Coruscant

[Imperial City - Regierungsbezirk - 500 Republica - Apartement der Legatin Hera Aealo] – Hera, Alessia

Nicht auszudenken, was ihre Mutter ihr gesagt hätte, hätte Hera ihre Dienerin tatsächlich aus ihren Diensten entlassen. Das weibliche Familienoberhaupt würde selbst auf diese jene alten Tage außer sich sein. Verständnislos und völlig von Sinnen. Eine Aealo ohne Dienerin? Wo hatte es so etwas schon einmal gegeben? Wo? Dazu noch ein stochernder Zeigefinger kurz vor ihrem Auge und die Szenerie war perfekt. Aber Hera hegte im Moment durchaus die Lust ihre Dienerin mit einem „Wir sehen uns heute zum letzten Mal“ Brief aus ihrem Apartment zu werfen. Hatte sie doch schon wieder vergessen die Kleidung die sie gestern getragen hatte fort zu räumen und Sorge zu tragen das die Kleider einer – egal ob beschmutzt oder nicht – gründlichen Reinigung und Pflege unterzogen wurden. Nicht das sie in nächster Zeit erneut dieses Abendkleid auf einer Veranstaltung tragen würde, aber es musste bereit sein. Man konnte nie wissen was schief ging, oder welche Vorgaben am kommenden Abend herrschten. Entgegen der in ihr aufwallenden Gefühle atmete Hera tief durch, richtete ihren Blick auf den riesenhaften Spiegel vor ihr – der vom Fußboden bis an die Decke reicht und gut und gerne zwei Meter breit war – während sie den letzten Verschluss ihrer Uniform noch einmal überprüfte. Sie würde Alessia nicht hinauswerfen. Sie brauchte die Frau hier. Wer sonst sollte sich um ihre Wohnung und das Essen und all ihre Kleidung kümmern? Sie etwa? Nicht das Hera das nicht gekonnt hätte. Sie war ja nicht völlig unbedarft. Aber einmal gänzlich davon abgesehen das sie das in ihrem Leben bisher noch nie gemacht hatte, hatte sie dafür einfach keine Zeit. Als Legatin Coruscants hatte sie genug damit zu tun sich auf dem politischen Parkett herumzuprügeln. Und das erforderte sehr, sehr viel Zeit und Geduld. Musste man doch immer Lächeln und das Ganze niemals – es sei denn es kamen andere Anweisungen von oben, oder man selbst saß am längeren Hebel – durfte auch niemals wie eine Prügelei aussehen.

Ihre Herkunft hatte sie schon früh auf solchen Grund und Boden geführt. Weswegen man ihr nicht allzu viel vormachen konnte. Gerade weil die Kuati durchaus mehr Finessen vorzuweisen hatten als der Großteil der restlichen galaktischen Oberschicht. Ausgenommen von Coruscant. Crouscant war – auch wenn viele etwas anderes behaupteten – eine riesige Grube voller Gundarks. Bisweilen hielt sich nur der Gestank in Grenzen. Jeder der Coruscant als etwas anderes bezeichnete, der hatte sich noch nicht mit dem verborgenen Spiel der Reichen und Adeligen auf diesem Stadtplaneten beschäftigt. Kurzum war dieser jemand, wer auch immer es sein mochte, ahnungslos. Sie schlug sich nunmehr seit einigen Monaten, mittlerweile müssten es knapp zwanzig oder einundzwanzig sein, mit diesen Bestien herum. Und sie gewann öfter, als das sie sich Verletzungen zuzog. Aber das hatte nichts zu bedeuten. Manche Niederlage wurde hier erst nach Jahren vergolten. Wenn es um dergleichen ging, dann hatte hier jeder ein Gedächtnis wie kein zweiter.

Penibel frisierte sie ihr Haar noch einmal kurz und befand das dichte, blonde Haar dann für genug bearbeitet. Immerhin würde es nach ein paar Windböen sowieso nicht mehr so aussehen wie jetzt. Aber immerhin nicht zerzaust. Allzu gut erinnerte sie sich daran, das das eine der ersten Fragen gewesen war. Ob im Administratum ähnliche Restriktionen für weibliche Mitglieder herrschte wie in der Flotte des Galaktischen Imperiums. Aber die gab es nicht. Dementsprechend konnte Hera ihre Haare tragen wie es ihr beliebte. Die Unifom samt Rangabzeichen allerdings war Pflicht. Was sie jedoch nicht weiter störte. Mimik und Gestik reichten in ihrem Posten aus. Kleidung war nichtig geworden, ein krasser Gegensatz zu ihrem Leben auf Kuat. Der aber nicht eliminiert war. Für Galaabende und andere Gelegenheiten gab sie – um entsprechend gekleidet zu sein – mehr als genug aus.

Als sie ihr Ankleidezimmer verließ trat die Legatin in einen weitläufigen offenen Bereich. Neben der Tür zu besagtem Ankleidezimmer befand sich eine Treppe die nach oben führte wo sich Schlafzimmer und ein mehr als geräumiges Bad befanden. Vor jenen beiden Räumen befand sich ein einladender, gemütlicher Bereich mit Sitzgelegenheiten, einer ausreichend bestückten Bar und einem Hologerät, dass zeitgleich auch Empfänger für die diversen Nachrichtenkanäle war. Hier im unteren Bereich, der nur durch den Höhenunterschied vom oberen getrennt war befand sich, ging man ein paar Stufen nach unten ein weiteres Fleckchen mit mehreren Sitzmöglichkeiten und der Zugang zu ihrer Terrasse. Eine Küche war ebenfalls vorhanden, aber räumlich abgetrennt, sowie zwei Räume für Alessia. Die allerdings nicht ganz so luxuriös, dennoch aber mehr als ausreichend geräumig waren und für zwei Personen ausgereicht hätten. Die Dienerin der Legatin teilte ihr, wie jeden Morgen mit, das der Gleiter bereits informiert war und jeden Moment eintreffen sollte. Nickend nahm Hera die Worte zur Kenntnis und verabschiedete sich von ihrer Dienerin.

Die kurze Turboliftfahrt nahm nur eine knappe halbe Minute in Anspruch, sodass Hera binnen kurzer Zeit in dem Gleiter saß, der sie zum Verwaltungskomplex bringen würde. Jenem Gebäude, in dem der Gouverneur des Stadtplaneten seinen Sitz hatte und in dem sie sich heute den Großteil des Tages aufhalten würde. Der Terminplan sah nicht viele 'Außeneinsätze' vor, was ihr recht gelegen kam, sodass sich Hera ihre Zeit gut einteilen konnte. Und mit etwas Glück würde sie heute Abend ihre Mutter kurz kontaktieren, ihre ein wenig Neuigkeiten ins Ohr streuen – sie hatte in den letzten Tagen durchaus ein paar Dinge in Erfahrung gebracht, die ihre Mutter interessieren könnten. Als die Legatin in ihrem Büro ankam, stellte sie mit geschultem Blick fest, das sich mehrere Dinge auf ihrem Schreibtisch befanden, die sie gestern nicht dort abgelegt hatte. Allerdings waren zwei fertiggestellte Berichte die nachträglich zu der Vernisage der der Gouverneur beigewohnt hatte, auf Grund diverser Aussagen der adeligen Gäste angefertigt worden waren. Die dritte Nachricht erforderte ihre persönliche Aufmerksamkeit. Richtete sich der Verfasser doch explizit an sie. Legatin Hera Aealo...

Einige Stunden später, sie hatte sich mit noch dem ein oder anderen Fall beschäftigen müssen, teilte man ihr mit das der Gouverneur sich in seinem Büro befand. Schnell setzte sie auf ein letztes Dokument ihre Unterschrift und reichte es, als sie ihr Büro verlassen hatte, zum Versand ein. In der anderen Hand trug die Linkshänderin die beiden Dokumente für den Gouverneur. Da es Legaten auf Coruscant beinahe so zahlreich gab wie die rot gerüsteten Coruscant Guards, oder Sturmtruppen, hatte sie einen nicht allzu kurzen Weg. Musste allerdings nur weniger als ein Dutzend Stockwerke nach oben fahren. Sie hatte ihren hohen Sitz – und das war tatsächlich Lagetechnisch gemeint – ihrem Erfolg bei der Vermittlung zwischen einer Kuati und einer Coruscanti Familie zu verdanken. Der Beauftragte dieser Sache hatte sich nicht entsprechend mit den Kuati ausgekannt, sodass ihr Eingreifen dessen Büro anschließend zu dem ihren gemacht hatte. Und sie war nicht gewillt es wieder herzugeben, für eines das weiter unten lag. Am Büro des Gouverneurs wurde sie allerdings von einer jungen Lieutenant(Sally Terrik) aufgehalten. Hera hielt inne. Die Augen der Legatin suchten den Blick der, in ihren Augen recht vorlauten Frau und ihr Körper richtete sich auf sie aus.


„Hat Gouverneur Kraym gerade einen Termin?“

Ihre Frage wurde verneint. Was kaum verwunderlich war, hatte man sie doch über die Erreichbarkeit des amtshöchsten Verwalters des Planeten informiert.

„Also befindet sich, wer auch immer dort gerade bei ihm ist, im vollen Bewusstsein der Tatsache in seinen Räumlichkeiten, das der Gouverneur durchaus von anderen Personen, möglicherweise wichtigeren Personen, gestört beziehungsweise aufgesucht werden könnte. Und jetzt sorgen sie dafür das sie ihre Arbeit erledigen, ohne meine dabei zu behindern, Lieutenant.“

Die Betonung des Ranges war unmissverständlich. Sicherlich mochte das hier die Adjutantin des Gouverneurs sein, aber auch sie musste sich an die Hierarchie halten. Und die gestattete es ihr schlicht und ergreifend nicht, eine Legatin aufzuhalten. Es sei denn der Gouverneur hatte angeordnet nicht gestört zu werden. Das allerdings war nicht der Fall und so betrat sie wenig später, wieder vollkommen neutral das Büro desselbigen. Er hatte tatsächlich Besuch, weiblichen Besuch(Alynn Kratas) – wie man an der Rückseite unschwer erkennen konnte. Der rote Schopf verriet ihr nicht viel, ließ sie aber auch ebensowenig langsamer werden. Mit einem kurzen Räuspern machte sie auf sich aufmerksam und trat dann von der Seite her an den Schreibtisch des Gouverneurs. Legte die Berichte darauf ab.

„Gouverneur.“ Der rothaarigen Offizierin schenkte sie einen Blick, nickte knapp und widmete sich dann wieder dem Würdenträger Coruscants. „Die letzten Berichte betreffend der unlängst abgehaltenen Ausstellung, der ihr beiwohntet.“

[Imperial City - Regierungsbezirk - Verwaltungsgebäude - Büro des Gouverneurs] – Horatio, Alynn, Hera
 
|/\/\/|-- Coruscant -- City -- Nathaniels & Akemis Appartment -- In einem aufgedonnerten Outfit -- {Natalja}-- bei Nathaniel, Akemi und Richard --|\/\/\|

„Wow, das Kleid ist toll. Sieht super aus zu deinem gebräunten Teint!“

meinte Akemi lobend an Natalja gewandt. Sie war wirklich ein sehr höfflicher Mensch - das hatte sie sicher nicht in der High Society gelernt. Vielleicht kam sie ja selbst nicht aus den vermögensten Verhältnissen. Oder umgekehrt: Ihre Eltern waren arg reich und hatten sie auf eine dieser Eliteschulen geschickt wo ihnen den ganzen Tag nur Manieren beigebracht wurden. Gut möglich. Jedenfalls wirkte sie eher vornehm als einfach nur von frühärmlicher Freundlichkeit. Nat lächelte über das Kompliment und lobte ihrerseits Akemis Kostüm.

"Oh, vielen Dank. Ich wusste nicht genau, welcher Dresscode mich hier erwartete, aber ich denke, ich habs nicht allzu sehr verfehlt. Du siehst übrigens auch ganz toll aus. Mir gefällt deine Jacke!"

sagte sie und stützte die linke Hand locker in die Taille. Ihre Absätze klackten geräuschvoll auf dem Fußboden, als sie vom Türbereich weiter hineingingen, Richard brav in Akemis Nähe bleibend. Da hatte sie sich ja wirklich einen zutraulichen Kerl angeschafft. Immerhin war er wirklich das Abbild eines gutaussehenden Mannes. Einen schlechten Geschack konnte Nat ihr also wirklich nicht bescheinigen, auch wenn er für Nats Geschmack doch eine Ecke zu alt war.

