Coruscant

Coruscant - untere Ebenen - Straßen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Sie konnte ihm ansehen wie schockiert er war. Sie spürte wie sehr er ins wanken geriet. Er wollte etwas sagen, konnte es aber nicht. Sie hatte ihn erschüttert, bis ins tiefste erschüttert, dies war ihr nun klar. Er hatte geglaubt dass sie stark war, dass sie nachdem sie sich von den Jedi gelöst hatte um zu fliegen, im griff hatte. Er hatte geglaubt dass sie so einem Wunsch gefolgt war und in Verbindung damit endlich alles hinter sich gelassen hatte. Aber er irrte. Dem war nicht so. Anstatt frei zu sein hatte sie sich selbst Ketten auferlegt. Anstatt damit fertig zu werden hatte sie es in sich hinein gefressen und niemanden wirklich an sich heran gelassen. Wo man ihr vielleicht hatte helfen wollen hatte sie abgeblockt. Sie war egoistisch gewesen. Sie hatte nur sich gesehen und die damit verbunden Qualen. Alles andere hatte keine Rolle mehr gespielt. Dadurch dass sie gefangen gewesen war, gefangen in sich selbst hatte alles an Sinn verloren. Gleich wer versucht hätte ihr etwas anders klar zu machen sie hätte es nicht gesehen, es nicht sehen wollen. Es war so viel einfacher vor etwas davon zu laufen als sich dem zu stellen. Es war einfacher zu glauben dass sich alles gegen einen gewendet und gegen einen verschworen hatte. Doch war es diese Flucht die nichts brachte, die nichts half, denn gleich wohin man lief, wohin man ging, die Probleme folgten einem. Wie naiv konnte man nur sein zu glauben, dass fortlaufen etwas bringen würde? Wie naiv musste man sein? Sie war naiv, ja sie war es. Ihr glaube daran dass sich alles klären würde, wenn sie gewisse Dinge einfach hinter sich ließ war eine Lüge gewesen. In Selbstmitleid zu zerfließen brachte nichts. Wenn Tom sie in diesem Moment angeschrien hätte, so hätte er dies berechtigt getan. Er wollte es. Sie spürte dies deutlich und ebenso spürte sie sehr deutlich, dass sein Zorn wieder verflog. Sie war so dumm, so dumm gewesen. Sie hatte gedacht, dass wenn sie alles hinter sich ließ, dass sich dann etwas verändern würde. Doch dies war nicht der richtige Weg. Sie musste sich stellen ob sie es wollte oder nicht. Nur so würde sie ihren Frieden finden.

Tom bekam langsam die Kontrolle über sein Gesicht zurück. Er versuchte ein aufmunterndes Lächeln, auch wenn seine Augen dies nicht schafften. Die Trauer darin und der Schmerz waren deutlich zu sehen. Ebenso eine gewisse Bitterkeit. Sie und er waren sich ähnlich. In einigen Punkten sogar sehr. Obwohl sie sich nicht so lange kannten, wussten sie dennoch eine Menge voneinander. Ihr Gespräch damals, ihre Aussprache hatte ihnen beiden geholfen und Mara mochte Tom sehr. Wieder streichelte er ihr über das Haar. Über seine Worte musste er einen Moment nachdenken. Was machte sie hier? Was tat sie auf Couruscant und weshalb war sie hier her gekommen? Fragen die sie nicht beantworten konnte. Zumindest nicht sofort.


„Bis vor wenigen Minuten wusste ich es nicht und jetzt, vielleicht weil ich hoffte hier jemanden zu finden der mir helfen kann. Der mich ein Stück weit versteht und mir klar macht was für ein Idiot ich bin. Erkennen zu müssen, dass man davon läuft und dies keinen Sinn macht, weil die Probleme einem folgen werden gleich wo man ist, ist ein harter Brocken. Als das Leben vor mir vorüber zog erkannte ich, dass ich etwas tun muss. Meine Zukunft ist bei den Jedi Tom, auch wenn ich unter ihnen ehe jemand bin der am Rand steht, der nicht gänzlich dazu gehört. Ich muss vieles noch lernen und ich muss mich meiner Angst stellen. Ich muss begreifen dass meine Fähigkeiten, auch wenn ich sie als Hölle empfinde etwas zu bedeuten haben.

In Selbstmitleid zu zerfließen wird mich nicht weiter bringe. Du hättest allen Grund mich an zu schreien, denn ich habe es verdient.“


Sie schwieg und sah ihn an. Seine Stimme hatte gezittert. Nun entschuldigte er sich bei ihr dafür, dass er sie nicht beschützt hatte. Es hatte einen Moment gegeben wo sie ihm dies am liebsten vorgehalten hätte. Wo sie wütend auf ihn diesbezüglich gewesen war, aber nun musste sie erkennen dass sie selbst verantwortlich für ihr Leben war.

„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen Tom, dazu gibt es keine Anlass. Du hast mich beschützt so gut es ging und insoweit wie ich es zugelassen habe. Du bist nicht zu spät gekommen. Ich lebe noch. Ja vielleicht hätte ich dich vor Monaten gebraucht, aber wenn du da gewesen wärst, hättest du mir dann helfen können? Hätte ich dich helfen lassen? Vielleicht hat es so geschehen müssen, damit ich endlich erkennen konnte, dass ich es bin der sich etwas einredet.“

Sie sah ihn an und fühlte seinen Schmerz. Sie waren zwei Personen mit einem ähnlichen Schicksal. Mara legte ihre Hand an seine Wange.

„Danke dafür das du da bist und dafür, dass du mir auch wenn es dir vielleicht nicht so erscheint, mir gezeigt hast, dass das was ich tue falsch ist.“

Sie mochte ihn. Sie mochte ihn wirklich und deshalb küsste sie ihn auf die Wange. Auch wenn sie noch immer nicht wirklich in ein Krankenhaus wollte, so würde sie mit ihm gehen.

„Du hast Recht, bring mich in ein Krankenhaus, aber bleib bei mir und Tom, bitte sag Vorin nichts davon. Ich weiß nicht wo er ist, aber ich möchte nicht dass er sich Sorgen macht. Er soll frei sein.“

Mehr sagte sie dazu nicht. Sie konnte es auch nicht.

Coruscant - untere Ebenen - Straßen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)
 
(Miley Venice)

- Coruscant - Untere Ebenen - Honey House - Mit Adrian -

Sie war ganz schön aus der Puste, als Adrian geschlagen am Boden lag, deaktivierte ihr Schwert, warf es bei Seite und stemmte erschöpft die Hände in die Seiten. Mit zwei Schwertern hatte sie ihm mehr entgegen zu setzen gehabt als mit einem, aber trotzdem war er noch immer ein harter Brocken gewesen. Sie musste sich definitiv noch mehr verbessern, wenn sie schon Probleme hatte gegen einen Padawan zu gewinnen. Die Twi'lek grinste.

"Du bist ein verdammt guter Kämpfer."

Sagte sie ehrlich.

"Und ich kann mir noch einiges von dir abgucken."

Sie grinste, streckte den rechten Arm zur Seite, öffnete die Hand und ließ eine Wasserflasche, die zuvor auf einem der Tische gestanden hatte, in ihre Hand fliegen. Gierig trank sie die Flasche komplett leer.

"Also, war nett mit dir gekämpft zu haben, aber jetzt brauch ich erstmal eine Dusche. Du hast mich ganz schön geschafft. Eis gibts dann beim nächsten Mal."

Sie packte ihre Sachen, zwinkerte ihm zu und schlenderte aus dem Raum hinaus. Ob Ketaki schon von seinem Ausflug in die oberen Ebenen zurück war? Sie würde es heraus finden, wenn sie auf ihr gemeinsames Zimmer kam. Vielleicht wartete er ja schon auf sie. Wünschenswert wäre es... sie könnten sich prima eine heiße Dusche teilen.

- Coruscant - Untere Ebenen - Honey House - Mit Adrian -
 
Coruscant - untere Ebenen - Straßen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Toms Mine hellte sich etwas auf. Sie hatte Hilfe gesucht, zumindest glaubte sie das. Wenn er das richtig deutete, dann bedeutete es, dass sie nicht verloren war. Ihr Selbstmordversuch war also wirklich nur ein Versuch gewesen. Das war es zumindest, was er sich einredete. Wenn er nicht gekommen wäre, und er war sowieso schon in letzter Minute erschienen, wäre sie wohl gestorben. Das er kommen würde, war für niemanden vorher abzusehen gewesen. Sie war bereit gewesen zu sterben. Doch Tom wollte das nicht sehen. Er durfte es nicht sehen. Das dieses mutige Mädchen, welches ihm auf der Smee als einzige Paroli geboten hatte jetzt so hoffnungslos und verloren war, das sie bereit war, ihr Leben zu beenden. Das der Mensch, welcher für ihn der Hauptgrund für seine erfolgreiche Abkehr vom Alkohol war, selbst nicht die Stärke zeigte am Leben festzuhalten, wenn auch nur für einen Augenblick, das wollte und durfte er nicht glauben. Also sah er sie nur verständnisvoll an. Er wusste wovon sie sprach. Die Zukunft sehen zu können, selbst wenn man wusste, dass sie immer in Bewegung war, war schwer zu ertragen. Besonders wenn sich die Visionen die man hatte auch noch erfüllten. Er hatte was das anging bis jetzt Glück gehabt. Sie, wie er wusste, weniger. Es lag an ihm ihr von seinen Beiden angewendeten Visionen zu erzählen und ihr neue Hoffnung zu geben. Doch nicht jetzt. Später wäre noch jede Menge Zeit dafür. Er hatte Tomm schon tagelang warten lassen, ohne sich bei seinem Meister zu melden. Tomm würde Tage, Wochen und vielleicht sogar Monate lang auf in warten. Dann würde er sicherlich irgendwann versuche ihn zu kontaktieren. Bereits jetzt hatte Tom eine mehr als gute Erklärung für seinen Meister bereit.

„Dann sind wir schon zwei, die nie so ganz dazugehören werden.“

Ihren sanften Kuss auf seine Wange nahm er genau so wahr, wie er gemeint war. Auch wenn ihn keine Verwandtschaft außer der natürlichen genetischen Ähnlichkeiten ihrer Spezies mit Mara verband, so war sie doch so etwas wie seine Schwester. Es waren die Erfahrungen, die sie beide gemacht hatten, welche sie verbanden. Geschwister in der Macht und im Schicksal. Beide von Visionen geplagt. Sie mehr als er.

„Reden können wir nachher. Mach die Augen zu und versuch dich auszuruhen bis wir beim Krankenhaus sind.“

In seiner Stimme schwang etwas mit, das keinen Widerspruch duldete. Es war die sanfte aber unbezwingbare Gewalt von Vätern oder großen Brüdern welche sich sorgten, die in seiner Stimme mitschwang.
Langsam stand er auf. Die Türen des Speeders schlossen sich auf Knopfdruck. Ohne das Mara es sehen konnte, sperrte Tom die hinteren Türkontrollen. Danach versuchte er ihr nichtmehr in die Augen zu sehen. Nur aus dem Cockpit heraus könnte man die Türen des Speeders jetzt noch öffnen. Es war eine unterbewusste Vorsichtsmaßnahme. Wie Stabil Mara wirklich war, konnte er nicht sagen.
Durch das Passagierabteil ging er zum Cockpit und legte dort alles was er an Waffen trug ab. Auch den Dolch, mit dem Mara versucht hatte sich umzubringen, zog er aus seinem Stiefel und legte ihn neben sich auf den Copilotenstuhl. Sich etwas nackt fühlend setzte er sich in den Pilotenstuhl und startete die Maschinen. Kein Vibrieren oder Ruckeln zeugte davon, dass der Speeder gestartet hatte. Nur die Anzeigen machten deutlich, dass das Gefährt startbereit war. Sanft hob der Speeder sich vom künstlichen Untergrund der Coruscanter Städtelandschaft. Es würde dauern, bis sie beim Krankenhaus waren. Vorher hatte Tom noch etliche Comgespräche zu führen. Er hatte nicht vor sie in das nächstbeste Krankenhaus zu fliegen. Wie in jeder Wohlhabenden Familie, hatten die Kents eine Klinik ihres Vertrauens. Er war lange nicht mehr dort gewesen. Während man sich dort um Mara kümmerte, könnte er sich auch einmal gründlich durchchecken lassen. Seine Rippen sollte sich vielleicht einmal ein Fachmann ansehen. Auch eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung würde ihm sicherlich nicht schaden.
Während der Autopilot sie langsam in die oberen Ebenen brachte, zum Licht des Tages, öffnete Tom auf dem Schirm im Frontfenster des Speeders ein Comfenster.
Wenig Später erschien dort ein bekanntes Gesicht. Eine Frau im besten Alter die sich seit Toms Kindheit nicht verändert hatte. Ein alteingesessener Teil der Praxis und wie der Großteil der Angestellten ein Human Replica Droide. Dort würde man Mara keine unangemessenen Fragen stellen. Als Ansprechpartner würde allein er fungieren. Mara Bräuchte Ruhe und die würde sie bekommen. Ruhe und eine Rekonstruktion ihres Unterarmes. Sie sollte sich nicht in Zukunft verstecken müssen, wegen diesem Fehler. Er würde ihr ersparen von anderen bemitleidet zu werden.


