Enric Kreeger
Ignorance is Byss
"THE HOUSE THAT PUTS FAMILY FIRST WILL ENDURE FOR A THOUSAND YEARS."
ENRIC KREEGER
SPEZIES | Mensch
GESCHLECHT | Männlich
GRÖßE | 1,91 m
ALTER | 52 Standardjahre
HAARFARBE | Blond ins Graue übergehend
AUGENFARBE | Grün
HERKUNFT | Hosnian Prime
DIENSTGRAD | Gouverneur Ihrer Majestät
FUNKTION | Oberster Verwalter von Byss
IDEOLOGIE | Hardliner und Loyalist
INTERESSENSGEMEINSCHAFTEN | Kollegium der Förderer des Galaktischen Imperiums, The Governance, Gesellschaft zum Ausbau diplomatischer Zusammenarbeit zum Wohle des Imperiums
PSYCHOLOGISCHES PROFIL
Enric Kreeger ist ein disziplinierter, machtbewusster und ausgesprochen stolzer Mann, dessen Selbstverständnis auf Herkunft, Leistung und der Überzeugung beruht, zur Herrschaft befähigt zu sein. Verantwortung und Einfluss gehören für ihn in die Hände jener, die über Bildung, Weitsicht und die notwendige Härte verfügen. Dass er selbst diese Voraussetzungen erfüllt, steht für ihn außer Frage. Seinen Anspruch auf eine höhere Stellung empfindet er als folgerichtige Anerkennung seiner Fähigkeiten.
Seine traditionsreiche Herkunft prägt sein Gesellschaftsbild. Privilegien verpflichten in seinen Augen zu Haltung, Disziplin und der Bewahrung dessen, was frühere Generationen aufgebaut haben. Unfähige Angehörige der Oberschicht verachtet er besonders, weil sie durch ihr Versagen die Glaubwürdigkeit ihres Standes beschädigen. Begabte Menschen einfacher Herkunft kann er fördern und mit erheblicher Verantwortung betrauen. Die gesellschaftlichen Unterschiede bleiben für ihn dennoch bestehen. Familie begreift er als generationenübergreifende Gemeinschaft, deren Ansehen und Fortbestand persönliche Wünsche überdauern müssen.
Sein Bekenntnis zum Imperium ist aufrichtig. Er schätzt eindeutige Zuständigkeiten, Kontinuität und eine Zentralgewalt, die Entscheidungen durchsetzen kann. Politische Mitsprache beurteilt er vor allem danach, ob sie die Handlungsfähigkeit eines Gemeinwesens fördert oder behindert. Unordnung, öffentlich ausgetragene Führungskonflikte und die Abhängigkeit von wechselnden Mehrheiten erscheinen ihm als Symptome staatlicher Schwäche. Gleichzeitig verachtet er die Verschwendung und Willkür imperialer Würdenträger, die ihre Macht ohne Rücksicht auf langfristige Folgen ausüben.
Kreeger denkt analytisch und in langen Zeiträumen. Er erkennt wirtschaftliche Abhängigkeiten, persönliche Interessen und institutionelle Schwachstellen häufig schneller als seine Umgebung. Bei der Beurteilung eines Menschen fragt er sich, was dieser begehrt, was er fürchtet und wie belastbar seine Loyalität unter Druck wäre. Er hört aufmerksam zu und verfügt über ein ausgezeichnetes Gedächtnis für Verpflichtungen, Widersprüche und Versäumnisse. Entscheidungen bereitet er gründlich vor, nach außen sollen sie möglichst unausweichlich erscheinen.
Im persönlichen Umgang ist Kreeger förmlich, beherrscht und anspruchsvoll. Er spricht präzise, lässt Pausen bewusst stehen und erwartet vorbereitete Antworten. Lautstärke betrachtet er meist als Zeichen schwindender Kontrolle. Seine selten ausgesprochene Anerkennung besitzt für Untergebene beträchtliches Gewicht. Bewährten Mitarbeitern gewährt er Schutz, materielle Sicherheit und berufliche Chancen, verlangt dafür jedoch weitreichende Verfügbarkeit. Persönliche Belastungen nimmt er häufig erst wahr, wenn sie die Leistung beeinträchtigen.
