Abregado-rae (Abregado-System)

- ??? - ??? - ??? - Zelle - mit Jace -

Das Vertrauen ihrer Familie genoss Noa zweifellos, doch das war auch nicht das Problem. Es war keine Arroganz, wenn sie selbstbewusst behauptete, dass sie besser mi sämtlichen Schussswaffen umgehen konnte als jeder ihrer Brüder (wenn sie auch tatsächlich nicht so weit gehen würde dies laut auszusprechen, jedenfalls nicht Jace gegenüber. Bei ihren Brüdern sah das schon wieder ganz anders aus, freundliche Wettbewerbe unter Geschwistern waren schließlich vollkommen normal). Auch Baes Hawot wusste, dass Noa mit einem Blaster oder einem Scharfschützengewehr in der Hand nicht zu unterschätzen war. Der Draethos hatte sich in der Vergangenheit erstaunlich viel Zeit für die brünette Widerstandskämpferin genommen und sie darauf trainiert ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen. Darüber hinaus hielt er sich jedoch zurück. „Personelle Entscheidungen“ oblagen dem General seblst und an zweiter Stelle Pablo, und während letzterer nicht selten befangen war ob der Besorgnis um seine jüngere Schwester – was er freilich nicht gerne zu gab – hatte General Grant eine grundsätzliche Abneigung gegen Frauen in „militärischer Funktion“. Noa hatte keine Ahnung, ob er ihre Fähigkeiten grundsätzlich anerkannte oder nicht, sie wusste nur, dass er sie nicht entsprechend einsetzte. Hätte er sie bei dem Anschlag auf Moffe Veran zum Einsatz aufgestellt, vielllicht wäre das letztendlich missglückte Attentat anders aus gegangen. Rückblickend ließ sich das nicht feststellen und ein was-wäre-wenn-Szenario nutzte auch niemandem etwas, doch Noa konnte nicht umhin trotzdem insgeheim zu denken, dass sie vielleicht einen Unterschied hätte machen können. Vielleicht.

„Ich habe schon das ein oder andere gemacht, aber es waren Kleinigkeiten.“

Noa rutschte auf der Pritsche, auf der sie mehr Platz hatte, seitdem Jace beschlossen hatte sich sportlich zu betätigen, weiter nach hinten, lehnte sich an die Wand und zog die Knie an. Selbst in ihren eigenen Ohren klang sie wie ein unzufriedenes Kind, das sich ungerecht behandelt fühlte (was, bis auf auf den Begriff „Kind“ vollkommen zutraf). Näher erklären konnte sie ihren Unmut allerdings auch nicht. Sie konnte über General Grant denken was sie wollte, doch was wäre sie für eine unloyale Person, wenn sie ihn vor Außenstehenden schlecht machen würde? Pablo, und nicht zuletzt auch ihr Vater hielten große Stücke auf den General und sie selbst ja auch, abgesehen von dieser einen Sache. Was auch immer sie sonst dachte, sie würde den Defendern nicht in den Rücken fallen.

„Im Übrigen bin ich nicht dein Wachhund.“

Fügte sie an. Ob Jace auf Tiernamen stand? Abschätzend betrachtete Noa weiter seine fleißigen Dehnübungen. Hmm, sie konnte sich ja mit vielerlei arrangieren... uhh, aber doch nicht mit sowas!Verdammt, wie verzweifelt musste sie sein??

„Janson ist dein Aufpasser. Ich bin nur hier um den Gen.. die Defender auf dem Laufenden zu halten. Informationen, sonst nichts. Und das klingt in der Theorie nicht zu schwierig, daher hat man mir das zugetraut.“

Erklärte Noa den Grund ihrer Anwesenheit. Jetzt hatte sie doch wieder eine winzige Spitze gegen Grant los gelassen! Grant war misstrauisch und es gefiel ihm nicht, irgendwo nicht mit eingebunden zu sein. Für gewöhnlich hatte er überall dort, wo es ihm wichtig erschien, seine Spione sitzen. Als die Rätin den Deal mit einem gewissen Jace Chorios abgemacht hatte, hatte er aus seiner Sicht schnell handelt und einen seiner Leute einschleusen müssen. Ob Jace, Jedi oder Wingston – aus Defender-Sicht gab es allerhand zu beobachten und interessantes für Noa zu berichten.

„So ist es vermutlich auch am sinnvollsten.“

Dachte sie laut weiter und deutete ein Lächeln an.

„Solltest du dich entschließen dein eigenes Ding zu machen und unseren Deal zu ignorieren, wird Janson vermutlich eher mit dir fertig als ich. Wobei... ich könnte dir natürlich einen Blasterstrahl zwischen die Augen jagen!“

Stirnrunzelnd blickte Noa an sich herunter.

„Aber ohne Waffen dürfte das schwierig werden. Glück gehabt!“

Wenn sie wenigstens wüsste, wie spät es war – nicht, dass das einen Unterschied gemacht hätte – aber es war doch recht unangenehm überhaupt kein Gefühl für Zeit und Raum zu haben. Das gab ihr ein Gefühl der Verlorenheit. Außerdem hatte sie Hunger und Jace war offenbar mit seinen Übungen fertig. Schade eigentlich. Noa sah ihn an und traf seinen Blick. Oh, oh, sein Gesichtsausdruck gefiel ihr gar nicht.

„Ich? Mich bewegen?“

Fragte sie ungläubig, als ihre Befürchtung sich bestätigte.

„Hier?“

Auf keinen Fall. Da konnte er warten, bis er schwarz wurde. Never ever.

„Ich bin ganz gut aufgehoben, wo ich bin.“

Versuchte sie schwach zu argumentieren, ohne ein wirkliches Argument gebracht zu haben. Natürlich spielte Jace sogleich seinen Joker aus, dafür war er genau der Typ, und drohte Noa an, sie von der Pritsche herunter zu holen. So ein Blödmann, das war doch nicht sein Ernst – war es doch nicht, oder?

„Du, mich holen?“

Offenbar hatte sie ihre Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen, irgendwann innerhalb der letzten zwei Minuten verloren.

„So ein Quatsch.“

Sie hatte nichts gegen Bewegung, wirklich nicht. Es war kein Geheimnis, dass Noa Chanelle Cortina gerne auf dem Sofa herum lümmelte und Süßigkeiten naschte, doch wenn es nötig wurde, konnte sie sich auch aufraffen um auf dem Trainingsbike überschüssige Pfunde abzustrampeln. Außerdem ging sie regelmäßig aufs Laufband, wann immer Zeit dafür war. Doch hier und jetzt vor Jace' Augen herum zu hampeln und Gymnastikübungen zu machen? Oh nein.

„Mir geht es schon wieder richtig gut.“

Log sie erbärmlich schlecht.

„Kein Grund zur Sorge.“

- ??? - ??? - ??? - Zelle - mit Jace -
 
Abregado-Rae, Capital City - In einem Robotaxi irgendwo im Nirgendwo - Aramân, Exodus, Tara, Flynn, Wes

Flynn fand, dass ein Lichtschwert besser geeignet gewesen wäre als Aramâns Handarbeit und sagte das auch laut, doch Wes schüttelte den Kopf.

»Nicht unbedingt. Wir sind auf einer imperialen Welt, weshalb ich gerne alles vermeiden möchte, was die allgemeine Aufmerksamkeit auf uns lenkt. Auch wenn man mein Lichtschwert auf die Entfernung vielleicht mit einer Sith-Klinge verwechseln könnte, würde es selbst im geschlossenen Taxi absolut jeder, der zufällig hinsieht mitbekommen, was hier abläuft, und das möchte ich nicht.«

Erklärte er. Wie sich etwas später herausstellte, besaß Exodus ein Datapad, das bereits von Haus aus mit einem Lesegerät für die Speicherchips ausgestattet war. Nach kurzer Recherche teilte er ihnen den Namen einer Firma mit, welcher sich offenbar im Gedächtnis der Droiden befunden hatte – kein schlechtes Ergebnis dafür, dass sie anderenfalls sicher Stunden mit der Analyse zugebracht hätten. Avon Industries, der Firmenname klang, wie er feststellte, verdächtig nach Nova, und das konnte tatsächlich Zufall sein, oder auch nicht.

»Könnte jedenfalls nicht sagen, schon einmal von dieser Gesellschaft gehört zu haben.«

Meinte der Jedi und zuckte mit den Achseln. Da es sonst nicht mehr wirklich sinnvoll war, in dem Vehikel zu bleiben um ein neues, hoffentlich anonymeres zu finden. Scherzhaft kommentierte sein Padawan die Situation und hoffte, nicht in ein anderes Taxi umsteigen zu müssen.

»Ich frage mich, ob das an mir oder an dir liegt, mein sehr junger Padawan. In ein Taxi steige ich heute allerdings auch nicht mehr. Mietspeeder, oder -boot, was immer man hier hat.«

Exodus hatte offenbar etwas mit seinem Bruder zu besprechen gehabt, doch der Taanaber kümmerte sich nicht weiter darum. Es war schon erstaunlich, wie sehr man sich an manche Situationen gewöhnen konnte – eigentlich war war die Beziehung zu dem Ex-Sith nicht weniger delikat als auf dem Hinflug, doch inzwischen machte niemand mehr einen Wirbel aus den gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten, zumindest Wes nicht, und über die Gefahr, die von ihm möglicherweise ausgehen
könnte, machte er sich spätestens seit der Entführung von Jace und Noa auch keine Gedanken mehr. Mittendrin aber, und zwar weil der andere Mensch das nun lauter sagte, hörte er mit, dass die potentielle Gangsterfirma sowohl eine Basis auf einem Mond als auch ein Büro in der Stadt hätte, und bald einigten sich die Brüder offenbar darauf, diese Spur zu verfolgen, wie der Industrielle auch prompt verkündete.

»Ja, Herr Vizepräsident?«

Erwiderte der Jedi ironisch angesichts der Tatsache, dass Wingston immer noch bei seiner seltsamen Anrede blieb.

»Einverstanden, ich möchte auf jeden Fall die Spur unserer beiden Verbündeten verfolgen. Sobald wir fertig sind, werde ich Euch kontaktieren.«

Eigentlich war er ja ganz froh, dass die Zusammenarbeit mit dem Ex-Sith erst einmal wieder vertagt worden war. Zugegebenermaßen war Avon Industries ein vielversprechender Hinweis, doch er legte keinen gesteigerten Wert darauf, ihm gemeinsam mit Exodus nachzugehen. Außerdem wussten sie zwar, dass seine Angestellten als Sklaven verkauft werden sollten, diese allerdings nicht in unmittelbarer Gefahr waren, von Noa und Jace konnten sie dergleichen allerdings nicht behaupten. Doch schließlich merkte der Jedi-Großmeister, dass Tara unruhig wurde, die ihre Besorgnis schließlich auch in Worte fasste.

»Wenn das alles war, was die Novas oder Avon oder wer auch immer uns beobachtet in petto hat, fühle ich mich nicht sehr angreifbar,«

Scherzte Wes, bevor die Togruta durch einen Blick auf ihr Datapad feststellte, dass der Weg zu dem ominösen Keller gar nicht so schwierig war. Anscheinend machte das Gerät allerdings Probleme, bis sie schließlich bemerkte, dass die Abdeckung der Energiezelle nicht richtig saß. Ihre Gesichtshaut wurde dunkler, als ihr plötzlich aufging, wie ihre Gegner sie gefunden hatten.

»Man bekommt es definitiv nicht richtig zu.«

Kommentierte Wes geistesabwesend, während er an der Klappe herumfummelte um herauszufinden, warum sie nicht schloss, und Tara weiter aufgeregt erzählte und wie auch er vermutete, dass der Peilsender dort irgendwo versteckt war. Schließlich entfernte er die Zelle, zog er einen kleinen Dolch aus der Tasche (ein Geschenk eines früheren Padawans), stemmte die Spitze gegen den Schlitz auf der Rückseite des Fachs und voilà: eine doppelte Wand sprang heraus und offenbarte eine an die eigentliche Rückwand geklebte, flache Elektronikschaltung. Er entfernte auch diese, warf sie auf den Boden und zertrat sie.

