Agamar

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Bereits während der Reise, recherchierte der HK-Droide alles, was er über 'Agamar' erfahren konnte. Ein Planet, unter Republikanischer Führung. Ein karger Stein-, Frost-, Wald- und Agrar-Planet. Das grobe Ziel war es, Chaos auf Agamar zu erzeugen, was dem HK-Droiden recht gut gefiel. Immerhin war seine Primärfunktion: 'Fleischsäcke atomisieren' und dem kam er gerne nach. Doch für solch großes Unterfangen, brauchte er Informationen und Ausrüstung. Während auch der NR-1100-Droide, an der Abwicklung von Frachttransporten machte, beschäftigten sich die Gedanken des HK-Killerdroide, wie er vorgehen solle. Zuerst stand die Informationsbeschaffung auf dem Plan. Und genau dies tat er bereits. Ersten Informationen zu urteilen, war der Planet zum Großteil von Menschen, auch Teilen von Rodianern und Lasats bewohnt. Die Hauptstadt hieß 'Calna Muun'. Auch gab es Agamarische Farmsiedlungen im Umfeld, worauf sich der Planet perfekt dazu eignete, der Versorger umliegenden Systeme zu werden. Eines war jedenfalls klar, er brauchte Waffen und Ausrüstung, worauf er seinen NR-1100-Droiden auch damit beauftragte, Kontakt der Black Sun auf Coruscant und anderen Orten aufzunehmen, um dort die Sachen abzuholen. Die 'Leandra' würde so oder so an dem Planeten vorbei kommen, worauf die galaktische Hauptwelt ein idealer Ort wäre, ein Zwischenstopp einzulegen und sich dann auf Agamar zu bewegen. Doch viel wichtiger war dem HK-Droiden, wie er auf Agamar selbst, geschweige im Umland von Calna Muun, Chaos anrichten könnte. Warum auch immer, aber dies war seine Mission. Dabei ging ihm durch den Prozessor, dass er die Infrastruktur sabotieren könne, indem er die Stromversorgung und Hauptgeneratoren oder die Wasseraufbereitungsanlage der Stadt zerstören könne. Auch wäre es eine Option, einen Bürgerkrieg anzuzetteln oder durch Sabotage der örtlichen Nahrungsversorgung, die Bewohner in eine Notlage zu versetzen. Generell könnte er die Kommunikationsmöglichkeit der örtlichen Streitkräfte durch Störsender blockieren, diese hätten aber den Nachteil, dass sie nicht nur sehr teuer wären, sondern auch gewisse Größe aufwiesen. Auch das Thema: 'Energie', für die Betreibung der Geräte, wäre eine Herausforderung. Nach kurzer Recherche fand der HK-Droide kleine Störsender, die er sich an den Gürtel befestigen könnte oder gleich ganze Rucksack-Störsender, doch umso kleiner die Geräte, desto kleiner die Reichweite. Im Umkehrschluss, um so größer die Geräte, desto teurer und leistungsstärker in dessen Reichweite. Zwar hatte der HK-Droide circa 60.000 Credits auf seinem Konto –beziehungsweise auf dem Konto seiner Kopfgeldjäger-Firma: 'Bounty Hunter Inc.' – doch umso aufwendiger er die Sache aufziehen wollte, desto teurer wurde dies. Eines war klar, er bräuchte auch ein Scharfschützengewehr oder besser, ein Jagdgewehr, um nicht zu sehr aufzufallen. Wobei alles, was ein angeblicher 'Protokolldroide' an Waffen in der Hand hielt, war verdächtig. Alleine schon, dass er einen Chronometer um das Handgelenk trug – um Organische durch ein Hologramm seines fiktiven Meisters zu täuschen – war seltsam. Er recherchierte etwas und schaute sich diverse Gewehre an, wie den Czerka Arms 6-2Aug2 Jagdgewehr – für 250 Credits -, das Czerka Adventure Gewehr – für 360 Credits, aber ohne Visier -, das Cycler-Gewehr – für 200 Credits und Reichweite von 200 bis 1.000 Metern maximaler Reichweite – und das E-5s Scharfschützengewehr – für 1.150 Credits, für 500 Metern und mehr – an. Ein Teleskopvisier würde noch mal 100 Credits kosten, genauso Metallprojektile (20 Stück pro Box für 40cr). Da der HK-Droide während der Flugzeit eh nicht viel machen konnte, verglich er Waffen, Preise, Reichweiten, Vor- und Nachteile und versuchte – durch den NR-1100-Droiden ein Cycler-Gewehr zu bekommen, natürlich mit Teleskopvisier und Metallprojektilen. Mit Luft alleine könne er nicht schließen. Wenn er schon dabei war, orderte er auch gleich Kleidung für sich, darunter eine Hose, Schuhe, Handschuhe und ein Oberteil, der seine Unterarme verdeckte. Es war nicht ungewöhnlich, dass selbst Protokolldroiden gekleidet waren, um sich vor Sand, Staub oder Korrosion zu schützen. Damit könnte er etwas 'entspannter' als Protokolldroide durchgehen ohne dass sein offensichtliches Chassis, mit Waffenaufsätzen, zu sehr auffiel. Von Cranaan-12, bis nach Tatooine war noch genug Zeit, einiges an Vorbereitungen durchzuführen und Pläne zu schmieden. Speziell ging es um Frachtaufträge, Kontaktpersonen, um Waren auszutauschen, wie auch Orte, wo er Ausrüstung und Waffen kaufen könne.

Nach einigen Stunden, gelangte er auf Tatooine, wo er seine Fracht – einige verarbeitete Erze – übergeben konnte und eine neue Ladung – verschiedene Technologien – bekam, die er verladen ließ. Bevor er weiter flog, suchte er erst auf dem Schwarzmarkt nach einigen Gegenständen, um dann nach Druckenwell, Denon, Corellia, Coruscant, Corsin, Bandomeer, Er'kit und dann Agamar zu fliegen. Speziell alle Planeten bis Coruscant hätten gesichert einen Schwarzmarkt, beim Rest war er sich nicht sicher, aber die Lieferaufträge würden ihn zumindest die Flugkosten bezahlen. Das verbliebene Geld, würde er für die Ausrüstung bezahlen, aber die geschätzten Kosten könnte er auch mit seinem derzeitigen Geld – das auf seinem Bankkonto lag – bezahlen. Als er schlussendlich ein Cycler-Gewehr (Jagdgewehr) mit Teleskopvisier, samt Munition, wie auch ein paar wenige Ausrüstungsgegenständen, auf Tatooine bekam, machte er sich weiter auf dem Weg. Da er einplante, auf jedem Planeten einen Tag für das Umladen von Waren zu brauchen, auch um den Schwarzmarkt zu finden und die Waren zu kaufen, würde die Reise von Tatooine bis Agamar gewiss noch acht Tage länger dauern, als er eh schon bräuchte. Nach dem er circa sechs Tage – über die Haupt-Hyperraumrouten – die Planeten abflog, kaufte sich der HK-Droide seine Granaten (4 Ionengranaten, 10 Erschütterungsgranaten), Sprengstoff (1kg Detonite), einem Cycler-Gewehr, mit Teleskopvisier, Munition für das Gewehr, einigen Abhörwanzen (a 75 Credits pro Wanze), ein Richtmikrofon (75 Credits), einen Schalldämpfer (ca. 200 Credits) für das Jagdgewehr, mehrere Fernzünder/Bewegungssensoren (5 x 100 Credits / 5 x 20 Credits), einen Destro-6 Sprengladung (750 Credits) und schlussendlich 5 Störsender für den Gürtel (a 200 Credits) und einen Störsender-Rucksack (a 2.000 Credits). Damit wäre er gewiss für den Auftrag auf Agamar gut vorbereitet gewesen. Während des Fluges, würde er nur noch die Störsender dahingehend programmieren, dass sie im 'Frequency Hopping' ihre Frequenzen regelmäßig durchrotieren und schaltete alle Störsender mit seinen eigenen Kommunikationsanlagen gleich, dass er problemlos senden und empfangen könne. Nicht, dass der Solo-Droide Verstärkung anfordern würde, aber hier ging es mehr um die Fernzünder der Sprengstoffe, die nicht via Timer oder händisch gezündet werden sollten und konnten. Nachdem er die letzte Lieferung auf 'Er'kit' abgeliefert und die letzte, benötigte Ausrüstung gekauft hatte, konnte er noch ein mal alle seine Droiden aufladen, warten, instandsetzen, bis das Schiff sein Zielpunkt erreichen würde.

