Weltraum (Neue Republik)

Hyperraum nach Corellia - CC-30 "Dac" - Gänge zu den Quartieren - Tomm und Raiken

Die beiden Jedi schritten durch die Gänge. Es herrschte eine unangenehme Stille. Tomm war in seinen Gedanken versunken. Raiken wusste, dass er über die vorherige Situation nachdachte und sich bemühte eine passende Antwort zu finden. Welche jedoch ausblieb. Da er mit seinem Meister viel Zeit verbracht hatte, vertraute er seinem Urteil und harkte nicht weiter nach. Schließlich verabschiedete er sich von ihm , mit den Worten.

"Ich vertraue deinem Urteil. Bitte entschuldige mich. Ich werde nun mein Quartier aufsuchen und etwas meditieren. Möge die Macht mit dir sein."

In seinem Zimmer setzte er sich auf den Boden und griff mit der Macht nach draußen. Seine Gedanken kreisten um das bisher erlebte. Die Auswahlverfahren, Amys dunkle Seite der Macht und alles, was seit seiner abgeschlossenen Ausbildung geschehen war. Seine Zeit auf Lianna. Die Ruhe und vor allem die Geborgenheit des Jedi Tempels fehlten ihm. An die Kälte des Weltraumes musste er sich noch gewöhnen. Jedes mal, wenn er in einen Spiegel blickte, zuckte er zusammen. Sein Gesicht war noch nie so blass gewesen. Die Sonnen auf Tatooine , hatten seine Haut immer gebräunt gehabt. Der Flug nach Corellia kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Jedoch hatte er genug Zeit, seine Fähigkeiten zu verbessern. Er arbeitete schon in Gedanken an einem neuen Lichtschwert und zog es in Betracht auch mal Nach Illum zu reisen , um einen neuen Kristall zu finden. Sein zweites Schwert war nur geliehen. Und dieses wollte er seinem ehemaligen Meister zurückgeben. Er verbrachte auch viel Zeit damit seine Lichtschwertkünste zu verbessern. Die Nahrungsaufnahme vernachlässigte er auch nicht. Er hatte nicht vor wieder umzukippen.

Etwas später kam der Aufruf sich im Hangar einzufinden. Das Ruckeln des Schiffen lies darauf hinweisen, dass sie den Hyperraum bereits verlassen hatten.Raiken packte seine wenigen Habseligkeiten und machte sich auf den Weg zum Treffpunkt. Dort angekommmen begutachtete er seine Umgebung. Tomm war nicht da. Mit dessen Anwesenheit , er eigentlich gerechnet hätte. Als Amy vor ihnen stand, wurde ihm etwas flau im Magen. Sie sollte nun ihre Staffel anführen. Dieser Gedanke , gefiel ihm überhaupt nicht. Sie hielt eine Rede und konnte sich durchaus vorstellen, dass viele nicht damit einverstanden wären. Zumindest konnte sie sich , dies eingestehen. Raiken vertraute Tomm, seinem Ziehvater und fügte sich. Vielleicht würde Amy sich wundern. Raiken empfand es als richtig zu salutieren und machte sich bereit , in seinen Jäger zu steigen.

"Ey ey ,Captain Skyrose. Ich bin bereit."

Am Rande des Corellia Systems ▫ nahe der DSD Nemesis ▫ CC-30 "Dac" ▫ Hangar | Hawks
 
[Weltraum - Hyperraum Lianna -> Chalacta - Altes Beförderungsschiff des Jedi-Ordens - Michael Aeren und Tenia Lumiran]

Michael hielt einen Moment schweigend Inne und schien in ganz eigene Gedanken versunken zu sein. Tenia selbst machte sich dieses Mal keine Gedanken darüber, dass dies vermutlich mit ihrer mangelnden Größe zusammen hängen konnte. Ihr war aufgefallen, dass sie sie sich von der Größe her kaum von den weiblichen Menschen unterschied. Nicht, dass sie sonst je eine Verbindung zu dieser Spezies gezogen hätte, aber auf Lianna und auf den bisherigen Planeten, die sie besucht hatte, kein Zwerg zu sein, war nicht ganz unbedeutend für die kleinwüchsige Nullianerin.

Gemeinsam mit Crants Schüler betrat sie nun das Schiff. Michael ließ ihr mit einem Lächeln den Vortritt und dabei sprach er sie abermals in der dritten Person und mit ihrem Rang an. Sie war nicht ganz sicher, ob ihr das wirklich gefiel. Natürlich, sie war keine Padawan mehr und stolz auf ihre Beförderung. Dennoch hielt sie es für unnötig, sich von Stevens Schüler mit ihrem Rang ansprechen zu lassen. „Tenia und du reicht völlig aus“, gab sie daher zu verstehen. Immerhin hatte sie selbst ihren Meister auch nicht mit seinem Rang angesprochen und noch war es –selbst für Tenia- nicht an der Zeit, sich zu viel auf ihre Beförderung einzubilden.

Dass Schiff, das die beiden betreten hatten, unterschied sich stark von dem, dass Anakin besaß. Abgesehen davon, dass es klein war, sah es innen alt aus und roch fürchterlich. Tenia kam nicht umhin ein klein wenig angewidert das Gesicht zu verziehen. Dabei konnte sie nur hoffen, dass die Reise in diesem Schiff nicht zu lange dauern würde, denn es war sicher kein Ort, an dem sie sich gerne aufhalten würde.

Als sie sich im Kontrollraum ein wenig näher umsah und eher auf gut Glück einen Schalter betätigte, handelte es sich dabei sogar um den richtigen und klappernd begann das Getriebe zu starten. Michael selbst hatte sich ebenfalls an den Knöpfen zu schaffen gemacht, als das Schiff auch schon abhob und den Raumhafen verließ. Ihm schien es nichts auszumachen, mit einem derart alten Schiff zu reisen. Stattdessen hatte er sich den schäbigen Stuhl gesetzt und war, kaum dass er den Sitz berührt hatte, auch schon eingeschlafen. Tenia selbst klopfte einmal auf den anderen Sessel, aus dem eine riesige Staubwolke kam. Sicher würde sie sich nicht dort hinein setzen!
Sie verschaffte sich Abhilfe, als sie etwas über den Sitz drapierte, das wie ein Handtuch aussah und sauber wirkte.

So verging die Zeit, in der sie Chalacta immer näher kamen.

[Weltraum - Hyperraum - Chalacta - Altes Beförderungsschiff des Jedi-Ordens – kurz vor dem Landeflug auf Chalacta - Michael Aeren und Tenia Lumiran]


 
[Weltraum - Hyperraum Lianna -> Chalacta - Altes Beförderungsschiff des Jedi-Ordens - Michael Aeren und Tenia Lumiran]



Den Flug durch den Hyperraum, welcher nichts weiter zu bieten hatte als zu hellen Streifen verzerrte Sterne und die Schwärze des Weltraums, verschlief Michael. Es war eine ruhige Passage. Das Schiff, obwohl alt und klapprig verfügte über einen Autopiloten, welcher die Hyperraumsprünge die notwendig waren selbst berechnete, erließ den beiden Jedi die Arbeit sich um die Steuerung zu kümmern. Das laute Summen, das die Triebwerke von sich gaben, war nach weniger Zeit zu einem Nebengeräusch geworden.

Nach vergleichsweise kurzer Zeit lies ein lauter Alarm Michael aus dem Schlaf schrecken. Der Bildschirm vor ihm teilte ihm mit, dass sie den Hyperraum in wenigen Minuten verlassen würden. Er setzte sich in seinem vergammelten Copiloten-Sessel auf und räkelte sich erst einmal ausgiebig. Dann warf er einen Blick auf den Pilotensessel, den Tenia belegt hatte und sah, dass sie es vorgezogen hatte, nicht in direkten Kontakt mit dem fragwürdigen Sitzen zu kommen, sondern etwas, das eventuell als Handtuch durchgehen könnte über das Polster drapiert hatte.

Drei Minuten später zogen sich die Linien wieder zu Sternen zusammen und vor ihnen eröffnete sich ein großartiger Blick auf den Planeten Chalacta.

Der Anflug auf den Raumhafen, diese Bezeichnung war, so fand Michael, beinahe eine Übertreibung für dieses kleine Dock mit ein paar wenigen Stellplätzen, ging reibungslos vonstatten. Weder wurden sie von langen Schiffstaus in der Atmosphäre, noch von der hiesigen Zollbehörde aufgehalten. So kam es, dass Tenia die Rostlaube innerhalb kürzester Zeit wenige Zentimeter über den Boden gebracht hat und es nun in Richtung einer der Abstellmöglichkeiten lenkte.

Als das Schiff mit einem dumpfen Geräusch aufsetzte erhob sich der junge Padawan dankbar von seinem versifften und stinkenden Sessel, klopfte seine Robe ab und verlies so schnell wie möglich das Gefährt. Nachdem er sich durch den Ausstieg gezwängt hatte fasste er seine Umgebung ins Auge. Der Raumhafen war zwar klein, aber wenigstens sauber und in einem akzeptablen Zustand. Es hingen keine Leitungen mit funkensprühenden Enden von der Decke, noch stieg man direkt aus dem Schiff in die Hinterlassenschaften eines der hiesigen Tiere.

Am hinteren Ende des Docks näherte sich eine Gestalt in schwarzer Robe die Michael überaus bekannt vorkam. Doch antsatt dem Neuankömmling freudig entgegenzugehen, entschloss der Padawan, dass er nach


"Wie kann man Euch behilflich sein, myteriöser Fremder?"

Steven Crant sah seinen Padawan verwirrt an.

"Nein, tut mir leid. Ich und mein Wookiee-Pilot sind alleine hierher gekommen."

Noch mehr ungläubiges Starren.

"Schön dich wiederzusehen, Meister. Du siehst älter aus." Er machte eine kurze Pause. "Ja und ich weiß es wäre besser Tenia würde das mit dem Wookiee nicht mitbekommen. Ich zähle auf deine Verschwiegenheit."



[Chalacta System - Chalacta - Jordir - Raumhafen - Michael Aeren, Tenia Lumiran und Steven Crant]

[OP: Sorry, falscher Thread. Könnte das bitte in den "Weltraum - Neue Republik" verschoben werden?]
 
