Ivor Karn
thug life
/// IVOR KARN \\\
CODENAME: Krayt
SPEZIES: Thuggatoris
HERKUNFT: Glavis Ringwelt
ALTER: 38 Standardjahre
GRÖßE: 1,96, mit Kamm knapp über 2m.
SCHUPPENFARBE: aschgräulich
AUGENFARBE: Organisches Auge = orangegelb; kybernetisches Implantat = rot
BERUF: Fixer, auch Problemlöser genannt.
Krisenentsorger, Berufsfrevler oder diskreter Leichenbeschleuniger: Sein Ruf haftet ihm an wie billiger corellianischer Schnaps an einer Cantina-Theke. Er ist die Sorte Wesen, die man ruft, wenn ein Senator mit heruntergelassener Hose erwischt wurde, ein imperialer Beamter plötzlich einen Zeugen zu viel kennt, Zeugen abtauchen und Skandale in den Hyperraum geschossen werden müssen oder irgendein lokaler Verbrecher feststellt, dass Loyalität im Outer Rim ungefähr so belastbar ist wie feuchte Pappe. Er kennt die richtigen Leute in Uniform, Robe, Maßanzug und Panzerplatte und all die anderen Parasiten, die sich für den richtigen Preis, die richtige Drohung oder den richtigen Gefallen daran erinnern, dass Gesetze dehnbar und Akten erstaunlich brennbar sind.
WOHER HAT ER DIESEN LOOK?
Als Thuggatoris trägt Ivor Karn die reptiloiden Merkmale seiner Spezies offen zur Schau: Graue Haut, gelbe Augen und jene raue, räuberische Physiognomie, die schon im Ruhezustand wirkt, als würde sie jeden Raum taxieren. Direkt hinter einem Ohr sitzt eine kybernetische Schnittstellenbuchse; eine zweite, gröber eingepasste Buchse liegt im Handgelenk. Darüber kann sich Ivor Karn in unverschlüsselte oder nur leicht gesicherte Systeme einklinken, von Türsteuerungen über lokale Terminals bis hin zu lausig geschützten Netzwerken. Für alles darüber hinaus braucht es Glück, Dreistigkeit und die Bereitschaft, einen zu heißen Rückstoß durchs eigene Nervensystem zu riskieren. Wer sich mit billiger Hardware in fremde Technik stöpselt, ohne das Zielsystem vorher auf Schadcode, Sperren oder Rückkopplungen zu prüfen, spielt schnell darum, sich das Hirn auf offener Leitung garen zu lassen. Sein rechter Arm ist ohnehin längst Gebrauchtmetall: Nach einer üblen Auseinandersetzung mit einem Wookiee wurde das Original durch einen Cyber-Scanner-Arm ersetzt, also eine auf Sensorik und Scanfunktionen ausgelegte Prothese, die Ivor weniger aus blanker Zweckmäßigkeit trägt.
Wie fast alles an Karn ist auch seine Kybernetik kein edles Maßstück, sondern zusammengekaufter, nachgerüsteter und halbwegs kompatibel gehaltener Schrott aus zweiter oder dritter Hand. Er nimmt, was er bezahlen kann, flickt nach, lässt improvisieren und lebt mit den Folgen. Das gilt besonders für seine Augen. Lange lief er mit einem gebrauchten Mod-I-Modell von Athakam Medtech herum, das billig war und zu den unpassendsten Momenten Ärger machte: Bildfehler, Aussetzer, flackernde Fokuskorrektur und diese besonders widerwärtigen Kurzschlüsse, die einem für einen Herzschlag das Gefühl geben, jemand hätte einen glühenden Draht direkt hinter die Stirn geschoben. Inzwischen trägt der Geschuppte ein Mod III-Paar von Athakam Medtech. Auf dem Papier ist das ein erheblicher Sprung nach oben: Die Mod-III-Augen gelten als eine der besseren Entwicklungen ihres Herstellers, erhöhen Sehschärfe und Zielerfassung und fallen Beobachtern trotz ihrer künstlichen Natur kaum durch sichtbare Fehler auf. Bei Karn bedeutet das freilich nur, dass seine Augen heute seltener streiken als früher. Ganz trauen würde er der Ware trotzdem nie. Dafür hat er zu oft erlebt, dass günstige Kybernetik ihre Rechnung nicht beim Kauf stellt, sondern irgendwann später, wenn es gerade richtig unpassend wird.
