Raxen Tempho
Zivilist
RAXEN TEMPHO
/// SUB-LIEUTENANT DER NEUEN REPUBLIK \\\
/// GRUNDDATEN \\\
Name: Raxen Tempho
Alter: 25 Standardjahre
Spezies: Xexto
Geschlecht: Männlich
Heimatplanet: Troiken; Raxen hat den Planeten bislang nie besucht und sehnt sich nach ihm
Rang: Sub-Lieutenant der Streitkräfte der Neuen Republik; X-Wing-Pilot
Einheit: Greifen-Staffel, Greif 8
Machtbegabt: Nein
Größe: 1,46 m
Augenfarbe: Schwarz
Hautfarbe: Warmes Elfenbein
/// AUSSEHEN \\\
Raxen ist schlank und sehnig gebaut, mit langen Gliedmaßen und einer Beweglichkeit, die gelegentlich Zweifel daran weckt, ob sämtliche seiner Gelenke vorschriftsmäßig eingebaut sind. Wie alle Xexto besitzt er vier Arme und zwei Beine. Er selbst hält diese Verteilung für ausgesprochen zweckmäßig, bei anderen Spezies fragt er sich bisweilen, wie sie mit nur zwei Händen überhaupt rechtzeitig fertig werden. Seine blassbeige Haut, die großen dunklen Augen und das nasenlose Gesicht verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen. Vor allem dann, wenn sich um seinen Mund dieses kleine, selbstzufriedene Lächeln bildet, das erfahrungsgemäß eine Nachfrage rechtfertigt.
Sein langer, schmaler Hals erlaubt es ihm trotz seiner 1,46m Körpergrößer, über Werkzeugkisten und gelegentlich auch diskret über fremde Spielkarten hinwegzusehen. Dazu kommen rasche, präzise Bewegungen und eine beinahe beiläufige Eleganz. Selbst zwischen offenen Wartungsklappen und achtlos abgestellten Ersatzteilen findet Raxen noch Platz, um sich geschmeidig hindurchzuwinden. Er wirkt dabei selten gehetzt. Häufig sieht es eher so aus, als habe die Umgebung freundlicherweise beschlossen, ihm auszuweichen.
Besonders deutlich wird seine Geschicklichkeit im Cockpit. Während eine Hand den Steuerknüppel führt, erreicht eine zweite bereits den nächsten Schalter; die übrigen kümmern sich um jene Aufgaben, für die andere Piloten erst eine Hand freimachen müssen. Auch außerhalb des Dienstes beschäftigt er seine Finger gern. Ein Stück Papier genügt, und wenig später steht ein erstaunlich sorgfältig gefalteter X-Wing auf dem Tisch. In den Fächern seiner Staffelkollegen tauchen solche kleinen Maschinen ebenfalls auf. Raxen betrachtet sie als freundliche Aufmerksamkeit. Gelegentlich liegen sie allerdings genau auf dem Gegenstand, den der Besitzer seit einer halben Stunde sucht.
Seinen Pilotenanzug hält er sorgfältig gepflegt. Verschlüsse sitzen ordentlich, Gurte sind angepasst, und die Taschen folgen einer Ordnung, die sich Außenstehenden erst nach längerer Beobachtung erschließt. Bei aller Freude am Risiko schätzt Raxen Ausrüstung, auf die er sich verlassen kann. Gut verborgen im Anzug trägt er außerdem einen kleinen Papierkranich als Glücksbringer. Dessen Beitrag zur Flugsicherheit lässt sich bislang durch keine technische Prüfung bestätigen. Raxen verweist in dieser Angelegenheit auf seine fortgesetzte Anwesenheit.
/// CHARAKTERSTIKA \\\
Der Xexto Pilot ist charmant, höflich und gewinnend. Er merkt sich Namen, schenkt Tee nach und findet meist eine Bemerkung, die selbst eine unangenehme Situation erträglich macht. An einem Spieltisch empfiehlt es sich trotzdem, seine vier Hände im Blick zu behalten. Auf Daiyu verdient er mit Hütchenspielen seine ersten Credits. Die dort erlernte Fingerfertigkeit bereichert bis heute seine Sabacc- und Pazaakpartien. Seine Mitspieler verwenden dafür gelegentlich weniger freundliche Begriffe in diversen Dialekten und Sprachen.
Nervenkitzel und Geschwindigkeit liebt er mit der Begeisterung eines Xexto, für den ein knappes Manöver erst mit einer guten Geschichte vollständig abgeschlossen ist. Gefahren schätzt er meist kühl ein. Sein Gehirnanteil im Brustkorb unterstützt logisches und kreatives Denken, während jener im Schädel grundlegende Körperfunktionen und unmittelbare emotionale Reaktionen steuert. Gewöhnlich bleibt Raxen ausgeglichen. Zweifel an seiner Tapferkeit bringen diese Gelassenheit allerdings zuverlässig zum Erliegen. Dann kann sein Ehrgeiz schneller reagieren, als seine Vernunft den Einspruch formuliert.
