Weltraum (Imperium)

Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Kombüse
Darth Nydak (Norag), Lilya und T1gA (NPC)

Lilya... Sie war so lieb... Auch wenn sie oft an ihm herum meckerte das er mehr wie ein Sith sein musste und doch... Wenn sie alleine waren merkt man immer mehr das sie das gar nicht so wirklich will, die Lethan will das Norag so bleibt wie er ist und sich nicht ändert und sich nicht immer die Schuld geben soll, wegen den Narben die er ihr zugefügt hatte. Ja etwas schuldig fühlte er sich, der Zabrak hatte sich nicht im Griff und nur deswegen ist es passiert. Deswegen hat er sie verletzt und dennoch. Seine Freundin versicherte ihm, das er sich dafür nicht die Schuld geben soll, weil es ihre Entscheidung war. Der Zabrak schaute zu ihr und sie sah ihm genau in die Augen und er lächelte sanft.

"Ja wir haben nun uns, wir sind nicht mehr alleine und wir schaffen das zusammen!"

Norag gab ihr ein Kuss auf die Hand, bevor sie dann aufstand und näher kam. Er sah seine Freundin an, als diese dann seine Wangen berührte und ihn küsste - Er erwiderte den Kuss und wollte gerade über die Lekku streichen bevor ihm wieder einfiel, das es jetzt sehr unangenehm sein könnte und legte die Hände sachte auf ihren Rücken. Als die Lethan sich wieder von ihm löste lächelte er sie an.

"Richtig, die schönen Dinge die wir haben."

Bestärkte der Sith seine Freundin. Ein breites grinsen kam als sie weiter fuhr mit den Worten das sie ein komisches Pärchen waren und noch komischere Sith, dabei sah er sie an, als sie dann noch mit vollen Mund sprach und er musste dann doch noch lachen. Kurz darauf berichtigte sie sich ohne vollem Mund und der Zabrak nickte.

"Ja das stimmt wohl, sehr komisch und dennoch, wer will es uns verbieten? Und zudem ich find es ebenfalls gut so wie es ist."

Bestätigte er ihr. Bevor er ebenfalls anfing zu essen.
Nach dem Essen räumte Norag wieder von selbst den Tisch ab und sah sie an.


"Meinst du, du kannst dich trotz der frischen Tattoos was bewegen? Wir haben noch eine weitere Strecke die wir fliegen und in der Zeit können wir auch etwas tun, das wir das halten, was wir uns gegenseitig versprechen!"

Ein breites grinsen kam über die Lippen des Zabraks und ging in den großen Lagerraum und wartete dort auf seine Schülerin.

Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Großer Lagerraum
Darth Nydak (Norag)
In der Kombüse: Lilya und T1gA (NPC)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hyperraum - Norag's Schiff - Kombüse - Lilya, Norag und Norags Droide



Lilya schaute Norag bei seinen Worten an. Er war so gut. Sie nickte sofort, als er sagte, dass sie “das” zusammen schaffen würden. Dann kam dieser Kuss auf die Hand der Lethan.

“Wir haben sehr viel für das es sich zu leben und zu kämpfen lohnt. Das ist schon mehr als viele andere Sith haben.”


Bei Norags Reaktion auf Lilyas Bemerkung, dass die beiden komische Sith wären, lächelte die Lethan.

“Es ist sogar sehr gut!”

So aßen die Beiden. Ein wirklich angenehmer Moment. Der Eintopf schmeckte sogar noch besser als erwartet. So war das mit Eintöpfen eben. Wenn sie etwas durchzogen, dann wurden sie nur besser und besser. Zumindest so lange der Eintopf nicht vergammelte. Und als sie fertig waren, räumte Norag ab. Er war so… liebenswürdig. Bei der Frage nach dem Bewegen lächelte Lilya und schüttelte mit dem Kopf.

“Ich muss mich wirklich konzentrieren um nicht vor Schmerz wahnsinnig zu werden…”

Sagte die Lethan und lehnte sich leicht vor.

“Vielleicht später… wenn wir so viel Zeit haben… würde ich mich gerne ausruhen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen…”

Es war ja eben so gewesen. Die ganze Nacht über hatte Lilya meditiert, um die Schmerzen durchzuspielen. An Schlaf war nicht zu denken gewesen. Nicht im Ansatz. Daher merkte Lilya nun auch ihre Müdigkeit. Sie konnte nicht ewig die Macht nutzen, um sich wach zu halten. Auch wenn ihre Kraft langsam ihre Grenzen erreichte.

“Darf ich… im Cockpit schlafen? Ich will den Hyperraum sehen wenn ich einschlafe…”

Sie wusste nicht warum, aber Lilya brauchte den Ausblick. Es beruhigte die Lethan und irgendetwas war da. Eine Erinnerung oder ein Echo, was sie irgendwie… nostalgisch werden ließ? Das war kein gutes Zeichen. Das war gar kein gutes Zeichen.




Hyperraum - Norag's Schiff - Kombüse - Lilya, Norag und Norags Droide
 
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Hyperraum zwischen Quellor und Antar, Richtung Antar / Gozanti-Kreuzer 'New Tide' / Brücke ] Faith, Tha'klen und imperiale Brückencrew

Die Brücke war plötzlich sehr still. Faith stand zunächst reglos an der Konsole, den Blaster gesenkt, aber nicht weggelegt. Ihr Blick galt dem reglosen Körper der Blubreen, deren verzerrte Gesichtszüge die Konsequenzen ihrer eigenen Entscheidungen bargen. Die Republikaner hatten ihr eine Wahl gelassen, das ganze ohne Blutvergießen zu regeln. Sie hatte sich dagegen entschieden und dafür letztendlich mit dem Leben bezahlt. Faith war in der Stählung ihres Charakters inzwischen weit genug fortgeschritten, um sich darüber nicht mehr den Kopf zu zermartern. War das der Grund, warum Rat Jenson sie zur Armee schickte? Warum Chesara ihre Ausbildung unterbrach? Weil sie noch nicht bereit gewesen war, ihre Prinzipien zur Not mit der Waffe zu verteidigen? Wahrscheinlich hatten sie Recht gehabt. Die naive Version ihres selbst hätte weder Ariada, noch Kafrene, noch Kelada überlebt. Ein Schauder lief ihr über den Rücken als sie allein daran dachte, ihr altes Ich es hätte mit Darth Angelus aufnehmen müssen.


“Lektion gelernt”, flüsterte Faith halbstumm in sich selbst hinein. Wenn sie tatsächlich bald auf republikanischem Boden angelangten, würde sie zunächst der nächstgelegenen Militärbasis Meldung erstatten. Schließlich war sie immer noch MIA. Danach aber war sicher - und diese Entscheidung unumstößlich gefallen: Sie würde zum Jedi-Orden zurückkehren und darum bitten, dass ihre Ausbildung beendet wird.

Bis dahin mussten sie aber erst einmal mit dieser Frachtschüssel entkommen. Angespannt beobachtete Faith über die flackernden Videosysteme, wie sich die Situation im Laderaum entwickelte. Als sie Arlens Stimme vernahm, nickte sie, ganz so, als könnte er sie sehen. Unmittelbar suchte sie nach den entsprechenden Bedienelementen der Zellenblöcke und fand schließlich, wonach sie suchte. Als sie erst einmal das Prinzip verstanden hatte, genügten wenige Tastendrücke, um einfach alle Energiebarrieren der Zellen zugleich zu deaktivieren. Abermals stellte sie jedoch fest, dass die Kontrollen des Gonzanti-Kreuzers nicht das waren, was ihr von der ‘Navalon’ oder kleineren Frachtern sowie Shuttles bekannt war. Vermutlich würde Tha’klen, wenn es darauf ankam, sich instinktiv schnell in die Kontrollen des Schiffs einarbeiten können, aber dann fehlten noch immer mindestens ein Co-Pilot und ein Navigator, sofern Tha’klen die Funktion des Ingenieurs gleich mit übernehmen würde.

Die fehlende Kompetenz wurde ihr selbst schmerzhaft bewusst, als erst dier Verpine sie darauf aufmerksam machen musste, dass der Kreuzer ein Not- und Positionssignal versendete. Hastig übernahm Faith die Aufsicht über die in der Ecke platzierte imperiale Brückencrew, damit Tha’klen sich an die Deaktivierung machen konnte.
Eine Hand am Blaster, die andere am Intercom, wandte Faith sich an Arlen.


“Wir könnten dich hier oben gebrauchen. Befindet sich unter euch da unten ein Frachterpilot, oder ein Navigator? Wir müssen die Brückenbesatzung auffüllen.”

