Lianna

Lianna - Jedi-Basis - Bibliothek - Rilanja, Zasuna und Talery

Talery hörte aufmerksam zu als Hornschuppe erklärte wie man ihres Wissens dunkle Holocrons zerstören konnte. Von Kreaturen namens Sarlaccs hatte sie auch schon gehört, aber der Zusammenhang war ihr tatsächlich neu. Rosenhaar hingegen wusste noch zusätzlich, dass auch erfahrene Jedi dazu in der Lage waren. Interessiert nickte die Caamasi. Das leuchtete ihr durchaus ein, denn auch die Macht selbst konnte ziemlich zerstörerisch sein, wenn man es darauf anlegte.

"Dass Sithartefakte in die falschen Hände geraten können, der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Die einzig vollkommen sichere Methode dürfte wohl deren Zerstörung sein wie sie in eine Sonne zu schießen oder so. Allerdings hatte ich irgendwie den Eindruck, dass Meister Nackl schon eine gewisse Neigung hat alles zu archivieren, was er in seine sullustanischen Finger bekommt. Vielleicht ist es ja einem Jedi-Rat möglich auch aus einem dunklen Holocron noch hilfreiche Details zu gewinnen?"

fragte sie in die Runde. So richtige Erfahrung hatte sie ja nicht und Zasuna und Rilanja machten beide einen überaus belesenen Eindruck.

"Einen Sarlacc wirklich zu Gesicht bekommen möchte ich allerdings nicht. Wenn die so giftig und zersetzend sind, dann lagern da gewiss auch diverse Kadaver darin und auf den Gestank kann ich gerne verzichten. Aber Ihr könnt es ja gerne Meister Nackl anbieten..."

fuhr die Padawan achselzuckend fort. Wer konnte schon sagen, ob es nicht vielleicht sogar ein Exemplar in hiesigen Zoo oder Tiergarten gab. Auf das Thema Federpflege ging die Falleen zu Talerys Freude gleich ein. Mit weit aufgerissenen Augen registrierte sie, dass sie mit Hornschuppe offenbar auch eine Jedi gefunden hatte, welche sich für Körperpflege interessierte.

"Oh, ich habe einen ganzen Koffer voll Pflegeprodukte dabei. Ich habe sie alle in meinem Quartier. Da ist bestimmt auch was für Schuppen Geeignetes dabei. Mir ist sowieso aufgefallen, dass Ihre Schuppen manchmal nicht ganz farbecht sind - oder ist der mal gelbe, mal rosane Schimmer normal? Mir ist jedenfalls schon mal eine Produktserie begegnet, welche damit wirbt, dass sie leichte Unreinheiten einfach abschleift und die Schuppen anschließend wunderbar glatt reiben soll. Ich hatte ja überlegt das für meinen Schnabel zu probieren, aber da keine Produktempfehlung für Caamasi dabei war habe ich es lieber gelassen. Aber du könntest es doch mal an einer unauffälligen Stelle versuchen, die Serie hieß "Weißer Stein von Manaan" oder so ähnlich. Der Duft soll außerdem auch umwerfend sein. Es kommt vermutlich nicht ganz an meine Duftkompositionen heran, aber es wäre einen Versuch wert. Ich habe auch einige Kataloge mit solchen Produkten auf meinen Datapad, wenn Sie mal schmökern wollen..."

bot sie sogleich hilfsbereit an. Als die Falleenjedi dann ansprach, dass sie die Bibliothek doch besser verließen, wenn sie sich weiterhin unterhalten wollten musste die Caamasi zustimmend nicken. Sie waren wirklich etwas laut für die Bibliothek und das Gespräch beenden wollte sie allerdings auch nicht. Sie unterhielt sich gerade so schön.

"Wegen mir können wir auch gerne mal so einen Straßenverkäufer ausprobieren. In der Kantine war ich mittlerweile schon oft genug und ein kleiner Imbiss wäre nicht schlecht. Dann würde ich sagen gehen wir, oder?"

Während sich die kleine Gruppe durch die Reihen der Biblithek bewegte blickte Talery kurz in Richtung von Rosenhaar. Dass ihr Meister nicht einmal mehr auf Lianna war und sie praktisch sich selbst überlassen war kam der Caamasipadawan sehr seltsam vor. Sie würde sich jedenfalls ziemlich allein gelassen fühlen und dieses Gefühl hatte sie auch irgendwo von Zasuna. Sie tat ihr wirklich leid.

"Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen, dass Ihr Meister bald heil und unbeschadet von seiner Mission zurückkehrt. Alternativ könnte ich auch meine Meisterin fragen, ob sie etwas dagegen hätte, wenn Sie mittrainieren. Oder Jedi-Ritterin Rilanja hier..."

Die Caamasi unterbrach sich, da sie merkte, dass sie etwas übers Ziel hinaus geschossen war. Immerhin war dies allein die Sache von Hornschuppe und diese hatte bisher nichts dergleichen angeboten. Sie biss sich auf den Schnabel. Manchmal ging dieser einfach mit ihr durch, so dass Talery gleich auch noch ein unsicheren Blick zu der grünen Jedi warf. Ob ihr diese ihre Einmischung übel nahm? Es war nur gut, dass bei ihr als Caamasi niemand sehen konnte, wenn ihr das Blut vor Verlegenheit ins Gesicht schoss. Ihre purpurnen Gesichtsdaunen überdeckten alles, nur dass diese sich reflexartig aufstellten konnte sie nicht mehr verhindern.

Lianna - Jedi-Basis - beim Ausgang der Bibliothek - Rilanja, Zasuna und Talery
 
Lianna, Lola Curich - Jedi-Basis, Ratssaal - Q'Tahem, Markus, Kestrel und Rornan

"Ich bin nicht auf Rache aus, Meister. Ich möchte diese Ungerechtigkeit nur klar stellen und den Orden und meine Position wieder ins richtige Licht rücken. Desweiteren möchte ich heraus finden, wer es getan hat und warum. Welches Motiv dahinter steckt. Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass es nicht die Sith waren, doch wer dann? Es muss jemand sein, der mich nicht mag...vielleicht aus einem Missverständnis heraus und dem möchte ich auf dem Grund gehen und es richtig stellen. Mir gefällt der Gedanke nicht, dass vielleicht jemand etwas falsches von mir denkt oder vielleicht sogar glaubt, ich hätte ihm etwas angetan, aufgrund von falschen Schlussfolgerungen."


Erklärte Kestrel dem Rat ruhig und musste schließlich wissend grinsen, als er von Zoey sprach, dass jene nicht sehr auf ihre Sicherheit achtete. Ja, da hatte er durchaus recht.

Ein Blick zu Markus verriet ein wenig, dass er nicht wirklich zufrieden war über die Beantwortung der Frage bezüglich Elise. Kestrel sah das "Vergehen" von Elise auch nicht so streng, immerhin hatte sie auch genug gelitten aufgrund der Konsequenzen dadurch ausgerechnet auf Thearterra gelandet zu sein. Einen wesensfeindlicheren Planeten hätte man kaum finden können.


Schließlich verabschiedeten sie sich vom Ratsmitglied und Kestrel verneigte sich kurz voller Respekt und verließ dann den Ratsaal. Sarid hatte leider nicht länger auf sie gewartet und auch von Brianna war noch weit und breit keine Spur zu sehen? Wo steckte sie nur? Nach ihrer langen Trennung unter diesen harten Missionen hätte sie doch eine schnellere Begrüßung erwartet. Kestrel nahm sich nun vor, jene junge Frau sofort aufzusuchen und steuerte dabei die Trainingsräume an, in denen sie ihre Freundin meistens antraf. Immerhin war das Training für die Echani das A und O.



"Ich suche erstmal meine ehemalige Padawan Brianna auf. Wir haben uns länger nicht gesehen und ich denke wir haben genug im Krankenflügel gelegen und es wird Zeit für leichtes Training für meine Padawane Sarissia und Q'Tahem für den Anfang. Ich bin schon ganz kribbelig. Man kann mich nicht ewig irgendwo einsperren. Und Sport ist gesund und bringt einen auf andere Gedanken. Ich schätze die nächsten Tage und Wochen werden ähnlich ausfallen. Ich werde auch noch einige Meditationen und tiefgreifende Gespräche mit meinen Padawanen führen und ihnen etwas schönes gönnen. Ich habs ihnen versprochen. Jeder darf sich eine Unternehmung aussuchen. Und dann...in ein paar Wochen habe ich vor nach Illum zu reisen und meine Forschungen fort zu setzen und meinen Padawanen etwas über die Herstellung von Lichtschwertern zu lehren. Was gibt es da für einen besseren Ort als Illum?"


Erzählte Kestrel und lächelte Markus von der Seite an, als sie ihn eingeholt hatte.


"Und du? Was hast du vor?"


Fragte die Jedi-Meisterin interessiert Markus und sah dann zu Q'Tahem und Sarissia.


"Geht ruhig schon zu den Trainingsräumen vor und macht euch etwas warm."


Meinte Kestrel schließlich zu ihren Padawanen, als sie die Trainingsräume fast erreicht hatten. Sie spürte Brianna bereits ganz in der Nähe. Sie hatte offensichtlich recht gehabt, was den Aufenthaltsort ihrer Padawan betraf. Blieb nur die Frage offen in welchem der Räume sie sich befand. Doch sie bewegte sich...sie war vielleicht ebenso in den Gängen… .



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[Lianna – Lola Curich – Jedi-Orden – Meditationsraum] - Sarid, Skyan

Er nickte bei den Ausführungen seiner Meisterin zwischenzeitlich kurz, um zu signalisieren, dass er ihre Ausführungen verstand. Telepathie war ihm ein Begriff und war bisher die Technik der Jedi, die er am Stärksten mit den Fähigkeiten verbunden hatte. Vor seinem Kontakt zu den Jedi hatte er tatsächlich angenommen, dass dies die einzige Fähigkeit sei über die die Jedi verfügten. Für ihn war damals diese Information alleine schon ausreichend, wie beeindruckend ist es Gegenstände nur mithilfe der Gedanken bewegen zu können? Aber sein Bild hatte sich etwas verändert, auch wenn er noch immer die Fähigkeiten der Jedi, die Fähigkeiten, die in ihm schlummerten, nicht ganz greifen und verstehen konnte. Und er stand noch vollständig am Anfang seines Weges.

Der Grundsatz, dass es einem um so öfter man etwas trainiert, das nächste Mal um so leichter fallen würde, galt auch bei der Macht.
Skyan blickte sich kurz in dem Raum um und fokussierte ein Kissen und dessen Position besonders, bevor er die Augen schloss, wie seine Meisterin ihn aufforderte. Gegenüber von ihm saß Sarid und zu ihrer rechten befand sich das Kissen, das er zu bewegen gedachte.

