Carida

- Carida - Trainingsgelände - Waldabschnitt - mit Cassie -

Mit einer unbeschreiblichen Wucht traf der Rucksack von Cassie den unvorbereiteten Oberkörper von Aiden. Dabei wurde jegliche Luft aus den Lungen des Piloten gepresst und riss ihn von den Schuhen. Der harte Waldboden war in diesem Fall nicht die beste Lösung, denn die versteckten Wurzeln hinterließen ebenfalls den einen oder anderen blauen Fleck. Zu Aidens vollkommener Verwunderung stürzte sich Cassie sofort auf ihn. Während er versuchte Luft zu bekommen machte sich die junge Blondine an seinen Anzug. Selbst sein Widerstand hinderte sie nicht an diesem Vorhaben. Am Ende glitten ihre sanften Hände über seinen muskulösen Oberkörper. Insgeheim fühlte sich dies sogar für den gefühlskalten Aiden wirklich gut an. Ein verborgenes Feuer wurde mit einem Mal entfacht.

Der Zwischenfall hatte nicht viel Zeit, aber dafür den einen oder anderen blauen Fleck, gekostet. Schon beim Start verbot Aiden der Studentin den Mund. Eine quatschende Tussi konnte ihm den Feind wirklich schnell auf den Hals hetzen. Schweigend ging der hoch gewachsene Pilot neben der zierlichen Kadettin her. Eine gewisse Irritation war ihm noch immer ins Gesicht geschrieben. Seine Gedanken beschäftigten sich mit dieser Affekthandlung und dem Kuss, den sie am See hatten. Energisch versuchte er eine logische Schlussfolgerung in dieses Verhalten zu bringen. Heimlich schnellte sein Blick immer wieder zu Cassie. In ihrer derzeitigen Kleidung übte sie einen gewissen Reiz auf ihn aus.

Nach mehreren Kilometern erreichte das ungleiche Paar den See, den Aiden schon am letzten Tag als Ziel angepeilt hatte. ‘Sie hat bis jetzt noch keinen einzigen Ton von sich gegeben’, dachte sich der Pilot und zollte der kleinen Blonden in Gedanken einen kleinen Teil seines Respekts. Aufmerksam folgten die beiden Teilnehmer des Trainings dem Ufer des Gewässers. Es dauerte nicht sehr lang und sie hatten eine kleine, versteckte Bucht gefunden. Dieser Ort schien dem Lieutenant geeignet um hier ein Lager aufschlagen zu können. Geschickt baute der Wolve sein Tarnzelt wieder auf. Ein schattiges Plätzchen in der Nähe eines großen Felsens wurde am Ende der Bestimmungsort für das trockene Nachtlager.

“Aiden, ich will baden”, platzte es aus der unerfahrenen Studentin heraus.

Argwöhnisch und irritiert schaute der verschwitzte der Pilot die junge Frau an. Wie konnte sie in diesem Training an solchen Luxus denken? Solche und ähnliche Fragen schossen Aiden durch den Kopf während er ihr ins Gesicht starrte. Sie wirkte vollkommen unschuldig. Innerlich musste der Pilot sogar seinen Kopf schütteln um den Blick von ihr zu reißen.

“Ich fühle mich so unwohl und nein, ich werde keine Tussi-Nummer abziehen”, begann Cassie zaghaft zu erklären. “Ich will hier auch bestehen, ich will gut abschneiden. Ich will mich nur ganz kurz im Wasser frisch machen.”

“Nun gut, da will ich mal keine Einwände erheben”, murrte Aiden. “Wenn du ruhig bleibst wird schon nichts schief gehen.”

Bevor Cassie sich ans Werk machen konnte verständigten sich die zwei über die Bedingungen. Aiden würde Wache schieben, aber geflissentlich über sie hinweg schauen. Ohne viel Überzeugungskraft aufwenden zu müssen stimmte die junge Frau dem Vorschlag zu und machte sich dann ans Ausziehen.

“Nicht gucken!”, rief sie dabei dem Piloten zu, der als Antwort einfach nur den Kopf schüttelte.

Gelassen suchte sich der schwarzhaarige Pilot einen bequemen Platz aus und beobachtete die Umgebung. Nur am Rand seines Blickfelds nahm er wahr, wie Cassie sich einen Weg in den klaren See suchte. Mit einem stillen Seufzer schaute Aiden zum Himmel. Ein paar Vögel flogen gen Westen und schrieen dabei nach ihren Artgenossen. Wenige Wolken bedeckten den Himmel und eine atemberaubende Abendröte erstreckte sich über mehrere Kilometer. ‘In manchen Stunden wirkt dieser Planet wirklich friedlich.’ Mit diesem Gedanken drang sich auch der Wunsch nach einem Gläschen Rotwein in seinen Kopf.

Von einem verborgenen Drang bewegt wanderte der Blick von Aiden plötzlich zu der badenden Cassie. Ihr schöner weißer Körper war bis zum Poansatz in dem blauen Wasser verschwunden. Erst jetzt konnte er einen wirklichen Blick auf den attraktiven Körper der Blondine werfen. Selbst aus dieser Entfernung wirkte ihre Haut samtweich und der Ansatz ihres Gesäßes ließ auf ein knackiges Hinterteil schließen. In seinem Hinterkopf musste er sich mit dem Gedanken anfreunden, dass ihm dieser Anblick wirklich gefiel. Cassie war eine grazile Schönheit in dieser Wildnis und was wollte da ein Mann mehr?

Nach einem kargen Essen entschied sich Aiden für eine Mütze Schlaf. In seinem Körper versteckten sich noch immer ein paar Schmerzen und sein “Akku” war für diesen Tag mehr als leer. Schweigend krabbelte der muskulöse Pilot in den kleinen Innenraum des Zelts. Cassie hatte schon ihre Schlafposition eingenommen, aber machte sogar noch etwas Platz für ihn. Ein stimmloses “Danke” kam über seine Lippen. Nach einem kurzen Hin und Her kam der Körper von ihm endlich zur Ruhe. Die Erschöpfung, gepaart mit einer ordentlichen Portion Müdigkeit, übermannten seinen Körper. Noch einmal drehte sich der Pilot zu ihr und schaute sie an. Sein Gesicht wirkte erschöpft und ausdruckslos. Lange würde er an diesem Tag nicht mehr wach bleiben. Er war kurz vor dem Einschlafen.

“Aiden?”, drang die flüsternde Stimme von Cassie an sein Ohr.

Ein müdes “Mhm” war seine Antwort während er sich umdrehte und die Augen aufschlug. Ihre Blicke begegneten sich und für einen kurzen Moment schien es ihm so, als ob er ihre Gedanken lesen könnte. Ein echtes Verständnis entstand für den Bruchteil einer Sekunde zwischen den beiden. Er konnte glasklar ihr Bedürfnis sehen, aber irgendwie schien er wie gelähmt. Sein Herz schlug schneller und der Speichelfluss in seinem Mund wurde grundlos angeregt.

“Du hast doch geguckt”, waren ihre letzten Worte bevor sie ihre Lippen auf die seinen legte.

Instinktiv fuhr er sanft mit seiner Hand durch ihr offenes, langes Haar und hielt an ihrem Hinterkopf an. Seine Zunge bahnte sich ohne erkenntlichen Widerstand einen Weg in ihren Mund und begann ein feuchtes Spiel mit ihrer. Beide Körper rutschten näher aneinander. Ein heimliches Verlangen wurde im tiefsten Inneren von Aiden gestillt. Unbekannte Sehnsüchte wurden in diesem Augenblick durch diesen Kuss befriedigt. Seit dem ersten Kuss war es wie eine Droge. Insgeheim hatte er doch Gefühle für sie.

Mit einem Brummen kroch Aiden am nächsten Morgen aus dem Zelt. Das kratzige Gefühl seiner Stoppeln hatten ihn mehr oder weniger geweckt. Stille herrschte im und um den See. Diesen Zustand des Friedens nahm der Pilot als Anlass um einmal tief Luft zu holen. Die Nacht war kurz gewesen, aber trotzdem spürte er kein bisschen Müdigkeit in seinen Gliedern. Im Gegenteil, er war richtig frisch. Nachdem auch Cassie aus ihren Träumen erwacht war ließ Aiden sie wissen, dass er nun ein kurzes Bad nehmen würde. Die letzten zwei Tage hatten seinen Körper viele Strapazen aushalten lassen und nun wollte er wenigstens ein sauberes Gefühl spüren. Noch halb im Schlaf stimmte die junge Frau ihm zu.

Schnell hatte sich der Pilot seiner dreckigen Kleidung entledigt. Vorsichtig suchte er sich einen Weg in das tiefe Wasser. Er hatte Lust etwas zu schwimmen, denn nur so konnte er seinen Körper ertüchtigen und gleichzeitig reinigen. Gemächlich ging er Schritt für Schritt in das kalte Nass und genoss die ersten Sonnenstrahlen auf seinem nackten Oberkörper. Der Anflug eines Lächelns zeichnete sich auf seinem Gesicht ab und dann sprang er ins Wasser.


- Carida - Trainingsgelände - Waldabschnitt, am See - im Wasser - allein -
 
[Carida - Trainingsgelände - Dschungel - Am See] Tracyn mit Dha, am anderen Ufer Aiden und Cassie

"Und wie sieht es aus? Immer noch alles ruhig?"

"Der Mann, Thiurio, ist gerade aus dem Zelt gekommen. Werden also scheinbar so langsam wach."

Der andere Commando sah nicht auf als er die Antwort gab, stattdessen schraubte er weiterhin an einem DataPad rumschraubte. Tracyn richtete sich wortlos wieder in dem kleinen, improvisierten Beobachtungsposten ein bevor er mit Hilfe eines Markofernglases einen Blick zum Zelt der beiden Piloten hinüber warf.

"Thiurio zieht immer noch seine Runden, Miss Bennet lässt sich nicht sehen..."

"Wie lang soll die Schonzeit noch gehen? Was wir hier machen entspricht nicht unbedingt unserem Auftrag, oder?"

"Nein, nicht wirklich. Heute noch. Sobald die Nacht einbricht gehen wir näher ran und kümmern uns um unsere Aufgabe. Und mir ist dann auch egal, was wir zu hören kriegen, solange wir es hören."

[Carida - Trainingsgelände - Dschungel - Am See] Tracyn mit Dha, am anderen Ufer Aiden und Cassie

[OP: Mehr kommt morgen. Und das war die letzte Nacht, die ihr alle durchgeschlafen habt, versprochen. :P
@Aiden und Cassie: Ich hoffe, das ist so in Ordnung und die Privatsphäre wurde nicht zu sehr verletzt. xD ]
 
[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, Kriegsraum]- Nereus, Admiral Bolitho, Draco

Nereus verfolgte die kleine, offenbar sorgsam vorbereitete Präsentation des Gouverneurs, nicht ohne dabei erstaunt die Augenbrauen zu wölben. Als Kommandant der Accuser hatte er Bespin mehrmals angelaufen ? unter anderem, um Vorräte für die geheime Basis auf Hoth aufzunehmen ? und damals waren ein Sternzerstörer der Victory-Klasse sowie ein Strike-Kreuzer dauerhaft im System stationiert gewesen. Allem Anschein nach waren diese Schiffe später verlegt worden, womöglich um die Flotten zu unterstützen, die an den Angriffen auf Bothawui, Corellia und Bilbringi beteiligt gewesen waren. Die Konsequenzen dieser schnellen Eroberungen wurden jetzt noch offenkundiger, obschon die Kapazitäten der imperialen Werften einiges des Neubedarfs kompensieren konnten. Jedoch scheinbar nicht alles?

?Wir führen einen entbehrungsreichen Krieg, Gouverneur Voracious?, sagte er schließlich, nach einer merklichen Pause.