Nathaniel machte derweil irgendeinen Witz über Männer mit Lendenschurtz und Nat war sie einen Moment lang nicht ganz sicher, ob er diese als ein Geburtstagsgeschenk kriegen sollte. Oh, achso war das.


"Also wegen mir gerne, hauptsache es gefällt dem Geburtstagskind!"

meinte sie zwinkernd, doch zu mehr als einem kurzen Lachen kam sie nicht, da gerade neuer Besuch reinschneite, den Natalja natürlich auch nicht kannte. Deshalb wohnte Nathaniel also mit Akemi zusammen, ohne dass Richard ein Problem damit hatte. Nat musste leicht säuerlich schmunzeln. Na dann würde Richie aber von Nex nicht der allergrößte Fan sein.

Auf Befehl der älteren Frau, die gerade angekommen war, spurtete Richard aus dem Appartment, sodass Nat nun praktisch mit Akemi allein stand. Zum Glück war sie ausgezeichnet darin, gar nicht erst ein peinliches Schweigen aufkommen zu lassen.


"Nex Geschenk? Joar ich weiß nicht genau was es war, aber er klang sehr aufgeregt oder begeistert, als er davon Sprach. Bestimmt irgendwas Irres! Nex eben!"

Nat musterte Akemi gründlich aber unauffällig, als sie mit ihr sprach. So genau hatte sie die Schauspielerkollegin gar nicht begutachtet, als sie sich das erste mal getroffen hatten. Sicher war sie damals etwas begeistert gewesen, da Akemi Akanato eben doch ein Begriff in der Szene geworden war und solchen Leuten begegnete man natürlich immer sehr gerne, schon aus Prinzip. Aber es war eben nicht Nats Art vor allem andere Frauen gründlich zu beäugen, aus welchen Gründen auch immer. Mit leichtem Trotz stellte sie fest, dass Akemi wirklich ein so hübsches Gesicht hatte, wie sie anzunehmen gewesen war. Diese exotischen Augen und dieser geheimnisvolle Mund hatte sicher schon so manche Herzen gebrochen und brach sie gewiss noch immer. Jeden Tag.

"Nein Danke, Hunger habe ich nicht. Aber ich nehme mir mal eines von den Sektgläsern."

erwiderte sie sanft, griff sich aber selbst das Glas, immerhin wollte sie sich nicht von Akemi bedienen lassen.

Nat hielt ihren Kopf leicht seitlich und blickte Akemi freundlich an. Sie war zwar hübsch, aber bestimmt hätte man nicht sagen können, wer von beiden hübscher war. Das war doch sowieso lächerlich und so, aber selbst unter irgendwelchen vermeintlichen Kriterien hätte man das nicht sagen können, oder?


"Du scheinst Nex ja nun auch schon recht gut zu kennen, wenn du von seinen Übertreibungen weißt, oder?"

fragte sie nach und ergänzte ihre Erwähnung mit einem Lachen. Ja, Nex war manchmal komisch. Nat aber auch.

"Leider hab ich ihn in den letzten Wochen nur sehr selten sehen können. Ihr habt aber am Set und so schon ein bisschen Zeit miteinander verbracht, nicht wahr? Zumindest hatte ich aus seinen Erzählungen den Eindruck, dass ihr euch schon ziemlich gut kennen gelernt habt. Er hat mich schon oft zum lachen gebracht und das nicht selten unfreiwillig. Aber als Freund ist er wirklich ne wucht, oder?"

hakte sie ganz ungezwungen nach und nippte an ihrem Sekt. Ja, Nex war wirklich ein recht zugänglicher Mensch, wenn man erstmal hinter seine kleine Schutzschale gekommen war. Und dann entwickelte sich recht schnell eine Freundschaft mit ihm, das wusste Nat, das war zu befürchten. Schnell geht man dann auch mal außerhalb der Arbeit mit ihm einen trinken oder so. Manchmal wird man dabei auch betrunken. Ein kleiner Stich durchfuhr Nat bei diesem Gedanken, während sie Akemi zuhörte.

|/\/\/|-- Coruscant -- City -- Nathaniels & Akemis Appartment -- In einem aufgedonnerten Outfit -- {Natalja}-- bei Akemi --|\/\/\|
 
- Coruscant - obere Ebenen - Anwesen - Garten - Claire (Cris, Dax) -​

Cris zuckte plötzlich als hätte ihn ein Stromschlag getroffen, dann viel er wie vom Schlag getroffen vom Sofa. Sofort zuckte Claires Finger an den Abzug ihres Snipergewehrs, und doch schoss sie nicht. Die Gefahr das das Geheimnis einer evenutellen Rettung Cris´ mit Dax´ Tod für immer mit in sein kaltes Grab wandern würde war zu groß. Und hier passierte etwas das nicht sein durfte, hielt man sich strikt an das Regelement des Geheimdienstes. Es galt stets das oberste Gebot (zumindest in Aufträger mit dieser Sicherheitsstufe) unbedingt den Job zu Ende zu bringen. Tote Partner waren hier oftmals ein unschönes aber notwendiges Beiwerk.

Sie war hier und jetzt nicht bereit Cris gehen zu lassen, nicht so einfach nicht so schnöde. Und obwohl ihr seine schmerzhafte Position (sie konnte durch das Fernrohr sehen wie Dax ihn trat) in der Seele weh tat wartete sie. Sie wartete auf wichtige Informationen, auf irgendeinen visuellen Hinweis, da ihr die Audioverbindung zu ihrem Geliebten fehlte. Und da.... Dax hielt etwas winziges in seinen Händen, wedelte damit gerade zu vor Cris Gesicht hin und her. Der hervorragende Zoom Modus des Gewehrs nutzte ihr wenig, Dax Hände waren zu unruhig sodass das sich der kleine Gegenstand immer wieder ihrem kreisrunden Sichtfeld entzog. Dennoch dieses kleine Ding, dieses winzige Etwas das er in den Händen hielt konnte die Lösung darstellen. Erinnerungen an das Essay das sie über ihn gelesen hatte rasten durch ihren Kopf. Dax hatte stets (unter stärkster Kritik seiner hochrranigen Kollegen) sehr großen Gefallen daran gehabt seine Opfer in ein Regelrechtes Zuckerbrot und Peitsche Spiel zu ziehen. Hatte sie quasi in tosende Wasser geforfen und ihnen das Rettungsseil gezeigt aber vorenthalten.


Ein fast lautloser Schuss zischte durch die Nacht. Das Projektil (Claire war eine der wenigen Gdler die hochbeschleunigte Projektil Waffen irgendwelchen Blastern vorzog) durchschlug den „sicheren“ Transparistahl des Fensters wie eine Flamme leichtes Flimsiplast.


Und nur einen Wimpernschlag später war Beldan Dax, die momentan größte Bedrohung des Geheimdienstes, der Schatten über die Sicherheit der Republik Geschichte. Claire konnte unmöglich sagen ob er die letzten Nanosekunden seines Lebens bewusst mitbekam. Fakt war, er hielt sich mit weit aufgerissenen Augen den zerfetzten Hals zu...vergeblich. Dax sakte zur Seite und viel auf den edlen Steinboden seines Büros....zum Glück jener Tisch hätte viel zu viel Krach gemacht....

CRIS schoss es ihr durch den Kopf, Claire wurde schnell wie nie. Sie sprang fast vom Baum, musste aufpassen sich bei der Aktion nicht die Knöchel zu brechen...der Boden war zum Glück vom Regen aufgeweicht... Ihr blondes zum strengen Zopf gebundenes Haar lößte sich strähnenweise und klebten ihr schließlich feucht vom Regen an der Stirn... Es galt nur noch wenige Hürden zu nehmen und schon würde sie bei ihm sein. Obwohl sie sich nicht lange kannten konnte sie sich jetzt einfach nicht mehr vorstellen ihn einfach so zu verlieren. Cris LEBTE er hatte gefälligst zu leben!

Ein leises Rauschen und ein prägnantes kleines Klicken und schon war das Seil (welches zur Ausrüstung gehörte) am Balkon befestigt. Claire packte mit behandschuhten Händen zu und kletterte so schnell sie es vermochte empor zum Balkon. Ihr Körper dankte es ihr als sie oben ankam mit gequälten Muskeln und brennenden Handinnenflächen..egal... Zeit zum verschnaufen blieb nicht. Claire zeriss es da Herz als sie Cris schwer atmend und irgendwie abwesend wirkend auf dem Boden liegen sah, so nahe und doch so fern, denn der Schuss hatte den Transparistahl nicht zertrümmert (sollte er ja auch nicht, es war bei Sniper Missionen nicht von Relevanz).

Für einen Laien war diese Situation einfach nur unlösbar....Claire war sicherlich nicht die hervorragenste Agentin, hatte nicht selten gepatzt...aber wenn sie eines beherrschte dann das Einmaleins der Infiltration.... In Holomovies kam jetzt der Moment in dem der heldenhafte Held das Fenster mit roher Waffengewalt zertrümmerte, im richtigen Leben sah die Lösung anders aus. Claire knackte schlicht und einfach das Sicherheitsschloss der Balkon Tür in dem sie die Abdeckung der Pin Anlage abnahm und gewisse Verbindungen auf den Platinen überbrückte um den Sicherheitsprotokollen zu entgehen (XD).

Die Tür war noch nicht ganz aufgeworfen und schon stürzte sie sich auf Cris. Ihr Herz raste als sie feststellte das er schon fast in anderen Sphären schwebte...gefährlichen Sphären aus denen es vielleicht kein zurück mehr gab.

CRIS!

Sie gab ihm eine saftige Ohrfeige um seine Aufmerksamkeit auf sich zu fokusieren. Es klappte halbwegs. Er sah sie fast an als würde er sie nicht kennen....

Du bleibst bei mir!

Der kleine Gegenstand! Claire lies den schwitzenden Mann der gequält und unfähig jeglicher Handlungen da lag zurück und wittmete sich der Leiche des Verräters.

Damit hast du nicht gerechnet hm?


Fast gehässig sah sie ihm in die toten Augen als würde seine Seele noch irgendwo in dem unbrauchbar gewordnenen Körper ruhen....tot oder nicht, er musste ihr sein Geheimnis verraten. Und er tat es zum Glück recht schleunigst... In seiner noch warmen zur Faust geballten Hand lag eine kleine Kapsel gefüllt mit einer transparenten Flüssigkeit......das musste es sein. Zeit zu zögern bleib ohnehin nicht mehr. Cris Leben war vermutlich in wenigen Minuten vorbei....und es würde keinen Sinn machen wenn Dax´ weiteres Gift in der Kapsel aufbewahren würde.

Erfolg oder Untergang, die Chancen waren leider 50 – 50. Und trotzdem wagte sie es, er musste leben, er hatte zu leben. Wieder ohrfeigte sie den abdriftenden Mann und wies ihn laut an.


MACH DEN MUND AUF!

- Coruscant - obere Ebenen - Anwesen - Garten - Claire (Cris, Dax) -​
 
[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Hinterer Bereich – Adrians Zimmer | Adrian und Chesara ]

Lianna also. Adrian wusste, dass die Wingston Corporation mit einigen Unternehmen dort zusammen arbeitete. Lianna war bekannt für seine Raumschiff-Exportwirtschaft. Immerhin kein vollkommen abgeschlagener Planet also. Und eine öffentliche Anlaufstelle. Chesara hatte Recht, das war das Wichtigste. Es war komisch jetzt wieder dazu zu gehören. Von den Jedi als "wir" zu sprechen und zu denken.

Chesara riss ihn wieder aus seinen Gedanken indem sie vorschlug nach Steven zu sehen. Stimmt, der neue Padawan. Adrian hatte ihn noch gar nicht richtig gesehen und wahrgenommen, geschweige denn sich ihm vorgestellt. Das musste er unbedingt nachholen.
Adrian fuhr sich durch die Haare. Hm?
Mist! Die waren ja noch immer nass! Er verzog das Gesicht und sah Chesara verschämt an.


"Gibst du mir noch eine Minute?"

