Lorrd

NPC Post: Ghoral

[Lorrd / Raumhafen Viertel] nur Ghoral und sonstige müde Reisende

Es war eine kleine, verrauchte Bar, in der der Devaronianer verabredet war. Eine Bar nahe des Raumhafens mit dem schönen Namen “Öl-Loch”.

Er hatte längst aufgehört, sich über den Namen zu wundern. Mit ruhigen Schritten trat er in Reichweite des Bewegungssensors. Mit einem Zischen öffnet sich die Tür zur Bar. Es war wenig los. Nur einige müde Reisende oder Frachterpiloten, die sich gerade ihren hart verdienten Gargleblaster einverleibten. Aber das war genau der Grund, wieso gerade diese Bar für das Treffen ausgewählt wurde.
An der Bar saß eine einsame Person, die die Kapuze des Umhangs tief ins Gesicht gezogen hatte, ein halb getrunkenes Getränk vor sich, zwei Finger der Hand schlugen ungeduldig auf den schmalen Stiel.

Ghoral setzte sich neben die Person und hob die Hand, um dem Bar-Mann zu bedeuten, dass er etwas bestellen wollte.

Einen sivolvianischen Gin.

Der Rodianer an der Bar nickte kurz und machte sich daran, den Drink vorzubereiten. Kurz darauf waberte der Geruch von starkem Alkohol zu ihm hinüber. Ghoral warf der Kaputzen-Person einen Seitenblick zu. Sie rührte sich nicht sofort. Erst als der Rodianer den Gin mit einem dumpfen Klirren abstellte, wandte sie sich dem Devaronianer zu.

Du bist spät.

, meinte der Mann, die Unzufriedenheit deutlich herauszuhören.

In letzter Zeit muss ich vorsichtiger sein, um unbemerkt zu bleiben…

, meinte der Devaronianer und drehte den Gin im Glas vor sich, bevor er einen tiefen Schluck daraus nahm.

Ich brauche deine Kontakte.

, meinte der Mann, der sein Gesicht unter der Kapuze versteckte. Ghoral konnte ganz gut abschätzen, wen er hier neben sich sitzen hatte. Der Stoff, der hier und da unter dem Umhang hervorblitzte, war zu edel für einen Raumfahrer… Die Hände waren gepflegt und hatten keine dicken Schwielen. Das war niemand, der sich normalerweise in einer solchen Spelunke aufhielt. Außerdem trank der Mann einen ‘Breath of Heaven’... Wer trank denn einen ‘Breath of Heaven’!?

Nein, du brauchst etwas, das du nicht offiziell bekommen kannst.

, meinte der Devaronianer mit ruhigen Worten.

Ich brauche… zuverlässige Leute. Welche, die unauffällig, diszipliniert, aber loyal sind.

Hmm… Das ist teuer…


Ghoral ließ die Worte in der Luft hängen und nahm langsam einen Schluck von seinem Glas. Ihm waren die Beweggründe des Mannes völlig egal, alles was Ghoral interessierte, waren Credits.

Loyalität ist teurer…

, erwiderte der Mann trocken.

Für wen?

, fragte Ghoral. Jetzt wurde es interessant: Je nachdem, was der Mann sagte, bestimmte, wie weit der Devaronianer den Preis nach oben schrauben konnte…

Der Mann zögerte kurz, offenbar überlegte er, wie viel er in dieser Umgebung preisgeben konnte und wählte dementsprechend seine Worte genau.

‚Dumm ist er ja nicht…’, dachte Ghoral und sah dem Mann forschend ins Gesicht.

Für jemanden, dessen Sicherheit… politisch relevant ist.

Ein Mann von Adel, der auf politischer Ebene aktiv ist und etwas nachhelfen möchte, vermutete der Devaronianer… Ghoral musste leise lachen und nahm einen kleinen Schluck von seinem Gin.

Dann hast du schon Leute… Wozu dann jemand von außen?

