Gouverneur_T
Zivilist
Name: (Dr.) T’rsop
Zugehörigkeit: Galaktisches Imperium, Verwaltung
Spezies: Pau’aner
Alter: 186
Heimatplanet: Prefsbelt IV (seit etwa 150 Jahren, Geburt und Jugend auf Utapau)
Geschlecht: männlich
Größe: 2,03m
Rang: politischer Berater auf Prefsbelt IV, Administrator der dortigen Akademie Monspolis
Aussehen: Dunkelgraue Haut mit tiefen Furchen, Glatze und kleine schwarze Augen. Leichter Buckel.
Charakterzüge: Philosophisch und stets auf der Suche nach etwas Bedeutsameren. Großes Interesse an Alchemie und Übernatürlichem. Gibt nicht viel auf soziale Konventionen und ist eher in sich gekehrt, verschlossen. Liebt die Mischung von Fleisch und Süßigkeiten.
Stärken: Gelehrsamkeit, Treue (wenn sie der andere in seinen Augen erarbeitet hat), Gespür für Stimmungen. Ganzheitliches und analytisches Denken.
Schwächen: Nimmt sich oft viel Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Jähzorn. Eigensinniger Humor.
Biographie:
T’rsop wurde auf Utapau als Sohn einer Familie von Großindustriellen geboren und verbrachte dort die ersten Jahrzehnte seines Lebens. In der Schule galt er als Problemkind wegen seiner mangelnden Motivation. Doch in den weiterführenden Akademien hat sich T’rsop gebessert und bracht stets gute Leistungen. In dieser Zeit entdeckte er auch sein Interesse an Philosophie. Er schloss seine Ethik- und Moralkurse mit Glanzleistungen ab und sah das Ringen hin zu einer einheitlichen Denkweise – einem Gewässer der Gesinnung – wie er es nannte als wichtigste zivilisatorische Aufgabe an. Auf Drängen seiner Verwandten schloss er mit ausreichender Bewertung die Intergalaktische Handelsschule ab.
Mit 24 startete er dann als Geschäftsführer einer der Industrien seiner Eltern. In dieser zeit zog er sich immer mehr zurück, schrieb Gedichte und Gedanken auf und suchte nach dem Bedeutsameren. Er gelangte zur Überzeugung, dass man, um die Galaxis verstehen zu können, ihr Innerstes erreichen müsste. Und dazu experimentierte er schließlich mit hochgiftigen Mineralien seiner Heimatwelt. Was schließlich eines Nachts zu einem Großbrand in seiner Industrie führte. Er musste vor das Gericht und wurde – da niemand verletzt wurde – zu einer sechsjährigen Haftstrafe auf seinem Heimatplaneten sowie zu einer sehr hohen Geldstrafe verurteilt.
Als er mit 34 seine Strafe abgesessen hatte, wandte sich seine Familie von ihm ab und er verließ Utapau. Nach einer Odyssee durch die Galaxis gelangte er schließlich zu Prefsbelt IV. Das System des Imperiums an sich war ihm nicht so wichtig. Aber er hatte gehört, dass im Imperium auch rücksichtslosere Philosophien gelebt wurden, die für das Streben nach Macht und Erkenntnis auch unkonventionelle Wege gehen würden. So flog er kreuz und quer durchs Imperium und landete durch seine Recherchen dann bei Prefsbelt IV – wegen der dortigen großen Bibliothek antiker intergalaktischer Schriften.
Nun hatte er wieder ein Ziel vor Augen. Denn: Er durfte nur als Imperialer Staatsbürger in diese Bibliothek. So lernte er – und bestand den Einbürgerungstest als Jahrgangsbester. Sehr zum Missfallen vieler menschlicher Bewerber. Auch nach seinem Einbürgerungstest belegte er noch einige Semester Imperiale Staatskunde und Historie.