?Während unsere Truppen damit beschäftigt sind, Planeten wie Corellia und Bilbringi dauerhaft zu befrieden, versuchen wir gleichzeitig, Schlüsselplaneten wie Kuat, Fondor und Bastion so befestigt wie möglich zu halten. Sie mögen es nicht wissen, Gouverneur, aber die Situation des Imperiums ist keineswegs so stabil, wie es den Anschein hat. Vor kurzem ist auf einem Planeten offener Aufstand ausgebrochen und die Analysen deuten darauf hin, dass andere ihm folgen werden. Aufgrund der massiven Expansion des Imperiums der letzten Monate sind unsere Truppen breit gestreut? und dies führt dazu, dass selbst kriegswichtige Planeten wie Bespin vergessen werden. Dort ein zusätzliches Schiff zu stationieren, würde bedeuten, ein anderes System zu entblößen. Wer entscheidet darüber, welches System den größeren Wert besitzt? Die nackten Zahlen? Der Eifer seiner Vertreter??

Nereus begegnete dem Blick des älteren Mannes, aus dem Entschlossenheit und bemerkenswerte Aufopferungsbereitschaft sprachen. Ein überzeugter Funktionär des Imperiums, so viel stand außer Frage, doch seine primäre Loyalität galt wahrscheinlich ? und verständlicherweise ? seinem Planeten.

?Ich verstehe Ihre Sorgen, Gouverneur. Und auch wenn der militärische Geheimdienst der festen Überzeugung ist, dass die Republik außerstande sein muss, eine Streitmacht zum Angriff auf imperiales Gebiet abzustellen, wie Ihre Simulation sie voraussetzt, so haben uns jüngste Ereignisse auf recht unangenehme Art in die Wirklichkeit zurückgeholt. Schläge des Feindes sind nicht mehr auszuschließen ? und tatsächlich sind Planeten wie Bespin die schwächeren Glieder der Kette. Schlägt die Republik genügend Glieder heraus, kann sie bald Schritte in Erwägung ziehen, uns alle Eroberungen streitig zu machen, die wir mit so viel Blut erkauft haben.?

Abwesend strich der Hochadmiral sich über sein Kinn.

?Deshalb habe ich eine Aufgabe für Sie, Commander.?

Bewusst benutzte er nun die militärische Anrede des Mannes, obwohl es fast lächerlich erschien, diesem bedeutend älteren Menschen gegenüber als Vorgesetzter aufzutreten.

?Reisen Sie nach Kuat. Ich werde Sie mit einer Vollmacht ausstatten, die es Ihnen erlaubt, dort einen Kreuzer der Strike-Klasse und zwei Fregatten der Nebulon-B-Klasse zu übernehmen und in Bespins Heimatflottille einzugliedern. Außerdem wird ein Trägerschiff zwei zusätzliche TIE-Staffeln nach Cloud City bringen ? die Wahl des Jägertyps überlasse ich Ihrem Sachverstand.?

Ein kaum wahrnehmbares Lächeln erhellte die Züge des Oberbefehlshabers der imperialen Streitkräfte.

?Ihr derzeitiges Schiff bleibt natürlich Teil dieser Flottille, doch ich würde an Ihrer Stelle das Kommando auf dem Kreuzer übernehmen. Als Gouverneur ? und als Captain der Flotte.?

[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, Kriegsraum]- Nereus, Admiral Bolitho, Draco
 
- Carida -Trainingsgelände - Irgendwo im Nirgendwo - Cassie /Aiden (die Häscher im Gebüsch am Flussufer gegenüber ;)) -

Nach einer wunderbaren Nacht in der sie mehr als gut und tief geschlafen hatte krabbelte die jüngste Bennett herzhaft gähnend aus dem Zelt, hielt aber aprubt in ihren Bewegungen inne als ihr Blick auf Aiden viel der sich gerade seiner Unterhose entledigte und dann gemächlich und splitternackt in den See watete. Mehr als erleichtert darüber das er sie nicht bemerkt hatte da er sich mit dem Rücken zu ihr entkleidet hatte kroch Cassie aus dem Zelt. „Einer muss die Gegend im Auge behalten und Wachen während der andere badet! Der Deal gilt auch heute!“

Ich guck gar nicht! Ich beobachte die Gegend wie es sich gehört! Echt!

Rief die junge Corellianerin Aiden munter hinterher und guckte wie automatisiert doch. Würde irgend ein renomierter Schulverlag das Abbild eines Mannes brauchen, das Abbild eines perfekt gestalteten Mannes sie müssten nur eine Holo Aufnahme von Aiden Thiuro. In Cassies Augen war er perfekt weswegen sie voller Wonne den Blick von seinen breiten Schultern über den kräftigen Rücken bis zu seinem schon verboten knackigen Gesäß wandern lies. „Beine sind ja auch nicht so interesannt!“ faselte sie sich selbt in Gedanken zu als sie wie hypnotisiert auf seinen Knackpo starrte.Verdammt er musste ja wie ein Teufel trainieren! Oder war dieser göttliche Körper das Ergebniss toller Gene? Diese Flamme die sich in ihrem inneren bei ihrem ersten Kuss bemerkbar gemacht hatte und in der gestrigen Nacht endgültig aufgeflammt war während sie sich voller Hingabe ausgiebig geküsst hatten brannte ein weiteres mal hoch. Etwas in ihr wollte ihm direkt hinterher gehen und seinen Körper mit Küssen bedecken wollte sich an ihn schmiegen.....

Cassie lößte sich aus ihrer Starre und kletterte vollends aus dem Zelt. Mit einem weiteren herzhaften Gähnen streckte sich die junge Frau ausgiebig und befand das sie nach der einen schlaflosen Nacht auf dem Baum nun genug geschlafen hatte, sie fühlte sich fit und war bereit heute weit zu wandern. Ein kurzer Griff in ihre Hosentasche und sie hatte ihre erste große Liebe in der Hand, die Zigaretten. Während sie die verblieben Zigaretten zählte (es waren nur noch zehn Stück) versuchte sie über die weitere Taktik für das Training nach zu denken, blieb aber in Gedanken wieder bei Aiden hängen, der mittlerweile fleissig schwamm. Ehrlichen Herzens versuchte sie ihre Gefühle zu erforschen, Fakt war seit dem ersten Kuss nein eigentlich seitdem Aiden sie vor John verteidigt hatte macht ihr Herz jedesmal Luftsprünge wenn sie ihn sah. Sie fühlte sich in seiner Nähe sicher und wohl und geborgen, Gefühlsregungen die in ihrem Leben erst seit ihrem Einzug bei Lilly annhähernd selbstverständlich geworden waren mit Aiden hatten sie schon jetzt, wo sie noch nicht einmal sicher war was da überhaupt zwischen ihnen passierte, eine neue Dimension erreicht.

Diese Feststellung machte es ihr leicht sich die nächste Frage zu beantworten die in ihrem Geist ruhte. War das mit Aiden ein genau so schlichtes hormonelles Strohfeuer wie ihre kurzen aber intensiven Annäherungen mit Ashton? - Nein. Und irgendetwas in ihr war nun verdammt froh darüber das ihr Körper in Ashtons Nähe rebelliert hatte, das sie letztendlich nicht mit ihm geschlafen hatte. Er hatte nicht darum gebeten, trotzdem hatte er dieses Geschenk was sie ihm beinahe gemacht hatte nicht verdient............

Bevor es weiterging (Cassie drehte sich weg als Aiden aus dem Wasser kam und sich anzog) nahm sie sich noch die Zeit um einen kurzen Tagebuch eintrag in ihren Flimsiplast Block zu kritzeln.

Tag 3

OK! Seit meinem letzten Eintrag ist echt was passiert! Ich hab eine Nacht im freien auf einem Baum verbracht nachdem ich von einem echt gefährlichen Ding im Wald angegriffen worden bin! Ich hab natürlich die Ruhe bewahrt und hab meine Klamotten die dieses Monster in beschlag genommen hatte wieder zurück erobert. Man soll sich nicht mit Bennetts anlegen! Da verliert man eh! Selbst wenn man Freundschaft mit uns schließt verliert man ........naja irgendwie. Ach wenigstens wird das Leben mit uns nicht langweilig. Zurück um Thema! Ich bin in der Zwischenzeit auf Aiden Thiuro gestoßen. Ja Aiden........................... wir schweigen am Tag und knutschen in der Nacht............interesannte Perspektive und damit meine ich nicht nur seinen brandheissen Hintern den ich eben gesehen habe sondern auch schlicht was da noch auf uns zukommen wird... Ich meine was soll dieser heiße Kuss letzte Nacht bedeuten? Diesmal können wir nichtmal den Wein als Grund vorschieben........obwohl jetzt könnten wir es unter Stress verbuchen......................er küsst übrigens bombastisch...


Cassie verstaute den Block wieder in ihrem Rucksack aber nicht ohne vorher noch einen breit grinsenden Smilie hinter ihren letzten Satz zu kritzeln. Dann wand sie sich abseits jeglicher verrückt spielender Hormone und professionell dem frisch gebadeten Aiden zu und begann mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen, schließlich wollte man weiter kommen und gut abschneiden bei diesem Training.................


Das Nachtlager wurde von beiden in guter Geschwindigkeit abgebaut, jegliche Spuren wurden so gut es ging verwischt und dann wanderten die beiden in der Nähe des Flusses weiter in richtung eines eigentlich nicht festgelegten Zielpunktes, Cassie meinte aber diesen Fluss auf der Graphik quer durch das Gelände hatte verlaufen sehen. Wenn man in die richtige Richtung gehen würde hatte man vielleicht das Glück in die Nähe des Zielpunktes zu geraten, Cassie hatte diesen als „irgendwo rechts ein paar Kilometer abseits des Flusses“ im Kopf. Würden sie aber genau in die falsche Richtung wandern hatten sie ein Problem. Allgemein war es nicht ohne Risiko sich am Fluss auf zu halten, logischer Weise würden sich alle Teilnehmer wohl zumindest in der groben Nähe von diesem aufhalten, allein wegen dem Trinkwasser. Und ein guter Orientierungspunkt war dieser ebenso. Das würden auch die von Slayer los geschickten „Feinde“ wissen und ihren Vorteil gnadenloß ausnutzen. Man musste also verdammt vorsichtig sein.................

.................hingegen ihrer Erwartungen hatten sie es geschafft erneut ein Nachtlager auf zu schlagen, diesmal allerdings in nicht ganz so perfekter Lage, man hatte sich zwar zwischen dichtem Gesträuch und man musste die Ohren offen lassen.......


Aiden?

Gleiches Zelt, fast gleiche Szene ach das war doch absurd! Cassie schimpfte sich innerlich für diese Unprofessionalität, sie waren schließlich nicht aus Spaß hier und machten einen Campingausflug. Dennoch, auch heute hatten sie wieder bis auf ein paar kurze Worte wenn sie das weitere Vorgehen abgesprochen hatten geschwiegen, lasstete dies Ruhe schwer auf ihr genau wie ihre Gedanken an Aiden die sie den ganzen Tag beschäftigt hatten.

Diesmal habe ich geguckt.

Sie rückte näher an ihn heran und legte dem schweigsamen Mann mit einem frechen Grinsen das ihr Herzklopfen allerdings nicht beruhigen konnte kurz die kleine Hand ans Hinterteil.

Und was ich gesehen hab hat mir gefallen!

Mit innerlicher Freude registrierte sie das er seine Arme öffnete und sie ganz nahe an sich heran rücken lies. Ihre kleine Hand wanderte von seinem Po über seinen Rücken und streichelte diesen sachte und sanft. Cassie die endloß nervös war begann ihn seinen entblößten Hals zu küssen. Sie wollte im Grunde die Distanz zu ihm waren doch das ging einfach nicht! Hoffentlich hielt er sie nicht für eine dieser niveaulosen Frauen wie Alice eine war. Sie war so nicht, alles was sie nun tat tat sie aus voller Zuneigung zu ihm nicht aus schlichtem Trieb. Das hier fühlte sich nach mehr als bloßem „Männlein und Weiblein“ Fortfplanzugstrieb an. Sie wusste nicht was das war, sie wusste nicht wohin das alles führen würde aber es war schlicht mehr......

Wieder trafen sich die Lippen der beiden genau wie in der Nacht zu vor zu einem tiefen Kuss während sich Cassie immer weiter an ihn schmiegte und sich schließlich halbwegs auf ihn rauf gerollt wiederfand während seine Hände auf ihr lagen.

