Kelada (Kelada-System)

[Kolonien | Kelada-System | Kelada | Kelada-City | Raumhafen | Landebucht 111/9] Tha’klen, Arlen Merillion aka. Darth Kerbal

“Gefühle gibt es nicht, Frieden gibt es. Unwissenheit gibt es nicht, Wissen gibt es. Leidenschaft gibt es nicht, Gelassenheit gibt es. Tod gibt es nicht, die Macht gibt es.”, Tha’klen sprach die Worte seines neuen Meisters ehrfürchtig nach. Der Rote sah abgehärmt aus, so als hätte er seit Wochen nicht richtig geschlafen, und ein gehetzter Ausdruck lag in seinen Augen.

Kaum, dass Tha’klen die Jedihammer betreten hatte deutete Arlen hen sich einen Mantel aus einem der Schränke anzuziehen. Solange sie sich als Sith ausgaben würde es besser sein, wenn man hen für zumindest einen Nah-Menschen hielt. Die Maske, die der Rote bei dem Angriff aufs Kartell selbst getragen hatte, lag ungewöhnlicher weise kalt auf hens Gesicht, dass durch das Chitin sonst nicht so Temperaturanfällig gegenüber Metallen war.

Das Lichtschwert, dass der Rote hen gab wiederum fühlte sich anders in hens Händen an, nicht warm, aber doch gegensätzlich sodass Tha’klen sich dabei erwischte immer wieder vorsichtig eine Hand auf den Griff der Waffe zu legen. “Diese Klinge ist dein Leben”, hatte Arlen gesagt und hen versuchte sich dieser Tatsache bewusst zu werden.

Die nächsten Stunden vergingen für den Verpinen wie im Flug, Tha’klen las die Filmsis durch, die sein Meister hen zum Studium gegeben hatte. Die Schriften enthielten viel oberflächliches Wissen von den Kodizies mal abgesehen und doch gab es in hens Wissensschatz so viele Lücken die hen zuvor nicht bewusst gewesen waren, sodass hen die Filmsis durchaus lehrreich fand.

Nach dem ausgiebigem Studium der Schriften machte hen sich daran das Lichtschwert, dass sein Meister ihm gegeben hatte auseinander zu nehmen. Der Griff bestand aus irgendeinem Knochen, den hen nicht zuordnen konnte, doch darunter befanden sich Dinge mit denen Tha’klen durchaus vertraut war. Der genaue Bauplan eines Lichtschwertes war hen zwar unbekannt, doch die verwendeten Teile waren nicht so drastisch anders als bei anderen Waffen. In Rekordzeit, für einen wenige Stunden in Ausbildung befindlichen Padawan, baute er die Klinge auseinander und setzte sie wieder zusammen.

“Meister, ich habe getan, wie Ihr mir aufgetragen habt. Ich habe außerdem die Ausrichtung des Kristalles in dem Lichtschwert... verbessert.”, Tha’klen suchte für einen Moment ein passendes Wort, zu sagen hen habe die Ausrichtung korrigiert hätte vielleicht arrogant geklungen, vor allem da die Waffe auch mit der alten Ausrichtung funktioniert hatte. Mit der vorherigen Ausrichtung, hatte jedoch die Wahrscheinlichkeit bestanden, dass bei zu viel Einwirkung auf die Klinge in zu kurzer Zeit eine Feedback-Schleife entstand, die irgendwann die Energiezelle überladen hätte. Von der Verkabelung und der Innenseite des Knochengriffes ausgehend würde hen Tippen, dass dies schon mindestens einmal passiert war.

“Wie sehen unsere nächsten Schritte aus Meister? Warum seid Ihr Tatsächlich hier? Zur Unterstützung des Widerstandes hättet Ihr nicht den Gouverneur Unterwandern müssen, daher denke ich euer... unser Auftrag auf Kelada umfasst noch etwas anderes?”

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[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Kelada-City / Raumhafen / Landebucht 111/9 / Jedihammer ] Arlen und Tha'klen

Während Tha’klen damit begann sich mit den Grundlagen des Jediseins und dem Aufbau eines Lichtschwertes zu beschäftigen, versuchte Kerbal noch eine Mütze Schlaf zu ergattern. Dies gelang ihm zu seinem eigenen Erstaunen auch deutlich besser als er es erwartet hatte. Die stetige Geräuschkulisse aus Filmsirascheln, Chitinklacken und technischem Surren schien seinen Geist genügend von seinen zahlreichen Problemen ablenken zu können, dass sich ein wenig Ruhe einschlich. Dies ging so lange gut, bis sein überstrapazierter Geist damit begann eine Reihe stetig eskalierender Träume zu generieren, in denen ein mit Disruptor bewaffneter Gouverneur Antares noch das angenehmste wiederkehrende Element war.

Schließlich also, als Kerbal zum wiederholten Male schweißgebadet hochgeschreckt war, fand er seine:n Schüler:in dabei vor wie er:sie grade das Jedischwert wieder zusammensetzte. Der:die Verpine, der:die den Sith kommen gehört hatte, schaute auf und teilte mit, die aufgetragenen Aufgaben erfolgreich abgearbeitet zu haben. Seine:ihre Mitteilung die Ausrichtung des Kristalls ‚verbessert‘ zu haben brachte ihm:ihr einen gequälten Gesichtsausdruck Kerbals ein, der sich jedoch jeglichen Kommentars enthielt. Stattdessen nickte er.


„Gute Arbeit, Schüler. Du scheinst über ein natürliches technisches Gespür zu verfügen. Bau nachher auch mein Lichtschwert auseinander. Vielleicht findest du auch dort was zum Verbessern und wenn nicht wird es dir weiter helfen Lichtschwerter zu verstehen.“

, der Sith machte eine kurze Pause, dann fuhr er fort:

„Also gut, zum Nächsten: Ich bin eine imperiale Patrouille. Was suchst du hier und wo sind deine Papiere?“

Kerbal verschränkte seine Arme und sah Tha’klen mit einem Mal stechend an. Wenn er seine:n Padawan mit nach draußen nehmen wollte, musste er sehen ob diese:r angemessene Ausreden aus dem FF erfinden konnte. Nachdem der:die Verpine geantwortet hatte, war es an ihm:ihr eine Frage zu stellen. Tha’klen wollte Details zu Kerbals Auftrag wissen, woraufhin dieser nickte. Mit einem Seufzen setzte der Sith sich auf eine Kiste und sah seine:n Padawan eindringlich an.

„Der Hauptteil meiner Mission ist durchaus dem Widerstand unter die Arme zu greifen. In der aktuellen Phase geht es jedoch in erster Linie darum interne Informationen und Mittel aus der Verwaltung weiterzuleiten. Dieser Teil hat zuletzt etwas gelitten, da der Gouverneur darauf bestand mich ins Feld zu schicken. Als Haus-Sith von Antares kann ich eine Menge Gutes bewirken, wie zum Beispiel bestimmte Informationen abfangen, wichtiges Personal retten, oder empfindliche Ziele für einen Angriff markieren.“

, kurz hielt Kerbal inne und nahm einen langen Zug aus einer Wasserflasche, ehe er fortfuhr.

„Der zweite Teil meines Auftrags – von dem auch der Gouverneur weiß – ist einen hier auf Kelada verborgenen Jeditempel aufzuspüren. Antares glaubt ich will ihn ausrauben, in Wahrheit will ich die dort vorhandenen Artefakte bergen. Das dritte und letzte Ziel, ist quasi brandneu. Ich weiß seit etwa gestern, dass zwei waschechte Sith auf dem Planeten aufgetaucht sind. Ich werde Informationen über sie sammeln und dann entscheiden, wie mit ihnen umzugehen ist. In einem perfekten Universum kann ich sie unschädlich machen, aber ich glaube das wird nicht ganz einfach, vor allem wenn die mit uns Streit anfangen anstatt umgekehrt. In jedem Fall ist das Risiko hoch, dass es in meinem Dunstkreis in Bälde recht ungemütlich wird. Deswegen werden wir dir als nächstes grundlegende Selbstverteidigung beibringen. Schnapp dir deine Maske und komm mit.“

Nachdem Kerbal sich davon überzeugt hatte, dass Tha’klen in Verkleidung als vage humanoide Gestalt durchging, packte er rasch einige Dinge ein und betätigte den Knopf der Laderampe. Ihr Weg führte sie aus dem Schiff hinaus und einige Minuten in die Nähe des Raumhafens. Kerbal kannte die Strecke, war er sie doch schon einige Male auf eigene Faust und sogar für den Gouverneur gegangen. Sein Ziel war der Unterschlupf auf Beggar’s Lane, wo er für Antares jene unglückliche Schaar Obdachloser festgesetzt hatte. Noch immer war der Zugang abgesperrt und nach seiner Aktion hatte sich niemand getraut in dem Gewölbe einzunisten. Alles in allem war es keine schlechte Trainingshalle, da die Imperialen nicht in dieses Viertel kamen, wenn sie nicht mussten und die Einheimischen etwaige verdächtigen Geräusche vermutlich einfach ignorieren würden.

„Zieh dein Lichtschwert und imitiere meine Position.“

, sagte Kerbal, nachdem Meister und Padawan ihren Trainingsbereich notdürftig abgesteckt hatten.

„Es gibt eine Reihe von Stilen, in denen gekämpft wird, aber dich braucht erstmal nur einer zu interessieren. Form III, auch als Soresu bekannt, ist nämlich die, mit der wir dich am besten am Leben halten können. Denke ich. Sie ist eine Hybridform, die sowohl Blasterschüsse abwehren kann und sich auch in Duellsituationen nicht schlecht schlägt.“

Langsam und bedächtig demonstrierte Kerbal einige Schritte und Schwünge und kontrollierte dann streng, wie gut sich sein:e Schüler:in schlug. Als er sich sicher war, dass Tha’klen das Prinzip verstanden hatte, erhöhte er die Schwierigkeit und zog eine Blasterpistole aus der Tasche.

„Die Pistole ist so eingestellt, dass ein Treffer zwar zwiebelt, dich aber nicht verletzen wird. Versuche mit der Technik, die ich dir grade beigebracht habe, die Bolzen, die ich auf dich schießen werde abzulenken.“

Gesagt getan und Kerbal verbrachte einige Minuten damit Blasterbolzen an die gleiche, präzise Stelle zu schießen, bevor er damit begann sein Schussmuster zu variieren. Für sein erstes Mal schlug Tha’klen sich nicht schlecht und nach vielleicht einer Stunde nickte Kerbal zufrieden.

„Gut. Das war der einfache Teil. Fang!“

Mit einem gequälten Grinsen zog Kerbal eine Rolle Paketband aus der Tasche und warf sie dem:der Verpine:n zu.

„Kleb damit die Augenlöcher deiner Maske ab. Sieh zu, dass du wirklich nichts mehr siehst. Gut. Jetzt aktiviere deine Klinge und konzentriere dich auf sie. Jetzt konzentriere dich auf mich. Versuch mich zu spüren. Versuch die Macht zu spüren. Lasse sie deine Hände lenken.“

Kerbal legte an und schoss Tha’klen einen Blasterbolzen vor die Brust, der:die Padawan protestierte.

„Konzentriere dich! Denke nicht. Spüre!“


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Kelada-City / Industriegebiet / Beggar's Lane / Alte Droidenfabrik ] Arlen und Tha'klen
 
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Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von"Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot vonSpeederbikes
Inventar:Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp,Chronometer - Modell 7643 (https://starwars.fandom.com/wiki/Time_Piece_Model_7643) mit KOMM-Gerät, integrierten Holoprojektor und integrierten Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen), farbige Steine, Datenkarten​

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina] Adras Algorab​

Die Nacht war kurz, doch der nächste Tag stand an. Nachdem sie sich etwas frisch gemacht, den Müllgestank vom Vortag durch neue Kleidung beseitigt hatte, ging sie auf die Straße, direkt am Platz des imperialen Friedens vorbei. Die Statue das ehemaligen imperialen Helden stand immer noch grotesk und hässlich wie zuvor, doch ihr Ziel war der ehemalige Sitz des Präfekten. An der Straße angekommen, sah sie ein Zeichen, dass etwas für sie hinterlegt wurde. Sie ging unauffällig Richtung eines Geschäftes, betrat dieses aber nicht, sondern betrat eine Gasse zum Hinterhof. Im Hinterhof angekommen, durch die steinerne Fassade, vorbei an einem Holzlattenzaun, schob sie eine Holzsprosse beiseite, die wohl mit Absicht lose war und zwängte sich durch den Holzzaun auf den Hinterhof. Kurz schaute sie sich um und nahm den direkten Weg zu einer Steinplatte, die mit mehreren Steinplatten einen Weg durch das verwilderte Grund bildete. Sie klappte die Steinplatte hoch und sah eine Datenkarte an der Rückseite der Platte entgegen. Mit einem schnellen griff, riss sie die Datenkarte von der Platte, die nur bedürftig dran geklebt wurde und hinterließ das Versteck unberührt wie zuvor. Schnell rannte sie zum Gartentisch, der mit vier Holzstühlen gesäumt wurde und griff den metallischen Aschenbecher, der auf diesen Stand. Mit einfachem Griff, legte sie den Aschenbecher auf den Kopf und verschwand durch einen Hintereingang vom Hof. Der umgedrehte Aschenbecher war ein Signal, dass sie die Datenkarte erhalten hatte. Doch sichten musste sie sie noch. Unauffällig ging sie durch das Treppenhaus eines Wohnkomplexes und fand sich auf einer erwachten Straße wieder, die langsam lebhafter wurde. Im Vorbeigehen, griff sie nach ihrem Portacomp und lud die Datenkarteein, um dessen Inhalt in Erfahrung zu bringen. Dort standen eine Vielzahl an Anweisungen, was sie heute zu tun hatte. Als Erstes, sollte sie zum Raumhafen von Colina gehen und an der Landebucht 36 A,hinter einer Kiste eine Kiste mit bestimmten Aufdruck dessen Inhaltan sich nehmen.

An der Landebucht 36 A angekommen, sah sie einige GONG-Droiden, Sturmtruppler und Passagiere herum gehen. Sie betrat die Landebucht und tat so, als wäre sie ein Passagier, hielt auf die Ladeklappe miteiner kleinen Gruppe drauf, bog aber vorher ab, um das hintere Areal zu erreichen. Ihr Erscheinen wirkte nicht sonderlich auffällig, dasie sich der Umgebung gut anpasste. Sie sah diverse Kisten gestapelt, doch die besagte Kiste fand sie erst auf den zweiten Blick. Sie öffnete besagte Kiste und holte etwas Eingewickeltes hinaus, verstaute sie in ihre Umhängetasche und versuchte sich still und heimlich zu verdrücken. Das besagte Objekt war ein Elektrofernglas, dass für irgendwas gebraucht wurde.