Von etwas Heimweh geplagt studierte er auf Prefsbelt IV kurz darauf und sehr intensiv Architektur und stürzte sich dann in das Planen und Bauen von Höhlenanlagen, die zum Einen wie in seiner Heimat die natürlichen Gegebenheiten der Landschaft in sich aufnahmen und ihnen schmeichelten, die zum Anderen aber durch scharfe Kanten und dem Spiel von Licht und Schatten Macht ausdrückten. Diese als Pau’sche Antibiose bekannt gewordene Nischenarchitektur erfreute sich vor allem bei reichen Exzentrikern Beliebtheit.
Aber damit war der Wissens- und Gestaltungsdurst von T’rsop noch lange nicht gestillt. In der Akademie von Green One belegte er erfolgreich Kurse der Propaganda und der Verwaltung. Bei letzterem Kurs musste er zweimal zur Prüfung antreten, da sein Konzept von der gelenkten Weiterentwicklung durch Generationen und nicht zwingend Innovationen zunächst als Phantasterei angesehen wurde. Und er die Prüfer derbe beschimpfend niedermachte und den Saal verliß. So wurde er in der Akademie aber zu einer bekannten Persönlichkeit – ohne jedoch viele der Einladungen zu Festen anzunehmen.
Anders sah das bei Lehranfragen und Dienstanfragen aus der Akademie aus. Als Archivar las er so viel er konnte über verschiedenste Themen – wobei wieder sein Drang nach Mystik und Grenzwissenschaften an Stärke gewann. Als Hilfsdozent und später als Gastdozent brachte er Jahrgang nach Jahrgang nahe, Architektur, Identität und Symbolik als einen Organismus zu sehen. Nebenbei erarbeitete er sich einen Doktortitel im Fach Philosophie in der Unterkategorisierung Gesellschaftsentwicklung. Aufgrund seiner Erfolge machte er sich mehr und mehr Kollegen zu Unterstützern und er wurde stets angefragt. Seine Gunst bei wichtigen Personen der Bildung und Kultur bewahrte ihn auch vor größeren spezizistischen Anfeindungen und gab ihm den Rückhalt, selbst auf solche mit Spott und ätzenden Worten zu reagieren.
Schließlich wurde der Pau’aner beauftragt, eine neue Zweigstelle der Akademie von Green One zu planen, zu gründen und zu leiten. Fasziniert von dieser Aufgabe stürzte T’rsop sich in die Arbeit – und wählte sich dafür eine der am schwierigsten bewohnbar zu machenden Gegenden aus: Im hohen und winterlichen Gebirge zwischen Green One und Grey One. „Wie sollen die Kleinen was wirklich Bedeutsames lernen, wenn sie den Mutterleib ihrer Stadt nie verlassen?“, sagte er dazu auf Nachfrage in einem Interview. Tatsächlich schaffte er es, die Bauunternehmen so zu leiten und die Infrastruktur so auszubessern, dass wenig später die Außenstelle der Akademie stand. Dieses Erfolges wegen wurde er zum Administrator von dieser Außenstelle der Akademie, die nun Monspolis genannt wurde – oder von ihm selbst liebevoll Keimzelle. Als Administrator führte er die Außenstelle lange Jahre hervorragend und ließ erkennen, dass er auch öffentlichkeitswirksam auftreten kann – wenn er das will.