- Carida -Trainingsgelände - Irgendwo im Nirgendwo - Cassie /Aiden (die Häscher bestimmt ganz Nahe ;)) -

OP: Ab jetzt darf gestört oder sonnst was werden ;) @Mile und die anderen
 
[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Im Dschungel] Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie

"In Ordnung, alle Mann aufsitzen! Die Aufklärer haben jemanden aufgestöbert, wir kümmern uns darum."

Innerhalb von Rekordzeit befanden sich seine Soldaten wieder an Bord der Transporter. Mit Höchstgeschwindigkeit rasten diese in Richtung der Stelle, an der sich ein unglücklicher Wolve befand. Die Hetzjagd hatte endgültig begonnen.

Rufe wurden laut, Befehle gebrüllt und Waffen entsichert als die Soldaten die Transporter am Zielort verließen. Wieder einmal brüllten die Mörser auf und dutzende gleißender Lichtkugeln stiegen in dem Himmel um das vor ihnen liegende Gelände mit dem Licht künstlicher Sonnen zu erhellen.


"Trupp Zwei übernimmt die rechte Flanke! Drei nach links! Vier geht außen rum! Los!"

Die Soldaten tasteten sich langsam durch den Wald vor, darauf bedacht den Piloten einzukesseln. Flackernde Schatten, die scheinbar vor dem suchenden Licht der Helmscheinwerfer fliehen wollten sich jedoch plötzlich den Leuchtkörpern am Himmel über ihnen gegenüber sahen, tanzten über die Stämme der Bäume. Keine leichte Situation, wenn man sich verstecken wollte, aber leider kein Ding der Unmöglichkeit. Wärmesichtgeräte waren aufgrund des schwülen Klimas leider völlig nutzlos.

"Sir? Hier sind Fußspuren!"

[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Im Dschungel] Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie, irgendwo in der Nähe Amy

-------------------------------------------------------------------------------------------------------​

[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Hochplateau - Feldlager der OpFor - Kommadozentrale] General Greensleaves

"Ja, verdammt!"

Wütend machte er ein weiteres Mal kehrt während er auf die Antwort der aus dem Komlink erklingenden Stimme lauschte. Er marschierte bis zur gegenüberliegenden Zeltwand wo er sich erneut umdrehte und zurückstürme.

"Ja, ich bin mir sicher! Wir sollen diese Piloten durch die Mangel drehen und sie werden dafür sorgen, dass wir die entsprechenden Freigaben bekommen! Ich will, dass die Flieger in eine Stunde in der Luft sind! Und ich werde keine, ich wiederhole, keine Entschuldigungen akzeptieren!"

Schnaubend beendete er das Gespräch und stöhnte ein weiteres Mal ob der Inkompetenz irgendeines Offiziers der Flugüberwachung. Nur weil fünfhundert Kilometer weiter südlich eine Bomberstaffel übte wollten sie ihm die Luftunterstützung verweigern? Lächerlich!

[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Hochplateau - Feldlager der OpFor - Kommadozentrale] General Greensleaves

-------------------------------------------------------------------------------------------------------​

[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Über dem Dschungel - Landungsfähre] Flight Officer Genz mit ihrem Piloten und Schützen im Cockpit und einigen Soldaten im Passagierabteil

Endlich hatten sie die entsprechenden Freigaben bekommen und hatten starten können. Gerade noch rechtzeitig, um davon ausgehen zu können, dass die über das Geläden verstreuten Wolves sich soeben mit dem Gedanken der Nachtruhe angefreundet hatten. Sie grinste. Das würde heute sicherlich nichts werden.

Suchend strichen die mächtigen Scheinwerfer der Landungsfähre über die Bäume, tasteten sich durch winzige Lücken und waren ständig auf der Jagd nach den Piloten, die sich irgendwo dort unten befinden mussten. Einige Kilometer vor ihnen durchsuchte scheinbar eine Abteilung der Bodentruppen einen Waldabschnitt.

Vermutlich regten sie sich noch immer darüber auf, dass sie in dieser Übung pfleglich mit ihren Gegenspielern umgehen mussten. Bei einer normalen Übung sähe das Gelände wohl mittlerweile ein klein wenig anders aus.

Aber zumindest durften sie die Piloten malträtieren. Lärm und ständige Hetze waren da schon einmal ein guter Anfang. Schlafentzug machte das ganze noch ein wenig interessanter.


[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Über dem Dschungel - Landungsfähre] Flight Officer Genz mit ihrem Piloten und Schützen im Cockpit und einigen Soldaten im Passagierabteil

[OP: Also, ihr habt da jetzt eine Menge Landungsfähren, die im Tiefflug über das Gelände fliegen... Schlafen ist heute nacht nicht drin. :P ]
 
[Carida ? Trainingsgelände ? Irgendwo im Nirgendwo - Dschungel] Mile

Mile wachte am nächsten morgen auf. Er hatte Rückenschmerzen, war aber ansonsten relativ gut ausgeschlafen. Er brauchte 5 Minuten um komplett wach zu werden, aber danach packte er alle Sachen zusammen in seinen Rucksack und marschierte weiter. Diesmal lief er direkt auf den Berg zu. Wollte in die Nähe des Flusses, den Mile hatte wieder Durst bekommen. Vom Hunger gar nicht zu reden. Er war es nicht gewohnt so lange Zeit nichts gegessen zu haben. Sein Körper war es gewohnt, täglich dreimal in der Offiziersmesse seines Schiffes Nahrung zu sich zu nehmen.

Aber wie jeder gebildete Mensch wusste, konnte der menschliche Körper dreißig Tage ohne Nahrungszufuhr auskommen. Solange man genug Wasser zu sich nimmt.

Mile lief also relativ ruhig und ungestört in Richtung des Flusses. So langsam wurde es auch wieder Nacht.

Mile fing auch wieder an nach einem Nachtlager zu suchen und musste leicht schmunzeln, als er in der Nähe einer geeigneten Stelle auch ein anderes Lager fand. Mile holte seinen Blaster aus dem Rucksack und lief langsam und geduckt in Richtung des Zeltes. Es ließ sich aber nicht vermeiden, dass er dabei ein paar Zweige zertrat, sodass die ,,Bewohner" des Zeltes aufgeschreckt wurden. Mile merkte oder vermutete, dass sich etwas in dem Zelt tat und riskierte etwas in dem er seinen Namen und seinen Rang zu erkennen gab und erwähnte, dass er am Überlebenstraining teilnahm.

Er blieb solange draußen und auch leicht hinter einem Baum versteckt, bis er die Reaktion der anderen gehört bzw. mitbekommen hatte.

[Carida ? Trainingsgelände ? Irgendwo im Nirgendwo - Dschungel] Mile; im Zelt: Aiden, Cassie
 
[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände - Im Dschungel] Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie, Amy

Amy verfluchte sich für ihre Unachtsamkeit, die Späher schienen ihr auf die schliche gekommen zu sein, denn als sie sich näherten hörte Amy Wortfetzen eines Kom Gespräches. Unterstützung war schon unterwegs...
In kürzester Zeit erhellte sich der Himmel durch Möser Geschosse. Sie musste hier weg oder es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie entdeckt werden würde. Langsam un Vorsichtig kroch sie aus dem Busch und erhob sich. Es war mittlerweile recht laut geworden und so konnte sie gut abschätzen wo ihre Gegner waren. Sie zog sich langsam Rückwärts zurück, doch die Verfolger mussten sich nicht leise bewegen und holten langsam auf...
Als sie jemanden rufen hörte, dass er Fußspuren gefunden hätte vergas sie alle Vorsicht und spurtete in die andere Richtung los. Amy brauchte alle Körperbeherschung die sie aufbringen konnte um nicht an Tempo zu verlieren und gleichzeitig nicht an den Unzähligen Wurzeln, Steinen und Sandhügeln hängen zu bleiben. Wie ein Hase versuchte sie zwichen den Bäumen Haken zu schlagen...
Die Stimmen hinzer ihr wurden leiser, warscheinlich war sie aufgrund des geringen Gewichts etwas schneller als ihre Verfolger.
Sie spurtete sie um einen dicken Baum und prallte fast gegen einen Soldaten der Neuen Republik. Voller Adrenalin streckte sie ihre Hände wie automatisch nach vorne und fühlte erneut das Kribbeln in ihrem Körper, sie blieb eine Sekunde stehen und sah den Soldaten gerade noch gegen einen Baum fliegen. Schnell schüttelte sie ihre Verwunderung darüber, dass sie erneut die Macht benutzt hatte ohne es wirklich zu beherschen, ab und sprintete weiter.
Über ihr ertönten die lauten Geräusche eines Schiffes und immer wieder schnitten Lichtkegel durch die Baumdecke. Sie musste sich verstecken, nur wo. Wie herbeigezaubert tauchte vor ihr eine verfallene Häuschenruine auf(Sez). Schnell sprintete sie darauf zu, in der Hoffnung genug Zeit für einen Plan zu schinden.

[Carida - Weitläufiges Trainingsgelände] Amy, (Sez)
 
Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Janson

Jansons Überlegungen endenden abrupt mit einer von ihm aus den Händen gerissenen Entscheidung. In der Ferne konnte er Leuchtfeueraketen sehen ? die Jagd auf die Wölfe hatte offensichtlich begonnen.
Er entschied sich also, die Ruine als Nachtlager ? nein, das war ob des rasch anschwellenden Lärms der Verfolger der falsche Ausdruck ? die Ruine also als Deckung und Ausgangspunkt für eine Flucht in den Schutz der Nacht in der steppenartigen Landschaft benutzen. Vorhin im Dschungel mochte es bessere Gelegenheiten zur Flucht und bessere Verstecke gegeben haben ? dummerweise musste er aber an diesem verfluchten Berg vorbei, um zu dem von Slayer genannten Treffpunkt zu kommen und dieser Weg führte eben durch diese verdammte Steppe.
Jetzt musste er doch grinsen ? über sich selber. Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so oft innerhalb eines Satzes geflucht hatte. Wann er überhaupt jemals so sehr geflucht hatte. Fast schien es so, als würde ihn diese Herausforderung doch nervöser machen, als er vor sich zugeben wollte.

So gut es ging, richtete er sich also in der Ruine ein und harrte der Dinge, die kommen würden. Langsam wurde es vollends dunkel und Jansons Magen war dazu übergegangen, seinen Unmut etwas vernehmlicher kund zu tun. Viel schlimmer jedoch war der Durst. Zwar hatte er etwas Wasser finden können ? der Überrest vom letzten Regenguss, welches sich in einer Delle eines rostigen Metallstücks gesammelt hatte und nun schon ordentlich abgestanden war. Insektenlarven tummelten sich munter darin und weiß der Himmel, welches Getier schon darin gebadet und davon getrunken hatte. Janson war wirklich nicht wählerisch, aber sein Leidensdruck war noch nicht groß genug, als dass er davon getrunken hätte. Doch sicherlich war das alles nur eine Frage der Zeit.
Denn auch die Verfolger waren inzwischen nicht untätig und waren dazu übergegangen, mit Landefähren im Tiefflug die Umgebung abzusuchen. Mürbe wollten sie also die Piloten machen ? ein Job, der eigentlich ihnen zustand. Welch Ironie des Schicksals. Doch dieses war im Augenblick selbstgewählt und Janson beschloss, sich die Situation zu nutze zu machen und so gut es ging, daraus zu lernen. Sobald es etwas ruhiger geworden war und sie ihn nicht schon vorher in seinem Versteck aufgespürt hätten, würde er sich auf und davon machen.