Mit einem Blick auf die gerade noch blinkende Signalleuchte fügte sie hinzu:

“Schnell, wenn es geht.”

Sobald Arlen - am besten mit 1-2 fähigen Unterstützern - eintraf, würde sie die imperiale Crew abführen und irgendwo einsperren, damit sie keinen Mist machen konnten. Zunächst hatte sie daran gedacht, sie in eine der Zellen im Laderaum zu verfrachten, aber das konnte zu unnötigen und unerwünschten Spannungen führen. Sie würde etwas anderes finden müssen. Jetzt mussten sie aber erstmal von diesem Kurs verschwinden.

[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Hyperraum zwischen Quellor und Antar, Richtung Antar / Gozanti-Kreuzer 'New Tide' / Brücke ] Faith, Tha'klen und imperiale Brückencrew
 
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Hyperraum zwischen Quellor und Antar, Richtung Antar / Gozanti-Kreuzer 'New Tide' / Laderaum ] Arlen, sowie (NPCs) und ein Raum voller ehemaliger Gefangener

Faiths Antwort ließ nicht lang auf sich warten, auch wenn sie nicht verbal erfolgte. Mit einem einzigen, lauten Summen erstarben die Energiefelder aller Zellen gleichzeitig. Ein lautes Jubelgeschrei brach aus, das beinahe die nächsten Worte aus dem Intercom überdeckt hätte: Faith brauchte ihn so bald wie möglich auf der Brücke und ob sich eventuell unter den Gefangenen ein Pilot befand. Arlen sah sich um, ob jemand dies gehört hatte und tatsächlich, trat im nächsten Moment eine ältere Rodianerin mit Augenklappe auf ihn zu. Sie gab an bis vor seinem unglücklichen Halt auf Kelada als Navigatorin auf einem ‚vollständig legalen‘ Frachter gearbeitet zu haben, was Arlen ein Schmunzeln entlockte. Enthusiastisch winkte sie den Rest ihrer Crew heran. Das würde sicherlich ausreichen.

Kurz verbrachte der Sith noch damit die Gefangenen zu organisieren. Den Draedan, der eben so heroisch für ihn eingestanden war, beauftragte er damit die imperialen Gefangen in eine der Zelle zu sperren und dann den Rest der Brückencrew für denselben Zweck abzuholen. Das sollte für den Moment dann reichen. Die ehemaligen Gefangenen würden später noch genaue Anleitung und mehr Informationen benötigen, doch das hatte Zeit, bis er mit Faith gesprochen hatte. Also nickte er dem ehemaligen Schmugglerteam zu und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Brücke.

Das Problem dort entpuppte sich als ein laufendes imperiales Notsignal, das die Rodianerin jedoch ohne Mühe abschaltete. Noch schneller ging die Berechnung eines neuen Kurses und das Abweichen in Richtung Denon am nächsten Sprungpunkt. Erst dann konnten die Jedi aufatmen und sich dem Gedanken hingeben, dass es geklappt hatte. Sie waren entkommen und würden nun in Kürze auch imperiales Territorium verlassen. Die Heimreise war in Sicht.

Der Weg nach Denon führte über keine verzeichnete Hyperraumroute und dauerte daher noch einmal einen ganzen Tag. Für die Jedi gab es auch in dieser Zeit kaum Ruhe, gab es doch nun hunderte von Wesen zu organisieren und zu ermutigen. Platz gab es nun natürlich mehr, da auch der Rest des Schiffes zum Aufenthalt genutzt werden konnte, aber trotzdem platzte die New Tide – so hieß der Gozanti-Kreuzer – aus allen Nähten. Logistisch konnten viele der imperialen Systeme wiederverwendet werden, auch wenn der Flug nach Denon nun einige Stunden mehr in Anspruch nehmen würde, als es der nach Truuine getan hätte.

Die ehemalige Bestatzung des Frachters – alles in allem noch 31 Individuen – wurden mit Ausnahme des Schiffsarztes in drei Zellen untergebracht. Zwar wäre es sicherlich ethisch vertretbarer gewesen sie auf vier oder sogar fünf aufzuteilen, doch gab es einfach nicht genug Platz und es war ja nur für einen kurzen Flug. Die wenigen Toten fanden eine zwischenzeitliche Ruhestätte in dafür vorgesehenen Kühlfächern der Krankenstation, unter Aufsicht des Arztes, der dafür abgestellt wurde, die zahlreichen Verletzungen der ehemaligen Gefangenen und Crew zu behandeln.

So kam es schließlich, dass die New Tide ihren letzten Sprungpunkt bei Gendrah-Narvin verließ und ihre letzte Reise gen Denon antrat. Mit der republikanischen Garnison standen die Jedi bereits seit Verlassen imperialen Territoriums in Kontakt, sodass diese vorgewarnt war, wenn plötzlich ein Schiff imperialer Kennung aus dem Hyperraum fiel. Generell schien es Gold-7 gelungen zu sein eine Nachricht über ihre bevorstehende Ankunft von Kelada herauszuschmuggeln, denn am Ende hatten sie gar nicht so viel Erklärungsarbeit zu leisten gehabt…


[ Innerer Rand / Iseno-Sektor / Hyperraum zwischen Gendrah-Narvin und Denon, Richtung Denon / Gozanti-Kreuzer 'New Tide' ] Arlen, Faith und Tha'klen

Weiter auf Denon
 
Zuletzt bearbeitet:
[Weltraum, Imperialer Raum, Trainingshalle GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi und Sturmtruppenkorps
Commander Tovi landete dieses Mal in Team eins. Wieder verteilten sich die Gruppen. Tovi würde dieses Mal gerne gewinnen - aber noch fester nahm er sich vor, dieses Mal nicht als erster auszuscheiden. Also rannte er zu Beginn direkt mit zwei anderen Trupplern hinter zwei großen Kisten in Deckung. "Wie sieht der Plan aus?", fragte er die beiden. "Bomber und Klein-Boss werden uns Deckung geben, während wir versuchen, die Flagge zu erobern. Und Sie - bei allem Respekt - sollten sich in Deckung halten und auf einen guten Moment warten, einen unserer Gegner auszuschalten", klärte ihn der kleinere der beiden Truppler mit ungewöhnlich tiefer Stimme auf. Tovi schmunzelte leicht - zwar traf der Kommentar etwas seinen Stolz als Kämpfer. Aber er zeigte ihm auch, dass die Sturmtruppen ihn wirklich so wie einen Kameraden behandelten. Kurz darauf ertönte der Signalton. Und koordiniertes Chaos brach aus. Übungs-Blasterschüsse erfüllten die Halle - noch hielten sich die meisten zurück und niemand schied direkt aus.
Schließlich kam Bewegung in die Sache. Seine beiden Teamkollegen liefen geduckt vor und auch von den anderen Teams gab es nun Bewegung Richtung Flagge, wie
Tovi aus dem Augenwinkel mitbekam. Er legte sich flach auf seine Seite und robbte ganz langsam um die Ecke seiner Deckung, um einen besseren Blick zu ergattern. In der Mitte lag das Stück der Begierde: eine physische Flagge mit dem Wappen des Galaktischen Imperiums. Sie war mit einem Sender versehen, der die Zeit stoppte, sobald er in eine der sicheren Team-Spielzonen kam. Würde er bei 30 Minuten ankommen, würde das Endsignal ausgelöst werden und eine Gruppe hätte gewonnen. Würde es eine andere schaffen, die Flagge aus diesem Gebiet zu holen, dann würde der Timer wieder auf 0:00 zurückgesetzt werden. Aber die allermeisten Partien endeten dadurch, dass nur noch ein Team Spieler übrig hatte.
Wie zur Bestätigung verkündete C-14GI das Ausscheiden dreier Spieler direkt hintereinander. Der Commander konzentrierte sich wieder auf die Flagge. Zwei Truppler stürmten auf sie zu. Seine taktische Anzeige im Helm zeigte ihm an, dass es sich um welche aus der gegnerischen Gruppe drei handelte. Und einer war genau vor dem Lauf seiner Blasterpistole.
Tovi visierte an - und schoss. Aber verfehlte und lenkte damit die Aufmerksamkeit von einem anderen Sturmtruppler links von ihm auf sich. Er machte einen Satz nach hinten und der Übungsschuss bohrte sich genau dort in den Boden, wo kurz zuvor noch sein Kopf gewesen war. Sein Herz hämmerte wie wild in der Brust. Ein Glück, dass er bis jetzt nur in einer reellen Infanterieauseinandersetzung mit dabei war - bei einer eskalierten Kontrolle eines Asteroidenhangars, der sich als Umschlagpunkt für Gewürz entpuppte. Und auch dort hatte er keinen bestätigten Abschuss errungen, sondern sich hinter eine Deckung gekauert und halbgezielte Schüsse zur Ablenkung abgegeben. Den Rest haben dann die Sturmtruppen erledigt - den Sieg durch das Eintreffen Imperialer Marines errungen.
Und er machte sich nichts vor: Würde der Sturmtruppler gleich um die Ecke biegen, dann würde er den Zweikampf nicht gewinnen. Also lief er geduckt wieder aus der Deckung. Links und Rechts waren gerade keine Gegner auf ihn konzentriert. Also sprintete er los und warf sich hinter eine andere Deckung, bei der er die Wand direkt hinter sich hatte. Also keine Überraschungen möglich - aber wenn von beiden Seiten Gegner kamen, dann eben auch keine Flucht. Wieder wurden Namen von Ausscheidenden genannt. Er hatte nicht mitgezählt, wieviele Spieler noch mit dabei waren. Eine Bewegung im rechten Augenwinkel; sofort wirbelte
Tovi herum. Ein Truppler aus Gruppe zwei kam rückwärtsgehend und auf Gegner schießend, die der Commander nicht sah, auf sein Versteck zu. Das war die Gelegenheit. Wieder hob er seine Blasterpistole und zielte auf den unteren Rücken seines Gegenübers. Drückte ab... und traf. Ja! Er hatte auch einen Spieler eliminiert, wie nun verkündet wurde. Dann musste Tovi sich selbst ermahnen, dass das Spiel ja noch gar nicht vorbei ist. Und zog sich daher in seine Deckung zurück - wo schon ein weiterer Gegner wartete. Sie bemerkten sich gleichzeitig und schossen. Beide trafen sich und ihre Anzeigen verrieten ihnen, dass sie durch die erlittenen Treffer kampfunfähig oder Tod wären.
Damit war
Commander Tovi wieder ausgeschieden. Und wieder gewann nicht sein Team, sondern Team zwei. Aber das störte ihn nicht so sehr. Schließlich hatte er zwei Übungsabschüsse erzielen können, was sicher eine seiner Bestleistungen darstellen sollte. Mit Ablauf dieser Runde war dann auch die Übungszeit vorbei und die Teilnehmer versammelten sich zur abschließenden Besprechung.