Laut ihrer Datenkarte sollte sie nun Richtung Gefängnis gehen, zu einer Häuserreihe. Am vorgegebenen Haus, sollte sie den Eingang und Treppenhaus nach oben nehmen, direkt aufs Dach. Mit sicheren Schritten, betrat sie das vorgegebene Gebäude, was unscheinbar wirkte, wie alle anderen Wohnhäuser hier. Oben auf den Dach angekommen, sah sie sich einem leeren Dach gegenüber, mit einer hölzernen Kiste entgegen. Laut Datenkarte, sollte sie nun die Kiste öffnen, die recht groß wirkte, fast so groß, dass ein Mensch darein passen würde. Sie trat näher an die Holzkiste, sah die Beschriftung samt Pfeil, die nur dazu einlud, sie zu öffnen. Sie öffnete die Kiste, zog an einer Seite, auf die ein Pfeil an derKiste deutete und klappte die Seite der Kiste auf. Die Kiste war insoweit leer, dass sie ein Seil an der Rückseite der geöffneten Holzwand sah und auf der gegenüberliegenden Wand einen Sichtschlitz. Sie studierte dann den weiteren Schritt und ihr Gefühl bestätigte sie, als sie las, sie soll in die Kiste mit dem Elektrofernglas steigen und mit diesem zwischen den Häusern auf das Haupttor des Gefängnisses schauen. Mürrisch las sie weiter, was sie überhaupt weiter tun sollte. Etwas, was sie von Anfang an tun sollte anstatt gleich jeden einzelnen Punkt zu befolgen. Weiter hieß es, dass sie sich in der Kiste verstecken sollte – daher auch das Seil, um die Wand hinter sich wieder zu schließen, wenn man drin saß – und für zwei bis vier Stunden alles beobachten und notieren, wer wann, was, wo, wie das Gefängnis betrat, beziehungsweise verließ. Zähneknirschend, packte sie das noch eingewickelte Elektrofernglas aus, krabbelte in die Box, setzte sich im Schneidersitz hin und fischte blind mit der Hand hinter sich, das Seil ergreifend und über die Schulter ziehend, bis die Holzwand sie wieder verbarg. Es war später Vormittag und in ihrer Box hatte sie genug Licht um zu erkennen, dass die Box sogar eine Art Haken hatte, wo sie das Seil einhaken konnte, damit die Klappe nicht auf ging. Kaum eingehakt, griff sie sich ihr Portacomp auf den Schoß, nahm eine Datenkarte und bewaffnete sich mit dem Fernglas, um Tag, Zeit, Ort zu notieren. Sie notierte wie gewünscht jede Person, die das Gefängnis betrat und verließ. Darunter: Alter, Geschlecht, Rasse, Aussehen (so genau wiemöglich), samt Kleidung, Größe, alles was sie erblickte. An sich ein einfacher Observationsauftrag, doch auch wenn der Beobachtungsposten genial war, war die Dauer quälend. Lange tat sich nichts. Nur rum sitzen, hoffen, dass die Zeit verging und notieren.

Als die vier Stunden vergingen, löste sie das Seil und die Klappe hinter ihr fiel wieder glücklicherweise auf. Wäre ungünstig, wenn sie darin gefangen bliebe. Sie schob sich aus der Kiste, streckte sich seufzend ausgiebig und verschloss die Klappe wieder, um sich zur Dachtür zu begeben, weg von neugierigen Blicken. Zuletzt stand, dass sie die Informationen – wie zuvor unter die Steinplatte bringen sollte, wo sie die Datenkarte fand - aber das Elektrofernglas in der Box lassen sollte. Sie zählte Eins und Eins zusammen und erkannte, dass dieser Observationsposten wohl noch für Andere genutzt werden sollten. Nachdem sie das Fernglas in der Box deponiert hatte, verfasste sie einen Zusatz zu ihren Beobachtungen, dass solche Beobachtungsposten erweitert werden sollten, Datenkarten oder Data-PADDs bereit gestellt werden sollten – für den Fall, dass Beobachter keine PADDs zur Verfügung hatten – und man sich Gedanken machen sollte, damit die Beobachter nicht stundenlang an Ortund Stelle verweilen mussten. Dies würde bestimmt Arbeitskräftebinden, aber wenn es darum geht, eine flächen- und zeit deckende Observation durchzuführen, musste die Idee perfektioniert werden. Bevor sie vom Dach verschwand, schaute sie nochmal misstrauisch gen Box und öffnete diese nochmal. Sie griff das Fernglas und versuchte ihre Fingerabdrücke best möglichst vom Fernglas abzuwischen, sollte dies später gefunden werden. Ein weiterer Punkt, den man berücksichtigen sollte. Auch diesen Punkt notierte sie pedantisch in die Datenkarte und verließ das Dach, um die Karte wieder an ihren Ort zu bringen.

Gegen Nachmittag hatte sie vorerst 'Feierabend', worauf sie sich etwas zu Essen besorgte und etwas Sport machte, um ihre steifen Muskeln aufzuwecken. Die stoische Observation war sie gar nicht gewöhnt. Still herum sitzen und nur beobachten. Während sie ein paar Muskel-und Kardio-Übungen machte, ging ihr durch den Kopf, wie man die Idee auf das Gefängnis erweitern, auf den Sitz des Präfekten, die Polizeiwache und Garnisonsstation ausweiten können. Weiterhin müsstein Kelada City das gleiche angewendet werden. Das Verwaltungsgebäude, die Polizeistation, die imperiale Garnison, das Neutronium-Arbeitslager, wo viele Aliens zu unrecht als Arbeitssklaven festgehalten wurden und die imperiale Verbrennungsanlage, wo wohl die Leichen verbrannt wurden. Das hieß wohl für die nächsten Tage, Kelada City und ein paar Bekannte besuchen gehen.

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina] Adras Algorab
 
[Kolonien | Kelada-System | Kelada | Kelada-City | Raumhafen | Landebucht 111/9] Tha’klen, Arlen Merillion aka. Darth Kerbal

Nachdem sich sein Meister die Arbeit an dem Lichtschwert angesehen hatte, nickte er bloß. Dann trug er ihm auf auch das andere Lichtschwert später auseinander zu nehmen und sicherzustellen, dass es einwandfrei funktionierte. Falls hen etwas zum Verbessern fand gut, falls nicht auch gut, so bekam hen zusätzliches Training.

Dann stellte er Tha’klen eine knifflige Frage.
“Ich bin Mechaniker und ein Kunde wollte das ich mir sein Schiff ansehe, weil er ein Problem mit der Anti-Grav ausrichtung seiner Repulsoren hat, wenn er mit dem Schiff in den Landeanflug übergeht. Hier ist meine ID und das hier ist mein...” ,

Tha’klen stockte, die Ausrede war nicht schlecht, gespickt mit genügend Details, um sie glaubhaft zu machen. Jedoch hatte hen seinen neuen Aufzug und Ihre neue Tarnung vergessen.

“Ich denke ich muss mich an die neue Tarnung noch gewöhnen, Meister.”, dann räusperte sich der Verpine und antwortete: “Ich bin der Schüler von Darth Kerbal und stehe als Sith in den Diensten des Gouverneurs. Meine Waffe wird euch als Identifikation genügen...”, bei den letzten Worten nahm hen die Waffe vom Gürtel bereit sie zu zünden.

Diese Antwort schien seinen Meister zufrieden zu stellen, also stellte hen stattdessen seinem Meister eine Frage nach der Mission. Die Ausführungen seines Meisters endeten damit, dass es Zeit wurde, dass Tha’klen lernte sich seiner Haut zu erwehren.

Der beste Angriff den hen haben konnte wäre zunächst eine zuverlässige Verteidigung, und die Form III des Lichtschwertkampfes “Soresu” war genau darauf ausgelegt Verteidigung. Egal ob im Kampf gegen Blaster oder gegen einen Nahkämpfer diese Technik sollte hen schützen und am Leben halten, bis der Rote hen helfen konnte.

Also begannen sie mit dem Training, der Rote hatte keine Zeit ihn mit einer Trainingswaffe auszubilden, entweder lernte der Verpine oder er starb. Also aktivierte hen zum ersten Mal die Waffe, die sein Meister ihm gegeben hatte und eine leise Summende schwarze Klinge fuhr aus dem Knochengriff der Waffe. Im Vergleich mit dem aggressiven Fauchen, das die rote Klinge, die sein Meister in der Hand hielt, klang das Jedi-Schwert ausgeglichen und ruhig. Dieser Umstand ließ auch Tha’klens Aufregung und Nervosität etwas abnehmen und konzentriert folgte er den ersten Stellungen, die sein Meister ihm zeigte.

Langsam und methodisch arbeiteten sich die beiden Jedi durch die Grundstellungen des Soresu, an körperliche Arbeit gewöhnt und durch seine Insektoide Physis nicht durch unzureichende Muskeln oder Beweglichkeit gehemmt fiel es Tha’klen erstaunlich leicht die Bewegungen korrekt auszuführen. So blieb es bloß sie oft genug zu wiederholen, dass sie in hens Gedächtnis verankert wurden und irgendwann einem Reflex gleich ausgeführt werden konnten. Schon bald fügte der Rote weitere Stellungen und Abläufe hinzu und ließ seinen Padawan von einer in die andere Stellung wechseln, wobei er die Abläufe alterierte, sodass Tha’klen nicht bloß ein Muster abrief, sondern tatsächlich auf die Anweisungen und in einem echten Kampf auf seine Gegner reagieren musste.

Schließlich zückte der Rote eine Blasterpistole und forderte seinen Schüler auf die abgefeuerten niedrigenergiebolzen abzuwehren. Nach einer Weile bekam hen es langsam hin die Bolzen zuverlässig abzuwehren und selbst bei einem alterierenden Schussmuster nicht von den Bolzen erwischt zu werden.

Nachdem sie dieses Training eine gefühlte Ewigkeit fortgesetzt hatten, war der Rote hen eine Rolle Paketband zu und verlangte von dem Verpinen die Sehschlitze seiner Maske zuzukleben. Dann verlangte er, dass Tha’klen erneut den Blasterbolzen blockierte, und das ganz, ohne etwas zu sehen. Der Bolzen traf den Verpinen zielsicher in die Brust. Hen war sicher, ohne das Schützende Chitin seiner Haut hätte der Treffer noch deutlich mehr weh getan und fluchte. Wie sollte er einen Angriff parieren, den er nicht sehen konnte.

“Das ist doch hirnrissig, Meister. Ich kann die Energie, die der Bolzen abgibt, nicht fühlen, und wenn ich nichts sehe, weiß ich nicht, wo ich die Klinge hinhalten soll.”

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[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besucherbar] Anthony Antares, Darth Angelus, Shiqjat, Leibgardisten, andere NPCs


Nachdem
Anthony erwähnte, dass jeder irgendwo seine Grenzen hätte, reagierte sein Gegenüber mit einem wölfischen Lächeln und einem Zucken der Schultern. Darth Angelus philosophierte: Er betonte die Wichtigkeit von Grenzen, dass es galt, sie zu übertreten, mit ihnen zu „spielen. Beide täten das.

Schmunzelnd nickte der Gouverneur, nahm einen Schluck vom Drink und antwortete:


„Sie haben das Spiel verstanden, Darth Angelus. Es liegt an…Menschen…wie uns, diese Welt zu verändern, sie neu zu definieren, nicht an den bestehenden Möglichkeiten gekettet zu bleiben. Irgendwer muss es tun.“

Dass die beiden diese Sicht zu teilen schienen, sagte dem Gouverneur zu. Womöglich hatten die beiden Männer nicht die exakt selben Vorstellungen darüber, wie die Galaxis zu sein hätte, doch sie verstanden, wie sie funktionierte. Worte waren zwar niemals so viel Wert, wie taten, doch auch auf non-verbaler Ebene schien Darth Angelus zu verstehen, dass Anthony es ernst meinte, wenn es darum ging, nicht völlig planlos in den Blutrausch zu verfallen. Er schien es zu akzeptieren, auch wenn er wusste, dass es mit Nettigkeit und Diplomatie nicht funktionieren würde.

Angelus fügte hinzu, dass Anthony auf Erfolge aus sei, genauso wie er selbst. Anthony wäre pragmatisch und ambitioniert und solle sich nicht durch Netiquette und dem Verlangen nach Zurückhaltung seines Gegenüber trüben lassen.


„Ich bin, was die Umstände von mir erfordern“, gab Anthony kurz wieder, bevor er sich zu Angelus neigte.

Auf Anthonys Frage hinweg, ob Darth Angelus für eine Kooperation, wie der Gouverneur sie schilderte, zu haben wäre, nickte er mit einem musternden Blick. Betonend erläuterte er, dass es seine Jagd und die des Gouverneurs wäre. Er könne nichts mit verweichlichten Imperialen anfangen und würde diejenigen verschonen, die dem Imperator treu wären. Der Erfolg gehöre nur den beiden. Der letzte Satz war es, der den Gouverneur nicht im Ansatz gefiel. Das Streben nach Erfolg war immer ein Bestandteil allen Denkens und Handelns. Doch war Anthony nicht auf persönlichen Erfolg aus. Zumindest nicht, wenn der Erfolg und das Wohlergehen Keladas und des Imperiums als Ganzes nicht zuerst kamen.

Auf die Frage, was er dazu sagen würde, antwortete er selbstbewusst:

„Respektieren wir beide unsere Bedürfnisse und stellen den Erfolg für Kelada und das Imperium dorthin, wo es unsere Pflicht ist, ist das der Beginn unserer Jagd!“

Angelus reichte dem Gouverneur die Hand, woraufhin Anthony jene ergriff und mit festem Griff schüttelte. Dabei fügte er noch hinzu, dass er alles über den anderen Sith wissen müsse. Sein Begleiter würde ihn aufspüren. Anthony richtete sich auf, griff noch einmal zum Glas, um einen letzten Schluck zu nehmen, und richtete dann seinen Kragen.

„Wir haben einen Deal, Darth Angelus“, sprach Anthony mit ausgestreckter Hand in Richtung des Ganges deutend, „lassen Sie uns doch im Besprechungssaal fortfahren.“

Alle drei machten sich auf den Weg zum Besprechungsraum, wo sich auch der große Holotisch befand. Doch Angelus uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Informationen, die Anthony vorlagen, zu gewähren, war nicht im Interesse Anthonys. Die gröbsten Informationen konnte Angelus erhalten, doch galt es, Kerbal nicht völlig auszuliefern. Ganz getreu dem Spruch „Divide et impera“, musste Anthony dafür sorgen, dass keiner der beiden dem anderen völlig ausgeliefert war. Im Äußersten würde ihm das sicherlich zugutekommen.

So erklärte Anthony:
„Nun, unser Wissen über den Sith, Darth Kerbal, ist stark begrenzt. Bisher leistet er aber angemessene Arbeit, die meine Männer etwas entlastet."

Im Besprechungssaal angekommen, gingt die Gruppe zum Holotisch hinüber. Nach kurzem Tippen erschien ein Bild des Sith. Das war das Mindeste, was Anthony zeigen musste. Hätte er nicht einmal ein Hologramm zur Verfügung stellen können, wäre es auffällig gewesen. Mit dem Körper dem Hologramm zugewandt, schwenkte Anthonys Blick zu Darth Angelus.


„Das ist er. Kein Mensch, wie Sie sehen können, aber dafür ein gutes Nutztier.“


[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besprechungssaal] Anthony Antares, Darth Angelus, Shiqjat, Leibgardisten, andere NPCs
 

Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf:Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von"Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot vonSpeederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp, Chronometer - Modell 7643 mit KOMM-Gerät, integrierten Holoprojektor und integriertenSecurity-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen),farbige Steine, Datenkarten​

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina] Adras Algorab

Einpaar Tage später. Adras machte sich früh Morgens auf den Weg nach Kelada City. Mit Öffentlichen Verkehrsmittel und einer zweistündigen Fahrt, gelang sie sicher am Hauptverkehrsknoten von Kelada City. Zudieser Zeit herrschte reges Treiben, besonders von den ankommenden Pendlern, die im Umland angereist kamen, um in der Stadt zu arbeiten. Die Rattataki ging zum Hauptterminal, an den die Linien und Zeiten der Verkehrsmittel abzulesen waren. Genau hier sollte sie von einer Freundin - eine Otavi namens Edaara Tumell – abgeholt werden. Die Otavi warmenschenähnlich, nur mit etwas blasserer Haut und schwarzen Haaren. Doch würde man Edaara neben eine andere Menschenfrau stellen, würde man keine großen Unterschiede feststellen. Adras wartete eine ganze Weile und in ihr wuchs die Ungewissheit, dass ihre Freundin sie überhaupt abholte. Immerhin könnte sie auch verhaftet werden oder etwas zugestoßen sein. Nach knapp einer Viertelstunde, gesellte sich eine krumm gehende alte Dame mit grauen Haare und Stock neben sie und sprach sie mit brüchiger Stimme an, auf wen sie warte. Adras – nicht scheu – erwiderte, dass sie auf eine Freundin warte, worauf die ältere Dame nur schmatzend nickte und meinte, dass ihre Freundin wohl schon da sein, sie aber sie nicht sehe könne. Adras' Stirn warf sich in Falten und versuchte die ältere Frau etwas abzuschätzen. Jetzt erst bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Die Kleidung wirkte etwas zerschlissen, die Körperhaltung zwar krumm, aber irgendwie auch atypisch. Zu bucklig, doch besonders die Schuhe fielen Adras ins Auge. Zu sauber. Mit schmalen Blick, fragte sie:

Adras: „Edaara?“

Doch die alte Frau fühlte sich nicht angesprochen, leckte sich die Lippen und schmatzte vor sich, bis sie amüsiert wieder gab, mit viel freudiger und jugendlicher Stimme:

Edaara: „Dir kann man aber auch nichts vormachen. Was hat mich verraten?“

Die Situation löste sich heiter auf, als Adras ihre Freundin erkannte und sie sich freudig umarmten, doch Edaara intervenierte schnell und meinte, dass sie den Ort wechseln sollten. „Zu viele Ohren und Augen.“ Schnell verließen sie die Haltestelle und drängten sich durch die Massen in die Stadt, vorbei an einigen Geschäften, direkt in eine Boutique. Edaara zog die drahtige Rattataki zu einer Umkleide und ließ sie davor warten, während die Otavi sich umzog. Etwas Smalltalk treibend, erklärte Adras, dass sie sich schon Gedanken gemacht hatte, wo sie bliebe, doch während in der Kabine nur Raschel-Geräusche zu hören waren, erklärte die junge Frau, dasssie die Gelegenheit ausnutzen musste, um zu prüfen, wie gut ihr Kostüm war. Als Edaara aus der Kabine trat, sah sich Adras einer hochgewachsenen Frau, mit sanduhrförmigen Körper und schwarzen Haaren entgegen. Sehr feminin und liebreizend, aber der Kleidungsstil nicht zu auffällig. Beide wirkten etwas konträr zueinander. Adras fast schon burschikos aufgrund der Kleidung, Edaara hingegenweiblich. Adras blinzelte mehrfach verwundert zu ihrer Freundin und war etwas erstaunt und überrascht zugleich, wie gut und schnell sie ihre Erscheinung verändern konnte. Mit einem Nicken, zog die Otavi ihre Freundin aus den Laden, ins nächste Transportmittel, um zügignach Hause zu gelangen, wo sie sich in Ruhe austauschen konnten.

