Agriworld-2079

[M'shinni-Sektor :: Agriworld-2079 :: zentrale Agrarregion :: außerhalb der Hauptmetropole :: verborgenes Nebenlandefeld] Ylaine Vao

Die Mauer gab noch die Wärme des Nachmittags ab, während unterhalb des Landefeldes die ersten Bewässerungsdüsen anliefen und einen feinen Wassernebel über die niedrigen Kulturen legten. Ylaine hatte die Hände auf dem rauen Stein abgestützt und den Kopf ein wenig zurückgenommen, sodass die kühlere Luft auch die Haut unter ihren Lekku erreichte. Aus der Wartungshalle klang das Rattern eines Werkzeugs, begleitet vom Rollen eines Wagens über die Fugen des Hallenbodens und dem tiefen Brummen einer Pumpe hinter den Windschutzreihen. Über der Stadt löste sich ein heller Punkt aus einer Reihe aufsteigender Frachter, schwenkte nach Süden und kreuzte die Bahn eines zweiten Schiffes, bevor er wieder zwischen die Gebäude sank. Kaum war er hinter einem Speicher verschwunden, änderten zwei weitere Positionslichter ihren Kurs und kamen einander dabei so nahe, dass sie die Finger fester gegen den Mauerabschluss drückte. Höher am Himmel flackerte etwas auf und hinterließ einen weißen Fleck vor ihren Augen. Sie hatte sich bereits von der Mauer gelöst, als V7 vom Jäger her eine schrille Tonfolge ausstieß.

Warme Luft strich aus einer Entlüftung des Jägers über ihre Hand, während sie sich an der Leiter hochzog und in die offene Kanzel beugte. Noch bevor sie im Sitz Platz genommen hatte, legte V7 die Verkehrsmeldungen auf den Lautsprecher, aus dem mehrere Stimmen zugleich nach freigegebenen Korridoren fragten oder unbekannte Kontakte meldeten. Eine Anweisung, sämtliche Anflüge auszusetzen, brach unter dem Ruf eines Piloten ab. Dann fiel das Wort imperial. Die Twi'lek rief die Übersicht des Nahbereichs auf, in der zwischen den wechselnden Kurslinien ziviler Schiffe neue Kontakte erschienen, von denen zwei als TIE-Jäger ausgewiesen wurden. Über dem äußeren Frachtbezirk zuckte eine Folge grüner Lichtstriche auf. Ylaine richtete sich im Cockpit auf, als einer der aufsteigenden Transporter aus seiner Bahn kippte, sich mit aufflammenden Triebwerken noch einmal fing und hinter den flachen Dächern verschwand. Wenig später warf ein Lichtschein die Speicher als schwarze Umrisse gegen die Stadt, bevor sich zwischen ihnen eine dunkle Wolke ausbreitete und die letzten sichtbaren Lichter verschluckte. Als das dumpfe Rollen der Explosion das Landefeld erreichte, klirrte hinter ihr eine Scheibe der Wartungshalle. Ihre Hand lag bereits auf der Triebwerkssteuerung. Sie hätte versuchen können, den Jäger mit eingeklappten Flügeln in geringer Höhe über die Felder hinauszubringen, doch auf der Anzeige führte die vorbereitete Aufstiegsroute mitten durch den Raum, aus dem die neuen Kontakte kamen. Während V7 die Route verwarf und eine zweite Berechnung begann, meldete einer der gerade vom Stadtgebiet abgedrehten Frachter über den Verkehrskanal, dass er beschossen werde. Die Rangerin nahm die Hand von der Steuerung und brach die Startsequenz ab.

Die örtliche Flugleitung wies zivile Schiffe zur sofortigen Landung an, kam bei der Wiederholung jedoch nur bis zur Hälfte, bevor ein Krachen die Übertragung überlagerte. Ylaine legte den Empfang auf ihr Komlink und wandte sich beim Abstieg einem Skrilling am Rand der Mulde zu, der ein Funkgerät dicht vor die Atemröhren seines Gesichts hielt. Die Ärmel seines offenen Arbeitsmantels waren bis über die Ellenbogen zurückgeschlagen. Hinter ihm trat eine Frau aus der Halle und blieb mit einer Hand am Tor stehen, bis das nächste Grollen sie unter den Türsturz zurückweichen ließ. Von hier unten verdeckten die Hügel den größten Teil der Stadt, über deren Dächern der Rauch im Abendlicht aufstieg. Der Skrilling senkte sein Funkgerät erst, als die Rangerin ihn fragte, ob sie den Jäger in der Halle unterstellen könne, sah zum X-Wing hinüber und wies auf die breite Wartungsbucht, in der ein Erntefahrzeug ohne vorderen Aufbau stand. Wenn sie es zur Seite bekamen, konnte der Jäger weit genug hinein, um die Tore zu schließen. Seine Kollegin schaltete das Fahrwerk frei, während Ylaine mit ihm die Bodensicherungen löste und die Versorgungsleitungen aus dem Weg zog. Knapp über dem Boden schwebend führte sie den XJ3 rückwärts in die geräumte Bucht und ließ sich von den beiden Arbeitern einweisen. In einem aufgeschnittenen Bewässerungstank spiegelte sich das Rot einer fernen Explosion. Sobald der Jäger auf seinem Fahrwerk ruhte, schaltete sie die Antriebe ab und hörte über dem Summen der Lüftung das Schleifen der Torhälften, die der Skrilling vor dem Jäger zusammenzog. Ein schmaler Streifen Abendlicht wanderte über die Verkleidung und erlosch. Die Statusfelder der vier Saatgutbehälter blieben grün, als sie die aktiven Sensoren abschaltete und V7 anwies, den Flugverkehr weiter passiv zu verfolgen. Er sollte beim Schiff bleiben und sie über ihr Komlink verständigen, sobald er eine gesicherte Verbindung zu republikanischen Stellen bekam. Aus dem Fach hinter dem Sitz nahm sie die Datenkarte, schob sie in die verschließbare Innentasche ihrer Jacke und rief auf ihrem Datapad die Kontaktdaten des Hauptlabors auf.