Im Mirgoshir-System angekommen, dauerte es noch etwas, bis er den Planeten Agamar sah. Kaum im Orbit angekommen, ließ er seine Schiffscanner über den Planeten tasten, nur um bestätigt zu bekommen, dass der Großteil der Topografie aus Küstenregionen, Binka-Wälder, Landwirtschaftlichen Ebenen, Felslandschaften mit Hochland, Meere, wie der 'Bal-Da'Gari' und das Crescent Sea-Gewässer, wie auch natürlichen Felsbrücken bestand. Die Küstenregionen beherrbergten die größeren Siedlungen, darunter auch Calna Muun. Die Binka-Wälder bildeten teils erstaunlich offene Waldlandschaften, dicht genug, um Schutz zu bieten, aber nicht zu dicht, wie auf Outer-Rim-Welten. Die landwirtschaftlichen Ebenen, die sich zwischenden verschiedenen Felslandschaften schlängelten, waren überraschend gut nutzbares Ackerland, der wohl ein Großteil der Bevölkerung ein Leben und Arbeit bot. Die Hochebenen, die sich mit der Felslandschaft abwechselten, zeigten den zerklüfteten, trockenen, rauen Charakter des Planeten. Ihm interessierte aber weniger die Vegetation und Topografie, sondern mehr die Bewohner – die mehr aus Menschen bestand – und die Hauptstadt. Doch aufgrund fehlender Megabauten und fehlender riesigen Schornsteinen, konnte er schlussfolgern, dass der abgelegene, etwas rückständige Planet, eher auf Landwirtschaft, Handwerk und lokalem Handel lebte. Glücklicherweise hatte er schon vorher alles an nötiger Ausrüstung besorgt, die er hier gebrauchen könne.

Als sich der YT-1000-Frachter dem Orbit näherte, kurz: Calna Muun, der Hauptstadt von Agamar, erblickten die Schiffssensoren eine Flotte Republikanischer Schiffe. Nur verständlich, weil via Hyperraumroute – vorbei an Fest/Generis – lag schon Imperiales Gebiet. Sie wurden auch gleich vom einzigen Raumhafen des Planeten angefunkt:

Fluglotse: "Hier Flugkontrolle 'Calna Muun'. Willkommen auf Agamar und Calna Muun, auch 'Big City' genannt. Bitte identifizieren Sie sich, damit ich Ihnen ein Landeport zuweisen kann."

Die menschliche Stimme sprach im perfekten High-Basic und wirkte freundlich, wenn auch etwas verschlafen. Der FEG-CoPilot-Droide gab den Namen des Schiffes an, was sie transportieren würden – Ammoniumnitrat-basierter Dünger – und aus welchen Gründen sie Agamar besuchen würden. Als 'Händler', wäre das Schiff – im Auftrag seines Meisters – unterwegs, um die Lieferung zu übergeben und auf weitere Instruktionen und Aufträge des (angeblichen) Meisters warten würden. Wichtig für die Leitstelle war nur, dass das Schiff künstlichen Dünger liefern würde und er geschäftlich da wäre. Dem Schiff wurde eine Landeplattform zugeteilt, worauf ein Richtstrahl bei der Landung half, sobald der Frachter nahe genug war.

Umso näher das Schiff dem Boden kam, desto mehr erkannte der Droide – und die Schiffsensoren – die Küstenstadt und dessen Architektur. Sie war funktional und robust, wobei die Gebäude eher niedrig, bis maximal eine mittlere Höhe aufwiesen. Es gab breite Straßen, überdachte Märkte, Werkstätten, Lagerhäuser mit großen Fenstern und Balkonen, öffentliche Plätze, wobei sich auch vereinzelt ältere Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten einreihten. Der Einfluss des Meeres zeigte sich überall, sogar in der Architektur. Während am Hafen, lokale Fischer, Händler und Touristen sich tummelten, boten auch zwei Anbieter transparente Unterseebootstouren durch das Bil-Da'Gari-Gewässer an. Konträr zum belebten Hafen, grenzte das Verwaltungsgebäude – der 'Council Center' – am Hafen. Natürlich hatte der Sitzungssaal, wie auch die Fassade einen herrlichen Ausblick auf das Meer. Dies wurde durch Balkone gewährleistet, die sich auf beiden Seiten befand, dass man sowohl das Meer, wie Hafen, als auch Stadt (auf der anderen Seite) anschauen konnten. Kaum setzte das Schiff auf dem Boden ab, zog sich der HK-Droide um, hüllte sich in Kleidung und verließ (unbewaffnet) das Schiff, um den Hafenmeister die Liegegebühr zu bezahlen. Dabei erkundigte er sich, wo er sich eine Repulsor-Trage leihen könne, um seinen Kunstdünger entladen zu können. Natürlich gegen eine Gebühr. Er verwies auf ein Carport, wo noch zwei repulsorbetriebenen Tragen standen, an denen er sich bedienen könne. Theoretisch wusste er schon mal, wie er den Dünger entladen könne. Zurück auf dem Schiff, aktivierte er seinen Überwachungs- und Spionagedroiden, die er in die Luft schickte. Kaum waren die flugfähigen Droiden in die Stadt geschickt worden, machte sich der HK-Droide selbst auf den Weg, durch die Stadt zu wandern. 'Bewaffnet' mit dem PADD, um die Live-Feeds zu beobachten, ging der Droide durch den örtlichen Markt, der mehr ländlich geprägt wirkte. Verschiedene Händler boten frisches Gemüse, Wurzeln, Fisch, Werkzeuge, Ersatzteile, Stoffe, Keramik, Tierprodukte und lokale Spezialitäten neben importierten Technologien an, worauf der gesamte Markt wie ein Schmelztiegel der Sammelsorien wirkte. Er schaute sich einige Stände an, wo er sowohl seinen Dünger verkaufen, als auch Kleinstteile bekommen könnte, die für seinen Auftrag von Relevanz wären. Viel wichtiger waren aber die Orte, wo sich örtliche Regierungsbeamte, Militärs undOppositionelle aufhielten. Angrenzend an das 'Council Center' – fürden Gouveneur – befand sich das Polizeirevier, der sich irgendwo ineinem Büro des Komplexes aufhielt. Fest stand jedenfalls, dass Wohnblöcke, kleine Tavernen und Werkstätten das Stadtbild dominierten und aus dem Ort ein verschlafenes Nest – fern der großen Player – machte. Bei der Sichtung der Stadt, protokollierte der HK-Droide natürlich – mit seinen audiovisuellen Aufzeichnungsgeräten – auch Republikanische Soldaten und Sicherheitsbeamte, die für eine generelle Sicherheit der Stadt sorgten. Doch eine Wasseraufbereitungsanlage, Stromgeneratoren oder Kraftwerk, wie auch Farmen, hatte er im direkten Umkreis nicht gesehen. Dies ließ nur schlussfolgern, dass sich diese Orte etwas außerhalb von Calna Muun befinden musste. Doch vorerst, beging er das Zentrum der Stadt und machte sich später einen Gesamteindruck. Sobald er alle Droiden – dem RMD-20-Überwachungsdroiden und den Mondfalter-Spionagedroiden –wieder auf dem Schiff hätte, würde er alle Bilder sichten und studieren, worauf er einen größeren Überblick für alle weiteren Schritte hätte planen können. Zur Zeit interessierte ihn die politische und militärische Hierarchie und -Struktur der Stadt, wie auch später die Wasser-, Nahrungs- und Stromversorgung.

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Da der Tag sich langsam dem Ende näherte, machte sich der HK-Droide weiter auf den Weg, das Umland zu erkunden. Seine zwei Überwachungs-und Spionagedroiden waren soweit eingestellt, dass sie kurz vor Abschaltung – aufgrund mangelnder Energie – zurück zu seinem Schiff kommen würde. Er selbst machte sich auf, das örtlichen Kraftwerk zu besuchen. Dort angekommen, sah er das Monstrum aus purem, massiven, fensterlosen Türmen und Gebäude aus grauen Durobeton. Zwar wuchs Moos- und Kletterpflanzen an der Wurzel der Gebäude, um diesen einen 'Agrar-Tarnanstrich' zu geben, als würde sich das Gebäude der Umgebung anzupassen, doch die großen, konischen Kühltürme, die permanent dichten, weißen Wasserdampf ausstießen, alles umzäunt mit hohen Zäunen und gesichert mit Laserkanonen-Türmen über dem Haupteingang und an den Ecken der Anlage, wirkte die Anlage mehr wie eine militärische Festung, als ein unscheinbares 'Häuschen mit überdimensionierten Schornstein'. Überall ragten hohe Gittermasten mit Scheinwerfern, welche den äußeren Sicherheitszaun bestrahlten, damit niemand einfach so über oder durch den Zaun auf das Gelände konnte. Daher musste er sich einen anderen Weg suchen. Er ging großräumig um den Zaun – außerhalb der Scheinwerfer – herum und suchte Kühlwasser-Zuleitungen, über die er in das Kraftwerk eindringen könnte. So zumindest der Plan. Immerhin müsste ein großes Kraftwerk einen Wasseranschluss haben, um die Generatoren zu kühlen und genau an der Stelle wollte er ansetzen. Es dauerte eine ganze Weile, da die Umgehung sehr lange dauerte. Freilich durfte er nicht auffallen. Sein schmutziger Poncho passte farblich zu der Umgebung, doch die Topografie erwies sich als herausfordernder, als gedacht. Als er inmitten der Nacht an einer Zuleitung war, sah er, wie das Wasser von einem Fluss, in ein Rohr floss und näherte sich dem Rohr, um das Innenleben inspizieren zu können. Der Wasserpegel, dass aus dem Fluss ins Rohr floss, war recht hoch und wurde mit einem gewissenSog hineingesaugt, worauf ein normaler Mensch wohl darin ertrinkenwürde. Doch der HK-Droide musste nicht atmen und auch das Wasser ansich, bot keine Probleme dar, weil sein Chassis, wie auch seineinneren Komponenten – von Natur aus – gut isoliert waren.

