Weltraum (Neue Republik)

Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Pec und Ty

Sahra schüttelte den Kopf, als Pectorn ihnen sagte, dass er ohne sie wohl gestorben wäre.

"Das glaube ich nicht. Kegan hat zwar eine merkwürdige Gesellschaftsform, aber auch sie können sich nicht erlauben, Kinder zu gefährden. "

Lächelnd deckte sie Ty zu und gab ihm noch einen Gute-Nacht-Kuss.

"Und das mit dem nächtlichen Spielen hab ich gehört. Also: NEIN! Es wird geschlafen, denn wir haben noch einiges vor, bis wir auf Lianna ankommen."

Als sie nach Pec sah, war dieser bereits eingeschlafen. Milde lächelnd zog sie ihm auch die Bettdecke über die Schulter und zog sich dann leise zurück.
Den Rest des Abends nutzte sie, um sich fit zu halten. Im Lagerraum war zwar nicht besonders viel Platz, aber dennoch schaffte sie es, einige Bewegungen mit ihrem Lichtschwert zu vollführen. Man wusste schliesslich nie, was die Zukunft brachte.
Die Jedi hatte sich gerade selbst ins Bett gelegt, als ein Schrei durch ihr Schiff hallte. Keine Angst, nein . Die nackte Panik wallte ihr aus dem Schlafzimmer der Kinder entgegen. Schnell wie der Wind hatte sie sich in ihren Umhang gehüllt und war zu Ty und Pec geeilt.

"Schhht. Ganz ruhig, Pec. Alles ist Gut.Ich bin da. "

sagte sie leise, doch es war zu spät. Auch Ty war wach. Sachte legte sie Pec eine Hand auf die Schulter und lies etwas von ihrer Ruhe auf ihn überfliessen.

"Ich denke, heute Nacht schläfst du besser bei mir drüben. Na komm, nimm dein Kissen und das Kuscheltier. "

So würde zumindest Ty in Ruhe schlafen können. Leise stand sie auf und kraulte ihrem Sohn den Rücken.

"Schlaf weiter, mein Schatz. Es ist alles in Ordnung. Pec hatte nur einen schlimmen Traum. Nur ein Traum. "

Sahra wandte sich erneut ab,legte Pec eine Hand auf den Rücken und schob ihn in ihr Zimmer rüber. Ihre Decke war schnell nach oben geworfen und der Junge auf das untere Bett manövriert.

"So,Pec. Du brauchst keine Angst zu haben. Ich bleibe zur Not die ganze Nacht auf und pass auf dich auf. Aber, bitte sage mir. Was hast du gesehen?"

fragte sie ihn mit festem Blick. Sie wusste, dass gerade bei unausgebildeten Machtsensitiven , die die Gabe der Vision hatten, sich diese gerne Nachts in Träumen manifestierten. Vielleicht war das hier der Fall und es war etwas Wichtiges. Ausserdem nahm man die Energie aus solchen Alpträumen , wenn man sie besprach. Diese Phase lag bei Ty zwar schon etwas zurück, aber sie erinnerte sich noch Lebhaft daran. Sanft nahm sie Pectorns Hände in ihre und sah ihm aufmunternd in die Augen. Er sollte spüren, dass er nicht allein war und dass er in Sicherheit war.

Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Pec und Ty
 
Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Pec und Sahra

Ty beobachtete gespannt, wie Pec sein Geschenk auspackte. Der andere Junge packte ein grosses Plüschbantha aus und er freute sich darüber. Ty nahm seinen- zugegeben schon etwas abgegriffelten Bantha - und hielt ihn Pec vor die Nase.

"Hier guck, ich hab auch einen. Das ist sooo toll."

Er grinste seine Mutter breit an. Sie hatte manchmal einfach die besten Ideen und sie hatte recht. Einen Plüschbantha brauchte man einfach. Leider hatte sie gehört, dass er noch spielen wollte und machte ihm sofort einen Strich durch die Rechnung. Aber es hätte eh nicht stattgefunden, denn Pec war sofort eingeschlafen. Ty sah seinen Freund kopfschüttelnd an. Wie konnte man nur einschlafen, solang seine Mutter noch im Raum war? Aber er war wohl wirklich sehr müde gewesen. Gut, für Ty galt etwas ähnliches. Kaum hatte seine Mutter das Licht ausgemacht, war auch er eingeschlafen. Normalerweise waren seine Träume nicht besonders spannend, doch diese Nacht war es anders. Er befand sich in einem unbekannten Raumschiff. Alarmsirenen ertönten und die Planetenoberfläche kam rasend schnell näher. Ty sah sich um und entdeckte einen Mann und eine Frau, die vorne an der Steuerkonsole hektisch Knöpfe drückten. Als er sich umsah, erkannte er Pec, der mit vor Angst geweiteten Augen in seinem Sitz sass. Dann veränderte sich die Szene. Ty konnte die Arbeit des anderen Jungen erkennen und wie er seinen Vater begrub. Doch das wirklich Schlimme kam erst danach. Er sah den Tod der Frau, die wohl Pec´s Mutter war und einen Mann in einem schwarzen Umhang.Was wenn seiner Mutter soetwas passieren würde? Ty riss die Augen auf, nur eine Sekunde, bevor Pec anfing zu schreien. Wenn er nicht in vertrauter Umgebung gewesen wär und nicht gewusst hätte, dass seine Mutter sie bewachte, hätte er mitgeschrien. Doch seine Mutter kam sofort in ihr Zimmer gestürmt und beruhigte Pec. Auch Ty legte sich erleichtert wieder hin. Eigentlich hätte er seiner Mutter noch erzählen wollen, was er gesehen hatte. Doch er war zu müde und als seine Mutter ihm auch noch den Rücken kraulte, schlief er wieder ein. Er würde sie einfach morgen fragen.

Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Pec und Sahra
 
{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith an Bord

Man sah Meredith deutlich an wie sehr sie sich freute die Arbeit nachschreiben zu dürfen, wo die meisten ihrer Altersgenossen umgekippt wären und vor Schreck alles vergessen hätten erklärte sie nur, es morgen versuchen zu wollen da sie heute noch etwas kaputt war. Cethra erhielt von ihrem Meister dazu noch den Hinweis einen Bogen um Kashyyyk zu fliegen, da es sich hierbei um Imperiales Terrotorium handelte, welches die Gruppe aus Jedi großräumig umfliegen sollte. Meredith verschwand mit ihrer neuen Freundin im Cockpit, direkt danach beantwortete Nen-Axa die Frage des Kaminoaners. Er hielt Meditation für die beste Basis einer guten Ausbildung, viele Grundtechniken würden sie aufgrund des Platzmangels an Bord nicht üben können und Offensive Techniken wollte er aus naheliegenden Gründen nicht den Padawanen beibringen. Nen-Axa war auch so geistesgegenwärtig gewesen allerlei Trainingsmaterialien mitzunehmen um die Ausbildung der Padawane auch praktisch zu unterstreichen. Ebenso könnte es notwendig sein in Zukunft auch den Lichtschwertkampf in den Fokus zu nehmen, wer weis was Ihnen in die Quere kommen könnte? Von wilden Tieren mal abgesehen. Zumindest konnten Tzun und Nen-Axa gemeinsam auf einer Schwäche aufbauen, sie beide waren keine Lichtschwertvirtuosen. Tzun hatte bisher nur einige Übungen in den Stilen Shii-Cho und Niman versucht, wobei ihm Niman eher zugesagt hatte. Aufgrund der Bodenständigkeit der Form, seiner Bewegungen und der Mentalität war es eine Herausforderung für jemand passiven wie ihn. Für einen wahren Kämpfer war die Form eine Grundlage auf der er aufbauen konnte, Tzun würde sich primär diesem Lichtschwertstil in Zukunft widmen. Bevor er seinem Gleichrangigem Ordensbruder antwortete setzte er sich auf einen nahen Stuhl und brauchte einen kurzen Moment bevor er bequem saß ohne sich den Hals zu verrenken. Mit einer Geste wies er auf einen anderen Stuhl für Nen-Axa. Seine Padawan hatte gesagt sie sollten sich wie Zuhause fühlen, und zumindest hinsetzen war eine naheliegende Idee.

"Ich sehe es eher als eine....es mag vielleicht negativ klingen aber Verpflichtung an mein Wissen das mir gegeben wurde und das ich gesammelt habe an andere weiterzugeben. Es ist keine Pflicht die ich ablehne, im Gegenteil. Wie ihr sagtet Nen-Axa ist es auch ein Ansporn, für mich eines meinen Wissensstand zu erweitern und dieses Wissen dann an Meredith weiter zu geben. Dazu ist es eine Verpflichtung die wichtig ist um den Orden am Leben zu erhalten, auch wenn Partnerschaften und Ehen gestattet sind braucht es einen Meister um einen Padawan auszubilden. Ohne Padawane wird es später keine Jedi-Ritter geben die ihr Wissen weiter geben können und so weiter. Ich stimme euch zu das etwas Übung nicht schaden könnte, auch meine Fähigkeiten mit dem Lichtschwert sind eher bescheiden. Da ich auch meinen Fokus nicht auf den Kampf Mann gegen Mann gelegt habe, werde ich die Lichtschwertform VI trainieren, Niman. Es ist ein einfacher und gemäßigter Stil, der mir zusagt und bei dem man keine Meisterschaft im Kampf anstrebt. Ich werde wohl trainieren müssen um mich und Meredith verteidigen zu müssen ja, wir haben als Jedi ein hohes Risiko in Gefahr zu geraten, jedoch vermeide ich Kämpfe wo ich kann. Mir hat der Kampf um Corellia gezeigt wie gefährlich ein Krieg sein kann."

erklärte er seinem Gegenüber, kurz bevor Cethra zusammen mit Meredith in den Raum zurück kam. Sie waren bereits im Hyperraum, der erste Schritt ihrer Reise hatte begonnen. Freundlich lächelte er die Mirakula und seine Schülerin an.

"Mir geht es gut, danke soweit. Meredith hast du eventuell auch etwas Tee mitgenommen für unsere Reise? Ich glaube wir alle könnten eine warme Tasse in Geselliger Runde gut vertragen, bevor wir uns anderen Aufgaben widmen. Kennt euer Volk ein Ähnliches Äquivalent zu Tee oder anderen Getränken Nen-Axa? Ich habe zwar schon viele verschiedene Spezies untersucht aber, ich hoffe ihr verzeiht mir meine Neugierde, einer Spezies die auf Ammoniak basiert bin ich bisher noch nicht begegnet. Gab es auf eurer Heimatwelt gewisse Faktoren die eine solche Evolutionäre Entwicklung gefördert haben?"

fragte er den anderen Jedi. Im Endeffekt waren sie alle eine Evolutionär ziemlich....illustre Gruppe. Tzun war eine Amphibie von einer kompletten Meereswelt, Nen-Axa ein Reptil das nur mit Ammoniak funktioniert, Meredith das Produkt einer Vereinigung eines Homo Sapiens mit einer Sagengestalt, die es scheinbar wirklich gibt und Cethra besitzt eine Verbindung zur Macht als Ersatz für ihre Optischen Sinne. Geduldig wartete er die Antworten der anderen ab, während er seine Hände in den Schoss legte.

{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith
 
[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit

»Ihr wart also auf Corellia dabei, als Ihr noch Padawan gewesen seid?« fragte Nen-Axa. »Unseren Respekt dafür. Ihr habt Euch da in große Gefahr begeben. Schlachten dieser Größenordnung blieben uns bisher erspart, und auch wenn wir uns um die Verantwortung nicht drücken würden, wenn eine solche Aufgabe an uns herangetragen würde... ich sehne mich nicht danach, eine solche Erfahrung zu machen. Dennoch würde es mich freuen, mehr über dieses historische Ereignis zu erfahren - vorausgesetzt, wir finden die Muße dazu und Ihr seid bereit, darüber zu sprechen.

Ich sehe den Kampf ebenfalls in erster Linie als ein Mittel der Verteidigung an. Aus diesem Grund habe ich mich für die Form III, Soresu, entschieden, eine rein defensive Technik, deren Augenmerk ausschließlich auf der Selbstverteidigung und der Ermüdung des Gegners liegt. Man mag sie für ihre Einseitigkeit kritisieren, aber in diesem speziellen Bereich ermöglicht sie wahre Perfektion. ...Von der ich allerdings weit entfernt bin.«


Tzun Suz und er blieben nicht lange allein, denn sobald das Schiff im Hyperraum war, gab es im Cockpit nicht mehr viel zu tun. Schon wenige Minuten nach dem Start kehrten Cethra Jayne und Meredith Clay von dort zurück. Sie waren auf Kurs und nun begann eine Zeit des Wartens. Stunden, die man je nach Einstellung entweder vertrödeln oder bestmöglich nutzen konnte. Wenn es nach dem Arcona ging, taten sie eher Letzteres. Er hielt nicht viel von Müßiggang und war der Meinung, dass der gemeinsame Flug hervorragende Voraussetzungen für das Training der beiden jungen Padawane bot. Diesem Vorhaben widersprach Tzuns Vorschlag, mit einer Tasse Tee zu beginnen, jedoch in keiner Weise. Auch Geselligkeit war von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Sie mussten sich miteinander bekannt machen, um Vertrauen aufzubauen. Das war eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung. Der Arcona hatte seiner Meisterin hundertprozentig vertrauen können - wäre das nicht der Fall gewesen, hätte er viele wichtige Erfahrungen versäumt und weniger rasche Fortschritte machen können. Wie er Cethra davon überzeugen konnte, dass auch er dieses Vertrauen verdiente, wusste er noch nicht. Aber eine Tasse Tee war vielleicht ein guter Anfang.