Für Einsätze kleidet sich Ivor zweckmäßig, schmutzresistent und mit genau so viel Schutz, wie seine Beweglichkeit nicht ruiniert. Sein Standard ist ein Tuff1 Combat Jumpsuit: ein eng anliegender, leichter Kampfanzug, dessen gepolsterte Partien an Brust, Ellenbogen und Knien den ersten Dreck abfangen, ohne ihn in eine wandelnde Blechkiste zu verwandeln. Darüber trägt er bevorzugt eine Mk III Flak Weste, sofern mit Granatsplittern, umherfliegenden Metallteilen oder anderem schmutzigen Beschuss zu rechnen ist. Die Weste bringt leichte Durastahlplatten unter ballistischem Gewebe unter, schützt ordentlich gegen Splitter und Hitze und bietet immerhin begrenzten Widerstand gegen direkte Treffer, ohne ihn allzu steif zu machen.
Über das Ganze wirft der Geschuppte noch einen mit zusätzlichen Taschen versehenen Trenchcoat. Dann verschwindet der eigentliche Kampfanzug unter langen, dunklen Stoffbahnen, die seine Silhouette brechen, Holster kaschieren und ihm jene räudige Halbwelt-Eleganz verleihen, die zwischen Fixer, Straßenschläger und bezahltem Problemlöser oszilliert. Lang genug, um Ausrüstung zu verstecken, schwer genug, um auf Distanz Respekt zu erzeugen und abgetragen genug, dass niemand ihn für einen geschniegelt sauberen Söldner hält. Bei Ivor Karn wirkt das Gesamtbild deshalb wie aus einem schlechten Traum der Unterwelt zusammengenäht: Ein reptiloider Schläger mit gebrauchter Kybernetik unter der Haut, Flakweste über den Organen und einem Mantel, der schon von Weitem verspricht, dass gleich irgendetwas Unangenehmes verhandelt wird.
ARSENAL
• MW-20 Bryar Blasterpistole
• EE-4Blaster Karabiner
• Schwerer TL-50 Mehrlader
• Unterarm-Vibroklinge
• CryoBan Granaten
WER IST IVOR KARN?
Auftragsdrecksack, Macho, Straßenphilosoph mit Tibannagas im Blutkreislauf und gerade genug Restgewissen, um sich selbst beim Lügen in die Augen sehen zu können. Karns Ruf kriecht längst vor ihm durch die Gosse. Ivor ist einer von diesen Bastarden, die in jeder schummrigen Cantina sofort auffallen: zu breit grinsend, zu laut, zu entspannt, zu gefährlich. Er hat Charme wie ein vibrierendes Messer an der Kehle, eine Klappe, die selbst in Leichensälen noch Witze macht, und die Art von Ausstrahlung, wegen der man instinktiv prüft, wo die nächste Tür ist. Ivor Karn redet schnell, denkt schnell, schießt schnell und verkauft all das mit der lässigen Selbstverständlichkeit eines Mannes, der seit Jahren davon lebt, die Katastrophen anderer Leute in diskrete Geschäftsvorgänge zu verwandeln.
Wer ihn engagiert, kauft keinen sauberen Dienstleister. Man kauft eine Lösung mit Nikotinatem, Ölspuren und schlechtem Benehmen. Ivororganisiert Schweigen, zieht Gefälligkeiten ein, verteilt Druck auf jene Stellen, an denen Wesen am schnellsten brechen, und lässt Dinge verschwinden, für die andere schon bei der Formulierung eines Auftrags nervös werden. Akten, Tatwaffen, Belastungsmaterial, unbequeme Zeugen, lästige Rivalen, verirrte Funktionäre mit zu viel Wissen oder zu wenig Selbsterhaltungstrieb. Irgendwo in seinem weit verzweigten Netz aus geschmierten Sicherheitskräften, Syndikatsdreck und korporativen Mynocks gibt es immer eine Hand, die sich schmutzig machen lässt.