Über dem Rohr angekommen, magnetisierte er seine Füße und versuchte sich langsam an der Innenwand in das Rohr zu bewegen. Die Wassermasse war extrem stark, doch er bewegte einen Schritt nach dem anderen, bis er in wenigen Metern auf ein Einlassgitter stieß, der ihm sein Weg blockierte. Dies sollte natürlich verhindern, dass Eindringlinge tiefer hineinspazieren konnten, doch so einfach wollte der HK-Droide nicht aufgeben und untersuchte das Gitter nach Korrosionsspuren, Schwachstellen und Halterungen, an dem das Gitter befestigt wurde. Die schlechte Nachricht war, dass das Einlassgitter relativ im gutem Zustand war, doch die gute Nachricht war, dass man mit gewissen Werkzeugen das Einlassgitter lösen konnte. Er hatte schon eine Idee, wie er die Haltebolzen lösen könne, doch was ihm mehr Sorgen machte war der dahinterliegende Grobfilter und Häcksler, der Treibgut und Algen kleinhacken sollte. Die vielen Messer zogen nicht nur Wasser an, sie pürrierten förmlich alles Treibgut, darunter wohl auch seinen Körper. Dieses Risiko wollte er nicht eingehen. Doch bevor er ans Eingemachte ging, versuchte er sich zurück aus den Rohr zu kämpfen und brauchte fast viermal so lange, um hinaus zu kommen, als hinein. Die angesogene Wassermasse war immens. Doch als er endlich draußen war, entmagnetisierte er seinen kleinen Droiden-Werkzeugkoffer – unterhalb seiner Tragebox – und studierte dessen Inhalt. In diesem kleinen Koffer hatte er einen Hydrospanner, Fusionsschneider, Elektroschock-Sonde und Ersatzteile (wie: Leitungsdrähte, Energieladungen, alternative Programmierchips und Überbrückungskabel), die er bis heute so gut wie viel zu selten eingesetzt hatte. Er nahm sich den Hydrospanner, die Elektroschock-Sonde und baute die Energiezelle aus seinen S-5-Multifunktionsblaster aus. Die Energiezelle würde er später noch gebrauchen müssen. Nachdem das Werkzeug sicher verstaut war, alles angeheftet – seine Kleidung und Poncho sichtlich durchnässt – machte er sich mit den Sachen im Arm, wieder auf den Weg ins Rohr. Dort löste er die Trägerbolzen vom Gitter, ließ dieses senken, um tiefer ins Rohr zu treten. Doch bevor er sich um das nächste Hinderniss begab, richtete er – unter Kraftanstrengung –das Gitter auf, befestigte einen Trägerbolzen, dass es aussah, dass alles beim Alten war und versicherte sich, dass das Gitter hielt. Dann widmete er sich dem Häcksler und dessen Messer, die sich wild drehten. Mit seinen Elektromagnetischen Sensoren registrierte er die elektronischen Ströme und Magnetfelder, wie auch verborgenen Verkabelung, hinter dem Durabeton, welche den Häckslermotor antrieb. Nachdem er den massiven Hydrospanner zwischen rotierenden Messerwelle und der Rohrwand führte, blockierte sofort der Häcksler. Alles kam wie geplant zum stehen. Doch würde er jetzt den Hydrospanner hinaus ziehen, würde sich das Messerwerk wahrscheinlich wieder bewegen. Doch durch den erzwungenen Stillstand, arbeitete der Motor auf Hochtouren gegen den blockierten Hydrospanner, worauf die elektrische Spannung in der Leitung anstieg. Mit seinen EM-Scanner konnte er die versteckten Kabel – wie einen leuchtenden Weihnachtsbaum – sehen und griff nun zu seiner Elektroschock-Sonder. Elektroschock-Sonde und Energiezelle (als Transformator) miteinander verbunden, schickte er die gesamte Energie der Energiezelle in einem einzelnen, verheerenden, hochdosierten Energieimpuls in die Stromleitung des Motors. Das Ergebnis war, dass die Relais und Wicklung des Motors außerhalb des Rohrs gegrillt wurden. In der Kraftwerkszentrale leuchtete die Anzeige auf, dass der 'Häcksler-Motor durchgebrannt' sei, wahrscheinlich aufgrund von Treibgut überlastet wurde. Ein Vorfall, der nicht ungewöhnlich war. Immerhin mussten Häcksler ständig gegen dicke Algenklumpen auf Agamar kämpfen, worauf die Anzeige keinen Großalarm auslöste. Der HK-Droide schritt zwischen den stillstehenden Messern hindurch, zog mit etwas Kraft seinen Hydrospanner weg und wanderte durch das ruhigere Wasser, tiefer in das Rohr. Hoffend, dass irgendwo eine Art Luke oder Leiter aus dem Rohr führte, bewegte er sich weiter, bis unter ihm etwas grummelte und bebte. Bevor sich das Tötungswerkzeug anpassen konnte, wurde er durch eine Schlamm- und Sediment-Ablassluke – die sich am Boden des Rohrs befand – herausgespült. Wenn schon das Wandern unter Wasser, auf Schlamm und Schmutz wiederlich und nervig war, war die zwangsweise 'Entleerung' aus dem Rohr eine weitere Unerfreulichkeit. Die Reste wurden periodisch über mechanische Klappen entweder in die Kanalisation oder in Filterräume unter dem Kraftwerk abgelassen, worauf sich die orange Korrosionsdose erfreuen durfte, dass er in einen Filterraum – ohne sensorische Überwachung – geschickt wurde. Seine Kleidung, sichtlich nass und eingesaut, genauso sein Chassis, erhob er sich schwerfällig aus dem Schlick. Knietief in der zähen Brühe, musste er feststellen, dass er sein Werkzeug zwangsweise verloren hatte und suchte bis in den Ellenbogen in der Masse, bis er sein Zeug wieder zusammen hatte. Während er permanent murmelte, wie sehr ihm dies alles ankotzte, versuchte er sich auf ein Plateau zu bewegen, der noch nicht benetzt war.

Dort angekommen, legte er sein Werkzeug, seine Box, Werkzeugkoffer und auch Kleidung ab, um grob seine Werkzeuge und dann sich selber sauber zu machen. Primär ging es um die Reinigung der Werkzeuge, die er wieder in den Werkzeugkoffer verstaute, dann aber auch um seine Servo-Gelenke, damit er sich überhaupt bewegen konnte. Glücklicherweise hatte er – abgesehen von seinen zwei S-5-Multifunktionsblaster und seinem Blasterkarabiner – auch sein Slicing-Padd eingepackt, worauf er überhaupt die Arbeit vollrichten könnte. Ohne dieses Padd, wäre der Aufwand um einiges Größer. Daes wohl mittlerweile mitten in der Nacht war, hatte er sichtlich Ruhe und Zeit, sich um seine Sabotage zu kümmern. Nachdem er all seine Kleidung grob ausgeschüttelt und vom Schmutz befreit hatte, zog er sich wieder an und schaute sich um. Er stellte fest, dass er in einem Raum voller Reinigungschemikalien in Fässern standen. Hier würde wohl das gefilterte Wasser reguliert und weitergeleitet werden. Nach kurzer Sichtung, fand er eine Dekontaminationsschleuse, die oft luft-und wasserdicht vom Rest des Kraftwerkes abgetrennt waren. Er könnte sich lautlos durch die Schleuse hebeln und sich damit reinigen lassen. Er könnte aber auch über den Entsorgungsschacht aus den Raum fliehen, doch sein Gestank – der an ihm haftete – würde sein permanenter Begleiter sein. Daher versuchte er etwas anderes und begab sich an das Wartungspanel neben der Schleuse. Kaum war das Slicing-Tool angeschlossen, liefen diverse Programme durch und fand im Speicher des Panels, Daten eines Technikers, der diese Schleuse zuletzt verwendet hatte. Dies würde seine Eintrittskarte in die Schleuse sein. Er erschuff einen 'Geister-Techniker', speiste einfachdie ID-Nummer des Technikers ins System, um die Schleuse betreten zu können. In der Zentrale leuchtete ein Monitor – mit der Statusmeldung: 'Schleuse 4-B aktiv (Reinigungszyklus läuft)' – auf, da die Reinigung Energie und Wasser verbrauchte. Doch um die Uhrzeit, waren die meisten Techniker eh gelangweilt oder unaufmerksam, weil sie ihre Zeit anders tot schlugen. Der HK-Droide betrat die Kammer, die Düsen sprangen an, wuschen Schlamm und Algen vom rötlichen Durastahl-Chassis des Droiden ab. Kaum floss das kontaminierte Wasser ab, war er und seine Gelenke befreit und einsatzbereit. Während des Reinigungszyklus, schossen Düsen Desinfektionsdampf in die Kammer, worauf selbst ein Sicherheitsbeamter ihn nicht erkennen konnte. Schon bei der Betretung der Kammer, schaute sich der findige Droide um und suchte einen Notausgang, worüber er abhauen könnte, sollte man ihn unweigerlich in der Kammer festsetzen wollen. Über seinem Kopf, fand er eine Wartungsluke an der Decke, die er schnell mit seinem Hydrospanner aufhebelte. Kaum war die Wartungsluke auf, konnte er sich an der herunterhängenden Luke hochziehen und in die Kabelpritschen-Trasse legen. Noch bevor der Reinigungszyklus durch war, schloss er die Luke, worauf ein Sicherheitsmann nur eine leere Schleuse sehen konnte, der vermutlich vorzeitig diese verlassen und eine andere Richtung eingeschlagen hätte.

