Lianna

|| Lianna ▫ Lianna City ▫ Gewerbegebiet ▫ Jedi - Basis ▫ Gänge in der Nähe vom Eingang || ▫ Selina & Ain

Der Tod des geliebten – oder zumindest blutsverwandten Menschen – hatte die Frau recht unvorbereitet getroffen, so wie es klang. Nun, wann geschah dies schon in einer Erwartungshaltung? Wenn diejenige Person nicht gerade im Altersbett seiner Schwäche erlag, traf es einen immer überraschend. Diese Tatsache war ihr selbst nur zu bewusst. Selina konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als Aindrarra sie fragte was in dieser Galaxis denn normal war. Genauso gut hätte sie fragen können, ob jemand alle Sonnen dieser Galaxis aufzählen konnte. Allerdings klang die Aussage sehr merkwürdig sie hätte ihre Mutter über 30 Jahre nicht gesehen. Sicher nur ein Versprecher. Oder die Frau war als junges Mädchen weggerannt, und hatte ein sehr jugendliches Aussehen behalten. Jedenfalls spürte sie keine Lüge, sondern vielmehr die wachsende Unsicherheit und Verwirrung, die sich einzustellen versuchte und letzten Endes auch schaffte. Es war wohl doch kein Fehler gewesen Aindrarra auf die Durchführung ihres Vorhabens anzusprechen.

Die Jedi-Meisterin hatte es geschafft ihre Gegenüber zum Nachdenken zu bringen. Warum hatte ihre Mutter überhaupt ihr Eigentum zurückgeben wollen? War zwischen Mutter und Tochter ein derart großes Zerwürfnis? Doch dann hätte sicher nicht die Tochter genau diese Aufgabe übernommen. Letztendlich war es nicht an ihr, über irgendwelche fremden Familienverhältnisse zu sinnieren und zu spekulieren. Ob sie noch mal darüber nachdenken sollte, alle persönlichen Gegenstände wegzugeben?


"Ja, ich denke es ist eine Überlegung wert. Nicht selten bleibt uns nichts weiter von einer verlorenen Person als die Erinnerung. Zumindest das Lichtschwert ist der persönlichste, wertvollste Besitz eines Jedi. Es ist ein Teil seines selbst, ein Symbol, das er, bzw. sie ab dem Moment der absolvierten Ausbildung mit sich trägt. Ich jedenfalls würde mir wünschen dass mein Kind es behalten würde."

Doch dann nahm alles eine andere Wendung, und Selina fragte sich wie sich ihre empathische Gabe hier eigentlich zeigte. Was hatte sie nur angerichtet? Die Frau vor ihr war nun völlig verwirrt. Offenbar hatte sie sie mit ihrer Frage nach ihrem nicht genutzten Potential überrascht. Wie konnte das sein? Hatte ihre Mutter ihr etwa nichts gesagt? War Aindrarra niemals auf die Idee gekommen, dass sich so etwas vererbte? Allerdings war dies tatsächlich etwas, dass der "Normalbürger" nicht wusste. Wenn die Mutter den Großteil über ihr Jedi - Leben verschwiegen hatte, konnte dies durchaus sein. In dem Zusammenhang fiel ihr auf, dass sie mit keinem Deut besser war. Sie war zurückgekehrt, weil sie nur das Gefühl hatte im Orden wirklich sie selbst sein zu können. Die Twi’lek hatte sich nicht vorstellen können, wie die Mitarbeiter der San - Station reagiert hätten, wenn sie plötzlich angefangen hätte, ihre Machtgabe zu verwenden um die Patienten zu heilen. Und was passiert wäre, wenn ihre Vergangenheit als Jedi bekannt geworden wäre. So hatte sie Freunde und Kollegen belogen, bzw. ihr Können verborgen und verheimlicht.

Doch hier und jetzt musste sie versuchen wieder etwas Ordnung in das Gedanken- und Gefühlswirrwarr der Besucherin zu bringen.


"Verzeiht, ich wollte euch nicht verwirren. Manchmal vergisst man dass andere nicht das Wissen und Verständnis für die Macht mitbringen. Ich war einfach davon ausgegangen ihr wüsstet davon. In den meisten Fällen überträgt sich die Machtsensitivität auf die Nachkommen. Sprich: Kinder von Jedi können fast immer selbst Jedi werden. Und in euch spüre ich dieses Potential." Woher hätte sie wissen können, dass sie damit eine versteckte Bombe zündete?

"Und es liegt mir fern mit jemandem dessen Mutter gerade verstorben ist meine Scherze zu treiben. Es war lediglich eine Frage aus Neugier die auf meinem mir selbstverständlichen Wissen resultierte." Offenbar geschah hier gerade mehr als die simple Übergabe eines Päckchens. Und der Gang war kein geeigneter Ort für so etwas.

"Wollen wir uns vielleicht irgendwo hinsetzen?" , bot sie an.

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[Lianna City – Jedi-Basis – Gänge] – Selina, Aindrarra

Das Lichtschwert war also so wichtig? Mit gefurchter Stirn, die sie ob all ihrer Gedanken schon seit einiger Zeit in Falten gelegt hatte, blickte Aindrarra einmal mehr auf das Paket in ihren Händen. Das war alles so... Argh! Ihr Leben hatte sich nun seit so langer Zeit in geregelten Bahnen bewegt und dann mit einem mal brachte es sie dazu, alles über den Haufen werfen zu wollen um es neu zu bewerten. Allerdings... wann hatte sie vor ihrer Zeit auf Corellia schon ein sicheres und ruhiges Leben geführt? Und bevor sie Lehrerin geworden war, hatte sie sich auch immer und immer wieder neu orientieren müssen. Da sollte sie das doch jetzt auch schaffen! Tapfere Gedanken, die jedoch schnell wieder ins Wanken gebracht wurden. Sie, eine Jedi? Verrückt... aber... was wenn sie das wirklich tun könnte?

„Dann werde ich vorerst noch nicht alles wieder zurückgeben, wenn das okay ist. Ehrlich gesagt wollte ich diese Dinge einfach nur abliefern und so schnell wie möglich wieder hier weg.“

Seufzend rang sie sich ein kleines ironisches Lächeln ab.

„Und dann das.“

Knapp schüttelte sie den Kopf und gluckste kurz ob ihrer Situation. Wahrlich... Was war das doch für ein Leben. Lass dich bloß nicht einlullen, denn genau dann kommt's vorbei und wirft all deine Pläne, Hoffnungen und Zukunftsvisionen über den Haufen.

„Ja. Ach... Ich weiß auch nicht. Das war auch mehr die totale Verwirrung die da gerade aus mir raus gebrochen ist. Aber ja... setzen wäre jetzt wirklich eine phantastische Idee.“

Aindrarra nickte und setzte sich dann, der Jedi folgend, mit Selina in Bewegung. Nachdem die Jedi-Tochter nicht gerade weit in die Basis eingedrungen war, hatte sie jetzt mit der Jedi-Meisterin vermutlich was die Navigation in den Gängen anging, einen ziemlich guten Fang gemacht. Aindrarra für ihren Teil hatte sich ja nach kaum einer Minute schon verrannt. Daher war es also wenig verwunderlich, dass das Duo nach einem Augenblick des Weges im Innenhof des Komplexes an. Der lag im Moment ruhig und nur sehr wenig besucht da. Gemeinsam steuerte man eine Bank an und ließ sich nieder.

Als sich, die noch immer überrumpelt fühlende, Aindrarra hinsetzen konnte, atmete sie unweigerlich schwer aus und ihr Blick blieb fast automatisch auf dem Paket kleben das sie so hastig hatte abgeben wollen, um schnell wieder all dem was sie in Gedanken beschäftigt hatte, den Rücken zu kehren. Unweigerlich spürte sie einen Stich in ihrer Brust. Ihre Mutter hatte ihr in ihren letzten Momenten all diese Dinge erzähl und sie hatte einfach weglaufen wollen. Erneut stieg die Trauer in ihren Gedanken empor.

Doch sie ließ sich davon nicht lähmen, sondern atmete nochmals tief durch und begann dann, ohne das sie sich irgendetwas zurecht gelegt hatte zu reden.


„Ihr habt ja gemerkt wie mich das hier alles gerade mitnimmt... das Problem ist ich habe erst von der Vergangenheit meiner Mutter erfahren als ich bei ihr am Sterbebett saß. Das war im Prinzip mit das Letzte was sie mir sagte... Abgesehen davon ich solle das hier wieder in die Hände des Ordens geben.“

Einen Augenblick verharrte sie, erneut mit ihren Augen von Selina zu dem Paket wandernd. Setzte aber doch wieder an.

„Und das ich das Zeug dazu hätte eine Jedi zu werden, das hat sie mit keiner Silbe gesagt... vielleicht wollte sie, konnte dann aber nicht weil... nun... Ich weiß es nicht.

Aber nicht nur das ich sie nach so langer Zeit ausgerechnet DANN erst wiedersehen muss. Nein während dessen geht auch mein endlich ruhiges Leben auf Corellia zur Hölle, das ich NICHT hatte aufgeben wollen und dann kommt heraus das meine Mutter eine Jedi war! Und das ausgerechnet ich zu allem Überfluss auch noch fähig wäre in ihre Fußstapfen zu treten. Mit einem Mal steht alles in einem ganz anderen Licht. Ich...

...vermutlich ist das alles auch einfach nur kindisch...“


Ohne das sie etwas dagegen tun konnte, begannen die Tränen über ihre Wangen zu rinnen.

„Verflucht!“ Schniefte sie, wischte die sich auf ihre Wangen stehlenden Tränen mit dem ebenfalls von bunten Bildern gezierten Handrücken ab. Allerdings konnte Aindrarra das nur als Pyrrhussieg verbuchen... „Tut mir Leid das jetzt ausgerechnet ihr das alles abbekommt.“

Zu einem kurz aufblitzenden Lächeln konnte sie sich durchringen, ehe die Trauer wieder die Oberhand gewann. Irgendwo tief drinnen ging Aindrarra auf, dass sie sich ob dieser Aufgabe kaum wirklich Zeit genommen hatte, auch nur irgendwie mit alle dem umzugehen. Geschweige Zeit hatte nehmen wollen. Paket abgeben und wieder weg sein bevor es sie zu sehr berührte. War sie wirklich so eine furchtbare Tochter? Kopfschüttelnd starrte sie erneut das Päckchen auf ihren Beinen an.

„Ich kann das alles einfach nicht fassen. Ich... in der Lage eine Jedi zu werden.“

[Lianna City – Jedi-Basis – Innenhof] – Selina, Aindrarra (auf einer Bank)
 
|| Lianna ▫ Lianna City ▫ Gewerbegebiet ▫ Jedi - Basis ▫ Gänge in der Nähe vom Eingang || ▫ Selina & Ain

"Toll gemacht Selina!" dachte sie nur so bei sich. Da hatte sie ja etwas angerichtet. Nachdem sie ihre Schritte zu dem bis auf einige arbeitende Padawane mitsamt Aufsicht - habender Person leeren Innenhof geführt hatten, konnten sie weiterreden. Doch nicht nur reden, auch Gefühle kamen nun an die Oberfläche und das nicht zu knapp. Da hatte sie mitten in den verletzlichen Kern gestochen und die Welt der Besucherin partiell erschüttert. Dabei war dies gar nicht ihre Intention gewesen. Die neben ihr Sitzende hatte wirklich überhaupt nichts über ihr Erbe erfahren. Warum konnte Selina nicht sagen. Vielleicht hatte sie genau deshalb diesen Wunsch gegenüber ihrer Tochter formuliert, im Vertrauen darauf dass ein Jedi ihr von ihrem Talent, ihrer Gabe berichtete. Doch was wäre geschehen hätte sie nicht die Initiative ergriffen, weil sie in Eile gewesen wäre, oder sonstiges. Vielleicht war es der Mutter wirklich egal gewesen ob ihre Tochter davon erfuhr, oder tatsächlich nicht dazu gekommen. Niemand konnte dies noch mit Sicherheit sagen.

