Percival Leobund VII

Name: Percival Anastasius Bodé Leobund
Titel: Lord des Hauses Mecetti; VII. seines Namens
Organisationszugehörigkeit: Imperiale Verwaltung // Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

Derzeitige Position: Abteilungsleiter der Abteilung Neutrale Staaten im Galaktischen Norden

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Spezies: Mensch
Geschlecht: Männlich
Geburtswelt: Obulette
Geburtsort: Schloss Verdeca
Alter: 31
Größe: 186 Zentimeter
Gewicht: 82 Kilogramm
Familienstand: Verheiratet


Familie
Die Familie Leobund gehört zu den mächtigsten Familien des Hauses Mecetti und besitzt gute Kontakte in die hohen Kreise des Imperiums. Der Kern der Familie sind die Nachkommen von Lord Anastasius Tizian Jared Leobund und fokussieren sich dabei vor allem auf die Geschäfte der Familie und des Hauses.

Vater: Lord Anastasius Tizian Jared Leobund IX [VERSTORBEN] – 98


Der Vater Percivals war ein hochrangiges Mitglied des Hauses Mecetti und Oberhaupt der Familie Leobund. Sein Leben war davon gezeichnet, die Politik des Hauses Mecetti als angesehenes Mitglied des Privy Council des High Lords mitzugestalten und auch außerhalb dieses Gremiums als Mitglied des Senats des Tapani-Sektors die Politik im ganzen Sektor zu führen. Er galt als eiserner Mann und erzog seine beiden Söhne auch stets in diesem Geiste. Sein dritter Sohn, Percival, bildete hier eine Ausnahme. Nicht nur war Anastasius schon recht alt, sondern ließ sich von seiner neuen Frau auch so sehr mit guten Worten umnebeln, dass Percival von der harten Hand seines Vaters, die seine beiden älteren Brüder hatten spüren müssen, nichts mehr bemerkte.

Mutter: Tia Eleonore Fourb von Bühl - 58

Als Tochter eines Fürsten von Ralltiir und der Schwester des Vorsitzenden eines Minenkonzerns aus dem Mittleren Rand erscheint Tia wohl nicht zwingend die erste Wahl als Frau eines Mannes wie Anastasius Leobund IX. Das war sie tatsächlich auch nicht, sondern erst die dritte, nachdem Anastasius bereits zweimal zuvor verwitwet war. Die Kombination dieser Tatsache damit, dass die damals noch recht junge Tia aber enorm wohlhabend war und zudem noch zu den schönsten Damen der Saison in den Imperialen Adelskreisen gezählt hatte, sorgte dafür, dass die Hochzeit der beiden keinerlei Probleme bereitete. Tia gelang es, sich schnell als Dame des Hauses zu etablieren und vor allem, ihren absoluten Liebling Percival vor einem zu strengen Blick seines Vaters zu schützen.

Bruder: Lord Tizian Brezwald Urigel Leobund V - 68

Nach dem Tot seines Vaters übernahm Tizian das Amt des Oberhauptes der Familie. Er ererbte nicht nur den Stand und die Position im Privy Council des Hauses Mecetti, sondern auch den Großteil der Charaktereigenschaften seines Vaters. Verwandte sind der Meinung, dass es so wirkt, als wäre Anastasius gar nicht verstorben. Er entspringt der ersten Ehe seines Vaters mit Estelle Mulran, einer Tochte des Duke de Tichinde aus dem Cygnischen Sternenimperium. Die Beziehung zu seinem jüngsten Bruder ist angespannt, erwartet er doch, dass dieser sich von seinem Dasein als Jugendlicher verabschiedet, und sein Leben in das Dienst des Hauses stellt.

Bruder: Lord Bodé Pericles Galemus Leobund XV - 60

Der zweite Sohn seines Vaters entstammte seiner Ehe mit Baroness Damara Hejaran. Er ist wie auch sein Bruder eng in die Geschäfte des Hauses und der Familie eingebunden und kümmert sich vor allem um die wirtschaftlichen Unternehmungen der Familie und gilt allgemein als rechte Hand seines älteren Halbbruders. Er besitzt nicht die Härte und Durchsetzungskraft seines älteren Bruders und schließt sich im Regelfall dessen Meinung an. So auch Percival betreffend, auch, wenn er wenn die beiden nur zu zweit sind, gegenüber Percival fast so etwas wie Brüderlichkeit durchscheinen lässt.

