QTahem
Einfach-nur-Tentakelkopf
[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Wartebereich] in der Nähe Brasso, Miran, Droiden und jede Menge Heiler
Selbst am frühen Morgen hatte die Krankenstation etwas Kaltes, etwas Steriles. Zudem war hier bereits viel los. Ständig lief jemand durch den Gang oder in beziehungsweise aus einem Behandlungszimmer. Q’Tahem würde sich wohl nicht so schnell daran gewöhnen können.
Genauso wenig wie er sich an die Geräusche in der Krankenstation gewöhnen würde. Aus manchen Räumen kam Stöhnen, aus anderen Schreie, wieder andere waren erschreckend still und nur das mechanische Surren von Geräten war zu vernehmen. Heute waren es weder Schreie noch Stöhnen, was seine Aufmerksamkeit erregte, sondern Husten. Es war ein kurzer Husten, der schon nicht ganz so gut klang, dann aber folgte ein weiterer. Er begann leise, wurde jedoch schnell heftig. Schabend und scheppernd. Der Nautolaner konnte nicht anders, als die Quelle zuerst interessiert, dann aber schnell besorgt anzuschauen.
Es war ein Abednedo, der sich vor Husten krümmte. Eine Hand hatte er in seine Seite gestemmt. Dem Abednedo war deutlich anzusehen, dass er ein Leben voller harter Arbeit führte, oder geführt hatte, da war sich Q’Tahem nicht ganz sicher. Der größte Teil seiner Kleidung versteckte sich unter einem abgegriffenen, beigen Poncho. Ein flüchtiger Blick an seinen Gürtel zeigte, dass er allerlei Werkzeuge sorgfältig aneinander gereiht hatte.
Der Hustenanfall des Wesens ebbte ab und er richtete sich wieder auf. Langsam lief er zu der Bank ihm gegenüber und setzte sich. Eine Elektrolanze lehnte er dabei neben sich.
‚Der sieht aus, als hätte er die Hölle gleich mehrfach gesehen’, dachte sich Q’Tahem und bemühte sich nicht zu starren.
Diese Bemühungen legte er jedoch nieder, als ihm auffiel, dass der Abednedo ihn ebenfalls interessiert musterte.
Er spürte, wie der Blick über seine ausgemergelten Arme glitt, an seinem Gehstock entlang und zu seiner metallenen Tentakelprothese an seinem vorderen Tentakel. Q’Tahem zwang sich seine Hände auf dem Stock vor sich anzuschauen und ein kurzes Schmunzeln fuhr ihm über sein Gesicht, als ihm auffiel, dass er das über den Abednedo gedacht hatte, was dieser wohl in diesem Moment auch über ihn dachte.
Einige Momente saßen die zwei sich schweigend gegenüber, dann ergriff der Abednedo das Wort. Seine kratzige Stimme schabte förmlich durch die Luft und Q’Tahem musste unterbewusst beim Klang schlucken.
Man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, dass sie einen hier ständig auseinandernehmen wollen… Ich hoffe nur, sie setzen einen hinterher auch wieder richtig zusammen.
, sprach dieser beiläufig.
Für einen kurzen Moment richtete Q'Tahem seinen Blick wieder auf seinen Gegenüber und zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen hoch.
Wenn man noch alle Teile hat, dann denke ich schaffen die das schon…
, erwiderte er daraufhin und sah den Abednedo direkt an. Hinter ihm erklang das markante Zischen der Behandlungszimmertür und die freundliche Stimme von Randok war zu hören.
Ritter Gaar… Du bist früh dran heute, komm bitte rein.
, sprach die Zabrak in seinem Rücken und legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter.
Der Nautolaner nickte dem Abednedo freundlich zu und richtete sich, etwas wackelig auf.
Wird Zeit zusammengebaut zu werden…
, meinte er mit einem Schmunzeln.
Randok führte ihn in das Behandlungszimmer, und die Tür glitt hinter ihnen zu.
Die Untersuchung verlief wie an den Tagen zuvor. Gewicht, Blutwerte, Muskelmasse. Randok fragte nach seinem Schlaf, nach seinem Appetit, nach Schmerzen. Q'Tahem antwortete kurz, präzise, ohne viel drumherum. Die Zahlen wurden stetig besser. Nicht gut… aber besser.
Es wird langsam besser…, stellte Randok fest, als sie die Werte auf dem Datapad prüfte, Langsam… Aber kontinuierlich… Das ist gut!
Q'Tahem nickte nur.
