Sam Rockwell
durch Titel Gebeutelter
Sehr prominente Serien wie beispielsweise The Sopranos, Breaking Bad und Better Call Saul wären ohne Pulp Fiction so nicht denkbar gewesen. Der Kopf hinter der Serie The Sopranos war David Chase, der als Schöpfer und Showrunner entschied, wie erzählt wird. Chase wollte kein normales Fernsehformat machen. Er wollte Figuren zeigen, die nicht gefallen wollen und Geschichten erzählen, die nicht sauber aufgelöst werden. Ihn interessierte nicht der Gangster als Mythos, sondern als Mensch.
Tony Soprano ist genau so eine Figur. Er ist Mafia-Boss, aber er redet über Essen, über seine Familie, über Kränkungen, über Angst. Vieles an ihm ist kleinlich, manchmal lächerlich, oft schwer auszuhalten. Die Serie macht daraus keinen Gag. Sie zeigt, dass diese Alltäglichkeit Teil der Gewalt ist. Das Böse steckt nicht in großen Gesten, sondern im Alltag. Dass so eine Figur über Jahre hinweg das Zentrum einer erfolgreichen Serie sein konnte, war nicht selbstverständlich. Dafür brauchte es ein Publikum, das gelernt hatte, Nähe zu problematischen Figuren auszuhalten. Pulp Fiction hat genau das für den Mainstream vorbereitet.
Auch der Humor spielt dabei eine Rolle. In Pulp Fiction lacht man oft, aber nie entspannt. Das Lachen bleibt einem schnell im Hals stecken. Genau so funktioniert auch The Sopranos. Man lacht, obwohl man weiß, dass man es eigentlich nicht sollte. Dass so ein Tonfall im Fernsehen funktioniert hat, war vorher kaum vorstellbar.
Von dort aus ist der Schritt zu Breaking Bad und Better Call Saul nicht mehr weit. Beide Serien erzählen von Menschen, die sich Schritt für Schritt verändern, ohne dass es einen klaren Punkt gibt, an dem alles kippt. Gewalt taucht oft in Situationen auf, die gleichzeitig alltäglich oder absurd sind. Das wirkt verstörend, weil es sich nicht auflösen lässt. Walter White und Jimmy McGill sind keine Helden und keine klaren Schurken. Sie reden sich ihre Entscheidungen schön und ziehen einen dabei mit hinein.
Diese Serien ahmen Pulp Fiction nicht nach. Das tun sie nicht. Aber sie nutzen eine Freiheit, die dieser Film mit möglich gemacht hat. Pulp Fiction hat gezeigt, dass man Geschichten erzählen kann, in denen Gespräche über Nebensächliches wichtig sind. Dass Gewalt und Humor nebeneinander stehen dürfen. Und dass Figuren nicht erklärt oder erlöst werden müssen, um interessant zu sein.
In diesem Sinn ist Pulp Fiction kein direktes Vorbild, sondern ein Türöffner. Der Film hat den Raum geschaffen, in dem Serien wie The Sopranos, Breaking Bad und Better Call Saul überhaupt entstehen konnten. Ohne diesen Einschnitt wäre die Erzählweise in diesen Serien vermutlich vorsichtiger und vieles von dem, was diese Serien ausmacht, wäre so nicht möglich gewesen.
Tony Soprano ist genau so eine Figur. Er ist Mafia-Boss, aber er redet über Essen, über seine Familie, über Kränkungen, über Angst. Vieles an ihm ist kleinlich, manchmal lächerlich, oft schwer auszuhalten. Die Serie macht daraus keinen Gag. Sie zeigt, dass diese Alltäglichkeit Teil der Gewalt ist. Das Böse steckt nicht in großen Gesten, sondern im Alltag. Dass so eine Figur über Jahre hinweg das Zentrum einer erfolgreichen Serie sein konnte, war nicht selbstverständlich. Dafür brauchte es ein Publikum, das gelernt hatte, Nähe zu problematischen Figuren auszuhalten. Pulp Fiction hat genau das für den Mainstream vorbereitet.
Auch der Humor spielt dabei eine Rolle. In Pulp Fiction lacht man oft, aber nie entspannt. Das Lachen bleibt einem schnell im Hals stecken. Genau so funktioniert auch The Sopranos. Man lacht, obwohl man weiß, dass man es eigentlich nicht sollte. Dass so ein Tonfall im Fernsehen funktioniert hat, war vorher kaum vorstellbar.
Von dort aus ist der Schritt zu Breaking Bad und Better Call Saul nicht mehr weit. Beide Serien erzählen von Menschen, die sich Schritt für Schritt verändern, ohne dass es einen klaren Punkt gibt, an dem alles kippt. Gewalt taucht oft in Situationen auf, die gleichzeitig alltäglich oder absurd sind. Das wirkt verstörend, weil es sich nicht auflösen lässt. Walter White und Jimmy McGill sind keine Helden und keine klaren Schurken. Sie reden sich ihre Entscheidungen schön und ziehen einen dabei mit hinein.
Diese Serien ahmen Pulp Fiction nicht nach. Das tun sie nicht. Aber sie nutzen eine Freiheit, die dieser Film mit möglich gemacht hat. Pulp Fiction hat gezeigt, dass man Geschichten erzählen kann, in denen Gespräche über Nebensächliches wichtig sind. Dass Gewalt und Humor nebeneinander stehen dürfen. Und dass Figuren nicht erklärt oder erlöst werden müssen, um interessant zu sein.
In diesem Sinn ist Pulp Fiction kein direktes Vorbild, sondern ein Türöffner. Der Film hat den Raum geschaffen, in dem Serien wie The Sopranos, Breaking Bad und Better Call Saul überhaupt entstehen konnten. Ohne diesen Einschnitt wäre die Erzählweise in diesen Serien vermutlich vorsichtiger und vieles von dem, was diese Serien ausmacht, wäre so nicht möglich gewesen.