Er wartete ihre Antwort gar nicht erst ab, sondern schnappte sich sofort wieder sein Handtuch und probierte sich die Haare trocken zu rubbeln. So konnte er auf gar keinen Fall einfach zum Training gehen! Was, wenn er Nylia begegnete? Hastig stürzte er - noch mit dem Handtuch auf dem Kopf - durch das Zimmer und langte nach der Tube Haargel, dass er auf einer kleinen Kommode abgestellt hatte. Prüfend fühlte er nach seinen Haaren. Immer noch ein bisschen feucht. Aber egal! Er bemühte sich Chesara keinen weiteren Blick zu zu werfen - irgendwie war das hier alles doch ziemlich peinlich. Musste sie ihm dabei zu sehen, wie er sich die Haare machte?!
Ungeschickt öffnete er die Tube und drückte etwas Gel auf seine Handflächen, verrieb es erst mit den Händen und fuhr sich dann damit durch die Haare.
Hektisch sah er zu deinem Spiegelbild hoch. Das war es noch nicht ganz. Er zupfte sich jetzt filigraner einzelne Haarsträhnen zurecht, bis er mit dem Ergebnis zufrieden war. Bloß nicht daran denken, dass seine Meisterin ihn hierbei sah.
Schließlich wusch er sich noch schnell die Hände und schlüpfte eilig in seine Schuhe. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel. Mist. Unrasiert. Immerhin war das nicht ganz so schlimm. Vielleicht stand Nylia ja sogar auf seinen 1-Tage-Bart. Möglicherweise würde sie die kleinen Stoppeln aber auch gar nicht bemerken.
Endlich sah er wieder zu Chesara und setzte eine möglichst unbeteiligte Miene auf.


"Fertig."

Oh man.

[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Hinterer Bereich – Adrians Zimmer | Adrian und Chesara ]
 
[Coruscant, Imperial City, Quartiersebene der höheren Gehaltsklasse, Büro des Gouverneurs]- Alynn, Horatio Kraym I.

Wie jeder höhere Beamte der imperialen Administration, der zu viel Zeit in den oberflächlich imperialen Musterwelten des Galaktischen Kerns verbracht hatte, war auch Kraym nicht nur überzeugt von seinen Methoden und deren Effektivität, sondern absolut unbeeindruckt vom Debakel, das sich in Bastions Orbit abgespielt hatte. Für Coruscants Gouverneur änderte sich nicht viel – ein neuer Imperator, ein paar Verlagerungen an der Grenze des Reiches, die von einem gemütlichen Schreibtisch im Kern ohnehin so abstrakt wirkte, dass sie rein grafischer Natur blieb, dazu leichte Adjustierungen der Wirtschaftspolitik.
Das einzige, was Kraym zu dieser Stunde scheinbar fürchtete, war die Einmischung externer Kräfte in sein kleines Reich – ein Reich, das dieser Mann ironischerweise erst kürzlich aus den Händen seines in Ungnade gefallenen Vorgängers übernommen hatte.


“Ihre Einschätzung der Sicherheitslage auf Coruscant sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind Ihre Verantwortung alleine, Gouverneur… ich beabsichtige nicht, mich in Ihre Arbeit auf diesem… florierenden Planeten einzumischen.“

Dachte Kraym tatsächlich, dass das Polieren der Oberfläche mit einem Schlag auch die Probleme der verdorbenen Eingeweide dieses Planeten lösen konnte? Oder war er schlicht nicht bereit, seine etwaigen Sorgen bezüglich der jüngsten Entwicklungen auf Coruscant zu teilen, musste er doch jederzeit befürchten, dass sie seinen eigenen Untergang herbeiführen konnten?

“Doch schon bald werden Sie sich mit Problemen konfrontiert sehen, die sich weder mit Divisionen an Sturmtruppen, noch mit einem weiteren Schlachtschiff im Orbit lösen lassen. Der Widerstand und die Verluste, von denen Sie sprachen… Sie können Coruscant niemals vollkommen kontrollieren. Dieser Planet war nicht immer der zweitklassige, überbevölkerte Moloch, der es jetzt ist… hier befand sich das Zentrum der Republik, das Herz des Jedi-Ordens.“

Mit einer weitschweifenden Geste schien Alynn das gesamte hinter dem Transparistahlfenster liegende Coruscant zu umfassen.

“Mein Bruder hat versucht, die Bedrohung durch die Jedi zu neutralisieren, ohne sich dabei auf die Sith verlassen zu müssen. Er ist gescheitert. Wenn Sie also dem Trugschluss unterliegen, diesen Widerstand mit Gewehrsalven und Hinrichtungen auslöschen zu können wie einen kleinen Volksaufstand am Äußeren Rand, werden auch Sie scheitern. Ich werde Sie nicht aufhalten.“

Die Augen der Sith verengten sich leicht.

“Allerdings…“

Ein kaum wahrnehmbares Kräuseln war alles, was an Vorwarnung blieb, ehe die Tür des Büros sich ohne Vorwarnung öffnete und sich geschäftige Schritte – ohne etwa die Begleitung einer zerknirscht vorgebrachten Entschuldigung – dem Gouverneur und seinem Gast näherten.
Schweigend verfolgte Alynn, wie der Neuankömmling – eine in der Hierarchie der imperialen Administration knapp oberhalb der Bedeutungslosigkeit angesiedelte Legatin – mehrere Dossiers auf dem Schreibtisch des Gouverneurs deponierte.


“Das sind Ihre Pläne für Coruscant, Gouverneur? Kunstausstellungen für die wohlhabende Hälfte des Abschaums auf diesem Planeten?“

Die Lippen der Sith verzogen sich zu einem verächtlichen Lächeln. Dass der Gouverneur dem Adel angehörte war offensichtlich – und auch der kultivierte Tonfall der Legatin ließ auf einen privilegierten Hintergrund schließen. Günstlinge, die sich über Beziehungen und Gefälligkeiten in die Ränge des Imperiums eingekauft hatten, weitab von Gefahr und echter Verantwortung. Nützlich, wenn sie für eine Sache gewonnen werden konnten – lästig, wenn sie sich hinter ihren Titeln und Verbindungen versteckten.

“Anders als vielleicht Titel, Ansehen und Amt können Sie die Kontrolle über diesen Planeten nicht kaufen, Kraym. Und die Unterstützung der degenerierten Oberschicht wird Ihnen wenig helfen, wenn in den Unteren Ebenen das Chaos ausbricht.“

[Coruscant, Imperial City, Verwaltungsgebäude, Büro des Gouverneurs]- Alynn, Horatio Kraym I., Hera Aealo
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Honey House - Adrians Zimmer - Mit Adrian -

Bevor sie losgehen konnten, musste Adrian sich erst noch die Haare trocknen, denn er war ja gerade erst aus der Dusche gekommen, als Chesara ihn aufgesucht hatte. Wenn Chesara jedoch gedacht hatte, dies wäre in einer Minute erledigt, so wie Adrian auch gesagt hatte, dann hatte sie sich ziemlich getäuscht. Sie hätte erwartet, dass er das Handtuch dreimal über seinen Kopf rubbelte, seinem Spiegelbild allerhöchstens einen flüchtigen Blick zuwarf - wenn überhaupt - sich sein Trainingsschwert schnappte und sie sich auf den Weg machen konnten. Tatsächlich brauchte Adrian jedoch viel länger. Er begutachtete sein Erscheidnungsbild ziemlich kritisch und benutzte sogar Haargel! Mit großen Augen sah Chesara diesem plötzlich Anfall von Eitelkeit zu. Seit wann war es denn wichtig, beim Training perfekt frisiert zu sein? Adrian verteilte das Stylingmittel in seinen Haaren, als gäbe es kein Morgen und zupfte hier und da einzelne Haarsträhnen zurecht. Hoppla, das hatte Chesara nun wirklich nicht erwartet. Als er endlich fertig war, versuchte sie so zu tun, als hätte sie die ganze Zeit über geschäftig an einem nicht vorhandenen Flecken auf ihrem Kleid herum gerieben.

"Oh, schon fertig?"

Fragte sie blöde, als er wieder vor ihr stand, und versuchte so zu tun, als hätte sie gar nicht mitbekommen, wie lange er wirklich gebraucht hatte. Sie ging voraus, den Flur hinunter und nahm die Treppe, die ein Stockwerk tiefer führte. Vor der Tür zu dem kleinen Sozialraum konnte sie bereits das verräterische Summen der Lichtschwerter hören. Miley und Steven waren also anscheinend noch immer fleißig zu gange. Die Vermutung bestätigte sich, als sie den Raum betraten und gerade noch sahen, wie die Lichtschwerter krachend aufeinader trafen, die gelbhäutige Twi'lek dann jedoch einen Schritt zurück machte und ihre Waffe deaktivierte.

"Willommen zurück, Rätin."

Sagte sie mit einem verschmitzten Grinsen.

"Wir haben fleißig trainiert, was Steven?"

Sie zwinkerte dem Padawan zu und winkte dann auch in Adrians Richtung.

"Hi Adrian, Lust auf einen Trainingskampf?"

Der Elan der jungen Twi'lek war bemerkenswert. Sie war ein richtiges Energiebündel.

"Eine gute Idee."

Stimmte Chesara zu.

"Derweil zeige ich Steven eine Form von erweiterten Machtsinnen."

Chesara ging zu einem der Tische, die in der Ecke des Raumes standen und griff nach der Tasche, die unten auf dem Boden stand. Sie legte diese auf den Tisch und durchwühlte ihren Inhalt. Sie hatte einige unspektakuläre Hilfsuntensilien dabei, die sich zum Training wunderbar eigneten, obwohl es eigentlich ganz normale Gegenstände waren.

"Habt Ihr eigentlich gehört? Kratas ist tot."

Erzählte Miley Venice im Plauderton. Chesara drehte sich halb zu ihr um und sie brauchte ein paar Sekunden, um die Verbindung zwischen Miley, dem Namen, den sie aussprach und der wichtigen Information, die ihre Worte enthielten, herzustellen.

"Kratas? Moment.... Nereus Kratas?"

Wiederholte Chesara ungläubig. Die Twi'lek nickte.

"Ketaki hat's mir eben erzählt, der läuft irgendwo am Raumhafen rum. Kam wohl in den Holonet-News."

Die Twi'lek knöpfte ihre braune Jacke aus weichem Nappaleder auf, unter der sie nur ein dünnes Tanktop trug, das am Rücken ein kleines, aber gut erkennbares Loch aufwies, und warf die Jacke auf den Tisch neben Chesara. Offenbar hatte sie nicht vergessen, dass Adrian in seiner Ausbildung schon weiter war als Steven, und eine Trainingseinheit mit ihm vermutlich anstrengender werden würde. Chesara jedoch nahm dies nur am Rande wahr. Nereus Kratas war tot? Sie kannte diesen Mann, nicht nur aus den Nachrichten, nicht nur als weit entfernten Feind der Republik. Hier auf Coruscant hatte sie ihn hautnah erlebt. Es war schon eine Weile her, aber sie wusste noch genau, wie seine Aura sich unter ihren Händen angefühlt hatte, als sie zu ihm durchgedrungen war und ihn mit heilender Macht versorgt hatte. In jener Nacht hatte sie sich entschieden, ihm zu helfen, da sie die Gefahr, die von ihm an der Spitze der imperialen Flotte ausging, geringer einschätzte als von jedem seiner potentiellen Nachfolger. Sie hatte versucht, einen Vorteil für die Republik zu gewinnen, indem er am Leben blieb. Doch nun war er dennoch tot, als hätte das Schicksal einen anderen Weg gefunden.

"Wie ist es passiert?"

Fragte Chesara sachlich. Die Twi'lek zuckte gleichgültig mit den Schultern.

"Weiß ich nicht genau. Ketaki sagte was von einem explodierten Flaggschiff oder so. Keine Ahnung. Es wird bestimmt noch ein paarmal in den News gezeigt."

Damit schien das Thema ganz klar für sie beendet. Chesara nickte langsam. Sie wusste nicht, was für ein Mensch Nereus Kratas wirklich gewesen war, doch sie fürchtete die möglichen Konsequenzen und die agressiven Nachfolger, die sein Tod mit sich bringen würde. Darüber hinaus verspürte sie einen winzigen Stich und bedauerte, dass ihre Bemühungen umsonst gewesen waren.