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|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Miron ▫ Shee'ra ▫ Azgeth & zwei Wächter ▫ etwas entfernt Ureinwohner

Laute wurden von schwingenden Stimmbändern erzeugt und von trainierten Lippenmuskeln in Worte verwandelt. Dies tat die ehemalige Sith reichlich. Worte, Sätze verließen ihren Mund und wurden zu einem nicht enden wollenden Monolog. Sie leitete ihre Litanei mit den Worten ein, am Anfang beginnen zu wollen. Was sie auch tat. Ganz am Anfang …

Der einstige Pilot lauschte und übersetzte. Minutenlang … stundenlang. Die Frau berichtete von ihrer Kindheit als Sklavin, von den Erfahrungen die sie dort gemacht hatte. Anscheinend war sie vergewaltigt worden und hatte irgendwann ihren … Besitzer ermordet. Wie alt war sie da gewesen? 13, 14, 15? Viel älter nicht, wenn ihre Erläuterungen zutrafen. Bei der Flucht hatte sie ihre Mutter verloren und war fortan mit ihrem Bruder alleine. Sie waren irgendwie entkommen, wie, wurde nicht ganz klar. Diese Flucht hatte sie nach Corellia gebracht. Dort hatten sie versucht irgendwie zu Recht zu kommen. Natürlich verdiente man als Jugendlicher nicht viel, wenn man nichts vorzuweisen hatte. Als Sklavin lernte man vermutlich tatsächlich nicht, wie das „richtige“ Leben funktionierte. Die Kinder hatten irgendeine Bleibe gefunden, waren letztendlich aber Straßenkinder gewesen.

Und wie es sich in großen Städten so ergibt, waren sie an andere Strolche geraten. In der folgenden Zeit hatten sie sich also eine Gang angeschlossen und eben dafür typische Dinge gemacht wie stehlen, berauben, oder wertvollen Müll zu suchen. Diese Geschichte musste aufgrund der großen kulturellen und technischen Unterschiede oftmals erklärt und verständlich gemacht werden. Miron wusste nur zu gut, wie umständlich es sein konnte, für sie ganz selbstverständliche Sachverhalte diesem rückständigen Volk erläutern zu müssen. Nach gefühlten tausend Stunden musste Miron darum bitten, eine kleine Pause einzulegen, sein Mund war mittlerweile ganz schön trocken, und so schnell wie Karyn/Azgeth sprach, kam er einfach nicht hinterher. Dieses Volumen an zu übersetzenden Wörtern war verdammt anstrengend. Seine "Dienstleistung" benötigte einiges an Konzentration und so langsam war diese erschöpft.

Keine der beiden Frauen schien von der Unterbrechung begeistert zu sein. Aber dies war ihm egal, sie brauchten ihn, und wenn er etwas Regeneration wollte, mussten sie dies akzeptieren. Außerdem verlangte er keine Ewigkeit um sich geistig etwas zu erholen. Außerdem war sein Geist damit beschäftigt das Gehörte zu verarbeiten und zu interpretieren. Was sollte er davon halten? Er war sich schon vorher klar geworden, was er von der Mörderin hielt, nämlich nichts. Und zu Anfang hatte er seinen Würgereflex unterdrücken müssen, weil er das Gefühl hatte, sie wolle nur auf der: ich-hatte-eine-schlimme-Kindheit – Schiene herumreiten. Und tatsächlich gehörte ihre Story genau in diese Kategorie. Doch hatte er keine Melodramatik gehört, keine Überzeichnung ihrer Erlebnisse oder Blicke gesehen, die vermuten ließe, sie suche bei ihren Zuhörern nach Mitleid. Nichts davon konnte er hören oder spüren. Sie erzählte ganz sachlich, oder zumindest so sachlich wie man es von jemandem erwarten konnte, dem diese Dinge in der Kindheit passiert waren.

Sofern sie nicht meisterhaft gelogen hatte, wirkten all diese Erinnerungen auch nicht böse. Es klang eigentlich alles stimmig, in der vorliegenden Systematik sogar logisch. Wenn sie wirklich misshandelt worden war in schlimmster Weise, war ihre Tötung vielleicht übertrieben brutal, aber dennoch nichts weiter als Selbstverteidigung gewesen. Wenn es denn tatsächlich stimmte, und so schien es, dann hätte er auch keine bessere Lösung parat gehabt. Was sollte ein junges Mädchen anderes machen, gegenüber einem Mann, der größer und stärker war? Wenn sie niemanden hatte, der sie verteidigen konnte? Wenn seine Schwester irgendwann in die Fänge der Hutts geraten würde, und sie als Lustsklavin irgendwohin verkauft würde. Sollte sie sich dann mit der Tötung ihres Käufers befreien, würde er es ihr vorwerfen? Auf keinen Fall.

Nach der Flucht hätte die Schwarzhaarige vielleicht versuchen können ein normales Leben zu führen. Doch ohne Eltern? Ohne Herkunft und Ausbildung? Tatsächlich standen die Chancen für ein sorgenfreies Leben und einem einträglichen Job nicht gut. Wäre er in dieser Situation, er würde wohl kaum irgendein Straßenmädchen einstellen. Also war sie in einer Straßengang gelandet. Ein fast unveränderbares Schicksal, doch die Geschichte war noch nicht zu Ende. Er fragte sich wie viel noch vor ihrem Weg zu den Sith kommen mochte. Nun er würde es erfahren, denn er gab zu verstehen, dass sie fortfahren konnten. Und wenn sie sich daran hielt, würde sie etwas langsamer sprechen und ihm das Übersetzen vereinfachen.

Die Geschichte ging weiter und beinhaltete das Leben, dass sie dort geführt hatten. Tatsächlich war es genau das was man erwarten konnte. Einbrüche, Diebstähle, Raub und was noch so dazu gehörte. Andere bettelten und wieder andere durchwühlten Müll auf der Suche nach Wertvollem oder Dingen, die man wieder in Schuss bringen konnte um sie zu verkaufen. Azgeth schilderte wie sie einige der Fähigkeiten erlangte. Wie sie lernte zu kämpfen, zu klauen und wie man erkannte, wen man am besten ausrauben konnte. Sie hatte also das Leben einer Kriminellen geführt. Dann jedoch eröffnete sie erstaunlicherweise, dass sie und ihr Bruder von dieser Gruppe allmählich genug bekamen und abhauen wollten. In ihrer Geschichte offenbarte sich dann nach einiger Zeit auch eine Möglichkeit dazu. "Zufällig" sei sie an den Schlüsselzylinder und sonstige Habe eines erschossenen Piloten gekommen. Dieser hatte ein Schiff besessen, welches nun ihnen gehören sollte. Angeblich hatten sie so gut wie all ihr Geld dafür ausgegeben jemanden zu finden der ihnen das Navigieren und Fliegen beibringen sollte.

Miron verzog ein wenig ungläubig das Gesicht. In nur wenigen Wochen war es eigentlich kaum möglich alles darüber zu lernen. Da konnte man wirklich nur die simpelsten Grundlagen lernen. Aber offenbar hatte das genügt, denn Azgeth und ihr Bruder hatten sich von der Gruppe abgesetzt und waren losgeflogen. War das Schiff nicht beschlagnahmt worden? Der Ex - Hawk konnte sich kaum vorstellen, dass ein Mord auf Corellia so untergehen konnte, und die Sicherheit so unfähig war, die Leiche zu identifizieren und das gelandete Schiff zuzuordnen. Wie auch immer es geschehen war, der Frau war es augenscheinlich gelungen vom Planeten wegzufliegen und sogar einen Hyperraumsprung richtig zu berechnen. Nun, man musste die physikalischen und Mathematischen Regeln kennen, den Rest besorgte der Nav - Computer. Wenn man sich viel Zeit ließ und auch eine ausreichend sichere und lange Route auswählte, war es auch für Anfänger möglich erfolgreich solch einen Sprung zu kalkulieren.

Warum sie allerdings Nar Shaddaa als Ziel ausgesucht hatte, wollte ihm nicht einleuchten. Hätte sie nicht einen Planeten wie Naboo, Mon Calamari, Dantooine, Felucia oder Taanab wählen können? Oder irgendeinen anderen Planeten der grün und schön war? Auf Nar Shaddaa hatten zwei Jugendliche nichts zu suchen, wenn sie einer kriminellen Karriere entkommen wollten. Vielleicht hatte diese Fehlentscheidung dazu beigetragen, was am Ende aus ihr geworden war. Andererseits, gab es eine Garantie, dass es ihr auf einem der anderen Planeten wesentlich besser ergangen wäre? Nein, Garantien waren nichts was man in dieser Galaxis einfach geben konnte. Auf Nar Shaddaa hatten sie sowohl das Schiff als auch die Ladung verkauft.

Ein gestohlenes Schiff und dessen illegale Ladung? Und es war erneut nichts aufgefallen? Nun, auf Nar Shaddaa war das schon ziemlich wahrscheinlich, möglicherweise war dies der Grund für die Zielwahl gewesen. Und dann hatten sie in einem schicken Apartment gewohnt und hatten alle möglichen Selbstverteidigungstechniken gelernt. Solange bis ihr Geld so gut wie verbraucht war. Leider war der Pilot an seine Übersetzungsaufgabe gebunden, sonst hätte er wohl die Fäuste in seinen Mund gesteckt, die Augen geschlossen und einen gedämpften Schrei von sich gegeben. Dies wäre die Chance gewesen alles zu ändern. Richtig eingesetzt hätte sie für sich und ihren Bruder Abschlüsse und/oder Ausbildung finanzieren können.

Zum Zuhören verdammt zu sein, war schrecklich. Dieses Mädchen hätte er ergriffen und heftig durchgeschüttelt. Die wertvollen Credits hatte sie für solch einen Schwachsinn wie Kampftraining verschwendet.

Oh man. Die weitere Geschichte zeigte auf, dass dies bei der Zukunft die auf sie gewartet hatte, doch nicht soooo dermaßen verschwendet gewesen war. Denn das Geschwisterpaar landete wieder auf der Straße, nur dass sie diesmal ihre eigene Gang ins Leben gerufen hatten. Ob so etwas so erstrebenswert war? Die Besucherin berichtete ohne Bewertung, ohne irgendetwas besonders zu betonen oder hervorzuheben. Sie zählte lediglich Ereignisse auf und erklärte anschließend was es damit auf sich hatte, wenn Shee’ra nicht verstand. Es waren bereits wieder einige Stunden vergangen und Miron spürte deutlich die nahende Erschöpfung. Allerdings war er damit diesmal nicht allein.


"Nachdem ich also auch die letzten Zweifler und Kritiker überzeugt oder verscheucht hatte, war meine kleine Gruppe komplett und ich machte mich daran, die Gang zu organisieren. Regeln aufzustellen und meinen Plan weiter auszuarbeiten. Aber ich glaube das erzähle ich dann morgen, was meint ihr? Ich werde ansonsten langsam heiser."

Die Ex-Imperiale schaute die beiden Besucher abwartend an. Er hatte leider gar nichts zu entscheiden, weshalb er lediglich auf das Wort der Schamanin wartete. Hatte sie genug gehört? Nach all den Strapazen, war es sicherlich nicht so wichtig irgendwie alles in Rekordzeit erledigen zu müssen, wobei sie heute schon echt viel gehört hatten. Mehr als genug zum Verdauen und zum Nachgrübeln. Nach einigen Sekunden entschied die geistige Anführerin ausreichende Informationen für einen Tag erhalten zu haben und stimmte der Vertagung zu.