»Tatsächlich! Damit sind wir unsere Anhängsel hoffentlich los und müssen wohl auch nicht befürchten, weitere kleine Überraschungen mit uns herumzutragen. Sonst habt ihr ja nicht von eurem freundlichen Kontaktmann bekommen, oder?«

Fragte er. Seine Padawan schlug vor, eine Fähre oder gleich einen Privatbootverleih zu suchen, bevor sie geschmerzt aufstöhnte.

»Ich suche gerade nach einem…«

Hatte Wes in sein eigenes Pad vertieft angesetzt, doch jetzt sah er auf und musterte seine Schülerin besorgt.

»Alles in Ordnung mit dir oder sollen wir eine Apotheke suchen?«

Schließlich mieten sie jedoch ein schnelles Boot und nahmen darin Platz, wobei der Großmeister gewohnheitsgemäß das Steuer übernahm.

»Ich kann dir eine kleine Übung für die Fahrtzeit anbieten, die den Schmerz hoffentlich erträglicher macht.«

Schlug er vor.

»Konzentriere dich auf deinen Arm und die Macht. Tauche ganz tief in sie ein, lasse dich von ihr treiben und durch dich fließen, und versuch' an etwas schönes zu denken – du stehst ja seit Stunden unter höchster Anspannung. Wenn du der Macht ganz vertraust und ich fest in sie fallen lässt, sollte der Schmerz bald besser werden, möglicherweise heilt es so sogar etwas schneller. Flynn, du kannst deiner Mit-Padawan gerne dabei helfen!«

Abregado-Rae, Capital City - Boot auf dem breiten Kanal - Tara, Flynn, Wes
 
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[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ Taxi ▫ ] mit Wes, Aramân, Exodus, Tara

Wes verneinte seinen Vorschlag ein Lichtschwert zu benutzen, sie waren eigentlich immer in Feindesland, was Flynn nicht gerade gut stimmte.

„Ich vergesse immer, dass wir nicht alleine sind und wir immer beobachtet werden und dann kommen noch die Ritter in Weiß dazu. Da kann man sich nur fragen, welchen Sinn macht das ganze?“

Flynn sinnierte etwas, was ihn nur mürrischer machte, weshalb er keinen Blick mit den Sith riskierte. Trotzdem tat er seine Arbeit gut und konnte sogar den Namen herausfinden, wie das ihnen weiter helfen konnte, das wusste er nicht. Wes war wohl ganz seiner Meinung, als er es feststellen musste, dass sie irgendwie regelrecht gejagt wurden.


„Ich glaube ich bin hier für Die eher wie ein leeres Blatt Papier, nichts aussagend, trotzdem bedrohlich“


Flynn grinste fortwährend, da seine gute Laune noch nicht verflog und er einen Witz nach dem anderen herausspuckte, dabei vergaß er ganz die Mission.

„Ich glaube Du bist da eher viel interessanter als ich. Wie war das mit dem Kopfgeld?“

Sein Grinsen blieb noch für ein paar Minuten bestehen. Danach nahmen sie doch ein Boot, worüber er sich nicht wirklich wunderte. Danach empfahl Wes Tara eine Technik, die ihre Schmerzen lindern sollte.

„Was genau soll ich denn machen?“

Flynn schaute verwundert, da er nicht wusste, was genau Wes damit meinte.

[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ Boot auf dem breiten Kanal▫ ] mit Wes und Tara
 
[ Abregado-rae – Capital-City – irgendwo gestrandet | Aramân und Exodus ]

Die Jedi hatten sich eines der Boote genommen, die hier auf Abregado-rae, dank dem Kanalsystem, auch ein beliebtes Fortbewegungsmittel waren. Exodus schwor jedoch weiterhin auf die Lufttaxis. Wie schnell konnte so ein Boot auch schon im Vergleich sein? Aramân und er waren jetzt wieder allein, eine Konstellation, die ihm sehr gut gefiel. Diese beiden Jedi-Padawane waren sehr anstrengend. Die Togruta war ängstlich und weinerlich und der Mensch hatte eine zu große Klappe.

„Also dann.“

sagte Exodus und sah sich um. Sie hatten das alte Lufttaxi auf einem kleinen Platz gelandet, nahe einigen Fabrikgebäuden. Von hier aus mussten sie jetzt wieder zurück in den Stadtkern, wo laut Karte das Büro von Avon Industries lag. Dort, wo die Jedi sich eines der Boote herangewunken hatten, stand auch eine Reihe von Lufttaxen.

„Dort drüben.“

Exodus zeigte auf die Reihe der Raumschiffe, die sein Bruder mit Sicherheit auch schon entdeckt hatte und lief zielstrebig darauf zu. Diesmal bloß kein Droide – ein lebendes Wesen war immer besser, wenn es auch keinen Chip hatte, dessen Daten man auslesen konnte. Sie liefen die Reihe der Taxen entlang, bis sie sich dazu entschieden das Schiff eines kleinen Chadra-Fans zu nehmen. Der wirkte harmlos und stellte sich als ziemlich schweigsam heraus. Das einzige was er von sich gab, war die Bestätigung ihres Zielortes: dem Avon-Industries-Büro.

Es vergingen etwa fünf Minuten, bis der Chadra-Fan das Taxi auf einen kleinen Landeplatz manövrierte und sie vor einem kleinen, aber durchaus eleganten Gebäude herausließ. Das Bauwerk bestand aus Stahl und Glas, war allerdings nur 2-stöckig und wies den Schriftzug „Avon Industries“ auf. Perfekt.


„Gehen wir rein und fühlen denen mal auf den Zahn?“

fragte Exodus seinen Bruder und schielte durch die große Glasfront des Gebäudes zur Rezeption. Dort saß eine menschliche Frau und sah gleichmütig geradeaus. Sonst war niemand zu sehen. Naja, ob sie aus der etwas herausbekommen würden?

[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]
 
[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]

Aramân war seinem Bruder auf den Schritt gefolgt. Inzwischen hatten sie sich von den anderen getrennt und mithilfe eines diesmal bemannten Taxis zum Büro von Avon Industries in Capital-City begeben. Vor ihnen lag ein elegantes, zweistöckiges Gebäude, hinter dem sich eine Lagerhalle befand vor der wiederrum mehrere Frachter beladen wurden. Irgendetwas passte nicht ins Bild, doch bisher war dies nur ein unbestimmtes Gefühl. Dessen Ursprung konnte Aramân nicht ausmachen.

„Gehen wir rein und fühlen denen mal auf den Zahn?“ fragte Exodus. Aramân antwortete nur mit einem stummen Grinsen und blickte weiter an der Fassade des kleinen Handelspostens vorbei zu den Lagerhäusern. „Irgendwas passt doch nicht zusammen…“, dachte er bei sich.

Exodus hatte bereits den Eingang des Gebäudes erreicht und deutete mit einem Nicken an, dass sie eintreten sollten. Offensichtlich hatte er die Hoffnung, von der unscheinbaren Gestalt an der Rezeption nähere Informationen zu erhalten. Aramân folgte seinem Bruder und sah sich im teuer gestalteten Eingangsbereich um, während Exodus sich an der Rezeption bereits mit der Empfangsdame unterhielt.

Zu seiner rechten befand sich ein kleiner Wartebereich mit Sitzmobiliar. An der Wand im Hintergrund hingen verschiedene Kunstobjekte, mit denen Aramân nichts anfangen konnte. Abstrakte Symbole und wilder Gebrauch verschiedener Farben, die vermutlich Gefühle vermitteln sollten. Der ehemalige Sith rümpfte die Nase und realisierte, dass sich bei ihm keinerlei Gefühl regte. Er gab ein genervtes Grummeln von sich und wandte den Kopf zur linken Seite des Raumes. An der Wand hingen Portraits der Firmenpräsidenten des vergangenen Jahrzehnts unter einem großen Emblem des Unternehmens. Die Beschriftung „Interplanetare Transporte, mit Sicherheit sicher“ stand als Zusatz unter Avon Industries geschrieben, welche Aramân bereits im Taxi auf Exodus Com gesehen hatte. In diesem Moment fiel es Aramân wie Schuppen von den Augen. „Natürlich!“, dachte er bei sich und lief ruhig zu den Sitzgelegenheiten an der gegenüberliegenden Wand. Gedämpft drangen die letzten Worte des Gesprächs zwischen seinem Bruder und der Empfangsdame an sein Ohr, die er jedoch nicht verstand. Einen Moment später wandte sich Exodus um und kam auf ihn zu.


“Sie kann uns nicht weiterhelfen. Allerdings konnte ich einen kurzfristigen Termin mit einem Vertreter aushandeln, der uns jeden Moment empfangen wird.“

„Gut“
, antwortete Aramân knapp und wies auf die Wand mit den Portraits und dem großen Logo. “Irgendetwas an diesem Ort ist seltsam“, setzte er an, um seine Gedanken mit seinem Bruder zu teilen.

“Dies ist die Zentrale des Unternehmens auf Abregado-rae, richtig? Dann wundert es mich, dass dieses Gebäude so klein und eher unscheinbar ist. Das Unternehmen bietet interplanetare Transporte an, scheinbar sogar bewacht. Die Lagerhallen im Hintergrund deuten eher auf ein lokales Transportunternehmen hin. Die Frachter sind nicht darauf ausgelegt, weite Strecken zu fliegen, auch wenn sie fähig sind, die Atmosphäre zu verlassen. Aber für einen Sicherheitstransport sind sie erst recht ungeeignet. Was denkst du?“

Bei dieser Mission erinnerte sich Aramân des Öfteren an seine Zeiten bei der New Black Sun. Und auch dieses Mal kam ihm das Szenario merkwürdig vertraut vor. Er blickte Exodus erwartungsvoll an.

[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]
 
(Yesla Ktan)

Abregado-rae, Capital City - In Ruukos Wohnung - Yesla (alleine)

Was für ein Durcheinander! Yesla hatte bereits befürchtet, dass sie nicht die Erste war, die in Ruukos Appartement eindrang, doch bereits nach wenigen Schritten wurde es offensichtlich. Jemand war hiergewesen und hatte, zweifellos in der Suche nach etwas, jeden Schrank und jede einzelne Schublade durchwühlt. Oder, möglicherweise war die Person sogar noch hier, vermutete die Echani. Grund genug, noch vorsichtiger zu sein und sich entschieden leiser und graziler zu bewegen, als man einer Frau ihres Gewichts gemeinhin zutraute.

Die Tür zum Arbeits- und Schlafzimmer stand offen, weshalb der silberhaarigen Assassinin ein allzu vertrauter Geruch entgegen schlug: der Geruch von Ozon und von verbranntem Fleisch. Offensichtlich hatte der Eindringling sich nicht darauf beschränkt, die Wohnung zu durchsuchen – oder er war von dem Neimoidianer überrascht worden. Blitzschnell drückte sie sich gegen die Wand, für den Fall, dass der Mörder noch im Raum war, und zog ihren kleinen Blaster aus ihrer Handtasche. Dabei ärgerte sie sich darüber, dass sie so gut wie unbewaffnet war, doch als sie sich aufgemacht hatte, Kontakte mit den mutmaßlichen Geschäftspartnern der Novas zu knüpfen, hatte sie nicht damit gerechnet, dass der Tag so verlaufen würde. Wobei „so gut wie unbewaffnet“ in diesem Zusammenhang bedeutete, dass sie immer noch zwei kompakte Vibromesser unter ihrem kurzen Kleid an den Oberschenkeln befestigt hatte, ein ganz kleines obligatorischerweise im Schuh, einen Miniatur-Schockstab in ihrer Handtasche und für Notfälle einen winzigen Holdout-Blaster in ihrem Dekolleté (welches allerdings auch für den Handblaster ausreichend Platz geboten hätte). Selbstverständlich war sie als Echani naturgemäß eine mehr als ordentliche Kämpferin in der gleichartigen Kampfkunst, trotzdem fühlte sie sich ohne wenigstens einen wirklich durchschlagkräftigen Blaster oder Gewehr und vor allem ohne ihren Kampfstab geradezu nackt.

