Prefsbelt IV

[Äußerer Rand | Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV | Blue One | Gouverneurspalast | Festsaal ] - Aren Vayliuar, Theranos Zesh, Dr. T'rsop, Kal Andrim

Aren und Adriana glitten im Zentrum des Geschehens über die Tanzfläche, als existierte all die Aufregung und Arbeit um sie herum nicht, zumindest nicht in diesem Zeitpunkt. Es war wirklich befreiend und auf Arens Gesicht zeigte sich erstmals ein echtes Lächeln gepaart mit Ruhe. Die paar kleinen Gespräche, welche er nach den Beförderungen noch hatte führen müssen - zu viele Menschen der Oberschicht des Planeten wollten sich im Glanz des Moffs sonnen - hatte er schnell und höfflich mit einem Verweis auf seine darbende Verlobte beenden können, die endlich tanzen wollte. Und nun wirbelte Aren seine Verlobte zu den Klängen des Orchesters über das Parkett des Ballsaals.

Er wusste kaum, wie lange sie getanzt hatten, als Adriana sich zu ihm vorbeugte und ihm ins Ohr säuselte, dass sie jetzt doch eine kleine Pause bräuchte. Aren lächelte ihr entgegen, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und führte sie zurück zu der Ehrentafel, die mittlerweile deutlich geleerter aussah. Ein wenig "geschäftliche" Plaudereien würde er heute wohl auch noch führen müssen, doch für den Moment hatte das tanzen ihn unglaublich erholt. Gemeinsam setzten die beiden sich und stießen mit Champus an, welchen Aren galant einem vorbeigehenden Kellner entwendet hatte. Sie sprachen über Prefsbelt und die anstehenden Pläne, über Truuine und die Gala, auf die sich gerade Adriana sehr freute und auch über den danach geplanten Besuch auf Gerrethum, auf welchen sich auch besonders Adriana freute. War Truuine für Aren noch ein schönes Ausflugsziel, gerade um Gouverneur Solaris im Idealfall erneut zu treffen und seine Investitionen in den Planeten einmal in Augenschein zu nehmen, verband er Gerrethum doch mit einer gewissen Nervosität. Es stand viel auf dem Spiel, hatte sein Großvater ihm in gewisser Weise doch ein Ultimatum gesetzt und war es zudem auch das erste Mal, dass er die Familie seiner Verlobten kennenlernen würde.

Doch all zu lange konnten sie sich nicht unterhalten, da sich ihr Gastgeber der Gouverneur ... nein, der Sector Adjutant ihnen näherte. Aren beendete das Gespräch mit Adriana und winkte Zesh näher heran, nach wie vor mit einem Lächeln auf den Lippen.


,,Sector Adjutant Zesh, wie kann ich Ihnen behilflich sein?"

Die Worte, die sein Gegenüber nun an ihn wandte, überzeugten ihn nochmals, dass er die richtige Wahl mit der Beförderung getroffen hatte. Er war voller Tatendrang, hatte Visionen und Ansichten, die denen Arens zu entsprechen schienen und schien alles aber nicht undankbar zu sein. Es war gut, wenn man loyale Männer an seiner Seite wusste.

,,Dessen bin ich mir sicher, dass Ihnen das gelingen wird. Sehen Sie, ich denke es ist wichtig auch Menschen in solche Positionen kommen zu lassen, die nicht zu festgefahren in ihrem Denken sind, die nicht ihr ganzes Leben schon den gleichen Dienst in der Verwaltung ausüben und deren Potential für neue Ideen somit gegen null läuft. Wohin uns so etwas führt haben wir in der Vergangenheit zu oft erleben müssen."

Aber Aren ging davon aus, dass dies nicht das Hauptanliegen des frisch beförderten war und ließ ihn deshalb erneut zu Wort kommen. Je mehr der Mann sprach, desto klarer wurde Aren, dass Zesh wohl anscheinend für solche Dinge wie einen Walzer und lässige Gespräche auf der Tanzfläche sich nur wenig öffnen konnte. Mit einem kurzen, leichten grinsen dachte Aren bei sich, dass er hier keinen Salonlöwen, sondern eine Arbeitsbiene befördert hatte, was ihm durchaus recht war. Aren erhob sich und lächelte Zesh an, während er ihm kollegial eine Hand auf die Schulter legte.

,,Mein lieber Sector Adjutant, ich weiß Ihren Arbeitseifer sehr zu schätzen. Natürlich ging es einige Strategiepläne und Vorhaben, die wesentlich in Ihre Arbeit mit einfließen werden und die ich ihnen umgehend zukommen lassen werde und über die wir uns gerne ausführlichst unterhalten können. Ihr Vorgänger, Mannic, wird ein wesentliches Projekt mit in seine neue Stellung nehmen, sodass hier keine wesentlichen Übergaben stattfinden müssen, auch wenn sie weiterhin auch mit daran beteiligt sein werden. Für einige weitere Projekte, die auch in ihren Aufgabenbereich fallen werden, fehlt aktuell leider noch die finale Zustimmung von Seiten des Großmoffs. Diese sollte aber in Kürze hoffentlich auf meinem Schreibtisch liegen."