Coruscant - untere Ebenen - Straßen - auf dem Weg zu einem Krankenhaus in den Oberen Ebenen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)
 
§~ Coruscant ~ Obere Ebenen ~ Akemis und Nathaniels Appartment ~ auf der Tanzfläche ~ mit Akemi ~§

Akemi ging gut ab. Sie und Nex tanzten ein bisschen und auch wenn Nex nicht der geborene Tänzer war, so stellte er sich doch nicht schlecht an und hatte selten mehr Spaß gehabt. In diesen Momenten fühlte er sich unglaublich gut ... ja geradezu glücklich. Immerwieder war er froh, wenn er Akemi beim tanzen berühren konnte, wenn er sie drehte oder im Tanzschritt bei den Hüften fasste. Tanzen war wirklich genau das Richtige. Und was vielleicht das Beste daran war ... Akemi schien ihrereseits ebenfalls unglaublichen Spaß dabei zu haben. Ha, sie brauchte diesen Richard also wirklich nicht, ganz wie es Nex sich gedacht hatte.

Abgesehen von ein paar Störereien durch Nathaniel verbrachte Akemi die meiste Zeit nur mit Nex, gerade so als laufe nicht ihr Freund auch irgendwo auf dieser Party rum. Nach einiger Zeit fiel der Jungschauspielerin dann aber doch etwas unangenehm auf und sie erinnerte Nexus erneut daran, dass Nat ja auch noch unterwegs war, hatte sie sich doch zuvor abgeseilt, als Akemi tanzen wollte. Nex war zwar der Ansicht, dass Nat schon wusste was sie tat und wollte, aber er wollte Akemi gerne den gefallen tun.


"Ja, du hast recht. Ich werd sie mal suchen gehen, okay?"

rief er ihr durch die laute Musik hin zu und machte sich auf den Weg. Er kannte sich in dem Appartment zwar überhaupt nicht aus, aber so groß konnte es doch nicht sein, oder?

Nach 10 Minuten gab er auf. Das Appartment war größer als gedacht, doch hatte er auch nicht in jede verdammte Ecke gucken wollen. Nat war schon ein großes Mädchen und kam zurecht. Wo er aber schonmal unterwegs war, wollte er gleich die Gegelegenheit nutzen und das WC aufsuchen.

Wie bei Hauspartys üblich war eine kleine Schlange vor der einzigen Toilette und ungeduldig musste Nex sich in diese einreihen. Nach weiteren 10 Minuten war er endlich an der Reihe und huschte hinein. Zum Glück hatte er alles nötige dabei. Sein Cocktail Glas hatte er wie jeder Partygast natürlich immer am Mann und somit auch im Bad dabei. Er stellte es auf den Badschrank und griff in die Hosentasche, um ein kleines eingewickeltes Packet hervorzuholen, dass sich ausgepackt als weißer Stein in der Größe eines Eiswürfels entpuppte. Mit der Rückseite seine Schlüsselbundes kratzte Nex ein paar Schichten von dem weißen Würfel, bis es seiner Meinung nach genug feiner Sand war und schüttete die Kristalle von dem Papppapier in sein Whiskeyglas. Nex schnupperte erst genußvoll an dem Glas und trank es dann in einem Zug aus.

Mit einem lauten Knattern entriegelte er die Tür und kam heraus, wo ihn schon der nächste Gast mit ungeduldigen Blick entgegen- und an ihm vorbeisprang
.

"Sag mal, was hat denn da drinnen solange gedauert Junge? Hast du gekackt oder gekokst?"

fragte ihn ein ziemlich angetrunkener Geselle in der Reihe und begann laut zu lachen. Als Nex an ihm vorbeiging, stieß er den Unbekannten dabei grob mit der Schulter weg, sodass dieser beinah fiel.

"Hey, du Arsch! Kein Grund handgreiflich zu werden!"

"Hups."


entgegnete Nex ohne zurückzublicken und machte sich anschließend gleich wieder auf die Suche nach Akemi. Er fand sie unweit von dem Ort, wo er sie verlassen hatte. Sein Glas hatte er inzwischen nachgefüllt.

"Hey, da bin ich wieder. Nat gehts gut, ich habe sie da drüber mit irgendeinem Typen sich angeregt unterhalten sehen. Sie scheint sich gut zu amüsieren!"

meinte er gut gelaunt und tanzte schon wieder leichten Schrittes.

"Was machen wir jetzt? Weitertanzen?"

§~ Coruscant ~ Obere Ebenen ~ Akemis und Nathaniels Appartment ~ auf der Tanzfläche ~ mit Akemi ~§
 
- Coruscant - Künstlerviertel - in der Nähe des Imperialen Kunstmuseums - Wohnhaus - Wohnung 2014 im 20. Stock - Darren Liard mit Alleah und seinem Sohn -

Darren war gerade wieder von der Arbeit zurückgekommen. Sein Sohn schlief und seine Frau malte. Es war gut, dass sich Alleah wieder mit ihrem Hobby beschäftigte. Er hoffte, dass sie ihr Studium irgendwann beginnen und die Kunst zu ihrem Beruf machen konnte. Jetzt musste sie nur noch ein wenig mehr unter die Leute gehen und Freundschaften schließen. Doch sie war einfach zu schüchtern und saß lieber zuhause mit ihrem Kind.

Der junge Mann hatte gehört, dass die Celchus wieder auf Courscant wohnten und in einem Hotel in CoCo-Town abgestiegen waren. Er fragte sich, wann Shawn ihn wohl besuchen kam. Doch vermutlich mussten sie sich erstmal auf Coruscant eingewöhnen, da sie ja erst in Urlaub gewesen waren. Vielleicht suchten sie ja Schulen und Kindergärten für die Kinder. Den Shawns Sohn war noch nicht so alt, wie Ariana kurz erwähnt hatte.

Es klingelte an der Haustüre. Darren ging zur Tür. Er fragte sich, wer da kam. Normalerweise bekam er so gut wie kaum Besuch. Er hatte sich auch nichts zu Schulden kommen lassen, was das Imperium gegen ihn aufgebracht hätte. Alleah sowieso nicht, da sie die meiste Zeit daheim war.

Darren öffnete die Tür und vor ihm standen Shawn und Liv. Er erinnerte sich sofort an die junge Frau, die mit Ariana auf der Vernissage gewesen war. Sprachlos taumelte der junge Mann gegen den Türrahmen, schüttelte ungläubig den Kopf, schloss die Augen und öffnete sie wieder. Das Paar stand immer noch vor ihm, er hatte sich die beiden also nicht eingebildet. Er war so verblüfft, dass er sich an der Tür festhalten musste, um nicht zu stürzen. Langsam erholte er sich wieder und bat die beiden herein:

"Kommt rein, ihr zwei! Willkommen in meiner bescheidenen Wohnung!" Er machte eine einladende Geste und trat beiseite. Dann wandte sich in die Wohnung und rief nach seiner Frau: "Liebling, komm schnell wir haben Besuch. Mein Freund Shawn Celchu ist mit seiner Frau Liv da."

"Ich komme, Schatz! Alleah erhob sich und ging ebenfalls zur Türe. Sie begrüßte die beiden Gäste: "Hallo! Ich bin Alleah, Darrens Frau. Tut mir leid, dass meine Finger so schmutzig sind, ich haber gerade gemalt."

"Macht doch nichts." Liv lächelte und reichte der jungen Frau die Hand. "Bist du Künstlerin?"

"Noch nicht ganz. Ich möchte erst noch studieren.", erklärte Alleah und errötete leicht.

"Ein nettes Mädchen hast du da, alter Knabe!", Shawn grinste. "Sie ist jünger als die Frauen mit denen du dich sonst immer umgeben hast."

"Ja, sie ist 19. Jetzt kommt, gehen wir ins Wohnzimmer. Der Kleine schläft noch."

"Schade, ich hätte ihn gerne gesehen.", meinte Liv enttäuscht.

Sie gingen zusammen ins Wohnzimmer. Alleah verschwand in die Küche, um den Gästen Kaf zu kochen und ein wenig Kuchen herzurichten. Wie gut, dass sie vor ein paar Stunden erst auf die Idee gekommen war, einen Kuchen zu backen. Sie holte den Kuchen und betrachtete ihn stolz. Auch ihre Kuchen und Torten waren kleine Kunstwerke und schmeckten ganz hervorragend.

Als alles fertig war, ging sie hinüber zu den anderen und servierte Kaf und Kuchen. Shawn und Liv waren vom Kuchen ganz begeistert. Ihnen gefiel, wie er aussah und sie ließen ihn sich schmecken.

"Himmel, ist der lecker!" seufzte Shawn. "Alleah du bist für den nächsten Geburtstag als Kuchenbäckerin gebucht."

Nachdem sie aufgegessen hatten, ließ Liv sich von Alleah ein paar Bilder zeigen und die Männer blieben im Wohnzimmer, um sich zu unterhalten.



- Coruscant - Künstlerviertel - in der Nähe des Imperialen Kunstmuseums - Wohnhaus - Wohnung 2014 im 20. Stock - Darren Liard mit Alleah und seinem Sohn sowie Shawn und Liv Celchu -
 
Coruscant - untere Ebenen - Straßen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Seine Mine hellte sich ein wenig auf wodurch seine Züge weicher wurden. Es war schon seltsam zu erleben dass er und Mara sich so gut verstanden. Dabei hatte sie ihm damals auf der Schmee, nachdem sie sein Alkohol Problem entdeckt hatte, mit vielen Worten überhäuft. Gut möglich dass sie bisher die einzige gewesen war die ihm so sehr Paroli gegeben hatte. Anfangs hatte sie sich Sorgen gemacht, dass er damit nicht zurechtkommen würde, sie vielleicht sogar von seinem Schiff werden würde. Doch von alle dem war nichts geschehen. Im Gegenteil, er hatte ihr sogar zugehört und irgendwie hatte sie es geschafft zu ihm durch zu dringen. Ob es ihr Verdienst war, dass er es letztlich geschaffte hatte von dem Alkohol fort zu kommen wusste sie nicht, aber sie hatte wenigstens ein wenig dazu beigetragen. Wo er damals Hoffnungslos und verloren schien, Hilfe benötigt hatte, so hatte sich dies wohl nun geändert. Denn nun war sie es, die sich an diesem Ort befand und Tom war es, der ihr half. So verrückt konnte das Universum sein.

