Cranan 12

||Outer Rim Territories || Arkanis Sektor || Cranan-System || Cranan-12|| Guildspire || Crystal Gate || 'Leandra' - Landeplattform ||Pumpkin, NPCs

Während der HK-Droide seine beiden PADDs – für denRMD-20-Überwachungsdroiden und den Mondfalter-Spionagedroiden – auf ein PADD umstellte, arbeiteten seine Wartungsdroiden weiter an den Umbauten. Kurz teilte er dem Slicer-Droiden mit, dass er dem Zwischenlager auf Nar Shaddaa mitteilen solle, dass die Leandra in ein paar Tagen ankommen würde und sie einen Droidenschmied für zwei Lastenhebe-Droiden besorgen solle. Auch, dass sein Kopfgeldjäger-Büro sich beim Info-Broker auf Cranaan-12 melden solle, dass diese ihn nur über das Kopfgeldjäger-Büro erreichen könnten und er für ca. Sieben Tage unterwegs sei. Dazu sollte er einen 'UniSlice' besorgen, den der Droidenschmied ihn auch wieder einbaute. Immerhin war sein eigener UniSlice im Gehäuse des Mausdroiden verbaut. Weiterhin sollten alle beteiligten Stellen dem Info-Broker mitteilen, dass sie die Identität des Eigentümers – hier 'Osric Jaeger' – für sich behalten und nur den HK-Droiden (Pumpkin) als Kontaktperson angeben sollten. Während der Slicer-Droide alle Kontakte benachrichtigte, ließ er den YT-1000-Frachter nach Nar Shaddaa fliegen, damit er eine Tonne Bleiplatten – für Freyo – zwischenlagern und die benötigten Tische, Stühle und Ausrüstungsgegenstände abholen konnte. Alleine die Reise nach Nar Shaddaa würde etwas mehr als zwei Tage dauern. Während sich die 'Leandra' gen Hutten-Mond bewegte, stellte er die PADDs um, bereitete alle Informationen auf und begab sich vierundzwanzig Stunden in den Lademodus.

Outer Rim Territories || Hutten-Raum || Nar Shaddaa || Zwischenlager || Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

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Outer Rim Territories || Hutten-Raum || Nar Shaddaa || Zwischenlager || Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

Zwei Tage später, landete der YT-1000-Frachter auf dem Schmuggler-Mond und entlud die eine Tonne Blei-Platten, die er für Freyo's Frachter zur Verfügung stellte. Sobald dieser mit seinem Frachter – der 'Valor' – auf Nar Shaddaa ankam, sollte er die Bleiplatten einbauen, um Schmuggler-Verstecke im Schiff zu besitzen. Die beiden Lastenhebe-Droiden – die immer noch beschädigt waren – ließ er in das Zwischenlager entladen und lud dafür 45 Stühle und Tische, drei zusätzliche Sekretärdroiden und vier Buchungsdroiden ein. Diese sollten durch den bestellten Droidenschmied repariert und vorerst ihren Einsatz im Zwischenlager eingesetzt werden. Doch bevor sich der Droidenschmied um die Reparatur der Lastenhebe-Droiden kümmern konnte, sollte dieser den bestellten UniSlice in den Unterarm des HK-47-Attentäter verbauen. All die Zusatzsachen, die er verladen ließ, war für die Briefkastenfirma auf Cranaan-12 gedacht, um dort – mit besseren Vertragsbedingungen – eine größere Firma aufzubauen. Nach einigen Stunden des Umladens und Einbaus des UniSlices, ließ er sein Schiff wieder startklar machen, um nun nach Excarga zu fliegen. Dort sollte die letzte Tonne an Blei-Platten abgeliefert werden, um die 'Barossa' ausstatten zu können. Sobald der Frachter – die 'Leandra' – startbereit war, flog das Schiff nach Excarga.

|| Outer Rim Territories || Excarga System || Excarga || vor Cargarsis || Neben YT-2200-Frachter 'Barossa' || Pumpkin; NPCs ||

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|| Outer Rim Territories || Excarga System || Excarga || vor Cargarsis || Neben YT-2200-Frachter 'Barossa' || Pumpkin; NPCs ||

Während der YT-1000-Frachter nach Excarga flog, bekam Pumpkin die Mitteilung, dass Vane – der Info-Broker – einen Immobilienmakler beauftragt hätte und dieser für Pumpkin's 'Meister' zwei passende Immobilien hätte. Der stellvertretende Droide müsse nur vorbei kommen, um sich für eine der Immobilien zu entscheiden. Weiterhin wurde ihm mitgeteilt, dass er auch einen Rechtsanwalt beauftragt habe, der sich um die vertragliche Geschichte kümmern wollte. Doch dazu gab es noch eine Vielzahl an Fragen, die der Info-Broker im Anhang mitgesendet hatte. Da der Flug fast 2-3 Tage bis Excarga dauern würde, teilte der HK-Droide seinem Kopfgeldjäger-Büro und Sekretär mit, dass erin ca. fünf Tagen wieder auf Cranaan-12 sei, aber bis dahin alle Fragen beantworten und zurücksenden würde.