Aren nippte erneut an seinem Champusglas und nahm dann Adriana an der Hand. Er dachte an die Prefsbelter Rüstungs Werke, welche Mannic von nun an hauptverantwortlich betreuen würde. Dieses Projekt war zu groß und zu wichtig, als dass es einfach so mit in das Ressort des Sector Adjutanten für Wirtschaft, Industrie und Handel fallen könnte, auch wenn Zesh selbstverständlich eng damit zusammenarbeiten würde und wesentliche Infrastrukturelle Vorhaben umzusetzen hatte und neue Fabriken und Fertigungsanlagen aufbauen musste, um seinen Teil beizutragen. Auch bei der Nadari-Expedition würde Zesh eine wesentliche Rolle zu spielen haben. Doch hierfür fehlte leider noch die finale Zustimmung Rimoras zur Angliederung von Gradilis und des Kolonie-Planeten an Prefsbelt. Einige weitere Dinge, Konzepte und langfristige Planungen standen ebenfalls noch im Raum, doch fehlte hier die Ruhe und die Zeit um all dies ausführlich zu besprechen.

,,Ich hoffe, Sie verzeihen mir, dass ich so nebulös bleibe. Aber hier gibt es leider zu viele Ohren und zu viel Trubel. Einige der Dinge, die wir zu besprechen haben, sind vertraulicher und oder delikater Natur. Ich würde vorschlagen, wir widmen uns der Besprechung dieser zu einem anderen Zeitpunkt und gehen dann alles in Ruhe und mit Zeit und Konzentration durch. Ich habe Julius Kyram, den Leiter meiner Staatskanzlei, bereits darum gebeten ein Dossier für Sie zusammenzustellen, welches sie spätestens morgen früh erhalten sollten. Dann können Sie sich grob schonmal in alles Wesentliche einlesen. Bis dahin würde ich vorschlagen, genießen wir noch ein wenig den Abend. Ich glaube ich muss mich noch mit ein zwei wichtigen Persönlichkeiten unterhalten. Würden Sie mir den Gefallen tun, und meine tanzwütige Verlobte ein wenig auf der Tanzfläche zu unterhalten? Ich danke Ihnen."

Mit einem einnehmenden Lächeln überreichte Aren Theranos Zesh die Hand seiner Verlobten. Er hatte in der Menge bereits den Leiter der Akademie auf Presbelt erspäht, mit dem er noch kurz auf jeden Fall ins Gespräch kommen musste.

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Die letzten Tage auf Prefsbelt IV waren mehr als aufschlussreich gewesen und Aren konnte mittlerweile wohl mit Fug und Recht behaupten, dass er sich ein gutes Bild über den Planeten und seine Einwohner machen konnte. Von der Burg Pradeux und der Marinegruft, bei welcher er dem Begründer imperialer Flottentradition die Ehre erwiesen hatte, bishin zu schwimmenden Stadt, die in Zusammenarbeit mit Truuine entstand, hatte er viel sehen und erleben können, was ihn äußerst beeindruckt hatte. Doch so wohltuend und gewinnbringend diese Zeit auch gewesen war, so nahm sie jetzt doch auch ein Ende. Gemeinsam mit Adriana befand er sich gerade auf dem Weg zu seiner Yacht, bei welcher Zesh, T'rsop und Andrim, der von ihm beförderte Pilot, bereits auf ihn warteten. Wie sich herausgestellt hatte, planten sie alle ebenfalls die Gala auf dem Wasserplaneten zu besuchen und Aren hatte angeboten, sie zumindest auf dem Hinweg mitzunehmen, bot sich so doch die Gelegenheit, Gespräche weiter zu vertiefen und neue Ideen zu besprechen.

Ihr Aufbruch von Prefsbelt würde nicht übermäßig zelebriert werden und außer einer kleinen Abordnung der Garde - und seiner Reisebegleitung - war das Hangar leer, als Adriana und er eintrafen.


,,Meine Herren, ich freue mich sehr, sie gleich auf der Mesh'lane begrüßen zu dürfen. Wir werden einige Zeit unterwegs sein, aber seien Sie sich gewiss, dass es Ihnen an nichts fehlen wird. Mein Butler Greyson wird Ihnen gleich Ihre Zimmer zeigen. Ruhen Sie sich gerne aus und fühlen Sie sich ganz wie Zuhause. Es wird einen kleinen, späten Lunch in der Panoramalunch, am Bug des Schiffes geben, gegen 2 Uhr. Sollten Sie sich weiter ausruhen wollen lassen Sie es Greyson wissen und es wird kein Problem sein, wenn Sie auf Ihrem Zimmer speisen. Ansonsten wünsche ich uns allen eine angenehme Reise. Bitte, nach Ihnen."

Aren wies mit einem Lächeln auf die Rampe, welche hinein in das luxuriöse Schiff führte. Dort ließ es sich ohne Frage aushalten. Greyson, flankiert von den beiden Droiden, wartete bereits am Ende der Rampe um die Gäste zu begrüßen und in Ihre Zimmer zu führen. Dies würde ohne Frage eine sehr angenehme Reise werden.