Ein weiterer Meilenstein war, als er für einen erkrankten Kollegen in einer öffentlichen Diskussion der Akademie über das Thema „Visionen für die Zukunft“ einspringen musste. Viele dachten im Vorfeld, dass dies eine Sache zum Fremdschämen werden könnte. Aber sie irrten sehr; T’rsop brillierte mit Worten und Metaphern und redete seine Kontrahenten in Grund und Boden. Daraufhin wurde er eingeladen, doch einen Rhetorik-Kurs abzuschließen. Auch wenn er das für unnötig hielt, fügte er sich schließlich und absolvierte diesen erfolgreich. Kurz darauf wurde er zum Dozenten für Rhetorik in Monspolis, während er diese weiterhin selbst verwaltete und leitete. Dabei legte er - stets auf der Suche nach tieferen Zusammenhängen und Wahrheiten - nun selbst ein weiteres Archiv an und erlangte Werke aus der gesamten Galaxis dafür und knüpfte so ein weitreichendes Kontaktenetz unter Gelehrten. Auch musste er eine kleine Einheit von Wachen – die Garde Monspolis – aus dem Boden heben, weil im Falle einer Plünderung oder Krise andere Truppen nicht schnell genug zu Monspolis kämen. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit kam er erstmals direkt mit planetarer Politik und den damaligen Legaten in Kontakt und überzeugte sie von der Notwendigkeit einer solchen kleinen Sicherheitstruppe, die direkt dort stationiert war.
Über die Jahrzehnte knüpfte T’rsop weitreichende Kontakte und ein inoffizielles Informantennetzwerk über den gesamten Planeten. Dabei hielt er sich weiterhin stets in der zweiten oder dritten Reihe und nur Personen mit viel Hintergrundwissen wussten, was für eine Machtposition er sich da gebaut hatte. Welche er allerdings nie ausnutzte und auch nur selten bespielte – dies sorgte dafür, dass über die Jahrzehnte Neider und Konkurrenten einen gewissen Respekt ihm gegenüber entwickelten.
T’rsop zog dabei nicht viel Erfüllung daraus, im Rampenlicht zu stehen (auch wenn er das macht, wenn es sein muss) – er möchte etwas bewirken und das nachhaltig. Dazu muss er nicht selbst das Zentrum sein. Außerdem liegt die wahre Macht in dem Gestalten und nicht im Repräsentieren. So wurde er schließlich zum langjährigen – wenn auch inoffiziellen – Berater von Legat Gregor Bayl. Im Zuge dieser kulturellen Tätigkeiten begegnete er schließlich auch Theranos, der ein sehr tiefgehendes Gespräch mit ihm führte. So liefen sich die beiden in unregelmäßigen Abständen bei Veranstaltungen der Kultur oder der Bildung – auch und gerade in der Hauptstadt Blue One – immer wieder über den Weg und nahmen sich Zeit, über Architektur und Identität von Prefsbelt IV und der Galaxis zu philosophieren. Auf Theranos Andeutungen, dass T’rsop doch auch einflussreicher werden könnte – zum Beispiel auch, indem er gegen Widersacher in den Professuren der Akademie im Hintergrund vorgehen könnte – reagierte der Pau’aner durch Ignorieren oder mit dem Satz: „Warum sollte ich Kraft und Zeit darauf verschwenden, wenn ebendiese das für mich von alleine erledigen wird.“
Von besonderer Bedeutung sollte die Bekanntschaft der beiden dann werden, als der Ex-Gouverneur Robert Kern floh und seinen Terror begann. T’rsop war diesem Mann natürlich schon über den Weg gelaufen und hatte auch einmal mit ihm sprechen müssen. Aber ein tieferes Interesse oder gar eine Verbindung zu diesem hatte sich nie eingestellt. Nichtsdestotrotz hatte er dessen politische Karriere gefolgt. Und mit dem Anschlag auf Blue One war sein Interesse wieder geweckt. Und halb zufällig stieß er dann auf eine Anomalie in den Transporten zu seiner Akademie. Diese verfolgte er nach und konnte nach einem Gespräch mit der Tochter eines unter mysteriösen Umständen verstorbenen Architekten und ehemaligen Kollegen von ihm Theranos seine begründete Vermutung zukommen lassen, wo sich verschiedene Basen der Terroristen befanden und so eine große Hilfe für Theranos werden. Auch lieferte er Teile der Informationen, nachdem er mit verschiedenen Leuten gesprochen und seine Kontakte hat spielen lassen, die Theranos auf die Region von Red One als Hauptversteck Kerns aufmerksam werden ließen.
