Coruscant

Anflug auf Coruscant - Star Chaser - Cockpit - Essam, Q'Tahem und Marrev, Kestrel auf dem Schiff

Verdammt, Marrev sehnte sich nach einem Steak. Er konnte Ackbars Algencracker nicht mehr sehen. Die kurze Zeit, die er zwischen zwei Mal Bastion auf Coruscant verbracht hatte, hatte nun wirklich nicht gereicht, um ihn für die letzte Zeit zu entschädigen. Ja, klar, es gab wichtigere und dringendere Dinge in der Galaxis, aber... scheiße, er wollte einfach nur ein Steak. Nein, besser zwei.
Coruscant war mittlerweile groß geworden außerhalb der Scheiben, und er spürte, wie Essam langsam erwachte. Kurz darauf betrat Q'Tahem das Cockpit, offenbar wenigstens ein kleines bisschen erholter als vor seiner Ruhepause - und der Anblick Coruscants schien ihn aus den Stiefeln zu hauen. Marrev grinste.


"Ja, nicht schlecht, nicht wahr? Besonders, wenn das scheiß Virus jetzt wirklich weg ist und die Kugel wieder halbwegs bewohnbar ist."

Der Nautolaner setzte sich zu ihm, während Marrev das Schiff langsam in die Atmosphäre brachte. Dann schenkte er seinem Co-Piloten ein schiefes Lächeln.

"Hey, immerhin eine positive Überraschung."

Er konzentrierte sich wieder auf den Verkehr, der hier in der Nähe des Regierungsbezirkes besonders dicht war, und brachte sie schließlich in den Tempelhangar, wo er die Star Chaser sanft aufsetzte. Er gönnte sich ein tiefes Ausatmen. Wahnsinn. Er hatte es wirklich geschafft - zwei Mal Bastion hin und zurück. Etwas, das beinahe unmöglich erschienen war. Und Kestrel und Q'Tahem hatte er ebenfalls an Bord. Nur Brianna nicht... verdammt, er hoffte wirklich, dass Eowyns Standpauke nicht zu groß sein würde. Sie hatte ihm eingeschärft, gut auf Brianna acht zu geben. Aber, dass die Echani wie eine Irre auf und davon rennen würde, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Zwar war ihm auf der Hinreise klar geworden, dass Brianna eine Persönlichkeit für sich war, aber das? Nun ja. Noch war nicht alles verloren. Bei den Zwischenstops hatte er nichts darüber aufgefangen, dass die Ritterin in die Fänge der Imps geraten wäre, also hoffte Marrev einfach das beste. Etwas anderes blieb ihm ja auch nicht übrig.

Q'Tahem war verschwunden, vermutlich zu Kestrel, und Essam fand Worte für die Imposanz des Tempels. Für den Mann musste das hier ja tatsächlich ziemlich beeindruckend sein, er kannte so gut wie nichts sonst.


"Aufzeichnungen sind immer nur die halbe Wahrheit", brummte Marrev, nicht ganz sicher, was er erwidern sollte, während er die Maschinen herunterfuhr. "Aber ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte beeindruckende gewesen sein, was ihr sehen werdet. Und was Eure Reise angeht..." Er wandte sich halb zu ihm um. "Ihr habt verflucht viel zu entdecken und sicher so einige Möglichkeiten. Es wird ein fantastisches Abenteuer, lasst Euch darauf ein und genießt es. Man wird Euch überprüfen, aber sofern Eure Geschichte stimmt, dann steht Euch danach die Galaxis offen."

Essam verließ das Cockpit ebenfalls, und Marrev brachte das Landeprotokoll zum Schluss. Anschließend begab er sich zu den anderen an die Rampe. Draußen wartete bereits das Empfangskomitee - perfekt. Q'Tahem warf ihm einen Blick zu, und Marrev zuckte mit den Schultern. Er hatte während der Zeit im Hyperraum genug Gelegenheit gehabt, kurze Nachrichten vorzubereiten, die er nach dem Austritt um Coruscant sofort abgeschickt hatte. Kestrels Schicksal lag nun nicht mehr in seinen Händen; eine zugegebene Erleichterung. Q'Tahem hatte wohl, verständlicherweise, Probleme, Kestrel gehen zu lassen, aber Marrev überließ es dem Trandoshaner, sich darum zu kümmern. Dieser nahm ihn gleich mit - eine gute Entscheidung, denn Marrevs rudimentere Versorgung auf Bastion war nun wirklich nicht die Optimalbehandlung gewesen.

Blieben noch Essam und er.


"Jap, das bevorzuge ich", antwortete er, was im Prinzip aussagte, dass Essam gar keine andere Wahl hatte. Er mochte die Wahrheit sagen - aber er wusste nicht, was die Sith vielleicht noch alles mit ihm angestellt hatten.
"Gern geschehen", brummte er dann. "Du wirst das Ding namens 'Leben' schon schaukeln. Aber jetzt schaffen wir dich erst mal in die Krankenstation."

Marrev führte Essam hinter der anderen Gruppe hinterher, bis sich die Wege in der Station trennten. Eines der ersten Untersuchungszimmer war frei, dort brachte er den Neuankömmling hinein. Sie warteten kurz, bis schließlich ein Heiler den Raum betrat.

"Ihr seid wohl der Neuankömmling, der mir angekündigt wurde?"

Freundlich sah der Mon Calamari zu Essam.

"Nun, dann wollen wir uns einmal ansehen, wie es Euch geht, in Ordnung?"

Coruscant -Jedi-Tempel - Krankenstation, Essam, Marrev & NPC
 
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