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Die Räume der Yacht die schonmal ,,bespielt" wurden (und wie man sich die Ausstattung des Schiffes generell vorstellen kann) könnt ihr euch gerne in meiner Charakterinfo durchlesen.^^
 
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Theranos musste unwillkürlich lächeln, als Aren ihm erklärte, weshalb er sich letztlich für ihn entschieden hatte. Die Worte des Moffs waren weit mehr als ein bloßes Lob; sie waren eine Bestätigung jener Überzeugung, die ihn selbst seit Beginn seiner Tätigkeit auf Prefsbelt IV begleitet hatte. Verwaltung durfte niemals zum bloßen Abarbeiten alter Routinen verkommen. Fortschritt entstand nur dort, wo Beamte bereit waren, Bestehendes zu hinterfragen, neue Wege zu denken und Verantwortung nicht als Last, sondern als Möglichkeit zu begreifen. Gerade deshalb bedeutete ihm die Anerkennung seines Vorgesetzten mehr, als er es vermutlich offen gezeigt hätte. Für einen kurzen Moment fragte er sich sogar, ob sein Vater wohl ähnlich reagiert hätte. Wahrscheinlich hätte Meranox Zesh lediglich knapp genickt und anschließend gefragt, welche Ziele er sich nun für die kommenden fünf Jahre gesetzt hatte. Allein dieser Gedanke ließ Theranos innerlich leicht lächeln.

Als Aren ihm schließlich kollegial die Hand auf die Schulter legte, empfand Theranos diese Geste nicht mehr als jene eines ranghöheren Vorgesetzten, sondern als Zeichen ehrlichen Vertrauens zwischen zwei Männern, die künftig gemeinsam Verantwortung für den gesamten Prefsbelt-Sektor tragen würden.

„Vielen Dank, Eure Exzellenz“, erwiderte er mit aufrichtiger Wertschätzung. „Das Dossier werde ich mir unmittelbar ansehen. Ich bin überzeugt, dass sich bereits auf der Reise erste Gedanken und vielleicht sogar einige Ansätze entwickeln lassen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Euch die kommenden Aufgaben anzugehen.“

Als Aren ihm schließlich mit einem kaum zu übersehenden Schmunzeln die Hand seiner tanzbegeisterten Verlobten überließ, musste Theranos selbst leise lachen.
„Dann werde ich selbstverständlich mein Möglichstes tun, Euch Eure Verlobte wohlbehalten zurückzubringen.“

Mit höflicher Selbstverständlichkeit bot er Adriana den Arm an und begleitete sie zurück auf die Tanzfläche, wo sie sich noch einige Tänze lang zu den Klängen des Orchesters unterhielten. Während sie sich langsam über das Parkett bewegten und sich über Truuine, Architektur und Kultur unterhielten, stellte Theranos einmal mehr fest, wie wichtig solche Abende trotz aller Arbeit sein konnten. Verwaltung bestand nicht ausschließlich aus Akten, Verordnungen und Sitzungen. Vertrauen entstand häufig dort, wo Menschen fernab offizieller Besprechungsräume miteinander sprachen, lachten und einander als Persönlichkeiten kennenlernten. Vielleicht unterschätzte er selbst diesen Teil seiner Aufgabe noch immer ein wenig.

Nachdem Theranos einige Tänze mit der Verlobten des Moffs absolviert hatte, begaben sie sich wieder zurück an die Tafel und Theranos unterhielt sich noch etwas mit dem Moff. Während sie sich über die bevorstehende Gala auf Truuine, über Reisen, Architektur und die unterschiedlichen Kulturen verschiedenster Welten unterhielten, verging die verbleibende Zeit des Balles beinahe unbemerkt. Es folgten noch einige angenehme Gespräche mit Gästen, ein letzter gemeinsamer Toast auf die Zukunft des Sektors und schließlich die allmähliche Verabschiedung der letzten Besucher.


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Ein paar Tage später fand er sich im Hangar des Gouverneurspalastes wieder, wo die elegante Mesh'lane bereits auf ihre Gäste wartete. Gemeinsam mit Aren, Adriana, dem frisch ernannten Gouverneur T'rsop sowie Captain Kal Andrim trat er an die Rampe der luxuriösen Yacht heran. Schon auf den ersten Blick wurde deutlich, weshalb diese Schiffsklasse in der gesamten Galaxis einen beinahe legendären Ruf genoss. Die klaren Linien, die harmonischen Proportionen und die dezente Eleganz wirkten weder protzig noch überladen, sondern vermittelten genau jene zurückhaltende Exklusivität, die Theranos seit jeher besonders zu schätzen wusste.

