Ylaine Vao

Ylaine Vao

Zivilist

Die Grenzgängerin


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Nachname: Vao
Vorname: Ylaine
Alter: 32 Standardjahre
Staatszugehörigkeit: Neue Republik
Organisation: Orden der Jedi – Ossus Rangers
Dienstgrad: Ranger
Status: Aktiv
Derzeitige Verwendung: 4. Mobile Einsatz- und Erkundungsgruppe der Ossus Rangers
Machtsensitivität: Keine festgestellt

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Frühere Zugehörigkeit:
  • Flotte der Neuen Republik – 14. Marineinfanterieregiment, Lieutenant
Letzter militärischer Dienstgrad: Lieutenant
Eintrittsalter: Dienstantritt mit 18 Standardjahren

Spezies: Twi’lek
Geschlecht: Weiblich
Geburtswelt: Ryloth
Größe: 174 Zentimeter
Gewicht: 65 Kilogramm
Körperbau: Schlank, athletisch
Hautfarbe: Lavendelfarben bis hellviolett, Zwei lange Lekku mit deutlich helleren, natürlichen Pigmentbändern
Augenfarbe: Violettgrau
Besondere Merkmale: Schmale Narbe am rechten Unterarm; meist auf der Stirn getragene Schutz- und Sensorbrille

Dienstliche Entwicklung

  • Offiziersanwärterin der Marineinfanterie
  • Officer Cadet – Offiziers- und Zugführerausbildung
  • Second Lieutenant – stellvertretende Zugführerin innerhalb der Marineinfanterie
  • Lieutenant – Führung eines Aufklärungs- und Sicherungszuges
  • Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst nach Ende des ersten großen Galaktischen Krieges und der Offensive Republic Dawn
  • Explorer – Aufnahme als Anwärterin der Ossus Rangers
  • Ranger – Ernennung nach Abschluss der Ranger-Ausbildung
Beim Eintritt in die Ossus Rangers legte Ylaine ihr republikanisches Offizierspatent unwiederuflich nieder. Der Rang eines Lieutenant begründet deshalb innerhalb der Rangers keinerlei gegenwärtige Befehlsbefugnis; ihre militärische Erfahrung wird zwar berücksichtigt, ihr offizieller Rang lautet jedoch ausschließlich Ranger.

Familie

  • Korran Vao: Vater; Mechaniker und Frachtdisponent auf Ryloth, gegenwärtiger Status unbekannt
  • Maeli Vao: Mutter; ausgebildete Heilerin, gegenwärtiger Status unbekannt
  • Nima Vao: Tante mütterlicherseits und langjährige Pflegemutter auf Dac, verstorben
  • Familienstand: Ledig
  • Kinder: Keine

Erweitere Befähigungen und Bildung

  • gehobener Schulabschluss im republikanischen Bildungssystem auf Dac
  • militärische Grund- und Offiziersausbildung
  • Führung kleiner militärischer Einheiten
  • Operationen hinter feindlichen Linien in Form von Raumlande- und Luftlandeeinsätzen
  • Personenschutz
  • Pilotierung leichter Transporter und militärischer Landungsboote
  • Ausbildung für Operationen mit Jedi und anderen Machtnutzern
  • vertieftes Studium der Philosophie und Geschichte des Jedi-Ordens

Sprachkenntnisse

  • Twi’leki/Ryl: Muttersprache
  • Lekkusprache: Fließend
  • Galactic Basic Standard: Fließend
  • Huttisch: Fließend
  • Daci: Gute Kenntnisse
  • Quarrenese: Grundkenntnisse
  • Republikanische Gefechtszeichensprache: Fließend

