Hast Du eine Frage zum Rollenspiel?

Eben kann die NR (berechtigt) für ihr Vorgehen kritisiert werden?
Ich glaube, auf diese simple Frage ist die simple Antwort ziemlich eindeutig: Ja :D

Aber genauso gut kann das Vorgehen verteidigt werden.

Vielleicht kannst du das Ganze ja IP umschiffen, indem du sowas schreibst wie "einige Rechtsgelehrte sind der Auffassung ..." etc. Somit müssen wir uns hier kein eigenes Völkerrecht auferlegen :D
 
Noch mal, darum geht es hier aber nicht. Die Aussage, Krieg hätte keine Regeln ist nicht korekt. Es gibt Regeln.
Die Frage, die gestellt wurde, ist, ob die NR alle in der GFFA bei uns geltenden Regeln eingehalten hat oder ob das Gegenteil der Fall ist und sie kritisiert werden kann.

Bitte jetzt nicht zu sehr ausschweifend und theoretisierend werden!

Naja was würde das ändern, ob die NR da Regeln eingehalten hat oder nicht? Das Hauen und Stechen wird ja sowieso kommen, weil die imperiale Propaganda natürlich Stimmung gegen die Republik macht und auf der anderen Seite die Verbindung zwischen C-Virus und Alis Mord unklar ist. Ich würde zb das Virus eher sogar als ne Art Kriegserklärung an die Republik sehen.
 
Jetzt kam im Chat auf, dass man da nicht unbedingt irdische Regeln anwenden kann und ich wollte in Richtung OL fragen was hier die "Metawahrheit" ist, um das mit meinen Charakteren die es interessiert korrekt einordnen zu können. Wurde hier auf dem Papier korrekt gehandelt oder hat die NR sich hier mit einem nicht ganz legalen Kniff einen Vorteil auf dem Schlachtfeld verschafft? Natürlich wird Imperiale Propaganda sich das so zurechtdrehen wie es passt, aber müssen auch NR-Charaktere diese Entwicklung mit Bauchschmerzen betrachten? :D
Aus meiner Sicht hat die Neue Republik bzw. der Kanzler in dieser Situation moralisch fragwürdig gehandelt. Mit dem Angriff wurde die gesamte Republik für einen Planeten in Gefahr gebracht, der nicht (mehr) zur NR gehört – sprich: Es wurden Leben für republikfremde Systeme riskiert. Zudem wurde ein fremder Staat ohne akute, nachweisbare Bedrohung der Republik angegriffen; wie die neue Imperatorin handeln wird, weiß derzeit niemand. Der (IP) für das Virus verantwortlich gemachte Allegious ist nicht mehr am Leben, damit ist der zentrale Staatsfeind der NR entfallen. Ich möchte darüber keine Grundsatzdiskussion führen, sondern lediglich meine Sicht schildern. Die NR muss sich nach einem Angriff ohne formale Kriegserklärung jedenfalls Kritik gefallen lassen – und ihr Anspruch, die „Gute“ zu sein, ist aus meiner Sicht zumindest vorerst beschädigt.
 
Naja was würde das ändern, ob die NR da Regeln eingehalten hat oder nicht?
Deshalb ist das wichtig:
oder ob das Gegenteil der Fall ist und sie kritisiert werden kann.
Ich ergänze eben noch "zu Recht", "nach geltendem Völkerrecht".

Natürlich ist das relevant, wenn dem Spieler das wichtig ist. Wenn es andere nicht juckt ist das auch okay. Wir müssen hier jetzt bitte nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob eine Frage berechtigt ist oder nicht, daher ist hier an der Stelle mit dieser Teildiskussion jetzt schluss.
 
Die NR muss sich nach einem Angriff ohne formale Kriegserklärung jedenfalls Kritik gefallen lassen – und ihr Anspruch, die „Gute“ zu sein, ist aus meiner Sicht zumindest vorerst beschädigt.
Die Frage, die aber dann immer noch im Raum steht, ist, ob es in der GFFA überhaupt formale Kriegserklärungen vor einem Angriff gibt - und das ist relevant dafür, wie man den Angriff bewertet.
 
Selbst wenn es in unserer Ära sowas wie geltendes intergalaktisches Völkerrecht geben sollte, was ich äußerst stark bezweifle, stellt sich die Frage nach Durchsetzungsmechanismen. Während der Weltkriege gab es zwar Völkerrecht (Haager Konventionen), aber die Institutionen dahinter waren Schiedsgerichte und keine Gerichtshöfe mit Zwangsmitteln oder Substituten für diese. Es gab überhaupt keine Handhabe, Verstöße zu ahnden, außer eben durch Diplomatie der einzelnen Staaten und Kriegen und wie das funktioniert und was es gebracht hat, konnte man ja sehen.

Sowas wie den modernen internationalen Gerichtshof, der zusammen mit UN-Organen agiert und inzwischen tatsächlichen Einfluss ausübt, gibt es bei uns nicht. Sowas könnte zwischen der NR und anderen Fraktionen existieren, aber niemals mit dem Imperium, die sich auf sowas im Vorfeld gar nicht erst einlassen.