Mit geschlossenen Augen konzentrierte er sich auf seinen sich regelmäßig senkenden und hebenden Brustkorb. Er spürte seine verschränkten Beine auf dem nachgebendem, gemütlichen Sesselboden und wie er etwas einsank. Ruhig und gleichmäßig atmete er ein und aus. Er spürte seinen geraden, durchgestreckten Rücken und seine Arme auf seinen Beinen liegen. Langsam verloren sich seine kreisenden Gedanken und er fiel weiter in einen meditativen Zustand. Nach einiger Zeit des ruhigen Sitzen fokussierte er seine Gedanken auf das, was er bereits im Trainingsraum gespürt hatte, als er
Sarids Präsenz spürte. Langsam merkte er wie sein Gespür die Macht langsam wahrnahm. Zuerst noch beschränkt, aber nach kurzer Zeit gab er ihr mehr Raum und er sah nahezu wie diese Kraft den gesamten Raum durchwaberte. Wieder erfüllte die Kraft dieser unkonkreten Macht den jungen Adeligen mit Erstaunen. Einige Momente verharrte er in Erstaunen angesichts dieser zuckenden, machtvollen Aura.

Langsam versuchte er seinen Fokus zu konkretisieren und richtete seine Aufmerksamkeit auf den Bereich in dem er die Rätin zu erspüren versuchte um dann zu dem Kissen zu kommen. Er löste den Nebel der Macht und konzentrierte sich längere Zeit auf die Stelle, in der er seine Meisterin vermutete. Nach kurzer Unklarheit kristallisierte sich eine pulsierende, intensiv leuchtende Kugel heraus, die Aura
Sarids. Wieder fasziniert über die Klarheit und Kraft der Präsenz verweilte er einige Augenblicke in der Beobachtung von Sarids Präsenz. In der Realität befand sich das hellpurpurne Kissen etwas zu ihrer Rechten und in diese Richtung richtete er den Fokus seiner Konzentration. Indem er seine Konzentration etwas auf die Richtung lenkte, schärfte sich dieser Bereich in seiner Wahrnehmung, aber ein Kissen konnte er nicht entdecken. Skyan konzentrierte sich stärker, doch er konnte das Kissen nicht wahrnehmen. Der ausbleibende Erfolg frustierte ihn zusehends und ließ ihn ungeduldig werden. Doch sein Stolz ließ es nicht zu jetzt aufzugeben, ohne das Kissen nicht einmal gespürt zu haben. Wieder richtete er seinen Fokus auf die eine Stelle, an der er das dämliche Kissen vermutete. Wie sollte er es auch erspüren können? Kissen besaßen wahrscheinlich keine derart leuchtende Aura wie seine Meisterin. Hinterließen Kissen überhaupt eine Spur in der Macht? Immerhin waren sie ja keine Lebewesen. Jedenfalls war er noch nie auf eine Spezies getroffen, denen Kissen angehörten, auch wenn in dieser riesigen Galaxie nahezu alles denkbar war.

Zunehmend nervlich strapaziert ließ er seine Konzentration fallen und zog sich langsam aus der Macht zurück. Verärgert öffnete er die Augen und entdeckte das blaue Kissen der Rätin nur eine Armlänge vor ihm schweben.


"Wow.",

entfuhr es ihm erstaunt. Es war eine Sache von den Fähigkeiten der Jedi zu hören, aber eine andere wirklich zu sehen, wie es jemand schaffte mit seinen Gedanken einen Gegenstand wahrhaftig zu bewegen, der sich nun scheinbar schwerelos in der Luft langsam auf den Padawan zu schwebte. Der Anblick seiner Meisterin, die mühelos und mit offenen Augen das Kissen auf ihn zu bewegen ließ, war schon ernüchternd. Ihm wurde erneut bewusst welch ein langer Weg noch vor ihm lag, bis er annähernd die Fähigkeiten Sarids wahrnehmen konnte.

"Es ist wahrlich erstaunlich, Meisterin.",

teilte der Padawan ihr mit,


"Doch leider bin ich in meinem Versuch nicht weit gekommen.",

mit einem Anflug von Resignation blickte er auf das Kissen, das unverändert an seinem Platz lag.


"Ich konnte zwar eure Präsenz erspüren, aber das Kissen konnte ich nicht wahrnehmen."

[Lianna – Lola Curich – Jedi-Orden – Meditationsraum] - Sarid, Skyan
 
Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Gänge - Akani


Mittlerweile nicht mehr ganz so überragend gut gelaunt schlenderte Akani ziellos durch die Gänge. Er hatte sich sogar deutlich mehr auf seine geplante erste Trainingseinheit gefreut, als er selbst vermutet hätte. Dass Shana jetzt wieder keine Zeit hatte, war deshalb ziemlich...enttäuschend gewesen. Er wusste natürlich, dass sie eigene Verpflichtungen hatte - vor allem jetzt, als frischgebackener Jedi-Ritter - und hatte deshalb durchaus Verständnis gezeigt, als sie sich erneut entschuldigte, nachdem sie eine Komnachricht erhalten hatte. Doch trotz seiner Übung darin, sich seine wahren Gedanken nicht anmerken zu lassen, hatte er das Gefühl, als hätte Shana durchaus erkannt, dass er doch sehr geknickt gewesen war ob ihrer Nachricht.

Auch Padme konnte hier nicht aushelfen. Er hatte versucht, sie in der Basis zu finden und zu fragen, ob denn demnächst seine Ausbildung beginnen würde - obwohl man vielleicht sogar sagen konnte, dass dies mit seiner ersten Mission auf Ruusan schon geschehen war -, aber wieder hatte die gleiche Ausrede hergehalten, die die Meisterin schon früher benutzt hatte: Ratsinterna. Diesmal hatte sie nicht einmal den Anstand besessen, ihm dies selbst mitzuteilen, sondern ihm schlicht eine Nachricht geschickt, die seiner Meinung nach doch seeehr knapp ausgefallen war...
Kurzum war er doch zugegebenermaßen sehr enttäuscht von Padme. Natürlich hatte sie ihre Aufgaben, aber gehörte dazu nicht auch, sich um ihren Padawan zu kümmern? Warum hatte sie ihn überhaupt als solchen angenommen, wenn sie sowieso keine Zeit für nichts hatte?? Hätte sie das ganze nicht einfach gleich von Anfang an lassen können??? Und wozu war er eigentlich überhaupt auf diese dämliche Mission mitgegangen, die überhaupt NICHTS gebracht hatte?!?!?
Unbewusst beschluenigte er seine Schritte, während sich in ihm sämtlicher Frust der letzten Tage anstaute.


Erst als Akani direkt auf eine Brandschutztür zusteuerte, die geschlossen gewesen war und nun auf einen Blick von ihm wie von einem Hammer getroffen aufflog und an die Wand krachte, noch bevor er sich ihr auf fünf Meter genähert hatte, bemerkte er, dass er mittlerweile geradezu durch die Basis stürmte. Er starrte die Tür an und stieß dann ein zorniges Lachen aus.

Großartig. Ich sitze stundenlang meditierend im Garten und schaffe es nicht einmal, ein fallendes Blatt mit der Macht zu greifen, und dann sprenge ich plötzlich vollkommen unbeabsichtigt gleich mal Türen auf...

Plötzlich fiel ihm auf, dass auch er selbst von einigen Jedi angestarrt wurde, die auf dem Gang waren. Er bedachte sie mit einem hochmütigen Blick, bevor er sich selbst wieder unter Kontrolle bekam und spürte, wie sein Gesicht zu einer ausdruckslosen Maske wurde.

Vielleicht sollte ich nochmal zu den Trainingsräumen gehen. Wenn dort irgendwelche Meister mit ihren Schülern üben, habe ich eventuell zumindest die Möglichkeit, bei denen mitzutrainieren,
dachte er finster, bevor er bemerkte, dass er schon wieder die Stirn gerunzelt hatte. Darüber runzelte er gleich nochmal die Stirn, stieß dann einen entnervten Laut aus und blieb schließlich abermals mitten auf dem Gang stehen, und die Augen zu schließen und mehrmals tief durchzuatmen, bevor er weiterlief, mit ausdruckslosem Gesicht, aber innerlich kochend...



Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Gänge - Akani
 
Lianna - Jedi-Basis - Bibliothek - Talery, Zasuna und Rilanja

Ich würde mir schon genug Sorgen machen wenn das gesammelte Wissen des Jedi-Ordens in falsche Hände fallen würde, also ganz ohne dunkle Artefakte…

sagte die Falleen, und erst nachdem sie ausgesprochen hatte wurde ihr klar, dass es vielleicht keine gute Idee war den Padawanen auf die Art noch mehr Angst zu machen. Nicht, dass sie glaubte, dass die beiden anderen Frauen Angst hätten, und hatte sie eben wirklich von ihren beiden Begleiterinnen als Padawanen gedacht? Ja, sie war die ranghöchste Jedi in diesem Gespräch, aber das war kein Grund das so raushängen zu lassen, auch wenn sie es nur innerlich und noch dazu unbewusst getan hatte.
War es Sarid auch so gegangen? Rilanja wollte die beiden anderen als potentielle Freunde sehen, die sie einfach noch nicht gut genug kennen gelernt hatte, und nicht am Ende als Untergebene - was natürlich bei den Jedi ohnehin nicht zutraf - oder als Schutzbefohlene.
Der Gedanke ließ sie kurz straucheln, auch wenn es ihr gelang sich grade noch rechtzeitig und an der richtigen Stelle ins Gespräch zurückzumelden.


Nur woher sollte man wissen wie als ein Sarlacc ist? Am Ende is er ein paar Monate zu jung und die Sith hätten genug Zeit fischen zu gehen in seinen Eingeweiden. Und in die Sonne schießen ist schwierig,

fuhr sie fort, ohne wirklich darüber nachzudenken was sie sagte. Sah sie sich denn als etwas Besseres als Talery und Zasuna? Sie musste auch nicht auf sie aufpassen, das war schließlich nicht ihre Aufgabe. Das war die Aufgabe ihrer jeweiligen Meister, die allerdings beide durch Abwesenheit glänzten.
Also lief es wieder darauf hinaus, dass sie sich doch verantwortlich fühlte. War es ihrer Meisterin genauso gegangen mit ihr? Hatte sie sie vielleicht nur ausgebildet, weil… Nein. Rilanja wusste, dass zu einer Meister-Schüler-Beziehung weitaus mehr gehörte als das.