Nochmals war eine gute halbe Stunde vergangen. Der Staffelführer der Wolves hatte sich inzwischen dazu entschlossen, dass brackige Wasser aus dem Metallteil mittels Dekontaminationstablette wenigstens von den kleinsten, krankmachenden Teilchen zu befreien und die zappeligen Lebewesen darinnen beim Herunterschlucken nicht zu bemerken, um sich so wenigstens von der schlimmsten Trockenheit in seiner Mundhöhle zu befreien. Ein wenig erfrischt fühlte er sich danach immerhin.
Immer noch zogen die Landefähren stetige ihre Kreise über seinem Kopf hinweg. Sogar dösen oder gar schlafen ? automatisierte Beschäftigung aller Piloten in Zeiten des Nichtstun - war ausgeschlossen, da immer die Gefahr bestand, von etwaigen Verfolgern aufgespürt zu werden.
Ein leises Geräusch ließ ihn zusammenzucken. Janson war ganz sicher, dass da jemand war. Alamiert erhob er sich aus seiner sitzenden Position, vergewisserte sich, dass Rucksack für einen flüchtigen Beobachter unsichbar verstaut war und schlich sich hinter die Reste eines Pfostens in Deckung. Wenigstens hatten sich seine Augen recht gut an die Dunkelheit gewöhnt und die kreisenden Lichtkegel der Suchscheinwerfer hatten ihm einen guten Überblick über seine unmittelbare Umgebung erlaubt. Jetzt fiel ihm auch die einzelne Gestalt (Amy) auf, die sich rasch der Ruine näherte.
Nach ein paar kurzen Augenblicken jedoch gab er sich selber Entwarnung. Die Gestalt war alleine, blieb das auch eine Weile und war nicht uniformiert. Es musste sich mit ziemlicher Sicherheit also um eine der eigenen Leute handeln.
Als die Gestalt sich anschickte, die Ruine zu betreten, handelte er. Möglichst lautlos näherte er sich ihr von hinten an, verschloss ihr den Mund mit einer Hand,um unnötigen Lärm zu vermeiden und zog sie dann in die Deckung hinter dem Pfosten zurück. Erst dort gab er sich zu erkennen, nachdem er sich vergewissert hatte, dass es sich tatsächlich um keinen in NR-Uniform kostümierten Gegner handelte. Aber es schien sich auch nicht um einen der Wolves zu handeln.


?Pschh. Ich bin's, Sez. Ich nehme die Hand von ihrem Mund, wenn Sie mir mit einem Nicken zu verstehen geben, dass Sie nicht schreien.?

In diesem Moment fiel ein Lichtstrahl der Suchscheinwerfer durch ein verfallenes Fenster direkt auf das Gesicht der Gestalt und offenbarte ... Amy Skyrose. Jansons Laune sank um einige Grade, aber er ließ es sich nicht anmerken. Rasch nahm er die Hand von ihrem Mund.

?Nun gut, Skyrose. Sie machen also auch mit und haben es bis hierher geschafft. Ich hoffe Sie können mir berichten, dass Ihnen keiner gefolgt ist.?

Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Janson mit Amy und vermutl. Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie im Anmarsch

[OP: ich hoffe, dass ich nichts übersehen habe]
 
Carida ? Akademiegelände, Treffpunkt der Wolves - Billie

Lange starrte sie der Commodore hinterher, die mit dieser Sekunde wohl zu ihrer Meisterin geworden war. Es hatte etwas feierliches in jenem Augenblick gelegen und doch war gleichzeitig erneute Verwirrung in ihr gesät worden. Aber sie war sicher, dass Antworten folgen würden ? bald schon, sehr bald.
Ein grimmiges Lächeln erschien auf ihren Zügen und ihre Haltung straffte sich.

Ihr Fokus richtete sich dann auf Skyrose, zu der ihr endlich die passende Hintergrundgeschichte eingefallen war. Skyrose, ehemalige Hawk, die sich mit Jace duelliert hatte. Skyrose, Feindin des Imperiums, ?Fundstück? von Kratas ? wie Slayer sie bezeichnet hatte. Und nun sollte diese als Adeptin und Imperiale an der Ausbildung teilnehmen? Sie musste in Gefangenschaft geraten sein, oder hatte sich selber ausgeliefert. Und hatte ein ähnliches Schicksal wie Billie erlitten? Skyrose war also Schülerin von Slayer geworden, wie sie soeben Schülerin von Kratas geworden war. Aber Kratas traute ihr nicht vollends über den Weg.
Nun denn, dann war es wohl an der Zeit sich ebenfalls auf den Weg zu machen, denn Skyrose war mit den Wolves in den Gleitern verschwunden.....

Es dauerte einige Zeit, bis sie gefunden hatte, was sie suchte: die Sammelstelle und provisorische Einsatzzentrale der Kostümtruppe, welche die Wolves verfolgen sollte. Nett sahen sie aus in ihren Uniformen des Feinds. Fast sogar realistisch. Man hatte sich tatsächlich alle Mühe gegeben. Und beinahe alle hatten sich schon auf den Weg gemacht. Doch was sie nun benötigte war kein Kostüm, sondern Ausrüstung, ein Transportmittel und vor allem Koordinaten.
Wenig später war sie fündig geworden, nachdem sie beim erstbesten Sergeanten nachdrücklich geäußert hatte, dass sie im Auftrag von Kratas handelte (um welchen der beiden es sich handelte, ließ sie absichtlich offen), der ihr erlaubte, sich zu nehmen, was sie brauchte. Die hochgezogene Augenbraue des Sergeanten übersah sie geflissentlich und seine Frage nach Authentifizierung beantwortete sie mit einem dahin geblafften:
?Der Auftrag geht Sie nichts an. Ist ganz alleine meine Sache. Wollen Sie tatsächlich Kratas verärgern, indem Sie mir Hilfeleistung untersagen??
Das half. Billie bekam (imperiale) Kampfausrüstung, Gepäck und Proviant. Und endlich ? mit einem dezenten Hinweis darauf, dass Kratas selber sich auf Carida aufhalte und sich auf sie verlasse ? auch Koordinaten und ein Speederbike.

Seit einigen Stunden war sie nun schon unterwegs und es dämmerte bereits. Leuchtfeuerraketen waren abgefeuert worden, Gleiter donnerten über das Gelände hinweg und Soldaten auf Speederbikes und zu Fuß patroullierten durch den Dschungel. Es war ein gewaltiges Spektakel, was zu Ehren der Wolves zelebriert wurde.
Billie hatte ihr Bike zwischen den Bäumen geparkt. Der Dschungel war inzwischen so dicht geworden, dass sie ständig drohte mit irgendwelchen Gewächsen zu kollidieren oder sich in Lianen zu verfangen. Außerdem hörte sie ganz in der Nähe Stimmen,die davon sprachen, dass jemand aufgespürt worden war.
Leise schlich sie sich näher und der Truppe hinterher. Da war sie, Skyrose und gerade mit einem Soldaten des "Feindes" zusammengestoßen, der zu Billies Verwunderung plötzlich ein gutes Stück nach hinten flog. Sie bemerkte das kurze Zögern von Skyrose danach, welche dann aber rasch die Flucht ergriff. Billie fühlte sich schlagartig an die Szene in der Kantine auf der ?Intimidator? erinnert, in der sie ebenso verwundert wie Skyrose eben, registriert hatte, dass Dinge durch die Luft geflogen waren.
Doch sie verharrte nur kurz in ihrer Starre und setzte dann der ehemaligen Republikanerin nach, deren Weg nach einer Strecke durch offeneres Gelände zu einer kleinen Ruine zu führen schien.........


Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? in der Nähe die Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Billie in Deckung zwischen einer kleinen Felsgruppierung
 
[Carida - Akademiagelände - Vor dem Verwaltungsgebäude]
[Mit Nereus und Admiral Bolitho]


Die Stimme, mit der Nereus nach einem kurzen Moment des schweigens, den weiteren Teil des Gespräches eröffnete klang ebenso wenig ermutigend wie dessen ersten Satz. Die Kriegsumstände waren dem imperialen Gouverneur wohl bewusst, doch versetzten ihn die Worte bezüglich eines Planeten auf dem kürzlich ein Aufstand entstanden sei, in eine Art beunruhigende Erstaunung. Ässerlich verharrte Draco noch immer hinter seiner ernst entschlossenen Miene, dahinter schwand jedoch langsam die Hoffnung auf die gebetene Unterstützung... Und dann wechselte die Mimik und Stimmlage des Höherrangigen, was das unlöschbare Feuer im Innern des Kommandanten wachsen liess. Die Zuversicht stieg mehr und mehr. Der Hochadmiral befürchtete ebenfalls dass die Rebellion einen Schlag gegen Bespin ausüben könnte, wobei der Gasriese natürlich nicht das einzige Glied der Kette sein würde, deren Glieder die der Gegner zu entfernen versuchen würde. Ernst nickte Draco... zu viele Männer und Frauen haben ihr Leben gelassen, als dass der Hochadmiral den Feind eine solche Gelegenheit geben würde, darauf betete der Commander mit einem innerlichen Stossgebet, das durch überraschende Worte von Seiten Kratas' abgebrochen wurde. Aufgabe?

"Jawohl, Hochadmiral."

Er sollte nach Kuat reisen... würde Nereus... Strike Kreuzer... zwei Nebulon B Fregatten... zwei TIE-Staffeln... Heimatflotte Bespins. Draco musste sich ernsthaft zusammenreissen um nicht das Kinn hinuntersacken zu lassen, oder vor Freude auf den Boden zu Knien und für die Erfüllung des Stossgebetes zu danken. Die Augen des älteren Mannes wuchsen jedoch merklich, was dem imperialen Oberbefehlshaber vermutlich aufgefallen war, da dessen Lippen ein seltsames Lächeln umspielten... oder...

"Ihr derzeitiges Schiff bleibt natürlich Teil dieser Flottille, doch ich würde an Ihrer Stelle das Kommando auf dem Kreuzer übernehmen. Als Gouverneur ? und als Captain der Flotte."

Tatsächlich verkrampften sich die Lippen des Gouverneurs, als er sein Kinn mit deren Hilfe hinaufziehen musste. Trotz dieser Überraschung erinnerte sich Draco an die Umgangsweise mit höherrangigen Imperialen und hob die Handfläche zur Stirn.

"Ich danke Ihnen, Hochadmiral Kratas. Seien Sie versichert, dass Sie Ihre Entscheidung nicht bereuen werden."

Seit Anfang des zweiten Satzes hatte Draco seinen etwas überraschten Gesichtsausdruck wieder gegen den üblichen militärischen Ernst eingetauscht, für den er innerhalb der Crew bekannt geworden ist... Ernst und Gehorsam.

"Ich werde sofort nach Kuat aufbrechen. Heil dem Imperium!"

Die Hand sank von der Stirn wieder in den Hüftbereich des Mannes, als sich dieser nach der Bestätigung von Nereus auf der Stelle drehte und Richtung Ausgang verschwand. Die Luft streifte angenehm durch die grauen Kopfhaare des Captains, welcher tief durchatmete. John Davis Tyler schritt langsam auf seinen Vorgesetzten zu, der die Augen geschlossen hielt und angenehm lächelte.

"Sir? Ist Ihr Gespräch mit Hochadmiral Kratas erfolgreich verlaufen?"

Draco öffnete langsam die Augen, betrachtete den Himmel und wandte sich schliesslich dem ersten Offizier der "FOR" zu.

"Bespin wird die Unterstützung erhalten, die zur Sicherheit des Planeten notwendig sind."

Tyler wirkte misstrauisch.

"Ich kenne Sie inzwischen zu gut um zu wissen dass das nicht alles ist, Sir."

Nun musste der alte Mann grinsen... war er wirklich so leicht zu durchschauen? Eigentlich beunruhigend.

"Das ist richtig, Officer Tyler... Hochadmiral Kratas hat mich vor wenigen Sekunden zum Captain über einen Kreuzer der Strike-Klasse ernannt. Keine Sorge, die "Flames of Revenge" wird nach Aussage des Hochadmirals ein fester Bestandteil von Bespins Heimatflotte darstellen."

"Lassen Sie mich der erste sein, der Ihnen zu Ihrer Beförderung gratulieren darf, Sir."

Inzwischen hatten sich beide Männer in Bewegung gesetzt, um die Korvette Dracos zu besteigen.

"Ich danke Ihnen, Officer Tyler. Ich hätte gerne, dass Sie es der Mannschaft erzählen... ich muss mich eine Weile hinlegen. Dieser rätselhafte Traum hat mich enorm ermüdet."

