nur Augenblicke später erschütterten zwei gewaltige Explosionen den Supersternenzerstörer "New Horizon". Zwei imperiale Sternenzerstörer hatten sich in einem Himmelfahrtskommando auf die Bestie gestürzt. Der Koloss hatte sichtlich mit den Folgen zu kämpfen und schob sich langsam aus dem Kampfgebiet. Das was die Kommandeure der Schiffe geleistet hatte war das ultimative Opfer, ergriffen von so viel Loyalität nahm Jarvis seine Mütze ab und gedachte den Männern und Frauen an Bord dieser Schiffe. Gleichzeitig fragte er sich aber auch ob er selbst zu diesem Opfer bereit wäre. Wenn es nur um ihn selbst ging würde er ohne zu zögern sein Leben geben wenn er dadurch das Ergebnis der Schlacht verändern konnte. Aber es ging nicht nur um ihn. Da war Lieutnant Commander Canaris, Lieutnant O'Brian, Lieutnant L'hmar, Midshipman Krieg und die anderen der über 2.800 Mann starken Besatzung der "Rampart". Allen voran natürlich Ti'Rana Su, verstohlen sah er sich nach ihr um wie sie von Konsole zu Konsole eilte Daten abglich, Anweisungen verteilt, aufmunternde Worte aussprach und ihrer Seits zu Jarvis schielte. Er würde es wahrscheinlich nicht können...das eindringliche piepen des IFFs, der Identifikation von Freund oder Feind, riss den riesigen Commander aus seinen Gedanken. Auf der Holodarstellung zoomte er an die Formation, die gerade in das System getreten war, heran.


"Identifikation der eingetroffenen Schiffe!"

Auch wenn die Neuankömmlinge zu weit weg waren um in irgendeiner Art und Weise an "seinem" Kampf teilzunehmen wollte er doch wissen um wenn es sich handelte.

"Identifikation abgeschlossen, es handelt sich dabei um Verstärkung für die Rebellen, es sind die Schiffe: "Nemesis" und "Jedi Order"; zwei Sternzerstörer der Defender-Klasse, der "Black Star"; einem Sternenzerstörer der Imperiums II-Klasse, ein Mon Calamari-Sternkreuzer der Klasse Neunzig mit dem Namen "New Republic", eine Angriffsfregatte ("Arco"), eine Fregatte der Corona-Klasse ("Freestar"), einen Quasar-Fire Träger ("Flurry"), zwei Kanonenbooten der Warrior-Klasse ("Hotspur" und "Windsong") und einem 418-Imobilizer ("Smuggler's Friend")."

Wie immer hatte seine Sensorikoffizierin ganze Arbeit geleistet. Jarvis war stolz mit solchen Leuten wie Lieutant Liara O'Brian in der selben Flotte zu dienen. Es verlieh dem Dienst an Bord von Kriegsschiffen immer etwas elegantes und sehr effizientes wenn man mit Fachkräften arbeitete.

"Eines der Schiffe setzt auf einem offenen Kanal eine Botschaft ab. Blockieren oder abspielen?"

Kurz musste Jarvis nachdenken, was konnte ein Commander der Republik schon für eine botschaft für die Imperialen haben? Er war zu neugierig um es nicht abspielen zu lassen, allerdings musste ja nicht jeder an Bord hören was der Gegner zu sagen hatte.

"Spielen sie es ab, aber nur auf der Brücke."

"Hier spricht Admiral War Blade. Wir fordern die Freiheit des corellianischen Volkes und des Planetensystems. Wir sind hier, um Corellia aus der Sklaverei des Imperiums zu befreien.
Stellen sie die Kampfhandlungen ein und wir können über ihren Rückzug verhandeln. Ansonsten werden wir nicht davor zurückschrecken, unsere Forderungen mit Gewalt durchzusetzen. Wir lassen unsere Freunde auf Corellia nicht im Stich."


