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Qui-Gon Jinn: Bereicherung oder überflüssig?

Dieses Thema im Forum "Episode I bis III" wurde erstellt von Master Kenobi, 23. April 2010.

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Was hältst Du von Qui-Gon? Bereicherung oder unnötig?

  1. Gut

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  2. Schlecht

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    12,9%
  1. Horuspokus

    Horuspokus A Blue Hope

    Ja. Sie ist sogar sehr zentral für die gesamte PT. Und zwar nicht nur Qui-Gon's Anwesenheit in TPM, sondern speziell seine Abwesenheit in der Folgezeit.

    Anakin konnte sich nur schwer von seiner Mutter trennen. Die einzige Kompensation für diesen Verlust war Qui-Gon, der die Elternrolle (zu Teilen
    ) übernahm. Als dieser starb, hinterließ er diesbezüglich ein Vakuum. Womit wir bei
    wären. Hätte Obi-Wan sich schon zu diesem Zeitpunkt gut mit Anakin verstanden und ihn gerne als seinen Schüler angenommen, so hätte er diese Vaterrolle übernehmen können. Hat er aber nicht. In diese Lücke ist stattdessen Palpatine gestoßen, der fortan die höchste Autorität für Anakin war. Obi-Wan hingegen entwickelte sich zu einer Art großem Bruder (und in den Klonkriegen auch zu einem Freund), der zwar gelegentlich um Rat gefragt, je nach Lage aber auch oft als Konkurrent aufgefasst wurde. Dies war einer der entscheidenden Mechanismen bei Anakins Fall. Es geht also mal wieder um seine Achillesferse: Beziehungen und Bindungen.


    Darüberhinaus hatte Qui-Gon aber auch noch eine weitere Funktion: Er hat mit seinem Handeln gezeigt, dass der Jedirat keineswegs unfehlbar war und damit gewissermaßen den Orden als Institution schon in TPM, wo die Klonkriege noch weit weg scheinen, in Frage gestellt. Diesen Job hätte Obi-Wan deswegen nicht übernehmen können, weil er ganz im Gegenteil als absolut vorbildlicher und ordenstreuer Jedi konzipiert war. Womit er wiederum einen spannungsgeladenen Counterpart zum ebenfalls eher eigenbrötlerisch agierenden Anakin bildete.
     
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  2. Tae-Vin Niaq

    Tae-Vin Niaq tougher than the rest...

    Es ist aus meiner Sicht völlig unerheblich, wie man die Personen in TPM konzipiert hat. Fakt ist, dass vieles davon Obi-Wans Aussagen, aus der OT widerspricht. Und in dem Sinne ist Qui-Gon tatsächlich eher überflüssig.
     
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  3. MrVizor

    MrVizor Villain

    Liam Neeson hat m.E. nach die Rolle sehr gut verkörpert, die Figur des Qui-Gon hat bei mir auch keine Irritationen ausgelöst. Klar, man kann sich fragen, warum Obi Wan (sodann "Ben") in EP IV seinen Meister nicht erwähnt, in der Darstellung der Vergangenheit; hier denke ich aber, dass das nicht weiter tragisch ist: er berichtet ja einem Dritten von Ereignissen in weiter Vergangenheit, so dass die Konzentration auf das Wesentliche nachvollziehbar erscheint; außerdem wissen wir ja auch von Obi Wan, dass er zwar immer die Wahrheit sagt - aber durchaus von "einem gewissen Standpunkt aus" :sneaky: .
     
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  4. NevermineXD

    NevermineXD Commander der Wachen

    Nach meiner Meinung ist Qui-Gon Jinn zwar keine direkte Bereicherung aber er ist trotzdem wichtig. Vielleicht wären Obi Wan und sein anderer Meister (also nicht Qui-Gon, der ist ja nicht "da") schon an dem Giftgas von Nute Gunray gestorben oder, wenn sie doch überlebten, hätten sie nicht JarJar vor dem MTT retten Können was jawohl das schlimmste ist, was passieren könnte. Aber das "schlimmste" was wohl passieren könnte, wäre das Obi Wan am Ende nicht Darth Maul besiegt, denn ich denke er hatte nur die Kraft diesen zu besiegen, weil Maul Qui-Gon umbrachte
     
