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Legends [Reread] Thrawn Trilogie 2: Dark Force Rising = Die Dunkel Seite der Macht *SPOILER*

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von lightside1985, 28. April 2019.

  1. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Ich habe ja gerade eben den Reread vom 1. Teil der Thrawn-Trilogie (für mich) abgeschlossen. Mit diesem Rückenwind möchte ich dann auch gleich den nächsten Teil anfangen. Ich würde es ähnlich halten wollen, wie bei den letzten Kapiteln vom 1. Teil, würde mich aber natürlich freuen, wenn jemand den Start vom neuen Buch zum Anlass nähme, ebenfalls wieder mit einzusteigen.

    Also dann, meine Lieben, auf ein neues!! :D
     
    Lord Crudelito gefällt das.
  2. Eowyn

    Eowyn Kleines Molekül in einem großen Universum Premium

    Schade, ich hab damals für mich tatsächlich zu Ende gelesen - aktuell habe ich leider keine Zeit. Ich lese aber gerne mit, falls sich hier ein paar Leute finden...
     
  3. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Das ist in der Tat schade, dass es bei dir zeitlich nicht passt. Sollte sich keiner finden, der gerade Zeit hat, werde ich aber alleine versuchen etwas regelmäßig zu posten. Würde mich freuen, wenn du auch dann ab und zu mal vorbeischaust. :)
     
  4. Woodstock

    Woodstock Üblicher Verdächtiger

    Prinzipiell wäre ich auch interessiert. Habe damals am Anfang noch das Buch mitgelesen, dann wurde es mir aber zu viel. Jetzt gehe ich ab Samstag 3 Wochen in Urlaub nach Florida und werde in dieser Zeit wohl eher wenig zum Lesen und noch weniger zum hier aufschreiben kommen.
    Ich versuche aber danach ein wenig hier einzusteigen. Auf jeden Fall keine schlechte Idee.
     
  5. Lord Crudelito

    Lord Crudelito Simsalabim

    Ich habe gern den Thread zum Reread des ersten Buches verfolgt und werde sicher auch hier reinschauen. Ob ich parallel dazu mitlese, kann ich nicht sagen - eher unwahrscheinlich. Ich schaue aber mal, ob ich nicht zumindest ein paar Kapitel mitlesen kann.
     
  6. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    So, es hat lange gedauert, aber nun geht es los im Reread zu Die dunkle Seite der Macht. Ausnahmsweise machen wir auch gleich 4 Kapitel heute. Das hat eigentlich nur den Grund, dass ich zwar immer mal wieder Zeit gefunden habe, etwas zu lesen, aber nicht etwas zu schreiben. Deswegen nun also meine Einschätzung der ersten 4 Kapitel.

    Kapitel 1

    Das Buch startet mit der Flucht bzw. dem Angriff von/auf Myrkr. Thrawn hat sich betrogen gefühlt, wenngleich er keinen echten Beweis dafür hat, dass Karrde ihm Luke Skywalker vorenthalten hat, aber niemand sagt, dass Thrawn wie ein Rechtsstaat zu handeln hätte, nicht wahr? Also lässt er seine Bodentruppen aufmarschieren um Karrdes Stützpunkt zu stürmen. Mich persönlich hat dieser Teil irgendwie nicht so abgeholt. Es ist zwar ganz interessant, dass es so dargestellt wird, dass die derzeit verfügbaren Sturmtruppen nicht genug Kampferfahrung haben, aber das ganze Vorgehen ist für mich eher witzlos, weil ja schon klar ist, dass es zu keiner wirklich spannenden Situation kommen kann, sondern sie nur eine leere Basis stürmen, wie Thrawn ja selbst mutmaßt. Dazu kommt noch, dass es mir nicht so recht einleuchtet, dass die Sturmtruppen außer Übung sein sollen. Der Krieg mit der Republik geht nun schon ein paar Jahre und da kann ich es mir kaum vorstellen, dass die Sturmtruppen unterbeschäftigt waren.

    Spannender fand ich da schon den Abschnitt, der Karrde beleuchtet. Er ist nämlich nichtHals über Kopf geflohen, sondern hat sich hinter einem kleinen Mond(?) versteckt und schaut dem Spektakel auf die Entfernung zu. Das ist aus zwei Gründen für mich relevant. Zum einen verdeutlicht das Karrdes Drang Informationen zu sammeln und zum anderen zeigt es, dass Myrkr für ihn mehr war als nur eine beliebige Basis. Beides übrigens Dinge, die im Text auch mehr oder weniger direkt so gesagt werden. Ein Detail hinegegen wird nicht gesagt, unterstreicht aber meines Erachtens, dass es Karrde eher um den zweiten als den ersten Punkt geht: Karrde ist immerhin im Weltraum, er kann eigentlich gar keine Informationen abgreifen, die relevant wären. Es wird auch nicht erwähnt, dass sie so tolle Scanner haben, dass sie selbst aus dem Weltraum, einige Distanz vom Planeten selbst entfernt, den Bodenangriff beobachten könnten. Diese leicht melancholische Anwandlung von Karrde gibt ihm aber eine menschlichere Seite, weil er ja gerade im ersten Buch häufig zwar als sehr höflich, doch aber immer sehr scharf berechnend dargestellt wird.

    Thrawn wäre nicht Thrawn, wenn er nicht irgendwie ahnen würde, dass er Karrde noch erwischen kann, weswegen er ihm eine Falle gestellt hat und ein weiteres Schiff so eingeplant hat, dass es direkt hinter den Mond aus dem Hyperraum auftauchen soll, um Karrde doch noch zu erwischen. Hier finde ich, kann man sich schon fragen, ob es Zahn nicht ein wenig übertreibt mit den Fähigkeiten von Thrawn. Woher hätte er das wissen sollen? Auch wenn mir die Tatsache selbst schon ein bisschen zu viel ist, so ist es auch nicht vollständig unplausibel. Das Kapitel zeigt eigentlich ganz gut, worin Thrawns Erfolg besteht (unter anderem). Thrawn plant einfach für unwahrscheinliche Fälle. Zum Beispiel sein Angriff auf die Myrkrbasis wird von ihm als höchstwahrscheinlich nutzlos (abseits der Truppenübung) eingestuft, dennoch führt er ihn durch. Andere Kommandanten würden vielleicht zu derselben Schlussfolgerung kommen und deswegen den Aufwand sparen einen Bodenangriff anzuordnen. Wenn man so will, besteht Thrawns "Genie" unter anderem darin, dass er einfach unfassbar gründlich ist. Er deckt akribisch auch das Unwahrscheinliche ab. Das das nicht immer aufgeht, sieht man ja am Bodenangriff oder auch am Angriff auf Sluis Van. Wenn aber das Unwahrscheinliche mal eintritt, dann wirkt es natürlich sehr beeindruckend, dass jemand auf dieses seltene Ereignis so gut vorbereitet war.

    Das bringt uns zu Mara. Sie spürt durch die Macht, dass Karrde gerade in einen Hinterhalt laufen wird und rettet die Situation, indem sie wider Karrdes Willen das Schiff in den Hyperraum manövriert. Hier ist wirklich der Weg das Ziel, denn Maras Zerrissenheit, dieses nagende Gefühl, den steigenden Druck der Unruhe zu zeigen ist der eigentliche Kern dieser Szene. Interessant hierbei ist, dass erwähnt wird, dass die Macht wohl immer mal wieder in ihr hochgekommen ist, sie sie stärker als sonst gespürt hat und normalerweise dann ihr bis dahin geführtes Leben abgebrochen hat um etwas anderes zu tun. Ich frage mich ehrlich gesagt, was es damit auf sich hat, weil ich diesen Aspekt der Thrawn-Trilogie offensichtlich komplett vergessen habe.

    Kapitel 2

    Hier werden erstmal Luke und Lando nach der Schlacht von Sluis Van gezeigt. Luke sitzt erstmal fest, weil sein X-Flügler repariert werden muss, das aber bei den Sluisi nicht die höchste Priorität hat, was verständlich ist nach einem imperialen Überfall. Also geht er Lando besuchen und hat wohl einen eindeutigen Geruch an sich, sodass Lando einen Schiffdieb wiedererkennt und sich die beiden aufmachen um ihn aufzuhalten. Ganz ehrlich: Das glaubt doch kein Mensch! Wie gut soll Lando denn riechen können, dass er eine Zigarrenmarke allein daran erkennt, dass Luke in mehreren Metern Abstand von dem Zigarrenraucher gestanden hat und das auch noch in einem nicht geschlossenen Raum. Aber gut, irgendeinen Aufhänger brauchte man wohl um etwas erzählen zu können. So stehen nachher Luke und Lando den Schiffsdieben gegenüber, in der Luke von Lando als Überkämpfer stilisiert wird, um die Diebe einzuschüchtern. Das klappt sogar ganz gut und so konnte ein Schiffsdiebstahl vereitelt und ein Freiflug für Luke nach Coruscant ermöglich werden. Lukes Machtkräfte scheinen hier schon relativ ausgereift zu sein: Er kann seine eigene Erinnerung fast wie einen Film rekapitulieren und er hat ein so genaues Gefühl für Präsenzen, dass er exakt benennen kann, wieviele Personen in dem Hangar des Verbrechens sind und sogar, wie viele Nichtmenschen darunter sind. Selbst hach heutigen Standards ist das immer noch eine beeindruckende Zurschaustellung der Machtbeherrschung.