Über die Kabelpritschen-Trassen, die über die Korridore an der hohen Decke verliefen, um die Starkstromkabel des Kraftwerkes mit Strom zu verteilen, kroch er flach über die breiten, offenen Metalltrassen entlang. Dank seiner Infrarotsensoren scannte er die Wände im Voraus, erkannte Wärmesignaturen von Organischen und umging damit einer direkten Konfrontation. Ab und an, musste er sich nur ruhig verhalten, bis die Luft rein war und er weiterkriechen konnte. Sein nächstes Ziel war nicht die Hauptkontrollzentrale – wo wahrscheinlich viele Techniker oder Sicherheitsoffiziere wären – sondern er suchte ein abgelegenes Sub- oder Wartungsterminal. Die Frage war nur, wo und welche Räume geeigneter wären und wo er die Ruhe hatte, die eigentliche Arbeit zu machen. Da es an diversen Kreuzungen Sicherheitsschilder gab, um im Brandfall den Weg zu weisen, konnte er damit auch grob eruieren, wo es zu den Turbinenhallen ging, in denen Wartungsgänge, mit kleinen, unbewachten Alkoven wären oder der Energie-Verteilerraum. Ein Raum, der eigentlichen Steuerungszentrale vorgeschaltet war. Da der Raum an Nähesten war, kroch er über die Trassen zum Energie-Verteilerraum und schlüpfte durch die Tür, als er sich sicher war, dass kein Organischer in der Nähe war. Dass hier seltener Personal physisch kontrollierte, wusste der HK-Droide nicht, doch dies interessierte ihn aber auch nicht. Schnell machte er sich an ein Wartungsterminal, verband sein Slicing-Padd mit dem Terminal und versuchte sich Zutritt zu verschaffen. Dies dauerte eine Weile, doch schlussendlich fand er die automatisierten Diagnose- und Testzyklen, die regelmäßig Routinen (zb. Ein mal pro Woche, nachts), um die Schaltkreise der Stadtteile zu testen. Er pickt sich eine bestehende Wartungsroutine –'Protokoll 97-Omega: Netzüberlastungssimulation – und modifiziert diese, dass es beim Auslösen die Relais zu den umliegenden Städte nacheinander kappt. Für das System sah es wie ein geplanter, simulierter Notfall aus, dass die Stadtteile koordiniert offline gehen werden. Dies würde aber nach einem festgelegten Invervall (zb.15 Minuten) automatisch wieder hochfahren und wie üblich funktionieren. Das 'Neustarten' des Systems, würde verhindern, dass die Republikanische Verwaltung eine physische Sabotage vermuteten, sondern mehr von einem Software-Fehler im Testlauf ausgingen. Doch der HK-Droide war noch nicht fertig und tippte – mit seinen ausfahrbaren Fingern rasend schnell – weitere Zeilencodes hinzu, darunter einen 'Zeitverzögerer', einen 'Remote Trigger' und eine 'Logik-Bombe'. Das Ziel des 'Zeitverzögerer's war, dass das manipulierte Wartungsprotokoll nach 60 Minuten startete. Dies gab ihm die Zeit aus dem Kraftwerk zu fliehen. Die 'Logik-Bombe' war hingegen komplett inaktiv und sendete keine Signale, bis sie scharf geschaltet wurde. Wurde dieses Protokoll aktiviert, schaltete sich das gesamte Kraftwerk ab. Da die 'Logik-Bombe' inaktiv war, könnten die internen Sicherheits-Scanner des Kraftwerkes den Code nicht aufspüren. Dieser aktivierte sich erst, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt war und das war der nächste Schritt, an dem sich der HK-Droide machte. Er zapfte die interne Kommunikationsleitung des Kraftwerks an und programmierte den schlafenden Code so, dass er auf ein ganz bestimmtes, verschlüsseltes Datenpaket wartete. Dies musste über die offiziellen Funkfrequenzen des Kraftwerkes eingehen, während der HK-Droide weit entfernt vom Kraftwerk war. Wenn er über die Comlink-Frequenz einen scheinbar harmlosen Standard-Signal (hier: einen gefälschten Logistik-Bericht) sendete, aktivierte sich das 'Startsignal' und schaltete das gesamte Kraftwerk ab. In diesem Bericht müsste ein binärer Code-Schnipsel versteckt sein, welches das 'Startsignal' enthielt und das Protokoll aktivierte, was es tun sollte. Mit unmenschlicher Geschwindigkeit, versuchte er ein Programm/Code zu schreiben, den er inaktiv als Wartungsroutine versteckte. Nach über eine Stunde intensivsten Schreiben und verlinken und Basteln, war soweit alles hergerichtet. Dabei hatte der HK-Droide all sein Wissen zusammengebaut, den er bis heute gelernt hatte. Er aktivierte den Timer für den 'Zeitverzögerer' und löschte alle Spuren, die darauf schließen ließen, dass er da war. Nachdem er seine Sachen zusammengepackt hatte, machte er sich wieder zu den Kabelpritschen-Trasse auf und lief danach einen massiven, vertikalen Abluftschacht hoch. Während Organische aufgrund der extremen Hitze tötlich verbrannt wären, war das für dessen Durastahl-Hülle kein großes Problem. Mit Magnetfüßen, ging er die metallischen Innenwand des Schachtes im Eiltempo hoch und gelangte auf dem Dach des Betonbaus, direkt neben den riesigen, dampfenden Kühltürmen. Im Sichtschutz der ausgestoßenen, dichten Wasserdampfes, nutzte er seine Infrarotsicht, um sich zu orientieren. Sein Ziel war es, fern der Kameras und Wachen in den Suchtürmen, einen lautlosen – wenn auch gewagten – Abgang hinzulegen. Über die Hochspannungsleitungen des Kraftwerkes nach Calna Muun, wollte er sich – wie an einer Seilrutsche – vom Kraftwerk entfernen. Noch knapp eine Stunde, bis die Sonne aufging. Die Zeit wurde knapp, wenn die Sonne erhellte langsam die Nacht. Als er am Rand des Daches stand, packte er seinen Hydrospanner aus, hakte sich an der isolierten Außenseite eines abgehenden Hauptstromkabels ein und rutschte völlig lautlos im Schutze des Nebels der Kühltürme über die Außenmauer und -zäune hinweg. Nach einigen huntert Meter – außerhalb des Sicherheitszaunes – ließ er sich kontrolliert in das weiche Unterholz unbeschadet tief im ländlichen Dickicht von Agamar fallen. Die erste Baustelle war erledigt, worauf er zunächst zu seinem Schiff ging. Dort würde er sich aufladen und die Videoaufzeichnung seiner Überwachungs- und Spionagedroiden anschauen.

Am frühen Vormittag, kam er am Markt an, der langsam zum Leben erwachte und sprach mit einigen Händlern über seinen Kunstdünger, aber auch über deren Waren. Speziell Magnetklammern – für seinen Mondfalter-Spionagedroiden – interessierte ihn. Wenn er den Droiden mit den Magnetklammern verband, könnte der kleine Droide einen Gürtel-Störsender transportieren, den er wiederum an einer Verteilerdose oder Kommunikationsantennen befestigen könnte, um deren Kommunikation zu stören. Nachdem vereinbart wurde, wo der Händler den Kunstdünger abholen könne, kontaktierte der HK-Droide sein Schiff, dass bald Händler vorbeikommen würden, um den Kunstdünger abzuholen. Er selbst schaute sich auf dem Markt um und fand optische Farbnetz-Filter, die als standardmäßige Billigartikel verkauft wurden. Diese sogenannten Glanzminderer oder Breitband-Polarsisationsfilter waren dünne, flexible Gitter-Aufsätze oder getönte Linsen-Kappen, die Droiden vor der Sonne von Agamar oder den Funken von Schweißgeräten schützen sollten. Diese Billigware war genau das, was er gesucht und gebrauchen könnte, um seine Tarnung zu verbessern. Er suchte sich ein Satz gelbe, blaue und grüne Linsen-Kappen, kaufte diese und deponierte sie in seine Box. Diese Linsen-Kappen besaßen kleine mechanische Klemmen und wurden einfach von außen über die Fotorezeptoren gesteckt, worauf er harmloser wirkte. Intern würde er die Farbveränderung ausgleichen müssen, aber das ist das geringste Problem. Als er sich weiter umschaute, auf der Suche nach zerbeulten oder beschädigten Protokolldroiden-Platten, um seine Kopf- oder Körperform zu verändern, um seine typische Killerdroiden-Silhouette zu verändern, stieß er auf einen Inaktivierungs-Bolzen, der einfach nicht mehr funktionierte. Solche 'Haltebolzen' waren ideal für allerlei Droiden, um deren Hauptprogrammierung zu unterdrücken und sie – gegen den Willen der Droiden – anderen Aufgaben zuzuordnen. Als Beispiel hier, ein HK-Killerdroide mit Haltebolzen könnte – wie bei einem Pazifistenmodul – nicht mehr töten und könnte als einfacher 'Latrinen-Putzdroide' verwendet werden. Mit solch einem Bolzen, könnte er vorgeben, dass er total harmlos sei, weil sein Eigentümer ihn damit einfach 'entschärft' hätte. Um seine Tarnung als 'harmloser Protokolldroiden' zu perfektionieren, bräuchte er aber noch sowas wie magnetische Bauteile, die er an sein Chassis oder Kopf anklemmen könnte, um damit die Silhouette seines Körpers zu verändern. Immerhin wurde der HK-Attentäterdroide der charakteristischen, dreieckigen Kopfform der Kupferkopf-Schlange nachemfunden. Da er nach etwas Suche, aber nichts weiteres fand, beließ er es dabei, bezahlte die kleinen Bauteile – darunter die Farbnetz-Filter und den defekten Inaktivierungs-Bolzen – und machte sich auf zu seinem Schiff. Dort angekommen, sammelte er alle Bilder seiner Überwachungs- und Spionagedroiden zusammen, sichtete diese und überwachte die Übergabe des Düngers. Alleine die Sichtung der Stadt aus Vogelperspektive, erlaubte dem HK-Droiden eine gute Darstellung des Planeten, darunter auch Winkel und Gassen, von dem er die Polizeistation oder das 'Council Center' beobachten könnte. Ein Attentat auf Senator Jaren Vane oder dem Polizeichef Commander Kaelen Terrik wäre noch eine andere Hausnummer, doch vorerst, ließ er den NR-1100-Slicerdroiden einen Logistikbericht schreiben, in dem der Code eingepflegt werden sollte, der das Kraftwerk veranlassen sollte, komplett abzuschalten und ein anderes Wartungsprotokoll, dass auch das Kraftwerk ansteuern wollte, um dies temporär oder Teile der Stadt abschalten zu lassen. In der Zwischenzeit, lud sich der HK-Droide auf und verarbeitete alle Informationen der Überwachungs- und Spionage-Droiden. Da diese wiederum einsatzbereit waren, sollten sich diese auf den Weg machen und einmal den Raumhafen – speziell Wartungsklappen und Wartungsschächte ausfindig zu machen –inspizieren, wie auch das Umland auszukundschaften. Speziell ging esum die genauen Orte, wie: Wasseraufbereitungsanlage, zentrale Kommunikatiosrelais, Ernte-Logistikknoten und Düngemittel-Depots.