Tyler bestätigte den Wunsch des Captains, als die Beiden das Transportschiff des Imperiums betraten. An die Wanderung zur Loge des Kommandanten konnte sich Draco nicht mehr erinnern, einzig der Ruck des Hyperraumantriebes blieb ihm im Gedächtnis. Hatte er Tyler von dem neuen Reiseziel erzählt? Vermutlich...



[Carida - Akademiagelände - Vor dem Verwaltungsgebäude]
[Alleine]
 
.:: | Trainingsgelände der Akademie | Unterholz | Kyra

Die Senke, in welcher Kyra ihre Nächtigung zugebracht hatte, erwies sich am kommenden Morgen von Tag 3 des Überlebenstrainings als ziemlich sichtgeschützt. Da hatte sie wohl des Nachts schlichtweg gut Glück gehabt, das sie nicht die zwei, drei Meter Abhang runtergestolpert war. Ihr Rücken dankte es jedoch mit höllischen Qualen, als sie sich aufgerichtet hatte. Kein Schlafsack, oder irgendeine stabilisierende Matte unter ihrem Körper hatten der zierlichen Pilotin Verkrampfungen und Verspannungen der schönsten Sorte eingebracht. Nur zaghaft hatte sie angefangen sich zu bewegen, letzten Endes aber mit schierer Gewalt den Schmerz versucht auszublenden und wieder voll Bewegungsfähig zu werden. Aber erst Stunden später hatte sie sich Bewegen können, ohne irgendwelche ablenkenden Schmerzen zu vernehmen. Allzu schlimm war das alles natürlich nicht. Kyra hatte früher, zwar keines Falles vergleichbare Dinge erlebt, aber ähnliche Situationen was das wachwerden anging, durchlaufen und konnte damit umgehen. Nichtsdestotrotz war sie jedoch weit weniger vorbereitet gewesen wie es letztendlich sein würde. Aber wer konnte so was schon ahnen? Animal vielleicht. Irgendetwas an ihm erinnerte sie an einen Typen der lange Zeit auf einem zumindest unwirtlichen Planeten zugebracht hatte und mit ein paar Sitten der Natur vertraut war. Man konnte nicht sagen das sie keine Erfahrung hatte. Aber es war schlicht und ergreifend so, dass sie in ihrem bisherigen Beruf nie damit konfrontiert worden war. Was sollte ein Pilot schon mit Häuserkampf, Foltertechniken, Einschleichmethoden und all dem Schnick Schnack anfangen? Tja. Und jetzt sitzt du hier Mädchen, dachte die blond gefärbte im Stillen, während sie vor und hinter einigen Sträuchern kauerte. Notdurft konnte manchmal echt nervig sein?

Um die Mittagszeit rum, konnte selbst Kyra das Grummeln in ihrem Magen nicht mehr ignorieren. Nachdem sie schon allerlei kleine Tiere gesehen hatte, die sie sich immer wieder zubereitet und klein geschnitten auf einem riesigen belegten Brot vorgestellt hatte, war es an der Zeit, dass auch sie endlich zu etwas Nahrung kam. Wie viel Uhr es war konnte sie nicht sagen. Lediglich das die Sonne ihren Zenit überschritten hatte, aber noch keine Dämmerung in Sicht war. War ihr ehrlich gesagt im Moment egal. Der Tagesmarsch und die fortwährenden Paras hinter sich jemanden zu spüren, oder zu hören, hatten ihr für heute den Rest gegeben. Allein als sie pinkeln musste, aber genau in dem Moment mal wieder meinte, das da jemand hinter ihr war und das sehr dicht. Dreimal verflucht. Jetzt jedoch kniete sie vor einem Strauch, der mit irgendwelchen Beeren behangen war. Unglücklicherweise gab es davon nicht mehr viele, sodass Kyra gerade mal knapp ihre zwei Hände damit füllen konnte, sehr, sehr knapp. Das die Dinger essbar waren, hatte sein Zeit gedauert. Nicht nur das sie überlegt hatte, ob nun essen oder nicht, sie hatte auch ihre Zeit gebraucht, bis sie einfach rumgepult und ein kleines Stück in den Mund gesteckt hatte. Dann etwas warten um festzustellen ob sich da ? wegen Giften und dergleichen ? etwas tat. Glücklicherweise war ihr vor dem Verzehr eingefallen, dass eine zu kleine Menge vielleicht nicht ausschlaggebend war. Also hatte Kyra die bereits zerfledderte Beere noch einmal so gut ihr mit den Fingern möglich war, in zwei Hälften gerissen und kurzum die eine davon gegessen. Töricht, aber letzten Endes war auch nichts passiert, als sie noch die zweite Hälfte gegessen hatte. Nach der vierten war ein bitterer Geschmack in ihrem Mund aufgestiegen und sie hatte aufgehört die Dinger zu essen. Sie hatte schlussendlich Kopfschmerzen bekommen und das Gefühl, sie würde vor Hitze gleich zerfließen. Ihre Körperausdünstungen waren demnach wirklich allererste Liga, was Verwilderung angingen. Hoffentlich roch das kein Raubtier und fand es schmackhaft. Aber um das schmackhaft zu finden? Kyra vollendete den Gedanken nicht. Das Tier was an dessen Ende stünde, wäre sowieso noch in völliger Dunkelheit grottenhässlich. Und so vergingen weitere Stunden, in denen sie durch das Unterholz schlich, sich irgendwo unterkauerte und dann, als es ihr halbwegs besser ging, der Hunger zurückkehrte.
Nicht nur der ärgerte sie, sondern mit einem Mal kam eine riesengroße Portion Pampigkeit angeflogen und fing ihre Gedanken ein. ?Diese verdammt, verfluchte Übung, wieso zur Hölle noch mal sollten sie das überhaupt durchmachen? Elite hin oder her, sie warne Piloten und keine Sturmkommandos! Sollten sie denen doch das Fliegen besser beibringen und nicht ihnen das Leben so verdammt schwer machen! Was mussten sie denn bitteschön noch beweisen, sie waren exzellente Piloten! Konnte sie doch nichts dafür das die Halbe Staffel keine Eier hatte und einfach davon lief! Maaaaaaaaan! Kotzen könnt ich! Verfluchter Gundarkdunst! Dreimal verfluchter Rontomist! Und außerdem?.! Beim Barte des Eremiten von Ywagmoth! Wo verkrifft gibt es hier was zu essen!? Als habe der Himmel und die Macht ihre Flüche erhört huschte ein buschiges etwas auf sie zu, tänzelte zwischen ihren Beinen hindurch und verschwand im Unterholz vor ihr.

Kyra stürtzte nach vorn und verfolgte das? Tier. Was auch immer es sein mochte. Sie kam ihm nicht viel näher, verlor es aber nicht aus den Augen. Haken schlagend veranstalte sie eine Menge Krach, zumindest im Vergleich zu sonst, fühlte sich dessen aber im Moment nicht schuldig. Sie hatte Hunger, sie wollte etwas essen, das auch schmeckte! Doch während der Verfolgungsjagd ging ihr auf, dass sie das Tier auch irgendwie? zubereiten musste. In ihrer noch immer schwelenden Wut, die letztlich auch dafür gesorgt hatte das ihr Glieder mit einem Mal o stark wirkten, sie überhaupt vorwärts trieben, ging es Kyra ein, sich für einen Stein zu bücken und weiter zu hechten. Das Tier wieder einzuholen war nicht gerade einfach, aber sie fand es wieder und auf gut Glück schmetterte sie den Stein in dessen Richtung, als sie über eine Lichtung huschten. Sie traf zwar, doch noch als sie auf ihren Knien den Boden berührte, regte es sich wieder. Wohl nur kurz benommen. Ohne nachzudenken hatte sie den Stein in der Hand und zerschmetterte damit das Aufbegehren des kleinen Tiers zur Flucht.
Doch umso mehr sie darüber nachdachte, es war weit einfacher gewesen es zu töten, als das was jetzt unweigerlich folgen würde. Sie würde irgendwie an das so kostbare Fleisch gelangen müssen, das da unter dem borstigen Fell nur darauf wartete von ihr in Empfang genommen zu werden. Mit blutigen Händen und ein paar Spritzern im Gesicht packte sie Stein und Kadaver, ehe sie sich erhob und einen Verband um das tropfende tote Tier zu binden. Nicht das ihr jetzt eines der hier bestimmt ansässigen Raubtiere auf die Färte kam, nur weil sie endlich auch was zu essen hatte. Irgendwo hier in der Nähe konnte man ein Rauschen hören und dahin machte sie sich auf. Es stellte sich als einen halbstündiger Fußmarsch heraus der sie an einen tosenden Wasserfall geführt hatte. Er lag beinahe schon zu versteckt, als das er Wirklichkeit sein konnte. Irgendwo am Hang des Berges den sie schon seit gestern immer mal wieder durch die Baumkrone hatte erhaschen können. Rundherum nur Bäume und Felsen.
Für Kyra gerade recht, hier hatte sie vielleicht ein wenig Ruhe. Daher suchte sie sich, ein von den Blätterdächern geschützten Fleck direkt am Wasser und kramte den Kadaver wieder hervor. Jetzt wo sich ihre Wut gelegt hatte, kostete es sie einiges an Überwindung, doch schlussendlich hatte sie einen etwas zugespitzten Stein gefunden und hieb auf das Tier ein. Es musste sein. Sie hatte Hunger und sie war nicht gewillt zu sterben, es gehörte zu dieser Übung und sie würde vermutlich nie wieder in diese Situation kommen. Doch mit jedem schlag wurde es einfacher. Nach einem Dutzend und etwas mehr, konnte sie sogar ohne zusammen gekniffene Augen hinsehen? verteilte dabei immer mehr rot auf dem Stein und ihren Händen, bis sich endlich erste Erfolge zeigten?


.:: | Trainingsgelände der Akademie | Unterholz | abgelegener Wasserfall am Berg | Kyra
 
[Carida] - [Trainingsgelände] – [Dschungel nahe Fluss] - [Animal]​

Sein „Mahl“, diese Bezeichnung hatte es nicht wirklich verdient gehabt, war nicht besonders ergiebig gewesen. Ganz so wie er es vermutet hatte aber es reicht um die nächsten Stunden nicht vom Hungergefühl abgelenkt zu werden. Aber er hatte schon weit weniger zu essen gehabt und so störte es ihn nicht weiter. Auch die Zubereitung war nicht so aufwendig gewesen und wieder hatte sich sein Messer beim Entfernen des Fells verdient gemacht. Auch die Tatsache das er ein Feuer hatte und auch lieber keins anmachte, der Verfolger wegen, hatte ihn nicht von seiner Mahlzeit abgehalten. An die „alten Zeiten“ gedenkend hatte er das Vieh roh verspeist. Es war sehr gewöhnungsbedürftig aber letztendlich hatte er es bis auf die Knochen verzehrt. Über diese Gedanken schlief er auf dem breiten Ast an dem angelehnt an den Stamm saß ein. Als er wieder aufwachte war es bereits hell und anscheinend hatte er bis in die Mittagszeit geschlafen. Die Hitze war beinahe unerträglich, komisch das er nicht aufgewacht war. Er musste sich zusammenreißen. Er war wirklich eingerostet. Erst die Sache mit dem Fluss und dann dieser lange und vor allen tiefe Schlaf. Ein Glück das ihn die Häscher nicht erwischt hatten. Das durfte nicht wieder vorkommen.


Er sprang von dem Baum und horchte in den Wald. Außer dem lauten Gezwitscher der Vögel und dem Wind in den Blättern, hörte er das Rauschen des Flusses. Er würde sich weiterhin am Flusslauf orientieren um so wieder einen Anhaltspunkt auf seine Position zu finden. Dies würde zwar einige Zeit in Anspruch nehmen, doch war es die sicherste Methode um sich nicht noch mehr zu verlaufen. Noch einmal prüfte er seine Umgebung bevor er sich aufmachte sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sein Weg zum Zielpunkt, zumindest hoffte er das er sich im Moment nicht allzu weit davon entfernte, wurde nicht unterbrochen und so kam er trotz des Geländes gut voran. Dann, es waren wohl schon vier Stunden vergangen, sah er etwas das seine Aufmerksamkeit erregte. Als er sich durch einen erneuten Wall aus Gestrüpp und Gewächs gekämpft hatte, lagen vor ihm zwei, in Republikkleidung gehüllte, Männer, offenbar bewusstlos. Ein genaueres Untersuchten der Beiden bestätigte diese Annahme. Plötzlich fing einer der Häscher an sich zu bewegen. „Warum war mir klar das das passiert?“ Ohne lange zu zögern, holte er aus und verpasste dem aufwachenden Kerl einen Schlag direkt in die Gesichtsmitte, der ihn sofort wieder zurück in das Land der Träume schickte. Sofort lehnte er sich über den zweiten Soldaten, von welchem er vermutet das er ebenfalls erwachen musste, was er auch prompt tat. Einen weiteren Schlag später schlummerte auch dieser Soldat weiter wie davor.