Sofern es die Umgebung zuließ, flüsterten sie und tauschten sich zuerst über die Verkleidung aus. Schnell kam heraus, dass Edaara als Maskenbildnerin einiges an Erfahrung hatte, sich oder andere Menschen „neu zu erfinden“. Dann begann die drahtige Rattataki davon berichtete, dass der Austausch von Datenkarten über tote Briefkästen sehr gut funktionierte und auch einige Beobachtungsposten auf Colina gelangen. Doch Masken oder Kostüme noch keiner auf die Idee gekommen sei. Weiter, wurde sie noch nicht informiert, wie allgemein der Stand der Dinge auf Colina sei, aber um sich ein paar Ideen von Kelada City zu holen, war nie verkehrt. Davon ab, ein paar alte Freunde wieder zu sehen, war nie verkehrt. Etwas am Rand der Stadt angekommen, gingen sie direkt in Edaara's Unterkunft, worauf die Otavi ihren Rucksack verstaute und Adras sich etwas umschauen konnte. Natürlich war sie hier schon einige Male, wieder fand sich am Küchen- und Speisetisch eine Menge technischer Werkzeuge und Geräte, die alle von Malric Edaara's Partner – stammen.

Adras: „Woran arbeitet Malric dieses mal?“

Sie ließ ihren Blick über die Utensilien streifen und erkannte Bauteile eines Droiden, während ihre Freundin die Kostüme aus den Rucksack in den Nebenraum verstaute.

Edaara: „Er versucht einige Kameras und Mikrofone in einen Maus-Droiden zu verbauen. Auch Rauchmelder hatte er schon umgebaut, doch das Hauptproblem sind die Geldmittel, um sie in der Masse zu verteilen und die gewonnenen Daten zentral zu sammeln.“

Die filigrane Frau betrat wieder den Raum, schob einige Bauteile vom Tisch und richtete einen Sitzplatz für Adras her, um ihrer Freundin einen angenehmen Sitzplatz anbieten zu können. Schnell bereitete sie einen Kaff vor und sprach:

Edaara: „Wir hatten uns auch gedacht, eigene falsche Vögel mit Kameras auszustatten oder Parabolrichtmikrofone zu verwenden, doch wir müssten Vögel verwenden, die hier heimisch wären. Nur kennen wir keinen Präparator, der tote Vögel aufbereitet. Auch Richtmikrofone mit Kopfhörer sind recht schnell organisiert und schon im Einsatz, doch zum Beispiel das Verwaltungsgebäude, die Polizeistation oder die imperiale Garnison ist zu weit weg, als dass wir von weiten rein hören könnten. Davon ab, wären zu viele Störgeräusche dazwischen. Daher haben wir uns gedacht, dass wir Maus-Droiden zum infiltrieren nutzen. Sei es drum. Vor ein paar Tagen haben einige Widerstandskämpfer den Gouverneur im Industriegebiet, auf dem Haupt-Fabrikgelände angegriffen. Auch wenn wir dem nicht zustimmten, haben einige sich dafür ausgesprochen und sind... gescheitert.“

Ihre Stimme klang zum Ende hin recht traurig und enttäuscht, doch dann etwas erhellend:

Edaara: „Doch ihr Opfer war nicht vergebens. Einige schafften es ein paar Wanzen und Kameras anzubringen. Darauf hin konnten wir zumindest ein Bruchteil des Geschehens mitverfolgen und analysieren. Speziell jetzt das Vorgehen der Sturmtruppler, die Leibgarde des Gouverneurs und den Gouverneur selbst. Natürlich sind die Daten im nach hinein kaum nützlich, weil Zugänge und Gemäuer beschädigt wurden. Dadurch wurde ein Teil der Wanzen zerstört oder blockiert. Wichtigere Orte wie das Hauptquartier wurde erst gar nicht verwanzt, worauf die Aktion aus der Sicht ein Fehlschlag war. Doch wir haben noch ein paar Ideen. Am Stadtrand, hier in der Nähe, soll eine imperiale Verbrennungsanlage errichtet worden sein. Bestehend aus drei Hallen, einem Fahrzeugdepot und einem Sammelzentrum für die Leichen vom Neutronium-Arbeitslager, von dem die Leichen wahrscheinlich kommen. Die Standorte haben wir, doch derzeit denken wir, dass wir mit einigen Drohnen einen Blick in die Verbrennungsanlage werfen können. Wenn wir Bilder bekommen, wie dort die Alien-Leichen verbrannt werden, können wir das sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zumindest kommt das Thema in die Öffentlichkeit, warum soviele Leichen in einer extra Verbrennungsanlage verbrannt werden. Woher die ganzen Leichen kommen und was für Zustände im Arbeitslager herrscht, dass so viele Leichen entstehen. Im Arbeitslager selbst kommen wir derzeit nicht rein. Die Sicherheit ist zu stark, aber es wird fast täglich beobachtet, wie immer wieder „Arbeiter“ herein gefahren werden und Leichensäcke in die Verbrennungsanlage.“

Die Geschichten und Ereignisse der letzten Tage und Wochen gingen bis zum Nachmittag, in dem Edaara berichtete, was alles hier passierte. Aber auch wie sich der Widerstand formierte und mit Informationen austausche. Auch überlegten sie sich, wie sie Dinge austauschten, die größer waren als Datenkarten. Man brauchte Waffen für die Kämpfer, konnte diese aber nicht einfach durch die Stadt gondeln. Auch größere Gegenstände wie Kleidung die Techniker-Uniformen oder städtische oder imperiale Anzüge konnten nicht auf offener Straße ausgetauscht werden, daher überlegten sie sich unscheinbare Möglichkeiten des Austausches, wie zum Beispiel Kuriere, die mitihrer normalen Sendung, auch Botschaften und größere Waren mit transportierten.

Bevor sie das Thema vertiefen konnten, öffnete sich die Haustür und ein männlicher Mensch mit Dreitagebart und braunen längeren Haaren kam herein. Malric Daos, der ein Jahr älter war als seine Partnerin (er: 34, sie: 33), kam herein und schloss etwas aufgeregt die Tür.

Malric: „Oh, schon wieder zurück? Hi Adras.“

Etwas verschwitzt von der Arbeit und mit Maschinenöl eingesaut, erklärte er etwas aufgeregt:

Malric: „Ich habe neue Informationen bekommen, aber vorher geh ich mich duschen und umziehen.“

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Kelada City] Adras Algorab,Malric Daos, Edaara Tumell (alles NPCs)​
 
[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Kelada-City / Industriegebiet / Beggar's Lane / Alte Droidenfabrik ] Arlen und Tha'klen

Kerbal hatte sich schon fast gedacht, dass die Übung nicht die Zustimmung seines:seiner Padawan finden würde. Fast schon empört beschwerte Tha’klen sich und bezeichnete die Aufgabe sogar als ‚hirnrissig‘. Amüsiert zog der Sith eine Augenbraue hoch, was der:die Verpine natürlich nicht sehen konnte. Dann seufzte er und setzte zu einer Antwort an:

„Das ist genau, was ich will, das du heute begreifst, mein sehr junger Schüler. Diese Übung dient nicht dazu deine Hand-Auge Koordination zu verbessern. Tatsächlich haben deine Augen und dein Sehvermögen rein gar nichts mit der Sache zu tun, deswegen solltest du sie abkleben. Denk ein bisschen mit, bitte.“

Die Worte waren harsch, doch in einem ruhigen Ton vorgetragen. Kerbal wollte seine:n Padawan nicht beschämen, doch Tha’klen war nicht in einer Situation, in der er:sie sich erlauben konnte langsam zu begreifen.

„Wenn du dich darauf einlässt, wirst du heute lernen ohne Augen zu ‚sehen‘. Die Macht wird sich dir als neues Sinnesorgan eröffnen. Unter normalen Umständen würde ich dir erlauben dies langsam zu erkunden und deine Gefühle zu erforschen. Da dein Überleben jedoch vom Meistern dieser Fähigkeit abhängt erlaube ich dir diesen Luxus nicht. Dein Unbehagen ist der Preis für schnelle Fortschritte, also mecker‘ nicht.“

Ohne Vorwarnung gab Kerbal einen weiteren Schuss ab, der den:die Verpine diesmal in den Oberschenkel traf. Das Lichtschwert zuckte durch die Luft, kam jedoch nicht einmal in die Nähe einer erfolgreichen Parade.

„Leere deinen Geist. Die Macht spricht bereits mit dir, du musst nur bereit sein die Nachricht zu empfangen. Denk an nichts. Versuch mich nicht zu sehen, versuch den Blaster nicht zu hören. Lass dich auf die Übung ein und zimmer deinem rationalen Verstand eine, der dir einredet das geht nicht.“

Ein weiterer Schuss, dann noch einer. Beide Treffer saßen und ein ungebetenes Bild schlich sich in Kerbals Geist. Von einem ruhigen Trainingsraum auf Lianna, der ruhigen Stimme seiner ehemaligen Meisterin…von Faith. Seine eigene Padawanzeit war so anders gewesen. Zumindest bis zu der Reise nach Felucia, wo er plötzlich schnell hatte erwachsen werden müssen.

„Ich will dich nicht auch auf dem Gewissen haben, weil du schlecht vorbereitet warst.“

Mit einem Mal war Kerbal übel. Die Gesichter Pel’ord’aths, des Kommodores und all jener Gefangener, die er erst jüngst in den Tod geführt hatte, stahlen sich aus dem Tiefen seines Verstandes vor sein inneres Auge. Plötzlich waren seine Augen feucht und er war froh Tha’klen seiner:ihrer Sicht beraubt zu haben, während er die Tränen wegblinzelte. Stumm gab er einen weiteren Schuss ab, der wie die anderen auch sein Ziel fand.

„Lass…deine Frustration nicht die Überhand gewinnen. Frust bringt dich hier nicht weiter, sondern Willen. Du willst nicht mehr von meinem Blaster gezwickt werden? Gut! Dann lass dich nicht mehr zwicken! Aber indem du dich konzentrierst, nicht, indem du wütend wirst!“

Weitere Schüsse, weiteres unterdrücktes Fluchen Tha’klens und schließlich – endlich – schlug ein Blasterbolzen in die Decke. Ein unwillkürlicher Jauchzer entrang sich Kerbals Kehle und ein breites Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht auf.

„Na also, Schüler. Und alles in unter einer Stunde. Wollen wir doch sehen, ob das nur ein Unfall war.“

Das Training ging weiter, bis Kerbal schließlich den Blaster senkte. Sie hatten gute Fortschritte gemacht, doch Tha’klen hatte noch weit zu gehen. Es war ein Anfang.

„Das genügt für den Moment.“

, sagte Kerbal stolz, fügte jedoch rasch hinzu:

„Halt, lass das Klebeband in Ruhe. Augenprivilegien gibt’s wieder, wenn du sie nicht mehr brauchst. Notfälle natürlich ausgenommen. Rechne mit ein paar Beulen, Beschwerden kannst du an den Tempel richten. Fang!“

Mit einem schiefen Grinsen warf Kerbal Tha’klen einen Stab zu, der jedoch ungefangen an der Brust des:der Verpine abprallte. Kerbal seufzte. Sein:e Padawan hatte wirklich noch weit zu gehen.

„Sammel den Stab ein und komm. Ich will heute noch einen Abstecher nach Colina machen.“


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Kelada-City / Industriegebiet / Beggar's Lane / Alte Droidenfabrik ] Arlen und Tha'klen
 
[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besucherbar] Shiqjat, Anthony Antares, Darth Angelus, Leibgardisten, andere NPCs

Shiqjat wirkte mehr wie ein Schatten, denn wie ein lebendiges Wesen, wie er Stumm vor seinem Wasser saß. Nur die Augen blitzten aus der schwärze heraus und funkelten den selbstverliebten Menschen bösartig an. Das Geplänkel zwischen den beiden Männern erschien ihm doch recht nutzlos. Er folgte trotzdem dem Gespräch und versucht sich still zu verhalten. Was ihm nicht leicht fiel. Immer mehr Wut staute sich in dem jungen Reinblut an und es fiel ihm zunehmend schwerer dem Gespräch zu folgen und sich darauf zu konzentrieren diesen affektierten Lackaffen nicht augenblicklich anzuspringen. Er war es nicht gewohnt den Mund halten zu müssen und so steigerte sich der Hass auf diese ganze Situation. Doch er hatte die Anweisungen gehört und wäre ein Narr ihnen nicht nachzukommen. So saß er still und innerlich brodelnd da und harrte der Dinge, die da kommen mochten.

Auf einmal ließ ein Satz Shiqjat aufhorchen. Oder war es vielmehr die Formulierung „Mein Schüler“. Offenbar hatte er einen neuen Meister und dieser schien ihn für fähig zu halten hier nützlich zu sein. Das kurze Aufflackern von Zuversicht und einem Hauch von Zufriedenheit erlosch aber wenig später wieder. Er war, wie schon die ganze Zeit… stumm in den Besprechungsraum gefolgt. Dort aktivierte der Gouverneur ein Hologramm und nun sagte er etwas das etwas in Shiqjat zum Überlaufen brachte. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen und er ballte die Fäuste. Nur mit großer Mühe konnte er sich dazu zwingen den Mund zu halten und den Mann nicht augenblicklich durch den Raum zu schleudern. Er wusste einen solchen Wutausbruch würde hier niemand tolerieren und daher setzte der reinblütige Sith diesen Menschen nur in Gedanken auf die Liste derer die seine Macht zu spüren bekommen sollten, wenn er endlich in den Fähigkeiten unterwiesen worden war, die ihm zustanden. Allerdings lies er es sich nicht nehmen näher an das Hologramm heranzutreten und es eingehend zu betrachten. Ein anderer Reinblütiger Sith hier auf dem Planeten. Unerwartet.

