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Legends [Reread] Thrawn Trilogie 2: Dark Force Rising = Die Dunkel Seite der Macht *SPOILER*

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von lightside1985, 28. April 2019.

  1. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Ich habe ja gerade eben den Reread vom 1. Teil der Thrawn-Trilogie (für mich) abgeschlossen. Mit diesem Rückenwind möchte ich dann auch gleich den nächsten Teil anfangen. Ich würde es ähnlich halten wollen, wie bei den letzten Kapiteln vom 1. Teil, würde mich aber natürlich freuen, wenn jemand den Start vom neuen Buch zum Anlass nähme, ebenfalls wieder mit einzusteigen.

    Also dann, meine Lieben, auf ein neues!! :D
     
    Lord Crudelito gefällt das.
  2. Eowyn

    Eowyn Kleines Molekül in einem großen Universum Premium

    Schade, ich hab damals für mich tatsächlich zu Ende gelesen - aktuell habe ich leider keine Zeit. Ich lese aber gerne mit, falls sich hier ein paar Leute finden...
     
  3. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Das ist in der Tat schade, dass es bei dir zeitlich nicht passt. Sollte sich keiner finden, der gerade Zeit hat, werde ich aber alleine versuchen etwas regelmäßig zu posten. Würde mich freuen, wenn du auch dann ab und zu mal vorbeischaust. :)
     
  4. Woodstock

    Woodstock Üblicher Verdächtiger

    Prinzipiell wäre ich auch interessiert. Habe damals am Anfang noch das Buch mitgelesen, dann wurde es mir aber zu viel. Jetzt gehe ich ab Samstag 3 Wochen in Urlaub nach Florida und werde in dieser Zeit wohl eher wenig zum Lesen und noch weniger zum hier aufschreiben kommen.
    Ich versuche aber danach ein wenig hier einzusteigen. Auf jeden Fall keine schlechte Idee.
     
  5. Lord Crudelito

    Lord Crudelito Simsalabim

    Ich habe gern den Thread zum Reread des ersten Buches verfolgt und werde sicher auch hier reinschauen. Ob ich parallel dazu mitlese, kann ich nicht sagen - eher unwahrscheinlich. Ich schaue aber mal, ob ich nicht zumindest ein paar Kapitel mitlesen kann.
     
  6. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    So, es hat lange gedauert, aber nun geht es los im Reread zu Die dunkle Seite der Macht. Ausnahmsweise machen wir auch gleich 4 Kapitel heute. Das hat eigentlich nur den Grund, dass ich zwar immer mal wieder Zeit gefunden habe, etwas zu lesen, aber nicht etwas zu schreiben. Deswegen nun also meine Einschätzung der ersten 4 Kapitel.

    Kapitel 1

    Das Buch startet mit der Flucht bzw. dem Angriff von/auf Myrkr. Thrawn hat sich betrogen gefühlt, wenngleich er keinen echten Beweis dafür hat, dass Karrde ihm Luke Skywalker vorenthalten hat, aber niemand sagt, dass Thrawn wie ein Rechtsstaat zu handeln hätte, nicht wahr? Also lässt er seine Bodentruppen aufmarschieren um Karrdes Stützpunkt zu stürmen. Mich persönlich hat dieser Teil irgendwie nicht so abgeholt. Es ist zwar ganz interessant, dass es so dargestellt wird, dass die derzeit verfügbaren Sturmtruppen nicht genug Kampferfahrung haben, aber das ganze Vorgehen ist für mich eher witzlos, weil ja schon klar ist, dass es zu keiner wirklich spannenden Situation kommen kann, sondern sie nur eine leere Basis stürmen, wie Thrawn ja selbst mutmaßt. Dazu kommt noch, dass es mir nicht so recht einleuchtet, dass die Sturmtruppen außer Übung sein sollen. Der Krieg mit der Republik geht nun schon ein paar Jahre und da kann ich es mir kaum vorstellen, dass die Sturmtruppen unterbeschäftigt waren.