Anstatt nichts zu tun – was der HK-Droide nie tat, weil er immer eine Idee im Speicher hatte – bekam er eine verschlüsselte Mitteilung von Towani. Nur Text:

Towani: „S.T. An P.. Hab gehört, dass du die zwei Aufträge erfolgreich abgeschlossen hast. Sehr gute Arbeit. Dein nächster Auftrag ist auf Agamar. Wie immer habe ich dir weitere Instruktionen im Anhang mitgesendet. Viel Erfolg. S. T.“

Unabhängig davon, ob Towani ihn einen neuen Auftrag vermittelt hatte – ohne Nennung einer Zeit oder Dringlichkeit – kümmerte sich der HK-Droide zuerst um seine Sachen, bevor er nach Cranaan-12 und dann nach Agamar aufbrechen würde. Der HK-Droide prüfte noch einmal stolz all seine verbauten Schlofföffnungswerkzeuge – darunter auch den UniSlice – um sich dann an die Einrichtung seines freigewordenen PADDs zu kümmern. Immerhin wollte er ein Slicing-Tool haben, dass er an Konsolen anschließen und sich problemlos – oder zumindest einfacher – in Terminals hacken konnte. Dazu lud er sich, mit Hilfe des NR-1100-Slicer-Droiden, automatische Slicing-Programme herunter, installierte automatisierte Skripte und Programme, die für ihn Sicherheitslücken durchbrechen konnten. Dazu ließ er sich Syntax-Sortierungs- und Filter-Tools installieren, welche die eigentliche Logikarbeit abnahmen, indem sie falsche Code-Fragmente automatisch isolierten und richtige Glyphen an die passenden Stellen setzen. Mit etwas Hilfe, wurde daraus richtig ein 'Slicing-Kit für Anfänger', welche die gängigsten Hindernisse überwinden und knacken konnte. Während ein Großteil, der NR-1100-Slicer-Droide erledigte, beantwortete der HK-Droide die rechtlichen Fragen.