    Kapitel 3

    Han kehrt zurück nach Coruscant und zu Leia und wird postwenden vor den Senat gestellt um Auskunft über den Angriff des Imperiums zu geben. Natürlich ist Fey'lya der Gegenspieler in diesem Abschnitt. Er versucht Han so zu manipulieren, dass er seine Agenda, Ackbar wäre ein Verräter, am besten ausspielen kann. Han versucht sich dagegen zu verwehren und plappert dabei aus, dass ein Großadmiral nun das Kommando über die imperialen Streitkräfte hat. Das findet zwar erstmal Gehör, aber kein Verständnis. Sowohl Mon Mothma, als auch Fey'lya sind im ersten Moment geschockt, bereits im nächsten aber davon überzeugt, dass das unmöglich sei. Ich frage mich, wie das sein kann. Sie haben einen Zeugen vor Ort, dem sie offensichtlich genug vertrauen, dass er als Zeuge des Angriffs dienen kann, aber wenn er ihnen sagt, dass es noch einen Großadmiral gibt, dann ist er auf einmal nicht mehr glaubwürdig? Gut, es gab ein sehr gutes Gegenargument: Es hätte sich ja auch tatsächlich ein größenwahnsinniger Imperialer einfach eine weiße Uniform anziehen können und sich selbst den Titel Großadmiral geben können. Aber spricht auch hier nicht gerade der imperiale Angriff auf Sluis Van dagegen? Welcher normale Admiral würde denn ernsthaft Minenbohrer zum Angriff auf eine Werft einsetzen um Schiffe zu kapern? Müsste dem Senat nicht schon durch die unorthodoxe Vorgehensweise klar sein, dass sie es nicht mit einem gewöhnlichen Imperialen zu tun haben? Und selbst, wenn sie es nicht glauben sollten, ist es nicht zu gefährlich, diese Szenario, so unwahrscheinlich man es auch einstufen möge, zu ignorieren? Was genau würden sie denn verlieren, wenn sie davon ausgehen würden, dass es noch einen Großadmiral geben könnte?

    Eine weitere Ungereimtheit finde ich eigentlich auch Fey'lyas Vorgehensweise. Ja, er mag ein manipulierender, machtbesessener Bothan sein, aber was er tut, schadet der neuen Republik ja ernsthaft! Ich finde, man muss sich das mal vor Augen führen: Fey'lya soll also tatsächlich so machthungrig sein, dass er nicht nur den Oberkommandierenden der Streitkräfte loswerden will, sondern er will ihn dadurch loswerden, dass er in den Knast wandert und damit keinen Nutzen mehr für die Republik haben kann! Ich bin nicht ganz sicher, ob Zahn diese Charakterisierung wirklich so gedacht hat. Ich meine, Fey'lya wirkt so wie ein Verrückter, dem wirklich alles egal ist und der lieber der Chef einer Ruine ist als Untergebener in einem funktionierenden Staat. Zumal man ja auch davon ausgehen muss, dass Zahn nun wirklich hunderte Möglichkeiten gehabt hätte, um sich einen anderen Grund für Ackbars Suspendierung auszudenken, die Fey'lya nicht wie einen machtbessenen Irren dastehen lassen! Aber gut, verfolgen wir mal, wie sich das weiterentwickelt.

    Es folgt ein Besuch von Han und Leia bei Ackbar selbst, der im Hausarrest ist. Außer ein bisschen Geplänkel darüber, dass ohne Ackbar der Kampf gegen einen Großadmiral schwierig wird, passiert recht wenig. Ich verstehe nur nicht, wieso Ackbar so plötzlich als militärisches Genie dargestellt wird. Ich sehe zwar ein, dass man auf Seiten der Republik irgendjemand braucht, der strategisch was auf dem Kasten hat und Ackbar nunmal der prominenteste Kommandant aus den Filmen ist, aber zumindest in den Filmen kann man nicht gerade davon sprechen, dass Ackbar sich als ausgesprochen fähig erweist. Das ist aber wohl eine erzählerische Notwendigkeit, wenn man der Gegenseite ein militärisches Genie an die Seite stellt, dass man der anderen Seite auch ein Gegengewicht zuschreiben muss. Dennoch halte ich Ackbars Fähigkeiten für ziemlich übertrieben dargetsellt.

    Kapitel 4

    Luke ist mittlerweile auf Coruscant angekommen und recherchiert zu Joruus C'Baoth. Vielleicht habe ich das schon wieder vergessen aus dem letzten Buch, aber ich habe mich gefragt, wie er überhaupt auf den Namen gekommen ist. Für mich wirkt es so, als würde Luke einfach zufällig den richtigen Namen untersuchen. Hier fand ich folgendes ganz interessant: Die PT war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen, deswegen konnte Zahn natürlich nicht wissen, dass es sowas wie einen Jedi-Rat gab. Dennoch war seine Einschätzung, wie ein Jedi zu einem Meister ernannt wird, gar nicht so furchtbar falsch. Er hat es sich so vorgestellt, dass die Jedi im Kollektiv mehr oder weniger sich einig sind, dass eine Person ein Meister ist und dann wird er dazu ernannt. So viel anders ist das ja auch nicht gewesen, nur dass der Jedi-Rat das Kollektiv repräsentiert hat und dementsprechend eben der Rat darüber entschieden hat, wer ein Meister wird und wer nicht. Gut, ich schweife ab, die wichtige Information für Luke ist nämlich, dass C'Baoth sich selbst zum Meister gekürt hat und nicht ernannt wurde. Gleichzeitig findet Luke aber auch keinen Hinweis darauf, dass das von den Jedi damals nicht akzeptiert wurde. Zusammen mit den Antworten, die Winter ihm zu dem Jedi noch geben konnte, ergibt sich für Luke ein Bild eines recht eigenwilligen Jedis (im Gegensatz zum Buch, indem Jedis noch als Plural zugelassen ist, stellt das hier den Genetiv dar und ist somit nicht falsch :P), der sehr narzistische Züge an den Tag legt.

    Luke schließt sich einer Besprechung von Han und Leia an und bekommt so seine nächste Mission, die er zusammen mit Han ausführen wird. Han wird hier als clever dargestellt, weil er herausbekommt, wo Fey'lyas Leichen im Keller liegen werden. Ich sehe zwar, was damit bezweckt wurde, aber vielleicht habe cih mittlerweile zu viele Medien dieser Art konsumiert, als dass mir das noch als besonders clever vorkommt. Han wendet halt den üblichen Filtere-Vorkommnisse-geeignet-damit-nur-ein-Fall-übrig-ist-der-dann-der-richtige-ist-Trick an. Ich weiß nicht, das Buch ist ja jetzt auch schon ein paar Jährchen alt und vielleicht wr das vor 25 Jahren wirklich noch eine clevere Idee, aber mittlerweile ist dieses Plot Device so abgedroschen, dass ich eher mit den Augen gerollt habe anstatt Han als besonders schlau zu sehen. Immerhin hat er aber so einen Beitrag geleistet, was im späteren EU ja zunehmend schwierig wurde...
    Den Ehestreit zwischen Han und Leia lass ich mal außen vor, weil wenig spannend oder überraschend: Han gibt nach, Leia fliegt also zu den Noghri und Han kümmert sich um Luke. Achso, nur nebenbei, weil es derzeit ja wieder eine Diskussion gibt zu Rey und ob sie eine Mary Sue ist oder nicht: Han bezeichnet Luke noch immer als "Kleiner", obwohl er Darth Vader besiegt hat und ein richtiger Jedi geworden ist. ;)

    So, ich denke, das soll erstmal genug gewesen sein als Einstieg in das neue Buch. Ich finde, es gibt bereits in den ersten Kapiteln interessante Ansätze und auch wenn ich finde, dass es ein wenig unzusammenhängend wird (gerade der Lando-Plot war seltsam), so finde ich doch, dass es Spaß macht und es genug Einsichten in die Charaktere gibt, sodass ich gespannt bin, wie es weitergeht.
     
    Eowyn und Lord Crudelito gefällt das.
  7. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 5

    Im Kern dieses Kapitels geht es darum zu zeigen, wie Maras Kräfte in der Macht langsam wieder erwachen. Sie und die Karrde-Organisation (wie heißt die eigentlich?) haben sich auf Rishi versteckt und wähnen sich vorerst in Sicherheit. Karrde hat Maras Kräfte durchaus wahrgenommen und scheint sehr daran interessiert zu sein, was Mara nicht sonderlich gut in den Kram zu passen scheint. So kommt das Gespräch von den Machtkräften zu der verschollenen Dreadnaught-Flotte zu sprechen, von der Karrde als junger Schmuggler durch Zufall erfahren hat. 200 Dreadnaughts, eine beachtliche Flotte also, die einfach so im Weltall auf ihre Entdeckung wartet und Karrde allein weiß, wo sie zu finden ist. Mara sieht darin die Gelegenheit, sich vom Imperium freizukaufen, aber Karrde hat Zweifel, ob es so einfach ist. Er vermutet vielmehr, dass das Imperium zwar dankend die Flotte annimmt, aber sie trotzdem Karrde bestrafen würden, für den "Verrat". Karrde erwähnt dabei in einem Nebensatz, dass er ohnehin davon ausgeht, dass die Neue Republik auf lange Sicht die Oberhand behalten wird, unabhängig davon, ob Thrawn im Spiel ist oder nicht. Eine interessante Einschätzung, da das gesamte restliche Narrativ ja darauf aufgebaut ist, dass Thrawn eben doch einen so gravierenden Unterschied ausmacht, dass er eben doch eine ernsthafte Bedrohung für die Neue Repulbik ist.

    Mara wird auf einen Botengang geschickt, auf dem sie über einen Kopfgeldjäger (im Buch übrigens fehlerhaft als Kopfjäger = Headhunter übersetzt) stolpert, der offensichtlich Karrdes Organisation ausspäht. Dieser Abschnitt hat mir deswegen gut gefallen, weil er Maras Fähigkeiten Grenzen aufzeigt. Bisher schien Mara immer alles zu können und durch ihre Ausbildung für alles gewappnet zu sein. Dennoch hat ein einfacher Kopfgeldjäger die Möglichkeit, sie kalt zu erwischen. Allein ihre neu aufkeimenden Fähigkeiten in der Macht retten ihr hier das Leben. Um mir mal einen bissigen Kommentar zu gönnen: Rey könnte sich von Mara durchaus eine dicke Scheibe abschneiden! ;)

    Kapitel 6

    Hier wird ein entscheidenes Detail aufgedeckt: Die Korruptionsaffäre um Admiral Ackbar ist fein säuberlich durch Thrawn orchestriert worden! Die Ausführungen sind eher technischer Natur und für sich genommen nicht übermäßig interessant. Aber das Geschick, welches Zahn hier an den Tag legt, finde ich schon bemerkenswert. Er verrät einen wichtigen Plotstrang, nämlich wie es zu Ackbars Suspendierung kommen konnte, gleichzeitig ersetzt er dieses bisherige Rätsel durch zwei neue: 1. Wie genau steckt Borsk Fey'lya in der Sache drin? Kooperiert er direkt mit Thrawn oder ist es eher eine indirekte Geschichte? Den bisherigen Ausführungen nach, erscheint es so, dass Thrawn einfach nur seine psychologischen Fäden zieht, aber ausschließen kann man direkten Verrat an dieser Stelle noch nicht. 2. Wer ist die Delta-Quelle? Zahn schafft es also einerseits Licht ins Dunkel zu bringen, zeitgleich aber auch neue, interessante Handlungsstränge aufzumachen.