Ich will jemanden, der nicht loyal zu dem ist, den er oder sie schützt. Ich will jemanden, der versteht, wem er wirklich dient und den… die Person… nicht kennt.

Ghoral nickte langsam und schwenkte den Gin in seinem Glas im Kreis.

Jemand an der Quelle, der wenn’s sein muss… nachhelfen kann… Verstehe.

Er stellte sein Glas wieder ab.

Ich brauche ein paar Tage. Wohin?

Der Mann kramte in seinem Umhang und holte ein kleines Datapad heraus.

Du nimmst sie in Empfang und übergibst das, wenn sie da sind. Alles andere bespreche ich persönlich.

, meinte er und schob das kleine Gerät möglichst unauffällig über die Theke. Ghoral betrachtete das Datapad kurz, ohne es zu berühren.

Du bekommst, wofür du bezahlst…

Ghoral ließ die Worte in der Luft hängen und sah dem Mann forschend in die Augen.

Ihm drängte sich bereits ein Name auf, der sich hier gut eignen würde: Eine Chiss, Etara. Sie hatte gerade erst auf Nar Shaddaa ziemlich Staub aufgewirbelt. Und er müsste nur ein, zwei Fäden ziehen, um den Auftrag weiterzuleiten.

Der Mann leerte seinen Drink und erhob sich dann.

Ich gebe dir, was du verdienst und wenn du schnell bist vielleicht ein bisschen mehr…

Ein prüfender Blick bohrte sich in Ghorals Augen, dann wandte sich der Mann ab und verschwand.
Der Devaronianer steckte das Datapad ein und machte sich daran, seinen Kontakten die Auftragsdetails zu füttern, damit diese an Etara weitergegeben werden konnt
en.

[Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch] nur Ghoral und sonstige müde Reisende
 
Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch / Spectre und anderes Gesindel



Spectre betrat die Cantina und nahm sofort den Duft des örtlichen Gesindels und der Durchreisenden war. Irgendwann kannte man diese Mischung aus billig Alkohol, fehlenden Duschen und den Blicken, die jedem Neuen zugeworfen wurden.
Sie hatte sich dazu entschieden sich bedeckt zu halten und zog die Kapuze tiefer ins Gesicht, als Sie sich Richtung Bar bewegte.
Sie war zu früh, das Treffen war erst in 30 Minuten angesetzt, Zeit genug sich umzusehen. Der Kontakt war ein Devaronianer namens Ghoral und er hatte eine Menge Credits angepriesen. Sie würde sehen. Nach und nach kamen noch 4 weitere Mitglieder der Black Sun in die Bar und verteilten sich geschickt und unauffällig. Die Rückendeckung.

Spec bestellte ein Ale, schob mehr Credits über den Tresen als nötig und flüstert dem Barkeeper
„Wenn Ghoral mich sucht, ich bin da hinten.“
zu und deutete auf eine freie Sitzecke.

Die Maritima setze sich und beobachtet den Raum, die Anwesenden. Schätze deren Gefahrenpotential ein und mögliche Fluchtwege. Gelegentlich tat Sie so, als nippte Sie an dem Ale, das schon einen faden Geruch hatte. Etara hätte dieses Gesöff vermutlich nicht einmal mit Handschuhen angefasst, geschweige denn getrunken.

Pünktlich betrat ein Devaronianer die Bar und sah sich suchend um eher er zur Bar schlenderte. Er bestellte etwas und setze sich, nur um etwas vom Barkeeper zugeflüstert zu bekommen.
Spectre bemerkte, dass der Devaronianer, vermutlich Ghoral, nicht einmal zuckte oder sich umsah. Er drehts sich langsam um, blickte durch den ganzen Raum eher er genüsslich an seinem Drink nippte. Erst dann stand er auf und schlenderte zu Ihr. Er tat das sicher nicht zum ersten Mal, schien abgebrüht zu sein. Die Attentäterin grinste, sie arbeitete gerne mit Profis.