Noch einmal durchatmen – Yesla konzentrierte sich bereitete sich mental auf das möglicherweise kommende vor und wirbelte schließlich unvermittelt herum und stürmte ins Zimmer, um dort lediglich die Leiche des Kontaktmanns vorzufinden. Mit einem schnellen Blick nach links und nach rechts vergewisserte sie sich, dass sie allein im Raum war und näherte sich dem Dahingeschiedenen. Sie kniete sich neben ihn und legte ihren Blaster vor sich ab, um ihn zu untersuchen. Ruukos Körper war noch sehr warm, sein Tod konnte also noch nicht lange er sein. In seinem Gesicht stand Überraschung, er hatte seinen Mörder also wohl noch gesehen. Er sah zur Tür, soweit man das noch sagen konnte. Vielleicht hatte er den Eindringling auch vertrieben, denn die Türen einer Schrankwand waren durchgehend geschlossen, nach dem bisherigen Eindruck eine ziemliche Ausnahme. Halbherzig begann sie damit, ihn zu durchsuchen, doch eigentlich galt ihre Aufmerksamkeit dem, was sich womöglich hinter ihr abspielte. Weder war ihr jemand Verdächtiges auf der Treppe entgegengekommen, noch war der Lift hörbar benutzt worden. Durch das Fenster konnte niemand aus dieser Wohnung fliehen. Entweder hatten sie und der andere Eindringling sich also knapp verpasst, oder er befand sich immer noch hier.

Und tatsächlich bewegte sich etwas in den Reflexionen der chromglänzenden Waffe, verbunden mit dem fast unhörbaren Quietschen einer Schranktür, vielleicht hatte die Person vor, nach dem Neimoidianer nun Yesla von hinten zu erschießen, doch die Echani hatte nicht vor, ihm diese Chance zu geben. Mit einer angesichts ihres Äußeren erstaunlichen Geschwindigkeit war sie auf den Beinen, ohne sich um ihren Blaster zu scheren. Mit einem schnellen Sprung überbrückte sie die Distanz zum Versteck des mutmaßlichen Angreifers und benutzte den Schwung für einen Kreisbogentritt, der nicht nur die Schranktür zerlegte sondern auch die dahinter befindliche Person laut aufstöhnen ließ. Zum Vorschein kam ein Zabrak, der seinen Blaster eben hatte fallen lassen und sich die Magengrube haltend durch die Reste der Tür zu Boden sackte.

„Da musst du schon eher aufstehen, wenn du mich aufs Kreuz legen willst, Freundchen!“

Blaffte ihn die Silberhaarige an, zerrte ihn in die Mitte des Zimmers kniete sich dort auf seine Arme und machte ihn so mit weit über 90 Kilo geballter Weiblichkeit bewegungsunfähig. Seinem Gesicht den Rücken zugekehrt, durchsuchte sie ihn und entledigte ihn von seiner zweiten Waffe, einem Vibrodolch. Dabei kamen eine Zugangskarte, wie sie oft an Sicherheitstüren benutzt wurden, zum Vorschein, sowie eine Reihe von Datenchips.

„Deswegen bist du hierhergekommen, nicht wahr? Ruuko wusste zuviel, und dieses Wissen wurde für euch zu einem Problem, habe ich recht? Und ich habe auch einen Verdacht, welche Türe diese Karte öffnet…“

Die weitere Suche förderte ein iKom zutage… offenbar gingen auch zweitklassige Killer inzwischen mit der Zeit. Seelenruhig, da der Zabrak seine anfänglichen Versuche, sich von der auf ihm sitzenden Last zu befreien, eingestellt hatte, fischte sie ihr speziell ausgerüstetes Datapad aus der Handtasche, (die wie bei allen Frauen eine erstaunliche Menge an verschiedenartigen Gegenständen beinhaltete) und überwand damit flugs die Zugangssperre des erbeuteten Geräts. Ein vertrautes Logo zeigte sich ihr, als das iKom den Bildschirm freigab. Avon Industries – die Spatzen pfiffen es von den Dächern, doch jetzt hatte sie den Beweis – sollten Janson und seine anderen Jedi doch in modrigen Kellern herumstapfen.

„Dacht' ich's mir doch…“

Setzte die Echani an, als sie die Geräte beiseite legte, um schlagartig herumzufahren, ihr Opfer auf die Füße zu zerren und mit dem Gesicht gegen die nächste Wand zu donnern. Seinen rechten Arm verdrehte sie hinter seinem Rücken auf schmerzhafte Weise.

„…aber warum bist du kein Gentleman und unterhältst dich mit einer Dame? Erzähl' mir doch ein paar Dinge über dich, die ich noch nicht weiß!“

Abregado-rae, Capital City - In Ruukos Wohnung - Zabrak-Pirat, Yesla
 
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Abregado-Rae, Capital City - Boot auf dem breiten Kanal - Tara, Flynn, Wes

Die Togruta war geschockt, dass sie mit ihrer Vermutung gar nicht so falsch gelegen hatte, als Wes den Peilsender aus dem Datapad herausbrach und auf dem Boden zertrat.

„Also an sich haben wir nichts weiter in die Hand bekommen, außer dem, was wir gegessen haben.“

Meinte sie und hielt sich kurz ihren Magen, als sie daran dachte, dass Wes vorhin gesagt hatte, dass man so was auch verschlucken könnte.

„Aber ich kaue alles so gut durch, dass wäre mir wohl aufgefallen. Hoffen wir einfach mal das Beste.“

Sagte Tara und durchsuchte nochmals gründlich ihre Taschen, doch sie fand nichts auffälliges, was ihr zugesteckt worden sein könnte.


„Mh, sonst sehe ich nichts. Wäre ja vielleicht auch unlogisch uns so viele Peilsender zuzustecken.“


Meinte Tara schließlich zufrieden und beruhigte sich wieder ein wenig, wie es auch ihr Arm tat. Denn schließlich war der Peilsender nun defekt und sie hatten hoffentlich mehr Ruhe vor unangekündigten Unannehmlichkeiten.


„Mein Arm scheint irgendwie auch entzündet zu sein, durch den Blasterschuss von diesem Pack vom Armenviertel. Ich hatte mich auf den Weg zu euch verlaufen, wo mir solche Idioten entgegengekommen sind. Ich glaube nicht mal, dass diese zu den Piraten gehörten. Das waren einfach Unruhestifter dieser miesen Gegend. Aber immerhin habe ich mich wehren können. Sonst...naja egal. Es ist ja nichts weiter passiert, aber ich habe zum ersten Mal ein intelligentes Wesen getötet. Ich meine, es war Notwehr, aber es belastet mich ein wenig.“

Erzählte die Togruta nun ehrlich und vor allem die ganze Geschichte, welche sie ihrem Meister bisher mehr oder weniger vorenthalten hatte, um ihn nicht zu beunruhigen oder im das Gefühl zu geben, sie seie unfähig als Jedi. Sie hoffte einfach, dass sie richtig gehandelt hatte und er mit ihr zufrieden war.

Mittlerweile hatten sie ihr gemietetes Boot bestiegen und fuhren den breiten Kanal entlang, wo sie noch einmal ein ganz anderes Bild von Abregado-rae bekamen. Eines, was nicht so negativ war, wie die Togruta es bisher empfunden hatte. Die liebevoll gebauten sowie verzierten Brücken, die vielen Anlegestellen für Speederboote aller Größen und die Fußgängerpromenaden an den Seiten, wo auch viele Touristen die malerischen Bauten betrachteten. Trotz des bedeckten Himmels an diesem Tag, wirkte dieser Planet nun ganz anders auf die Togruta, wie erst vor einigen Minuten. Sie hatte endlich wieder ein wenig Zeit zum Luftholen.


„Du hast recht. Ich stand die ganze Zeit unter Anspannung. Eigentlich ab dem Zeitpunkt, wo ich von dir getrennt war. Irgendwie habe ich mich bei den Beiden nicht wirklich wohl gefühlt. Nicht richtig geschützt und gleichzeitig wusste ich, dass ich auch sie nicht beide schützen könnte, sondern höchstens mich selbst. Und genau diese Angst hat sich nun auch noch bewahrheitet. Trägt nicht gerade positiv dazu bei, meine Ängste irgendwie abbauen zu können, welche mich teils stark hemmen. Verstehst du was ich meine? Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich, wie ich jene Ängste loswerden könnte. Es ist ja nicht so, dass ich nicht heldenhaft mein Lichtschwert schwingen möchte.“

Meinte sie zunächst ernst und grinste dann am Ende ihrer Erläuterung.


„Oh, wir müssen jetzt übrigens rechts rum! Immer auf dem Hauptkanal bleiben!“

Fügte Tara noch schnell an und reichte das Datapad noch vorne, wo sie die Route eingezeichnet hatte. Zum Glück funktionierte es noch, trotz fehlendem Peilsender. Sie hatte vor dem Tipp von Wes nachzugehen, um ihre Schmerzen und ihre Aufregung zu senken. Über die Witze seines zweiten Schülers konnte sie jedoch nicht wirklich lachen, zumal ihr nicht wirklich zum Lachen war, aber mehr noch, weil sie seine Witze nicht wirklich verstand und sie ihn somit auch nicht witzig fand. Sie sah Flynn kurz verwirrt an und schloss dann die Augen und lehnte sich auf der Rückbank zurück und ließ sich einfach fallen. Ihre Gedanken kreisten lange noch um die aktuellen Geschehnisse und um ihre Tochter, doch schließlich schaffte sie es in eine Art Trance zu fallen und genoss einfach diese Ruhe. Sie achtete verstärkt auf ihre Atmung und auf die Geräusche der Umgebung, so dass keine weiteren Gedanken platz hatten sie zu stören. Ob sie genau das tat, was ihr Meister gemeint hatte wusste sie nicht, aber es tat einfach gut.

Nach einer Zweistündigen Fahrt erreichten sie endlich das besagte Viertel im Dunkeln und Tara suchte als erstes die Bar auf, um diese als Ausgangspunkt zu nehmen.


„Hier sieht die Gegend wieder nicht so schön aus, sondern eher beängstigend. Wobei der Hauptkanal, den wir entlanggefahren sind ja doch recht romantisch war. Schade, dass wir so in Zeitnot sind. Ich meine, ich war noch nie auf vielen verschiedenen Planeten, da das Reisen im Weltraum ja teuer ist, sonst hätte man sich diesen Planet mal etwas genauer ansehen können. Aber dafür bleibt einem als Jedi wohl eh nie Zeit, mh?“

Stellte Tara fest und versuchte sich nun zu erinnern, wie sie gelaufen waren und nutzte dafür auch den Datananhang im Datapad mit der knappen Wegbeschreibung von dem Übermittler.
Der Orientierungssinn versagte einmal nicht bei der jungen Togruta und sie erreichten das besagte Haus und dessen Hintergarten. Die ganze Zeit ruhte ihre Hand in der Nähe ihrer Waffen, da sie fürchtete, dass man hier auf sie wartete, da man sie hier vermutete und eben die Gefangenen schützen wollte. Eventuell war es sogar eine neue Falle, um den Jedi-Meister zu töten, wo er ungeschützt von den Ex-Sith war. Oder sie alle drei. Drei Jedi auf einem Haufen, die in ihren Augen Unruhe stifteten.


„Da drüben ist es. Hinter dem Haus ist der Garten und von dort aus führte eine Tür in einen Keller, der wohl unterhalb des Hauses liegt. Genau dort hin hatte man sie verschleppt.“

Flüsterte Tara, während sie alle drei noch im Verborgenen standen, um nicht entdeckt zu werden, während sie zu dem gegenüberliegenden Haus sahen.


Abregado-rae-Capital City-The Old Patch besagtes Piratenversteck+Keller-Wes, Tara, Flynn
 
Abregado-Rae, Capital City - Boot auf dem breiten Kanal - Tara, Flynn, Wes

Tara war von dem Fund des Peilsenders überhaupt nicht erbaut. Sie durchsuchte vergeblich ihre Taschen und betonte, ihr Essen gründlich zu kauen, für den Fall, einen Minisender verschluckt zu haben.