    Abgeschlossen wird das Kapitel durch einen Auszug aus C'baoths Gedankenwelt. Das fand ich sehr gelungen. Zahn schafft es mit realtiv wenig Aufwand, ganz klar zu kommunizieren, dass C'baoth mental instabil ist. Mehrfach lässt er C'baoth denken, dass er sich einfach nicht richtig konzentrieren kann. Die Art, wie dieser ganze Abschnitt geschrieben ist, lässt keinerlei Zweifel darüber aufkommen, ob der Jedi-Meister noch alle Tassen im Schrank hat.

    Kapitel 7

    Das Kapitel beinhaltet eigentlich drei separate Abschnitte. Einen über Leia, einen über Han und einen über Luke.

    Leia hat sich mit Chewbacca nun zu dem Treffpunkt über Endor begeben, wo sie Kabharak treffen wollen, damit er Leia zu seinem Heimatplaneten bringen kann. Das Treffen selbst wird noch gar nicht beleuchtet, sondern es wird auf das besondere Phänomen eingegangen, welches Darth Sidious' Tod darstellt. Sie fliegen mit dem Falken nämlich einmal genau durch den Punkt, an dem der Todesstern explodiert und damit der Imperator gestorben ist. Dies löst in Leia eine heftige Reaktion durch die Macht hervor, in der sie all die aufgestauten Emotionen des Imperators spüren kann. Diese Empfindung ist so stark, dass sie regelrecht ohnmächtig wird.
    Ich finde das eine sehr gute Idee, dass der Tod des Imperators eine so deutliche Spur in der Macht hinterlässt. Sidious ist einer der mächtigsten Sith gewesen, also sollte sein Tod entsprechend deutlich in der Macht eingebrannt sein. Irgendwie müssen ja die Orte mit hoher Konzentration der Macht entstehen und der Tod eines außergewöhnlich starken Machtanwenders ist da ein ganz guter Ansatzpunkt.

    Han hat sich mit Lando auf den Weg gemacht Luke auf Ilic zu treffen, um die Hintergründe der Bothan-Verschwörung aufzudecken. Anstatt Luke aber direkt zu treffen, erspäht Han einen Berater von Fey'lya und folgt ihm. Allerdings wird er von einer menschlichen Frau gefangen genommen.

    Luke wartet unterdessen in der Bar Mishra auf Han. Er wird Zeuge eines Streits zwischen einem Barabel und einem Rodianer. Der Barabel zwischelt übrigens nicht so, wie man aus späteren Werken des EUs gewohnt ist, was ich eigentlich eine ganz nette Idee finde, dass das später eingeführt wurde. Luke wird als Jedi erkannt und dazu aufgefordert, den Streit als Jedi zu schlichten. Das finde ich eine sehr spannende Idee. Zahn konnte ja nicht wissen, wie die PT mal aussehen würde, also hat er sich wohl an Obi Wans Aussage gehalten, dass die Jedi Wächter des Friedens waren. Luke hat keinerlei Ausbildung dafür erhalten. Es wird sogar explizit darauf eingegangen, dass Obi Wan und Yoda ihm alles mögliche beigebracht haben, was er für die Bekämpfung der Sith gebrauchen kann, aber nichts darüber, wie man als Jedi tatsächlich in Friedenszeiten denselben bewahrt. Er wird also ins kalte Wasser geworfen und muss improvisieren. Ich finde, er macht das sehr gut, da er eine Mischung aus gesunden Menschenverstand und Machtfähigkeiten anwendet um herauszubekommen, wer in dieser Geschichte lügt oder falsch spielt. Natürlich spielt ihm das Glück auch gehörig in die Hände, aber ich fand diese kurze Episode sehr schön zu lesen, da es Luke einfach auf eine Weise herausfordert, die man nicht unbedingt erwarten würde und die Luke nicht allmächtig und allwissend darstehen lässt.

    Da ich gerade im Urlaub bin und etwas Zeit habe zu lesen, werden die nächsten Kapitel hoffentlich etwas schneller zu Papier gebracht als die letzten drei Kapitel. ;) Auf gutes Gelingen also!
     
    Eowyn gefällt das.
  8. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 8

    Das Geschehen springt zu Han und seiner Gefangennahme. Es wird viel erzählt, es kommt zu einer Gegenüberstellung zwischen Han, seiner Entführerin names Sena und dem bothanischen Ratgeber Beil'lya. Vom Prinzip hat Sena alles, was sie braucht: Hans ID und seine persönliche Bestätigung, dass er wirklich Han Solo sei. Beil'lya hat aber wohl behauptet, er sei nicht Han Solo, was zu einer kuriosen Situation führt, dass Han trotz aller objektiven Kriterien Han Solo sein müsste, es aber zusätzlich noch beweisen soll. Hier ist ein geschickter Spannungsbogen aufgebaut worden, da Beil'lya natürlich weiß, dass Han Han ist, offensichtlich aber kein Problem damit hat, sogar vor Hans Augen und Ohren dreist etwas anderes zu behaupten und Han als imperialen Spion zu denunzieren. Spannend ist es auch deswegen, weil dadurch klar wird, dass Sena zu einer dritten Organisation gehört, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt ist. Ich weiß es tatsächlich selbst nicht mehr, zu welcher sie nun letzten Endes gehört, ich würde aber auf Karrde tippen. Immerhin hat ihr Chef Han wohl bereits schon einmal getroffen. Der Beweis, dass Han Han kann er selbst nicht wirklich erbringen, aber zum Glück erscheint Luke vor den Türen und dadurch wird Sena überzeugt, dass sie wirklich mit Han Solo zu tun hat.

    Das Imperium greift dann Ilic an und Han, Lando und Luke müssen fliehen. Auch hier gibt es eine Szene, die mir besonders gefallen hat, weil sie noch einmal deutlich einen Unterschied zwischen dem frühen und dem späten EU deutlich macht: im späten EU sind Jedi Überhelden, denen absolut niemand das Wasser reichen kann. Hier hingegen wird schön dargestellt, dass Han zum Beispiel weniger körperlich fit ist als Luke, er aber deutlich gerissener ist, als Luke es je sein könnte. So ersinnt Han einen Plan, wie sie dem besetztem Raumhafen doch entfliehen können. Zugegeben, dass der Unterschied zwischen Jedi und Nicht-Jedi noch so groß ausfällt, hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass Luke noch relativ unerfahren ist (im Verhältnis zum späten EU), aber es zeigt auch deutlich, dass "normale" Jedi eben nicht unbesiegbar sind und alles besser beherrschen als alles andere.

    Die drei (Lando, Han, Luke) fliehen also in der Glücksdame und Lukes X-Wing, werden aber von einem Sternenzerstörer im All abgefangen. Gerade, wenn es eng wird, taucht aber Unterstüzung von Seiten Senas auf und zwar in Form von drei Dreadnaughts (deswegen auch mein Tipp, dass sie zu Karrde gehören). Interessant hierbei ist, dass erwähnt wird, dass drei Dreadnaughts immer noch einen schweren Stand gegen einen Sternenzerstörer haben sollen. Da stellt sich natürlich schon die Frage, ob die 200 verschollenen Dreadnaughts wirklich eine so große Nummer sind. Aber gut, 60 Sternenzerstörer sind ja auch nicht zu verachten. Ich schweife ab. Bei der Rettungsaktion werden Han und Lando von Luke getrennt. Erstere folgen der "Einladung" von Sena ihren Chef kennenzulernen, während letzterer sich auf macht nach Jomark um den Jedi-Meister zu treffen.

    Kapitel 9 und 10

    Ich nehme mal beide Kapitel zusammen, weil sie sich beide um Leia drehen, die mit Chewbacca dabei ist, zum Heimatplaneten der Noghri zu fliegen. Inhaltlich geschieht nicht viel, wenn man ehrlich ist, aber es gibt eine Reihe von Beobachtungen, die ich für die Charakterisierung der Noghri für interessant halte: Sie haben ein ähnliches Konzept der Lebensschuld wie die Wookies, welches sich aber sogar gleich auf einen gesamten Clan ausweitet. So verspricht Khabarak Leia, dass ihr kein Leid geschehen wird, was von dem Clan ebenso übernommen wird. Die Noghri scheinen nicht selbstständig die Raumfahrt erlernt zu haben, was sie wohl als relativ primitive Spezies klassifiziert. Außerdem scheinen die meisten Noghri grau zu sein, so wie ich es mir auch immer gemerkt hatte, aber es gibt wohl auch grünhäutige Noghri. Zumindest Paelleon erwähnt an einer Stelle, dass die Noghri grün sein sollen. Vielleicht ist das aber auch nur ein Fehler von Zahn, da meines Wissens nach, nie wieder danach ein Nogrhi in einer anderen Farbe als grau beschrieben wurde.
    Eine inhaltliche Sache gibt es aber doch noch: Leia wird sehr zwiespältig von dem Clan der Noghri aufgenommen. Auf der einen Seite wird sie als Tochter von Vader erkannt und akzeptiert, auf der anderen Seite wird ihre Zugehörigkeit zur Rebellion als Malus gewertet. Das ergibt eine sehr reizvolle Spannung zwischen den Loyalitäten der Noghri zwischen Vader und ihren derzeitigen Herrn (Thrawn). Leia begibt sich also tatsächlich, wie erwartet, in ein diplomatisches Minenfeld, aber da diese Konstellation so geschickt aufgesetzt ist, finde ich es wirklich spannend zu erfahren, wie Leia genau es hinbekommt, den Spagat zu bewerkstelligen die Noghri vom Imperium loszueisen, ohne ihren Status als Lady Vader zu verlieren.

    Es waren zwar zwei recht lange Kapitel, aber viel mehr erwähnenswertes würde ich in den beiden nicht sehen. Dementsprechend geht es zügig an die nächsten drei Kapitel.
     