- Coruscant - City - Untere Ebenen - Sozialraum - Mit Steven, Adrian, Miley -
 
- Coruscant - City - Nathaniels Appartment - Mit Nat + Partygäste -

Hunger hatte Nat keinen, so wie Akemi auch nicht, aber sie nahm sich ein Glas Sekt. Egal wo man war, auf einer Party war es irgendwie immer angenehmer, wenn man ein Glas in der Hand hielt. Manchmal war es einfach gut, sich an irgendwas festhalten zu können, weil man sonst nicht wusste, wie man sich hinstellen sollte, und ab und an konnte man an dem Getränk nippen und sich umschauen, dann wirkte es nicht so, als hätte man nichts zu tun. Akemi kannte das. Heute war für sie ein ganz ungezwungener Abend, da sie hier Zuhause und unter Freunden war, doch sei kannte die Situation von Veranstaltungen, auf denen sie fremd war und keine ihr bekannten Gäste in Sicht waren. Vielleicht ging es Nat gerade ebenso.

"Ja, Nex hat auch schon bedauert, dass ihr euch zur Zeit so selten seht."

Meinte Akemi, als Nat davon sprach, wie wenig Zeit vorhanden war, um sich mit ihrem guten Freund zu treffen.

"Unser Drehplan ist halt ziemlich stressig. Wir geben Vollgas, damit wir den Zeitrahmen einhalten können. Der war von Anfang an ziemlich knapp bemessen."

Fügte sie als Erklärung an. Es tröstete Nat zwar vielleicht nicht, aber vielleicht machte es die Sache verständlicher. Akemi selbst sah Nex jeden Tag und irgendwo tat es ihr leid, dass Nat als seine beste Freundin, in kaum zu Gesicht bekam. Leider war das in ihrem Job oft so. Würde sie nicht mit Nathaniel zusammen wohnen, sähe sie ihn vermutlich auch viel weniger.

"Aber du hast recht, er ist echt ulkig. Wir verbringen immer unsere Pausen miteinander. Vor ein paar Tagen zum Beispiel... wie war das noch genau... hm, mist, ich krieg's nicht mehr zusammen, aber auf jeden Fall hat er Karcas - unseren Regisseur - ziemlich aus dem Konzept gebracht mit seinen Äußerungen. Wir haben Tränen gelacht."

Erzählte sie von der Arbeit. Nat wusste bestimmt genau, was sie meinte. Solche Situationen musste sie gut kennen.

"Ich mag Nex wirklich gerne."

Während sie im Wohnraum standen und sich unterhielten, strömten ein paar neu gekommene Gäste hinein, ein paar gute Freunde von Nathaniel. Akemi hob winkend die Hand, als sie Dan erkannte und lachte fröhlich, als er direkt zu ihr kam und sie mit einem Küsschen auf die Wange begrüßte.

"Hallo Schönheit! Na, alles fit?"

Fragte er gut gelaunt. Akemi nickte.

"Alles fit und bei dir? Das ist übrigens Nat - Nat, das ist Dan."

Übernahm sie die Vorstellung. Dan reichte Nat die Hand.

"Auf Nathaniel ist Verlass."

Meinte er verschmitzt lächelnd.

"Der lädt immer die besten Mädchen ein."

"Haha, Chameur!"

Lachte Akemi. Sie mochte Dan ganz gerne, auch wenn Nathaniel ein eher zwiespältiges Verhältnis zu ihm hatte. Sie gehörten dem gleichen Freundeskreis an, gerieten aber hin und wieder aneinander, meistens wegen irgendwelchen unsinnigen Themen. Akemi hatte aber immer Spaß, wenn Dan dabei war. Der wurde jetzt jedoch am Arm von einem Kumpel weg gezogen.

"Hey, wir trinken gleich noch ein Glas Bowle zusammen, wa?"

Rief er Akemi zu, die sein Grinsen erwiderte. Auf Dolly Silvers Red Flowers Event war sie ziemlich betrunken gewesen und hatte mit Dan zusammen Bowle getrunken.

"Klar, machen wir!"

Versprach sie ihm und sah ihm hinterer. Allmählich füllte sich die Wohnung mit Leuten. Akemi kannte zwar nicht alle Gesichter, aber zumindest ein paar. Und da kamen auch Richard und Ecile wieder. Richard trug einen schweren Karton.

"Ahaaa, jetzt kommt das Geschenk."

Machte sie Nat drauf aufmerksam und sah zu, wie Nathaniel die Kiste entgegen nahm. Seinem Gesichtsausdruck - und auch Richards - nach zu urteilen, war sie wirklich ziemlich schwer.

"Boah, was ist denn da drinnen!"

Hörte sie ihn laut rufen. Ecile zuckte geheimnisvoll die Schultern.

"Sieh doch einfach nach."

Riet sie ihm und Nathaniel stellte den Karton ab, öffnete den Deckel... und sein Gesicht begann zu strahlen.

"Das ist jetzt nicht dein Ernst! Wo hast du DEN denn her?"

Rief er ungläubig. Neugierig trat Akemi ein paar Schritte näher heran. Ziemlich stolz hob Nathaniel eine Flasche Wein in die Luft. Zwar konnte Akemi das Etikett nicht lesen, aber es schien ein ziemlich guter Tropfen zu sein.

"Den such ich schon sooo lange!"

Fuhr Nathaniel begeistert fort und fing Akemis Blick auf. Demonstrativ hielt er ihr die Flasche hin und nun erkannte Akemi endlich, dass es sich um die Sorte handelte, von der er wirklich schon ziemlich lange schwärmte, die aber ziemlich schwierig zu bekommen war - und Ecile hatte direkt einen ganzen Karton davon heran geschafft. Akemi lugte hinein. Wieviele Flaschen mochten dadrin liegen, sechs?

"Den kannst du ja nach der Party in Ruhe genießen, wenn alle weg sind."

Meinte Richard und Nathaniel nickte.

"Das werd' ich auch, ganz bestimmt."

Versicherte er und fügte großmütig hinzu:

"Und Akemi bekommt auch ein Glas, wenn sie will. Sie hat sich auch zu einer richtigen Kennerin entwickelt."

Akemi grinste.

"Und das, obwohl du keine betrunkenen Frauen magst."

Bemerkte sie als Antwort. Nathaniel verzog das Gesicht.

"Ja, stimmt." gab er zu "Aber ab und an ein Gläschen geht völlig in Ordnung."

- Coruscant - City - Nathaniels Appartment - Mit Nat + Partygäste -
 
[Coruscant, obere Ebenen, Anwesen]- Cris, Dax, (Claire)

Der peinigende Schmerz schien seltsamerweise abzunehmen, während es in Dax’ protzigem Büro immer dunkler wurde. Cris versuchte nicht einmal mehr, seine steifen Gliedmaßen zu bewegen oder dem offenkundig extrem labilen Überläufer zu entkommen. Dax schien bereits nicht mehr zu existieren, flimmerte unwirklich, während sich ein Gefühl der Schwerelosigkeit einstellte und Cris meinte, von unsichtbaren Flügeln getragen aus den Raum schweben zu können.
Auch, als die Kehle des höhnisch grinsenden Verräters urplötzlich in einer blutroten Fontäne zu explodieren schien und sein Körper zusammensackte wie eine Marionette, deren Strippen abgetrennt worden waren, verspürte Cris nur noch ein Gefühl dumpfer Gleichgültigkeit. Er war müde… so müde… aber in Kürze nicht mehr…
Die durch Apathie und Dahinsiechen gedämpfte Erschütterung seines Gesichts half ihm dabei, träge zu blinzeln und seinen Augen ein letztes Quäntchen Konzentration abzuringen, sodass er vage ein Gesicht erkennen konnte. Kannte er dieses Gesicht? Es war nicht Dax… der lag jetzt neben ihm und sein Mund würde keine Worte mehr formen wie diese Lippen über ihm, die ihm das Gefühl gaben, dass er sich an sie erinnern musste. Doch was sagten sie?
Noch eine Erschütterung. Dieses Mal verspürte er sogar ein wenig Schmerz an seiner Wange, begann, wieder wahrzunehmen, was ansonsten um ihn herum geschah. Hörte, was sie sagte… ihn aufforderte, den Mund zu öffnen…


“Was…? Warum… willst du mit mir… was trinken?“

Diese Worte genügten offenbar, da er zu ihrer Artikulation zwangsläufig den Mund hatte öffnen müssen. Ohne Umschweife wurde ihm eine kleine Phiole – hatte Dax sie nicht vor kurzem in der Hand gehalten? – an den Mund gepresst und eine furchtbar bittere Flüssigkeit ergoss sich in seinen Rachen, einen spontanen Würgreiz auslösend. Sie – Claire! – hielt ihn jedoch unbarmherzig fest, sodass ihm keine andere Wahl blieb, als die Flüssigkeit herunterzuschlucken. Er bereute es sofort, denn die Schmerzen kehrten zurück, die gnädige Taubheit verschwand.
Vorsichtig versuchte er, einen Finger zu rühren… und stöhnte schmerzerfüllt auf. Jede Bewegung schien eine Tortur. Praktisch nur, dass er sich ohnehin kaum bewegen konnte.


“Das war ein… ziemliches Risiko… Agent Grey…“, krächzte er tadelnd. Wenn er doch nur nach ihrer Hand greifen oder zumindest aufstehen konnte! Stattdessen lag er hier, während sekündlich die Wahrscheinlichkeit stieg, dass sie von Dax’ Sicherheitspersonal neben seiner Leiche entdeckt wurden.

“Das nächste mal…hältst du dich… an die Bestimmungen…“

Er hustete jämmerlich.

“Verstanden?“

Wenigstens verbesserte sich seine Beweglichkeit kontinuierlich. Während er seine Beine immer noch nicht einmal spüren konnte, schaffte er es, seine Hände in Richtung des in unmittelbarer Nähe liegenden Verräters zu manövrieren und dessen blutbeschmutztes Jackett zu durchsuchen. Seine Hartnäckigkeit wurde belohnt – er fand einen winzigen Niedrigleistungsblaster und eine Datenkarte, wenngleich ersten zu benutzen in seinem derzeitigen Zustand keine gute Idee zu sein schien.

“Lass uns von hier verschwinden…“

Wie aufs Stichwort ertönte der quäkenden Alarm des Anwesens – der bei ihrem Glück vermutlich nicht nur an die Sicherheitsdroiden, sondern zusätzlich einen Notruf an die imperialen Sicherheitskräfte gekoppelt war. Fast meinte Cris, die heraneilenden mechanischen Horden bereits hören zu können.

“Jetzt…“

[Coruscant, obere Ebenen, Anwesen]- Claire, Cris, Dax (tot)
 
Coruscant/ östlicher Außenbezirk/ Apartment 2751/ Sane, Eero, Rianna, Keyan (NPC)

Der republikanische Agent musterte das Sofa, während er sich die Zigarette in den Mund steckte und anzündete. Er bot ihnen ebenfalls eine an, doch Sane lehnte dankend ab. In diesem Fall war er ein untypischer Soldat. Während seine Kameraden sich die Lunge aus dem Leib rauchten, saß er lieber abseits und schaute zu. Er mochte die qualmenden Dinger einfach nicht. Dass sie nicht gesund waren kam noch hinzu. Sane hatte nicht vor an einer Zigarette zu sterben. Ein Blasterschuss bevorzugte er da. Wobei er auch den Gedanken recht unangenehm fand. Er hatte vor diesen Krieg zu überleben und hatte noch nicht mit dem Schicksal abgeschlossen. Er hatte schon so viele Soldaten sterben sehen, dass er eigentlich wissen musste, dass es jeden treffen konnte. Durch einen Artillerieschlag, durch einen Scharfschützen aus dem Hinterhalt, durch eine Mine oder einfach während einem Gefecht.

Als er die Sitzgelegenheit schließlich freundlich abgelehnt hatte, legte der Mann den Soldaten sein Anliegen dar. Sie sollten bei einem Treffen des Widerstands im Industrieviertel beiwohnen. Als der Agent auch noch erwähnte, dass Jedi anwesend sein würden, fingen Sanes Augen an zu leuchten. Jedi! Er wollte schon immer mal einen Treffen. In den Reihen der Armee erzählte man sich einiges über diese mysteriösen Krieger, aber natürlich wusste man nicht, welche Geschichte wahr ist und welche nicht. Dann gab der Agent Sane eine Datendisk, auf welcher alle nötigen Informationen gespeichert waren.