Die Stärke, die damals in ihr gewohnt hatte, war nun verschwunden. Vielleicht war sie auch noch tief in ihrem inneren verborgen. Dies musste sie herausfinden. Doch wenigstens konnte sie sich nun sicher sein, dass sie in Tom jemanden hatte, der sie nicht allein ließ. Der sich um sich kümmern würde so wie sie es damals auf der Schmee mit ihm getan hatte. Sie sollte sich wirklich vor Aufgen führen, dass es sich lohnte zu kämpfen. Allein schon um für seine Freunde da zu sein und sie wollte für Tom da sein wenn er Hilfe brauchte. Sie mochte ihn, hatte ihn schon bei ihrer ersten Begegnung gemocht auch wenn er eher unfreundlich mit ihr umgegangen war, zumindest anfangs. Dies hatte sich geändert und jetzt waren sie Freunde. Die Ereignisse hatten sie zusammengeführt und zusammengeschweißt. Merkwürdig war nur, dass nicht aus ihnen etwas geworden war. Wobei dies wohl daran lag, dass Tom niemanden wirklich an sich heran gelassen hatte und Mara selbst mit ganz anderen Dingen beschäftigt gewesen war. Somit war aus ihnen nichts weiter als Freunden geworden und auch dafür war Mara nun sehr dankbar. Denn sie beide waren sich durchaus ähnlich. Nicht nur von ihrem Wesen her und dem was sie erlebt hatten, sie besaßen ähnliche Fähigkeiten auch wenn Tom's Fähigkeiten nicht so extrem ausgeprägt waren wie die von Mara. Aber sie existierten, waren vorhanden und man konnte sie nicht leugnen. Zwischen den beiden herrschte eine gewisse Verbindung durch die Macht.

Tom erklärte dass sie damit schon zwei waren,, die nie so ganz dazugehören würden. Ein Aspekt der Mara trotz allem nicht überraschte. Tom war nicht wie die anderen. Durch dass was er erlebt hatte war er vorsichtig geworden und somit eher zu einem gewissen Außenseiter geworden. Bei ihr war es das Gleiche. Sie war Außenseiterin und dies schon von Anfang an. Woran dies lag wusste sie nicht so ganz. Sie konnte spekulieren. Aber vielleicht lag es hauptsächlich daran, dass sie so anders war als der Rest. Vielleicht weil sie einst zu den Sith gehört hatte, auch wenn dies nur sehr wenig wussten. Was auch immer der Grund sein mochte, sie hatte sich mittlerweile daran gewöhnt. Dies hieß aber noch lange nicht, dass sie damit auch völlig klar kam. Ihr Kuss ging vorüber und Tom's Reaktion darauf war keine riesige. Dies hatte sie auch nicht erwartet. Was werden würde, würde man sehen. Sicher war, dass es eine Verbindung zwischen ihnen gab und dass diese Verbindung eine Bedeutung haben musste. Ein Schicksal in der Macht, welches sich noch herauskristallisieren musste.

Tom war der Ansicht dass sie nachher noch reden könnten. Jetzt sollte sie die Augen schließen und sich etwas ausruhen bis sie das Krankenhaus erreicht hätten. Mara nickte und tat wie man ihr geheißen hatte. Sie schloss die Augen und ließ Tom fahren. Die Ruhe ließ sie ein wenig nach unten kommen. Ihr Körper entspannte sich und sie fühlte die Schwäche darin umso mehr. Hätte er sie nicht gefunden wäre sie wohl gestorben und damit hätte sie alles hinter sich gelassen. Welche Reaktionen sie damit bei den anderen hervorgerufen hätte ihr dann gleich sein können. Nun wo sie allerdings überlebt hatte durfte niemand davon erfahren. Sie wollte gar nicht wissen was geschehen würde, wenn jemand davon Wind bekam. Am ende wurde sie doch noch eingewiesen und genau dies wollte sie nicht. Ja sie hatte einen Fehler begangen, einen törichten dummen Fehler und sie konnte ihn nicht rückgängig machen, doch dies bedeutete noch nicht dass sie völlig irre war. Tom hatte ihr ein Stück weit die Leviten gelesen, auch wenn er dies auf liebevolle, nicht anklagende Weise getan hatte. Sie hatte es verstanden und sie war sich bewusst geworden, dass es keine Lösung war mit seinem Leben zu brechen. Dies wäre ohne jeglichen Sinn und Ehre. Es wäre der einfachste und unkomplizierteste Weg gewesen ja, aber er wäre Feige gewesen. Nur Feiglinge rannten davon und sie war kein Feigling. Zumindest war sie nun keiner mehr. Vielleicht konnte sie ihre eigenen Probleme vergessen, wenn sie anderen half, so wie sie Tom damals geholfen hatte. Möglich dass genau dies der Zweck ihres Lebens war. Sie wollte dies herausfinden und würde es herausfinden.


Coruscant - untere Ebenen - Straßen - auf dem Weg zu einem Krankenhaus in den Oberen Ebenen - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)
 
Coruscant - obere Ebenen - Straßen - auf dem Weg zu einem Krankenhaus - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Über ihnen schien die schwache Sonne Coruscants. Coruscant Prime war ein schwach blauweiß leuchtender Stern. Nur dank der großen Orbitalspiegel war Coruscant überhaupt bewohnbar. Dennoch war das Licht des Sterns das einzige, das ihm dieses heimelige Gefühl geben konnte, wie es eben nur die Sonne der eigenen Heimat vermochte. Sie flogen der sich langsam dem Horizont nähernden Sonne entgegen. Es war ein bisschen wie ein Zeichen. Aus der Dunkelheit der unteren Ebenen hatte er Mara gerettet und flog sie jetzt dem Licht entgegen. Doch die Frage war hier, ob das Licht stark genug war. Würde das Licht ausreichen, wenn er als Orbitalspiegel diente? Oder müssten sie einen anderen Stern finden? Vielleicht war ein Urlaub gar nicht so schlecht überlegte Tom. Er hatte sich doch sowieso schon welchen genommen. Vielleicht bräuchte auch Mara etwas Ruhe und Frieden abseits all der Zerstörung des Krieges. Wenn Mara das Krankenhaus wieder verlassen könnte, würde er mit ihr darüber sprechen. Doch erst einmal galt es sie dorthin zu bringen.

Das Krankenhaus lag im Senatsdistrikt. Besser gesagt im ehemaligen Senatsdistrikt. Einen Senat gab es auf Coruscant nicht mehr. Sie lag weit oben in einem der höchsten Wolkenkratzer Coruscants. Es war nicht irgendeine Klinik. Sie war privat und konnte mit den medizinischen Einrichtungen der Kallidahin auf Polis Massa zwar nicht konkurrieren, aber sie war unter den wenigen Einrichtungen, die sich in einer Liga mit ihnen befanden. Neben der medizinischen Einrichtung gab es dort auch kleine Parks und Gärten mit Rückzugsmöglichkeiten, welche den Aufenthalt für Patienten so angenehm und erholsam wie möglich machen sollten. Die Architektur des Krankenhauses war typisch Naboo. Man fühlte sich dort mehr wie in einem Hotel. Trotzdem wusste man sich in guten Händen. Auch wenn viele davon nur augenscheinlich menschlich waren.
Die Familie Kent und viele andere wohlhabende Familien waren dort Stammkunden. Vor allem reiche Familien von Naboo gehörten zu ihren Kunden. Seine Mutter hatte Tom und seine beiden Geschwister dort zur Welt gebracht. Tom hatte dort zwar noch nie eine Operation über sich ergehen lassen, aber er hatte früher seine jährlichen Checkups durchführen lassen. Damit würde er jetzt mal wieder anfangen. Doch erst müssten sie Mara einchecken und dafür sorgen, dass man sich so schnell wie möglich um ihren Arm kümmerte.


„Wir sind gleich da Mara. Ich habe schon alles geregelt. Ich hoffe du hast nichts dagegen, sofort operiert zu werden.“

Diskretion war glücklicherweise nichts worum man sich im King Jafan sorgen machen musste. Sie wurde dort groß, unterstrichen und fettgedruckt geschrieben. Das Mara keine ID vorzeigen würde, ließe man unter den Tisch fallen. Seine Bezahlung würde als anonyme Spende deklariert werden und Maras OPs hätten „nie stattgefunden“. Schließlich wusste Tom nicht, ob die Padawan schon auf irgendeiner Fahndungsliste stand.
Schwer zu erkennen wäre die Tatsache das Mara versucht hatte sich umzubringen nicht. Die Belegschaft des Krankenhauses würde glauben, das man einen Skandal verhindern wollte. Also kein Grund skeptisch zu werden.
Tom war ganz zufrieden mit seiner Planung. Es war schließlich gefährlich als Jedi einfach so auf einem imperialen Planeten herumzuturnen. Auch wenn es der eigene Heimatplanet war. Die berühmte Vorsicht, die seine Ausbilder und Lehrer ihm verbal eingeprügelt hatten, saß. Auch wenn Maras Selbstmordversuch ein Schock gewesen war, die positive Entwicklung von Tom zurück zu seinem alten Selbst, hatte sie nicht wirklich zurückwerfen können. Er war wieder auf dem Weg der alte zu werden. Ein Mensch, den keiner bei den Jedi kannte. Nur Mara kannte Teile davon. Vor Tomm und Saahir hatte davon nicht besonders viel durchgeblitzt.

Das Krankenhaus kam näher. Als Tom seinen Speeder auf einer Landeplattform innerhalb des Krankenhausgeländes landete, wartete dort bereits ein Repulsorstuhl für Mara. Man würde sie sofort in den Op bringen, wenn sie nichts dagegen hatte. Besser wäre es auf jeden fall. Das ws Tom über Medizin wusste, war nicht wirklich viel, aber solche Wunden sollte man besser schnell versorgen, dass wusste er.
Tom löste sich von den Kontrollen des Cockpits und begab sich wieder zu Mara. Während sich neben ihm die Tür des Speeders öffnete, kniete er sich wieder zu Mara.


„Wie siehts aus? Sollen wir das hier hinter uns bringen?“

Draußen warteten zwei identisch aussehende HRDs darauf, dass Mara sich in den Repulsorstuhl setzte.

Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)
 
|Coruscant | Untere Ebenen | Honey House | Sinoué Andrasta und ne Menge anderer Personen |

Eine Schar aus Gläsern sammelte sich vor der schmalen Coruscanti welche bereits seid längerem auf ihrem Hocker saß. Mehr schlecht als recht hielt sich Sinoué aufrecht, mit hängenden Schultern, sich mit beiden Armen auf dem Tresen abstützend, sah sie sich mit ihrem glasigen Blick um. Was sie diesem Barmann alles erzählte, konnte sie in ein imperiales Gefängnis bringen, schließlich hetzte sie gern immer mal wieder im zugedröhnten Zustand über die Dinge die sie derzeit berührten. Es war ein eigenartiger Zustand für sie, die sonst emotionslose Coruscanti die sich wünschte sie könnte dasselbe fühlen wie alle anderen. Denn wenn das was sie fühlte die Emotionen waren von denen all jene heißblütigen Gedichte handelten, war sie schwer enttäuscht. Doch niemand konnte sagen ob dieselbe Liebe oder Hass, egal wie sehr man seine Intensität beteuert, vom anderen der gleiches behauptet, ebenso wahrgenommen oder gar stärker empfunden werden würde.
Es waren komplexe Gedanken welche Sinoué plagten, zu komplex für eine filigrane Frau die mehr getrunken hatte als man ihr und ihrer Statur zutrauen würde. Doch selbst in diesem Zustand schaffte sie es sich irgendwie zu artikulieren während sie eine neue Zigarette aus ihrem silbernen Etui fischte und anzündete. Den blauen Dunst blies aus der Nase aus bevor sie einen erneuten tiefen Schluck aus der türkisen gewürzten Flüssigkeit nahm der vor ihr stand.
Der Barkeeper war bisher still gewesen, hatte vielleicht genickt oder ein Brummen von sich gegeben welches Sinoué bisher als zustimmend gewertet hatte. Vielleicht war es auch das Einzige was sie da akzeptierte. Während sie immer weiter sprach putzte und spülte er weitere Gläser, gab ihr einen neuen Drink wenn sie danach verlangte. Sie bemerkte nicht dass der Barkeeper sehr wohl zuhörte und sich seine Gedanken über ihre Worte machte.