  9. Eowyn

    Eowyn Kleines Molekül in einem großen Universum Premium

    Ach, so unwahrscheinlich finde ich das nicht. Nehmen wir an, diese Zigarrenmarke ist wirklich selten und erlesen, so dass man sie erkennen kann - warum nicht? Für mich ist Zigarettenrauch auch sehr, sehr leicht zu riechen, auch, wenn man in nicht abgeschlossenen Räumen ist und gar nicht selbst geraucht hat. Ich erkenne keine Marken, aber das liegt eher daran, dass ich einfach keine kenne. Lando hingegen dürfte genug Erfahrung haben, dass er die Marke erkennt, denke ich. Und irgendein Talent außer Spiele und (Fehl)investitionen muss ja auch unser guter Lando haben :D

    Ich glaube schon. Falls nicht, hat er es auf jeden Fall gut weitergetrieben. Ich glaube, in der Thrawnduologie kommt es vor, dass Leia sinngemäß was in die Richtung sagt, dass Bothan einfach nicht anders können. Ich glaube, es bezieht sich auf was anderes, aber irgendwas ist mir da im Kopf. Für uns Menschen mag das vielleicht unlogisch scheinen, aber für Bothan ist es vielleicht eine völlig natürliche Reaktion, auch wenn es unlogisch ist?

    Ich meine, sie hat keinen Namen - und alle sagen tatsächlich "Karrdes Organisation" :D

    Ich weiß es, ich weiß es - aber mir fiel es auch erst ganz am Ende wieder ein, wie der Bogen gespannt wurde. Ich verrats nicht *muahahaha* Vielleicht hast du Recht. Vielleicht auch nicht :p
     
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  10. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 11

    Es ist soweit, die von mir gestellte Frage, welche Organisation hinter Sena und der "Einladung" Hans und Landos steckt wurde in diesem Kapitel schnell beantwortet.

    Oh man, da lag ich aber mal sowas von falsch. :) Ich gebe auch unumwunden zu, dass ich Garm Bel Iblis vollkommen vergessen hatte. Nicht nur, dass er in diesem Buch auftaucht, sondern sogar, dass es ihn überhaupt gab. Also ja, ich muss mir eingestehen, dass ich an dieser Front der Spekualtion restlos versagt habe. :)

    Dennoch wirft es an dieser Stelle des Buches einige Fragen auf. Wer genau ist Garm Bel Iblis? Gut, wir wissen natürlich mittlerweile, dass er ein guter militärischer Stratege ist, aber ausgehend von dem Buch, ist das bisher nicht bekannt. Wieso genau hat er eine Art Parallel-Rebellion aus der Taufe gehoben, aber ohne wirklich an dem Kampf gegen das Imperium zu partizipieren? Was genau sind jetzt seine Ziele? Klar, es kann nicht alles im ersten Kapitel, in dem er auftaucht geklärt werden, aber ich bin gespannt, wie sich diese Fragen im Laufe dieses und des nächsten Buches aufklären werden.
    Zudem finde ich es interessant, dass es tatsächlich eine Person zu geben scheint, die Han Solo Respekt abnötigt. Auch wenn ich es doch eher zweifelhaft finde, dass Bel Iblis Hand zufällig in der Schulzeit getroffen haben soll und dann auch noch seinen weiteren Werdegang verfolgt haben soll. Ich hätte es plausibler gefunden, wenn Bel Iblis von Hans Rolle in der Rebellion weiß, vielleicht noch, dass er vorher Schmuggler war, aber sonst nichts näheres über ihn weiß. Aber gut, man muss wohl solche Ungereimtheiten ab und zu akzeptieren, denke ich.

    Außerdem war ich überrascht zu lesen, dass Thrawn bereits eine Auseinandersetzung mit dieser Rebellensplittergruppe hatte. Ich hab doch gerade eben erst das vorangegangene Buch gelesen, sowie hier mehr oder weniger ausführlich drüber geschrieben, was in diesem Buch passiert ist und ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass von so einem Scharmützel berichtet wurde. Vielleicht kann mir jemand anders auf die Sprünge helfen? Wenn nicht, fände ich es schon einen recht billigen Trick auch hier eine Verbindung zwischen Thrawn und Garm Bel Iblis herzustellen, nur damit man sagen kann, dass die beiden sich schonmal auf dem Schlachtfeld gegenüber gestanden haben. Es wäre, so behaupte ich es zumindest, für den Leser deutlich effektvoller gewesen, wenn das erste Zusammentreffen der beiden für beide eine neue, noch unbekannte Herausforderung gewesen wäre. Aber gut, wir sehen ja, wie sich das noch weiter entwicklen wird.

    Kapitel 12 und 13

    Wieder einmal gibt es zwei Kapitel, die direkt hintereinander um Leia gehen und wie sie sich auf um die Noghri bemüht. Kapitel 12 ist noch recht friedlich. Leia spricht mit der Clanvorsteherin über die Geschichte der Noghri, reallisiert, dass die Verseuchung des Planeten maßgeblich die Schuld der Rebellion sein muss (was, meiner Erinnerung nach, noch nicht die ganze Wahrheit ist) und versucht dennoch, Wege zu finden, wie sie die Noghri von ihren imperialen Herrn befreien kann. Jedoch steht die Lebensschuld der Noghri maßgeblich im Weg. Der Teufelskreis, den das Imperium für die Noghri gesponnen hat, ist dabei sehr klar dargelegt: Initiale Lebensschuld führt zu Gehorsamkeit. Weitere "Hilfsleistungen" werden regelmäßig die erworbene Schuld erhöhen, damit die Lebensschuld, egal, wie viele Noghri-Krieger auch umkommen mögen, nie vollständig abgegolten werden kann. Das sich die Clanvorsteherin dieses Teufelskreises bewusst ist, macht die Sache nur noch tragischer. Leia findet so auch keinen Ansatzpunkt, um die Noghri überzeugen zu können, sich vom Imperium abzuwenden. Folgerichtig stimmt sie zu, den Planeten zu verlassen, um das Volk der Noghri nicht weiter in Gefahr zu bringen.

    Bevor sie das jedoch schafft, tritt Thrawn wieder auf den Plan, im Gepäck TIE-Bomber und einen Sternenzerstörer im Himmel. Er ist überzeugt, dass die Untersuchungen, die die Imperialen Techniker an dem Schiff von Khabarak vorgenommen haben, darauf hinweisen, dass er von den Wookies gefangen genommen wurde und er das in seinem Bericht verschwiegen hat. Anlügen lässt sich ein Großadmiral aber eher ungern, weswegen er in imperialer Manier ein Exempel statuieren möchte. Hier habe ich mich gefragt, ob Thrawn in dieser Situation nur so hart dargestellt wurde, weil Leia seine Handlungen mitverfolgen kann und es dadurch eine Rechtfertigung gibt, Thrawn wirklich als böse ansehen zu können. Ja, Thrawn ist niemand, der sich auf der Nase rumtanzen lässt und ebenso ist er niemand, der sich davor scheut, Brutalität einzusetzen, wenn er es für zielführend hält. Hier jedoch wirkt es übertrieben, finde ich. Zumal Thrawns Schlussfolgerungen, die ich ja durchaus in aller Regelmäßigkeit lobe, hier kritisiert werden müssen: Khabarak war auf Kashyyyk und jetzt finden sich Wookiee-Haare im Raumschiff. Natürlich muss Khabarak gefangen genommen worden sein! Klar! Ich finde, es wäre gerade bei einer verpfuschten Entführungsaktion deutlich plausibler, dass es vielleicht zu einem Kampf mit einem Wookiee auf dem Schiff kam, den Khabarak aber für sich entscheiden konnte. So könnten sich die Haare erklären. Gut, Khabarak hätte das Thrawn sagen können, aber ich denke, das hätte auch nichts mehr geändert. Gut, Thrawns Schlussfolgerungen können nicht jedesmal gut durchdacht sein (von Zahn), zumal diese Schlussfolgerung hier ja sogar schon von Leia als fehlgeleitet kommentiert wird.

    Hm... vielleicht rieche ich nicht gut genug. :P Aber ich selbst nehme kein Rauch an mir wahr, wenn ich unter freiem Himmel mal neben einem Raucher stand. Aber gut, vielleicht gehe ich da zu hart mit Zahn ins Gericht.

    Meinst du? Das fände ich aber schon irgendwie ganz schön krass, dass es eine ganze Spezies geben soll, die vollkommen rücksichtslos nur ihren eigenen Vorteil sucht. Ich würde sogar behaupten, dass eine Gesellschaft gar nicht richtig funktionieren kann, wenn Machtstreben ohne Verhältnismäßigkeit betrieben wird. Außerdem magst du vielleicht damit recht haben, dass es eine Spezieseigenart ist, die für Menschen schwer nachvollziehbar erscheint, aber dann hätte Zahn das besser darstellen müssen. Er hätte das dann von mir aus aus Sicht von Fey'lya schreiben müssen, damit man die Chance hat, als Nicht-Bothan, nachzuvollziehen, wie er zu so drastischen Mitteln greifen muss, anstatt weniger zerstörerische Wege einzuschlagen. Vielleicht liegt es aber auch an meiner langjährigen Antipathie gegenüber Fey'lya, die mich da besonders kritisch werden lässt. Ich kann diesen Kerl einfach nicht ab. :)
     
  11. Eowyn

    Eowyn Kleines Molekül in einem großen Universum Premium

    So weit ich weiß, kommt zumindest in der Zahntrilogie nichts dergleichen vor.
    Ich fand das aber immer ziemlich cool - da tritt eine dritte Partei auf den Plan, von der man einfach keine Ahnung hatte. Man befindet sich ja damit quasi in der gleichen Situation wie die großen Drei, das fand ich immer gut.

    Hm, also ich glaube, nur ihren eigenen Vorteil suchen sie nicht. Aber es ist die Art, wie ihre Politik funktioniert - ganz oder gar nicht. Sie kämpfen für ihre Interessen und die ihres Clans. Ich will nicht zu weit vorweggreifen, denn ich bin mir gerade gar nicht mehr sicher, ob die Stelle, die ich meine, nicht vielleicht doch in dieser Trilogie vorkommt, ich habe letztens eben beide am Stück gelesen... Ich weiß aber noch, wie Fey'lya reagiert, wenn er einen Fehler macht. Das wiederum war auch völlig "unmenschlich".
    Aber ja. Ich konnte Fey'lya auch nie wirklich leiden. Was aber auch wiederum eine Kunst ist... :D
     
  12. icebär

    icebär BISSIG!