Fragen gab es keine mehr, aber der glatzköpfige Mann riet ihnen, sich schwerer zu bewaffnen, was Sane jedoch mit einem Lächeln abtat.


“Kein Gewehr kann es mit einem guten Soldaten und seinem Blaster aufnehmen. Und falls wir mehr Feuerkraft benötigen, klauen wir den Imps das nötigste noch während dem Gefecht.“

Nachdem auch das geklärt war, verabschiedete der Agent sich wieder und verschwand. Der aufdringliche Geruch nach Rauch war das einzige, das von seinem Besuch zeugte. Und natürlich die kleine Datendisk, die Sane sogleich in sein Datapad steckte, um die Informationen abzurufen. Sogleich erschienen auf dem kleinen Bildschirm eine Adresse und ein Codewort, mit dem man sich als Widerständler identifizieren konnte. Dann war da noch ein Hologramm von dem Gebäude abgespeichert, welches sich die Soldaten genau anschauten, um eine Flucht schnell durchführen zu können. Laut den Informationen gab es auf dem Fabrikgelände viel Deckung, weshalb ein Ausfall im Fall der Fälle durchaus möglich wäre.

“Okay, Cortanas. Schnappt euch eure Jacken, Blaster und Energiezellen. Es gibt Arbeit für die Soldaten der Republik!“

Coruscant/ östlicher Außenbezirk/ Apartment 2751/ Sane, Eero, Rianna

[OP:] @ die anderen Cortanas (falls ihr überhaupt noch da seid :(): schreibt bei euch einen ähnlichen Besuch eines Agenten, der euch auf das Treffen aufmerksam macht
 
~ Coruscant ~ Honey House ~ Sozialraum ~ Miley und Steven; viele Jedi & ne ganze Menge anderes Volk im Haus ~


Miley war wirklich eine Temperamentvolle Kämpferin, so locker und stürmisch wie ihr Charakter wohl war, so war auch ihr Kampfstil. Obwohl Steven noch nie mit einem Lichtschwert gekämpft hatte, hielt sich Miley gut ran und hängte sich voll rein in den Kampf.

Die Twi'lek erklärte Steven während des Kampfes wie er das Lichtschwert zu halten hatte wenn sie einen direkten Schlag von vorne kommen ließ. Wie er das Schwert schwingen musste wenn er durch die Abwehr des Gegners kommen wollte und noch vieles mehr. Beide wussten das sich der Padawan das alles nicht sofort merken können würde.

Nocheinmal nickte Miley dem Jungen zu das er angreifen sollte, Steven hielt das Lichtschwer genau parallel zu seinem Oberkörper, holte aus und schlug mit Mileys Lichtschwert zusammen, im gleichen Moment bemerkte das Chesara dicht gefolgt von Adrian die Tür zum Sozialraum öffnete.

Sofort traten Miley und auch Steven einen Schritt zurück und deaktivierten ihre Waffen, das blaue Licht und das Summen von Stevens Lichtschwert erloschen fast zeitgleich mit dem von Mileys Schwert.
Auf Mileys Begrüßung folgte auch gleich die von Steven.
Leicht verschwitzt aber nickend stimmte der Padawan der Jedi Ritterin zu, das sie hart trainiert hatten.

Der Teenager hörte versehentlich dabei zu was die gelbhäutige Twi'lek erzählte, während sie sich umzog. Irgendwas von einem Nereus Kratas und das dieser tot sei. Auch Steven hatte vorhin etwas in die Richtung aufgeschnappt, es aber als unwichtig abgestempelt. Aber Chesaras Reaktion zu folgen war es alles andere als unwichtig, der Padawan wandte sich auch gleich zu seiner Meisterin.

"Kratas ist das nicht ein hohes Tier der Imperialen Flotte?"

fragte der Junge ganz locker, als hätte er nur nebenbei zugehört.


~ Coruscant ~ Honey House ~ Sozialraum ~ Adrian Chesara, Miley und Steven; viele Jedi & ne ganze Menge anderes Volk im Haus ~
 
[ Coruscant | untere Ebenen | ein Arbeiterviertel | Wohnblock | Apartment „D-4567“ | mit Trayla, Noomi im anderen Zimmer ]

Beklemmende Stille herrschte für einen Augenblick in dem sehr kleinen Wohnzimmer der winzigen Wohnung. Nur das monotone Surren der automatischen Belüftungsanlage sowie dumpfe Laute aus den zahlreichen Nachbarwohnungen waren im Hintergrund hörbar. Unter lauten, knarrenden und quietschenden Geräuschen veränderte der struppige Cathar seine Sitzhaltung. Crado saß auf einem Sessel, der mittlerweile schon längst ausgedient hatte. Innerlich bereitete sich der Jedi-Ritter auf die nächsten Minuten vor, denn er wollte seinem neuem Schützling helfen. Trayla wurde von Visionen, welche sie nicht kontrollieren konnte, geplagt. Nun saß das blonde Mädchen unsicher auf dem Sofa und dachte über seinen Vorschlag nach. Einen wirklichen Plan hatte das Katzenwesen nicht, doch er wollte sich ihrer Probleme annehmen. Geduldig wartete er auf ihre Entscheidung.

„Ich weiß das ihr das nicht wollt…“, sagte sie nach einer kurzen Bedenkzeit, wobei sie unsicher, jedoch äußerst sanft lächelte. „Ich bin bereit…“

Ein großer Teil ihrer Gefühle zeigten sich für den Cathar in der Macht. Völlig unbewusst gab Trayla diese Emotionen an ihre Umwelt ab. Die diversen Gefühle schillerten in verschiedenen Farben und zeigten dem Jedi-Ritter genau in welcher Verfassung das blonde Mädchen war. Lange brauchte das Katzenwesen nicht, um einen mentalen Eingang in ihr Bewusstsein zu finden. Die beiden schlossen ihre Augen sogar fast zeitgleich. Automatisch breitete sich bei Crado ein Gefühl aus, das man spürt, wenn man sich im freien Fall befindet. Er tauchte tief in die Macht ein und verband sich da mit dem Mädchen. Nun konnte man nach der Ursache oder der Bedeutung ihrer Visionen suchen. Langsam, sehr langsam verstrichen die Minuten. Nichts passierte. Trotzdem übte sich der Cathar in Geduld.

Plötzlich spürte Crado eine unerwartete Veränderung in Traylas Bewusstsein. Ihr Puls beschleunigte sich mit einem Schlag. Ebenfalls drangen aus den dunklen Tiefen ihres Bewusstseins vollkommen fremde Gefühle an die Oberfläche. In der Dunkelheit flackerten hier und da kurz unterschiedliche Bilder auf, die sich mit den Gefühlen verbanden. Geräusche mischten sich ein. Alle Teile baute in dieser Vision aufeinander auf. Es entwickelte sich ein komplexes Konstrukt in dem Bewusstsein des Mädchens. Parallel dazu baute sich bei Crados Geist ein mächtiger Druck auf. Nur schwer konnte er mit dieser plötzlichen Belastung umgehen. Der Cathar griff mit bloßem Willen auf seine Reserven in der Macht zurück, denn er wollte die Verbindung nicht so schnell abbrechen lassen. Dabei wurde sein Atem immer schwerer. Am Ende verlor er den Kampf gegen diese fremde Kraft.

Augenblick öffneten sich seine Augen wieder. Ohne eine Sekunde verstreichen zu lassen sprang der Cathar auf, um zu seinem Schützling, die auf dem Sofa saß, zu eilen. Mit zwei, drei Schritten war er bei ihr. 'Es muss noch eine andere Möglichkeit geben ihr zu helfen', schoss es ihm durch den Kopf, während er diese kurze Distanz überwand. Erneut legte er seine Tatze auf ihre Schulter und sandte ihr positive Emotionen. Schlagartig öffneten sich Traylas Augen. Hektik, Orientierungslosigkeit und Panik fand Crado in diesem Augenblick bei ihr im Übermaß. Sie brauchte einen Moment um wieder ihre Umgebung zu erkennen. Sanft sprach das Katzenwesen dem jungen Mädchen zu. Gleichzeitig versuchte er im Hinterkopf das Gesehene zu verarbeiten – zu verstehen. Es gelang ihm – zu seinem Leidwesen – nicht wirklich. Trayla suchte in seinem Fell Halt. Langsam beruhigte sich ihre Präsenz wieder. Die Wellen, die sie in der Macht schlug, ebbten ab.

„Es geht, Meister...“, teilte die blonde Teenagerin ihm in leichter Aufregung mit. „Dieses Bild... ich habe es noch nie gesehen. Es war... ganz anders als die Dinge, die ich sonst sah. Es war alles so intensiv und so viel stärker.“

„... und ein Rätsel – nicht nur für dich“, murmelte der Cathar. „Mit absoluter Sicherheit kann ich in diesem Fall sagen, dass es sich um eine sehr düstere Vision handelt. Die verstärkte Intensität, die du gespürt hast, dürfte durch mein Mitwirken, welches nur passiv war, entstanden sein. Irgendwie habe ich trotzdem nur einen sehr kleinen Teil erkennen und verstehen können.“

Nachdenklich kratzte sich das Katzenwesen am Hinterkopf und setzte sich neben das Mädchen. Er musterte die Padawananwärterin. Sie hatte ihn vor ein Rätsel gestellt. Mit einer beiläufigen, kaum bemerkbaren Handbewegung begann plötzlich sein Snack, den er vorher zur Seite gelegt hatte, zu schweben. Nachdem es in seiner Hand gelandet war, gönnte er sich grübelnd einen großen Bissen und er richtete seinen Blick auf das verschlossene Fenster. 'Trayla ist eine gebürtige Coruscanti', stellte er in Gedanken fest. 'Hat sie also in die Zukunft geblickt oder war es die Abwandlung eines Ereignisses, das sie schon erlebt hat?' Schweigen herrschte für einen längeren Moment zwischen den beiden. Crado störte sich an seiner Unwissenheit. Zwar hatte er einige Aufzeichnungen aus der Bibliothek von Lianna auf seinem Datapad mitgenommen, doch die konnten ihm in diesem Fall gar nicht helfen.

„Kompliziert, kompliziert...“, gab der Cathar murmelnd von sich. „Vielleicht sollten wir eine Nacht darüber schlafen. Du hast einen langen, ereignisreichen Tag hinter dir. Wir sollten diese Sache nicht überstürzen.“


[ Coruscant | untere Ebenen | ein Arbeiterviertel | Wohnblock | Apartment „D-4567“ | mit Trayla, Noomi im anderen Zimmer ]
 
[ Coruscant | Imperial City | Regierungsbezirk | Verwaltungskomplex | Büro des Gouverneurs | mit Alynn Kratas ]

Antipathie reifte allmählich zur dominierenden Emotion. Langsam hatte Horatio Kraym I. seine ganze Geduld an einer einzigen Person aufgebraucht. Antipathie überzog seine Gedanken, infizierte sie förmlich – gleich einem tödlichen Gift. Die Person schien in ihrer ganzen Arroganz nichts davon mitzubekommen. Ruhig saß der Gouverneur in seinem Sessel, hinter dem breiten Schreibtisch und musterte die rothaarige Schönheit. Alynn Kratas, die Schwester von Nereus Kratas, verschlang seine mentalen Reserven. In seinen Gedanken verglich der hochrangige Verwalter diese Offizierin mit einem schwarzen Loch, das unaufhörlich alles Licht der nahen Umgebung unwiederbringlich aufsog. Auf Imperial City war er der Puppenspieler, der alle Fäden in der Hand hielt. Der gesamte urbane Planet war sein Herrschaftsgebiet – doch scheinbar machte sie ihm diesen allmächtigen Posten streitig. Er spürte schon förmlich den Dolch in seinem Rücken.

