Supergirl (Comicverfilmung)

Wenn überhaupt wurde minimal nachgedreht. Was für Verisse meinst du ? Davon mal ab das es schon sinnig ist das Superman vorkommt, da es da schon einen tragischen Hintergrund gibt, was jetzt die Beziehung der beiden angeht.

Hier ein Bericht über die Nachdrehs, um Superman mehr einzubinden: https://www.scifiscene.de/news/uebe...tzlich-eine-groessere-rolle-im-supergirl-film

Vor 1, 2 Monaten habe ich auch einen Artikel gelesen, dass der Film bei den ersten Testvorführungen ziemlich durchgefallen wäre. Habe diesen Artikel gerade wieder gesucht, aber leider nicht mehr gefunden :(.

Was ich dafür gefunden habe, dass der Film schon drei verschiedene Komponisten mittlerweile hat:


Auch sind die ersten Prognosen nicht die besten:
 
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Was ich dafür gefunden habe, dass der Film schon drei verschiedene Komponisten mittlerweile hat:
Und ? Gab es schon bei ganz vielen tollen Filmen, wo vorher diverse Komponisten ausgetauscht wurden.

Schade das die "Quelle" nicht verlinkt wurde, eine Quelle übrigens die auch mitunter in der Vergangenheit ganz großen Unsinn verbreitet hat.

With rumors of multiple test screenings and several different composers, we're starting to get worried about the upcoming "Supergirl" movie.
Alter bitte. Nicht so ne Mistseiten verlinken. Gilt auch für MSN
Vor 1, 2 Monaten habe ich auch einen Artikel gelesen, dass der Film bei den ersten Testvorführungen ziemlich durchgefallen wäre. Habe diesen Artikel gerade wieder gesucht, aber leider nicht mehr gefunden :(.
Ja, diese Artikel beruhen auf Aussagen von diesen toxischen Snyderversefans.
 
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Der Film wird es ziemlich schwer haben.

Rein vom Marketing her ist das jetzt der fünfte Guardians of the Galaxies Film nach Guardians of the Galaxies 1 bis 3, The Suicide Squad und eben Supergirl 2026. Das ist für mich eigentlich schon ein Grund, ihn nicht zu sehen. So langsam beschleicht mich auch das Gefühl, dass James Gunn genau einen Film machen kann und da kreativ mehr bei ihm nicht zu holen ist. Der erste Auftritt dieses Supergirls im Supermanfilm davor als total versoffenes Spring Break Mädel hat mich jetzt auch nicht wirklich beeindruckt. Ein Kumpel will den Film aber unbedingt anschauen, daher werde ich mit ihm reingehen. Bin gespannt, ob Supergirl 2026 Mandalorian & Grogu an der Kinokasse schlagen wird.
 
Rein vom Marketing her ist das jetzt der fünfte Guardians of the Galaxies Film nach Guardians of the Galaxies 1 bis 3, The Suicide Squad und eben Supergirl 2026.
Ich kann diesen unsäglichen Vergleich mit Guardians nicht mehr lesen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall, da der Look sich ganz klar nach der Vorlage des Films, also auf den Comic Supergirl: Woman of Tomorrow richtet. Übrigens bei diesem Film führt nicht James Gunn Regie.
Bin gespannt, ob Supergirl 2026 Mandalorian & Grogu an der Kinokasse schlagen wird.
Gehe ich von aus. Zumindest in den USA. Im deutschsprachigen Raum wird der nicht viel reißen, was aber klar sein dürfte.

Der erste Auftritt dieses Supergirls im Supermanfilm davor als total versoffenes Spring Break Mädel hat mich jetzt auch nicht wirklich beeindruckt.
Das sie so versoffen ist hat nen tragischen bzw. traurigen Hintergrund. Der höchstwahrscheinlich auch Thema in diesem Film sein wird.
 
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Ich kann diesen unsäglichen Vergleich mit Guardians nicht mehr lesen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall, da der Look sich ganz klar nach der Vorlage des Films, also auf den Comic Supergirl: Woman of Tomorrow richtet. Übrigens bei diesem Film führt nicht James Gunn Regie.
Na und? James Gunn hat die volle Kontrolle über das Projekt, selbst wenn er nicht als Regisseur aufgeführt ist. Die Trailer schreien jedenfalls für mich geradezu aus jeder Pore Guardians of the Galaxy bzw. James Gunn Film. Sei es nun die Musik, der Humor oder die Grundeinstellung der Protagonistin. Da ist es schon einigermaßen beliebig, wen er sich als Regisseur ausgesucht hat.

