Palakwi Rha
Zivilist
[Coruscant - AA-9 Passagiertransporter Aurek-Dorn-3 - Dockanlage eines abgelegenen Raumhafens] Palakwi Rha
Metallisches Klacken und Zischen kündigte ihr an, dass der Moment der Wahrheit gekommen war. Grell drang zwischen der Verriegelung und der Ausstiegsluke des AA-9 Linientransporters Licht ein und blendete sie für einen Augenblick, bevor sich ihre Augen nach den dumpfen Lichtverhältnissen in dem überfüllten Passagiertransporter wieder an normales Sonnenlicht angepasst hatten. Sie hatte sich bewusst schon vor guten zwei Stunden an die Luke gestellt, begierig wieder Luft zu atmen, aus der man nicht alle paar Stunden die Körpergerüche und den Schweiß von tausenden Passagieren filtern musste, neugierig auf diesen neuen Planeten und seine vielfältigen Eindrücke: ihr neuer ‚Kontakt‘ von Corellia hatte berichtet, der ganze Planet sei von einer einzigen Stadt überzogen. Es war für sie schwer vorstellbar. So viele Lebewesen, Kulturen, Orte! Nicht weniger wichtig war aber die aufgestaute Energie, die sie tief in ihrem Inneren spürte. Während der knapp anderthalbtägigen Reise mit dem ausgesprochen Passagiertransporter war sie in ihrer kleinen Kabine, die sie sich noch dazu mit einer Familie rodianischen Familie hatte teilen müssen, quasi eingesperrt gewesen. Das Schiff war zu klein für ausgiebige Läufe gewesen und der schäbig ausgestattete Fitnessraum hatte lediglich ein paar alternde Tretmühlen und einige Geräte zum Training mit dem Eigengewicht geboten. Auch hier war die Notwendigkeit die Geräte zu teilen ihr im Weg gestanden. Das war auch der Grund, weshalb sie ein Art elektrisches Britzeln in ihren Fingerspitzen und Füßen verspürte, dass sie dringend angehen musste, wenn sie nicht launisch werden wollte.
Vor ihren Augen bot sich ein erstaunlich banales Bild: eine schmutzige, weite Landeplattform, die auf ein halbes Dutzend Schalter der Coruscanter Zollkontrolle ausgerichtet war. Palakwi Rha sog tief die Luft ein, der die leicht metallische und säuerliche Note der gefilterten Atmosphäre im Schiff fehlte und spürte eine Welle an überschüssiger Energie durch ihre Gliedmaßen bis in die Lekku-Spitzen schwappen. Energischen Schrittes trat sie voran, wobei sie ihren alternden Rucksack aus zähem Leder über die Schulter schwang. Fast im Laufschritt ging sie auf einen der Schalter zu, wo sie von einem gelangweilt klingenden Zolldroiden empfangen wurde. „Willkommen auf Coruscant, Juwel der Republik und Zentrum der Galaxis,“ blökte der Blecheimer monoton und wies mit einer abrupten Geste auf den bereitstehenden Scanner für das Gepäck. „Bitte legen Sie ihr Handgepäck in die dafür vorgesehene Scan-Position, reichen Sie mir ihren Identichip und treten Sie dann durch den Personensicherheitssensor.“ Die junge Twi’lek nickte knapp und tat wie ihr geheißen, während die ersten der anderen Passagiere langsam die Schalter neben ihr auffüllten und die damit verbundene Geräuschkulisse aus Unterhaltungen, schleifenden Koffern und surrenden Scannern aufbrandete. Mit Interesse musterte sie die vielfältigen Gestalten, die mit ihr gereist waren und bewunderte ihre teils bunte Kleidung und interessanten Mitbringsel, die die Reisenden mit sich brachten. Während sie selbst in den Scanner trat und die Überprüfung anstandslos hinter sich brachte, beobachtete sie eine Gruppe aus mehreren Togruta, zwei Aqualish und einem Ithorianer, die gemeinsam zu reisen schien. Der Kopfschmuck an den Lekku der Togruta waren ebenso vielfarbig wie ihre Kleidung und der Ithorianer trug einen breiten, rostigen Käfig mit einem eigenartigen, gelegentlich schrill kreischenden vierflügeligen Papageien darin. Was diese Gruppe wohl zusammenführte?