„Ihre Einschätzung der Sicherheitslage auf Coruscant sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind Ihre Verantwortung alleine, Gouverneur“, betonte die Commodore, weiterhin mit einem verächtlichen Unterton. „Ich beabsichtige nicht, mich in Ihre Arbeit auf diesem… florierenden Planeten einzumischen.“

'So, so... sie will sich also nicht einmischen', dachte sich der Gouverneur. Sein aufmerksamer Blick musterte die uniformierte Dame. Noch immer störte ihn der metallische Gegenstand, der unnütz an ihrem Gürtel hing. Horatio gönnte sich einen weiteren Schluck Scotch. Der Alkohol brannte stark in seiner Kehle. Mit einem Schlag breitete sich das kräftige Aroma in seiner Mundhöhle aus. Jedoch er konnte auf diese herrlichen Nuancen nicht achten, denn seine Aufmerksamkeit galt weiter seinem ungeliebten Gast. Beiläufig spielte er mit seinem Glas. Alynn setzte erneut zu ein paar Worten an – das konnte er genau erkennen. In dieser Situation glich sie einem Raubtier, das man in eine Zelle gesteckt hatte, um fremde Besucher zu unterhalten. Sie liebte die Wildnis, den Kampf, die Freiheit sowie die Macht. Unter anderen, sicheren Umständen hätte ihn so eine Person imponiert, doch jetzt sah er darin eher eine Gefahr. Horatio schenkte dieser Frau keinen Glauben.

„Doch schon bald werden Sie sich mit Problemen konfrontiert sehen, die sich weder mit Divisionen an Sturmtruppen, noch mit einem weiteren Schlachtschiff im Orbit lösen lassen“, prophezeite Alynn Kratas auf einmal. „Der Widerstand und die Verluste, von denen Sie sprachen… Sie können Coruscant niemals vollkommen kontrollieren. Dieser Planet war nicht immer der zweitklassige, überbevölkerte Moloch, der es jetzt ist… hier befand sich das Zentrum der Republik, das Herz des Jedi-Ordens.“

Sie machte eine weitschweifende Geste. Versuchte die gesamte Stadt, die Billion von zum Großteil unwichtigen Leben in sich vereinte, mit einer einzigen Bewegung zu umfassen. Für einen winzigen Moment sah der Gouverneur die Ähnlichkeit, welche sie beide verband. Doch der Eindruck war zu kurz um sich ganz in sein Gedächtnis zu brennen. Wieder schwappte eine Welle der Antipathie über seine Gedanken. Horatio degradierte Alynn nun zu einem Fremdkörper. Worte, zahlreiche Worte für eine schlagkräftige Antwort lagen ihm auf der Zunge. 'Sie ist bloß ein Militär', schoss es ihm durch den Kopf. 'Ihr Bruder kann nicht mehr schützend vor ihr stehen. Sie sieht ihren gesamten Einfluss somit schwinden.' Erneut nahm er einen Schluck.

„Mein Bruder hat versucht, die Bedrohung durch die Jedi zu neutralisieren, ohne sich dabei auf die Sith verlassen zu müssen“, sprach sie in ihrem persönlichen Eifer weiter. „Er ist gescheitert. Wenn Sie also dem Trugschluss unterliegen, diesen Widerstand mit Gewehrsalven und Hinrichtungen auslöschen zu können wie einen kleinen Volksaufstand am Äußeren Rand, werden auch Sie scheitern. Ich werde Sie nicht aufhalten.“

„Die verfallene Tempelanlage, einst ein Wahrzeichen für Demokratie und die Allmacht der Jedi, ist schon längst ein Symbol der imperialen Herrschaft geworden“, entgegnete Horatio, der jetzt seinen Moment gekommen sah, und dabei seine Arroganz kaum noch im Zaum halten konnte. „Einige Beamte in den tieferen Etagen sitzen schon seit einigen Monaten über Plänen, um die Wandlung mit einem riesigen Museum zur Ehrung der glorreichen Helden – darunter auch ihrem Bruder – endlich zu komplettieren. Zukünftige Generationen, da bin ich mir sicher, werden sich nicht mehr an die Jedi erinnern können – sie werden förmlich aus der öffentlichen Wahrnehmung für immer gelöscht sein. Sie sehen also, ich setze in diesem Kampf nicht nur auf Waffengewalt. Propaganda...“

Grazil erhob sich Horatio aus seinem Sessel. Danach wandte er sich dem großen Panoramafenster zu. Mittlerweile hatte ein plötzlicher Platzregen die gesamte Umgebung in ein äußerst tristes Grau gehüllt. Ausschließlich die kurz aufleuchtenden Blitze in der Ferne brachten etwas Farbe in den deprimierenden Anblick, welcher sich dem Betrachter bot. Durch seinen langen Aufenthalt auf dem Planeten störte sich der vjuner Adlige nicht mehr an diesem schlechten Wetter. Im Vergleich zum ätzenden Regen, der seinen Heimatplaneten mit einem giftigen Grün bedeckte, konnte man diesen Wolkenbruch ganz eindeutig als angenehm bezeichnen. Für einen kurzen Augenblick klebten seine Augen regelrecht an diesem Naturschauspiel, dann drehte er sich wieder zu seinem Gast. Er hüstelte höflich.

„... Auch zur Machtergreifung in den tieferen Ebenen habe ich mir schon Gedanken gemacht, Miss Kratas, fuhr der hochrangige Verwalter weiter fort. „Sie haben recht: Waffen allein werden mir die Kontrolle in diesen Gebieten kaum schaffen oder gar sichern können. Zu viele Coruscanti sind noch mit dem demokratischen Ideal infiziert. Ein schrecklicher Umstand, der eindeutig viel zu wenig Beachtung von meinen Vorgängern erhalten hatte. Zu ihrer eigenen Beruhigung kann ich Ihnen aber sagen, dass mit großem Eifer an diesem Schräglage gearbeitet wird. Ganz automatisch hat sich bei den niederen Schichten ein Denunziantentum etabliert. Für einen geringen Obolus verrät jeder den Staatsfeind in der Nachbarschaft. Auch andere Projekte schenken wir nun die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben. Fraglich ist nun bloß noch, was Sie von mir wollen...“

Man setzte gerade zu einem weiteren verbalen Schlagabtausch an als sich mit einem lauten Zischen ganz unerwartet die Tür zu seinem Büro öffnete. Mit bedächtigen Schritten trat eine blonde Frau ein – Hera Aealo. Sie war eine der Legaten, die man ihm nach seinem Amtsantritt unterstellt hatte, weil die einzelnen Abteilung ebenfalls eine Führungskraft benötigten. Hera Aealo galt für viele als ein steil aufsteigender Stern in der imperialen Verwaltung. Damit war sie eine direkte Konkurrentin für Horatio. Trotz dieser unmittelbaren Gefahr förderte der Adlige die durchtrainierte Kuati. Für seine Projekte brauchte er fähige Leute unter sich. Ausfälle und Verluste konnte er sich nicht leisten, da seine Planung ziemlich streng war. Wirklich erfreut über ihr Auftauchen war er dennoch nicht. Nur ungern wollte er in dieser Unterhaltung gestört werden.

„Gouverneur“, sprach sie ihn sofort pflichtbewusst an und legte ihm mehrere Dokumente auf den Tisch. „Die letzten Berichte betreffend der unlängst abgehaltenen Ausstellung, der ihr beiwohntet.“

„Das sind Ihre Pläne für Coruscant, Gouverneur?“, fragte Alynn Kratas plötzlich verächtlich nach und zeigte diese Emotion sichtlich, denn ihr Lächeln besaß nicht einen Hauch an Freundlichkeit, der sonst für eine so schöne Frau üblich war. „Kunstausstellungen für die wohlhabende Hälfte des Abschaums auf diesem Planeten?Anders als vielleicht Titel, Ansehen und Amt können Sie die Kontrolle über diesen Planeten nicht kaufen, Kraym. Und die Unterstützung der degenerierten Oberschicht wird Ihnen wenig helfen, wenn in den Unteren Ebenen das Chaos ausbricht.“

„Ich kann keine Kontrolle damit kaufen, richtig“, entgegnete Horatio gelassen und schenkte ihr ein süffisantes Grinsen. „Doch durch solche Veranstaltung knüpft man Kontakte. In meiner Position hat man schlicht eine gesellschaftliche Verpflichtung, die ein Militär nicht verstehen kann. Am Ende ist es nur ein Kniff, um viel schneller und deutlich leichter an verborgene Finanzen zu kommen, die mir bei der Umsetzung meiner Pläne dienlich sind. Irgendwie müssen die Netzwerke, welche ich etabliert habe, bezahlten werden. Sie verstehen hoffentlich.“

Sein negativer Eindruck gegenüber der rothaarigen Commodore verhärtete sich. Anscheinend besaß sie kein Verständnis, das man in der imperialen Politik brauchte. Sie war ganz eindeutig auf stumpfe Befehle und deren direkte Ausführung getrimmt. Alynn Kratas kannte nicht die sumpfigen Ebenen der Politik. Die Intrigen und Ränke, die man in manchen Fällen einsetzten musste, um seinen Feind auszuschalten. Horatio blickte zu der blonden Legatin. Eigentlich zeigte er sich nur sehr ungern auf diese Weise seinen Untergebenen. Jedoch ließ es sich in diesem Moment nicht vermeiden. Für einen Augenblick ließ er seinen Blick über die vielen Dokumente schweifen. Griff wahllos nach einer der Akte und las die eine oder andere Zeile oberflächlich.

„Legatin Aealo, fassen Sie mir kurz die Berichte zusammen“, wies er die Kuatin ruhig an. „Sind die restlichen Vorbereitungen für die morgige Operation getroffen worden?“


[ Coruscant | Imperial City | Regierungsbezirk | Verwaltungskomplex | Büro des Gouverneurs | mit Alynn Kratas ]
 
[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Sozialraum | Steven, Miley, Chesara und Adrian ]

Gemeinsam machten sie sich auf zum Sozialraum, der zum provisorischen Trainingsraum umfunktioniert worden war. Die Twi’lek Miley beendete gerade einen Trainingskampf mit Steven, als sie dazu stießen. Er kannte beide bisher nur flüchtig – einen Satz gewechselt hatte er sowohl mit Miley, als auch mit Steven noch nicht. Irgendwie blöd, aber jetzt ergab sich immerhin die Gelegenheit. Mileys Herausforderung nach einem Trainingskampf nahm Chesara für ihn. Adrian hatte den Mund schon geöffnet, ließ ihn daraufhin aber wieder zu klappen und nickte nur. Ein Trainingskampf war immer gut. Allein schon, um sich körperlich mal wieder komplett zu verausgaben. Und außerdem konnte er damit Eindruck bei Nylia schinden, sollte sie zufällig vorbeikommen.

Adrian hatte sein Lichtschwert schon vom Gürtel abgenommen, als Miley seine Meisterin in ein Gespräch verwickelte. Nereus Kratas war gestorben? Okay. Adrian wusste, wer er gewesen war – ein Großadmiral des Imperiums. Über seinen Tod verspürte er weder Freude noch Trauer. Dieser ganze Kampf – Republik gegen Imperium – hatte ihn emotional noch nicht wieder vollkommen eingenommen. Sie hatten das Leid auf Coruscant mit Chesara gesehen und damit auch, warum es wert war für die Ideale der Republik zu kämpfen. Nur kam es Adrian so vor, als hätte Kratas im speziellen nicht viel damit zu gehabt.

Steven schien nicht so genau zu wissen von wem hier die Rede war. Gut, wahrscheinlich hatte er die letzten Jahre seines Lebens nicht mit intensivem Privatunterricht verbracht.


„Jep.“

Antwortete Adrian also auf seine Frage, ob Kratas nicht ein ziemlich hohes Tier gewesen war.

„Kratas war Großadmiral. Das ist der höchste militärische Rang im Imperium.“

Adrian schenkte Steven ein Lächeln, machte einen Schritt auf ihn zu und reichte ihm die Hand.

„Ich bin übrigens Adrian. Wir haben uns zwar schon häufiger mal gesehen, aber noch nie richtig vorgestellt.“

Steven nannte seinerseits auch nochmal seinen Namen. Dann wandte Adrian sich wieder Miley zu. Die Twi’lek war schon eine ausgebildete Jedi und er schätzte sie ein paar Jahre älter als er selbst. Vor allem aber wirkte sie durchtrainiert auf ihn. Hm. Vielleicht doch keine so gute Möglichkeit um vor Nylia Eindruck zu machen? Wahrscheinlich wollte Chesara ihm einfach eine neue Herausforderung bieten. Soweit okay, aber musste das gerade jetzt sein? Aber vielleicht war seine Sorge ohnehin umsonst und Nylia trainierte selbst mit ihrem Meister. So oder so – eine blamable Niederlage würde er sich nicht gefallen lassen.