»Nach dem Fund des kleinen Anhängsels am Datapad glaube ich nicht, dass unsere speziellen Freunde zu derart subtilen Methoden greifen, und ich denke auch, dass es der einzige war. Schließlich erhöht jeder weitere Peilsender die Chance, dass wir einen entdecken und misstrauisch werden.«

Erwiderte Wes und hoffte, dass seine Padawan sich wieder etwas beruhigte. Auf ihren Arm angesprochen erklärte die Togruta, den Streifschuss eines Blasters bei einer Begegnung mit Gesetzlosen auf dem Weg durch das Armenviertel davongetragen zu haben, was jedoch zur Nebensache wurde, als Tara wie beiläufig erwähnte, zum ersten Mal in ihrem Leben getötet zu haben. Nur, dass sie dies keineswegs so einfach wegsteckte, der Großmeister nahm an, dass es ihr weit mehr zu schaffen machte, als sie zeigte. Auf seinen fragenden Blick hin erzählte sie schließlich die ganze Geschichte. Es stellte sich als eine Situation heraus, in die Jedi immer wieder gerieten, nur für die bisherige Ärztin war es eine völlig neue, zweifellos verstörende Erfahrung. Er selbst hatte es nie so empfunden – zum ersten Mal in eine Mission geworfen zu werden, hatte für ihn eher was von einem Spiel gehabt, was bis über seine Padawanzeit hinaus weitgehend so geblieben war, bevor die Alterweisheit nun allmählich auch ihn erfasste. Außerdem hatte ihm natürlich geholfen, dass seine ersten Gegner gesichtslose Wesen in weißen Rüstungen gewesen waren, was ihm erleichtert hatte, den wahren Hintergrund auszublenden, damals zumindest. Für Tara, die ihr bisheriges Dasein dem Retten von Leben gewidmet hatte, musste es eine schockierende Erfahrung sein.

»Ein Leben zu nehmen ist nichts, was irgendein Jedi leichtfertig oder gar gerne tut. Es bleibt immer etwas, worauf man nur zurückgreift, wenn man keine andere Wahl hat, wie in deinem Fall. Du hast gesagt, dass es Notwehr war und da gebe ich dir auch recht. Wenn du keine andere Möglichkeit hast, das Leben eines Unschuldigen oder dein eigenes zu retten außer den Angreifer zu töten, wie könntest du anders handeln? Betrachte es als den Willen der Macht, wenn es dir hilft. Leider wirst du im Laufe deiner Jedi-Karriere wahrscheinlich immer wieder in ähnliche Situationen kommen, allerdings werden dir, je mehr du lernst, auch immer mehr Alternativen zur Verfügung stehen. Du kannst dich sogar auf Methoden zur unblutigen Konfliktlösung spezialisieren, Geistestricks und Illusionen sind zwei Aspekte davon. Für den Moment aber hoffe ich, dass es dich tröstet wenn ich dir sage, dass du richtig gehandelt hast und es diese Typen letztendlich selbst auf sich gebracht haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach wussten sie, als sie sich dazu entschlossen, dass die Chance besteht, auf ein Opfer zu treffen das sich wehrt, oder in eine Schießerei mit Sicherheitskräften verwickelt zu werden, oder was auch immer. Genauso haben sie ja auch in Kauf genommen, dich möglicherweise für ein paar Credits zu töten, das Andenken daran spürst du ja noch.«

Erklärte Wes in beruhigendem Tonfall und hoffte, dass er nicht zu langatmig und theoretisch erklärte, um bei der aufgewühlten Togruta irgendwas zu erreichen. Wenig später saßen sie bereits auf einem Boot auf dem breiten Kanal welches, wie der Vermieter behauptet hatte, nicht viel langsamer als ein Speeder war bei diesem Verkehr, wenn überhaupt… außerdem gewannen sie so wenigstens ein paar Eindrücke von dem Planeten. Der Taanaber wollte Abregado-rae nicht verlassen, ohne nicht wenigstens einmal Boot gefahren zu sein, und jetzt war es soweit.

Das Boot war tatsächlich rasant – auch wenn die Fahrt daher nicht gerade beschaulich zu nennen war, bekamen sie so trotzdem ungleich mehr von Capital City zu sehen als zuvor im Speedertaxi. Sogar Tara entspannte sich ein wenig, und während Flynn mit Wes' Erklärung nichts anfangen konnte, redete diese sich zunächst einmal ihre Probleme von der Seele und öffnete sich ein wenig. Die Togruta hatte Angst gehabt ohne ihren Meister an ihrer Seite, der auf sie aufpasste, woraus folgte, dass Wes sich ein weiteres Mal die Frage stellte, ob er richtig aufgeteilt hatte. Er hatte sowohl Jace als auch Wingston im Auge behalten wollen. Flynn alleine hätte schlechte Karten gehabt, falls sie sich in dem Ex-Sith tatsächlich getäuscht hätten, und seine andere Padawan bei ihm zu lassen war, wie sich eben wieder einmal gezeigt hatte, mehr als problematisch. Was hätte er schon anders besser machen können? Er wusste es nicht, trotzdem schien der ganze Auftrag irgendwo den Bach runterzugehen, mit ihrem Piloten und gerade auch Noa in Gefangenschaft. Er wollte beinahe glauben, einfach nicht der richtige Jedi für diese Mission gewesen zu sein.

Seine Padawan gab nunmehr offen zu, durch ihre Ängste gehemmt zu sein und wollte wissen, wie sie dem abhelfen konnte, was den Großmeister zwang, sich wieder auf das hier und jetzt und die Nöte seiner Schülerin zu konzentrieren.

»Nun,«

Begann Wes ohne lange überlegen zu müssen, mit einer schließlich, wie im Nachhinein selbst fand, recht ausschweifenden kleinen Rede.

»Die meisten Schüler, die ich hatte, befanden sich auf deinem Ausbildungsstand eher in einer Phase leichter Euphorie. Sie begannen ihre Fähigkeiten zu begreifen und damit zu experimentieren. Die meisten wurden zunehmend selbstbewusster und reagierten infolgedessen weniger ängstlich, daher habe ich das so eher selten erlebt. Die meisten Padawane werden im Laufe der Zeit recht selbstbewusst, einige sogar zu sehr, was natürlich ebenfalls schädlich ist. Sowohl Arroganz als auch Furcht können der Beginn des Wegs zur dunklen Seite sein.

Auf jeden Fall hast du recht wenn du sagst, dass die Angst dich hemmt, und deine vermeintliche Hilflosigkeit dazu führt, dass du noch mehr Angst hast, ein ewiger Kreislauf, einer, den du durchbrechen musst. Du musst lernen, der Macht zu vertrauen, und deinen Fähigkeiten, die Übung, die ich dir gegeben habe, kann dabei ein erster Schritt sein. Eigentlich sollten all diese kleinen Gauner inzwischen eher Angst vor dir haben, doch dafür strahlst du nicht genügend Selbstbewusstsein aus, dabei hast du überhaupt keinen Grund, dich derart klein und schwach zu sehen. Versuche, möglichst immer in Kontakt zur Macht zu bleiben, sie wird dir helfen und dich leiten! Nutze jede Möglichkeit, dein Gespür für deine Fähigkeiten zu verbessern und übe die Techniken, die ich dir gezeigt haben, auch mit Flynn wenn ich einmal gerade nicht kann! Wenn du recht darüber nachdenkst, hast du eigentlich keinen Grund, Angst zu haben.«

Ermutigte er sie und lächelte sie an, da es der Verkehr gerade zuließ, um sich sodann an den Coruscanti zu wenden.

»Ich dachte, es wäre offensichtlich, wie du Tara helfen kannst. Wenn zwei Personen eine schwere Kiste hochheben wollen, die für einen einzelnen zu schwer ist, helfen sie sich, indem sie beide dasselbe tun: die Kiste heben. Bei der Macht funktioniert es ähnlich: du hilfst ihr, indem du das machst, was ich ihr aufgetragen habe. Tauche in die Macht ein, lass dich von ihr treiben und sie fließen, gib Tara die Chance, mit deiner Unterstützung das richtige Gefühl für die Übung zu finden, ihr das Lernen durch Abschauen zu erleichtern. Zu zweit geht es einfacher als allein. Es ist allerdings, nebenbei bemerkt, nicht so leicht, auf diese Weise tatsächlich mehr zu erreichen, als ein einzelner könnte, das ist ebenfalls ein Bereich, den man gesondert trainieren muss und auf den man sich spezialisieren kann. Um beim Kisten-Vergleich zu bleiben: wenn sie sehr groß ist und man viele Leute dafür braucht, klappt es wahrscheinlich nicht ohne weiteres, weil die Beteiligten nicht koordiniert sind und nicht genau gleichzeitig agieren, deswegen zählt man dann ja auch oder sagt Hau-Ruck oder was auch immer.«

Nach einer längeren Fahrt, es war längst dunkel geworden, erreichten sie The Old Patch und sie machten sich zu Fuß auf dem Weg zu Versteck. Tara, dass ihr die Gegend wiederum nicht mehr so gefiel und bedauerte, nicht mehr Zeit zu haben, sich diese Welt in Ruhe anzusehen.

»Teilweise schon – vielleicht haben wir auch noch ein oder zwei Tage, nachdem wir unseren Auftrag abgeschlossen haben, das kommt sehr wahrscheinlich stark auf unsere Begleitung an. Erschwerend kommt natürlich dazu, dass wir uns auf einer imperialen Welt befinden, wo – um auf deinen Kommentar von vorhin zurückzukommen, Flynn – ihr weniger gesucht als ich und vor allem nicht in den Kopfgeldlisten eingetragen seit, so dass ihr eigentlich wenig zu befürchten habt, wenn ihr euch unauffällig verhaltet und eure Präsenzen schützt. Bei mir ist es unter Umständen nicht mehr so einfach.«

Die Togruta-Padawan führte sie indes zielsicher zu dem Haus mit dem Hinterhof und zeigte es ihnen aus sicherer Entfernung.

»Okay. Ihr seit Jedi, und daher möchte ich, dass ihr die Dunkelheit zu unserem Vorteil nutzt. Durch die Macht sind wir ihnen sensorisch überlegen… bevor du was sagst, Tara: ich weiß, das bist du auch so.«

Der Jedi grinste.

»Konzentriert euch auf die Macht und versucht so gut wie möglich, die Umgebung und vor allem alle Präsenzen wahrzunehmen. Benutzt sie, um eure natürliche Sehkraft zu unterstützen, stellt es euch vor, wie wenn ihr angestrengt versucht, etwas klein geschriebenes oder weit entferntes zu erkennen. Denke vielleicht an einen Sehtest, Tara, nur dass man die Macht hinzuzieht und sich gleichzeitig darauf konzentriert. Sobald alle soweit sind, brechen wir zum Keller auf, leise, unauffällig, du gehst voraus, Flynn, während ich die Nachhut bilde. Vor dem Kellereingang wiederholen wir dasselbe, bevor wir reingehen.«

Wies er seine Padawane an. Dass er schon vorgefühlt hatte und sich keine Präsenzen in der Umgebung befanden, sagte er ihnen nicht, allerdings reichte seine Wahrnehmung auch nicht bis zum Keller.

Abregado-Rae, Capital City - The Old Patch, Piratenversteck mit Keller - Tara, Flynn, Wes
 
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Abregado-Rae, Capital City - Boot auf dem breiten Kanal - Tara, Flynn, Wes

Es war beruhigend für Tara zu hören, dass sie im Falle der Notwehr richtig gehandelt hatte, da sie gar keine andere Wahl gehabt hatte. Wes versuchte sie dabei zu beruhigend, dass es nicht schön war sowas als Jedi zu erleben, aber es eben manchmal nicht anders ging.

„Naja, zumindest schütze ich so vielleicht noch andere unschuldige Passanten und rette damit deren Leben.“


Sagte Tara nachdenklich. Mehr zu sich selbst als zu ihrem Meister, um sich selbst zu beruhigen.
Später im Boot erklärte er ihr, dass er ihren Fall als Padawan noch nicht so gehabt hatte, welche anfangs so ängstlich war, da die meisten seiner Schüler eher euphorisch gewesen waren.


„Nun, ich bin wohl noch zu sehr Mutter. Immer beschäftigt mit dem Wohl ihres Kindes und der eigenen Gesundheit.“


Meinte Tara seufzend und fragte sich wieder einmal, ob sie überhaupt als Jedi aufgrund der Tatsache geeignet war, zumal ihr Grund für den Einstieg in den Jedi-Orden nur deshalb gewesen war, um ihr Kind zu retten. Beim nächsten Satz von Wes, sah sie ihn leicht empört an.