Palakwi warf der ungewöhnlichen Reisegruppe einen letzten Blick zu, bevor sie sich ihren Rucksack auf den Rücken warf und sie ihren Handabdruck zum Scan auf das große Pad des Droiden drückte. „Grund für ihre Einreise,“ ratterte der mechanische Zollbeamte fragend. Die Nachfrage ließ ein kurzes Lächeln über ihr Mundwinkel huschen. Die Antwort klang für sie immer noch ebenso magisch wie verwunderlich. „Persönliche Angelegenheiten im Jedi-Tempel,“ antwortete sie schmunzelnd. Nachdem die Touch-Oberfläche des Pads einmal kurz aufleuchtete, zog der Droide das Pad ruckartig zurück und sie konnte darauf einen Schnappschuss der Überwachungskameras mit den dazugehörigen Daten aus ihrer ID: Palakwi Rha, 23 Jahre alt, geboren auf Ryloth. Sie war ebenso erleichtert wie überrascht unter der Spalte ‚Sonstiges‘ keine polizeilichen Vermerke zu finden. Zwar hatte ihr neuer ‚persönlicher‘ Jedi-Freund – oder doch eher Geschäftspartner? Sie war sich unsicher – versprochen sich darum zu kümmern, dass ihr Vorstrafenregister in der Republik eingefroren wurde. Für den Fall der Fälle hatte sie auch ein offizielles Bestätigungsschreiben, dass sie Erlaubnis hatte, unbehelligt zum Jedi-Tempel zu reisen. So wie es schien, hatte er sein Versprechen gehalten. Nicht, dass sie vermutet hatte, sie würde hier in ihre Verhaftung marschieren, weil Jedi-Ermittler Jakiim Vex seinen Teil ihres Deals nicht eingehalten hatte. Der Iktotchi hatte integer gewirkt und, viel bedeutsamer für sie, auf eine eigenartige Weise vertraut. Es fiel ihr schwer es genau auf den Punkt zu bringen, aber etwas in ihr hatte ihr zu bedeuten gegeben, dass sie das Richtige tat.
Umso wichtiger jetzt ihren Teil zu tun: die Twi‘lek hatte Wiedergutmachung für ihre bisherige ‚Arbeit‘ geleistet – Diebstähle im Auftrag von diversen schmierigen Geldsäcken und anderen zweifelhaften Subjekten. Sie hatte den größten Teil ihres (begrenzten) Besitzes verkauft, vor allem aber die ‚Jolly Nomad‘, ihren alternden YT-1300 Frachter. Letzteres hatte sie mehr geschmerzt als alles andere, da das Schiff die letzten Jahre ihr Heim gewesen war und ihr die Möglichkeit geschenkt hatte, sich frei durch die Galaxis zu bewegen. Aber das war nur eine Hälfte des Deals gewesen, weswegen sie die eigentliche Einreisekontrolle schnellen Schrittes hinter sich ließ und sich zur Gepäckausgabe begab, wo sie einen versiegelten, schwarzen Plasteelkoffer entgegennahm, der den zweiten Teil ihres Deals enthielt. Unterhalb des Griffs war ein republikanisches Siegel angebracht mitsamt einem magnetischen Schloss. Sie hatte ihre Waffen darin verschickt, da sie sie nicht offen an Bord mit sich führen durfte und auch das Objekt der Begierde ihres letzten Arbeitgebers war darin, schlicht weil es sicherer war, als es an Bord zu transportieren. Eiligen Schrittes begab sie sich zur lokalen offiziellen Station des republikanischen Zolls an diesem kleinen Raumhafen, wo das Schloss legal entfernt werden konnte.