Zugehörigkeit: Galaktisches Imperium, Verwaltung
Spezies: Pau’aner
Alter: 186
Heimatplanet: Prefsbelt IV (seit etwa 150 Jahren, Geburt und Jugend auf Utapau)
Geschlecht: männlich
Größe: 2,03m
Rang: politischer Berater auf Prefsbelt IV, Administrator der dortigen Akademie Monspolis
Aussehen: Dunkelgraue Haut mit tiefen Furchen, Glatze und kleine schwarze Augen. Leichter Buckel.
Charakterzüge: Philosophisch und stets auf der Suche nach etwas Bedeutsameren. Großes Interesse an Alchemie und Übernatürlichem. Gibt nicht viel auf soziale Konventionen und ist eher in sich gekehrt, verschlossen. Liebt die Mischung von Fleisch und Süßigkeiten.
Stärken: Gelehrsamkeit, Treue (wenn sie der andere in seinen Augen erarbeitet hat), Gespür für Stimmungen. Ganzheitliches und analytisches Denken.
Schwächen: Nimmt sich oft viel Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Jähzorn. Eigensinniger Humor.
Biographie:
T’rsop wurde auf Utapau als Sohn einer Familie von Großindustriellen geboren und verbrachte dort die ersten Jahrzehnte seines Lebens. In der Schule galt er als Problemkind wegen seiner mangelnden Motivation. Doch in den weiterführenden Akademien hat sich T’rsop gebessert und bracht stets gute Leistungen. In dieser Zeit entdeckte er auch sein Interesse an Philosophie. Er schloss seine Ethik- und Moralkurse mit Glanzleistungen ab und sah das Ringen hin zu einer einheitlichen Denkweise – einem Gewässer der Gesinnung – wie er es nannte als wichtigste zivilisatorische Aufgabe an. Auf Drängen seiner Verwandten schloss er mit ausreichender Bewertung die Intergalaktische Handelsschule ab.
Mit 24 startete er dann als Geschäftsführer einer der Industrien seiner Eltern. In dieser zeit zog er sich immer mehr zurück, schrieb Gedichte und Gedanken auf und suchte nach dem Bedeutsameren. Er gelangte zur Überzeugung, dass man, um die Galaxis verstehen zu können, ihr Innerstes erreichen müsste. Und dazu experimentierte er schließlich mit hochgiftigen Mineralien seiner Heimatwelt. Was schließlich eines Nachts zu einem Großbrand in seiner Industrie führte. Er musste vor das Gericht und wurde – da niemand verletzt wurde – zu einer sechsjährigen Haftstrafe auf seinem Heimatplaneten sowie zu einer sehr hohen Geldstrafe verurteilt.
Als er mit 34 seine Strafe abgesessen hatte, wandte sich seine Familie von ihm ab und er verließ Utapau. Nach einer Odyssee durch die Galaxis gelangte er schließlich zu Prefsbelt IV. Das System des Imperiums an sich war ihm nicht so wichtig. Aber er hatte gehört, dass im Imperium auch rücksichtslosere Philosophien gelebt wurden, die für das Streben nach Macht und Erkenntnis auch unkonventionelle Wege gehen würden. So flog er kreuz und quer durchs Imperium und landete durch seine Recherchen dann bei Prefsbelt IV – wegen der dortigen großen Bibliothek antiker intergalaktischer Schriften.
Nun hatte er wieder ein Ziel vor Augen. Denn: Er durfte nur als Imperialer Staatsbürger in diese Bibliothek. So lernte er – und bestand den Einbürgerungstest als Jahrgangsbester. Sehr zum Missfallen vieler menschlicher Bewerber. Auch nach seinem Einbürgerungstest belegte er noch einige Semester Imperiale Staatskunde und Historie.