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Nachdem seine Kleidung zum Trocknen aufgehängt wurde, er und seine Waffen-Energiezelle voll aufgeladen war, studierte er ein weiteres Mal die neu gesammelten Daten der Überwachungs- und Spionagedroiden, um die Standorte und dessen Lage zu ordnen zu können. Dabei fand er Bilder der Kommunikationsanlage und Relais-Station der Stadt und des Planeten und ging im Prozessor einige Möglichkeiten durch. Dabei berechnete er diverse Wahrscheinlichkeiten, wie er die Kommunikationsanlage sabotieren könne und berechnete eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, wenn er seinen Mondfalter-Spionagedroiden als Störsender selbst auf dem Hauptmast platzierte, um diesen mit der Energie des Mondfalters zu stören. Der Droide könnte sowohl digital, als auch physisch die Sendeanlage sabotieren und die Funkfrequenz stören, dass das Personal, Sicherheitsleute, wie auch Soldaten entweder verspätet oder gar keine Informationen bekommen, wenn der Mondfalter seine Aufgabe begann. Mit einem 'weißen Rauschen', würde der Mondfalter die Kommunikationsanlage stören und damit jegliche Koordinierung unterbinden. Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, dass ein kleiner Mondfalter-Spionagedroide solch ein Störfaktor wäre, geschweige könnte auch niemand die Sabotage unterbinden, sofern der HK-Droide sich dafür entschied, besagten Droiden loszuschicken. Doch der HK-Droide berechnete auch Wahrscheinlichkeiten, dass ein digitaler Hack – durch den Mondfalter-Spionagedroide – fehlschlägt und damit Alarm ausgelöst werden würde. Doch viel wichtiger war, dass er den fliegenden Droiden abschreiben würde, weil durch die Stromspannungen, würde auf Dauer auch die Möglichkeit bestehen, dass der Spionagedroide beschädigt werden würde. Zumindest die Sabotage der Kommunikationsanlage war damit theoretisch erdacht. Als er die Bilder der Polizeistation und 'Council Center' betrachtete, berechnete er verschiedene Optionen und Wahrscheinlichkeiten, aus welchem Winkel er mit diversen 'Werkzeugen' er sowohl den Polizeichef oder den Senator atomisieren könne. Dabei kam ihn eine Idee in den Prozessor, dass er den RMD-20-Überwachtungsdroiden als 'Kamikaze-Drohne' verwenden könnte, um einen der beiden Personen tötlich zu verletzen. Sollte der kopfgroße Überwachungsdroide – mit seiner Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h – gegen den Kopf der Zielperson kollidieren, hätte dies definitiv einen Trümmerbruch zur Folge, worauf die Person – offensichtlich – tötlich verunglücken würde. Damit müsste der HK-Droide auch diesen Droiden abschreiben, aber es war eine Option. Ob solch ein Attentat auch funktionieren würde, stand auf einem anderen Blatt. Immerhin müsste solch ein 'Kamikaze-Angriff' sehr präzise durchgeführt werden, weil wenn die Zielperson den Anflug auswich oder ein Bodyguard dazwischen kommt, wäre der Droide definitiv abgeschrieben und das Attentat gescheitert. Auch einfache Attentate mit seinen Jagdgewehr, unterzog er eine Kalkulation, doch dafür bräuchte er eine gute Schussposition, von dem er sein Ziel erschießen könne und da das 'Council Center' eine der wenigsten, hohen Häuser der Hauptstadt waren, müsste es stets ein Angrff von unten nach oben sein. Ob so oder so, berechnete er Wahrscheinlichkeiten für ein Attentat, wo die Zielperson im Freien, also außerhalb von Gebäuden war. Immerhin bot ein Attentat von Außen in ein Gebäude immer die Gefahr, dass der Schuss die Scheibe nicht durchdrang oder das Ziel sich ungünstigerweise in Deckung drehte, was ein Attentat nur erschweren würde. Auch die Manipulation von Anlagen innerhalb des Gebäudes barg seine Risiken, immerhin konnte er nicht ungesehen jedes Gebäude betreten, um das Attentat durchzuführen. Alleine deswegen nicht, weil er auch eine Fluchtroute bräuchte und umso offensichtlicher der Mord, desto schwerer die Flucht. Doch bevor er noch mehr Zeit mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen verschwendete, machte er sich auf, den Raumhafen zu sabotieren, damit Hilfsgüter gestört werden konnten. Da es langsam Abend war, sich die Tageszeit und Lichtverhältnisse ideal anboten, machte er sich auf – samt Poncho, Augenlinsen, Slicing-Tool und Werkzeugkoffer – den Raumhafen zu begehen.