Speziell ging es um den Rahmen und Gestaltung der Verträge. Bis jetzt hatte der Droide die Briefkastenfirma so genutzt, dass er jeweils von 3.000 Briefkastenfirmen und -konten fünf pro Kunde, für 5.000 Credits verkauft hatte, worauf vier Firmen, dem Kunden Scheinrechnungen – vom Sekretär-Droiden – erstellen zukommen ließ. Dabei war nur der Name, die angebliche 'Dienstleistung' und die Kontonummer entscheidend. Denn im Endeffekt, sollte der Kunde so viel Geld auf diese vier Konten transferieren und damit waschen, die dann auf ein fünftes Konto gebündelt wurde, worauf das wiederum im Einflussbereich des Kunden lag. Von Außen sah es so aus, als hätte der Kunde selbst jeweils vier Kunden, eine Rechnung, einer angeblichen Dienstleistung bekommen, müsse nun das Geld auf eine der vier Konten der vier Briefkastenfirmen überweisen, die dann aber schlussendlich gebündelt auf dem fünften Konto landen würde. Das fünfte Konto gehörte dann dem Kunden, wo dieser darüber verfügen konnte. Fünf Konten/Briefkastenfirmen mal 600 Kunden, war ein 'Verkaufsgewinn' von 3 Millionen Credits. Doch dies musste rechtlich ausgearbeitet und legal untermauert werden. Nun sollte noch eine Klausel ('Zins-Klausel') in den Vertrag, dem es der Haupt-Briefkastenfirma erlaubte, dass das Geld auf dem 1. Konto (dem Zielkonto) für eine Mindestlaufzeit von zb. 30 Standardtagen 'geparkt' werden muss, um 'Compliance-Prüfungen' der intergalaktischen Bankenclans zu durchlaufen. Der Vertrag legte fest: 'Sämtliche in diesem Zeitraum anfallenden Zinserträge stehen der Betreibungsgesellschaft (der Haupt-Briefkastenfirma) als Aufwandsentschädigung (oder Verwaltungsgebühr) für die Kontoverwaltung zu.' Während das Geld über die Konten der Briefkastenfirmen lief, generierte es dort Zinsen. Da das Geld offiziell noch 'in Abwicklung' sei, gingen die Zinsen legal an die Haupt-Briefkastenfirma, die sie nach Abzug ihrer Gebühr auf die Haupt-Briefkastenfirma überweisen musste, die alle Konten verkaufte. So war der alte Stand, nur jetzt etwas rechtlich verklausuliert und abgesichert. Doch dazu sollte jetzt eine 'Transaction Fee', also eine Gebühr von 5% dazu kommen, die gesamte Summe, die gewaschen werden sollte. Und das pro Durchgang. Weiterhin sollte ein 'Inaktivitäts-Pfand' eingebaut werden. Dies bezweckte, da Kriminelle Kunden oft starben oder verhaftet wurden, er das Konto – sofern es 60 Tage lang keine Transaktion stattfand – das Guthaben vollständigan die Hauptbriefkastenfirma des HK-Droiden transferiert werden würde, bevor es verfiel. Weiterhin sollte eine 'Zweckentfremdungs-Klausel' erstellt werden. Diese besagte, dass das Dokument die Eröffnung der fünf Konten als 'Bereitstellung eines geschlossenen Firmen-Netzwerkes zur internen Budget-Simulation' deklariert werden würde. Kurzum, es lieferte dem Kunden eine Erklärung, warum dieser plötzlich fünf Konten benötigte. Schlussendlich sollte ein 'Haftungsausschluss' die Betreibergesellschaft des HK-Droiden davor schützen, dass diese niemals dafür hafte, woher das Geld des Käufers stammte. Nicht nur,dass der HK-Droide durch den Verkauf der fünf Briefkastenfirmen und -konten Geld verdiente, er erwirtschaftete auch Gelder durch di eZinsgewinne und Transfer-Gebühren. Weiterhin sicherte er seine Firmen ab, dass sie nicht belangt werden konnte und er – bei Ausfall von Kunden (durch Tod oder Inaktivität durch Gefängnis) die Konten neu verkaufen könne. Alles schön mit juristischen Worten verpackt, die wohl selbst Beamte nicht so leicht durchblicken würden. Alleine die Beantwortung der 42 Fragen, mit Erklärungstext, dauerte Stunden. Schlussendlich landete der YT-1000-Frachter neben dem mittelgroßen Frachter – der 'Barossa' – worauf er die letzte Tonne an Blei-Platten umladen ließ, um sich dann wieder aufzumachen, Ziel: Cranaan-12.

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Nach knapp vierundzwanzig Stunden, war die 'Leandra' wieder im Orbit von Cranaan-12, während in den letzten Stunden die Besatzung der 'Barossa' sich um den Einbau der Blei-Platten kümmern sollte. Für den HK-Droiden war die Auslieferung erledigt, worauf er sich nun um die Immobilie kümmern könne. Nachdem das Schiff auf eine Landeplattform von Crystal Gate gelandet war, kontaktierte der HK-Droide – über sein Kopfgeldjäger-Büro – den Info-Broker, wo er die Immobilie anschauen könne. Kurz wurden Kontaktdaten zum Makler ausgetauscht, wie auch einen Ort und Zeit, worauf sich der HK-Droide – wieder mit Poncho – zum Dustmarket, um sich eine mittlere Immobilien-Halle anzuschauen, wo seine zukünftige Briefkastenfirma einziehen sollte. Das Dustmarket bot sich gut für gewisse Dienstleistungen und Waren an, doch es war ihm alles zu 'offen' und 'leicht erreichbar'. Er wollte eine Immobilie, die zwar groß war, seine Briefkastenfirma aufnehmen konnte, auch wenn diese expandierte, doch sie sollte sicher und versteckt sein. Als der Makler mitteilte, dass er noch eine Immobilie im Inducement Plaza hätte, wollte der HK-Droide auch diese Immobilie sehen, doch der Makler teilte gleich mit, dass – im Gegensatz zur Immobilie im Dustmarket – deutlich teurer sein würde. Der Droide winkte ab und meinte nur schroff, dass er die Immobilie sehen wolle, bevor er irgendwas erwarb. Nach kurzer Zeit, gelangten sie, zwischen Gildenkontoren und Zwischenhändler-Agenturen, zur Immobilie. Das Gebäude war – wie alle anderen Gebäude im Inducement Placa - groß, sauber, hell, freundlich, sicher und verglast. Durch einen Fahrstuhl, gelangten sie ins besagte Stockwerk, worauf sich der Droide – nach Betreten einer vollautomatischen Schiebetür – in einem breiten Vorraum sah. Alleine der Vorraum bot viel Platz für all die Briefkästen an, während ein weiterer Flur zum hinteren Bereich führte. Der Boden, wie auch die Wänden, waren schlicht, einfach, kahl und weiß. Nichts schönes, hergerichtetes. Wozu auch?!Immerhin lag dies im Auge des Besitzers, die Örtlichkeit wohnlich zu gestalten. Als der HK-Droide – samt Makler – im Hauptraum war, sah er sich einem Großraumbüro, mit vielen Säulen entgegen, welche die gesamte Konstruktion hielt. Nach einer Begehung, erkannte der HK-Droide, dass es – abgesehen von sanitären Einrichtungen – auch noch zwei kleinere Räume existierten, die er für die Wartung und 'Laderaum' der Droiden nutzen könnte. Der Preis hatte es wirklich in sich, mehr als das fünffache der vorherigen Immobilie,doch im Preis inbegriffen, war der Zugang zum häuslichen Sicherheitsdienst und der Diskretion, dass hier nur Befugte zutritt hätten. Nachdem bestätigt wurde, dass er die Immobilie kaufen würde, ließ er den Makler mitteilen, dass das Finanzielle in kürzester Zeit geklärt wäre, sobald er mit dem Info-Broker Vane gesprochen habe.