Sein Wesen prägt die kleine Gemeinschaft der Troiken geprägten Diasporakultur, in der er zwischen den Wartungsgängen einer Frachterkolonie aufwächst. Gastfreundschaft ist für ihn eine Verpflichtung: Gäste bekommen kräftiges Essen, starken schwarzen Tee und grundsätzlich etwas mehr, als sie essen können. Ein „Ich bin satt“ gilt zunächst als höfliche Zurückhaltung. Zuneigung zeigt er durch praktische Hilfe und liebevolle Sticheleien. Wer ihm wichtig ist, bekommt einen reparierten Verschluss, eine zusätzliche Portion und einen Kommentar über seine bedauerliche Unfähigkeit, auf sich aufzupassen.
Raxen bewahrt Schrauben, Drahtreste und scheinbar nutzlose Bauteile auf. Wegwerfen kann man sie schließlich noch, nachdem sie dreimal etwas gerettet haben. Technischen Problemen begegnet er mit Geduld, Improvisation und Flüchen von erstaunlicher sprachlicher Vielfalt. Dabei hört er genau hin: Ein verändertes Triebwerkssummen beschäftigt ihn häufig mehr als die beruhigende Anzeige daneben.
Schwarzer Humor hilft ihm durch Schwierigkeiten. Über Pech wird gescherzt, während bereits jemand Werkzeug holt. Familiengeschichten erzählt er ausführlich, für manche auch zu ausführlich. Ihre Beteiligten werden mit jeder Wiederholung ein wenig erfinderischer. Beim Dejarik ist er geduldig, wettbewerbsfreudig und großzügig mit ungefragten Kommentaren.
Sein Aberglaube verträgt sich bestens mit seiner technischen Begabung. Ein in der Origami Kunst gefalteter X-Wing fliegt in der Tasche seines Pilotenanzugs grundsätzlich mit. Aufwendige Origamifaltkunst legt er darüber hinaus seinen Staffelkameraden als Gruß, Aufmunterung oder wortarme Entschuldigung in die Fächer oder Cockpits. Hinter seinem Spott steckt ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Troiken vermisst er, obwohl er nie dort gewesen ist. Bei seiner Staffel findet er allmählich ein Zuhause, dessen Bewohner er bereits fürsorglich darüber belehrt, wie ordentlicher Tee schmecken muss.
/// [ + ] \\\
- Sehr agil
- Gutes räumliches Denken
- Außergewöhnliches Gehör, besonders für Triebwerksgeräusche
- Schnell im Cockpit
- Geschickt im Improvisieren
- Seine vielen Hände und seine Fingerfertigkeit halfen ihm früher bei Hütchenspielen und Kartentricks.
- Unterschätzt mitunter das eigene Risiko
- Lässt sich durch Zweifel an seinem Mut provozieren
- Vorgeschichte mit Spielschulden
- Seine Neigung dazu beim Glücksspiel zu betrügen und seine kleinen Tricks kann Vertrauen kosten
- Außerdem idealisiert er Troiken, obwohl er seine Heimatwelt nur aus Erzählungen kennt
/// VITA \\\
Raxen wurde in den engen Wartungsgängen einer gemischtspeziesischen Frachterkolonie groß. Zwischen Triebwerksgeräuschen, vibrierenden Leitungen und den Stimmen seiner Nachbarn entwickelte er früh ein feines Gehör für Maschinen. Er konnte die Frachter seiner Kolonie am Klang unterscheiden und lernte, mit Draht, Geduld und Improvisation kleine Reparaturen auszuführen. In der Gemeinschaft seiner Familie waren schwarzer Humor, kräftiges Essen, starke Tees, alte Geschichten und eine gesunde Skepsis gegenüber Bürokratie selbstverständlich. Raxen übernahm diese Eigenheiten mit sichtlicher Freude und machte sie zu einem Teil seines Auftretens.
Troiken kannte er aus den Erzählungen älterer Xexto, von verblassten Hologrammen und den Liedern seiner Familie. Er selbst war nie auf der Heimatwelt gewesen. Als die Frachterkolonie während eines längeren Aufenthalts auf Daiyu weiterzog, blieb Raxen als Jugendlicher dort zurück. Er wollte sich selbst durchschlagen und beweisen, dass sein Geschick mehr wert war als ein Platz in den Wartungsgängen.