Hinter seiner Selbstbeherrschung liegt eine tiefe Empfindlichkeit gegenüber Demütigung. Sachlichen Widerspruch kann er dulden, sofern er begründet und in angemessener Form vorgetragen wird. Öffentliche Bloßstellung vergisst er kaum. Seine Vergeltung erfolgt gewöhnlich mit zeitlichem Abstand und unter einer dienstlich überzeugenden Begründung. Gerade hier versagt bisweilen seine sonst nüchterne Urteilskraft: Er kann erhebliche Mittel aufwenden, um eine persönliche Kränkung zu ahnden, während er sich selbst weiterhin zweckmäßiges Handeln bescheinigt.
Seine größte psychologische Schwäche ist die Fähigkeit, eigene Motive vor sich selbst zu veredeln. Ehrgeiz erscheint ihm als Pflichtbewusstsein, Kontrollbedürfnis als Fürsorge und Rachsucht als notwendige Wiederherstellung von Autorität. Er legt an sich Maßstäbe an, deren Auslegung ihm beträchtlichen Spielraum gewährt. Anderen gesteht er diesen Spielraum selten zu. Auch unterschätzt er Menschen, die aus Überzeugung gegen ihre materiellen Interessen handeln. Wo Vorteile, Drohungen und Verpflichtungen versagen, vermutet er zunächst unbekannte Abhängigkeiten.
Den Sith begegnet Kreeger mit Respekt und Bewunderung. Er erkennt ihre Macht an und schätzt jene unter ihnen, die strategisch denken und dauerhafte Herrschaft ermöglichen. Ihre persönlichen Rivalitäten und unberechenbaren Ansprüche empfindet er dagegen als Gefahr für jede verlässliche Ordnung. Von ihrem Wohlwollen abhängig zu sein, widerspricht seinem Bedürfnis nach Kontrolle. Er bemüht sich deshalb, möglichst unentbehrlich zu werden und über genügend Wissen, Beziehungen und Ressourcen zu verfügen, um seine Stellung abzusichern.
Sein gegenwärtiger Ehrgeiz wird von dem Gefühl getragen, lange genug zurückgestanden zu haben. Er will gestalten, anerkannt werden und ein politisches Vermächtnis hinterlassen, das seinen Namen überdauert. Dabei wächst unter seiner Geduld eine gefährliche Ungeduld: Sobald er eine entscheidende Gelegenheit erkennt, könnte sein Bedürfnis nach überfälliger Anerkennung jene Vorsicht verdrängen, auf die er sich so viel zugutehält.
FAMILIE
| VALÉRIA KREEGER geborene VELLARI Enric betrachtet seine Frau als wichtigste Vertraute in familiären und gesellschaftlichen Angelegenheiten. Ihre Verbindung beruht auf gemeinsamen Standesvorstellungen, gegenseitigem Respekt und einem über Jahre gewachsenen Verständnis füreinander. Hinter verschlossenen Türen besitzt ihr Urteil ein Gewicht, das er nur wenigen Menschen zugesteht. Seine Zuneigung zeigt sich vor allem durch Vertrauen und Aufmerksamkeit; zugleich setzt er selbstverständlich voraus, dass sie den Rang und die Interessen der Familie ebenso gewissenhaft wahrt wie er selbst. |
| MAXIRON KREEGER Die militärische Laufbahn seines Sohnes erfüllt Enric mit zurückhaltendem Stolz. Das Kommando über ein imperiales Schlachtschiff verkörpert jene Verbindung aus Autorität, Disziplin und Verantwortung, die er mit dem Namen Kreeger verbunden sehen möchte. Entsprechend hoch sind seine Erwartungen: Erfolge betrachtet er als Bestätigung einer pflichtgemäßen Entwicklung, Fehler prüft er mit unerbittlicher Genauigkeit. Die Eigenständigkeit des Captains erkennt er im Dienst an, während er sich in familiären Angelegenheiten weiterhin das letzte Wort vorbehält. |
| NERIO KREEGER Enric begegnet seinem jüngsten Sohn mit hohen Erwartungen und deutlich spürbarer Geringschätzung. Er misst Nerios Laufbahn am militärisch erfolgreichen Bruder, dessen Schiffskommando seinem Verständnis von sichtbarer Autorität und Verantwortung entspricht. Nerios Tätigkeit im ISB gewährt ihm bislang kaum vergleichbare väterliche Anerkennung. Mit abfälligen Vergleichen trifft Enric gezielt dessen Stolz und verstärkt den Druck, sich endlich als würdiger Träger des Familiennamens zu beweisen. Damit trägt er wesentlich zu Nerios Ehrgeiz bei, durch eigene Leistungen aus dem Schatten seines Bruders zu treten. |
GESCHÄTZTES
- ALTE FAMILIENAUFNAHMEN RESTAURIEREN: Er säubert beschädigte Hologramme und ergänzt ihre Archiveinträge. Bei Aufnahmen seiner jungen Frau verweilt er auffallend lange.