    Fände ich überhaupt nicht plausibel. Solo hat an zwei Todessternschlachten teilgenommen, an der zweiten sogar als General eines Kommandos. Wäre ich der Chef einer anderen Rebellenzelle, dann würde ich alles Wissenswerte über so einen Mann in Erfahrung bringen. Im Galaktischen Bürgerkrieg sind Informationen die wichtigste Währung für die Rebellen gewesen, angefangen von den Todessternplänen bis zu den Schutzschildcodes für die Tydirium.
     
    Minza gefällt das.
  13. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Ich habe auch nicht behauptet, dass mich die dritte Partei als solche stört, sondern nur, dass auf Biegen und Brechen dafür gesorgt wird, dass die dritte und somit neue Partei auf einmal schon Kontakt mit dem Imperium hatte. Das finde ich ein wenig unnötig und ich glaube, es wäre für das Imperium ein größeres Überraschungselement gewesen, wenn sie gar nicht gewusst hätten, dass es eine dritte Partei gibt.

    Dann gedulde ich mich einfach ein wenig und warte mal ab. Vielleicht kommt es ja wirklich noch in dieser Trilogie und dann können wir das Thema ja einfach nochmal aufrollen. :)

    Für mich ist es das eine, sich über verschiedene Kanäle Informationen über wichtige Figuren eines Nebenbuhlers einzuholen und etwas anderes, wenn zufälligerweise genau diese eine Figur schon in der Kindheit mit mir bekannt gemacht worden sein soll. Mir geht es nicht darum, dass Bel Iblis nichts über Han wissen soll, sondern mich stört irgendwie, dass er zufälligerweise genau in der Klasse vorbeigeschaut hat, in der Han war und zufälligerweise Han da auch noch provokante Fragen gestellt haben soll und das(!) wiederum der Anlass war, seine Karriere weiter zu verfolgen. Das ist mir einfach zu dick aufgetragen im Verhältnis zu einer gründlichen nachrichtendienstlichen Versorgung von Informationen über Han.

     
  14. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 14

    Endlich ist es soweit. Luke trifft auf C'baoth. Es ist ein seltsames Zusammentreffen, was man im Englischen wohl mit "Forshadowing" bezeichnen würde. Eigentlich ist ab dem ersten Moment klar, dass Luke und C'baoth keine sonderlich gute Beziehung zueinander haben. C'baoth wirkt sprunghaft, gedankenverloren und alles in allem einfach seltsam auf Luke. Luke wiederum versucht sein Bestes, C'baoth gegenüber offen und freundlich zu bleiben. Dennoch wundert er sich sehr schnell über den Ton, den C'baoth anschlägt. Er ist sehr herrisch und duldet keine Widerrede. Am deutlichsten wird das natürlich in dem Abschnitt, in dem C'baoth Luke zeigt, wie er einen Streit schlichtet. Während Luke noch mit den Details des Streits überwältigt ist, fällt C'baoth bereits eine Entscheidung. Daran kann man auch sehen, dass C'baoth kein sonderlich guter Lehrer ist, weil er Luke letzten Endes nur das Ergebnis vorwegnimmt, aber keineswegs erklärt, wie er zu dem Ergebnis gekommen ist. So bleibt Luke etwas ratlos zurück, was nur noch dadurch getoppt wird, dass er schockiert beobachtet, wie der Angriffswille eines der beiden Streithähne gebrochen wird, indem C'baoth Machtblitze auf den guten Mann schleudert. Hier frage ich mich, wieso Luke nicht heftiger reagiert. Ja, er wird schon als sprachlos dargestellt, vollkommen verblüfft ob der heftigen Reaktion C'baoths auf den "Ungehorsam" des Streitenden. Er versucht auch sofort dem Angegriffenen zu helfen und seine Schmerzen zu lindern. Das alles finde ich eigentlich gut umgesetzt. Was mich jedoch wundert ist, dass Luke selbst im Nachgang keine direkten Zweifel äußert. Er hat gerade gesehen, wie C'baoth ohne Not Machtblitze eingesetzt hat. Die kennt er sonst nur von Palpatine! Yoda selbst hat ihm eindringlich gesagt, dass die Macht nicht für den Angriff sei, sondern nur zur Verteidigung. Gerade, wenn man bedenkt, dass Luke noch in den Kapiteln davor Skrupel hatte, den Verstand von TIE-Piloten ein weiteres Mal zu beeinflussen, erscheint es mir inkonsequent, dass Luke überhaupt noch bereit ist, C'baoth eine Chance zu geben ihm etwas beizubringen. Auch wenn ich mit der genauen Umsetzung nicht ganz glücklich bin, fand ich es trotzdem spannend, wie Luke sich eifrig seinem neuen Meister unterordnet, um lernen zu können. Das finde ich eine schöne Charakterisierung von Luke, da sie zeigt, dass er sich seiner Defizite sehr wohl bewusst ist und einfach wissbegierig ist, was es noch über die Macht zu lernen gibt.

    Kapitel 15 und 16

    Han und Lando sprechen nun als etwas ausführlicher mit Garm Bel Iblis. Was mir hier besonders gefallen hat, ist die Ambivalenz, die Zahn so ziemlich allen Figuren einimpft. Noch in Kapitel 8 freut sich Han darüber, dass er cleverer ist, als Luke und Sena zusammen, hier jedoch wird deutlich, dass auch Han Solo nicht vor der Faszination und Bewunderung anderer Personen vollkommen gefeit ist und ihm dadurch auch Fehleinschätzungen unterlaufen. Er hängt regelrecht an Bel Iblis Lippen und akzeptiert so ziemlich alles, was er sagt, ohne das zu hinterfragen. Erst Lando macht ihm bewusst, dass einiges von dem, was Bel Iblis preisgibt nicht ganz korrekt sein kann. Ich fand es auf jeden Fall schön zu sehen, wie die Chemie zwischen Han und Lando an dieser Stelle funktioniert hat. Han war so von Bel Iblis eingenommen, dass er gar nicht bemerkt hat, was für Lando offensichtlich war. Erst durch Landos ernste Miene und Hans Vertrauen in das Urteilsvermögen seines Freundes, zeigen ihm, dass es doch gewisse Dinge gibt, die sich lohnen nachzuprüfen. Und hier kommt dann auch die Katana-Flotte, die dunkle Macht, ins Spiel. Die Dreadnaughts von Bel Iblis gehören also ebenfalls der Katana-Flotte an.

    Dies gilt es natürlich im nächsten Kapitel zu überprüfen, was zwar auch gelingt, gleichzeitig aber Sena auf den Plan ruft, die die beiden vermeintlich gefangen nehmen will. Stattdessen unterbreitet sie den beiden, dass der große Garm Bel Iblis, entgegen jeder Logik, sich weigert der Neuen Republik anzuschließen, weil es ihn wie einen Verlierer dastehen lässt. Hachje... es ist gar keine schlechte Art das zu begründen, also kann ich Zahn hier keinen Vorwurf machen. Mir ist nur diese Art des Stolzes fremd. Ich finde es halt Schwachsinn, ein Leben in Bedeutungslosigkeit zu fristen, nur um seinen Stolz zu bewahren, anstatt einmal einzugestehen, dass man falsch lag und dafür dann sich einer sinnhaften Sache anschließen kann. Aber gut, ich gehe davon aus, dass genau das Zahns Absicht war, Garm Bel Iblis genau wie so einen Mann darzustellen. Das macht ihn nicht uneingeschränkt zu einem sympathischen Charakter, aber auf jeden Fall zu einem interessanten.

    Teilweise wird in diesem Kapitel auch geklärt, wieso das Imperium von dieser dritten Fraktion bereits weiß. Jemand wie Bel Iblis kann nicht einfach das Imperium vollkommen ignorieren und sich allein auf den Fall konzentrieren, dass Mon Mothma größenwahnsinnig wird. Dementsprechend finde ich es dann schon nachvollziehbar, dass sie ihre Ressourcen dafür einsetzen, dem Imperium Probleme zu bereiten. Die Frage, die sich dann nur stellt ist, wie das Imperium, Thrawn also, sicher sein kann, dass er es nicht einfach mit einer Division der Neuen Republik zu tun hat, sondern wirklich mit einer unabhängigen, dritten Partei.
     
  15. Eowyn

    Eowyn Kleines Molekül in einem großen Universum Premium

    Nun ja, warum sollten sie denken, dass es die NR ist? So lange sie keine Insignien tragen, IDs ausstrahlen oder was auch immer, können sie sich zumindest nicht sicher sein, und womöglich haben sie schon öfter deutlich gemacht, dass sie kein Teil der NR sind. Ich weiß nicht, wurde nicht sogar gesagt, dass Thrawn weiß, dass es sich um Bel Iblis handelt? Kann mich aber auch gut irren. Dann würde es ja sehr klar sein.
    Aber ja, ich finde diesen Charakterzug auch seltsam. Aber mir sind schon viele Leute begegnet, denen ich so etwas auch zutrauen würde :confuse:

    Ich mag diese "Vernarrtheit" von Han übrigens auch sehr an dieser Stelle :D Der ist richtig verknallt, wie ein Teenie vor einem Rockstar...
     
  16. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Ich würde mal sagen, dass in einem Krieg, der vorrangig aus zwei Parteien besteht und eine Partei von jemandem angegriffen wird, der die gleichen Schiffstypen benutzt, wie die andere Partei, es doch relativ nahe liegen könnte, dass dieser jemand zur anderen Partei gehört. Außerdem bin ich mir gar nicht sicher, dass alle Schiffe der Neuen Repulbik wirklich Insignien auf dem Rumpf haben. Es gab ja auch keine Insignien beim Imperium, oder auch nicht in der Alten Republik an den Kriegsschiffen. Es scheint also zumindest nicht üblich zu sein, dass Schiffe derart gekennzeichnet sind. Was die IDs angeht, so weiß ich das nicht. Ich hab mir das immer so vorgestellt, dass die ID den Schiffstyp und sowas verrät, aber nicht unbedingt die Zugehörigkeit. Aber da mag ich mich durchaus irren.