Palakwi musste schlucken, als sie das Büro gefunden hatte – aber was hatte sie erwartet? Sie hatte günstig reisen müssen, weswegen sie das ranzige alte Passagierschiff gebucht hatte, das selbstverständlich einen ebenso günstigen Raumhafen anflog, der wenig Landegebühren kostete. Eine Schlange an Reisenden, deren Stimmen sich wütend bis frustriert zu überschlagen schienen, begann gute dreißig Meter außerhalb der Türen des Büros. Die Twi’lek fühlte, wie sich etwas in ihrem Inneren verkrampfte und das Britzeln in ihren Fingerspitzen wurde intensiver, aber es half nichts. Sie wartete ungeduldig in der Schlange, wobei sie begann, nervös auf ihren Fußballen hin und her zu wippen und ihr Multitool von ihrem Gürtel elegant in ihrer Hand kreisen zu lassen, bis sie irgendwann auch das einstellte, weil es ihre innere Unruhe nur noch steigerte. Schließlich, nach einer sich endlos anfühlenden Weile, stand sie vor einem mürrisch aussehenden, unrasierten Menschen in Zolluniform, der ihr ein unangenehmes Lächeln entgegenbrachte. „Morgen, Lady. Was kann die Republik heute für Sie tun, hmm?“
[Coruscant - abgelegener Raumhafen in einem ärmlichen Distrikt - lokales Büro des republikanischen Zolls] Palakwi Rha
Metallisches Klacken und Zischen kündigte ihr an, dass der Moment der Wahrheit gekommen war. Grell drang zwischen der Verriegelung und der Ausstiegsluke des AA-9 Linientransporters Licht ein und blendete sie für einen Augenblick, bevor sich ihre Augen nach den dumpfen Lichtverhältnissen in dem überfüllten Passagiertransporter wieder an normales Sonnenlicht angepasst hatten. Sie hatte sich bewusst schon vor guten zwei Stunden an die Luke gestellt, begierig wieder Luft zu atmen, aus der man nicht alle paar Stunden die Körpergerüche und den Schweiß von tausenden Passagieren filtern musste, neugierig auf diesen neuen Planeten und seine vielfältigen Eindrücke: ihr neuer ‚Kontakt‘ von Corellia hatte berichtet, der ganze Planet sei von einer einzigen Stadt überzogen. Es war für sie schwer vorstellbar. So viele Lebewesen, Kulturen, Orte! Nicht weniger wichtig war aber die aufgestaute Energie, die sie tief in ihrem Inneren spürte. Während der knapp anderthalbtägigen Reise mit dem ausgesprochen Passagiertransporter war sie in ihrer kleinen Kabine, die sie sich noch dazu mit einer Familie rodianischen Familie hatte teilen müssen, quasi eingesperrt gewesen. Das Schiff war zu klein für ausgiebige Läufe gewesen und der schäbig ausgestattete Fitnessraum hatte lediglich ein paar alternde Tretmühlen und einige Geräte zum Training mit dem Eigengewicht geboten. Auch hier war die Notwendigkeit die Geräte zu teilen ihr im Weg gestanden. Das war auch der Grund, weshalb sie ein Art elektrisches Britzeln in ihren Fingerspitzen und Füßen verspürte, dass sie dringend angehen musste, wenn sie nicht launisch werden wollte.
Vor ihren Augen bot sich ein erstaunlich banales Bild: eine schmutzige, weite Landeplattform, die auf ein halbes Dutzend Schalter der Coruscanter Zollkontrolle ausgerichtet war. Palakwi Rha sog tief die Luft ein, der die leicht metallische und säuerliche Note der gefilterten Atmosphäre im Schiff fehlte und spürte eine Welle an überschüssiger Energie durch ihre Gliedmaßen bis in die Lekku-Spitzen schwappen. Energischen Schrittes trat sie voran, wobei sie ihren alternden Rucksack aus zähem Leder über die Schulter schwang. Fast im Laufschritt ging sie auf einen der Schalter zu, wo sie von einem gelangweilt klingenden Zolldroiden empfangen wurde. „Willkommen auf Coruscant, Juwel der Republik und Zentrum der Galaxis,“ blökte der Blecheimer monoton und wies mit einer abrupten Geste auf den bereitstehenden Scanner für das Gepäck. „Bitte legen Sie ihr Handgepäck in die dafür vorgesehene Scan-Position, reichen Sie mir ihren Identichip und treten Sie dann durch den Personensicherheitssensor.“ Die junge Twi’lek nickte knapp und tat wie ihr geheißen, während die ersten der anderen Passagiere langsam die Schalter neben ihr auffüllten und die damit verbundene Geräuschkulisse aus Unterhaltungen, schleifenden Koffern und surrenden Scannern aufbrandete. Mit Interesse musterte sie die vielfältigen Gestalten, die mit ihr gereist waren und bewunderte ihre teils bunte Kleidung und interessanten Mitbringsel, die die Reisenden mit sich brachten. Während sie selbst in den Scanner trat und die Überprüfung anstandslos hinter sich brachte, beobachtete sie eine Gruppe aus mehreren Togruta, zwei Aqualish und einem Ithorianer, die gemeinsam zu reisen schien. Der Kopfschmuck an den Lekku der Togruta waren ebenso vielfarbig wie ihre Kleidung und der Ithorianer trug einen breiten, rostigen Käfig mit einem eigenartigen, gelegentlich schrill kreischenden vierflügeligen Papageien darin. Was diese Gruppe wohl zusammenführte?