Aindrarra entschied sich die möglichen Erinnerungsstücke nicht sofort zurückzugeben. Inmitten ihrer aufkommenden Trauer drängte sich die Tatsache in den Vordergrund, dass sie nun einen völlig neuen Weg einschlagen konnte. Den einer Jedi. Selina hätte nicht einmal im Traum damit gerechnet, jemanden durch diese eine simple Frage möglicherweise auf den Weg der Jedi zu bringen. Das war alles neu für sie und überbeanspruchte die bereits belastete Seele. Wäre es überhaupt klug jetzt über so etwas nachzudenken? Den Jedi beizutreten, während man noch so viele andere Dinge erst einmal realisieren musste. Zudem war die Eignung dem Orden beitreten zu können nur die Grundlage, die andere war der Wunsch dazu. Die Frau hatte sicher ihr Leben gehabt, und nun wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt, bzw. konnte auf den Kopf gestellt werden. Aber es klang schon so als wäre dies durchaus eine Möglichkeit der Aindrarra nicht völlig abgeneigt gegenüber wäre. Selina wollte allerdings nichts überstürzen. Die tätowierte Erwachsene sollte erst einmal Klarheit in ihren Geist kriegen.


"Daran ist überhaupt nichts kindisch. Ohne es zu wissen habe ich eine Riesenbombe auf euch fallen lassen und euch überrumpelt. Verständlich wenn ihr erstmal Zeit braucht, all das sind keine Lappalien. An meiner ursprünglichen Fragestellung konnte man ja auch erkennen, dass ich nur den Grund wissen wollte, warum ihr nicht zu den Jedi gekommen seid. Nun weiß ich, wissen wir, dass ihr davon nichts wusstet. Besser wäre es natürlich gewesen ihr hättet nicht durch mich zum ersten Mal davon gehört." Selina schwieg erst einmal eine Weile um nicht drauflos zu plappern. Immerhin wollte sie nicht über die Gefühle der anderen hinübertrampeln.

"Wisst ihr denn etwas über die Jedi? Vermutlich nur dass was man allgemein weiß nehme ich an?!"
Tja, wie sollten sie von dieser Situation heraus fortfahren?

"Würdet ihr euch denn vorstellen können diesem Pfad zu folgen? Es hat natürlich immer etwas Besonderes wenn die nächste Generation in die Fußstapfen der vorgehenden tritt." Sie erinnerte sich dabei an Alisah, die als Tochter von Exodus Wingston die Jedi – Fahne hochgehalten hatte. Zumindest bis sie verschwunden war. Soweit sie wusste gab es noch den Bruder, aber mit dem hatte sie noch weniger zu tun gehabt. Wie dem auch sein mochte, es ging momentan nicht um alte Bekanntschaften.

"Um eine Entscheidung überhaupt treffen zu können, müsstet ihr ja erstmal überhaupt einen Einblick bekommen, oder? Vielleicht ließe sich auch ein Blick in die Archive werfen. Aufzeichnungen über eure Mutter, wenn es euch denn überhaupt interessiert.

Als ich damals – noch auf Corellia – in die Basis kam, war mir auch nicht daran gelegen eine Jedi zu werden. Ich wollte nur, dass sie mir helfen meine Gabe zu kontrollieren. Doch auch ich wurde mehr oder weniger für eine Schülerin gehalten, und je länger ich mich dort aufhielt, desto mehr wurde mir klar, dass alles was mich antrieb ich bei den Jedi einsetzen konnte, und vielleicht auch mehr. Und obwohl die meisten ziemlich jung sind die hier erscheinen, wäre es bestimmt auch interessant eine Frau in unseren Reihen zu wissen, die schon fest im Leben steht."


Eine sehr umspielende Beschreibung dafür dass Aindrarra schon ziemlich alt sein musste. Doch mindest 50 oder so? Dabei sah sie mindestens 10 wenn nicht sogar 20 Jahre jünger aus. Nun denn, Gene waren eben sehr verschieden und ermöglichten vieles. Außerdem würde sie Menschen nie so gut einschätzen können wie ein Mensch dies konnte. Egal, noch hatte die Machtbegabte nichts und niemandem zugestimmt.

|| Lianna ▫ Lianna City ▫ Gewerbegebiet ▫ Jedi - Basis ▫ Innenhof || ▫ Selina ▫ ein paar Padawane ▫ Jo & Ain
 
[Lianna - Bank in der nähe der Jedi-Basis] Sarissia, Jaques
Jaques lies ich auf der Bank nieder und nickte langsam. Sarissia hatte es wirklich schwer gehabt. Sehr schwer! Er war überzeugt er würde ihr helfen. Die Frage war nur wie? In gewissen Punkten war es einfach.
Er war sicher dass sie etwas zu Essen und ein Zimmer erhalten würde solange sie auf dem Weg dahin nicht Eleonore begegnen würden.
Er zog seine Beine zu einem Schneidersitz zusammen und konzentrierte sich auf die Macht. Er sah zu Sarissia. Ihre Aura war enorm Vielfarbig, zumindest müsste sie es normaler Weise sein. Doch nun was sie von einem stählernen Grau umgeben. Der Schleier ihrer Angst, ihrer Zweifel und ihrer Trauer. Er konnte nicht genau feststellen welcher Rasse sie angehörte weder mit der Macht noch mit den Augen, aber sie war von dem Licht umgeben das alle Machtsensible hatte. Er schob die Stimmen weg die sich seit neustem bildeten wenn er die Macht benutzte, Nebenwirkungen der Visionen vermutete er, und begann zu sprechen.
Gut dann würde ich zuerst schnell zum Buchladen gehen und dann können wir in der Basis fragen ob du ein Zimmer bekommen kannst.So viel war schon einmal klar, der Rest lag im Nebel der Zukunft.
Morgen könnten wir einen der Mechaniker fragen was der Frachter noch Wert ist.
Er wischte sich über die Augen. Er musste dringend schlafen.
Wollen wir gehen?
[Lianna - Bank in der nähe der Jedi-Basis] Sarissia, Jaques
 
[Lianna - Bank in der nähe der Jedi-Basis] Sarissia, Jaques

*Sarissia sah Jaques an und nickte, sie hob seinen Rawwk hoch und setzte ihn sachte ab und erhebte sich dann*


"Einverstanden" *Sagte sie nur und wartete ab, sie wirkte abgelenkt, nicht mehr an die Vergangenheit zu denken, es würde ihr immerhin nichts bringen*


"Nach euch, immerhin kenne ich mich ja nicht aus" *sie Schmunzelt sachte und legt die linke hand in den nacken*


[Lianna - Bank in der nähe der Jedi-Basis] Sarissia, Jaques
 
[ Lianna – Jedi-Basis | allein ]

Der Parkspaziergang war hilfreich gewesen, die vielen Gedanken und Planungen zu sortieren. Adrian hatte die frische Luft genossen und das Treiben um sich herum. Es war gut zu sehen, dass es auch ein Leben abseits des Ordens gab. Doch gleichzeitig ließ der Spaziergang Adrian etwas ratlos zurück. Seine Gedanken waren sortiert, doch Antworten hatte er nicht auf jede Frage gefunden. Wie würde das jetzt laufen, mit einer Schülerin an seiner Seite? Würde er sich den Großteil des Tages um sie kümmern oder konnte – und musste – er sich auch anderen Dingen widmen? Ein Jedi hatte noch weitere Verpflichtungen als nur die Ausbildung von neuen Padawan und er war sich sicher, der Rat würde über kurz oder lang mit einer neuen Aufgabe an ihn herantreten. Bis dahin musste Zasuna weit genug in ihrer Ausbildung sein, um ihn begleiten zu können. Zumindest war dies der übliche Weg: Der Padawan begleitete seinen Meister, wenn der den Tempel – oder in diesem Fall die Basis - verließ. Aber je nach Auftrag konnte das ganz schön gefährlich werden. Nun war Zasuna keine totale Neuanfängerin, das spielte ihm also in die Karten. Sie war sogar schon ausgebildet, zumindest auf ihrem Heimatplaneten und in den dort gelehrten Prinzipien der Sene Seeker. Allerdings musste das nicht nur einen Vorteil für die Handhabbarkeit ihrer Ausbildung bedeuten. In der kurzen Diskussion im Trainingsraum, als er den Lichtschwertkampf als Übung vorgeschlagen hatte, war deutlich geworden, wie sehr die Lehren der Seeker in ihr verwurzelt waren. Das war nur natürlich, Adrian war ebenso geprägt von den Ideen der Jedi. Doch es würde zwangsläufig Reibungspunkte zwischen den Umgangsweisen der Jedi und der Sene Seeker geben und es war an ihm, ihr einen Weg zu eröffnen, dies beides zu vereinen.

Sein Spaziergang führte ihn wieder zurück zur Basis und dort geradewegs zu Zasunas Quartier. Es war nicht so, dass er einen genauen Plan darüber hatte, was sie als nächstes tun würden. Doch es schien ihm das natürlichste, zunächst seine Schülerin aufzusuchen. Tatsächlich lieferte Zasuna ihm die Antwort auf die Frage nach der Eigenständigkeit eines Padawans, als er vor ihrer Tür stand, klopfte und auf eine Reaktion wartete: Sie war nicht da. Also gut. Wohin jetzt? Einem Gefühl folgend machte er sich in Richtung Bibliothek auf.


„Hier bist du.“

eröffnete er, als er Zasuna schließlich vor einem der Terminals in der Bibliothek entdeckte. Sie kehrte ihm den Rücken zu, doch für die Miraluka würde das keinen Unterschied machen. Adrian verschränkte die Arme vor der Brust und hob das Kinn.

„Ich dachte Padawan müssen ihren Meistern immer Bericht darüber erstatten, wo sie sich gerade aufhalten.“

Und wie würde er das handhaben? Musste auch er Zasuna darüber informieren, wo er sich aufhielt, sofern sie in Kontakt mit ihm treten wollte? Nun, ein Comlink sollte wohl genügen. Aber verfügbar sein, das musste er.

„Wobei die Bibliothek vermutlich kein Ort ist, für den man Padawane rügen sollte, wenn sie sich dort aufhalten.“

Ergänzte er schmunzelnd.

„Wie sieht’s aus – hast du Lust unser begonnenes Lichtschwerttraining noch einmal aufzugreifen?“

[ Lianna – Jedi-Basis – Bibliothek | mit Zasuna ]
 
[Lianna City – Jedi-Basis – Gänge] – Selina, Aindrarra

Langsam aber sich kämpfte sie die Tränen nieder. Wischte die letzten offenkundigen Botschafter dessen, was sich in ihr abspielte, mit ihren Händen fort. „Jetzt seh' ich bestimmt richtig gut aus!“ dachte sie mit einem Gedanken an die mehr als nur wahrscheinlich rot geränderten Augen, die auf so eine Heul-Attacke unweigerlich folgten. Innerlich ihre Mutter anrufend, warum sie ihr das alles angetan hatte, mittlerweile vermutlich das 78ste Mal, starrte Aindrarra noch immer das Päckchen an.

„Konnte ja niemand ahnen, dass so eine Nummer daraus wird. Ach übrigens, sie könnten Jedi werden!“ Ein halbherziges Lächeln auf den Lippen schüttelte sie den Kopf. „Ach. Ob ihr es mir sagt, oder jemand anderes eures Ordens, wäre glaube ich kaum Bedeutung. Die Bombe wäre vermutlich so oder so geplatzt.“

Wenngleich der eigentliche Tränenanfall vorbei war liefen der Morellianerin noch vereinzelt weitere über die Wangen, die sie nicht in den Griff bekommen konnte. Aber was solls... Die Twi'lek hatte sie jetzt so oder so schon bei ihrem kleinen Zusammenbruch begleitet, da durfte sie den Rest ruhig auch noch in die Freiheit entlassen. Doch der Dammbruch-Effekt hatte definitiv etwas reinigendes für sich gehabt. Wenngleich sie nicht wirklich weiter gekommen zu sein schien, so war sie innerlich doch irgendwie etwas... mehr mit sich im Reinen. Irgendetwas meinte wohl sie brauchte das...