    Kapitel 17

    Mara macht sich auf den Weg, eine Lieferung für Karrde zum neuen Treffpunkt zu bringen, wobei sie allerdings vom Imperium abgefangen wird. Als letzten Notanker nutzt sie einen alten Code aus den Tagen als Hand des Imperators um zwar nicht gefangen genommen zu werden, dennoch aber an Bord des Sternzerstörers genommen zu werden. Zu allem Überfluss wird sie auch noch zu Thrawn gebracht, was zwar ihre eigene Idee war, aber sicherlich eher aus der Not heraus und zu Gunsten ihrer Tarnung geschehen ist, als as wirklich freien Stücken. Zumal das Gespräch mit Thrawn auch nicht sonderlich gut verläuft für sie. Wieder einmal ist an diesem Gespräch auch klar zweierlei über Thrawn zu erkennen: 1. Er ist ein sehr cleverer Admiral, der auch schon die kleinsten Widersprüche zum Anlass nimmt, näher nachzubohren bzw. Verdacht zu schöpfen. 2. Er ist sich, trotz aller Kultiviertheit, seiner Machtposition sehr bewusst und weder scheut er sich davor, seine Macht kompromisslos einzusetzen, noch andere seine Überlegenheit spüren zu lassen, wenn er den Eindruck hat, dass ihm das einen Vorteil bringt. Mara kann sich nur so aus der Affaire ziehen, indem sie die Katana-Flotte als Köder für Thrawn nimmt und ihm suggeriert, dass sie Karrde dazu bringen kann, den Standort der Flotte Thrawn zu verraten.

    Kapitel 18

    Leia ist noch immer auf Honoghr und versucht die Noghri davon zu überzeugen, dass das Imperium kein Freund der Noghri ist. Das funktioniert allerdings eher leidlich. Stattdessen kommen sie auf die Wiederaufbereitung des Bodens zu sprechen und Leia rechnet schnell nach, dass selbst bei normaler Arbeitsgeschwindigkeit die entsprechenden Droiden den Boden schon längst hätten gereinigt haben müssen. Dies lässt sie dazu veranlassen Chewie darum zu bitten, sich diese Droiden mal genauer anzuschauen.
    Wenn ich mich recht erinnere, dann wird diese Untersuchung noch etwas ausgesprochen Interessantes zu Tage fördern.

    Han und Lando werden in der Zwischenzeit von Niles Ferrier noch einmal nach Ilic gelockt, indem er ihnen eine Nachricht zukommen lässt, die angeblich von Luke stammen soll. Nach einem kurzen Geplänkel zwischen Han, Lando und Niles, fliegen die beiden erstgenannten wieder los. Es ist relativ offensichtlich, dass Niles sie nur angelockt hat, um Thrawns Auftrag auszuführen ihm die Katana Flotte zu besorgen.

    Kapitel 19

    Mara macht sich auf den Weg zurück zu Karrde, wenngleich sie dabei ein latent schlechtes Gefühl hat. Gerade als sie landet und wenige Worte der Begrüßung mit Karrde gewechselt hat, greift das Imperium an. Wurde Mara in Kapitel 17 noch versprochen, dass sie 8 Tage Zeit hätte, um Karrde zu überzeugen, Thrawn die Katana-Flotte zu überantworten, wird sie nun vor vollendete Tatsachen gestellt und selbst von Thrawn verraten. Interessant hierbei ist, dass sie sich weniger über den Verrat an ihr ärgert, als vielmehr an der Tatsache, dass sie davon ausgehen muss, dass Karrde nun glaubt, sie hätte ihn verkauft. Meines Erachtens macht das sehr deutlich, wieviel Loyalität Mara bedeutet und dass es ihr auch wichtig ist, dass andere Menschen das wissen, dass sie loyal ist. Karrdes Reaktion auf diesen vermeintlichen Verrat ist dabei ebenso vielsagend. Anstatt vor Wut zu schäumen und Mara die Pest an den Hals zu wünschen, bedauert er, eine so gute Mitarbeiterin verloren zu haben und vorallem, dass er es nicht eher bemerkt hat. Karrde scheint also ein Mensch zu sein, der die Fehler erst bei sich sucht, anstatt anderen Vorhaltungen zu machen. Das lässt vermutlich aber auch darauf schließen, dass er hart gegen sich selbst ist und vermutlich schwer ertragen kann, viel Verantwortung abzugeben. Was ja auch durchaus dadurch gestützt wird, dass so ziemlich jede Entscheidung von Karrde abgesegnet wird und selbst seine besten Mitarbeiter eher als eine Art Ratgeber fungieren anstatt eigene Befugnisse zu bekommen.

    Mara schäumt dann beim nächsten Aufeinandertreffen mit Thrawn vor Wut und verliert das erste Mal ihre Fassung und versucht Thrawn zu attackieren. Sie wird von Rukh sofort aufgehalten und kann sich nicht mehr bewegen und versucht tatsächlich in dieser Possition Thrawn mit der Macht zu erwürgen, was aufgrund ihrer derzeitigen Machtschwäche nicht einmal im Ansatz gelingt. Nachdem die erste Wut verraucht ist, übernimmt aber wieder ihre rationale Seite die Führung und sorgt dafür, dass sie Thrawn vordergründig Treue schwört. Hintergürndig jedoch versuch sie Karrde aus der Nummer herauszuboxen, da sie, wieder einmal als Beweis ihrer Loyalität, nicht möchte, dass Karrde ihren Fehler ausbaden soll. Sie hackt sich mit einem alten Code aus der Zeit als Hand in das System des Sternzerstörers, um herauszufinden, wo Karrde genau festgehalten wird. Dann macht sie sich auf, die einzige Person zu suchen, die ihr vermutlich aus dieser misslichen Lagen heraushelfen kann.

    Kapitel 20 und 21

    Dieser Jemand ist natürlich Luke. Er selbst ist gerade in der "Ausbildung" bei C'baoth und muss wieder einmal einen Streit schlichten. Seine Lösung des Streits findet aber bei C'baoth keinen besonderen Anklang. Seiner Meinung nach hätte Luke die Macht einsetzen müssen, um sich in die Gedanken der streitenden Parteien reinzuzwingen und so herauszubekommen, wer von den beiden im Recht ist und wer nicht. Luke erscheint das als nicht verhältnismäßig, ja, sogar falsch auf so direkte Art in die Privatssphäre eines Menschen einzudringen. Ich stimme ihm da auch vollkommen zu. Selbst wenn Jedi die Möglichkeit dazu haben, so ist es zwingend notwendig, dass sie davon Abstand nehmen, ihre Macht so einzusetzen. Letzten Endes können Jedi nur verlieren, wenn Menschen den Eindruck gewinnen, dass ihre ureigensten Gedanken nicht mehr allein ihnen gehören, sondern sie unfreiwillig mit einem Jedi teilen müssen. C'baoths Weltsicht ist so elitär, dass er davon ausgeht, dass jeder, der keinen Zugang zur Macht hat, automatisch kaum besser ist als ein Insekt. Er versucht diese Weltsicht auch Luke aufzudrängen, aber er spürt sehr deutlich, insbesondere aus den eigenen Erfahrungen heraus, dass diese Weltsicht bestenfalls unvollständig, schlechtestenfalls gefährlich ist. Dennoch bricht Luke an dieser Stelle noch nicht mit seinem neuen Meister, sondern gibt sich weiterhin Mühe von seinem neuen Meister zu lernen. Als kleine Nebenbemerkung: Ich bin etwas überrascht, dass Meister hier als Master belassen wurde, was ja eigentlich aus den Filmen heraus unnötig erscheint.

    Mara erreicht Jomark und versucht, Luke zu erreichen. Dies gestaltet sich deutlich schwieriger als gedacht, da C'baoth verhindern will, dass Luke wieder Jomark verlässt und er davon ausgeht, dass Mara genau das mit ihm vorhat. Hier zeigt sich auch, dass Lukes "Wattegfühl im Kopf" tatsächlich von C'baoth induziert wurde, da er einen sehr ähnlichen Trick bei Mara anwendet, um sie einzuschläfern und so zum Absturz zu bringen. Erst als sie in den Einflussbereichs des Ysalamiri eintritt verschwindet die Müdigkeit wie von Zauberhand und sie ist in der Lage, wenn auch sehr riskant, zu landen.

    Sie trifft auf C'baoth und wird unmittelbar an Palpatine erinnert, was für sich genommen schon viel über C'baoth aussagt. Eine Sache hat mich allerdings gewundert an diesem Aufeinandertreffen. C'baoth sagt sehr deutlich, dass er Mara jederzeit töten könnte, wenn er wollte, obwohl er ja spüren muss, dass sie einen Ysalamiri dabei hat. Dennoch scheint er sehr zuversichtlich zu sein, sie umbringen zu können. Da frage ich mich jedoch, wieso er es nicht tut. Menschenleben erscheinen ihm ja nicht sonderlich viel wert zu sein. Vielleicht hindert ihn die Aussicht darauf daran, dass Mara für ihn ebenfalls eine Schülerin sein könnte. Vielleicht möchte er auch nur nicht vor Luke so offensichtlich böse sein. Doch wenn man bedenkt, wie wahnsinnig er ist und welch ungesunde Fixierung er auf Luke hat (auch dadurch begründet, dass er die Hände an Leias Kinder legen will), so erscheint es mir ein wenig seltsam, dass er Mara einfach gewähren lässt, wenn er doch die Möglichkeit hätte, sie daran zu hindern. Denn ich gehe jetzt einfach mal stillschweigend davon aus, dass wenn er Mara jederzeit töten könnte, könnte er sie wohl auch einfach vertreiben.