Da der HK-Droide ohne Termin nicht bei Vane aufschlagen wollte, kehrte er zurück zu seinem Schiff und kontaktierte erst Vane und dann sein Kopfgeldjäger-Büro, damit die Gelder flossen und ihm schnell die Immobilie übertragen wurde. Fürs Erste, wurde dem HK-Droide ein Vertragsentwurf zugesendet, den dieser absegnen sollte und bekam die Information, dass er auch einen Schein-Direktor habe, um die Immobilie übertragen zu können. Er ließ den Schein-Direktor zu seinem Schiff kommen, damit er diesen kennenlernen konnte und auch, um die Finessen und Pläne seiner Briefkastenfirma zu besprechen. Während sein Kopfgeldjäger-Büro gesamt 150.000 Credits für die Immobilien, Dienstleistungen für Anwalt, Info-Broker und Makler locker machte, aber auch um einige nötige Geräte für die Briefkastenfirma, machte sich der HK-Droide auf, seinen Schein-Direktor – einen Duro namens 'Lidan Tazi' – kennenzulernen. Mit dem war zu klären, dass er nur mit seinem Namen diente, aber selbst die Briefkastenfirma nie betreten würde. Im Austausch für dessen Namens-Nutzung, würde der Duro ein regelmäßiges, sicheres Gehalt von 500 Credits bekommen. Auch war wichtig, dass der Duro keine Probleme damit hatte, für einen Droiden zu arbeiten, der ganz oben in der Hierarchie stand. Doch der Duro erklärte nur, solange der Job sicher war, er keine Haftung übernehmen müsse und das Gehalt regelmäßig käme, wäre ihn alles andere egal. Mit einem Handschlag, war die Kooperation beschlossen, worauf der HK-Droiden den Info-Broker kontaktierte, dass er sowohl die Immobilie kaufen solle, wie auch den Anwalt für dessen Dienstleistung bezahlen. Den Schein-Direktor habe er eingestellt, über dessen Name die Briefkastenfirma und -konten laufen solle. Während im Hintergrund der Kaufvertrag der Immobilie erstellt, die rechtlichen Verträge und Komponenten der Briefkastenfirma erstellt wurden, musste der HK-Droide warten, bis er seine angelieferten Waren (Tische, Stühle und Droiden) in die Räumlichkeit einziehen lassen konnte. Die Wartezeit nutzte er für seinen Akimbo-Stil, um mit zwei Hand-Blaster schießen zu können, dafür hatte er ja das Blaster-Target-Board auf dem Schiff.