    Spannender fand ich da schon den Abschnitt, der Karrde beleuchtet. Er ist nämlich nichtHals über Kopf geflohen, sondern hat sich hinter einem kleinen Mond(?) versteckt und schaut dem Spektakel auf die Entfernung zu. Das ist aus zwei Gründen für mich relevant. Zum einen verdeutlicht das Karrdes Drang Informationen zu sammeln und zum anderen zeigt es, dass Myrkr für ihn mehr war als nur eine beliebige Basis. Beides übrigens Dinge, die im Text auch mehr oder weniger direkt so gesagt werden. Ein Detail hinegegen wird nicht gesagt, unterstreicht aber meines Erachtens, dass es Karrde eher um den zweiten als den ersten Punkt geht: Karrde ist immerhin im Weltraum, er kann eigentlich gar keine Informationen abgreifen, die relevant wären. Es wird auch nicht erwähnt, dass sie so tolle Scanner haben, dass sie selbst aus dem Weltraum, einige Distanz vom Planeten selbst entfernt, den Bodenangriff beobachten könnten. Diese leicht melancholische Anwandlung von Karrde gibt ihm aber eine menschlichere Seite, weil er ja gerade im ersten Buch häufig zwar als sehr höflich, doch aber immer sehr scharf berechnend dargestellt wird.

    Thrawn wäre nicht Thrawn, wenn er nicht irgendwie ahnen würde, dass er Karrde noch erwischen kann, weswegen er ihm eine Falle gestellt hat und ein weiteres Schiff so eingeplant hat, dass es direkt hinter den Mond aus dem Hyperraum auftauchen soll, um Karrde doch noch zu erwischen. Hier finde ich, kann man sich schon fragen, ob es Zahn nicht ein wenig übertreibt mit den Fähigkeiten von Thrawn. Woher hätte er das wissen sollen? Auch wenn mir die Tatsache selbst schon ein bisschen zu viel ist, so ist es auch nicht vollständig unplausibel. Das Kapitel zeigt eigentlich ganz gut, worin Thrawns Erfolg besteht (unter anderem). Thrawn plant einfach für unwahrscheinliche Fälle. Zum Beispiel sein Angriff auf die Myrkrbasis wird von ihm als höchstwahrscheinlich nutzlos (abseits der Truppenübung) eingestuft, dennoch führt er ihn durch. Andere Kommandanten würden vielleicht zu derselben Schlussfolgerung kommen und deswegen den Aufwand sparen einen Bodenangriff anzuordnen. Wenn man so will, besteht Thrawns "Genie" unter anderem darin, dass er einfach unfassbar gründlich ist. Er deckt akribisch auch das Unwahrscheinliche ab. Das das nicht immer aufgeht, sieht man ja am Bodenangriff oder auch am Angriff auf Sluis Van. Wenn aber das Unwahrscheinliche mal eintritt, dann wirkt es natürlich sehr beeindruckend, dass jemand auf dieses seltene Ereignis so gut vorbereitet war.

    Das bringt uns zu Mara. Sie spürt durch die Macht, dass Karrde gerade in einen Hinterhalt laufen wird und rettet die Situation, indem sie wider Karrdes Willen das Schiff in den Hyperraum manövriert. Hier ist wirklich der Weg das Ziel, denn Maras Zerrissenheit, dieses nagende Gefühl, den steigenden Druck der Unruhe zu zeigen ist der eigentliche Kern dieser Szene. Interessant hierbei ist, dass erwähnt wird, dass die Macht wohl immer mal wieder in ihr hochgekommen ist, sie sie stärker als sonst gespürt hat und normalerweise dann ihr bis dahin geführtes Leben abgebrochen hat um etwas anderes zu tun. Ich frage mich ehrlich gesagt, was es damit auf sich hat, weil ich diesen Aspekt der Thrawn-Trilogie offensichtlich komplett vergessen habe.

    Kapitel 2

    Hier werden erstmal Luke und Lando nach der Schlacht von Sluis Van gezeigt. Luke sitzt erstmal fest, weil sein X-Flügler repariert werden muss, das aber bei den Sluisi nicht die höchste Priorität hat, was verständlich ist nach einem imperialen Überfall. Also geht er Lando besuchen und hat wohl einen eindeutigen Geruch an sich, sodass Lando einen Schiffdieb wiedererkennt und sich die beiden aufmachen um ihn aufzuhalten. Ganz ehrlich: Das glaubt doch kein Mensch! Wie gut soll Lando denn riechen können, dass er eine Zigarrenmarke allein daran erkennt, dass Luke in mehreren Metern Abstand von dem Zigarrenraucher gestanden hat und das auch noch in einem nicht geschlossenen Raum. Aber gut, irgendeinen Aufhänger brauchte man wohl um etwas erzählen zu können. So stehen nachher Luke und Lando den Schiffsdieben gegenüber, in der Luke von Lando als Überkämpfer stilisiert wird, um die Diebe einzuschüchtern. Das klappt sogar ganz gut und so konnte ein Schiffsdiebstahl vereitelt und ein Freiflug für Luke nach Coruscant ermöglich werden. Lukes Machtkräfte scheinen hier schon relativ ausgereift zu sein: Er kann seine eigene Erinnerung fast wie einen Film rekapitulieren und er hat ein so genaues Gefühl für Präsenzen, dass er exakt benennen kann, wieviele Personen in dem Hangar des Verbrechens sind und sogar, wie viele Nichtmenschen darunter sind. Selbst hach heutigen Standards ist das immer noch eine beeindruckende Zurschaustellung der Machtbeherrschung.