    Die Situation eskaliert, als Luke sich ebenfalls dazugesellt und er nun überzeugt ist, dass C'baoth nicht mehr alle Latten am Zaun hat. In dem kurzen Kampf gibt es zwei Dinge, die ich besonders interessant fand:
    1. Lukes Lichtwschwert blockt Machtblitze. Jaja, ich weiß, das ist nach der PT keine große Überraschung mehr, aber damals war das ja ein Novum. Die Idee hat George Lucas offensichtlich sogar so gut gefallen, dass er es in seiner PT übernommen hat. Ich meine mal ein Interview mit Zahn gelesen zu haben, in dem er sagte, es sei ihm einfach logisch vorgekommen, dass ein Lichtschwert, welches für die Jedi zur Verteidigung da ist, eine so offensive Machttechnik wie Machtblitz abblocken kann. Vielleicht hat ja jemand sogar eine Referenz zu dieser Aussage? Ich finde es auf jeden Fall einen guten Einfall, weil es auch zeigt, wie sehr Luke gewachsen ist. Scchmeißt er beim Imperator noch sein Lichtschwert weg, wohl auch, weil er gar nicht weiß, dass es sowas wie Machtblitze gibt, behält er es nun und setzt es souverän ein, um diesem mächtigen Angriff Paroli zu bieten.
    2. Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber meines Erachtens zeigt die Szene, wie C'baoth mit Mara umgeht eindeutig, dass Machtblitze selbst aus Macht bestehen (was immer das genau heißen mag). Mara ist die gesamte Zeit von dem Ysalamiri geschützt, das heißt, direkte Machteinwirkung ist nicht möglich. Dennoch trifft sie der von C'baoth durch die Macht geworfene Stein am Handgelenk. Das ist auch plausibel, weil ich es ebenfalls so interpretieren würde, dass so ein Steinschuss so funktioniert, dass er von der Macht beschleunigt wird, aber fliegen tut er durch physikalische Gegebenheiten. Die Machtblitze hingegen verschwinden da im Nichts, wo sie auf den Radius vom Ysalamiri treffen. Das wirft Fragen auf: Wenn die Machtblitze aus Macht bestehen, könnte man dann als Machtnutzer die Machtblitze eines anderen manipulieren? Yoda hat ja gezeigt, dass man die Machtblitze durchaus absorbieren und reflektieren kann, aber könnte man die Machtblitze auch in einem BOgen um sich herum verbiegen? So oder so, ich fand die Szene mit den dreien großartig und sie hat mir viel Spaß gemacht, sie zu lesen.
    Der Abschluss hat mir dabei fast am besten Gefallen: Mara stählt sich innerlich für die langatmige Diskussion mit Luke, wieso er ihr helfen müsse, Karrde zu retten. Doch Luke willigt einfach sofort ein, Karrde aus der Klemme zu befreien. Mich erinnert diese Szene einfach so sehr an die beiden im späteren EU, wenn Mara Luke noch als Farmboy bezeichnet. Luke hat sein Herz am rechten Fleck und scheut sich nicht davor, sich in Schwierigkeiten zu bringen um Menschen zu helfen. Mara hingegen ist von dieser Art der Hilfsbereitschaft einfach überfordert. Ich mag die beiden einfach. ;)

    Noch eine Sache zum Traum von Mara, der ihr vom Imperator eingeimpft wurde. Ich finde es interessant, dass der Imperator selbst im Tod noch manipulativ ist. Er hätte Mara ja auch einen einfachen Rachebefehl einimpfen können, aber stattdessen zeigt er ihr eine Realität, die stark verfälscht ist und die Luke selbst als einen aktiven Teilnehmer im Untergang vom Imperator darstellt. Ebenso habe ich mich gefragt, wie dieser Tötungsimpuls bei Mara genau funktioniert. Auf der einen Seite scheint sie ja diesen Drang durchaus haben, andererseits kontrolliert sie diesen Impuls seit wir sie kennengelernt haben, was die Frage aufwirft, wie ausgeprägt er eigentlich ist. Ich stelle es mir ein bisschen so vor, wie das schlechte Gewissen, was man hat, wenn man gewisse Aufgaben nicht erledigt, von denen man aber weiß, dass man sie machen müsste. Oder wie muss man sich diesen Drang Luke zu töten vorstellen?
     
  17. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 22 und 23

    Der große Fluchtplan von Mara und Luke wird umgesetzt. Im Prinzip wird die Flucht aus dem Todesstern rückwärts erzählt, was auf der einen Seite zwar eine charmante Idee ist, auf der anderen Seite aber auch irgendwie komisch wirkt, dass das Layout eines Sternzernstörers dasselbe sein soll, wie das Layout auf dem Todesstern. Andererseits ist alles bei militärischen Bauwerken wohl wirklich sehr viel standardisiert, weswegen es wahrscheinlich gar nicht so unsinnig ist, dass es wieder einen Müllschacht gibt, der direkt mit dem Gefängnistrakt verbunden ist. Insgesamt war das ein sehr cooles Kapitel zum Lesen. Es gab Action, es gab Abwechslung, vielmehr kann man darüber auch nicht sagen. Einzig die Reaktion von Thrawn auf diesen Misserfolg ist wieder einmal bemerkenswert. Thrawn scheint wirklich verinnerlicht zu haben, dass jeder noch so gute Plan, selbst mit der größten Sorgfalt durchgeführt, keine 100%ige Sicherheit über den Erfolg gibt. Vielleicht liegt es ja daran, dass eine Person, die so präzise das Verhalten anderer vorhersagen kann, sich gerade deswegen sehr bewusst darüber ist, dass jeder Plan Schwachstellen hat und jeder Plan von Individuen umgesetzt wird, die ebenfalls Schwächen und Stärken haben. Kurzum: Sehr unterhaltsame Kapitel, über das man aber wenig sagen kann. :)

    Kapitel 24

    Hier wird es schon deutlich spannender. Leia erfährt, aufgrund der Erzählung der Maitrakh, dass die Rebellion gar nicht Auslöser für die Verwüstung auf Honoghr gewesen sein kann, sondern die Raumschlacht, die zu der Verseuchung des Planeten geführt hat, sich in der Zeit der Klonkriege ereignet hat. Dies löst in ihr den gerechten Zorn aus, dass das Imperium Honoghr fast ein halbes Jahrhundert lang von einer vollständigen Genesung des Planeten abgehalten hat. Ehrlich gesagt, kann ich aus dem Kopf gar nicht so genau sagen, wie das jetzt vonstattetn gegangen sein soll. Es hat etwas mit dem kholm-Gras zu tun, aber wie das Gras selbst jetzt die Erde unfruchtbar macht, ist mir nicht klar geworden. Zumal in einem Droiden, der das Land reinigen sollte, ja tatsächlich ein Mittel gefunden wurde, dass das Kholm-Gras abtötet. Nunja, die technischen Details sind auch nicht so wichtig. Was zählt ist, dass die Demonstration, wie das Droidenmittel das Kholm-Gras abtötet, ausreicht um auch die Dynasten davon zu überzeugen, die Verbindung zum Imperium nochmal zu überdenken. Somit ist Leias Ziel doch nocht geschafft. Deswegen hier noch kleinere Anmerkungen, die mir aufgefallen sind:

    Leia hatte zuerst ja nur die Vermutung, dass die Droiden etwas mit der langsamen Reinigung des Planeten zu tun haben, ebenso, dass es etwas mit dem Kholm-Gras zu tun haben muss. Nachdem Chewie ihr die Proben des Grases gebracht hat, packt sie diese auch sogleich in einen Analysator. Was mir aber komisch vorkam ist, dass sie bereits den Marsch auf Nyasto begonnen haben, an denen dann unzählige Noghri sich beteiligten, obwohl das Ergebnis des Analysators noch gar nicht vorlag. Was wäre denn gewesen, wenn ihre Vermutung unzutreffend gewesen wäre und der Analysator nichts auffäliges gefunden hätte? Das kam mir etwas vorschnell vor, zumal es von der Erzählstruktur kein Problem gewesen wäre, das Ergebnis des Analysators einfach vor dem Marsch einzubinden.

    Ich fand die Darstellung, wie schwer es Leia gefallen ist, allein ihr Lichtschwert für mehrere Sekunden schweben zu lassen, sehr gut. Im Gegensatz zu TLJ wird hier noch einmal sehr deutlich, dass selbst mit etwas Anleitung von Luke, es nicht trivial ist, die Macht so direkt einzusetzen. Leia hat es geschafft, weil sie schon etwas Training bekommen hat, wenngleich nicht mal im Ansatz so kontinuierlich, wie es sein sollte. Dadurch hat sie das Grundprinzip verinnerlicht und ist in der Lage ein Lichtschwert von 1kg (?) schweben zu lassen. Rey hingegen schafft es ohne Training so viele große Felsbrocken schweben zu lassen, dass selbst Yoda ins Schwitzen käme. Aber gut, ich will dieses Thread nicht dazu missbrauchen, meine Abneigung gegen TLJ zu pushen.

    Ich denke, wir sind so langsam auf der Zielgeraden dieses Buchs. Es kommen von meiner Seite wahrscheinlich noch ein oder maximal zwei solcher Einträge und dann haben wir diesen Reread schon wieder geschafft. :) Mir ist natürlich klar, dass gerade in den letzten Tagen ein ziemliches Tempo vorgelegt wurde, aber ich würde mich auch freuen, wenn im Nachgang noch ein wenig diskutiert würde.
     
  18. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Kapitel 25

    Han und Lando sind in einem Casino gelandet namens Coral Vanda. Es ist ein Casino, das unter Wasser gelegen ist. Hier soll sich die Kontaktperson aufhalten, die Kenntnisse darüber haben soll, wo sich die Katana-Flotte befindet. Anstatt besagter Person, finden die beiden aber wieder einmal die berühmt, berüchtigte Zigarre, die die Anwesenheit von Niles Ferrier verrät. Zusätzlich dazu präsentiert sich der Schiffsdieb auch noch keck den beiden und schafft es so, Han in eine Falle zu locken. Hier erfährt er, dass die Kontaktperson, Captain Hoffner, bereits in Ferriers Gewahrsam ist und bereit ist, dem Imperium übergeben zu werden. Bevor Han an dieser Tatsache etwas ändern konnte, greift das Imperium das Unterwassercasino an und zwingt es so, zum Auftauchen. Han und Lando bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht anzutreten und dadurch ist klar, dass das Imperium vorerst die Oberhand hat im Rennen um die Katana-Flotte.

    Als kleine Randnotiz ist hier Thrawn zu benennen, den ich in einer Situation durchaus amüsant fand. Um die Flucht der Coral Vanda zu verhindern, musste ein Korallenriff bombardiert werden. Thrawn hat darüber sein Bedauern geäußert, weil es ja schließlich eine Art Kunstwerk ist, das nicht von intelligenten Lebewesen erschaffen wurde, nichtsdestotrotz aber eigentlich schützenswert wäre. Aber so weit geht dann seine Liebe zu primitiver Kunst doch nicht, als dass er die Coral Vanda lieber entkommen ließe anstatt das Riff zu zerstören.