Nach circa zwei Tagen, war alles soweit eingereicht, übertragen und installiert, dass der HK-Droide sich um den 'Umzug' seiner Waren in die Immobilie kümmern konnte. Aufgrund des neuen rechtlichen Vertrags, ließ er diese zu den Briefkastenfirmen auf Nal Hutta und Nar Shaddaa liefern, mit der Aufforderung, dies den Kunden aufzudrücken. Mit einer Frist von 30 Tagen, sollten die Kunden entweder die neuen Konditionen akzeptieren oder würde die Konten (samt Dienstleistung) verlieren. Gewiss würde es einigen Kunden nicht gefallen, doch sollte ein verstimmter Hutte das Maul aufreißen und ihn drohen, seine Briefkastenfirma dicht machen zu wollen, würde er einfach alle Daten veröffentlichen und offenbaren, wer daran Schuld sei, dass die Briefkastenfirma zerschlagen wurde. Dies hätte gewiss eine kapitale, wie auch politische Bedeutung, wie auch Konsequenz für die Querulanten. Entweder waren sie Teil der Lösung oder Teil des Problems und da der HK-Droide Ineffizienz hasste, sorgte er (schon vorher) dafür, dass seine Unternehmen dauerhaftBestand hatten und nicht einfach – nach dem ersten Gewinn –zerfielen. Schlussendlich brachte er alle Droiden und Gegenstände durch Schwebebarren zur Immobilie, worauf er die Tische und Stühle deponierte und mit Hilfe der ASP-Arbeitsdroiden jeweils einen Verwaltungs- und einen Sekretärdroiden pro Tisch platzierte. Am 'Kopf' des Büros, stand der Hauptrechner, der als Server dienen sollte, aus denen sich die anderen Droiden ihre Daten holten. Der HK-Droide ließ sich noch einen NR-1100-Droiden besorgen, der sich hier am Computer – und nicht an den Taschensekretären – setzte und für die Sicherheit sorgte. Alle anderen Droiden bekamen jeweils einen Taschensekretär, womit diese entweder die Konten der Kunden oder die fingierten Rechnungen – inklusive Korrespondenz – erledigten. Für die knapp 50.000 Credits, besorgte er noch einige Droiden und Arbeitsmaterialien, um überhaupt die ersten fünf Konten erstellen zu lassen. Da alles nur kleckerweise ankam, dauerte es noch ein mal drei Tage, bis die 3.000 Briefkästen im Vorraum standen, der Ladebereich (derzeit nur mit einer Ladestation) bestückt wurde und im Wartungsbereich Werkzeuge, eine Ladestation, ein GONK-Droide, ein EV Supervisor-Droide, ein K1-RF Workbench-Droide und ein G-2-Wartungsdroide stand, um alle Droiden im Hauptbüro instandsetzen zu können. Alleine der Wartungsbereich hatte ihn – nur die Droiden und Ausrüstung – fast 27.000 Credits gekostet, doch diese waren wichtig, um jede Wirtschaftseinheit – bestehend aus einem Sekretär-und einem Accounting-Droiden – warten zu können. Bevor der HK-Droide die Briefkastenfirma sich selbst überließ, sorgte er dafür, dass der NR-1100-Droide die Kontaktdaten zu seinem Kopfgeldjäger-Büro, wie auch eine Kopie aller Firmen von Nar Shaddaa hatte. Die Anpassung der Firmennamen und Konten, würden die Sekretär- und Geschäftsdroiden übernehmen, doch die Grundlage war einfach – per Copy-Paste – auf den Hauptrechner kopiert. Der NR-1100-Droide müsse nur dafür sorgen, wenn jeden Monat eine 'Wirtschaftseinheit' – sprich Droidenladestation, Taschensekretär, Sekretär- und Accounting-Droide - gekauft wurde, diese an einem Tisch platziert wurden, damit jene wiederum ihre Arbeit beginnen konnten.

Geklärt wurde noch nicht die Sicherheit des Büros, doch dafür fehlte ihm die Geduld und Muße. Immerhin wartete ein Folgeauftrag auf ihn, auf Agamar, wo auch immer wieder 'Hinterweltlerplanet' sei. Doch nach etwas Recherche, fand er den Planeten auf der anderen Seite der Galaxie, der zur Republikanischen Seite gehörte. Alleine die Reisezeit – auf Durchflug – würde über 7 Tage dauern, da er aber keine verschwendeten Flüge machen wollte, müsste er noch einige Frachtaufträge besorgen, wie er damit seine Flugkosten herauskommen würde.

|| Outer Rim Territories || Lahara Sektor || Mirgoshir-System || Agamar || Calna Muun (Hauptstadt) || Landeplattform || Pumpkin, NPCs
 