[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besprechungssaal] Shiqjat, Anthony Antares, Darth Angelus, Leibgardisten, andere NPCs
 


Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von"Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot vonSpeederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp,Chronometer - Modell 7643 (https://starwars.fandom.com/wiki/Time_Piece_Model_7643) mit KOMM-Gerät, integrierten Holoprojektor und integriertenSecurity-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen),farbige Steine, Datenkarten​

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Kelada City] Adras Algorab, Malric Daos, Edaara Tumell (alles NPCs)

Die Damen hoben neugierig ihre Augenbrauen, ließen aber Malric die Zeitzum frisch machen. In der Zwischenzeit zeigte Edaara der Rattataki ihr Sammelsurium an Kostümen, Perücken und einigen selbstgemachten Masken von jungen und alten Frauen, die alle sehr echt aussahen, aber noch nicht ganz perfekt waren. Als sie hörten, dass der Mensch wieder im Wohnzimmer war, wechselten die Frauen wieder das Zimmer und wollten nurn die Neuigkeit von Edaara's Partner wissen. Dieser hatte gerade ein Data-PADD genommen, steckte eine Datenkarte ein und versuchte den Inhalt aufzurufen, während er erklärte:

Malric: „Ich weiß nicht, wie sie dran gekommen sind, aber..“,

und meinte wohl andere Dissidenten und Andersdenkende, die dem Imperium eher fragend oder misstrauisch gegenüber standen.

Malric: „... Wir haben einige Bilder und Namen bekommen, die in den letzten Tagen und Wochen in Kelada City über den Kelada Spaceport kamen und zwar über den militärischen Bereich.",

betonte er aufgeregt und brachte die Informationen aufs PADD. Sofort stellten sich die Frauen hinter dem Menschen und blickten mit sechs Augen in das PADD, um die Informationen zu sichten. Etwas erstaunt, sichteten sie die Bilder, die eher rar, dafür aktuell waren. Die Informationen waren so besonders, weil das Spaceport im militärischen Bereich ein hoch sensibler Bereich war, an dessen Infos nicht so einfach kam.
Zu sehen war ein Solargleiter mit zwei dunklen Gestalten (Darth Angelus und Shiqjat), die das Schiff verließen und den direkten Weg gen Verwaltungsgebäude nahmen. Dessen Namen oder Identität konnte nicht validiert werden, doch ihre Präsenz war auf den Bildern zu sehen. Sie strahlten Gefahr aus. Dazu war es ungewöhnlich, dass einzelne Solargleiter im militärischen Port landeten ohne Delegation oder Wachen.

Auch wurde eine menschlich wirkende Frau (Moora Nima) samt Delegation und Wachen gesichtet, die über den Port den Planeten betrat. Wer die Frau war, konnte auch nicht festgestellt werden, doch aufgrund des Aufgebots musste dies jemand wichtiges von "Außerhalb" (von Kelada) sein.

Alle weitere Informationen waren mehr Beschreibungen von weiteren Gestalten, dessen Identität nicht geprüft werden konnte. Darunter ein in blauen Overall, schwarzer Brustplatte, Helm und Schulterpanzer (Kerbal) Gekleideter, der wusste, wie man sich vor fremden Blicken verwehrte. Seine Sichtung war spährlich, schien aber vermutlich im Zusammenhang mit dem Razzien der Unterwelt zusammen zu hängen.

Weiterhin wurde wahrgenommen, dass in Kelada City große Größen sich treffen wollten und etwas oder jemand das Treffen störte. Die Explosionen der fliehenden Schiffe wurden am Nachthimmel bemerkt, doch den Drahtzieher der Anschläge konnte nicht ausgemacht werden. Nur den Umstand, dass viele führende Köpfe der Unterwelt ausgeschaltet worden.

Es wurden bisher gewonnene Informationen zusammen gefasst, Vorschläge der Informationsverteilung mitgeteilt und Ideen erwähnt, wie man Informationen und auch Material sicher verteilen könnte. Dabei wurden zwei, drei kleine Geschäfte erwähnt, an denen man Ausrüstungen und Waffen schicken und auch abholen konnte. Einige Zulieferer erklärten sich bereit, die Ware innerhalb der Stadt aufzulesen, mitzunehmen, zu schmuggeln und beim abgesprochenen Händler verborgen abzuliefern. Zwar konnten keine Kriegsmaschinen herum transportiert werden, aber wenn man größere Waffen demontierte, konnte man diese in Stücken versenden. Das Netz des Untergrundes wuchs langsam, aber stetig. Viele gehörten nicht zur Unterwelt, aber organisierten sich freiwillig, um sich vor dem Imperium zu schützen. Jeder konnte helfen und wenn er nur Informationen teilte oder dabei half, Material auszutauschen. Am Ende der Nachricht wurde mitgeteilt, was mit dieser Datenkarte passieren sollte. Sprich auf verschiedene Datenkarten fragmentieren und an Andere weiter reichen.

Erhellend und auch fragend, schauten sich die Drei an, wobei Malric das PADD an Edaara reichte, während er selbst sich an eine schwebende Drohne samt Videokamera und Mikrofon machte. Während Edaara die Datenaufteilte, Malric die Droiden und Drohnen vorbereitete, griff sich Adras ihr Portacomp, um aus den Gedächtnis das Rezept für den Sprengstoff aufzuschreiben. Es dauerte eine Weile, bis jeder seine Tätigkeit beendet hatte.

Es war bereits dunkel draußen und Melric war bereit und ungeduldig darauf, die Drohne auszutesten. Im Schutze der Nacht, ging er durch die Straßen, erpicht darauf, nicht gesehen zu werden und versteckte sich in eine Gasse. Von dort aus ließ er die Drohne aufsteigen und die nahegelegene Verbrennungsanlage auskundschaften. Er ließ die Drohne die Umfassungsmauer umrunden, beobachtete die Wachtürme und nutzte sogar eine passende Gelegenheit, um über die Mauer aufs Gelände zu schweben. Dort konnte er einen Blick auf das Fahrzeugdepot werfen, konnte das Sammelzentrum ausmachen, genauso die Hallen und die Kommandozentrale.

In der Zwischenzeit versuchte Adras mit Edaara zusammen, die Daten erst auf Datenkarten zu separieren und dann ein neues Programm zuschreiben. Dieses neue Programm sollte das Ziel haben, freie HoloNet-Terminals zu infiltrieren und Adras' Programm hoch zu laden. Das programmierte Programm sollte bei einer Initial-Nachricht Kontakt zu allen anderen öffentlichen Terminals Kontakt aufnehmen und dann gemeinsam ein spezielles Terminal oder Adresse – hier eine öffentliche Stelle/imperialen Computer –
DOS-Angriff
. Durch diesen Massenzugriff auf den imperialen Computer, würde eine Überlastung der Computer ein normales Weiterarbeiten unmöglich machen und somit genug Zeit und Chaos schaffen, etwas anderes zu initiieren. Doch solch ein Programm zu schreiben, brauchte Zeit und Edaara war keine Programmiererin, worauf sie sich anderweitig nützlich machte. Während Adras das Programm schrieb, machte Edaara sich nochmal in der Nacht auf, um einige Datenkarten zu ihren toten Briefkästen zu bringen. Da alle – außer Adras – einer geregelten Arbeit nachkommen mussten, war nur die Hälfte der Nacht verplant. Aber auch Adras musste sich eingestehen, dass sie solche Programme nicht über Nacht schreiben konnte und als fortgeschrittene Slicerin – keine Expertin – nur einen Anfang machen kann.

Adras wusste jetzt schon – während sie auf der Couch übernachtete – dass ihr nächstes Ziel wäre, die freien Terminals auszukundschaften und sich Gedanken zu machen, ein noch besseres Programm zu machen. Immerhin musste das Initial-Programm und -Nachricht geschrieben werden, dann das Programm selbst, dass Kontakt zu anderen Terminals aufnahm und die Programmzeilen, die das Terminal befahl, Kontakt zum Ziel selbst aufzunehmen, um eine Massenanfrage und -zugriff zu erzeugen. Sie kam gar nicht mehr dazu den Gedanken weiter zu fantasieren, da umarmte sie schon Morpheus Arme die Rattataki, worauf sie einschlief.

Erst am nächsten Tag, es war ungefähr später Vormittag, bemerkte sie, dass sie alleine in der Wohnung war. Auf dem Küchentisch stand eine Nachricht für Adras auf einem Flimsi, mit der Botschaft, dass sie sich wie Zuhause fühlen sollte und Kaff in der Maschine sei. Nach einem entspannten verspäteten Frühstück, setzte sich die Slicerin an ihr Portacomp und programmierte eine Weile weiter. Ihre Gedanken schweiften immer wieder umher, wie die Widerstandskämpfer und Untergrund sich einfacher und sicherer unterhalten konnten ohne ständig Gefahr zu laufen, bei einem realen Treffen erwischt und festgenommen – schlimmstenfalls sogar getötet – zu werden. Dabei ging ihr der Gedanke durch den Kopf, dass man die Kommunikation schon verschlüsseln und mit einer Art Proxy und VPN den fremden Zugriff auf die Kommunikation erschweren müsste. Dabei nippte sie den Rest Kaff aus ihrer Tasse und überlegte, woher man die ganze Rechnerleistung her nehmen sollte und noch viel wichtiger, wie die ganzen Benutzer anonym mit mehreren Personen Kontakt aufnehmen sollten. Sie selbst war froh ein Portacomp zu haben, doch wenn sie sich in der Wohnung umschaute, hatte Edaara und Malric keinen Computer. Davon ab, waren solche Geräte auch äußerst kostspielig.

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Kelada City – Wohnung vonMalric und Edaara] Adras Algorab, Malric Daos, Edaara Tumell (allesNPCs)​
 
Kelada - Kelada City - Verwaltungsgebäude - Besucherbar - Darth Angelus, Shiqjat, Governor Antares

Die grünen Augen des Kriegers funkelten auf, als er die Hand des Governors schüttelte. Eine Vereinbarung, die sie noch weit bringen konnte, vor allem aber den Sith in der Verfolgung seines Ziels, möglichst schnell und effektiv in der Hierarchie des Zirkels der Extinktoren aufzusteigen. Ein großer Erfolg auf Kelada würde ihm hierbei gewiss helfen. Natürlich würde er achtsam bleiben müssen, da die Skepsis von Antares gegenüber dem Orden nicht von der Hand zu weisen war. Der Verwalter hatte ja noch nicht einmal halbherzig versucht, diese Skepsis zu verschleiern. Aber Angelus konnte dem mehr Positives denn Negatives abgewinnen; hätte Antares nämlich vorgehabt, ihn zu kontrollieren, auszunutzen und dann zu hintergehen, dann wäre er nicht so bestimmt und teilweise defensiv aufgetreten. Das Einzige, was jetzt noch geklärt werden musste, war der materielle Preis von Darth Angelus. Doch hatte dies noch Zeit und gleich jetzt mit der Tür ins Haus zu fallen und den autoritären Governor in Rage zu versetzen, wäre falsch gewesen.

Darth Angelus sah nun hinüber zu Shiqjat, der das Gespräch die gesamte Zeit über still und ohne Einmischung verfolgt hatte. Er hatte das offenbar einzigartige Talent, seinen Mund zu halten, wenn es gefordert war - dies war schon mal ein gutes Zeichen und eine willkommene Abwechslung. Allerdings bemerkte der Krieger, dass es im Inneren seines Begleiters brodelte. Waren es die xenophoben Aussagen des Governors, die den Stolz eines reinblütigen Siths wie langsame und schmerzhafte Schnitte mit einer Rasierklinge folterten? Angelus selbst teilte die imperialen Auffassungen ja weitestgehend, hatte aber unlängst verstanden, dass im Orden der Sith eigene Gesetze galten. Er selbst war schließlich als Schüler von einer eher primitiven Lebensform ausgebildet worden, die allerdings über mehr Intelligenz und Scharfsinn besaß als ein Großteil der imperialen Oberschicht. Und interessanterweise hätten wohl sowohl Shiqjat als auch Antares die selbe abschätzige und arrogante Meinung gegenüber Darth Sting vertreten, da sich das Reinblut selbst ebenso als von Geburt an überlegen sah. Eine Marotte, die Angelus ihm entweder austreiben oder ausnutzen konnte, um den Hass seines neuen Novizen beinahe schon auf Knopfdruck kanalisieren zu können. Der Krieger lächelte Shiqjuat mit einem provozierendem entgegen. Er hatte seine Entscheidung fürs Erste getroffen.

Die drei Männer begaben sich nun in den Besprechungsraum. Dieser
andere Sith auf Kelada war eine Variable innerhalb ihrer Planungen, um die sich gekümmert werden musste. Der Ritter stützte sich mit beiden Händen auf dem Holotisch ab, ehe er sich über das Kinn strich und die projizierten Daten über diesen Darth Kerbal überflog - ein weiteres Reinblut. Wieder sah Angelus hinüber zu Shiqjat und nickte ihm zu. Entweder rückte Antares mit einigen Informationen nicht heraus, oder er hatte selber nicht mehr zur Verfügung. Genügen musste es jedoch allemal.

Bei der herabwürdigen Aussage des Governors lachte der Ritter auf und schmunzelte mit einem grausamen Blick hinüber zu Shiqjat, der nun von Wut kochte und dessen Zorn eindrucksvoll in der Atmosphäre des Raumes waberte. Jetzt würde der amüsante Part beginnen:

"Spüren Sie das, Governor? Merken Sie, was Ihre Worte auslösen? Ich jedenfalls kann ihn fühlen, diesen lodernden Hass, der diesen Raum mit giftigen Strahlen durchströmt."

Darth Angelus ging mit langsamen Schritten um den Governor herum zu Shiqjat und legte dem Novizen eine Hand auf die Schulter:

"Mein Schüler ist offenbar der Auffassung, dass er etwas Besonderes ist. Ein reinblütiger Sith, genauso wie unser Darth Kerbal. Ihre Worte, Governor, machen ihn wütend. Sie erinnern ihn an diese eine schmerzliche Sache... daran, dass die durch die dunkle Seite der Macht auserwählte Spezies zu schwach war, sich durchzusetzen und ihren Status verloren hat."

Er sah den Schüler von der Seite an und grinste:

"Shiqjat, möchtest Du Governor Antares, unserem neuestem wertvollem Verbündeten, noch etwas mitteilen?"

Eine explosive und chaotische Stimmung hatte nun die eben noch professionelle Atmosphäre ersetzt. Darth Angelus wechselte seinen wachsamen Blick zwischen den beiden, jederzeit dazu bereit, zu intervenieren, wenn das Reinblut wider Erwarten ausrasten und versuchen würde, gewalttätig zu werden. Es war eine beidseitige Machtdemonstration: Governor Antares sollte diese Situation daran erinnern, wer hier die wahre Macht besaß und dass der freiheitsfanatische Sith es nicht zulassen würde, als Nutztier instrumentalisiert zu werden. Und Shiqjat sollte sich dem Governor im Gegenzug unterwerfen, um Angelus seine Loyalität zu beweisen. Ein psychologisches Spielchen, dass ihn aus Sicht beider unberechenbarer und gefährlicher machte.

Kelada - Kelada City - Verwaltungsgebäude - Besprechungsraum - Darth Angelus, Shiqjat, Governor Antares
 
[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Arlen und Tha'klen, sowie weitere Gäste

Das ‚Weit weg und ganz nah‘ war gut besucht, als Kerbal und Tha’klen es betraten. Dennoch hatte sich das Gesicht der Bar deutlich geändert, seit der Sith hier vor seiner Undercovermission für den Gouverneur eingekehrt war. Verschwunden waren die groteskesten Nichtmenschen – auch wenn ein Aqualish noch immer den Tresen bemannte –, ersetzt durch einen Haufen abgerissen aussehende Nah- und Fastmenschen. Damit sah die Kneipe zwar nicht wirklich einladender aus als vorher, doch mussten neue Gäste nicht mehr zu teils massigen, mit Gliedmaßen aller Couleur bewehrten Gestalten aufschauen. Wenn man es genau nahm, war Kerbal selbst, vielleicht vom Barkeeper einmal abgesehen, inzwischen das Kurioseste, was das ‚Weit weg und ganz nah‘ zu bieten hatte.

Dementsprechend zogen das rote Gesicht des Sith und die komplett eingewickelte Gestalt des:der Verpine:n auch einige Blicke auf sich, als sie den Laden betraten. Mehrere von den neuen Gesichtern schienen Anstalten machen zu wollen die Wehrfähigkeit der Neuankömmlinge auszutesten, ließen sich jedoch von einem stechenden Blick Kerbals und einem Aufblitzen des Lichtschwertgriffs an seinem Gürtel eines Besseren belehren. Gemeinsam ließen Meister und Schüler sich in einer Sitzecke im hinteren Teil der Kneipe nieder und der Sith warf einige Credits auf das Podest der Band nebenan. Der Bassist, ein Myke, der wohl die kürzlich zurückliegende Aliensäuberung überlebt hatte, nickte stumm und winkte einen Bediendroiden heran, bevor die Band zum nächsten Lied ansetzte.