“Dass musste dir ‘ma vorstellen, da kommen diese Flitzpiepen zu meinem Galeristen, und sagen meine „entartete“ Kunst müsse fort. Haben die schon mal ins imperiale Kunstmuseum reingeschaut? Da hat selbst der Dreck unter meinen Fingernägeln mehr wert!“

Wenn sie sich erstmal in Rage geredet hatte, schimpfte sie über alles und jeden in der für sie typischen kurz anhaltenden Wurausbrüchen die sie zumindest als etwas was man mit Wut vergleichen konnte wahrnahm. So stellte sie sich zumindest Wut vor. Sie schäumte in einem Moment über, und im nächsten Moment legte es sich zu einer beinahe lethargischen Resignation.

“Allerdings hätt ich das besser nicht dem Offizier dieser Flachpfeifen ins Gesicht sagen sollen... das gab ein fettes Bußgeld und beim nächsten Mal Exekution!“

Etwas übertrieben, doch das Geld welches sie freundlicherweise auf Anraten des Offiziers der „imperialen Kammer für bildende Kunst der neuen Ordnung“ spenden sollte hatte ein tiefes Loch in ihre Finanz gerissen. Es ging ihr dabei nicht einmal darum unbedingt gegen das Imperium zu wettern. Sie ließ sich Kritik nunmal nicht gerne gefallen wenn jemand keine konstruktive Kritik äußerte. Was sie jedoch als konstruktive Kritik annahm war so gering, dass es nur eine Frage der Zeit war bis sie sich, sei es nun das Imperium oder ein einflußreicher Galerist, Unfrieden einhandeln würde.

Aus Fehlern ler... aus Fehler...aus fel..Verdammt!!!

Sie schlug mit der Hand auf den mittlerweile von verschüttetem Alkohol etwas feuchten Tresen auf und vergrub ihr Gesicht daraufhin in ihrer Hand. Dass sie dabei die Augen schloss erwies sich als Fehler denn sogleich begann der Raum um sie herum zu schaukeln und sich zu drehen. Sie öffnete umgehend die Augen und bestellte sich ein normales Wasser welches sie, wie alle anderen Getränke direkt bezahlte anstatt es sich anschreiben und anschließend zu zahlen. Sie behielt gerne den Überblick, schließlich wusste man nie wann ein Wirt im Gegenzug für nichtbezahlte Rechnung die ein oder andere Dienstleistung einforderte mit der er lieber ins Honey House gehen sollte.
Sie nippte an ihrem Wasser und eine Art Knurren entstieg ihrer Kehle. Sie hasste es wenn der Alkohol zu plötzlich zuschlug. Ihre Sicht verschwamm und ihr Blick driftete, obwohl sie sich zwang geradeaus zu sehen, immer wieder nach links ab. Eine widerliche Angewohnheit die ihrem Schwindelgefühl sicherlich keine Abhilfe verschaffte.


"Hey, schöne Frau."

Genau das war jetzt das was sie nicht brauchte, eine plumbe Anmache, doch war sie nicht genau dafür ins Honey House gekommen? Um eine Gelegenheit auf ein wenig Spaß zu finden? Von Anmachen hatte sie heute genug, die des Soldaten aus dem „Maha Kali“ reichre ihr. Sie entschied sich noch einen Moment abzuwarten bis sie reagierte, so bemerkte sie aus dem Augenwinkel dass sich jemand neben sie setzte.

"Sie scheinen alleine zu sein. Soll das so bleiben oder... möchten wir daran etwas ändern?"

Erst jetzt wanderte ihr Blick rüber zu der türkisen Gestalt. Sie musste sich anstrengen klar zu sehen, doch erkannte sie ihn schließlich als Twi’lek. Noch dazu als gar nicht mal so schlecht aussehnden Twi’lek. Diese Rasse war für ihre furchtbar schönen Frauen und furchtbar häßlichen Männer bekannt, da war dieses Exemplar doch eine gelungene Abwechslung. Er erinnerte sie jedoch nicht an For’sar, der hatte etwas animalisches. Etwas dass sie damals anzog. Dieser hier war anders. Sein Lächeln, die leichten Grübchen die sich bei benannten Lächeln abzeichneten. Ja doch, er hatte etwas charmantes an sich.

“Warum nicht, solang dein dritter Lekku genauso flink ist wie die beiden da.“

Dabei gestikulierte sie mit dem Zeigefinger vage in die Richtung seiner Lekku bevor sie schnell den Handteller dazu nutzte ihren Kopf zu stützen der wieder schwerer wurde. Sie war anscheinend ziemlich betrunken, auch wenn sie es sich selber nicht eingestehen wollte. Sie wartete ab, was ihr gegenüber zu dieser mehr als platten Antwort sagen würde...

|Coruscant | Untere Ebenen | Honey House | Sinoué Andrasta, Ketaki Yun und ne Menge anderer Personen |
 
Coruscant - Untere Ebene | ein Arbeiterviertel | Wohnblock | Apartment „D-4567“ | Noomi, Trayla im nebenraum Crado

„Ja, wir haben über dich gesprochen. Ich kenne mich leider bloß in den Grundzügen mit Visionen und deren Interpretation aus. Aus diesem Grund möchte ich in den nächsten Tagen mit Chesara sprechen. Vielleicht kann sie dir helfen.“

Trayla schaute kurz seufzend auf, sie machte scheinbar mehr Probleme als sie dachte, jedoch schwieg sie dazu da gerade Crados Com gerät piepte. Schweigend wandte sie sich wieder ihren Frühstücksflocken zu und aß die Schüssel leer.

„Noomi, du und ich sollen an einem geheimen Treffen teilnehmen. Dein Vibroschwert ist in dieser Gegend zu auffällig, deshalb möchte ich dir für diese Mission ein eigenes Lichtschwert geben. Wir fahren gleich ins Honey House. Dort werde ich dich kurz in die Handhabung dieser traditionellen Waffe einweisen, bevor wir uns mit Chesara treffen. Okay?“


Trayla schaute mit großen Augen drein, Geheimtreffen, ein eigenes Lichtschwert, soviel auf einmal. Bis Trayla sich dann nochmal gewahr wurde was er sagte, er sprach nur von Noomi und Crado, sie war außen vor. Ein kleines Seufzen entkam ihr, da würde sie dann wohl hier bleiben müssen. Sie ließ kurz den Kopf hängen.

Noomi bekam das Lichtschwert und Trayla machte noch größere Augen, das war wohl nicht nur für Noomi aufregend, Trayla war mindestens genau so aufgeregt. Kurze Zeit später standen sie auch schon auf der Straße. Trayla durfte doch mitkommen was ihr sehr viel Freude bereitete.

Sie stiegen wieder zu Ral in den Speeder, sie setzte sich neben Noomi und schaute ihr über die Schulter, betrachtete die Abfolgen genauestens, warum sollte sie das auch nicht interessieren. Sie ging den beiden einfach hinterher als sie das Honey House erreichten, als sie in den Raum zu Chesara kam, verbeugte sich Trayla kurz und höflich ehe sie zu Steven ging. Sie stellte sich links hinter ihn, an ihm vorbei sah sie zu Vorin, ihn kannte sie nicht.

Nur kurz bekamen die anderen ihre Aufmerksamkeit ehe sie zu Steven aufsah, sie fühlte sich in seiner Nähe irgendwie geborgen, sie lächelte ihn sanft an und beugte sich etwas vor.

„Du siehst mich eher wieder als du dachtest hm?“

Flüsterte sie leise da sie das Gespräch der anderen nicht unterbrechen wollte. Es war irgendwie schön wieder hier zu sein. Nicht nur wegen ihm sondern auch wegen den anderen Jedi und der Umgebung, hier war es schöner als in dem Apartment im anderen Viertel.

Coruscant - Untere Ebene | Honey House | Aufenthaltsraum | Steven, Chesara, Vorin, Noomi, Trayla und Crado
 
Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Die Fahrt über blieb die junge Padawan ruhig und hielt ihre meerblauen Augen weitgehendst geschlossen. Tom hatte gesagt sie solle sich ausruhen und diesmal folgte sie diese Anweisung auch. Zwar war dies etwas völlig untypisches für sie, aber in ihrem Zustand hätte sie sich ja nur sehr schlecht dagegen währen können. Zum anderen allerdings hatte Tom Recht. Sich etwas zu schönen würde immerhin auch dabei helfen wieder fitter zu werden und dies wollte Mara unbedingt. Jetzt wo ihr klar geworden war wie dumm sie gewesen war wollte sie etwas tun um daran zu arbeiten. Allerdings würde sie dies auf später vertragen müssen. Also blieb ihr nur eine Möglichkeit und zwar hier sitzen zu bleiben, ruhig, still und nachzudenken. Etwas, was sie schon längst hätte tun sollen, wenn auch nicht auf die Art und Weise, wie sie es in letzter Zeit getan hatte. Bisher hatte sie nur negativ gedacht und genau dies hatte sie zu dem Punkt geführt, an dem sie sich jetzt befand. Irgendwie schämte sie sich dafür. Dieses ganze Verhalten entsprach nicht gänzlich ihr. Oder doch? Wenn Sen nicht gestorben, sie ihren Tod nicht vorhergesehen hätte, wäre es dann anders gekommen? Vielleicht. Doch darüber zu spekulieren brachte sie nicht weiter. Es war geschehen und vielleicht hatte es auch so kommen müssen, damit ihr endlich vieles klarer werden konnte. Aus Fehlern lernte man bekanntlich oder sollte es zumindest.

Diese Erkenntnis war wenigstens schon einmal ein Anfang und der erste Schritt in die richtige Richtung. Ihr war durchaus klar dass sie damit noch nicht geheilt war, dass es wohl immer wieder Situationen geben würde in denen sie auf ihr Verhalten würde Acht geben müssen, aber es war der erste Gang in die richtige Richtung. Soweit war sie wenigstens schon einmal und darauf konnte man aufbauen. Vor einigen Stunden noch hatte sie diese Erkenntnis nicht besessen und da hatte sie sich auch nichts mehr gewünscht als zu sterben. Jetzt war dies anders. Jetzt wollte sie leben und ihr Leben in den Griff bekommen. Wäre Tom nicht gewesen, hätte er sie nicht gefunden und sich nicht ihrer angenommen, hätte sie dies vielleicht nicht verstanden. Wenn sich jemand um sie kümmerte, musste sie auch etwas wert sein, denn wenn sie nichts wert war, dann würde sich auch niemand um sie kümmern. Damit war doch nur klar, dass sie sich geirrt hatte. Dass sie sehr wohl von Bedeutung war auch wenn ihr dies vielleicht nicht so auffiel. Als Einzelgängerin war es nicht immer leicht zu erkennen, dass es durchaus Personen gab, die Interesse an einem bekundeten. Mara wusste dies nun endlich.

Tom teilte ihr mit dass sie gleich da seien und Mara atmete ein wenig durch. Er hatte also schon alles geregelt und hoffte, dass sie nichts dagegen hätte, wenn man sie gleich operieren würde. Nein sie hatte wahrlich nichts dagegen. Am besten dies alles wäre ganz schnell vorbei.