Immerhin kann es passieren, das man dadurch eine böse Sonne, also eine dunkle Sonne erzeugt, die dann eine weitaus größere Gefahr darstellt - so geschehen bei der Sonne von Ahkaten, und von dem System hat niemand jemals mehr etwas gehört. Man sagt es wandert immer noch ungesehen zwischen den Sternen auf der Suche nach einsamen Schiffen, die es sich einverleiben kann.

Talerys Ausführung über Pflegeprodukte holte Rilanjas ab- und ausschweifende Gedanken wieder ins Hier und Jetzt zurück. Zu sagen, dass sie sich regelmäßig mit Wasser und der billigsten Seife duschte und ihr Haar wenn es die Situation erforderte durchbürstete stand natürlich außer Frage, also nickte sie irgendwo zwischen interessiert und wissend, und merkte erst zu spät, dass die Caamasi sie auf ihre Schuppenfarbe angesprochen hatte.
Prompt verfärbte sich ihre Haut gelblich, und sie war froh ihren Fluchtinstinkt gut genug unter Kontrolle zu haben um keine Pheromone abzugeben die in freier Wildbahn ihr Entkommen erleichtert hätten.


Also, ich fürchte diese Farben kann man nicht abwaschen, ich meine das ist eine Art von, also in gewisser Weise eine Reaktion auf bestimmte, ich meine auf verschiedene Gefühle,

stammelte sie dahin, während sie sich vornahm auch diesen Aspekt offensichtlicher Gefühlsregung kontrollieren zu lernen. Personen die keine Erfahrung mit Falleen hatten mochte es nicht auffallen, aber wie sich bereits jetzt zeigte vermochte ihre Schuppenfarbe das noch so bemühteste Verschleiern ihrer Gefühle und Intentionen zunichte zu machen.

... aber ich kann diesen weißen Stein gerne mal probieren,

versicherte sie schließlich, allein schon um Talerys Sinn für Pflege nicht zu beleidigen.
Sie war froh endlich die Bibliothek verlassen zu können. Es war dabei weniger das Gerede von maßlosem Bösen in ziemlicher Nähe, sondern eher die Blicke, die sich mit jedem Satz auf den dreien angehäuft hatten. Nicht mehr lange, und der haarlose Bibliothekar hätte sich wahrscheinlich persönlich vehement herausgebeten.
Die Gedankengänge bezüglich ihrer Rolle im Orden und vor allem ihren Verhältnis zu Padawanen, die eben nicht mehr nur “andere Padawane” waren, weil sie selbst keine mehr war, waren noch nicht ganz abgeklungen in den Untiefen von Rilanjas Bewusstsein, als die gefiederte Duftkerze ihr einen sprichwörtlich Teufelsdreck vor die Nase streute.
Rilanja sollte Zasuna ausbilden? Nun, sie könnte es, theoretisch, also sie war dazu befähigt, aber ganz sicher nicht fähig. Sie wusste ja selbst kaum was es bedeutete jedig zu sein, wie sollte sie es dann jemand anderem vermitteln? Und all die Fallstricke und Probleme auf dem Weg, von denen sie sich selbst nur knapp mit der Hilfe ihrer Meisterin erholt hatte…
Ein paar Schritte schwieg die Falleen, und fragte sich, ob Sarid auch so angefangen hatte, all die Jahre vor Rilanjas Geburt als sie angefangen hatte selbst den Weg der Jedigkeit zu beschreiten. Dabei fiel ihr ein, sie hatte die Menschin immer noch nicht gefragt ob man als Jedi wirklich langsamer alterte. Jahrhunderte reichten jedenfalls nicht um die Ausgeglichenheit und Weisheit ihrer Meisterin zu erklären, da war sie sich sicher.
Aber was war mit ihr? Wenn jede Reise mit dem ersten Schritt begann wäre es vielleicht sinnvoll, Zasuna eine zeitlich befristete, örtlich eingeschränkte und vorbehaltlich Rücksprache mit mindestens drei dienstälteren Jedi ungültigen Ausbildungserfahrung anzubieten.


Wenn du willst, Zasuna...

Vielleicht kam es ohnehin nicht dazu, und es fand sich jemand besseres - irgendjemand - denn die Falleen hatte jetzt schon das Gefühl, dass sie mit diesem ersten Schritt mitten im Mienenfeld padawanscher Unsicherheiten und beförderungsgefährdender Fehltritte tat, und sich dabei umringt fand von der Dunkelheit der nichtjedigen Charakterverformung, wenige Schritte entfernt vom Abgrund des Versagens gegenüber Schutzbefohlener, in dem Kreaturen lauerten wie die Interspezieskommunikationshürde, die gemeine Holofilmwahrheitsvermittlung und vor allem die Bestie des frühen Todes bei der Explosion des erstens selbstgebauten Lichtschwerts.
Die Falleen brauchte dringend frische Luft - die in den Gängen immer stärker zu spürenden Blumenschwaden der Caamasi schienen auf die Blumigkeit von Rilanjas Gedanken abzufärben.

Lianna - Jedi-Basis - Gänge, auf dem Weg zum Ausgang - Talery, Zasuna und Rilanja
 


Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Gänge – Akan, Teniai


Tenia hatte ihre Waffe konstruiert und jetzt galt es, sich dem Training zu widmen, damit sich eine ausweglose Situation wie die auf Ruusan, nicht noch einmal ereignen würde. Nie wieder würde sie so hilf- und machtlos sein wie im Tal der Jedi und kein zweites Mal würde es einem Gegner gelingen, sie derart hart zu treffen. Auch wenn sie Narbe hasste, die sich in ihrem Gesicht befand – und ob Hass verboten war oder nicht, scherte Tenia wenig- sie würde sie genau daran erinnern. Und irgendwann, wenn sie Zion begegnete, würde er bezahlen. Für den Tod von Dione, für die Innere narbe Neis und für ihre eigene äußere Narbe. Die Nullianerin wusste, dass sie sich hüten musste und sie würde sich hüten. Aber konnte es so schlimm sein, vergelten zu wollen, wenn es nur darum ging, Zion eine Lehre zu erteilen? Nein, das konnte es nicht. Denn auf Aktionen folgten Reaktionen. Und Zion brauchte eine Lektion die ihn in seine Schranken wies. Demnach war der Übergang von hell zu Dunkel nicht fließend. Das Ziel bestand nicht in Rache, sondern in Belehrung. In Zurechtweisung und nicht wirklich in Vergeltung. Was konnte daran falsch sein? Sicher einiges, aber Tenia gut darin, diese Dinge zu ignorieren. Da war mehr, als schwarz und weiß, mehr als gut und böse, ganz einfach. Ihr Ziel war nicht, böse zu werden und damit war sie auf dem richtigen Weg.

Was ihren jetzigen, direkten Weg betraf, so sollte er sie von der Werkstatt in einen der Trainingsräume führen. Die neu erbaute Lichtlanze wollte schließlich erprobt werden und Tenia war guter Dinge. Ein Stock war der Waffe sehr ähnlich und im Stockkampf hatte ihr auf Null niemand so schnell etwas vor gemacht. Allerdings wurde die Waldbewohnerin schnell abgelenkt. Nicht von ihrem Vorhaben einen Trainingsraum aufzusuchen abgebracht, aber doch abgelenkt, als sie ein Eindruck oder vielmehr ein Gefühl erreichte. Groll. Wut. Etwas in diese Richtung und das sehr, sehr deutlich. Kein Jedi-Gefühl. Sicher eines, dass jedes Wesen empfand und in gewissem Maße auch empfinden durfte, aber hier im Orden in dieser Intensität? Eigentlich schrie diese Person förmlich danach, nicht nur aufgespürt, sondern direkt zurechtgewiesen zu werden. ‚Wut gibt es nicht‘, wäre das passende Zitat gewesen, das so wunderbar im Kodex verankert war. Aber Tenia war nicht Padme, die wahrscheinlich sofort aus dem Lehrbuch zitiert hätte.

Eigentlich musste Tenia bloß zwei Gänge weiter gehen, als sie nicht nur spürte, sondern auch sah, wer da so wütend war. Ein junger Chiss (Akani), der da mitten im Gang stand, die Augen geschlossen, tief durchatmend. Sein Versuch der Beruhigung? Bestimmt. Aber er ging schief. Zwar war sein Stirnrunzeln verschwunden, nicht aber der Groll, den er ausstrahlte.

"Manchmal hilft Bewegung mehr, als tief durchzuatmen,"
waren die ersten, nicht belehrenden, sondern mit einem halben Lächeln vorgetragenen Worte, die Tenia an den jungen Mann richtete.
"Lust das auszuprobieren?" Eine einladende Geste in einen der Trainingsräume folgte.



Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum- Tenia, Akani (?)

 
Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Gänge - Akani


Akani blinzelte, als ihn plötzlich jemand ansprach. Er wandte sich um und stand einer jungen Frau (Tenia) gegenüber. Sie war es, die ihn darauf angesprochen hatte, dass Bewegung manchmal mehr half als Atemübungen.
Innerlich verzog der Chiss genervt das Gesicht.
Wie schön, dass meine Verärgerung so offensichtlich ist.
Äußerlich ließ er sich nichts anmerken - zumindest hoffte er das...
Der Vorschlag war allerdings gut. Abgesehen von seinem Spaziergang durch Lola Curich - und natürlich der unnötigen Mission - hatte er
in letzter Zeit wirklich zu wenig Bewegung gehabt, insbesondere wenn man bedachte, dass er für gewöhnlich recht aktiv war und verschiedene Kampfsportarten ausübte. Die ihm gegen eine Jedi aber mit Sicherheit nicht helfen würden...

Er folgte der Frau in einen Trainingsraum und stellte sich ihr in einigen Schritt abstand gegenüber, wonach er eine leichte Verbeugung machte.
"Bevor wir mit was auch immer anfangen, ich bin Akani. Darf ich fragen, mit wem ich die Ehre habe?"


Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani
 

Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani


Akani war also der Name des jungen, aufgewühlten Chiss, der Tenia schließlich in den Trainingsraum begleitete.
„Ich bin Tenia Lumiran,“ war die Antwort der jungen Waldbewohnerin um schlussendlich doch nach einer kurzen Pause hinzuzufügen: „Ritterin des Ordens. Aber Tenia genügt.“ Sie mochte arrogant sein, aber so arrogant, dass man sie mir Ritterin Lumiran ansprechen musste? Sicherlich nicht.
„Ich werde darauf verzichten, dir eine Standpauke über das Thema Groll zu halten.“ Dafür erinnerte sich die Nullianerin zu gut an ihren ersten Tag im Orden, der ein völliges Desaster gewesen war und auch darin geendet hatte, dass sie einen Vortrag nach dem anderen hatte hören müssen. Verdient, zugegeben, aber dennoch wollte sie dem Chiss etwas in diese Richtung ersparen. Zumal sein ‚Vergehen‘, wenn man es so ausdrücken wollte, kaum der Rede wert gewesen war. Zumindest in den Augen Tenias.