„Eine Shotpalette Devaronianisches Wundbenzin. Mit Pfiff. Das gleiche für meinen Kollegen.“

, bestellte Kerbal trocken und warf dem Droiden weitere Credits in die ausgestreckte Klaue. Wortlos drehte die Maschine um und kam vielleicht zwei Minuten später mit dem Bestellten wieder. Klackend stellte er die beiden Sechsersets Gläschen Fusel auf dem Tisch ab und verschwand in der Menge, um weitere Bestellungen aufzunehmen. Devaronianisches Wundbenzin war eine lokale Spezialität, von der Kerbal erst kürzlich erfahren hatte. Nicht ganz Alkohol, aber dennoch ein potentes Nervengift war es absolut tödlich für Devaronianer und wurde aber dem benachbarten Devaron zur Wunddesinfektionsmittel benutzt. Durch einen nicht ganz so glücklichen Zufall führte die Substanz für die meisten anderen humanoiden Spezies nicht zu einem raschen Verlieren von Zähnen und Hörnern, bevor der Trinker an seinem eigenen Blut erstickte. Stattdessen wirkte sie angenehm berauschend. Vor allem, wenn sie mit hundertprozentiger Reinheit bestellt wurde, wie Kerbal es soeben getan hatte. Der Sith nahm ein beigelegtes Feuerzeug von einem der Tabletts und zündete für Tha’klen und sich jeweils zwei der Gläschen an, die augenblicklich violett zu züngeln begannen.

„Trink erstmal nur eines von den Dingern.“

, sagte Kerbal zu seinem Schüler und grinste.

„Ein Shot ist unbedenklich, aber bei viel mehr brennt dir das Zeug das Exoskelett vom Torso.“

Einen Moment lang musterte Kerbal sein eigenes Glas, bevor er die züngelnde Flüssigkeit an die Lippen hob und hinunterstürzte. Der Effekt war unvermittelt heftig und der Sith verdankte es nur seinem Training sich nichts anmerken zu lassen. Von einem Augenblick zum nächsten waren Mund und Nase von einem beißenden Aroma erfüllt, das seine Atemwege von jeglichem Inhalt freizubrennen schien. Plötzlich hatte er kein Gefühl mehr in Lippen, Zahnfleisch und Zunge, während ein heftiges Brennen seine Speiseröhre hinablieb und wie ein feuriger Ball in seinem Magen landete. Kerbal musste zugeben, seine Nebenhöhlen und inneren Organe noch nie in diesem Detailgrad gespürt zu haben.

Auch Tha’klen, wohl ermutigt durch Kerbals Schweigen, tastete nach einem Gläschen, hob es unter seine Maske, war jedoch naturgemäß weniger auf die Wirkung vorbereitet. Was folgte war ein heftiges Rumsen, als der maskierte Kopf des:der Verpine:n einmal heftig auf die Tischplatte knallte, gefolgt von einem lauten Hustenanfall und einer Reihe von Erstickungsgeräuschen, bevor nach einigen Sekunden wieder Ruhe einkehrte.


„Scheint, als würde das Zeug dir nicht bekommen, Schüler.“

, sagte Kerbal laut und schob Tha’klens restliches Tablett von ihm weg, dicht an die der Bar zugewandte Kante des Tisches. Dann hob er ein zweites Gläschen von seinem eigenen Tablett an die Lippen. Der zweite Shot knallte ähnlich wie der erste, nur dass diesmal Nasennebenhöhlen und Speiseröhre taub wurden, während Mundinnenraum in plötzlichem Feuer erstrahlten. Ebenfalls nahm er ein fruchtiges Aroma wahr, das er beim ersten Glas verpasst haben musste. Mit einem Seitenblick kontrollierte er, ob das noch brennende Gläschen Tha’klens an der richtigen Position war. Laut seines Kontakts würde ein so abgestelltes, brennendes Glas einem anwesenden Slicer (Adras Algorab) signalisieren, dass er an einem Gespräch interessiert war.

Während er auf eine Reaktion des unbekannten Slicers wartete, wandte er sich wieder Tha’klen zu:


„Natürlich dient diese Übung einem Zweck. Die Fähigkeit, die ich dir beibringen möchte, nennt sich Crucitorn, auch bekannt als Perfektionierte Körperbeherrschung. Sie wird es dir erlauben dich im Kampf besser zu bewegen, aber auch Schmerzen leichter zu ertragen. Daher das Wundbenzin. Nimm einen Schluck hiervon, um das Zeug in deinem Magen zu neutralisieren.“

Wie beiläufig zog Kerbal eine Plastoidflasche aus seiner Robe, auf der er das Wort ‚Limonade‘ dick durchgestrichen hatte und stattdessen mit einem Marker ‚Neutralisierer‘ darauf geschrieben hatte. Dann streckte er seine Sinne nach dem Körper des:der Verpine:n aus, konzentrierte sich und heilte die geringfügigen Schäden, die das Wundbenzin auf seinem Weg in den Verdauungstrakt hinterlassen hatte. Eine gute Übung trainierte sowohl Meister als auch Schüler und Kerbal war der Meinung, dass seine Fähigkeiten im Heilen ein wenig Aufbesserung brauchen konnten.

„So, ich denke du bist bereit für einen weiteren Shot. Wie mit deinem blinden Training, konzentriere dich, wenn du trinkst. Lass die Macht durch deinen Körper fließen und dir bei deiner Handlung helfen. Lass uns sehen, wie du dich schlägst.“


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Arlen und Tha'klen, sowie weitere Gäste
 
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Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von "Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot von Speederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp, Chronometer - Modell 7643 mit KOMM-Gerät, integrierten Holoprojektor und integrierten Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen), farbige Steine, Datenkarten, KYD-21-Blaster

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Kelada City – Wohnung von Malric und Edaara] Adras Algorab, Malric Daos, Edaara Tumell (allesNPCs)

Sie packte ihre Sachen zusammen, verstaute alles in ihre Umhängetasche und machte sich gestärkt auf die Straße. Innerlich ging sie ihre Aufgaben durch und kam schnell zu dem Entschluss, dass das Auskundschaften von öffentlichen Terminals wohl die einfachste Aufgabe war. Das Schreiben der diversen Programme ein viel größeres Problem. Öffentliche Terminals waren zwar auch mit Sicherheitsprogrammen verschlüsselt, doch mit genug Zeit und Geduld waren diese auch überwunden. Immerhin verließ man sich bei öffentlichen Terminals auf standardisierte Protokolle, um eine Vielzahl von Terminals abdecken zu können. Kurzum, war ein Terminal geknackt, waren alle fällig. In unmittelbarer Nähe zu Edaara's Heim, wollte sie keine Terminals hacken. Zu einfach wollte sie es den Ermittlern bei der Analyse auch nicht machen.

Sie ging einige Querstraßen weiter, ging einige Umwege, bis sie an einem Terminal ankam, wo sie Ruhe hatte. Um die nächste Ecke war ein gut besuchtes Cafe, doch um die Uhrzeit konnte sie ausgiebig das Terminal inspizieren und die Droidenanschlüsse und Anschlussbuxen ausmachen, worüber man das Terminal angreifen konnte. Adras schloss nicht sofort ihr Portacomp an, eher analysierte sie das gesamte Terminal und versuchte über ein paar Kniffe hinter das Bedienfeld, in den Quellcode zu kommen. Jeder Programmierer hinterließ gewisse Falltüren und Hintertüren, damit man schneller Zugriff auf den Quellcode oder in die Programme kam, die hinter der Bedienmaske war. Schnell drang sie ins den Code ein, zückte ihren Portacomp und lud eine Kopie des Codes runter. Nach einem Augenblick, zog sie das Verbindungskabel vom Terminal ab und verschwand im Gewusel der Straßen vom Ort des Verbrechens.

Schnell in ein Massentransportmittel, zwei Stationen weiter, stieg sie wieder aus und begab sich an einem öffentlichen Platz, wo sie sich an die Arbeit machte. Sie suchte hier einen öffentlichen Ort, wo sie alles gut überblicken und in der Masse auch schnell abtauchen konnte. Schnell war eine Sitzgelegenheit an einer Häuserwand gefunden, wo ihr auch keiner in den Bildschirm spähte. Schnell rief sie den kopierten Quellcode auf und studierte die Programmzeilen, wo sie ansetzen konnte. Schnell zückte sie eine Datenkarte aus ihrer Umhängetasche und speicherte alles auf diese, damit alle Daten von ihrem Portacomp runter waren. Als erfahrene Slicerin wusste sie, dass sensible Daten nicht auf dem Arbeitsgerät sein sollten, mit dem sie arbeitete. Daher hantierte sie mit externen Speichereinheiten, wo sie alle 'Projekte' überblicken konnte ohne ihr Arbeitsgerät mit Viren oder Schadsoftware zu kontaminieren. Sie machte sich gleich auf, ein Startprogramm zu schreiben, worauf das infizierte Terminal ein Ziel ansteuerte und dort diverse Anfragen auslöste. Die Programmzeilen waren recht einfach geschrieben, genauso die Zeilen für das Ansteuern diverser anderer, öffentlicher Terminals. Aufgrund des kopierten Terminal-Quellcodes, konnte sie einige Programmzeilen erspähen, welche Terminals die letzten Male angesteuert wurden. Diese Zeilen konnte sie für ihre Ziele extrapolieren und modifizieren. Gekonnt schrieb sie Kommandozeilen, welches Startsignal das Startterminal an die Zielterminals senden sollte. Natürlich mussten erst noch viele andere Terminals infiziert werden, bevor sie gebündelt ein Hauptziel anfragten, doch es gab genug fähige Hände in Kelada City, die das machen konnten. Man musste ihnen nur sagen, was sie zu tun hatten. Auch hier schrieb sie drei oder vier Zeilen als 'Handbuch', was Nicht-Slicer machen mussten, um öffentliche Terminals mit ihren veränderten Quellcode zu infizieren.

Nach einigen Stunden, suchte sie ein öffentliches Terminal auf undversuchte ihr Glück, ob ihre ausgedachten Programmzeilen ihr Ziel erreichten. Erst hackte sie ein Terminal, infizierte es mit ihrem Quellcode, suchte sich dann noch ein anderes Terminal, um dies auch zu knacken, zu infizieren und dann zu erproben. Sie schickte ein Startsignal an das vorherige Terminal, dass dieses nun das jetzige Terminal ansteuern und anfragen sollte. Es dauerte eine Weile und im Quellcode konnte sie die Zeilen vorbei ziehen sehen, welche Rechenoperationen das Terminal bearbeitete. Sie merkte, welche Probleme sich auftaten und versuchte ihre Fehler zu beheben. Doch ihr Chronometer sagte ihr auch, dass sie langsam den Standort wechseln sollte. Zu lange verweilte sie an Ort und Stelle. Sie löste sich von dem Terminal und sprang einfach zum vorherigen Terminal, um dort weiter zu arbeiten. Die Terminals waren in relativer Sichtweite, aber weit genug weg, dass man nur aus einer höheren Warte sehen konnte, wie die Rattataki ständig von einem Terminal zum nächsten ging.

Erst wie sich der Platz langsam leerte und die Sonne unterging, bemerkte die Slicerin, dass sie sehr viel Zeit für das Projekt verbracht hatte. Ohne sich auf das Programm ihres Auftraggebers zu kümmern, strich sie sich energisch über die Glatze und raufte sich die 'Haare', dass es einfach zu viel zu tun gab. Angestrengt rieb sie sich die Augen und machte sich auf, wieder Edaara's Wohnung aufzusuchen. Sie streifte durch die Straßen und erblickte im Augenwinkel eines Schaufensters einen Taschensekretär. Sie blieb daran stehen, studierte die vermarktete Information, welcher Hersteller, für welchen Preis und welcher Leistung der Taschensekretär seine Dienste anbot. Dabei las sie, dass diese „Taschensekretäre“ ein kombiniertes Datenpad mit integrierter Verwaltungssoftware ausgestattet war, die dem Benutzer bei der Datensuche, Berechnung, Terminplanung, als auch viele andere Aufgaben unterstützte. Ausgestattet mit einer Standard-Datenkarte und Verwaltungsprogrammierung, konnte das Gerät unabhängig vom Eigentümer funktionieren und Zeitpläne verfolgen, Vorräte nachbestellen und grundlegende Buchhaltungsfunktionen ausführen. Und das alles für einen erschwinglichen Preis von 150 Credits. Mit dieser Information, tippte die Rattataki den Fund in ihr Gerät und machte sich auf nach Edaara. Inwieweit dieses Gerät als potenzieller VPN oder Proxy-Server her hielt, war noch nicht ganz klar, aber es bot vielleicht Möglichkeiten, damit zu arbeiten. Sofern sie an einigen Terminals vorbei kam, infizierte sie auch diese Terminals und kam spät Abends bei Edaara's Wohnung an. Diese waren schon etwas nervös, dass sie so lange weg war, doch nachdem sie ihre 'Erfolge' mitgeteilt hatte, waren die Otavi und der Mensch nicht nur erleichtert, sondern auch ganz interessiert, was die Rattataki heute alles geschafft hatte. Adras musste nur ein paar Speicherkarten kopieren und dann Edaara und Malric mitgeben, dass diese den Inhaltan ihre Kontaktleute verteilte. Diese sollten dann diverse andere Terminals mit dem 'Handbuch' hacken und infizieren. Doch das musste bis morgen warten, weil sie selbst keine Datenkarten mehr hatte, die sie problemlos weiter geben könne.

Der nächste Tag begann recht Früh. Alle machten sich auf, stärkten sich für den Tag und gingen ihren Werk nach. Adras organisierte einige Datenkarten, kopierte den Inhalt und gab sie Edaara, dass diese den richtigen Leuten reichte. Sie selbst machte sich wieder auf den Weg nach Colina und sinnierte über ihre derzeitige Arbeit. Welche Stärken, Schwächen, Vor- und Nachteile hatten ihre Programmzeilen, welche Arbeiten standen noch an. Während sie im Transportbus gen Colina saß, rief sie die Aufgaben auf ihrem Portacomp nochmal auf und überlegte sich, ob sie diesen 'Angriff' nicht auch in Colina anwenden könne. Davon ab, warteten immer noch zwei Projekte auf ihre Bearbeitung, darunter das Hacken des Sicherheitsprogramms des Slicer-Droiden, als auch die Überlegung, die Taschensekretäre als Kommunikationscomputer zu verwenden. Sie fragte sich, wie die Bauweise und Leistung des Taschensekretärs aussah, doch den Aus- und Umbau wollte sie nicht alleine machen und würde Freyo um Unterstützung fragen, sobald sie wieder in Colina war.

Gegen Nachmittag hielt der Bus an und Adras stieg aus. Auf den direkten Weggen „Unternehmensgründung/Firmenberatung“ - sprich der Briefkastenfirma ihres Auftraggebers (Pumpkin) – schaute sie vorbei, ob ihr Boss vor Ort war. Als dies verneint wurde, genauso der Umstand, dass niemand nach ihr fragte, teilte sie den Droiden mit, dass sie Freyo kontaktieren sollten, mit der Bitte um ein Treffen. Auch sollten sie Pumpkin kontaktieren, dass sie Geldmittel für Weiterbildung und technische Geräte benötige. Natürlich würde jetzt sofort keine Antwort kommen, doch die Mitteilung war raus. Da der Tag noch nicht zu Ende war, ging sie durch die Straßen und begrüßte einige Kontaktleute, um sich einmal zu informieren, wie der Stand der Dinge war und um sich neue Speicherkarten zu besorgen. Als sie an ihrem bekannten Ständen vorbei ging, anfing ein Liedchen zu trällern, trällerten die Händler ihr passend entgegen, dass alles in Ordnung sei. An einem der Stände, fragte sie gewohnt in „Codesprache“ nach, ob jemand sie suche oder sich gemeldet habe und bekam auch eine Rückantwort. Für Unwissende hörte es sich nur an, als würden zwei Personen über das Wetter reden, doch für Adras war die Aussage mehr als nur eine Wetterprognose.