Als er die Sitzecke erreichte, machte Sie eine einladende Geste, sagte jedoch nichts. Sollte er doch zuerst etwas sagen.



Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch / Spectre, Ghoral und anderes Gesindel
 
[Lorrd / Raumhafen Viertel] nur Ghoral und sonstige müde Reisende

Natürlich wusste
Ghoral bestens Bescheid, wie, wann und wo welches Schiff an dem kleinen Raumhafen auf Lorrd ankam. Ein breites Grinsen hatte sich auf dem Gesicht des Devaronianers abgebildet, als ihm sein Kontakt am Raumhafen meldete, dass Etaras Schiff gerade den Landeanflug gestartet hatte.
Sie war früh dran. Ihr Treffen war erst in einer Stunde. Das sprach zunächst Mal für die Frau. Pünktlichkeit war eine Tugend, überpünktlich waren die Vorsichtigen. Und er mochte die Vorsichtigen, die hatten Erfahrung…

Aber
Ghoral hatte es nicht eilig, nur weil Etara schon vorher an ihrem Treffpunkt sein würde, sprang dieser nicht direkt auf, um wie die Motte zum Licht zu rennen. Sollte sie sich doch erstmal auf Lorrd heimelich einrichten. Seine Credits würde er vermutlich so oder so erhalten, wenn die Chiss drauf hatte, was man sich so erzählte. Er hatte genug anderes zu tun, was seine Aufmerksamkeit erforderte.
Also trat der Devaronianer zunächst in die schmuddelige Gasse hinter dem Raumhafen, wo er dem hässlichen Schädel eines Rodianers mit einigen gezielten Schlägen gegen den Hinterkopf klar machte, dass ein Päckchen seiner Ware zu wenig war, wenn drei ausgemacht waren.
Nach diesem kurzen „Meeting” meldete sich sein Comgerät, dass es Zeit wurde, zum Öl-Loch zu gehen, in dem er Etara treffen sollte.

Wenige Momente später trat
Ghoral in die schmierige Spelunke, in der er erst vor einigen Tagen seinen Auftrag mit dem Adeligen klargemacht hatte. Im Hintergrund der Kantina lief eine kratzige Jukebox mit irgendeinem schlechten Jingle und im schummrigen Licht unterhielten sich die interessantesten Gestalten leise miteinander. Der fade Geruch von billigem Alkohol drang dem Devaronianer direkt in seine Nase, als er eintrat.
Er lief zur Bar und bestellte sich sein Standardgetränk: einen sivolvianischen Gin. Der Rodianer hinter der Bar machte eine nickende Bewegung in Richtung einer Sitzecke und murmelte, dass die Person dort seinen Namen kannte.

Ghoral ließ den Blick kurz durch den Raum gleiten und entdeckte sie fast sofort. Die Kapuze, die Haltung, die Art, wie sie den Raum im Blick behielt. Und vielleicht noch der Fakt, dass die Haut der Frau bläulich war.
Er nahm noch einen Schluck von seinem Gin und verzog kurz das Gesicht, als der brennend-starke Alkohol seine Kehle hinunter floss. Danach erhob er sich wieder von dem Hocker, auf den er sich eben gesetzt hatte und schlenderte langsam zu
Etara hinüber.
Die Frau machte eine einladende Geste, woraufhin sich
Ghoral ihr gegenüber setzte. Bisher war kein Wort gefallen.

‚Eine von der schweigsamen Sorte, hm?’, dachte er sich.

Er lehnte sich leicht zurück und ließ einen Finger nachdenklich um den Rand seines Glases gleiten.

Du bist früh hier gewesen… Die Gerüchte über dich scheinen wahr zu sein.

, meinte er dann ruhig und sah der Frau abschätzend ins Gesicht.

Mein Auftraggeber hätte dich gerne persönlich in Empfang genommen… Aber leider ist ihm dieses Etablissement zu schäbig. Er gab mir dieses Datapad…

Er griff langsam in seine Jackentasche, seine Augen beobachteten jede Bewegung und jeden Gesichtsausdruck der Frau. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand ins Gras biss, weil dieser sich zu schnell in die Jackentasche griff.