Feldausrüstung

Ylaines persönliche Feldausrüstung orientiert sich an den Vorgaben der Ossus Rangers, wurde aber an ihre frühere Verwendung in Aufklärungs- und Spezialkräfteeinheiten angepasst.
  • dunkelblauer bis schiefergrauer Ranger-Overall
  • wetterfester brauner Feldumhang
  • leichte Unterarm-, Knie- und Schienbeinprotektoren
  • Atem- und Staubmaske
  • Schutz- und Sensorbrille mit Restlichtverstärkung
  • modifiziertes A280-Blastergewehr mit austauschbarer Zieloptik
  • DH-17-Blasterpistole
  • kompaktes Vibromesser
  • Feldmedpac
  • Mehrzweckscanner
  • Kletter-, Bergungs- und Überlebensausrüstung
  • drei kompakte kugelförmige Aufklärungsremotes
  • Datapad mit taktischen, geographischen und archäologischen Datenbanken
  • dezentes Abzeichen der Ossus Rangers an der rechten Schulter beziehungsweise der Mantelschließe
Schwere Rüstung trägt Ylaine nur, wenn ein Einsatz sie zwingend erforderlich macht. Ihre gewöhnliche Ausstattung soll Beweglichkeit, Reichweite und Überlebensfähigkeit gewährleisten, ohne den Eindruck einer Besatzungs- oder Sturmtruppe zu erzeugen.


Lebenslauf

Ylaine Vao wurde in einer unterirdischen Siedlung unweit von Kala’uun auf Ryloth geboren, wo ihre Eltern zwar nicht zu den einflussreichen Clans der Welt gehörten, durch die Arbeit ihres Vaters im Frachtverkehr jedoch über Verbindungen zu Händlern, Raumfahrern und den wenigen Kapitänen verfügten, die bereit waren, Passagiere von einer Welt mitzunehmen, deren Bewohner von zahlreichen Außenweltlern weniger als Personen denn als billige Ware betrachtet wurden. Noch war die imperiale Kontrolle nicht so lückenlos, wie sie in den folgenden Jahren werden sollte, doch die Richtung der Entwicklung war längst erkennbar, und als Ylaine acht Jahre alt war, entschieden ihre Eltern, wenigstens ihre Tochter außer Reichweite jener Behörden, Zwischenhändler und Sklavenjäger zu bringen, die sich immer unverhohlener auf Ryloth ausbreiteten.

Gemeinsam mit ihrer Tante Nima verließ sie den Planeten an Bord eines Frachters, dessen Ladungsverzeichnis zwei Passagiere verschwieg. Ihre Eltern wollten folgen, sobald ihre verbleibenden Verpflichtungen geregelt und genügend Credits für eine zweite Passage zusammengetragen worden waren. Dazu kam es nicht. Die Nachrichten wurden zunächst seltener, dann vorsichtiger und brachen schließlich vollständig ab, nachdem sich die imperiale Herrschaft auf Ryloth verfestigt hatte. Ob Korran und Maeli Vao getötet, gefangen genommen oder versklavt wurden, konnte Ylaine niemals zweifelsfrei feststellen.

Nima ließ sich mit ihrer Nichte auf Dac nieder, wo bereits eine größere Gemeinschaft geflüchteter Twi’lek lebte. Ylaine wuchs damit in Sicherheit auf, ohne jemals wirklich vergessen zu können, dass diese Sicherheit das Ergebnis einer geglückten Flucht gewesen war bei der sie ihre Eltern zurücklassen musste. Sie lernte Basic, besuchte republikanische Schulen und gewöhnte sich an das Leben auf einer Welt, auf der ihre Spezies zwar weiterhin auffiel, ihre persönliche Freiheit aber nicht beständig infrage gestellt wurde. Gleichzeitig empfand sie die gut gemeinte Fürsorge vieler Außenweltler zunehmend als unangenehm, weil sie darin allzu oft dieselbe unausgesprochene Erwartung erkannte: Eine geflüchtete Twi’lek sollte dankbar, freundlich und möglichst unauffällig sein.