„Ging aber schnell. Scheinbar kennst du dieses Krankenhaus sehr gut.“

Es war eine Feststellung die sie äußerte. Schnell war es wirklich gegangen, besonders, wenn er jetzt schon alles erledigt hatte. Sonst dauerte dies doch eine ganze Weile. Mara machte sich einen Moment Gedanken darüber, kam aber nicht dazu wirkliche Schlüsse zu ziehen als der Speeder anhielt, Tom ausstieg, die Tür öffnete und vor ihr in die Knie ging. Dieses Bild überwältigte Mara ein wenig. So etwas hatte sie sich von Vorin gewünscht, wenn auch in einer ganz anderen Situation. Kaum war der Gedanken aufgekommen biss sie sich auf die Zähne. Sie durfte darüber nicht nachdenken. Dies verbot sie sich selbst. Es war vorbei und dies ging auf ihre Kappe. Sich zu qäulen mit irgendwelchen Gedanken oder Gefühlen brachte nichts. Tom's Worte brachten ihr Herz ein wenig zum leuchten. Er hatte eine wundervolle Art mit ihr umzugehen und mit Sicherheit wäre er ein toller Partner. Mara verharrte einen Moment in ihren Gedanken. Er war wirklich toll und er sah gut aus, auch wenn dies keine so große Rolle spielte. Hätte sie ihn früher oder unter anderen Bedingungen kennen gelernt, sie hätte sich bestimmt in ihn verliebt. Wenn Vorin nicht zuvor in ihr Leben getreten wäre, wäre es vielleicht auch anders gekommen. Mara schüttelte innerlich den Kopf. Sich etwas vorzustellen was nie so war und nie werden würde war kindisch. Als ob jemand wie Tom, der wenigstens um die zwanzig war sich auf eine siebzehnjährige einlassen würde. Doofe Gedanken und dumme Ideen. Aber die Situation wie sie nun gerade war, brachte genau diese Gedanken auf. Fast hätte sie Tom's Worte überhört, was ziemlich peinlich geworden wäre. Also nickte sie.

„Ja lass es uns angehen.“

Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ein ein leichtes Lächeln zustande brachte, auch wenn es nach wenigen Sekunden wieder erstarb. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie sich zwei HRD's näherten. Mara bekam es fast ohne Hilfe hin aufzustehen und sich in den Repulsorstuhl zu setzten. Dann sah sie Tom an.

„Versprich mir, dass wenn die OP vorbei ist, du da sein wirst.“

Er versprach es und Mara war zufrieden. Die beiden HRD's brachten sie fort und sie sah Tom noch einen Moment hinterher, dann verschwand sie im inneren der Krankenhauses, wurde von da gleich in den OP gebracht und ein Arzt besah sich die Verletzungen. Zum Glück stellte er keine großen Fragen. Dies musste Tom wohl irgendwie fertig gebracht haben. Im Handumdrehen lag sie auf dem OP Tisch, die Vorbereitungen im vollen Gange und dann ging es auch schon los. Mara bekam nicht wirklich etwas davon mit. Sie wollte es auch nicht. Es war keine Vollnarkose, aber sie schlief trotz allem. Eine gewisse Betäubung war es auf alle Fälle.

****

Lang dauerte die OP nicht und der Arzt schien äußerst zufrieden zu sein. So viel bekam Mara jedenfalls mit als sie aufwachte und er neben ihr am Bett stand und sie ansprach.


„Die Operation ist sehr gut verlaufen. Ihr Freund hat sehr gute Arbeit geleistet. Die Schönheitskorrekturen konnten wir gleich mitmachen. Wenn der Heilungsprozess abgelaufen ist werden sie keine Narben mehr davon tragen.“

Mara konnte es kaum glauben.


„Danke! Vielen Dank!“


Der Mann legte den Kopf leicht schräg und lächelte.

„Bedanken sie sich nicht bei mir sondern bei ihrem Freund. Er hat alles möglich gemacht und er ist es auch, der für die Kosten aufkommt.“

Diesmal war sie sprachlos und dies hielt an als Tom ins Zimmer trat. Der Arzt wandte sich kurz dem blonden Mann zu.


„Es ist alles gut verlaufen.“

Ehe der Arzt gehen konnte schaffte es Mara dann doch noch etwas zu sagen.


„Wie lange muss ich hier bleiben?“
Diese Frage war für sie sehr wichtig, denn sie wollte auf keinen Fall bleiben müssen wenn nicht unbedingt nötig.

Der Doktor drehte sich herum, sah Mara abschätzend an und dann Tom. „Wenn ihr Freund mir garantiert, dass sie nicht allein sind und sich schonen, kann ich sie fast sofort entlassen.“

Ihr Freund? Es klang schon komisch, denn Tom war nicht ihr Freund. Zumindest nicht in der Hinsicht wie es der Dok wohl dachte. Mara blickte Tom an und ihr Blick war fast schon flehentlich. Sie wollte wirklich nicht bleiben. Besonders nicht weil sie gern noch etwas Zeit mit Tom verbringen wollte und weil es noch so viel gab, was sie zu besprechen hatten. Zumindest von Mara's Seite aus.


Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Krankenzimmer - Tom, Mara & Dok

OP: Hoffe es war ok, dass ich nur eine Kurzfassung der OP gemacht habe. Bin kein Krankenhausfan^^. Außerdem wollte ich dich Sache schnell weiterbringen. Wenn du was gegen hast sag bescheid.
 
- Coruscant – City – Nathaniels Appartment – Mit Partygästen -

Als Nex verschwand um nach Nat zu sehen, tanzte Akemi weiter. Wenn sie einmal angefangen hatte, konnte sie nur schwer aufhören, und da sich schon bald Roxanne zu ihr gesellte, gab es auch keinen Grund eine Pause einzulegen. Nathaniel war los gezogen um sich bei den verschiedenen Grüppchen, die sich mittlerweile gebildet hatten, sehen zu lassen, alle nochmal ausgiebig zu begrüßen und sich für Geschenke zu bedanken. Als Gastgeber war es immer schwierig, sich allen Gästen mit gleicher Aufmerksamkeit zu widmen, aber er gab sich wirklich Mühe. Die Mädchen hatten somit Zeit, sich zu zweit zu amüsieren, tanzten mal Rücken an Rücken und mal eng umschlungen und alberten herum. Nach drei Songs beschloss Roxanne jedoch, ihnen etwas zu trinken zu holen und als sie gerade weg war, kam auch Nex wieder um die Ecke. Er meinte, Nat gefunden zu haben, aber sie schien sich mit irgendwem zu unterhalten. Gut, dann war sie wenigstens nicht alleine irgendwo. Gleichzeitig schlug Nex vor, weiter zu tanzen, doch Akemi brauchte erstmal eine Pause.

„Später, okay? Ich muss erst mal verschnaufen!“

Gab sie lachend zu.

„Roxi holt uns grad was zu trinken – Nathaniels Freundin. Lass uns doch zurück ins Wohnzimmer gehen.“

Meinte Akemi. Im Wohnzimmer war die Lautstärke der Musik nicht ganz so aufdringlich wie im Salon, wo primär getanzt wurde. Im Wohnraum konnte man sich besser unterhalten, was vor allem die Stimmbänder deutlich schonte. An einem Tisch saßen Richard, Ecile und Nathaniels Freunde Lina und Vitali, aßen und unterhielten sich.

„Hast du Richard schon begrüßt, heute?“

Fragte Akemi an Nexus gewandt und hielt direkt auf die kleine Gruppe zu. Von der anderen Seite kam im gleichen Augenblick Roxanne mit den Getränken. Akemi legte Richard, der mit dem Rücken zu ihr saß, den Arm um die Schulter und drückte ihm einen Kuss auf die Schläfe.

„Was gibt’s Leckeres?“

Fragte sie neugierig und begutachtete die Häppchen auf seinem Teller. Ohne zu zögern spießte Richard etwas auf seiner Gabel auf und hielt es Akemi hin.

“Hier, probier mal.“

Meinte er.

“Das schmeckt dir bestimmt.“

Akemi nahm den Bissen in den Mund, kaute und riss überrascht ihre Augen weit auf. Das schmeckte wirklich gut – sehr viel besser als es ausgesehen hatte.

„Mmmmhh, lecker!“

Bestätigte sie, schluckte und verlangte sogleich nach mehr. Amüsiert grinsend fütterte Richard sie mit seiner Gabel. Akemi wandte sich halb zu Nex um.

„Wenn du Hunger hast, DAS solltest du probieren. Ich weiß zwar immer noch nicht, was es ist, aber es schmeckt echt gut.“

“Geräucherter Seewulst in Philibeeren-Creme.“

Antwortete Ecile hilfsbereit.

“Klingt scheußlich, sieht scheußlich aus... aber du hast Recht, es ist absolut köstlich!“

Nathaniels Tante nahm ihrerseits einen Happen von ihrem Teller und Roxanne drückte Akemi ihr Glas in die Hand.

“Hier, falls du noch was fremdes probierst und was zum Runterspülen brauchst.“

Meinte sie grinsend und wandte sich an Nex.

“Hi, ich bin Roxi. Und du musst Nex sein, oder? Akemis Arbeitskollege?“

Akemi nickte, mit vollen Backen, bestätigend.

„Das ist Nex.“

Sagte sie.

„Der mit dem Spring... ähh, Sektbrunnen.“

- Coruscant – City – Nathaniels Appartment – Mit Nex, Richard, Ecile, Roxi, Lina, Vitali + Partygäste -
 
|| Coruscant ▫ untere Ebenen ▫ Honey House || ▫ Vorin ▫ Chesara ▫ Steven ▫ Jibrielle & wer da noch so rumhoppelt

Zufälle. Geradezu lächerliche Zufälle und Wahrscheinlichkeiten. Das war das Markenzeichen der Macht. Anfangs schier unglaublich, später konnte man es nur noch mit gegebenem Gleichmut nehmen. Erstaunlich schnell hatten sich die Genannten im Honey House eingefunden. Noch bevor sie sich darüber klar geworden waren, was als nächstes geschehen sollte. Was er sich nicht getraut hatte zu fragen, tat nun Chesara für ihn. Natürlich war es wichtig zu wissen wie lange Nylia weg war, und wo man sie eventuell suchen konnte. Andernfalls brachte eine hektische Suche ohne Anhaltspunkte so rein gar nichts. Gut, dass er dies nicht allein so sah. Der Neuankömmling, aller Wahrscheinlichkeit nach dieser Crado, hatte auch gleich ein erstes Anliegen. Der Jedi – Meister glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Wie aberwitzig. Hatte er nicht eben …

Das Mädchen über das sie gerade gesprochen hatten, versorgte ihn mit dem perfekten Argument, bzw. unterlegte seine These. Es war schwierig Leuten mit Visionen die richtige Hilfe zu geben. Er hatte sein Bestes versucht, war aber bei Mara immer gescheitert. Wenn überhaupt hatten andere sie erreichen können. Früher hatte er sich immer gefragt ob er nicht bessere Worte hätte finden können, aber es schließlich aufgegeben. Diesen Schuh zog er sich nicht an, er hatte besten Willens und Wissens gehandelt. Scheinbar tat sich Crado damit genauso schwer. Schön, dadurch fühlte er sich fast schon wieder heimisch. Abgesehen davon handelte es sich ebenfalls um ein hübsches, blondes, recht junges Mädchen. Genug Eigenschaften um die Erinnerung wachzurufen. Eigentlich hatte er nicht vorgehabt über seine Ex nachzudenken, aber nun kam er doch nicht umhin es zu tun. Irgendwie drängte sich das Gefühl auf.

Mara.

Eine ganze Weile waren seine Gedanken düster gewesen, wenn er an sie gedacht hatte. Vorin hatte angenommen dies hinter sich gelassen zu haben, aber irgendwie fühlte es sich gerade genauso an wie damals. Düster, kalt und unangenehm. Aber es war doch anders. Irgendwie intensiver. Als wäre es gerade erst passiert. Als wäre seine Welt gerade vor wenigen Minuten erst zusammengestürzt. Ein wenig seltsam war dies schon. Ein leichtes Stirnrunzeln legte seine Kopfhaut in Falten. Er fühlte sich wirklich nicht wohl, es war, als wäre jegliche Körperwärme aus ihm gewichen. War das normal? Erinnerungen konnten stark sein, aber so stark? Er versuchte der Sache auf den Grund zu gehen, kam aber nicht weiter, bis es schließlich aus ihm unerfindlichen Gründen verebbte. Langsam wich die Beklemmung und Vorin konnte sich wieder auf das Hier und Jetzt konzentrieren.