[Weltraum, Imperialer Raum, Trainingshalle GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi und Sturmtruppenkorps
 
Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Großer Lagerraum
Darth Nydak (Norag)
In der Kombüse: Lilya und T1gA (NPC)

Ja die beiden hatten endlich etwas wofür sich das leben und kämpfen lohnte und das würde Norag auch ernst nehmen! Der Zabrak würde versuchen seine Familie zu beschützen! Nicht so wie andere Sith, die kämpften... Wofür? Fürs töten? Fürs abschlachten? Für was kämpften diese? Ihre Ketten zu sprengen... Ja aber das konnte leider vieles sein, da man nicht in jeden Kopf schauen konnte was sie für Ketten trugen. Nur ob viele Sith sehen das es nicht nur um Kampf ging? Niphira, seine Meisterin wusste es, sie liebte einen guten Kampf, aber keinen sinnlosen und Norag war stolz sie Meisterin nennen zu dürfen. Sie lehrte nicht nur wie man überlebte und kämpfte sondern auch das es schöne Dinge im Leben gab. Diese Lehren würde er soweit er nun mal kann, weiterführen! Niemals nur aus Hass und Zorn kämpfen, sondern für das was es Wert war!

Und bevor Norag komplett aus dem Raum ging nickte er und lächelte sie an.

"Ich hol die eine Decke dann kannst du im Cockpit schlafen."

Damit ging er dann doch in Richtung eines der Zimmer und holte eine Decke dort heraus und gab der Lethan eine Decke und strich ihr sachte über die nicht tätowierten stellen an der Wange.

"Ruh dich aus."

Sagte er sanft bevor der Zabrak selber dann doch noch in den Laderaum ging und noch etwas zu trainieren. Auch wenn er selber nicht viel geschlafen hatte, kam er damit recht gut klar, da er es gewohnt war wenig zu schlafen.


Einige Zeit später ging er dann selber ins Cockpit wo Lilya seelenruhig schlief und ein lächeln erschien auf Norags Lippen ehe er sich auf den Pilotensitz niederlies und dann erst seinen Freund wahrnahm der auf der Konsole neben der Lethan im Wachmodus saß. Ja der kleine war immer da und immer hilfsbereit soweit er konnte und Norag wollte ihn auch die Möglichkeit einräumen im Geschehen dabei zu sein! Und er hatte auch schon eine Idee nur brauchte er noch die benötigten Teile. Ein paar konnte er noch gebrauchen von den Droiden die sie besiegt hatten. Nicht alles von ihnen war zerstört. Damit würde er anfangen bevor er neue Teile holen würde. Doch jetzt schlief er ebenfalls ein als er den Hyperraum beobachte. Der Zabrak hatte sich so ausgelassen das er recht schnell einschlief.


Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Cockpit
Darth Nydak (Norag), Lilya und T1gA (NPC)
 
Hyperraum - Norag's Schiff - Kombüse - Lilya, Norag und Norags Droide



Lilya hatte endlich etwas für dass es sich nicht nur zu kämpfen, sondern auch leben lohnte. Die Lethan war wirklich froh die Gruppe so kennen gelernt zu haben. Auch wenn andere Sith sie alle wohl als “schwach” oder “weich” beschreiben würden. Jeder von ihnen konnte auf den Anderen zählen. Norag verließ die Kombüse, um eine Decke zu holen. Nira selbst ging direkt in das Cockpit und setzte sich dort auf den Platz des Co-Piloten. Am Ende hatte die Lethan nicht einmal mitbekommen, dass Norag ihr eine Decke gegeben hatte. So saß sie ein paar Minuten da und starrte auf den Hyperraum ehe sie doch sehr schnell einschlief.

Mehrere Stunden später wachte Lilya auf und sah Norag quasi neben ihr schlafen. Sie lächelte und stand schließlich auf. Sie merkte, dass sie sich mal umziehen sollte. So trat Lilya ins Bad und merkte erst, dass es vielleicht doch nicht so klug gewesen ist, den ganzen Körper in einer Sitzung zu tätowieren. Also behandelte Lilya ihren Körper so, als wäre alles eine offene Wunde. Lauwarmes Wasser, keine aggressiven Seifen und nicht zu hart reiben. Alleine der letzte Punkt war schon lustig beim Abtrocknen. Manchmal war sie einfach zu naiv… Länger als beabsichtigt trocknete sich Lilya schließlich ab. Langsam zog sie ein paar einfachere Sachen an. Lockeres Shirt und Hose, Hausschuhe, fast als wäre sie keine angehende Sith, sondern eine normale Studentin, die sich gerade auf einen Filmabend mit viel zu viel Junkfood vorbereitete. Immerhin war sie nun sauber und kümmerte sich in der Kombüse um ein gutes Frühstück für sich und Norag. Ihr Magen knurrte schon ein wenig. Scheinbar hatte sie wirklich sehr… ausgiebig geschlafen.

Fast wie eine normale Person deckte Lilya den Tisch. Brötchen, Aufschnitt, Tassen, eine Kanne Kaff. Es fühlte sich für sie immer noch komisch an. Niemand, der sie jagte, niemand, der ihr das Leben zur Hölle machte… es war friedlich. Sehr friedlich. Es war schon erschreckend. Ihr Blick lag auf dem Frühstückstisch und ein wenig vermisste sie die gemeinsame Zeit mit der restlichen Truppe. Aber das war irgendwie auch gut. So wusste Lilya, dass sie endlich ein Zuhause hatte und … Leben durfte. Das war so viel wert. Mehr als sich vielleicht der eine oder andere bewusst war. Eine Bestimmung, ein Leben… Eine Zukunft und diese Zukunft? Bei der wäre Lilya nicht alleine. Das war mehr Wert als alles andere. So kehrte Lilya zum Cockpit zurück und schaute noch ein paar Sekunden in den Hyperraum, ehe sie eine Hand auf Norags Schulter legte.

“Hey! Frühstück!”

Sagte sie sanft, um den Zabrak zu wecken. Dieser Typ… er war besonders. Auch das war mehr als gut. Zufrieden schaute Lilya wieder zum Hyperraum und war sich sicher; sie hatte es am Ende nicht schlecht getroffen. Auch wenn der Start ins Leben ein wenig… hart war.