Während noch ein paar letzte Sicherheitschecks gemacht wurden, ließ Theranos die vergangenen Tage noch einmal vor seinem inneren Auge Revue passieren. Der Besuch Aren Vayliuars war weit mehr gewesen als ein protokollarischer Aufenthalt eines Moffs. Gemeinsam hatten sie Burgen, Denkmäler und militärische Einrichtungen besichtigt, der Marinegruft die Ehre erwiesen, bedeutende Industrie- und Infrastrukturprojekte vorgestellt und selbst jene noch im Bau befindliche schwimmende Stadt besucht, die gemeinsam mit Truuine entstehen sollte. Rückblickend erfüllte es Theranos mit stiller Zufriedenheit, dass Prefsbelt IV seinen Gast nicht nur mit Pracht und Repräsentation empfangen, sondern vor allem mit greifbaren Ergebnissen überzeugt hatte. Nichts von alledem war bloße Fassade gewesen.

Hinter jedem Gebäude, jedem Projekt und jeder Investition standen Monate harter Arbeit, unzählige Entscheidungen und Menschen, die bereit gewesen waren, gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Rückblickend war Theranos überzeugt, dass genau dies letztlich der Grund gewesen war, weshalb Aren ihm sein Vertrauen ausgesprochen hatte. Nicht einzelne Bauwerke oder Festakte hatten den Moff überzeugt, sondern das Gesamtbild eines Planeten, der begonnen hatte, sich Schritt für Schritt selbst neu zu erfinden.


Nachdem der Butler Greyson sie mit makelloser Höflichkeit begrüßt hatte, folgte Theranos dem Butler durch das helle, modern eingerichtete Foyer, dessen poliertes Holz, geschmackvolle Skulpturen und ausgewählte Gemälde dem Schiff beinahe den Charakter einer Residenz verliehen. Schon nach den ersten Schritten durch das Foyer hatte Theranos bemerkt, mit welcher Sorgfalt jedes einzelne Detail aufeinander abgestimmt worden war. Nichts wirkte zufällig. Farben, Materialien und Proportionen bildeten ein harmonisches Gesamtbild, das Eleganz ausstrahlte, ohne diese ständig zur Schau stellen zu müssen. Genau diese Form von Luxus hatte ihn schon immer weit mehr beeindruckt als jeder überladene Prunk. Wahre Qualität musste sich nicht in den Vordergrund drängen. Gerade ihre Selbstverständlichkeit verlieh ihr jene Eleganz, die künstlicher Prunk niemals erreichen konnte.

Wenig später führte ihn der Weg durch einen breiten Flur zu einem der Gästequartiere, dessen Tür sich lautlos öffnete.

Schon der erste Raum ließ erkennen, dass hier selbst ein Gästezimmer kaum Wünsche offenließ. Ein kleiner, stilvoll eingerichteter Salon mit bequemen Sitzgelegenheiten, Holonet-Anschluss, einer gut ausgestatteten Minibar und mehreren geschmackvoll ausgewählten Kunstwerken bot weit mehr Komfort, als manche Gouverneursresidenz auf anderen Welten aufweisen konnte. Dahinter schloss sich das eigentliche Schlafzimmer an, dessen großzügiges Bett, eleganter Schreibtisch und das Fenster mit Blick auf die unendliche Schwärze des Alls dem Raum zugleich Behaglichkeit und Ruhe verliehen.

Während Greyson ihm die Räumlichkeiten zeigte, ertappte sich Theranos bei einem Gedanken, über den er selbst hätte lachen können. Noch vor einem Jahr hätte er sich vermutlich kaum vorstellen können, jemals auf einer der exklusivsten Yachten der Galaxis als Gast untergebracht zu werden. Das Leben besaß eine bemerkenswerte Eigenart, einen genau dann an Orte zu führen, mit denen man nie gerechnet hatte. Vielleicht war genau das einer der Gründe, weshalb er sich davor hütete, die Zukunft jemals zu sehr planen zu wollen.



Als Greyson gegangen war, begutachtete Theranos sein Zimmer weiter. Neugierig trat Theranos schließlich weiter in das angrenzende Badezimmer und ließ den Blick über den hellen Marmor gleiten, der Wände und Boden gleichermaßen schmückte. Als er den kleinen Whirlpool entdeckte, erschien unwillkürlich ein amüsiertes Lächeln auf seinem Gesicht.

„Nun“, murmelte er leise zu sich selbst, während er sich noch einmal langsam im Raum umsah, „hier wird es sich bis Truuine zweifellos ausgezeichnet aushalten lassen.“

Für einen kurzen Moment blieb er noch am Fenster stehen und blickte hinaus auf das geschäftige Treiben des Hangars, ehe er seinen Mantel ordentlich ablegte, das Datapad auf dem Schreibtisch platzierte und sich innerlich bereits auf die Gespräche vorbereitete, die

diese Reise mit sich bringen würde. Eines war ihm schon jetzt bewusst: Die kommenden Tage würden nicht nur den Beginn seines neuen Amtes markieren, sondern vermutlich auch den Auftakt jener Zusammenarbeit, welche die Zukunft des gesamten Prefsbelt-Sektors entscheidend prägen sollte. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf sein Gesicht.