Die Nährstoffdrinks bleiben aber vorerst!
Er seufzte leise und sah die Jedi Heilerin unglücklich an.
Ich hatte gehofft, die langsam loszuwerden…
, meinte der Nautolaner und sah Randok hoffnungsvoll an, diese schüttelte nur den Kopf.
Noch ist es zu früh dafür… Aber wenn ich ehrlich sein darf...
, sie nickte in Richtung des Stocks.
... den würde ich wieder weglegen… Der Körper gewöhnt sich schnell an solche Hilfsmittel und beim Wiederaufbau ist das nicht förderlich.
Q'Tahem umklammerte den Stock nachdenklich.
‚Vielleicht?’, dachte er. Dann schüttelte er den Kopf.
Dafür bin ich noch nicht bereit…
, meinte er und zwang sich dann den Drink herunter. Er schmeckte immer noch furchtbar.
Als er die Krankenstation verließ, war der Abednedo nicht mehr zu sehen. Ein bisschen enttäuscht war er irgendwie. Etwas in ihm hätte gerne nochmal mit dem Abednedo geredet.
Der nächste Tag brachte Q'Tahem wieder in die Krankenstation. Er hatte in seinem Zimmer versucht, den Stock beim Gehen wieder wegzulassen, doch die Schritte fühlten sich einfach noch zu wackelig an. Der Weg damals zu Elises Krankenzimmer hatte ihn ohne Stock so viel Kraft gekostet und er war so langsam unterwegs gewesen. Mit Stock fühlte er sich witzigerweise mobiler.
Daher war er wieder mit seinem Stock dort, jedoch versuchte er sich etwas weniger darauf zu verlassen.
Diesmal saß der Abednedo bereits dort, auf der gleichen Bank wie am gestrigen Tag.
Noch nicht repariert?
, fragte er ihn etwas sarkastisch, während er sich von dem stetigen Klacken seines Stockes begleitet seinen Weg zu der anderen Bank bahnte. Etwas kontrollierter als gestern, senkte er sich dann darauf ab.
Für einen Moment schwieg er, dann richtete er sich etwas auf.
Übrigens… Mein Name ist Q'Tahem.
Er machte eine kurze Pause.
Für den Fall, dass wir uns weiter hier treffen…
[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Wartebereich] mit Brasso, Droiden und jede Menge Heiler
Selbst am frühen Morgen hatte die Krankenstation etwas Kaltes, etwas Steriles. Zudem war hier bereits viel los. Ständig lief jemand durch den Gang oder in beziehungsweise aus einem Behandlungszimmer. Q’Tahem würde sich wohl nicht so schnell daran gewöhnen können.
Genauso wenig wie er sich an die Geräusche in der Krankenstation gewöhnen würde. Aus manchen Räumen kam Stöhnen, aus anderen Schreie, wieder andere waren erschreckend still und nur das mechanische Surren von Geräten war zu vernehmen. Heute waren es weder Schreie noch Stöhnen, was seine Aufmerksamkeit erregte, sondern Husten. Es war ein kurzer Husten, der schon nicht ganz so gut klang, dann aber folgte ein weiterer. Er begann leise, wurde jedoch schnell heftig. Schabend und scheppernd. Der Nautolaner konnte nicht anders, als die Quelle zuerst interessiert, dann aber schnell besorgt anzuschauen.
Es war ein Abednedo, der sich vor Husten krümmte. Eine Hand hatte er in seine Seite gestemmt. Dem Abednedo war deutlich anzusehen, dass er ein Leben voller harter Arbeit führte, oder geführt hatte, da war sich Q’Tahem nicht ganz sicher. Der größte Teil seiner Kleidung versteckte sich unter einem abgegriffenen, beigen Poncho. Ein flüchtiger Blick an seinen Gürtel zeigte, dass er allerlei Werkzeuge sorgfältig aneinander gereiht hatte.
Der Hustenanfall des Wesens ebbte ab und er richtete sich wieder auf. Langsam lief er zu der Bank ihm gegenüber und setzte sich. Eine Elektrolanze lehnte er dabei neben sich.
‚Der sieht aus, als hätte er die Hölle gleich mehrfach gesehen’, dachte sich Q’Tahem und bemühte sich nicht zu starren.
Diese Bemühungen legte er jedoch nieder, als ihm auffiel, dass der Abednedo ihn ebenfalls interessiert musterte.