Da Agamar riesige Mengen an landwirtschaftlichen Gütern und Erträgen exportierte, versuchte er über die Kanalisation unter den Raumhafen zu gelangen. Außerhalb des Sicherheitszaunes des Raumhafens befanden sich riesige Absetzbecken und Filteranlagen für die landwirtschaftliche Logistik, wo sich auch simple Binär-Wartungsdroiden sich um dessen Reparatur und Instandsetzung kümmerte. Während das giftige Gase aus den Schlammleitungen drangen, kalkulierte der HK-Droide die Abschaltung der Droiden mit seinem Ionenblasteraufsatz, doch seines Wissens, würden sie einem Beschuss standhalten und ein größeres Feuergefecht in der Nacht, würde ein zu auffälliges Farbenspektakel erzeugen. Das Haupt-Rücklaufrohr der Entwässerung der Kanalisation konnte er aus der Ferne sehen, doch für den Fall, dass ihn die einfachen 'Werkzeuge' nicht registrierten und eine Warnung, gar Alarm, ausriefen, müsse er sich an diese vorbei schleichen. Mit etwas Entfernung, eruierte er die Wege zum Haupt-Rücklaufrohr, studierte die Wanderwege der Droiden, die sich in zyklischen Bahnen bewegte und machte sich auf, sich den Bereich soweit zu nähern, damit er im richtigen Augenblick im Sichtschatten eine der Binär-Droiden folgen konnte. Er musste dabei zügig und äußerst vorsichtig sein, weil er bei der Begehung des Absetzbeckens und Filteranlage im offenen 'Gelände' stand. Bei sofortiger Entdeckung, würde jeder automatisch Alarm schlagen, doch dies wollte er verhindern, also rückte er einem auserkorenen Binär-Droiden auf die Pelle, bewegte sich wie dessen 'Schatten', bis er in der Nähe des Haupt-Rücklaufrohrs war. Sobald es ging, stürmte er leise über den Durabeton in die Kanalisation und entzog sich vorerst neugierigen Blicken und möglichen Kameras, die vielleicht das Areal bewachten. Bereits einige Meter tiefer am Haupt-Rücklaufrohr war eine Gittertür mit einfachen Schloss. Sonderlich viel Mühe hatte man sich hier nicht gegeben, um den Bereich zu sichern, doch um weder unnötig Lärm zu erzeugen, noch Zeit zu verschwenden, knackte er das Vorhängeschloss mit einem Dietrich – aus seinem Unterarm – und betrat das Innere des Wartungskorridors. Während Organische an den giftigen Gasen erstickt wären, die aus Fugen und Filtern quollen, wanderte der HK-Droide – samt Blaster – durch die Schächte, zu den primären Wartungskorridore des Sub-Levels Drei, die sich direkt unter dem Fundament des Hafens befanden. Diese Korridore waren eng, dunkel und extrem heiß durch die Energiekonverter. Hier wagte sich selten ein organischer Techniker hin, was ihm wiederum die Möglichkeit gab, hier zu arbeiten. Doch das hieß nicht, dass die Wege komplett ungesichert waren. Meist gab es automatisierte Sensoren, die auf Anomalien reagierten. Sei es Druck-, Temperatur-, Geräusch-, Feuchtigkeits-, Gift- oder Infrarotsensoren sorgten dafür, dass alles innerhalb erwarteter Parameter verlief. Der Infrarotsensor wäre für ihn das größte Problem, weil dies seine Wärmeabstrahlung registrieren würde, doch aufgrund der Energiekonverter und generell stickigen Luft, würde sein Erscheinen eher als 'Fehlermeldung' durchgehen. So hoffte er es und betrat langsam weiter das Areal, die Umgebung analysierend, ob ein Alarm ausgelöst werden würde. Tiefer im Rohrsystem angelangt, nahm er einen vermuteten Weg zum Raumhafen nach oben, anstatt nach unten, in die Kanalisation. Er musste sich langsam bewegen, weil er ständig ein Rattern, Klackern und Vibrieren von Droiden hörte, die sich durch die Korridore bewegten. Das Echo derer Räder schallte durch die Gänge und gingen wohl im regen Treiben auf der Oberseite des Raumhafens unter, während hier eine ganz andere Akustik herrschte. Als er an einigen Energieverteiler gelangte, die dafür sorgten, dass Frachterschiffe sicher landen konnten, suchte er auf den Boden nach Schrott oder Kabel, die in den Wartungskanälen oft herumlagen. Wichtig war, dass es ein Stück Metall war. Nach einigen Minuten fand er ein dickes Stück weggeworfenes Metall und platzierte es zwischen den primären Energiekontakten. Beim nächsten massiven Energieschub, wenn ein Schiff landete, käme es zu einem Lichtbogen und einer Kernschmelze des Verteilers, worauf es zu einem kurzen Kurzschluss käme und der Frachter nicht sicher landen könne. Weiterhin machte er sich – einige Meter weiter – an den Flüssigkeitskühlungsleitungen des Energieverteilers zu schaffen, indem er ein paar Ventile zudrehte und ein Stück Blech verbog, um die Lüftungsschlitze und Leitungen zu blockieren. Sobald der Verteiler unter Last arbeitete, würde das System sekundenschnell überhitzen und sich automatisch über die Notfallsicherung abschalten. Wie ein fieses Kleingetier, verdrehte und verstellte er Ventile, bog Metall zurecht, um ein Zurückdrehen der Ventile zu verhindern und versiegelte mit Schrott oder Schlamm Lüfungsschlitze, damit die Systeme bei ihrer Arbeit überhitzen würde. Auch schloss er sein Slicing-Padd an einem Verteiler an und veränderte einfach die Tolerangrenze der Spannungsregler, dass diese sich bei der nächsten Belastung auf Dauer selbst zerstörten, weil einfach zu viel Druck herrschte. All dies hatte den Zweck, die Repulsorlift-Leitmatrizen – also die Repulsor-Dämpfungsfelder, die ein Schiff zum weichen Landen brauchte – zu manipulieren und zu schaden. Diese Felder fingen das enorme Gewicht landender Frachter ab, damit es gefahrlos aufsetzen konnte. Doch sobald die Dämpfungsfelder unter der Last kollabierten, mussten die Schiffe den Landeanflug abbrechen oder riskieren, eine Bruchlandung hinzulegen. Für die Techniker würde es wie normaler Verschleiß der alten Relais auf einer Outer-Rim-Welt aussehen, doch der HK-Droide wusste es besser. Doch er war noch nicht fertig und versuchte noch andere Wege umzusetzen. Als er eine Weile unter dem Raunhafen suchte, fand er ein lokales Verteiler-Relais der Luftraumüberwachung und vergewisserte sich – durch Anschluss und Prüfung seines Slicing-Tool-Padds – dass er eines gefunden hatte, um im nächsten Schritt eine modifizierte Signalschleife einzuspeisen. Doch dafür musste er sich tiefer in die Subsysteme der Luftraumüberwachung hacken, was sich als schwerer erwies, als gedacht. Immerhin ging er davon aus, dass Outer-Rim-Raumhäfen mehr mit Glück und Hoffnungen erbaut wurden, als mit störrischer Resilienz. Aufgrund mehrstufiger Sperren und Redundanzsysteme, die seine groben Veränderungen hinterfragen ließ, musste er erst – mit mehr Zeitaufwand – die Hauptlogs finden, dessen Werte verändern, damit sie diese nicht seine Modifikationen ständig zurücksetzten oder gar alarmierten. Der gesamte, verzögerte Prozess nagte heftig an den Schaltkreisen und Bahnen des HK-Droiden, weil er für derlei Widerstand keine Geduld hatte und am liebsten alles Kurz und Klein geschlagen hätte. Es half nichts, als sich die Zeit zu nehmen, bis er die eigentlichen Veränderungen vornehmen konnte. Bevor die Modifikation die eigentliche Schleife starten sollte, baute er – wie beim Kraftwerk – ein Protokoll zwischen, das ihm erlaubte, den Ort des Verbrechens zu verlassen. Erst, wenn er ein externes Signal abgab, sollte die modifizierte Signalschleife aktiv werden und dutzende phantomhafte, nicht existierende Schiffe im Anflug anzeigen, damit die Flugkontrolle in Panik geriet und eine sofortige Luftraumsperrung verhängen sollten, um eine drohende Kollision zu verhindern. Es war wichtig, dass er hier ein Programm einbaute, weil er vorher die Möglichkeit haben wollte, sein eigenes Schiff umzusetzen, damit er auch später gefahrenlos vom Planeten fliehen könne. Sobald das Programm später lief, würden die Techniker verzweifelt den vermeinten Software-Glitch suchen, während er sich davon machen würde. Doch warum sollte er hier aufhören, wenn er vorher eine Ladestation und Diagnoseterminal für Arbeitsdroiden gesehen hatte. Er könnte den Schaden noch ausweiten und suchte – besonders im Sub-Level die Wartungs- und Ladebuchten der Arbeitsdroiden, um deren Routinen zu manipulieren. Entlang eines Hauptkabels, gelangte er an einen zentralen Hub einer solchen Ladestationen und verband sich mit seinem Padd mit dem lokalen Netz. Dort modifizierte er in einem Rutsch die Routinen dutzende Droiden, dass diese Fracht falsch sortierten, Landeprotokolle blockierten und Systeme überlasteten ohne dass es aussah, als würde ein Hacker-Angriff dahinter stecken. Das perfide an seiner Arbeit war, dass das Droiden-Netzwerk im Untergrund war, meist nur schwach gegen interne Zugriffe gesichert war und die IT-Sicherheit des Raumhafens eher primär das externe HoloNet und die Passagier-Terminals oben überwachte, nicht aber damit rechnete, dass ein physischer Hack im heißen, dreckigen Rohrschacht durchgezogen wird. Nachdem er seine Arbeit erledigt hatte, ein paar tickende 'Zeitbomben' im Verwaltungssystem des Raumhafens hinterlegt hatte, machte er sich auf einen anderen Weg aus den Schächten nach oben. Er passte einen Moment – an einer Gitterluke – ab, um diese nach oben zu stämmen und zwischen einem Frachter und Kisten aufzutauchen. Kaum war die Gitterluke wieder verschlossen, verschwand die unscheinbare Gestalt zwischen den eifrigen Droiden, die Waren herumschoben.