Gestern hatte er noch einen Planeten verwaltet. Morgen würde er beginnen, einen ganzen Sektor mitzugestalten. Und obwohl die Aufgabe ungleich größer geworden war, verspürte er keine Furcht. Lediglich jene angenehme Mischung aus Vorfreude und Verantwortung, die ihn immer dann begleitete, wenn er wusste, dass etwas Bedeutendes begann.

Mit diesem Gedanken wandte er sich schließlich von dem Fenster ab. Die Reise hatte noch nicht einmal begonnen, und doch hatte Theranos das Gefühl, gerade das nächste Kapitel eines völlig neuen Lebens aufzuschlagen.


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weiter auf Truuine
 
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T'rsop schritt wild auf seinem Datapad tippend durch die beeindruckenden Hallen und Gänge des Palastes. Sein Ziel war der Hangar. Um ihn herum war eine ganze Traube verschiedener Assistenten und Untergebenen. Ohne diese anzuschauen verteilte der neue Gouverneur Prefsbelt IV Aufgaben und regelte die Zeit seiner Abwesenheit auf dem Planeten, die wegen der Teilnahme an der Gala der kristallen Klänge vor ihnen lag.
"Setz dich mit dem Interims-Statthalter Meiner von Red One zusammen. Spätestens wenn ich wieder von Truuine zurück bin, sollten wir mit der Tunnelerschließung und -planung beginnen. Vorher soll er die Liste mit den Mitgliedern des Ausschusses senden, damit wir sie prüfen können."
"Vereinbart einen Termin in der Zeit nach meiner Rückkehr mit den hohen Vertretern der Wirtschaft und der Banken unseres Planetens."
"Du, organisiere die Befragung und Analyse des Volkes zu einer möglichen Reform des Arbeitswesens."
"Sende mir alle wichtigen Unterlagen zum Nereus-Projekt. Alphabetisch und nicht thematisch geordnet - ich will mich nicht von einer vermeintlich gut gemeinten Vorsortierung zu verfrühten Urteilen leiten lassen."
"Frag die Admiralität des Sektors an, wen wir von denen verstärkt in unsere Werftarbeiten einbinden können."

...
Schließlich waren alle mit Aufgaben versorgt worden und gingen in ihre Büros, trafen sich mit wichtigen Personen und versuchten, ihre Aufgaben zu erfüllen. Mit
T'rsop allein zurück blieb einzig Gregor Bayl. Die beiden hatten fast den Hangar erreicht. Der Pau'aner reichte dem Legaten und Freund das Datapad, während er selbst sich eine Süßigkeit aus einer seiner Gewandtaschen fischte und genüsslich in den Mund steckte.
"Das war doch für diese kurze Zeit im Dienst doch ein gelungener Einstieg", gratulierte ihm Gregor. T'rsop zuckte die Schultern. Er hätte einiges besser machen können und hatte auch seiner Meinung sehr viel Zeit mit Repräsentation verschwendet.
Am Tag nach dem Ball hatte er seine erste Ansprache an die Bevölkerung als Gouverneur von Prefsbelt IV gehalten. Er hatte mit rhetorischem Augenzwinkern festgestellt, dass er nicht
Theranos sei (er sei um einiges älter und hübscher). Um danach dann ernst zu werden und seine Vision kundzutun von einem erstarkenden und vitalen Gemeinwesen von Prefsbelt IV, welches für das soziale Ökosystem des Sektors und des ganzen Imperiums heilsam und ein Vorbild werden sollte. Von der Wichtigkeit des Einzelnen im großen Ganzen - und des Ganzen als Lebensboden für den einzelnen.
Die platzierten Klatscher der Propaganda leisteten ebenfalls gute Arbeit - auch wenn
T'rsop wusste, dass seine Rede sehr gut war und alle, die nicht prinzipiell gegen ihn eingestellt waren, in eine positiv-hoffnungsvolle Grundstimmung für das Kommende gebracht hatte.

Nun blickte er
Gregor in die Augen: "Es war... passabel."
Nach einer kurzen Pause sprang er dann zum nächsten Thema: "Gregor, ich weiß die Verwaltung und Leitung des Planetens bei dir in guten Händen. Kümmer dich um das laufende Geschäft - und meld dich bei mir über mein Privat-Datapad, sollte der Planet dem Untergang nahe sein. Dann weiß ich, dass ich nicht mehr zurückkommen werde und mein Glück woanders suche."
Dabei blieb T'rsop so ernst, dass Außenstehende es für die Wahrheit hätten halten können. Aber das subtile Kopfnicken in Richtung des Legaten und die leicht aneinandergelehnten Hände ließen den Legaten durch ihre lange Bekannt- und Freundschaft verstehen, dass das wieder einer der schelmischen Scherze des Pau'aners war. Und so grinste er und gelobte: "Natürlich, mein Gouverneur. In diesem Falle würde ich vermelden, dass ich den Untergang verwalte."

Nach ein Paar letzten Instruktionen, verabschiedeten sich die beiden Männer per Handschlag voneinander. Nach einem letzten Hinweis des Legaten, der T'rsop darauf aufmerksam machte, dass er zu diesem Anlass doch seinen Orden und vor allem seine Gouverneurs-Insignien tragen sollte, verdrehte der Gouverneur stöhnend die Augen und heftete sich beides an. In Gedanken diese beiden Anstecker für das potentielle Verschlechtern seiner Körperhaltung verurteilend.