Neben Nessas Kennung stand noch der Vermerk zur Rücksendung der Wachstumsdaten. Ylaine wählte die Verbindung an und sah über den Rand des Geräts zum Hallentor, bis der unbeantwortete Ruf abbrach. Auch am allgemeinen Anschluss meldete sich niemand, sodass sie ihre Kennung mit der Bitte um Rückmeldung hinterließ und die gespeicherte Stadtkarte öffnete. Ob die Archivarin noch in den Versuchskammern stand oder längst auf dem Heimweg war, wusste sie nicht. Sie vergrößerte den Forschungsbezirk und zog die Karte bis zu jener Kreuzung weiter, an der auf ihrem Rückweg ein beladener Gleiter hatte warten müssen, weil sich zwei Familien mitten auf dem Weg verabschiedet hatten. Unten hatte die Frau den Jäger bereits an die Hallenversorgung angeschlossen. Ihr Kollege stand vor einem Wandterminal, aus dessen Lautsprecher das Besetztzeichen einer Leitung kam. Als die Rangerin neben ihn trat, erklärte er ihr, dass seine Tochter in einem Verpackungsbetrieb am Stadtrand arbeite und ihre Schicht vor einer halben Stunde hätte enden sollen. Er brach ab, um den Ruf erneut auszulösen. Ylaine ließ sich den Betrieb auf der Karte zeigen, notierte den Namen seiner Tochter und legte ihren Weg zum Hauptlabor daran vorbei, bevor sie ihre Komlinkkennung in seinem Gerät hinterlegte.

Seine Kollegin verstaute den Verbandskasten der Halle und zwei Wasserbehälter auf einem kleinen Transportgleiter, mit dem sie zu den nahen Arbeiterunterkünften fahren wollte, wo es einen Keller unter dem alten Kühlhaus gab. Dort könnten fürs Erste auch Bewohner aus der Stadt unterkommen. Der Skrilling ging nach draußen, um die Zufahrtbeleuchtung abzuschalten, während die Twi'lek ihren Feldmedpac aus der Ausrüstungshalterung nahm und den braunen Wettermantel überzog. Durch die offene Seitentür kam der Geruch feuchter Erde herein, vermischt mit einem scharfen Brandgeruch, der ihr beim Einatmen im Hals hängen blieb. Sie legte den Trageriemen des Blastergewehrs über die Schulter und überprüfte die Verbindung zu V7, bevor sie durch die Seitentür ins Freie trat. Am Gleiter zeigte ihr der Skrilling einen schmalen Weg entlang des Bewässerungsgrabens, der unterhalb der Speicherhallen auf die stadtwärtige Versorgungsstraße führte und die breite Kreuzung vor den Silos umging. Mit der Sensorbrille vor den Augen ging sie zwischen den bepflanzten Böschungen hinunter und hörte hinter sich den Antrieb des Gleiters anspringen, dessen Scheinwerferlicht über die Baumstämme wanderte und in Richtung der Unterkünfte verschwand.

Auf der Versorgungsstraße kamen ihr bereits Fahrzeuge entgegen, darunter ein offener Lastgleiter mit Passagieren, die zwischen leeren Erntekisten auf der Ladefläche saßen und sich an den Seitenwänden festhielten. Auf dem Beifahrersitz hatte eine Skrilling ein Kind quer über die Knie genommen, dessen nackter Fuß unter einer Jacke hervorragte und bei jedem Schlingern gegen die Tür stieß. Die Rangerin trat in den nassen Randstreifen und wartete, bis der Gleiter vorbeigezogen war, ehe sie ihren Weg fortsetzte.

Weiter unten lag die Stadt wieder offen vor ihr. Rauch verdeckte Teile des Frachtbezirks und zog in langen Bahnen über die Gewächshäuser, deren Beleuchtung zwischen den dunklen Dächern noch immer brannte. Sie nahm das Komlink auf und versuchte erneut, das Hauptlabor zu erreichen, während sie den Weg hinunterging. Wasser lief aus einer beschädigten Bewässerungsleitung über den Asphalt und füllte die Abdrücke ihrer Stiefel im weichen Randstreifen.