„Aber vielleicht verrätst du mir, während du deine Energie ein wenig umleitest, genauer wer du bist.“
Damit stellte Tenia einen kleinen Parcour im Raum auf, den der Chiss umgehen oder überspringen musste. Die erste Runde begleitete sie den Chiss und gab ihm ihr Tempo vor.
„Wie lange bist du schon hier?“ war die erste Frage, die sie Akani stellte. Wahrscheinlich war er ein meisterloser Padawan, andernfalls wäre er kaum alleine und ein wenig verlassen wirkend, durch die Gänge gestreift. „Was tust du im Orden?“ Vielleicht mochte die Antwort auf die Frage offensichtlich sein, aber ein einfaches ‚Ein Jedi werden‘ reichte Tenia nicht aus und um vorzubeugen, dass diese knappe Antwort gar nicht erst kam, fügte sie mit einem Lächeln hinzu: „Und ‚Jedi werden‘ reicht mir nicht aus.“ Sie selbst war damals zu den Jedi gekommen, um etwas zu suchen. Anerkennung. Etwas, was Rosita innerhalb weniger Sekunden heraus gefunden hatte. Da war nicht allein der bescheidene Wunsch gewesen, eine Jedi zu werden, um irgendetwas oder irgendwen zu retten, nein. Da war das Bedürfnis im Vordergrund gewesen etwas zu stillen, was auf Null ungestillt geblieben war und so wartete Tenia gespannt darauf, was Akani antworten würde und, ob er dabei ehrlich war.

„Falls du es sagen willst, würde mich interessieren, was dich eben so geärgert hat?“ Eine recht offensive Frage, die der junge Chiss nicht beantworten musste, wie die Formulierung deutlich machte. Ob er es dennoch antwortete Tenia war auch darauf gespannt. Aber all diese Fragen kamen nicht ohne dass sich Akani dabei bewegen musste, denn der Vorteil an Bewegung war nicht nur, dass sie half, Anspannung abzubauen, sonder auch das Akani weitaus weniger Zeit haben würde, sich Antworten zu Recht zu legen. Zumindest dann, wenn Tenia das Tempo hoch hielt, was sie auch tat.Sie wollte ehrliche Antworten, ungezwungene, die mehr aussagten, als diese elendigen Interviewfragen, bei denen dem gegenüber Zeit genug eingeräumt wurde, besonders auszuschmücken.


Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani

 
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Tenia Lumiran also. Dass sie eine Ritterin war, hatte sich Akani allerdings irgendwie schon gedacht...Er unterdrückte den Drang, ihr eine scharfe Antwort auf die Aussage zu geben, sie würde auf eine Standpauke verzichten, und schaute stattdessen zu, während die Jedi verschiedene Kästen, Stangen und Seile im Raum anordnete und so einen Parcour aufbaute, um ihm gleich darauf auch zu zeigen, wie er diesen zu durchlaufen hatte.
Dann begann er auch schon mit der ersten Runde.
Beim zweiten Durchgang schaute Tenia selbst nur noch zu, befahl ihm jedoch, das Tempo zu steigern.
Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als er mit dem dritten Mal immer besser in den Bewegungsablauf fand, und im vierten begann er seine Bewegungen ausgefallener zu gestalten. Beim Spung von einem Kasten zum nächsten baute er Saltos ein, während er sich von Stange zu Stange schwang, wechselte er Arme und Beine ab und so weiter...Zugegebenermaßen tat er dies nicht nur als Beweglichkeitsübung, sondern ein Stück weit auch deshalb, weil er ein wenig angeben wollte...
Irgendwann dachte Akani gar nicht mehr darüber nach, was er tat, sein Körper machte irgendwie alles von allein, während der Chiss sich auf die Fragen konzentrieren konnte, die die Jedi-Ritterin ihm stellte.

"Ich bin gerade mal vor ein paar Tagen angekommen, auch wenn ich schon meine erste Mission hatte...", meinte er, wobei er das Wort Mission betonte, um zu zeigen, was er von dieser hielt.
"Und eigentlich bin ich durchaus hier, um Jedi zu werden...Ich habe vor kurzem festgestellt, dass ich machtsensitiv bin, und da lag ein Beitritt zum Orden irgendwie recht nahe...Ich meine, wenn sich einem schon eine solche Möglichkeit bietet, mehr zu tun als einfach nur irgendeinen ganz normalen Job auszuüben, irgendwann in Rente zu gehen und sich zu langweilen..."
Dann seufzte er.
"Und geärgert habe ich mich darüber, welch miserablen Start ich hatte...Ich habe gleich am ersten Tag hier die Rätin Padme kennengelernt, und sie hatte eigentlich die Absicht, meine Meisterin zu werden. Aber irgendwie scheinen ihr letztens wohl ständig überaus wichtige Dinge dazwischen zu kommen, sodass ich bisher keine einzige Trainingseinheit hatte, die diesen Namen wirklich verdient...Eine gewisse Shana, die bei meiner Ankunft noch Padawan war, jetzt aber zur Ritterin ernannt wurde, wollte vorübergehend mit mir üben, aber auch sie ist - zugegebenermaßen verständlicherweise - beschäftigt, seit sie Ritterin wurde...
Von demher kann ich eigentlich nur sagen, dass ich mir meinen Beitritt zum Orden etwas anders vorgestellt hatte..."



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Zuletzt bearbeitet:
[ Lianna - Lola-Curich - Jedi-Basis - Bibliothek ] Rilanja, Talery und Zasuna

Zasuna konnte sich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass das Sith-Holocron in einem Nebenraum offenbar mit einer großen Anzahl an weiteren Sith-Artefakten gelagert wurde. Langsam hatte sie den Eindruck, dass Talery da auch der gleichen Meinung war. Jedi-Ritterin Rilanja ging allerdings noch einen Schritt weiter und erläuterte in ihren Ausführungen die Problematik bei den verschiedenen Möglichkeiten zur Zerstörung des Holocrons. Damit zeigte sie, dass sie gegenüber den beiden Padawan doch einen Wissensvorsprung hatte.

Das Alter eines Sarlaccs zu bestimmen war in der Tat schwierig. Eine Kohlenstoffanalyse war vielleicht die geeignetsten Methode, allerdings musste man dafür nahe genug rankommen. Zasuna war sich nicht sicher, welcher Sprache Sarlaccs mächtig waren. Hingehen und sie fragen war dann immerhin noch einfacher. Allerdings konnte man bei einem Alter von 1000 Jahren auch schon mal durcheinander kommen. Wer wusste, ob der Sarlacc wahrheitsgemäß antworten würde?
Von der Variante einer bösen Sonne hatte die Miraluka auch noch nie etwas gehört. Die Geschichte war besorgniserregend und würde ihr ungutes Gefühl bei Hyperraumflügen zukünftig sicher nicht gerade positiv beeinflussen.

Während sie die Bibliothek verließen und sich auf den Weg nach draußen machten brachte sie das Thema dann wieder zur Sprache.


„Ich finde es trotzdem nicht in Ordnung, die Sith-Gegenstände hier zu lagern. Wir müssen die Sith zum Wohle der Galaxis vernichten und daher auch ihre Lehren und ihr dunkles Wissen. Das Holocron muss also zerstört werden und dafür ist der richtige Weg zu finden. Da darf auch die Sammelleidenschaft einzelner nicht im Wege stehen, wenn wir dadurch Unheil für viele abwenden können.“

Von dieser Meinung war sie vorerst nicht abzubringen und verstand auch nicht, was das Lagern der Gegenstände bringen sollte. Wenn es half war sie jedenfalls bereit auch gerne ihren Teil zur Zerstörung der Gegenstände beizutragen.
Während sie sich den Weg nach draußen bahnten bemerkte sie einerseits, dass gerade für diese Tageszeit in der Basis relativ wenig los war und andererseits kam sie aufgrund des Gesprächs ihrer beiden Begleiterinnen über Körperpflegeprodukte nicht umher, beide nochmals genauer zu mustern. Sie war sich sicher, dass ihr machtsensitives Auge die Dinge nicht genauso sah, wie etwa die lichtsensitiven Augen anderer Lebensformen. Dennoch war sie mächtig genug und hatte lange genug trainiert, um neben der physischen Form auch so etwas wie Farben wahrnehmen zu können. Die Informationen wurden gewissermaßen auch von der Macht mitgeliefert, wenn sie diese denn anforderte. Wie auch immer man das einem Anderssehenden erklären mochte.

Sie erreichten den Vorhof zur Jedi-Basis und bogen an der angrenzenden vielbefahrenen Straße Richtung Raumhafen ab. Früher oder später würden sie schon einen geeigneten Straßenhändler finden. Zasuna ging es dabei weniger um das bräunlich-schwarze Gebräu mit aufmunternder Wirkung, sondern eher darum die Jedi-Basis mal wieder zu verlassen. In ihren bisherigen Missionen hatte sie viel über die lebendige Macht gelernt und allgemein praktisches im Bezug auf die Auslegung der Lehren der Jedi. Diese Basis wirkte auf sie eher einengend, erdrückend und so theoretisch. Sie liebte die Bibliothek und die Trainingsräume, aber gleichzeitig fühlte sie sich in der Basis nicht zu 100% wohl.

Talery ergänzte etwas zu Zasunas Sorgen rund um ihren Meister und stimmte sie damit für einige Meter äußerst nachdenklich. Bei einer anderen Meisterin mittrainieren? Oder bei Jedi-Ritterin Rilanja? War das nicht so etwas wie Verrat gegenüber ihrem jetzigen Meister? Konnte sie eine solche Entscheidung einfach so treffen? Natürlich musste sie schauen, dass ihre Ausbildung weiter Fortschritte machte. Ihre Ausbildung war ohne Frage weit fortgeschritten. So weit, dass sie damit begonnen hatte, sich mit dem Bau eines eigenen Lichtschwerts auseinander zu setzen. Aber ohne Meister ging es nur langsam heran, ihren Machtkräften fehlte es am nötigen Feinschliff und ihre unbeantworteten Fragen zu den Lehren der Jedi behinderten zusätzlich. Unschlüssig und nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen senkte sie für einige Schritte den Kopf. Ihre gesamte Körperhaltung zeugte von ihrer Unsicherheit, ehe sie sich disziplinierte und wieder eine angemessene Haltung annahm, in der Hoffnung, dass keine der beiden anderen sie zu genau beobachtet hatte.