„Aber ich nehm's euch nicht Übel, Meisterin Foress. Woher hättet ihr schon ahnen sollen was da alles auf diese Frage folgt.. nicht mal ich habe das kommen sehen... Mich bei einer Jedi-Meisterin ausheulen. Unerwartet.“ Humor war immer hilfreich, huschte es durch ihren Kopf und sie zwinkerte Selina zu, um zu unterstreichen das man diese Worte ruhig getrost als ein Zeichen der Besserung ihrerseits betrachten konnte.

„Hm. Wirklich nicht viel nein. Das was man eben so aufschnappt und das bisschen was... was Mutter mir erzählt hat. Unter anderem auch den Kodex der Jedi. So hat sie es zumindest genannt.“ Kurz stockte sie, fing sich aber wieder recht schnell. „Die Jedi sind Beschützer. Sowohl des Friedens, als auch des Lebens grundsätzlich und... streben dabei nach einer Art innerer Ruhe, oder Gelassenheit, die ihnen – meine ich – der Kodex vorgibt... Und naja... dann wäre da eben noch die Macht. Allerdings weiß ich nur das sie wohl notwendig ist, aber... was genau das... sie... sein soll.“ Abschließend zuckte Aindrarra mit den Schultern, als ihr aber aufging das sie mit einer Jedi-Meisterin(!) sprach, röteten ich die Wangen der augenscheinlich nach Mensch aussehenden Frau etwas.

„Jedenfalls das kann ich gerade aus dem Wirbel hier oben fischen und hoffe ich werfe nichts allzu schlimm durcheinander.“ Unterstreichend zu ihren Worten tippte sie sich kurz an den Kopf und schenkte der Twi'lek ein verlegen entschuldigendes Lächeln.

„Ich bin zwar ganz sicher nicht mit dem Gedanken hierher gekommen, mich den Jedi anzuschließen, aber da wusste ich ja auch nicht das ich das überhaupt könnte. Jetzt wo ich es weiß, dass es möglich wäre... Vielleicht. Zumal ich nicht einmal wüsste was ich sonst mit meinem Leben anfangen sollte im Augenblick. So schnell ist eine Rückkehr nach Corellia wohl keine Option.“

Die Aussicht darauf mehr über die Zeit ihrer Mutter als Jedi zu erfahren, machte sie jedoch hellhörig und neugierig. Wenn das wirklich möglich war? Bisher hatte sie nur ihre Wort gehabt, die ihr eben dies und das offenbart hatten, aber was sie als Jedi wirklich getan hatte, geschweige denn was man so als Jedi überhaupt machte...

Aufmerksam lauschte sie den Ausführungen der Jedi-Meisterin, als diese einen kleinen Teil ihrer ersten Momente bei den Jedi preisgab. Ein wenig stimmte das überein... zumindest soweit das es eben auch nicht Aindrarras Wunsch eine Jedi zu werden gewesen war, der sie zu den Jedi geführt hatte. Wenngleich es sich damit dann auch schon erledigt hatte, aber sie glaubte durchaus zu verstehen was Selina ihr damit sagen wollte. Aindrarra nickte der Twi'lek zu, zum einen auf Grund des zumindest vermuteten Verständnisses, doch auch weil sie die Neugier gepackt hatte mehr über ihre Mutter herauszufinden. Doch Selinas letzte Wort entlockten ihr ein kurzes Lachen. Eine Frau die im Leben stand. Vielleicht was ihr Alter anging. Wenn viele wirklich so jung waren, würde sie in menschlicher Hinsicht von manchem die Oma sein können.


„Wenn es möglich ist und sich etwas in den Archiven etwas finden lässt, würde ich das wirklich gerne versuchen. Falls... ihr die Zeit überhaupt habt? Nicht das ich euch von irgendetwas abhalte, Meisterin Foress!“

Sicherheitshalber entschied sich Aindrarra aber dazu jetzt die „Ich bin etwas älter als ich aussehe.“-Karte zu spielen, damit sich nicht nochmal ähnliches abspielte, nur anders herum dieses Mal. Und wenngleich der Gedanke zu Beginn noch etwas keck gewesen war, erinnerte er sie doch nur wieder daran, dass die erste 'Bombe' bei ihr geplatzt und nicht wirklich schön gewesen war.

„Ich weiß nicht ob man noch sagen kann, dass ich wirklich im Leben stehe... Jetzt wo ich meine Lehrstelle auf Corellia verloren habe und all das, aber... wenn es um ein bisschen Lebensweisheit geht, kann ich mit meinen 73 Jahren wohl etwas dienlich sein, ja.“

Das kurze Schmunzeln das ihr gelang, ließ einen Augenblick lang die eigentliche optimistische und gut gestimmte Seite Aindrarras durchscheinen, die jedoch noch etwas Zeit bedurfte, ehe sie sich wirklich an all das gewöhnt hatte. Hatte sie doch erst vor, gefühlten verdammt wenigen, Minuten die Dinge tatsächlich an sich heran gelassen.

[Lianna City – Jedi-Basis – Innenhof] – Selina, Aindrarra (auf einer Bank)
 
- Lianna – Jedi-Basis – Kantine – Mit Niré –

Einen so aufgeschlossenen und gesprächsbereiten jungen Padawan, dachte Chesara bei sich, nachdem EmJay weg war, hatte sie lange nicht mehr erlebt. Sie hatte eine Ahnung, und diese ließ sie für gewöhnlich nicht im Stich, dass er sich schnell bei den Jedi zurecht und seinen Platz finden würde. Niré wirkte müde, jetzt wo ihr Bauch voll und ihr Hunger gestillt war und ein Blick auf die Uhr bestätigte Chesara, dass es Zeit war, die Kleine schlafen zu legen. Kinder, vor allem wenn sie noch so klein waren, verbrachten jeden Tag in ihrem ganz eigenen Rhythmus und zwangen auch die Erwachsenen in ihrem Umfeld, sich diesem anzupassen.

Nachdem sie Niré hingelegt und eine der Heilerinnen von der Krankenstation gebeten hatte, ab und an ein Auge auf sie zu haben, kehrte Chesara zu ihrer Arbeit ins Ratszimmer zurück, wo sie einige Zeit damit verbrachte, per Holoverbindung Gespräche mit zwei Jedi zu führen, die in verschiedenen Krisengebieten unterwegs waren und Chesara die aktuelle Situation vor Ort schilderten. Chesara versprach, sich dafür einzusetzen, dass ihnen mehr Ressourcen zur Verfügung stehen würden, auch wenn es schwer war, diese aufzutreiben. Es gab so viele Orte, an denen Hilfe nötig war. Gerade wollte sie sich daran machen, ihr Nötigstes zu tun, als Eleonore zu ihr trat. Die ältere Cereanerin war in der Basis unterwegs gewesen, so wie Chesara zuvor.


“Chesara, ich muss etwas mit dir besprechen.“

Allein an ihrem Tonfall war zu erkennen, dass es sich um etwas ernstes handelte. Forschend sah Chesara ihre Ratskollegin an.

“Sicher. Worum geht es?“

Wollte sie wissen und kam nicht umhin, eine ungewohnte Anspannung in Eleonores Mimik und in ihrer Körpersprache zu erkennen. Normalerweise ließ sie sich solche Dinge nicht anmerken, hatte sich immer gut unter Kontrolle und begegnete vielen Problemen passiv oder mit rationalen Gedanken zur Problemlösung.

“Ich fürchte, dass es dir nicht gefallen wird, Chesara. Es geht um deine Padawane.“

Dass Chesaras Stirn sich in Falten legte, war nicht weiter verwunderlich. Ihre Padawane, das waren Zhaax und Kaiba und sie hatte beide zum Lernen von Theorie weg geschickt. Was konnte es sein, das Eleonore besprechen wollte? Ein weiterer Zwischenfall? Die Schlägerei in der Kantine war noch immer sehr, sehr frisch in ihrer aller Gedächtnis. Die Seltenheit, mit der solche Zwischenfälle vorkamen, trug dazu bei, dass man das Vergehen der beiden jungen Männer länger in Erinnerung hielt und auch noch behalten würde. Doch Chesara hatte erst vorhin mit beiden Padawanen gesprochen und alles schien in Ordnung gewesen zu sein – fast alles. Jetzt wieder erinnerte sich Chesara daran, dass die beiden überraschend früh von dem Zoobesuch zurück gewesen waren.

“Was ist es diesmal?“

Wollte sie wissen, bemüht, keine Resignation zuzulassen. Eleonore setzte sich neben sie.

“Ich habe mit einem der Mädchen gesprochen, die zu der Gruppe gehörte, die von Zhaax und Kaiba in den Zoo gebracht werden sollte. Laila kam zu mir um mir zu berichten und ich war erstaunt zu hören, dass die Gruppe es nie bis in den Zoo geschafft hat.“

Wie um ihre Worte besser wirken zu lassen, ließ Eleonore sie für eine Weile alleine im Raum stehen. Chesara rutschte währenddessen das Herz in die Hose. Was auch immer als nächstes kam, es konnte nur bedeuten, dass Zhaax und Kaiba wieder in etwas verwickelt gewesen waren, das ihnen den Unmut des Rates einbrachte.

- Lianna – Jedi-Basis – Ratszimmer – Mit Eleonore –
 
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Ihrer Lektüre nach zu urteilen schien der Kern der Ausbildung zum Jedi-Ritter während des Padawan-Meister-Verhältnisses außerhalb des Jedi-Tempels stattzufinden. Es handelte sich um Missionen, die einen die lebendige Macht lehren sollten. Das war für sie etwas verwunderlich, da sie das von den Sene Seekern so ganz und gar nicht kannte und weil jedem Miraluka die Lebendigkeit der Macht durch und durch bewusst sein musste. Bei den Sene Seekern hatte die Ausbildung praktisch nur im Tempel selbst stattgefunden. Natürlich gab es auch viele Jedi, die sich auf die Lehren und das Wissen konzentrierten. Allerdings gab es da noch viel mehr. Im Bericht des ehrenhaften Meisters Te’con war es bereits angeklungen, dass es für die Jedi im weiteren Verlauf der Ausbildung sehr viele unterschiedliche Vertiefungsrichtungen gab. Es stellte sich oft heraus, dass aufgrund besonders herausragender Fähigkeiten auf bestimmten Gebieten Spezialisierungen äußerst sinnvoll waren. Dafür musste allerdings zunächst die Grundausbildung abgeschlossen werden.

Die Miraluka entnahm den Datenwürfel dem Computerterminal und drehte ihn nachdenklich von einer Seite auf die andere. Mit Hilfe der Macht sah sie die zahlreichen Verzierungen auf der Oberfläche des Objektes. Doch wenn sie sich konzentrierte und tief ein- und ausatmete sah sie da noch viel mehr. Nicht so real wie das bei den Trainingslichtschwertern gewesen war. Aber dennoch... auch der Würfel hatte eine Geschichte. Wie in ihrer Übung zuvor ließ sie den Würfel einige Zentimeter über ihrer Handfläche schweben. So viel Wissen hier überall um sie herum. Das war der erste Raum in dem sie sich wirklich wohlfühlte.

Eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken und ließ sie kurz zusammenzucken. Sie hatte nicht mitbekommen, dass ihr Meister sich ihr genähert hatte. Adrian stand hinter ihr. Wie das kleine Mädchen von Alpheridies, dass damals beim Naschen von Süßigkeiten erwischt worden war, ließ sie den Würfel in ihrer Hand verschwinden, drehte sich ruckartig zu ihrem Meister um und konnte beinahe spüren, dass ihre Wangen eine leicht rötliche Färbung annahmen. Hatte sie gerade etwa etwas Verbotenes getan? So etwas würde sie bewusst nie tun. Aber das Wissen der Bibliothek hatte sie schon seit Monaten so sehr gereizt. Sie hatte keine Ahnung gehabt, wo sich ihr Meister aufhielt und hatte sich dann dem verlockenden Ruf der Bibliothek hingeben müssen. Auf Alpheridies hatte sie auch schon mal Ärger bekommen, nachdem einer der Lehrer gemutmaßt hatte, dass sie sogar in den Räumen übernachtete.

Natürlich hatte sie gerade eben erst gelesen, dass man als Padawan seinen Meister stets über seinen Aufenthaltsort informieren musste. Aber galt das auch für den Tempel? Sie spürte den Drang danach sich zu rechtfertigen. Aber das hier war keine Diskussionsrunde. War er ihr böse? Die Miraluka musterte den Menschen, aber noch immer war seine Aura eine schier undurchdringbare Wand.


„Entschuldigt mein fehlerhaftes Verhalten. Mir war nicht bewusst, wie ich mit Euch in Kontakt treten soll.“

verlegen senkte sie den Kopf. Über ihren leeren Augenhöhlen trug sie mittlerweile nicht mehr die etwas schwere metallene Brille sondern eine sehr einfache, aber dafür deutlich bequemere, schwarze Augenbinde. Sie hatte sie hinter dem Kopf zusammengeknotet und die etwas zu langen Enden baumelten durch die Bewegungen zusammen mit ihren rot-violetten Haaren nach vorne.

Die Bibliothek war kein Ort, weswegen man einen Padawan rügen sollte? Da kannte er sie aber schlecht. Vermutlich würde sie am Ende deutlich mehr Zeit hier verbringen als ihm das lieb war. Genau wie bei ihren Lehrern auf Alpheridies. Dass dieser Satz bei weitem nicht mehr so zornig klang, machte durchaus wieder etwas Mut. Und nun? Wieder kam das Thema des Lichtschwertkampfes auf. Zunächst konnte sie noch andere Punkte ansprechen.


„Ich habe gerade einige Dinge über Padawane nachgelesen. Soll ich, bevor wir mit dem Training fortfahren, beim Quartiermeister noch um angebrachte Padawankleidung bitten? Außerdem habe ich gelesen, dass normalerweise die Haare stets kurz geschoren werden, um dann während der Zeit der Ausbildung einen kleinen Haarzopf hinter einem Ohr wachsen zu lassen.“

Mit der freien linken Hand stricht sie über ihre Haare. Sie würde sich nicht als eitel bezeichnen. Aber sie mochte ihr Haar. Wenn das so Brauch war, musste sie dem auch Folge leisten.

„Gibt es da... auch eine andere Lösung?“

Während sie Adrians Antwort abwartete, wurde ihr langsam aber sicher klar, dass diese kleinen Formalia, die sie da anbrachte, eigentlich nur dafür da waren Zeit bis zum Thema „Trainingskampf“ zu schinden. Sie hatte damit aber immer noch ein Problem. Früher oder später würde sie sich der Angelegenheit aber stellen müssen. Sie konnte nicht ewig davor davonlaufen und sie Adrian war von nun an die Person, der sie sich anvertrauen musste. Sie seufzte leise. Sie gestand sich selbst ungerne Fehler ein. Und sie vertraute sich normalerweise auch nie jemanden an, weil sie sich für stark genug hielt mit jedem Problem allein fertig zu werden.

„Ich weiß, dass Ihr abgelenkt wart, als ich mit den Schwertern geübt habe. Ich habe schon gesagt, dass ich zur Verteidigung mit zwei Kampfstöcken ausgebildet wurde. Aber die Übung mit den Lichtschwertern habe ich nicht einfach nur abgebrochen, weil wir das Trainingsprogramm geändert haben. Ich habe bei der Übung mit den Schwertern versagt.“

Das würde jetzt mit Sicherheit einen ungläubigen und fragenden Blick aufwerfen. Wie konnte sie beim Lichtschwertkampf versagt haben, wenn sie Übung nur darin bestanden hatte die Waffen in den Händen zu halten. Sie musste sich anders ausdrücken. Es fiel ihr schwer, aber es gab kein Zurück mehr. Sie versicherte sich kurz, dass niemand in Hörweite war und sprach, wie es sich für eine Bibliothek gehörte, auch sehr leise.

„Meister... die Klingen... ich kann sie nicht sehen.“

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Lianna – Jedi-Basis – Gänge – Mit Zhaax und irgendwelchen Statisten

Schweigend stand Kaiba neben Zhaax und war tief in Gedanken versunken. Die vergangenen Ereignisse liefen vor seinem geistigen Auge erneut ab und es fühlte sich an, als würde die Jedi-Robe schwer auf seinen Schultern lasten, ein Sinnbild für seine Entscheidung, trotz des Todes seiner Eltern und seiner Selbstzweifel, den Pfad der Jedi zu betreten. Etwas drückte auf sein Gemüt und erschwerte es ihm, die Dinge klar durch die Macht zu sehen, als hätte sich ein nebliger Schleier zwischen der Macht und ihm herabgesenkt, um seine Sicht zu trüben. Selbstzweifel plagten den jungen Padawan, Zweifel, ob seine Taten richtig gewesen ware. Er hatte einem zwölfjährigem ohne Fahrerlaubnis gestattet einen Speeder zu lenken. Kaiba selbst hatte schon größere Fahrzeuge gesteuert, als er nicht annähernd so alt gewesen war. Weise war es sicher nicht gewesen, aber konnte man das von ihm verlangen? Notfalls hätte er jederzeit eingreifen könenn, außerdem hatte es sich um einen normalen Landspeeder gehandelt, nicht um einen Podrenner. Dass auf Lianna eine offizielle Erlaubnis nötig war, hatte er hinsichtlich seiner kriminellen Vergangenheit schlichtweg übersehen. Bei den Jedi galten andere Maßstäbe, viel zu kleinkarierte oftmals, seiner Meinung nach. Aber nach seiner letzten Verfehlung würde es sich der Schüler nicht erlauben können, so etwas anzusprechen.

Nach einem tiefen Atemzug, schloss der junge Curox die Augen und tauchte in die Macht ein, ließ sich von ihr durchströmen, um seinen Frust, zumindest ein wenig, hinfortfegen. In sich gehend erkannte der Jedi in spe allmählich, dass seine Unzufriedenheit nicht daher rührte, weil er sich etwa schuldig fühlte. Es war etwas anderes, etwas, dass schon lange in ihm brodelte und erst langsam zum Vorschein kam. Grübelnd ging er die verschiedenen Szenarien durch und wog Alternativen ab. Eine Entscheidung musste her, eine grundlegende Änderung. Wenn er sich zu einem Entschluss durchringen konnte, würde es kein zurück mehr geben. Einen Moment lang versuchte der Novize, mit Hilfe der Macht einen Blick in die Zukunft zu erhaschen, allerdings wusste er, dass seine Fähigkeiten eher in der lebendigen Macht verankert und seine Kräfte durch seinen derzeitigen Gemütszustand sowieso beeinträchtigt waren. Der Tag, an dem er an der Jedi-Basis angekommen war, seine Gespräche mit Ly'fe, die erste Begegnung mit Chesara, die anschließende Ausbildung, die Rettungsmission mit Nylia, das gemeinsame Trainieren mit Zhaax, all dies ging ihm durch den Kopf. Kaiba hatte gehofft, eine Antwort in der Macht zu finden, doch er begriff, dass dies nur von ihm ausgehen konnte. Deshalb seufzte er und griff noch einmal nach der Macht. Seine Entscheidung stand fest. Eigentlich hätte er sie vorher mit Zhaax besprechen sollen, der so etwas wie sein bester Freund innerhalb des Ordens geworden war, aber er wollte diesen Schritt gehen, bevor es jemand anderes für ihn tat. Anschließend konnte er sich immer noch mit ihm unterhalten. Sein Twi'lek Kollege musste seinen Unmut längst gespürt haben. Der Ex-Schmuggler entschuldigte sich und lief schnurstracks auf den Raum zu, in dem sich Chesara befand. Ihre Aura war deutlich spürbar, er musste nicht nachfragen, wo sich die Rätin befand. Kaiba klopfte an und trat ein.

"Ich muss mit Euch sprechen. Dringend." , sagte er mit ernster Miene, eine Mischung aus Aufregung und Entschlossenheit schwang als Unterton in seiner Stimme.

Der junge Mann blickte ihr direkt in die Augen, auch wenn ihm das folgende alle Courage, Ehrlichkeit und Kraft abverlangen würde.

"Es geht um meine Ausbildung. Ich weiß, dass ich in letzter Zeit einige... Schwierigkeiten verursacht habe und das tut mir auch leid... aber das ist nicht der Grund warum ich hier bin. Mir ist einiges durch den Kopf gegangen, was den bisherigen Verlauf der Ausbildung angeht." , er holte tief Luft. "Wie meine jüngsten Verfehlungen gezeigt haben, bin ich kein perfekter Jedi und werde es auch nie sein. Vielleicht würde ein Schüler, der diesem Idealbild näher kommt, eher zu Euch passen. Ich mag nicht das Bild eines Musterjedi abgeben und das will ich auch gar nicht. Auch wenn es mir Schwierigkeiten mit dem Rat einbringen wird, ich werde deshalb nicht meine Persönlichkeit ändern. Ich stehe dazu, nicht perfekt zu sein, ich habe eine spezielle Vergangenheit und mag deshalb nicht mit denen vergleichen zu sein, die hier mit dem Kodex aufgewachsen sind. Doch damit bin ich noch lange kein schlechter Jedi. Und was die Ausbildung angeht... Ihr wisst, dass ich jemand bin, der gerade heraus sagt, was er denkt, ohne um den heißen Brei zu reden, deshalb mache ich es kurz: ich weiß das alles zu schätzen, aber ich denke wir haben zu unterschiedliche Vorstellungen. Referate vor Jünglingen zu halten oder kleine Kinder in den Zoo zu bringen, dass ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Als Rätin habt ihr viel Erfahrung in der Ausbildung von Schülern und ich will auch nicht sagen, dass Ihr eine schlechte Lehrmeisterin seid. Nur vielleicht seid ihr nicht die Richtige für mich. Ich bin eigensinnig, stur und habe meine Fehler, aber so bin. Niemand ist perfekt und ich denke, auch Ihr habt Euch als Padawan den ein oder anderen Schnitzer erlaubt. Als Rätin müsst Ihr möglicherweise noch eher auf das achten, was Eure Schüler tun, da es auf Euch zurückfällt.

Es gibt noch viel zu lernen für mich, nicht nur in den Begriffen der Macht, nur glaube ich, dass ich diesen Weg nicht mit Euch beschreiten werde. Die Lehre habe ich mir einfach anders vorgestellt und in vielen Dingen haben wir einfach zu gegensätzliche Vorstellungen. Außerdem fühle ich, dass die Macht andere Pläne mit uns hat. Deshalb... räume ich meinen Platz als Padawan bei Euch. Ob ich den Pfad der Jedi noch weiterhin verfolge, weiß nur die Macht. Für uns beide wird es das Beste sein. Ich bin sicher, Ihr werdet einen Schüler finden, der besser zu Euch passt und Eure Ansichten teilt. Ihr habt dennoch meinen Respekt, vielen Dank für alles. Möge die Macht mit Euch sein."