Und so betrat er die private Raumjacht des Moffs. Er wusste ihren Stil zu schätzen - auch wenn sie seinem Geschmack nicht wirklich entsprach.
Bei der Aufforderung, sich wie zu Hause zu fühlen, war sich
T'rsop bewusst, dass er das wohl nur in seinem Zimmer tun sollte. Und nicht in Gemeinschaft der anderen.
Die Reise nach Truuine verlief entspannt und er hatte Zeit, sowohl mit dem Moff ins Gespräch zu kommen - auch wenn er ihn dabei wohl trotz viel Mühe dennoch etwas irritierte - als auch mit
Theranos zu planen, plaudern und zu philosophieren und auch mit den anderen Reisenden Kontakte zu knüpfen.


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An: T’rsop, Gouverneur von Prefsbelt IV
Von: Liena Mariss, Sekretärin des Gouverneurs
Betreff: Aktuelle Entwicklungen in der Werftregion / Geologischer Fund im Zuge der Ausbauarbeiten auf Red One / Kapazitätsengpässe im landwirtschaftlichen Raum Gold One


Sehr geehrter Herr Gouverneur T’rsop,

ich möchte Sie über drei Entwicklungen informieren, die im Laufe der vergangenen Tage an das Büro des Gouverneurs herangetragen wurden und meiner Einschätzung nach Ihre Aufmerksamkeit verdienen. Da ich davon ausgehe, dass Sie die weniger erfreuliche Angelegenheit bevorzugt zuerst hinter sich bringen möchten, beginne ich mit einer Entwicklung im Umfeld des großen Werftkomplexes, die bislang zwar noch keine unmittelbare Gefahr für den Betrieb darstellt, sich ohne rechtzeitiges Eingreifen jedoch zu einem erheblichen lokalen Problem entwickeln könnte.


Meldung 1: Zwischenfälle im Umfeld des Werftkomplexes​

Wie Ihnen aus den Unterlagen zur Entwicklung des Werftstandortes bekannt sein dürfte, ist die Zahl der dort beschäftigten Arbeiter, Techniker, Ingenieure, Zulieferer und sonstigen Beschäftigten mittlerweile auf deutlich über zehntausend Personen angewachsen. Ein erheblicher Teil dieser Menschen lebt unmittelbar am Werftstandort in jener provisorischen Containersiedlung, die ursprünglich lediglich als vorübergehende Unterkunft während der ersten Bauphasen vorgesehen war. Während die eigentlichen Werftanlagen in den vergangenen Monaten mit beträchtlichen finanziellen und materiellen Mitteln erweitert wurden, konnte die zivile Entwicklung des Standortes mit diesem Wachstum bislang nicht Schritt halten. Die Containersiedlung erfüllt ihren grundlegenden Zweck als Wohn- und Versorgungsstandort, bietet ihren Bewohnern außerhalb des Arbeitsalltages jedoch nur sehr begrenzte Möglichkeiten für Einkauf, Freizeit und gesellschaftliches Leben.

Diese Situation hat dazu geführt, dass Beschäftigte der Werft zunehmend die kleinen umliegenden Ortschaften aufsuchen. Besonders betroffen ist eine größere, landwirtschaftlich geprägte Siedlung auf einem erhöhten Plateau außerhalb des eigentlichen Werfttales, deren Bevölkerung gegenwärtig auf etwa viertausend Einwohner geschätzt wird.

Der Ort verfügt über mehrere Gasthäuser, Geschäfte, Handwerksbetriebe und kleinere Dienstleister und hat vom Wachstum der Werft wirtschaftlich durchaus erheblich profitiert. Händler berichten von steigenden Umsätzen, örtliche Gastbetriebe verzeichnen wesentlich mehr Kundschaft als noch vor einigen Montaten, und verschiedene Werkstätten sowie andere Betriebe haben ihre Kapazitäten aufgrund der zusätzlichen Nachfrage bereits erweitert. Mehrere Bewohner vermieten inzwischen Unterkünfte oder bieten Dienstleistungen für Werftbeschäftigte an, sodass die wirtschaftliche Bedeutung des Komplexes für die Ortschaft keineswegs bestritten wird.


Gerade dieser wirtschaftliche Aufschwung geht jedoch zunehmend mit Spannungen einher. Die überwiegende Mehrheit der Werftbeschäftigten verursacht nach vorliegenden Berichten keinerlei Schwierigkeiten, allerdings genügt bei einer Belegschaft dieser Größe bereits ein kleiner Anteil weniger disziplinierter Personen, um regelmäßig für Unmut zu sorgen. Insbesondere an arbeitsfreien Abenden und nach Schichtwechseln reisen größere Gruppen in die Ortschaft, wobei übermäßiger Alkoholkonsum in der Vergangenheit mehrfach zu Lärmbelästigungen, Sachbeschädigungen und kleineren Auseinandersetzungen geführt hat. Beschwerden über achtlos zurückgelassenen Abfall, beschädigte landwirtschaftliche Flächen und rücksichtslos abgestellte Speeder haben ebenfalls zugenommen und das Verhältnis zwischen Teilen der örtlichen Bevölkerung und den Werftarbeitern zunehmend belastet.