„Danke für Eure mitfühlenden Worte und Angebote. Solange mein Meister nicht da ist, würde ich mich über etwas Unterstützung durchaus freuen. Aber sowohl Eure Meisterin...“

...zuerst wandte sie sich deutlich an Talery und dann schließlich an Rilanja...

„als auch Ihr habt mit Sicherheit Pläne und Aufgaben. Und da will ich auf keinen Fall im Wege stehen. Gerade auf Coruscant werden wohl dringend weitere Jedi benötigt. Mein Meister könnte ja jederzeit wieder auftauchen oder mir eine wichtige Aufgabe zuteilen. Ich weiß nicht, ob ich einfach so von hier weggehen kann.“

Und wieder verschwieg sie ihren Traum aus der letzten Nacht. War es wirklich nur ein Traum gewesen, oder eine Vision? Die Zukunft oder die Vergangenheit? Oder ein Hilferuf ihres Meisters? Sie war sich sicher, dass auch sie unbedingt nach Coruscant musste.

[ Lianna - Lola-Curich - Straße zwischen Jedi-Basis und Raumhafen ] Rilanja, Talery und Zasuna
 
Lianna - System | Lianna | Lola-Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum | Salina, Brianna und Anakin


Salina war hoch konzentriert in ihrem Kampf mit ihrem imaginären Gegner. Die Hinweise von Brianna, auf was sie bei dem Trainingskampf der anderen beiden achten sollte halfen ihr zunehmend. Es klappte auch so langsam mit der Körperbeherrschung und ihrem Gleichgewicht.
Sie musste lediglich darauf konzentriert bleiben ihren Schwerpunkt in den richtigen Momenten zu verlagern. Das sollte sie aber im laufe weiterer Trainingseinheiten sicherlich perfektionieren können. Zumindest hatte sie für den Moment nicht mehr das Gefühl sich einfach nur im Kreis zu drehen.
Zudem hatte sie mittlerweile auch durchaus positives ihrer neuen Meisterin zu berichten. Außerdem stand ja noch der Trainingskampf mit Anakin aus, der ihr beim perfektionieren ihrer Techniken helfend unter die Arme greifen wollte.
Als sich die Trainingseinheit von Anakin und Brianna dem Ende zu neigte, deaktivierte die rothaarige Padawan ihr Trainingslichtschwert.
Irgendwie schien es beinahe so, als ob es zwischen den Beiden gefunkt hätte.
Die rothaarige Padawan konnte sich ein schelmisches lächeln nicht verkneifen.
Sie folgte aufmerksam dem abschließenden Trainingsgespräch der Beiden.
Der Jedi-Rat schien große Stücke von der Echani-Jedi zu halten und ließ vor seiner Verabschiedung auch nicht unerwähnt, dass Salina mit Brianna eine ausgezeichnete Meisterin gefunden hätte.
Bevor die Padawan ihrer Verwirrung Herr werden konnte, hatte die Echani den Fehler allerdings korrigiert.
Als der Jedi-Rat die beiden verlassen hatte, machte sich bei Salina ein wenig Enttäuschung breit. Trotz ihrem Unbehagen hatte sie sich doch auf einen Trainingskampf ein wenig gefreut. Das dieser nun ausblieb drückte ihre Stimmung nur minimal. Außerdem merkte sie, das ihre Kondition doch nicht so ausdauernd wie die der anderen.
Nach dem sich Brianna ihrem piepsenden Komm annahm und kurz darauf eine mehr als eindeutige Frage stellte, konnte sich Salina nicht mehr beherrschen und grinste noch schelmischer, wobei sie sogar leicht rosa anlief.

Hab ich das doch richtig gedeutet, dass es zwischen euch geknistert hat? Wo soll denn die gemeinsame Reise hingehen?

Die rothaarige Padawan überlegte angestrengt. An sich hatte sie selbst noch nie wirklich viel Interesse an Jungs, oder in ihrem Alter, Männern gezeigt. Im Gegenteil, meistens war sie von Flirt versuchen des anderen Geschlechts eher genervt, als dass sie darüber geschmeichelt war.
Sie versuchte dennoch sich etwas einigermaßen Sinnvolles einfallen zu lassen.


Also ich würde vielleicht irgendwas schönes zeigen was man zusammen genießen kann. Oder vielleicht ein kleines Geschenk? Keine Ahnung, ich glaube für solche Sachen bin ich die Falsche.


Aber eine andere Frage. Was steht jetzt an?


Lianna - System | Lianna | Lola-Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum | Salina und Brianna
 

Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani


Akani schlug sich gut und konnte ein beachtliches Tempo vorweisen. Für Tenias Begriffe gab er zwar ein wenig mit seinen Fähigkeiten an, aber sie selbst war auch einmal eine Padawan gewesen und zeigen, dass man schon etwas konnte war nicht verkehrt, zumindest so lange nicht, bis man sich gnadelos selbstüberschätzte und zumindest machte der Chiss nicht diesen Eindruck.

Was seinen Verbleiben bei den Jedi betraf, sprach er von irgendeiner Mission, die wohl nach allem klang, aber nicht so, als habe sie ihm gefallen. „Was für eine Mission war das?“, kam demnach die Rückfrage, die Tenia tatsächlich interessierte. Ihre eigene erste Mission, die nun doch schon länger zurück lag, war schließlich eher unfreiwillig gewesen, hatte sie letztendlich aber mit Anakin zusammen geführt. Wer wusste schon was geschehen wäre, hätte sie sich nicht auf das Schiff geschmuggelt, dass geradewegs nach Corellia geflogen war.

Was Akanis Begründung betraf, weshalb er in die Basis gekommen war, so war diese ähnlich dürftig, wie Tenias einstiger Grund. „Lass diese Antwort bloß keinen Rat hören“, konnte Tenia sich mit einem Grinsen doch nicht ganz verkneifen. „Edelmütige Antworten werden viel lieber gehört.“ Auch wenn sich die junge Ritterin kaum vorstellen konnte, dass jeder Anwärter der aufgetaucht war, mit dem dringenden Bedürfnis gekommen war, die Galaxis zu retten. Vielleicht aber war ihr selbst dieser Gedanke so fern gewesen, dass sie sich deshalb schwerlich vorstellen konnte, dass es in der Basis vor selbstlosen Wesen nur so wimmelte? „Meine Antwort auf die ähnlich gestellte Frage war zumindest nicht gerade zufriedenstellend“, gab Tenia zu, als Akani auch schon die nächste Frage beantwortete und sein Tempo noch einmal erhöhte, bis Tenia ihm ein Zeichen gab, dass der Parcours erst einmal beendet war. Ein miserabler Start? Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht der Nullianerin, war ihr eigener Start doch mit genau diesem Wort zu beschreiben. Immerhin war sie nicht gleich am ersten Tag auf Padme gestoßen, was dafür sorgte, dass sie für Akani fast so etwas wie Mitleid empfand. Denn im Gegensatz zu Rosita, war es Padme gelungen, sie fast mit jedem ihrer Worte in den Wahnsinn zu treiben. Nichts destotrotz, ihre Sympathien einmal außen vorgelassen, hatte die Rätin Tenia das Leben gerettet. Eine Tatsache, die diese doch ein wenig milder stimmte, auch wenn sie der anderen bis heute noch nicht ganz verziehen hatte.

„Hast du dich nun über deinen Start hier geärgert oder hast du Verständnis dafür, wie der Tag lief?“, sollte vorerst die letzte offensive Frage sein, die Tenia ihrem Gegenüber stellte. Auf der einen Seite versuchte er fast gut zu reden, dass man ihn vertröstet hatte, auf der anderen war er deutlich wütend gewesen, demnach passten beide Aussagen nicht zusammen. Wer verstand, war viel weniger wütend, als einsichtig und für Tenia war spannend zu erfahren, wie ehrlich Akani nun antworten würde. Da sie ihm aber Bewegung vorgeschlagen hatte, würde Bewegung auch weiterhin ihr Begleiter sein und so levitierte Tenia eines der Trainingsschwerter aus dem grauen Schrank, in dem allerlei Utensilien für Trainingszwecke gelagert waren.


„Schon einmal mit einem Lichtschwert trainiert, bei einer Trainingseinheit, die diesen Namen kaum verdient hat?“

Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani

 
Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani


"Lass diese Antwort bloß keinen Rat hören. Edelmütige Antworten werden viel lieber gehört", grinste ihn Tenia an.
Schon, aber...

"Naja, ich behaupte jetzt einfach mal, dass ein bisschen Edelmut vielleicht auch dabei ist. Ich meine, meine Ausbildung - so denn eine solche stattfindet - dient ja dazu, dass ich irgendwann irgendwelche...naja, heroischen Taten vollbringen und so, oder? Jedi stehen doch eigentlich für das Gute und sind Friedensbringer in der Galaxis...Ich hatte keineswegs vor, mal eben bissl Macht zu lernen und mich dann zu verzischen, um den Rest meines Lebens in irgendeiner Luxusvilla mit Bediensteten zu verbringen, die ich mit der Macht kontrolliere...", zwinkerte der Chiss zurück.

Würden mich andere Chiss sehen, sie würden den Kopf schütteln bei sovielen nicht unterdrückten Gefühlen...Wobei, Kopfschütteln wäre ja auch schon wieder zuviel Gefühl..., schoss es ihm plötzlich durch den Kopf.
Allerdings musste er sich dann auch gleich wieder ins Gedächtnis rufen, dass seine Familie schon immer etwas freier mit der Regel umgegangen war, die eigenen Gefühle nicht nach außen dringen zu lassen. Teils lag dies einfach an der grundlegenden Einstellung seiner Mutter und seines Vaters, teils aber auch daran, dass insbesondere sein Vater durch den Handel, den er trieb, häufiger in Kontakt mit anderen Spezies kam als die meisten Chiss. Und wollte man gute Geschäfte abschließen, so gelang dies nur selten damit, seinem Gegenüber kalt zuzunicken und es damit auch schon mit den Höflichkeiten sein zu lassen...
Egal. Sind ja keine anderen Chiss hier...


Dann dachte er über die letzte Frage der Jedi nach.
"Naja, im Falle von Shana verstehe ich durchaus, dass sie keine Zeit fürs Training hat. Ich meine, davon abgesehen, dass sie ein frischgebackener Jediritter ist, war sie sowieso von anfang an nicht als meine Meisterin eingeteilt, sie hatte sich lediglich bereit erklärt, vorübergehend mal ein paar grundlegende Sachen mit mir zu üben, solang Padme beschäftigt ist. Von Padme dagegen bin ich schon enttäuscht, wenn mir das zusteht. An sich bin ich super mit ihr zurecht gekommen und alles, aber wenn sie sich schon auf einen neuen Schüler einlässt, von dem sie im Übrigen weiß, dass er vollkommen neu hier ist, dann sollte sie doch auch irgendwo Zeit für ihn haben. Andersrum gesagt, wenn sie von ihren Pflichten als Rätin so sehr beansprucht wird, dann hätte sie schlicht und ergreifend keinen Schüler annehmen sollen..."