[M'shinni-Sektor :: Agriworld-2079 :: zentrale Agrarregion :: Versorgungsweg zwischen Nebenlandefeld und Hauptmetropole] Ylaine Vao
 
[ Mittlerer Rand – M'shinni-Sektor – Agriworld-2079 – Kleinstadt auf der Südhalbkugel – Peripherie – Gehöft ]
Darth Angelus


Angelus hörte die Antwort seines ehemaligen Schützlings noch, als er bereits aus dem Maschinenunterstand trat. Ein brauchbarer ehemaliger Meister fand sich also nicht an jeder Ecke. Auch in dieser Hinsicht hatte Craton während seiner Ausbildung offenbar etwas gelernt. Das wölfische Lächeln blieb noch einige Augenblicke auf seinen Lippen, dann verschwand es. Hinter ihm würde Craton seinen eigenen Weg nehmen. Angelus blickte sich nicht noch einmal um, denn es bestand kein Grund dazu. Von diesem Augenblick an befand sich der Mirialander nicht mehr auf Agriworld. Er war nicht auf diesem Gehöft gewesen, hatte niemals auf diesem Boden gestanden und ganz gewiss keine achtzehn imperialen Sturmtruppen unter dem Schein einer blauen Lichtschwertklinge niedergemacht. Irgendwo weit entfernt befand sich ein Sith-Krieger auf Bastion, der in Kürze eine vollkommen legitime Anfrage erhalten würde, sich an die Front im galaktischen Norden zu begeben. Etwa dreißig Stunden würde es dauern, vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Angelus trat zwischen den Trümmern hindurch und überschlug die Zeit noch einmal im Kopf, bis Meister und Schüler vereint sein würden. Dieses Mal ganz offiziell. Bis dahin sollte allerdings noch etwas anderes geschehen sein: der
Zirkel der Assassinen. Angelus' Mundwinkel zuckte kurz. Cratons Reaktion auf dieses eine Wort war ihm nicht entgangen. Das kurze Stocken, dann die Frage. Schließlich jener Moment, in dem mehrere bislang voneinander getrennte Gedanken im Kopf des Mirialaners offenbar ineinandergegriffen hatten. Sehr gut. denn mehr hatte Angelus ihm nicht geben wollen. Manche Türen verloren schließlich einen erheblichen Teil ihres Reizes, wenn man jemanden einfach nur hindurchschob und nicht selbst hindurchschreiten ließ.

Der Zirkel der Assassinen wusste längst genug. Angelus hatte zwar keine Aufnahme versprochen. Das konnte er nicht und, wesentlich wichtiger, wollte er das auch gar nicht. Ein Sith, der nur deshalb in einen Zirkel gelangte, weil sein ehemaliger Meister Kontakte spielen ließ oder Gefallen einforderte, war in den Augen eines Zirkelmeisters denkbar wenig wert. Was er
Craton verschafft hatte, war etwas anderes: Aufmerksamkeit. Eine Gelegenheit, gesehen zu werden. Danach musste der Mirialaner letztlich selbst dafür sorgen, dass ihnen gefiel, was sie sehen würden.

Nach dem, was Angelus in den vergangenen Stunden erlebt hatte, machte er sich darüber erstaunlich wenig Sorgen. Wenn alles so verlief, wie es sollte, würde der Zirkel Kontakt zu Craton aufnehmen, noch bevor dieser seine offizielle Reise an die Front antrat. Vielleicht eine Nachricht. Vielleicht eine Einladung. Vielleicht irgendeine jener unnötig geheimnisvollen Prüfungen, mit denen die Ordensmitglieder sich gern gegenseitig davon überzeugten, dass ihre Zirkel bedeutender waren als die aller anderen. Die genaue Form interessierte Angelus nicht. Entscheidend war lediglich, dass
Craton begriff, dass die Tür offenstand und die Gelegenheit zu nutzen wusste. Was danach geschehen würde, war eine gänzlich andere Geschichte. Sabar hatte Pläne mit Darth Naver und Craton. Noch waren sie nicht mehr als eine Handvoll reizvoller Möglichkeiten, doch große Dinge hatten schließlich die unangenehme Angewohnheit, immer irgendwo vergleichsweise klein beginnen zu müssen. Wenn sie es richtig anstellten, würde ihr Zusammentreffen auf Agriworld nicht bloß drei Sith aus unterschiedlichen Zirkeln zusammenführen. Es konnte der Beginn von etwas weitaus Größerem sein.

Der adelige Sith erreichte den Rand des Gehöfts. Hinter ihm fraßen sich die letzten Flammen durch das Grab des vermeintlichen Jedi, während weiter entfernt noch immer jene Sturmtruppen ihre zugewiesenen Sicherungspositionen hielten, denen Angelus ausdrücklich angewiesen hatte, genau das zu tun. Ihre Disziplin war beinahe rührend.

Mit wenigen Schritten ließ er die rauchenden Überreste hinter sich. Als die ersten weißen Rüstungen zwischen den Feldern sichtbar wurden, war von dem kurzen Wiedersehen im Maschinenunterstand nichts mehr an ihm zu erkennen. Darth Angelus kam allein vom Gehöft zurück. Der Jedi, der achtzehn ihrer Kameraden getötet hatte, war tot. Sein Lichtschwert befand sich als Trophäe unter dem schwarzen Umhang des Sith. Mehr mussten sie nicht wissen.

Angelus trat zu den verbliebenen Männern und verschränkte die Arme vor der Brust. Sein Blick wanderte in Richtung der Siedlung und jener Forschungsanlage, in deren Innerem
Darth Naver noch immer seiner eigentlichen Beute nachging, begleitet von den Death Troopern. Nun hieß es warten. Eine Beschäftigung, für die Angelus gewöhnlich wenig Begeisterung aufbrachte. Heute jedoch gestattete er sich ausnahmsweise ein wenig Geduld.