So erhoben sie sich und verabschiedeten sich von der "Gastgeberin" die erneut versuchte, die Sprache der Einheimischen zu kopieren. Nun, zumindest kannte sie jetzt die Begrüßungs- und Verabschiedungsfloskeln. Als ehemalige Sith konnte sie eigentlich gar nichts anderes sein als das pure Böse, doch zeigte das hier Erlebte, dass sie nicht in allem dem entsprach, was er erwartet hatte. Selbst als er längst zurückgekehrt war und es sich in seinem Schlafzelt bequem machte, konnte er nicht sagen, was dies eigentlich bedeutete.


|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ riesiges Zeltlager || ▫ Miron ▫ Shee'ra & die Ureinwohner ▫ etwas entfernt Azgeth
 
{Lianna/Lola-Curich/Jedi Basis/Kantine} mit Meredith, Nen-Axa, Jayne

Nachdem also alles abgeklärt worden war verließ die Gruppe die Kantine und begann ihren Aufgaben nachzugehen. Tzun machte sofort einen Abstecher in die Bibliothek des Jedi-Ordens, wo er sich daran setzte Informationen über Ruusan heraus zu finden. Er las in einigen Büchern, welche Ruusan zum Thema hatten, und zog sich einige Informationen auf ein Datapad. Aufgrund dieses Datapads konnte er einen reichhaltigen Informationsschatz jederzeit mit sich herum tragen, dabei hatte er alles was er als Relevant ansah eingespeichert....lokale Flora und Fauna, Kulturelles Profil, Geschichte des Planeten. Besonders über dieses Tal der Jedi suchte er alle möglichen Informationen heraus. Bald schon war das erste Datapad am Rande seiner Informationskapazität angekommen, so dass er ein Zweites mit notwendigen Daten über das Bibliothekssystem fütterte. Im Endeffekt sammelte er alle Digital verfügbaren Informationen über den Planeten, damit sie auf wirklich jede Eventualität vorbereitet waren. Mit diesen Informationen begab er sich wieder in sein Quartier. An Schlaf war jedoch noch keineswegs zu denken. Arbeit wartete auch hier noch auf ihn.

Zuerst widmete er sich dem Versprechen was er seiner Padawan gegeben hatte. Mit der Adresse, die ihm von der Schule gegeben worden war, schrieb er eine Nachricht an ihren Mathematiklehrer, mit der Bitte ihm die Unterlagen für ihre Klausur zuzusenden. Er schilderte den Wunsch seiner Schülerin und versprach dafür zu sorgen, dass Meredith keinerlei Unfairen Vorteile erhalten würde. Im Endeffekt war es egal, da Meredith bereits abgemeldet worden war und somit es keine Auswirkungen mehr auf ein Zeugnis geben konnte, jedoch war es eine Klausur und Meredith wollte diese auch richtig lösen. Die weitere Zeit über bereitete er sich auf die Reise vor, indem er seine Habseligkeiten überprüfte und zusammensuchte, bevor er sich in sein Übergroßes Bett legte um einzuschlafen.

Am nächsten Morgen ließ er sich die Notwendige Zeit um sich zu waschen, einmal lange zu duschen und seine Habseligkeiten ein weiteres Mal zu überprüfen. Bevor er sich aufmachte, um sich mit seiner Padawan und Nen-Axa zu treffen, überprüfte er nocheinmal auf seinem Terminal seine Mails. Und da strahlte es ihm entgegen, eine freundliche E-Mail des Mathelehrers von Meredith, der die Klausur anhängte sowie eine Musterlösung. Beides druckte Tzun gleich darauf aus und packte es in 2 schützende Folien, er nahm dazu auch einige Stifte noch mit damit Meredith auf dem Flug nach Ruusan die Aufgaben lösen konnte. Er packte also seine Sachen und begab sich zum Treffpunkt, um zusammen mit Meredith und Nen-Axa zum Raumhafen zu fahren. Am Raumhafen angekommen entpuppte sich ihr Schiff als ein schnittiger Transporter mit Calamarischem Aussehen, stammte das Fahrzeug vielleicht sogar aus den Werften des Planeten? Er nahm sich vor Cethra einmal danach zu fragen. Zuerst gingen sie jedoch in das Innere des Schiffes und lauschte den Worten von Cethra. Das sie 3 Tage brauchen würden bis Ruusan war für den Kaminoaner kein Problem, an Lebensmitteln und Sauerstoff würde es ihnen bestimmt nicht mangeln. Und da sich sowohl 2 Jedi-Ritter als auch 2 Padawane an Bord befanden würden sie den Großteil des Tages in Geschäftiger Arbeit oder beim trainieren verbringen. Im Aufenthaltsraum ließ sich Tzun auf einem Stuhl nieder und lächelte seine Padawan an.


"Komm, geh zu Cethra ins Cockpit. Ich denke mal du hast noch nicht so oft gesehen wie man in den Hyperraum springt oder? Und apropo, ich habe von deinem Lehrer die Klausur ausgehändigt bekommen und dabei. Wenn du möchtest kannst du sie während des Hinflugs ausfüllen."

bot er freundlich seiner Padawan an und wies auch in Richtung Cockpit, als er davon sprach dass sie ins Cockpit gehen sollte. Danach wandte er sich dem ebenfalls Anwesendem Nen-Axa zu.

"75 Stunden, da werden wir viel Zeit haben zum üben. Was habt ihr bisher alles versucht Cethra beizubringen wenn ich fragen darf? Ich bin mit Meredith noch sehr weit am Anfang, wir haben erst die allerkleinsten Schritte versucht und ich bin neugierig was ihr denken würdet, was am ehesten eine gute Idee wäre früh vermittelt zu werden. Ich denke das Meditationstechniken, Einfache Übungen der Machtsinne und natürlich Levitation zu den Basics gehören sollte oder wie würdet ihr es handhaben?"

fragte er den Gleichrangigen Jedi. Als Padawan einer anderen Jedi-Rätin mag er wahrscheinlich ein anderes Bild haben wie Tzun und daher andere Vorschläge haben. Noch während der Kaminoaner diese Frage stellte spürte er schon den vertrauten Ruck, der anzeigte das sie sich nun im Hyperraum befanden. Ihre Reise hatte begonnen und nur die Macht selbst würde wissen wohin diese Reise sie führen würde.

{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith an Bord
 
[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit

Cethra Jayne bat die drei anderen freundlich an Bord. Das tat sie kaum in der Art, in der ein Captain seine Passagiere willkommen hieß, sondern eher so, wie man einen Gast in der eigenen Wohnung begrüßte - was in diesem Fall ja auch zutraf, denn der MC18 war zugleich ihr Zuhause. Man sah dem Schiff auch an, dass hier jemand wohnte und sich auf einen dauerhaften Aufenthalt eingerichtet hatte. An mehreren Stellen waren Veränderungen der Eindrichtung vorgenommen worden, damit sie eher den Anforderungen der Besitzerin entsprach. Alles wirkte etwas weniger ordentlich als auf der Jellyfish, aber das fand Nen-Axa nicht störend, im Gegenteil. Es verschaffte dem Transporter eine heimelige Atmosphäre, wohingegen sein Schesterschiff, das sich im Besitz des Ordens befand, eher steril wirkte. Als er sich in Cethras Privatwohnung umblickte, die nun auch als Transportmittel nach Ruusan dienen sollte, begann er sich zu fragen, wieviel von der Einrichtung nicht von der Miraluka, sonden von ihrer Partnerin Samya eingerichtet worden war. Sie hatte sich nicht klar dazu geäußert, in welchem Verhältnis sie zu der Frau gestanden hatte, aber wenn der Arcona ihre Worte und Stimmung richtig gedeutet hatte, waren sie ein Paar gewesen. Alles hier musste sie an Samya erinnern, an jedem Tag und in jeder Stunde, in der sie sich hier aufhielt. Wäre Nen-Axa damals nach dem Tod seiner Frau im heimischen Nest geblieben, wäre er wohl halb wahnsinnig geworden vor Schmerz. Er sah jetzt ein, wie Recht Eleonore mit ihren Bedenken hatte, was Cethras Verbleib auf dem Schiff anging. Solange sie diese Umgebung als ihren Lebensmittelpunkt beibehielt, würde die Vergangenheit sie in ihren Bann schlagen und vielleicht einem echten Neuanfang im Wege stehen. Er nahm sich abermals vor, mit seiner Padawan darüber zu sprechen. Allerdings zur rechten Zeit, und die war nicht jetzt. Schließlich machte es wenig Sinn, ihr den Umzug in ein Zimmer der Basis vorzuschlagen, wenn sie nun allesamt mehrere Tage an Bord verbingen würden. Nach der Reise nach Ruusan vielleicht.

Das Gepäck war rasch verstaut und die Gäste untergebracht - alles war bereit zum Abheben. In der kleinen Gruppe schien sich niemand zu befinden, der großen Aufhebens um den Abflug machen wollte, also gab es keine Notwendigkeit, Zeit zu verlieren. Cethra kündigte an, dass die Flugzeit 75 Stunden betragen würde. Etwas mehr als drei Tage... er hatte mit mehr gerechnet.

»Wir werden uns schon zu beschäftigen wissen«, sagte er und prophezeite: »Die Reise wird bestimmt nicht langweilig.

Wir müssen dich allerdings bitten, Kashyyyk weiträumig genug zu umfliegen, um nicht mit dem Imperium ins Gehege zu kommen. Vielleicht ist es ungewohnt für dich, aber seit du dem Orden angehörst, wird jeder Imperiale dich nicht mit eben mit Güte und Langmut behandeln. Ein Jedi, den man auf imperialem Territorium aufgreift, wird gefangengenommen oder Schlimmeres; mittlerweile könnte das außerdem als ein Vertragsbruch ausgelegt werden und den Waffenstillstand gefährden.«


Er hatte die Sternenkarten nicht genau genug im Kopf, um zu beurteilen, wie weit Cethras geplanter Kurs sie an die Grenze heran bringen würde, wollte aber auf Nummer sicher gehen, indem er sie vorwarnte und auf die Problematik aufmerksam machte. Natürlich wusste er, dass zahlreiche Ordensgeschwister sich in diesem Moment im Imperium aufhielten. Aber das taten sie heimlich und trotz des Friedensvertrages in ebenso großer Gefahr wie früher. Auch seine eigenen Reisen nach Cona und nach Ilum hatte ihn vor kurzer Zeit diesen Risiken ausgesetzt. Zur Erfüllung der Pflichten war es manchmal unvermeidbar. Doch in diesem Fall gab es keine Notwendigkeit, sich dieser Gefahr auszusetzen. Sicherheit war seiner Meinung nach auf jeden Fall einen kleinen Umweg wert.