Ghoral legte das kleine Gerät in die Mitte des Tisches, zog die Hand aber nicht sofort zurück. Sein Blick ruhte einen Moment auf dem Pad, dann auf Etara. Selbstverständlich hatte er den Inhalt des Geräts ebenfalls gelesen. Es war eine Wegbeschreibung zu einem der feinen Weinkeller in der Nähe des Palasts. Eintritt erhielt nur, wer das Losungswort kannte. Aus reinem Eigennutz hatte er das Losungswort verschlüsselt.

Das Ding bringt dich zum Treffpunkt… Aber rein kommst du nicht ohne mich.

Er lehnte sich zurück und nahm einen Schluck von seinem Gin. Er beobachtete die Chiss während sie die Informationen verdaute. Er machte eine winkende Geste in Richtung des Datapads.

Schau dir das Ding gerne an.

Er legte mehr Credits auf den Tisch vor sich, als nötig, um den Gin zu zahlen und richtete sich dann auf.

Wenn du fertig bist, komm nach draußen. Ich führe dich hin.

, meinte er über seine Schulter hinweg und lief bereits in Richtung des Ausgangs.

[Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch] Ghoral, Etara und sonstige müde Reisende
 
Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch / Spectre Ghoral und anderes Gesindel



Der Devaronianer setze sich nach Aufforderung. Die großkotzige Art und Weise, die er an den Tag legte war abstoßend. Insbesondere die Tatsache, dass er mit ihr umging, als wären Sie beste Freunde. Spectre lies ihn erzählen, zuckte nicht einmal, als er in die Jacke griff, um ein Datapad herauszuholen.
Sie nahm es an sich und öffnete die einzige Datei darauf. Es handelte sich um eine simple Wegbeschreibung mit dem Hinweis auf ein Passwort. Diese war jedoch verschlüsselt. Sie wollte das Pad gerade ausschalten, als Ghoral aufstand und Ihr sagte, dass er Sie hinbringen würde. Sie nickte.


„Ich komme gleich nach.“

Als er die Bar verlassen hatte, sah sie sich das verschlüsselte Passwort noch einmal genauer an. Die Verschlüsselung war rudimentär, einfach, aber nicht minder wirksam für jemanden, der sich nicht auskannte. Sie war definitiv nachträglich hinzugefügt worden, was nur den Schluss zuließ, dass sich Ghoral selbst die Nachricht angesehen und dann verändert hatte. Spectre war jedoch nicht nur Attentäterin, sondern auch ein passable Slicerin. Kein Profi, aber manchmal war es sinnvoll gewisse Dinge selbst zu erledigen.
Sie holte Ihren Adapter heraus und schloss Ihr Kom an das Pad an. Es dauerte nur wenige Minuten, bis die die Verschlüsselung geknackt hatte und das Passwort selbst wusste. Die Verschlüsselung lies Sie bestehen. Warum auch der Aufwand. Dann legte Sie ebenfalls ein paar Kredits auf den Tisch und folgte Ghoral. 2 Ihrer Leute würden im Abstand folgen, das Ziel hatte Sie ihnen per Kom mitgeteilt.

Draussen wartete der Gehörnte ungedurldig. Die Gasse war leer. SIe war schmutzig und hatte schon länger keinen Reinigungsdienst mehr gesehen.


„Sie haben so unverblümt von meinem Ruf geschwärmt. Ich bin neugierig, was sagt man den so? Sie können mir das sicher auf dem Weg näherbringen.“

Spectre grinste süffisant. Das würde lustig werden, wenn der Devaronianer merkte, dass er eine Liga zu hoch für solche Tricks wie die Verschlüsselung spielte.