Kaiba wartet die Antwort noch ab und hörte aufmerksam zu. Wie immer, ließ er sich bei dem was er sagte, von seinen Instinkten leiten und sprach aus, was ihm durch den Kopf ging. Nachdem alles gesagt war, deutete er eine knappe Verbeugung an und verließ den Raum und steuerte direkt auf den Garten der Basis zu. Dort blieb er stehen und sog tief die Luft ein. Die Last war von seinen Schultern genommen, er fühlte sich frei, auch wenn er nicht wusste, was die Zukunft für ihn bringen würde. Für ihn war am wichtigsten, seine Meinung gesagt zu haben und kleine Rotzgören zu betreuen, war schlichtweg nicht sein Ding und er vermutete, dass er da unter den Jedi nicht der einzige war. Wahrscheinlich sollte er Zhaax sofort davon unterrichten. Nach allem was geschehen war, konnte er verstehen, wenn sein Kommilitone ziemlich verärgert über alles sein würde. Doch so würde er seine Ausbildung ohne den Ärger beenden können, den Kaiba anscheinend magisch anzog. Seine Zukunft lag im Ungewissen, jedoch lebte er nicht umsonst in der lebendigen Macht, denn sie fand immer einen Weg.

Lianna – Jedi-Basis – Garten
 
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"Ich bin es nicht gewohnt mich von irgendetwas lenken zu lassen. Es sei denn es geht um Jungs." Die Worte der Schülerin brachten ihn zum Schmunzeln. Markus kannte die Sorte Frau, die Shana anscheinend war. Sie mochte es zu flirten, ließ eigentlich keine Gelegenheit aus, irgendwelche zweideutigen Sprüche und Blicke loszuwerden und kannte Ernsthaftigkeit in der Nähe von gutaussehenden Männern nicht. So hatte sie sich auch damals in dem Nachtclub auf Coruscant gezeigt und Markus selbst war die Sorte Mann, die gerne auf so etwas reagierte. Dennoch musste er sich darauf besinnen, dass er ihr Meister war und nicht nur das. Er hatte es bereits ziemlich weit in der Rangfolge der Jedi geschafft und es war an der Zeit, ernsthafter zu werden und eine gewisse Autorität anzunehmen. Das Lächeln verschwand augenblicklich von seinem Anlitz und er wandte den Blick ab, um sein eigentliches Ziel weiterzuverfolgen.
"Ist es Dir denn immer leicht gefallen Dich … ähm … führen zu lassen?"


"Es war alles andere als leicht..."

, antwortete Markus und ließ den Blick durch die Kantine schweifen. Er wusste, dass sie hier war und sie war auch schnell gefunden.
Chesara war eine Frau, deren ganze Gestalt pure Weisheit ausstrahlte. Ihr Blick war immer freundlich, ihre Bewegungen geschmeidig und fließend, ihr Lächeln warm. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, seit er sie zum letzten Mal gesehen hatte.


"Dort drüben ist sie!"

, bestätigte er und entschuldigte sich bei seiner Schülerin:

"Hol dir einfach was zu Essen und setz dich irgendwohin. Ich bin gleich wieder bei dir!"

Als er sich von Shana abwandte und einige Schritte in Richtung seiner ehemaligen Meisterin machte, sah er, wie sie aufstand. Im Arm hatte sie ein kleines Kind, welches der Corellianer noch nie gesehen hatte. War die Frau Mutter geworden? Verunsichert blieb er stehen. Irgendetwas hielt ihn davon ab, sie in diesem Moment anzusprechen. Vielleicht hatte er Angst, dass das Kind zu schreien anfing oder er merkte einfach, dass es der falsche Zeitpunkt für ein Gespräch war. Das Kleine schien müde zu sein...
Der Jedi atmete einmal tief durch und wandte sich kopfschüttelnd wieder ab. Er würde zu späterem Zeitpunkt einen weiteren Versuch starten. Vielleicht konnte er ihr einfach eine Nachricht zukommen lassen, dass sie ihn kontaktieren mochte, wenn sie Zeit hatte, ihn anzuhören.
Die leeren Handflächen nach oben gewandt, kam er zurück zu Shana.


"Die Sitzung ist vertagt."

, stellte er fest und schob die junge Frau vor sich her zur Essensausgabe.

"Jetzt müssen wir uns erst einmal darum kümmern, dass du was auf die Rippen bekommst, Mädchen!!"

Und ein weiteres Detail fiel ihm ein:

"Lass die Finger von dem Gizka - Es liegt mir jetzt noch schwer im Magen!! Ich brauche wohl nur noch was zu trinken heute..."


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Jedi-Basis ~ Trainingsraum ~ Siva, Jon, diverse Jedi und Satrek

Satrek spielte mit dem Gedanken den Kampf fortzusetzen als die beiden selbsterklärten Neuzugänge namens Emerald und EmJay zu ihnen stießen. War der Kampf so interessant, dass die beiden sich deshalb dazu gesellten, oder war es einfach die Anwesenheit zweier Lichtschwerter die sie ab und an zumindest von gehörnter Seite her recht lustlos kreuzten? So oder so, die Zabrak schien den Kampf nicht beenden zu wollen, also tat er es auch nicht.

Freut mich euch kennen zu lernen,

meinte er zu den beiden, während er sich langsam um die eigene Achse drehte und seine Schülerin von oben attackierte.

Ich bin Satrek, und das ist meine Schülerin Siva.

Dass er dabei auf seinen Nachnamen und Rang verzichtete fiel ihm erst auf als er sich bereits vorstellte. Am wahrscheinlichsten war es, dass er vermeiden wollte von seiner Katastrophe mit Hörnchen darauf irgendwie angegangen zu werden, sei es ein Augenrollen oder ein verbaler Seitenhieb. Sie dachte bereits genug abstruse Sachen, und in dem Moment konnte der dunkelhäutige Mann verstehen, wieso der Kampf für ihn weitaus fordernder war als für sie - er musste der Versuchung widerstehen sie schnell und effektiv anzugreifen und mit dem Trainingslichtschwert etwas Frust abzulassen.
Irgendwie traf es der Kommentar von EmJay, dass er noch keinen Meister zum Kämpfen hätte - auch wenn es eher der Meister war der gemeinhin mit dem Schüler zu kämpfen hatte.
Als die Zabrak schließlich auf seine letzte Frage antwortete war der Gehalt der Antwort erwartungsgemäß dürftig, aber wahrscheinlich wusste sie es wirklich nicht besser.


Ich bin zu den Jedi gekommen weil ich es für besser hielt als zuhause auf der Farm zu bleiben, oder zumindest auf einem Farmplaneten, auch wenn meine Eltern das wahrscheinlich nicht mal erwartet hätten. Ich war jung und stur und habe einige Zeit gebraucht zu merken, dass es nichts bringt irgendwo zu sein weil man weiß wo man nicht sein will, sondern das man erkennen muss warum man dort sein will.

Sie wollte es fordernder? Dann sollte sie es bekommen. Vielleicht lernten die beiden Padawananwärter etwas daraus, vielleicht blieb ihnen der Trainingskampf genauso verschlossen wie die Worte des Rates, die er in ihrem Alter sicherlich nicht richtig verstanden hätte.
Er beschleunigte seine Bewegungen mit einem Mal und traf Siva zwei Mal fast an der Seite, wobei er es vorzog mit dem Schwert nicht wirklich zuzustoßen. Nach dem Angriff ging er zwei Schritte zurück und grinste sie an.


Du hast wahrscheinlich Recht, Siva. Zeitlupe auf Dauer ist langweilig. Also entscheidet jeder für sich - langsam oder schnell?

Mit anderen Worten war die Aufgabe jetzt den Gegner richtig einzuschätzen. Also praktisch etwas, das bei der Zabrak von der Natur der Sache her unmöglich war. Nicht zuletzt um eine Ausrede zu haben falls sie einen Treffer durch brachte richtete er während er langsam auf seine Padawan zu ging das Wort an ihre zwei Zuschauer.

Was erwartet ihr denn von den Jedi? Hoffentlich nicht nur Trainingskämpfe,

fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu, auch wenn er sehr wohl wusste, dass es für Padawananwärter meistens das höchste der Gefühle war ein Lichtschwert in der Hand halten zu dürfen, selbst wenn es kein vollwertiges war.

Jedi-Basis ~ Trainingsraum ~ Siva, Emerald, EmJay, Jon, diverse Jedi und Satrek
 
¦¦ Lianna ~ Lianna - City ~ Jedi Basis ~ Kantine ¦¦ Shana ~ Chesara & Markus

Was auf die Rippen bekommen? Pfff. Nur weil sie auf ihre Figur achtete. Und das vielleicht mehr als andere Frauen. Egal, sie hatte tatsächlich Hunger, jedoch nicht auf … Gizka.

"Uähh. Darauf brauchst Du mich nicht hinweisen. Gizka?? Klingt schon von sich aus überhaupt nicht verlockend." Und da war wieder die alte Shana, die nichts mitbekam. Tja, da konnte sie nur hoffen uns sich so verhalten als hätte der Mann hinter der Theke sie nicht gehört. Immerhin waren zwei Leute vor ihr dran. Andernfalls wäre die richtige Vorgehensweise jetzt wohl übertrieben freundlich zu lächeln und nur etwas zu trinken zu bestellen.

"Außerdem, sooo dünn bin ich ja nun auch nicht." War darauf eine andere Antwort zu erwarten gewesen? Wohl kaum. Doch irgendwie befand sie sich jetzt in der Zwickmühle. Wenn sie nur eine Gemüsesuppe nahm, wie es ihre erste Wahl wäre, würde Markus bestimmt intervenieren. Oder doch nicht? Hmpf. Er mochte ihr Meister sein, trotzdem konnte er ihr nicht vorschreiben was sie zu essen hatte. Während sie also schon mal die Suppe mit intergalaktischen Gewächsen die sie nun doch bestellt hatte auf ihr Tablett schob, nahm sie Bezug auf die nicht erfolgte Unterredung. Chesara war mit einem Kind im Arm gegangen ohne dass sie eine Chance gehabt hatten sie anzusprechen. Komisch.

"Sag doch dass Du Chesara meinst. 'Meisterin Syonette', da weiß ja niemand wen Du meinst." , nölte sie nicht ganz ernsthaft.

"Was haben sie denn außer dem Gizka anzubieten?" , erkundigte sich die Padawan.
"Alternativ haben wir Salat, Haroun Brot in verschiedenen Varianten und Echsen Pastete. Letzteres sind die Nachspeisen. Wollen Sie das Gizka wirklich nicht probieren? Es ist bonfortionös."

"Nein danke, ich nehm’ dann zweimal Haroun Brot mit Robaflsich – Würstchen Danke. Und ein Bribb-Saft, das wär’s dann." Shana wartete bis sich alles auf ihrem Tableau befand und warf dann einen koketten Seitenblick in Richtung ihres Meisters.

"Vitamine, Kohlenhydrate und Eiweiß. Genügt das?" , säuselte sie herausfordernd und drehte sich dann in Richtung der Tischreihen. Da es aufgrund dessen, dass die Rätin nicht mehr da war, kein spezielles Ziel gab, entschied sich die Padawan für einen nahe gelegenen Tisch der so gut wie leer war.

Während sie sich hinsetzte, fixierte sie Markus, der ihr auf dem Schritt folgte.


"Ja, dann Guten, nich?" , sagte sie und hob ihr eigenes Glas Saft. Sie hatte ziemlichen Kohldampf und vergeudete auch keine weitere Zeit mit Reden. So kam ihr Begleiter wenigstens mal in den Genuss nicht von ihr voll gequatscht zu werden. Erst nach einigen Minuten ergriff sie das Wort.

