Sci-Fi Star Trek: Starfleet Academy

Wobei ich mich jetzt nicht gross an der Folge und der Darstellung des gehörlosen Präsidenten aufhänge, es ist generell ein Problem, dass die Macher von Nu Trek das Trek Universum nicht sonderlich ernst nehmen. So taucht in der Folge auch die Spezies von Bele jagt Lokai auf, obwohl die beiden die letzten ihrer Art waren und daraus die ganze Tragik der TOS Folge entstand. Oder, dass ein Hologramm auf die Akademie muss (der Holodoc hat auch nie ein Medizin Studium absolviert und wurde dank ein paar neuer Subroutinen zum KNH).
Ist halt der Unterschied, ob man sich nur die Memory-Alpha Einträge durchliest oder auch die entsprechenden Folgen schaut.

Kann mich noch an Prodigy behind-the-scenes Sachen während Staffel 1 erinnern, wo die Autoren halt wirklich sich selbst für die kleinste Voyager-Salamander Referenz nochmal die entsprechenden Folgen anschauen.
 
Die Idee Gehörlose in Trek zu zeigen ist ja ganz löblich. Nur dann hätte man eben ähnlich "Das Melora Problem" eine Erklärung dafür finden müssen. Sprich kritisierenswert ist nicht das Was, sondern das Wie.

Wobei ich mich jetzt nicht gross an der Folge und der Darstellung des gehörlosen Präsidenten aufhänge, es ist generell ein Problem, dass die Macher von Nu Trek das Trek Universum nicht sonderlich ernst nehmen. So taucht in der Folge auch die Spezies von Bele jagt Lokai auf, obwohl die beiden die letzten ihrer Art waren und daraus die ganze Tragik der TOS Folge entstand. Oder, dass ein Hologramm auf die Akademie muss (der Holodoc hat auch nie ein Medizin Studium absolviert und wurde dank ein paar neuer Subroutinen zum KNH).
Vielleicht ist das für mich auch der bisher größte Unterschied zwischen den "Brüchen mit der Utopie" in DS9 und in den neueren Serien: DS9 war eigentlich immer sehr gut darin, solche Sachen erst langsam einzuführen und Stück für Stück herzuleiten (es dauert nicht umsonst von der ersten Erwähnung des Dominions an noch etwa 3 1/2 Staffeln, bis die "Dystopie des Krieges" die Föderation so richtig erreicht). Die Veränderungen werden nicht einfach unkommentiert auf einen losgelassen, sondern immer auch reflektiert (darum ist ja auch Siskos gelöschter Logbucheintrag ein so zentrales Element bei "In the Pale Moonlight").

So etwas wünsche ich mir dann auch bei "Brüchen mit dem Kanon" und hier sehe ich halt die Autoren in der Verantwortung, auch was zu liefern (hier hat DS9, was die Trill angeht, es, so ehrlich muss ich sein, damals auch ein wenig verk****). Dass da jemand von der "Bele jagt Lokai"-Spezies zu sehen ist, könnte man ja in eine spannende Story um eine Kolonie dieser Spezies packen, die es irgendwie schaffen musste, den Fehler der Heimatwelt nicht zu wiederholen - stattdessen zeigt man aber einfach irgendwas und es wirkt auf mich so, als würden die Macher einfach hoffen, dass der Fan sich das schon irgendwie zurechtbiegen wird. Vielleicht kommt ja so etwas auch noch irgendwie, aber wirklich große Hoffnungen habe ich dahingehend nicht.
 
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Die Serie spielt doch viele Jahrhunderte nach der TNG in der Zukunft. Das ist eine Zeitspanne, die im Grunde noch gar nicht wirklich behandelt wurde, und in der alles mögliche passieren kann. Mit vermeintlichen "Logiklöchern", etwa weil eine Spezies, die eigentlich hätte ausgestorben sein sollen, zu sehen ist, kann ich da eigentlich sehr gut leben.
 
Die Serie spielt doch viele Jahrhunderte nach der TNG in der Zukunft. Das ist eine Zeitspanne, die im Grunde noch gar nicht wirklich behandelt wurde, und in der alles mögliche passieren kann. Mit vermeintlichen "Logiklöchern", etwa weil eine Spezies, die eigentlich hätte ausgestorben sein sollen, zu sehen ist, kann ich da eigentlich sehr gut leben.
Es führt halt einfach zu Erklärnot, wie das möglich sein kann.

Und ich sehe jetzt nicht, warum es explizit diese Spezies sein musste. Da hätte es einer der Bekannteren, die schon vertreten sind, auch getan.

(Wenn das aber noch Bestandteil der Handlung wird … bitte gerne.)
 
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Nachdem Folge 2 IMO durchaus ok war, erfolgt bei Folge 3 nun der grosse Absturz. Die ganze Streich Handlung gegen die Soldaten Kadetten ist mehr Beverly Hills 90210 denn Star Trek. Mir ist schon klar, dass New Adult Kram aktuell inn ist, aber mit Star Trek hat das nur noch den Titel und wenige Fragmente gemein.

Ansonsten wird die Lovestory zwischen Caleb und der Bezoidin weitergesponnen, es gibt etwas Kampf Training mit der Jem'Hadar und die Hologramm Tante nervt mich mittlerweile mehr als Tilly und Burnham zusammen.

Gebe die Mindespunktezahl und hoffe, dass die weiteren Folgen wieder mehr Trek und weniger Teeny Kram werden:
1 von 10 Punkten!
 
Bei Folge 3 konnte es das Ende ein bisschen für mich wieder nach oben ziehen.
Die Idee, die Studenten nur den Denkanstoss zu geben, finde ich prinzipiell gar nicht verkehrt.