Daiyu City bot dafür reichlich Gelegenheit und Gefahr: Die dicht bebaute Stadt galt als weitgehend gesetzlos, illegale Waren wurden offen gehandelt und Kopfgeldjäger suchten in den Straßen nach neuen Aufträgen. Raxen verdiente zunächst Credits mit elaborierten Hütchenspielen. Seine sechs Gliedmaßen erlaubten ihm, die Aufmerksamkeit des Publikums geschickt zu lenken: Eine Hand führte vor, eine andere bewegte den Becher, während die übrigen den Einsatz oder den nächsten Trick vorbereiteten. Er lernte, Zuschauer einzuschätzen, ihren Blick zu kontrollieren und im richtigen Moment ein charmantes Lächeln aufzusetzen.
Aus den Hütchenspielen entwickelte sich seine Leidenschaft für Sabbacc und Pazaak. Raxen beobachtete Gesten und Stimmen, merkte sich Kartenfolgen und wusste, wann ein Mitspieler nervös wurde. Er gewann oft durch Geschick, gelegentlich half er mit einem kleinen Betrug nach. Wenn er erwischt wurde, konnte sein Charme die Situation manchmal entschärfen; in anderen Fällen musste er die Gewinne zurückgeben und sich nach einem neuen Spieltisch umsehen. So sammelte er früh Erfahrung im Umgang mit Risiken, Publikum und den Folgen einer allzu gewagten Wette.
Sein erster Versuch, aus seinem Talent eine Laufbahn zu machen, führte ihn zum Bolo-Ball. Raxen hoffte, als Spieler bekannt zu werden und aus der Aufmerksamkeit des Publikums eine Karriere aufzubauen. Als sich daraus kein dauerhafter Erfolg entwickelte, versuchte er sich als Model. Die Aufträge gefielen ihm zunächst: Er mochte die Bühne, die Kameras und die Möglichkeit, sich neu zu erfinden. Doch der Erfolg blieb wechselhaft und die Einnahmen reichten selten weit. Als schließlich imm mehr unseriöse Angebote kamen, beschloss er auch diese Karriereoption an den Nagel zu hängen.
Danach setzte Raxen auf Podracing. Als Xexto verfügte er über große Geschicklichkeit und schnelle Reflexe, Eigenschaften, die ihm bei den gefährlichen Rennen zugutekamen. Auch der berühmte Xexto Gasgano war als Podracer bekannt. Raxen genoss Geschwindigkeit und Nervenkitzel, doch Reparaturen, Startgebühren und schlecht kalkulierte Wetten fraßen seine Ersparnisse auf. Jeder neue Anlauf sollte den Durchbruch bringen; jeder Rückschlag machte die Rückkehr in ein gewöhnliches Leben schwieriger.
Während dieser Zeit ging Raxen eine Beziehung zur Pa’lowick Zuuz Kuzel ein, die für ihn zu einem seltenen Gefühl von Beständigkeit wurde. Sie zerbrach schließlich an seinem unsteten Lebensstil, seinen riskanten Entscheidungen und den wachsenden Spielschulden. Der Verlust traf ihn härter, als er vor anderen zugab. Kurz darauf stieß er auf ein Rekrutierungsplakat der Streitkräfte der Neuen Republik. Der Dienst versprach regelmäßige Bezahlung, klare Aufgaben und eine Chance, sich in einer neuen Umgebung zu beweisen. Raxen folgte dem Aufruf und wurde aufgrund seiner Rennerfahrung und einem bestandenen Evaluationsverfahren unmittelbar aufgenommen.
Die militärische Laufbahn wurde sein vierter Versuch, sich einen Namen zu machen und eine tragfähige Karriere aufzubauen. Er durchlief die reguläre Grundausbildung gemeinsam mit den anderen Rekruten. Anschließend begann seine Jägerausbildung im X-Wing. Dort musste er lernen, seinen Instinkt für riskante Manöver mit Einsatzplanung und Verantwortung für seine Staffel zu verbinden. Sein feines Gehör half ihm, den Zustand eines Jägers am Klang des Triebwerks zu beurteilen; seine Beweglichkeit und sein räumliches Denken kamen ihm in engen Flugmanövern zugute.
Während der Ausbildung erhielt er den Rufnamen „Feiner Schnitt“, nachdem er einen X-Wing präzise durch eine enge Folge von Hindernissen gesteuert hatte. Heute dient Raxen als Sub-Lieutenant der Neuen Republik. Er möchte sich als Pilot bewähren, seine Schulden hinter sich lassen und eines Tages nach Troiken reisen. Die Sehnsucht nach einer Heimat, die er nie gesehen hat, begleitet ihn dabei ebenso wie der kleine Papierkranich seiner Schwester. origami zu falten wurde für ihn zu einem ruhigen Gegenpol: Inzwischen fertigt er aufwendige Papier-X-Wings an und legt sie seinen Staffelkameraden in die Fächer.