»Sofern Ihr den Tee nicht mit Salzwasser aufbrüht, ist er kein Problem für uns«, antwortete er auf die Frage des Kaminoaners. »Ich nehme gerne einen Becher. Und was den Evolutionsdruck für unser Volk angeht... in der Tat, der ist immens. Die Atmosphäre von Cona besteht zu einem guten Anteil aus Ammoniak, Sauerstoff hingegen fehlt vollständig, wie man übrigens auch kein Wasser in der Luft und an der Erdoberfläche findet. Das Leben dort hatte also gar keine andere Wahl, als einen anderen Weg zu gehen.«

Dass Jediritter Suz ein wenig neugierig war, störte ihn nicht. Er war nicht scharf darauf, über seine Körperfunktionen zu sprechen, aber die Fragen waren berechtigt. Auch Nen-Axa und andere Arcona hatte sich daran gewöhnen müssen, von Lebewesen umgeben zu sein, die nach ganz anderen chemischen Regeln funktionierten, und sich oder diesen eine Menge Fragen gestellt. Wesen, die aus ganz anderen Materialien aufgebaut waren und einem Arcona äußerlich dennoch so ähnlich waren... das war schon ein immenser evolutionärer Zufall. Der Unterschied war nur, dass Humanoide wie Tzun, Meredith und Cethra mit Fug und Recht von sich behaupten konnten, "normal" zu sein, während Nen-Axas Volk hatte akzeptieren müssen, dass es von der Regel abwich und eine Ausnahme darstellte. Manche litten unter ihrer Andersartigkeit, die sie nicht selten zu Außenseitern machte. Die Behandlung durch die imperialen Besatzer erinnerte Conas Einwohner auch tagtäglich daran, wie "unnormal" sie waren, und verknüpfte dies zugleich mit einer Wertung. Aber im Jedi-Orden stellten biologische Unterschiede nur selten ein Hindernis dar. Hier wurde Vielfalt gelebt, wie die Reisegruppe sehr eindrucksvoll widerspiegelte.

»Wir sprachen gerade über eure Ausbildung«, sagte der Jedi, während er beim Aufbrühen des Tees zur Hand ging, zu den beiden jungen Frauen. »Wir sind beide der Meinung, dass es angeraten wäre, mit Meditationstraining zu beginnen. Die Leere des Hyperraums schafft eine einzigartige, weitgehend ablenkungsfreie Umgebung dafür. Man könnte es mit einer Art Suchspiel ergänzen, in dem es darum geht, mittels der Macht Gegenstände aufzuspüren. Allerdings nur, wenn es dir recht ist, dass wir auf diese Weise in deinem Schiff herumstöbern, Cethra. Wir wollen nicht in deine Privatsphäre eindringen. Außerdem würden wir das Erspüren von Gefühlen üben. Meredith, hast du bereits empathische Fähigkeiten, oder beschränkt sich dein telepathisches Talent auf direkte Kommunikation?«

[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit
 
Hyperraum- Cockpit-mit Cethra- Nen-Axa und Tzun Suz im Aufenthaltsraum

Es war erstaunlich, wie Cethra ihr Schiff beherrschte. Die Hände der Frau flogen nur so über die Konsolen und sie schaffte es sogar, nebenbei ein Hologramm aufzurufen, dass ihre gegenwärtige Position aufrief. Meredith betrachtete es neugierig und versuchte zu verstehen, wie sich das Bild auf die Realität übertragen lies. Gerade als sie es durchschaut hatte, schwenkte Cethra auf die Hyperraumroute ein und lies das Schiff in den Hyperraum eintauchen. Die Sterne wurden zu Linien und schliesslich zu einem Bild , dass aussah als hätte die Realität Probleme mit der Grafikkarte. Kurz darauf erhoben sie sich und traten zu den Jedi in den Aufenhaltsraum.

Das war echt cool. Danke nochmal, Cethra.

Als ihr Meister sie dann nach Tee fragte, grinste sie ihn breit an.

Klar. Grün? Rot? Schwarz? Ich hab eine Teesorte gefunden, die ich schon lange nicht mehr hatte. Er heisst Gunpowder und ist einer der Tees, die den höchsten Teein-Gehalt haben. Da es noch früh ist, ist es also kein Problem , den jetzt zu trinken. Aber Abends würde ich wirklich davon abraten,es sei denn, man möchte durchmachen.

Normalerweise wäre sie sofort in die Küche geeilt, doch die Evolutionsgeschichte des Arconiers intressierte sie genauso wie ihren Meister. Das seine Welt keinerlei Sauerstoff in der Atmosphäre hatte, erinnerte sie an etwas aus ihrem Unterricht.

Sowas in der Art hat mein Bio-Lehrer uns auch mal gesagt. Dass auf vielen Welten am Anfang kein Sauerstoff war, das Leben aber dennoch gedieh. Als dann aber die ersten Pflanzen entstanden, produzierten diese dann plötzlich ein hochgiftiges Gas: Sauerstoff. Viele der Bakterien, die vorher lebten, starben aus und aus den wenigen, die sich anpassen konnten, entstand dann alles andere. Somit ist es eigentlich nur ein grosser Zufall, dass wir anders sind und Sauerstoff brauchen.

Sie fand es unbeschreiblich spannend , so viele verschiedene Arten um sich zu haben. Jetzt konnte Meredith den Tee holen und aufbrühen. Nen-Axa half ihr freundlich dabei, alles zusammenzustellen.

Es gab tatsächlich mal einen Tee, den ich mit Salz abgeschmeckt habe. Aber nur, weil ich das Kraut aus dem Tee sonst als Gewürz an Gemüsegerichten kenne. Und da passte es dann einfach. War ein bisschen wie Brühe.

Schliesslich standen vier Tassen und eine grosse Kanne Tee auf dem Tisch und Meredith setzte sich wieder zu den anderen. Die nächste Frage des arconischen Jedis war allerdings auch nicht schlecht und sie musste einen Augenblick nachdenken. Empathie? Das sie manchmal sehr feinfühlig sein konnte, hatte man ihr schon ein paar mal gesagt. Aber ob das über das "normale" Mass hinaus ging?

Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Wenn, dann mache ich es unbewusst. Genau so, wie ich über die Telepathie nicht nachdenken muss.


Sie fand, dass man in den Augen anderer sehr viel erkennen konnte. Aber das wäre wohl eher einer guten Beobachtungsgabe zu verdanken, als echter Empathie.

Hyperraum- Aufenthaltsraum-mit Cethra,Nen-Axa und Tzun Suz
 
[Hyperraum, Pelemian Trade Route; Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Als sie sich mit ihren Meistern zusammen gesetzt hatten lauschte Cet eine Weile kurz auf die gewohnten Geräusche ihres Schiffes. Jedes Mal, wenn sie an Bord war und eine Reise unternahm, hörte sie all diese Geräusche. Und doch konnte sie immer Unterschiede heraus hören, wenn etwas grob falsch lief. Sie kannte das Schiff schon lange, auch ehe es ihr persönlich gehört hatte. Heute war alles in Ordnung, die Systeme summten leise vor sich hin und sie wurden schnell durch den Hyperraum getragen.
Nach wenigen Augenblicken wandte sie ihre Aufmerksamkeit den anderen zu. Genug Schiffscaptain gespielt, jetzt musste sie wieder Schülerin sein. Sie fand Nen-Axas idee, gleich mit einem Training zu beginnen, zwar gut, aber tatsächlich hatte sie den ein oder anderen besorgten Gedanken. Allerdings nicht aus den Gründen, die ihr Meister vermutete.

Gerade bot Meredith Tees an. Sie lächelte die junge Frau an.

"Für mich brauchst du dir keine Umstände machen, ich mag im Moment keinen."

Dann wandte sie sich ihrem Meister zu.

"Also, grundsätzlich hab ich nichts gegen so ein Suchspiel hier im Schiff. Es stimmt schon, im Hyperraum ist man einfach unvergleichlich isoliert."

Tatsächlich spürte sie es deutlich. Im Hyperraum war jenseits der Außenhülle ihres Schiffes einfach nichts, ihre Wahrnehmung endete dort. Die vier Auren, die von ihren drei Begleitern -und ihr selbst- ausgingen, waren das einzig lebendige.

"Aber ich habe eine Sorge...könnten wir, wenn wir mit der Macht frei hier herumsuchen, aus versehen Systeme beeinflussen? Ich meine, als wir versucht haben Dinge zu bewegen haben wir sie gezielt genutzt. Aber wenn wir suchen, müssen wir sie dann nicht durch das ganze Schiff schicken? Ich meine, wenn wir aus versehen etwas beeinflussen und zum Beispiel der Hyperraum ausfällt...bestenfalls stranden wir irgendwo zwischen Lianna und Centares im Nichts, schlimmstenfalls fallen wir aus dem Hyperraum direkt in eine Sonne oder so."

Besorgt kaute sich Cet auf der Unterlippe. Sie hatte nur eine vage Vorstellung, was man mit der Macht alles tun konnte. Sie hatte nur einen kurzen Blick in die aktive Nutzung bisher gehabt und die passive Seite, die sie in ihrem leben von Geburt an begleitete, konnte niemanden beeinflussen. Schon gar nicht ein Raumschiff. Wäre das möglich, hätte sie bestimmt nie eine so gute Pilotin werden müssen, dann hätte sie einfach den Antrieb von so manchem verfolger außer Kraft gesetzt und wäre frohlockend und sicher auf einem gemütlichen Kurs davon geflogen, anstatt vom Regen in die Traufe zu rasen, indem sie die Leben ihrer ganzen Gruppe in wildem Ritt durch Asteroiden aufs Spiel setzte, um ironischerweise ihre Leben zu retten.
Dennoch war sie Neugierig auf das, was sie vielleicht neu lernen würde. Sie hatte einen finger auf etwas gelegt, das sie ungern loslassen würde. Und sie hatte auch gemerkt, dass da etwas war, dass ihr in der zweiten, von Nen-Axa vorgeschlagenen Übung mehr helfen würde, als sie vielleicht sogar selbst dachte. Sie erinnerte sich an die Veränderung der Aura ihres Meisters, als er sich für einen Moment auf eine andere Weise der Macht bedient hatte. Doch sie behielt es für sich, denn sie wusste nicht, was Jedi Tzun Suz davon halten würde.

"Aber keine Sorge wegen meiner Privatsphäre. Abgesehen von schmutziger Wäsche in gewissen Behältern gibts hier nichts."

[Hyperraum, Pelemian Trade Route; Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa
 
{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith

Tzun nickte bei der Frage des Arconiers. Gewiss er war auf Corellia dabei gewesen und er hatte sich auch nicht danach gesehnt eine solche Erfahrung zu machen. Krieg war eine äußerst dreckige und keineswegs schöne Angelegenheit, Tzun hoffte so bald nicht wieder in eine solche Auseinandersetzung eingebunden zu werden. Jedoch war es für ihn kein Problem darüber zu reden. Er hatte mit sich selbst Frieden geschlossen und die Stärke gefunden diese Erfahrungen zu verarbeiten. Nen-Axa hatte sich für die beliebte und äußerst defensive Form III Soresu entschieden, da er den Lichtschwertkampf als Mittel der Verteidigung ansah. Eine Ansicht die Tzun teilen konnte, jedoch war Niman auch offensiv nutzbar und Tzun hatte gemerkt das Defensive manchmal nicht ausreichend genug war.

Die Idee gemeinsam Tee zu trinken kam bei allen gut an, auch wenn Cethra keinen wollte. Nen-Axa und Meredith machten sich gleich daran den Tee vorzubereiten und das junge Mädchen fragte nach der Teesorte welche sie machen sollten, nebenbei erwähnte sie eine Teesorte welche sie gerne wieder trinken würde.