Von etwas Heimweh geplagt studierte er auf Prefsbelt IV kurz darauf und sehr intensiv Architektur und stürzte sich dann in das Planen und Bauen von Höhlenanlagen, die zum Einen wie in seiner Heimat die natürlichen Gegebenheiten der Landschaft in sich aufnahmen und ihnen schmeichelten, die zum Anderen aber durch scharfe Kanten und dem Spiel von Licht und Schatten Macht ausdrückten. Diese als Pau’sche Antibiose bekannt gewordene Nischenarchitektur erfreute sich vor allem bei reichen Exzentrikern Beliebtheit.
Aber damit war der Wissens- und Gestaltungsdurst von T’rsop noch lange nicht gestillt. In der Akademie von Green One belegte er erfolgreich Kurse der Propaganda und der Verwaltung. Bei letzterem Kurs musste er zweimal zur Prüfung antreten, da sein Konzept von der gelenkten Weiterentwicklung durch Generationen und nicht zwingend Innovationen zunächst als Phantasterei angesehen wurde. Und er die Prüfer derbe beschimpfend niedermachte und den Saal verliß. So wurde er in der Akademie aber zu einer bekannten Persönlichkeit – ohne jedoch viele der Einladungen zu Festen anzunehmen.
Anders sah das bei Lehranfragen und Dienstanfragen aus der Akademie aus. Als Archivar las er so viel er konnte über verschiedenste Themen – wobei wieder sein Drang nach Mystik und Grenzwissenschaften an Stärke gewann. Als Hilfsdozent und später als Gastdozent brachte er Jahrgang nach Jahrgang nahe, Architektur, Identität und Symbolik als einen Organismus zu sehen. Nebenbei erarbeitete er sich einen Doktortitel im Fach Philosophie in der Unterkategorisierung Gesellschaftsentwicklung. Aufgrund seiner Erfolge machte er sich mehr und mehr Kollegen zu Unterstützern und er wurde stets angefragt. Seine Gunst bei wichtigen Personen der Bildung und Kultur bewahrte ihn auch vor größeren spezizistischen Anfeindungen und gab ihm den Rückhalt, selbst auf solche mit Spott und ätzenden Worten zu reagieren.
Schließlich wurde der Pau’aner beauftragt, eine neue Zweigstelle der Akademie von Green One zu planen, zu gründen und zu leiten. Fasziniert von dieser Aufgabe stürzte T’rsop sich in die Arbeit – und wählte sich dafür eine der am schwierigsten bewohnbar zu machenden Gegenden aus: Im hohen und winterlichen Gebirge zwischen Green One und Grey One. „Wie sollen die Kleinen was wirklich Bedeutsames lernen, wenn sie den Mutterleib ihrer Stadt nie verlassen?“, sagte er dazu auf Nachfrage in einem Interview. Tatsächlich schaffte er es, die Bauunternehmen so zu leiten und die Infrastruktur so auszubessern, dass wenig später die Außenstelle der Akademie stand. Dieses Erfolges wegen wurde er zum Administrator von dieser Außenstelle der Akademie, die nun Monspolis genannt wurde – oder von ihm selbst liebevoll Keimzelle. Als Administrator führte er die Außenstelle lange Jahre hervorragend und ließ erkennen, dass er auch öffentlichkeitswirksam auftreten kann – wenn er das will.