Vor wenigen Tagen ist diese bereits länger bestehende Spannung erstmals in größerem Umfang eskaliert. Nach einem zunächst gewöhnlichen Streit vor einem der örtlichen Gasthäuser schlossen sich auf beiden Seiten weitere Personen der Auseinandersetzung an, sodass innerhalb kurzer Zeit mehrere Dutzend Werftarbeiter und Einwohner an einer umfangreichen Schlägerei beteiligt waren.

Mehrere Personen mussten anschließend medizinisch versorgt werden, zudem entstanden Schäden an zwei Gastbetrieben, mehreren Fahrzeugen und verschiedenen Einrichtungen entlang der betroffenen Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keinen Hinweis auf eine politisch motivierte Auseinandersetzung oder organisierte imperialfeindliche Aktivitäten; vielmehr scheint es sich um die Eskalation eines seit längerer Zeit schwelenden sozialen Konfliktes gehandelt zu haben.

Der örtliche Ortsvorsteher reagierte darauf mit einem vorläufigen Zutrittsverbot für Beschäftigte der Werft, dessen rechtliche Grundlage derzeit allerdings geprüft wird. Die Situation verschärfte sich anschließend erneut, als einige Werftarbeiter die Ortschaft dennoch aufsuchen wollten und am Ortseingang von einer größeren Gruppe Bewohner aufgehalten wurden. Mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuge waren quer über die Zufahrtsstraße gestellt worden, einzelne Einwohner führten persönliche Blaster beziehungsweise zur Abwehr gefährlicher Wildtiere bestimmte Waffen mit sich. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden mindestens zwei Warnschüsse abgegeben, nach gegenwärtigem Kenntnisstand jedoch niemand verletzt.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die örtliche Bevölkerung bislang weder die Werft als solche noch deren wirtschaftliche Bedeutung grundsätzlich ablehnt. Ebenso wäre es meines Erachtens falsch, die Beschäftigten des Werftkomplexes insgesamt für das Verhalten einzelner Gruppen allein verantwortlich zu machen. Vielmehr scheint die gegenwärtige Situation auf ein strukturelles Problem hinzuweisen, das bereits während der bisherigen Entwicklung entstanden ist: Der industrielle Ausbau des Standortes ist der Entwicklung seiner zivilen Infrastruktur erheblich vorausgeeilt.

Sollten Sie eine langfristige Lösung anstreben, wäre daher neben der kurzfristigen Befriedung der Situation insbesondere zu prüfen, ob die bislang provisorische Containersiedlung wesentlich schneller als bisher zu einem regulären Wohn- und Versorgungsstandort ausgebaut werden sollte. Zusätzliche Geschäfte, gastronomische Einrichtungen, Freizeitangebote, dauerhafte Wohngebäude und eine geordnete öffentliche Infrastruktur könnten den Druck auf die umliegenden Ortschaften erheblich reduzieren, ohne deren wirtschaftliche Vorteile aus der Nähe zur Werft vollständig zu beseitigen.

Oder man schüttete Geldmittel für die Ortschaften in der Umgebung aus um deren generelle Wirtschaft, Infrastruktur sowie auch das Sicherheitspersonal auszubauen.

Solche Maßnahmen würde zugleich die Attraktivität des Werftstandortes für qualifizierte Arbeitskräfte erhöhen und könnte damit auch unmittelbar im Interesse des weiteren Werftausbaus liegen.

Ich empfehle zunächst Gespräche mit der Werftleitung, Vertretern der betroffenen Ortschaft sowie den zuständigen planetaren Sicherheitsbehörden, bevor dauerhafte Maßnahmen angeordnet werden. Eine gewaltsame Räumung der gegenwärtigen Blockade wäre selbstverständlich möglich, erscheint mir angesichts der bislang vorliegenden Informationen jedoch als unnötige Eskalation eines Problems, das seinen Ursprung weniger in politischem Widerstand als in den Begleiterscheinungen des raschen wirtschaftlichen Wachstums hat.

Alternativ hat sich Legat Bayl dazu bereit erklärt, sich vor Ort um diese Angelegenheit zu kümmern und bittet um Information, wie sie wünschen das Problem anzugehen.


Meldung 2: Geologische Entdeckung im Zuge der Arbeiten auf Red One​

Erfreulicher sind die jüngsten Meldungen aus Red One. Im Rahmen der vorbereitenden Vermessungs- und Ausbauarbeiten für die geplante Erweiterung des dortigen unterirdischen Tunnel- und Verkehrsnetzes wurden in mehreren tieferen Gesteinsschichten mineralische Auffälligkeiten festgestellt. Die daraufhin angeordneten ersten Untersuchungen haben inzwischen bestätigt, dass mindestens eine der angeschnittenen Formationen wirtschaftlich interessante Erzkonzentrationen enthält. Die genaue Größe und Qualität des Vorkommens kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich angegeben werden, allerdings halten die beteiligten Geologen weitere Untersuchungen ausdrücklich für gerechtfertigt.