Hatte er viel verpasst? Scheinbar nicht, der Cathar stand noch immer neben Chesara, nur die Padawane hatten zueinander gefunden. Seltsam. Hoffentlich war das kein Omen, er hatte bereits Bedenken. Sollte er sich das wirklich antun? Jemanden ausbilden, der, bzw. die Visionen hatte, und der er am Ende nicht helfen konnte? Aber andererseits hatte die Rätin ebenso recht. Das war hier kein Wunschkonzert und als Meister sollte er jeden ausbilden können. Vielleicht sollte er es gerade deshalb mit dem Mädchen versuchen. Um zu zeigen, dass er nicht wegrannte, und sich auch den "unangenehmen" Themen stellte. Chesara hatte ohne zu murren einfach der Bitte des Nichtmenschen zugestimmt. So war es in der letzten Zeit bestimmt oftmals gewesen. Wenn etwas war, rannte man zu ihr. Er sollte ihr wirklich etwas abnehmen, oder sich zumindest nicht vor den Aufgaben die seine waren, drücken.

Nun, vorerst würde er warten, was sie wegen des "Flüchtlings" unternahmen, dann konnte er weitersehen, was für ihn zu tun blieb und ob er sich gleich mit der Schülerfrage beschäftigen sollte, oder nicht.


|| Coruscant ▫ untere Ebenen ▫ Honey House || ▫ Vorin ▫ Chesara ▫ Steven ▫ Jibrielle ▫ Crado ▫ Noomi ▫ Trayla & wer da noch so rumhoppelt
 
Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Airspeeder - Tom, Mara(verletzt)

Tom war froh, das Mara der OP sofort zustimmte. Erstens hätten sie es dann hinter sich, und zweitens wollte er nicht länger als nötig im Krankenhaus verweilen. Egal wie angenehm der Aufenthalt einem hier auch gestaltet wurde, es war trotzdem ein Krankenhaus. Sie bräuchte Ablenkung. Mara würde sich nicht richtig erholen, wenn sie immer an den Selbstmord erinnert würde. Es war also nur gut, das sie diese Sache sofort hinter sich bringen konnten. Dann könnten sie zur körperlichen und seelischen Genesung übergehen. Wobei letztere wahrscheinlich länger dauern würde.
Dass sie sogar ein kurzes Lächeln zustande brachte, freute ihn. Er nahm es als gutes Zeichen.
Als sie sogar die paar Schritte bis zum Repulsorstuhl alleine tat, fast ohne seine Hilfe, keimte zum ersten Mal seit dem Tod seiner Eltern so etwas wie Hoffnung in ihm auf. Es war eine zarte, einsame Blume der Hoffnung im weiten Feld des Realismus.
Ihre bitte konnte er ihr natürlich nicht ausschlagen. Dass sie nicht allein sein wollte, konnte er verstehen. Er würde versuchen auch bei der OP nicht all zu weit weg zu sein.


„Natürlich!“

Tom sah Mara hinterher, wie die beiden HR-Droiden sie ins Krankenhaus brachten. Er folgte nachdem er den die Maschinen des Speeders heruntergefahren und ihn abgeschlossen hatte. Drinnen wurde er von einer Krankenpflegerin in ein Beobachtungszimmer geführt. Von dort aus konnte er bei der OP zusehen. Nur wenige Augenblicke nach ihm betrat eine Ärztin das Zimmer und erklärte ihm, was während der OP geschehen würde. Tom Nickte nur, geistig war er nicht wirklich anwesend. Er machte sich jetzt zar keine sorgen mehr um Maras Leben, aber Sorgen machte er sich trotzdem. Selbst in einem Krankenhaus wie diesem könnte etwas schief gehen. Momplikationen könnten auftreten. Doch das taten sie nicht. Vielleicht gab es doch noch so etwas wie Gerechtigkeit.
Als er merkte, dass Mara eingeschlafen war, verließ er das Beobachtungszimmer mit der Ärztin. Schnell hatte er ihr klar gemacht, dass er sich einmal gründlich durchcheken lassen wollte. Natürlich kam sie diesem Wunsch umgehend nach. Sie führte ihn in ein freies Behandlungszimmer und bat ihn sich auf eine Behandlungsliege zu legen. Über dem Behandlungstisch war eine Batterie von medizinischen Scannern angebracht. Tom kannte die Prozedur. Es würde nicht lange dauern.
Wenige Scannvorgänge später konnte Tom sich von der Ärztin die Ergebnisse vorlesen lassen. Seine Leberwerte waren nicht gerade die Besten, teilte ihm die Ärztin mit. Aber die Rippen welche er sich geprellt hatte, waren gut verheilt. Doch von einer Eigenbehandlung mit Bacta sollte er in Zukunft absehen riet sie ihm. Zumindest, bis seine Leber wieder im grünen Bereich war. Fürs erste Verpasste sie ihm eine Injektion eines Medikaments, das sich positiv auf seine Leberfunktion auswirken würde. Außerdem verpasst sie ihm gleich noch eine Auffrischungsimpfung für diverse geläufige Krankheiten. Solche Impfungen hatte er in den letzten Jahren vernachlässigt. Für die nächsten Wochen verschrieb sie ihm ein Medikament, das seine Leberfunktionen wieder normalisieren würde. Als letzte riet sie ihm Alkohol zumindest für die Dauer der Medikamenteneinnahme nicht anzurühren. Mit einem freundlichen „Auf Wiedersehen“ verabschiedete sie sich von Tom. Der Begab sich daraufhin zurück ins Beobachtungszimmer. Von dort aus verfolgte er die letzten Operationsschritte. Die Ärzte und Droiden hier waren hervorragend. Auf Coruscant würde man kaum bessere Ärzte finden. Tom verließ das Beobachtungszimmer wieder, als Mara aus dem OP gebracht wurde. Er selbst setzte sich vor das Zimmer von Mara auf eine Sitzgelegenheit und ruhte sich etwas aus. Die Aufregung heute war anstrengend gewesen. Er würde sich ausruhen. Mara schlief auch noch. Sobald sie in ihrem Zimmer wieder aufwachte würde er zu ihr gehen. Doch jetzt hatte sie sich etwas Ruhe verdient. Auch vor ihm.
Nach wenigen Minuten war Tom weggedöst.

Der Behandelnde Arzt von Mara weckte Tom wenig später wieder auf. Er ließ Tom etwas Zeit um wach zu werden. Nachdem Tom sich ein paar Mal gestreckt hatte und die Müdigkeit aus seinen Gliedern geschüttelt hatte, folgte er dem Arzt in Maras Zimmer.
Als Tom hereinkam, wollte der Arzt gerade wieder gehen, doch Mara schien das Krankenhaus bereits wieder verlassen zu wolle und fragte wann sie das dürfte. Tom würde sie an nichts hindern. Doch er würde sie ganz bestimmt nicht gehen lassen, wenn der Arzt darauf bestanden hätte sie hier zu behalten. Doch genau das Tat der Arzt nicht. Scheinbar ganz zu Maras Freude.


„Wenn sie meinen, dass es nicht notwendig ist sie hier zu behalten, dann nehme ich sie wieder mit.“

Nickte er dem Arzt zu. Es gab scheinbar keinen Grund, sie länger hier zu behalten. Solange er bei ihr blieb und ein Auge auf sie hatte, würde schon nichts passieren.

Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Krankenzimmer - Tom, Mara, Dok
 
[OP: Sry das ewig nichts kam, hatte Chesaras Post nicht gesehen. :( Verdammter letzter Post auf der Seite! ^^]

]Coruscant-System - Coruscant - Honey House - mit Chesara, Steven & Vorin; ne ganze Menge anderes Volk im Haus[

Sichtlich besorgt und nervös, das Datapad von Nylia in der Hand haltend, stand Jibrielle vor ihrer Meisterin Chesara und wurde sich jetzt erst richtig bewusst, dass ja noch zwei andere Menschen im Raum waren, auf die sie zunächst gar nicht geachtet hatte. Der eine der Beiden war natürlich Steven, der es ihr hoffentlich nicht übermäßig übelnahm, dass sie ihn am Abend zuvor hatte abblitzen lassen. Mit einem angedeuteten Lächeln schaute sie zu ihm herüber und winkte kurz.

"Hey Steven."

Die andere Person war Vorin Al Jevarin, ein Jedi Meister den Jibrielle schon lange nicht mehr gesehen hatte. Bei ihrer letzten Begegnung, wenn sich die Padawan da richtig erinnerte, hatte sie sich an einer Debatte über einen Gegenschlag des Widerstandes beteiligt und den Jedi Meister wegen seines Vorhabens kritisiert - und dafür prompt einen roten Kopf bekommen. Viel viel Zeit war in die Galaxis gegangen seitdem. Der verändert wirkende Mann grüßte sie freundlich und Jibrielle schenkte auch ihm ein offenes Lächeln.

"Hallo Meister Al Jevarin! Schön euch wiederzusehen. Leider sind die umstände - wie wohl zu oft - gerade recht ungünstig."

Mehr als ein verständnisloses "Was?" konnte Chesara ihrer Padawan nicht entgegnen, da plötzlich drei weitere Personen den Raum betraten. Ein Cathar, eine Nautolanerin und ein blondes Menschenmädchen und Jibrielle kannte sie alle nicht. Na toll, noch ein paar Leute mit anliegen. Sie winkte den Dazugestoßenen freundlich zu, konnte sich jetzt aber nicht ernsthaft mit ihnen beschäftigen. Und jede Minute die sie zögerten verringerte sich ihre Chance, Nylia in den Straßen Coruscants zu finden.

Zum Glück richtete die Jedi-Rätin ihre Aufmerksamkeit erneut auf Jibrielle und fragte, ob sie wisse wann sie Nylia zuletzt gesehen habe und wann diese denn aufgebrochen sei. Bitter schüttelte Jibrielle den Kopf.


"Ich habe leider keine Ahnung. Ich habe sie schon seit Tagen nicht gesehen. Doch spürte ich ihre Präsenz heute ... vormittag war es, denke ich. Da war sie noch hier. Irgendwann danach wird sie verschwunden sein. Sie kann also nicht mehr als zwei oder drei Stunden weg sein, würde ich sagen ... was ja aber auch schon lang genug ist."

]Coruscant-System - Coruscant - Honey House - mit Chesara, Steven & Vorin; ne ganze Menge anderes Volk im Haus[
 
Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Krankenzimmer - Tom, Mara, Dok

Es freute das Mädchen noch mehr als Tom sich dazu bereit erklärte sich auch weiterhin um sie zu kümmern. Etwas anderes hätte sie sich auch nicht vorstellen können bei ihm. Der Arzt nickte Tom als Bestätigung zu.