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  5. Master Qui-Gon

    Master Qui-Gon Meister Joschka

    Genau. Obi-Wan macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Dem armen, kleinen Farmersjungen Luke tischt er in ANH und TESB irgendwelche erfundenen Geschichten auf, damit Luke das tut, was Obi-Wan von ihm will. Er macht einen auf lieben, alten Opa und in Wirklichkeit manipuliert er Luke ständig. Da steckt also ein kleiner Palpatine in Obi-Wan. Der Unterschied ist nur, dass Obi-Wan andere Ziele verfolgt als Palpatine :D
     
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  6. MrVizor

    MrVizor Villain

    Das mit der Manipulation stimmt schon! Der Obi weiß schon, wie er seine Pappenheimer arrangiert: Han Solo zieht er ja auch über den Tisch, mit dem "Megadeal"...:-D
     
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  7. R2D2

    R2D2 Zivilist

    Qui-Gon ist nach meiner Meinung ein Jedi wie er sein sollte. Vielleicht sogar DER vorzeige Jedi. Pflichtbewust, Prinzipientreu , Loyal und dennoch hinterfragt er die Dinge und glaubt und vertraut auf seine eigene Meinung.

    Schon alleine das rechtfertigt sein Vorkommen.

    Leider musste er Darth Maul unterliegen . Neben Darth Maul für mich eine der interessantesten Figuren.
     
  8. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Schade übrigens, das sich in diesem Thema nur die wenigsten an die Fragestellung halten und viele komplett dran vorbeireden. ;) Es geht nicht darum ob man Jinn toll findet und warum, sondern ob die Figur dramaturgisch überhaupt einen Sinn hat, der Story irgendwas nützt etc..... Seite 1, erster Beitrag.
     
  9. R2D2

    R2D2 Zivilist

    Vielleicht kommt es vielen nicht so sehr darauf an ob eine Figur für die Story wichtig ist.
    Sondern es ist einfach wichtiger ob eine Figur interressant ist was wiederum sehr davon abhängt wie der Darsteller diese verkörpert.
    ;)
     
  10. Darth_Seebi

    Darth_Seebi ganz böser Sith

    Hier würde ich ein klares J-ein sagen. So wie die PT letztenendes abgelaufen ist, macht die Figur des Qui Gon schon Sinn, da hier quasi der Grundstock für Anakins späteren Fall schon gelegt wird (Verlust einer Vater-Figur, Obi Wan muss ihn ausbilden, obwohl er selbst erst fertiger Jedi-Ritter geworden ist und war eigentlich gegen dessen Ausbildung). Wenn man SW allerdings im Gesamten betrachtet, wäre es vielleicht besser gewesen, wenn man Anakin gleich von Obi Wan entdecken hätte lassen, um ihnen mehr gemeinsame Screentime zu geben und ihre Freundschaft besser herauszuarbeiten (so kriegt man erst in TCW wirklich groß etwas davon mit).

    Sonst erinnert Qui Gon irgendwie an Ned Stark von GoT. Quasi der Ritter ohne Furcht und Tadel, welcher am Ende des ersten Aktes sterben muss, damit das Unheil seinen Lauf nehmen kann. Und wie Ned Stark mag ich Qui Gon einfach ;).
     
    Count Flo und Luther Voss gefällt das.
  11. garakvsneelix

    garakvsneelix loyaler Abgesandter

    Es ist halt immer die Frage, wie sehr man da Bewertung und Befund wirklich auseinander halten kann. Nehmen wir mal die Aussage R2D2:

    Das ist ja wohl als Bewertungsaussage zu verstehen. Daraus kann aber der folgende Befund entstehen: Möglicherweise ist genau das der dramaturgische Wert von Qui-Gon. Er wird in Episode I als "DER Vorzeige-Jedi" eingeführt, stirbt und fortan dient sein Vorbild als Folie, um jeweils zu erkennen, wie sehr eine andere Figur nun "ein guter Jedi" ist oder nicht. Diese dramaturgische Funktion kann sich eventuell sogar, wenn man das in der nächsten Episode geschickt anstellt, bis in die NT ziehen. Wenn Rey am Ende ein paar Züge von Qui-Gon übernimmt, wissen wir am Ende der Saga: So, die Ära der Jedi kann wieder beginnen.

    Edith hat mich übrigens auch über die in dem Zusammenhang dann falsch formulierte Umfrage informiert. Die Frage, ob jemand eine "Bereicherung" ist, lässt sich ja auch außerhalb der "dramaturgischen Notwendigkeit" diskutieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dezember 2018
    Elise und Bollux gefällt das.

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