"Du weißt nicht zufällig wer die Kleine war? Also die bei Chesara? Normalerweise sind hier nicht soviel Kinder, oder doch?" Und schon wieder Fragen über Fragen … sie konnte doch aber gar nichts dafür wenn sie einfach nur etwas wissen wollte. Es war zum verrückt werden. :-)D)

¦¦ Lianna ~ Lianna - City ~ Jedi Basis ~ Kantine ¦¦ Shana & Markus
 
[Lianna – Jedi-Basis - Trainingsraum] – Mit Emerald Toshral und diversen Jedi

Dem ersten Lichtschwertduell seines Lebens beizuwohnen, obgleich es sich lediglich um einen Trainingskampf handelte, schien EmJay einer Entjungferung gleich zu kommen. Der Kampf war weit davon entfernt, epischen Ausmaßes zu sein. Es hatte eher etwas von einer Rentner-Kaffeefahrt. Doch in seinen Augen kehrte ein längst verloren geglaubter Glanz zurück. Ähnlich dem, den kleine Kinder haben, wenn sie zum ersten mal in ihrem Leben einen geschmückten Weihnachtsbaum für sich entdecken. Der ältere von beiden Kämpfern stellte sich selbst als Satrek, und seine Gegenüber als seine Schülerin Siva vor.

Während des Kampfes unterhielten sich Meister und Padawan, sodass EmJay direkt einen ersten Eindruck dafür bekam, wie eine Meister-Schüler Beziehung bei den Jedi in etwa aussehen mag. Die junge Padawan erklärte ihren Beweggrund, weshalb sie zu den Jedi kam und EmJay konnte einen gewissen Argwohn in seinem Inneren nicht unterdrücken. In seinen Ohren klang es fast so, als seien die Jedi maximal die beste Alternative für sie gewesen. Ihm war klar, dass er nicht in der Position war, Beweggründe Anderer zu beurteilen, gar zu verurteilen. Sonst ein durchaus eloquenter und redseliger Mensch, biss er sich auf die Lippen um mit seinem Kommentar hinterm Berg zu halten. Er war so fasziniert von der ganzen Szenerie, dass er die an sich gerichteten Worte des Jedi-Meisters kaum vernahm. Er musste in der Tat erst nachdenken, was Satrek zu ihm sagte, bevor er drauf antworten konnte.

Er sprach Emerald und EmJay beide mit der Frage an, was sie denn von den Jedi erwarteten und schob mit einem Augenzwinkern hinterher, dass es wohl nicht nur die Trainingskämpfe waren. Ihm war klar, dass Emerald in Satreks Augen ebenfalls als Padawan-Anwärterin galt, weswegen er auch direkt das Wort ergriff um ihr die Chance zu nehmen, preiszugeben, dass sie lediglich für eine Unterkunft in der Basis war.

"Es freut mich, euch kennenzulernen. Nun, Meister, ich stelle eigentlich keine Erwartungen an die Jedi. Es ist viel mehr so, dass ich hoffe, die Erwartungen der Jedi zu erfüllen. Denn ich sehe eher mich in der Pflicht, Leistung zu erbringen. Nicht andersrum."

Während die Worte über seine Lippen huschten bemerkte er, dass sich Emerald bereits ein wenig von ihm entfernt hatte um sich an die Wand zu lehnen. Es musste für sie eine seltsame Situation gewesen sein. Lediglich als Besucherin in der Basis, fand sie sich wenige Minuten nach Ankunft bereits inmitten einer Trainingseinheit wieder um als Fremdkörper dem Treiben zuzusehen. Obgleich ihre Worte ein Zustand gewollter Ausgeschlossenheit zeigten, dachte EmJay einen Moment lang nach und sah auf einer Bank in seiner Nähe zwei Trainings-Lichtschwerter liegen. Er drehte sich mit einem diebischen Lächeln zu Emerald um, ging auf die Lichtschwerter zu, ergriff sie beide, zwinkerte ihr zu und warf ihr ein Lichtschwert entgegen.

Er fühlte ein gewisses Unbehagen bei ihr. Doch er dachte sich, sie ruhig ein wenig in den Alltag mit einzubinden, der auch für ihn neu war. Ausserdem schien es, als ginge der Kampf des Meisters und seiner Padawan noch einige Runden, und er wollte seine erste Trainingseinheit nicht komplett mit passivem Zusehen verbringen. Emerald sträubte sich ein wenig.

"Komm schon, oder fürchtest du dich vor mir?" - Er hob diebisch die Augenbrauen und lächelte Emerald herausfordernd an.

[Lianna – Jedi-Basis - Trainingsraum] – Mit Emerald, Satrek, Siva und diversen Jedi
 
[Lianna – Jedi-Basis - Trainingsraum] Emerald, EmJay, Satrek, Siva und andere

So langsam vorerst die Kampfbewegungen schienen,so faszinierend waren sie doch.Was gesagt wurde interessierte sie weniger.Das Gefühl,sie könnte einfach auf die hier Trainierenden störend wirken schob sie bei Seite,schließlich hatte sie ein angehöriger des Ordens mit hier her gebracht.Erst als EmJay auf Satrek's Frage antwortete,realisierte sie,dass die Frage auch an sie gerichtet war.Wurde sie verwechselt? Nahm der Jedi an,dass sie auch eine Angehende des Ordens war?

"Naja...eigentlich hab ich nur eine Unterkunft gesucht,Ich glaube sie verwechseln da etwas...ich bin quasi nur zu besuch hier."

Sie warf einen hilfesuchenden Blick zu EmJay,er hatte sie hergebracht,er würde auch das klären,zumindest hoffte sie das.Und noch während sie sprach war EmJay zu einer nahen Sitzbank gegangen und warf ihr etwas zu.Aus Reflex fing sie es auf und betrachtete das Ding.Es lag gut in der Hand,aber es war nicht ihre Absicht sich auf EmJay's Vorhaben einzulassen.Sie schüttelte langsam dem Kopf.

"Ich will weder mir noch dir etwas tun,besonderst mir."

Meinte sie schmunzelnd und blieb ersteinmal an der Wand stehen,auch wenn es ihr durchaus in den Fingern juckte die Klinge einmal zu zünden,wann hatte man denn schon die Gelegenheit.Also stieß sie sich nach kurzer Zeit zum überlegen von der Wand,hielt das Trainingsschwert vor sich und drückte den Knopf.Mit großen Augen betrachtete sie die Klinge.

"Und im Weglaufen war ich zwar schon immer gut und ich hab keine Ahnung wie man mit soetwas umgeht,aber wie du möchtest."

Sie nahm ihre Konfrontationshaltung an,so wie sie sich sonst immer auf das ablenken und weglaufen vorbereite.Dann überlegt sie wie sie das Schwert hallten sollte.Sie ließ die Klinge nach unten zeigen,würde sie doch zuerst die Beine ihres Gegenübers angreifen.Vielleicht hatte EmJay jedoch andere Vorgehensweisen.Mit einem Blick hinüber zu Siva wollte sie sich etwas von deren Haltung abschauen,aber so recht gelang es ihr nicht sie zu kopieren.

[Lianna – Jedi-Basis - Trainingsraum] Emerald, EmJay, Satrek, Siva und andere
 
|| Lianna ▫ Lianna City ▫ Gewerbegebiet ▫ Jedi - Basis ▫ Innenhof || ▫ Selina ▫ ein paar Padawane ▫ Jo & Ain

Warum schämte man sich selbst immer so vor Tränen, während das andere überhaupt nicht störte? Wieso sollte sie auch etwas stören oder belasten, das ganz normal und natürlich war? Solange sie sich nicht gerade auf einem hochpolitischen oder hochwirtschaftlichen Treffen befanden, gab es keinen Grund Gefühle zu verdammen.

"Ich finde es heulen sich viel zu wenige bei Jedi-Meistern aus." , versuchte sie die Sache humoristisch umzudrehen, doch Aindrarra war bereits dabei die wenigen Sachen aus ihrem Gedächtnis zu kramen, die sie über Jedi wusste. Größtenteils die allgemeinen, jedem bekannten Informationen, lediglich den Kodex kannte nicht jeder. Mehr war nicht zu erwarten von jemandem dem man kein Insiderwissen zukommen ließ. Tatsächlich bestätigte sich der Verdacht, dass ihre Gesprächspartnerin eine Ausbildung bei den Jedi erwog. Teilweise resultierte dies aus offenbar aus wenig konkreten und geplanten Meilensteinen in der Lebensplanung. Keine Kinder, kein Mann? Es machte den Anschein.

Und sie ging auch auf das Angebot mit den Aufzeichnungen ein. Oh. Dies hatte sie eigentlich nur so gesagt. Eigentlich hatte Selina keine Ahnung was für Aufzeichnungen es überhaupt gab. Gab es Jedi-Akten? Ein Missionsverzeichnis? Konnte nur der Rat darauf zugreifen oder durften im Prinzip alle auf diese Archive zugreifen? Darüber wusste sie selbst nicht sonderlich viel. Zunächst jedoch nickte sie zustimmend.


"Im Prinzip wisst und habt ihr alles aufgezählt was es so über Jedi zu wissen gibt. Wir sind Hüter des Friedens. Wir beschützen das Leben und diejenigen, die es selbst nicht können. Dabei lassen wir uns von der Macht leiten und nicht von unseren Gefühlen. Auch wenn dies wohl am schwersten zu bewältigen ist. Oft werden wir mit Soldaten verwechselt, was wohl aus den Fähigkeiten resultiert, die wir uns aneignen während der Ausbildung. Wir vermitteln aber nur und stellen uns jenen in den Weg die Chaos und Dunkelheit verbreiten wollen. Es … man könnte jetzt noch vieles aufzählen, aber das würde zu weit gehen.

Wir können gerne schauen ob wir etwas über eure Mutter finden, auch wenn ich selbst nicht weiß, welche Aufzeichnungen über jeden von uns geführt werden. Momentan haltet ihr mich nur davon ab nichts zu tun zu haben. Ich bin auch noch nicht solange wieder da, und noch an keine Aufgabe gebunden."


Auf die Behauptung Aindrarra wäre 73 Jahre alt, fiel der Jedi nichts mehr ein. Hö? Wie konnte das sein? Sie war nicht perfekt beim Einschätzen des Alters eines Menschen. Aber sich um zwanzig Jahre oder mehr zu verschätzen war dann doch eine Seltenheit.

"Tja, soviel zu meiner Fähigkeit Menschen einschätzen zu können. Also für 73 seht ihr wirklich noch jung aus, Kompliment. Wenn ich das so sagen darf. Wobei das Alter nicht wirklich eine Rolle spielt. Solange jemand immer noch lernwillig ist, die geistigen und körperlichen Fähigkeiten erlangt und auch ansonsten die charakterlichen Notwendigkeiten mitbringt, kann er oder sie ein Jedi werden. Zudem muss man sagen, dass sich Jedi nicht viel aus Besitz und Äußerlichkeiten machen. Viel mehr als die Robe und das Lichtschwert haben viele nicht bei sich. Ok, außer eben so Sachen wie Comlinks und was so im Alltag oder auf Mission gebraucht wird."

Heute war wohl ihr redseliger Tag. Vielleicht fiel es ihr auch leichter mit jemandem zu sprechen, der momentan genauso neu angekommen war und nicht im Alltagstrott steckte. Was es auch sein mochte, nun hatte sie wieder etwas zu tun.

"Tja, ich weiß nicht. Wollen wir gleich nach den Aufzeichnungen schauen, oder möchtet ihr vielleicht noch etwas anderes wissen?"

|| Lianna ▫ Lianna City ▫ Jedi - Basis ▫ Innenhof || ▫ Selina ▫ ein paar Padawane ▫ Jo & Ain
 
[Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Neue Gartenanlage - Krazark, Samira, Summer, K'krukh, Joseline, Kayren, Jared, Matthew, Vail und Samira]

Als Summer den Baum ein Stück wachsen ließ konnte es der junge Tuske nicht glauben. Er war begeistert von dem kleinen Mädchen und erstaunt zu was dieses kleine Zierliche Ding im Stande war. Unglaublich! Er war nun hoch motiviert weiter zu kommen. Er wollte die Macht kontrollieren und nicht nur grob spüren. Er schnappte sich einen kleinen Sprössling aus dem Pool der ausgewählten Pflanzen, buddelte mit den Fingern ein kleines Loch. Als er sah wie sich ein kleiner Wurm in der stelle wand, die er frei gemacht hatte, viel ihm ein, dass er ja noch nicht viel gegessen hatte seit er hier war. Er nahm die eiweißhaltige Mahlzeit, quetschte ihn leicht zwischen den Fingern und warf ihn sich in den Mund. Lecker, dachte er sich und kaute genüsslich, ähnlich wie der Wüstenbandwurm, aus dem seine Mutter immerzu leckere Eintöpfe gekocht hatte.