Davon abgesehen ist...ich habe es mal nachgeguckt...diese Comicreihe mit einem Lauf von 2021 - 2022 alles andere als ein Qualitätsmerkmal. Die Reihe hat nicht einmal 30,000 Hefte je Band verkauft. Und das obwohl in den USA jedes an Comicbuchläden versandte Comicheft als "Verkauf" gezählt wird, weil DC so seine Verkaufszahlen künstlich erhöht. Es ist übrigens ganz egal, ob das Heft nun tatsächlich beim Endkunden landet oder im Papiermüll. Diese Zahlen sind schon einigermaßen erbärmlich. Erfolgsfreie Reihen wie diese haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Diamond Comic Distributors Bankrott gegangen ist, die DC Comicsparte nicht erst seit gestern vor dem Abgrund steht und Warner Brothers verkauft wurde.

Das sie so versoffen ist hat nen tragischen bzw. traurigen Hintergrund. Der höchstwahrscheinlich auch Thema in diesem Film sein wird.
Wie...menschlich von ihr. Sie ist aber gar kein Mensch, sie ist Kryptonierin. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was da passiert sein soll, dass sie ihre Kryptoniermentalität ablegt und ihre Sorgen wie ein vergleichsweise psychisch schwächlicher Mensch ersäuft. Naja. Ich werde es dann ja ab Ende des Monats erfahren. Ich bin skeptisch, dass mich der Film da überzeugen wird.
 
Davon abgesehen ist...ich habe es mal nachgeguckt...diese Comicreihe mit einem Lauf von 2021 - 2022 alles andere als ein Qualitätsmerkmal. Die Reihe hat nicht einmal 30,000 Hefte je Band verkauft.
Das mag für die Einzelhefte von 2021-2022 ja gelten, wenn es stimmen sollte. Ich weiss aber , dass nach Ankündigung des Projekts der Comic bei Buch/Comichändlern ausverkauft war und extra nachgedruckt werden musste. Seit diesem Zeitraum wird der Comic in den verschiedensten Editionen rausgebracht, das macht man nicht mit Comics die sich nicht verkaufen. Siehe The Killing Joke, The Dark Knight Returns oder The Long Halloween.

die DC Comicsparte nicht erst seit gestern vor dem Abgrund steht und Warner Brothers verkauft wurde.
Seit dem die Reihe Absolute gestartet ist und sich millionenfach verkauft geht es dem Verlag DC richtig gut.
 
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Davon abgesehen ist...ich habe es mal nachgeguckt...diese Comicreihe mit einem Lauf von 2021 - 2022 alles andere als ein Qualitätsmerkmal. Die Reihe hat nicht einmal 30,000 Hefte je Band verkauft.
Wohl eher (k)ein Quantitätsmerkmal:kaw:.

Die Comicreihe von Tom King kommt ziemlich gut weg, auch wenn sie sich wohl erst mit der Ankündigung des Films richtig gerechnet hat. Dafür gibt es anders als bei IPs wie Harry Potter höchstens einen geringfügigen Zusammenhang zwischen Popularität einer konkreten Vorlage und dem Erfolg des Kinofilms. Die allerwenigsten von den Millionen Zuschauern, welche regelmäßig in solche Filme rennen, beschäftigen sich wirklich mit dem Quellmaterial. Insofern ist das unerheblich.

Als Selbstläufer sehe ich Supergirl jetzt trotzdem nicht. Der muss schon gut sein und sich das auch herumsprechen, um genug Buzz an den Kinokassen zu erzeugen.

Ich kann diesen unsäglichen Vergleich mit Guardians nicht mehr lesen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall, da der Look sich ganz klar nach der Vorlage des Films, also auf den Comic Supergirl: Woman of Tomorrow richtet.

Supergirl hat einen bunten, knalligen Trailer und ist von einem Produzenten, der drei bunte, knallige Guardians of the Galaxy-Filme gemacht hat. Basierend auf einem bunten, knalligen Comic.