Die Pilotin und Schiffseignerin ging vor ins Cockpit, um zu starten, und lud Meredith ein, sie zu begleiten. Die Zeichen mehrten sich, dass die beiden jungen Frauen sich gut verstehen würden. Hoffentlich blieb das so: Sie beide konnten eine Freundin in ähnlichem Alter und Ausbildungsstand gut gebrauchen. Auch Nen-Axa hatte gar nichts gegen neue Freundschaften und hoffte, gut mit Tzun Suz auszukommen - auf der Reise und vielleicht auch darüber hinaus. Es gab bislang niemanden im Orden, mit dem er gar nicht zurecht kam; der Zusammenhalt, auf den die Gemeinschaft eingeschworen war, sorgte dafür, dass nur sehr selten Feindschaften aufkamen. Man war es gewohnt, sich auf die Ordensbrüder und -schwestern zu verlassen, ihnen zur Not das Leben anzuvertrauen, auch wenn man sie persönlich kaum kannte. Aber echte Freundschaft fand man dennoch auch innerhalb des Jediordens nur selten.

Während die Vibrationen von der Aktivierung des Antriebs und dem Start von Liannas Oberfläche kündeten, fragte der Kaminoaner, auf welchem Trainingsstand Cethra Jayne und ihr Meister bislang waren. Dieser antwortete:

»Insgesamt haben wir noch nicht viele Übungen absolviert, denn Cethra ist dem Orden eben erst beigetreten. Wir sind uns vorgestern zum ersten Mal begegnet. Wir haben mit Konzentrationsübungen begonnen, und da sie in Bezug auf die Machtsicht bereits von der Natur gut ausgestattet ist, konnten wir darauf ein erstes Levitationstraining aufbauen. Sie hat sich für den Anfang sehr gut geschlagen. Vielleicht sollten wir in dieser Richtung weiter machen. Für andere Basics wie Machtgeschwindigkeit und Machtsprung fehlt uns hier an Bord wohl der Raum; vielleicht haben wir dafür dann auf Ruusan Gelegenheit. Der Machtstoß ist zwar relativ leicht zu erlernen, wenn ein paar Grundlagen einmal geschaffen sind, aber ich halte nichts davon, in einer so frühen Phase Techniken zu lehren, die offensiv eingesetzt werden können. Dafür

Wir sind jedenfalls der Meinung, dass Meditation am Anfang eine große Rolle spielen sollte, schließlich stellt sie eine Basis für vieles andere dar. Die Reise durch das All hat den großen Vorteil, dass man kaum von fester Materie und Leben umgeben ist und es somit wenig Ablenkung gibt, das kann gerade für den Einstieg in die Techniken nur förderlich sein. Man kann das beispielsweise mit dem Aufspüren von Objekten verknüpfen oder mit Verständigungsübungen wie dem Erspüren und Übermitteln von Gefühlen. Hier dürfte wiederum Meredith eine klaren Vorsprung haben.


Uns steht insgesamt eine reichhaltige Sammlung an Trainingsmaterial zur Verfügung; wir haben alles eingepackt, was erhältlich war und uns nützlich erschien. Auch ein paar Trainingslichtschwerter sind dabei. Wären wir auf Lianna geblieben, hätten wir diesen Punkt wohl noch ein Stück nach hinten geschoben; es gibt vieles, was meiner Meinung nach Vorrang vor dem Kampftraining haben sollte. Allerdings spricht dafür, dass es eine gute Möglichkeit ist, sich auch unter den einigermaßen beengten Verhältnissen auf dem Schiff ausreichend Bewegung zu verschaffen und sportlich fit zu bleiben. Zudem muss ich zugeben, dass auch ich ein wenig Übung vertragen kann, denn ich kann kaum den Titel eines Schwertmeisters in Anspruch nehmen. Einen Padawan zu haben, ist mir ein Ansporn, auch selbst weiterzukommen. Geht es Euch ebenso?«


[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit
 
Hyperraum-StarExplorer- mit Sahra und Pec

Ty hatte seine Spielzeug-Raumschiffe schneller aus der Kiste rausgeholt, wie er sie am Mittag reingeräumt hatte. Er war gerade dabei, sie ihren "Flotten" zuzuordnen, als Pec ihn aus heiterem Himmel nach seinem Vater fragte. Der Junge hob den Kopf und blickte seinen Freund irritiert an.

"Weiss nicht. Mom hat nie etwas von ihm erzählt und nur gesagt, dass er nicht mehr Leben würde. "

Genau deswegen zuckte er mit den Schultern und widmete sich wieder seinen Raumschiffen. Natürlich hatte er bei den kurzen Aufenthalten auf den verschiedenen Planeten vollständige Familien gesehen. Aber genauso oft hatte er Frauen gesehen, die allein mit ihren Kindern unterwegs waren. Klar wusste er auch, dass das nichts zu sagen hatte. Aber Ty hatte sich eigentlich noch nie vorgestellt, wie es wäre , wenn sein Vater bei ihnen wäre. Die Bewegungen, mit denen er die Schiffe sortierte, wurden plötzlich langsamer. Es war überhaupt eine gute Frage. Wie war sein Vater gewesen? Wie hatte er ausgesehen? Ob seine Mutter wohl ein Bild von ihm hatte? Pec hatte ihm gerade gesagt, wie dankbar er für ihre Freundschaft war, da sprang Ty auf und lief in die Küche.

"Du, Mom? Wie hat mein Vater eigentlich ausgesehen? Hast du irgendein Bild von ihm oder sowas?"

fragte er geradewegs heraus und steckte dann den Finger in die Teigschüssel. Eigentlich brauchte sie die Pfannkuchen garnicht backen, der Teig schmeckte so schon gut genug.

Hyperraum-StarExplorer-mit Sahra und Pec
 
Hyperraum-StarExplorer-mit Sahra und ty


Pec ahnte das es kein gutes Thema gewesen war. Er hätte es vielleicht nicht anschneiden sollen. Er ahnte das er Sarah damit ärger einbrachte. Etwas was er nicht wollte den sie war gut zu ihm gewesen. Er sah Ty nach und entschied sich auch das er nicht hinterhergehen sollte. Immerhin war es eine Familienangelegenheit und er gehörte nircht zur Familie. Pec wurde klar das er keinen Schlafanzug anziehen musste. Er hatte keinen. Pec hatte nichtmal mehr ne Zahnbürste. Das war bedneklich. Er hoffte das hier zu keinen zwischenfällen kommen würde. Er war lange nicht mehr geflogen. Er bewegte sich und fand den Raum den er gesucht hatte. Er sah nicht viel immerhin waren sie bereits im HYperaum. Aber slbst das Blau des Hyperaums gefiel ihm. Er setzte sich auf einen der Sitze und sah einfach aus dem Fenster. Er sah einfach hinaus und lächelte. Es machte ihn einfach zufrieden. Er machte es sich mehr in den Sessel bequem. Er war sich sicher das sie ihn finden würden wenn sie es wollten. Pec schloss kurz die Augen. Er dämmerte sogar kurz weg. Er hatte nicht gut in seinem Zuhause geschlafen ganz allein. Doch Pec würde nie zugeben das er Müde war. Er würde auch seine Alpträume auch nicht zugeben. Das wäre Kindisch und Pec war stolz darauf zu zeigen das er erwachsen war . IMmerhin tat er so. Er legte sich etwas auf die Seit und lächelte während er döste

Hyperraum-StarExplorer-mit Sahra und ty
 
Hyperraum- StarExplorer- Küche- Mit Ty- Pec im Cockpit.

Sahra war zufrieden. Sie waren auf dem Heimweg und die Kinder spielten zusammen in Ty´s Zimmer. So friedlich dürfte es eigentlich immer bleiben. Doch da der Frieden selten lang anhielt, kam ihr Sohn schon mit der nächsten Bombe zu ihr. Plötzlich stand er neben ihr und fragte nach seinem Vater. Das hatte er noch nie zuvor getan und traf die Jedi darum auch ohne Vorwarnung. Sahra sah Ty einen Moment lang verdattert an und setzte sich dann langsam auf einen der Stühle. Sie hatte gewusst, dass dieser Tag kommen würde und ihn gefürchtet.

"Oh, Ty."

sagte sie darum erstmal leise und sah ihn traurig an. Seine Frage war aber gut. Hatte sie ein Bild von Radan? Sie dachte einen Moment lang nach, ehe sie dem Kind bedeutete zu warten und in ihr Zimmer ging. Ja, sie hatte ein Bild des Mannes, der ihr Herz erst gestohlen und dann gebrochen hatte. Ganz hinten in dem Schrank, in dem sie ihren Papierkram aufbewahrte. Sie hatte es selbst seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr in der Hand gehabt. Das Bild zeigte ein glückliches, verliebtes Paar. Sie war ja noch so jung gewesen. So voller Hoffnung und Vorfreude auf das Leben. War sie da noch Padawan gewesen? Sie wusste es nichtmehr genau. Mit dem Bild bewaffnet ging sie zurück in die Küche und reichte es ihrem Sohn.

"Hier, das ist er. Ein scheinbar junger Mann, doch mit einer Last auf den Schultern, die man sich kaum vorstellen kann. Bei ihm hättest du mit Sicherheit viel mehr dunkle Flecken entdeckt als bei Pec. Seine Seele hatte Wunden, die wohl kein Heiler hätte heilen können. Ich wollte es, doch ich war zu schwach. Ich habe ihn verloren, aber ich habe dich dafür bekommen. "

Sie lächelte Ty liebevoll an und strich ihm über das Haar.

"Eigentlich ein schöner Tausch, oder?"

fragte sie, stand auf und begann, die Pfannkuchen zu backen. Schon bald zog ein verführerischer Duft durch das ganze Schiff und lies einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Durch die Arbeit schaffte sie es auch, den Schmerz in ihrem eigenen Herzen zu ignorieren und tief in sich einzuschliessen. Zwar wusste sie, dass das falsch war. Aber sie hate jetzt keine Zeit, sich dem zu stellen. Eigentlich hatte sie seit Ty´s Geburt nur wenig Zeit für sich gehabt und für solche komplexen Themen wie das hier schon garnicht. Vielleicht würde sich das auf Lianna ändern, wenn die Kinder eine Schule besuchen konnten.

Hyperraum- StarExplorer- Küche- Mit Ty- Pec im Cockpit.
 