[ Mittlerer Rand – M'shinni-Sektor – Agriworld-2079 – Kleinstadt auf der Südhalbkugel – Peripherie – Gehöft ]
Darth Angelus, Sturmtruppen
 
Agriworld-2079 | Neue Republik| Mittler Rand – M'Shinni Sektor | Kleinstadt auf der Südhalbkugel, Forschungsanlage am südlichen Stadtrand | Sedros Xyrtademus (inkognito als Darth Naver), Darel Cor (inkognito als Sith-Schüler Rel), ein Zug Death Trooper unter dem Kommando von Captain Vondar, Wissenschaftler und sonstiges Personal der Anlage (NSCs)

Der Weg zum Labor 3 kostete sie keine 5 Minuten. Unter normalen Umständen war das nicht viel Zeit. Jetzt gerade aber war Zeit ein kostbares, rares Gut, das ihnen unaufhaltsam durch die Finger rann. Der reinblütige Sith war alles andere als zufrieden mit dieser Situation. Er schätzte es mehr, überlegt und in Ruhe vorzugehen. Außerdem raubte ihm der Zeitdruck der Gelegenheit, seinen Schüler möglichst viel lernen zu lassen. Gleichzeitig wollte sich Sedros aber auch nicht selbst im Weg stehen, indem er sich über nicht änderbares ärgerte, statt im Hier und Jetzt zu verweilen und zu tun, was nötig war, um ihren Auftrag erfolgreich abzuschließen. Auf dem Weg zum Labor liefen ihnen die vier angeforderten Death Trooper über dem Weg. Zwei von ihnen gingen direkt weiter, während sie das zweite Paar ihnen anschloss.

Vor der Tür zu Labor 3 angekommen, stellten sie fest, dass die Tür fest verschlossen, das Bedienelement aber deaktiviert war.
“Lord Naver, sollen wir die Tür aufsprengen?” Die Death Trooper zögerten nicht, aber Sedros winkte ab. “Das wird nicht nötig sein.” Sedros schloss kurz die Augen, um seine Machtfühler in das Labor vor sich auszustrecken. Da drinnen befanden sich fünf, vielleicht sechs Personen. So genau war es dem reinblütigen Sith nicht möglich, das zu sagen. Das Biolabor hatte eine Unzahl an Testobjekten und das machte es etwas schwer, weniger mit Intelligenz beseelten Leute von einem vollgepackten Florarium zu unterscheiden. “Da drinnen befindet sich ein Dutzend Leute, vielleicht mehr.” Der reinblütige Sith Drehte sich für eine kurze Lagebesprechung zu Darel, den beiden KX-Serie Droiden und den beiden Death Troopern um. “Ich gehe zuerst rein, mein Schüler Rel folgt mir und ihr beide gebt uns Rückendeckung. Die Droiden kommen zuletzt.” Ein kurzes Nicken folgte und Sedros wandte sich wieder der Tür zu, um zur Tat zu schreiten.

Kurz entschlossen zerschnitt er wieder die Tür. Das half dieses Mal nur leider mäßig, ihnen Zugang zum Raum dahinter zu verschaffen. Die Leute da drinnen hatten die Tür mit allerlei Möbeln verbarrikadiert, was den reinblütigen Sith einigermaßen irritierte.
Sedros schätzte es nicht, wenn seine Zeit verschwendet wurde. Er hob ohne großes Zeremoniell die freie, linke Hand und schickte einen telekinetischen Stoß aus, der die aufgestapelten Möbel in diverse Richtungen davonstoben ließ. Entschlossen trat der reinblütige Sith anschließend in das Labor 3 und sah sich um. Scherzkekse mussten hier am Werk sein, denn weitere Möbel waren in einem Halbkreis um die Eingangstür in einer zweiten Barrikadelinie aufgestellt worden. Dahinter war der jeweiligen Kleidung nach ein bunter Mix aus Technikern, Verwaltungsangestellten und Kittelträgern zu finden, die meinten, sich hier verschanzt zu haben. Ein paar von ihnen hatten improvisierte Waffen, die von irgendwelchen Laborwerkzeugen bis zum Wischmop zu allerlei unfreiwillig komische, wie verzweifelte Versuche darstellten. Die Hälfte von ihnen wich furchterfüllt vor Sedros' Anblick zurück.

Eine einen Atemzug lange Stille folgte, die nur vom Brummen von
Sedros’ Lichtschwert erfüllt wurde. Was er hier vor sich sah, wirkte alles andere als wie eine motivierte Kämpferschar, also versuchte der reinblütige Sith es mit Einschüchterung, eine Kapitulation würde ihnen schließlich Zeit ersparen. “Ergebt euch und kooperiert, dann überlebt ihr den heutigen Tag vielleicht.” Als Antwort darauf ertönte ein Blasterschuss von Links, den der reinblütige Sith ohne Probleme ablenken konnte. Das war jetzt nicht zu glauben, was für eine Frechheit. Eine der seltenen Gelegenheiten, in der reinblütige Sith gewillt war, sich gnädig zu zeigen, wurde er so belohnt. Wutentbrannt wandte Sedros sich nach links und schritt auf die Barrikade zu, um sich den Schützen vorzuknöpfen. “Lass das, gib mir den Blaster!” Der Schütze in einem Technikeroverall schien blind vor Angst zu sein, denn statt die einzig vernünftige Entscheidung zu treffen, schoss er noch einmal auf den reinblütigen Sith, der jetzt genug von dem jämmerlichen Versuch hatte und den zweiten Schuss direkt auf den Schützen zurück lenkte und ihm auf der Stirn eine dritte Augenhöhle verpasste.