Wie die Republik intern mit dem Vorgehen des Kanzlers umgeht, steht natürlich auf einem anderen Papier.

Das Imperium kann sich dadurch natürlich als Opfer inszenieren, aber es stellt sich die Frage, ob das überhaupt so gut ist für die Innen- und Außenwirkung. Und ob es nicht ein intelligenter Schachzug des Kanzlers war, dem Imperium die Chance eines starken Präventivschlags zu rauben, den es mit Sicherheit mindestens (!) genauso gut hätte vermarkten können.
 
Die Frage, die aber dann immer noch im Raum steht, ist, ob es in der GFFA überhaupt formale Kriegserklärungen vor einem Angriff gibt - und das ist relevant dafür, wie man den Angriff bewertet.
Meines Erachtens wurde das bisher nie ausdrücklich geregelt. Da wir aber ohnehin vieles aus der realen Welt ins Rollenspiel übernehmen, spricht nichts dagegen, das hier ebenso zu handhaben – ohne es unnötig zu verkomplizieren.

Zu Arlens Frage: Hat die Republik moralisch falsch gehandelt, indem sie ohne Kriegserklärung angegriffen hat? Aus meiner Sicht: ja. Wird es Konsequenzen geben? Ebenfalls ja – vor allem gegenüber der eigenen Bevölkerung und in Hinblick auf mögliche spätere Gespräche mit dem Imperium (die aktuell nicht geplant sind).

Ich werde die beteiligten Systeme weiterhin an ihren eigenen Aussagen messen und danach beurteilen.

Damit ist für mich alles Wesentliche gesagt. Solange das jetzt nicht in eine TaPo-Diskussion abdriftet oder ausartet, belasse ich es dabei.
 
Die Diskussion ist ja mal super spannend! Die moralische Komponente des Angriffs der Neuen Republik wird uns viel Potenzial bieten und zeigt, dass auch eine Demokratie, bzw. die Guten™ nicht immer moralisch gute Entscheidungen treffen, auch wenn sie moralisch gute Intentionen gehabt haben dürften.

Die Frage, die aber dann immer noch im Raum steht, ist, ob es in der GFFA überhaupt formale Kriegserklärungen vor einem Angriff gibt - und das ist relevant dafür, wie man den Angriff bewertet.

Die Lage ist, in Ermangelung eines Star Wars spezifischen Worts, völkerrechtlich (gemäß es gäbe ein Pendant in der GFFA) knifflig. Die Liste der Versuche Kriege als "gerecht" und "richtig" einzustufen, sind so alt wie die Menschheit selbst (bellum iustum usw.), aber mit der UN Charta wurde dies erstmals international anerkannt beschlossen. Wie gut das klappt, ist eine andere Sache, die hier nicht den Raum benötigt, da das hier kein TaPo Thread ist. Auch die kriegsrechtliche Frage, ob Präventivkriege erlaubt sind, obwohl nach internationalem Recht nur Verteidigungskriege legitim sind, führt zu weit, ist aber faktisch gesehen eine Argumentationsmöglichkeit für die Neue Republik im PSW diesen Angriff zu begründen.

Stattdessen ist die Transferleistung nach dem UN Pendant in der GFFA zu suchen und das ist die Alte Republik. Dort trafen (beinahe) alle Spezies der Galaxis im Senat zusammen und verhandelten Rechte und Gesetze, Probleme und Konflikte aus (siehe Episode I). Diese Ordnung zerbrach, als Darth Sidious (bzw. die PSW Version) die Alte Republik zum Galaktischen Imperium transformierte und den (Imperialen) Senat auflöste.

Was also bleibt? Kriegsrecht und Friedensschlüsse gab es bereits auf interplanetarer Ebene, das heißt ein gewisses Verständnis von Kriegserklärungen etc. dürfte es in der GFFA geben. Allerdings auch Kriege, die ohne formale Kriegserklärung gestartet wurden, siehe den Großen Galaktischen Krieg aus Star Wars: The Old Republic:

"But it would not ultimately be conclusive. While a strategic defeat for the Republic, the end of the war left both powers standing, engaged in an undeclared conflict for supremacy on numerous disputed worlds."

Wenn also dort von "undeklarierten Konflikten" die Sprache ist, muss es auch offiziell deklarierte Konflikte geben.

Ein Beispiel mit gewissen Ähnlichkeiten aus dem Legends zur hiesigen Situation stellt der Sith-Imperiale Krieg dar, in dem das Galaktische Imperium unter Roan Fel die Galaktische Allianz (Nachfolger der Neuen Republik) angriff, als vermeintliche Biowaffenangriffe der Yuuzhan Vong zahlreiche Welten verdörrten. Ein Biowaffenangriff, der für einen Kriegsausbruch taugt, ist also dort in ähnlicher Weise valide gewesen. Ich möchte hier natürlich nicht unterschlagen, dass die vermeintlichen Biowaffenangriffe von Sith manipuliert waren um einen Kriegsgrund zu geben, etwas dass ich unseren Jedi nicht vorwerfen würde.
Auch die Klonkriege, so fingiert sie auch waren, begannen offiziell mit der Schlacht von Geonosis, weil zwei Jedi gefangen genommen wurden und diese befreit werden sollten. Der Übertrag aufs PSW ist hier also, dass es durchaus auch in der GFFA legitim erschien einen militärischen Konflikt zu beginnen, um Jedi (in ihrer Position als Hüter der Republik) zu schützen.