„Geben sie auf ihre Freundin acht. Sie braucht jemanden der sich nicht nur um sie kümmern sondern ihr auch das Gefühl von Liebe gibt.“

Mit diesen Worten verschwand der Arzt. Mara blickte ihm einen Moment nach ehe sie Tom ansah. 'Geben sie auf ihre Freundin acht! Sie braucht jemanden der sich nicht nur um sie kümmert, sondern ihr auch das Gefühl von Liebe gibt!' Diese einfachen Worte hatte der Mediziner an Tom gerichtet natürlich in der Annahme er sei Maras Partner. Das Blick des jungen Mädchen glitt nicht von Tom. Hatte der Dok recht und sie brauchte jemanden, der ihr auch das Gefühl von Liebe vermittelte!? Einen langen Moment dachte sie schweigend darüber nach. Diesen Wunsch hatte sie sehr lange gehabt und als sie Vorin kennen gelernt hatte war er in Erfüllung gegangen. Er war einfach in ihr Leben geschneit und hatte alles verändert. Ihm hatte sie einiges zu verdanken nicht nur, dass sie sich endlich als jemand gefühlt hatte, sondern sie hatte auch die Hürde in eine neue Welt genommen. In eine, in der ihr aufgezeigt worden war, dass sie nicht allein war. Auch wenn Mara nie an so etwas wie Liebe auf den ersten Blick geglaubt hatte, so war es bei Vorin doch irgendwie so gewesen. Ihre gemeinsame Zeit war wundervoll gewesen. Sie hatten viel erlebt und viel gelacht. Sicher, es hatte auch mal die ein oder andere Meinungsverschiedenheit gegeben und Mara hatte zwischenzeitlich sogar Angst gehabt schwanger sein zu können nachdem sie und Vorin nach ihrem aller ersten Mal nicht verhütete hatten. Es war nichts geschehen zum Glück der beiden. In dieser glücklichen Zeit hatte Mara sich geschworen ihn nie allein zu lassen, gleich was geschehen würde. Sie hatte sich geschworen nie einen anderen zu lieben. Nun allerdings hatte sich dies zu einer Lüge entwickelt. Sie hatte ihn allein gelassen, sie hatte sich von ihm getrennt und damit ihr Wort gebrochen. Es waren bedrückende Gedanken die Mara in diesem Moment einnahmen. Sie wusste dass es auf einer Seite ein großer Fehler gewesen war, auf der anderen aber das einzig richtige was sie hätte tun können. Sie seufzte. Hatte sie sich nicht dazu ermahnt vorerst nicht darüber nachzudenken? Sich damit nicht selber zu quälen? Doch die Worte des Arztes hatten das ein oder andere bei ihr erneut geweckt, auch wenn er von Tom gesprochen hatte.

Mara musste ihren Blick von dem jungen Mann abwenden. Sie sah ihn schon viel zu lange an. Wer wusste schon was er darüber dachte oder ob es ihm nicht vielleicht sogar unangenehm war. Kurz schloss die Padawan die Augen und konzentrierte sich darauf ihre Gedanken beiseite zu schieben. Es dauerte einen Moment ehe es funktionierte.


„Lass uns gehen. Ich müsste meine Sachen aus dem Hotel holen.“

Mit der zerschnittenen Jacke wollte sie nicht unbedingt herumlaufen und etwas lang ärmliges wäre ihr auch wesentlich lieber. Langsam erhob sich die junge Frau und schritt neben Tom.

„Ich habe dir wirklich einiges zu verdanken. Damit steh ich in deiner Schuld.“

Ein sehr kurzes Lächeln glitt über ihre Lippen, dann verließen die beiden das Krankenzimmer und nur wenig später das Krankenhaus um zu dem Speeder zu gelangen, welcher sie zurück in die unteren Ebenen bringen würde. Mara erklärte ihm wohin es gehen musste und Tom steuerte das Gefährt. Sie kehrten vom Licht zurück in die Dunkelheit. Etwas bedrückendes hatten die unteren Ebenen Coruscants auf alle fälle. Das Hotel war schnell gefunden und Mara bat Tom hier auf sie zu warten ehe sie ausstieg und ins Hotel lief. Nach wenigen Sekunden hatte sei ihr Zimmer erreicht, öffnet die Tür und trat ein. Dann zog sie die Jacke aus und ihr Oberteil, wühlte in ihrer Tasche nach etwas passendem und zog sich dann eine Bluse über den Kopf. Darüber eine andere Jacke. Den Rest packte sie wieder zusammen und verließ dann mit ihrer Tasche das Zimmer. An der Rezeption angekommen gab sie den Schlüssel zurück, zahlte und ließ dann auch das Hotel hinter sich. Vor der Tür wartet Tom in seinem Speeder auf sie und als Mara einstieg viel ihr ein Stein vom Herzen. Der erste von einigen.

„Wohin jetzt? Hast du was bestimmtes vor?“

Fragend sah sie ihn an. Es wäre ja durchaus möglich, dass er ein bestimmtes Ziel hatte von dem sie nichts wusste. Gut möglich dass sie auch erst einmal etwas Essen gehen würden um zu reden. Coruscant war groß und es gab somit viele Möglichkeiten.

Coruscant - untere Ebenen - vor dem Hotel - im Speeder - Tom & Mara
 
[ Coruscant - Honey House - Adrians Quartier | allein ]

Nach dem Trainingskampf mit Miley war Adrian in sein Quartier zurückgekehrt. Sowas blödes - da hatte er schon extra frisch geduscht und war jetzt wieder total vollgeschwitzt! Er wusch sich also nochmal grob, zog ein paar frische Klamotten an, wobei ihm auffiel, dass er vielleicht doch ein paar mehr Kleidungsstücke hätte mitnehmen sollen, und dachte dann über seine weitere Tagesplanung nach.
Wobei ... seine Tagesplanung? Wohl eher die Planung seiner Meisterin für ihn. Es galt also Chesara aufzusuchen. War die nicht vorhin mit Steven verschwunden? Wohin eigentlich?

Adrian griff in der Macht hinaus und es war ein leichtes seine Meisterin zu erspüren. Es wimmelte nur so von Präsenzen um sie herum! Was war da wohl los?

Der junge Padawan folgte dem Weg, den die Macht ihn führte und landete schlussendlich in einem Raum mit seiner Meisterin, Jibrielle, Steven und einigen anderen Jedi, die er nicht kannte. Wurde das hier zur Tagesordnung? Jeden Tag neue Jedi kennenlernen?
Man oh man ... da war doch irgendwas im Busch! Ob die Jedi eine große Revolte planten? Adrian beschloss Chesara in einem ruhigen Moment danach zu fragen. Jetzt wollte er erstmal wissen, was sie weiter mit ihm vor hatte.

Zielstrebig bewegte er sich durch den Raum auf Chesara zu, die direkt bei Jibrielle stand. Seine Mitschülerin ignorierte er geflissentlich und richtete das Wort an Chesara:


"Der Trainingskampf ist beendet - was steht jetzt an?"

Während er sie jetzt ansah, bemerkte er Sorgenfalten auf ihrer Stirn. Auch Jibielle - die beiden hatten sich bis eben offensichtlich unterhalten - wirkte besorgt. Was war bloß los?

[ Coruscant - Honey House | Adrian, Chesara, Jibrielle und co. ]


[OP] Ich hab irgendwie den Überblick verloren. In welchem Raum befinden wir uns überhaupt? [/OP]
 
Coruscant - obere Ebenen - King Jafan Privatklinikum - Krankenzimmer - Tom, Mara

Tom lächelte. Diesmal war es ein Lächeln, bei dem man seine Zähne sehen konnte. Ein richtiges Lächeln aus der Tiefe seines Herzens. Mara schien durch die ständige Betitelung als seine Freundin verwirrt zu sein. Für das Personal schien es wohl irgendwie Sinn zu machen. Tom empfand es als amüsant. Eine zeit lang schien sie nachzudenken, während sie ihn mit einem Blick ansah der verdeutlichte, dass sie geistig weit weg war. Das trug nur zu Toms Vergnügen bei. Er konnte Maras Verwirrung verstehen, wohl besser als irgendjemand sonst, aber trotzdem war es lustig. Sie saß einige Zeit lang einfach nur so da. Als sie endlich wieder ins Hier und Jetzt zurückkehrte, war ihr ihre kurze geistige Abwesenheit wohl etwas peinlich.

„Ja, las uns gehen!“
****

Er war froh gewesen, dass Mara das Ruder übernommen hatte. Sie hatte sich von alleine vom Bett erhoben und mit ihm im Schlepptau das Zimmer verlassen. Zumindest war sie nicht passiv. Das war doch schon mal etwas.
Den Weg in die unteren Ebenen hätte Tom ihr zwar gerne erspart, aber sie würde wohl ihre Sachen aus dem Hotel holen müssen. Kleidung könnte man natürlich ersetzen, aber Tom nahm an, dass in ihrer Tasche auch vieles von sentimentalem Wert war, den man durch nichts ersetzen konnte. Er wusste nicht, ob Mara irgendwo eine Wohnung unterhielt. Hatte sie ein zuhause? Oder war sie wie die anderen Jedis zurzeit eine Heimatlose? Tom wusste nicht, ob es do schlau wäre, sie ins Honey House zu bringen. Von dort hatte die Suche nach Sen gestartet. Dort hatten sie sich das letzte Mal gesehen. Kurz danach war sie nach Jo’s Aussage zur Flotte der Republik gegangen. Nein, im Honey House wollte er sie nicht unterbringen. Seine Wohnung im Hangar war nicht gedacht für zwei. Mara könnte aber eine Zeit lang in der Smee wohnen, aber das wäre keine Lösung. Für den Anfang hätte sie dort zumindest eine Rückzugsmöglichkeit. Zumindest bis sie etwas Vernünftiges gefunden hätten.

Ihren Dank im Krankenhaus hatte er absichtlich überhört. Er hatte nicht gewusst, was er darauf hatte antworten sollen. Er fand nicht, dass sie ihm etwas schuldig war. Er hatte etwas versprochen und es eingelöst. Dafür musste sie ihm nicht danken. Während Mara im Hotel war, überlegte er, wie er ihr das klar machen konnte. Als sie zurückkam, wusste er immer noch nicht genau wie. Glücklicherweise müsste er das Thema ja nicht sofort ansprechen. Es gab andere Dinge, die jetzt Vorrang hatten.


„Ich weis nicht. Vielleicht wäre es gut den Anderen bescheid zu geben. Ich bin sicher, dass ein paar Leute sich schon große Sorgen um dich machen. Dein Verschwinden ist ja hoffentlich nicht unbemerkt geblieben. Wenn doch, dann verliere ich endgültig meinen Glauben an einen möglichen Sieg der Republik.“

Von Jo zumindest hatte er nichts darüber vernommen. Dabei war er mit ihr war er nach Coruscant zurückgekehrt. Wenn sie etwas gewusst hätte, hätte sie doch etwas gesagt oder? Wenn ein Padawan plötzlich verschwand, dann suchte man ihn doch, oder? Man ließ es nicht einfach dabei bewenden, oder?

„Was meinst du? Sollen wir zum Honey House fahren und bescheid sagen, dass du wieder hier bist? Oder willst du damit noch warten? Wir können auch eine Nachricht schicken, wenn dir das lieber ist.“

Tom wollte sie hierbei zu nichts zwingen. Vielleicht würde sie Chesara oder Jo nur ungern unter die Augen treten. Sicher wollte sie nicht, dass ihre ehemalige Meisterin oder die Rätin von ihrem Selbstmordversuch erfuhren. Das könnte er auch verstehen.

„Ehrlich gesagt ist es mir egal. Sag mir einfach was du machen willst. Ich spiele heute deinen Chauffeur.“

Coruscant - untere Ebenen - vor dem Hotel - im Speeder - Tom & Mara
 
Coruscant - untere Ebenen - vor dem Hotel - im Speeder - Tom & Mara

Er schien darüber nach zu denken was sie tun sollten oder wohin sie gehen sollten. Mara verfiel ebenfalls in Schweigen. Darüber hatte sie sich selbst keine Gedanken gemacht. Seine erste Idee war den anderen Bescheid zu geben, wobei Mara nicht einmal wusste wer sich von den Jedi auf Coruscant und im Honey House befand. Sie hatte keinerlei Kontakt zu irgendeinem der Jedi. Sie wusste nicht einmal was mit Jo war. Auch ihrer Meisterin oder ehemaligen Meisterin, je nachdem wie man es sah, hatte sie nichts gesagt. Jo war in dem glauben, dass ihre Padawan sich auf Mon Cal aufhielt um dort zu fliegen. Aber dies entsprach nicht der Wahrheit. Sie war einfach verschwunden ohne viel zu sagen. Ob sich jemand Sorgen um sie machte wusste sie nicht.