Das führte leider nicht zur gewünschten Kapitulation der übrigen Verteidiger, während
Darel und die Death Trooper den Raum stürmten. Noch bevor der reinblütige Sith noch etwas sagen konnte, stieß eine Frau in einem Technikoverall irgend etwas zwischen einem gutturalen Schrei und einem lang gezogenen Nein aus, als sie auf die Barrikade und dann mit einem Küchenmesser bewaffnet auf Sedros’ Rücken zusprang. An sich gar kein schlechter Angriff aus dem toten Winkel, allerdings musste der reinblütige Sith dank des Schreis nicht einmal auf die Macht zugreifen, um den Angriff zu bemerken. Entsprechend wirbelte Sedros herum und teilte die Frau noch im Flug mit dem Lichtschwert auf Bauchhöhe in zwei Teile und schrie geradezu beleidigt die anderen Verteidiger an. “Was im Namen der Imperatorin sollte DAS denn?!” Nun steckte nicht mehr viel Widerstand in den Leuten und das Gefecht war fast schon vorbei.

Agriworld-2079 | Neue Republik| Mittler Rand – M'Shinni Sektor | Kleinstadt auf der Südhalbkugel, Forschungsanlage am südlichen Stadtrand | Sedros Xyrtademus (inkognito als Darth Naver), Darel Cor (inkognito als Sith-Schüler Rel), ein Zug Death Trooper unter dem Kommando von Captain Vondar, Wissenschaftler und sonstiges Personal der Anlage (NSCs)
 
Agriworld-2079 | Neue Republik | Mittler Rand – M'Shinni Sektor | Kleinstadt auf der Südhalbkugel, Forschungsanlage am südlichen Stadtrand | Sedros Xyrtademus (inkognito als Darth Naver), Darel Cor (inkognito als Sith-Schüler Rel), ein Zug Death Trooper unter dem Kommando von Captain Vondar, Wissenschaftler und sonstiges Personal der Anlage (NSCs)


Der Weg zu Labor 3 nahm kaum fünf Minuten in Anspruch, und trotzdem ertappte sich Darel mehrmals dabei, über die ihnen verbleibende Zeit nachzudenken. Die neunzig Minuten, die ihnen auf Ord Mantell eingeräumt worden waren, hatten zunächst nach einem überschaubaren, aber durchaus brauchbaren Zeitfenster geklungen. Hier auf Agriworld fühlte sich jede einzelne Minute plötzlich erheblich wertvoller an. Sie mussten herausfinden, was in diesem Labor verborgen wurde, die relevanten Forschungsdaten und Materialien sichern und anschließend rechtzeitig zum Decimator zurückkehren, bevor die imperiale Flotte mit dem Bombardement begann.

Entsprechend begrüßte Darel es, als ihnen die vier angeforderten Death Trooper bereits auf dem Weg entgegenkamen. Zwei setzten ihren Weg in Richtung Computerkern fort, während die übrigen beiden sich ihnen anschlossen und sie wenig später gemeinsam Labor 3 erreichten.
Der verschlossene Zugang stellte sie zunächst vor ein weiteres Hindernis. Das Bedienfeld neben der Tür war deaktiviert worden, und als einer der Death Trooper anbot, den Zugang aufzusprengen, lehnte Sedros ab. Stattdessen veränderte sein Meister für einen kurzen Moment die die Haltung.

Darel konnte zumindest zu erahnen, was Sedros tat. Während sein Meister seine Wahrnehmung mithilfe der Macht durch die verschlossene Tür ausstreckte, blieb Darel aufmerksam und ließ seinen Blick über den Korridor wandern. Seine eigenen Machtsinne waren noch lange nicht weit genug entwickelt, um zuverlässig festzustellen, wie viele Personen sich hinter einer Wand befanden. Irgendwann wollte er dazu in der Lage sein, doch gerade jetzt war weder der richtige Zeitpunkt für einen Versuch noch für falschen Ehrgeiz.

Als Sedros schließlich von einem Dutzend oder möglicherweise noch mehr Personen hinter der Tür sprach, richtete Darel seine Aufmerksamkeit wieder vollständig auf den Zugang. Das waren deutlich mehr Menschen, als er erwartet hatte, und die Anweisung seines Meisters ließ keinen Zweifel daran, dass sie entsprechend vorsichtig vorgehen würden. Sedros sollte zuerst eintreten, Darel ihm unmittelbar folgen, während die beiden Death Trooper ihnen Rückendeckung gaben und die Droiden den Abschluss bildeten.

Darel bestätigte die Anweisung mit einem knappen Nicken.
„Verstanden.“


Seine rechte Hand legte sich auf den Griff seines Lichtschwerts, während Sedros erneut seine eigene Waffe aktivierte und damit begann, die Tür zu zerschneiden. Dieses Mal genügte das allerdings nicht, um ihnen unmittelbar Zugang zum Labor zu verschaffen. Hinter dem zerstörten Eingang kamen Möbelstücke zum Vorschein, die offenbar hastig aufeinandergestapelt worden waren, um eine zusätzliche Barrikade zu errichten.
Darel hob unter seinem Helm leicht die Augenbrauen. Wer auch immer sich dort drinnen verschanzt hatte, musste ausreichend Zeit gehabt haben, um sich zumindest notdürftig auf ihr Eintreffen vorzubereiten.

Viel half es ihnen allerdings nicht.