Hyperraum-Küche- mit Sahra- Pec im Cockpit

Ty hatte seine Mutter wohl wiedermal auf dem falschen Fuss erwischt. Auf seine Frage hin wurde sie ganz weiss und musste sich kurz setzen. Sie schien plötzlich erschreckend alt und sah ihn mit einer Traurigkeit an, die sein Herz schmerzen lies. Dennoch hielt sie sich an die Regel der Ehrlichkeit und versuchte nicht, sich irgendwie rauszureden. Sie suchte sogar ein Foto raus, auf dem sie mit einem jungen Mann zu sehen war. Seine Mutter sah auf dem Bild noch sehr jung aus, eher wie ein Mädchen als wie eine Frau. Der Mann neben ihr sah eher aus, als hätte er schon viele Schlachten geschlagen. Auch wenn er lächelte, strahlten seine Augen eine Entschlossenheit aus, die schon fast furchteinflössend war. Ty konnte jedoch die Worte seiner Mutter gut nachvollziehen. Der Mann sah wirklich aus, als hätte er schon viel mitgemacht. Die letzten Worte seiner Mutter zauberten ihm ein Lächeln auf die Lippen. Es fühlte sich gut an, so geliebt zu werden. Ty nahm das Foto, drückte seiner Mutter dann einen Kuss auf die Wange und lief in sein Zimmer, um das Bild Pec zu zeigen. Doch sein Freund war nicht mehr in seinem Zimmer. Aber zum Glück waren die Möglichkeiten zu verschwinden auf der StarExplorer eher gering. So fand er den anderen Jungen etwas später im Cockpit auf dem Copiloten-Sitz, dösend. Ty grinste und stupste Pec an.

"Hey, aufwachen! Hier wird noch nicht geschlafen! Schau mal, was Mom mir gegeben hat. Das ist mein Dad. "

sagte er und hielt ihm das Bild so dicht vor das Gesicht, dass er wohl zunächst garnichts darauf erkennen konnte.

"Was denkst du? "

fragte er seinen Freund und legte den Kopf schief.

Hyperraum- StarExplorer-Cockpit- mit Pec, Sahra in der Küche
 
Hyperraum nach Ruusan-Cethras Schiff- mit Cethra im Cockpit- im Aufenthaltsraum: Nen-Axa und Tzun Suz

Zu ihrer Freude lud Cethra sie ins Cockpit ein und Meredith fühlte sich geehrt. Auch ihr Meister gönnte ihr wohl die Erfahrung, lies sie aber vorher noch wissen, dass sie während des Fluges wohl die Mathearbeit noch nachholen konnte. Das Mädchen lächelte den Kaminoaner dankbar an.

Ok, aber mir wäre es morgen früh lieber. Ich hab letzte Nacht nicht besonders viel geschlafen und ich denke, wenn ich es jetzt versuchen würde, käme nichts Gutes dabei raus.

Mit Nicht-besonders-viel meinte sie eigentlich garnicht, doch die Aussicht auf einen Fenster-Sitzplatz lies sie dennoch wach werden und sie gesellte sich zu der Miraluka.

Danke, dass ich hier sitzen darf. Ich fürchte nur, ich bin dir keine besonders grosse Hilfe.

Fast schon etwas hilflos sah sie auf die ganzen Hebel und Knöpfe, die die Steuerkonsole bildeten.

Wie lange fliegst du schon und von wem hast du es gelernt?

fragte sie darum, als sie sich in den Sitz neben Cethra setzte und sich anschallte. Ihr Herz schlug heftig gegen ihre Brust vor Aufregung. Das war ja so spannend! Aufmerksam beobachtete sie, wie ihre Mitschülerin gekonnt Hebel umlegte und Knöpfe drückte und schon erhob sich das Schiff majestätisch. Lianna wurde rasend schnell kleiner unter ihnen und war bald nur noch der Ball, den sie von den Holobildern kannte. Die Aussicht auf die Sterne war gigantisch. Natürlich war der nächtliche Himmel auch wunderschön, aber total von ihm umgeben zu sein, lies Meredith sich winzig klein fühlen.

Das ist so wunderschön

war alles, was sie rausbrachte. Doch besonders lange konnte sie die Sterne nicht bewundern, denn Cethra schob einen weiteren Hebel nach vorne und die Sterne wurden erst zu langen Strichen und dann zu wirbelnden Farben, die den Hyperraum kennzeichneten.

Warst du schon auf vielen Welten Cethra?

fragte sie die junge Frau schon fast ehrfürchtig. Wenn man ein eigenes Raumschiff hatte, konnte man doch eigentlich hinfliegen, wohin man wollte. Man konnte sich alles ansehen und erforschen. Ob Cethra das ausgenutzt hatte?

Hyperraum- Cockpit-mit Cethra- im Aufenthaltsraum: Nen-Axa und Tzun Suz
 
Hyperraum- StarExplorer-Cockpit- mit Pec, Sahra in der Küche

"Trägheitsdämpfer sind auf Maximum. Wenn ich dieses Schiff aufsetzte vollen Umkehr zug Kiara mehr druck auf die Steuerdüsen"

Danach folgten schreie. Pec schreckte auf als Ty ihn anstuppste und runzelte kurz die Stirn. Wie lange war er wohl weg gewesen? Es konnte nicht lange gewesen sein. Er sah auf den Chronometer und schenkte dem ganzen ein leichtes seufzen. Er konnte nicht mehr als 5 Minuten gedösst haben. Dennoch verfolgten ihn diese Errinnerung. Er verdrängte das nach hinten. Auch weil er nicht wollte das Ty sah das etwas nicht stimmte. Es hatte Nächte gegeben da hatte er sich wach gehalten. Doch selbst Pectron hatte einsehen müssen das es nicht funktionierte. Irgendwann holte sich der Körper seinen Schlaf. Auf die eine oder andere weise. Er sah sich das Bild an und runzelte die Stirn. Der Jedi darauf war staatlich aber. Ja er konnte es sehen. Es schien als truge er eine schwere Last und hinter der Entschlossenheit in dem Blick konnte er auch eine gewisse Trauigkeit sehen. Ty war ein guter Freund und Freunden sagte man ja die Wahrheit.

"Er sieht dir ähnlich nur wirkt er viel trauiger als du"

sagte er ehrlich. Dieser Mann lächelte nicht und es wirkte als hätte er schon oft getötet. Das waren Gedanken die Pectron nicht aussprach. Er konnte Ty nicht seine Hoffnung nehmen. Immerhin hatte dieser noch einen Vater, wie trauig dieser auch immer sein mochte. Er schüttelte die Üblen Gedanken ab und stand endlich auf. Er fuhr Ty frech durchs Haar und lächelte.

"Sind die Pfannkuchen fertig?"

rkundigte er sich. Langsam bekam er Hunger. Den weder Sarah noch Ty wussten wie lange er vor den Früchten am Nachmittag nichts mehr gegessen hatte. Nichtmal Pec wusste es. Den die Zeit wurde irgendwann unbedeutend und gewisse Zeitangaben Quälten einen nur wenn man nicht darauf achten konnte immer rechtzeitig zu essen. Innerlich fragte er sich ob Sarah seinen Dolch noch hatte oder ob er inzwischen weg war. Immerhin war es die Waffe seines Vaters. Das einzige was er noch von seinem hatte. Das machte ihn trübsinnig zumindest ein wenig.

"Ich glaube ich könnte jetzt einen Bantha essen"

Das war sicher übertrieben aber Hunger hatte er. Er war sehr dankbar das Weder Sarah noch Ty genau nach dem Umständen fragte wie seine Eltern gestorben waren. So blieb es ihm auch erspart Sarah davon zu erzählen wie er seine Mutter pflegen musste drei Tage lang

Hyperraum- StarExplorer-Cockpit- mit Pec, Sahra in der Küche
 
Hyperraum-StarExplorer-Küche- im Cockpit: Ty und Pec

Sahra hatte bereits einen Stapel Pfannkuchen fertig und zum warmhalten in den Ofen geschoben. Bevor sie die Jungs zum Essen rief, ging sie noch einmal in ihr Zimmer. Sie nahm eines ihrer T-Shirts und brachte es zu Pec´s Bett. Nicht gerade optimal, aber bis sie in der Jedi-Basis waren, würde es reichen. Dann holte sie ein Glas aus der Küche und brachte es ins Bad, um eine frische Zahnbürste reinzustellen. Etwas musste sie lächeln. Jetzt sah das Bad fast aus, wie in ihrer Kindheit. Nur hatten damals sogar 4 Zahnbürsten in den Gläsern gestanden. Einen Augenblick musste sie an ihre Schwester denken. Sie hatte sie jetzt auch schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Hoffentlich ging es ihr gut. Ein Blick auf Ty´s Handtuch verriet ihr, dass der Bengel immernoch nicht geduscht hatte.

"Ty, seh zu, dass du ins Wasser kommst. Vorher gibts kein Abendessen."

rief sie ihrem Sohn zu und fand ihn im Cockpit bei Pec.

"Hey, was macht ihr denn hier? Es gibt doch garnichts zu sehen? Los, Ty. Ab mit dir. "

Bei Kindern musste man öfter mal alles zwei oder dreimal sagen. Das war sie gewohnt. Dann wandte sie sich an Pec.

"Wenn du möchtest, kannst du mir beim Tischdecken helfen, bis Ty fertig ist. Für heut Nacht hab ich dir ein T-Shirt rausgelegt. Mehr kann ich dir gerade leider nicht bieten und Ty´s Schlafanzüge werden dir zu klein sein. "

Mit diesen Worten ging sie zurück in die Küche und stellte alles, was sie für das Essen brauchten, auf den Tisch. Pec könnte es dann verteilen. Dabei kam ihr eine Idee, die sie mit den Kindern später besprechen wollte.

Hyperraum-StarExplorer-Küche- mit Pec- Ty im Bad.
 
Hyperraum-StarExplorer- Cockpit- mit Pec und Sahra

Als Pec meinte, der Mann auf dem Bild sähe ihm ähnlich, runzelte Ty die Stirn. Sah er ihm ähnlich? Er beschloss , es gleich mal vor dem Spiegel anzusehen. Aber in einem hatte er recht: Der Mann sah auf jeden Fall traurig aus. Ty fragte sich nur, warum? Genau in dem Moment kam seine Mutter rein und erinnerte ihn an seine Dusche.

"Ok, ich gehe ja schon. Ich beeil mich auch."

Ty schnappte sich in seinem Zimmer noch seinen Schlafanzug und verschwand im Badezimmer. Dort stellte er sich jedoch erstmal vor den Spiegel, betrachtete das Bild in seiner Hand und sein Spiegelbild. Die Augen! Die Augen hatte er auf jeden Fall von seinem Vater. Schon ein komisches Gefühl. Damit gab er sich erstmal zufrieden und erledigte alles, was er erledigen musste. Schliesslich tauchte er in seinem Schlafanzug in der Küche auf. Seine Mutter hatte bereits alles auf den Tisch gestellt: Schokostreussel, Konfitüre, Zucker.