Hyperraum - Norag's Schiff - Cockpit - Lilya, Norag und Norags Droide
 
Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Cockpit
Darth Nydak (Norag), Lilya und T1gA (NPC)

Es war schon echt seltsam. Sie beide waren Sith... Norag war mittlerweile ein Sith Krieger und Lilya seine Schülerin. Aber nicht nur das. Die beiden hatte Gefühle für einander und waren auch ein Paar. So etwas hätte er sich nie erträumen können, schon gar nicht als er noch in Gefangenschaft war. Wirr Gedanken streiften ihm durch den Kopf als er doch langsam einschlief.

Mehrere Stunden vergingen, wo der Zabrak in einen tiefen Schlaf gefallen war. Ja er hatte sich ausgelaugt, daher war es gut das er mal zur Ruhe kam und schlafen konnte. Manchmal übernahm er sich mit dem Training aber er hatte auch seine Gründe dafür! Jedoch musste Norag aufpassen es nicht zu übertreiben, könnte unschön werden.
Langsam wurde er wach als er von Lilya geweckt wurde und blinzelte sie verschlafen an, als ob er das Wort Frühstück noch nie gehört hätte. Aber er kannte es, nur war der Zabrak noch nicht ganz da vom Kopf und brauchte einige Sekunden bis er wusste wo er war, wer er war und was gerade los war. Dadurch das seine Machtströme nicht erschüttert wurden, schien alles in Ordnung zu sein daher musste er auch nicht sofort handeln. Nach dem er noch mal ein paar Mal die Lethan anblinzelte und das verschwommene endlich scharf wurde sah er sie kurz verwirrt an und lächelte daraufhin. Ja klar, er hatte noch nicht ganz das Bild verinnerlicht, das sie nun nicht mehr komplett rot war, sondern das sie nun auch schwarze Tattoos hatte.


"Frühstück?"

Fragte er und musste kurz gähnen und streckte sich und schaute kurz zum Hyperraum.

"Oh ich bin wohl auch hier eingeschlafen. War an sich nicht geplant aber nun gut."

Sagte der Zabrak mit einem schmunzeln im Gesicht und stand auf und musste sich erneut strecken. Ein belustigtes Piepen kam von der Seite und Norag sah seinen Freund fragend an.

"Ach geb doch zu das du bei deiner liebsten sein wolltest."

In dem Moment wurde Norag noch roter im Gesicht als er es eh schon war und streckte ihm kurz die Zunge raus und musste dann doch lachen. Ja die drei waren schon ein komisches Trio, das konnte man nicht anders sagen. Aber dennoch war das alles andere als schlecht, es war gut, sogar sehr gut. In dieser Gruppe - Nein bei seiner ganzen Familie - Konnte jeder dem anderen vertrauen wenn es sein musste halfen sie sich gegenseitig! Das war ein schönes Gefühl. Norag drehte sich zu Lilya und gab ihr sachte einen Kuss, weil selbst dort hatte er Angst das es noch zu sehr weh tat. Selbst da hatte sie ebenfalls Tattoos.

"Seit wann bist du denn wach das du Frühstück gemacht hast für uns?"

Kam die Frage von der Rothaut an seine Freundin. während sie zu dritt in die Kombüse gingen. Dort angekommen setzte er sich an seinen Platz und war erstaunt das sie wirklich alles vorbereitet hatte und lächelte sie an.

"Danke das du immer daran denkst, das wir was essen."

Kurz kicherte und fing an für jeden etwas vom Kaff einzuschütten und nahm sich ein Brötchen und fing an sein dieses aufzuschneiden und es zu belegen um frühstücken zu können. Dabei fiel ihm ein das er dringend mal wieder eine Nasszelle besuchen sollte. Das würde er dann nach dem Essen erledigen, aber jetzt erst einmal wollte er das gemütliche Frühstück genießen. Die drei waren echt wie eine kleine Familie. Es fühlte sich etwas unwirklich an, aber dennoch schön. Auch wenn Norag wusste was ihr Reiseziel war. Aber er wollte unbedingt, das sie ebenfalls wie er mit ihrer Vergangenheit abschließen konnte. Seine Konfrontation damit kam unerwartet. Die nächste ist für ihn erwartet, aber Lilya hatte nicht nachgefragt und selbst nicht auf die Sternenkarte geschaut, sie wollte sich überraschen lassen. Also wäre es sicherlich eine ähnlich Erfahrung. Dennoch ist es besser das sie ebenfalls abschließen kann mit der Vergangenheit als diese Sache immer mit sich herum zu schleppen. Das konnte er am besten wissen. Für ihn war es gut und er hoffte das die Lethan ebenfalls so abschließen konnte damit. So wie auch Darth Makhaira es vorgeschlagen hatte.
Während er da saß und zu seinem Freund schaute, fiel ihm etwas ein und schluckte seinen Bissen herunter.

"Jetzt wo der kleine eine Stimme hat, können wir gemeinsam einen Namen für ihn finden? Was haltet ihr davon?"

Der kleine Noch-Namenlose-Droide schaute auf.

"Einen Namen? Ich bekomme einen Namen?"

Seine Stimme klang etwas verwirrt aber irgendwie schien auch freunde in dieser kleinen Jungen-Roboter-Stimme zu liegen und Norag nickte mit einem Lächeln.

"Wenn du das natürlich auch möchtest!"

Dabei sprang der kleine Droide herum wie ein kleines freundiges Kätzchen.

"Einen Namen! Ich bekomme einen Namen!"

Daraufhin musste Norag lachen und sah auch zu Lilya.


"Ich nehme an das ist ein ja."

Ja es war an der Zeit das der kleine auch bei einem richtige Namen gerufen werden konnte. So musste man nicht immer auf die Pieplaute zurück greifen, zudem könnte Lilya ihn dann auch endlich mal richtig ansprechen. Es war vielleicht gut wenn die Lethan natürlich irgendwann auch die Pieplaufe verstand, damit nicht jede Information nach außen dringen konnte, aber so war es für das erste das einfachste.


Weltraum (Imperium) - Hyperraum - Norag's Schiff - Kombüse
Darth Nydak (Norag), Lilya und T1gA (NPC)
 
[Weltraum, Imperialer Raum, Trainingshalle GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi und Sturmtruppenkorps
"Das waren zwei Runden mit klaren Siegern. Keine Bestleistung von uns allen - ansonsten hätten wir durch Zeitlimit geendet und nicht durch Ausscheiden aller Gegner", begann der Kommandant des Sturmtrupppenkorps seine Reflexion. Die anderen hatten sich um ihn versammelt und die Helme abgezogen. Commander Tovi ließ seinen Blick über die Anwesenden wandern. Selten sah er die Sturmtruppen mit ihren Gesichtern ohne Helm. Alle hatten sie Kurzhaar-Frisuren, auch die wenigen Frauen der Truppe. Der ein oder andere hatte sich die Haare gefärbt. Bei einem Sturmtruppler blieb sein Blick länger haften. Wie hieß er noch gleich? Zu seiner Schande musste Tovi gestehen, dass er nicht auf den Namen kam, obwohl er ihm auf der Zunge lag. Auffällig war bei besagtem Sturmtruppler jedenfalls das Dachentattoo auf seiner linken Wange. Wenn Tovi nicht alles täuschte, war das ein Banden-Tattoo. Das heißt, es muss ein geläuterter Kleinkrimineller sein - denn man kam nur in die Sturmtruppen, die Elite der Imperialen Bodenkräfte, wenn man lückenlos nachweisen konnte, entweder kein Dreck am Stecken zu haben, oder diesen Dreck abgewaschen hat. Die Stimme des Kommandanten der Sturmtruppen riss ihn aus seinen Gedanken. "Wir werden uns morgen das Videomaterial ansehen, um in die Detailbesprechung zu gehen. Aber ist euch etwas besonders Wichtiges aufgefallen." Einer der Truppler hebt die Hand und wird drangenommen. Dann sieht er Tovi an und schluckte leicht. "Wieder einmal ist mir aufgefallen, dass das richtige Nutzen der Deckung enorm viel zu einem Erfolg oder Misserfolg beiträgt. Zum Beispiel Bärchen oder unser Commander wurden sehr schnell eliminiert, als sie in einem ungünstigen Zeitpunkt die Deckung verlassen hatten." Tovi nickte leicht. Er war froh, dass der Truppler einerseits enormen Respekt vor ihm hatte, sich aber dennoch traute seine Beobachtung mitzuteilen. Das zeigte Tovi, dass er im Allgemeinen mit seiner Führungsweise der strengen Disziplin einerseits, aber auch der verdienten Kameradschaftspflege andererseits auf dem richtigen Weg war.
Nach der Besprechung machte sich der Commander auf in sein Büro, um vor Tagesabschluss noch einmal nach wichtigen Nachrichten zu schauen.