Ehefrau: Cyria Theala Vandron - 28

Percival wurde mit Cyria verlobt, als sie beide noch keine zwanzig waren. Trotz dieser langen Zeit, kennt er seine Ehefrau kaum und verbrachte auch wenig Zeit mit ihr. Er genoss seine Zeit als Lebemann im Tapani Sektor, während Cyria sich ihr Leben in den hohen Adelskreisen des Tapani-Sektors lebte. Sie gehörte zu einem der vornehmsten Häuser des Senex-Sektors und so gab Percival sich immer größte Mühe, etwaige Affären geheim zu halten, wollte er doch ihre Familie nicht brüskieren. Cyria ist aber durchaus bewusst, dass ihre Ehe in erster Linie auf dem Papier als politische Hochzeit besteht und so nahm sie Percivals Angebot gerne an, im Tapani-Sektor zu verbleiben um den Haushalt dort zu verwalten, während er seinen Dienst antrat.

Auszug aus der Familienchronik des Hauses Mecetti
Unterkapitel 4: Die Familie Leobund und ihr jüngster Sprössling


Geboren auf einem der Familienschlösser auf der Thronwelt des Hauses Mecetti wuchs Percival schon früh in dem Wissen auf, dass er zu den höchsten Gesellschaftskreisen gehörte, die in dieser Galaxis existierten. Hatte gerade sein Vater noch Wert bei der Erziehung seiner Brüder darauf gelegt, dass diese nichtsdestotrotz einen gestählten Charakter bekamen und zu eisernen Häuptern der Familie wurden, ließ diese strenge Hand bei Percival nach. Gerade durch den Einfluss seiner deutlich jüngeren Mutter erlebte er eine mehr als sorgenlose Kindheit und auch sein Vater, vielleicht auf seine alten Tage etwas weich geworden, schien ihn beinahe wie eine Art Lieblingssohn zu behandeln. Eine Schar an Dienern versuchte seine Wünsche zu erfüllen, noch bevor er diese überhaupt geäußert hatte und Percival entwickelte eine diebische Freude daran, die Diener an der Nase herumzuführen und unsinnige Aufgaben ausführen zu lassen, nur, um sie am Ende niedermachen zu können, dass sie seinen Wünschen nicht vollumfänglich nachgekommen waren. Trotz dieses beinahe völlig sorgenfreien Lebens legte sein Vater großen Wert darauf, dass auch, wenn er nicht den stahlharten Charakter eines Leobund anerzogen bekam, er zumindest mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten sich nicht vor seinen Cousins und entfernten Verwandten verstecken musste. Bereits seit frühester Kindheit begleiteten ihn ausgewählte Hauslehrer um ihm unter anderem die Feinheiten von Geschichte, Etikette und Lyrik nahe zu bringen und ihn gleichzeitig auch körperlich zu einem würdigen Vertreter seiner Familie zu formen.

Diese Stellung als Lieblingssohn seiner Eltern zog aber bereits früh den Neid von Cousins, anderen Verwandten und auch den Neid seiner deutlich älteren Brüder auf sich. Seine Eltern, die die Erziehung und die Pflege des jungen Percivals oft auch einfach einer Nanny überließen, merkten nicht, wenn der Junge von seinen neidischen Cousins schikaniert wurde oder auch wenn seine Brüder, vor allem sein ältester Bruder, ihn herunterputzten und als nicht würdig des Familiennamens betitelten.

Eine Schule oder gar eine Universität besuchte der Junge nie. Für seine Ausbildung hatte sein Vater stets die besten Hauslehrer engagiert, die ihm das nahe brachten, was sein Vater für wesentlich hielt - was wahrscheinlich deutlich mehr war, als man in einer staatlichen Schule an Wissen vermittelt bekommen würde. Besondere Fähigkeiten zeigte er hier schon früh im Staatsrecht und in der Fechtkunst. Da ihm ersteres aber in der Regel zu trocken war, fokussierte er sich mehr und mehr auf den Sport. Neben der Fechtkunst entwickelte er, je älter er wurde, auch zusehends eine Leidenschaft und ein Talent fürs reiten und schließlich jagen. Je älter er wurde, desto mehr versuchte er seine Fähigkeiten im Reiten auf schnellere Gefährte als organisches Material zu übertragen und wandte sich Swoop-Bikes und Gunfas, einem traditionellen tapanischen Vehikel für den Rennsport, zu. Im Alter von 19 Jahren, nachdem er in einigen kleineren Rennen bereits Erfolge hatte verzeichnen können, gewann er zum ersten Mal den Gunfa Cup. In den folgenden Jahren konnte er an diese Erfolge anknüpfen und wurde - gerade in Kombination mit seiner Herkunft, seines Rufs als Frauenheld und seiner Fechtkünste - zu einem der häufigsten Gäste der Klatschspalten des Tapani-Sektors.