Dann beobachtete der junge Padawan, wie Tenia ein Lichtschwert aus einem Schrank herbeiwinkte und ihn fragte, ob er schonmal mit einem solchen trainiert hatte.
"Naja, du gibst dir die Antwort eigentlich schon selbst. Ich habe bisher noch nichtmal eines in der Hand gehalten...", meinte er.


Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani
 
Lianna - Jedibasis - Kantine - mit Matthew

Geschmeichelt? Jo runzelte kurz die Stirn als Matthew erklärte, dass das Kopfgeld ihm eher schmeichelte. Gut, wenn es ein Gegner wäre, könnte Jo das verstehen. Sie selbst stand mit Sicherheit auf mehr als einer dieser Listen. Sie wollte gar nicht darüber nachdenken wie sie sich fühlen würde wenn ihre Familie, die ja noch nicht einmal ihre leibliche sondern "nur" eine Pflegefamilie war, sie so verfolgen würden. Doch Matthew hatte die Wahrheit gesprochen, das fühlte Jo. Und so beließ sie es erst einmal dabei würde allerdings später einen Vermerk in die Datenbank machen, das sie sofort benachrichtig werden wollte wenn nachfragen Matthew betreffend eingingen. Er war ihr Schüler und so sehr wie seine Familie ihn, allem Anschein nach, nicht wollte, so sehr fühlte sie sich dem Jungen mittlerweile zugehörig und für sein Wohl verantwortlich. Auch aus diesem Grund stellte sie erfreut fest, dass er sich ein durchaus nahrhaftes Gericht bestellte.
Und dann...
"Wie geht es jetzt weiter Meisterin...."
Die Frage lies erneut einige Falten auf Jo's Gesicht entstehen, denn einen genauen Tagesplan für Matthew hatte sie noch nicht. Als er weiter fragte wurde dann allerdings klar, dass er vorrangig die allgemeine Lage meinte, doch die Antwort darauf war nicht leichter. Kurz atmete Jo tief durch dann nickte sie langsam.


Nun! Nein! Es hat nie wirklich lange gehalten und ich sehe es auch in der Zukunft als schwierig an den Zustand zu erhalten. Eine Voraussetzung für Frieden ist der Respekt vor dem Anderen. Vor dem Anders sein! Allerdings genau das negiert das Imperium. Allein schon aus diesem Grund sehe ich nicht viel Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden.
Doch wir brauchen ihn! Krieg ist Leid für so viele, auf beiden Seiten! Je länger wir die Waffenruhe erhalten können um so besser ist es und so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie doch hält und Vertrauen aufgebaut werden kann. Denn meiner Meinung nach kann sich nur auf der Grundlage von Vertrauen wirklich Frieden entwickeln der länger andauert.


Jo atmete tief durch und aß einen ersten Bissen von dem Essen das mittlerweile gekommen war, trank dann noch einen Schluck und sprach danach bedächtig weiter.

Hm, das alles klingt sehr theoretisch! Und obwohl es auch meine tiefste Einstellung wiederspiegelt, das ist es auch.
Theoretisch ist es unsere höchste Aufgabe alles zu tun um den Frieden zu erhalten.
Praktisch wird es wohl nie wirklich genügend Gemeinsamkeiten geben um einen wirklichen, harmonischen Frieden zu erreichen. Wir müssen das Gleichgewicht wahren und alles dafür tun das die Zeit des Friedens möglichst lange währt.
So, und ich denke jetzt ist es erst einmal genug mit dem politischen Tagesgeschehen. Deine Frage! ich meine der allererste Satz deiner letzten Frage, spricht auch etwas an, das viel persönlicher ist.
Wie geht es jetzt weiter?
Mit Dir! Mit uns!
Du musstest viel zu lange ohne deine Meisterin auskommen und ich gedenke deine Jeditrainingseinheiten aus zu weiten. Denn, auch nicht zuletzt in Anbetracht der letzten Ereignisse, möchte ich, dass du dich gut verteidigen kannst.
Nach dem Essen gehen wir also in einen Trainingsraum und beginnen. Du kannst dir ja schon Gedanken machen was du besonders gern lernen willst. Ich für meinen Teil habe schon einen Plan was du unbedingt lernen solltest.


Lianna - Jedibasis - Kantine - mit Matthew
 

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„Du hast recht, dass die Jedi als Friedenshüter und für das Gute stehen, auch wenn die Frage nach gut und böse fast ein eigenes Thema ist.“ Nicht nur fast, es war ein eigenes Thema und für Tenia war jenes Thema sehr speziell, denn nach ihrer Meinung gab es keinen fließenden Übergang zwischen dem was gut war und dem, was schlecht war. Gutes konnte schlecht sein und schlechtes gut und da konnte ihr jeder erzählen, was auch immer er wollte. Allein, was manche Techniken betraf. Eine Technik konnte nicht böse sein, bloß ihr Einsatz und im Endeffekt waren es Gedanken, die gut oder schlecht waren oder irgendetwas dazwischen. Und Gedanken wurden eben einmal zu Handlungen.
„Und die Ausbildung zum Jedi geht nicht zwangsläufig mit heroischen Taten einher, sondern nicht selten mit kleinen Dingen.“ Wobei hier vielleicht zu überlegen war, ob Jedi nicht wirklich Helden der kleinen Dinge waren. Dennoch, Tenia grinste, als Akani versicherte, nicht vor hatte, in Saus und Braus zu leben. Wahrscheinlich war es zu früh die Frage nach Spezialisierungen zu stellen, aber vielleicht konnte sie es anders angehen.

„Du weißt, vielleicht, dass es Jedi gibt, die sich auf verschiedene Bereiche spezialisieren. Als Schatten, als Heiler, als Diplomaten. Gibt es etwas, was dich besonders interessiert?“ Wenn er davon überhaupt schon gehört hatte. „Anders gefragt, was ist dein Ziel als Jedi?“ Tenia war sich nicht sicher, warum sie dem Chiss so viele Fragen stellte, was sie aber wusste war, dass es ihr irgendwie nicht darum ging, allein ihre Neugier zu befriedigen.

Seine Antwort beispielsweise, ob er eher verärgert oder enttäuscht war, interessierte Tenia brennend. „Du hast recht“, war dann die erste, knappe Antwort auf die seine. „Wer sich auf einen Schüler einlässt, sollte auch Zeit für diesen haben und es ist dein gutes Recht, enttäuscht zu sein.“ Und dennoch, obwohl es sich um Padme handelte, ganz stehen lassen konnte Tenia ihre eigenen Worte nicht. „Aber du solltest daran denken, dass gerade ein rat mehr Arbeit hat, als du dir vorstellen kannst. Gerade jetzt, wo der Friedensvertrag geschlossen wurde. Manchmal kommen Pflichten auf einen zu, von denen man vorher nichts gewusst hat. Wenn du ein Padawan wirst, bist du zum Beispiel abhängig von deinem Meister.“ Unvorhergesehene Dinge konnten einfach immer eintreten, was sie Akani schlicht mit auf den Weg geben wollte, sich darüber wundernd, dass sie doch tatsächlich Partei für Padme ergriffen hatte.

Erfahrung mit dem Lichtschwert hatte Akani also noch nicht. Ob Tenia das sonderlich gut gefiel, wusste sie nicht. Da waren sicher viele Dinge, die ein Anwärter lernen musste. Aber der Kampf auf Ruusan hatte einfach deutlich gemacht, dass der Umgang mit dem Schwert enorm wichtig war und Tenia selbst hatte ihr Training sträflich vernachlässigt. Natürlich konnte sie jetzt behaupten, dass es wichtig war zuallererst die einfachen Grundlagen der Levitation zu üben. Aber was brachte es in einer offenen Konfrontation ein paar Steine schleudern zu können? Nichts, schon gar nicht, wenn sie gegen ein Lichtschwert oder Machtblitze bestehen sollten. Demnach war es doch viel sinnvoller mit dem Lichtschwerttraining viel früher anzufangen…

„Das da“ und sie deutete auf das Lichtschwert, das sie dem jungen Chiss eben zugeworfen hatte, „ist ein Trainingslichtschwert. Es unterscheidet sich vom Aufbau nicht zu dem, eines normalen. Bloß die Klinge hat weniger Energie. Sie ist nicht stark genug, um ernsthafte Verletzungen zuzufügen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, völlig harmlos ist sie auch nicht.“ Kleine Verbrennungen waren nicht auszuschließen. Sich auf den Boden setzend machte Tenia eine Geste, die Akani auffordern sollte, ihrem Beispiel zu folgen.
„Wäre es dir wichtiger, erst Grundlagen im Umgang mit dem Schwert zu erlernen oder erst Grundlagen im Umgang mit der Macht?“, stellte sie schließlich einfach die Frage, die ihr die Entscheidung, was nun am sinnvollsten war auch ein wenig erleichtern würde.


Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani

 
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"Jaaah, das mit Gut und Böse kann ich offen gestanden auch nicht einfach in Schwarz und Weiß unterteilen...In einem der Bücher, die ich mir ausgeliehen habe, war vom Machtblitz die Rede, ist diese Fähigkeit Jedi wirklich verboten? Ich meine, könnte man ihn nicht beispielsweise auch als Defibrillator verwenden oder zur...Stromerzeugung oder so? Grüne Energie?"

Der Chiss hatte plötzlich das Bild einer Horde von Jedi vor Augen, die in einem Kraftwerk herumstanden und Blitze in Steckdosen warfen.
"Davon abgesehen, wenn ein Jedi die Notwendigkeit sieht, ein Leben zu nehmen, ist es dann nicht vollkommen egal, ob er dafür das Lichtschwert verwendet, den Gegner an die Wand klatscht oder eben Blitze wirft? Kommt es nicht mehr auf das Ergebnis an als auf die Methode, es zu erreichen?"
Der Chiss hoffte, damit nicht wie ein Fünfjähriger zu klingen, der den Machtblitz als lustiges Spielzeug ansah, das Geräusche und Lichteffekte machte...Aber würde er behaupten, dass ihn diese Fähigkeit nicht interessiere, er würde lügen müssen.