[Weltraum, Imperialer Raum, Büro des Commanders auf dem GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi
 
[Weltraum, Imperialer Raum, Büro des Commanders auf dem GSD 'Fides] - mit Commander Dur Tovi

Commander Tovi ließ sich auf seinen Sessel fallen und seinen Blick durch sein Büro wandern. Wieder einmal blieb sein Blick an seinem Holobild mit dem Imperialen Sternenzerstörer hängen. Er ermahnte sich, nicht zu viel Zeit mit Tagträumen zu verbringen. So griff er sich sein Datapad und öffnete sein Postfach.
Wie zu erwarten waren einige Nachrichten dazugekommen. Er überflog die Betreff-Zeilen - leider keine neuen Einsatzaufträge. Aber... was war das? Eine Nachricht in hoher Verschlüsselung, die er nicht kannte.
Tovi war versucht, diese als erstes zu öffnen. Aber er war diszipliniert und dazu ausgebildet, Nachrichten ohne Dringlichkeitsvermerke der Reihe nach abzuarbeiten. Schließlich sollte jeder damit rechnen, schnellstmöglich Antwort zu seinem Anliegen zu bekommen. Viele der Nachrichten drehten sich um allgemeine militärische Situationen - jetzt vor allem, da der Konflikt mit der Neuen Republik wieder zu einem offiziellen Krieg geworden war.
"Wenigstens haben wir nicht zu lange gezögert. Wir dürfen die Neue Republik nicht zu viel durchgehen lassen. Ordnung fußt auf Disziplin und für die Uneinsichtigen auf Macht und Angst", dachte der Commander grimmig nach. Kein Wunder, dass er keine Missionen mehr bekam. Kleinkriminelle in die Schranken zu weisen war im Angesicht des Krieges - und der Notwendigkeit, die Imperiale Dominanz deutlich zu zeigen - keine priorisierte Aufgabe mehr. "Umso mehr wird dieses Ungeziefer florieren. Irgendwann werde ich hoch genug im Rang aufgestiegen sein, um mich teilweise autonom um diese Plage zu kümmern. Und sie systematisch auszumerzen." Er zog wütend die Augenbrauen zusammen. "Aber dazu muss ich Erfahrungen und vor allem Erfolge aufweisen", murmelte er nun halblaut in die Leere seines Raumes.
Vielleicht hatte er einen strategischen Fehler gemacht, sich militärisch nur auf die Piratenbekämpfung zu konzentrieren, wie er nun missmutig realisierte. Das war zwar seine liebste Aufgabe - und die Galaxis war von all den Piraten und Schmugglern wahrlich vielfältig geplagt - aber was hatte er noch gleich in seinem Strategie-Seminar gelernt? Manchmal musste man den längeren Weg gehen, mehr Vorbereitungen treffen und Wagnisse eingehen, um im Langlauf den großen Erfolg zu haben.
Nachdem er noch ein Paar Nachrichten zur Versorgung und Reparaturanweisungen bearbeitet hatte, konnte er sich endlich der Nachricht widmen, die ihn schon von Beginn an neugierig gemacht hatte. Er tippte sie an - und musste direkt stutzen. Eine persönliche Authentifizierung seinerseits war notwendig.
"Dann wird das wohl keine bloße Nachricht über den Kriegsverlauf oder eine Anfrage zur Bereitstellung von Ersatzteilen sein...", dachte er, wobei seine Neugierde nochmal stark wuchs. Er griff sich in die Brusttasche seiner Offiziersuniform und holte eine seiner Datenkappen heraus, welche er mit den Datapad verband. Dann tippte er seinen persönlichen Geheimcode ein. Das Gerät piepte bestätigend und nun konnte er Absender und Nachricht lesen. Tovis Augenbrauen glitten in die Höhe. "Commodore Scytale Mentel? Mit ihm hatte ich noch nicht zu tun", sinnierte der Commander. Er verkleinerte die Nachricht und rief sich die Militärische Informationsdatei zu diesem Offizier auf. Nachdem er sich den nicht sonderverschlüsselten Teil der Karriere von Mentel durchgelesen hatte, war Tovi baff. "Was will solch ein aufstrebender Offizier bloß von mir?" Er machte sich ein Paar Notizen zu dem Commodore, bevor er nun endlich den Text der Nachricht las.
Während des Lesens wurde sein Lächeln zu einem Grinsen.
"Gutes Timing - wie es sich für einen Oberoffizier des Imperiums gehört", dachte er in leicht amüsiert, aber voller Tatendrang.
Tovi wurde mit seinem GSD 'Fides' von Commodore Mentel zu einem Treffen gebeten. Er sollte sich vorstellen einer den Krieg betreffenden Angelegenheit. "Wenn mich nicht alles täuscht, sollte hinter diesen bürokratisch-offenen Formulierungen eine Prüfung stehen, ob ich Teil seines Kampfverbands sein kann", dachte der Commander freudig. Doch dann wurde er etwas nervös. "Warum gerade mich? Ich kann nicht durch meine bisherigen Erfolge so aufgefallen sein. Und ich habe auch keine Kontakte, die im näheren Umfeld des Commodores sind." Dann richtete sich der Commander militärisch auf. "Wie auch immer. Ich bin Offizier in der Imperialen Flotte! Und wenn ich die Ehre habe, an vorderster Front dem Imperium zu dienen, werde ich das machen." Energisch aktivierte er die Komm-Verbindung zu der Brücke der 'Fides'. "Brückenkrew, macht die 'Fides' startbereit. Wir werden in Kürze nach Fresia aufbrechen."
Er wartete nicht auf die bestätigenden oder vermutlich eher verwunderten Antworten, sondern machte sich gleich daran, die entsprechenden Nachrichten zu verfassen und zu versenden, dass er aus seinem aktuellen Flottenverband für diese Mission freigestellt wurde.

[Weltraum, Hyperraum auf dem Weg nach Fresia, Brücke des GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi und Brückenkrew
 
Kommend von Nkllon

[ Expansionsregion / Alchenaut-Sektor / Athega-System / An Bord der Fury / Letos Quartier ] Leto

Der Rückflug nach Artek III gestaltete sich so ereignislos wie auch der Hinflug nach Nkllon. Nachdem Leto endlich seine Kabine erreicht hatte, legte er sich hin und erhob sich danach nur noch, wenn sein Körper ihn in die Nasszelle zwang. Auch das Essen, das ihm irgendjemand – sei es der Pilot oder der Schüler – vorbeibrachte und vor die Tür stellte, nahm er sich bei diesen Gelegenheiten, ließ jedoch auch mehr als eine Mahlzeit einfach aus. Selbst wenn er sich dazu durchrang das Tablett zu seinem Lager zu schleifen schmeckte das Essen fad und ließ ihn unverändert zurück. Kein gestilltes Hungergefühl, oder auch nur das Gefühl etwas gegessen zu haben.

Davon ab war die einzige Anstrengung, zu der er sich durchringen konnte, seine Musik laut anzumachen. Auf Nkllon hatte er irgendwo seine Kopfhörer verloren und ließ seinen aktuellen
Lieblingssong also einfach auf maximaler Lautstärke über das kabineninterne Soundsystem loopen. Wahrscheinlich unterhielt er damit das halbe Schiff, doch war es ihm sowas von egal wem er damit auf die Nerven fiel. Genaugenommen machte er sich über diese Frage noch nicht einmal Gedanken. Genauso wenig wie er auch nur einen Gedanken an UX-23, den Piloten oder gar den Dieb verschwendete.

Die einzige Person an die Leto in seinem finsteren Zustand geistiger Lähmung dachte, war kurioserweise Stationsleiter Cullins. Vielleicht lag es daran, dass er den Mann von so ziemlich allen Anwesenden auf Nkllon als gleichwertig anerkannt hatte, doch gingen ihm die letzten Momente, in denen sie sich gesehen hatten, nicht aus dem Kopf. Zu diesem Zeitpunkt hatte er das gar nicht so registriert – er hatte sich im Mordexzess viel zu gut gefühlt – doch lief das Gefühlschaos seiner Aura, wie auch der Song, auf Dauerschleife.