"Wenn du diese Sorte dabei hast würde ich vorschlagen das du uns eine Kanne davon aufgießt oder?"


kam es lächelnd von ihm bevor er den Worten von Nen-Axa genauer lauschte. Interessant, eine Welt auf der Sauerstoff und Wasser kaum vorhanden war, dafür in großen Mengen Ammoniak brachte eine Spezies hervor welche Ammoniak in ihren Kreislauf einbaute, jedoch auch Sauerstoff vertrug und gegenüber normalem Wasser unempfindlich war, solange es kein Salz beinhaltete. Nachdem alle ihre Tasse Tee erhalten hatten stellte Nen-Axa auch an die beiden Mädchen je eine kurze Frage, einerseits bat er bei Cethra darum ihr Schiff als Trainingsplatz nutzen zu dürfen, andererseits wollte er wissen ob Meredith aufgrund ihrer Telepathie auch gewisse Empathische Fähigkeiten besaß. Nach kurzem Überlegen antwortete seine Padawan, es nicht genau zu wissen oder aber es nur unbewusst zu tun. Cethra hingegen war sich sicher, kein Problem mit einer solchen Übung zu haben, hatte jedoch Bedenken das sie mithilfe der Macht das Schiff beschädigen könnten. Ruhig trank Tzun seinen Schluck fertig, bevor er Cethra beruhigend zulächelte.

"Wenn ihr euch darauf konzentriert eure Umgebung wahrzunehmen beeinflusst ihr sie nicht gleichzeitig. Oftmals ist es so das aufgrund starker Emotionen die Macht Destruktiv eingesetzt wird...unbewusst. Doch sind wir hier weder bedroht noch gibt es anderweitig Gründe das solche Emotionen aufkochen. Und selbst wenn...ich und Nen-Axa geben auf euch acht und die Schäden wären eher minimal aufgrund eures frühen Standes in eurer Ausbildung. Maximal einige Lampen würden nicht mehr funktionieren, eine Zerstörung des Hyperantriebs ist eher unwahrscheinlich."

erklärte er der jungen Frau, in der Hoffnung ihre Bedenken etwas zu zerstreuen. Gut es könnte natürlich möglich sein das eine von beiden etwas zu voreilig ist und dadurch irgendetwas bewegen könnte....trotzdem, die Schäden würden sich in Grenzen halten und Tzun würde sowieso nichts in der Nähe des Hyperantriebs positionieren. Erneut trank er einen Schluck von dem, doch ziemlich starkem, Tee und blickte lächelnd seine Padawan an.

"Die Evolution ist eine der interessantesten Wissenschaftlichen Zweige, viele Kleinigkeiten in der Geschichte können große Auswirkungen haben und sich im Genom wiederspiegeln. Das die DNA heutzutage problemlos untersucht und entschlüsselt werden kann sorgt auch dafür, dass gewisse Eigenschaften extrahiert und identifiziert werden können. Beispielsweise eure Reaktion auf Salz Nen-Axa, genauere Untersuchungen würden bestimmt herausfinden welche Genstränge damit interagiert haben das euer Körper darauf negativ reagiert. Andere Sachen wie der Alterungsprozess lässt sich ebenfalls ablesen, Hutten können beispielsweise Jahrhunderte alt werden während Menschen nur auf ein knappes Jahrhundert beschränkt sind, oftmals sogar weniger."

erklärte er den Anwesenden, womit er das Thema Evolution kurz aufgriff. Die Genetik und das Klonverfahren ermöglichte unendlich viele Veränderungen und Kombinationen, die aufgrund Ethnischer Bedenken und Gesetzen limitiert wurden. Tzun verstand die Gründe dahinter und respektierte sie, was jedoch kein Grund war seinen großen Forschungs- und Interessendrang zu stillen, nicht nur im Bereich der Genetik sondern auch in anderen Bereichen, welche seiner Profession als Jedi zugute kamen wie etwa Archäologie oder aber der Geschichte des Jedi-Ordens.

{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith
 
[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit

Meredith konnte nicht klar sagen, ob mit ihren telepathischen Fähigkeiten auch ein empathisches Talent einherging.

»Dann werden wir das in dieser Übung herausfinden«, sagte Nen-Axa. »Die Fähigkeit, die Gefühle anderer zu erkennen, lässt sich mit der Macht weit über ein normales Maß hinaus steigern. Wir werden sehen, wie leicht dir das fällt.«

Bedenken hatte Cethra Jayne gegenüber der Such-Übung, allerdings nicht weil sie ihre Privatsphäre in Gefahr sah, sondern weil sie um die Integrität ihres Schiffes fürchtete. Sie war sich nicht sicher, ob die Bordsysteme beeinflusst werden könnten, wenn sie an Bord mit Energien hantierten, die sie nur unzureichend verstanden. Tzun Suz bemühte sich, diese Sorge auszuräumen, doch war der Arcona nicht sicher, ob ihm dies gelang. Zumindest in seinen Ohren klang es so, als hielte der kaminoanische Jediritter Schäden an der Elektrik für durchaus denkbar. Doch ein Raumschiff war ein komplexes Gebilde, bei dem jede Funktion jede andere bedingte und schon kleine elektronische Störungen konnten fatale Folgen haben. Deshalb hielt er es für notwendig, hinzuzufügen:

»Doch was Ritter Suz da beschreibt, ist sicherlich der schlimmste denkbare Fall. Das, was eintreten könnte, wenn die Dinge hier richtig aus dem Ruder laufen. Wir werden dafür sorgen, dass es soweit nicht kommt. Stell es dir folgendermaßen vor: Wenn man einen Blaster in einem Schiff abfeuert, kann man es unrettbar zerstören, mit allen Wesen, die sich an Bord befinden. Trotzdem kann man während eines Raumflugs Blasterschießen trainieren, wenn man ein paar Grundregeln einhält: Indem man die Ladungsstärke reduziert, nicht auf Außenwände zielt und nur in Bereichen bleibt, in denen die Strahlung keine empflindlichen Instrumente stören kann. So ist das auch im Umgang mit der Macht. Viele Übungen halten wir nicht für geeignet, um sie während eines Raumfluges zu versuchen, zum Beispiel solche, die sich gezielt auf die Manipulation technischer Gerätschaften richten. Oder alle, bei denen destruktive Kräfte freigesetzt werden, wie Blitzschläge zum Beispiel. - Ja, auch so etwas ist möglich mit der Macht... probiert das bloß nicht alleine aus! - Aber bei den Übungen, die wir vorgesehen haben, besteht nach unserem Ermessen keine Gefahr dieser Art. Du brauchst dich um dein Schiff nicht zu sorgen. Doch es spricht für dich, dass du über die Konsequenzen nachdenkst. Das halten wir für das Essentiellste überhaupt, wenn es darum geht, die Macht zu nutzen. Man sollte stets erwägen, ob das gewählte Mittel nützlich und angemessen ist und welche Folgen es heraufbeschwören kann, auch in dem Fall, dass es nicht den gewünschten Erfolg erzielt.«

Tzun Suz schweifte daraufhin wieder zur Genetik - offenbar eines seiner Lieblingsthemen. Das konnte aber nicht verwundern, wenn man bedachte, dass er dieses Fach studiert hatte. Offenbar hatte er seinen Beruf mit Leidenschaft ausgeübt, bevor sein Weg ihn zu den Jedi geführt hatte.

»Ja, die Genetik ist ein interessantes Feld, wenn auch ein gefährliches und moralisch nicht unproblematisches«, antwortete Nen-Axa. »Aber obwohl diese Wissenschaft so unheimlich weit fortgeschritten ist, ist es unseres Wissens nie gelungen, ein Gen zu isolieren, das über die Machtsensitivität bestimmt - obwohl erwiesenermaßen ein Klon ebenso machtbegabt ist wie sein Genspender. Wir denken, es ist nicht verkehrt, dass das Leben noch ein paar Geheimnisse für sich behält. Ich habe jedenfalls kein Bedürfnis, mein Erbgut zu verändern, selbst wenn mir das vielleicht ermöglichen würde, gesalzene Nahrung zu mir zu nehmen. Meine arconischen Gene mitsamt ihrer Vor- und Nachteile sind Teil meiner Identität.

Doch lasst uns dieses Thema zu einem anderen Zeitpunkt vertiefen. Wir denken, es ist nun Zeit, mit den Übungen zu beginnen.

Nehmt zunächst eine entspannte Körperhaltung ein - sitzend, liegend, in der Hocke, so wie es euch angenehm erscheint, aber doch wieder nicht so bequem, dass ihr einschlaft.«


Der Arcona erhob sich aus seinem Stuhl und setzte sich auf die kühlen Deckplatten, wo er die Beine kreuzte und die Krallenhände auf die Knie legte. Er wartete, bis auch die anderen eine bequeme Position eingenommen hatten, und begann dann, die Padawane mit ruhiger, klarer Stimme anzuleiten:

»Und nun beginnt damit, euch auf eure Atmung zu konzentrieren. Werdet euch der Tatsache bewusst, dass ihr atmet. Hört euch dabei zu, beobachtet, welchen Weg die Luft nimmt, welche Körperteile an der Atmung beteiligt sind. Stellt euch die Luftmoleküle vor, wie sie durch euren Hals in die Lunge strömen, dabei umeinanderwirbeln, schließlich in euer Blut übergehen... und sich so in eurem ganzen Körper ausbreiten. Jeder Pulsschlag lässt sie weiter strömen, in eure inneren Organe, eure Haut, bis in die Finger- und Zehenspitzen. Hört euren Puls, konzentriert euch darauf. Und hört zu, wie er ruhiger wird. Eure Atmung und euer Herzschlag gehen stark und gleichmäßig, doch ohne Hast. Ruhe beginnt euch zu empfangen - greift nicht danach, lasst sie zu euch kommen. Sie verdrängt alles Störende, alles Irritierende. Keine Fragen, keine Zweifel, nur Entspannung. Frieden. Ihr und das Schiff und die Macht um euch herum. Sie ist wie die Luft, wie das Blut: Mit jedem Atemzug, jedem Pulsschlag durchströmt sie euch. Sie erreicht jede Faser eures Körpers. Und sie geht noch darüber hinaus. Sie verbindet euch mit allem um euch herum. Mit der Materie und Energie, mit dem Leben, dem Raum, mit der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Spürt ihr, wie sie euch durchdringt?«

[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit
 
Zuletzt bearbeitet:
Hyperraum-Cethras Schiff-Aufenthaltsraum-mit Tzun, Nen-Axa und Cethra

Meredith war schon etwas beunruhigt, als Cethra ihre Bedenken in Bezug auf Macht-Übungen auf ihrem Schiff kundtat. In eine Sonne zu stürzen hätte aber auf jeden Fall einen Vorteil: sie wären schnell tot und würden vorher nicht lange leiden. Sie verzog etwas das Gesicht. Solche Gedanken sollte sie gar nicht haben und besser an etwas Schönes denken. Dennoch konnte sie ihre Mitschülerin auch verstehen. Ihr war bewusst, dass man viele schöne Dinge mit der Macht anstellen konnte. Aber sicher gab es auch mindestens genauso viele schreckliche Dinge, die passieren konnten. Nen-Axa bestätigte ihre Bedenken damit, dass er sie ermahnte "Blitzschläge" nicht alleine auszuprobieren. Meredith runzelte die Stirn. Wozu sollte sie sowas denn überhaupt brauchen? Da erschienen ihr ihre ersten Übungen mit ihrem Meister und Jilti wesentlich praktischer. Die Erklärung zur Evolution ihres Meisters liess sie dann wieder hellhörig werden.

Ihr meint also, dass die Erfahrungen die wir machen, sich in unseren Genen verewigen? Glaubt ihr denn, dass sich eure Gene schon durch eure Ausbildung zum Jedi verändert haben? Ich glaube, als Jedi erlebt man ziemlich viel.