"Hmm. So lecker! Also Pec, ich schaff mindestens 4 Pfannkuchen und du?"

Leider wurden es doch nur 2 und ein Halber, die Pfannkuchen seiner Mutter stopften halt doch sehr. Zufrieden lehnte er sich zurück und fühlte sich plötzlich sehr müde. Der Tag war sehr spannend gewesen und hatte ihn total geschafft.

Hyperraum-StarExplorer-Küche- mit Sahra und Pec
 
|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ riesiges Zeltlager || ▫ Miron ▫ Shee'ra & die Ureinwohner ▫ etwas entfernt Azgeth

Die kühle Morgenluft ließ die wirren Haare des Menschen umherflattern während er auf die restlichen Begleiter ihres kleinen Trupps wartete. Wie er hatte feststellen dürfen, hatte man ihn von allen Aufgaben und Tätigkeiten entbunden die mit dem Lager und den restlichen Unternehmungen der Lagerbewohner zu tun hatte. So wie es Miron verstanden hatte, war er nun nur noch dazu da, der obersten Schamanin zu Diensten zu sein. Eine interessante Wendung, aber nicht völlig unwillkommen. Sollte sich der Übersetzungsaufwand zwischen Shee’ra und Azgeth wie bisher darstellen, war er damit vollständig ausgelastet. Bevor sich der Ex-Hawk weitergehenden Spekulationen hingeben konnte, komplettierte sich der diplomatische Trupp und schritt voran um mit der Fremden das weitere Gespräch zu suchen. Sie fanden Karyn/Azgeth außerhalb ihres Zeltes an, die Herannahenden bereits erwartend. Diesmal gelang ihr die formelle Begrüßung schon besser und mit einer einladenden Geste geleitete sie ins Innere ihres Zeltes. Nachdem sich alle niedergelassen hatten, erkundigte sich die Sith – ehemalige Sith – ihrer Aussage nach, ob sie an der am Vortag geendeten Stelle fortfahren sollte. Ein angedeutetes Stirnrunzeln ließ sich bei dem Piloten erkennen. Wie? Sie fuhren einfach so fort? Keine Kommentare? Keine … irgendwas? Scheinbar nicht, denn die größte Heilerin der Eingeborenen bedeutete der Fremden das Wort zu ergreifen. Hm, nun gut, er hatte eh kein Mitspracherecht und "durfte" nur übersetzen.

Also ging die Lebensgeschichte der muskulösen Frau ins nächste Kapitel. Wie sie bereits erwähnt hatte, besaß sie an ihrem neuen Wohnort nun eine eigene kleine Bande, die sie nach ihren eigenen Vorstellungen anführte. Eine Straßengang auf Nar Shaddaa … für Miron klang das immer noch nicht sonderlich erstrebenswert, aber aus der Sicht der dunklen Dame war dies damals wohl in der Tat ein Fortschritt gewesen. Wie dem auch gewesen war, sie hatte ihre kleine Gruppe den Umständen entsprechend erfolgreich geführt, unbestreitbar außerhalb des Gesetzes agierend, aber doch wohl größtenteils ohne allzu viel Gewalt einzusetzen. Eine Phase der Ruhe hatte sich eingestellt wie es schien, doch schon bald hatten sich die nächsten Veränderungen am Horizont gezeigt. Laut ihrer Erzählung waren sie und ihr Bruder zu einer Zeit aufgekreuzt in der die Machtverhältnisse ungeklärt waren. Das Gebiet in dem sie sich "niedergelassen" hatten, "gehörte" eigentlich einem anderen, der für einige Zeit vor dem Gesetz geflohen war, und schließlich zurückkehrte. Wie sich recht schlüssig ergab, besaß dieser eine noch beträchtliche Anzahl an ehemaligen Freunden und Verbündeten. Einige wenige sogar in der Gruppierung der Geschichtshauptakteurin. Um einen unnützen Kampf zu vermeiden, hatte sich Azgeth bereit erklärt, die Führung an ihn abzugeben um als Nummer 2 weiterzumachen.

Natürlich hatte Miron schon von Jugendbanden gehört, verschiedenes dazu gelesen und sich so seine Gedanken gemacht. Wer hatte dies nicht? Für ihn waren diese bisher nichts anderes als dumme Schläger gewesen, die eigentlich völlig nutzlos für die Gesellschaft waren, weil sie nichts beisteuerten. Bis jetzt klang die Geschichte der Menschenfrau völlig unbedeutend und gewöhnlich. Wie ging die Geschichte weiter, wie ergab es sich, dass sie letzten Endes bei den Sith gelandet war? Nun, dies würde sich wohl noch zeigen. Allzu lange ließ die Beantwortung der Frage nicht auf sich warten. Denn große Veränderungen kündigten sich an, wie die nächsten Stunden deutlich machten. Mit dem zurückgekehrten Bandenchef waren nicht nur alte Verbündete zurückgekehrt, sondern genauso alte Feinde. Fehden die im Schatten gelauert hatten, brachen zurück an die Oberfläche und fanden neue Nahrung. Was als zuerst unscheinbar anmutende Revierstreitigkeiten begonnen hatte, entwickelte sich mit der Zeit zu einem ausgewachsenen Bandenkrieg, der mehr und mehr außer Kontrolle geriet. Auch von solchen Dingen hatte Miron natürlich bereits gehört, doch die direkten Augenzeugenberichte der Dunkelseitenutzerin waren noch einmal etwas anderes. Es hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes um einen Krieg gehandelt, nur das eben keine schwereren Einheiten wie Gleiter, Läufer oder größeres zum Einsatz gekommen war. Wie konnte sich so etwas unbemerkt, bzw. ohne Intervention abspielen?

Nun Nar Shaddaa war nicht unbedingt der friedlichste Ort der Galaxis … aber es musste dort doch trotzdem Sicherheitskräfte geben.
Hm, warum und wieso … der Kampf der Gruppierungen war immer erbitterter geworden, bis sich scheinbar jemand in bester terroristischer Manier selbst gesprengt und fast die gesamte gegnerische Seite ausgelöscht hatte. Der in einem doch sehr zivilisierten Elternhaus aufgewachsene Miron hatte Schwierigkeiten dies einfach neutral und ohne eigenes Empfinden in die andere Sprache zu übertragen. Was für ein Wahnsinn! Dies hatten wohl auch die Straßenkids erkannt, denn danach waren sämtliche Kampfhandlungen eingestellt worden. Diese Ereignisse zeigten, wie viel Azgeth bereits vor ihrer Zeit als Sith erlebt hatte. Mit einem Mord, den man vielleicht noch als Selbstverteidigung einer Jugendlichen rechtfertigen konnte hatte es angefangen. Daraufhin war dieser Krieg ihre Feuerprobe geworden. Ein Bandenkrieg, der sie dazu gebracht hatte im Kampf Leben zu nehmen. Da er selbst Pilot war, konnte er ihr dies nicht ankreiden oder vorwerfen. Selbst die nobelsten und vertretbarsten Motive und Handlungen wurden zu kalter Asche im Mund wenn man erkannte, dass in einem Kampf unvermeidbar Leute starben. Danach hatten sie ihre Wunden geleckt und hatten einen Neuaufbau in Angriff genommen. Es hatte alles so ausgesehen als würde es wieder aufwärts gehen, doch dann war alles ganz anders gekommen. Die Geschichte stockte, die sich vor ihnen seelisch entblößende Wanderin schien fast nicht weitermachen zu wollen. Nach einem kurzen Blick zur Schamanin wandte sich der Republikaner an seine Feindin – einstige Feindin.


"Möchten Sie unterbrechen? Sollen wir eine Pause machen?" , fragte er vorsichtig, denn er war sich nicht sicher was dieser Einschnitt zu bedeuten hatte. Die Frau war erkennbar aufgewühlt. Die Auswahl des Tonfalls erwies sich als Weise, denn der Blick der Sith war giftig und schneidend. Aber noch etwas anderes lag in ihren Augen und zeigte sich auf ihrer Miene.

"Ich bin keine alte Vettel auf deren Schwäche Du Rücksicht nehmen musst!
Außerdem … dein falsches Mitgefühl kannst Du dir sparen. Ich habe keine Verwendung dafür."
, ätzte sie grundlos. Für einen Moment war Miron versucht seinen Blick zu senken um ihrem Ausbruch auszuweichen, doch dann wurde er sich bewusst, dass sie hier ganz alleine war. Es gab keinen Grund sich einschüchtern zu lassen. Er wusste selbst nicht einmal ob er Mitgefühl empfand oder nicht. Durch seine Dolmetschertätigkeit war es ihm bisher sowieso kaum möglich gewesen groß zu reflektieren. Er war schon froh wenn er den Inhalt überhaupt einigermaßen mitbekam. Also zuckte er mit den Achseln.

"Ich bin nur zum Übersetzen hier."
Die Grauhaarige zog eine Augenbraue hoch und musterte ihn skeptisch.

"Ach? Ist das so?"

Was sollte die blöde Frage? Was sollte er denn sonst tun? Und selbst wenn es so wäre, hatte sie davon ja wohl keine Ahnung. Doch er wollte auf das unfreundliche Gebaren nicht weiter eingehen und starrte sie einfach erwartungsvoll an. Einen Moment erwiderte sie kalt den Blick, dann bewegten sich für einen Moment ihre Schultern nach oben und sie nahm ihren Monolog wieder auf. Nun lief es auf einmal wieder ganz flüssig, auch wenn das Folgende alles andere als angenehm war. Der Grund für ihr Stocken erklärte sich von alleine als sie erzählte wie sich ihre Welt von einem Moment zum anderen in Nichts aufgelöst hatte. Den Bandenkrieg hatten sie überstanden und das Geschwisterpaar war an einem Punkt gewesen, an dem weitere Veränderungen angestanden hatten. Große Veränderungen. Der Bruder hatte sich von ihr trennen wollen um seinen eigenen Weg zu gehen, doch bevor es dazu gekommen war, hatte ihn der Tod ereilt. Die Erzählung schien die Ereignisse etwas chaotisch wiederzugeben, doch am Ende war das Bild doch klar. Ihr Bruder war erschossen worden, scheinbar ein Kollateralschaden einer Kneipenschießerei die sich auf die Straße verlagert hatte. In ihrer Erzählung war Azgeth dies wohl schon klar gewesen, bevor irgendjemand sie informiert hatte. Ihren Angaben nach hatte sie es noch im gleichen Moment gespürt als es passiert war.