Viele behaupten, seine tiefgreifenden kybernetischen Modifikationen hätten ihm einen erheblichen Teil dessen aus dem Leib geschnitten, was bei anständigen Wesen als Seele durchgeht. Sie sehen Chrom, Kabel, scharfe Reißzähne, lasergenaue Präzision und halten das für die ganze Geschichte. Die Wahrheit sitzt tiefer und fault dort schon lange. Das Metall hat Ivor nicht erst verdorben, es hat sichtbar gemacht, was vorher schon in ihm angelegt war: Die Wut über ungerechte Güterverteilung in der Galaxis, die eigene Eitelkeit, den Hunger nach Kontrolle, die panische Weigerung, sich jemals wieder hilflos fühlen zu müssen. In seiner Welt besitzt Schmerz keinen Wert, solange man ihn nur hart genug gegen andere zurückwerfen kann.
Unter der mit Reißzähnen gespickten Fresse und dem schmierigen Charme sitzt ein Wesen, das sich selbst mit derselben Härte behandelt, die es der Galaxis entgegenbringt. Der Geschuppte hält wenig von Reue, weil Reue in seinem Geschäft nichts aufräumt. Trotzdem ist da etwas in ihm, das nie ganz abgestorben ist. Es meldet sich in schlechten Stunden, in diesen seltenen Nächten, in denen der Lärm nachlässt und ihm nichts bleibt außer dem Summen seiner Prothesen, altem Rauch in der Kleidung und Gedanken, die er tagsüber mit Sprüchen, Gewalt und Aufträgen kurz hält. Dann wirkt sein Sarkasmus weniger wie Überlegenheit und mehr wie eine billige Notoperation am offenen Bewusstsein. Ivor besitzt durchaus Reste eines Kodex. Er verachtet bestimmte Formen von Grausamkeit, reagiert auf Erniedrigung mit echtem Ekel, kann Stärke respektieren und Tapferkeit anerkennen, selbst wenn sie sich gegen ihn richtet. Doch auch diese Grundsätze machen ihn nicht edel. Sie machen ihn nur komplizierter. Er kann einem zitternden Niemand eine zweite Chance geben und einem arroganten Sack im nächsten Moment lachend das Gesicht ruinieren.
Am Ende bleibt er das, was die meisten schon auf den ersten Blick in ihm wittern: ein verdammt nützlicher Bastard. Einer, den man anruft, wenn man ein Problem hat, das keinen Namen tragen darf.
WAS BISHER GESCHAH
Früh begriff Ivor Karn, dass für ihn weder ein Platz in den klimatisierten Verwaltungsdecks bei Kuat Drive Yards noch in den geschniegelt-gehorsamen Reihen irgendeiner korporativen Sicherheitsabteilung der Handelsföderation vorgesehen war. Für einen sauberen Karrierepfad fehlten ihm Herkunft, Anpassungswille und die Bereitschaft, sich für die Profite anderer in Form pressen zu lassen. Für das Leben als reiner Blaster auf eigene Rechnung wiederum fehlte ihm jener stumpfe Todestrieb, mit dem sich Söldner, Schmuggler-Haudegen und selbsternannte Revolverhelden gewöhnlich durchs Leben schießen. Was Ivor jedoch schon früh besaß, war ein anderes Talent: Er verstand schnell, was Leute wirklich wollten, was sie zu verbergen suchten und woran sie früher oder später zugrunde gehen würden, wenn es ihnen niemand beschaffte. Ebenso schnell begriff er, dass sich daraus ein Geschäft machen ließ.