/// Arkanis Sektor ʭ Cranan System ʭ Cranan 12 ʭ Crystal Gate ʭ Kommandowagen ʭ Ivor Karn, Varko Drannik [NPC] und andere \\\

Drei Tage später roch Cranan 12 noch immer nach verbranntem Isoliermaterial, vermutlich das Nächste, was dieser Planet zu einem Nachruf zustande brachte. Über Guildspine hing derselbe bleierne Himmel wie zuvor, die Smelter Rows warfen ihr schmutziges Orange gegen die Wolkendecke, und im Black Vein Basin fraßen sich die Fördermaschinen bereits wieder durch das Gestein, als hätte es die vergangenen Nächte nie gegeben. Cranan 12 besaß diese besondere Fähigkeit industrieller Welten, jede Katastrophe binnen Stunden in einen Produktionsausfall zu verwandeln und anschließend so lange Formulare darüber zu erzeugen, bis niemand mehr wusste, wo das Blut geblieben war. Doch unter der Oberfläche hatte sich etwas verschoben. Die Mining Guild hatte mehrere lokale Verantwortliche „vorläufig suspendiert“, was in Guildspine ungefähr bedeutete, dass Männer in teuren Mänteln plötzlich mit gepackten Koffern auf Shuttlelisten auftauchten. Crymorah verlor innerhalb von zwei Tagen drei Lagerhäuser, zwei Zollkontakte und eine ganze Schmuggelroute durch Crystal Gate. Ein Frachtschreiber verschwand. Ein Vermittler wurde tot in einem Kühlcontainer gefunden, wobei Ivor ausnahmsweise guten Gewissens behaupten konnte, damit nichts zu tun gehabt zu haben. In Haven 9 kursierten Kopien der Laborberichte inzwischen auf billigen Datapads, Wandprojektionen und privaten Arbeiterkanälen. Die Gilde hatte aufgehört, Bewohner offen aus ihren Schlafblöcken zu ziehen.

Vorläufig.

Auf Cranan 12 war Vorläufigkeit die einzige Form von Frieden, die man sich leisten konnte. Ivor Karn saß im hinteren Raum einer geschlossenen Bar am Dustmarket und hielt einen Becher in der Metallhand, dessen Inhalt so dunkel war, dass selbst der Barkeeper ihn nur als „Kaf“ bezeichnet hatte, weil keine andere Beschreibung juristisch vertretbar gewesen wäre. Sein Mantel hing über der Rückenlehne, an mehreren Stellen verbrannt, zerrissen und mit einem neuen Loch versehen, das nach eigener Einschätzung dringend einen Schneider oder eine überzeugende Lüge brauchte. Unter der Flakweste schmerzten zwei Rippen bei jedem tieferen Atemzug. Die linke Gesichtshälfte zuckte gelegentlich, wenn das Kyberauge seine Fokussierung nachstellte, und sein rechter Arm gab bei jeder dritten Bewegung ein leises Knacken von sich, das ein vernünftiger Mann vermutlich einem Techniker gezeigt hätte.

Ivor konnte viel reden, wenn der Chrono geduldig war, doch hatte der Reptiloide nie behauptet, vernünftig zu sein. Ihm gegenüber saß ein Duros in einem dunklen Anzug, dessen Schnitt ungefähr so viel kostete wie drei Monate Miete in Haven 9. Er hatte keinen Namen genannt. Musste er auch nicht. Die kleine schwarze Sonne im Ring an seiner linken Hand erledigte den gesellschaftlichen Teil der Vorstellung.

Zwischen ihnen lag ein Datenchip. Daneben ein Credstick. Ivor betrachtete zuerst den Credstick.

„Wenn das eine Rechnung ist“, sagte er, „erschieße ich den Buchhalter.“

Der Duros nahm einen Schluck aus seinem Glas.

„Grundhonorar. Vollständig.“

Ivor zog den Stick heran.

„Zuzüglich einer kleinen Erfolgsprämie.“

Ein zweiter Stick landete auf dem Tisch. Ivor
s organisches Auge wanderte zum Duros. Das rote blieb auf dem Credstick.

„Jetzt reden wir über Kunst.“

Der Duros faltete die Hände. „Dannik hat über Monate Handelsvolumen an Crymorah weitergereicht, interne Gildenfreigaben verkauft und dabei mehrere Black-Sun-Kanäle benutzt, um seine eigenen Transaktionen zu verschleiern. Seine Konten sind inzwischen eingefroren. Drei davon gehören seit gestern anderen Leuten.“

Ivor grinste. „Familie ist wichtig.“

„Seine Kontaktlisten waren wertvoller.“

„Ich nehme an, seine neuen Freunde schicken Dankeskarten.“

„Einige schicken Personal.“

„Unhöflich.“

Der Duros ließ die Bemerkung liegen und nahm einen Schluck aus der filigranen Tasse vor ihm.