Dieses sorgenlose - und äußerst ereignisarme Leben, das im Ende durch nichts anderes gezeichnet wurde als Partys, ab und an ein Rennen und den eher am Rande stattfindenden Unterricht durch seine Hauslehrer, wurde jäh mit dem Tod seines Vaters unterbrochen, als Percival gerade 26 Jahre alt war. Das neue Oberhaupt der Familie, sein ältester Bruder Tizian, isolierte Percival schnell von seiner Mutter und deren über fürsorglicher Pflege und holte ihn zu sich, um ihm die Härte zukommen zu lassen, mit der ihr Vater einst Tizian erzogen hatte. Der Hausunterricht wurde intensiviert und Percival wurde einer strengen Aufsicht unterstellt. Trotzdem gelang es ihm immer wieder, dieser zu entwischen und auf Partys und bei Rennen seinem im Tapani-Sektor bekannten Ruf gerecht zu werden. Erst, als schließlich Tizian androhte, Percival den Großteil seiner Zuwendungen zu streichen, lenkte er ein. Tizian schickte ihn auf die Diplomatische Akademie nach Coruscant. Es war das erste Mal, dass Percival keinen Privatunterricht bekam, sondern in einer Gruppe unterrichtet wurde - die sogar im Regelfall aus Bürgerlichen bestand. In diese Strukturen einleben, oder sie auch nur gänzlich akzeptieren konnte Percival nie. Seine Dozenten bemerkten durchaus Talent bei ihm, doch Percival schien nicht wirklich interessiert daran zu sein, seine Ausbildung zum Kern seines Seins zu machen. In seiner Selbstwahrnehmung reichte es, ein Mecetti zu sein und diese kurze Pause in der Mittelmäßigkeit würde sich bald von allein erledigt haben.

Er hatte die Akademie noch nicht lange abgeschlossen, als die Imperatorin den Thron bestieg und mit ihr ein entfernter Verwandter und guter Bekannter seines Bruders Außenminister des Imperiums wurde. Seine Ernennung zum Abteilungsleiter der Abteilung "Neutrale Staaten im Galaktischen Norden" folgte nur wenige Tage später. Percival waren dies alles ein wenig zu viele Zufälle, als dass sein Bruder nicht geahnt hätte, dass ein Bekannter in nicht all zu ferner Zukunft in wegweisende Position im Außenministerium aufsteigen würde. Doch er hinterfragte nichts, gerade, da mit der sofortigen Berufung in einen Expertenrat eine Aufgabe auf ihn zukam, die ihn mehr und mehr von der nervtötenden Aufsicht seines Bruders entfernte.


Brief von Prof. Adumar Borkstreet (Dozent an der Diplomatischen Akademie Coruscant) an Tizian Leobund
Beigefügt als Beschreibung seines Charakters


Mein lieber Tizian,

ich unterrichte deinen Bruder nun schon einige Zeit und ich denke, ein paar Zeilen an dich sind nur angebracht. Percival bringt viele gute Qualifikationen und Talente mit. Er hat ohne Frage einen aufgeweckten Geist und weiß sich äußerst eloquent und mit viel Charme auszudrücken und generell zu geben. Gleichzeitig ist er in anderen Dingen, gerade was Wirtschaft und Zahlen betrifft, ohne Talent, hier zeichnet er sich mehr dadurch aus, dass er Personen mit diesem Talent für sich einspannen kann. Er hätte wirklich viele Chancen hier an der Akademie und auch danach im diplomatischen Dienst. Doch muss ich dir auch sagen, dass ich selten jemanden gesehen habe, der so gänzlich von sich selbst eingenommen und überzeugt ist. Böse Stimmen würden behaupten, er platze beinahe vor Arroganz. Er scheint sich sicher zu sein, dass er ohne viel tun zu müssen, die Perfektion erreicht, die eure Familie von ihm erwartet. Auch mache ich mir einige Sorgen um seinen Umgang mit seinen Kommilitonen. Er ist nicht unbedingt das, was ich als kooperativ beschreiben würde und neigt sehr dazu, seinen Kopf durchsetzen zu wollen. Ich habe bereits an den Akademieleiter geschrieben, dass ich vorerst von einer Verwendung in einer Botschaft absehen würde, wenn diese nicht gerade im Senex Sektor oder auf Serenno liegt. Vielleicht wirkst du auf ihn ein, dass er ein wenig konformer wird. Sein Name und dein Einfluss werden Percival ohne Frage einen guten Einstieg ermöglichen, doch wenn er darüber hinaus möchte, so weiß ich nicht, ob er mit seiner Art sich so viele Freunde machen kann.

Es war mir ein Anliegen, diese Sorge mit dir zu teilen.
Dein dir stets verbundener
Adumar
 
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