Lorrd / Raumhafen Viertel / Öl-Loch / Hintergasse/ Spectre, Ghoral
 
[Lorrd / Raumhafen Viertel / Gasse zum Öl-Loch] Ghoral und andere müde Reisende

Ghoral lehnte an der schmutzigen Wand gegenüber der Spelunke und wartete. Der Devaronianer wartete jedoch nicht lange, da kam die Frau aus der verrauchten Bar und sah sich kurz kaum merklich suchend nach ihm um. Sie war gut dabei, man merkte, dass sie das nicht zum ersten Mal machte.
Ghoral streckte die Hand nach dem Datapad aus und war etwas erleichtert, dass sie es ihm ohne großes Murren zurückgab. Er versuchte sich das jedoch nicht anmerken zu lassen und steckte es ohne einen Block darauf zu werfen wieder ein.

Dann wollen wir mal…

, meinte er und rieb sich dabei die Hände zusammen.

Wir müssen aus diesem Moloch hier raus, Richtung der nobleren Viertel…

Er setzte sich in Bewegung und die Frau folgte ihm. Auf ihre Frage, was man sich denn über sie erzählte, zuckte er nur mit den Schultern.

So einiges… Nichts, was ich dir hier mitten auf der Straße erzählen würde.

‚Und nichts, was ich im Detail wüsste…‘

Er wusste über ein paar Ecken, dass die Chiss einen Auftrag auf Nar Shaddaa beendet hatte. Ein guter Kontakt von dem Drecksplaneten hatte ihm daraufhin einige Male in den Ohren gelegen, wie gut sie wäre. Er hoffte dass er recht behielt.

Die Gasse mündete in eine breitere Straße, auf der noch Frachtarbeiter und Händler ihrem Tagwerk nachgingen. Der Geruch der Abgase vom Raumhafen wurde immer dünner und hing weniger schwer in der Luft.
Ghoral ließ den Blick wie nebenbei über die Schaufenster gleiten, in deren Scheiben sich die Straße spiegelte. Zwei Gestalten folgten Ghoral und Etara mit etwas Abstand. Er bog ein paar Mal ab, doch die beiden Fremden ließen nicht von ihnen ab.
Er drehte sich nicht um und sprach ruhig, als würde er nach der Uhrzeit fragen.

Wir werden von zwei Affen verfolgt… Gehören die zu dir?

, fragte er und legte seine Hand auf seinen Blaster, der versteckt unter seinem Mantel hing. Wenn die Chiss ihrem Ruf nachkam, den ihm sein Kontakt versprochen hatte, dann waren es ihre Männer. Daher ging Ghoral weiter, ohne eine Antwort abzuwarten.
Je weiter sie sich vom Raumhafen entfernten, desto mehr verschwand der Gestank. Die Fassaden wurden sauberer, die Leuchtreklamen wichen warmen Lampen. Irgendwann reihten sich gepflegte Hecken und schmiedeeiserne Tore aneinander, hinter denen hell erleuchtete Fenster schimmerten. Hier roch es nach Geld.

Schließlich bog er in eine schmale Seitenstraße ein und blieb vor einer unscheinbaren Tür aus dunklem Holz stehen. Nur ein kleines, geschmiedetes Weinblatt verriet, was sich dahinter verbarg. Er zog das Datapad hervor, um das Losungswort nachzulesen.

Das Pad erwachte langsam flackernd zum Leben und brauchte einige Anläufe.

‚Komisch…’, dachte sich der Devaronianer und schlug ein paar Mal gegen die Seite.
Dann endlich war das Display deutlich zu lesen. Die Wegbeschreibung war noch offen, jedoch nicht mehr an der Stelle, an der er das Dokument geschlossen hatte, sondern dort, wo seine Verschlüsselung zum Losungswort war. Er dachte sich nicht viel dabei und tippte auf das verpixelte Wort, um seine Verschlüsselung zu lösen.

Er klopfte dreimal. Ein Schlitz in der Tür öffnete sich und ein Augenpaar musterte sie.

Losungswort?

