Lucan Vito Bellori
Alte Schule
Lucan Vito Bellori
"Acht Jahre haben sie mir genommen. Zwanzig weitere habe ich gewartet. Jetzt bin ich an der Reihe."
Allgemeine Informationen
Vollständiger Name:Lucan Vito Bellori
Spezies:
Mensch
Geschlecht:
Männlich
Herkunft:
Fondor, Tapani-Sektor
Alter:
60 Jahre
Größe:
1,81 m
Gewicht:
89 kg
Statur:
Kräftig, stattlich
Augenfarbe:
Braun
Haarfarbe:
Silbergrau, ursprünglich dunkelbraun
Erscheinung:
Bellori ist ein besonders für sein Alter gut gebauter Mann mit breitem Kiefer, markanten dunklen Augenbrauen und zurückgekämmtem silbergrauem Haar. Sein Gesicht zeigt deutlich die Spuren seines Alters, wobei sein ohnehin meist missmutiger Ausdruck ihn häufig noch strenger wirken lässt. Im Dienst trägt er eine dunkelgraue Gouverneursuniform.
Stellung
Angehörigkeit:Galaktisches Imperium
Rang:
Gouverneur von Brentaal IV
Zuteilung:
Bormea-Sektor
Ehemaliger Rang:
Captain der Imperialen Armee
Vorherige Stellung:
Vizegouverneur von Bacrana
Familienstand:
Verheiratet mit Mariela Bellori
Kinder:
Drei Töchter
Charakter
Lucan Bellori ist ein stolzer, konservativer und ausgesprochen temperamentvoller Mann. Er glaubt an klare Hierarchien, persönliche Verantwortung und eine Ordnung, in der jeder seinen Platz kennt und seine verdammte Arbeit erledigt.Seine geringe Geduld ist berüchtigt: Inkompetenz, Verspätungen, politische Schönrednerei und unnötige Bürokratie können innerhalb weniger Augenblicke einen lautstarken Wutausbruch hervorrufen. Bellori flucht allerdings derart selbstverständlich, dass sich Außenstehende nicht immer sicher sein können, ob er tatsächlich wütend ist oder lediglich ein gewöhnliches Gespräch führt. Er ist stolz, stur und ausgesprochen nachtragend. Persönliche Kränkungen vergisst er entweder nur schwer, oder gar nicht, selbst wenn diese Jahrzehnte lang zurückliegen.
Seine fast achtjährige Kriegsgefangenschaft, die verlorene militärische Karriere und seine verlorenen "besten Jahre" haben dabei tiefe Spuren hinterlassen. Jahrzehntelang glaubte Bellori, um seine eigentliche Zukunft gebracht worden zu sein.
Mit seiner Ernennung zum Gouverneur von Brentaal IV hat sich das geändert. Zum ersten Mal besitzt er wirkliche Macht. Und Bellori beginnt zunehmend Gefallen daran zu finden.
Familie
Die Belloris stammen von Fondor und bilden eine große, tapanisch-traditionell geprägte Familie. Sie gehören weder zum bedeutenden Hochadel noch zu den großen Wirtschaftsdynastien der Welt, besitzen jedoch ein ausgeprägtes Bewusstsein für Familie, gesellschaftliche Stellung und persönlichen Aufstieg.Lucan ist seit vielen Jahren mit Mariela Bellori, geborene Varcen, verheiratet. Das Paar hat drei Töchter:
Lucia Bellori, 21
Infrastruktur- und Verkehrsplanung, Ausbildung
Valeria Bellori, 20
Offiziersanwärterin der Imperialen Armee
Elena Bellori, 19
Finanzwesen, Ausbildung
Bellori liebt seine Familie auf seine Art und Weise aufrichtig und ist ausgesprochen stolz auf seine Töchter. Gleichzeitig bedauert er aufgrund seines traditionellen Familienverständnisses bis heute, keinen Sohn zu haben, der seinen Namen unmittelbar weiterträgt.