„Crymorah hat auf Cranan 12 innerhalb von zweiundsiebzig Stunden einen erheblichen Teil seiner Infrastruktur verloren. Zwei ihrer Mittelsmänner wurden von der Mining Guild fallen gelassen. Ein dritter hat heute Morgen um Schutz gebeten. Die Gilde wiederum möchte sehr dringend vermeiden, dass weitere Laborunterlagen aus Black Vein Basin außerhalb des Sektors auftauchen.“

Ivor hob den Becher und nahm einen tiefen Schluck der teerartigen Flüssigkeit, die wohl Kafs ungeliebter Вastard sein musste.

„Sieh an. Und ich dachte, die gute alte Erpressung sei ausgestorben.“

„Die Gilde nennt es Kooperation.“

„Natürlich tut sie das.“

Der Duros lehnte sich zurück.

„Du wurdest geschickt, um eine verlorene Fracht und die Verantwortlichen zu finden. Du hast die Fracht gefunden. Du hast Dannik geliefert. Du hast Crymorah offenlegen lassen, welche Leute sie hier besitzen, und du hast uns genug Material verschafft, um der Mining Guild für eine Weile sehr unangenehme Fragen zu ersparen.“

Ivor verzog die Schnauze. „Wenn man es so sagt, klingt es fast professionell.“

„Versuch, dich daran zu gewöhnen.“

Der Nullkristall war zwei Nächte zuvor in einer versiegelten Black-Sun-Transportkapsel verschwunden. Wohin, wusste Ivor nicht, und sein Interesse daran hielt sich in bemerkenswert gesunden Grenzen. Er hatte darauf bestanden, dass zuerst Kopien der medizinischen Unterlagen und die Namen der betroffenen Arbeiter gesichert wurden. Danach durfte jeder, der genug Credits und Selbstüberschätzung besaß, das verfluchte Gestein anstarren, bis ihm die Ohren bluteten. Dannik selbst hatte den Morgen gefesselt in einem Frachtraum verlassen. Ivor hatte ihm beim Abschied freundlich zugewinkt.

Der Duros schob den zweiten Credstick näher.

„Deine Prämie beinhaltet außerdem einen Aufschlag für die beschlagnahmten Konten. Ein Teil davon stammt aus Danniks persönlichen Rücklagen.“

Ivor betrachtete den Stick einen Moment lang. Dann lachte er.

„Das“, sagte er, „ist wunderschön.“

Zum ersten Mal zeigte der Duros den Ansatz eines Lächelns.

„Es gibt allerdings eine damit verbundene Empfehlung.“

„Ich wusste, dass es einen Haken geben muss.“

„Verlass Cranan 12.“

Ivor stellte den Becher ab.

„Empfehlung.“ entgegnete der Reptiloide lakonisch.

„Zumindest für eine Weile.“

Draußen rumpelte ein Lastengleiter durch den Dustmarket. Durch die dünne Wand drang das metallische Scheppern einer Werkstatt, das Rufen eines Händlers, irgendwo Musik aus einem viel zu kleinen Lautsprecher. Der Planet klang schon wieder wie vorher.


„Crymorah will deinen Kopf“, fuhr der Duros fort. „Die Gilde muss öffentlich so tun, als wolle sie ihn ebenfalls. Einige ihrer Leute würden diese Rolle mit Begeisterung spielen. Wir können dafür sorgen, dass deine Fahndungsmarker aus bestimmten Systemen verschwinden und dass niemand besonders motiviert nach deinem Schiff sucht. Das funktioniert besser, wenn du den Leuten ein paar Wochen Zeit gibst, andere Probleme zu bekommen.“

Ivor nahm den zweiten Credstick.

„Und wenn ich bleibe?“

Der Duros zuckte kaum merklich mit den Schultern.