Zurück an seinem Schiff angekommen, waren seine Überwachungs- und Spionagedroiden wiedergekommen, dessen Daten er nun sichtete. Zeitgleich ließ er den NR-1100-Droiden Logik-Viren und Schadprogramme schreiben, die er in den kommenden Sabotagen einbauen wollte. Bei der Sichtung der Bilder, erkannte er nicht nur die nächsten Ziele – hier die Wasseraufbereitungsanlage – sondern auch mögliche Landeplätze für sein Schiff – außerhalb von Calna Muun – wo er landen könnte. Bevor er abhob, ließ er sein Schiff noch ein mal mit Wasser, Energie, Treibstoff und benötigten Betriebsmittel 'auftanken', um dann sein Schiff abheben zu lassen. Dank seiner Droiden, konnte er einen guten Landeplatz, außerhalb der Hauptstadt, ausmachen, der sicher zwischen Binka-Bäumen und einer Fels-Schlucht war. Nachdem das Schiff abhob, um den Standort zu ändern, aktivierte er all seine Protokolle auf dem Raumhafen, die Stück für Stück ihre Sabotage ausführen sollten. Nach wenigen Minuten landete das Schiff auf einem sicheren Platz, in einer Fels-Schlucht, die nicht all zu weit weg von der Hauptstadt war, doch außerhalb des Farmer- und städtischen Lebens und Wirkens. Mit seinen Rückrufbefehl, ließ er seine Droide zum neuen Standord zurückkommen, um dann die aktuellen Bilder zu sichten, wo die Wasseraufbereitungsanlage war und wie das Umfeld aussah. Als er die Bilder studierte, sah er oberirdisch eine flache, befestigte Struktur aus verwitterten, grauen Durabeton, mit massiven Lagertanks für Rohwasser und benötigten Chemikalien. Ein schwerer Sicherheitszaun aus Drahtgitter mit integrierten Energiesensoren umschloss das gesamte Gelände, während das massive Haupttor und -eingang von zwei Soldaten – in einem kleinen, befestigten Wachhäuschen –kontrolliert wurde. Ähnlich des Kraftwerkes, gab es an den Ecke nvollautomatisierte Wachtürme, Scheinwerfer, der das Umland erhellte. Ansonsten wirkte das Gelände recht spärlich, da nur zwei weitere Soldaten – wohl als Patrouille – das Gelände durchstreifte. Wie oft und wie die Sicherheit im Herzstück der Anlage – unter der Erde – explizit aussah, konnten die Droiden nicht feststellen, da diese nur das Gelände überflogen und eine kurze Momentaufnahme gemacht hatten. Es schien aber auf den ersten Blick so, als verließe man sich zu sehr auf die automatischen Sicherheitssysteme und Kameras der Republik. Doch dies war bis jetzt auch ihre Schwachsteille und Pumpkin's Vorteil. Er erblickte große Rohrsysteme zwischen den Rohwasser- und Düngetürmen, die in die Erde führte, um wohl die unterirdische Anlage versorgen zu können, doch circa 150 Meter abseits des umzäunten Hauptgeländes lag eine künstlich erschaffene Senke, wo sich Grundwasser ansammelte und durch massive Zustrom-Rohre in die Erde, direkt in die Anlage geleitet wurde. Genau dieser Ort galt es zu erkunden und, mit Hoffnung, einzubrechen. Da es später Vormittag war, ließ er seine Überwachungs- und Spionagedroiden genau dieses Areal – die künstliche Senke und Zustrom-Rohre - auskundschaften, damit er – in der Nacht – das Areal betreten und einbrechen konnte. Dabei ließ der HK-Droide die fliegenden Droiden einen betretbaren Weg auskundschaften, damit er bei der Begehung nicht selbst ins Wasser fiel. In der Zwischenzeit, testete er die Optischen Farbnetz-Filter aus und probierte sich an falschen Droiden-IDs aus, damit er automatische Systeme überlisten konnte. Zeitgleich programmierte der NR-1100-Droide Logik-Viren für den HK-Droiden, damit später Subroutinen infiltrierten und Parameter, Einstellungen oder Sub-Programme veränderten, um die Systeme gegen sich selbst arbeiten zu lassen. So, wie jetzt schon die Wartungsdroiden im Raumhafen, die einfach die Waren gar nicht, verzögert oder komplett falsch be- und entluden. Egal wie klein der Schaden war, alles war nützlich, um Chaos zu stiften.

Als die Sonne untergegangen war, waren die Droiden schon lange zurück, um sich wieder aufzuladen. Der HK-Droide hatte bereits die aufgenommenen Videos gesichtet. Dann machte er sich auf den Weg,die oberirdische Wasseraufbereitungsanlage zu umgehen. Sein Ziel war es, schlussendlich in der Schlucht zu gelangen, wo die künstliche Senke das Grundwasser sammelte. Diese Senke speiste schließlich die Anlage. Glücklicherweise gab es einen schmalen Pfad an der Felswand hinunter, zur Senke, um an einer rostigen Wartungsluke aus Durastahl in die Wartungsluke gelangen zu können. Doch diese wurde durch eine Kamera beobachtet, um ein Eindringen aufzuzeichnen. Durch ständiges Aufwirbeln von Wasser, Luft und Dreck, verlor die Kamera die Schärfe und Fokus, worauf der Zentrale nur ein unklares Bild zu sehen war. Dies geschah mehrfach. Er selbst sah nur den Versuch der Kamera und Linse, den Fokus wieder auszurichten, schärfere Bilder zu bekommen, doch durch die Dämpfe und Sprühnebel der Senke, musste sich die Kamera immer wieder neu ausrichten. Er selbst bewegte sich im Sichtschatten der Kamera, näherte sich dem Zugangspunkt, bis seine Sensoren vernahmen, dass die Kamera sich wieder scharfschalten wollte. Diesen Augenblick nutzte er, um eilig zum nächsten Schatten und Blickhindernis zu laufen, um nur als unscharfer Schatten der Umgebung aufzutauchen und zu verschmelzen. Kaum war das Bild wieder schärfer, besaß eine Formation ein paar Extraecken, doch fiel nicht sonderlich auf, weil sich nichts bewegte und auch relativ gut zum Umfeld passte. Dank Poncho. Mit steigender Dunkelheit, nutzte er die nächste Gelegenheit und bewegte sich zur Luke, die sich ein paar Meter tiefer des Schachtes befand. Außerhalb der Kamerasicht, verschwendete er keine Zeit und manipulierte mit seinen Schlossöffnungswerkzeugen das elektronische Vorhängeschloss. Kaum hatte er hinter sich die Luke wieder geschlossen, sah er sich einer dunklen, feuchten Wartungstunnel engegen, der parallel zur Hauptwasserleitung in die Anlage führte. Dieser Zugang war normalerweise für Techniker gedacht, um Verstopfungen durch Schlamm oder Algen zu beseitigen, doch für den HK-Droiden war es ein Einfallstor für seine Arbeit. Während er hörte, wie die riesigen Rohre das Wasser ansaugten, schluckten und durch diese presste, wie ein Vielfraß, analysierte er den Wartungsschacht nach Alarmanlagen, Sensoren oder Droiden, die sein Erscheinen registrieren könnten. Bereits nach einigen Metern bemerkte er an der Decke einige Feuchtigkeitssensoren, die Alarm schlugen, wenn sich die Dichte der Luft veränderte. Dies lag vor, wenn zum Beispiel ein Rohrbruch geschah oder ein Leck Wasser aus den Rohren treten ließ. Zeitgleich fuhren gewiss Mausdroiden herum, um Lecks aufzuspüren oder Schlammansammlungen zu melden. Dank der Geräuschkulisse brauchte er sich noch keine Gedanken über Akustiksensoren machen, doch ein Infrarot-Sensor, in einigen Metern Entfernung, ließ ihn stoppen und überlegen, wie er diesen überwinden könnte. Natürlich könnte er seinen S-5-Multifunktionsblaster, mit Ionenblasteraufsatz verwenden, um diesen auszuschalten, doch die Zerstörung des Sensors hätte unweigerlich einen Alarm zur Folge, also dachte er nach und kalkulierte einige Möglichkeiten durch seinen Prozessor. Schlussendlich entschied er sich dafür, seine internen Servomotoren in einen geräuschlosen 'Low-Power-Modus' laufen zu lassen, dass er leise durch den Schacht schleichen konnte. Die Infrarot-Sensoren täuschte er dahingehend, indem er seine interne Kühlanlage herunter regulierte, dass seine Gehäusetemperatur sich der kalten, feuchten Umgebung im Tunnel anpasste. Dies dauerte einige Minuten, bis sich sein Chassis selbst heruntergekühlt hatte. Erst dann konnte er in Slow-Motion sich weiterbewegen, den Bereich des Infrarot-Sensors passieren und tiefer in die Tunnel gelangen. Umso tiefer er in die Anlage vordrang, desto wahrscheinlicher war es, dass er auf einen Wartungsdroiden stieß, daher war 'Eile' geboten. Mit der permanenten Gefahr, von einem Sensor oder einem Wartungsdroiden –schlimmstenfalls von einem organischen Techniker – entdeckt zu werden, musste er sehr aufmerksam und trotzdem schnell arbeiten. Sofern es seine Parameter und internen Servomotoren zuließ. Immerhin hatte er diese heruntergedrosselt, damit ihn die Sensoren nicht registrieren. Da er jede Sekunde mit dem unerwartetem Auftauchen eines Wartungsdroiden rechnen musste, entmagnetisierte er seine Droidenwerkzeugkiste an einer günstigen Stelle, legte sie leise und langsam auf den Boden und holte die Elektroschock-Sonde heraus. Leider war diese komplett entladen, da er diese beim Häcksler-Motor des Kraftwerkes benutzen musste. Doch er hatte eine Idee, wie er das Gerät neu auflud. Mit einem Überbrückungskabel und einer Energiezelle seines Blasters, verband er beide Komponenten und lud damit die Elektroschock-Sonde wieder auf. Zwar war wieder die Energiezelle seines 'Ionenblasters' leer, aber hier unten konnte er eh keine Blaster verwenden. Nachdem er alles wieder verstaut hatte, machte er sich wieder auf, die Wartungstunnel zu inspizieren. Schlussendlich gelangte er an einen sekundären Verteilungs- und Injektionsterminal – auch sekundärer Wartungspanel genannt – der in einer Nische in der Durabetonwand eingelassen war. Die Konsole besaß eine Scomp-Link-Schnittstelle, um wohl das Bedienen der Droiden zu vereinfachen. Zwar besaß er selbst keinen Scomp-Link-Anschluss, doch alle Panele der Galaxie waren universell gebaut, worauf er auch mit seinem Slicing-Padd und Kabel sich Zugriff auf das Terminal verschaffen konnte. Aufgrund seiner hochempfindlichen akustischen Sensoren, dank der engen, hallenden Wartunungstunnel, hörte er das charakteristische, hochfrequente Surren der Elektromotoren und Klackern der kleinen Reifen eines Mausdroiden über den feuchten Boden. Da der HK-Droide immer noch das Slicing-Padd und die Elektroschock-Sonde in der Hand hielt, war er auf die kommende Konfrontation vorbereitet. Kaum bog der Mausdroide in die Nische ein, um am Terminal seinen Status abzuliefern, stellte der HK-Droide seinen schweren Metallfuß auf die Oberseite des Mausdroiden, dass dessen Räder durchdrehten und er nicht weiterkonnte. Der Mausdroide registrierte nur ein Hindernis auf seinen Weg, wollte eine andere Route einschlagen, doch der Fuß war mit kontrollierter Kraft gesteuert, dass sich der laufende Toaster nicht wegbewegen konnte. Im nächsten Schritt, stieß er den Mausdroiden um, rollte ihn auf den Kopf und rammte ihn die Elektroschock-Sonde –nahe der Antriebsketten – in einen Spalt des Gehäuses, um mit maximaler Energieeinstellung den Mausdroiden zu grillen. Ein kurzes, blaues Aufblitzen, ein leises Zisch-Knack war zu sehen und zu hören und der Mausdroide war tot, bevor dieser seine Antenne ausfahren und ein Notsignal senden konnte. Nun galt es sich zu beeilen. Automatisierte Systeme und Droiden hatten meist eine Art 'Totmann-Programm', die einen Alarm auslösten, wenn diese sich nicht in kürzester Zeit zurückmelden würden. Die Uhr tippte unaufhaltsam weiter; die 30-Sekunden-Schwelle rückte näher, bis sich der Mausdroide wieder melden sollte. Der HK-Droide zog die Elektroschock-Sonde heraus, griff sich den fahrenden – jetzt toten – Toaster unter den Arm, schloss sein Slicing-Padd an, um dessen ID-Signatur auszulesen. Danach wechselte er das Kabel vom Mausdroiden zum Wartungspanel und schickte an den Hauptrechner die benötigte Rückmeldung des Mausdroiden, samt ID-Signatur – die er zuvor kopiert hatte – und übermittelte die Standardnachricht: 'Hier Mausdroide MSE-6-73. Routinekontrolle Sektor 4 abgeschlossen. Keine Anomalien. Kehre zur Ladestation zurück.'. Der Zugriff stockte aber, Warnanzeigen flackerten auf, dann sprang das Display auf eine rote Alarmstufe. Eine automatische Meldung lief durch die Kaskaden der Logs: Verdächtige Aktivität, Authentizitätsprüfung fehlgeschlagen, verdächtige Signatur erkannt. Die 30-Sekunden-Schwelle war überschritten. Für einen Moment schien der HK-Droide zu scheitern, doch er setzte zu einem letzten, kalten Schritt an: Er versuchte, die gefälschte Entwarnung trotzdem zu wiederholen, fügte noch etwas hinzu, während mehrere Sicherheitschecks nacheinander anliefen: Authentizitätsprüfungen, Signatur-Hash-Konsistenzen, Verifizierungen gegen Backup-Logs. Es liefen Testprogramme, die prüfen sollten, ob die angebliche Mausdroide wirklich da war oder nur eine gefälschte Entwarnung. Der HK-Droide ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Mit einem kurzen, gezielten Ausführung, wiederholte er das Verfahren und präsentierte die manipulierte ID-Signatur erneut. Dann setzte er eine glaubhafte Verzögerung in der Meldung in Bewegung: Ein Hindernis, so schien es, hatte den Mausdroiden aufgehalten, und seine Rückkehr verzögerte sich unvermeidlich. Das System akzeptierte den zeitlichen Anschein, weitere Authentizitätschecks liefen noch, doch der Alarm war vorerst gedämpft. Kurz darauf meldeten die Protokolle, dass die Entwarnung als vorübergehend validiert wurde, während parallel andere Programme die Identität des Mausdroiden weiter prüften. Der HK-Droide wusste: Er musste die Situation weiter beobachten, doch für den Moment schien die Tarnung aufzugehen. Die Lage war plötzlich deutlich angespannter und die Warnmeldungen schwebten wie ein Damokles-Schwert über seinen Kopf, bereit weitere Schritte – bis zur Abschottung und Großalarm – einzuleiten. Doch vorerst liefen nur die Programme durch.