Kara El-zor hätte sich mit ihrer Geschichte exakt so nahtlos bei den Guardians eingefügt. Die Brigands kannst du ohne es zu merken neben die Ravengers stellen und ob es nun die Raumschiffe oder Kulissen sind, da vom Gegenteil (!) zu sprechen ist schwierig nachzuvollziehen. Zumal welcher James Gunn auch immer für das Design des Films zuständig ist, dieser durch entsprechende Entscheidungen den Eindruck noch verstärkt.

Denn apropos Look, der sich nach der Vorlage richte. Das ist der Antagonist Krem in den Comics:

Krem_comic.jpg

Das ist seine Verkörperung im Film:

Krem_movie.jpg

Ich finde es an sich nicht schlimm, dass man hier Gunns DNA erkennt. Vielleicht nicht unumstritten gut, aber die Guardians-Filme sind für mich immer noch die MCU-Einträge, welche mich auch emotional am meisten abgeholt haben und es immer noch tun.
 
Ich war grosser Fan der Guardians Filme. Sollte sich die Handschrift hier wiederfinden ist dies nur ein pluspunkt für mich.
 
Kara El-zor hätte sich mit ihrer Geschichte exakt so nahtlos bei den Guardians eingefügt. Die Brigands kannst du ohne es zu merken neben die Ravengers stellen und ob es nun die Raumschiffe oder Kulissen sind, da vom Gegenteil (!) zu sprechen ist schwierig nachzuvollziehen. Zumal welcher James Gunn auch immer für das Design des Films zuständig ist, dieser durch entsprechende Entscheidungen den Eindruck noch verstärkt.
Okay, da muss ich Abbitte leisten.

Suchtkranke als "psychisch schwächlich" abzukanzeln, ist ehrlich gesagt bissl unter aller Sau.
Yep. Eine sehr schäbige und arrogante Art solche Menschen so zu bezeichnen.
 
Suchtkranke als "psychisch schwächlich" abzukanzeln, ist ehrlich gesagt bissl unter aller Sau.
Yep. Eine sehr schäbige und arrogante Art solche Menschen so zu bezeichnen.
Ich weiß jetzt wirklich nicht, woher das mit den Suchtkranken kommt. Also erst einmal ist mir nicht bewusst, dass in den Trailern bisher auch nur ein Suchtkranker vorgekommen ist. Davon abgesehen habe ich hier zwei Spezies mit einander verglichen, von denen eine, die Kryptonier, auch noch vollkommen fiktiv ist. Dass ihr basierend auf meinen Worten auf die Idee gekommen seid, ich würde die gesamte Menschheit als Suchtkranke sehen, irritiert mich dann doch. Ich weiß wirklich nicht, wo ihr das hernehmt.

Soll Supergirl in dem Film suchtkrank sein oder woher kommt das? Dazu kann ich auch nur wieder zu dem von mir bereits gesagten zurückkehren und wiederholen, dass das so einem Kryptonier nicht passieren können sollte. Das fängt schon damit an, dass nach heutigem Verständnis eine Suchterkrankung medizinisch nicht als heilbar gilt, während ein Kryptonier lediglich ein paar Stunden unter einer gelben Sonne stehen muss, um sich von so ziemlich sämtlichen Leiden zu erholen.
 
Hä? Was hat das denn bitte mit Suchterkrankungen zu tun?

Ich redete allgemein von der psychischen Resilienz, die bei Kryptoniern erheblich ausgeprägter ist als bei Menschen. Das fängt an beim unbändigen Stolz der Kryptonier an, die sich in ihrer schlimmsten Weise bei zum Beispiel General Zod zeigt, der seine Allmachtsphantasien nicht ablegen kann, selbst nachdem seine ganze Zivilisation aufgrund eben dieses Stolzes untergegangen ist. Das ist genauso bei den beiden Überlebenden des Hauses El zu finden und ihrer strikten Weigerung im Angesicht von unüberwindbaren Widerständen, aufzugeben. Gerade bei Superman ist sein unumstößlicher Glaube an das Gute in den Menschen eines seiner Markenzeichen und nicht einmal die tiefsten zur Schau gestellten Abgründe der menschlichen Seele (repräsentiert durch seine Superschurken) können etwas daran ändern und so weiter und so fort. Bei diversen Supergirlgeschichten war ihr anfänglicher unbändiger Unwille (oder vielleicht auch kulturell induziertes Unvermögen), ihre kryptonischen kulturellen Eigenheiten abzulegen, um sich besser in die menschliche Gesellschaft einzufügen mit die für mich interessantesten Geschichten. Insbesondere wegen des für sie überaus steinigen Lernprozesses, den Kara dabei gerne mal durchgemacht hat.