Fragte sie neugierig, ehe Nen-Axa seine Einstellung zum Thema Genetik zum Besten gab. Meredith verstand seinen Standpunkt gut. Die Salz-Intolleranz war schließlich keine Krankheit, die nur ihn befallen hatte. Die Natur hatte seiner ganzen Spezies einen einmaligen und genialen Weg eröffnet, in einer für die meisten anderen Lebensformen lebensfeindlichen Umgebung zu gedeihen. Und das war etwas, dass sie eigentlich wunderschön fand. Aber sie fand sowieso immer Dinge schön, die andere nicht nachempfinden konnten. Als Cethra's Meister sie nun alle bat, es sich bequem zu machen, gesellte sie sich zu ihm auf den Boden. Die Kälte des Bodens würde sie hoffentlich vom Einschlafen abhalten. Das Mädchen schloss nun die Augen und folgte dem, was der Jedi sagte. Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht, da sich seine Worte beinahe genauso anhörten wie die ihres kushibanischen Freundes. Nur, dass sie jetzt daran glaubte, etwas erreichen zu können. Es war nicht mehr diese "Spielen-wir-halt-mal-es-passert-ja-eh-nix"-Einstellung, die sie da noch hatte. Ob das der Grund war oder es doch an ihrer Müdigkeit lag, konnte sie nicht sagen. Zum einen fiel es ihr diesmal gar nicht schwer, ihre Gedanken zum schweigen zu bringen. Sie schienen sogar nur auf so etwas gewartet zu haben und eine unbeschreibliche Ruhe erfüllte sie. Es erschien Meredith wie eine Oase nach der Aufregung der letzten Zeit. Es war ihr sogar egal, dass sie unter Beobachtung stand und sie nahm die Stimme des Arconiers eigentlich nur am Rande wahr. Zum anderen passierte dann etwas merkwürdiges. Wenn Nen-Axa vorher Anweisungen gab, schien es nun so, als würde er kommentieren was gerade geschehen war. Oder war es ihre Zeitwahrnehmung, die sich verschoben hatte? In ihrer Wahrnehmung hinkte der Mann auf jeden Fall hinterher, anstatt sie zu führen. Lediglich der letzte Satz des Jedi schien wieder mit ihrem Zeitgefühl synchronisiert zu sein und sie begann wieder, sich selbst zu beobachten. Etwas, dass sie sowieso gerne tat. Sie fühlte sich irgendwie wacher. Lag es am Tee, den sie getrunken hatte oder an der Trance, in der sie sich befand? Sie wusste es nicht genau, aber es war ja auch egal. Natürlich fühlte sie auch ihre Atmung und ihren Puls, genau wie bei ihren Versuchen zuvor. Vorher hatte sie sich ab diesem Punkt aber darauf konzentriert, was außerhalb lag. Der Stein, die Schachtel und leider auch das Lichtschwert ihres Meisters. Zu fühlen, was sich noch durch ihren Körper bewegte, war schwierig. So als wollte man in einer Disco das Summen einer Biene hören. Meredith's Atem wurde deswegen unbewusst auch leiser, flacher, damit sie besser "hinhören" konnte. Nach einer Weile konnte sie tatsächlich etwas ausfindig machen. Wie ein zusätzlicher Kreislauf, nur langsamer als ihr Puls und langsamer, als ihr Atem. Dafür schien es auf kein Blutgefäß und keine Luftröhre beschränkt zu sein. Es war einfach überall gleichzeitig. Kam von Aussen zu ihr und entstand in ihrem Inneren, um nach Aussen zu wandern. Alles in ihr schien daran beteiligt zu sein, ein harmonisches Zusammenspiel jeder Zelle. Meredith war davon so fasziniert, dass sie garnicht auf die Idee kam, ihre Aufmerksamkeit vielleicht mal wieder nach aussen zu richten.

Hyperraum-Cethras Schiff-Aufenthaltsraum-mit Tzun, Nen-Axa und Cethra
 
Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Sarah und Ty

Er zitterte immernoch am ganzen Leib. Sein Vater hatte ihn einmal erklärt das es im Weltraum kalt war weil sich alle Dunkelheit in der schwärze des Nichts füllte. Jedes Sternsystem war eine Insel der Hoffnung und eine Woge des Lichts. Der Gedanke hatte ihn immer Trost gespendet. Kegan war allerdings keine Insel der Hoffnung gewesen. Es war weniger als das. Kegan war das Ende seines Lebens. Seines wirklichen Lebens. Er hatte seine Eltern verloren. Seine Familie. Er hatte eine neue gefunden. So sehr er Ty und Sarah mochte es konnte nicht das selbe sein. Er schloss die Augen einen moment. Was hatte er den gesehen? Die Wahrheit doch konnte er das Sarah sagen. Eigentlich nicht wenn er ehrlich war. Doch sie hatte die Wahrheit verdient. Doch die ganze Geschichte erzählen. Das konnte er nicht. Er schüttelte den Kopf

"Ich habe den Tod gesehen und die ewige Dunkelheit der Vergangenheit"

sagte er leise. Vielleicht war es besser über alles zu reden doch grade im moment war er dazu nicht in der Lage. Er musste an die Stimme des Siths denken und er war sich sicher das er ihn eines tages wieder sehen würde. Vielleicht war dieses Treffen hervorbestimmt. Er glaubte auch nicht das Sarah ihn wirklich trösten konnte. Es würde nie besser sein. Diese Wunden würde er mit sich tragen solange er lebte. Das stand eindeutig fest. Er schüttelte den Kopf.

"was hat Tys Vater genau getan das du ihn so wenig magst"

Es war keine reine Ablenkung auch wenn Sarah sie als solches Verstehen mochte. Pectron schüttelte den Kopf.

"Wenn alle Wesen im Universum Wesen der Macht sind und von jener durchdrungen. Ist es dann erlaubt trotzdem einige zu hassen weil sie anderen Wesen böses getan haben?"

Er hasste diesen Sith auch wenn er ihn nur einmal gesehen hatte und das über ein Holo. Dennoch hasste er ihn. Konnte er ein Jedi werden obwohl er diesen Hass spürte? Diese Frage sprach er nicht aus.

Hyperraum-StarExplorer- Kinderzimmer- mit Sarah und Ty
 
[Hyperraum, Pelemian Trade Route - Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Alle nahmen gemütlich Platz und setzten sich auf den Boden. Cet fragte sich einen Moment, warum sie sich alle auf die kühlen Deckplatten setzten, ohne eines der Sitzpolster von der Bank zu nehmen, die einfach zu lösen waren. Sie waren sicherlich nicht so an die Kühle auf Raumschiffen gewohnt wie Cet selbst es war. Aber wenn es sie nicht störte war das okay. Selber setzte sie sich auch einfach so auf den Boden, sie merkte gar nicht, dass es kühl war. Sie saß gerne ab und zu einfach so auf dem Boden, sie mochte es die harten Bodenplatten unter sich zu spüren. Man konnte es zwar kaum realistisch gesehen als bequem bezeichnen, aber dennoch fand sie gerade das als gemütlich bei Zeiten. So auch jetzt. Es war dermaßen viel geschehen, dass es ihr wie ein ganzer Monat vorkam, dass sie mit ihrem Schiff geflogen war, nicht wie die paar Tage, die es eigentlich waren.

Ebenso wie Meredith saß Cet ruhig da. Freilich konnte man nicht sehen, dass sie ihre Augen schloß, da ihr diese ja fehlten. Und für einen Moment saß sie auch einfach nur da und beobachtete ihre Umgebung. Da vor ihr waren Nen-Axa und Tzun Suz, die jedi Ritter, tief in der Macht verwurzelt und mit stark ausgeprägter Präsenz. Und so unterschiedlich sie als Individuen auch waren erkannte Cethra, je länger sie mit ihnen zusammen war, dass es da eine ganz spezielle Ausprägung war. Sie konnte es nicht genau benennen, konnte nicht sagen, wo es her kam, aber sie war ja nicht auf den Kopf gefallen. So leitete sie für sich selbst ab, dass dies wohl eine Form war, in der sich die Hingezogenheit zur Hellen Seite der Macht ausdrückte. Das würde auch erklären, warum diese andere Seite, auch so anders gewirkt hatte, als die Verbindung zur Macht von anderen Gefühlen geknüpft worden war.

Neben ihr war Meredith. Ihre Aura an sich war schon etwas besonderes und einzigartiges. Aber sie schien sich nun zu konzentrieren, auf sich selbst und nichts anderes. Ihre Aura änderte sich langsam, ganz langsam, und schloss sich um sie selbst. So als schien sie in sich selbst und einer Blase der Macht zu ruhen, in der nur sie das Universum war. Das beeindruckte Cethra. Es machte so einen friedlichen und weichen Eindruck...

Beinahe unbewusst berührte Cethra die Aura ihrer Mit-Padawan ganz sanft. Sie beobachtete die Fäden, die von ihr selbst ausgingen, genauso wie ihre Umgebung. Meredith, Nen-Axa, Tzun Suz. Der Frachtraum, das Cockpit...das ganze Schiff. Und dahinter: Samtene Stille. Eine Dimension stiller als das leere All. Keine weiteren Lebewesen. Wahrlich ein Ort, an dem man in sich hinein horchen konnte. Cet löste die fragile, Oberflächliche Verbindung zur Aura Merediths und mit einem mal ließ sie sich fallen, in sanfte, warme Passivität. Sie wusste nicht, ob sich ihr Körper auch hatte fallen lassen und sie lag, aber die Welt um sich herum, das Schiff, die anderen, nahm sie nur noch wie aus der ferne, wie mit einem anderen Gesicht, wahr. Es war alles noch da, aber für den Moment war da nichts, was sie interessierte. Viel spannender war da sie selbst. Sie konnte sich selbst plötzlich so gut erkennen wie noch nie. Physische Spiegel hatten praktisch keinen Nutzen für sie, da sie durch diese, wie alle tote Materie, hindurch 'sehen' konnte. Einer der Gründe, warum sie ihr Haar kurz trug. Doch jetzt. Sie nahm ihren Körper deutlicher wahr als je zuvor. Sie spürte nicht nur ihre Atmung und ihren Pulsschlag, sie 'sah' es regelrecht. Und die Macht, wie sie durch sie selbst floß, ihre Aura formte und ein Teil ihrer selbst war. War es das, was Nen-Axa beschrieben hatte? Tatsächlich interessierte sie auch das Momentan nicht, schob die Fragen genauso in den Hintergrund wie das Summen des Schiffes. Sie genoss einfach dieses allumfassende Gefühl für sich selbst zu haben, für ihre biologische Seite und die Energie, die zwischen jeder einzelnen Zelle pulsierte, und war so entspannt wie nie zuvor.

Ohne dass es ihr bewusst war (sie saß tatsächlich noch aufrecht), begann sich ein Lächeln auf ihre Lippen zu stehlen.

[Hyperraum, Pelemian Trade Route - Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa
 
Hyperraum-StarExplorer- Sahras Zimmer- mit Pec

Sahra konnte spüren, wie der Junge mit sich selbst rang. Er war noch nicht wirklich bereit zu sprechen. Statt dessen sprach er nur den Tod- vermutlich den seiner Eltern- und die Dunkelheit der Vergangenheit an. Schwere Worte für einen kleinen Jungen.

"Ich sag dir das jetzt nicht besonders gern, Pectorn. Aber du musst lernen, loszulassen. Wenn sich deine Gedanken immer nur um den Tod deiner Eltern drehen, bestimmt dieses Ereignis den Rest deines Lebens. Und wenn du wirklich vorhast, die Ausbildung zum Jedi anzutreten, sag ich dir auch, dass der Schuss so nach Hinten losgeht. Deine gegenwärtige Einstellung würde dich unter dem besten Lehrer direkt zur dunklen Seite führen. Du kannst an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Es ist vorbei. Akzeptiere es und lass es los. "

Sie lies ihre Worte wirken, auch wenn sie wusste, dass sie auf den Jungen wie eine Ohrfeige wirken mussten. Aber manchmal war eine Ohrfeige genau das was es brauchte, um Leute wieder zur Vernunft zu bringen. Und weil es in den Augen nichts Schlimmeres gab, als Kritik ohne Lösungsvorschlag, gab sie dem Kind noch einen Tipp:

"Achte auf deine Gedanken, Pec. Sei dich ihrer bewusst und beobachte sie genau. Es gibt sicher auch schöne Dinge, an die du dich erinnern kannst. Vor dem Unfall. Immer wenn du merkst, dass sich Bilder des Absturzes in deine Gedanken schleichen, konzentriere dich bewusst auf eine schöne Erinnerung. Stell dir die schöne Situation genau vor. Was du gesehen hast. Was du gefühlt, gerochen, gehört hast. Und was noch viel wichtiger ist: geniesse die Gegenwart und freue dich auf die Zukunft. Zum Beispiel kannst du dich jetzt darüber freuen, dass du bei mir im Zimmer schlafen darfst. Das ist etwas besonderes!"

sagte sie grinsend und hielt die Decke hoch, damit Pectorn darunter krabbeln konnte. Die nächste Frage, die der Junge stellte, lies sie jedoch innehalten.

"Ty´s Vater lies mich im Stich, als ich ihn am meisten brauchte. Er verfiel der dunklen Seite und wurde zum Sith. Am selben Tag, als ich ihm von Ty erzählt habe. So wurde er eine Bedrohung. Nicht nur für mich und Ty, sondern für jeden in der Galaxie. Und das spricht beide Teile in mir an. Die Mutter, die sich um die Sicherheit ihres Kindes sorgt und die Jedi, die die Bevölkerung vor den dunklen Machenschaften der Sith beschützen sollte. "

Für eine Sekunde schien Schmerz in ihrem Gesicht aufzublitzen. Doch war dieser Schmerz genauso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Statt dessen konzentrierte sich die Jedi auf die nächste Frage des Jungen.