Es war die richtige Entscheidung die Botschaft, wenn man es denn so nennen wollte, nur auf der Brücke abzuspielen. Er würde zwar für seine Crew die Hände ins Feuer legen, aber in der Hitze der Schlacht konnte es schon mal passieren das einem die Sicherungen durchbrannten, auch wenn das nicht passieren sollte. Die Crew auf der Brücke verhielt sich jeden Falls tadellos, einige schüttelten den Kopf andere grinsten verstohlen. Es war lächerlich, es mochte Individuen geben die auf solch eine plumpe Propaganda reinfielen und die Seiten wechselten aber nicht an Bord diesen Schiffes.Das einzige was ihm nun noch Sorgen bereitete war der Name des Befehlshaber der neuen Kampfgruppe: Admiral War Blade. Dieser Name war nicht unbekannt, nicht in der sogenannten neuen Republik und auch nicht im Imperium. Er war der Kopf der "Forces of Hope", wie sich eine Gruppe von ehemaligen Ausgestoßenen genannt hatte. Jarvis hatte einiges zu diesem Thema der jüngeren Vergangenheit gelesen und sich auch einige Strategien des aufstrebenden Admirals angesehen.

"Commander! 'Anvil' hat die Nebulon-B Fregatte zerstört. Sie bricht auseinander, außerdem wurde der Liberator-Transportkreuzer zerstört."

Mit einem zufriedenen Feixen quittierte Jarvis die Meldung und setzte sich mit neuer Entschlossenheit die feldgraue Mütze wieder auf. Die Anstrengungen der imperialen X. Kampfgruppe zeigten erste Wirkung. Ein Blick auf das Holo gaben ihm die nötigen Informationen die er brauchte. Das konzentrierte Feuer der "Rampart" setzte der CRVa "Piper Maru" heftig zu, es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Schilde kollabierten und das Schiff direkt getroffen wurde. Gleichzeitig wurde das Flaggschiff der neunten Kampfgruppe der Rebellen von der "Kali" aufs Korn genommen und musste ebenfalls schwere Schläge wegstecken. Es war an der Zeit der neunten Kampfgruppe den Kopf abzuschlagen.

"Beglückwünschen sie 'Anvil'-Leader zu der Leistung und geben sie ihm als neues Ziel die "Red Giant". Hauptziel sind Geschütze und die Brücke. Wenn sie ihre Munition verbraucht haben sollen sie zurück kommen und nachladen. Für 'Sledge' bleibt weiterhin oberste Priorität die Bomber zu schützen."

Nur kurz musterte Jarvis die Statusanzeige zu den eigenen Schilden. Sie hatten die ersten Schüsse kassiert, aber es war nichts Ernstes. Noch waren keine feindlichen Jäger oder Bomber auf Abfangkurs zu dem 418er gegangen, so dass sich die Geschützmannschaften ganz auf den Angriff konzentrieren konnten. Die "Piper Maru", war kein würdiger Gegner für den Abfangkreuzer und erbebte immer stärker unter den gnadenlosen Treffer die erzielt wurden.

"Konzentriert das Feuer auf die Antriebssektion der Korvette, ohne Antrieb sind sie hilf- und schutzlos, und damit keine Gefahr mehr für uns."


[Corellia-System | Orbit von Corellia | Planquadrat F6| Position innerhalb der X. Kampfgruppe | 418er 'Rampart' | Brücke] Jarvis Steiner, Ti'Rana Su und Brückencrew (NPCs)


Interdictorkreuzer (418) Rampart
[Schilde 95%| Hülle 100%] (Generatoren deaktiviert) (Ziel: CRVa 'Piper Maru')
TIE/in Staffel [9|12 Maschinen] (Eskorte für TIE/sa)
TIE/sa Staffel [10|12 Maschinen] (Ziel: STR Red Giant)


 
Planquadrat G9 ~ Gefängnis ~ Nichtmenschentrakt ~ mit Joya No, Padme, Tzun, Milan, Jaina & zwei Unbekannte