Zunächst bewegte er sich im kleineren Maßstab durch die Schattenmärkte der Unterstadt von Glavis, zwischen billigen Hehlerwaren, verschwundenen Frachtlisten und diskreten Gefälligkeiten für all jene, die zu arm, zu schuldig oder zu verzweifelt waren, um sich an offizielle Stellen zu wenden. Was als Kleinkriminalität begann, wuchs mit der Zeit zu einem belastbaren Netzwerk aus Schiebern, Hafenbeamten, Informanten, Straßengangs, Anwälten mit biegsamem Rückgrat und korrupten Funktionären, die für den richtigen Preis plötzlich bemerkenswert lösungsorientiert arbeiteten. Ivor stieg vom kleinen Straßenhändler fremder Bedürfnisse zu einem Mann auf, der Lieferketten umlenken und Grenzkontrollen umgehen. Mal waren es illegale Waffen, die an Blockaden vorbei in unruhige Sektoren geschleust wurden. Mal medizinische Güter, die aus Konzernbeständen verschwanden und gegen saubere Marge oder alte Schulden weiterverkauft wurden. Dann wiederum waren es Daten, Identitäten oder Personen, die für jemanden schnell aus den Registern der Galaxis gelöscht werden mussten.
In diese Jahre fiel auch die Verbindung zu Xeva Ryk’sa, einer Nikto, die ihm näherkam, als es für beide gut war. Sie war klüger, als Ivor wahrhaben wollte, und sie durchschaute früh, wohin seine Geschäfte führen würden. Trotzdem nahm die Entrepeneurin einer eigenen Cantina ihn so an wie er war und eine innige, tiefgreifende Liebschaft entwickelte sich zwischen den beiden, bei der trotz aller Warnzeichen klar war, dass dieses Liebesshuttle in einem Asteroidenfeld zerschellen würde.
Ihr Bruder Dravin Ryk’sa arbeitete dennoch mit Ivor zusammen, obwohl Xeva ihn immer wieder davor warnte. Sie sagte dem Geschuppten offen ins Gesicht, dass Dravin wegen eines Mannes wie ihm eines Tages noch sterben würde. Ganz Unrecht hatte sie nicht. Ein Auftrag lief katastrophal schief: Aus einem gewöhnlichen Zugriff für einen Kunden wurde ein hitziger Schusswechsel, aus einem Schusswechsel binnen Sekunden ein kleines Schlachtfeld. Als ein Thermaldetonator hochging, wurde Karns linke Gesichtshälfte so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass sie bis heute von sichtbarer Kybernetik zusammengehalten wird. Dravin überlebte ebenfalls, doch der Preis war grausamer als ein schneller Tod: Verletzungen, eine Hirnblutung, halbseitige Lähmungen und ein partieller Sprachverlust, der ihm Worte nur noch bruchstückhaft zurückgab. Xeva verzieh ihrem Geliebten nie, was er ihrem Bruder angetan hatte. Sie verließ ihn und ließ ihn mit der Gewissheit zurück, dass es Wunden gibt, die man nicht flickt, sondern nur mit sich herumschleppt, was in Ivor tiefer sitzt als jede Narbe aus Metall und Fleisch.