Palakwi warf der ungewöhnlichen Reisegruppe einen letzten Blick zu, bevor sie sich ihren Rucksack auf den Rücken warf und sie ihren Handabdruck zum Scan auf das große Pad des Droiden drückte. „Grund für ihre Einreise,“ ratterte der mechanische Zollbeamte fragend. Die Nachfrage ließ ein kurzes Lächeln über ihr Mundwinkel huschen. Die Antwort klang für sie immer noch ebenso magisch wie verwunderlich. „Persönliche Angelegenheiten im Jedi-Tempel,“ antwortete sie schmunzelnd. Nachdem die Touch-Oberfläche des Pads einmal kurz aufleuchtete, zog der Droide das Pad ruckartig zurück und sie konnte darauf einen Schnappschuss der Überwachungskameras mit den dazugehörigen Daten aus ihrer ID: Palakwi Rha, 23 Jahre alt, geboren auf Ryloth. Sie war ebenso erleichtert wie überrascht unter der Spalte ‚Sonstiges‘ keine polizeilichen Vermerke zu finden. Zwar hatte ihr neuer ‚persönlicher‘ Jedi-Freund – oder doch eher Geschäftspartner? Sie war sich unsicher – versprochen sich darum zu kümmern, dass ihr Vorstrafenregister in der Republik eingefroren wurde. Für den Fall der Fälle hatte sie auch ein offizielles Bestätigungsschreiben, dass sie Erlaubnis hatte, unbehelligt zum Jedi-Tempel zu reisen. So wie es schien, hatte er sein Versprechen gehalten. Nicht, dass sie vermutet hatte, sie würde hier in ihre Verhaftung marschieren, weil Jedi-Ermittler Jakiim Vex seinen Teil ihres Deals nicht eingehalten hatte. Der Iktotchi hatte integer gewirkt und, viel bedeutsamer für sie, auf eine eigenartige Weise vertraut. Es fiel ihr schwer es genau auf den Punkt zu bringen, aber etwas in ihr hatte ihr zu bedeuten gegeben, dass sie das Richtige tat.
Umso wichtiger jetzt ihren Teil zu tun: die Twi‘lek hatte Wiedergutmachung für ihre bisherige ‚Arbeit‘ geleistet – Diebstähle im Auftrag von diversen schmierigen Geldsäcken und anderen zweifelhaften Subjekten. Sie hatte den größten Teil ihres (begrenzten) Besitzes verkauft, vor allem aber die ‚Jolly Nomad‘, ihren alternden YT-1300 Frachter. Letzteres hatte sie mehr geschmerzt als alles andere, da das Schiff die letzten Jahre ihr Heim gewesen war und ihr die Möglichkeit geschenkt hatte, sich frei durch die Galaxis zu bewegen. Aber das war nur eine Hälfte des Deals gewesen, weswegen sie die eigentliche Einreisekontrolle schnellen Schrittes hinter sich ließ und sich zur Gepäckausgabe begab, wo sie einen versiegelten, schwarzen Plasteelkoffer entgegennahm, der den zweiten Teil ihres Deals enthielt. Unterhalb des Griffs war ein republikanisches Siegel angebracht mitsamt einem magnetischen Schloss. Sie hatte ihre Waffen darin verschickt, da sie sie nicht offen an Bord mit sich führen durfte und auch das Objekt der Begierde ihres letzten Arbeitgebers war darin, schlicht weil es sicherer war, als es an Bord zu transportieren. Eiligen Schrittes begab sie sich zur lokalen offiziellen Station des republikanischen Zolls an diesem kleinen Raumhafen, wo das Schloss legal entfernt werden konnte.
Palakwi musste schlucken, als sie das Büro gefunden hatte – aber was hatte sie erwartet? Sie hatte günstig reisen müssen, weswegen sie das ranzige alte Passagierschiff gebucht hatte, das selbstverständlich einen ebenso günstigen Raumhafen anflog, der wenig Landegebühren kostete. Eine Schlange an Reisenden, deren Stimmen sich wütend bis frustriert zu überschlagen schienen, begann gute dreißig Meter außerhalb der Türen des Büros. Die Twi’lek fühlte, wie sich etwas in ihrem Inneren verkrampfte und das Britzeln in ihren Fingerspitzen wurde intensiver, aber es half nichts. Sie wartete ungeduldig in der Schlange, wobei sie begann, nervös auf ihren Fußballen hin und her zu wippen und ihr Multitool von ihrem Gürtel elegant in ihrer Hand kreisen zu lassen, bis sie irgendwann auch das einstellte, weil es ihre innere Unruhe nur noch steigerte. Schließlich, nach einer sich endlos anfühlenden Weile, stand sie vor einem mürrisch aussehenden, unrasierten Menschen in Zolluniform, der ihr ein unangenehmes Lächeln entgegenbrachte. „Morgen, Lady. Was kann die Republik heute für Sie tun, hmm?“
[Coruscant - abgelegener Raumhafen in einem ärmlichen Distrikt - lokales Büro des republikanischen Zolls] Palakwi Rha