Dann erst bemerkte er, wie die Umstehenden inne gehalten hatten und ein wenig schockiert auf ihn schauten. In dem Moment wo er es bemerkte taten plötzlich alle so als hätten sie nichts gesehen und machten sich wieder an die Arbeit. Er überlegte kurz und wusste nicht so genau was die anderen denn hatten, so einen Eiweißsnack hätte auf Tatooine bestimmt niemand seiner Leute abgeschlagen. Ob man hier etwa keine Tiere aß? Komische Leute, dachte er sich, das sollten die alle erst einmal probieren.

Nach der kurzen Ablenkung widmete er sich wieder der Pflanze vor ihm. Er setzte sich im Schneidersitz vor sie und schloss die Augen. Er versuchte tief ein und aus zu atmen und sich zu konzentrieren. Er ließ sich von nichts und niemandem stören.

Und da war es plötzlich wieder. Dieses Gefühl was seinen Körper durchströmte und jetzt sah er auch den schimmernden Umriss des Sprösslings. Er spürte doch tatsächlich die Macht die diese Pflanze umgab und durchzog. Deutlich länger konnte er bei diesem Mal die Verbindung halten. Dann brach es wieder ab, er öffnete die Augen musterte die Pflanze und überlegte ob sich irgendetwas geändert hatte. Er redete sich eine Veränderung ein und freute sich und begann eifrig weiter zu üben. Die Bindung wurde immer stärker und immer länger konnte er die Kontrolle aufrechterhalten. In Wirklichkeit hatte sich nichts an der Pflanze verändert, was er nicht wahr haben wollte, also redete er es sich ein, aber die Tatsache, dass sein Machtempfinden immer länger anhielt machte ihn sehr stolz.

Die Anderen kamen mit dem Weg wirklich gut voran und so langsam nahm das ganze gestalt an, obwohl noch sehr viel zu tun war. In der Zeit als sich Krazark in seine Machtübung vertieft hatte waren zwei weitere Jedi zu ihnen gestoßen. Was war denn hier nur los heute, ob das wohl normal sei? Samira schien die beiden zu kennen, denn sie grüßte sie freundlich. Die beiden waren humanoid, augenscheinlich Menschen. Der eine der beiden trug einen Kurzhaarschnitt und der zweite etwas jünger wirkende etwas längere ins Gesicht fallende dunkelbraune Haare.

Nach dem sich Samira in Richtung der beiden Neuankömmlinge gedreht hatte sprach Krazark Summer an.


„Summer. Wie alt bist du eigentlich? Und wie lange lebst du denn schon hier?“

[Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Neue Gartenanlage - Krazark, Samira, Summer, K'krukh, Joseline, Kayren, Jared, Matthew, Vail und Samira]
 
.:: Lianna | Jedi-Basis | Kantine | mit Shana ::.


"Moment mal bitte - Chesara? Seit wann kennst du sie, dass du sie beim Vornamen nennst?"

Markus hatte irritiert die rechte Augenbraue gehoben und leicht verwirrt nach der Hintergrundgeschichte gefragt. Seine Padawan war doch nicht länger auf Lianna, als er selbst... Hatte sie sie hier im Trainingsraum kennengelernt? Oder war Ches im Honey House... Während Shana ihre Bestellung aufgab, stand der Corellianer mit den Händen an den Hüftknochen da, den Blick nach oben gerichtet. Er starrte buchstäblich Löcher in die Luft und versuchte sich daran zu erinnern, ob Chesara auf Coruscant gewesen war, aber es gelang ihm nicht. Zu viel war in den letzten Wochen passiert, um sich genau darauf besinnen zu können, was geschehen war, als er auf dem Stadtplaneten angekommen war. Er merkte, dass er wieder mehr Konzentration auf den Geist, als das Körpertraining legen sollte.
"Vitamine, Kohlenhydrate und Eiweiß. Genügt das?" Shanas Fragestellung riss ihn aus seinen Gedanken, worauf er einen Blick auf ihr Tablett warf, allerdings ohne zu antworten. Er wurde alt... Es musste das Alter sein! Warum sonst konnte er sich momentan nicht recht konzentrieren?


"Hey Kumpel, nochmal Gizka?"

"Was?"

"Gizka? Hats dir vorhin so geschmeckt?"


Der vierarmige Koch war nahe dran, das Fleisch auf den Teller zu werfen, doch diesmal reagierte Markus noch rechtzeitig.

"Bei der Macht, nein!!"

Ein verduzter Blick aus Richtung des Besalisken und Mark räusperte sich. Jetzt schnell die Kurve kriegen.

"Ich bin noch gut gesättigt von vorhin. Danke! Aber einen Saft... so einen, bitte!"

, antwortete er und bestellte mit einem Fingerzeig auf das Tablett der Blondine denselben Saft. Der Besalisk war wieder einigermaßen zufrieden gestellt und die beiden konnten sich an einen Tisch setzen.

"Meine Güte, was hat Coruscant aus mir gemacht?!"

, murmelte der Corellianer und umfasste das Glas vor sich mit beiden Händen. Es war wirklich an der Zeit wieder richtig zu trainieren - Geist und Körper, aber vor allem doch wirklich den Geist. Mit Shana würde das kein Problem werden, da sie sowieso noch einiges zu lernen hatte, was die Macht anging. Da würde Markus selbst auch wieder fitter werden. Dem Alter entgegenwirken, das klang nicht schlecht. Er wurde ja bald dreißig - Bei dem Gedanken blinzelte er ein paar Mal.

"Lass es dir schmecken!"

Mit diesen Worten holte er seinen Com-Link aus der Tasche, um seiner ehemaligen Meisterin eine Nachricht zukommen zu lassen:


~ Com-Nachricht an Meisterin Chesara Syonette ~

Hallo Chesara,
ich muss mit dir über Arkon reden.
Bitte melde dich, sobald du Zeit für mich hast.

Grüße,
Markus

~ Com-Nachricht ~ Ende ~


Die Nachricht war kurz gehalten und sehr schnell getippt. Genug Zeit, dies in Ruhe zu tun, während der sonstige Redeschwall seiner Schülerin durchs Essen unterbunden wurde. Doch kaum hatte sie ein paar Bissen intus, ging es doch schon wieder los. Nicht dass er sich beschweren würde, schließlich war gesunde Neugier eine Tugend. Das Gefäß war leer und wollte gefüllt werden - Perfekt für einen Padawan!

"Ich habe keine Ahnung. Ehrlich gesagt, war ich selbst etwas irritiert. Jünglinge gab es meines Wissens schon seit ewigen Zeiten nicht mehr... Ich frage mich, ob sie noch einmal Mutter..."

Markus brach ab und sah zu Shana auf, während er das kleine Gerät blind wieder wegsteckte.

"Sei es wie's sei. Sie wird ihre Gründe haben. Zurück zu der eigentlichen Frage: Woher kennst du Chesara nochmal und wichtiger noch: Hat sie dir das Du angeboten? Wenn es so ist, ist es in Ordnung, wenn nicht, wünsche ich mir etwas mehr Respekt vor den Meistern des Ordens."

Seit wann so ernst? Markus wusste selbst nicht, dass er sich dies wünschte, bis er es eben ausgesprochen hatte. Respekt! Zunehmende Ernsthaftigkeit? War es das, was er sich momentan selbst zulegte? Vom Ritter zum Meister, vom jungen Mann zur Respektperson. Auf Coruscant hatte er sich darüber nicht viele Gedanken gemacht. Zu viel war geschehen. Erst das Exil, dann kurz darauf schon wieder der Kampf ums Überleben. Es musste seine Spuren hinterlassen und früher oder später musste ihm das selbst klar werden. Er veränderte sich. Er war mittendrin.

"Auf Coruscant war das alles nicht so wichtig. Wir waren inkognito unterwegs. Hier ist es anders. Im Orden herrscht eine Rangordnung. Höflichkeit ist wichtig. Bestimmte Floskeln gehören dazu. Chesara war meine Meisterin, ist Rätin. Es zeugt von Respekt, sie nicht immer zu duzen, sondern anständig anzureden."


.:: Lianna | Jedi-Basis | Kantine | mit Shana ::.
 
OCC: Sorry, ich hab gar nicht gesehen, dass wir Besuch bekommen haben *schäm*


Jedi-Basis ~ Trainingsraum ~ Siva, Jon, EmJay, Emerald Satrek und wer da sonst noch kreucht und fleucht


Siva war so beschäftigt in ihren aber langsamen Bewegungen, dass sie gar nicht bemerkte, dass sich zwei Neuankömmlinge zu ihnen gesellt hatten. Wie auch? Diese Übung erforderte natürlich äuuuuußerste Konzentration. Und hätte sie auch nur daran gedacht, ihren Kopf in Zeitlupe zu drehen, hätte sie Satreks nächsten Angriff ja gar nicht sehen können. Denn in Zeitlupe wegdrehen und sich in Zeitlupe zurückdrehen bedeutete, dass man ganz klar im Nachteil war! Zwei langsame Bewegungen gegen nur eine andere langsame Gegenbewegung konnten entscheiden. Zwischen theatralischem Totumfallen oder eben dem Sieg.
In jedem Fall sah Satreks nächste Bewegung, sehr sehr lächerlich aus. Eine Drehung um die eigene Achse war schon seltsam genug. Eigentlich fehlte nur noch, dass Satrek eine enge, lange Strumpfhose anzog, dann hätte er seine Pirouette noch galanter gedreht. Aber zum Glück, trug er keine solche Hose, der Gedanke war schon schlimm genug. Jedenfalls kam Satreks nächster Angriff von oben und Siva unterdrückte ein Gähnen, als sie auch ihr Schwert in die Höhe hob, um diesen Blitzangriff abzuwehren. Da fiel ihr dann auch erstmals auf, dass zwei Neue gekommen waren. Denen sich Satrek gleich einmal vorstellte.

Höflich, wie die Zabrak nun mal war, nickte sie den beiden anderen auch zu.
„Keine Angst, Kämpfe sind nicht immer so langsam. Wir üben nur unsere Special Effects“, richtete Siva sich dann direkt an EmJay und Emerald.
Da kam dann auch Satreks Antwort, weshalb er zu den Jedi gekommen war. Pah, das waren aber keine edlen Gründe! Und sie anmosern, weil sie sich noch keine Gedanken gemacht hatte. Das war ja so typisch. War eben eine dumme Idee, mit Laserschwertern zu werfen, wenn man sich in einem Eishaus befand. Da waren Sivas Gründe aber wesentlich edler gewesen! Schließlich war es ihr vor allem auch um Verständnis gegangen.

EmJay meldete sich dann auch zu Wort und seine Antwort klang so spießig auswendig gelernt, dass Siva für einen Moment fast vergessen hätte, dass sie sich auf Satrek konzentrieren musste. Er sah sich in der Pflicht Leistung zu vollbringen und wartete, was die Jedi von ihm erwarteten. Hauptsache noch so einer, der keine eigene Meinung hatte. Langweiler! Tz!


„Meine Motivation zurück zu kommen, war auch eine andere, als die am Anfang“, stellte die Zabrak dann schließlich klar. Und das entsprach sogar der Wahrheit. Ihre Rückkehr beruhte auf mehr, als der Tatsache, nicht mehr zu wissen, wo sie sonst hin wollte. Nein, das war schon ein ernsterer Grund, auch wenn Siva sich noch gar nicht sicher war, ob sie wirklich bei den Jedi bleiben wollte Fest aber stand, dass Corellia so einiges geändert hatte. Und Siva wollte nicht, dass so etwas wie damals, je wieder geschehen könnte. Nein, sie wollte aktiv dabei helfen, dass so etwas nicht mehr geschah.