Als Sedros die freie Hand hob, trat Darel instinktiv etwas zur Seite. Der anschließende Machtstoß erfasste die aufgestapelten Möbel und schleuderte sie mit solcher Gewalt auseinander, dass der Zugang innerhalb weniger Augenblicke freigelegt war. Sobald sein Meister durch die entstandene Öffnung in das Labor trat, folgte Darel ihm unmittelbar. Noch während er die Schwelle überquerte, löste er sein Lichtschwert vom Gürtel und aktivierte die rote Klinge, deren vertrautes Summen sich mit jenem der Waffe seines Meisters vermischte.

Was ihn im Inneren erwartete, entsprach allerdings kaum dem Bild, das Darel sich nach Sedros' Einschätzung von einem Dutzend Personen gemacht hatte.
Eine zweite Barrikade aus Möbelstücken war halbkreisförmig um den Eingang errichtet worden. Dahinter drängte sich eine Gruppe aus Technikern, Verwaltungsangestellten und Wissenschaftlern, von denen einige tatsächlich bewaffnet waren, sofern man die Gegenstände in ihren Händen als ernsthafte Bewaffnung bezeichnen wollte. Neben verschiedenen Werkzeugen entdeckte Darel improvisierte Schlagwaffen und sogar einen Wischmop, dessen Besitzer ihn offenbar für geeigneter hielt, einen imperialen Angriff abzuwehren, als Darel es für möglich gehalten hätte.

Unter anderen Umständen hätte der Anblick beinahe etwas Komisches gehabt.
Jetzt fiel ihm vor allem auf, wie verängstigt die Menschen wirkten. Einige wichen bereits zurück, als Sedros den Raum betrat, und angesichts zweier dunkel gerüsteter Sith mit roten Lichtschwertern, zweier Death Trooper und der ihnen folgenden KX-Droiden konnte Darel diese Reaktion durchaus nachvollziehen. Was auch immer diese Menschen dazu bewogen hatte, sich hier zu verbarrikadieren, die meisten von ihnen machten nicht den Eindruck, als hätten sie jemals ernsthaft damit gerechnet, diese Stellung verteidigen zu müssen.

Darel nahm leicht versetzt hinter seinem Meister Position ein und brachte sein Lichtschwert in eine lockere Shien-Grundhaltung und war nun jederzeit bereit. Seine Aufmerksamkeit galt weniger den improvisierten Barrikaden als den Händen der Menschen dahinter. Wer eine Waffe hielt, war für ihn zunächst wichtiger als jemand, der lediglich versuchte, möglichst viel Abstand zwischen sich und die Eindringlinge zu bringen.


Sedros bot ihnen die Gelegenheit, sich zu ergeben und zu kooperieren.
Für einen kurzen Moment glaubte Darel tatsächlich, dass die Angelegenheit damit erledigt sein würde. Angesichts der Kräfteverhältnisse erschien jede andere Entscheidung derart aussichtslos, dass selbst Angst daran wenig ändern sollte.

Dann fiel ein Blasterschuss.
Darels Körper reagierte beinahe schneller als sein Verstand und seine Klinge bewegte sich bereits, doch Sedros stand zwischen ihm und dem Schützen. Sein Meister fing den Bolzen ohne erkennbare Schwierigkeiten ab und wandte sich anschließend dem Techniker zu, der hinter der Barrikade einen Blaster in den Händen hielt.

Darels Griff um seine eigene Waffe wurde fester.
Es war der erste Blasterschuss, den er aus unmittelbarer Nähe hörte und von dem er wusste, dass er tatsächlich mit der Absicht abgegeben worden war, einen Menschen zu töten. Kein Trainingsdroide würde die Waffe nach einem Treffer deaktivieren und kein Ausbilder den Kampf abbrechen, sobald jemand einen Fehler machte.

Sedros forderte den Techniker auf, ihm den Blaster zu geben.
Darel rechnete fest damit, dass der Mann spätestens jetzt zur Vernunft kommen würde. Der erste Schuss hatte nichts bewirkt, vor ihm stand ein Sith mit aktiviertem Lichtschwert und wenige Schritte dahinter warteten weitere imperiale Soldaten. Es gab keinen vernünftigen Grund, es noch einmal zu versuchen.

Der Techniker tat es trotzdem.
Der zweite Blasterbolzen erreichte Sedros nicht. Sein Meister lenkte ihn unmittelbar zu seinem Ursprung zurück, und der Treffer in die Stirn ließ den Mann hinter der Barrikade zusammensacken.


Darel sah nur kurz zu dem Toten, bevor seine Aufmerksamkeit wieder zu den übrigen Menschen wanderte. Gemeinsam mit den Death Troopern rückte er weiter in das Labor vor und hielt seine Klinge zwischen sich und den vermeintlichen Verteidigern. Das Training auf Ord Mantell kam ihm dabei beinahe automatisch wieder in den Sinn. Gerade jetzt durfte er nicht in alte Gewohnheiten zurückfallen und versuchen, jede Bewegung bis ins letzte Detail vorauszuberechnen. Es genügte, aufmerksam zu bleiben, Veränderungen wahrzunehmen und darauf zu reagieren, sobald es notwendig wurde.

Dass dies leichter gedacht als getan war, zeigte sich nur wenige Augenblicke später.
Ein Schrei ertönte hinter der Barrikade und eine Frau in einem Technikeroverall setzte sich plötzlich in Bewegung. Für einen kurzen Moment konnte Darel nicht erkennen, was sie vorhatte. Erst als sie über die Barrikade sprang und er das Messer in ihrer Hand bemerkte, begriff er, dass ihr Ziel nicht die Flucht war.