Angst, Ekel, Schock. Das alles hatte sich in den wenigen Momenten, in denen Darth Sikarius den Stationsleiter in der Macht aktiv registriert hatte, im Geist des Menschen widergespiegelt. Ablehnung, trotz allem, was Leto für Cullins und die Station getan hatte. Und alles hatte seinen Ursprung in seinem totalen Kontrollverlust genommen, bei dem er nicht mehr aktiv entschieden hatte, wen er töten wollte. Wie ein geiferndes Monster hatte er einfach alles angegriffen was sich bewegte und sich damit auch die letzten positiven Gedanken verspielt, die Cullins für ihn übriggehabt hatte. Anders als auf dem Hinflug hatte sein Geist nun also einen Fokuspunkt, um den er Kreisen konnte. Der ihm die bittere Ablehnung seiner Umwelt immer wieder aufs Neue einflößte, sobald er sie ausgeschieden hatte. Die eine Person, die er nicht als irrelevant betrachtet hatte, verachtete ihn. Er war das Monster, für das sein Umfeld ihn hielt und nichts, was er jemals tun konnte, konnte dies ändern.

Vermutlich hätte Leto auf diese Weise noch ewig vor sich hinvegetiert, wären sie nicht irgendwann bei ihrem Ziel angekommen. Eine Durchsage riss ihn aus dem Tal seiner düsteren Gedanken und ließ ihn das erste Mal seit einer Weile wieder auf sein Com schauen. Waren wirklich drei Tage vergangen? Wann hatte er geschlafen, hatte er das überhaupt? Er konnte sich nicht erinnern die Musik zwischendurch abgeschaltet zu haben. Und waren sie auf dem Hinflug nicht länger unterwegs gewesen?

Mit einem Stöhnen erhob er sich und kämpfte gegen die Schwere, die seinen Gliedern noch immer innewohnte. Der beißende Geruch seines eigenen, ungewaschenen Körpers stieg ihm in die Nase und unwillkürlich schauderte er vor Selbstekel. Fast hätte er sich sofort wieder hingelegt, wäre der Gedanke an den kühlen Regen Arteks nicht gewesen, den er auf Nkllon so vermisst hatte. Kurz erwog er an Bord der Fury zu duschen, verschob dies dann jedoch auf später. Langsam, wie ein alter Mann, trat er auf die Tür seiner Kabine zu.


[ Outer Rim / Sith-Welten / Artek-System / An Bord der Fury / Letos Quartier ] Leto

Weiter auf Artek III
 
Zuletzt bearbeitet:
[Weltraum, Hyperraum auf dem Weg nach Fresia, Brücke des GSD 'Fides'] - mit Commander Dur Tovi und Brückenkrew
Commander Dur Tovi betrat die Brücke der 'Fides'. Anstelle seiner Dienstuniform hatte er seine Paradeuniform angelegt. Außerdem hatte er sich seine Haare wieder auf wenige Millimeter getrimmt - was allerdings nur an den unteren Schläfen auffiel, da er wie gewöhnlich seine Offizierskappe trug. Sofort schnellten einige Köpfe der weniger disziplinierten Mannschaftsmitglieder zu ihm herum. Andere beherrschten sich und schauten weiter auf ihre Displays. Der Commander ließ sich Zeit und schaute einen Moment lang in die Wellen- und Wolkenformen des Hyperraums. Endlich räusperte sich sein stellvertretender Offizier:
"Commander Tovi, willkommen zurück auf der Brücke. Ich denke, ich spreche für die gesamte Mannschaft, wenn ich frage: Was hat es mit unserer Reise ins Fre'ji-System aus weiter Galaxis auf sich? Haben wir eine neue Mission?"
Tovi deutete ein Lächeln an und wandte sich seinem Stellvertreter zu, ehe er antwortete.
"Lieutenant Commander Gru. Nein, eine neue Mission haben wir nicht. Noch nicht. Aber wir wurden freigestellt, um an einem Treffen von Kampftruppen bei Fresia teilzunehmen."
Der Lieutenant Commander zog die Stirn kraus. Doch bevor er weiter nachhaken konnte, fuhr Tovi fort - Machtspielchen hatten auch ihre Wirkung und Berechtigung. Aber der Commander wollte seine Untergebenen nicht zappeln lassen:
"Ich wünschte, ich hätte schon Gewissheit. Aber mein Plan ist es, dass wir Commodore Mentel davon überzeugen können, Teil seiner militärischen Einsatzgruppe zu werden."
"Was, Teil seiner Einsatzgruppe? Aber wir haben doch neulich erst unsere Truppenzugehörigkeit gewechselt"
, platzte aus dem Offizier hervor, der von Natur aus der Beständigkeit zugetan war. Tovi wollte ihm aber aufzeigen, dass er sinnvoll und nachvollziehbar handelt - wenn Befehle als sinnvoll und nachvollziehbar angesehen werden, dann entsteht und festigt sich das Vertrauen der Mannschaft zu ihrem befehlshabenden Offizier.
"Ja, das haben Sie gut beobachtet. Aber die Wahrheit ist: Wir sind wieder im Krieg. Und wir können nur wirklich eine große Rolle in der Verteidigung des Imperiums spielen, wenn wir vorne mit dabei sind. Und wenn - nicht falls - wenn wir erfolgreich sind, werden wir die Hierarchie der Imperialen Flotte hinaufsteigen. Ehrungen, Sold, Berühmtheit - suchen Sie sich etwas aus, was Sie anstreben."
Diese kurze Ansprache hatte gereicht, dass nun auch Gru ein Glitzern in den Augen hatte. Tovi verschwieg ihm allerdings seine eigenen Zweifel, warum gerade er zu diesem Treffen eingeladen worden war. Es gab wesentlich erfolgreichere junge Offiziere als ihn - und er war auch kein Veteran, der große Erfolge in richtigen Schlachten aufzeigen konnte. Und es waren bestimmt noch andere Offiziere eingeladen, die alle Eindruck machen wollten und konnten. Aber er würde nicht klein beigeben. Als befehlshabender Offizier der Imperialen Flotte war es seine Bestimmung, in der Hierarchie aufzusteigen und die Imperialen Flotte zur berühmtesten und gefürchtetsten Macht in der Galaxis zu machen. Er umschloss seine Hände hinter seinem Rücken und blickte erwartungsvoll in die Undurchdringlichkeit des Hyperraums.
Die 'Fides' fiel wieder in den Normalraum zurück. Ein Raunen ging durch die Brückenmannschaft und auch
Commander Tovi brauchte all seine Selbstbeherrschung, um seinen Kiefer geschlossen zu halten. Vor ihnen war ein tiefgreifender Eindruck der Macht der Imperialen Flotte zu sehen: Viele verschiedenste Schifftypen schwebten in sich umkreisender Formation - vom kleinen Frachter bis hin zu Großkampfschiffen.
"Schaut euch das gut an. Von dieser Maschinerie aus Technologie, Durastahl und Effizienz sind auch wir ein Teil", sprach Tovi in die Stille hinein. Er sah auf die verschiedenen Schiffe und ging im Kopf deren Stärken und Schwächen durch. Dann blieb sein Blick an dem hiesigen Flaggschiff hängen. Der Allegiance-Klasse Sternenzerstörer desselben Namens. Majestät und Macht in beeindruckender Schlichtheit verbunden - so wie es sein musste, wie der Commander befand.
"Mit einem solchen Schiff kann es wirklich niemand aufnehmen", vernahm es Tovi aus einer der Brückenstationen. Ohne sein Gesicht dem Sprecher zuzuwenden, antwortete er diesem:
"Im Krieg gibt es keine Absolute. Ja, ein ASD ist eine Weltraumfestung - unheimlich mächtig im Flächenschaden und im Einstecken. Aber etwas behäbig. Und vor allem: Ein ASD hat keine eigenen Sternjäger. Wenn er also alleine von einem Feind mit ganzen Schwärmen von Jägern und Bombern angreift, würde der ASD langsam aber sicher in die Knie gezwungen werden. Deshalb ist es so wichtig, dass selbst dieser Koloss von Schiffen unterstützt wird, die Jäger haben. Von ISDs - oder aber auch von GSDs wie unserer 'Fides'. Nur wenn alle Zahnräder und Leitungen zusammenwirken, kann unser Militär sich bewegen und siegen. Das gilt für einzelne Schiffe, aber auch für ganze Flotten."
Kurz wurde dem Commander schwer ums Herz, da er Teile dieser Philosophie von seinen verstorbenen Eltern mit auf den Weg bekommen hatte. Aber dann fokussierte er sich sogleich wieder. Und schwor sich, auch für seine Eltern, sich einen Platz in Mentels Kampfgruppe zu sichern. Er öffnete seinen Kanal zu Staffelführer Ben:
"Ben, bereite unser TIE-Shuttle vor. Du bist unser bester Pilot und Geschwaderführer, daher darfst du mich auch rüber zur 'Allegiance' bringen. Bekommst du das hin?"
"Ja, sicher, Sir. Die werden die bilderbuchmäßigste Landung im Hangar ihres Lebens sehen, Commander."