Was bekommen wir aber hier? Ein Partygirl, dessen Lebenszweck es zu sein scheint, sich die Birne mit Alkohol wegzuschießen. Das war bisher in den Trailern weder schön anzusehen noch anderweitig irgendwie interessant. Der Film wird da vielleicht beleuchten, warum sie es macht. Ich sehe nur nicht, dass es mir glaubhaft erklärt werden kann.

Ich sehe auch nicht, wie das Bild einer versoffenen und verwahrlosten Kara, die ihren Hund auf den Boden ihrer Bleibe pissen lässt, die auserkorene Zielgruppe von jungen Mädchen ins Kino locken soll. Genauso eine Kara, die in eine Bar geht und da alles kurz und klein schlägt, weil...sie so richtig schön toxische Maskulinität raushängen lassen kann mit ihren Superkräften? Das hat alles nichts mit dem Thema Superheld zu tun und wirkt dann doch mehr abschreckend, wenn nicht sogar abstoßend als alles andere. Insbesondere wenn es dann um Eltern geht, die sich die Frage stellen: "Ist das ein fiktives Vorbild, das ich meiner Tochter so im Kino zeigen will?" oder meinetwegen auch dem Sohn, aber das Marketing versucht ja dann doch mehr Mädchen anzusprechen.
 
Ich redete allgemein von der psychischen Resilienz, die bei Kryptoniern erheblich ausgeprägter ist als bei Menschen.
Eben nicht, wie man bei Supergirl sehen oder erahnen kann.

Ich sehe auch nicht, wie das Bild einer versoffenen und verwahrlosten Kara, die ihren Hund auf den Boden ihrer Bleibe pissen lässt, die auserkorene Zielgruppe von jungen Mädchen ins Kino locken soll. Genauso eine Kara, die in eine Bar geht und da alles kurz und klein schlägt, weil...sie so richtig schön toxische Maskulinität raushängen lassen kann mit ihren Superkräften? Das hat alles nichts mit dem Thema Superheld zu tun und wirkt dann doch mehr abschreckend, wenn nicht sogar abstoßend als alles andere. Insbesondere wenn es dann um Eltern geht, die sich die Frage stellen: "Ist das ein fiktives Vorbild, das ich meiner Tochter so im Kino zeigen will?" oder meinetwegen auch dem Sohn, aber das Marketing versucht ja dann doch mehr Mädchen anzusprechen.
Selten so einen hanebüchenen Unsinn gelesen. Supergirl/Kara ist übrigens nicht die einzige Hauptfigur in dem Film.
 
Nach dem gelungenen Neustart mit Superman hatte ich Hoffnung, dass DC den Schwung mitnehmen würde. Supergirl schien dafür eigentlich die richtige Figur zu sein. Die Trailer versprachen ein etwas anderes Weltraumabenteuer, Milly Alcock hatte schon mit ihrem kurzen Auftritt neugierig gemacht und James Gunns Einfluss ließ zumindest erwarten, dass der Film einen eigenen Charakter entwickeln könnte.

Umso ernüchternder war für mich das Ergebnis.

Das größte Problem von Supergirl ist nicht, dass der Film komplett misslungen wäre. Immer wieder blitzen Szenen auf, in denen man erkennt, was hier alles möglich gewesen wäre. Dann zeigt der Film für ein paar Minuten eine faszinierende Alienwelt, eine schräge Figur oder eine wirklich gute Idee. Kurz darauf tritt er aber wieder auf die Bremse und verliert sich in Dingen, die deutlich weniger interessant sind.