    Kapitel 3

    Han kehrt zurück nach Coruscant und zu Leia und wird postwenden vor den Senat gestellt um Auskunft über den Angriff des Imperiums zu geben. Natürlich ist Fey'lya der Gegenspieler in diesem Abschnitt. Er versucht Han so zu manipulieren, dass er seine Agenda, Ackbar wäre ein Verräter, am besten ausspielen kann. Han versucht sich dagegen zu verwehren und plappert dabei aus, dass ein Großadmiral nun das Kommando über die imperialen Streitkräfte hat. Das findet zwar erstmal Gehör, aber kein Verständnis. Sowohl Mon Mothma, als auch Fey'lya sind im ersten Moment geschockt, bereits im nächsten aber davon überzeugt, dass das unmöglich sei. Ich frage mich, wie das sein kann. Sie haben einen Zeugen vor Ort, dem sie offensichtlich genug vertrauen, dass er als Zeuge des Angriffs dienen kann, aber wenn er ihnen sagt, dass es noch einen Großadmiral gibt, dann ist er auf einmal nicht mehr glaubwürdig? Gut, es gab ein sehr gutes Gegenargument: Es hätte sich ja auch tatsächlich ein größenwahnsinniger Imperialer einfach eine weiße Uniform anziehen können und sich selbst den Titel Großadmiral geben können. Aber spricht auch hier nicht gerade der imperiale Angriff auf Sluis Van dagegen? Welcher normale Admiral würde denn ernsthaft Minenbohrer zum Angriff auf eine Werft einsetzen um Schiffe zu kapern? Müsste dem Senat nicht schon durch die unorthodoxe Vorgehensweise klar sein, dass sie es nicht mit einem gewöhnlichen Imperialen zu tun haben? Und selbst, wenn sie es nicht glauben sollten, ist es nicht zu gefährlich, diese Szenario, so unwahrscheinlich man es auch einstufen möge, zu ignorieren? Was genau würden sie denn verlieren, wenn sie davon ausgehen würden, dass es noch einen Großadmiral geben könnte?

    Eine weitere Ungereimtheit finde ich eigentlich auch Fey'lyas Vorgehensweise. Ja, er mag ein manipulierender, machtbesessener Bothan sein, aber was er tut, schadet der neuen Republik ja ernsthaft! Ich finde, man muss sich das mal vor Augen führen: Fey'lya soll also tatsächlich so machthungrig sein, dass er nicht nur den Oberkommandierenden der Streitkräfte loswerden will, sondern er will ihn dadurch loswerden, dass er in den Knast wandert und damit keinen Nutzen mehr für die Republik haben kann! Ich bin nicht ganz sicher, ob Zahn diese Charakterisierung wirklich so gedacht hat. Ich meine, Fey'lya wirkt so wie ein Verrückter, dem wirklich alles egal ist und der lieber der Chef einer Ruine ist als Untergebener in einem funktionierenden Staat. Zumal man ja auch davon ausgehen muss, dass Zahn nun wirklich hunderte Möglichkeiten gehabt hätte, um sich einen anderen Grund für Ackbars Suspendierung auszudenken, die Fey'lya nicht wie einen machtbessenen Irren dastehen lassen! Aber gut, verfolgen wir mal, wie sich das weiterentwickelt.