„Legen wir los?“

[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Sozialraum | Steven, Miley, Chesara und Adrian ]
 
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Coruscant - mittlere Ebenen - in „Gallo’s Diner“ - Tom, Shana, Gallo(NPC), diverse andere Gäste(NPCs)

Tom schmunzelte. Es war eben schwer bis unmöglich zu verstehen, wenn man nicht aus ähnlichen Verhältnissen kam wie er. Sie war eine Moderne Frau, die ihre Freiheit liebte. Wer konnte ihr das verübeln. Doch Opferbereitschaft war eine Tugend. Tom besaß sie zumindest zu gewissen Teilen. Für seine Familie würde er notfalls auch in den Tod gehen wenn es sie schützen würde. Aber das war ein Thema, an das er jetzt gar nicht denken wollte. Die Entscheidung die er in nächster Zeit treffen müsste, war die bei den Jedi zu bleiben, oder zu versuchen die Firma seines Vaters wieder aufzubauen. Beides würde schwer werden. Da machte er sich keinerlei Illusionen. Doch er müsste sich für eines von beidem entscheiden. Zwei Dinge auf einmal zu tun, dabei kam meist nichts Gutes heraus. Eine Firma zu leiten kostete Ehrgeiz, Zeit und Mühe. Das ließ sich schwerlich mit dem Jedisein verbinden.
Den Weg seiner Familie zugehen ließ sich nicht mit dem Weg der Jedi verbinden.
Entweder das eine oder das andere.
Auch wenn es so oft hieß, das der Mittelweg der richtige war, hier gab es nur entweder oder.


„Es hängt alles davon ab, wie ich mich entscheide. Entweder ich führe meine Ausbildung weiter, oder ich folge dem Weg, den meine Familie für mich vorgesehen hatte. Beides gleichzeitig geht nicht.“

Mit einem Zug leerte er sein Glas. Sein Teller hatte sich während des Gesprächs langsam geleert. Sie könnten noch eine zeit lang sitzenbleiben, dann würde er aufbrechen. Auf all zu viel Action hatte er eigentlich keine Lust mehr.
Er wollte heute noch etwas meditieren, dann ein paar Runden auf dem Laufband drehen und sich ins Bett legen. Nicht das er müde war, aber die Lust zu größeren Unternehmungen fehlte einfach. Bei Shana sah das scheinbar anders aus. Wahrscheinlich musste sie nach all der Aufregung der vergangenen Tage erst einmal ein bisschen Stress abbauen. Das konnte er nur zu gut verstehen.
Ihre Frage nach seinem Vermögen ignorierte er geflissentlich. Das war nichts worüber man in einem Diner redete. Darüber redete man eigentlich gar nicht.


„Es ist schön, dass du dir Gedanken darüber machst, ob es gut ist in deiner Situation Kinder zu bekommen. Die wenigsten denken wirklich darüber nach. Das zeigt Verantwortungsbewusstsein. Ich habe ehrlich gesagt momentan nicht vor Kinder in die Galaxie zu setzen. Das steht und fällt jedoch mit der Entscheidung über meine Ausbildung.“

Er schmunzelte. Wären sie irgendwo gewesen, wo sie einen Störfeldgenerator oder ähnliches zur Verfügung hätten, könnten sie offener reden. So mussten sie den Widerstand und die Jedi immer kryptisch umschreiben. Es war einfach urkomisch, dass er auf seinem Heimat- und Geburtsplaneten aufpassen musste was ersagte.

„Ich weis nicht. Ich wollte mir nur ein kleines Abendessen gönnen. Groß etwas zu unternehmen, darauf habe ich nicht unbedingt Lust. Doch lass dich von mir nicht aufhalten. Wenn du weggehen willst, dann tu das. Spätestens wenn sich in unser beider Leben alles etwas beruhigt hat, dann können wir nachholen, was wir heute versäumen.“

Er versuchte aufmunternd zu klingen, selbstsicher und überzeugt von dem was er sagte. Natürlich glaubte er selbst kein Stück davon. Die Jedi würden scheitern, so wie sie es bisher getan hatten und sie alle würden sterben. Das waren zwar keine besonders positiven Gedanken die er da gerade hatte, aber verdammt noch mal, sie waren realistisch. War es nicht Aufgabe der Jedi, sich von Emotionen frei zu machen und die Geschehnisse neutral zu betrachten? So verstand er es zumindest. Den Optimismus, welchen er bei anderen Padawanen mitbekommen hatte, konnte er nicht teilen. Ihre Situation war einfach zu besch*ssen um große Hoffnungen zu haben.

Coruscant - mittlere Ebenen - in „Gallo’s Diner“ - Tom, Shana, Gallo(NPC), diverse andere Gäste(NPCs)
 
|/\/\/|-- Coruscant -- City -- Nathaniels & Akemis Appartment -- In einem aufgedonnerten Outfit -- {Natalja}-- bei Akemi --|\/\/\|

Soso.

Da hatte Akemi sich ja schön aus Nats Fragen herausgewunden. Naja, allzu deutlich hatte sie ja auch nicht gefragt. Nat machte einen kleinen Flunsch, trank jedoch dabei ihren Sekt - bereits ihr zweites Glas - sodass es nicht auffiel. Sie verbrachten also immer ihre Pausen miteinander und er sie mochte ihn wirklich sehr gerne ... das war alles? Schön und gut, Miss Akanato hatte ihren stubenreinen Freund nach Maß, doch so ein interplanetar bekanntes Starlet gab sich doch bestimmt nicht nur mit einem Kerl zufrieden. Ob sie vielleicht doch etwas zu verheimlichen hatte?

Sofort weiter Nachhaken konnte Nat nicht, da Akemi schon wieder mit anderen Gästen beschäftigt war. Ein ziemlich lauter Typ kam daher und wurde von Akemi vorgestellt, kurz bevor der einen Spruch über die "besten Mädels", die Nathaniel immer mitbrachte, bringen konnte. Nat grinste gekünstelt, verdrehte aber leicht die Augen, als er wieder weg war. Na hoffentlich grub der sie nachher nicht noch an. Hätte sie sich doch bloß nicht so aufgedonnert.

Das Geburtstagskind bekam derweil einen ganzen Karton voller Weinflaschen geschenkt. Nat bemerkt resigniert, dass diese heute Abend nicht mehr geöffnet werden würden, und nahm sich das nächste Glas. Zumindest vom Sekt war immerhin genug da. Nat schob sich gerade wieder in Akemis Richtung, um sie in die Fortsetzung ihrer Unterhaltung zu verwickeln, als es ein ums andere Mal an der Tür klingelte. Doch diesmal war es Nexus.

Beinahe verwegen sah er aus, dort in der Tür stehend. Ganz der Edelmann, den er mimen konnte, begrüßte und beglückwünschte er sofort den Hausherren. Nex hatte offenbar schon genauer gewusst, dass die Party eher leger sein sollte. Zu einer Jeans hatte er ein mattes dunkel-violettes Longsleeve angezogen, was ihm sehr stand. Nat lächelte breit, als sie sah, dass Nex nun offenbar ein paar Leuten im Treppenhaus zuwinkte, die etwas nach oben brachten. War das das Geschenk?


|/\/\/|-- Coruscant -- City -- Nathaniels & Akemis Appartment -- In einem aufgedonnerten Outfit -- {Natalja}-- bei Akemi --|\/\/\|
 
§~ Coruscant ~ Obere Ebenen ~ Akemis und Nathaniels Appartment ~ an der Tür ~§

"Alles Gute zum Geburtstag, Nathaniel! Wir sind uns bislang zwar noch nicht begegnet, doch Akemi hat mir ja schon von dir erzählt! Danke für die Einladung!"

wandte sich Nexus überschwenglich an den Gastgeber. Nex war super drauf. Er hatte sich fein, aber nicht zu pompös herausgeputzt, hatte er sich doch schon lange auf diese Feier gefreut.

"Ich hab dir übrigens auch was mitgebracht!"

grinste er und bellte ein paar Befehle nach draußen. Wenige Sekunden später kamen zwei große Männer herein, die offenbar zu einer Art Lieferservice gehörten und ein ein Quadratmeter großes Packet hereintrugen. Sie hielten sich nicht lange auf sondern packten das Mitgebrachte sofort aus, bevor sie wieder verschwanden und einen ziemlich beachtlichen Party Springbrunnen auf einem der Tische zurückließen. Er war aufgeteilt in 3 verschiedene Teile, die alle einen unterschiedliche Flüßigkeit gemächlich hochspringen und plätschern ließen: Rotwein, Champagner und Sake.

"Der ist zwar nur ausgeliehen, doch ich hoffe er gefällt dir trotzdem. Das ultimative Party-Accessoire, hab ich mir sagen lassen. Dachte mir, lieber sowas, als eine Krawatte oder so."

meinte er scherzhaft und bediente sich gleich an dem Brunnen, goß Nathaniel ein Glas mit Champagner voll und sich selbst auch gleich, bevor er zu Akemi und Natalja herüber kam. Beide küsste er auf die Wange, bevor er beiden Frauen einen respektvollen und bewundernden Blick zuwarf.

"Hallo ihr beiden! Schön euch nun endlich mal wieder zusammen zu sehen. Ihr sehr wirklich toll aus."

sagte Nex ehrlich an beide gewandt. Sanft berührte er die blaue Jacke an Akemis Oberarm.

"Tolle Jacke, Akemi. Sie steht dir ausgezeichnet. Nicht wahr, Nat?"

sagte er und lächelte sein Lächeln.

"Jupp."

meinte Nat nicht sehr laut und trank ihr noch halbvolles Glas in einem Zug aus.

§~ Coruscant ~ Obere Ebenen ~ Akemis und Nathaniels Appartment ~ an der Tür ~§
 
- Coruscant – Untere Ebenen – Honey House – Sozialraum – Mit Miley, Steven, Adrian -

Adrian
gab seinem Mitschüler die Erklärung darüber, wer Nereus Kratas gewesen war und stellte sich auch noch direkt vor. Steven hatte mit dem Namen des Großadmirals nicht viel anfangen können, sondern nur gewusst, dass er eine wichtige Person in der imperialen Flotte war

„Man könnte sagen, Nereus Kratas ist die Imperiale Flotte.“

Erwiderte Chesara.

„Oder zumindest war er es. Jetzt dürften die Spekulationen um seine Nachfolge im Gange sein. Ich bin sicher, dass wir uns auf einiges gefasst machen dürfen.“

Kratas hatte sich weitestgehend seine Vernunft bewahrt, zumindest sagte man so. Die Alternativen zu ihm waren immer niederschmetternd oder erschreckend gewesen, entweder das eine oder das andere.

„So, bist du bereit für eine neue Übung?“

Fragte sie schließlich Steven.

„Wir gehen besser ein wenig auf Seite, sonst fliegt uns noch ein Lichtschwert um die Ohren.“

Meinte sie schmunzelnd und setzte sich mit Steven an einen Tisch ganz am Rand des Raumes, damit Adrian und Miley genügend (nunja, auch das war relativ) Platz für einen Trainingskampf hatten. Chesara hatte gefunden, wonach sie in ihrer Tasche gesucht hatte: fünf kleinere Becher und einen Würfel.

„Die Übung ist simpel.“

Klärte sie Steven auf.

„Du konzentrierst dich ganz auf den Würfel. Hier, nimm ihn einmal kurz in die Hand, das hilft um ein Gefühl für ihn zu bekommen und ihn in der Macht zu erfassen. Dann schließt du die Augen und ich verstecke ihn unter einem der fünf Becher. Mit Hilfe der Macht sollst du mir dann sagen, welcher der richtige Besser ist, ok?“

Sie hatte Steven den Würfel gegeben, ließ ihn den Gegenstand abtasten und nahm ihn dann wieder zurück, um die erste Runde zu beginnen. Es war wie ein Spiel und doch konnten sie dabei etwas lernen.