Ich persönlich finde für das Rollenspiel interessanter, wie die Charaktere nach ihrem eigenen moralischen Kompass diese Kriegserklärung bewerten. Denn auch wenn ein Krieg vermeintlich rechtens oder illegal ist, kann die Bewertung dessen ganz individuell ausfallen und demgemäß auch inplay für super Diskussionsstoff sorgen. Ich denke auch, dass es gar nicht so abwegig ist, dass egal was der offizielle legale Status ist, auch in der GFFA mit Halbwissen der Charaktere agiert werden kann, die überzeugt sind, dass es absolut gerechtfertigt/ungerechtfertigt ist und wir auch keine definitive Antwort benötigen, ob es nun legal/illegal war. :)

Zuletzt wollte ich noch meinen Dank der OL und der Spielleitung dafür aussprechen, dass sie das rege Interesse der Spielerschaft aufgenommen und (moderiert) ihren Lauf gelassen hat, um uns die Möglichkeit zu geben über dieses doch recht komplizierte Themenfeld von Krieg und Frieden gemeinsam auszutauschen. Ich fand das sehr bereichernd und freue mich auf die inplay ausgespielten Konfrontationen militärischer Natur wie auch über die Bewertung dieser Frage im Senat und woanders. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
An der Stelle würde mich mal das Prozedere der Story interessieren. Wenn ich das im OP Thread richtig gelesen habe, hat die Republik zwei Gefechtsflotten entsandt und direkt das Feuer auf Imperiale eröffnet?
Ich habe die Posts aus Ermangelung an Zeit nicht gelesen, aber welche Truppen wurden denn da angegriffen? Bzw. wer genau? Wurde die imperiale Blockade schon durchbrochen und vor allem: Gab es einen Hilferuf der Wookies?
 
Wenn ich es richtig verstanden habe, so ist es aktuell so, dass verschiedene Zeitlinien bespielt werden:
  • Am Boden sind Chi-Maia Chonda und die Special Forces in Form der Void Fangs dabei die Widerstandsnester zu stärken und Sabotageakte durchzuführen, um eine etwaige Invasion vorzubereiten.
  • Die Kommandogruppe Golan, mir der RSD 'Red Nova' ist dabei die Imperiale Blockade im Orbit über Kashyyyk zu durchbrechen und dürfte von den drei Schlaglichtern die zeitliche Mitte bilden.
  • Das 36. Luftlandebataillon beschreibt die bereits im vollen Gange befindliche Gefecht am Boden und dürfte rein zeitlich die am weitesten fortgeschrittene Stelle im Zeitstrahl darstellen.
Ich glaube wir müssen uns ein System überlegen, da es sonst sehr unübersichtlich werden kann, gleichzeitig verstehe ich das Argument, dass die Spieler der einzelnen Bereiche nicht ewig warten wollen.

Mein Vorschlag wäre daher im Kashyyyk Post eine Liste anzulegen, in der quasi die einzelnen Posts zeitlich sortiert werden, sodass auf einen Blick die zeitliche Einordnung klar ist und wer das Geschehen nachlesen will, dort die aufeinander sich beziehenden Posts direkt finden kann. Ich wäre auch bereit diese Mehrarbeit zu leisten, falls die zeitlichen Ressourcen knapp sein sollten. :)
 
Nein gab es nicht, weder IP noch OP.
Wenn man aber dies hinter den Kulissen so nachträglich einräumen möchte, dann kam dieser „Hilferuf“ max von wenigen Wookies.

Diesen Hilferuf können @Chi-Maia Chonda, @Ozzy gerne im Zuge unserer Operation zur Vorbereitung der Invasion einbauen und dafür die Widerstandsfigur. Chi-Maia Chonda beschrieb in ihrem Post bereits einen Rädelsführer des Widerstands namens Tarrokk, der dafür herhalten könnte. :)
 
Finde die Frage spannend! Ist denn IP schon komplett klar, dass das C-Virus gezielt geschaffen wurde um die NR zu schädigen? Die NR könnte das dann ganz klar als kriegerischen Akt werten, ähnlich wie die USA damals 9/11 zum Bündnisfall gemacht haben, obwohl es keine klassische Kriegserklärung eines anderes Staats gab. Ich meine mich zu erinnern, dass das bei einigen Juristen auch umstritten war. Der Kanzler sieht dann eben das C-Virus als ganz klaren kriegerischen Akt des Imperiums und die NR muss sich klar verteidigen.

Deshalb finde ich es gerade spannend, wenn der Kanzler "vorgeprescht" ist und die NR nun in der Rolle des Verteidiger sieht. Innenpolitisch und, vorausgesetzt wir einigen uns darauf, dass es intergalaktisches Völkerrecht überhaupt bei uns gibt, könnte das Druck ausüben und für ein paar Flecken auf der weißen Weste sorgen.
 
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