Im ersten Moment wollte er dies als sentimentalen Unsinn abtun, doch dann erinnerte er sich daran dass sie eine Sith war. Selbst wenn sie zu dem Zeitpunkt noch keine war, musste ihre Beschreibung nicht falsch sein. Sie war zum Tatort gelangt wo sie von den Sicherheitskräften mitgenommen worden war um befragt zu werden. Doch da sie nicht Augenzeugin des Vorfalls gewesen war, hatte man sich scheinbar nicht großartig um sie gekümmert. Ihre einzige Aufgabe hatte darin bestanden den Toten zu identifizieren und einige Fragen zu seinem Umfeld zu beantworten. Da sie es sich in ihren Lebensumständen nicht leisten konnte allzu offen vertrauensselig zu sein, hatte sie nur wenige Informationen geben können. Noch auf der Wache hatte sich ihr zukünftiger Weg aufgezeigt, als sie die ersten Vermutungen der Ermittler mitbekommen hatte. Vorläufig war man zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Konflikt zwischen Imperialen und Republikanern ausgeufert war und es zu der Schießerei gekommen war. Die vermeintlichen Republikaner hatten offenbar das Feuer eröffnet und unglücklicherweise den Bruder der Sith erwischt.

Ohne sich noch näher mit der Angelegenheit zu beschäftigen, ohne das ganze wirklich zu reflektieren, hatte Azgeth sofort entschieden an der gesamten Republik Rache zu nehmen. Ab dem Moment wurde Miron sprachlos. Moment einmal! Hatte es dafür tatsächliche Beweise gegeben? Vielleicht waren es gar keine Republikaner gewesen? Und selbst wenn dies gestimmt hatte, wie konnte man einfach die gesamte Republik verantwortlich machen? Das einstige Fliegerass konnte die Gedankengänge und -sprünge überhaupt nicht nachvollziehen. Irgendjemand sagte es wären die Republikaner und schon rannte sie los? Was wenn jemand die Hutts dafür verantwortlich gemacht hätte, wäre sie dann auf diese losgestürmt? Und was brachte es ihr? Davon wurde ihr Bruder auch nicht wieder lebendig. Selbstverständlich war dies eine furchtbare Geschichte, doch … es starben immer wieder Menschen die man liebte. Deswegen konnte man doch nicht …

Doch "man" konnte. Azgeth hatte es getan. Schon die nächsten Schritte zeigten die Dunkelheit die sich in ihr entwickelt hatte. Alleine schon die Schilderung ihrer Reise zu den Imperialen Einrichtungen ließ ihm einen Schauer über den Rücken laufen. Noch bevor sie bei den Sith angekommen war, hatte sie kaltblütig drei Menschen umgebracht. Es war als würde sie plötzlich die Fabel einer anderen Gestalt vortragen, als hätten sich die Hauptcharaktere geändert, doch dem war nicht so. Auch die Art, bzw. der Tonfall und die Darstellungsweise hatten sie verändert. Diese Azgeth war kalt, gewissenlos und nur noch von einem einzigen Gedanken beseelt: Rache!

Die ganze Zeit hatte sich der Ex – Hawk gefragt wie aus dem Straßenmädchen eine Sith geworden war. Jetzt wusste er es. Er konnte sich zwar nicht vorstellen warum der Tod einer einzelnen Person in so kurzer Zeit eine solche Veränderung hervorrufen konnte, doch offenkundig war dies geschehen. Rache für einen getöteten Bruder, dessen Bedeutung scheinbar größer gewesen war, als er aus der Erzählung erkannt hatte. Rachegelüste, die von den Sith zu einer Waffe geschmiedet worden waren. Ja, das klang naheliegend. Azgeth war nach einigen Überlegungen nach Bastion gekommen um sich dort ausbilden zu lassen. Dies war ein weiteres Kapitel, welches sie aber nicht mehr am heutigen Tage öffnen wollten. Hier endete die heutige Geschichte. Miron war es recht. Er war erschöpft. Sowohl geistig wie auch emotional. Auch wenn er es gar nicht beabsichtigt hatte, beschäftigte ihn die Geschichte und er konnte Abstand gebrauchen. Die Besucher verabschiedeten sich von der Ex - Sith und traten den Rückweg zum Lager an. Dem Gestrandeten war nicht großartig nach Reden, also schwiegen sie während sie über die Steppe wanderten. Was auch immer das alles sollte, welchen Zweck es auch verfolgte: es war ungewöhnlich. Und diese Frau … was auch immer er von ihr halten mochte. Alles, aber auch wirklich alles von sich zu erzählen, jede Kleinigkeit von sich preis zu geben, dies war eine … erstaunliche Leistung. Für Shee’ra und die Ureinwohner mochte das nichts Besonderes sein, da sie keine Privatsphäre kannten, doch er konnte dies durchaus einordnen, und er wusste, das er dies nicht gekonnt hätte. Eines jedoch war klar, was er bis jetzt gehört hatte, war bereits … belastend gewesen, doch was sie demnächst zu hören bekommen würden, war mit großer Wahrscheinlichkeit noch erschütternder.


|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ riesiges Zeltlager || ▫ Miron ▫ Shee'ra & die Ureinwohner ▫ etwas entfernt Azgeth
 
Hyperraum-StarExplorer-Küche- mit Sahra und Pec

Vor einigen Tagen war Pec davon ausgegangen das sein Leben auf KEgan enden würde. Irgendwand würde ein Diebstahl schief gehen. Er wusste das er ein Keganisches Gefängnis nie überlebt hätte. Einige hatten einen schlechten Ruf und bei der Reaktion die Sarahs Führer an den Tag gelegt hatten bestand kein Zweifel das er in ein solches Gefängnis gekommen wäre. Pec hätte dort sterben können. Ob es der Wille der Macht war das Sarah ihn fand oder doch eher zufall? Er hatte Sarahs Lichtschwert gesehen bevor er sie bestehlen wollte. Es war entweder Verzweiflung einen Jedi bestehen zu wollen oder Torheit. Irgendwann würde er eine Antwort auf diese Fragen finden müssen. Er sah Ty an auf seine andeutung das er vier Pfannkuchen schaffen würde.

"Tust du nicht ich schaffe vermutlich nur einen"

Fügte er hinzu und sah dann zu Sarah. Es gab da etwas das ihn auf der Seele brannte. Etwas das er sie einfach fragen musste. Er wusste nur nicht ob es gut war diese Frage zu stellen. Er lächelte Sarah zu.

"Ein tshirt ist ein besserer Schlafanzug als ich ihn bisher hatte"

sagte er leise und biss sich kurz auf die Unterlippe. Er musste sie stellen aber wie.

"Warum haben die Sith so eine Freude am Töten?"

Er erinnerte sich immernoch an das Holobild und an den Mann in dem seltsamen Gewand der auf den Sternzerstörer war. Er wirkte damals zufrieden das sein Vater zu fliehen versuchte. Er hatte sich nie mit einem Namen vorgestellt. Doch offenkundig war es kein Jedi. Auch wenn es keinen Unterschied machte. Zumindest hatte es damals für Pec keinen Unterschied gemacht. Was Pecs Vater betraf er hatte einen weiten Bogen um jeden Machtnutzer gemacht. Egal auf welcher Seite er stand.

" Die macht ist schlecht fürs geschäft Pec. Du weißtnie was Machtnutzer mit dir Anstellen können"

Eine seltsame Weisheit doch eine die Pec sogar jetzt noch vermisste. Könnte man tote vielleicht widerauferstehen lassen? Immerhin hatte Pec wunderliche Dinge über Jedi gehört. Das sie ggen ganze Armeen antreten konnten und diese Dinge da musste es doch auch möglich sein das sie tote zurück holten oder nicht. Diese Frage stellte er nicht den sie kam ihn einfach Kindisch vor.

Hyperraum-StarExplorer-Küche- mit Sahra und Pec
 
Hyperraum- StarExplorer- Küche -mit Ty und Pec

Sahra hatte geahnt, das die Jungs nach der Pizza vom Mittag wohl nicht mehr all zu viel essen würden. Dennoch blieben noch einige Pfannkuchen übrig. Zum Glück wusste sie, dass Ty auch gerne Pfannkuchen vom Vortag vertilgte. Somit hatte sie sie nicht umsonst gemacht. Als sie jetzt nach der Mahlzeit noch gemütlich zusammen sassen, stellte Pec plötzlich eine interessante Frage. Zunächst wollte sie nur antworten, dass Sith nun mal so doof waren. Aber das war wohl keine besonders professionelle Antwort gewesen. Also atmete sie einmal tief durch und begann zu erklären.

"Die Sith denken, sie seien durch ihre Machtsensitivität anderen übergestellt. Sie halten sich für eine Art Herrscher-Geschlecht und alle nicht-machtsensitiven Individuen sind minderwertig. Die Sith lieben das Gefühl, macht über andere zu haben. Und über den Tod oder das Leben eines anderen zu bestimmen, gibt ihnen ein ultimatives Gefühl von macht. Dabei spielt es dann keine Rolle mehr, ob ihr Opfer ein unschuldiger Zivilist ist oder nicht. Dabei vergessen sie scheinbar , das alles eins ist. Die Macht wird ja von allem Lebenden erzeugt, wie ich vorhin erklärt habe. Nicht nur von Machtsensitiven, sondern auch von jedem kleinen Insekt. Darum ist niemand besser als der andere."


Die Jedi lächelte die Kinder an. Eigentlich waren die Sith garkein gutes Thema, so kurz vor der Bett-Zeit. Aber wenn sie jetzt schon bei unangenehmen Themen waren, sah sie Pec ernst an.

"Pec, da ich von dir noch keine Vorschläge gehört habe, beschliesse ich jetzt einfach deine Strafe. Also: In meinem Geldbeutel befanden sich zum Zeitpunkt deines Überfalls etwa 600 Credits. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer der neuen Republik verdient pro Arbeitsstunde etwa 20 Credits.Ty, wie lange muss man für 600 Credits arbeiten, wenn man 20 pro Stunde verdient? Ich weiss, wir sind erst bei 50 im Rechnen, aber 60:2 bekommst du raus. Ich würde sagen, das Pec für die entsprechende Zeit unser Geschirr spült und die Küche aufräumt. Damit du verstehst Pec, das vor jedem Crédit, den man ausgeben kann, erstmal arbeit steht. Findet ihr das fair?Du beginnst morgen."

Damit erhob sich die Jedi und räumte für den Abend das Geschirr selber weg, um ihrem Sohn auch noch die Zeit zum rechnen zu geben. Dann scheuchte sie die Kinder zum Zähne putzen ins Badezimmer

"Hier Pec, die Zahnbürste ist neu. Du kannst von Ty's Zahncreme nehmen. Danach gehts ab ins Bett."


Während die Jungs im Bad beschäftigt waren, huschte die Frau rasch in den Lagerraum und holte den Plüsch-Bantha für Pec. Dann wartete sie still, bis die Jungs in ihrem Zimmer waren, ehe sie hinterher ging.