    Es folgt ein Besuch von Han und Leia bei Ackbar selbst, der im Hausarrest ist. Außer ein bisschen Geplänkel darüber, dass ohne Ackbar der Kampf gegen einen Großadmiral schwierig wird, passiert recht wenig. Ich verstehe nur nicht, wieso Ackbar so plötzlich als militärisches Genie dargestellt wird. Ich sehe zwar ein, dass man auf Seiten der Republik irgendjemand braucht, der strategisch was auf dem Kasten hat und Ackbar nunmal der prominenteste Kommandant aus den Filmen ist, aber zumindest in den Filmen kann man nicht gerade davon sprechen, dass Ackbar sich als ausgesprochen fähig erweist. Das ist aber wohl eine erzählerische Notwendigkeit, wenn man der Gegenseite ein militärisches Genie an die Seite stellt, dass man der anderen Seite auch ein Gegengewicht zuschreiben muss. Dennoch halte ich Ackbars Fähigkeiten für ziemlich übertrieben dargetsellt.

    Kapitel 4

    Luke ist mittlerweile auf Coruscant angekommen und recherchiert zu Joruus C'Baoth. Vielleicht habe ich das schon wieder vergessen aus dem letzten Buch, aber ich habe mich gefragt, wie er überhaupt auf den Namen gekommen ist. Für mich wirkt es so, als würde Luke einfach zufällig den richtigen Namen untersuchen. Hier fand ich folgendes ganz interessant: Die PT war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen, deswegen konnte Zahn natürlich nicht wissen, dass es sowas wie einen Jedi-Rat gab. Dennoch war seine Einschätzung, wie ein Jedi zu einem Meister ernannt wird, gar nicht so furchtbar falsch. Er hat es sich so vorgestellt, dass die Jedi im Kollektiv mehr oder weniger sich einig sind, dass eine Person ein Meister ist und dann wird er dazu ernannt. So viel anders ist das ja auch nicht gewesen, nur dass der Jedi-Rat das Kollektiv repräsentiert hat und dementsprechend eben der Rat darüber entschieden hat, wer ein Meister wird und wer nicht. Gut, ich schweife ab, die wichtige Information für Luke ist nämlich, dass C'Baoth sich selbst zum Meister gekürt hat und nicht ernannt wurde. Gleichzeitig findet Luke aber auch keinen Hinweis darauf, dass das von den Jedi damals nicht akzeptiert wurde. Zusammen mit den Antworten, die Winter ihm zu dem Jedi noch geben konnte, ergibt sich für Luke ein Bild eines recht eigenwilligen Jedis (im Gegensatz zum Buch, indem Jedis noch als Plural zugelassen ist, stellt das hier den Genetiv dar und ist somit nicht falsch :P), der sehr narzistische Züge an den Tag legt.

    Luke schließt sich einer Besprechung von Han und Leia an und bekommt so seine nächste Mission, die er zusammen mit Han ausführen wird. Han wird hier als clever dargestellt, weil er herausbekommt, wo Fey'lyas Leichen im Keller liegen werden. Ich sehe zwar, was damit bezweckt wurde, aber vielleicht habe cih mittlerweile zu viele Medien dieser Art konsumiert, als dass mir das noch als besonders clever vorkommt. Han wendet halt den üblichen Filtere-Vorkommnisse-geeignet-damit-nur-ein-Fall-übrig-ist-der-dann-der-richtige-ist-Trick an. Ich weiß nicht, das Buch ist ja jetzt auch schon ein paar Jährchen alt und vielleicht wr das vor 25 Jahren wirklich noch eine clevere Idee, aber mittlerweile ist dieses Plot Device so abgedroschen, dass ich eher mit den Augen gerollt habe anstatt Han als besonders schlau zu sehen. Immerhin hat er aber so einen Beitrag geleistet, was im späteren EU ja zunehmend schwierig wurde...
    Den Ehestreit zwischen Han und Leia lass ich mal außen vor, weil wenig spannend oder überraschend: Han gibt nach, Leia fliegt also zu den Noghri und Han kümmert sich um Luke. Achso, nur nebenbei, weil es derzeit ja wieder eine Diskussion gibt zu Rey und ob sie eine Mary Sue ist oder nicht: Han bezeichnet Luke noch immer als "Kleiner", obwohl er Darth Vader besiegt hat und ein richtiger Jedi geworden ist. ;)

    So, ich denke, das soll erstmal genug gewesen sein als Einstieg in das neue Buch. Ich finde, es gibt bereits in den ersten Kapiteln interessante Ansätze und auch wenn ich finde, dass es ein wenig unzusammenhängend wird (gerade der Lando-Plot war seltsam), so finde ich doch, dass es Spaß macht und es genug Einsichten in die Charaktere gibt, sodass ich gespannt bin, wie es weitergeht.
     
    Lord Crudelito gefällt das.

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