Gerade dieser Bruch trieb Ivor tiefer in das Geschäft hinein. Die Schuld fraß an ihm, die Erinnerung machte ihn unruhig, und beides verlangte nach Verdrängung, Bewegung und vor allem nach Credits. Credits konnten das Leben angenehmer machen und die intrinsische Schuld, die in Ivor gegenüber Dravin saß, wollte Sühne mit Annehmlichkeiten erkaufen. Seitdem fließt ein Teil dessen, was er verdient, in medizinische Behandlungen für Dravin Ryk’sa, in Medikamente, Spezialisten, Reha-Maßnahmen, kybernetische Bauteile und jede Information über Verfahren, die vielleicht Besserung versprechen, vielleicht auch nur teure Hoffnung bleiben. Karn besucht Dravin, so oft der Job, die Scham und sein eigener Mut und Xevas Anstrengungen dies zu unterbinden es zulassen. Das ändert nichts an der Vergangenheit, doch gerade diese Aussichtslosigkeit wurde zu einem Motor seines Aufstiegs. Aus bloßer Beschaffung wurde mit wachsendem Einfluss und Alter zunehmend diskrete Problemlösung, zumal Karn früh merkte, dass sein Äußeres inzwischen mindestens so einschüchternd wirkte wie der Lauf seiner schweren Blasterpistole. Er übernahm es, Druck von Klienten zu nehmen, belastete Personen verschwinden zu lassen oder ganze Viertel mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen, wenn Abriegelungen, Firmenmilizen oder lokale Machthaber den Nachschub kappten. Ob er das aus Berechnung tat, aus Geschäftssinn oder aus einem letzten verfaulten Rest Gewissen, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wahrscheinlich steckt von allem etwas darin. Sicher ist nur, dass Ivor früh lernte, aus Notlagen Einfluss zu schlagen und aus Einfluss ein Geschäftsmodell zu machen. Er half nie umsonst, aber oft gerade dann, wenn Hilfe sonst niemand mehr für lohnend hielt.
Zur Black Sun kam Ivor Karn weder aus Ehrfurcht noch aus Überzeugung. Selbst ein freischwebender Dreckskomet wie er merkt irgendwann, dass man ohne größeren Schatten über dem eigenen Kopf leichter abgeschossen als bezahlt wird. Nach ein paar zu erfolgreichen Geschäften, verschwundenen Warenladungen an den falschen Zolllinien und einer Handvoll Aufträge, bei denen er für lokale Vigos nützlicher war als die Hälfte ihrer geschniegelt-brutalen Laufburschen, erhielt er das Angebot, seinen Namen gegen einen Eid, ein Mindestmaß an Schutz und die stillschweigende Zusage einzutauschen, dass man ihn nicht sofort an den nächstbesten Feind verkauft, sobald es ungemütlich wird. Er biss an. Nicht aus Loyalität, sondern weil er klug genug war zu wissen, dass man mit einem Syndikat wie der Black Sun im Rücken länger lebt, härter zuschlagen und vor allem deutlich besser kassieren kann. Für Ivor bedeutete das nicht nur mehr Reichweite, sondern auch regelmäßiger fließende Credits für Dravins Behandlungen, Zugang zu besseren Kybernetik, fragwürdigen Medizinern, seltener Kybernetik und jenen Informationen, die man auf offenem Markt entweder gar nicht oder nur als Leiche bekommt.
Dass er trotz aller großen Fresse und seines Talents fürs Improvisieren bis heute nur ein Bechsesmy geblieben ist, liegt ausgerechnet an genau dem Zeug, das ihn auf der Straße über Wasser hält: Ivor Karn ist nützlich, aber unzuverlässig im politischen Sinne. Er ist zu laut, zu eigenwillig, zu schlecht kontrollierbar, mit einem Hang zu persönlicher Vendetta, improvisierter Grausamkeit und jener Form von Selbstmythologisierung, die Vorgesetzte nur dann charmant finden, wenn sie nicht selbst die Folgen tragen müssen. Die Black Sun traut ihm genug, um ihn zu benutzen, aber längst nicht genug, um ihn in ihre inneren Räume zu lassen. Fürs Erste bleibt er also Wanderer und Freidenker im duroschen Sinne: ein Mann mit Schwur im Mund, Dreck an den Stiefeln und gerade so viel Wert für das Syndikat, dass man ihn füttert, solange er Gewinn bringt. Vielleicht reicht ihm das nicht. Vielleicht wird es ihm nie reichen. Doch bis heute arbeitet in jeder neuen Verbindung, jedem schmutzigen Auftrag und jedem verdienten Credit dieselbe alte Wunde mit: die linke Gesichtshälfte aus Metall, der Name Xeva Ryk’sa und das verkrüppelte Echo eines Lebens, das Dravin Ryk’sa ohne ihn womöglich noch ganz geführt hätte.