„Willst du mir damit etwa sagen, ich sei auf dem Weg zur dunklen Seite?!“


Fragte Tara und sah ihn kurz eindringlich an. Die Togruta beruhigte sich jedoch schnell wieder und verstand die Worte des Jedi-Meisters, dass sie mehr Selbstbewusstsein aufbauen musste und somit auch der Macht vertrauen musste und sich einmal in ihr richtig fallen lassen sollte. Die Rothäutige nickte nachdenklich und begann damit sich und ihren Geist in Einklang zu bekommen und sich der Macht ein wenig mehr zu öffnen.

Schließlich erreichten sie The Old-Patch und Wes erklärte ihr, dass sie eventuell noch Zeit hätten, sich die Gegend anzusehen, gab aber zu bedenken, dass dies nicht ganz ungefährlich sei aufgrund dessen, dass der Planet zum Imperium gehörte und auf ihn Wes Kopfgeld ausgesetzt war. Sofort winkte Tara ab und schüttelte den Kopf.


„Nein, dann lassen wir das lieber. Ich dachte ja nur... . Aber unnötig in Gefahr bringen will ich uns auch nicht.“


Meinte die junge Frau und zeigte den Beiden den Weg, bis sie schließlich die besagte Stelle erreichten und sich im Verborgenen hielten. Ihr Meister trug ihr und ihrem Mitpadawan auf, die Umgebung mit der Macht abzutasten und die Togruta musste grinsen, als er dabei darauf einging, dass sie ja schon alleine durch ihre Lekkuschwänze alles erspüren konnte.


„Ja, dass ist wahr. Und vor allem nützlich. Ich kann auch Stimmungen anderer Leute spüren und sogar Gedanken lesen und versuchen darauf einzugehen. Allerdings gelingt mir das nicht immer. Aber vielleicht ist das auch ein Zeichen, dass es eben auch stark mit der Macht zusammenhängt. Meist gelingt das, wenn man gerade nicht mit rechnet. Aber Dunkelheit macht mir nun wirklich nichts aus, auch wenn es mir hier in dem Fall etwas Angst einjagt. So von der Atmosphäre... .“


Meinte Tara stolz auf ihre Lekkuschwänze. Schließlich schloss sie die Augen und machte es ähnlich wie bei dem Erspüren von Auren (eine Übung von Naboo) und tastete die Gegend ab. Doch sie spürte nichts. Machte sie etwas falsch, oder war hier nur wirklich niemand? Die Gegend hier war wirklich beängstigend verlassen, als hätte man alle Plattformen hochgeklappt. Doch als sie schließlich Lebewesen direkt hinter sich im Kanal spürte, welche sich als Wassertiere rausstellten, wusste sie, dass hier wirklich niemand war.

„Ich spüre niemanden, außer den Wassertierchen im Kanal. Ich kann auch keine Stimmungen von anderen erspüren. Daher nehme ich an, dass die Luft rein ist.“


Meldete sich Tara als erstes zu Wort. Sie gingen daher schließlich zum besagten Hintergarten, während die Togruta in der Mitte der kleinen Gruppe blieb, die wie im Nerfgang zum Keller gingen.


„Das ist die Doppeltür. Ich meine die da im Gras! Dies schwere Durastahltür.“

Flüsterte Tara und deutete mit einem Zucken ihrer Lekku hin. Vor Anspannung bogen sich ihre Lekkuspitzen nach oben und sie wartete darauf, dass sie jene Tür aufbrachen, während die Togruta versuchte weiter die Gegend zu prüfen. Doch noch war alles still.

„Meinst du nicht es ist schon zu still und zu einfach?“

Gab schließlich Tara zu bedenken und zuckte ab und zu zusammen, wenn irgendwo etwas knackte, was hier und da mit der Stromversorgung zu tun hatte, so angespannt war sie.


Abregado-Rae, Capital City - Boot auf dem breiten Kanal - Tara, Flynn, Wes
 
- [??? - ??? - ??? - Zelle] - mit Noa

Kein Aufpasser? Na klar. Der Unterschied zwischen Wächter und Überwacher war jawohl ziemlich fließend. Zu mal sie bestimmt nicht daneben stehen würde, wenn er sich aus dem Staub machen würde wollen. Glücklicherweise hatte er das nicht vor und im Augenblick würde es dabei eh einige Komplikationen geben, sein Blick wanderte kurz zur Energiewand hinüber und dann wieder zurück zu Noa.

"Glück?", grinste er und schüttelte den Kopf, "Als ob du mich erschießen würdest.", fuhr er mit einem entwaffnenden Grinsen fort.

Das Gleiche galt wohl auch für Janson, der ihn niemals töten würde um ihn aufzuhalten. Tolle Aufpasser hatte er. Glück für sie, das er nicht so skrupellos oder unehrlich war wie andere...Gestalten in seiner Branche. Allerdings war da ja auch noch Wingston. Wobei...solange man den Teil der Abmachung erfüllte der mit der Wingston Corporation geschlossen worden war, sollte man mit dem ehemaligen Sith keinerlei Probleme bekommen. Möglicherweise ließ er sich sogar zu Aktionen gegen die anderen Mitstreiter motivieren. Tolle Gruppendynamik.
Wenigstens hatte er sich so langsam daran gewöhnt, auch wenn er oft noch gefährlich unbedarft an diverse Dinge heranging, hatte er dennoch das Gefühl sich seiner aktuellen Lage immer besser angepasst zu haben.

Ihre Reaktion auf seinen Vorschlag, sich zu bewegen, war fast zu erwarten gewesen und Jace lachte auf.


"Natürlich.", sagte er mit einer Stimme die zeigte das er ihr nicht ein Wort glaubte. Breit grinsend ging er langsam auf die Pritsche zu.

"So ein Quatsch?"

Quatsch war es, das es ihr gut gehe. Das war vollkommen ausgeschlossen. Er selbst fühlte sich noch nicht mal richtig gut und keinem, außer Jedi oder trainierten Soldaten, würde er abnehmen sich dermaßen schnell wieder gut zu fühlen - auch nicht Noa Chanelle. Oder besser: Gerade Noa Chanelle nicht.

"Quatsch ist, das du dich wieder richtig gut fühlst.", er blieb vor der Pritsche stehen und sah, schief lächelnd, zu ihr herab.

"Letzte Chance? Nein?"

Sie schien sie nicht nutzen zu wollen und bewegte sich keinen Millimeter vom Fleck. Nun, dann musste er wohl ein wenig nachhelfen. Mit sanfter Gewalt packte er die Widerstandskämpferin an ihren Oberarmen, zog sie in die Höhe und versuchte ihre Arme festzuhalten und den Beinen so wenig Treffer wie möglich zugestatten. Einen Augenblick später war er hinter ihr und hatte ihre Arme an ihren Körper gedrückt. Dann bugsierte sie schnell in die Mitte des Raums, allerdings nicht ohne sich noch einen saftigen Tritt gegen das Schienbein einzufangen. Er fluchte leise und stellte sie Mitten in der Zelle ab.

"Na also.", stellte er grinsend fest und blieb noch einen Augenblick vor ihr stehen. "Wie war das noch? Dir gehts richtig gut?", er ließ vorsichtig ihre Arme los, trat zwei Schritte zurück und betrachtete sie nachdenklich. "Also irgendwie sieht das nicht so aus." Jace machte eine kleine Sprechpause.

"Nein, im Ernst.", begann er weniger albern, "Du musst dich etwas bewegen, ansonsten haben wir oder viel mehr du nachher womöglich ein Problemchen..."

- [??? - ??? - ??? - Zelle] - mit Noa
 
[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]

Die Empfangsdame hatte nicht viel zu sagen, versicherte aber einen Vetreter der Avon Industries zu rufen. Immerhin etwas. Aber Aramân hatte Recht, dieses Gebäude und die daran angrenzende Lagerhalle waren wirklich viel zu klein für ein Unternehmen, das interplanetare Transporte anbot. Wo sollten all diese großen Frachter stehen? Möglich war natürlich, dass es sich hierbei tatsächlich nur um ein Büro handelte und die Schiffe irgendwo anders parkten. Die kurze Recherche über das Comnet hatte ergeben, das es noch eine weitere Niederlassung auf dem Mond von Abregado-rae gab. Aber machte es wirklich Sinn die Schiffe dort zu lagern? Irgendwie musste der Weg vom Planet zum Mond ja auch wieder überbrückt werden.

„Du hast Recht.“

murmelte Exodus und warf einen Blick hinüber zur Empfangsdame.

„Wie wär’s wenn wir den Vertreter einfach mal danach fragen? Wir geben vor ihre Dienste nutzen zu wollen: interplanetarer Transport mit Bewachung. Wir sind … Geschäftsleute von Coruscant.“

Seine Lippen verzogen sich zu einem Schmunzeln.

„Die hier auf Abregado einen Deal an Land gezogen haben. Sagen wir … wir haben einen großen Satz an … Navcomputern erworben. Der muss jetzt nach Coruscant gebracht werden.“

Wieder sah er zur Empfangsdame. Die blickte sich jetzt um – der Vertreter kam. Es handelte sich um einen hochgewachsenen Gados, der am meisten verbreiteten Spezies hier auf Abregado-rae. Er kam mit zackigen Schritten zu ihnen hinüber, sein Fell schüttelte sich dabei und die beiden großen perlenförmigen Augen fixierten die Wingston-Brüder. Exodus sah zu Aramân hinüber, der schon einen Schritt auf den Gados zugemacht hatte und ihm die Hand reichte. Also los.

[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]
 
[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ Boot auf dem breiten Kanal▫ ] mit Wes und Tara

Flynn konzentrierte sich auf die Umgebung und suchte stark nach einer Aura, aber da war nichts anderes als irgendwelche Kanaltiere, die ihr Dasein dort fristeten. Dann kamen sie zu einer Tür, die wohl ziemlich schwer aussah. Natürlich konnte Tara das alles schon voraussagen, Flynn wunderte sich nicht mehr, er schaute sich ihre Lekku an und ihm war klar, dass sie nie gleich sein werden. Auch wenn die Fahrt ziemlich holprig war, kamen sie in ein Gelände, das nach einer Falle roch.

„Wieso habe ich das Gefühl, dass wir einen Fehler machen?“


Flynn kratzte sich am Kim und schaute den beiden zu, was sie nun tun werden. Auf jeden Fall wurde langsam immer gefährlicher.


[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ Boot auf dem breiten Kanal▫ ] mit Wes und Tara
 
- ??? - ??? - ??? - Zelle - mit Jace -

Die meisten ihrer Tritte gingen ins Leere. Noa zappelte unkontrolliert, als Jace es tatsächlich wagte sie an den Armen zu packen und von der Pritsche hinunter zu ziehen. Obwohl er es angekündigt hatte, war sie dennoch überrascht, dass er seine Drohung in die Tat umsetzte. Sie hatte wirklich gedacht, dass er bluffte – oder es zumindest gehofft. Doch dem war nicht so. Stattdessen hatte er ihre Arme gepackt und sie so fest in seinen Griff genommen dass sie sich winden konnte, wie sie wollte, ohne auch nur die geringste Chance zu haben, zu entkommen. Was glaubte er eigentlich, wer er war?? Hatte sie ihm nicht klar und deutlich gesagt, dass sie nicht aufstehen wollte? Für den Bruchteil einer Sekunde dachte Noa darüber nach. Gut, vielleicht hatte sie es nicht so deutlich gesagt. Eigentlich hatte sie mehr darum herum geredet, doch das hieß nicht, dass er die Message nicht verstanden hatte. Tatsache war, es war ihm vollkommen egal, was sie wollte. Jace Chorios machte was er wollte. So wie immer also. Wütend trat Noa noch einmal kräftig aus und landete zu ihrer Genugtuung endlich einen richtigen Treffer. Hoffentlich hatte das so richtig weh getan.

„Du akzeptierst wohl niemals ein Nein als Antwort!“

Schnappte sie, als er sie endlich los ließ und strich sich mit einer Hand mehrere durcheinander geratene lange Haarsträhnen aus dem Gesicht, bevor sie begann ihren linken Arm an der Stelle zu massieren, an der Jace sie soeben noch fest gehalten hatte.

„Verdammt, du hast einen ganz schön festen Griff.“

Noa bedachte ihn mit einem anklagenden Blick. Nun gut, sie stand noch nicht wieder so fest auf den Beinen wie normalerweise. Irgendetwas fühlte sich noch falsch ein. Wahrscheinlich mussten die letzten Reste der Betäubung erst abklingen. Aber war es da nicht besser, wenn sie sich einfach hinsetzte und wartete, dass es besser wurde? Sie runzelte die Stirn und versuchte Jace' ernsten Blick zu deuten, ehe sie genervt stöhnte.