Den toten Droiden schob er unter den großen Rohren in die Dunkelheit, dass dessen 'Leiche' nicht sofort auffiel und machte sich im nächsten Schritt an die Manipulation der Misch- und Dosierungssoftware. Wieder mit dem Slicing-Padd – dass mittlerweile mehrfach seinen Wert bewiesen hatte - steuerte er sich durch das System und griff auf die lokalen Steuerungs-Subroutinen der Injektionspumpen und Ventile – außerhalb des Serverraumes – zu. Er speiste das Logik-Virus desNR-1100-Droiden ein und veränderte die Dosierung der Chemikalien,wie viele Milligramm Chemikalien sie pro Liter Rohwasser beimengen sollten. Natürlich war der Eingriff so tief im System, dass ein Techniker den Fehler nicht sofort sehen würde, doch alleine kleinste Abweichungen von Mischverhältnissen, hätten große, gesundheitliche Folgen für Bewohner und Landwirtschaft. Das Perfide des Organischhassenden Droiden war, dass er nicht mit Brachialgewalt vorging, sondern schleichend. Daher baute er zeitgesteuerte, exponentielle Steigerungen ein, programmierte die Sensoren so, dass sie permanent und konstant einen grünen Fake-Wert von 0,02 mg hochkonzentriertes Fluorid- oder Chlor-Derivate anzeigte. Dieser Wert wäre normalerweise sicher, doch sein Programm würde über Tage und Wochen die Menge überdosieren. Zuerst ließ er das Mischverhältnis auf 0,02 mg ansteigen und dann jeden Tag auf 0,005 mg erhöhen. Die Folgen bei 0,10mg/l war, dass das Wasser immer metallischer schmeckte. Bewohner würden über leichtes Unwohlsein klagen, wobei die Pflanzen die Dosis kurzzeitig wegstecken würden. Doch die Wurzeln würden verkümmern. Auf Dauer würde sich die Überdosierung im Gewebe anreichern, worauf sich auf Dauer wohl die halbe republikanische Garnision und Bewohner der Hauptstadt krankmelden würde. Das Vieh verweigerte auf Dauer das Wasser, während die Felder sich verfärben würden. Blätter würden gelb und welk werden, doch die Techniker würden vermutlich schlechte Erntebedingungen vermuten, aber noch kein Verdacht schöpfen, dass das Wasser kontaminiert wäre. Der Prozess war schleichend, aber sehr schädlich für Mensch, Vieh und Land. Natürlich könnte er die Dosierung erhöhen, beschleunigen, bis die kritische Masse erreicht wurde, doch dies wäre zu schnell, zu extrem. Natürlich könnte er mit einer höheren Dosierung von 5mg/l, die kritische Masse erreichen. Wasser wäre nun hochgradig ätzend und toxisch. Bewohner würden innerhalb von Minuten zusammenbrechen, während gesamte Agrarbezirke innerhalb Stunden abstarb und für Monate verseucht wäre. Damit wäre nicht nur die totale Panik des Planeten eingeläutet und die Verteidigungsstreitkräfte handungsunfähig am Boden, sondern der gesamte Planet dem Untergang geweiht. Von seiner Seite aus, hätte er kein Mitgefühl, doch sein (in-)direkter Befehl und Mission limitierten ihn in der Ausführung. Aufgabe war es, den Planeten zu sabotieren, nicht aber ins Chaos zu stürzen oder gar zu sterilisieren. Diese Überdosierung wäre der totale 'Overkill' und da seine Mission nicht expliziet verlangte, den Planeten so zu destabilisieren, entschied er sich eher für einen milderen, schleichenderen Verlauf, den man längerfristig unterbrechen konnte, bevor es zu unumkehrbahren Folgen käme. Er tarnte seinen Zugriff am Wartungsterminal, löschte alle Zugriffe, damit sein Hacking nicht auffiel und wollte sich aus dem Wartungstunnel bewegen.

Sein Weg war jetzt hinaus, aus dem Wartungstunnel, zur nächsten Station, die er sabotieren wollte. Doch speziell die Ausgänge der Rohe und die umliegenden Kameras musste er irgendwie manipulieren oder die Umstände für sich anpassen. Am letzten Panel, versuchte er Zugriff auf die Kameras zuzugreifen, musste aber feststellen, dass die Kameras vom System abgekoppelt war, in dem er sich bewegte. Also überlegte er neu und öffnete Manuell ein Überdruckventil und ließ heißen Dampfausstoß ausstoßen, der die Umgebung einnebelte. Dies gab ihm die Gelegenheit, im Sichtschutz des Dampfausstoßes aus dem Tunnel nach Außen zu fliehen und sich - vorbei im Sichtschatten der Kamera - vom Gelände zu entfernen. Durch die Sabotage der Energie- und Wasserversorgung, hatte er dem Planeten schon ziemlich das Genick gebrochen. Zwar waren seine Schäden reparierbar, doch bis dies herausgefunden wurde, würde sehr viel Zeit vergehen, bis es zur ökologischen und humanitären Katastrophe ausarten würde.

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