Nebenbei schien Satrek zu bemerken, wie langweilig der Kampf war, wenn er so langsam voran schritt.

„Schnell!“, schoss es demnach bei Siva wie aus der Laserpistole, die ihre Körperhaltung änderte und in die Defensive ging.
Satrek konnte ja sagen was er wollte, aber ein bisschen aufgepasst, hatte Siva sehr wohl. Und auch wenn sie sich noch nicht ganz festgelegt hatte, hatte sie in Form III doch eine Kampfart gefunden, die ihr lag. Ganz einfach, weil sie im Kampfsport, auch nicht auf Angriff, sondern Verteidigung gegangen war. So führte die junge Zabrak das Lichtschwert also enger an ihrem Körper und beobachte Satrek dabei ziemlich genau. Der sollte mal sehen, dass sie Dinge sehr wohl ernst nehmen konnte!


Jedi-Basis ~ Trainingsraum ~ Siva, Jon, EmJay, Emerald Satrek und wer da sonst noch kreucht und fleucht
 
- Lianna – Jedi-Basis – Ratssaal – Mit Eleonore –

Minutenlang sagte keine der beiden Jedi ein Wort, nachdem Kaiba so unangemeldet in den Ratssaal hinein geplatzt war, das Gespräch der beiden Rätinnen unterbrochen und erklärt hatte, er könne nicht länger Chesaras Padawan sein. Der Schock stand ihr noch deutlich ins Gesicht geschrieben, nachdem Kaiba längst wieder verschwunden war. Chesara wusste nicht wirklich wie ihr geschah. Eleonore war gerade dabei gewesen ihr von Kaiba jüngster Eskapade zu berichten, doch sie war noch nicht weit gekommen. Ihr Gespräch allerdings, so schien es Chesara, schien sich mit dieser Wendung der Ereignisse erledigt zu haben.

“Du wolltest mir nahe legen, ihn als Schüler abzugeben, nicht wahr?“

Stellte Chesara ihre Beobachtung fest. Eleonore war nicht dazu gekommen, ihr Anliegen tatsächlich auszusprechen, doch letzten Endes war dies gar nicht mehr nötig gewesen.

“Ja, das wollte ich.“

Bestätigte die Cereanerin.

“Doch nicht, weil ich der Meinung war, dass du Kaiba nicht gewachsen wärest. Versteh mich nicht falsch, Chesara. Ich glaube, er ist ein schwieriger junger Mann und ich glaube, dass die Paarung mit deinem zweiten Schüler, Zhaax, zu explosiv war. Ich habe so etwas schon einige Male erlebt. Diese beiden sind getrennt besser aufgehoben, schon alleine Kaibas Einfluss wegen.“

Noch immer wie vor den Kopf gestoßen von Kaibas Worten fiel es Chesara schwer, ihre Gedanken zu ordnen. Sie hatte kaum Gelegenheit gehabt, die Geschichte zu hören, die Eleonore ihr über den Zooesuch erzählt hatte, als er unaufgefordert in den Ratssaal gestürmt und ihr seine Entscheidung – wie lange mochte er darüber nachgedacht haben? – praktisch an den Kopf geworfen hatte. Er war gegangen, noch bevor Chesara etwas hatte erwidern können. Vielleicht war das besser so. Selbst jetzt war sie nicht sicher, was sie hätte erwidern wollen. Verstehen konnte sie ihn jedenfalls nicht und vielleicht war das das Problem. Vielleicht hatte sie ihn nie wirklich verstanden. Fakt war, er wollte nicht länger ihr Padawan sein. Er hatte aus freien Stücken seinen Padawanplatz bei ihr geräumt und wenn sie sich seine Worte noch einmal in Erinnerung rief, war es, weil sie nicht zusammen gepasst hatten. Kaiba, so hatte er gesagt, hatte andere Vorstellung von seiner Ausbildung gehabt. Doch was mochten das für Vorstellungen sein? Er hatte gesagt, er wäre nicht der Typ um Referate vor Jünglingen zu halten. Zweifellos sagte ihm die Theorie, die er unter Chesaras Führung zu lernen hatte, nicht zu. Aber was hatte er erwartet, dass er sich als Padawan Hals über Kopf in Abenteuer stürzen konnte? Jedi dürstete es nicht nach Abenteuern. Wenn es das war, wonach er suchte, war er hier falsch. Oder hatte sie Fehler gemacht? Chesara war immer bereit, ihr eigenes Handeln zu hinterfragen, doch es fiel ihr schwer, alleine eine Antwort darauf zu finden.

“Chesara, was ist los?“

Besorgt sah Eleonore ihre Ratskollegin an.

“Du machst dir nicht etwa Vorwürfe, oder? Ich habe nicht jeden Schritt von Kaibas Ausbildung verfolgt, doch ich bin mir sehr sicher, dass du dein Bestmögliches getan hast. Dich trifft keine Schuld, Chesara. Kaiba ist ein Hitzkopf, einer der glaubt, dass Regeln gemacht wurden um gebrochen zu werden. Wenn er im Orden bleiben will, wird er noch viel zu lernen haben und ich werde ihn gut im Auge behalten müssen.“

Es war nicht leicht, einen Schüler zu verlieren. Vor Jahren, vor sehr vielen Jahren, hatte Chesara eine Padawan an die dunkle Seite verloren. Jaina hatte sie geheißen. Chesara war damals selbst noch jung gewesen und sie hatte lange gebraucht um darüber hinweg zu kommen. Wenn ein Padawan den Verlockungen der dunklen Seite verfiel, musste sich sein Mentor zwangsläufig fragen, ob man wirklich alles getan hatte, um seinen Schutzbefohlenen vor diesen Bedrohungen zu schützen. Der Fall Kaiba war natürlich nicht vergleichbar. Heute war es das erste Mal, dass ein Padawan seine Ausbildung bei Chesara, die bereits weit fortgeschritten gewesen war, freiwillig abbrach. Dass sie das Versagen bei sich suchte, erschien ihr nur natürlich. Es war kein gutes Gefühl.

“Ich weiß nicht.“

Sagte Chesara schließlich.

“Vielleicht hast du Recht, aber vielleicht hätte ich mich auch besser auf ihn einstellen sollen. Ich verstehe nur nicht, warum es ihm so aussichtslos erschien.“

Sie seufzte leise und sah zu der Tür, durch die Kaiba verschwunden war. Ob es Sinn machte, noch einmal mit ihm zu sprechen? Es schien ihr nicht so, dass er mit ihr reden wollte, denn er war verschwunden, ohne dass er sie zu Wort hatte kommen lassen. Womöglich war es weiser, ihn nicht zu bedrängen und vielleicht hatten er und Eleonore beide Recht und es war besser, wenn er seine Ausbildung bei einem anderen Meister fortsetzte, bei einem Meister der sich ausschließlich auf ihn konzentrierte und der keinen zweiten Padawan unterwies. Als sich die Tür öffnete, erwartete Chesara halb, Kaiba habe es sich anders überlegt. Sie sah ihn bereits zurück kommen, seine Worte revidieren. Nichts davon geschah. Es war nicht Kaiba, der den Ratssaal betrat, sondern Rornan Elliundi. Der Quermianer war der Sprecher des Jedi-Rates, sehr angesehen bei den Jedi und allen, die ihm begegneten. Ein Blick auf Eleonore und Chesara genügte ihm um zu ahnen, worüber die beiden sprachen.

“Ah, Chesara. Ich sehe, Eleonore hat dir unsere Überlegungen bereits mitgeteilt.“

Sagte er. Dass er über die gesamte Situation im Bilde war, wunderte Chesara nicht im Geringsten.

“Unter anderem.“

Erwiderte Chesara.

“Aber es spielt keine Rolle mehr. Kaiba Curox hat von selbst entschieden, seine Ausbildung bei mir nicht fortzuführen.“

Ihre Stimme klang noch immer schwer und Rornans Gesicht drückte Überraschung aus.

“Hat er das? Hmmm.“

Gemächlich bewegte er sich durch den Raum.

“Es kommt nicht oft vor, dass Schüler ihre Ausbildung freiwillig abbrechen, aber wenn das seine Entscheidung ist, wird er sie tragen müssen.“

Dies so sachlich zu sehen war für Chesara freilich nicht möglich. Rornan Elliundi blieb vor seinen beiden Ratskolleginnen stehen.

“Es hätte nichts geändert, Chesara. Ob du ihn abgegeben hättest, oder er nun freiwillig geht: das Resultat ist das Selbe.“

“Ich weiß.“

Sie schüttelte den Kopf.

“Dennoch frage ich mich…“

“…warum? Er hat es kommen sehen. Kaiba ist nicht dumm. Er hat sich Fehltritte geleistet, er musste mit Konsequenzen rechnen. Dir zuvor zu kommen war sein Versuch, sein Gesicht zu wahren.“

“Er hat Recht.“

Stimmte auch Eleonore zu.

“Und Chesara, denke daran: deine Ausbildungsmethoden haben bereits viele fähige, verantwortungsbewusste Jedi hervor gebracht. Es ist gesund, das eigene Handeln zu hinterfragen, doch bewahre dich selbst vor zu großen Zweifeln. Ich werde mich darum kümmern, was mit Kaiba geschieht. Er soll eine neue Chance erhalten, aber ich muss sehen, wie schnell ich ihn bei einem neuen Mentor unterbringen kann. Überlasst das mir.“

Freundschaftlich tätschelte Eleonore Chesaras Arm und es war erst in diesem Moment, dass ihr bewusst wurde, dass die Cereanerin vor vielen, vielen Jahren selbst ähnliches erlebt hatte. Es fiel Chesara schwer, die genauen Ereignisse zu rekonstruieren, denn sie hatte dies nur aus Erzählungen gehört, doch sie konnte sich dunkel erinnern, dass auch Eleonore sich von einem Schüler getrennt hatte, weil zu viele Konflikte zwischen ihnen geschürt hatten. Der Unterschied war, dass Chesara sich bisher keiner Konflikte bewusst gewesen war und sie fragte sich, ob dies ihre Schuld war, oder sie es einfach nicht hätte sehen können.

“Du solltest dich nach einem neuen Schüler umsehen, Chesara. Das ist jedenfalls meine Empfehlung an dich.“

Sprach Rornan.

“Was geschehen ist, ist geschehen.“

Er hatte Recht. Es gab nichts rückgängig zu machen. Kaiba hatte seine Entscheidung getroffen und selbst wenn nicht… doch Chesara war nicht sicher, ob sie es über sich gebracht hätte, ihn einem anderen Meister zu übergeben. Sie dachte an Aydin. Ihre Ausbildung hatte Chesara damals übernommen, da Aydin mit ihrer Meisterin Ynee Schwierigkeiten gehabt hatte. Ynee war Chesaras beste Freundin gewesen, doch sie hatte Probleme gehabt. Probleme mit sich, mit ihrer Liebe zu Sel und mit der dunklen Seite. Bei Chesara war Aydin besser aufgehoben gewesen. Sie war zur Ritterin ernannt worden, später zur Meisterin. Dabei hatte Chesara nie wirklich darüber nach gedacht, wie sich Ynee bei dem Wechsel gefühlt hatte. Jetzt wusste sie es. In der Regel aber war es nichts persönliches. Ynee war Aydin keine schlechte Meisterin gewesen, ebenso wenig wie Chesara gegenüber Kaiba.

“Ich werde mich umsehen.“

Antwortete sie und in ihrem Kopf erschien das Bild eines wissbegierigen Jungen, der Niré verspielt unter den Füßen kitzelte.

“Ich glaube, ich habe sogar schon einen Kandidaten gefunden.“

- Lianna – Jedi-Basis – Ratssaal – Mit Eleonore und Rornan –
 
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