" Ein Jedi ist stehts bemüht, seine Gefühle zu beherrschen. Du hast vorhin selbst bemerkt, zu was Reaktionen, die aus Gefühlen entstehen, führen können. Du und Ty, ihr wart beide sehr unglücklich. Ty hat aus Eifersucht heraus gehandelt , ohne darüber nachzudenken oder sich der Folgen bewusst zu sein. Wenn man hasst, ist es genauso leicht, einfach zu handeln ohne sich vorher die Folgen klar zu machen. Das ist ein Teil der dunklen Seite. Man handelt eigentlich nur noch, um die eigenen Gefühle zu befriedigen. Das andere Wesen- zum Beispiel kleine Jungen- dabei alles verlieren, ist einem dann total egal. Da du das am eigenen Leib zu spüren bekommen hast, solltest gerade du dich nicht auf solche Gefühle einlassen. In Ordnung?"

Ein Blick auf das Chrono lies sie beinahe erschrocken aufspringen. Sie lächelte Pec freundlich an und dimmte das Licht runter, so dass es beinahe ganz dunkel im Raum war.

"Alle anderen Fragen beantworte ich dir morgen. Jetzt solltest du dringend schlafen!. Ty is ein Frühaufsteher, da kann man das mit dem Ausschlafen vergessen. Schlaf gut Pectorn."

Die Jedi kletterte in das obere Bett und kam sich dabei reichlich merkwürdig vor. Früher, als sie etwa in dem Alter der Jungs war, hatte sie sich mit Firedevs immer darum gestritten, wer denn oben schlafen durfte. Jetzt war sie selber Mutter. Die Zeit verging viel zu schnell. Ihre Gedanken kehrten in die Gegenwart zurück, zu dem Kind voller Angst und Zweifel, das unter ihr im Bett lag. Sie schloss die Augen und überflutete den Jungen mit ihre Ruhe und Gefühlen des Friedens und der Behaglichkeit. Zumindest diese Nacht würde kein Alptraum seinen Schlaf stören und er würde sich bis zum Morgen erholen können.

Hyperraum-StarExplorer-Sahras Zimmer-mit Pec

( Op: Weiter auf Lianna)
 
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Hyperraum- StarExplorer- Ty´s Zimmer- allein

Der Rest der Nacht verlief ruhig, so dass er am nächsten Morgen einen Moment zweifelte, dass sie jetzt wirklich zu dritt waren. Er lehnte sich aus seinem Hochbett heraus, um in das Bett unter ihm zu spähen. Doch es war leer, genauso wie an den Tagen davor. Ty runzelte die Stirn und stieg die schmale Leiter runter. War alles vielleicht doch nur ein Traum gewesen? Traum! Nein, er hatte es nicht nur geträumt!Aber das, was er geträumt hatte, war sehr merkwürdig gewesen. Barfuss tapste er rüber in Zimmer seiner Mutter. Dort lag Pec in dem Bett, in dem sie sonst lag. Er krabbelte die Leiter hoch und unter die Decke seiner Mutter. Es war ihm nur recht, wenn sie dadurch aufwachte.

"Du, Mom?"

flüsterte er leise direkt neben ihrem Ohr.

"Mom, ich hab Pec´s Absturz gesehen. Ich meine, ich war da! Ich hab ihn und seine Eltern gesehen! Und auch , wie er seinen Vater begraben hat. Und wie seine Mutter starb. Er hat sich noch um sie gekümmert, bis sie starb."

er musste aufhören zu reden, denn er bekam plötzlich Halsweh und ihm stiegen Tränen in die Augen.

"Glaubst du, dass das nur ein Traum war? Kann uns das auch passieren?"

fragte er heiser, bevor er schluchzte. Armer, armer Pec.

Hyperraum-StarExplorer-Sahras`Zimmer - mit Sahra und Pec
 
{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith

Augenscheinlich war Tzuns Versuch etwas die Sorgen von Cethra zu lindern nicht so durchdacht wie er es gehofft hatte, Nen-Axa unterstützte seine Worte noch mit seinen eigenen Ausführungen, in denen er seine Worte als schlimmsten Fall beschrieb und ein Beispiel mit dem Nutzen eines Blasters brachte: Wenn man sich an gewisse Regeln hielt und das Gefahrenpotenzial minimierte würde niemand zu schaden kommen. Er lobte dazu noch Cethra, weil diese sich Gedanken gemacht hatte über die Folgen der Übungen.
Ebenso gab er noch seine Meinung zur Genetik ab, Tzun stimmte dem anderem Jedi-Ritter geistig zu, dass die Genetik ein interessantes Feld war, ebenso hatte er aber auch Recht das es, wie bei jeder Form der Veränderung und der Technologie, Risiken gab die zu Katastrophen führen konnten. Das Problem mit der Machtsensitivität von Klonen war wirklich....interessant. Tzun überlegte innerlich eines Tages einmal dies genauer zu untersuchen, wenn er die Möglichkeiten dazu besaß und er auch die Zeit hatte ausgiebige Studien durchzuführen. Der Kaminoaner nickte und stellte seine Teetasse zur Seite, als Nen-Axa den Padawanen nun einige Übungen beibringen wollte. Kurz schmunzelte er, weil Nen-Axa ihnen noch erklärte, dass sie nicht so bequem sitzen sollten um einzuschlafen. Tzun legte seine Beine übereinander in einen Schneidersitz und ließ sich auf dem Boden nieder, bevor er Meredith warm anlächelte. Ihre Frage zur Genetik fand er etwas....nun naiv und er nahm sich vor ihr das einmal zu Erklären in der Zukunft, doch jetzt war er gespannt wie es mit der Meditation klappen würde. Bisher hatte sie in dieser Hinsicht ein gewisses Talent gezeigt und er war nun gespannt wie sicher sie sich fühlte, in der Gegenwart anderer zu meditieren.

Er schloss seine Augen und begann sich in zu beruhigen, ohne nennenswerte Anstrengung schaffte er es seinen Geist zu leeren und sich für die Macht zu öffnen. Er spürte die anderen Anwesenden noch intensiver als schon die ganze Zeit, ihre eigenen Verbindungen zur Macht, ihre Auren, ihre Gefühlslage. Meredith strahlte eine tiefe Ruhe aus, ihr Wesen war nach Innen gerichtet und sie schien ihre aktuelle Situation zu faszinieren, soweit er dies sich zusammenreimen konnte. Cethra indes war eher extrovertiert, wo Meredith introvertiert war. Sie schien das sie umgebende zu erforschen und zu untersuchen, er spürte die Freude die von ihr ausging. Die beiden Padawane besaßen ein wirkliche gigantisches Potenzial! Kurz hob Tzun seine Hände und ließ die Tassen von sich und Meredith langsam auf den Boden vor den beiden Padawanen schweben. Als die Tassen mit einem leisem "klink" auf dem Boden auflandeten begann er leise aber verständlich zu sprechen.


"Ihr spürt nun die Macht wie sie euch durchfließt. Ihr seid ein Teil der Macht, wie die Macht ein Teil von euch ist. Als Jedi haben wir eine Gabe die nicht viele haben, wir können die Macht nutzen. Versucht diese Tassen die vor euch stehen zu erkennen, fühlt das Material aus denen sie bestehen. Fühlt ihr Gewicht, ihre Beschaffenheit, das Getränk das in Ihnen sich befindet. Wenn ihr euch so weit fühlt so möchte ich euch bitten, eure Verbindung zur Macht zu nutzen und die Tassen schweben zu lassen. Fühlt wie sich die Macht um sie schließen wird, wie die Schwerkraft keine Auswirkung haben wird, fühlt wie allein euer Wille und die Macht es schaffen werden dies zu bewerkstelligen."

erklärte er mit ruhiger Stimme und tastete Vorsichtig nach den Auren der beiden Padawanen. Er war sich etwas unschlüssig ob er in die Richtigen Worte zusammengefasst hatte, was die beiden jungen Frauen tun sollten und hoffte dass sie dies bewerkstelligen würden. Gespannt wartete er auf Reaktionen der Tassen und, vorallem, seiner Padawan.

{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith
 
[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit

Die Versuchung war groß, sich ebenfalls der Ruhe hinzugeben, in die Nen-Axa die beiden jungen Frauen zu leiten versuchte. Er liebte sie, diese körperliche und geistige Gelassenheit, die mit der Meditation einherging. Alle Sorgen und Nöte für ein paar Minuten oder Stunden (oder, wie auf Ilum, sogar für Tage) zu vergessen, sich nur noch auf das Innere und die zugleich mächtigen und suptilen Ströme der Macht zu konzentrieren, kam ihm paradiesisch vor. Er hatte Verständnis für Jedi, die sich als Einsiedler zurückzogen, um sich ganz der Suche nach der inneren Mitte und der Klarheit zu widmen, die man auf diese Weise erlangen konnte. Doch das war etwas für Alte. Für diejenigen, die nach Kräften ihren Teil für den Orden und die Republik geleistet hatten. Von jungen Jedi wurde mehr Tatkraft erwartet, mehr Bezug zu den Problemen anderer und der gesamten Galaxis - denn der Orden war bestrebt, die gegen diese anzugehen. Der Arcona war sich seiner Verpflichtungen bewusst und befand sie nicht als Last, auch wenn sie nicht immer einfach waren. Jetzt verlangten seine Pflichten von ihm, sich nicht völlig in Trance zu versenkten, sondern einen Teil seiner Aufmerksamkeit weiter auf das Geschehen im Schiff zu richten. Er stieß gerade bis zu dem Punkt vor, an dem seine weltlichen Sinne und die Wahrnehmungen, die die Macht ihm ermöglichte, sich ungefähr die Waage hielten. Versunken genug, um zu beobachten, was mit Cethra und Meredith vorging; wach genug, um sie anzuleiten, und um einzugreifen, falls etwas schiefgehen sollte. Das hatten er und Tzun Suz der Miraluka schließlich versprochen.

Im Moment sah es jedoch nicht danach aus, als würden sie irgendwelche entfesselten Kräfte zurückhalten müssen. Den beiden Padawanen gelang es recht schnell, die Unruhe aus ihren Gedanken zu vertreiben. Sie folgten seiner Anleitung nicht mit den Ohren, sondern mit den Herzen, wie man sagen könnte. Beide schafften es sehr gut, sich selbst zu beruhigen und in die entspannte Stimmung einzutauchen, in der sich die Verbindung zwischen einem Jedi und der Macht besonders stark manifestierte. Natürlich erreichten sie vorerst nur den Rand davon; sie standen schließlich noch ganz am Anfang ihrer Ausbildung. Erst jahrelange Studien, Übungen und Erkenntnisse würden es ihnen ermöglichen, tiefer einzutauchen, und trotzdem würden sie vielleicht niemals den Grund, den wahren Kern erreichen, wie es kaum einem vergönnt war. Vielleicht keinem. Aber sie waren auf dem richtigen Weg, sie begannen ihr Potential zu nutzen - das war alles was zählte.

Auch Jediritter Suz erkannte, dass die Mädchen die richtige Stimmung erreichten, um fortzufahren. Sanft und in unausgesprochenem Einvernehmen mit Nen-Axa übernahm der Kaminoaner an dieser Stelle die Leitung der Übung. Er begann mit einer kleinen Demonstration dessen, was sie erreichen wollten, indem er selbst zwei Tassen levitierte und vor den beiden Padawanen abstellte. Dann wies er sie an, sich auf die Tassen zu konzentrieren, sich so gut wie möglich über sie bewusst zu werden, so wie sie es vorher mit ihrer Atmung und ihrem Herzschlag getan hatten. Die gleiche Art von Aufmerksamkeit, aber auf ein Objekt außerhalb ihres Körpers bezogen - der Arcona war gespannt, ob das beiden auf Anhieb gelingen würde, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Jedenfalls würde Cethra wohl keine großen Schwierigkeiten dabei haben, das Geschirr mit der Macht zu betrachten; sie kannte es gar nicht anders; aber das hieß noch nicht zwangsläufig, dass es ihr auch gelingen würde, es zu manipulieren. Er war jedoch zuversichtlich: Es war für sie nicht die erste Levitationsübung, und soweit er das beurteien konnte, befanden sie und auch Meredith sich in der passenden geistigen Verfassung, um die Aufgabe zu meistern.

Auch Nen-Axa konzentrierte sich auf die Tassen. Ebenso wie es von den Padawanen erwartet wurde, begann auch er damit, sich über ihre Beschaffenheit, ihr ›Wesen‹, klarzuwerden. Nicht nur über ihre physikalische Beschaffenheit, sondern auch über so abstrakte Fragen wie die, welchem Zweck sie dienten, mit welcher Intention sie hergestellt worden waren, woher sie kamen und was wohl einst aus ihnen werden mochte. Ganz sanft streckte er ebenfalls seine mentalen Finger nach den Trinkgefäßen aus. Er wollte sie nicht manipulieren, noch nicht - das war die Aufgabe der Frauen. Er hielt sich nur bereit. Denn bei Übungen dieser Art konnte es leicht passieren, dass die Trainingsobjekte herunterfielen, wenn die geistige Anstrengung zu groß wurde und die Konzentration der Padawane nachließ. Der Arcona hielt sozusagen im Geiste seine Hände unter die Tassen, um sie im Bedarfsfall aufzufangen. Es sollte ja nichts zu Bruch gehen.