Dann sprach Tenia die Spezialisierungen der Jedi an.
"Nun ja, ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich jeder Jedi eine Ausrichtung sucht, genaueres weiß ich aber nicht darüber. Aber...hm. Heiler. Kann man die Macht zur Heilung verwenden, oder sind Heiler einfach in Medizin ausgebildet?"
Er überlegte.
"Also wenn es die Möglichkeit gibt, mit der Macht zu heilen, würde mich das zwar sehr interessieren, aber irgendwie dachte ich doch eher an vielleicht etwas diplomatisches. Ist es möglich, sich in mehreren Hinsichten zu orientieren? Kann ich die Heilung als eine Art Neben...job machen?"
Nebenjob. Das klang jetzt einigermaßen dämlich. Egal.
"Davon abgesehen, was sind Schatten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Jediorden so etwas wie Assassinen verwendet..."

Als nächstes führte Tenia aus, dass insbesondere Räte durchaus viel zu tun hatten und hier auch mal neue Aufgaben dazukommen konnten, die so eigentlich nicht eingeplant gewesen waren. Nun, aus dieser Sicht konnte es natürlich sein, dass irgendein Ereignis plötzlich Padmes Aufmerksamkeit erforderte und sie deshalb so plötzlich verschwunden war...
Ganz davon abgesehen hatte Akani sich sowieso schon wieder beruhigt. Von den Bewegungsübungen abgesehen genoss er das Gespräch mit der Jedi, da sie keineswegs nur Fragen stellte, sondern andersherum auch ihm verschiedenes über den Orden verraten konnte.


An dieser Stelle warf sie ihm das Lichtschwert zu, welches sie eben aus dem Schrank levitiert hatte, und erklärte ihm auch gleich den Unterschwert zwischen diesem Trainingsschwert und den Standartversionen. Die Warnung war allerdings nicht nötig, er hatte nicht vorgehabt, gleich mal in die Klinge zu fassen...
Dann überlegte er, was er auf ihre letzte Frage antworten sollte.

"Naja, wenn man die Machtsicht zu den Grundlagen zählt, dann beherrsche ich zumindest diese schon ein wenig...Ansonsten...Also, eine der Fragen, die ich Padme mal gestellt habe, ohne irgendwie eine wirkliche Antwort zu bekommen, war...Ähm. Naja, ich habe sie gefragt, ob das Lichtschwert auch ohne Miteinbezug der Macht geführt werden kann. Hintergrund ist, dass ich mich selbst irgendwie frage, ob es passieren kann, dass ich irgendwie die Macht nicht nutzen kann. Kann die Macht sozusagen unterdrückt werden? Wenn ja, wäre es nicht sinnvoll, den Schwertkampf zunächst ohne Unterstützung der Macht zu erlernen, damit man nicht vollkommen abhängig von ihr wird?"


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Dass Akani ausgerechnet auf den Machtblitz kam, an den sie eben selbst gedacht hatte! „Ich finde es gut, wenn Jedi, oder solche, die es werden wollen, nicht in schwarz und weiß unterteilen.“ Mehr noch, fand Tenia das genau richtig, denn da war einfach mehr. Am Ende waren Gut und Böse doch nur Einordnungen und Begriffe, damit man Techniken oder Wesen in eine Schublade stecken sollte. Allerdings war dennoch Vorsicht geboten, wie sie hier formulierte, denn Tenia hatte wenig Lust, sich am Ende noch vor irgendwem rechtfertigen zu müssen. Die Frage danach, ob es nicht egal war, wie ein Jedi im Ernstfall Leben nahm, brachte Tenia selbst dazu, nachzudenken. Aber bevor sie näher antwortete, mussten Worte folgen, die absolut belehrend wirkten. Wobei sich tenia Mühe gab, ihre Stimme als solches, nicht schulmeisterlich klingen zu lassen.

„Einem Wesen das Leben zu nehmen sollte immer die letzte Option sein. Die allerletzte. Es ist eine Notlösung und nichts, was man einfach so, leichtfertig entscheiden kann und darf.“ Schulmeisterlich klangen die Worte nicht, stattdessen todernst. Immerhin wusste Tenia wie es war, ein Leben zu nehmen, auch wenn es nicht absichtlich geschehen war, sie wusste es dennoch. „Die Methode spielt sehr wohl eine Rolle und hat mit dem Ergebnis viel zu tun“, stellte sie, innerlich ein wenig zerknirscht fest. Machtblitze, ja sie hatten ihren Reiz und ihre Faszination, aber Tenia hatte mit dieser Technik Erfahrung. Sie wusste, wie es war, diese Blitze am eigenen Leib zu spüren und jetzt, da sie sich erinnerte, verlor die Technik zumindest ein wenig an Faszination.
„Blitze können vielleicht dafür eingesetzt werden, etwas Nützliches zu tun. Aber sie gegen einen anderen zu verwenden bedeutet ihm Schmerzen zuzufügen.“ Sie überlegte, beschloss dann aber, tiefer in die Materie einzusteigen.

„Machtblitze fügen fürchterliche Schmerzen hinzu und diese Technik ist längst nicht dazu geeignet, seinen Gegner auszuschalten, sondern ihn intensiv zu quälen.“ Sie erinnerte sich an die Schmerzen, die sie erlitten hatte und musste schaudern und da entschied sie, näher auf ihre Narbe einzugehen. Die Haare hinter das linke Ohr schiebend, gab sie ihre ganze Narbe frei, die unter und neben dem Auge ansetzte und sich bis hin zur Schläfe zog. „Diese Narbe entstand durch Machtblitze und ist der beste Beweis, dass es sehr wohl auch auf die Methode ankommt. Denn mit der Methode beeinflussen wir das Ergebnis. Eigentlich ist es, wie mit einer Schularbeit. Du kannst vorher lernen. Lernen wäre die Methode um das Ergebnis, gut zu sein oder zu bestehen, zu beeinflussen. Oder du betrügst, was eben auch eine Methode wäre, die vielleicht oberflächlich zum gleichen Ergebnis führt Trotzdem wäre da ein Unterschied, einen Unterschied, den du schon in Gedanken triffst und der dich selbst beeinflusst.“ Ob er den Unterschied begriff? „Etwas was in erster Linie quält und Schmerzen zufügt unterscheidet sich maßgeblich von etwas, was kurz und schmerzlos ist.“ Und zum ersten Mal wurde ihr bewusst, dass ihr vielleicht nicht gefiel, dass auch Steven von dieser brutalen Technik fasziniert war. „Die Methoden, die du einsetzt, werden dich formen, ähnlich wie deine Gedanken, die du hegst.“ Bisher war Tenia das nie so klar gewesen und sie war dankbar, dass Akani das Gespräch ausgerechnet in diese Richtung gelenkt hatte.

Das nächste Thema war da schon viel einfacher und Tenia fand auch zu ihrem unbeschwerten Lächeln zurück.
„Die Macht kann zum Heilen genutzt werden, ganz ohne medizinische Ausbildung. Jemand, der sich auf diese Technik spezialisiert kann kleinere Wunden heilen und sogar schwerwiegende, indem er durch die Macht den Körper manipuliert. Oder eben die Teile des Körpers, die wieder zusammenwachsen sollen.“ Konnte sie das nicht anschaulicher erklären? Sie überlegte, bis ihr etwas einfiel und so holte sie eines der Seile zu sich, dass bis eben noch dem Parcours gedient hatte.
„Schau“, sagte sie schlicht, als sie mit Hilfe der Macht dafür sorgte, dass eines der vielen dünnen Seile, das letztendlich das ganze Tau ausmachte, einen Riss bekam. „Eigentlich ist es genau das, aber ich muss zugeben, vom Heilen habe ich fast keine Ahnung.“ Ihr war es bloß gelungen, den Schwindel ein wenig einzudämmen, mehr aber nicht.
„Natürlich kannst du Heilen als Nebenjob machen. Du entscheidest, welche Fähigkeiten und Talente du besonders ausprägen möchtest, spätestens als Ritter, wenn du mehr Eigenverantwortung trägst.“
Die Spezialisierungen kannte Akani also nicht wirklich, was seien Frage nach Schatten nur deutlich machte.
„Ein Schatten macht sich zur Aufgabe, die Dunkle Seite aufzuspüren und zu bekämpfen und alles, was mit dieser zu tun hat.“ Es war ihre Spezialisierung, was sie in diesem Moment vorerst für sich behielt.
„Da sind viele Möglichkeiten. Die des Heilers habe ich genannt, dann wären da noch Diplomaten oder Forscher oder Visionäre, die Machtbegabte aufspüren um sie zu den Jedi zu bringen. Agenten kümmern sich um Gesetzlose, Wächter schützend en Orden und andere und Allrounder können von allem ein bisschen etwas, ohne sich direkt zu spezialisieren. Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten und wahrscheinlich ist es noch zu früh dich zu fragen, was du dir alles vorstellen könntest.“ Dafür musste Akani erst einmal herausfinden, wo seine Fähigkeiten besonders gut ausgeprägt waren. Eine Antwort darauf lieferte ziemlich schnell, als er die Machtsicht erwähnte.
„Ob Grundlage oder nicht, sie wäre in jedem Fall eine Fähigkeit, die du weiter ausbauen kannst.“ Und was seine Frage betraf.
„Steh auf“, forderte die Waldbewohnerin den Chiss auf. „Aktiviere das Schwert.“ Die Antwort auf diese Frage würde Akani sehr schnell heraus finden, wenn er das Schwert führte und er würde vielleicht schnell merken, dass es keine Macht brauchte, um das Schwert zu führen.
„Wenn du dich an den Griff gewöhnt hast und glaubst bereit zu sein, greif mich an“, war die nächste Ansage, als sie ihre neu erbaute Lichtlanze in die Hand nahm, aber nicht aktivierte. Immerhin brauchte es weder zur Verteidigung, noch zum Angriff den Laserstrahl. Und was die Frage mit der Unterdrückung betraf, darauf würde sie später eingehen.

Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani

 
Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani


Tenia stimmte ihm zunächst zu, dass auch ihrer Meinung nach Schwarz und Weiß nicht die Denkweise von Jedi sein sollten.
Gleich darauf betonte sie jedoch, dass das Töten nur als allerletzter Ausweg in Frage kam.
Der Chiss nickte.


"Ich hoffe selbst, dass ich nie in die Situation komme, diesen Weg zu gehen..."

Als nächstes meinte sie, dass die Art und Weise, wie man jemanden umbrachte, durchaus eine Rolle spielte. Der Machtblitz fügte seinen Opfern große Schmerzen zu, etwas, was Akani zuvor nicht gewusst hatte, er war eigentlich davon ausgegangen, dass diese Fähigkeit ein sehr schneller Tod war. Nun, nicht, dass er sich damit großartig auskannte...
Die Jedi strich sich die Haare zurück und zeigte ihm eine Narbe, die von ihrem Auge bis zur Schläfe verlief und zuvor von ihrer Frisur verdeckt worden war.
Der junge Padawan starrte entsetzt auf die Wunde, dann schloss er kurz die Augen und unterdrückte ein Seufzen, ehe er rasch wieder eine ausdruckslose Miene aufsetzte.