Dann wandte sich der Commander wieder seiner Brückenkrew zu.
"Gru, Sie werden das Schiffskommando inne haben, bis ich wieder zurück bin. Halten Sie das Schiff in Reaktionsbereitschaft. Ich bezweifle zwar, dass irgendeine Partei so verrückt ist, dieses Aufgebot der Imperialen Flotte anzugreifen. Aber falls etwas passiert, will ich, dass die 'Fides' unseren Kameraden mal zeigt, was Reaktionsgeschwindigkeit wirklich ist."
"Ja, Sir!"
, schallte es ihm entgegen.
Zur Würdigung des Moments salutierte
Tovi, was von der gesamten Brückenkrew erwidert wurde. Ohne noch einmal in die Gesichter seiner Untergebenen zu schauen, drehte sich der Commander um und machte sich auf dem Weg zu seinem Shuttle. Auf den Weg zu einem der Tage, die sein Leben wohl aufs Entscheidendste prägen würden.

[Kernwelten – Torranix-Sektor – Fre’ji-System – Weltraum nahe Fresia – ASD Allegiance – Konferenzraum] - mit Commander Dur Tovi, Commodore Scytale Mentel und weiteren Offizieren
 
Kommend von Nkllon

Expansionsregion | Alchenaut-Sektor | Athega-System | An Bord der Fury | Teneb Dask, Darth Sikarius, UX-23 und ein Pilot

Die drei Tage an Bord der Fury dehnten sich für Teneb Dask nicht zu Zeit, sondern zu Zustand. Er hatte sehr früh begriffen, dass Sikarius sich aus der Welt zurückgezogen hatte. Wohl weniger aus mysteriös strategischen oder demonstrativen Gründen der Missachtung. Es schien tatsächlich so, dass der Sith erschöpft, leergefressen und gleichgültig war. Das Essen, welches vor der Tür ihm bereitgestellt wurde, rührte dieser kaum an. Die geschlossene Kabinentür des Sith war kein Verbot, sondern eine Abwesenheit. Und diese Abwesenheit war für Teneb gefährlicher als jede unmittelbare Drohung, denn sie ließ Raum. Raum für Gedanken. Raum für Schuld. Raum für das langsame Einsickern der Erkenntnis, dass Nkllon kein abgeschlossenes Kapitel war, sondern ein Fundament.
Teneb schlief kaum. Wenn, dann in kurzen, unzusammenhängenden Intervallen, die weniger Erholung als Blackouts waren. Jedes Mal, wenn er die Augen schloss, sah er Dinge nicht als Bilder, sondern als Empfindungen: Hitze, Druck, ein Ziehen tief hinter dem Brustbein. Genau dort, wo
Sikarius ihn gepackt hatte, als wäre er kein Körper, sondern ein Vorrat. Das Gefühl kehrte wieder, ohne Macht, ohne Präsenz, allein aus Erinnerung. Etwas in ihm hatte gelernt, dass es genommen werden konnte. Und dass dieses Nehmen angenehm für denjenigen war, der es tat.

UX-23 hatte er notdürftig stabilisiert, dann systematisch repariert. Es war keine elegante Arbeit. Ersatzteile aus dem Bordlager, improvisierte Kühlrouten, mehrfach überbrückte Sicherungen. Der Pilot erwies sich als wortkarg, doch sah er dem Bleichen interessiert zu. Der Slicer a.D. entlockte diesem sogar einige Worte, es entstanden die Grundkonstrukte von Konversation. Teneb kannte die Konstruktionen nicht im Detail, aber er verstand Logik und vor allem verstand er Prioritäten. Er ließ alles weg, was nicht zwingend war. Komfortprotokolle. Redundanzen. Selbstdiagnostische Schleifen. Der Droide wurde wieder funktionsfähig. Nicht heil, sondern einsatzbereit. Teneb wusste genau, warum er sich daran klammerte: UX-23 war das einzige Wesen an Bord, das Sikarius kontrollieren konnte. Und vielleicht,wenn man lange genug in die Schaltpläne sah, auch der einzige Hebel, der Teneb selbst noch von einem sofortigen Tod trennte.
Ein trockenes Klicken durchbrach die gleichmäßige Vibration des Schiffs, gefolgt von einem leisen, neu kalibrierten Summen.
UX-23s Photorezeptor flackerte einmal, dann stabilisierte sich das Licht zu einem klaren, kühlen Blau. Die Repulsoren justierten sich hörbar nach, als der Droide sich wenige Zentimeter vom Boden hob, noch leicht schief, aber kontrolliert. Ein Moment verging, in dem interne Routinen offenbar gegeneinander abgewogen wurden. Dann erklang die verzerrte Stimme: „Neustart abgeschlossen. Kritische Schäden: vorhanden. Funktionale Integrität: ausreichend. Missionsfortsetzung möglich.“

„Es freut mich euch wieder zu hören. Meine Reparaturen waren scheinbar zufriedenstellend.“

Er konnte nicht anders, als eine Art Stolz zu fühlen, dass ihn für einige Augenblicke diese trostlose Hölle vergessen lassen konnte. Die Dankbarkeit des Droiden war jedoch so ergiebig wie die Ernte eines Feuchtfarmers der Jundlandwüste Tatooines, dieser gab nur ein zirpendes Geräusch von sich und flog umher, analysierte wohl, was seit seinem Ausfall vorgefallen war und verarbeitete die neuen Dateien.

„Darf ich euch etwas fragen?“ begann der Bleiche und wartete die Antwort des Droiden ab. Dieser machte kaum Anstalten zu reagieren. Nach einigen Augenblicken erschallte ein binär schmallippiges „Positiv.“
Es bohrte schon länger in ihm, genau zu sein seitdem der Sith ihren Zielort genannt hatte. Artek III war für den Umbaraner ein Fremdwort. Es war natürlich utopisch anzunehmen alle Planeten der Galaxis zu kennen, vielleicht war dies auch genau das Pendant für "an einem ruhigen Ort seziert werden". Doch warum müsste sich Sikarius diese Umwege überhaupt antun um ihn anzulügen? Er hätte ihn auch einfach über den Luftschacht herausschießen können, wenn er wirklich seiner Überdrüssig wäre. Vielleicht spielte er auch nur gerne mit seiner Beute, da die Angsthormone seinen Geist und sein Fleisch mit einem Aroma füllten, was diesem besonders schmeckt. Er konnte spüren, wie sein Gedankenkaroussell ihn weiter hinab trieb, sodass er dem Droiden die Frage stellte, die ihm die ganze Zeit bereits auf den Lippen lag.

„Verratet mir... was für ein Planet ist Artek III?“

„Artek III ist ein planetoider Mond im Artek-System, am Rande der Sithwelten. Er beherbergt die Ruine des alten Sithtempels, der während des Imperialen Bruderkriegs zerstört wurde.“

Der Sith Raum. Ein hermetisch abgeschlossener Sternenhaufen, der in der galaktischen Antike Heimat des Sith Imperiums war. Das zumindest war das, was aus "Galaktischer Geschichte" in der Schule bei ihm hängen geblieben war. Der Imperiale Bruderkrieg war hingegen Zeitgeschichte, ein ferner Konflikt für das neutrale Umbara. Der Konflikt zwischen dem jetztigen Imperator und dem Prätendenten Janem Menari war zerstörerisch wie grausam gewesen, was für zahlreiche lachende Dritte unfassbar lukrativ gewesen war. Er erinnerte sich, wie sein Vater enttäuscht war, als Darth Allegious sich durchgesetzt hatte, schließlich würde so eine ertragreiche Einnahmequelle versiegen.

„Was genau hat Lord Sikarius mit mir dort vor?“ Die Frage, die nach wie vor für ihn ein Geheimnis war, obwohl die Antwort eigentlich auf der Hand lag.