„Na schön, du hast gewonnen!“

Lenkte sie ein, schoss einen Blick zur Zimmerdecke und hoffte zum Schutz ihrer eigenen Eitelkeit, dass die Zelle nicht mit verborgenen Kameras ausgestattet war. Wenn irgendwo in einem abgeschlossenen Raum ihre Entführer saßen und sich darüber lustig machten, wie sie ungelenk ihr Gymnasikprogramm abspulte... nicht, dass Noa unsportlich war, aber sie war nicht gerade der Typ für Zuschauer. Auf Coruscant gab es dieses neue Fitnessstudio, das vor einigen Monaten erst eröffnet hatte und dessen Trainingsräume mit Glaswänden ausgestattet waren, sodass oftmals vorbei kommende Passanten wie vor einem Schaufenster stehen blieben und den Sporttreibenden zu schauten. Noa war kein einziges Mal dort gewesen. Es musste ja nicht gleich jeder mitbekommen, wenn sie versuchte ihren Hintern in Form zu bekommen. Davon abgesehen besaß sie eine Goldmitgliedschaft in dem Studio, in dem ihr Bruder arbeitete. Die hatte sie vielleicht nicht verdient – dafür waren ihre Trainingseinheiten dann doch zu unregelmäßig – doch dafür hatte sie in Leandro zumindest einen kompetenten und vertrauenswürdigen Personal Trainer und sie mussste sich auch nicht in Schale werfen, nur weil möglicherweise ein Sparziergänger vorbei kommen könnte, den sie kannte.

„Vielleicht erschieße ich dich, wenn wir hier fertig sind.“

Überlegte Noa laut, während sie erst ihre Beine leicht ausschüttelte und dann ihre Arme weit kreisen ließ.

„Gründe dafür habe ich längst genug zusammen.“

Sie sagte es mit unverkennbarem Humor, wenn sie auch versuchte noch einen Hauch der Anklage in ihrer Stimme zu belassen. Tatsächlich war Noa längst zu der Einsicht gelangt, dass sie weitaus mehr Gründe hatte, Jace dankbar zu sein, als ihn zu erschießen, doch das würde sie ihm selbstverständlich nicht sagen.

„Aber zuerst müssen wir mal hier raus kommen.“

Die Widerstandskämpferin lockerte ihre Schultern. Eine richtige Massage wäre jetzt nicht übel. Cloé ließ so was ständig machen. Sie gönnte sich alle zwei Wochen einen ganzen Tag im Spa, um sich verwöhnen zu lassen. Noa war dafür jedoch zu geizig und so Sachen wie Schlammbäder und Aromatherapien waren sowieso nicht ihr Ding.

„Okay, ich gebe zu, das fühlt sich schon besser an.“

Noa war dazu über gegangen ihre Beine zu dehnen und auch wenn sie noch mit Jace sprach, versuchte sie dennoch ihn möglichst nicht anzusehen und zu vergessen, dass er neben ihr stand.

„Sag mal...“

Wollte sie schließlich wissen.

„Was hättest du eigentlich gemacht, wenn du kein Pilot geworden wärst, sagen wir, wenn es damals mit der Akademie nicht geklappt hätte?“

Noa unterbrach ihre Dehnübungen, um ihn nun doch wieder anzusehen. Die meisten Leute hatten große Träume, doch nicht jeder konnte sie verwirklichen. Jace hatte bei all seinem Talent und Potential sicherlich auch Glück gehabt, so wie Noa selbst auch. Nach ihrem Studium. Nicht alle ihre Kommilitonen hatten so schnell Jobs bekommen wie sie und manch einer musste sein Leben lang einem Beruf nachgehen, der ihm gar nicht gefiel. Insofern konnten sie sich beide wirklich glücklich schätzen. Es war immer Noas Wunsch gewesen zu schreiben und vom Geschehen in der Galaxis zu berichten. Besonders Andreis Arbeit hatte sie sehr inspiriert. So viele Menschen und Nichtmenschen waren nicht aufgeklärt über das, was um sie herum geschah und wie so viele Medien und Politiker die Galaxis manipulierten. Und Jace, auf der anderen Seite, hatte immer vom Fliegen geträumt. Sie hatten beide Glück gehabt, dachte sie, auch wenn das auf die aktuelle Situation nicht unbedingt zutraf.

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Abregado-Rae, Capital City - The Old Patch, Piratenversteck mit Keller - Tara, Flynn, Wes

Zumindest hatte Tara sich nach Wes Aufmunterung beruhigt und die Hoffnung geäußert, möglicherweise das Leben unschuldiger Passanten gerettet zu haben, woraufhin der Jedi nur zustimmend hatte nicken können. Äußerlich lächelnd, hatte er sich in seinem Innersten doch sehr gefragt, ob es noch einmal verantworten könne, seine Padawan auf eigene Faust loszuschicken. Selbst wenn ihr nach seinem Ermessen keine Gefahr drohte, wie zum Beispiel bei jemandem wie Wingston, in dem Fall, dass Wes hundertprozentig sicher gewesen wäre, was den ehemaligen Sith anging, wer würde ihr helfen, mit der Situation umzugehen? Der Großmeister fragte sich, ob er wirklich ein geeigneter Meister für die empfindsame Togruta war – immerhin war er kein Psychologe oder verfügte über vergleichbare Vorkenntnisse und tat sich schwer mit der Einschätzung, was ihr zuzutrauen war und was nicht, und was sie möglicherweise vor den Kopf stieße. Standen andere, vermutlich weisere Jedi wie Sarid oder Chesara ebenso oft vor solchen Problemen? Er bezweifelte es.

Doch im Moment sah es so aus, als sei der angerichtete Schaden nicht allzu groß. Die Padawan mit der roten Gesichtsfarbe wirkte zwar nicht sonderlich begeistert, was seinen Vergleich mit seinen bisherigen, euphorischeren Schülern anging und machte eine Anmerkung, die vielleicht als verdeckte Mahnung zu verstehen war, sich endlich auf die Suche nach Nevis, ihrer Tochter zu begeben, doch damit hatte es sich, und den Hinweis auf die dunkle Seite verstand sie nach kurzem Aufbrausen schnell und beruhigte sich wieder. Der Taanaber sah sich dennoch genötigt, die Dinge richtigzustellen:

»Das habe ich nicht gesagt. Was ich dir damit vermitteln wollte war, dass einem Gefühle wie Arroganz oder Furcht gefährlich werden, wenn man sein Handeln zu sehr danach ausrichtet.«

Viel später, am Ort der Entführung ihrer beiden Begleiter erklärte Tara den beiden voller Stolz die Nützlichkeit ihrer Lekku und Hörner und wozu sie damit in der Lage war, was jedoch stark in Richtung Macht ging. Ohne eigene Erfahrungen, was derartige Sinnesorgane anging, konnte Wes nur Vermutungen anstellen, was wovon kam, davon, dass Togruta normalerweise keine Gedanken lesen konnten, ging er allerdings aus.

»Ich glaube, dass wir uns darüber bereits einmal unterhalten haben. Manche dieser Fähigkeiten, die du früher deinen Lekku zugeschrieben hast, rühren wohl eigentlich von deiner Machtbegabung her. Es wäre interessant, mit einem Togruta-Jedi zu reden, falls wir einen finden, oder zumindest in der Bibliothek nachzulesen, denn ohne diese Art de Wahrnehmung zu kennen tue ich mir auch schwer, die Wechselwirkungen zwischen deinen speziellen körperlichen und deinen Machtsinnen einzuschätzen.«

Erwiderte der Jedi und zuckte mit den Achseln. Die Togruta war die erste, die zurückmeldete, keine Lebenszeichen erspürt zu haben und führte sie bis zur Kellertür, während Flynn nur schweigend folgte. Während die Frau von Shili mutmaßte, dass es schon zu ruhig und einfach war, fragte sein anderer Schützling laut, wieso er glaubte, dass es sich um eine Falle handelte.

»Gut möglich, dass die Entführer wirklich schon über alle Berge sind.«

Gab Wes zu bedenken.

»Aber ich wollte die Möglichkeit, dass Noa und Jace immer noch hier sind, nicht ausschließen.

Das ist, wenn man es recht bedenkt, eigentlich eine ganz gute Frage. Wieso denkst du, dass wir einen Fehler machen? Wir sind uns, so nehme ich an, einig, dass wir niemanden in dem Keller spüren konnten, doch bezweifle ich, dass sich jemand von uns dabei völlig sicher ist. Ein Jedi sagt nicht ›ich habe da ein ganz mieses Gefühl‹ und stürzt sich dann trotzdem hinein, sondern er achtet auf sie. Erforsche deine Gefühle, Flynn, und geh voran wie geplant, sobald du überzeugt bist, keinen Fehler zu machen. Denke an die Machtsicht. Ich finde ohnehin, dass die Piraten einen großen Fauxpas begehen würde, falls sie uns hier auflauerten.«

Grinste Wes.

»Tara, du machst dasselbe, während du wartest. Versucht, eure Emotionen zu ergründen, und was dahinter steckt. Ein Jedi hat nicht einfach so irgendsoein Gefühl.«

Schließlich, nachdem der Padawan bereit war, stürmten sie den Keller und fanden ihn leer vor, allerdings war es Wes trotz seiner mithilfe der Macht gesteigerten Sicht im Dunkeln nicht möglich, ihn ganz zu erfassen. Er konnte nach wie vor niemanden spüren und wurde langsam zuversichtlicher, dass ihnen tatsächlich niemand auflauerte – auch wenn dies bedeutete, dass sie Jace und Noa nicht hier fanden. Der Taanaber zündete seine altrosa Klinge, welche die nähere Umgebung in gräuliches Schimmern tauchte. Sie würden nach Indizien Ausschau halten müssen, was den Verbleib der beiden anging, und anderenfalls wohl oder übel zu den Wingstons zurückkehren müsste und sich eingestehen, dass hierher zu kommen Zeitverschwendung gewesen war – obwohl er ihnen das natürlich nicht laut sagen würde.

»Benutzt eure Lichtschwerter, um besser sehen zu können! Wir suchen nach allen Anzeichen, dass Noa und Jace sich hier aufgehalten haben. Ich brauche persönliche Gegenstände oder was immer ihr finden könnt, was mit den beiden in Verbindung zu bringen ist! Und seit trotzdem vorsichtig!«

Raunte Wes ihnen zu – hoffentlich nicht ihre Leichen, unkte er im Stillen und schüttelte sich bei dem Gedanken. Nein, vermutlich gingen die Novas nicht so vor, wenn sie auch die Konvoi-Besatzung nicht getötet hatten. Natürlich war das kein Beweis, doch der Jedi wollte versuchen, optimistisch zu denken. Trotzdem erschien der Plan, Psychometrie benutzen zu wollen, lediglich wie ein vager Rettungsanker, selbst wenn sie überhaupt etwas verwertbares fanden.

Abregado-Rae, Capital City - The Old Patch, im Keller - Tara, Flynn, Wes

[OP]@Tara, Flynn: wir brauchen recht persönliche Dinge, die einigermaßen zuordenbar sind, wenigstens zwei oder so, siehe OP-Thread[/OP]
 
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- [??? - ??? - ??? - Zelle] - mit Noa

"Na schön, du hast gewonnen!", sein ernster Blick wandelte sich in ein Grinsen.

"Warum sollte ich auch ein Nein akzeptieren, wenn ich doch ein Ja haben kann?", hakte er zufrieden nach und beobachtete wie Noa mit ihren Übungen begann.

Damit war die Zickerei fürs erste abgewürgt und sobald sie sich wieder besser bewegen konnte, hatten sie auch die Grundlage für einen Plan geschaffen oder auch für einen planlosen Geistesblitz früher oder später. Er lachte auf, als sie meinte ihn nach der ganzen Aktion zu erschießen - allerdings dauerte es auch nicht lange bis sie zurückruderte und doch noch zugab, das er recht gehabt hatte.


"Erschießen?", fragte er gespielt erstaunt nach. "So schnell wie ich nach diesem Job verschwunden bin, kannst du gar nicht zielen."