Welch großartige Art, in ein Fettnäpfchen zu treten...

"Ich bitte um Verzeihung. Ich wusste nichts von deiner Verletzung, es war nicht meine Absicht, dich daran zu erinnern."

Doch als Tenia weiterredete, wirkte sie auch schon wieder munterer. Sie erklärte ihm ein wenig über die Machtheilung, etwas, was ihn irgendwie genauso sehr und doch vollkommen anders faszinierte wie und als den Machtblitz.
Sie meinte, dass die Heilung durchaus etwas war, was er nicht als Hauptaufgabe, aber doch nebenbei ausüben konnte. Dabei kam sie dann auch gleich auf die verschiedenen Spezialisierungen zu sprechen und erklärte den Begriff des Jedi-Schattens, wonach sie einige andere aufzählte.
Die Jedi meinte außerdem, dass er weiter an seiner Machtsicht arbeiten sollte, dann stand sie auch schon auf und forderte ihn auf, selbiges zu tun und sein Lichtschwert zu aktivieren.


Nachdem es am ganzen Schwert nur einen Schalter gab, hielt er das Teil von sich und drückte darauf.
Mit einem scharfen Surren entstand eine Klinge aus blau leuchtender Energie.
Obwohl der Griff an sich schwerer war, als Akani ihn sich vorgestellt hätte, war er auch schon alles an Gewicht, was die Waffe zu bieten hatte, erwartungsgemäß hatte die Klinge selbst keinerlei Masse.
Er blickte auf das Schwert in seiner Hand hinab und führte dann einige Bewegungen durch, um sich daran zu gewöhnen, dann schaute er zu Tenia hinüber.


Hm. Und jetzt?

Es wiederstrebte ihm plötzlich, die Waffe auch zu benutzen, dann rief er sich jedoch ins Gedächtnis, dass Verbrennungen wohl das einzige waren, was sie anrichten konnte und außerdem eine ausgebildete Jedi-Ritterin vor ihm stand.

Da er nicht wild herumfuchteln wollte, nahm er eine Bewegung aus einem der vielen Selbstverteidigungskurse, die er gemacht hatte, und wandelte sie um. In ihrem Ursprung war sie ein Handkantenschlag, der auf den seitlichen Hals zielte, diesmal benutzte Akani jedoch ein Schwert und zielte außerdem auf Tenias Schulter. Trainingsschwert hin oder her, er bezweifelte, dass eine Verletzung am Hals damit weniger schmerzhaft war als die von einem normalen Schwert...



Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani
 
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Markus und Kestrel unterhielten sich noch eine Weile, während sie die Gänge entlang gingen. Markus für seinen Teil hatte noch kein festes Ziel. Seine Kollegin allerdings schon. Sie erzählte ihm offen von ihren Plänen, dass sie tiefgründige Gespräche mit ihren Padawanen führen musste. Sie hatten wahrlich vieles aufzuarbeiten und zu verarbeiten. Meditationen und Training würden die nächsten Wochen begleiten. Außerdem wollte sie mit ihnen nach Illum, Kristalle suchen, Lichtschwerter bauen... Es hörte sich nicht schlecht an. Markus nickte bestätigend und schmunzelte ein wenig. Er erkannte eine gute Meisterin in der jungen Jedi. Sie war vernünftig und gutherzig. Sie kümmerte sich um ihre Padawane, als wären es ihre eigenen Kinder, auch wenn diese dem Kindesalter längst entwachsen waren, so brauchten sie dennoch Führung und Unterstützung und das alles fanden sie bei Kestrel. Dass sie vorher noch Brianna, ihre ehemalige Schülerin, aufsuchen und sprechen wollte, konnte er ebenfalls gut nachvollziehen. Ihm brannten einige Fragen an Shana auf den Lippen, doch wusste er nicht so recht, ob es gut sein würde, sich an sie zu wenden. Andererseits war sie zum Ritter geschlagen worden. Sie konnte sicher bereits mit der Vergangenheit und ihren unvernünftigen Gefühlen für ihn umgehen... Markus verwarf den Gedanken schnell wieder. Was machte er sich Sorgen und derartige Dinge?

Als Kestrel ihn nach seinen Plänen fragte, zuckte er nur mit den Schultern. Sie schickte ihre Padawane voraus zum Trainingsraum. Markus blieb mit Kestrel stehen und sie sahen den beiden hinterher. Schließlich seufzte er, sah wieder auf seine Hand hinab und schüttelte den Kopf:

"Ich weiß nicht. Ich denke, ich sollte erst einmal lernen, mit dem Ding umzugehen, ohne irgendetwas kaputt zu machen..."

, sinnierte er. Mit der heilen Hand griff er sich verlegen in den Nacken und rieb jenen.

"Ich hab vorhin das Waschbecken in meinem Zimmer kaputt gemacht."

Ein leichtes Lachen ertönte, doch so richtig nach Freude klang das nicht. Er überspielte seinen Gemütszustand mit Humor, wie er es immer getan hatte.

"Wahrscheinlich sollte ich mich auch darum kümmern, bevor irgendetwas anderes auf dem Plan steht..."

Leise nickend wandte er sich wieder zum Gehen.

"Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute. Wir haben viel durchgemacht. Vielleicht lachen wir irgendwann mal über die Geschichten."

Es wäre wünschenswert gewesen, läge in dieser Annahme ein Funken Wahrheit. Der Jedi-Meister bereute nichts. Das wäre der falsche Weg. Eigentlich war er nur froh darüber, die Sache heil überstanden zu haben oder besser gesagt, überhaupt überlebt zu haben. Es war gut so wie es war. Ein neuer Abschnitt begann und er würde vieles anders sehen, als bisher, dessen war er sich sicher.
Nun aber war es erst einmal an ihm, sich in seiner Haut und mit den mechanischen Ersatzteilen wieder wohl zu fühlen. Er musste sich damit abfinden, auch wenn er sich bereits einredete, dass er es tat. Meditation würde ein guter Anfang sein. Training ebenso. Ein Ausgleich zu allem Übel. Der Entschluss war gefasst und alles weitere würde sich später ergeben. So verabschiedete sich der Jedi-Wächter von seiner Jedi-Kollegin und ging seines eigenen Weges...


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Lianna-System - Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Tenia, Akani


„Das hoffe ich für uns alle“, waren Tenias absolut ernst gemeinten Worte. Vhiran zu Töten war ein versehen gewesen, es war geschehen, als sie sich hatte verteidigen wollen. Sein Tod war nicht geplant, nie angedacht gewesen und die Nullianerin wollte sich gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn sie bewusst entschieden hätte, sein Leben zu beenden. Wahrscheinlich wäre sie sich wie eine Mörderin vorgekommen, dabei machte das keinen Sinn. Zion war ein Mörder und wie Zion würde sie nie werden, auch dann nicht, wenn sie ihm eine Lektion erteilte!

Auf Akanis Entschuldigung hin, versuchte Tenia teilnahmslos mit der Schulter zu zucken. „Du bist nicht schuld. Ich habe einmal sehr ähnlich gedacht wie du. Um ehrlich zu sein, hast du mich gerade erst dazu gebracht, die Sache etwas anders zu sehen.“ Eine kurze Pause folgte, in der sich Tenia doch dazu entschied, noch zwei Worte zum Thema zu sagen, ehe sie es wechseln würde. „Danke dafür.“

Schlussendlich warf sie ihm das Lichtschwert zu, das er geschickt fing und nachdem er es wohl erst einmal in der Hand wog, aktivierte Akani es zögerlich und führte einige Bewegungen durch. Seine Wut schien verraucht zu sein, was Tenia erst dazu bewogen hatte, ihm die Waffe zu geben. Auch wenn Wut durchaus nützlich sein konnte, was sie lieber nicht laut sagte, wusste Tenia doch um die Gefahr dieser und es wäre wohl wenig verantwortungsbewusst gewesen, einem wütenden Wesen eine Waffe zu geben und einen Kampf zu starten. Dafür, dass er noch nie ein Schwert geführt hatte, war sein Angriff nicht schlecht und kraftvoll, auch wenn Tenia keine Schwierigkeiten damit hatte, den Schlag, der gegen ihre Schulter gerichtet war, abzulenken. Tenia wusste sogar die Schlagart zu benennen. Cho Sun. Eine Trefferart die zu unpräziese kam, etwas zu weit oben angesetzt. Etwas weiter unten wäre das der Schlag gewesen, der bei einem direkten Treffer, den Waffenarm abgeschlagen hätte. trotz allem war die Bewegung geschickt gewesen und kein gezielter Ch Sun Schlag. „Gut“, kam daher das Lob, aber kein Gegenangriff. „Es gibt sieben verschiedene Stile mit dem Lichtschwert zu kämpfen“, klärte sie Akani als nächstes auf.

„Form I, Shii-Cho, die sehr schnell ist und den Gegner ermüden soll.“ Dabei zeigte sie langsam ein paar Grundschritte, um gleiches mit den anderen Formen zu tun. „Manche der Techniken beruhen vor allem auf Kraft oder Schnelligkeit, andere sind geradezu dafür da, neben dem Körper auch die Macht einzusetzen. Der Einsatz der Macht ist immer möglich und kann sehr hilfreich sein, aber um ein Schwert geschickt zu führen, ist die Macht nicht unbedingt notwendig.“ Akani selbst hatte sich schließlich auch nicht der macht bedient, um seinen Schlag auszuführen, was seien Frage von vorhin ebenfalls beantworten sollte. „Das Beste was du tun kannst, ich dich über alle Formen zu informieren, um am Ende deine eigene zu finden. Ich denke, am Anfang ist es leichter, sich auf die erste Form zu konzentrieren um dann eben die Form zu finden, die einem am meisten liegt.“ Aber Tenia war nicht so festgefahren und wenn Akani nach einem Studium herausfand, dass Form fünf die beste für ihn war, dann konnten sie auch mit eienr anderen Form beginnen. Sie konnten beginnen? Zwecks dieses Gedankens runzelte Tenia die Stirn. Sie kam sich fast vor wie eine … Nein. Nur weil sie Akani gerade so etwas wie unterrichtete, hatte das nichts zu bedeuten. Er war in den Gängen herumgeirrt und sie hatte ihm angeboten, sich zu beruhigen. Das hatte nichts zu bedeuten, oder?


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