Händler: „Hmm... Das Abendrot in Colina wird gesucht. Ich bin gespannt, obes gefunden wird.“

Für Adras war das Stichwort „Abendrot“ und „Colina“ entscheidend, da somit der Ort – hier: Colina – ausgesprochen wurde, dass jemand in Colina nach ihr suchte und das Wort „Abendrot“ mit „A“- wie: Adras – begann. Kurzum, jemand suchte in Colina nach Adras. Wie immer griff sie sich eine Frucht, bezahlte den Gran etwas mehr, als die Frucht wert war und bekam mit der Frucht eine mehrfach zusammen gefaltete Flimsiplast, wo alle nennenswerten Informationen standen. Still und heimlich wanderte die kleine Botschaft in ihre Tasche und biss mit Hunger in ihre Mahlzeit. Nachdem sie vom Marktplatz verschwand, vorbei an einigen Sturmtrupplern, bog sie in eine Seitengasse aus und fischte die kleine Botschaft aus der Tasche. Jemand suchte einen Slicer, aber es schien, dass sie nicht namentlich gesucht oder angefragt wurde. Das Geld für den Auftrag würde ihr wohl zugute kommen, da sie damit einige Taschensekretäre kaufen und dann mit Freyo auseinander bauen konnte. Vielleicht ließ sich damit ein oder mehrere kompakte Computer oder Server bauen. Sie las sich das Flimsi-Plast durch und knirschte etwas mit den Zähnen, als sie las, wo und wie sie ihren potenziellen Auftraggeber treffen würde. Der Ort war das „Weit weg und ganz nah“ und sie erkannte ihren Auftraggeber an einem brennenden Glas an einer Tischkante, dass gen Bar reichte. Doch unbewaffnet einen Fremden zu treffen, war sehr riskant. Und dann noch in dieser Kürze der Zeit. Sie erinnerte sich, dass vor Monaten ihr Auftraggeber (Pumpkin) der kleinen Terrorgruppe jeweils einen Blaster zur Selbstverteidigung gab.

Zu der Zeit stellten sie noch Sprengstoff selbst her, handelten damit und versuchten mit den verdienten Geld den Untergrund zu unterstützen. Sie selbst hatte ihren Blaster sicher deponiert, weil sie weder mit einem Blaster umgehen konnte, noch wollte. Da sie sich gut mit ihren Fäusten verteidigen konnte, sah sie die Notwendigkeit eines Blasters nicht, doch seit der massiven Zerschlagung des Untergrunds durch das Imperium, wurden die Zeiten rauer und gefährlicher. Sollte sie mit Blaster hin gehen? Ob so oder so, es war nicht verkehrt zu prüfen, ob ihre versteckte und deponierte Waffe noch da war. Mit zügigen Schritten ging sie zum Treffpunkt. In einer Seitengasse vom „Weit weg und ganz nah“ hatte sie ihren Blaster unter eine große Mülltonne angeklebt, deponiert und versteckt. Sie griff sich den KYD-21-Blaster und verstaute diesen sicher in ihren Ärmel. Die Waffe war klein genug, nicht sonderlich aufzufallen und war einfach zu bedienen. Natürlich hoffte sie, dass sie diesen nicht brauchte, aber seit dem letzten „Treffen'“ eines „Interessierten“, musste sie immer damit rechnen, dass es ein imperialer Spitzel war.

Sie zog sich die Kapuze über den Kopf, bevor sie die Lokalität betrat und ließ ihren Blick über die Menge schweifen. Den Blaster als Ganzes in der Hand haltend, im Ärmel versteckt, schlurfte die Rattataki unbekannt gen Bar, konnte aber im Augenwinkel an einem Tisch zwei Gestalten sehen, die samt Tablett ein paar flammende Gläser tranken. Dieser verdammte Blaster machte sie einfach nervös. Noch nie hatte sie einen Blaster abgefeuert. Unwirklichen Gästen als damalige Türsteherin des „Weit weg und ganz nah“ in den Arsch getreten, ja, aber noch nie mit einem Blaster herum hantiert. Desinteressiert setzte sie sich an die Bar, bestellte ein Ale und bat um ein Flimsi-Plast. Sich der Situation anpassend, nippte sie an ihrem Ale und überlegte sich einen geeigneten Treffpunkt, den sie zum Besprechen nutzen konnten und darüber hinaus, einen günstigen Ort, von wo sie auch gut fliehen konnte. Innerlich ging sie die Straßen von Colina – in der Nähe des „Weit weg und ganz nah“- durch und fand dann einen geeigneten Ort. Der Blaster sollte ihre letzte Trumpfkarte sein, wenn der improvisierte Fluchtplan scheitern sollte. Sie schrieb kurze Instruktionen und Örtlichkeit als Treffpunkt auf und bat dann den Barmann, dieses Flimsi dezent dem Tisch mit dem brennenden Gläsern zukommen zu lassen. Kaum war das Flimsi überreicht, schob sie dem Barmann ein paar Credits für den Drink und Dienstleistung zu, trank in einem Zug das Getränk weg und erhob sich gen Ausgang.

In dem Augenblick, wie der Barmann ein weiteres Tablett samt Getränken brachte, ging er an Kerbal's Tisch vorbei, warf unauffällig das Flimsi auf dessen Tisch, ging aber ohne zu Stoppen an ihnen vorbei, um weitere Gäste weiter hinten mit Getränken zu bedienen. Während Adras die Lokalität verließ und sich zum Treffpunkt begab, zog sie ihre Kapuze tiefer ins Gesicht und kundschaftete die Gegend genau aus. Sobald hier irgendwas suspekt war, würde sie das Treffen platzen lassen.

Nach fünf Minuten machten sich die beiden 'Sith' auf, verließen die Bar und hielten sich an die Instruktionen. Sie folgten der Straße nach rechts und konnten an der zweiten Kreuzung auf der linken Seite ein Terminal mit Haube erspähen. Öffentlich, ideal vor Regen und Blicken geschützt und auch beleuchtet, dass man seine Arbeit dran machen konnte. In circa zwei Metern war gleich die Häuserecke, hinter der sich Adras versteckte und wartete. Sie hörte die sich nähernden Schritte und lugte dezent um die Ecke. Im Dunkeln, stellte sie sich neben das „Hauben-Terminal“:

„Schau auf das Terminal und tue so, als würdest du arbeiten. Weiterhin seid gewarnt. Ich bin bewaffnet, also macht keine Mätzchen.“

Adras
war äußerst nervös, aber auch misstrauisch und wachsam. Sie war dicht genug an der Haube des Terminals, dass sie sich mit Kerbal unterhalten konnte, aber gut genug im Dunkeln versteckt, dass man ihre Identität nicht erkennen konnte. Nun galt es heraus zu finden wer der Kunde war und was er wollte:

„Also? Ich höre? Was brauchst du?“

Sobald der Verpine – oder verhüllte Gestalt – näher kommen würde, würde sie ihrem Kunden und den Verhüllten sagen, dass er auf Abstand gehen solle. Adras traute niemanden. Sie wusste, dass eine gesunde Vorsicht und Skepsis gut war. Ihre jahrelange Erfahrung als Türsteherin des „Weit weg und ganz nah“ schärften ihre Sinne und Vorsicht, die nun zu tragen kamen. Da sie selbst nie „Sith“ gesehen hatte, geschweige wusste, was diese „Sith“ waren, konnte sie nur zwei seltsam verhüllte Gestalten sehen. Die Verbindung zwischen den „Schauergeschichten“ und den „Sith“ konnte sie nicht ziehen. Gehört von sogenannten „Magiern“, die mit Willenskraft Dinge bewegen konnte oder Zaubertricks machten, hatte sie gehört, stempelte diese aber als lustiger Partyscherz ab.​


Treffpunkt in 5 Minuten.
Raus, rechts lang, bis zur 2. Kreuzung, vor dem Terminal.
Alleine warten.​



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[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Straßen nahe „Weitweg und ganz nah“] Adras Algorab, Arlenund Tha'klen​
 
[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besprechungssaal] Anthony Antares, Darth Angelus, Shiqjat, Leibgardisten, andere NPCs


Die Situation war angespannt. Aber nicht etwa, weil Angelus und Antares sich nicht einig werden konnten, die Zusammenarbeit war besiegelt, sondern wegen des Novizen, Shiqjat, der sich an der Seite des Sith befand.

Gerade noch dem Holotisch zugewandt, verschränkte Anthony seine Arme hinter dem Rücken und wendete sich mit einem aufmerksamen Blick in Richtung des Sith. Angelus sprach von Hass, der den Saal erfüllen würde, fragte, ob Antares wüsste, was er damit auslösen würde. Vermutlich spielte er auf das an, was Antares auch ohne Zauberkräfte schon längst vernahm. Shiqjat schien die Philosophie des Imperiums überhaupt nicht vertragen zu können, ballte seine Fäuste und signalisierte auf nonverbale Art lautstark seine unterdrückte Wut gegenüber dem Gouverneur und brennenden Hass gegenüber der Abwertung seiner Art. Die Worte des Imperialen waren wie scharfe Peitschenhiebe, die durch den Raum zischten

Während Angelus mit langsamen Schritten um Anthony herum ging, antwortete Zweiterer mit einem leichten Schmunzeln:

„Nun, nicht jede Lebensform in dieser Galaxie kennt ihren Platz…“

Mit seiner Hand auf der Schulter seines Novizen, bestätigte Angelus die Aussage des Gouverneurs. Anscheinend kannte Shiqjat seinen Platz fürwahr nicht. Er schien der Auffassung, etwas Besonderes zu sein. Ein reinblütiger Sith, dessen Spezies einst durch die dunkle Seite der Macht auserwählt war, doch durch Schwäche ihren Status verlor. Mit starrem Blick, seine Haltung von autoritärer Überlegenheit geprägt, stand der Gouverneur dem Nicht-Menschen gegenüber. Es schien wie ein Duell zwischen ihm und dem Novizen, Angelus als Schiedsrichter. Ein Ballett der Macht. Anthony glaubte zu verstehen, welches Spielchen der Sith hier zu spielen versuchte.

Ein kurzes, schmales Grinsen, das schnell wieder im selbstsicheren Blick verschwand, signalisierte, dass er realisierte, was hier vor sich ging. Er wusste, dass Hass und Wut Antrieb seines Gegenübers waren. Wollte der Novize ihn töten, wäre das problemlos möglich. Selbst seine Leibgardisten wären vermutlich machtlos gegen einen Berserker im Blutrausch. Andererseits konnte er es nicht. Es war wie eine Unterwerfung Shiqjats gegenüber dem Gouverneur. Der Novize wusste, Angelus würde es nicht zulassen, würde eingreifen und ihn stoppen.

Antares Stimme, so emotionslos und kalt wie das eisige Herz des Imperiums, ertönte und richtete sich gen Angelus:

„Ihr Schüler bildet sich also ein, etwas Besonderes zu sein?“

Sein Blick und die Stimme richteten sich schlagartig, wie der Hieb einer Vibro-Klinge, an Shiqjat. Die süffisante Wortfolge setzte sich fort:
„Diese Selbsttäuschung ist geradezu amüsant. Sie sollten sich nicht überbewerten… Statt sich in Einbildung zu verlieren, sollten Sie sich lieber daran erinnern, dass wahre Macht auf der Fähigkeit basiert, sich zu behaupten, nicht auf leeren Selbstillusionen einer vergangenen Zeit. Meine Zeit, die des Imperiums, die der Menschen, ist es, die jetzt und auf Ewig die neuen Spielregeln der Galaxis macht.“

Anthonys Blick wechselte mit einem Überlegenheit ausstrahlenden Blick zwischen den beiden Sith umher, während er sich wieder dem Holotisch zuwendete:
„Die neue Ordnung hat für jede Spielfigur in dieser Galaxis eine Rolle. Sie müssen nur gewillt sein, ihre Rolle einzunehmen, ganz gleich, ob es Ihnen gefällt oder nicht.“

Anthony tippte erneut auf der Bedienfläche des Holotisches, wobei Angelus seinen Novizen fragte, ob er dem Gouverneur noch irgendwas mitteilen wollen würde. Nach kurzer Zeit öffneten sich mehrere Berichte über die bisherigen Tätigkeiten von Darth Kerbal. Darunter die Eintreibung von Nicht-Menschen, die Tätigkeit im Neutronium-Tagebau und ganz neu: Die Eliminierung diverserer Schlüsselfiguren der Unterwelt.

Mit dem Rücken zu den beiden Sith fügte der Gouverneur noch hinzu:

„Ich hoffe doch, Sie haben Verständnis für meine Ausdrucksweise. Falls Sie was zu ergänzen haben, nur zu, bevor wir uns wieder der Arbeit widmen.“

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Hass und unbändige Wut brannten in dem jungen Reinblut und während er sich bemühte, nicht die Kontrolle zu verlieren, begann sein Meister, ja er hatte ihn offenbar wirklich als seinen Schüler auserkoren, ihn weiter zu reizen. Auch Angelus schien der Ansicht zu sein die Menschen seien der Gipfel allen Lebens. Eine Lektion seines Vaters kam ihm in den Sinn. Er hatte ihm damals etwas über die Geschichte ihrer Spezies erzählt und seinem Sohn etwas einzubläuen versucht, das er in diesem Moment erst verstand. Der hochgewachsene Sith hatte auf ihn herabgeblickt und in ernstem Ton gesagt:

Vergiss nicht. Wir sind das Volk der Dunklen Seite. Wir sind die mit dem Potential das andere Spezies niemals erreichen könnten, doch auch andere sind gerissen haben Verstand oder sind stark. Sei stolz das du die reinste Form der Sith verkörperst aber vergiss nicht das Wissen, Können, Macht und Geschick das sind, was dir den Weg an die Spitze bereitet! Die Dunkle Seite ist es die uns Macht gibt nicht allein unsere Abstammung. Beherzigst du das und andere denken du seihst schwach und nur auf deine Abstammung fixiert, dann wirst du sie mit Leichtigkeit hinwegfegen.

Jetzt verstand Shiqjat was sein Vater gemeint hatte. Es war eine Schwäche sich nur auf die Überlegenheit seiner Rasse zu verlassen und andere als geringer anzusehen, weil sie dieser nicht angehörten. Als ihm das klar wurde ebbte seine Wut etwas ab und ein Gefühl der Überlegenheit macht sich in ihm breit. Der hass auf den affektierten Gouverneur jedoch blieb und so funkelten seine Augen nach wie vor hasserfüllt.

Er wandte den blick seinem Meister zu und nickte mit einem überraschend überlegenen Lächeln im Gesicht. Die Hand auf seiner Schulter fühlte sich auf einmal nicht mehr so bedrohlich an. Nicht freundlich und auch nicht als Hilfreiche Geste gemeint war sie dennoch eine merkwürdige Art der Rückendeckung.


„Ja Meister, das habe ich.“


Er wandte sich wieder dem Gouverneur zu, der nun mit dem Rücken zu ihm stand. Kurz war er noch einmal verlockt sich dem Hass hinzugeben und dem Mann schmerzen zu bereiten… doch dann sperrte er seine Emotion ein. Vergrub sie hinter seinem Verstand und ließ sie gleich einem gezähmten, aber großen Kaminfeuer lodern. Seine Stimme war fest und kalt und strahlte ein wenig Geringschätzung aus. Nur ein wenig, denn er hatte nicht vor von Mitleid für dieses blinde Wesen zu verfallen.

„Sie haben recht man muss sich behaupten, aber sie liegen auch falsch Gouverneur. Nicht die Menschen haben das sagen. Die Sith sind es die alle Macht haben. Unabhängig davon, ob sie einer minderen oder einer höheren Spezies angehören. Aber dieser Irrtum ist verständlich, denn hier auf dieser Welt halten sie als Mensch die Zügel fest in der Hand. Ich respektiere ihre Position.“

Dann funkelte er wieder seinen Meister an und wagte sich noch einen Schritt vor. Es war nicht der beste Zeitpunkt, aber es war dennoch ein Schachzug, der sein musste. Angelus sollte nicht glauben das sein Verstand unter seiner Abstammung litt. Er hatte nun ganz genau erfasst was hier los war und Angelus hatte sich damit sogar ein Stück weit seinen Respekt verdient. Er hatte die Situation genutzt Shiqjat seinen Platz zeigen zu wollen und auch Antares das Gefühl zu geben das er sich auf ihn Verlassen ihn aber nicht kontrollieren können würde.