Mit achtzehn trat Ylaine in die Marineinfanterie der Neuen Republik ein. Sie begründete diese Entscheidung später damit, nicht noch einmal diejenige sein zu wollen, die in einem Frachtraum darauf wartete, von anderen in Sicherheit gebracht zu werden. Während der Grundausbildung auf Ossus begegnete sie vielen Einzelschicksalen sie sich von den ihren oft nicht wirklich Unterschieden. Hier lernten sich auch Ganner Fel und Ylaine kennen.

Ihre spätere Freundschaft entstand weder durch sofortige Sympathie noch durch ein einzelnes dramatisches Ereignis. Ylaine hielt Ganner zunächst für einen zu gutmütigen Mann, der den Militärdienst aus den falschen Gründen begonnen hatte und umgekehrt wusste sie er betrachtete sie als ehrgeizige Rekrutin, die bereits Befehle erteilte, bevor man ihr auch nur den ersten Rang verliehen hatte und deren Antrieb allein sie fast schon Karrierehungrig machte. Erstmals bei den gemeinsamen Gelände- und Überlebensübungen entwickelte sich daraus gegenseitiger Respekt. Ganner besaß die größere körperliche Kraft und ein bemerkenswertes Verständnis für Technik, während Ylaine Gelände, Zeit und verfügbare Mittel schneller zu einem brauchbaren Plan zusammensetzen konnte. Wo einer von ihnen nicht weiterkam, fand der andere häufig eine Lösung. Obwohl ihre Wege sich nach Abschluss der Grundausbildung trennten, blieb eine etwas eigenartige Feldfreundschaft bestehen. Ylaine wurde für die Offizierslaufbahn vorgeschlagen stellte sich dieser Herausforderung ebenso wie allem in ihrem Leben.

Die beiden Gefährten begegneten sich während der folgenden Jahre mehrfach, zunächst zufällig bei Versetzungen, später im Rahmen gemeinsamer Verbände und Einsatzvorbereitungen. Ylaine lernte auch Joreen kennen, wenn auch nie wirklich gut, und wusste daher früh, dass Ganners Verhältnis zum Jedi-Orden sehr viel komplizierter war als die übliche Bewunderung oder Ablehnung gewöhnlicher Soldaten.

Als Lieutenant führte Ylaine schließlich einen Aufklärungs- und Sicherungszug, der Landungsräume erkundete, Evakuierungswege offenhielt und vorgeschobene Stellungen bis zum Eintreffen schwererer Kräfte sicherte. Sie war dabei keine charismatische Offizierin im klassischen Sinn. Ihre Soldaten folgten ihr, weil sie ihre Entscheidungen erklären konnte, Risiken nicht verschwieg und keine Aufgabe anordnete, der sie sich nicht selbst ausgesetzt hätte und damit beinahe schon eine Grundlage der Militärischen Idee der damaligen Rebellion verkörperte. Für sie bedeutete Führung weniger, vor einer Einheit zu stehen, als dafür zu sorgen, dass möglichst viele ihrer Leute anschließend wieder nach Hause zurückkehrten, einem Luxus der ihr selbst in gewisser Weise verwehrt war.

Während des großen Krieges zwischen Neuer Republik und Galaktischem Imperium nahm sie an mehreren Evakuierungs-, Aufklärungs- und Rückzugsoperationen teil. Die Einsätze zahlten zunehmend auf ihr Erfahrungskonto ein, ließen jedoch auch ihre Zweifel an groß angelegter militärischer Planung wachsen. Auf taktischer Ebene konnte sie Menschen retten, Stellungen sichern und gegnerische Verbände umgehen, auf der strategischen Ebene sah sie trotzdem ganze Welten zu Zahlen in Lageberichten werden. Besonders Operationen in Gebieten, in denen Zivilisten zwischen beiden Kriegsparteien eingeschlossen waren, erinnerten sie an die Ferne Vergangenheit auf Ryloth, eben daran, wie wenig ein militärischer Sieg denjenigen bedeutete, die ihre Heimat, Freiheit oder Familien bereits verloren hatten.