Diese zwei dürften in die nächsten Stunden nicht verfolgen, dessen war sich Animal sicher. Kurz überlegte er ob er einen der Beiden nicht einfach als Proviant mitnehmen sollte, doch er verwarf diesen Gedanken so schnell wie er gekommen war. Noch war das Training nicht fordernd und auslaugend genug das er sich an Menschen vergreifen würde ganz zu schweigen von den Problemen die der Transport dieses Kerls mit sich brächte. So ließ er sie „unberührt“ liegen und ging seines Weges.

---einen Tag später---
Noch immer wanderte er durch den Dschungel, immer dicht am Fluss entlang um die Orientierung zu behalten. Von Häschern war keine Spur gewesen und selbst andere Auffälligkeiten waren keine aufzuweisen. Doch von der Jagd wusste er das Langeweile zu Unaufmerksamkeit führen konnte und nach Angaben von diesem Captain Slayer würde dies früher oder später in diesem Training bestraft werden. So blieb er immer Aufmerksam und ging selbst bei kleinsten Geräuschen sichtlich in Deckung um sich zu vergewissern was da auf ihn zu kam. Aber trotz allem musste er feststellen das er sich wieder gut an die Umstände gewöhnt hatte und immer besser zurecht kam. Den Vormittag hatte er damit verbracht zu jagen und sich so genügend Nahrung für einen Tag besorgt. Nicht unbedingt lecker, wenn man bedachte das sämtliche Reptilien und anderes Viehzeug an seinem Gürtel gelandet waren wo sie nun tot und kalt baumelten.

Plötzlich hörte er ein deutliches Knacken im Gestrüpp und sofort verdreifachte sich seine Vorsicht. Häscher? Wenn ja waren sie wirklich eine Beleidigung für sein Können so plump wie sie durch den Busch marschierten. Eine Weile hielt dieses Knacken an bis es vollkommen verstummte. Animal, dessen Interesse mehr als angeregt war, verließ das Gebüsch das als seine Deckung gedient hatte und arbeitete sich weiter, immer in Richtung des Knackens, zumindest dorthin wo er es zu hören geglaubt hatte. Mittlerweile war es wieder so still wie immer und Animal glaubte fast ein Opfer seiner Fantasie geworden zu sein, als sich das Geräusch von sich immer wiederholende Schläge den Weg in sein Ohr bahnte. Es kam vom Fluss. Flink setzten sich seine Beine in Bewegung und er begab sich zum Fluss wo er dieses Geräusch hörte. Wenn das jemand dieser Wolves war, würde er ihn wohl ein wenig unterstützen müssen. Auch wenn es ihm widerstrebte , doch zu zweit war es einfacher als allein. Innerlich hoffte er das es nicht Cassie war, die dort auf etwas rumschlug. Denn mit ihr an seiner Seite würde es gewiss um einiges schwerer werden. Als das Geräusch immer näher kam, wurde auch das Rauschen, das vom Fluss ausging immer lauter und als sich die dichten Baumreihen lichteten erkannte er warum. Ein Wasserfall, dessen Anblick fast einlud inne zu halten und es zu genießen. Doch viel mehr als der Wasserfall interessierte ihn die Person die in dessen Nähe saß. Kyra. Und jetzt wusste er auch woher dieses Schlagen kam. Sie drosch wie eine Wilde auf einem kleinen Wesen herum, das wohl schon vor Minuten gestorben war.

„Wenn du so weiter machst, wird nicht mehr viel übrig sein was du Essen kannst.“

Erschrocken drehte sie sich herum, doch fing sie sich recht schnell als sie ihn erblickte.
„Probiers damit.“ Er warf ihr das Messer zu welchen sie geschickt fing und setzte sich dazu, während er eines der gefangenen Tierchen vom Gürtel nahm. „Ein Wunder das ich dich zuerst entdeckt hab und nicht unsere „Verfolger“, soviel Krach wie du machst.“


[Carida] - [Trainingsgelände] – [Dschungel nahe Fluss] - [Kyra, Animal]​
 
Zuletzt bearbeitet:
[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, Kriegsraum]- Nereus, Admiral Bolitho, Draco

Nachdenklich sah Nereus dem Gouverneur Bespins hinterher, als dieser sich mit schwungvollem Tritt aus dem Kriegsraum entfernte. Sein Problem hatte nun einiges an seiner Bedrohlichkeit verloren? doch auf Nereus wartete eine ganze Armee ähnlicher Bedrohungen.
Gegen seinen Willen musste der Hochadmiral lächeln. Das war der Preis der Befehlsgewalt, oder nicht?
Bolitho indes manipulierte den Holoprojektor, sodass das Galaxis-Hologramm, welches der Simulation des Gouverneurs gewichen war, ebenfalls in sich zusammenschrumpfte und schließlich verschwand.


?Er ist gefährlich, Sir?, sagte der Admiral plötzlich. Etwas erstaunt wandte Nereus sich zu ihm um, doch auch ohne in Bolithos besorgtes Gesicht zu sehen, wusste er, dass der andere Offizier kaum den loyalen Gouverneur Bespins meinte.

?Denken Sie an Bothawui? die Opfer von Drev?starn waren überflüssig und könnten uns schon bald teuer zu stehen kommen. Niriz hat den Bothans einen Haufen Märtyrer geschenkt. Sie werden sich daran erinnern, wenn die Dinge für das Imperium schlechter stehen.?

?Er hat die Kapitulation einer bis dahin intakten Verteidigung des Planeten erzwungen??, erwiderte Nereus gemessen, während beide sich anschickten, den Kriegsraum als letzte zu verlassen.

?Ein Held des Imperiums, möchte man meinen. Ein Vorbild. Finden Sie nicht??

Doch der Sarkasmus in Nereus? Stimme klang gekünstelt. Er wusste, dass Hochadmiral Niriz ein einflussreicher Gegner war ? ein Mann mit dem Potential, dem Konflikt innerhalb des Sith-Ordens eine Wende zu verpassen, wie Ventar es vor ihm versucht hatte. Dabei gab es zudem keine Frage, welcher der beiden Aspiranten auf Phollows Thron dem verunstalteten Offizier näher stand? die Ähnlichkeiten zwischen ihm und Menari waren zu frappierend. Beide würden ein glänzendes Gespann abgeben und die Galaxis ohne Skrupel mit Terror überziehen. Das durfte nicht geschehen.

?Vielleicht sollte man ihn ablösen. Ihm die Leviathan abnehmen. Ein Amok laufender Supersternzerstörer ist das Letzte, was das Imperium gebrauchen kann.?

?Dann hätten wir ihn endgültig zum Feind. So bleibt immer noch die Hoffnung, dass die Sith zu einer Entscheidung kommen, bevor Niriz die Geduld verliert. Mehr können wir nicht tun.?

Sie traten durch die beiden Türflügel des Kriegsraumes, woraufhin die beiden dort postierten Soldaten mit scharrenden Rüstungen und knallenden Stiefeln Haltung annahmen.

?Die Frage ist nur, ob das reicht? wer auch immer sich als Herrscher der Sith und somit des Imperiums behaupten wird, könnte zu dem Schluss kommen, dass ein Mann wie Niriz geeigneter ist, die Reste des Ordens der Jedi und der Republik zu zerschmettern.?

Sein Blick schweifte kurz über die Halle vor dem Kriegsraum und verharrte kurz über einer schattigen Ecke in Sichtweite desselbigen. War das??

?Also ist er eine tickende Zeitbombe.?

Nereus musste sich zwingen, wieder auf die Stimme seines Beraters zu hören und Blickkontakt mit ihm aufzunehmen.

?Dieses Risiko ist kaum tragbar. Aber Sie haben wohl Recht? es herauszufordern wäre töricht??

Bolitho nickte, als versuchte er, sich selbst erst von seinen eigenen Worten zu überzeugen, dann salutierte er flüchtig.

?Ich werde auf das Flaggschiff zurückkehren und unsere nächsten Schritte koordinieren. Sir??

?Sie dürfen, Admiral. Und ich danke Ihnen.?

Nachdem Nereus seine Ehrenbezeichnung erwidert hatte, machte Bolitho kehrt und verließ das Gebäude, ohne sich großartig um jene Ecke zu kümmern, die zuvor Nereus? Aufsehen erregt hatte. Nur die beiden schwarz gepanzerten Soldaten des AFC behielten ihre Position nach wie vor bei. Am liebsten hätte Nereus sie ignoriert?

?Corporal? Ihre Arbeit für heute ist getan. Gönnen Sie sich etwas Ruhe.?

Die beiden Soldaten zögerten einen Moment ? das Konzept der Ruhe war ihnen offenbar beiden fremd, wie auch ihre Befehle eindeutig gewesen sein mussten, ihn rund um die Uhr zu beschützen ? doch dann verließen sie ihre Posten und folgten dem Weg, auf dem auch Bolitho verschwunden war. Nereus lauschte den verklingenden Schritten der beiden Soldaten, ehe er sich endlich gestattete, endlich jene Ecke aufzusuchen, in der er sie erspäht hatte? auf ihn wartend?

?Lidia??

Nur ihr Name verließ seine Lippe, bevor er sie in seine Arme schloss und sich an sie lehnte, den Mantel aus misstrauischer Wachsamkeit ablegte, der ihn in jede Begegnung mit seinen Offizieren, den Sith oder dem Feind begleitete. Das sanfte Streicheln ihres Atems vertrieb die grauenhafte Grimasse Niriz? aus seinen Gedanken, die tausend Fragen, die noch beantwortet werden mussten? Reaktionen auf das Gebaren der Republik, das Aufspüren der Jedi, die alarmierenden Zuständen auf zahlreichen besetzten Welten?

?Ich bin froh, dass du hier bist??

[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, vor dem Kriegsraum]- Nereus, Lidia
 
- Carida - Trainingsgelände - Waldabschnitt in der Nähe eines Flusses - vor dem Zelt mit Cassie -

Die Nacht war über den Wald des Trainingsgelände eingebrochen und damit neigte sich der dritte Tag dieser Lerneinheit dem Ende. Schnaufend baute Aiden sein Zelt auf. Es war kein idealer Ort, aber ihre Kräfte waren erschöpft. Die Tarndecke wurden von dem Piloten noch mit einer leichten Schicht von Gehölz und Farnen bedeckt. Er wollte es dem Feind nicht zu einfach machen. Leicht fröstelnd bereitete jeder für sich sein Abendmahl vor. Es gab keine Notrationen mehr und somit musste man sich mit gesammelten Beeren und Pilzen begnügen. Widerwillig kaute der schwarzhaarige Mann von Bastion auf seiner kargen Mahlzeit. Die Gedanken waren auf fernen Planeten, denn langsam sehnte er sich nach den Sternen und seinem Defender.

Noch einmal beobachtete Aiden aufmerksam die Umgebung. Der Fluss plätscherte in der Nähe und in den Wipfeln der Bäume säuselte der Wind träumerisch. Nächtliche Kälte machte sich zwischen den rauen Baumstämmen breit. ‘Auch heute wird die Temperatur wieder sehr tief fallen’, dachte sich der Pilot und zog die Jacke noch etwas mehr um seinen Körper. Diese Wildnis war vielleicht doch nichts für ihn. So jedenfalls waren im Moment seine Gedanken.