Nun, vermutlich konnte sie es doch - aber er hatte auch gar nicht vor sie auf die Probe zu stellen. Es herrschte für einen Augenblick Schweigen, bis Noa eine durchaus interessante Frage stellte. Was wäre aus ihm geworden wenn es an der Akademie nicht geklappt hätte? Nun, er wäre wohl einige Jahre eher dort gelandet wo er jetzt war - oder nicht? Fliegen war immer noch fliegen oder meinte sie, wenn sein Talent nicht so ausgeprägt gewesen wäre? Hm, das war schon schwieriger. Er hatte keine Ahnung was er dann gemacht hätte. Vielleicht Offizier der Flotte oder bei den Sturmtruppen gedient? Möglicherweise. Alles wäre denkbar gewesen...oder zumindest vieles.

"Hmm...", murmelte er nachdenklich, "Ich weiß nicht. Wenn ich rausgeflogen wäre, dann wäre ich wohl etwas eher in diesem Job hier gelandet. Schätze ich einfach mal. Ansonsten, wenn ich kein guter Pilot wäre, dann habe ich keine Ahnung was ich gemacht hätte."

Jace machte eine kleine Pause und schlenderte durch die Zelle zum Energiefeld hinüber, blickte hinaus in den leeren Gang oder Raum oder was auch immer es war. Dann drehte er sich wieder zu Noa um und beobachtete sie bei ihren Übungen. Was stellte sie sich eigentlich so an? Bei so einem Körper musste es doch geradezu Spaß machen s... Er unterdrückte ein süffisantes Lächeln und fuhr stattdessen fort.

"Eigentlich denke ich nie darüber nach was passieren könnte, ich nehme ein Ziel und erreiche es im Normalfall. Für mich war immer klar das ich Sternenjägerpilot werden würde und auch das ich es schaffen würde, dementsprechend gibt es selten einen Plan B." Wieder eine Pause und dann wischte sein Grinsen, den nachdenklichen Gesichtsausdruck aus seinem Gesicht.

"Vor allem dann nicht, wenn ich eigentlich einen gebrauchen könnte."

Er wandte sich wieder ab und ging langsam zu der einzigen Tür im Raum, deren Sinn und Zweck ihn immer noch grübeln ließ. Wofür eine Tür, wenn man ein Energiefeld hatte? Er legte eine Hand an die Tür und drehte sich halb in den Raum.

"Wie siehts be..."

Er unterbrach sich Mitten im Satz. Hatte er etwas gehört? Schnell drehte der Pilot sich wieder zur Tür herum und legte seinen Kopf daran. Durastahl. Viel zu hören gab es da eigentlich nicht. Es sei denn... Das Schloss machte elektronische Geräusche und Jace sprang blitzschnell zurück und blieb einen halben Schritt seitlich vor Noa stehen, als die Durastahltür sich öffnete...

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Es bestätigte sich, was Noa im Grunde bereits gewusst hatte: Jace ging es nur um die Kohle. Das war der große Unterschied zwischen ihnen. Sie war ihr, weil sie für etwas kämpfte, er war hier, um sich seinen Unterhalt zu verdienen und alles andere war ihm egal. Sie verkniff es sich, ihm einen missbilligenden Bick zuzuwerfen und konzentrierte sich stattdessen krampfhaft auf ihre Übungen. Warum sollte sie sich dafür interessieren, was Jace Chorios tat und warum sollte er sich dafür interessieren, was sie dachte? Und warum interessierte es Noa trotz allem, dass er sich nicht dafür interessierte, dass sie sich interessierte?! Grrrr!

„Du glaubst ich müsste erst zielen? Dein Ego ist so groß, das kann man gar nicht verfehlen.“

Brummte Noa halblaut eine Erwiderung und streckte sich. Ihre Schulterpartie fühlte sich noch sehr starr an, aber das würde sie innerhalb von ein paar Minuten auch nicht bereinigen können. Das war aber auch egal, wenn sich hier nicht bald etwas tat. Wie lange wollten die sie hier noch versauern lassen? Sie hatte Hunger! Und außerdem musste sie auf's Klo – noch nicht dringend, aber wenn sie innerhalb der nächsten halben Stunde eine Möglichkeit bekäme, wäre das sicherlich nicht schlecht. Bis dahin lenkte sie sich damit ab, sich Jace' Antwort auf ihre Frage anzuhören. Er hatte nie einen anderen Plan gehabt als Pilot zu werden, was wieder einmal für sein überdurchschnittlich hohes Selbstbewusstsein sprach. Noa verdrehte die Augen, als er meinte, alles erreicht zu haben, was er sich je vorgenommen hatte. Idiot. Wie schön, dass für ihn immer alles so geschmiert lief. Andere Leute hatten es längst nicht so einfach. Wobei, wenn sie daran dachte, was er ihr über diesen Lance Scott und so erzählt hatte... auch bei Jace hatte schon mit der ein oder anderen Schwierigkeit zu tun gehabt. Vielleicht ging er nur einfach anders damit um. Trotzdem, Jace gab zu, nie einen Ersatzplan in der Tasche zu haben. Zum Selbstbewusstsein kam eben auch noch eine große Portion Optimismus – oder Leichtsinn. Aber wie auch immer, er glaubte an seine Träume, wenn man es so nennen wollte, und das war etwas, das jeder tun sollte. Bevor Noa jedoch ihre Bewunderung darüber – selbstverständlich in einer extrem abgeschwächten Form – zum Ausdruck bringen konnte, ertönte ein helles Klicken aus Richtung der Durastahltür und im Nu hatte sich der Pilot vor Noa geschoben, während ihre beiden Köpfe und Blicke sich in Richtung der Tür gewandt hatten. Es sah ganz so aus, als würde sich nun endlich etwas tun, doch plötzlich war Noa nicht mehr so sicher, ob sie darüber wirklich froh sein sollte.

Als sich die Tür geöffnet hatte, traten zwei Gestalten in Noas Blickfeld: ein Aqualishaner, der allein durch seine beiden unübersehbaren Hauer und die leeren schwarzen Augen furchteinflößend wirkte und obendrein auch noch eine Laserpistole bei sich trug, sowie ein weiterer Humanoide, der den Großteil seines Gesichts hinter einer matallenen Maske verbarg und eine gewaltige Vibroaxt schulterte. Im Angesicht dieser Waffe schien jeder Fluchtversuch zwecklos und Noa hätte am liebsten laut auf gejault. Der Humanoide öffnete den Mund, verzog ihn zu einem Grinsen und entblößte dabei eine Reihe verfaulter Zähne.


“Willkommen im bescheidenen Heim der Novas.“

Sagte er sarkastisch in akzentfreiem Basic und die Tür schloss sich, nachdem beide Gestalten die Zelle vollständig betreten hatten. Noa schoss beiden Entführern einen missbilligenden Blick zu.

“Ihr müsst euch freuen, endlich hier zu sein, nachdem ihr euch so viel Mühe gegeben habt, uns zu finden, hah?“

Also doch. Sie waren zu unvorsichtig gewesen und die Piraten waren ihnen auf die Schliche gekommen. So einfach war des Rätsels Lösung. Noa biss sich auf die Lippen. Das hatten sie jetzt davon. Es war auch alles viel zu einfach gewesen, von dem Zwischenfall mit dem Falleen und seinen Kumpanen mal abgesehen. Und ob das wirklich nur ein zufälliger Straßenraub gewesen war stand auch in den Sternen.

“Wir können es uns einfach machen.“

Sagte der Typ mit der Maske und schwang wie beiläufig die Vibroaxt von einer Seite zur anderen, als wöge diese nur ein paar läppische Gramm.

“Warum erzählt ihr uns nicht, was euch hier her führt, was ihr wollt und wer euch sonst noch begleitet? Und bitte keine Märchenstunde... wir wollen schließlich unsere wertvolle Zeit nicht vertrödeln, stimmt's?“

Der Nova-Pirat hatte begonnen ein paar Schritte auf sie zuzugehen und sie leicht zu umrunden. Entsprechend war Noa ein Stück weiter zurück gewichen. Auf keinen Fall sollte ihr dieser Widerling zu nahe kommen.

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Piraten. Widerliches Pack und mit solchen Leuten stand er nun auf einer Stufe - zumindest was die Sichtweise des Gesetzes anbelangte. Aus seiner eigenen Sicht stand er weit, sehr weit über speziell diesen beiden Typen vor ihnen. Wenn es nicht so gewesen wäre, überlegte er, dann hätte er sich jetzt auch gleich umbringen können. Aqualishaner waren schon irgendwie komische Wesen, mit ihren Klauen, Hauern, Backenbärten und vier schwarzen Augen sahen sie für menschliche oder zumindest 'jacige' Verhältnisse ziemlich grotesk aus. Der zweite Typ, möglicherweise ein Mensch, trug eine metallene Maske und eine ziemlich große, große Vibroaxt. Na spitze. Hinzu kam das, dass widerliche Grinsen den Typen nicht unbedingt sympathischer machen und dem Piloten grauste es jetzt schon davon früher oder später den Atem dieses Kerls zu riechen. Irgendwie passierte ihm das bei solchem Abschaum immer!

"Willkommen im bescheidenen Heim der Novas."

Na traumhaft. Hatte er also mal wieder den Hauptgewinn gezogen oder? Nun gut. Immerhin waren sie dort wo sie hin wollten, zwar nicht unbedingt so schnell und in dieser Situation, aber so war der gesamten Misere wenigstens noch ein bisschen was positives abzugewinnen. Der Twi'lek aus der LoBue Cantina würde an seiner späteren Situation aber sicher nichts positives finden. Wenn er hier raus war würde er ihn entweder selber umlegen oder Atton oder Kate informieren. Die Black Sun würde sich den Typen schon vorknöpfen, zumindest laut ihrem Kodex und wenn er aufgrund dessen nicht selbst in Ungnade fallen wollte, dann gab er besser Bescheid - statt selbst Hand anzulegen. Nun, aber dafür würden sie erst einmal hier raus kommen müssen - am Besten unbeschadet.

Der Humanoide fuhr fort und bat sie darum, doch mal ihre Geschichte zu erzählen. Was? Warum? Wer? Mit wem? Keine Lügen. Die übliche Nummer, wie man sie auch in jedem Holofilm wieder fand. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, begann er langsam um sie herum zugehen, die Axt wanderte von links nach rechts und der zweite Pirat blieb brav an der Tür stehen, beobachtete die Situation und hielt seine Blasterpistole locker in der Hand. Selbst wenn er versucht hätte den Typen mit der Axt auszuschalten und dabei erfolgreich gewesen wäre, dann hätte der andere Typ sie definitiv erwischt. Gar nicht so schlecht für Piraten. Allerdings war die Axt alleine schon...demotivierend genug. Hinter ihm hörte er wie Noa ein paar Schritte nachhinten machte, doch Jace blieb stehen.


"Einfach klingt gut. Also, wir sind im Auftrag des Imperiums hier und...", das schiefe, wissende und fiese Grinsen unter der halben Maske ließ Jace verstummen und seine Mundwinkel zuckten. Nicht Grinsen!

"Mr. Chorios...", begann der Axtträger langsam und der Pilot verfluchte sich innerlich.

Wie hatte er das nur vergessen können?! Der menschliche Mann auf Abregado hatte ihn bei seinem Namen gerufen und auch der Anführer der Piraten, bei der Aktion, hatte seinen echten Namen gekannt. Verdammt. Wie war das noch mal mit dem Plan B gewesen? Vielleicht wäre ein Plan A aber auch gar nicht so schlecht gewesen.


"...mit einfach meinte ich nicht, das Ihr euch die einfachste Ausrede benutzt die euch Beiden hier drin eingefallen ist. Sondern die Wahrheit, schließlich wissen wir wer Du bist und über die Kleine haben wir auch schon ein bisschen was erfahren. Einen Versuch habt ihr noch.", die Stimmlage machte deutlich, dass es sich tatsächlich auf diesen einen Versuch beschränken würde. Das war durchaus konsequent. Schade.

"Kom-Joker gibts dann wohl auch nicht?", fragte er nach, doch als der Typ seine Axt etwas drohender erhob nickte Jace schnell und sein schiefes Lächeln schrumpfte etwas. "Schon gut, schon gut."