Ein weiterer Meilenstein war, als er für einen erkrankten Kollegen in einer öffentlichen Diskussion der Akademie über das Thema „Visionen für die Zukunft“ einspringen musste. Viele dachten im Vorfeld, dass dies eine Sache zum Fremdschämen werden könnte. Aber sie irrten sehr; T’rsop brillierte mit Worten und Metaphern und redete seine Kontrahenten in Grund und Boden. Daraufhin wurde er eingeladen, doch einen Rhetorik-Kurs abzuschließen. Auch wenn er das für unnötig hielt, fügte er sich schließlich und absolvierte diesen erfolgreich. Kurz darauf wurde er zum Dozenten für Rhetorik in Monspolis, während er diese weiterhin selbst verwaltete und leitete. Dabei legte er - stets auf der Suche nach tieferen Zusammenhängen und Wahrheiten - nun selbst ein weiteres Archiv an und erlangte Werke aus der gesamten Galaxis dafür und knüpfte so ein weitreichendes Kontaktenetz unter Gelehrten. Auch musste er eine kleine Einheit von Wachen – die Garde Monspolis – aus dem Boden heben, weil im Falle einer Plünderung oder Krise andere Truppen nicht schnell genug zu Monspolis kämen. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit kam er erstmals direkt mit planetarer Politik und den damaligen Legaten in Kontakt und überzeugte sie von der Notwendigkeit einer solchen kleinen Sicherheitstruppe, die direkt dort stationiert war.
Über die Jahrzehnte knüpfte T’rsop weitreichende Kontakte und ein inoffizielles Informantennetzwerk über den gesamten Planeten. Dabei hielt er sich weiterhin stets in der zweiten oder dritten Reihe und nur Personen mit viel Hintergrundwissen wussten, was für eine Machtposition er sich da gebaut hatte. Welche er allerdings nie ausnutzte und auch nur selten bespielte – dies sorgte dafür, dass über die Jahrzehnte Neider und Konkurrenten einen gewissen Respekt ihm gegenüber entwickelten.
T’rsop zog dabei nicht viel Erfüllung daraus, im Rampenlicht zu stehen (auch wenn er das macht, wenn es sein muss) – er möchte etwas bewirken und das nachhaltig. Dazu muss er nicht selbst das Zentrum sein. Außerdem liegt die wahre Macht in dem Gestalten und nicht im Repräsentieren. So wurde er schließlich zum langjährigen – wenn auch inoffiziellen – Berater von Legat Gregor Bayl. Im Zuge dieser kulturellen Tätigkeiten begegnete er schließlich auch Theranos, der ein sehr tiefgehendes Gespräch mit ihm führte. So liefen sich die beiden in unregelmäßigen Abständen bei Veranstaltungen der Kultur oder der Bildung – auch und gerade in der Hauptstadt Blue One – immer wieder über den Weg und nahmen sich Zeit, über Architektur und Identität von Prefsbelt IV und der Galaxis zu philosophieren. Auf Theranos Andeutungen, dass T’rsop doch auch einflussreicher werden könnte – zum Beispiel auch, indem er gegen Widersacher in den Professuren der Akademie im Hintergrund vorgehen könnte – reagierte der Pau’aner durch Ignorieren oder mit dem Satz: „Warum sollte ich Kraft und Zeit darauf verschwenden, wenn ebendiese das für mich von alleine erledigen wird.“
Von besonderer Bedeutung sollte die Bekanntschaft der beiden dann werden, als der Ex-Gouverneur Robert Kern floh und seinen Terror begann. T’rsop war diesem Mann natürlich schon über den Weg gelaufen und hatte auch einmal mit ihm sprechen müssen. Aber ein tieferes Interesse oder gar eine Verbindung zu diesem hatte sich nie eingestellt. Nichtsdestotrotz hatte er dessen politische Karriere gefolgt. Und mit dem Anschlag auf Blue One war sein Interesse wieder geweckt. Und halb zufällig stieß er dann auf eine Anomalie in den Transporten zu seiner Akademie. Diese verfolgte er nach und konnte nach einem Gespräch mit der Tochter eines unter mysteriösen Umständen verstorbenen Architekten und ehemaligen Kollegen von ihm Theranos seine begründete Vermutung zukommen lassen, wo sich verschiedene Basen der Terroristen befanden und so eine große Hilfe für Theranos werden. Auch lieferte er Teile der Informationen, nachdem er mit verschiedenen Leuten gesprochen und seine Kontakte hat spielen lassen, die Theranos auf die Region von Red One als Hauptversteck Kerns aufmerksam werden ließen.