- Coruscant – Untere Ebenen – Honey House – Sozialraum – Mit Miley, Steven, Adrian -
 
(Miley Venice)


- Coruscant – Untere Ebenen – Honey House – Sozialraum – Mit Chesara, Steven, Adrian -

Die Rätin schien eher besorgt zu sein, was den Tod des Großadmirals und dessen Nachfolge betraf. Miley konnte von sich nicht unbedingt behaupten, sich darüber schon großartig Gedanken gemacht zu haben. Weder hatte sie den Werdegang von Nereus Kratas interessiert verfolgt, noch wusste sie irgendetwas über die anderen hohen Tiere der imperialen Flotte. Bestimmte Namen kannte man, einige Gesichter hatte man in den Holonet-News schonmal gesehen, aber das war es auch schon. Man musste ja auch nicht gleich Experte in imperialen Flottenangelegenheiten sein, nur weil man ein Jedi war. Miley backte lieber kleine Brötchen – zumindest was das anging. Auch die wollten gegessen werden. Jetzt wollte sie sich ohnehin erstmal auf den Trainingskampf mit Adrian konzentrieren. Der Padawan der Rätin war schon bereit und auch Miley nahm nun wieder ihr Lichtschwert und aktivierte es sogleich.

„Der Verlierer gibt ne' Runde Eis aus.“

Leitete sie den Kampf grinsend ein, ließ den Griff ihres Lichtschwertes ein paar mal in der Hand rotieren und holte zu einem ersten Schlag gegen Adrian aus. Ein Kampf machte doch viel mehr Spaß, wenn es um etwas ging. Ketaki und sie kämpften meistens um Fuss- oder Rückenmassagen, die der Verlierer leisten musste... entweder das, oder gewisse andere Dinge. Miley war da ganz offen. Mit Adrian musste sie das etwas anders angehen, klar, auch wenn Ketaki im Trainingskampf mit anderen Frauen wohl weniger rücksichtsvoll war. ER hatte vermutlich weniger Skrupel, auch mit Frauen wie Jibrielle um Massagen zu kämpfen. Auch, wenn sie nur eine Padawan war. Bei solchen Verlockungen nahm er das mit der Treue nun mal nicht so ernst. Miley kniff die Lippen zusammen und ging ganz in die Offensive, während sie mit Adrian kämpfte. Ihr passierte das häufig, dass sie kämpfte und dabei an etwas anderes dachte. Eine Weile ging das meistens gut, aber irgendwann schlug ihr das ein Loch in die Verteidigung. Das war ohnehin eine ihrer größten Schwächen. Weil sie so forsch war, vergaß sie oft, sich entsprechend zu schützen. Sie gaben sich einen regelmäßigen Schlagabtausch. Adrian war gut! Viel besser als sie selbst, fand Miley. Sie hatte zwar keine Ahnung, wie weit er allgemein in seiner Ausbildung war, aber im Kampf war er wirklich schon sehr, sehr fortgeschritten.

- Coruscant – Untere Ebenen – Honey House – Sozialraum – Mit Chesara, Steven, Adrian -
 
¦¦ Coruscant ~ mittlere Ebenen ~ Gallo’s Diner ~ Tisch ¦¦ Shana ~ Tom ~ Gallo & Gäste

Keine Hobbys? Gut, dann eben nicht. Und Kinder wollte er vorerst ebenfalls nicht in die Welt setzen. Bei ihr wäre die Frage trotz der aktuellen Situation immer noch relevant, hätte sie jemanden an ihrer Seite. Doch seitdem ihre große Liebe nicht mehr bei ihr war, hatte sich dieser Bereich ihres Lebens ziemlich in den Hintergrund gedrängt. Wie sehr, zeigte sich bei dem Vorschlag den Tom machte. Früher hätte es ihr nichts ausgemacht, ob er mitkäme oder nicht, sie wäre einfach alleine Party machen gegangen. Es war ihr noch nie schwer gefallen auch unter einer Masse von Fremden schnell Gesellschaft zu finden. Doch inzwischen war sie eben kein Teenager mehr und der unbedingte Drang nach Vergnügen gemäßigt. Eigentlich hatte sie nur gefragt, weil sie geglaubt hatte, Tom hätte vielleicht noch mehr vorgehabt. So oder so hätte sie noch einmal nach Hause gemusst um sich umzuziehen.

Aber wenn er nicht unbedingt weggehen wollte, würde sie ihn auch nicht zwingen oder drängen. So ganz Ungelegen kam es nicht, etwas Ruhe war durchaus willkommen. Wenn sie spontan wieder los musste, war es nicht verkehrt sich jetzt noch Schlaf zu holen, solange sie konnte. Schon witzig, dass sie beide eine ernste Entscheidung treffen mussten. Es war wirklich schwierig etwas zu entscheiden, wenn man wusste, dass man den anderen Weg aufgeben musste. Auch sie wusste nicht worauf sie verzichten sollte. Eine Jedi zu werden, war natürlich eine große Sache. Und eine Ehre. Aber dafür ihr Studium aufgeben? Denn wie Tom schon sagte: beides gleichzeitig ging nicht. Dann hatte sie drei Jahre verschwendet für Nichts. Und dies sah ihr nicht ähnlich.


"Es ist immer schwierig sich zu entscheiden, wenn man nur eine von beiden Möglichkeiten haben kann, und man die andere aufgeben muss. Manchmal kann man die Dinge auch nacheinander durchziehen, aber das macht nicht immer Sinn. Wenn man die Wahl etwas hinschieben kann, ist das nicht verkehrt aber irgendwann wird man eingeholt und man muss Farbe bekennen." Shana lächelte aufmunternd.

"Wir werden beide schon herausfinden, was für uns jeweils das Beste ist. Und was das Weggehen angeht …
Nun, ich hatte eigentlich vermutet Du hättest heute noch mehr vor, aber wenn Du nirgends hin willst, macht das ja auch nichts. Geplant hatte ich nichts für heute, und alleine steht mir auch nicht so der Sinn danach. Schätzungsweise ist es nicht verkehrt, wenn ich die Zeit, die ich zur Verfügung habe, zum Schlafen nutze. Wenn es so weiter geht wie bisher werde ich viel zu tun bekommen. Wie wäre es, wenn wir schon mal zahlen?"


Tom hatte wohl nichts dagegen, ganz im Gegenteil. Schnell hatte er es fertig gebracht die Bedienung heranzuholen und dieser ihren Zahlungswunsch mitzuteilen. Ein paar Knopfdrücke später waren auch schon ihre Rechnungen parat. Shana ließ gar keine Vermutung oder Sonstiges aufkommen, sie zahlte ihr Essen selbst. Gerade bei diesem Thema konnte es schnell zu Missverständnissen kommen, vor allem, wenn sich Mann und Frau noch nicht lange kannten, und die Fronten nicht geklärt waren. Manche Männer bezahlten automatisch das gemeinsame Essen, bei anderen wurde das vor jedem Essen erst geklärt. Bei Frauen wiederum gab es auch jene, die sich einladen ließen und beleidigt waren, wenn sie selbst zahlen mussten, andere wiederum waren es, wenn der Mann sie in der Hinsicht bevormundete. Sie waren getrennt erschienen, daher überlegte die Studentin gar nicht erst. Insgesamt war sie im Preislimit geblieben, daher überwies sie den gesamten Betrag des Sticks. Vielleicht ein bisschen viel Trinkgeld, aber so war er wenigstens leer und sie kam nicht umhin ihn wieder aufzuladen. Auch Tom zahlte und sie beide tranken noch aus.

"Das war ein lustiger Zufall. Auf jeden Fall kenne ich jetzt einen weiteren lohnenswerten Laden, in dem man hervorragend Essen kann. Und wir werden sehen wann sich unsere Leben "beruhigt" haben" , grinste sie. Ruhe erwartete sie eigentlich nicht in nächster Zeit. Eher richtig viel Chaos und Stress. Sie würden es schon sehen.

"Und Du machst noch ein bisschen Urlaub? Nun, dann erhol’ Dich mal so gut es geht, und hab’ noch viel Spaß. Wir sehen uns ja vielleicht schon bald wieder. Auf Coruscant scheint man sich ja ständig über den Weg zu laufen." Jedem, der auch nur annähernd etwas über diesen Planeten wusste, war klar, was für einen Blödsinn sie damit erzählte. Aber gerade deshalb hatte sie es gesagt.

"Mach’s gut Tom. Ich mache mich dann mal auf die Socken. Bis dann!"

Sie gaben sich die Hand und die Blondine schnappte sich ihren Helm. Mit einem abschließenden Lächeln drehte sie sich um und verließ den Naboo – Laden. Die Zeit mit Tom war angenehm. Es war wirklich entspannend sich einmal mit einem Mann irgendwo hinzusetzen ohne gleich angebaggert zu werden. Hätte er ihr nicht erzählt was seine Familie so für Vorstellungen hatte, bezüglich seiner Möglichkeiten bei der Damenwelt, wäre sie fast ein wenig schockiert gewesen. Ein Mann der sie nicht attraktiv fand. War so etwas möglich? Die Widerständlerin lachte innerlich auf bei soviel Eitelkeit und stülpte sich ihren Helm über. Allem Anschein nach, würde ihr Leben ab dem jetzigen Zeitpunkt sehr interessant und spannend werden. Mit gespannter Erwartung der nahen Zukunft schwang sie sich auf ihren Roller und düste in Richtung ihres Wohnsitzes los.

¦¦ Coruscant ~ mittlere Ebenen ~ Straße ¦¦ Shana
 
~ Coruscant ~ Honey House ~ Sozialraum ~ Adrian Chesara, Miley und Steven; viele Jedi & ne ganze Menge anderes Volk im Haus ~​


Aha Nereus Kratas war also nicht nur ein hohes Tier in der Imperialen Flotte, er machte wie Chesara meinte wohl die gesamte Flotte aus. Der Verlust des Ranghöchsten Admirals der Flotte war für das Imperium wohl ein herber Verlust, obwohl Chesara darüber nicht so erfreut schien, Kratas hatte wohl immer bedacht und vielleicht noch menschlich gehandelt.
Der Padawan wusste nicht wie gut das Imperium durchorganisiert war. Die Bürokratie war zwar ein festes Standbein des Imperiums, aber einen Nachfolger für einen ranghöchsten Admiral findet man nicht so leicht, vielleicht gibt es sogar einige Unruhen im inneren der Flotte, eins war jedenfalls klar, Nereus' Tod wird einige wellen schlagen.

"Jedenfalls ist es ein kleiner Rückschlag für das Imperium."

murmelte Steven noch so das man es verstehen konnte. Aber gut genug vom Imperium und seiner Tyrannei gesprochen, jetzt wird trainiert und zwar ordentlich und so das es ansträngt.
Chesara legte einen Würfel und fünf Becher auf den Tisch, der gegenüber der beiden sich vorbereitenden Lichtschwertkämpfern stand.

Nachdem seine Meisterin ihm die Übung erklärt hatte und Steven den Würfel zurück in die Hände der Rätin gab konzentrierte er sich, schloß die Augen und ließ seinen Geist in der Macht fallen.

"Ok los gehts."

sagte der Jedischüler voller Elan und fühlte nun wie seine Meisterin ihre Hände bewegte und die Becher auf den Tisch zu mischen schien.
Er fühlte noch die Punkte, an denen der Würfel in seine Hand gedrückt hatte als seine Meisterin ihm bemerkbar machte das sie fertig ist.

Schnell konnte der Padawan die Becher durch die Macht sehen, er machte wirklich langsam Fortschritte mit seinen Machtsinnen. Er sah oder besser gesagt fühlte wie die 5 Becher in nebeneinander auf dem Tisch aufgereiht waren. Er fühlte die starke Aura der Rätin vor sich und auch die Anwesenheit der anderen beiden Jedi die nun schon angefangen haben mit dem Kämpfen erkannte der Padawan durch die Macht.
Dann ging seine Konzentration wieder auf die 5 kleinen Becher über, 5 Becher 1 Würfel, der Padawan konnte versuchen zu tricksen um den Würfel so zu finden. Aber das würde Chesara entweder merken oder das Glück wäre Steven mal wieder nicht hold.

Also versuchte der Padawan den Würfel tatsächlich zu erfühlen, es war fast so als ob er durch die Becher durchschauen konnte, sie waren alle von der Macht durchflossen, er tastete jeden einzelnen Becher mit der Macht ab, aber beim vierten stoppte der Padawan, an ihm war irgendwas anders. Die Macht an diesem Becher schien etwas stärker zu sein, es musste also der Becher mit dem Würfel sein. Der Junge öffnete die Augen.

"Ich liebe Hütchenspiele."

lächelte Steven und zeigte auf den vierten Becher.


~ Coruscant ~ Honey House ~ Sozialraum ~ Adrian Chesara, Miley und Steven; viele Jedi & ne ganze Menge anderes Volk im Haus ~​
 
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