Zufrieden stellte Anakin zu, dass seine als Befehl formulierten Vorschläge von den anderen zur Kenntnis genommen und ohne große Widerworte auch durchgeführt wurden. Sicher war es keine optimale Lösung die beiden Kaminoaner gemeinsam auf den Weg zu schicken. Doch Tzun war der einzige hier, der sich um Commander No kümmern konnte, sollte dieser medizinische Hilfe brauchen. Außerdem erschien Anakin der Hangar als das sicherste Ziel, zumindest in Bezug auf ihre Fluchtmöglichkeiten - Sobald ihr Plan aufflog würden die Sturmtruppen den Gefängnistrakt stürmen und auf Grund des Grundrisses erst am Ende ihres Einsatzes bis zum Hangar vordringen. Wie auch immer, hoffte der Jedi, dass Tzun sich der Tatsache bewusst wurde hier als Padawan zu sein. Der Kodex stand über seiner kaminoanischen Identität und die Macht verband jedes Lebewesen. Das war seine neue Realität, doch laut darüber belehren konnte der Jedi Meister ihn jetzt nicht. Sie hatten weder die Zeit noch wollte er ihn vor den anderen bloß stellen. Es war eigentlich schon schlimm genug, dass sie Milan gegenüber die Karten nicht offen gelegt hatten. Wenn sie das hier hinter sich hatten würde es sicher einiges zu besprechen geben, dachte Anakin seufzend bei sich.

"Ich werde sehen was ich tun kann.",

versuchte er auf die Ausführungen von Joya so zuversichtlich wie möglich zu reagieren. Dabei machten ihm die erste Offizierin und ihr Anhang am meißten Sorgen - nicht aus Sympathie, sondern einfach, weil er sich nicht daran erinnerte sie auf der Liste der politischen Inhaftierten gesehen zu haben. Einige davon waren ja mit hier im Nichtmenschentrakt, doch scheinbar nicht soviele wie sie vor Beginn ihrer Mission zu hoffen gewagt hatten.


"Wir sehen uns im Hangar!"

Mit diesen Worten wandte Anakin sich der Gruppe wieder ab und überlegte wie er dem Team von No am besten behilflich sein konnte, ohne ihre zum Glück noch bestehenden Tarnung auffliegen zu lassen. Er konnte nicht nach draußen kommunizieren ohne die "Quarantäne" zu brechen, aber genauso wenig wäre er in der Lage gewesen einfach hinüber in den Trakt zu spazieren, in dem die Soldaten der Republik festgehalten wurden. Das Beste war wohl, wenn er sich erstmal um die beiden anderen kümmerte.
Er lief in die entgegengesetzte Richtung von Padme und den beiden fremden Widerständlern(?), um die dortigen Zellen mit den politischen Gefangenen afuzusuchen. Auf dem Weg stoppte er immer wieder und erklärte den einzelnen Gefangenen unterschiedlichster Rassen, dass sie sich am Ende des Ganges zum Hangar sammeln sollten. Das war nicht immer ganz einfach, aber er musste nicht viele befreien. Das wiederrum war bedauerlich, denn ihre Quellen hatten von mehr politischen Insassen geredet. Kurz bevor Anakin die Zellen der Offiziere von Joya No erreichte, hatte er gerade einmal fünf Insassen zum Treffpunkt schicken können. Wenn Padme und die anderen ebenso wenig Erfolg hatten, würde es schwer ihren Einsatz hier überhaupt zu rechtfertigen... zumindest reichten dann die Transporter im Hangar, dachte der ernüchtert.

Etwas überrascht, dass dem Jedi auf seinem Weg kein weiterer imperialer Widerstand entgegen gekommen war, erreichte er nun die Zellen von Nolboss und Tenduun. Sie beide waren in separaten Zellen untergebracht worden, die sich hinter einem zusätzlichen Kontrollraum befanden, der offensichtlich auch für das Verhöhren von Insassen genutzt wurde - oder zumindest was das Imperium unter "Verhöhr" verstand.
Einen IT-O Verhöhrdroiden schaltete Anakin mithilfe der Macht problemlos ab, bevor dieser irgendeine Art von Signal abschicken konnte, bevor er von einer Konsole aus die Zellen der Republikaner abschaltete.


"Joya No schickt mich.",

begann Anakin die Situation zu erklären und die beiden Nichtmenschen von ihren nicht gerade einfach zu interpretierenden, verunsicherten Gesichtszügen zu erlösen. Kurz und bündig erläuterte der Jedi die Situation, wobei er feststellte, dass ihr Vorgesetzter offensichtlich mehr Pein abbekommen hatte, als die beiden in guter, körperlicher Verfassung befindlichen Personen vor ihm. Allerdings war es schwer auszumachen, ob das Imperium irgendeine Form von Kontroll- oder Überwachungsmechanismen implantiert hatte um eventuelle Fluchtversuche besser handhaben zu können. Ein Risiko, dass die Befreier bei jedem Insassen eingehen mussten. Erst nach ihrer Flucht würden sie gegebenenfalls die Möglichkeit haben die Befreiten auf Implantate zu überprüfen.
Aus einer Schublade nahm Anakin zwei Blaster und gab sie dem Gunganer und der Skakoanerin, die aus irgendwelchen Gründen an ihren im Gesicht klemmenden Gerätschaften herumschraubte, bevor sie die Waffe annahm. Gerade wollten sie den Raum verlassen, als der Monitor einer Konsole aufflimmerte.