    Kapitel 26

    Ausgehend vom letzten Kapitel ist klar, dass nun die Neue Republik unter Druck gerät. So beraten dann auch Mon Mothma, Borsk Fey'lya, Leia, Han, Luke und Karrde, wie man nun am besten weiter vorgehen müsste. Hier spielt Fey'lya wieder eine sehr seltsame Rolle. Ich kann sein Argument verstehen, dass er reales Sicherheitsbedürfnis nicht einer hypothetischen Flotte unterodnen will und deswegen keine Flotte zu der Katana-Flotte entsenden will, was die Republik an anderer Stelle entsprechend schutzlos machen würde. Den sinnvollen Vorschlag, aber wenigstens ein kleines Schiff und eine Jägerstaffel auszusenden, um wenigstens nachzuschauen, ob die Katana-Flotte existiert, kann nun wirklich nicht die Ressourcen der Neuen Republik überbeanspruchen und der potentielle Gewinn ist gewaltig. Wie dem auch sei, Fey'lya wird von Karrde ausmanövriert und so soll am nächsten Tag eine kleine Gruppe nach der Katana-Flotte schauen.

    Im Geheimen jedoch, stellt Karrde, zusammen mit Leia, einen eigenen Trupp zusammen, um die Flotte zumindest in Augenschein zu nehmen. Sie besteht, wie sollte man es anders erwarten, aus Han, Lando und Luke und entsprechende Nebenpersonen.

    Kapitel 27

    Der geheim zusammengestellte Stoßtrupp für die Katana-Flotte, rund um Han, Lando und Luke treffen am Zielort ein und nehmen die Flotte in Augenschein. Sie entscheiden sich dafür, den Dreadnaught zu begutachten, der sich nachher als Katana herausstellt, welches das Kommandoschiff der Flotte ist. Jedoch geht von hier aus alles ziemlich schnell bergab.

    Bevor es allerdings so weit ist, muss sich Fey'lya mal wieder künstlich aufspielen und versucht, den geheimen Stoßtrupp gefangen nehmen zu lassen, sobald er selbst in dem System ankommt. Seiner Argumentation nach, handelt der geheime Stoßtrupp dem Willen der Neuen Republik zuwider. Ehrlich gesagt, verstehe ich dieses Argument keine Sekunde lang. Mir ist zwar schon klar, dass Fey'lya alles daran setzt, selbst die Lorbeeren einzuheimsen für die Wiederbeschaffung der Katana-Flotte, aber er kann wohl schlecht andere Leute aus der Neuen Republik nicht dafür belangen, dass sie genau dasselbe vorhaben. In welchem Rechtssystem ergibt das denn Sinn? Ich finde, eine elegantere Lösung für dieses Problem wäre gewesen, wenn Fey'lya versucht hätte, die bereits bestehende Mission zu kapern und an sich zu reißen, um nachher behaupten zu können, unter seiner Führung wäre die Flotte geborgen worden. Er aber verlangt, dass das eine Team wieder zurückkommt, nur damit sein eigenes Team dieselbe Arbeit noch einmal macht. Das kommt mir ausgesprochen dämlich vor.

    Das Imperium taucht natürlich ebenfalls auf, vorerst nur mit einem Sternzerstörer und versucht ebenfalls die Katana zu entern. Fey'lyas eigene Truppe hält sich aus der Sache raus, weil Fey'lya ein Schisshase ist und sich lieber in Sicherheit bringen will, anstatt der Sonderstaffel, die zu der geheimen Truppe dazugehörte, zu unterstützen. Unglücklicherweise (für ihn) wurde er aber von Karrde und Leia ausmanövriert, indem sie ihn dazu verleitet haben, zuzugeben, dass das Militär für ihn eigentlich nichts wert ist und sie allein als Mittel zum Zweck für ihn als Politiker dienlich sind. Sowas zu behaupten, wenn das Interkom angestellt ist und alle Militärs aus der eigenen Truppe das mithören können, ist natürlich etwas unglücklich, weswegen er auch postwendend seiner Autorität beraubt wurde, Leia stattdessen eingesetzt wurde und auch Fey'lyas Truppe sich nun dem Kampf anschließt.

    Natürlich sind die beiden kleinen Stoßtruppen einem imperialen Sternzerstörer immer noch unterlegen, weswegen es in gewisser Hinsicht ein aussichtsloser Kampf ist. Doch Garm Bel Iblis kommt mit 6 Dreadnaughts zur Hilfe, bekommt nun doch noch von Leia einen offiziellen Hilferuf und schließt sich so dem Kampf, wodurch es nach einem eindeutigen Sieg für die Neue Republik aussieht.

    Umso mehr, da Thrawn von C'baoth davon abgehalten, wird pünktlich zur Schlacht um die Flotte aufzutauchen. C'baoth scheint, gelinde gesagt, ziemlich schlechter Stimmung zu sein und bekommt wohl langsam Allmachtsphantasien, da er Thrawn mitteilt, dass er der wichtigste Mensch im Imperium sei und er sich nun mit Thrawn überlegen wolle, wie sie gemeinsam das neue Imperium aufstellen.

    Kapitel 28

    Sah es im letzten Kapitel noch alles nach einem klaren Sieg für die Republik aus, so wendet sich das Blatt erneut. Es taucht ein weiterer Sternzerstörer auf, sodass sich die 6 Dreadnaughts aufteilen müssen. Wie ja schon in den früheren Kapiteln mal erwähnt, sind 3 Dreadnaughts pro Sternzerstörer ein bisschen zu wenig um sicher gewinnen zu können. Zudem wurde die Katana mittlerweile geentert und Han, Lando und Luke kämpfen einen relativ ungleichen Kampf um den Dreadnaught zu verteidigen. Als kleine zusätzliche Hilfe kommen Karrdes Mitarbeiter, inklusive Mara, zur Hilfe und versuchen ihr bestes, die Sternzerstörer zu beschäftigen.
    Zahn schafft es auch hier wieder einmal das Ruder herumzureißen und nochmal eine andere Situation herzustellen. Han kommt nämlich auf die Idee, übrigens, nachdem Luke ihn dazu aufgefordert hat, sich etwas zu überlegen, da Han klüger sei als er selbst, einen der Dreadnaughts vom Kommandoschiff aus in einen der beiden Sternzerstörer zu lenken. Das gelingt auch sehr gut, es verbleibt ein einziger Sternzerstörer, der daraufhin die Flucht ergreift.

    Mara wird hingegen versehentlich abgeschossen, da sie dem Kreuzfeuer von Bel Iblis' Dreadnaughts und dem Sternzerstörer zu nahe kommt. Das hat auch zur Folge, dass ihre Notkapsel ebenfalls beschädigt wird und sie hilflos im All dahintreibt. Das interessante hieran ist, dass Luke ihre missliche Lage durch die Macht deutlich wahrnimmt und den unbändigen Drang verspürt, ihr zu helfen. Es sind nun fast zwei Bücher, in denen wir Luke in verschiedenen Situationen erlebt haben, aber in keiner vorangegangenen Situation war er auch nur ansatzweise so angespannt, so nervös und auch so durch den Wind, wie als Mara in ernsthafter Gefahr war. Luke wird in dem Moment von Maras Unfall so beschrieben, dass er aussehe, wie als wenn er seinen besten Freund verloren hätte. Da frage ich mich schon, ob Zahn vielleicht hier schon daran gedacht hat, aus Mara und Luke ein Liebespaar zu machen. Wieso sonst sollte er hier so drastische Worte wählen? Ich fand die Szene auf jeden Fall berührend, da ich natürlich weiß, wie die beiden zusammen kommen werden und wie sie dann zueinander stehen.

    Letzten Endes erscheint es ein Sieg für die Neue Republik!

    Kapitel 29

    Dieses Kapitel stellt noch einmal alles auf den Kopf! Wie sich herausstellt, sind von den 200 Dreadnaughts nur noch 14 übrig, wovon einer noch in einen Sternzerstörer gelenkt wurde. Also sind nur noch 13 vorhanden. Das Imperium war schneller. Selbst die Hoffnung, diese knappen 200 Dreadnaughts nicht sofort bemannen zu können, weil es immer noch knapp 400.000 ausgebildete Fachkräfte dafür benötigt, wird geraubt, weil die Enterkommandos auf der Katana sich als Klone herausstellen. Luke hatte bereits bei ihrem Angriff durch die Macht gespürt, dass irgendwas mit den imperialen Truppen komisch war, aber nun gibt es die Bestätigung, dass es allesamt Klone waren. Klone scheint man also schneller produzieren und ausbilden zu können als normale Menschen. Die Logik dahinter ist mir nicht ganz klar und wenn man ehrlich ist, passt dieser Zeithorizont von wenigen Monaten, die das Imperium mit Klonen nur braucht um die Dreadnaughts bemannen zu können, nicht mehr mit der PT überein. Ja, es wurden in der PT auch Wachstumsbeschleuniger erwähnt, sodass die Klone nicht mehr 18 Jahre, sondern nur noch 9 Jahre brauche um ausgewachsen zu sein (nagelt mich nicht auf die genauen Zahlen fest, aber T'wan Wee (wird die so geschrieben?) meinte, dass durch die Wachstumsbeschleuniger es doppelt so schnell geht, die Klone aufzuziehen). Vielleicht kann man diesen Prozess noch weiter beschleunigen, was auch zur Instabilität der Klone beigetragen hat? Wer weiß. Kurzum, die Neue Republik scheint in einer ziemlichen Bredoullie zu sein zum Abschluss des Buches.

    Ich möchte hier zum Ende von Die dunkel Seite der Macht noch kurz darauf eingehen, wie Zahns Vision zu den Filmen, insbesondere natürlich der PT passt. Ich finde es erstaunlich, wie gut die beiden Medien zueinander passen. Natürlich gibt es da schon einige, teilweise auch wirklich wichtige Unterschiede. Dennoch finde ich es erstaunlich, wie gut zum Beispiel der Prozess des Klonens zueinander passt. Die Wachstumsbeschleunigung meine ich da im speziellen. Klar, es ist wahrscheinlich naheliegend, weil es sonst ewig dauert, bis man seine Soldaten hat, aber vom Prinzip hätte sich George Lucas ja auch für eine ganz andere Herangehensweise entscheiden können. Noch wissen wir ja nicht, dass C'baoth ein Klon ist, aber er ist ein gutes Beispiel dafür, wieso Palpatine nicht angefangen hat, einfach Darth Maul oder auch Dooku zu klonen. Es scheint nicht ratsam zu sein einen Machtnutzer zu haben, der nicht mehr richtig tickt.

    So, das wars auch schon mit dem Reread für den zweiten Teil der Thrawn-Trilogie. Ich hoffe, der ein oder andere fand meine Ausführungen interessant und lesenswert. Ich hoffe, es wird auch im nächsten Teil wieder fleißige Mitleser geben. :)
     

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