Sie sprang Sedros von hinten an.
Darel setzte sich bereits in Bewegung und hob sein Lichtschwert, doch sein Meister reagierte schneller. Sedros wirbelte herum und die rote Klinge beschrieb eine kurze Bahn durch die Luft, die den Angriff beendete, noch bevor die Frau ihn erreichen konnte.

Das Lichtschwert traf sie auf Höhe des Bauches.


Darel hatte an dem heutigen Tag bereits mehrere Tote gesehen. Erst wenige Minuten zuvor war er auf dem Weg zum Computerkern an den Leichen von Technikern und Wissenschaftlern vorbeigegangen und hatte versucht, den Anblick für sich einzuordnen. Diesmal war es anders. Die Frau hatte unmittelbar vor ihm noch geschrien, war gesprungen und hatte gelebt, bevor Sedros' Klinge ihren Körper innerhalb eines Augenblicks durchtrennte.

Für einen kurzen Moment blieb Darels Blick an ihr hängen.
Die Ausbildung hatte ihn durchaus darauf vorbereitet, was ein Lichtschwert mit einem menschlichen Körper anrichten konnte. Etwas darüber zu wissen und es aus wenigen Metern Entfernung tatsächlich zu beobachten, waren dennoch zwei verschiedene Dinge. Der Geruch, die beiden Körperhälften auf dem Boden und vor allem die Geschwindigkeit, mit der aus einem lebenden Menschen etwas vollkommen Regloses geworden war, ließen sich durch keine theoretische Lektion wirklich vermitteln.

Darel wartete beinahe darauf, dass der Anblick etwas in ihm auslöste.
Doch abgesehen von einem kurzen Unbehagen kam überraschend wenig.

Diese Erkenntnis beschäftigte ihn beinahe mehr als der Tod der Frau selbst. Vor seiner ersten Mission hatte er sich durchaus gefragt, wie er auf echte Gewalt reagieren würde, ob sein Körper anders darauf reagieren würde als sein Verstand oder ob ihn der erste unmittelbar miterlebte Tod länger beschäftigen könnte. Nun lag eine Frau, die wenige Augenblicke zuvor noch gelebt hatte, in zwei Teilen vor ihm und Darel stellte fest, dass er damit wesentlich leichter umgehen konnte, als er erwartet hatte.

Sedros hatte diesen Menschen angeboten, sich zu ergeben. Der Techniker hatte daraufhin zweimal auf ihn geschossen und die Frau war mit einem Messer auf seinen Rücken losgegangen. Beide hatten eine Entscheidung getroffen und beide hatten die Konsequenzen dieser Entscheidung erlebt.

Mehr musste Darel darin im Augenblick nicht sehen.
Vielleicht hätte ihn diese eigene Nüchternheit beunruhigen sollen. Stattdessen empfand er eine merkwürdige Form von Erleichterung. Er musste sich nicht überwinden, musste keine Übelkeit hinunterschlucken und auch keinen Gedanken gewaltsam verdrängen. Die Wirklichkeit des Kampfes war brutal, doch offenbar konnte er damit umgehen.

Darel richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die übrigen Menschen hinter der Barrikade und bemerkte dabei, wie selbstverständlich sich das Lichtschwert noch immer in seiner Hand anfühlte.
Vielleicht gewöhnte er sich schneller an dieses Leben, als er selbst erwartet hatte.

Dann hörte er seinen Meister.

„Was im Namen der Imperatorin sollte DAS denn?!“


Darel sah für einen Augenblick zu Sedros hinüber.

Von allen möglichen Reaktionen auf einen gerade abgewehrten Angriff hatte er nicht unbedingt damit gerechnet, dass sein Meister beinahe persönlich beleidigt darüber sein würde, dass die Frau überhaupt versucht hatte, ihn mit einem Küchenmesser anzuspringen. Gerade die offensichtliche Empörung in seiner Stimme machte es Darel schwer, die Situation nicht wenigstens für einen kurzen Moment absurd zu finden.

Unter seinem Helm zuckte sein Mundwinkel nach oben und er bemühte sich keinen Amüsierten laut von sich zu geben.

Vor ihnen befanden sich schließlich noch immer mehrere verängstigte Menschen, und zwei ihrer Kollegen hatten gerade eindrucksvoll bewiesen, dass Angst nicht zwangsläufig zu vernünftigen Entscheidungen führte. Darel verlagerte deshalb lediglich seinen Stand ein wenig und behielt insbesondere jene Personen im Auge, die noch immer irgendwelche Gegenstände in den Händen hielten.

Sollte einer von ihnen ebenfalls auf die Idee kommen, Sedros oder einen der Death Trooper anzugreifen, wollte Darel dieses Mal nicht erst reagieren, wenn sein Meister die Angelegenheit bereits selbst erledigt hatte.