Werdegang
Lucan Vito Bellori wurde vor sechzig Standardjahren auf Fondor geboren und entstammt einer großen, tapanisch geprägten Familie, die weder zum bedeutenden Adel noch zu den großen Wirtschaftsdynastien zählt, aber großen Wert auf Herkunft, gesellschaftliche Stellung und persönliche Pflichterfüllung legt. Teile der Familie dienten im Militär, andere arbeiteten in Industrie, Verwaltung oder den fondorianischen Werften. Bellori selbst entschied sich früh für die Imperiale Armee, besuchte jedoch keine renommierte Eliteakademie, sondern absolvierte eine reguläre Offiziersausbildung auf Fondor. Er galt als zuverlässiger Organisator mit Stärken in Versorgung, Logistik und Truppenführung, zugleich aber als wenig diplomatisch, cholerisch und für Konflikte mit Vorgesetzten anfällig. Zudem war er weit davon entfernt, die Kampfkraft eines Elitesoldaten aufzuweisen. Seine Karriere verlief entsprechend unspektakulär und führte ihn lediglich bis zum Rang eines Captains.Während eines Feldzuges gegen republikanische Kräfte geriet Belloris Einheit nach einer gescheiterten Operation in eine aussichtslose Lage und musste schließlich kapitulieren. Sieben Jahre, neun Monate und einundzwanzig Tage verbrachte er anschließend in Kriegsgefangenschaft - für Bellori selbst waren und bleiben es schlicht "acht Jahre". Als er zurückkehrte, war seine militärische Karriere faktisch beendet: ehemalige Kameraden waren längst befördert, Einheiten umstrukturiert und Teile seiner Ausbildung überholt. Statt eines neuen Kommandos erhielt er eine administrative Verwendung, die er nur widerwillig annahm, da er inzwischen verheiratet und Vater war. Den Wechsel bezeichnete er später als den Moment, in dem man aus einem Soldaten einen "beschissenen Schreibtischhengst" gemacht habe. Ironischerweise erwies er sich gerade dort als erfolgreicher. Über verschiedene Stationen der Regionalverwaltung arbeitete er sich langsam nach oben und wurde schließlich Vizegouverneur von Bacrana, wo er sich über Jahre hinweg vor allem mit Infrastruktur, Versorgung und Sicherheitsfragen beschäftigte.
Mit zunehmendem Alter ging Bellori davon aus, dass Bacrana den Endpunkt seiner Laufbahn darstellen würde, auch wenn er das niemals offen zugeben wollte. Erst der politische Umbruch nach dem Thronwechsel änderte seine Situation unerwartet: Säuberungen unter früheren Allegious-Loyalisten schufen zahlreiche freie Posten, während Belloris jahrzehntelange Distanz zu den großen Machtzirkeln plötzlich zum Vorteil wurde. Verwaltungserfahrung, militärischer Hintergrund und Krisenfestigkeit machten ihn zu einem vergleichsweise unbelasteten Kandidaten, sodass er im Alter von sechzig Jahren überraschend zum Gouverneur von Brentaal IV ernannt wurde. Damit landet ein ehemaliger Captain ohne Eliteausbildung, bedeutenden Familiennamen oder große politische Hausmacht ausgerechnet an der Spitze einer der wichtigsten Handels- und Finanzwelten des imperialen Kernraums. Bellori begegnet der von Konzernen, Finanzhäusern und alten Vermögen geprägten Elite Cormonds mit ebenso viel Misstrauen, wie diese dem groben, provinziell wirkenden Neuankömmling entgegenbringt - und erhält zugleich erstmals jene Macht und Anerkennung, von der er zunehmend glaubt, dass die Galaxie sie ihm schon vor Jahrzehnten geschuldet hätte.
Vorlieben
- Zigarren
- Kräftiger Caf
- Hochwertige Spirituosen
- Tapaniscje traditionelle Küche
- Große Familienessen
- Militärgeschichte
- Klassische Kleidung
- Direkte Worte
- Klare Zuständigkeiten
- Persönliche Loyalität
- Neuerdings auch die angenehmen Seiten eines hohen Amtes
Abneigungen
- Bürokratensprache
- Verspätungen
- Ausreden
- Unklare Zuständigkeiten
- Politische Schönrednerei
- Inkompetenz
- Respektlosigkeit
- Die Neue Republik
- Kritik an seiner militärischen Vergangenheit
- Menschen, die ihm sagen, er solle sich beruhigen