Es war die Arbeit mit den Jedi bei denen die Offizierin eine Prägung erhielt die die auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten sollte. Der unbedingte Wille zum Schutz jener die sich nicht selbst helfen könnte, Wächter von Ruhe und Frieden, ein Grundsatz den sie mit ihrer Tätigkeit vereinbaren wollte, oftmals jedoch in ihrem Militärischen Korsett nicht konnte. Die Einstellung taktische Notwendigkeit nicht automatisch mit moralischer Richtigkeit gleichzusetzen imponierte ihr.

Nach dem Friedensvertrag von Umbara und dem vorläufigen Kriegsende stand Ylaine vor der Möglichkeit, ihre Laufbahn steil nach oben in den Streitkräften fortzusetzen, eine Beförderung war wahrscheinlich, eine Stabsverwendung langfristig beinahe sicher. Stattdessen reichte sie ihr Entlassungsgesuch ein. Sie hatte nicht den Wunsch verloren zu dienen, wohl aber den Glauben daran, dass eine militärische Befehlskette der einzige oder beste Ort für sie war, wenn auch ihre Fähigkeiten wenig andere sinnvolle Wege öffneten.

Schließlich waren es die Ossus Rangers die ihr eine Alternative boten, wo sie ihre militärischen Fähigkeiten nicht verleugnen musste, sie jedoch einer anderen Zielsetzung unterordnen konnte, ohne Gefahr zu laufen vom Militärischen Moloch der traditionellen Streitkräfte aufgefressen zu werden. Sie legte ihr Offizierspatent nieder und ließ sich ausmustern um eine Umschulung bei den Rangers anzutreten. Als Explorer saß sie plötzlich wieder auf der Ausbildungstretmühle, jedoch gänzlich anders als sie es sich vorgestellt hatte. Ihre Ausbilderin behandelte sie weder als erfahrene Offizierin noch als Spezialistin, sondern als Lehrling, die lernen musste, weshalb sie kämpfte, bevor darüber gesprochen wurde, wie sie es tat. Gerade die philosophische Ausbildung bereitete ihr größere Schwierigkeiten als jede körperliche Prüfung, obwohl sich mit ihr ein Innerer Frieden zwischen ihren Wünschen und der Realität ihrer Aufgaben mehr und mehr einstellte. Die Twi'lek konnte einen Landeplatz unter Beschuss sichern, einen Verfolger abschütteln oder eine Einheit durch unbekanntes Gelände führen. Vertrauen in die Macht, sich zu öffnen und die Sorgen und Ängste zu besprechen, die sie bewegten, fiel ihr zusehends schwer und gerade in der Anfangszeit empfand sie es als beinahe unüberwindliche Hürde sich von ihrer Offizierspersona zu trennen, die diese Dinge und solch eine Offenheit innerhalb ihrer Dienstumgebung immer verleugnet und selten als Notwendig empfunden hatte.

Es waren die Mühlen der Zeit die das Korn langsam mahlen, sie hatte nicht die Begabung die Macht selbst zu spüren, dass hatte sie bereits früh erkannt, sie konnte sie dennoch für sich annehmen. Nicht der Wille der Macht selbst könnte sich ihr offenbaren, die Gefäße dieses allumfassenden Konstrukt des Lebens, waren ihr Zugang zu einer Lehre die ihr auch half ihre eigenen seelischen Wunden mit der Zeit heilen zu lassen. Die Ideale des Ordens, Schutz des Lebens, Kontrolle über die eigenen Impulse, Ablehnung von Hass und Herrschaft, wurden zu ihren neuen Leitlinien.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung wurde Ylaine in den Rang eines Rangers erhoben. Seitdem begleitet sie Jedi bei Erkundungsmissionen, dient in der Sicherung der Tempelanlagen zum Schutze dieser Rückzugsorte für die Verlorenen Seelen der Galaxis, unterstützt archäologische Expeditionen und wird bevorzugt dort eingesetzt, wo ein kleines, selbstständig operierendes Team wirkungsvoller ist als eine größere militärische Präsenz.


… Ende der Akteneinsicht …
 
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