Mit einem leichten Frösteln kroch der Pilot in den Innenraum seines Zelts. Cassie hatte sich schon “breit” gemacht und so war nicht mehr viel Platz für den athletischen Mann. Dennoch schafften es die beiden Piloten nach einer Weile ruhig nebeneinander zu liegen. Aiden blickte noch einen Moment an die Decke und machte sich dann daran endlich einzuschlafen. Die Stille, welche die ganze Zeit zwischen den beiden geherrscht hatte, ließ ihn langsam zur Ruhe bringen.

“Aiden?”, erklang plötzlich die Stimme von Cassie an seinem Ohr.

Wieder reichte es bei ihm nur für ein “Mhm?” als Antwort. Müdigkeit hatte sich in seinem Körper ausgebreitet und irgendwie hatte er eher gehofft, dass es ihr ähnlich gehen würde. Ihm war sowieso unklar, woher Cassie bloß die ganze Energie hernahm. ‘Vielleicht gibt es ein Bennett-Gen’, dachte sich der Pilot beiläufig und drehte sich schwerfällig zu seiner Begleitung um. Dabei blickten seine blauen Augen in ihre rehbraunen.

“Dieses Mal hab ich geguckt”, gestand Cassie schüchtern. “Und was ich gesehen hab, hat mir gefallen.”

Die Worte berührten Aiden irgendwie und so öffnete er die Arme. Eine innerliche Sehnsucht erfüllte ihn von einem in den nächsten Moment. Ohne zu zögern rückte sie an ihn heran und den Bruchteil einer Sekunde später spürte er ihre Hand an seinem Rücken. Während sich die Lippen näherten wanderte auch seine Hand langsam zu ihren Po. Wie schon in der letzten Nacht tauschten die beiden Piloten einen sehr sinnlichen Kuss aus. Aiden nutzte sogar die Chance und kniff sogar leicht in ihren Hintern. Innerlich genoss er sogar das Gefühl den knackigen Po von ihr so nah an seinem Körper zu haben.

Plötzlich war ein Knacken von außerhalb des Zeltes zu hören. Sofort schrillten die Alarmglocken in Aidens Kopf und er ließ von der hübschen jungen Frau ab. Schnell hatte er nach seinem Allzweckmesser gegriffen und öffnete leise die Vorderwand des Zeltes. Alle seine Sinne waren auf Gefahr aus. Endlich kam der Ernstfall. In den Schatten der Bäume konnte er eine hoch gewachsene Person (Mile) erkennen. Die blauen Augen von Aiden hatten sich zu Schlitzen verengt.

“Wer ist da?”, zischte er.


- Carida - Trainingsgelände - Waldabschnitt in der Nähe eines Flusses - vor dem Zelt mit Mile -
 
Carida – Akademie – Verwaltungsgebäude, vor dem Kriegsraum - Lidia

Die Zeit schien nur langsam zu vergehen. Minuten vermutlich nur, aber Lidia schien es später, als seien es Stunden gewesen.
In der Dämmerung ihrer stillen Ecke verborgen schloss sie die Augen und versank erneut in Gedanken. Keine düsteren diesmal, sondern in Erinnerungen an ein kürzlich stattgefundenes Ereignis. Nochmals glaubte sie seine Liebkosungen ihrer Haut zu spüren, seine Lippen auf den ihren, seine Hände an den verborgensten Stellen ihres Körpers. Ein Lächeln huschte über ihre Züge und die Sehnsucht stellte sich wieder ein, obgleich sie sich erst vor kurzem voneinander gelöst hatten.

Jetzt ging endlich die Tür auf und Lidia richtete sich erwartungsvoll auf. Doch heraus kam zunächst nicht der, dem ihre Ungeduld galt. Jener ältere Offizier (Draco) verließ wieder den Raum und wandte sich in Richtung Ausgang. Sonst kam niemand heraus und auch die Wachen des AFC verharrten weiter stumm in ihrer aufmerksamen Stellung.
Also sank sie wieder zurück in ihre Ecke und stellte sich auf eine weitere Wartezeit ein. Sie schalt sich im Stillen. Für ihre Ungeduld, die fast schon der eines kleinen Kindes glich. Diesmal hielt sie die Augen offen, war ebenso wachsam wie die beiden Soldaten am Eingang des Kriegsraums und lauschte auf jedes Geräusch, welches möglicherweise aus dem Kriegsraum drang. Die Halle, in der sie sich befand, war mittlerweile verlassen und still. Doch es drangen nur sehr gedämpfte Laute an ihr Ohr und machten es unmöglich, auch nur eine Ahnung auf die darinnen stattfindenden Aktivitäten zu erhaschen.
Endlich näherten sich Schritte und Lidia merkte erneut auf. Jedoch achtete sie darauf, weiterhin verborgen zu bleiben und war froh darum, als sie Bolitho erblickte. Niemand durfte es merken, niemand und langsam ging ihr auf, wie schwer es werden würde, ihr Verhältnis zu verbergen. Erst seit ein paar Stunden waren sie zusammen. Lidia vermutete, dass man es noch nicht einmal so bezeichnen konnte. Ein Kuss, ein lustvolles Miteinander, ein paar Worte der Wahrheit, die man miteinander gewechselt hatte und nichts weiter. Und doch war es ihr so, als hätten sie schon beinahe ihr gesamtes Leben miteinander verbracht.

Nereus trat aus dem Schatten des Eingangs und sein Blick glitt durch die Halle. Angestrengt folgte sie seinem Blick und erstarrte kurz, als dieser sich mit dem ihren traf. Hatte er? Ja gewiss, sicher hatte er. Lidia entging seine flüchtige Ablenkung nicht, als er sie glaubte entdeckt zu haben und schmiegte sich enger in ihre Ecke zurück.
Erst dann, als Bolitho gegangen und die beiden Soldaten entlassen worden waren, löste sie sich ein Stück aus der Dunkelheit – nicht ohne ein leichtes Grinsen auf ihren Lippen, als ihr der Ausdruck eines erstaunten Innehaltens in der Körperhaltung des AFClers gegenwärtig geworden war. Auch Nereus hatte sie in der gleichen Art angesehen, als sie ihm dazu geraten hatte, sich auszuruhen, denn er wirkte immer noch körperlich schwach - obgleich inzwischen ein wenig Farbe in sein Gesicht zurückgekehrt war.


„Ich war es schon die ganze Zeit.“

entgegnete sie ihm, als er sie in seine Arme schloss und sich eng an ihn schmiegte. Kurz verharrte sie so. Genoss die Wärme seines Körpers und den Duft seiner Haut, den sie tief in sich einsog. Dann legte sie ihren Kopf ein Stück weit in den Nacken zurück und blickte ihm in die Augen, die nicht ganz den Ernst seiner Gedanken verbergen konnten, welche ihm durch den Kopf gehen mussten und den auch seine Freude über ihr Wiedersehen gewiss nicht gänzlich vertreiben konnte.
Die Sith und jetzt auch Niriz. Und sie selbst, die gekommen war im Auftrag einer seiner heimlichen Feinde und die geschickt worden war, um ihn zu überwachen. Wann mochte es soweit sein, dass sich diese Tatsache wie ein Schatten über sie beide legen würde?


„Du machst dir Sorgen, nicht wahr? Ich habe bei der Besprechung zugehört, auch wenn ich vielleicht nicht erwünscht dabei war. Verzeih.“

flüsterte sie,während ihre Hände nach oben glitten, sich sanft an seine Wangen legten und ihr Blick immer noch tief in seinen Augen ruhte.

„Ich liebe dich.“

entfuhr es ihr dann, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte und ihn flüchtig, aber sehr zärtlich küsste. Sie konnte nicht anders, denn in ihrem Leib tanzten die Mynocks, veranstalteten geradezu ein Mordspektal und verursachten ein mächtiges Kribbeln. Sie hoffte, dass die Halle, in der sie standen weiterhin leer war. Verdammt nochmal, es würde sehr schwer werden.......

Carida – Akademie – Verwaltungsgebäude, stille Ecke vor dem Kriegsraum – Lidia, Nereus
 
Zuletzt bearbeitet:
- Carida -Trainingsgelände - Irgendwo im Nirgendwo - Cassie, Aiden und vor dem Zelt Mile -

Es fühlte sich gut an, es fühlte sich sehr gut an so nahe bei ihm zu sein, und wäre sie nicht zu sehr damit beschäftigt gewesen das „Match“ ihrer beiden Zungen das in den Mündern der Piloten „gefochten“ wurde zu „gewinnen“, Cassie hätte nur noch gegrinst. Gegrinst weil sie sich trotz dieser wideren Umstände und all dem Stress so verdammt wohl fühlte. Gegrinst weil er bei ihr war, weil er ihr eine Nähe schenkte die sie bisher nicht gekannt hatte und da mehr in ihrer Gefühlswelt stattfand als je zuvor. Fakt war er bestimmte ihre Gedanken Welt. War er in der Nähe musste sie ihn ansehen diesen so zurückhaltenden und schweigsamen Mann, war er nicht in der Nähe oder schaute sie schlicht in eine andere Richtung erschien vor ihrem geistigen Auge direkt ein Bild von Aiden. Die Nacht war kühl und unangenehm, doch hier in diesem kleinen Zelt fror niemand mehr.

Ein Knacken...............draussen............

Cassie riss erschrocken die Augen auf, die Realität des Trainings hatte sie eingeholt. Noch bevor sie reagieren und sich für einen eventuellen Angriff von draussen bereit machen konnte hatte sich Aiden schon blitzschnell von ihren Lippen und ihrem Körper gelößt, das Messer im Anschlag.


„Verflucht“ dachte Cassie verärgert bis ihre Professionalität nur Sekundenbruchteile später ihr Handeln übernahm. Aiden war in die Offensive gegangen, forderte den der auch immer da draussen war auf seine Identität preis zu geben. Für sie selbst hies das nun absolut in der Deffensive zu bleiben. Waren da draussen die Feinde, sie mussten nicht wissen das da noch jemand im Zelt war, so konnte sie sich und vielleicht sogar noch Aiden im Fall der Fälle eine Chance zur Flucht verschaffen. Deswegen bewegte sich das Mädchen keinen Zentimenter und schwieg agespannt während sie angestrengt nach draussen lauschte.................


- Carida -Trainingsgelände - Irgendwo im Nirgendwo - Cassie, Aiden und vor dem Zelt Mile -
 
Zuletzt bearbeitet:
Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Janson mit Amy und vermutl. Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie im Anmarsch und irgendwo in der nähe Billie

Amy sprintete durch die Tür und wurde sofort gepackt und zur Seite gezogen, erschrocken schrie sie auf, doch ihr Schrei wurde von einer Hand abgedämpft.

?Pschh. Ich bin's, Sez. Ich nehme die Hand von ihrem Mund, wenn Sie mir mit einem Nicken zu verstehen geben, dass Sie nicht schreien.?


Verwundert darüber ausgerechnet beim Staffelführer der Wolves gelandet zu sein, aber doch ziemlich erleichtert, gab sie ein leichtes nicken von sich wärend kurz ein Suchscheinwerfer der Transporter auf die Beiden fiel.

?Nun gut, Skyrose. Sie machen also auch mit und haben es bis hierher geschafft. Ich hoffe Sie können mir berichten, dass Ihnen keiner gefolgt ist.?


"Soll ich lügen? Oder kommen sie auch mit der Wahrheit klar?"

Wärend sie Sez ansprach ging sie schon im Schatten des Gebäudes in Deckung.

"Wenn ein kompletter Suchtrupp für sie "keiner" ist dann folgt mir "keiner". Ausserdem hab ich das Gefühl, dass wir noch von jemandem Beobachtet werden. Aber Fragen sie mich nicht voher das Gefühl kommt."

Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Janson mit Amy und vermutl. Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie im Anmarsch und irgendwo in der nähe Billie

OP: kurz aber ich wollte nicht noch länger bremsen
 
Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses mitten in einer steppenartigen, mit Sträuchern und Felsbrocken bedeckten Landschaft ? Janson mit Amy und vermutl. Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie im Anmarsch

Klasse, ganz große Klasse! Janson kochte vor Wut.
Ebenso wie Skyrose zog auch er sich jetzt wieder ins Innere der Ruine zurück.


