Auf „ein bestes und ein schlechtestes Jahr“ kann und will ich mich nicht festlegen. Dafür gab es zu viele schöne und auch schlechte Jahre in meinem Leben, wenn ich genau darüber nachdenke. Da jetzt zwei bestimmte Jahre auszuwählen, wäre zu schwierig.
Leider muss ich sagen, dass die (wirklich) guten Jahre bei mir schon weit zurückliegen. Genau genommen ging es im Jahr 2002 steil bergab mit meiner Gesundheit. Zuerst gab es Probleme mit dem Rücken, danach mit der Prostata, anschließend mit den Knien und den Knochen – und zum krönenden Abschluss mit der Psyche. Es folgten Aufenthalte in der Psychiatrie und Kurkliniken.
Ich hatte auch schon mal einen schweren Autounfall und lag auf der Intensivstation. Und was sonst noch alles. Aber das jetzt einzeln aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.
Trotz dieser ganzen… Malessen bin ich eigentlich kein pessimistischer Mensch, auch wenn sich das so anhört. Ich habe nach wie vor Spaß am Leben und an vielen anderen Dingen.
Rückblickend kann ich sogar sagen, dass die schlechten Zeiten auch etwas Gutes hatten. Zum Beispiel habe ich sehr viele nette Menschen unterschiedlichen Alters kennengelernt. Nicht nur Mitpatienten und Mitpatientinnen, sondern auch Ärzte, Ärztinnen, Pfleger, Schwestern sowie Einwohner und Einwohnerinnen. Zusätzlich bin ich an Orte gewesen, an (wunder-) schöne Orte (Süddeutschland), wo andere Urlaub machen, an die ich so nicht hingekommen wäre.
Nun ja, auch wenn meine (gesundheitliche) Problem-Liste lang ist, kann ich sagen, dass das Jahr 2025 für mich jetzt schon ein gutes war. Und zwar aus dem Grund, weil es mir gelungen ist, die Psychopharmaka, die ich sieben Jahre lang nehmen musste, (eigenmächtig) auszuschleichen. Obendrein mit positiven Nebeneffekten…