- ALTE MECHANISCHE ZEITMESSER REPARIEREN: Er arbeitet mit winzigen Werkzeugen und duldet dabei keinerlei Unterbrechung. Ein zerlegtes Uhrwerk kann tagelang auf seinem Schreibtisch liegen. Archaische, analoge Zeitmesser war eine der wenigen Technologien, die bei der Belagerung von Byss noch störungsfrei funktionierten und so ihnen halfen zu koordinieren und zu überleben.
- DISZIPLIN UND SELBSTBEHERRSCHUNG: Ruhiges Auftreten, präzise Sprache und wohlüberlegte Entscheidungen.
- GROSSWILDJAGD MIT EINER GROSSKALIBRIGEN WAFFE: Auf ausgedehnten Jagdausflügen stellt er wehrhaften Tieren nach und führt dabei ein sorgfältig gepflegtes Mark V Sand Panther Projektilgewehr. Er schätzt das geduldige Aufspüren der Beute und den einen präzisen Schuss. Ausgewählte Trophäen bewahrt er in seinen privaten Räumen auf.
- MIT SEINEM LEIBDIENER KARTEN SPIELEN: Zwischen beiden besteht eine jahrelange Spielbilanz ihrer Balaans Runden. Der Diener darf gewinnen und sich am Spieltisch Bemerkungen erlauben, die andernorts undenkbar wären.
- TRADITION UND ETIKETTE: Gepflegte Umgangsformen, angemessene Kleidung und die Wahrung familiären Ansehens.
VERHASSTES
- AUSUFERNDER ALKOHOLKONSUM: Betrunkene Offiziere und Würdenträger, die laut werden, Geheimnisse ausplaudern oder sich lächerlich machen, verlieren seinen Respekt. Wer sich selbst nicht führen kann, sollte in seinen Augen auch keine Untergebenen führen.
- BEI MAHLZEITEN DIENSTGESCHÄFTE BESPRECHEN: Wer zwischen zwei Gängen mit einem Datapad an seinen Platz tritt, muss einen sehr guten Grund dafür haben. Enric betrachtet feste Essenszeiten als einen der wenigen Bereiche, die seinem Amt Grenzen setzen.
- GLÜCKSSPIEL OHNE EINSATZ EIGENER FÄHIGKEITEN: Stunden an Automaten oder beim Wetten auf Zufallsergebnisse zu verbringen, erscheint ihm erbärmlich. Beim Kartenspiel ärgert ihn besonders, wenn ein schlechter Spieler durch bloßes Glück gewinnt.
- JAMMERN UND SELBSTMITLEID: Ausführliche Klagen über eine ungerechte Behandlung erschöpfen seine Geduld rasch. Von einem Erwachsenen erwartet er, dass er seine Lage erfasst und daraus Konsequenzen zieht.
- ÖFFENTLICHE BLOSSSTELLUNG: Spott, herablassende Behandlung und das Infragestellen seiner Autorität vor anderen.
- ÖFFENTLICHE LIEBESAFFÄREN: Indiskrete Liebschaften und Eifersuchtsszenen betrachtet er als vermeidbare Angriffsflächen. Besonders verachtet er es, wenn jemand dafür Dienstpflichten vernachlässigt oder den Ruf seiner Familie gefährdet.
- SICH BEIM JAGEN UNTERHALTEN MÜSSEN: Lautstarke Begleiter und das Prahlen mit früheren Abschüssen verderben ihm einen Jagdausflug. Besonders verachtet er arrangierte Jagden, bei denen ihm ein gefangenes Tier vor die Waffe getrieben wird.
- UNBEHERRSCHTHEIT: Wutausbrüche, Geschwätzigkeit und demonstrative Gefühlsausbrüche.