[Hyperraum | von Lianna nach Ruusan | Cethra Jaynes MC18 | Aufenthaltsraum] Nen-Axa, Tzun Suz; Cethra Jayne und Meredith Clay im Cockpit
 
|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ etwas entfernt Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner

Warme Luft ließ das Zeltdach leicht flattern, während sich die ehemalige Sith den Schlaf aus den Augen rieb. Ein weiterer Morgen, der sie nach den Stunden des Redens am Vortag begrüßte. Die Muskeln, denen eine gewisse Entlastung angediehen werden musste, erhielten die angemessene Aufmerksamkeit indem sich Karyn streckte und ihre Arme und Beine dehnte. Ein Gefühl der Entspannung stellte sich ein, doch nur für kurze Zeit. Es gab in dieser Welt keine Zeit für Muße. Das Fehlen jeglicher Technik veranlasste Lebewesen viel Zeit in Aufgaben zu stecken, die in der normalen Welt nicht einmal einen zweiten Gedanken wert waren. Nichtsdestotrotz gab es nicht so viel zu tun, wie es vielleicht unter anderen Umständen der Fall gewesen wäre. Der muskulösen Frau blieb nicht viel Zeit ihre Geschäfte zu erledigen, denn sie würde bald wieder Besuch bekommen. Die Frau und der Mann würden sich zu ihr setzen und sich ihre Geschichte anhören. Während die 29-Jährige über den nächsten Hügel trottete um unweit ihres Lagers eine Stelle für ihre Notdurft zu suchen, ließ sie ihre Gedanken frei umherschweifen. Sie hatte sich mit dieser Sache einverstanden erklärt und sich freiwillig darauf eingelassen. Doch mittlerweile wusste sie nicht mehr ob das alles eigentlich Sinn machte? Der Besuch kam, woraufhin sie redete und redete womit sie ihre Geschichte an den Mann, bzw. an die Frau brachte …und dann?

Was konnte sie sich erhoffen von der mysteriösen, befremdlichen Machtnutzerin? Von dieser "obersten Schamanin", wenn er diese Bezeichnung von dem Menschen Miron richtig mitbekommen hatte? Es war wirklich die große Frage. Was konnte sie ihr schon geben? Irgendwie kam es ihr so vor, als hätte sie ein langgezogenes, verzerrtes Déjà-vu. Nicht nur, dass sie erneut einer Fremden ihre Lebensgeschichte erzählte, nein, wieder war es jemand, der so ganz anders war als sie. Und auch jemand der die Macht stets anders verwendet und wahrgenommen hatte. Zumindest ging sie davon aus. Besonders ausführlich hatten sie sich noch nicht über die Macht unterhalten, bzw. die Unterschiede, die zwischen ihrer Wahrnehmung dieses Phänomens herrschte. Aber ihre Situation war auch in anderer Hinsicht ähnlich. Wobei sich dies vielleicht aus den ganzen anderen Eigenheiten dieses Zusammenseins ergab. So wie auch Chesara, wusste Shee’ra nicht so wirklich wie genau sie ihr helfen sollte. Es war erneut ein vages Experiment, bei dem das Endergebnis noch nicht feststand. Und genauso wie damals hatte sie sich darauf eingelassen. War die Jedi damals erfolgreich gewesen? Wenn man schaute, wo sie sich nun gerade befand, konnte man nicht unbedingt von einem Scheitern oder Versagen sprechen.

Nachdem die Grauhaarige zu ihrer Lagerstelle zurückgekehrt war, machte sie ihre fünf Handgriffe um etwas aufzuräumen. Ja, die ganze Geschichte war äußerst … ungewöhnlich, doch außergewöhnliche Umstände, erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. Und neben der Sache mit ihren Problemen gab es auch noch diese Einheimischen. Und den Menschen der bei ihnen lebte. Es gab noch so viele Fragen die sie selbst auch stellen wollte, da waren Fragen an Miron nur die offensichtlichsten. Sie wusste bis jetzt nicht gerade viel von ihm, doch er musste eine gewisse Stärke haben um überlebt zu haben. Wie hatte er es geschafft von den Primitiven nicht einfach getötet zu werden? Waren sie so entwickelt, dass sie sich von einem einzelnen Fremden nicht bedroht fühlten, auch wenn dies die natürlichste aller Reaktionen war? Möglicherweise ergab sich ja noch die Gelegenheit mehr über ihn zu erfahren. Inwiefern dies heute zu bewerkstelligen war, ließ sich nur vage schätzen. Jedenfalls wurde es Zeit, denn die ehemalige Schwester des dunklen Ordens spürte eine mittlerweile bekannte Aura und wandte sich den Besuchern zu, die sich gemäßigt über die Ebene bewegten um sich einem neuen Tag und den in ihm befindlichen Geschichten zu stellen. Karyn war bemüht erneut eine gewisse diplomatische Grundebene aufrecht zu erhalten und begrüßte in der einheimischen Sprache.


"Shia’ta"

"Shia’ta" , entgegnete die Schamanin mit einem würdevollen Nicken. Der Blick des weiblichen Eindringlings heftete sich auf den Mann mit dem Namen Miron.

"Hallo Miron. Willkommen zurück." Während sie mit nicht geringer Belustigung ein überraschtes Zusammenzucken bei dem Mann erkannte, wandte sie sich wieder der scheinbar wichtigeren Person zu.

"Wollen wir gleich fortfahren?" Nach einem kurzen Austausch antwortete Miron pflichtbewusst in seiner Rolle des Übersetzers.

"Gerne."

Mit einem angedeuteten Lächeln ließ sich Karyn einfach auf der Erde nieder und ohne großen Widerspruch taten es ihr die beiden nach. Die Wächter die sie mitgebracht hatten, hielten einen mehr als genügenden Respektabstand. Nun, ihr konnte es nur Recht sein. Während sie die neugierig musternden Blicke des Mannes auf sich spürte, überlegte sich die Ex-Sith einen Einstieg in die Geschichte, die gestern ihr zwischenzeitliches Ende gefunden hatte.

"So, also nachdem ich nun meinen zukünftigen Weg vor mir liegen sah, unternahm ich die Reise zur Zentralwelt des Imperiums um mich dort den Sith anzuschließen ..."
So berichtete sie von ihrer Ankunft mit einem Linienflug. Von der kleinen Aufregung weil man dort die Exekution eines hohen Amtsträgers anberaumt hatte. Doch dies hatte sie damals nur am Rande tangiert. Für sie hatte es nur ein Ziel gegeben. Sith – Tempel. Dort war sie zum ersten Mal in die direkte und überwältigende Gegenwart der dunklen Seite der Macht gelangt. Wie fremd alles gewesen war. Die Neugier, die gleichzeitig mit der Ehrfurcht und dem Unbehagen gerungen hatte. Schließlich hatte sie ihre Schritte zum Wächter des Ordens geführt. Zum ehemaligen Wächter. Charon war nicht mehr. Getötet von ihrem eigenen Meister … Ex – Meister. Dem heutigen Imperator. Nun, wie auch immer, sie hatte sich dem alten Sith gestellt und ihr Anliegen vorgetragen. Sie fragte sich wie viele Begehren er im Laufe seines Lebens gehört haben mochte. Wie gering musste der Teil derjenigen gewesen sein, die wahrlich die Aufmerksamkeit des Wächters wert gewesen waren. Selbst sie gehörte zu diesen Unwürdigen, wenn man es aus der Perspektive der Sith betrachtete. Dort hatte sie sich kurzzeitig beweisen müssen, doch diese Prüfung ohne große Probleme überstanden. Kaum für würdig befunden, hatte sie sich in die Ausbildung geworfen und ihre ersten Schritte unternommen. Wenn sie sich richtig erinnerte war sie gleich damals mit Revan in Kontakt gekommen. Einst einer ihrer ältesten, bzw. längsten Weggefährten.

Tja, sie hatte angefangen zu ahnen welche Dunkelheit in ihr steckte und welches Rachepotential. Heute wusste sie vieles besser. Zum Beispiel wie nützlich sie den Wissenden und Mächtigen gewesen sein musste. Ein Werkzeug, das man nur auf den Feind richten musste, und das dann von ganz alleine seine, bzw. ihre Arbeit erledigte. Nicht lange nach ihrer Ankunft war sie bereits auf ihre erste Mission geschickt worden. Ihre Gier sich an der Republik auszutoben hatte sie völlig blind getrieben. Karyn erkannte den Widerspruch, das Entsetzen bei Miron, der sich aber zu keiner verbalen Reaktion hinreißen ließ, ganz gleich wie sehr es in ihm brodelte. Es interessierte sie sehr, was es mit ihm auf sich hatte, doch momentan ergab sich keine Möglichkeit mehr herauszufinden. Sie berichtete einfach weiter. Die Reise mit dem kapitalen Schiff zum Zielsystem, das sie auf Belgaroth absetzte wo sich die Sith sofort auf die Suche nach den Jedi begaben. Sie war damals relativ schnell von den anderen getrennt worden, sie konnte sich gar nicht mehr erinnern warum, aber es war geschehen. Ihr erster Kampf mit dem Feind, dem Schüler Dengar. Nachdem sich beide ziemlich übel zugerichtet hatten, war die arrogante und selbstherrliche Sarid Horn aufgetaucht und hatte sie bezwungen. Lange hatte sie Karyn dafür verachtet, damals auch noch als sie mit Chesara gesprochen hatte, dafür sie nicht einfach erschlagen zu haben.

Hätte diese so gehandelt wäre sie allerdings heute nicht hier. Insofern war es ja vielleicht doch das Richtige gewesen. Vielleicht hatte die Macht die Hand der Rätin aus einem Grund zurückgehalten. Darüber konnte man natürlich spekulieren wie man wollte, es war geschehen wie es geschehen war. Der Tod einer Kriegerin war ihr verwehrt worden. Dafür das Leben einer Kämpferin geschenkt bekommen, die ihre Freiheit erlangt hatte, obwohl sie dabei ihre Seele im Fegefeuer hatte lodern lassen müssen. Dort hatte sie Skye zum ersten Mal getroffen ihre erste Freundin bei den Sith. Und das obwohl sich das damals noch nicht zwangsläufig abgezeichnet hatte. Schwer verwundet, wie damals eigentlich immer, waren sie zur Hauptwelt zurückgekehrt, wo sie Marrac’khar bereits erwartet hatte. Er musste von ihr aus irgendeinem Grund erfahren haben, und irgendetwas gesehen haben. Sie wusste nicht was und warum, aber er hatte sich ihrer angenommen. Er hatte ihr die Wege der Macht und die der dunklen Seite näher gebracht und sie stärker gemacht. Schon bald darauf hatte man sie auf die nächste Mission geschickt. Diesmal war das Ziel Yag’Dhul gewesen und es war eine etwas größere Operation gewesen. Eine, die beim militärischen Feldzug eine wichtige Rolle gespielt hatte, weil es um Bacta gegangen war. Dort war sie erneut auf Jedi gestoßen, diesmal aber ganz direkt, im Pulk mit allen anderen. Auch hier war Revan wieder dabei gewesen.

Die kleine Twi’lek, Mara Jade, Ulic Katarn, Tomm Lucas, der Wookie, ihnen allen war sie dort zum ersten Mal begegnet. Wieder hatte sie mit allem Hass gekämpft, erst gegen Mara Jade, dann gegen die Twi’lek und gegen Ulic Katarn. Nachdem sie sich zwischenzeitlich aus dem Kampf zurückgezogen hatte, war sie noch einer seltsamen weiteren Jedi begegnet, deren Namen sie nie erfahren und die sie nie wiedergesehen hatte. Am Ende hatten sie die Jedi zwar nicht besiegt, aber dafür hatten sie ihnen den Zugriff zum Bacta verwehrt. Auch dieses Mal hatte sie sich ohne Rücksicht auf Verluste ins Getümmel geschmissen und hatte diverse Verletzungen davongetragen. Ja, damals war ihr alles egal gewesen, wenn sie von ihren Wunden verendet hätte, dann wäre es ebenso gewesen. Und wieder waren sie zurückgekehrt. Von ihrem Noghri – Meister war sie weiter ausgebildet worden und hatte weiter Macht und Fähigkeiten angesammelt. Doch dies hatten sie nicht auf Bastion getan, sondern auf Kast, wo ihr Ex – Meister seinen eigenen, hübschen Tempel aufgebaut hatte, bzw. aufbauen lassen. So war sie also tiefer in die Dunkelheit gestiegen. Lediglich unterbrochen von einer weiteren Mission. Diesmal war sie zurückgekehrt … nach Nar Shaddaa. Zwei machtsensitive Schwestern waren entdeckt worden, und irgendjemand war der Meinung gewesen, es wäre eine gute Idee, sie für die Sith zu gewinnen. Dort hatte sie sich ausgekannt, und Kontakte und Verbindungen gehabt.