„Ich schätze mich glücklich, dass ihr trotz eurer Überlieferungen das Potential in mir erkennen konntet. Diese Menschen hier werden sicher glücklich über unsere Unterstützung sein. Meister.“

Sein Ton war lauernd, wenn nicht sogar leicht herausfordernd. Seine Betonung ließ keinen Zweifel daran das er sich trotz allem gesagten nicht erniedrigt hatte und sein Ego keine großen Verletzungen davongetragen hatte. Allerdings war da trotzdem etwas Respekt herauszuhören. Respekt für den Sith Krieger dessen Reaktion nun unvorhersehbar war.


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[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Arlen und Tha'klen, sowie weitere Gäste

Entspannt verfolgte Kerbal die Fortschritte seines:seiner Schüler:in. Tha’klen hatte sich wacker daran gemacht die vor ihm:ihr aufgereihten Shotgläser eines nach dem anderen zu leeren, wobei er:sie sich jedoch jedes Mal einen Schluck Neutralisierer für zwischendurch gönnte. Alles in allem war Kerbal zufrieden mit dem Enthusiasmus, den der:die Verpine an den Tag legte. Doch merkte er auch, wie anstrengend die Übung für seine:n Schüler:in war. Daher war er froh, als er aus dem Augenwinkel verfolgte, wie ein Stückchen Filmsi im Vorbeigehen auf seinem Tisch landete. Wie beiläufig griff der Sith danach und stellte zufrieden fest, dass seine versteckte Nachricht wohl angekommen war. Der Zettel enthielt nämlich Instruktionen für Zeit und Ort eines Treffens. So weit so gut also.

Kerbal gönnte Tha’klen also noch einen letzten Anlauf der Übung, bevor er zum Abschluss die inneren Verletzungen seines:seiner Schüler:in heilte und sich schließlich erhob. Betont entspannt warf er ein paar Credits auf den Tisch und schlenderte dann zum Eingang. Der Treffpunkt war nicht allzu weit weg und klang einfach zu finden, also ließ er sich Zeit und wies kurz bevor er ihn erreiche, Tha’klen an zu warten. Dann trat er selbst an das gelb überbedachte Holoterminal heran und rief eine Holonetsuche nach den besten Pogoyaspezialitäten Keladas auf. Seine Machtsinne waren unterdessen auf die Umgebung gerichtet und entdeckten eine junge Frau, die sich bis eben hinter der nächsten Ecke versteckt hatte und ihn nun ansprach.


„Es liegt mir fern Mätzchen vom Zaun zu brechen, Schwester.“

, gab er aus dem Mundwinkel heraus zurück und tat so, als würde er gebannt auf das Terminal starren. Die Slicerin wirkte äußerst nervös, jedoch auf die wachsame und nicht die verräterische Art und Weise. Scharf fragte sie, was Kerbal genau wolle.

„Ich will, dass du mir aus einer Informationsquelle verdeckt Daten besorgst, anschließend sollen diese Informationen gelöscht werden. Es soll dabei nicht nachvollziehbar sein worauf du zugegriffen hast und dass überhaupt ein Zugriff erfolgt ist. Der Ort ist nicht ans Holonet angeschlossen, du musst also persönlich hin. Eventuell gibt es eine imperiale Präsenz, aber um die kümmere ich mich über ein Ablenkungsmanöver. Die Bezahlung ist gut. Traust du dir so etwas zu?“

Während er gesprochen hatte, hatte Kerbal genau verfolgt welche Wirkung seine Worte auf die Slicerin hatten. Er wollte sichergehen, dass sie sich die Mission auch wirklich zutraute und nicht in letzter Minute kalte Füße bekam. Was folgte war das Verlangen nach mehr Informationen, auf das der Sith jedoch nur halbherzig bereit war einzugehen.

„Unter dem Platz des Imperialen Friedens hat ein Teil der alten Bibliothek überlebt, dort dringen wir ein. Das genaue Thema, um das es geht, erfährst du, wenn wir dort unten sind. Kannst du damit arbeiten?“

Solange der Vertrag noch nicht zu Stande gekommen war, wollte Kerbal keine Vitalen Informationen herausgeben. Aus dem Fiasko in den Minen hatte er gelernt nicht zu früh zu konkret zu werden. Der Givin, dem er von seinem Interesse an der Bibliothek erzählt hatte, war damals lebendig an die Imperialen gefallen und hatte Kerbals Vorhaben mit aller Wahrscheinlichkeit weitergegeben. Noch einmal würde er einen solchen Fehler nicht machen.


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Straße nahe desWeit weg und ganz nah ] Arlen und Tha'klen, sowie Adras
 


Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von "Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot von Speederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp ,Chronometer - Modell 7643 (https://starwars.fandom.com/wiki/Time_Piece_Model_7643) mit integrierten Holoprojektor und KOMM-Gerät, Security-Kit(By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen) https://starwars.fandom.com/wiki/Security_kit/Legends, farbige Steine, Datenkarten, KYD-21-Blaster https://jedipedia.fandom.com/wiki/KYD-21-Blaster

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Straßen nahe „Weitweg und ganz nah“] Adras Algorab, Arlen und Tha'klen

Aufmerksam verfolgte sie die Bewegung der verhüllten Gestalten, doch nur einer der Beiden trat näher und stellte sich ans überdachte Holo-Net-Portal, um alibimäßig daran zu arbeiten, so wie abgemacht. Auf ihre Warnung hin – den KYD-21-Blaster umgreifend (nicht sonderlich bereit damit schießen zu können) – erwiderte die Gestalt, dass es ihm fern liege, 'Mätzchen' zu machen und sprach sie mit 'Schwester' an. Der Blaster lag – im Ärmel des Umgangs verborgen - wie ein Fremdkörper in ihrer Hand. Nahkampf lag ihr mehr, als mit einem Blaster rumzufeuern.

Aus dem Klang der Stimme hörte sie deutlich, dass die Person ein Mann war und weder sonderlich jung noch alt war. Irgendwas zwischen 30 und 45. Die Identifikation der Person spielte nur eine sekundäre Rolle. Wichtiger war der Inhalt des Auftrages.

Als der Mann dann genau erklärte, wofür er einen Slicer brauchte, entspannte sich die Rattataki etwas. Es waren keine sensiblen Daten oder Geheimnisse über den Widerstand oder etwas, wo sie Bauchschmerzen bekommen würde. Eher ging es um Informationen aus einer imperialen Bibliothek, unterhalb und versteckt unter dem Platz des imperialen Friedens. Sie wusste gar nicht, dass dort unten eine alte Bibliothek war, doch die anderen Informationen, die der Mann Preis gab, waren viel interessanter und wichtiger. Es ging um einen verborgenen Einbruch in die Informationsquelle und das Verwischen des Einbruches in dieser. Keine große Herausforderung. Interessant war auch, dass die Informationsquelle selbst nicht ans Holonet angeschlossen war und sie persönlich erscheinen müsste. Sie zählte Eins und Eins zusammen und überlegte, wie sie in ein analoges System eindringen konnte ohne Spuren zu erzeugen, beziehungsweise diese zu verwischen oder gar zu löschen. Ihr fiel sofort eine Möglichkeit ein, doch auch wenn eine 'imperiale Präsenz' anwesend sein könnte und er sich darum kümmern würde, beschlich sie ein Gefühl von Vorsicht. Der Einbruch selbst und die Verschleierung war relativ simple. Doch wollte er spezielle Daten aus den Archiv haben? Sie heraus stehlen? Doch wichtiger war, wer gab ihr die Gewissheit, dass sie da lebend wieder raus kam? Freyo als Backup könnte sie schlecht mitschleppen. Dem Imperium einen Seitenhieb zu geben, war verlockend, doch was wäre, wenn die Informationen für den Widerstand wichtigwaren?

Sie überlegte kurz, bis sie näher an die Box lehnte und flüsternd antwortete:

„Zum Verständnis: Du willst spezielle Datensätze aus dieser Bibliothek und diese Datensätze sollen später aus dem Archiv gelöscht werden, nachdem ich sie für dich geborgen habe?“

Im Endeffekt gab sie nochmal wieder, was er sagte, doch die Wortwahl war wichtig, da es keine Missverständnisse geben durfte. Sie fügte mit an:

„Den verdeckten Einbruch in die Informationsquelle ist kein Problem, genauso das verschleiern und löschen des digitalen Einbruchs. Der Zugriff auf das System, auf die Daten und den Verlauf kann man – wenn man weiß, wo man ansetzen muss – einfach löschen. Nur, wenn Daten aus einem Segment gelöscht werden sollen, kann man schlecht das 'Datenloch' verschleiern. Stell es dir so vor, als würdest du eine Seite aus einem Buch reißen. Man kann zwar den Zugriff auf das Buch verschleiern, die Seite und Inhalt kopieren, verändern, aber wenn man weiß, welche Seite man suchen muss und die Seite fehlt komplett, lässt sich der fehlende Inhalt nicht verheimlichen. Ich könnte das Datenloch mit Datenmüll füllen, um ein Fehlen zu verzögern, aber ein Loch bleibt ein Loch. Verstehst du? Kurzum, ich traue es mir zu. Die Frage ist nur, was du genau willst?!“

Sie ließ ihn die Gelegenheit und Zeit darüber nachzudenken, was er genau wollte. Dabei empfand sie das Gleichnis mit der raus gerissenen Seite aus dem Buch sehr passend. Auch wenn es Bücher aus Papier kaum noch gab. Man konnte den Einbruch in eine Bibliothek selbst verheimlichen, aber wenn man ein ganzes Buch stahl ohne für Ersatz zu sorgen, würden Kenner die Lücke bemerken. Zwar mit etwas Verzögerung, aber man würde es bemerken. Es sei denn, dieser Umstand war ihm egal, Hauptsache die gestohlenen Informationen bekäme kein Anderer. Erst danach würde sie offen ansprechen, welche Garantie ihr Auftraggeber geben würde, dass er sie nacherfolgreichem Abschluss nicht einfach kalt stellte. Wobei das wohl Berufsrisiko war. Darüber hinaus wäre es auch ihre Aufgabe zu recherchieren, wie sie aus der Bibliothek fliehen konnte, sollte die Situation da unten eskalieren.

Aufmerksam schaute sie sich dezent um, lauschte in die Straßen, die mit den alltäglichen Straßenlärm versehen war, die um die Uhrzeit üblich war. Gepöbel und Streitgespräche von Besoffenen, die aus einer Lokalität flogen und zur nächsten taumelten, heulende Repulsormotoren, die ihre Passagiere zwischen den Häusern ans Ziel brachten und auch mal ein pfeifender Wind, der durch die Gassen wehte.

[Kolonien- Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Straßen nahe „Weitweg und ganz nah“] Adras Algorab, Arlen und Tha'klen​
 
[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Straße nahe des Weit weg und ganz nah ] Arlen und Tha'klen, sowie Adras

Während Kerbal abwesend auf den Holoscreen starrte, lauschte er aufmerksam den Worten der Slicerin. Diese hatte nämlich, wenn auch keine Bedenken, so doch Fragen der Machbarkeit bei einem Punkt, an den der Sith selbst nicht wirklich einen Gedanken verschwendet hatte. Auf ihre erste Zusammenfassung seiner Wünsche hin nickte er zwar zustimmend, runzelte jedoch die Stirn, während sie damit begann das Problem zu erläutern. Daten löschen ging nämlich gar nicht so einfach, wenn man wollte, dass die Löschung unbemerkt bleiben sollte.

Die Slicerin erklärte, dass dies in etwa so war, wie Seiten aus einem Buch zu reißen. Die Daten würden zwar fort sein, doch würden die leeren Stellen einem aufmerksamen Betrachter sicherlich ins Auge stechen. Kurz überlegte Kerbal, ob er damit leben konnte, sah dann jedoch ein, dass seine Geschäftspartnerin vermutlich mit ihren Bedenken Recht hatte. Der Sith hatte durchaus mit dem Gedanken gespielt den alten Jeditempel zu einem Rückzugsort umzufunktionieren, von dem im Idealfall niemand zu wissen brauchte. Der Gouverneur wusste zwar, dass er an einem solchen Ort interessiert war, brauchte jedoch nie zu erfahren, dass dieser tatsächlich gefunden worden war. Wenn Kerbal nun jedoch derlei Daten einfach so löschte, dann würde offensichtlich sein, was er in den weiten der Ebenen Keladas gefunden hatte. Und wer wusste schon was dieser neu angekommene Sith für Mittel haben würde, um den Ort auf andere Weise aufzuspüren? Nein, die Slicerin hatte Recht. Eine Alternative musste her.


„Okay, wichtiger Einwand.“

, setzte Kerbal an und warf einen unauffälligen Blick auf die in Schatten gehüllte Gestalt.

„Sagen wir ich suche einen bestimmten Ort. Wäre es machbar, anstatt alle Referenzen zu diesem Ort zu löschen, die Daten durch Fehlinformationen zu ersetzen? Falsche Koordinaten, fehlerhafte Beschreibungen, so etwas? Effektiv, nichts dass darauf hindeutet, dass es einen Zugriff gab, aber das trotzdem jemandem anders auch nicht erlaubt den Ort zu finden?“

Schließlich kamen sie neben den Spezifikationen des Auftrags auch noch auf die Bezahlungsparameter zu sprechen. Kerbal schlug eine angemessene Summe vor, doch die wirklich interessante Frage war, welche Garantien er für das Überleben der Slicerin geben konnte. Der Sith gab einen amüsierten Laut von sich.

„Das ist natürlich eine wichtige Frage, jedoch interessant, dass du die Antwort darauf von mir brauchst. Ich schlage vor, dass du eine Totmannschaltung einrichtest, während du auf die Informationen zugreifst. Geschieht dir was, gehen sie ins Holonet. Etwas das ich wirklich, wirklich gerne vermeiden würde.“

, einen Moment lang ließ Kerbal die Idee sacken, bevor er fortfuhr:


„Natürlich stehe ich dann vor dem Problem, dass du nach dem Auftrag über Informationen verfügst, die ich nicht öffentlich sehen will. Ich bin sicher, dich nach Abschluss des Auftrags wiederzufinden würde beträchtliche Ressourcen benötigen. Falls sich die Daten trotzdem in den falschen Händen wiederfinden, während du noch lebst, kann ich dir versprechen, dass ich durchaus rachsüchtig genug bin, um so etwas durchzuziehen. Es liegt also in unser beider Interesse, dass du mir einen Beweis über die Löschung in deinen Systemen zukommen lässt, wenn du dich wieder sicher außerhalb meiner Reichweite befindest.“

Beiläufig tippte Kerbal auf einen Vorschlag des Holosuchmaschine, der ihm besonders interessant erschien. Dann warf er der Slicerin wieder einen versteckten Blick zu.