Was ich nicht vestehte:
Warum ist Krieg führen im 32. Jh in der Grundausbildung der Sternenflotte, wenn daneben ein f#cking **Krieg‘s College** ist?! Phaser benutzen und wie man die Waffen eines Raumschiffs nutzt … ok. Aber doch nicht Schlachtfeld-Simulation. (Wo ich mich auch frage: Welche schlimme Bedrohung soll da noch sein? Die Brand-Krise ist durch … Warum mussten viele der Kadetten wie Flüchtlinge transportiert werden?)

Die Betazoidin gefällt mir tatsächlich immer mehr. Zuerst Caleb hintergehen und dann den Kuss …

Aber … Wenn ich schaue wie schnell deren Beziehung sich entwickelt oder wie die zwei Streithähne sich um den Captain-Platz streiten und wer warum den Posten kriegt: Prodigy hat beide Stories deutlich intelligenter, facettenreicher und dementsprechend deutlich glaubwürdiger mit Gwyn und Dal gelöst als es SFA hier macht.

Teeny-Story kann funktionieren. Aber auch da muss man mir hier verkaufen, dass es Figuren sind und keine programmierten Holzfiguren, die auf Kommando ihr Text sagen.
 
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Im Grunde hat die neue Folge einfach nur das Konzept der Serie ernstgenommen: Kadetten haben hier Kadetten-Probleme wie Rivalitäten im Sportbereich, romantische Verzwickungen und Schulstreiche - das war irgendwie einfach das, was erwartbar irgendwann einmal kommen musste bei einer Serie die "Starfleet Academy" heißt. Da muss für mich auch nicht immer der große ST-Anspruch da sein, und zumindest stellenweise hat mich die Episode auch an die DS9-Folge "Take me Out to the Holosuite" erinnert.

Ich mochte zwar nicht immer alles an diesen rund 60 Minuten und für das, was sie erzählen wollte, war sie mir einen Ticken zu lang, aber irgendwie genieße ich es, einfach nur den Alltag an der Academy beobachten zu dürfen. Gleichzeitig merke ich, dass ich z. B. den Handlungsbogen rund um Calebs Mutter gar nicht gebraucht hätte - stattdessen stört mich auch hier irgendwie, dass Caleb und die Kanzlerin so vertraut miteinander umgehen, obwohl sich ihre gemeinsame Geschichte laut Flashback eigentlich auf ein nicht einmal fünfminütiges Gespräch beschränkt.

Witzige Nebenbemerkung: Gestern habe ich mir beim Betrachten des Vorspanns noch gedacht, dass ich die Pflanzenmetapher mit dem Samenkorn etwas zu sehr "on the nose" finde...
 
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Anscheinend herrscht bei SFA gerade die Trek Filmreihen Tradition mit den geraden und ungeraden Nummern. Folge 4 hat mir auf alle Fälle sehr gut gefallen und war die IMO bisher beste der Serie.

Ich liebte immer schon Klingonen Folgen bei ST und diese ist keine Ausnahme. Schön endlich zu erfahren, wie es mit meiner Lieblingsspezies nach dem Brand weiterging. Erinnert zwar mit der Zerstörung von Quo'Nos und dem Nichtwollen von Hilfe von der Föderation "etwas" an ST6, aber gut geklaut ist halb gewonnen.

Dazu war die Folge eine gute Charakter Episode für den klingonischen Kadetten. Solche Charakter Shows gab es bei der Berman Ära auch zu Hauf. Auch durfte der Doc endlich mehr zu tun haben und sogar die Voyager erwähnen.

Insgesamt eine Folge mit viel Trek Feeling, welche gut zur Berman Ära gepasst hätte:

7 von 10 Punkten!
 
Ich bin auch ein großer Freund der Klingonen Folgen.
Ich fand es auch sehr interessant zu erfahren was aus dem Reich nach dem Brand wurde .
Mich
erinnerte das Verhalten allerdings eher an das Verhalten der Romulaner in der 1.Staffel von Picard.
Allerdings hätte es mich gefreut wenn man erfahren hätte wie sich die Jem'Hadar mit den Klingonen haben paaren können.

P.S
Der Doktor lief zur Höchstform auf.
 
Ich fand Folge 4 auch gut.

Wir haben wichtiges Worldbuilding, der Alltag einer Sternenflotten-Akademie wird dabei stimmig eingebaut. Abseits von allgemeinen Problemen mit der Serie wie alle miteinander reden … Das war, wovon in der Serie wirklich mehr sehen will.

Nebst Klingonen-Fokus finde ich es auch schön, dass mal der Fokus auch auf anderen Kadetten der Sternenflotte ist und nicht nur Caleb.

Das Einzige was mich wirklich stört:
Warum weigern sich die Klingonen überhaupt Hilfe von der Sternenflotte anzunehmen? Wenn ich mir da Undiscovered Country oder den Dominion-Krieg anschaue, sollten das klingonische Reich diesbezüglich doch inzwischen deutlich aufgeschlossener sein … Habe ich das was nicht auf dem Schirm von DS9 oder Lower Decks? Oder brauchte es einfach einen Konflikt für die Foge? Weil so erinnert es mich ähnlich den Mandalorianer an Star Wars eher an einen Rückschritt, wo man hinter sich gelassene Konflikte und Vorurteile wieder aus der Schublade kramt.

Wenn die nächsten Folgen diese Schiene weiter verfolgen … Dann könnte sich die Serie echt noch zu was Gutem mausern.
 
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