In gewisser Weise hatte sie sogar teilweise die Mission angeführt. Auch hier waren wieder Jedi mit ihm Spiel gewesen, wie eigentlich immer. Nachdem das Sith Team den beiden Schwestern eine Weile gefolgt war, hatten sie sie schließlich zum ersten Mal gestellt, bzw. waren von den Jedi aufgehalten worden. Sie war dort alten Bekannten begegnet. Tomm Lucas und seinen Padawanen. Sie waren aufgehalten worden. Doch sie hatten nicht so schnell aufgegeben. Auf einem nahegelegenen Dach hatten sie die Schwestern erneut gestellt, und beide Gruppen hatten erneut gegenüber gestanden. Erst dort waren schließlich alle Puzzleteile zusammengesetzt worden. Die beiden Schwestern Nekki und … die andere waren die Schwestern eines Jedi – Padawan namens Vorin. Nachdem diese die Möglichkeit gehabt hatten miteinander zu sprechen, waren die Chancen der Sith in einem schwarzen Loch verschwunden. Diese besondere Jokerkarte hatten sie nicht kommen sehen können und waren gescheitert. Gegen Familienbande konnten sie nichts ausrichten. Doch am Ende hatte ihr Ex – Meister dafür gesorgt dass niemand siegreich aus dem Konflikt entkam, er hatte eines der Mädchen für alle anderen völlig überraschend getötet. Den vermeintlichen Sieg der Jedi in eine Katastrophe verwandelt. Und er hatte geholfen einen Padawan nahe an die dunkle Seite der Macht zu bringen. Dann war …


"Ihr Sith seid nichts anderes als barbarische Monster!" , wurde sie plötzlich von einem mehr als aufgebrachten Miron unterbrochen. Was?? Dieser Ausbruch erstaunte beide ihn umgebende Frauen.

"Ein hilfloses Mädchen könnt ihr hinterhältig ermorden aber Jedi nicht bezwingen und auch niemanden der nicht völlig krank oder verzweifelt ist von euren Lehren überzeugen. Wie stark ihr doch seid. Einfach nur verachtenswert!"

Karyn bemerkte den strengen Blick der Schamanin, die ja nicht verstanden hatte, was der Mensch ihr an den Kopf geworfen hatte. Die geschulte Machtanwenderin war zu gleichen Teilen überrascht von dieser Reaktion wie sie sie auch erwartet hatte. Schon lange hatte sie starke Emotionen bei dem Mann gespürt. Als wären ihm einige Dinge nicht völlig fremd, bzw. als hätte er ein gewisses Verständnis. Die Abscheu war ein ständiger Begleiter ihrer Worte gewesen, doch sie hatte sich davon nicht ablenken lassen. Nun blieb ihr nichts anderes übrig als sich zu rechtfertigen … oder zumindest Stellung zu beziehen.

"Vielleicht hast Du Recht. Vielleicht sind wir Monster. Ich wurde eines, als ich immer mehr meinem Zorn verfiel. Bis ich sein Sklave war. Doch so sehr Du das alles verabscheuen magst. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keine Unschuldigen getötet. Jedenfalls nicht aus eigenem Antrieb. Dieses Mädchen habe nicht ich getötet, sondern mein damaliger Meister. Diesen Tod kannst Du mir nicht aufbürden, auch wenn Du es gerne würdest."

Das wütende Starren war kaum weniger geworden. Ein abfälliges Schnauben war zu vernehmen.

"Als es diese spezielle junge Frau braucht um sich ein Urteil über Dich zu erlauben. Du hast doch davor schon unzählige Menschen und andere umgebracht. Bei deinen sogenannten "Missionen". Als wenn ein normaler Soldat eine Chance gegen einen Sith hätte."

Die Grauhaarige wusste nicht so genau, was sie darauf entgegnen sollte. Das mochte durchaus stimmen, aber … tja.

"Die wenigsten haben gegen einen ausgebildeten Sith eine Chance. Dazu muss man schon sehr erfahren und oder fähig sein. Doch jeder Soldat weiß worauf er sich einlässt wenn er seinen Dienst antritt. Genauso gut könnte ihn der Tod durch ein Artilleriegeschütz erleiden. Willst du dann das Geschütz dafür verantwortlich machen. Es war … es ist Krieg."

Eine vernichtende Miene wurde ihr entgegengeschleudert.

"Als wenn ich das nicht selbst zu gut wüsste."

Falls er noch etwas sagen wollte, wurde dies durch die scharfen, zwingenden Worte der fast schon vergessenen Gesprächspartnerin unterbunden. Miron wandte sich dieser zu, und ein intensiver Austausch fand statt. Karyn nutzte die kurze Auszeit um einen Moment durch zu atmen. Interessanter hatte sie dieser Meinungsaustausch nicht so aufgebracht, wie sie erwartet hätte. Die Vorwürfe, die Anklagen brachten sie normalerweise ziemlich schnell auf die Palme, doch momentan war sie erstaunlich entspannt und ruhig. Wahrlich interessant. Eventuell hatte sie einen guten Tag erwischt. Was auch immer das bedeuten sollte.

|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner
 
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Hyperraum- Cethras Schiff- Aufenthaltsraum- mit Tzun, Nen-Axa und Cethra

Meredith genoss den Zustand, in dem sie sich gerade befand. Ihre Umgebung war zu etwas total unwichtigem zusammengefallen. Plötzlich bemerkte sie etwas, dass scheinbar von aussen kam. Es kam ihr vor , wie kleine Lichtblitze am Rand ihrer Wahrnehmung. Als würde jemand sie anstupsen oder sowas. Neugierig geworden, lenkte sie ihre Konzentration nun doch nach aussen. Gerade zum richtigen Augenblick, denn ihr Meister forderte sie und Cethra gerade auf, die Tassen schweben zu lassen.

Sofort tauchten Bilder von ihrem letzten Versuch auf und der Schreck darüber katapultierte sie fast aus ihrer Trance. Im letzten Augenblick konnte sie sich abfangen und wieder beruhigen. Nachdem sie sich wieder eine Zeit lang auf sich selbst konzentriert hatte, unternahm sie noch einen Versuch. So schnell gab sie schliesslich nicht auf. Vorsichtiger als zuvor, richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Welt ausserhalb ihrer "sicheren Zone".

Das erste, worauf sie stiess, war etwas lauerndes oder wartendes. Was auch immer es war, es war bedeutend grösser als sie. Grösser und stärker, doch nicht gefährlich und es roch nach Meer. Meredith begriff, dass es sich hierbei um ihren Meister handeln musste, der die ganze Geschichte nur beobachtete.
Als sie sich auf die Tassen konzentrierte, fand sie etwas anderes und dachte für einen Moment, dass es sich dabei wahrscheinlich um Cethra oder ihren Meister handeln musste. Doch so genau konnte sie es nicht sagen.

Statt dessen fixierte sie sich auf die Tasse, die vor ihr auf dem Boden stand. In ihren Gedanken formte sie den Wunsch, die Tasse anzuheben. Jedoch ohne Verbissenheit und auch ohne Zweifel. Sie behandelte den Wunsch so, wie sie vielleicht einen empfindlichen Vogel behandeln würde. Sanft und ruhig, dass er nicht zerbrechen konnte. Irgendwann tauchte doch mal die Frage auf, ob die Tasse sich tatsächlich erhob. Doch nur einen Sekundenbruchteil später wurde diese Frage von Anderen überlagert: Spielte es eine Rolle? War es wichtig, ob die Tasse tatsächlich schwebte? War allein die Vorstellung es nicht wert, genau da zu bleiben, wo sie war? Ein anderer Gedanke kam auf und zog an ihr vorbei: Bring zu Ende, was du angefangen hast. Meredith hinterfragte es nicht und stellte sich statt dessen vor, wie die Tasse wieder auf dem Boden landete. Sicher, ohne dass etwas kaputt ging.

Vor ihr erhob sich zuerst die Tasse, dann die Untertasse. Beides drehte sich ein paar mal, bis sie wieder auf dem Boden landeten.

Als Meredith ihre Augen öffnete, sah sie alles verschwommen. Sie blinzelte zuerst ihren Meister an, dann Nen-Axa und zuletzt Cethra, die ruhig neben ihr sass. Das Mädchen atmete einmal tief durch und wollte sich zuerst mit dem Rücken gegen die kühle Wand des Schiffes lehnen. Leider hatte sie die doofe Schiene an ihrem Flügel vergessen und stiess damit unbequem an. Sie musste das Ding unbedingt loswerden. Dafür hatte der Stoss sie wieder klar im Kopf gemacht und sie sass plötzlich wieder kerzengerade da.

Ist die Tasse geflogen?

fragte sie ihren Meister und sah den Übungsgegenstand skeptisch an. Dass die Tasse noch in einem Stück war, erschien ihr eher als ein Beweis dafür, dass sie sich das alles nur eingebildet hatte. Vielleicht war sie ja doch eingeschlafen und hatte das alles nur geträumt? Müde genug dafür war sie ja gewesen und ein Teil der Müdigkeit war nun auch verschwunden. Auch ein Zeichen für ein kleines Nickerchen , oder?

Ich bin nicht mehr so müde wie vorhin. Ist das normal oder hab ich gepennt?

war ihre nächste Frage, bevor ihr auffiel, dass sie schon wieder hunderte von Fragen stellte. Sie biss sich auf die Unterlippe, um nicht gleich die nächsten rauszuposaunen und ihrem Meister erstmal die Gelegenheit zu geben, auf die bereits gestellten zu antworten.

Hyperraum- Cethras Schiff- Aufenthaltsraum- mit Tzun, Nen-Axa und Cethra
 
[Hyperraum, Pelemian Trade Route - Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Inmitten ihrer Welt, in er sie vollkommen auf sich selbst konzentriert war, nahm sie die Anweisung wahr, die Tassen zu fühlen und zu bewegen. Sie kannte das, sie hatte es mit Nen-Axa bereits zuvor geübt. Mit einer seltsamen, ruhigen Distanz zu allem, dachte sie sich, dass es auch bei dem schmutzigen Kleidungsstück wunderbar funktioniert hatte. Es bereitete ihr absolut keine Schwierigkeiten etwas durch die Macht zu begreifen. Die Übungen, die sie mit ihrem Meister durchgeführt hatte, hatten diese Fähigkeit tatsächlich noch verstärkt. Es war nicht mehr nur so natürlich wie atmen. Es war bewusster.

So griffen ihre geistigen Finger wie dünne Fäden bereits nach einer anderen Tasse und umschlossen sie. Nur ein wenig entfernt schwebte eine Tasse und Untertasse, getragen von Meredith. Sie umschloss ihre eigene Tasse schließlich fester -tasächlich war es die von Tzun Suz- und hob sie an. Langsam und ein wenig instabil begann sie zu schweben. Als sie sich weiter hob fühlte Cet durch die Macht, dass die Tasse instabil wurde, dass noch etwas darin war, dass die Tasse aus dem Gleichgewicht brachte. Aber irgendwie reagierte Cet nicht rechtzeitig und die Tasse kippte. In einem Schwall floss der Tee hinaus. Doch jetzt reagierte sie. Weitere Fäden schossen vor, umschlossen den Tee und hielten ihn auf. Wenigstens für kurz. Cethra fand es unvergleichlich schwerer die amorphe Masse eines Schluckes Tee aufzuhalten. So ließ sie rasch die Tasse unter den Tee wandern, ehe sie die Flüssigkeit fallen ließ. Das alles hatte weniger als zwei Sekunden gedauert.

Danach setzte sie die Tasse ab und begann sich langsam aus sich selbst zurück zu ziehen. Allmählich kehrte sie wieder in die wache Welt zurück, obwohl es für ihre "Sicht" der Dinge nicht viel Unterschied machte. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit der Tasse zu. Ein guter Teil des Tees war auf der Untertasse gelandet.

"Oh, tut mir leid. Ich hätte den Tee nicht so rasch loslassen sollen. Äh...ich hol neuen."

Cet stand schnell auf, ehe jemand was sagen sollte, schnappte sich die Tasse und die Untertasse und begann neuen Tee für Tzun Suz einzugießen. Während sie dabei war hörte sie ein piepsen. Sie hatte den Navicomputer im Cockpit so eingestellt, dass er dieses Signal über Interkomm auch in den Rest des Schiffes übertragen wurde.

"Ha, schau einer an. Haben wir so viel Zeit hier verbracht? Wir scheinen dem Ende unseres ersten Sprunges nahe zu sein."