Besonders erfreulich ist dabei, dass nach derzeitigem Stand kein grundsätzlicher Konflikt zwischen einem möglichen Abbau und dem geplanten Ausbau des Tunnelsystems bestehen muss. Sollte sich bei den weiteren Vermessungen herausstellen, dass eine der vorgesehenen Haupttrassen unmittelbar durch wirtschaftlich bedeutende Bereiche des Vorkommens führt, ließe sich die betreffende Route nach Einschätzung der beteiligten Planer mit vertretbarem Aufwand verlegen oder entsprechend anpassen. In bestimmten Bereichen wäre sogar denkbar, die ohnehin notwendigen Erschließungsarbeiten teilweise mit späteren Zugängen zu möglichen Abbauanlagen zu verbinden, sofern die geologischen Untersuchungen dies als sinnvoll bestätigen.

Über den unmittelbaren Wert des gefundenen Erzes hinaus halte ich die Entwicklung insbesondere für Red One selbst für interessant. Der Standort besitzt noch immer einen Ruf, der wesentlich stärker von seiner schwierigen Vergangenheit geprägt ist, als es seiner gegenwärtigen Entwicklung gerecht wird. Eine Wiederbelebung des Bergbaus könnte neue Unternehmen, Fachkräfte, Investitionen und zusätzliche Infrastruktur nach Red One bringen und damit einen wirtschaftlichen Impuls schaffen, der weit über den eigentlichen Wert des geförderten Materials hinausgeht. Gerade in Verbindung mit dem geplanten Ausbau des unterirdischen Verkehrsnetzes könnte sich daraus langfristig die Möglichkeit ergeben, Red One wieder stärker als regulären Wirtschafts- und Industriestandort innerhalb Prefsbelt IVs zu etablieren.

Ich empfehle daher, zunächst eine umfassendere geologische Untersuchung des Fundgebietes anzuordnen und vor einer endgültigen Anpassung der Tunnelplanung abzuwarten, welchen Umfang die Vorkommen tatsächlich besitzen. Sollten sich die bisherigen Ergebnisse bestätigen, könnten anschließend Vertreter des Bauwesens, der Wirtschaftsverwaltung und gegebenenfalls geeigneter Bergbauunternehmen gemeinsam prüfen, ob und in welchem Umfang eine wirtschaftliche Erschließung sinnvoll wäre.


Meldung 3: Kapazitätsengpässe im landwirtschaftlichen Raum Gold One

Ergänzend möchte ich Sie noch über eine Entwicklung im Raum Gold One informieren. Die unter Gouverneur Zesh eingeleiteten Fördermaßnahmen sowie die Erweiterung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen haben in den vergangenen Monaten zu einem deutlichen Wachstum der regionalen Produktion geführt. Da ein erheblicher Teil der dortigen Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe staatlich geführt wird, sind größere Erweiterungen der bestehenden Infrastruktur genehmigungspflichtig und können nicht eigenständig durch die einzelnen Betriebe vorgenommen werden.

Nach aktuellen Meldungen stoßen insbesondere die vorhandenen Lager-, Kühl- und Umschlagskapazitäten inzwischen zunehmend an ihre Grenzen. Der Verband zur Förderung der Landwirtschaft hat deshalb die Errichtung mehrerer neuer, groß dimensionierter Lager- und Logistikkomplexe im Umfeld von Gold One beantragt. Neben zusätzlichen Lagerflächen sollen dabei auch die Zufahrtswege, Energieversorgung und Transportanbindungen der betroffenen Gebiete verbessert werden, da die bestehende Infrastruktur mit dem gestiegenen Produktionsvolumen zunehmend überfordert ist.

Die entsprechenden Unterlagen wurden bereits an Legat Torven Krail, den zuständigen Legat des Wirtschaftsressorts, weitergeleitet. Legat Kreil hat angekündigt, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen und die beantragten Maßnahmen gemeinsam mit den verantwortlichen Stellen vor Ort prüfen zu lassen.



Eine unmittelbare Entscheidung Ihrerseits ist daher gegenwärtig nicht erforderlich. Ich wollte Sie dennoch über die Entwicklung informieren, da es sich um eine direkte Folge der bisherigen wirtschaftlichen Förderung Gold Ones handelt und bei entsprechender Genehmigung in absehbarer Zeit mit größeren Bau- und Infrastrukturmaßnahmen in der Region zu rechnen ist.


Die entsprechenden Unterlagen, zur ersten Schadensmeldungen aus der Werftregion sowie die vorläufigen geologischen Berichte von Red One und genauere Informationen zu Gold One lasse ich Ihnen gemeinsam mit diesem Bericht im Anhang zukommen .

Hochachtungsvoll

Miss Mariss
Büro des Gouverneurs
Prefsbelt IV


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