„Ähm, ich weiß nicht. Über mein Verschwinden hab ich niemanden wirklich aufgeklärt. Ob sich jemand sorgen macht!? Dass hat sich bisher noch niemand gemacht.“

Mehr sagte sie zu diesem Thema nicht. Was hätte sie auch sonst sagen sollen. Immerhin stimmte es ja zum Teil auch. Wenn gab es schon der wirklich nachfragen sollte!? Mara dachte darüber nach ob sie ins Honey House gehen sollten. Es war der Ort an dem all das Unglück um Sen begonnen hatte. Andererseits konnte sie nicht ständig davon laufen. Sie musste sich endlich stellen. Den Schwanz einziehen galt nicht mehr.

„Lass uns ins Honey House gehen. Ich denke es wird Zeit, dass ich mich all dem endlich stelle. Gleich wie schwer es mir fallen wird oder sollte. Ich muss endlich was verändern wenn ich nicht ständig davon laufen will.“

Der Standpunkt stand fest und sie würde ihn nicht umwerfen, gleich wie sehr sie sich vielleicht dagegen im inneren währen wollte. Tom war es im Grunde nicht ganz so wichtig und so überließ er es ihr. Also fuhren die beiden los. Er startete den Speeder und so fuhren sie durch die Straßen. Die Fahrt über schwieg Mara eher. Es gab vieles worüber sie nachdachte und was ihr durch den Kopf ging. Alles was ihr Leben bisher betraf und ihr war einfach klar, dass es verändert werden musste.

„Weißt du was bisher geschehen ist? Ich meine seit ich fort bin. Ich habe nicht einmal eine Ahnung welche Jedi sich momentan hier aufhalten.“

Mara schüttelte leicht den Kopf. Sie hatte diese Fragen relativ spät gestellte, denn sie hielten gerade vor dem Honey House an. Mara atmete tief durch, blickte zu dem Gebäude in welches sie nie gewollt hatte. Es dauerte einen langem Moment in dem sie mit sich selbst kämpfte ehe sie es schaffte aus zu steigen. Die Tür schlug hinter ihr zu und sie blieb vor dem Gefährt stehen. Tom stieg ebenfalls aus nur bekam sie dies nicht wirklich mit. Schweigend sah sie noch immer das Gebäude an. War es wirklich richtig gewesen hier her zu kommen? Ganz sicher war sie nicht mehr, aber wenn sie nichts änderte würde sie nie mehr das glückliche Mädchen von einst sein und dann würde dies wohl zu einer Einweisung führen. Mara riss ihren Blick von dem Gebäude los und blickte Tom an, der schweigend neben sie getreten war.

„Also gut, wir sind da. Lass uns reingehen, ehe ich es mir anders überlege.“


Sie atmete nochmals tief durch und griff nach seiner Hand. Eher unbewusst als bewusst. Dann glitt sie auf den Eingang zu, welcher der Hintereingang war. Sie kamen ohne große Probleme hinein. Mara blieb nach dem eintreten stehen.

„Ok, dass haben wir geschafft.“

Sie blickte zu Tom und bemerkt dann dass sie seine Hand hielt oder er die ihre. Ein wenig rot werdend ließ sie seine Hand los. Ihre Tasche ging ihr über dem Rücken. Wohin sollten sie jetzt gehen?

„Hast du hier ein Zimmer? Ich denke dass mein altes mittlerweile wohl besetzt ist.“

Sie wusste nicht so ganz was sie tun sollte oder wie sie sich verhalten sollte. Die Erinnerungen, die langsam zurück kamen waren nicht sehr angenehm, aber sie war tapfer. Dies würde sie durchstehen.

Coruscant - untere Ebenen - Honey House - Flur - Tom & Mara
 
~ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Honey House ~ Vorin ~ Chesara ~ Steven und viele andere ~


Steven fühlte sich nach so einer leckeren Mahlzeit gleich um einiges besser und gestärkter als vorher. Doch viel Zeit zum Verdauen blieb dem Padawan und den anderen beiden Jedi nicht, denn Jibrielle betrat stürmisch den Saal und berichtete das Nylia weg sei, der Junge wusste zwar nicht wer diese Nylia war, aber anscheinend gehörte sie zu den Freunden der Jedi oder war wohlmöglich selber eine, auch wenn man diese beiden Gründe nicht beachtete sollte doch wohl nach ihr gesucht werden.


Schon kurze Zeit nachdem Jibrielle hereingekommen war, kamen schon die nächsten Jedi durch die Tür. Diesmal waren es der Cathar und Jedi-Ritter Crado mit seiner Padawan und Trayla, mit der Steven vor einigen Minuten noch geschrieben hatte.
Wow ganz schön viel los hier, dachte sich auch Steven während er die leeren Teller, die seine Meisterin zusammengestellt hatte, zu einem Wagen brachte auf dem schon dreckiges Geschürr stand.
Als der Padawan wieder zurück zu seinem Platz kam sah er schon wie die Padawan Noomi und Trayla auf ihn zu warten schienen.

"Du meinst mit dem Lichtschwert trainieren?"
stellte der junge Mensch indem er auf Noomis Lichtschwert deutete. Steven bemerkte das sie das Schwert vorhin wohl erst bekommen hat, da sie es bei ihrer Abreise aus dem Honey House noch nicht trug.

"Solange Rätin Chesara nichts dagegen hat könnten wir es ja gern versuchen."

antwortete der Padawan seiner Gegenüber noch freundlich bevor er die Person die neben ihr stand musterte.
Sofort fielen dem aufmerksamen Padawan Traylas Augen auf, schon als die beiden sich das erste Mal gesehen haben gefielen ihm diese hübschen Augen.

Steven bemerkte das er fast ins Tagträumen geriet während er Trayla ansah, antwortete dann aber auf ihr Kommentar.

"Ich freue mich sogar dich eher zu sehen."

antwortete der Junge lächelnd.

"Wie gehts dir? Du wolltest mir doch noch was erzählen, richtig?"

sagte der Teenager während er sich wieder an den Tisch setzte an dem er vorhin auch saß, nun fand Jibrielle die Zeit, nach dem Berichten ihrer Nachricht, die anderen Anwesenden ebenfalls zu begrüßen, Steven hatte zwar nichts anderes erwartet undzwar, das Jibrielle immernoch freundlich lächeln würde, trotzdem war es dem Padawan irgendwie ein wenig unangenehm in ihrer Nähe, hoffentlich nur eine vorübergehende Begleiterscheinung von einer Abfuhr, denn er mochte die junge Frau wirklich gern und immerhin war sie seine Mitpadawan und nach seiner Meisterin die am nächsten stehende Jedi.

"Ich hoffe wir finden mal wieder richtig Zeit um uns zu unterhalten, so ganz in ruhe."

wendete sich Steven wieder zu der Padawananwärterin die in immernoch anlächelte.


~ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Honey House ~ Vorin ~ Chesara ~ Steven und viele andere ~
 
Coruscant - untere Ebenen - vor dem Hotel - im Speeder - Tom & Mara

Der erste Teil ihrer Antwort zeigte ihm nur zu gut, wie schlecht es ihr ergangen war. Sie hatte nicht einmal ihrer Meisterin oder Vorin, ihren Freund respektive Exfreund, darüber aufgeklärt, wohin sie ging. Das Machte ihm schon etwas sorgen. Sie schien kein großes Vertrauen zu den beiden mehr zu haben. Er hatte ja nicht erwartet, dass sie ihm bescheid sagte, wenn sie so etwas anstellte, aber Joseline und Vorin hätten es verdient zu wissen, wo Mara sich aufhielt. Sie hatten eine Beziehung zu ihr. Die Beziehung zwischen ihm und Mara war gerade erst dabei sich richtig zu entwickeln.
Der Zweite Teil jedoch stimmte ihn schnell wieder milde. Sie sah ein, dass sie sich beim Orden melden müsste. Das war nach Toms Meinung ein wichtiger Schritt. Sie war wie er ein Padawan und sollte in ihrem Zustand nicht ohne Meister oder zumindest einen Begleiter unterwegs sein. Sie war labil. Auch wenn es so schien, als wäre sie über den Berg. Tom kannte das. Er war auch noch nicht ganz über den Berg, was seine Geschichte anging. Doch er hatte zwei Geschwister, die er zutiefst liebte und die ihm selbst in Abwesenheit Kraft gaben. Die Verpflichtung ihnen gegenüber machte ihn stark. Um Maras Familienverhältnisse wusste er gar nicht. Hatte sie Familie? Die Jedi sah sie wahrscheinlich ähnlich wie er nicht als wirkliche Familie. Oder sie sah die Jedi, wie er sei gern bezeichnete, als die unbeliebten Verwandten um unzählige Ecken.
So oder so, sie sah ein, dass sie sich ihren Problemen stellen musste. Vielleicht würde sich jetzt einmal wirklich jemand ihrer Probleme annehmen. Bei dem Problem mit ihren Visionen konnte er nicht helfen. Er könnte ihr nur im Nachhinein beistehen.
Mit einem leisen klicken schob er den Startcodezylinder in sein Loch und flog los.

Den Rest der Fahrt schwieg Tom ähnlich wie Mara. Erst als sie beim Honey House ankamen, brach Mara die Stille. Genau könnte er ihre Frage nicht beantworten. Eine Liste hatte er nicht. Geschweige denn, dass es ihn wirklich interessierte. Wenn es um ihn ging, konnten sich im Honey House so viele oder wenige Jedi tummeln, wie der Rat Lust hatte. Er wusste nur von einigen die Vornamen und von noch weitaus weniger Anwesenden die Nachnamen. Nachdem Tom ausgestiegen war und seine Waffen wieder angelegt hatte, ging er zu Mara, die scheinbar Hilfesuchend nach seiner Hand griff. Das Störte ihn nicht. Er konnte verstehen, dass sie jemanden brauchte der ihr das Gefühl gab nicht alleine zu sein und sie bei dem vor ihr liegenden wortwörtlich an die Hand nahm. Beim reingehen beantwortete er ihre Frage.


„Chesara mit ihrer Schülerin, Joseline und eine andere Mara, wohl die Schwester meines Lehrers Tomm Lucas, Crado mit seiner Schülerin, einer Nautolanerin, mein Lehrer mit Saahir Yazir und mir. Das sind aber noch nicht alle. Etliche Namen weis ich garnicht.“

Das „Und ich gebe auch einen Dreck darauf“ sparte er sich. Er sprach recht leise und nutzte nicht die üblichen Bezeichnungen der Jedi. Wer wusste schon ob ihnen nicht jemand zuhörte. Als sie durch den Hintereingang ins Honey House getreten waren, konnte er aufatmen. Hier drinnen mussten sie nicht ganz so vorsichtig sein.

„Mit meinem Meister und meinem Mitpadawan bin ich hier hin gekommen, um mit den anderen Jedi den Widerstand zu unterstützen. Wie es an der Front aussieht, weis ich aber nicht. Kurz nach meiner Ankunft habe ich mich verzogen. Mir sozusagen Urlaub genommen. Es gab ein paar Dinge, um die ich mich kümmern musste. Das war vielleicht auch besser so.“

Tom verzog das Gesicht zu einem skeptischen Blick. Wahrscheinlich hätte er ohne seinen Urlaub seine Verbindung zur Macht nicht stark genug vertieft und seine Machtsinne nicht ausreichend trainiert, um Maras Hilferuf spüren zu können. Sogesehen war das richtig gewesen. Bauchgefühl sei dank.

„Gib mir deine Tasche und lass uns erstmal mit der Rätin sprechen. Hoffentlich hat sie überhaupt Zeit für uns. Soweit ich weis, ist so ziemlich jedermann im Widerstand eingebunden. Aber vielleicht haben wir ja Glück.“

Der letzte Satz triefte nur so vor Sarkasmus. Glück? Genau!

Coruscant - untere Ebenen - Honey House - Flur - Tom & Mara
 
Zurück
Oben