„Also, kommen wir ins Geschäft?“


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Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von"Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter:
aufgeweckt, dynamisch, einfallsreich
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot vonSpeederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche
Portacomp, Chronometer - Modell 7643 (https://starwars.fandom.com/wiki/Time_Piece_Model_7643) mit integrierten Holoprojektor und KOMM-Gerät, Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen)https://starwars.fandom.com/wiki/Security_kit/Legends, farbige Steine, Datenkarten, KYD-21-Blaster https://jedipedia.fandom.com/wiki/KYD-21-Blaster

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Auf Adras' Bedenken ging ihr Kunde ein und stimmte ihren Einwand zu. Die Frage war nun aber, was sie tun sollte. Daten löschen? Mit Datenmüll füllen? Doch der Mann schien seinen Wunsch noch ein mal zu überdenken und erklärte nun etwas konkreter, dass er einen bestimmten Ort suche. Gefolgt von der Frage der Machbarkeit zwecks nicht alle Referenzen zum Ort zu löschen, sondern eher sie mit Fehlinformationen zu ersetzen. Dies beinhaltete falsche Koordinaten und fehlerhafte Beschreibungen des Ortes oder zum Ort. Adras nickte, verstand seinen Gedankengang doch durch die Kapuze war ihr nicken kaum wahrnehmbar. Die Frage nach dem Zugriff auf diese Daten und das 'Auffinden' des Ortes hätte sie fast mit einem Schulterzucken abgetan. Immerhin sagte sie zuvor, dass das Verwischen von Zugriffen auf die Daten kein Problem sei. Auch das Verändern von Datensätzen war keine sonderliche Herausforderung, wobei ihr gerade in den Sinn kam, dass sie gar nicht wusste, in welcher Sprache die Datensätze wären und sie dafür ein Übersetzungsprogramm benötige. Weiterhin, mit welchen Falschinformationen sollte sie die Datensätze ersetzen?! Doch das konnte sie erst wissen, wenn sie wusste, um was für Daten es sich handelte. Zumindest konnte sie aus dem jetzigen Gespräch schlussfolgern, dass es um Koordinaten und Ortsbeschreibungen ging.

Innerlich notierte sie sich einige Programme, Notizen und Materialien, die siefür den Auftrag brauchte. Sie war kein Sprachassi, die mehrere Sprachen beherrschte. Sie beherrschte nur Basic, vielleicht mit Glückein paar Wörter beziehungsweise Beleidigungen in verschiedenen Sprachen – was man halt als ehemalige Türsteherin aufschnappte, doch dies reichte. Immerhin galt Basic als Universalsprache. Die Bezahlung für den Job war mehr als angemessen, worauf sie nur bestätigend brummte, doch auf den Hinweis ihrer Sicherheit, lachteder Mann nur. War es so abwägig?

Besonders auf Kelada war der Job eines Slicers recht riskant, besonders wenn man die falschen Leute kannte. Daher war die Rattataki äußerst vorsichtig und umgriff den Blaster in der Hand fester. Doch der Vorschlag des unbekannten Mannes war gar nicht so dumm. Einen 'Totmannschalter' WÄHREND der Arbeit war zwar unmöglich, doch sie hatte eine grobe Idee, wie sie sich eine Rückversicherung konstruieren konnte. Dass die Daten ins Holo-Net gehen sollten, wenn ihr etwas passieren würde, ignorierte sie. Immerhin war die Informationsquelle – nach Aussagen des Kunden – nicht mit demHolo-Net verbunden, worauf diese Option etwas blödsinnig war. Doch in ihrem Gedächtnis klopfte eine Erinnerung an, dass es ein PADD gab, welches man verwenden konnte. Das PADD hatte den Vorteil, dass es mit einem baugleichen PADD der gleichen Marke gekoppelt war und eine gute Sicherheitssoftware besaß, um Informationen von einem PADD zum nächsten zu übermitteln. Sobald sie die gewünschten Daten auf ihrem Portacomp hatte, könnte sie die gewünschten Daten mit einem Programm koppeln und bei Aktivierung des Programms, würde es die Daten einfach an das andere PADD senden, dass selbstverständlich in Sicherheit deponiert wurde. Natürlich müsste sie zuvor jemanden informieren, sollte ihr was passieren, dass die Daten sofort veröffentlicht werden, genauso brauchte sie die zwei speziellen Data-Padds, auf dessen Name sie aufs Verrecken gerade nicht kam.

Der Mann stoppte kurz mit seinen Gedanken und ließ wohl Adras Zeit sichdarüber Gedanken zu machen, doch während sie sich nachdenklich auf den Daumennagel biss und zart kaute, fuhr der Kunde weiter aus, dasser mit der Veröffentlichung der Daten ein Problem hätte und wohlauch einige Probleme hätte, die Slicerin nachher - nur unterimmensen Aufwand - wieder zu finden. Sie musste leicht schmunzeln unddachte sich:

„Wenn er wüsste, wie einfach das wäre. Immerhin wohne ich hier in Colina.“

Doch ihre wahre Identität war noch geheim und das ihr Vorteil. Sie zog sich die Kapuze etwas tiefer ins Gesicht und hörte weiter zu, dass er recht rachsüchtig wäre, wenn die Daten in die falschen Hände gelangten. Derlei Drohungen gehörten wohl mit zu Verhandlungen. Immerhin galt es auch der Gegenseite zu vermitteln, welche Konsequenzen es hätte, den Kunden zu betrügen. Einen rauen Ton war Adras durch ihren vorherigen Job im „Weit weg und ganz Nah“ gewohnt. Immerhin pöbelten oft genug Besoffene herum, drohten mit Vergeltung, wenn sie an die Luft gesetzt wurden. Daher perlte der drohende Hinweis eher an Adras ab. Doch anstatt ihr verbal den Blaster wortwörtlich auf die Brust zu setzen, erklärte er eher diplomatisch, dass es ihrer beider Interesse wäre, die Daten später zu löschen und einen Gegenbeweis zu liefern, dass sie sich auch an ihren Part hielt.

Noch während die Rattataki in Gedanken war, eine Materialliste im Geiste zusammen stellte, einige Programmzeilen erdachte, fragte ihr Kunde, ob sie ins Geschäft kämen. Etwas Gedankenversunken:

„Warte kurz... ich denke ...“

Nachdem sie die letzte Notiz im Geiste formuliert hatte, willigte sie ein:

„Deal. Ich hab noch im Geiste ein paar Notizen gemacht und wie ich den Auftrag anfange. Ich weiß, einige Slicer haben einen schlechten Ruf, aber mir ist es wichtig, dass meine Kunden zufrieden sind. Haben wir ein Zeitfenster, bis wann der Auftrag erledigt werden muss? Oder gibt es noch etwas, was ich berücksichtigen muss?“

Ohne sonderlich zu warten, erklärte sie kurz, wann sie anfangen könnte:

„Aus meiner Sicht, benötigte ich vierundzwanzig Stunden Vorlaufzeit. Ich brauch noch ein paar Materialien und muss noch Vorbereitungen treffen, damit der Auftrag erfolgreich wird. Geht das oder muss er sofort gemacht werden? Nur zu Info, ohne Vorbereitung steigt das Risiko eines Fehlschlages.“

Sie hoffte, dass der Auftrag sich noch um mindestens vierundzwanzig Stunden hinaus zögern ließe. Wie sie sagte, sie könnte zwar improvisieren, doch abgesehen von ihrem Portacomp und den zwei Datenkasetten, die sie noch hatte, war der Rest eher ein Glücksspiel mit unbekanntem Ende. Lieber ging sie mit etwas Vorbereitung an die Aufgabe, anstatt wie spontane Tölpel sich ins Abenteuer zu stürzen und Gefahr zu laufen, den nächsten Morgen nicht zu überleben.

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[Kolonien | Kelada-System | Kelada | Colina | Straße nahe des Weit weg und ganz nah] Tha’klen, Arlen Merillion sowie Adras Algorab


Tha’klen stand in der Seitenstraße und versuchte mit hens Machtsinn die Umgebung im „Auge“ zu behalten. Die Trainingsmethoden seines neuen Meisters waren ungewöhnlich, jedoch hatten sie erstaunliche Fortschritte ermöglicht. Dadurch, dass die Maske mit den zugeklebten Sehschlitzen hen zwangen sich auf seine neu entdeckten Fähigkeiten zu stützen fiel es dem frisch gebackenen Jedi tatsächlich leichter sich auf den neuen Sinn zu verlassen. In der Bar, in der sie gesessen hatten und in der hen flüssiges Gift in sich hinein geschüttet hatte, hatte hen irgendwann das Gefühl gehabt eine Art Schleier hätte sich von seinem Geist gehoben.

In der Notwendigkeit zu sehen, ohne zu sehen und hens Körper vor der Vernichtung durch den abscheulichen Drink zu schützen hatte hen endlich erkannt, wie genau hen auf die Macht zugreifen konnte. Die Ruhe, die sein Meister dabei regelrecht ausgestrahlt hatte, hatte sich auf hen übertragen und in der Gelassenheit, die sich dadurch in ihm ausgebreitet hatte, konnte der Verpine nun endlich spüren, dass die Macht hen umgab und durchdrang. Sie erlaubte hen sie zu beeinflussen, langsam und schwach, aber er hatte einen Zugriff auf etwas von dem er bis vor wenigen Tagen nicht einmal gewusst hatte, dass es existierte.

Das Wundbenzin, dass die beiden Jedi in sich hinein geschüttet hatten, hatte hen trotzdem zu schaffen gemacht. Der erste Shot fühlte sich an wie ein tritt in die Magengrube und hen war der Meinung spüren zu können, wie sich hens inneren Organe begannen aufzulösen, bevor hen sich den Neutralisierer die Kehle hinunter kippte. Doch als sie schließlich beim letzten Shot angekommen waren, konnte hen die Macht nutzen, um den Schmerz zu kontrollieren und zumindest verhindern, dass die ätzende Flüssigkeit ein Loch in hens Magen brannte, bevor Arlen die Verletzungen heilte.

Schließlich hatten sie Ihren eigentlichen Grund für den Abstecher in die Bar gefunden und folgten einer Anweisung durch die Gassen, bis sie schließlich hier stoppten. Der Slicer stand in etwas abstand zu dem Sith und machte sich große Mühe seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen zu haben, Doch keiner seiner beiden Kunden machte sich die Mühe zu versuchen unter selbige zu schielen. Sowohl Tha’klen als auch Arlen bedienten sich ausschließlich Ihrer Machtsinne, um ihren Kontakt zu beobachten.

Während hens Meister also mit dem Slicer verhandelte fummelte hen mit den Fingern an dem in seinem Umhang verborgenen Griff des Lichtschwertes herum und versuchte potenzielle Gefahren rechtzeitig erkennen zu können.


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Nach einer kurzen Bedenkzeit war es dann endlich so weit. Die Slicerin stimmte dem Auftrag zu und fragte zu guter Letzt noch nach dem Zeitfenster, in dem der Auftrag steigen sollte. In knappen Worten erklärte sie, dass sie mindestens vierundzwanzig Stunden Vorlaufzeit brauchen würde, wenn sie nicht das Risiko eines Fehlschlages eingehen wollen würden. Bedächtig nickte Kerbel. Mit so etwas hatte er bereits gerechnet und es einkalkuliert. An sich stand er nicht unter Zeitdruck, wann genau er den Tempel finden wollte. Dennoch hätte er lieber morgen als übermorgen einen Rückzugsort, von dem die Sith nichts wussten. Ein Tag Verzögerung war jedoch nichts, woran er sich stören würde.

„Kein Zeitdruck. Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst.“

, gab er trocken zurück, woraufhin die Verhandlungen endlich beendet waren. Kurz einigten sie sich noch auf einen Treffpunkt in einer Seitengasse am Rande des Platzes des Imperialen Friedens am nächsten Abend, dann zog die Slicerin sich zurück. Kerbal verweilte noch einen Moment an dem Terminal, dann wandte auch er sich ab. Und Tha’klen zu.

„So weit so gut, wir haben morgen einen Termin. Aber du wirst wissen wollen, wie es heute für dich weitergeht. Ich hoffe du hast da hinten in der Bar ein paar nette Flüche aufgeschnappt, denn die wirst du gleich noch brauchen. Mein Plan ist dich heute weiter zu trainieren, bis du mir wortwörtlich aus den Socken kippst. Ich möchte deine Grenzen lieber ausloten, solange wir noch keine finsteren Gestalten auf den Fersen haben. Da mir klar ist, dass diese Trainingsmethode dir gegenüber ein kleines Bisschen unfair ist, sei es dir gestattet mir während des heutigen Trainings jedes Schimpfwort an den Kopf zu werfen, das dir einfällt.“

Tha’klen konnte zwar Kerbals breites Grinsen nicht sehen, doch musste man es dem Sith anhören. Ein bisschen hatte er schon ein schlechtes Gewissen, was er seinem Padawan antat, andererseits machte es auch irgendwie Spaß den gemeinen Meister zu spielen. Und es war am Ende des Tages war es ja sowieso nur zum Besten des:der Verpine:n.

„Ein zusätzlicher Bonus: Was du eben in der Bar in Grundzügen erlernt hast, wird dir nützlich sein länger auf den Beinen zu bleiben. Mehr Schimpfworte also, will ich hoffen. Also hopp, ein bisschen auf der Stelle joggen, wenn ich bitten darf.“

Gemeinsam machten Meister und Schüler sich auf den Weg zu ihrem morgigen Ziel. Gemeinsam war dabei ein sehr dehnbarer Begriff, verbrachte Kerbal seine Zeit doch bequem auf seinem Speederbike sitzend, während Tha’klen unter ihm auf die verschiedensten Arten und Weisen joggend folgte. Mal rückwärts, mal seitwärts, mal die Knie bis zur Brust anziehend musste der arme Padawan die gesamten fünfzehn Klicks zu ihrem Ziel in irgendeiner Form kreativ die Hufe schwingen. Für Kerbal gingen die dreieinhalb Stunden Weg dabei verhältnismäßig bequem von statten, während sie für den:die junge:n Schüler:in eine mustergültige Form der Folter sein mussten. Wobei ganz so schlimm konnte es nicht sein, hatte er sich doch erbarmt und Tha’klen erlaubt die Sithmaske abzunehmen, wann immer er:sie sich übergeben musste.

Doch jede Hölle musste einmal enden und so kamen sie schließlich, nach einer kleinen Ehrenrunde um den Platz, an ihrem Ziel an. Zu Kerbals Erstaunen war Tha’klen noch bei Bewusstsein, doch das war ein Problem, dem er schon Herr werden würde. Die Gasse – nicht die in der sie sich morgen mit der Slicerin treffen würden – war geräumig und gut für das geeignet, was er als nächstes versuchen würde.


„Sehr gut. Ich hoffe nach dem kleinen Spaziergang bist du jetzt gut aufgewärmt. Unsere nächste Trainingseinheit heißt ‚Hilfe, ich falle‘. Machtnutzer sind in der Lage quasi unbegrenzte Strecken zu fallen, dabei aber trotzdem dem Tod von der Schippe zu springen. Dabei bedienen sie sich wessen? Der Macht natürlich. Da ich nicht ausschließen kann, dass wir nicht in eine Situation kommen, in der du dich plötzlich ohne Fallschirm auf ein paar hundert Metern Höhe wiederfindest, üben wir das jetzt. Also pass auf:“

Während er die Technik erklärte, schloss sich Kerbals Griff sanft um den:die Verpine:n und begann damit sie:ihn anzuheben. Auf vielleicht zwei Metern Höhe gab er ihm:ihr ein Signal und ließ los. Der Dauerlauf hatte das eigene Training des Sith sträflich vernachlässigt, also war es jetzt für ihn an der Zeit an seiner eigenen Ausdauer zu arbeiten. Nach einigen Runden des Verpinenjojo spürte er auch schon, von dem vorherigen Heilungstraining angegriffen, den bekannten Schmerz des Machtfeedbacks hinter seinen Augen. Aber das hieß nur, dass es wirkte. Nach den ersten paar Runden nahm er am Boden Platz und richtete als weitere Herausforderung seinen geistigen Blick auf den Platz und die Bibliothek darunter. Während er immer tiefer in eine Meditation versank, erkundete sein inneres Auge das Ziel ihrer morgigen Unternehmung. Den schon bald rasenden Kopfschmerz nahm er zwar wahr, schaffte es jedoch ihn auszusperren. Wie er da so im Schneidersitz eine Handbreit über dem Boden schwebte, machte er sich jedoch keine Illusionen, unter Realbedingungen ebensoviel einstecken zu können. Ohne den meditativen Zustand hätte er sicher ebenfalls das Bewusstsein verloren, wie Tha’klen es schließlich tat.

Dies als Zeichen nehmend, zog er seine tastenden geistigen Fühler zurück und setzte wieder auf dem Stein der Gasse auf. Die Dunkelheit nun mit Gewalt abhaltend zog er sein Com aus der Tasche und bestellte ein Taxi, das sie nachhause fahren sollte.


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Gasse nahe des Platz des Imperialen Friedens ] Arlen und Tha'klen
 
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