Also wie weiter? Die Wahrheit oder zumindest zu großen Teilen? Auf jeden Fall musste die nächste Geschichte glaubhaft sein, ansonsten dürfte es zügig unangenehm werden. Für wen würde sich dann in Kürze zeigen...

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[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ Boot auf dem breiten Kanal▫ ] mit Wes und Tara

Flynn hörte den Rat seines Meisters genau an und fand, dass er auch wenn man es nicht auf Anhieb sah, ziemlich klug war. Flynn kratzte sich nachdenklich am Kopf und bemerkte, dass solch eine Strategie nicht in Vergessenheit geraten sollte. Was wäre wenn die Piraten welche von den Sith hätten, die ihre Auras verdecken und so das ganze so aussähe als ob sie schon längst über alle Berge wären? Aber irgendwie konnte er an so was nicht glauben, sie hatten ja die mächtige Torquta an ihrer Seite, die alles und jeden mit ihren Lekku aufspürt, auch wenn es für ihn mit Superkräften ähnelte. Zu seinem Erstauen nickte er nur ab und zu und horchte wie sein Meister immer mit Begeisterung von Tara sprach. Das immer wieder fortwährende Erstauen langweilte ihn eher so, dass er sich ganz enthielt, vielleicht ein Zeichen, dass er so weit war ein Ritter zu werden, vielleicht aber nur weil er wieder an die Mission dachte und sich nicht mit Lappalien aufhielt. Vielleicht wie Meister Wes schon sagte, war das ein Anzeichen für Arroganz? Er war sich nicht ganz sicher, weshalb er die gute kurz musterte und fragte was das bei ihm auslösen würde. Aber er sah nur ein freundliches Gesicht, etwas anders aussehend aber freundlich. Er zuckte die Schultern und nahm es leicht. Langsam wartete Wes schon auf seine Antwort, er guckte kurz verdutzt, da musste eine Antwort her. Da er ganz in Gedanken versunken war, vergaß er halb-halb die Welt.

„Stimmt, ich spüre aber nur uns drei. Wenn alles so einfach geht, da muss man sich immer fragen, ob nicht was stimmt.“

Flynn lächelte kurz auf und furh fort.


„Es ist ja kein Gefühl, …. eher ein Gedanke. „


Flynn zuckte die Schultern, dann aber versuche er das Gefühl, dass danach kam zu durchleuchten. Sie stürmten dann den Keller, entdeckten nur die schwarze Leere, die niemanden aufzeigte. Einen Augenblick danach, zuckte Wes sein Lichtschwert und das klirrende Summen einer Schlange echote gegen das Mauerwerk des Kellers. Das Leuchten der Klinge half ihnen ein paar Indizien zu helfen. Danach sollten auch die beiden Padawane ihr Lichtschwert anzünden. Flynn nahm seins aus der Hosentasche und drückte auf dem Auslöser. Danach hielt er es vor sich so damit er was sehen konnte und sich und die anderen nicht verletzen konnte. Flynn drang tiefer in den Keller ein und auf einmal sah er weit vor sich ein glitzerndes Etwas. Er näherte sich langsam und vorsichtig bis er es in die Hände nehmen konnte.

„Hier! Ich hab' was. Ein Armband.“

Flynn kam schnell zu Wes und zeigte es ihm.

„Ist das von Noa?“

Währenddessen deaktivierte er sein Lichtwert und wartete, ob es das richtige war. Er hatte sich Noa nie richtig angeschaut, weshalb er selbst nicht genau sagen konnte, wem das gehörte. In voller Hoffnung ein Anzeichen gefunden zu haben, dachte er an Noa und was sie jetzt tat, war sie noch am Leben?

„Ich gehe weiter gucken, da war ein Gang, ich werde den nehmen.“


Flynn drehte sich um, aktivierte sein Leih-Lichtschwert und ging voraus. Er fand dann einen längeren Gang, der wohl nach einem Kellerkomplex aussah. Auch wenn es immer noch dunkel war, konnte er gut fortschreiten. Am Ende tat er die klirrende Eisentür auf und fand wieder Dunkelheit. Er schaute sich mit seinem Lichtschwert um und fand vorerst nichts. Überall nur Kisten und andere Behältnisse. Es sah nach einem Lager aus, da erblickte er einen Stuhl mittig platziert, den man von überall gut sehen konnte. Wurden sie hier verhört? Unter dem Stuhl fand er ein Haarband. Er schrie nach seinen Meister, aber er hörte wohl nicht. Weshalb er sich einfach weiter umsah.


[ ▫ Abregado-Rae System ▫ Abregado-rae ▫ Capital City ▫ he Old Patch, im Keller ▫ ] mit Wes und Tara
 
[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]

Der Vertreter, mit dem die beiden Wingston-Brüder nun die Ehre hatten, war ein Gados, ein Einheimischer auf Abregado-rae. Aramân lächelte bemüht und begrüßte den Gados, der sich daraufhin als Grarr vorstellte. Auch Exodus reichte ihm die Hand und lächelte kurz. Grarr blickte die beiden erwartungsvoll an, doch Exodus schien keine Anstalten zu machen, das Gespräch führen zu wollen.

Aramân, der auffällig schlechter gekleidet war als sein Bruder, brach das kurze Schweigen.


“Mein Vorgesetzter hat auf unserer Dienstreise eine große Menge an Navcomputern auf Ihrem Heimatplaneten erstanden. Wir sind jedoch nur mit einem kleinen Schiff hier angekommen und suchen daher ein Unternehmen, das unseren Frachttransport nach Coruscant übernehmen kann. Ich bin etwas verwundert, wenn ich Ihre Frachter betrachte. Übernehmen Sie keine interplanetaren Transporte?“

„Oh doch, natürlich“
kam umgehend als Antwort, mehr an Exodus als an Aramân gerichtet. Letzterer verdrehte die Augen – wie oft war ihm das wohl in Anwesenheit seines Bruders schon geschehen. Doch derzeit, so gestand er sich ein, gab es überhaupt keinen Grund sich anders zu verhalten. Hatte Aramân früher Macht ausgestrahlt, so wirkte er heute wahrlich nicht anders als ein lausiger Assistent. Selbst die Waffe, die er bedienen konnte, nämlich seinen Blaster, hatte er wegwerfen müssen, nachdem er im Taxi zerstört worden war. Das Lichtschwert hing noch unter seinem Mantel, doch war er ohne Macht nicht mehr als Wert als ein schlechter Kämpfer mit Vibroklinge.

Er grummelte vor sich hin, während sich Grarr nun direkt an Exodus gewandt hatte und diesem versicherte, dass es gar kein Problem darstellte, interplanetare Transporte durchzuführen. Er wies darauf hin, dass die Anlage, in der sie sich befanden, nur eine Umlagestation für Waren darstellte, die per Bodentransporter angeliefert wurden. Die Transporte selber würden von einer Mondbasis aus starten, die das Unternehmen mit ihren Kurzstrteckenfrachtern von hier aus erreicht. Exodus blickte am Gados vorbei zu seinem Bruder, der ihm mit einer hochgezogenen Augenbraue antwortete und sich wieder in das Gespräch einschaltete.


“Unsere Ware ist bereits auf einen geliehenen Frachter verladen, mit dem wir direkt an einer Verladestation andocken können. Ist es möglich, dass ich die Ware direkt zum Verladepunkt transportiere. Wir möchten gerne heute noch abreisen, jedoch sicherstellen, dass unsere Ware auf dem Weg ist.“

Grarr zögerte, doch schien das Geschäft zu locken.

“Nun, dies entspricht nicht unseren Richtlinien. Doch wenn ich Ihnen einen… Kontrolleur mit an Bord schicke, sollte dies möglich sein. Der Kontrolleur wird mit einer ID ausgerüstet, die Ihnen das Andocken ermöglicht. Wir können eine Verladung innerhalb von kürzester Zeit realisieren. Coruscant wird noch heute Abend angeflogen. Ich bereite die Verträge vor, bitte haben Sie einen Moment Geduld.“

Exodus und Aramân gingen ein paar Schritte zur Tür und flüsterten einander zu.

„Und nun?“ Aramân schielte an Exodus vorbei um nicht von der Rückkehr des Gados überrascht zu werden.

„Wir brauchen einen Frachter – oder siehst du eine Alternative?“ fragte Exodus.

„Gewalt? Diese Option muss genannt werden, sonst wären wir keine guten Ex-Sith.“ Aramân gluckste leise, dachte jedoch innerlich über seinen Vorschlag nach. “Es wäre fatal Gewalt anzuwenden, falls wir falsch liegen. Es wäre jedoch ebenso fatal, wenn wir versagen… Was denkst du?“

[ Abregado-rae – Capital-City – Büro von Avon-Industries | Aramân und Exodus ]
 
- ??? - HQ der Novas - Zelle - mit Jace + 2 Piraten -

Imperium? Und was besseres fiel ihm nicht ein? Noas Gesicht verfiel in eine angespannte Starre, als Jace seine Lüge begann, noch bevor der Pirat ihn entlarvte. Als klar war, dass die Novas genau wussten, mit wem sie es hier zu tun hatten, rollte Noa mit den Augen und warf Jace einen Blick zu, der eindeutig sagte: „Toll, du hast es versaut.“ Zugegeben, dabei war es gar nicht so blöd gewesen, sich als imperiums-zugehörig auszugeben. Jace hatte wohl darauf spekuliert, dass die Piraten es angesichts des Imperiums mit der Angst zu tun bekamen. Es hätte vielleicht funktioniert, wäre er einfach nur ein bisschen unpopulärer gewesen. Noa versuchte sich an einem neutralen Gesichtsausdruck, der sie möglichst nicht eingeschüchtert aussehen ließ. Der Typ mit der Axt war ihr unheimlich und es gefiel ihr nicht, dass er sie umkreiste und ansah, als wären sie seine Beute. Vielleicht waren sie das sogar. In einem Käfig saßen sie immerhin schon.

Ihre Situation wurde dadurch, dass Jace wieder einen seiner üblichen Späße machte, auch nicht besser. Der Kerl mit der Maske fand den Spruch mit dem Komjoker jedenfalls gar nicht witzig, und Noa auch nicht, jedenfalls nicht gerade jetzt.


“Also? Ich warte.“

Ertönte die schon etwas ungeduldigere Forderung nach einer Antwort. Noas Gehirn arbeitete auf Hochtouren.

„Puh, wir, ähm... also wir sind auf der Suche nach jemandem.“

Noa schluckte. Auf der Suche? Nach wem? Wer, wie, was und worum? Der Kerl mit der Axt starrte sie an und Noa sank das Herz in die Hose. Sie war eine miserable Lügnerin.

„Okay, vielleicht auch nicht!“

Gab sie unwirsch zu.

„Und wir sind zwar nicht im Auftrag des Imperiums hier, aber wir haben jemanden vom Imperium bei uns, der sicherlich schon längst nach uns sucht.“

Die Journalistin straffte ihre Schultern und zwang sich, dem durchdringenden Blick des Piraten stand zu halten. Wer die Wahrheit sprach, musste sich nicht über Blickkontakt fürchten. Und sie hatte die Wahrheit gesprochen. Exodus Wingston gehörte zum Imperium und würde es immer tun, da konnte er den professionellen Geschäftsmann mimen so lange er wollte. Ob er nach ihnen suchen würde, war wieder eine andere Frage. Im Grunde war es eher unwahrscheinlich. Er hatte einfach nicht viel Grund dazu, schon gar nicht was Noa betraf. Hier wiederum konnte sie auf Janson und seine Padawane hoffen. Einen Moment überlegte Noa, ob sie die Jedi auch noch erwähnen sollte, doch so wahr dieser Teil ihrer Story auch war, er klang einfach zu unglaubwürdig.

“Jemanden vom Imperium, huh? Wer soll das sein?“

Der Pirat verlangte nach einem Namen und ließ Noa nicht aus den Augen. Glaubte er, dass sie bluffte?

„Exodus Wingston.“

Antwortet Noa so lässig sie konnte und schob provokativ hinterher:

„Schon von ihm gehört?“

Natürlich hatte er das, jeder hatte das. Exodus Wingston war bekannt wie ein bunter Tauntaun, da konnte nicht mal ein Jace Chorios mithalten.

- ??? - HQ der Novas - Zelle - mit Jace + 2 Piraten -
 
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