Dabei gefällt mir die Grundidee sogar. Statt zum hundertsten Mal die Rettung des Universums zu inszenieren, erzählt der Film eine vergleichsweise kleine Geschichte. Supergirl jagt den Mann, der ihren Hund Krypto vergiftet hat. Begleitet wird sie von Ruthye, einem Mädchen, das den Mörder seiner Familie finden will. Das klingt zunächst fast wie eine Science-Fiction-Version von John Wick und genau daraus hätte man etwas Eigenständiges machen können.

Milly Alcock macht ihre Sache dabei wirklich gut. Ihre Kara ist kein weiblicher Abklatsch von Superman. Sie ist genervt, chaotisch, manchmal egoistisch und wirkt oft wie jemand, der auf den ganzen Heldenkram überhaupt keine Lust hat. Gerade dieser Kontrast zu Clark Kent macht die Figur interessant.

Leider trägt sie den Film fast allein auf ihren Schultern.

Mit Ruthye bin ich nie richtig warm geworden. Der Film versucht zwar ständig, sie zum emotionalen Mittelpunkt der Geschichte zu machen, aber für mich blieb sie erstaunlich blass. Man versteht ihre Motivation, doch wirklich mitfiebern wollte ich nie. Ähnlich ging es mir mit Lobo. Die Figur bleibt letztlich erstaunlich belanglos. Er taucht auf, macht ein paar Sprüche und verschwindet wieder. Mehr bleibt davon nicht hängen.

Viel spannender ist das Universum, durch das sich die Figuren bewegen. Gerade in der ersten Filmhälfte hatte ich mehrfach das Gefühl, dass hier jemand verstanden hat, warum Menschen seit Jahrzehnten Weltraumabenteuer lieben. Überall laufen seltsame Kreaturen herum, es gibt skurrile Bars, fremde Planeten und jede Menge Aliens, die tatsächlich wie Aliens aussehen und nicht einfach wie Menschen mit einer anderen Hautfarbe. Diese Momente haben mich stellenweise mehr an Star Wars erinnert als viele aktuelle Star-Wars-Produktionen.

Schade nur, dass der Film diesem Teil seiner Geschichte so wenig vertraut.

Ständig wird die Handlung von Rückblenden unterbrochen. Immer wieder geht es zurück nach Krypton. Immer wieder sollen Karas Vergangenheit und ihre Traumata erklärt werden. Nichts davon ist grundsätzlich schlecht, aber fast jede dieser Szenen nimmt dem Film Tempo. Kaum beginnt die eigentliche Geschichte Fahrt aufzunehmen, wird wieder auf die Bremse getreten.

Dazu kommt, dass vieles erstaunlich unfertig wirkt. Manche Szenen sehen richtig gut aus. In anderen Momenten springt einem der Green Screen regelrecht ins Gesicht. Man merkt, dass hier offenbar viel umgebaut, gekürzt oder nachgedreht wurde. Der Film wirkt oft nicht wie ein fertiges Werk, sondern wie eine Version, bei der noch ein paar Arbeitsschritte fehlen.

Besonders enttäuscht hat mich die Action. Das klingt seltsam bei einem Film, in dem Menschen durch die Luft fliegen und Laserstrahlen aus den Augen schießen, aber kaum etwas davon bleibt im Gedächtnis. Es gibt keinen Kampf, keine Verfolgung und keinen einzigen großen Moment, an den ich mich noch in ein paar Jahren erinnern werde.

Das Finale bringt viele dieser Probleme noch einmal auf den Punkt. Natürlich gewinnt Supergirl am Ende. Spannend wäre gewesen, wie der Film den Weg dorthin gestaltet. Genau das gelingt ihm aber nicht. Stattdessen läuft alles erstaunlich routiniert und vorhersehbar ab.

Was mich zusätzlich gestört hat, war die Tonalität. Mal möchte der Film eine lockere Weltraumkomödie sein, dann plötzlich ein Rachedrama, anschließend wieder ein emotionales Trauma-Porträt. Nichts davon bekommt genügend Raum, um wirklich zu funktionieren. Am Ende fühlt sich alles ein wenig unfertig an.

Das Ärgerliche ist, dass Supergirl kein hoffnungsloser Fall ist. Es gibt hier gute Ansätze. Milly Alcock funktioniert. Die Figur funktioniert. Das Universum funktioniert. Gerade deshalb ist die Enttäuschung so groß. Man sieht ständig den besseren Film, der irgendwo in diesem Film versteckt ist.
 
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