"Pec,ich hab hier noch eine Kleinigkeit für dich, bevor dein Geburtstag vorbei ist. Ich finde ja, jeder sollte soeins haben."

Sie lächelte liebevoll und übergab dem Jungen das unförmige, blaue Paket. Hoffentlich würde es ihm gefallen. Grinsend zwinkerte sie Ty zu und wartete auf die Reaktion des ehemaligen Straßenjungen.

Hyperraum-StarExplorer-Kinderzimmer-mit Pec und Ty
 
Hyperraum-StarExplorer-Küche-mit Pec und Sahra

Ty verzog voller Mitleid das Gesicht, als seine Mutter Pec´s Urteil verkündete. Doch sie verband dieses natürlich auch mit etwas nützlichem und stellte ihm gleich noch eine Aufgabe. Er überlegte, ob er irgendwie ein bisschen Schummeln konnte, damit Pec nicht ganz so viel machen musste. Doch seine Mutter war clever und würde es wohl sofort bemerken. Also begann er zu rechnen....60:2...Es dauerte eine Weile, bis er die richtige Lösung hatte und sich so sicher war, dass er es auch aussprechen wollte.

"Muss Pec 30 Stunden arbeiten, Mom? Das ist ganzschön viel Geschirr, dass man in 30 Stunden abwaschen kann. "

Innerlich hatte Ty aber schon längst beschlossen, seinem Freund bei dieser Aufgabe zu helfen. Dann wäre Pec nicht ganz so allein in der Küche und die Zeit verging vielleicht etwas schneller. Aber eines musste er sagen: Seine Mutter war fair. Sie legte die Gründe für ihr Urteil so offen hin, dass er es auch verstehen konnte. Er beschloss, niemals von jemandem das Geld einfach so zu nehmen. Anschliessend mussten sie leider Zähne putzen. Der Geschmack der Pfannkuchen im Mund gefiel ihm aber viel besser als der der Zahncreme. Doch seine Mutter würde kontollieren, dass wusste er. Also schrubbte er sich die Zähne sehr gründlich und huschte dann mit Pec ins Schlafzimmer. Schnell war er die Leiter raufgekrabbelt und unter seiner Decke verschwunden.

"Psst, Pec. Wir schlafen aber noch nicht gleich, ja? Wenn Mom wieder draussen ist, spielen wir noch ein bisschen mit den Raumschiffen, ja?"

flüsterte er leise und tat dann schnell so, als hätte er nichts gesagt, als seine Mutter den Raum betrat. In ihrer Hand hielt sie ein grosses, blaues Paket und Ty war sofort wieder hellwach.

"Oh, cool. Los Pec, mach auf! Mach auf!"

Das war fast genauso spannend, als hätte er selbst ein Geschenk bekommen. Wo hatte seine Mutter das nur her? Er konnte sich nicht daran erinnern, dass sie in ein Spielzeuggeschäft gegangen war. Komisch.

Hyperraum-StarExplorer-Kinderzimmer- mit Pec und Sahra
 
[Orbit um Lianna -> Hyperraum; Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Alle waren eingestiegen und nahmen ihre Plätze ein. Nen Axa bemerkte noch einmal, dass Kashyyk weiträumig umflogemn werden sollte, weil das System und der Raum drumherum zum Imperium gehörte. Sie musste sich wohl daran gewöhnen, dass sie jetzt mehr denn je auf territoriale Grenzen achten musste. Nicht, dass sie nicht auch vorher darauf hatte achten müssen, aber wenn sie einer dem Imperium unterstehenden Lokalregierung mit ihren Freunden hatte helfen können, dann hatten die sicher nichts unternommen. Aber jetzt...

"Oh, ja, das ist ein guter Hinweis, Meister. Ich hatte vor möglichst nahe an Kashyyk vorbei zu fliegen, um Zeit zu sparen. In den Karten, die ich von der Basis habe war zwar Kashyyk als 'feindliches' Territorium eingezeichnet, aber ich glaube, ich muss mich noch dran gewöhnen, dass ich jemandem angehöre, der durchaus Aufmerksamkeit bekommt...wenn man das so ausdrücken kann."

Als sie mit Meredith ins Cockpit ging und die Startvorbereitungen traf hoffte sie noch einmal kurz, dass die anderen ihr Schiff nicht zu unordentlich fanden, obwohl sie aufgeräumt hatte. Oder einfach nicht angemessen. Während das Schiff abhob und die Atmosphäre verließ fragte Meredith, wie lange Cet schon flog. Sie lachte fröhlich.

"Das weiß ich garnicht mehr. Ich hab schon als Kind mal hier einen Hebel bedient, mal da den Autopiloten bedient. Das war schon immer mein Ding. Für mich war es grandios und mein Vater...der konnte seinen rausch ausschlafen. Naja, später hat mir das immerhin beruflich geholfen."

Sie lächelte ihre Kollegin an, die sichtlich vom Weltraum begeistert war. Wieder einmal fragte sich Cet, wie wohl ein Wesen den Weltraum wahrnahm, dass Licht 'sehen' konnte. Dank ihrer Gewohnheit bediente sie die Kontrollen mit Leichtigkeit, so dass Meredith gar nicht wirklich etwas tun musste, und sich voll und ganz auf die Aussicht konzentrieren konnte. Die Freude ihrer Mit-Padawan erinnerte sie daran, wie schnell so ein Raumflug zur Routine werden konnte. Doch auch, wenn sie nicht mehr mit einem solchen Staunen in einem Raumschiff saß, so fühlte sie sich doch wohl, wenn sie unterwegs war.

"Wir brauchen nicht lang bis zur Hyperraumroute. Schau hier."

Sie rief ein Hologramm des gegenwärtigen Sektors auf, auf dem Meredith ihre Position und die Hyperraumroute sehen konnte. Lianna war auf dem Ausschnitt schon nicht mehr zu sehen. Und es dauerte auch nicht lange, bis sie das vorläufige Ziel erreicht hatten. Cethra schwenkte auf die Route ein und wartete noch auf die Berechnungen des Navicomputers, dann programmierte sie den errechneten Kurs, gab ihn in den Autopiloten ein und legte ihre Hände auf die Kontrollen des Hyperantriebs. Gleichmäßig zog sie die Hebel zurück und das Schiff sprang durch den Raum und schien zu verschwinden, während es in den Hyperraum eintauchte, der sie rasend schnell zu ihrem Ziel brachte. So gerne hätte Cet ihren Frachter mit einem Klasse 0,5 Antrieb aufgerüstet. Auch das war ein Gedanke, den sie schon unzählige Male gedacht hatte.

Sie erhob sich und lächelte abermals Meredith an.

"So, wir sind unterwegs. Jetzt müssen wir uns für gute sechs Stunden erst einmal um nichts mehr kümmern. Lass uns nach hinten zu den anderen gehen. Ich hab übrigens tatsächlich schon viele Welten gesehen. Beruflich und so. Außerdem hats mich nie lange irgendwo gehalten. Nichtmal daheim."

Sie trat in den Durchgang zum Fracht- und Passagierraum. Da ihr Schiff nicht groß war brauchte sie nur ein paar Schritte zu gehen, bis die anderen in Sichtweite waren (gemeint war, dass diese sie sehen konnten. Cet konnte sie vom Cockpit aus durch die Wände hindurch immer 'sehen').

"Wir sind im Hyperraum, auf dem ersten Abschnitt unserer Reise. Alles in Ordnung soweit?"

[Hyperraum, Pelemian Trade Route; Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa



OT: Sorry für die Verzögerung. Ich hab einfach nicht gerafft dass es hier weitergeht.
 
Hyperraum-StarExplorer-Kinderzimmer- mit Pec und Sahra

Die strafe war gerecht. Pec konnte sicher nichts dagegen einwänden. Vielleicht hätte er anführen können das er schon genug bestraft war oder das er zum Stehlen gezwungen war. Doch warum sollte er das tun? Er war zufriden damit welche Wendung sein Schicksal genommen hatte. Er sagte eine ganze weile nichts. Er ließ Ty rechnen. Er pfiff als Ty fertig war damit seine Strafe wirklich auszurechen. Er drehte sich einen moment im Stuhl .

"Ich würde sogar 40 Stunden spülen wenn ich es müsste. Den über kurz oder lang habt ihr mir wohl beide das Leben gerettet"

erklärte er leise und hob den Kopf wieder. Er wäre auf Kegan gestorben. Vielleicht nicht in nächster Zeit. Doch irgendwann hätte er den falschen bestohlen. Irgendwann hätte man ihn erschossen oder Qualvoll sterben lassen. Als er das Geschenk bekam machte er es in der tat auf. Das war sein erstes Kuscheltier. Kegan lächelte etwas schüchtern. " Danke" gab er von sich und wusste nicht ob er es wirklich behalten durfte. Sie taten doch schon so viel für ihn. Er war sich nicht sicher ob es unbedingt dann noch reiche Geschenke sein mussten. Das essen war schnell beendet und PEctron putzte sich auch seine Zähne und zog sich um bevor er sich in sein Bett legte. Er hatte ernsthaft vor lange aufzubleiben. Doch es gelang ihn nicht. Er lag kaum in diesen kuscheligen Bett als ihm die Augen förmlich zu fielen. Es war ein anstrengender Tag und dazu kam. Das er die letzten Tage kaum geschlafen hatte. Er drehte sich auf die Seite und in der tat schlief er einige Stunden

"ihr solltet euch festhalten. Treten in die Atmospähre ein. Eben haben wir die Quersteuerung verloren"

Es war die Stimme seines Vaters. Diese monotone gehetzte Stimme. Der versuchte das Schiff zu landen. In diesen moment machte der Traum einen Sprung. Pectron sah sich wie er an Bord seines schiffes aufwachte. Dabei wie er seinen Vater von Schutt befreite. Er hörte auch die Stimme des dunklen. Den Sith. Wie er ihn verhöhnte. Was war Traum was war wirklichkeit. Dann sah er seine Mutter wie sie starb in seinen armen.

"NEIN"

schrie er und damit wachte er auf. Er schwitze am ganzen Körper und setzte sich auf.

"Deine Mutter war dir wichtig. Durch die Macht hat sie sehr gelitten Pectron. Sei dir sicher das sie das hat"

Er glaubte diese Stimme immernoch zu hören und hielt sich einfach die Ohren zu. Wieder kamen tränen in seine Augen. Er schloss die augen. Pectron zitterte am ganzen Leib und nahm kaum wahr das er vermutlich auch Ty geweckt hatte. Es war ihm nicht gleichgülltig. Doch er war so damit beschäftigt sich zu sammeln und seine eigene Schuld einzusehen das in seiner aufmerksamkeit einfach kein Platz mehr für den jungen war.
Hyperraum-StarExplorer-Kinderzimmer- mit Pec und Sahra
 
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