Er spürte, wie der Blick über seine ausgemergelten Arme glitt, an seinem Gehstock entlang und zu seiner metallenen Tentakelprothese an seinem vorderen Tentakel. Q’Tahem zwang sich seine Hände auf dem Stock vor sich anzuschauen und ein kurzes Schmunzeln fuhr ihm über sein Gesicht, als ihm auffiel, dass er das über den Abednedo gedacht hatte, was dieser wohl in diesem Moment auch über ihn dachte.
Einige Momente saßen die zwei sich schweigend gegenüber, dann ergriff der Abednedo das Wort. Seine kratzige Stimme schabte förmlich durch die Luft und Q’Tahem musste unterbewusst beim Klang schlucken.
Man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, dass sie einen hier ständig auseinandernehmen wollen… Ich hoffe nur, sie setzen einen hinterher auch wieder richtig zusammen.
, sprach dieser beiläufig.
Für einen kurzen Moment richtete Q'Tahem seinen Blick wieder auf seinen Gegenüber und zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen hoch.
Wenn man noch alle Teile hat, dann denke ich schaffen die das schon…
, erwiderte er daraufhin und sah den Abednedo direkt an. Hinter ihm erklang das markante Zischen der Behandlungszimmertür und die freundliche Stimme von Randok war zu hören.
Ritter Gaar… Du bist früh dran heute, komm bitte rein.
, sprach die Zabrak in seinem Rücken und legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter.
Der Nautolaner nickte dem Abednedo freundlich zu und richtete sich, etwas wackelig auf.
Wird Zeit zusammengebaut zu werden…
, meinte er mit einem Schmunzeln.
Randok führte ihn in das Behandlungszimmer, und die Tür glitt hinter ihnen zu.
Die Untersuchung verlief wie an den Tagen zuvor. Gewicht, Blutwerte, Muskelmasse. Randok fragte nach seinem Schlaf, nach seinem Appetit, nach Schmerzen. Q'Tahem antwortete kurz, präzise, ohne viel drumherum. Die Zahlen wurden stetig besser. Nicht gut… aber besser.
Es wird langsam besser…, stellte Randok fest, als sie die Werte auf dem Datapad prüfte, Langsam… Aber kontinuierlich… Das ist gut!
Q'Tahem nickte nur.
Die Nährstoffdrinks bleiben aber vorerst!
Er seufzte leise und sah die Jedi Heilerin unglücklich an.
Ich hatte gehofft, die langsam loszuwerden…
, meinte der Nautolaner und sah Randok hoffnungsvoll an, diese schüttelte nur den Kopf.
Noch ist es zu früh dafür… Aber wenn ich ehrlich sein darf...
, sie nickte in Richtung des Stocks.
... den würde ich wieder weglegen… Der Körper gewöhnt sich schnell an solche Hilfsmittel und beim Wiederaufbau ist das nicht förderlich.
Q'Tahem umklammerte den Stock nachdenklich.
‚Vielleicht?’, dachte er. Dann schüttelte er den Kopf.
Dafür bin ich noch nicht bereit…
, meinte er und zwang sich dann den Drink herunter. Er schmeckte immer noch furchtbar.
Als er die Krankenstation verließ, war der Abednedo nicht mehr zu sehen. Ein bisschen enttäuscht war er irgendwie. Etwas in ihm hätte gerne nochmal mit dem Abednedo geredet.
Der nächste Tag brachte Q'Tahem wieder in die Krankenstation. Er hatte in seinem Zimmer versucht, den Stock beim Gehen wieder wegzulassen, doch die Schritte fühlten sich einfach noch zu wackelig an. Der Weg damals zu Elises Krankenzimmer hatte ihn ohne Stock so viel Kraft gekostet und er war so langsam unterwegs gewesen. Mit Stock fühlte er sich witzigerweise mobiler.
Daher war er wieder mit seinem Stock dort, jedoch versuchte er sich etwas weniger darauf zu verlassen.
Diesmal saß der Abednedo bereits dort, auf der gleichen Bank wie am gestrigen Tag.
Noch nicht repariert?
, fragte er ihn etwas sarkastisch, während er sich von dem stetigen Klacken seines Stockes begleitet seinen Weg zu der anderen Bank bahnte. Etwas kontrollierter als gestern, senkte er sich dann darauf ab.
Für einen Moment schwieg er, dann richtete er sich etwas auf.
Übrigens… Mein Name ist Q'Tahem.
Er machte eine kurze Pause.
Für den Fall, dass wir uns weiter hier treffen…
[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Wartebereich] mit Brasso, Droiden und jede Menge Heiler