Creme D’Infame


, las
Ghoral ruhig von dem Display ab. Die Tür schwang auf. Er trat einen Schritt zur Seite und deutete mit einer knappen Geste hinein.

Nach dir…

Sein Auftrag war hier eigentlich erledigt. Er hatte sie hergebracht, die Credits waren so gut wie verdient. Er hätte gehen können. Stattdessen folgte er ihr und dem Türwächter durch den Gang. Er wollte wissen, was ihr Auftrag sein würde

[Lorrd / Nobleviertel / Weinkeller] Ghoral, Etara und der Türwächter




[Lorrd / Weinkeller / Separee] Valen

Valen
hatte dem Besitzer des Weinkellers eine hübsche Summe gezahlt, damit dieses Hinterzimmer nirgends auftauchte. Er nutzte es gerne für Geschäfte, die nicht ganz so offiziellen Charakter hatten. Ein schlichter Holztisch stand in dem kleinen Separee und einige Kerzen auf seinem Tisch flackerten ruhig vor sich hin. Ihm gegenüber hatte er einen Holzstuhl platzieren lassen.

Die Kapuze hatte er nun abgelegt, das Glas vor ihm war halb leer. Der Wein war ausgezeichnet: ein gutes Glas Rimble Wein, man konnte ihn nicht mehr so oft finden.

Ein Blick auf sein Chrono verriet ihm, dass die Frau bald da sein müsste. Ghoral hatte versprochen, dass sie gut war… Aber Ghoral versprach vieles, solange man ihn dafür bezahlte. Zwei Finger schlugen ungeduldig gegen den Stiel des Glases. Mit dem Daumen drehte er den Siegelring an seiner Hand so, dass das Wappen nach innen zeigte.
Dann schabte die schwere Tür über den Stein. Der Türwächter trat ein, dahinter eine Gestalt mit Kapuze, deren Gang Valen sofort auffiel. Sie sah sich nur kurz um, ruhig und konzentriert.

‚Gut… Das ist schon mal etwas.‘

Dann trat Ghoral hinter ihr ein, mit einer Selbstverständlichkeit, die Valen schäumen ließ. Seine Miene blieb glatt. Nur die Kiefermuskeln spannten sich kurz an. Er hatte für eine Übergabe bezahlt. Nicht für einen Zuschauer.
Er blieb sitzen. Ein Mann seines Standes stand für Söldner nicht auf.

Setzt Euch.

, meinte Valen und deutete mit seiner rechten Hand auf den Stuhl vor sich.
Er füllte ein zweites Glas und schob es der Frau hin.

Ein halbtrockener Rimble. Alte Republik, sehr zu empfehlen…

, meinte er und wandte dann seinen Blick zu dem Devaronianer.

Ghoral, deine Dienste brauche ich nicht mehr. Du kannst verschwinden.

Dann sah er wieder die Frau vor sich an, und seine Stimme wurde ruhig und gepflegt.

Die wichtigsten Details wurden Euch sicherlich bereits zu Beginn und über das Datapad übermittelt… Nur so viel: Seit dem Tod meines Onkels liegt die Herrschaft dieses Planeten in den Händen meiner Cousine. Und… Nun ja… Ihr habt vielleicht schon einen ersten Geschmack bekommen, wie es seither um Lorrd steht…

Er ließ die Worte in der Luft hängen. Vielleicht hatte sie bereits von den Attentaten auf seine Cousine gehört. Bisher hatte er seine Spuren gut verwischen können, aber es wurde Zeit, anders vorzugehen.
Sein Blick fiel wieder auf den Devaronianer.

Du bist ja noch immer da… Verschwinde.

Ein knappes Nicken genügte, und der Türwächter legte Ghoral eine schwere Hand auf die Schulter.
Valen hob sein Glas einen Fingerbreit.

Alles Weitere besprechen wir ohne Publikum. Sagt mir, was Euch Ghoral bisher erzählt hat.

[Lorrd / Weinkeller / Separee] Valen, Etara, Ghoral, Türwächter
 
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