„Lord Sikarius wird dich in den Wegen der Macht ausbilden.“
Der Satz legte sich nicht in Tenebs Geist, er verhakte sich dort. Nicht wie eine Information, die man prüfen und einordnen konnte, sondern wie ein Urteil, das bereits gesprochen war. "Wird dich ausbilden". Nicht könnte, nicht beabsichtigte, sondern eine festgeschriebene Zukunft, als wäre sie bereits archiviert und nur noch auszuführen. In Teneb regte sich kein Aufbegehren mehr, dafür war zu viel geschehen, zu viel genommen worden. Stattdessen breitete sich eine kalte, klare Erkenntnis aus: Was auf Nkllon begonnen hatte, war kein Ausnahmezustand gewesen, kein entgleister Zwischenfall, sondern der Prolog. Die Macht, von der UX-23 sprach, war kein Werkzeug, das man erlernen konnte, ohne den Preis zu zahlen. Sie war ein System der Abhängigkeit, verkörpert durch einen Mann, der im Blut anderer aufblühte. Teneb verstand mit einer Nüchternheit, die ihm selbst Angst machte, dass Ausbildung in diesem Kontext nicht bedeutete zu wachsen, sondern zu überleben, indem man sich formen ließ.

„Er will mich tatsächlich ausbilden? Ich dachte, er will mich verkaufen oder zum Spaß töten...“

Lord Sikarius ist nicht autorisiert eine derartige Entscheidung zu treffen.
Teneb blinzelte langsam, als müsse er den Satz erst auf seine Realität hin abtasten. Ein bitteres, fast tonloses Ausatmen löste sich aus seiner Kehle. „Natürlich ist er das nicht“, dachte er schließlich. Nicht erleichtert, vielmehr eher ernüchtert. Wenn selbst der Droide diese Entscheidung als unautorisiert klassifizierte, dann bedeutete das nur eines: Sikarius tat es nicht, weil er durfte, sondern weil er konnte. Und in dieser Erkenntnis lag etwas weitaus Beunruhigenderes als jede formale Drohung. Das trieb ihn allerdings in einen anderen Gedankenstrom: Beide sprachen davon ihn in der Macht auszubilden, zu einem Sith auszubilden. Doch was genau war nun ein Sith wirklich? Nicht das, was er aus dem HoloNet gehört hatte. Mittlerweile hatte er verstanden, dass die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit dahingehend widerlich durchlässig war.

„Was bedeutet es, ein Sith zu sein?“

„Bei den Sith handelt es sich um einen Machtnutzerkult der dem Imperium treu ergeben ist, jedoch ist er deutlich älter. Seit Zerstörung der Alten Republik stand immer ein Sith an der Spitze des Imperiums.“

Teneb verzog kaum merklich den Mundwinkel. Kult. Das Wort blieb hängen wie Staub im Hals. Kein Orden, keine Lehre, kein Weg aber ein Kult, der sich selbst zur historischen Konstante erklärt hatte. Treue zum Galaktischen Imperium, aber älter als jedes Sternenimperium; Macht als Erbfolge, nicht als Verantwortung. „Also kein Ziel“, stellte er in Gedanken fest. „Nur Kontinuität.“ Irgendwo in dieser nüchternen Erkenntnis lag die eigentliche Kälte: Wenn immer ein Sith an der Spitze gestanden hatte, dann war das kein Versprechen von Ordnung, sondern der Beweis dafür, dass Gewalt hier kein Ausrutscher war, sondern das System selbst.
UX-23 reagierte nicht weiter mit einer weiteren Aussage. Stattdessen drehte sich sein Optikmodul leicht zur Seite, als habe etwas in den internen Prioritäten nach oben geschoben. Ein leises, nun wieder gleichmäßiges Summen setzte ein, während mehrere Statusanzeigen über seinen Projektionskern liefen. Dann wandte sich der Droide vom Umbaraner ab und nahm Kurs auf den nächsten Wartungspunkt. Das Gespräch war beendet worden, nicht aus Unhöflichkeit, sondern weil es aus seiner Sicht nichts mehr zu berechnen gab.
Die restliche Flugzeit erwies sich als zermürbend. Zwischendurch brachte er dem Sith Essen. Er stellte die Tabletts vor die Tür. Manchmal nahm
Sikarius sie an sich. Manchmal blieben sie unberührt, bis Teneb sie wieder einsammelte. Kein Wort. Kein Blickkontakt. Nur die Musik, die aus der Kabine dröhnte wie ein Herzschlag ohne Körper. Immer dasselbe Liedgut. Immer dieselbe Lautstärke. Teneb hörte ihn irgendwann nicht mehr als Musik, sondern als Symptom. Als etwas, das den Raum füllte, damit nichts anderes hineinkonnte.

Er dachte oft an
Castor und die Ubese. Nicht an seine oder ihr Gesicht, nicht an ihre Stimmen, sondern an den Moment davor. An die Gewissheit ihrer bevorstehenden Endlichkeit. An diesen klaren, nüchternen Punkt, an dem die Gleichung aufgegangen war. Ich oder du.
Leben zu nehmen bedeutete nicht nur, etwas zu beenden, es bedeutete auch, etwas an sich zu binden.
Teneb spürte das nun deutlicher als je zuvor. Castor war nicht einfach gestorben, und die Ubese war nicht einfach gefallen. In beiden Momenten hatte es diesen einen, schrecklich klaren Augenblick gegeben, in dem ihre Welt auf ihn zusammengeschrumpft war. Auf seine Entscheidung. Seine Nähe. Seine Handlungen. Er war der letzte Fixpunkt gewesen, den sie wahrgenommen hatten, der letzte Gedanke, an dem sich ihr Bewusstsein festgekrallt hatte, bevor es erlosch.
So sehr er sich auch dagegen sträubte, war etwas von ihnen bei ihm geblieben. Keine Stimme, kein Gesicht, keine Erinnerung im klassischen Sinn, eher ein Nachhall, ein Gewicht unter der Haut. Castors Verzweiflung, roh und zäh, hatte sich in ihm festgesetzt wie ein Splitter. Der Ubese letzte, stumme Erkenntnis, dass es tatsächlich ein Ich oder du gewesen war, lag schwerer, dunkler. Teneb war nicht ihr Richter gewesen, nicht einmal ihr Henker im moralischen Sinne. Er war ihr Wächter geworden. Derjenige, der ihren letzten Moment mit ihnen geteilt hatte und ihn nun allein weitertrug.
Diese Essenzen, so nannte er es für sich, ließen sich nicht abstreifen. Sie verlangten nichts, schrien nicht aber sie waren da, unausweichlich. Vielleicht war das der wahre Preis des Tötens, jenseits von Schuld oder Rechtfertigung: dass man fortan nicht mehr nur aus sich selbst bestand. Dass jedes genommene Leben eine Spur hinterließ, die sich in die eigene Existenz einschrieb. Und Teneb begriff mit einem kalten, nüchternen Entsetzen, dass ein Sith nicht einfach ein Mörder war. Ein Sith sammelte. Er trug. Und irgendwann, so fürchtete er, würde die Summe dieser letzten Momente lauter sprechen als die eigene Stimme. Er hatte sie ausgesprochen. Und die Galaxis hatte nicht widersprochen. Diese Erkenntnis war schlimmer als jedes Schuldgefühl. Sie bedeutete, dass er fähig war und dass diese Fähigkeit nun Teil dessen war, was
Sikarius in ihm sah.

Ein Schüler. Nicht wegen der Macht. Nicht wegen Potenzial. Sondern wegen Gehorsam unter absolutem Druck.

Am dritten Tag bemerkte Teneb etwas Neues: Er hatte aufgehört, aktiv über Flucht nachzudenken. Der Gedanke tauchte noch auf, reflexartig aber ohne Planung, ohne Energie. Wie ein Muskel, der nicht mehr benutzt wird. Artek III kam näher, und mit ihm eine unausgesprochene Gewissheit: Selbst wenn er entkommen könnte, würde Sikarius ihn finden. Nicht sofort. Nicht hastig. Sondern irgendwann. Und dann würde er nicht kämpfen. Er würde nehmen.
Als die Durchsage kam, als das Schiff den Sinkflug einleitete, stand Teneb bereits im Gang. Er spürte die Bewegung der Fury, hörte, wie sich irgendwo Druck veränderte, wie Systeme in andere Modi wechselten. Routine. Übergang. Der Moment zwischen Orten.

Dann öffnete sich die Kabinentür des Sith.

Outer Rim | Sith-Welten | Artek-System | An Bord der Fury | Teneb Dask, Darth Sikarius, UX-23 und ein Pilot

Weiter auf Artek III
 
Zurück
Oben