REGIERUNGSSTIL
Sein Regierungsverständnis verbindet tatsächliches Verantwortungsgefühl mit ausgeprägtem Besitzdenken. Eine funktionierende Versorgung, verlässliche Verwaltung und öffentliche Sicherheit betrachtet er als Pflichten seines Amtes. Die Bevölkerung steht unter seinem Schutz und schuldet ihm dafür Gehorsam. Eigenständige politische Forderungen empfindet er schnell als Anmaßung, besonders wenn sie von Menschen ausgehen, deren Lebensverhältnisse sich unter seiner Führung verbessert haben. Er erwartet Dankbarkeit für Leistungen, deren Bedingungen er allein festgelegt hat. Die imperiale Ordnung bildet für ihn eine verbindliche Hierarchie, in der Privilegien durch Dienste erworben und durch Ungehorsam verwirkt werden. Örtliche Würdenträger, Unternehmer und hohe Beamte bindet er durch Ämter, Aufträge und persönliche Verpflichtungen an seine Verwaltung. Wer sich bewährt, darf unter seiner Herrschaft gedeihen; wer seine Stellung gegen ihn verwendet, gefährdet damit auch den Wohlstand und das Ansehen seines Hauses.
Gewalt gilt ihm als legitimes Instrument der Herrschaft. Er bevorzugt kalkulierte Maßnahmen, deren abschreckende Wirkung über die unmittelbar Betroffenen hinausreicht. Den Sturz einer einflussreichen Familie, die Enteignung eines Unternehmens oder die exemplarische Bestrafung einzelner Verantwortlicher kann er mit großer Ruhe anordnen. Dabei rechtfertigt er seine Härte mit den Unruhen und Opfern, die dadurch künftig vermieden würden. Nach einer Unterwerfung kann er sich hingegen großzügig zeigen, sofern die Machtverhältnisse zweifelsfrei geklärt sind. Begnadigungen und wiedergewährte Privilegien sollen den Wert seines Wohlwollens ebenso sichtbar machen wie Strafen den Preis seines Zorns. Diese Überzeugung erlaubt ihm erhebliche Grausamkeit, ohne sein Selbstbild als verantwortungsvoller Staatsmann grundsätzlich zu erschüttern.
Auf Byss versteht Kreeger sein Amt zugleich als Bewahrung einer Welt, deren Bedeutung weit über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hinausreicht. Die Vergangenheit als Thronwelt und die fortdauernden Interessen der Sith verleihen jeder Personalentscheidung und jedem Zugang zu wichtigen Einrichtungen zusätzliches politisches Gewicht. Entsprechend sorgfältig kontrolliert er die Besetzung von Schlüsselstellen und den Umgang mit den Hinterlassenschaften früherer Herrscher. Den Sith gegenüber wahrt er die gebotene Ehrerbietung und sorgt dafür, dass ihre Ansprüche innerhalb der Verwaltung zügig bearbeitet werden. Zugleich bemüht er sich, Versorgung, Personal und örtliche Zuständigkeiten so eng unter seiner Aufsicht zu halten, dass auch mächtige Besucher auf seine Kenntnisse und Vorbereitungen angewiesen bleiben. Byss soll unter seiner Führung als verlässlicher Sitz imperialer Macht bestehen können.
Aus der Ideologie der Sith übernimmt Kreeger vor allem die Vorstellung, dass Macht durch Willenskraft errungen, behauptet und durch die Überwindung von Widerständen bewiesen werden muss. Herrschaft verlangt in seinen Augen die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, vor denen schwächere Menschen zurückschrecken. In seinem Verwaltungsapparat lässt er begrenzte Konkurrenz zu, um Ehrgeiz und Leistungsfähigkeit zu fördern; Rivalitäten, die seine Autorität oder die Funktionsfähigkeit des Ganzen bedrohen, beendet er entschieden. Seine eigene Beherrschung betrachtet er dabei als Ausdruck von Stärke. Wer sich von Zorn zu nutzloser Zerstörung hinreißen lässt, verschwendet Ressourcen und offenbart eine Angreifbarkeit. Dass Kreeger persönliche Kränkungen bisweilen mit derselben Unerbittlichkeit verfolgt wie politischen Widerstand, bleibt ein Widerspruch, den seine Untergebenen weit deutlicher erkennen als er selbst.
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