"Wartet kurz!",

rief Anakin den beiden zu. Er hatte bereits eine Ahnung, was los war und ging zögerlich zurück zum Tisch mit der Konsole. Die anderen warteten an der Tür - sicher wollten sie so schnell wie möglich weg und konnten nicht verstehen, warum der Jedi jetzt inne hielt.
Was er dann sah widerlegte seine Annahme schnell, aber übertraf sein ungutes Gefühl. Offensichtlich zog das Imperium die Hinrichtungen vor, sicher hatte es auch mit der Schlacht im Orbit zu tun. Man wollte wohl so schnell wie nur möglich imperiale Gerechtigkeit walten lassen. Zähne knirschend starrte Anakin auf den Bildschirm, an dessen Rand eine Liste von Namen durchlief. Es mussten um die hundert Gefangene sein, darunter auch Mira Spencer und sicher auch die anderen Soldaten. Doch auch Gefangene, die hier auch aus republikanischer Sicht zu recht saßen mussten dabei sein. Vor Wut schnaufend fuhr Anakin sich durch die Haare, während er im Gedanken alle möglichen Szenarios durchspielte und nochmal zusammenfasste, wie die Situation stand:

Sie hatten ungenügende und teils falsche Informationen erhalten und konnten wohl nicht annähernd soviele Republikaner und Widerständler retten wie sie es geplant hatten. Viele der für eine Rettung in Frage kommenden Insassen waren in dem Trakt, in dem nun eine Hinrichtung durchgeführt werden sollte. Sie zu retten war leichtsinnig und im Grunde nicht möglich, da zum einen die laufende Befreiungsaktion und Flucht gefährdet wurde - die "Quarantäne", die ohnehin bald ablief, würde gebrochen. Außerdem würde man in dem Trubel auch auf ihre Hinrichtung wartenden Schwerverbrechern die Möglichkeit zur Flucht geben. Die Zeit lief ab und ihnen blieb eigentlich nichts, als so schnell wie möglich zu fliehen.​

Wäre er hier alleine gewesen, wäre Anakin wohl losgestürmt und hätte alle Imperialen zwischen ihm und Spencer und ihren Leuten reuelos umgenietet. Es fiel ihm schwer seinen Ärger über die Situation zu verbergen, geschweige denn im Zaum zu halten, doch was blieb schon anderes übrig. Es waren natürlich untypische Züge für einen Jedi, doch manchmal musste man seinem Ärger Luft machen, um sein inneres Gleichgewicht zu wahren. Mit seiner mechanischen, rechten Hand zerschlug Anakin die Konsole mitsamt dem Monitor und ließ den kompletten Stromkreis der Maschine überladen. Das hatte gut getan. Zumindest hatte er noch einsehen können, dass ihnen einige Minuten blieben um zu fliehen, einen oder mehrere Transporter aus dem Hangar zu stehlen und das von Anakin geplante Ablenkungsmanöver zu starten.

Geladen, aber auch entschlossen drängte er zügigen Schrittes, vorbei an den Offizieren Joya Nos und hinaus in den Flur. Sein Com ziehend öffnete er einen Kanal zu Milan und Padme:


"Wie ist euer Status?
Ich komme mit zwei bewaffneten Offizieren von Commander No zum Hangar.
Einige Gefangene müssten bereits bei euch sein.
Uns bleiben nur noch wenige Minuten, bevor der Trakt gestürmt wird.
Wir müssen in 'T minus 10 Minuten' starten! Bis gleich im Hangar."​

Unzufrieden, aber mit hohem Tempo forderte Anakin die beiden Offiziere auf ihm zu folgen und mit zurück zum Hangar kommen.

Planquadrat G9 ~ Gefängnis ~ Gang in Richtung Hangar ~ mit 2 Rep. Offizieren
 
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