Agriworld-2079 | Neue Republik | Mittler Rand – M'Shinni Sektor | Kleinstadt auf der Südhalbkugel, Forschungsanlage – Labor 3 | Sedros Xyrtademus (inkognito als Darth Naver), Darel Cor (inkognito als Sith-Schüler Rel), zwei Death Trooper, zwei KX-Droiden, Wissenschaftler und sonstiges Personal der Anlage (NSCs)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mittlerer Rand - M'Shinni Sektor- Agriwold-2079 - regionales Verwaltungszentrum Aurek - Tri Tunsa, Gwenn, 1st und 2nd Squad (NPCs), 4 Sturmtruppler (NPCs)

Gwenn erklärte Tri einen Plan, wie sie das Verwaltungszentrum stürmen wollten. Vermutlich würde es im zweiten Stock leichten Widerstand geben, jedoch nichts womit sie nicht fertig würden. Der Plan war, dass Gwenn den Ostflügel zusammen mit ihrem ersten Trupp sichern würde und Tri sollte sich mit seinen Leuten den Westflügel vornehmen. Dann würden sie sich vor dem Hertfordshire Constabulary treffen um die dort stationierten Sicherheitskräfte auszuräuchern. Auf die Frage ob es sich für ihn gut anhört antwortete er mit: ,,Ja, hört sich gut an." Gwenn sagte noch, dass sie Personen die etwas wichtiger waren gerne befragen würde und Tri entgegnete:,, Das ist kein Problem." Er tauschte noch mit ihr die Komfrequenz und machte sich bereit. Schließlich gab er seinen Leuten mit den nicht mehr ganz weißen Rüstungen noch ein paar kurze Anweisungen, wie sie das Gebäude am Besten sicherten und was sie beachten mussten und dann gingen sie vorsichtig Richtung Gebäude.
Sie öffneten die Tür und traten ein. Tri sicherte ein kleines Büro in dem es nach Reinigungsmittel stank. Er war Immer darauf bedacht mögliche Versteckmöglichkeiten, wie zum Beispiel Türen oder Möbel vorsichtig zu sichern um nicht angegriffen zu werden. An der Wand hing ein Gemälde, das ein Blühendes Feld mit 2 Arbeitern im Hintergrund zeigte. Ansonsten war das Büro relativ karg eingerichtet. Es gab einen Schrank, einen Schreibtisch und eine kleine Komode. Nachdem er diesen Raum gesichert hatte ging er zum nächsten.
So arbeiteten sich Stück für Stück richtung Treppe vor. An der Treppe angekommen übersprangen sie den ersten Stock und nahmen sich den zweiten vor. Um das Treppenhaus zu sichern wurden Minen ausgelegt. Er war sich sicher, dass dies reichen würde.
Im zweiten Stock trennten sich Tri und Gwenn. Er nickte ihr noch einmal zu und ging dann weiter richtung Westflügel. Die ersten beiden Räume, welche von Tri und seinen Männern gesichert wurden waren uninteressant, aber der Dritte ganz im Gegenteil. Es war ein kleines Labor mit vielen Reagenzgläsern und blubernen Flüssigkeiten. Es stank ziemlich und aus irgendeinem Grund waberte Nebel im Raum herum. Seven war der erste, der den Wissenschaftler sah, der zusammengekauert in einer Ecke saß. Tri befohl ihm: ,,Steh auf!" und der Wissenschaftler, sein Namensschild wies ihn als Dr. Krell aus, befolgte diesen Befehl. Tri wies einen der Sturmtruppler an ihn zu Gwenn zu bringen. Der Truppler nickte und führte seine Aufgabe aus. Nun waren sie also nur noch zu viert. Sie verließen das Labor und liefen weiter den Flur entlang. Hinter einer der Türen war ein Lager. Kisten waren übereinander geworfen und ihr Inhalt verteilte sich über den Boden. Einer der Anderen wollte gerade den Raum betreten, als ihn ein Skrilling ansprang. Er hielt ihm ein Spitzes Stück Gals an den Hals und forderte die Sturmtruppler mit seiner Hand auf, die Waffen wegzulegen. Doch der Seargent dachte gar nicht daran und gab einen Schuss ab. Der Schuss traf den Skrilling mitten in die Schulter. Er schrie auf und ließ den Soldaten los. Der nutzte dies nahm seinen Blaster und erschoss den Feind. Er war vermutlich Reinigungspersonal gewesen, jedenfalls trug er einen Blauen Overall mit Gelben Knöpfen. Nun war er besiegt.
Allerdings hatten sie viel Zeit verloren, die sie wieder gut machen mussten. Sie beeilten sich mit der weiteren Durchsuchung der Räume, fanden jedoch nichts spannendes mehr.
Sie waren fast an dem Treffpunkt angelangt als es ein paar Metern neben ihnen eine kleine Explosion gab. Tri, der am Nächsten stand wurde zurückgeworfen und knallte gegen einen ausgeschalteten Roboter, der werweißwarum dort rumstand. Die Sturmtruppler rannten zu ihm hin, um zu fragen ob alles Okay war, jedoch hatte er bis auf ein paar blaue Flecken nichts abbekommen. Er untersuchte den Auslöser der Explosion und sah ein Rohr aus dem Gas auströmte. Daneben war ein Kaputtes Kabel, wahrscheinlich hatte es Funken gesprüht und das Gas hatte sich entzündet. Es gab also keinen großen Grund zur Sorge.
Sie gingen schnell weiter und als sie am Treffpunkt ankamen sahen sie, dass die anderen noch nicht da waren. Sie setzten sich auf den Boden und ruhten sich kurz aus, nachdem sie den Raum gesichert hatten.



Mittlerer Rand - M'Shinni Sektor - Agriwold-2079 - regionales Verwaltungszentrum Aurek - Tri Tunsa, 3 Sturmtruppler (NPCs)
 
Zurück
Oben