[Hyperraum, Pelemian Trade Route - Cethra's MC18] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa


[OOC: Ich hoff es is okay, wenn ich da schon ein wenig vorspul^^]
 
{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa, Jayne und Meredith

Aufmerksam blickte Tzun die beiden Padawane an, während er selbst seinen Geist offen hielt und vorsichtig die beiden Mädchen und ihre Gefühlslagen beobachtete. Von der Seite her nahm er ebenfalls das einwirken von Nen-Axa wahr, welcher scheinbar die Tassen versuchte zu stabilisieren und abzuschützen, damit sie nicht herunterfielen. Eine gute Vorsichtsmaßnahme, an die Tzun bisher nicht gedacht hatte. Er selbst hatte noch keine all zu große Fortschritte bei seinen ersten Versuchen gemacht und war eher davon ausgegangen das die beiden Padawane sich sicherlich noch zu keinen Höchstleistungen treiben würden. Doch er irrte. Während er die beiden beobachtete schien Meredith zuerst zu reagieren, langsam schwebte die Tasse mitsamt Untertasse hinauf in die Luft, drehte sich leicht um die eigene Achse, bevor es wieder landete. Tzun war damit wirklich überrascht, wie einfach es seiner Padawan gefallen war diese Übung zu lösen, sie gebrauchte die Macht viel besser als er damals. Neidisch machte ihn das aber nicht, eher freute er sich für Meredith eine solch intuitive Verbindung zu besitzen und lachte leicht, als seine Padawan gleich wieder begann Fragen zu stellen. Hach die Jugend, immer Fragen Fragen Fragen im Kopf.

"Nein Meredith, die Tasse ist nicht "geflogen" sondern du hast die Schweben lassen! Wirklich wunderbar! Es sah zumindest auch nicht so aus als hättest du geschlafen...wenn doch ist das etwas woran wir noch arbeiten müssen. Es wird nicht unbedingt hilfreich sein wenn du nur im Schlaf levitieren kannst."

sprach er mit einem freundlichem lächeln, bevor er aus dem Augenwinkel bemerkte wie Cethra ebenfalls ihre Tasse hochschweben ließ. Auch bei ihr klappte dies einwandfrei, jedoch zitterte die Tasse ziemlich und kippte sogar leicht. Dann geschah das was den Kaminoaner ziemlich beeindruckte, geistesgegenwärtig ließ Cethra das ausschwappende Getränk in der Luft erstarren, fast als hätte man es in eine Tüte gekippt, und den Tee leicht darunter schweben um den Tee wieder aufzufangen. Obwohl dies einen Teil des Getränkes rettete, einiges landete auf der Untertasse, weswegen sich die Mirakula nach dem Absetzen der Tasse entschuldigte und sofort die Tasse wieder füllte. Der Kaminoaner wandte sich Nen-Axa zu und sprach mit deutlich hörbarem Stolz zu diesem.

"Wie es scheint sind unsere Padawane für Ihren Ausbildungsstand wahre Naturtalente. Ich hatte länger gebraucht bis ich es geschafft hätte so einfach wie Meredith eine Tasse schweben zu lassen. War es bei euch auch so einfach gewesen mit den ersten Versuchen der Levitation?"

fragte er dazu noch den Arconier, bevor er wieder zu Cethra blickte. Huch sie hatten bereits ihre erste Phase der Reise hinter sich? Die Zeit war wirklich wie im Fluge vergangen, während sie alle sich in die Macht vertieft hatten. Erneut lächelte Tzun seine Padawan an. Ihre Fortschritte waren wirklich beachtlich und er war immer wieder überrascht, wozu Meredith bisher alles fähig war. Doch...obwohl er wusste das er sie fordern musste würde er zusammen mit Nen-Axa wahrscheinlich einen gemächlichen Gang einlegen. Es war nicht hilfreich sie immer weiter auszureizen und ihr keine grundlegenden Basics beizubringen. Vorallem sollte sie üben diese Basics zu verinnerlichen, denn diese konnten ihr eines Tages das Leben retten. Dazu gab es immer das Risiko, das das Selbstbewusstsein das man dadurch aufbaute indem man den Padawan immer weiter forderte zu Arroganz umschlagen würde....Arroganz war der erste Weg auf den Pfad der Dunklen Seite. Schon viele Padawane hatte es vom Jedi Orden weg getrieben und auch wenn Tzun es sich nicht vorstellen konnte, dass Meredith abtrünnig werden würde, es war möglich....eine Möglichkeit die er nicht haben wollte.

{Hyperraum nach Ruusan/MC18 von Cethra/Aufenthaltsraum} mit Nen-Axa und Meredith, Cethra im Cockpit
 
Nar Shaddaa – Nightmare – Eowyn, Ian

Kurz bevor sie um die rettende Ecke bog sprach Ian Eowyn doch noch einmal an. Sie blieb stehen, ohne sich umzudrehen, und stützte sich mit einer Hand an der Wand ab. Seine Worte klangen plötzlich so anders, so... ja, fast nett. Höflich auf jeden Fall. Hatte sie selber zu viel interpretiert, hatte sie ihm Unrecht getan? Wollte er tatsächlich nur, dass sie sich wohl fühlte? Immerhin musste sie bedenken, dass sie sich ihm selber quasi aufgezwungen hatte. Sie konnte nicht erwarten, dass er darüber sehr glücklich war, im Gegenteil. Doch jetzt war nicht die Zeit für weitere Unterhaltungen, definitiv nicht. Auch er würde nach diesem ereignisreichen Tag sicher nicht die Geduld haben, sich mit ihr auseinanderzusetzen. So nickte Eowyn nur leicht und murmelte In Ordnung, wärend sie ihren Weg wieder aufnahm.
Sie betrat die nächst beste Kabine, deren Schott offenstand und nicht danach aussah, als ob sie bewohnt wäre, und schloss es hinter sich. Ihre Tasche und das Artefakt darauf fielen zu Boden, und sie selbst folgte etwas langsamer, ihr Rücken glitt am Schott herunter, bis sie auf dem Boden saß.
Eowyn lehnte ihren Kopf an die Wand und schloss die Augen. Endlich hatte sie den Frieden und die Ruhe, die sie sich seit Stunden gewünscht hatte, endlich war sie in relativer Sicherheit, endlich hatte sie die Zeit, sich mit all dem auseinanderzusetzen, was heute geschehen war. Und dabei war sie anfangs noch so positiv gewesen, dass doch alles gut gehen würde.

Ihr Kopf dröhnte nur so vor sich hin. Wann hatte eigentlich alles begonnen, so schief zu gehen? Eigentlich lag es auf der Hand - die Trennung ihrer Padawane von sich selbst hatte nicht nur zu Shens Verschwinden sondern auch dazu geführt, dass Aketos unvorbereitet in die "Verhandlungen" getreten war. Im Prinzip lag die Schuld also bei ihr. Sie hätte nach der Erkenntnis, wer oder was Ian war, nicht so überreagieren dürfen - aber hatte sie nicht andererseits Recht gehabt? Er hätte schließlich auch gefährlich sein können, ähnlich wie der Twi'lek. War es nicht ihre oberste Pflicht, ihre Padawane zu schützen, damit diese ihre Ausbildung beenden konnten?
Und was hatte Shen dazu bewogen, sie so Hals über Kopf zu verlassen - ja, sie im Stich zu lassen? Sie wusste, sie hatte kein Recht dazu, so zu empfinden, er schuldete ihr nichts, im Gegenteil - sie war seine Meisterin, sie hätte sich offensichtlich mehr um ihm kümmern sollen. Dennoch hatte sie dieses Gefühl, und es fiel ihr schwer, davon loszulassen. Das war kein gutes Zeichen. Ohnehin war sie heute viel emotionaler geworden, als sie hatte werden wollen. Die Situation, als Ian ihr das Artefakt aus den Händen gerissen hatte, hatte sie mehr überfordert als es hätte passieren dürfen. Ohne seine Hilfe wäre sie vermutlich nicht so heil aus der Sache herausgekommen, wie es nun geschehen war, von ihrer Padawan ganz zu schweigen. Auch das Gespräch mit ihm auf offener Straße hatte sie so sehr aufgewühlt, dass sie selbst jetzt nicht dazu kam, alles zu ordnen. Nicht nur sie hatte offensichtlich etwas in ihm bewegt, auch er in ihr. Sie war an diesem Punkt heute zum ersten Mal so emotional geworden. Wie hatte er sie dazu gebracht, mit ihm über Dinge zu reden, die bisher sonst niemand wusste? War er einfach zur Stelle gewesen, als in ihr alles platzte? War es Zufall gewesen?
Es gibt keine Zufälle, kam ihr die alte Jedi-Weisheit wieder in den Sinn, und beinahe hätte sie laut aufgelacht und geschrien gleichzeitig, wäre nicht noch rechtzeitig die Erinnerung gekommen, dass sie hier nicht alleine war - wenn das hier kein Zufall war, was war es dann? Sie wollte nicht glauben, dass die Macht sie hierher geführt hatte, an diesen Punkt. Gleichzeitig wusste sie aber auch nicht, an welchem Punkt sie nun lieber wäre. Wann hatte das Ganze so begonnen? Zu welchem Punkt müsste sie zurückkehren, um ihre Ruhe wieder zu gewinnen und ihre Sicherheit?


Sie schüttelte den Kopf. Sie kam so nicht voran. Vielleicht sollte sie lieber in die Zukunft denken, als in der Vergangenheit zu leben. Zumindest augenblicklich... Eowyn hob müde ihre Hände und zog die paar wenigen Haarspangen aus ihrer Frisur, um ihre Haare zu lösen. Es tat gut, sie wieder locker fallen zu lassen, und der Schmerz in ihrem Kopf ließ ein wenig nach. Wenn doch nur alles so einfach zu lösen wäre! Aber das war es nicht, und sie musste sich langsam dem stellen, was nun auf sie zukam.
Sie musste akzeptieren, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, Aketos alleine fortzuschicken. Denn es war geschehen, sie konnte daran nichts ändern, sie war nun einmal jetzt hier. Das alles führte sie aber auch zu diesem kleinen Ausbruch vorhin, und sie ging im Geiste noch einmal Ians und ihre Worte durch. Nein, auch jetzt konnte sie nichts anderes in seinen Worten erkennen als das, auf das sie schon reagiert hatte. Aber es hätte sie nicht so auf die Palme bringen sollen. Sie wunderte sich selbst darüber. Was hatte sie so getroffen? Weshalb hatte sie so... ja, fast kindisch reagiert? Hatte ihn so angeblafft? Offensichtlich hatte sie andere Reaktionen von ihm erwartet, erhofft.
Nein... nicht von ihm direkt. Das war es vermutlich, sie war es Leid, gerade immer alles falsch zu machen, sich immer zu rechtfertigen - meistens vor sich selbst. Aber ganz tief in ihr drin steckte noch eine Antwort, zu der sie die Tür ganz schnell wieder zuschlagen wollte - hatte er vielleicht doch Recht gehabt
, wollte sie etwas beweisen - aber nicht ihm, sondern sich selbst? Sie war desilluisioniert, sie sah den Sinn nicht mehr, auf jede Hilfe, sie sie erbrachte, folgten zehn Orte, an denen sie nicht sein konnte, auf alles Gute, das sie versuchte zu tun folgte etwas Schlimmes. Menschen, Lebewesen erschienen ihr als Personen, die sie dann doch nicht zu sein schienen - etwa wie Shen. Sie brauchte jetzt irgendetwas, das ihr zeigte, dass es auch andersherum möglich war... doch das hatte Ian nicht verdient. Sie sollte ihn nicht als Instrument missbrauchen, um sich selbst etwas zu beweisen. Nein, nicht nur sollte sie nicht, sie durfte nicht, so einfach war das.
Eowyn schluckte schwer, als ihr klar wurde, dass es eben doch nicht nur uneigennützige Motive gewesen waren, die sie auf diesen Weg geführt hatten. Im Gegenteil, es war sehr egoistisch gewesen, zumindest, wenn sie diesem Gedanken glaubte.
Vermutlich war es tatsächlich besser so, wenn sie ihm während der Reise aus dem Weg ginge, er war sicher auch froh darüber. Und auf Coruscant dann ihren eigenen Pfad suchen würde, der sie dorthin brachte, wo sie hinwollte. Oder auch nicht, aber das brauchte Ian nicht zu kümmern. Vielleicht würde sie ihre Antworten ja tatsächlich im Jedi-Tempel finden, wer wusste das schon?
Zumindest war sie jetzt klüger, wenn auch nicht zufriedener, und diese Erkenntnis brach die Dämme, die sie seit Stunden, Tagen, Wochen mühsam aufrecht erhalten hatte, endlich ein. Ein paar Tränen der Erleichterung? Müdigkeit? Erschöpfung? des Bedauerns? liefen über ihr Gesicht. Sie war zu müde, um sich darüber Gedanken zu machen, und auch zu müde, um sich noch auf das schmale Bett zu legen, und so rutschte sie nun vollends an der Wand nach unten, rollte sich auf dem Boden zusammen und schlief ein, ohne noch einmal ihre Augen geöffnet zu haben.


Hyperraum von Nar Shaddaa nach Coruscant - Nightmare – Kabine, allein
 
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