„Dann wird es teuer und wir übernehmen keine Verantwortung dafür, was passiert. Auch Schutz können wir unter diesen Umständen nicht gewähren.“

Ivor dachte darüber nach. Dann sah er zum Fenster, hinaus auf den Dustmarket, wo Arbeiter zwischen Schrottständen, Nudelbuden und improvisierten Medstationen verschwanden. Ein paar Straßenecken weiter hatte Vexa Brill ihm am Morgen erzählt, dass Haven 9 bereits wieder voll war. Einige Familien waren gegangen. Andere waren zurückgekehrt, weil ein kaputtes Zuhause immer noch ein Zuhause war. Zoska hatte einen neuen Posten bekommen, weit genug von Red Marker entfernt, um vielleicht einmal wieder ruhig schlafen zu können. Tavin und Mara waren geblieben. Natürlich waren sie geblieben. Menschen wie sie verließen Orte wie Cranan 12 selten, solange dort noch jemand war, den man aus dem Dreck ziehen musste. Ivor dagegen war seit Jahren hervorragend darin, zu gehen.

„Wie lange?“, fragte er resignierend.

„Ein paar Wochen. Vielleicht einen Monat. Danach interessiert sich auf diesem Planeten wieder jeder für Erzquoten, Schmuggel und die nächste Bestechungsrunde.“

„Romantischer Ort.“ antwortete der Reptiloide geistesabwesend und nahm einen weiteren Schluck.

Der Duros stand auf, nickte ihm zu. Einen Handschlag reichte er ihm nicht, auch sonst schien der Duros es vorzüglich zu verstehen in der Menge, trotz seines auffällig teuren Zwirns, zu verschwinden. Aalglatter Typ, das musste man ihm lassen. Ivor blieb noch einen Moment sitzen, mit seinen Klauen spielte er zunächst mit dem Stick, dann steckte den ersten Credstick ein. Dann den zweiten. Sein Comlink lag daneben auf dem Tisch, mit einer flinken Bewegung zog er ihn heran, öffnete einen privaten Finanzkanal, verschlüsselte die Verbindung zweimal und gab eine Kontokennung ein, die er inzwischen auswendig kannte.


[RYK’SA, DRAVIN. MEDIZINISCHE TREUHANDSTELLE.]

Er übertrug einen beträchtlichen Teil der Erfolgsprämie. Die Bestätigung erschien wenige Sekunden später. Ivor starrte sie länger an, als ihm lieb war. Kein Spruch fiel ihm dazu ein. Das störte ihn mehr als die Schmerzen. Eine Stunde später stand sein Frachter auf einem äußeren Dock von Excarga Yard. Der Himmel über Cranan 12 hatte dieselbe Farbe wie an seinem ersten Tag. Unter den Landestützen kroch Staub über die Betonplatten, Kräne bewegten sich im Hintergrund, und am Horizont glommen die Smelter Rows wie die letzten Kohlen eines Feuers, das niemand löschen wollte. Ivor blieb einen Augenblick am Fuß der Rampe stehen. Vier Wochen zuvor war er hierhergekommen, um eine verschwundene Lieferung zu finden. Jetzt hatte er einen Syndikatskrieg angekratzt, einen korrupten Makler gestürzt, die Mining Guild erpressbar gemacht, Crymorah ein Loch in die lokale Infrastruktur geschossen und genug Geld verdient, um Dravin für eine Weile Behandlungen zu bezahlen, deren Erfolg weiterhin niemand garantieren konnte. Ein ausgesprochen erfolgreicher Geschäftsmonat.

Sein rotes Auge flackerte kurz.


„Mach keinen Scheiß“, murmelte er.

Die Optik stabilisierte sich. Ivor grinste und stieg die Rampe hinauf. Im Cockpit warteten bereits drei neue Nachrichten. Eine von einem Black-Sun-Kontakt. Eine aus Haven 9. Eine ohne Absender. Er öffnete keine davon. Die Triebwerke erwachten unter ihm, tief und vibrierend, während Excarga Yard langsam kleiner wurde. Dann Guildspine. Haven 9. Die Smelter Rows. Schließlich das Black Vein Basin, jener schwarze Schnitt in der Oberfläche, der selbst aus mehreren Kilometern Höhe noch aussah, als hätte jemand versucht, den Planeten aufzuschneiden und vergessen, ihn wieder zu vernähen. Ivor legte die Metallhand auf den Hyperraumnavigator.

„Mach dir keine Sorgen, Cranan“, sagte er und sah hinaus auf die graue Welt unter sich. „Papa kommt wieder.“

Der Frachter drehte den Bug zu den Sternen.

„Du schuldest mir noch einen Mantel.“

/// Arkanis Sektor ʭ Cranan System ʭ Orbit von Cranan 12 ʭ An Bord der Silver Heron ʭ Ivor Karn \\\
 
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