?Na großartig.? zischte er. ?Sie haben es echt drauf, Schwierigkeiten zu machen ? was??

Er lehnte sich schmollend an eine der wenigen noch intakten Wände an und zählte dann rücktwärts bis hundert. Die Kälte, welche von dem Durabeton ausging, verhalf ihm zu einer zusätzlichen Abkühlung. Als er schließlich flüsternd weitersprach, hatte er sich wieder gefangen und seine Stimme klang weniger gereizt. Es hatte auch keinen Sinn, sich großartig weiter aufzuregen. Wenn es stimmte, was Skyrose da erzählte, dann würde es besser sein, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Es war ?nur? ein Training, eine Simulation wenn man so wollte. Aber wie peinlich wäre das denn, wenn ausgerechnet der Führer der Wolves als erstes ausscheiden würde? Abgesehen davon, dass sein Versagen auf immer die Akten zieren würde.


?Ein ganzer Trupp sagten Sie? Dann bleibt uns wohl nur noch die Flucht. Ich glaube kaum, dass wir einen Haufen Soldaten aufhalten können.?

Er verstummte wieder, da er bereits Überlegungen anstellte. Janson war nicht feige. Er war einfach nur nicht dumm. Die Aufgabe lautete, "lebend" den Treffpunkt zu erreichen und nicht etwa, so viele "Rebellen" wie möglich zu erledigen.
Waren die Feinde nun schon nahe genug, dass sie die Ruine umzingelt hatten? Oder befanden sie sich so weit hinter Skyrose, dass ihnen genügend Zeit zum Rückzug blieb?
Er verfluchte jetzt die realistische Darstellung der Situation. Sturmtruppensoldaten in ihren weißen Rüstungen wären ihm in dieser Umgebung mit Sicherheit aufgefallen, als er Skyrose eben zum ersten Mal gesehen hatte. Aber die feindlichen Truppen in ihren Tarnanzügen und noch dazu in der Dunkelheit, dürften um einiges schwieriger auszumachen sein.
Skyrose hatte auch von weiteren Verfolgern gesprochen. Ein Gefühl hatte sie es genannt. Eine Ahnung, wenn man so wollte, deren Ursprung sicher in ihren besonderen Fähigkeiten zu suchen war. Doch um die würde man sich noch später Gedanken machen können. Im Augenblick waren die ?realen? Feinde alles, was im Augenblick von Belang war.


?Sie vorne, ich hinten.?

flüsterte er, als er sich von der Wand ab stieß und zu dem in der Relation zu den herannahenden Feinde hinteren Teil der Ruine schlich. Eines der halb zerfallenen Fenster war sein Ziel, durch das er heraus spähen wollte.
Sehen konnte er zwar tatsächlich niemanden, auch nach ein paar Minuten in äußerster Konzentration nicht - aber wer wusste ohne entsprechende Ausrüstung (wie Nachtsichtgeräte z.B.) schon so genau, ob sich da tatsächlich niemand versteckt hielt oder herum schlich? Skyrose vielleicht, mit ihren speziellen Ahnungen? Womöglich.....


Langsam schlich er dann wieder zurück in die Deckung. Das Gelände hinter dem Haus war mit einer dichteren Vegetation überzogen und lag glücklicherweise genau in der Richtung, in die sie sowieso zu gehen hatten, wollten sie jemals den Treffpunkt erreichen.

?Hinten scheint alles sauber zu sein. Wenn die auf Ihrer Seite noch nicht allzu nahe sind, dann schlage ich vor, wir packen unseren Kram zusammen und verschwinden durch die Hintertür.?

Carida ? weitläufiges Trainingsgelände ? Ruine eines Hauses ? Janson mit Amy und vermutl. Lieutenant Tak Quiller mit seinem Zug mechanisierter Infanterie im Anmarsch
 
[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, Ecke in der Nähe des Kriegsraumes]- Nereus, Lidia

Ein flüchtiges Lächeln huschte über Nereus? Lippen, als er ihr Geständnis hörte. Also war sie Zeugin seines Streites mit Niriz gewesen und wusste um die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der imperialen Admiralität? seltsamerweise beruhigte ihn diese Gewissheit eher, als ihn zu verärgern. Er konnte alles mit ihr teilen, seine Sorgen, seine Ängste, seine Hoffnungen und vor allem seine Liebe?

?Es kommen schwere Zeiten auf das Imperium zu??, bestätigte er leise. ?Ich habe versucht, es zu verhindern, doch auch das Offizierskorps ist zerrissen? es gibt Kräfte, die schnellstmöglich einen neuen Imperator auf dem Thron haben wollen. Und einige haben recht eindeutige Vorstellungen davon, wer Phollow beerben soll. Hochadmiral Niriz ist einer davon.?

Obwohl er wusste, was passieren würde, ließ er zu, dass sie ihn sanft küsste. Und tatsächlich passierte es? die zärtliche Berührung ihrer Lippen ließ ihn nach mehr dürsten, sodass er sich einen Atemzug später eng umschlungen mit ihr wieder fand, als er den Kuss über die klugen Maße hinaus verlängerte, ohne Rücksicht auf ihre Umgebung. Er konnte nicht einfach so aufhören, dazu war es einfach zu schön?
Das rhythmische Hallen energischer Schritte ließ ihn ruckartig von ihr ablassen und stahl ihm die unbeschreibliche Süße ihrer Lippen, während seine Hände hektisch an seiner Uniform zerrten, um kein Anzeichen für die stürmische Umarmung zu hinterlassen, in der sie beide sich vor Sekunden noch befunden hatten.


?Hochadmiral Kratas??

Die tadellos gekleidete Gestalt der rechten Hand General Thanas?, Major Tierce stand dort, dessen Uniform so peinlich exakt an seinem Körper haftete, dass Nereus sich seiner eigenen, nur unzureichend geordneten allzu bewusst wurde. Der Blick des Majors huschte für einen Moment in Lidias Richtung, ehe seine Hand sich zum Salut erhob. Die militärische Schneidigkeit dieser Bewegung ließ den Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte fast zusammenzucken.

?Colonel diKastro.?

Ein kaum wahrnehmbares Nicken. Und ein Funkeln in den Augen des ansonsten undurchdringlichen Offiziers, das Nereus einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Endlich fand er seine Stimme wieder.

?Was haben Sie für mich, Major??

?General Thanas befindet sich im Trainingsgebiet, um Captain Slayers Trainingseinheit zu überwachen. Ich habe soeben von ihm erfahren, dass es begonnen hat.?

Um ausdruckslose Mimik bemüht nickte Nereus.

?Ausgezeichnet. Er soll mir seine Beobachtungen und Schlüsse nach Abschluss des Trainings unverzüglich mitteilen.?

?Selbstverständlich, Sir.?

Tierce schien sich zum Gehen wenden zu wollen, verharrte dann jedoch in der Bewegung.

?Übrigens, Sir, ich bin mir sicher, dass der General es für klüger halten würde, bewegten Sie sich nicht allzu lange ohne den Schutz seiner Männer? das AFC hat Sie bereits einmal nicht beschützen können. Und wir werden alles tun, um nicht noch einen unverzeihlichen Fehler zu begehen.?

Dann verschwand er, und seine peinlich genau aufeinander abgestimmten Schritte verklangen langsam in der Ferne. Nereus wartete, bis nichts mehr von ihnen zu hören war, dann zog er Lidia langsam an sich und schloss mit einem fast gequält klingenden Seufzer die Augen.

?Es tut mir Leid? wie es scheint, bin ich außer Stande, mich an meine eigenen Regeln zu halten??, flüsterte er.

?Bitte verachte mich nicht dafür??

[Carida, Akademiegelände, Verwaltungsgebäude, Ecke in der Nähe des Kriegsraumes]- Nereus, Lidia
 
Carida ? Akademie ? Verwaltungsgebäude, stille Ecke vor dem Kriegsraum ? Lidia, Nereus

Ein Fehler! Das ging ihr durch den Kopf, als Nereus den Kuss erwiderte und sie sich bereitwillig fallen ließ. Fallen in eine Welt, in der es keine Bedrohung gab, keine Sith und keinen Niriz und keine feindliche Republik. Eine Welt, in der es niemanden gab, außer ihnen beiden. Wenn man so wollte, flüchteten sie zurück in ihr kleines Paradies, ihre einsame Insel, die keiner realen Örtlichkeit bedurfte ? nur ihrer Zärtlichkeiten und ihrer Phantasie. Doch jäh war das Erwachen daraus, als sich Nereus plötzlich von ihr löste und hektisch an seiner Uniform zupfend zurück trat. Erst dann hörte sie es auch.

?Major Tierce.?

erwiderte sie dessen funkelten Blick. Flammende Wut brandete in ihr empor. Ausgerechnet! Major Tierce, von dem sie von Anfang gewusste hatte, dass er sie nicht mochte. Was sie hier angerichtet hatte, durfte die Sache um einiges Schlimmer gemacht haben.
Nur mit Mühe behielt sie ihre Haltung bei und nur mit Mühe unterdrückte sie die Tränen, die ihr in die Augen schossen, als sie Nereus so frustriert sah und nachdem Tierce ihn darum gebeten hatte, nicht mehr ohne den Schutz des AFC herumzuspazieren.


?Nein!?

flüsterte sie entschieden und schüttelte den Kopf.


?Nein. So funktioniert das nicht. Tierce hat nicht Unrecht, aber er hat auch nicht Recht.?

Lidia hob trotzig den Kopf. In ihren Augen schimmerten zwar ein paar Tränen, aber sie traten zurück hinter den entschlossenen Ausdruck, der sich jetzt in ihnen spiegelte. Am liebsten hätte sie ihn jetzt in ihre Arme geschlossen. Am liebsten wäre sie auf ihn zu gestürmt und ......doch sie wagte es nicht mehr. Nicht jetzt, in der Öffentlichkeit und nachdem Tierce es sich vermutlich längst zusammengereimt hatte.
?Oft werden uns nur wenige Meter trennen, doch sie werden so unüberwindbar sein wie Lichtjahre, bis auf die Stunden, die uns alleine vergönnt sein mögen.? zitierte sie jetzt seine Worte in Gedanken. Oh Liebster, wie recht du nur damit hattest......


?Du warst nicht allein. Jemand vom AFC war die ganze Zeit bei dir. Aber das zählt in seinen Augen wohl nicht!?

Lidias Stimme überschlug sich fast vor Wut, obwohl sie sich weiterhin die größte Mühe gab, leise zu sprechen.

?Ich bin ja nur eine Frau ....und wenn man es ganz genau nimmt, nicht mal reguläres Mitglied der Gruppe. Nein, wenn man es recht bedenkt, kann dich sogar das AFC nicht beschützen. Ich hätte dich töten können. Ganz leicht ? und keiner der Männer des AFC hätte mich aufhalten können. Auch Thanas nicht oder Tierce.?

Sie verstummte und senkte den Kopf. Lidia fühlte sich wieder so schmutzig wie zu Beginn ihres Aufenthalts auf Carida. Stumm fixierte sie ein imaginäres Staubkörnchen auf dem eigentlich makellos sauberen Boden. Das Imperium war ja SO sauber. So herrlich in seinem Glanz. Ein Hoch auf den Imperator ? der König ist tot, es lebe der König!
Oh, das Imperium hatte rein zu sein, ohne Makel, ohne Beziehungen, die unpassend waren oder gar gefährlich. Sie war es, die hier fehl am Platze war. Wieso hatte sie Allegious nicht einfach getötet? Nereus wäre dann einiges erspart geblieben.....


?Vielleicht sollte ich unverzüglich abreisen. Es wäre einfacher und weniger gefährlich für dich.?

murmelte sie dann und sah ihm wieder in die Augen. Dabei wusste sie ganz genau, dass sie beide das weder wollten, noch konnten. Aber sie würde gehen, wenn er sie darum bitten würde. Und sie konnte es ihm noch nicht einmal verdenken.

Carida ? Akademie ? Verwaltungsgebäude, stille Ecke vor dem Kriegsraum ? Lidia, Nereus
 
Zurück
Oben